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Ex-Cheftrainer: Frank Kramer

02.03.2021 - 10:36 Uhr
Ex-Cheftrainer: Frank Kramer |#401
11.04.2022 - 08:01 Uhr
Zitat von ArminiaRulez
Kurzer Einwurf.

Gegen Dortmund stand Gruev an der Seitenlinie. Ich weiß natürlich nicht, inwiefern Kramer da per Telefon Ansagen gemacht hat.

@Colorman
Das Kramer nicht gehen wird, hatte Jan Ahlers schon durch die Blume gesagt. Hab das auch aus mehreren anderen Richtungen gehört.


Recht hast du. Aber wenn so drüber nachdenke, frage ich mich ob das nicht noch viel schlimmer ist für unsere langfristige Strategie. Eine Vereinsphilosophie darf nicht personenabhängig sein, sondern muss jedem Beschäftigten klar sein. Aber bei dem Thema stimmen wir ja alle überein.

Ist die gleiche Sache wie "Stur, hartnäckig, kämpferisch". Stur und hartnäckig ist unsere sportliche Führung ja ungemein - aber ob dort aktuell zum Wohle des Vereins gehandelt wird und nicht einfach nur aus Trotz weiß ich inzwischen nicht mehr.

Kämpferisch ist da schon seit Wochen nichts mehr.

Die Entlassung im Laufe der Saison ist nach der Statements der GF in der Vergangenheit auch einfach nicht mehr glaubwürdig. Da hat man sich selber die Hintertür zu gemauert.

Meine größten Bedenken gelten wirklich der Sommerpause und dem Start in die neue Saison. So eine depressive Stimmung wie jetzt ist nicht förderlich.

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Schwarz - Weiß - Blau
Ex-Cheftrainer: Frank Kramer |#402
11.04.2022 - 08:57 Uhr
Zitat von tw6253
Zitat von ArminiaRulez

Kurzer Einwurf.

Gegen Dortmund stand Gruev an der Seitenlinie. Ich weiß natürlich nicht, inwiefern Kramer da per Telefon Ansagen gemacht hat.

@Colorman
Das Kramer nicht gehen wird, hatte Jan Ahlers schon durch die Blume gesagt. Hab das auch aus mehreren anderen Richtungen gehört.


Recht hast du. Aber wenn so drüber nachdenke, frage ich mich ob das nicht noch viel schlimmer ist für unsere langfristige Strategie. Eine Vereinsphilosophie darf nicht personenabhängig sein, sondern muss jedem Beschäftigten klar sein. Aber bei dem Thema stimmen wir ja alle überein.

Ist die gleiche Sache wie "Stur, hartnäckig, kämpferisch". Stur und hartnäckig ist unsere sportliche Führung ja ungemein - aber ob dort aktuell zum Wohle des Vereins gehandelt wird und nicht einfach nur aus Trotz weiß ich inzwischen nicht mehr.

Kämpferisch ist da schon seit Wochen nichts mehr.

Die Entlassung im Laufe der Saison ist nach der Statements der GF in der Vergangenheit auch einfach nicht mehr glaubwürdig. Da hat man sich selber die Hintertür zu gemauert.

Meine größten Bedenken gelten wirklich der Sommerpause und dem Start in die neue Saison. So eine depressive Stimmung wie jetzt ist nicht förderlich.


Gerade bei der Stimmung ist Fußball ein Tagesgeschäft. Klar wird nach einem eventuellen Abstieg (der übrigens noch längst nicht besiegelt ist, auch wenn manche User das hier ja geradezu beschwören) die Stimmung erst mal mies sein, aber wenn dann die ersten neuen Spieler kommen oder alte Spieler überraschend gehalten werden können, wird wieder die Vorfreude und Euphorie auf die neue Saison überwiegen. Ist doch jedes mal so.

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Arminias Anzeigenhauptmeister
Ex-Cheftrainer: Frank Kramer |#403
11.04.2022 - 09:37 Uhr
Zitat von Thor1911
Zitat von tw6253

Zitat von ArminiaRulez

Kurzer Einwurf.

Gegen Dortmund stand Gruev an der Seitenlinie. Ich weiß natürlich nicht, inwiefern Kramer da per Telefon Ansagen gemacht hat.

@Colorman
Das Kramer nicht gehen wird, hatte Jan Ahlers schon durch die Blume gesagt. Hab das auch aus mehreren anderen Richtungen gehört.


Recht hast du. Aber wenn so drüber nachdenke, frage ich mich ob das nicht noch viel schlimmer ist für unsere langfristige Strategie. Eine Vereinsphilosophie darf nicht personenabhängig sein, sondern muss jedem Beschäftigten klar sein. Aber bei dem Thema stimmen wir ja alle überein.

Ist die gleiche Sache wie "Stur, hartnäckig, kämpferisch". Stur und hartnäckig ist unsere sportliche Führung ja ungemein - aber ob dort aktuell zum Wohle des Vereins gehandelt wird und nicht einfach nur aus Trotz weiß ich inzwischen nicht mehr.

Kämpferisch ist da schon seit Wochen nichts mehr.

Die Entlassung im Laufe der Saison ist nach der Statements der GF in der Vergangenheit auch einfach nicht mehr glaubwürdig. Da hat man sich selber die Hintertür zu gemauert.

Meine größten Bedenken gelten wirklich der Sommerpause und dem Start in die neue Saison. So eine depressive Stimmung wie jetzt ist nicht förderlich.


Gerade bei der Stimmung ist Fußball ein Tagesgeschäft. Klar wird nach einem eventuellen Abstieg (der übrigens noch längst nicht besiegelt ist, auch wenn manche User das hier ja geradezu beschwören) die Stimmung erst mal mies sein, aber wenn dann die ersten neuen Spieler kommen oder alte Spieler überraschend gehalten werden können, wird wieder die Vorfreude und Euphorie auf die neue Saison überwiegen. Ist doch jedes mal so.


Ist eben die Frage ob das gleiche Prinzip wie immer in dieser Zeit noch gilt. Es wäre seit langem mal wieder ein frustrierendes Saisonende in grade der in der Fanszene sehr viel Unruhe herrscht. Ich kann mich nicht daran erinnern, wenn wir in der Fanszene mal so konträre Meinungen über Ausrichtung und Trainer hatten wie derzeit.

Wenn es allerdings stimmt, das es innerhalb der Mannschaft Spannungen gibt dann werden wohl noch mehr Spieler versuchen, den Verein zu verlassen.

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Schwarz - Weiß - Blau
Ex-Cheftrainer: Frank Kramer |#404
11.04.2022 - 19:59 Uhr
Zitat von tw6253
Zitat von DSChermann

Wie der Eine oder Andere vielleicht schon mitbekommen hat, gehöre ich eher zu den Befürwortern von Frank Kramer und könnte mir unter Umständen vorstellen mit Kramer in die zweite Liga zu gehen. Die Betonung liegt dabei auf "könnte", weil ich noch nicht bereit ein Bewertung Kramer's vor dem Ende der Saison abzugeben.

Trotzdem befinden wir uns aktuell in einer Situation, in der unsere Form absolut am Boden ist, wir den Klassenerhalt aber trotzdem noch selbst in der Hand haben. Eigentlich unglaublich. Man hat irgendwie auch nicht das Gefühl als könnte sich Hertha noch fangen würde, was bedeuten könnte, dass ein Sieg gegen sie plus 3-4 Punkte für ein Relegationsplatz reichen könnte.
Allerdings fragt man sich wie das, nach den Leistungen der letzten Spiele gelingen soll und dann auch noch Relegation.

Jetzt stellt sich die Frage, ob ein Trainerwechsel den nötigen Effekt bringen würde. Wenn man den richtigen Trainer bekommen würde, wäre es durchaus möglich, aber man weiß vorher nicht wer der richtige ist. Sicherlich gibt es Trainer, die schon bewiesen haben, dass sie als Feuerwehrmann taugen. Spontan würde mir Funkel einfallen, aber der ist in Rente.
Ich befürchte, dass wir jemanden einstellen müssten, bei dem eben nicht klar ist, ob das gelingen könnte. Eine Wundertüte wie saibane damals, den Niemand auf dem Schirm hatte. Kann gut gehen, wie damals, kann aber auch schief gehen,wie bei Norbert Meier damals. Insgesamt gibt es viele Beispiele dafür, dass Trainerwechsel nur bedingt von Erfolg sind. Beispiel Schalke letztes Jahr, oder Hertha dieses Jahr. Umgekehrt gibt es auch genug Beispiele dafür, dass am Trainer festhalten eine positive Wirkung hat, wie bei Stuttgart oder Augsburg.
Ich persönlich bin eigentlich erst dann für einen Trainerwechsel, wenn man einen besseren bekommen kann, oder wenn der Trainer deutlich unter den Erwartungen bleibt.
Arminia Bielefeld auf dem Relegationsplatz ist sicherlich nicht deutlich unter den Erwartungen, sondern eine Platzierung, die in etwa der Stärke der Mannschaft entspricht.
Kramer ist sicherlich nicht die Art von Trainer, deren Mannschaften deutlich über ihrem Niveau spielen, aber unter Wert verkaufen die sich nicht. Es ist solider Mittelmaß und für unsere Verhältnisse ganz ok.
Wenn man sich ein wenig mit den Ursachen beschäftigt, warum wir so wenig Punkte haben, dann wird man erkennen, dass Kramer einige Stolpersteine zu überwinden hatte in dieser Saison. In den ersten Spielen der Saison hatte er eine neu zusammengestellte Mannschaft, in der viele Spieler noch nicht in der Bundesliga angekommen sind. Trotzdem haben wir ordentliche Leistungen gebracht, aber nicht ausreichend Punkte geholt. Ist halt auch schwierig für einen Trainer, wenn die Spieler Chancen verkacken, weil sie noch Zeit brauchen, um sich an die Liga zu gewöhnen.
Dann lief es ne Zeitlang gut, dann kam der Einbruch. Hier für gibt es viele Gründe. Ich finde, dass einige der Spieler, die Wechselgedanken haben, aktuell nicht auf der Höhe sind. Vor allem Pieper, Nilsson und zuletzt auch Wimmer.
Ich glaube die meisten haben auch den Ausfall von Prietl unterschätzt. Er ist so immens wichtig für unser Spiel, dass sich sein Fehlen richtig krass bemerkbar gemacht hat. Wir waren alles andere als kompakt und hatten auch weniger ballgewinne im Mittelfeld. Die Konstellation Prietl, Vasi und Schöpf war die stärkste, auch weil Schöpf auf der 8 viel besser zu Geltung kommt.
Das Okugawa seit einigen Spielen angeschlagen ist kommt auch noch hinzu.
Insgesamt also eine sehr schwierige Situation für einen Trainer.

Was definitiv für Kramer spricht ist der Umgang mit jungen Spielern. Er findet Draht zu ihnen und schafft es sie auch menschlich und fußballerisch zu entwickeln. Er hat auch keine Scheu die Spieler einzusetzen, auch wenn man tief drin steckt. Das zeigt die Anzahl der Spiele unser Jungs deutlich. Fast jeder hatte seine Einsatzzeiten.


Ein Trainerwechsel ist allerdings die einzige Möglichkeit, eine spürbare Veränderung zu erreichen. Unter Kramer sehe ich nicht, dass man irgendwas verändern könnte. Es sieht einfach immer noch so aus, wie vor einem Jahr. Ohne jetzt verglichen zu haben, werden wir auch ähnliche Statistiken haben.

Deinen letzten Absatz versteh ich aber absolut nicht. Es ist jetzt nicht so, als dass er junge Spieler bevorzugen würde. Viele unserer Spieler müssen spielen, da unser Kader so dünn ist und wir einige Verletzungssorgen hatten.

Wenn er genau das tun würde, dann hätte er gegen Dortmund anstatt nur 2 von 5 Wechseln zu vollziehen einem Cherny, Frommann oder Dogan Spielerfahrung geben können? Unser Kader war da sehr dünn besetzt und da hätte man gerne z.B. Okugawa mehr Pause ermöglichen können. Es war auch der erste Einsatz und bisher letzte Einsatz von Ince - der Junge hat mir persönlich in dem Spiel aber sehr viel Spaß gemacht, stand aber leider nicht mal im Kader der letzten beiden Spiele.

Ich hoffe einfach nur das die Saison möglichst schnell endet und der Verein es schafft, mit positiver Stimmung in die nächste Saison zu gehen. Generell ist die 2. Liga in Ordnung aber nicht auf die Art und Weise wie wir in dieser Saison agiert haben. Seit dieser absolut überzogenen Jobgarantie für Kramer durch Rejek im letzten Jahr wusste ich, dass das nur nach hinten losgehen kann.

Ich finde schon, dass Kramer ein Trainer ist, der bereit ist auf junge Spieler zu setzen. Du hast sicherlich recht, dass einige Spieler eingesetzt wurden, weil sie trotz ihres Alters, entweder über ausreichend Qualität verfügen (ein Wimmer z.B.), oder wir auf dieser Position keine besseren Spieler haben (ein Krüger nach dem Ausfall von Prietl z.B.).
Trotzdem gibt es auch Spieler, die eingesetzt wurden, obwohl vermeintlich erfahrene Alternativen zur Verfügung standen. Serra statt Klos, Andrade statt Laursen oder auch Ramos für Pieper.

Ansonsten werden wir beim Thema Trainerwechsel definitiv nicht auf einen Nenner kommen, weil wir bei einem wesentlichem Punkt komplett andere Meinung sind. Es ist das Thema Entwicklung. Ich bin sehr wohl der Meinung, dass Kramer sowohl die Mannschaft, als auch einzelne Spieler weiterentwickelt hat.
Wimmer, Okugawa, Serra, Krüger, Ramos und Andrade haben sich weiterentwickelt und sind besser geworden, als noch zum Anfang der Saison.
Und ich finde, dass sich die Mannschaft auch spielerisch weiter entwickelt hat. Wir hatten durchaus mehr spielerische Ansätze, in der Hinrunde, als noch in der letzten Saison. Allerdings fehlt es an Qualität und Erfahrung, daraus mehr Kapital zu schlagen. Hätten wir aus den ersten 7 Spielen 4-5 Punkte mehr geholt, würden wir heute nicht über den Trainer diskutieren.
Das wir zum Anfang der Rückrunde den Faden verloren hatten und weder spielerisch, noch mit einer kompakten Abwehr überzeugen konnten, liegt sicherlich nicht daran, dass Kramer das Training umgestellt hat und die Spieler sich zurück entwickeln.
Mein Vermutung, was die Gründe sein könnten habe ich im letzten Post angedeutet.
Ich bin einfach Meinung, dass Arminias Kader die Qualität hat, die Klasse nur dann zu halten, wenn alles für uns zusammen kommt. Letzte Saison hat sehr vieles zusammen gepasst und wir konnten mit unserem Schlauchboot einen glücklichen Klassenerhalt feiern.
Diese Saison läuft einiges gegen uns,so dass wir einem qualitativ etwas besseren Kader nicht wirklich besser dastehen, als letzte Saison.
Ich kann dir auch gerne noch weitere Beispiele geben. Pieper war letzte Saison sehr stark und die Hoffnung war nicht unbegründet, dass er sich nach einer ganzen Saison in der Bundesliga und der internationalen Erfahrung bei EM und Olympia noch ein bißchen steigert, im Vergleich zur Vorsaison. Stattdessen hat er sich verschlechtert und war einige Male ein Unsicherheitsfaktor.
Ein anderer Spieler ist Robin Hack. Er hat sein großes Potenzial durchaus angedeutet. Aber war nicht fit, als er bei uns angekommen ist und wurde immer wieder von kleineren Verletzungen zurückgeworfen. Ich bin davon überzeugt, dass wenn er einen seiner Pfostentreffer versenkt hätte und nicht diese ganzen kleinen Ausfälle gehabt hätte, dass er zur Hinrunde Stammspieler und Leistungsträger geworden wäre.
Auch Serra hatte keine vernünftige Vorbereitung und wurde immer dann ausgebremst, wenn man das Gefühl hatte, dass er sich festspielt.
Prietl's Ausfall halte ich persönlich für den wichtigsten Aspekt. Wie wichtig er für unser Spiel ist sollte jedem mit etwas Fußballsachverstand erkennen, auch wenn er fußballerisch doch ziemlich limitiert ist für die Bundesliga.
Das dafür Schöpf einen weiter nach hinten aufgestellt wurde, war natürlich Gift für unser Angriffsspiel. Schöpf hat sich immer besser mit der Rolle des 8ers zurecht gefunden und war zu einem wichtigen Bindeglied zwischen Verteidigung und Angriff geworden.
Ex-Cheftrainer: Frank Kramer |#405
12.04.2022 - 07:25 Uhr
Zitat von DSChermann

Und ich finde, dass sich die Mannschaft auch spielerisch weiter entwickelt hat. Wir hatten durchaus mehr spielerische Ansätze, in der Hinrunde, als noch in der letzten Saison. Allerdings fehlt es an Qualität und Erfahrung, daraus mehr Kapital zu schlagen. Hätten wir aus den ersten 7 Spielen 4-5 Punkte mehr geholt, würden wir heute nicht über den Trainer diskutieren.
Das wir zum Anfang der Rückrunde den Faden verloren hatten und weder spielerisch, noch mit einer kompakten Abwehr überzeugen konnten, liegt sicherlich nicht daran, dass Kramer das Training umgestellt hat und die Spieler sich zurück entwickeln.


Gebe ich dir teilweise Recht. die Entwicklung WAR da, aber die Betonung liegt dabei auf war. Wo ist sie denn geblieben? Die letzten spielerisch wirklich guten Partien waren gegen Frankfurt und mit Abstrichen noch gegen Gladbach, danach war da nicht mehr viel vernünftiges dabei. Einfach nur zu sagen, dass es an der Qualität liegt ist mir zu einfach. Was ist denn mit Bochum, haben die so viel mehr Qualität als wir? Nein die haben Spielidee, werden vom Trainer gut eingestellt und punkten so konstant in einer ersten Liga, in der es wohl selten so einfach war die Klasse zu halten wie diese Saison weil ausreichend vermeintlich große Namen schwächeln. Ich habe so langsam das Gefühl wir sind hier alle zu weich geworden und geben uns mit wenig bis nichts zufrieden. Klar hätten wir in den ersten Spielen mehr Punkte haben müssen. Ich war total begeistert wie wir die ersten Partien gespielt haben. Mittlerweile stellen sich die Gegner aber auf uns ein, wo ist da FKs Plan dagegen zu steuern?
Zitat von DSChermann

Mein Vermutung, was die Gründe sein könnten habe ich im letzten Post angedeutet.
Ich bin einfach Meinung, dass Arminias Kader die Qualität hat, die Klasse nur dann zu halten, wenn alles für uns zusammen kommt. Letzte Saison hat sehr vieles zusammen gepasst und wir konnten mit unserem Schlauchboot einen glücklichen Klassenerhalt feiern.
Diese Saison läuft einiges gegen uns,so dass wir einem qualitativ etwas besseren Kader nicht wirklich besser dastehen, als letzte Saison.


Auch hier ist mir das zu einfach. Es muss dieses Jahr nicht alles zusammenkommen. In einer halbwegs normal verlaufenden Bundesligasaison wären wir mit der Punkteausbeute bereits feststehender Absteiger zusammen mit Fürth. Klar müssen wir uns ankreiden, dass wir laut den Spielverläufen 4-5 Punkte mehr haben könnten, aber dem ist halt nicht so. Was läuft denn gegen uns? Beispiele? Wir haben richtig oft einfach richtig schlecht gespielt, Pech in Form von vergebenen Torchancen und Alu-Treffern und so hat jedes Team gleichermaßen und das egalisiert sich über die Saison gesehen.

Zitat von DSChermann

Ich kann dir auch gerne noch weitere Beispiele geben. Pieper war letzte Saison sehr stark und die Hoffnung war nicht unbegründet, dass er sich nach einer ganzen Saison in der Bundesliga und der internationalen Erfahrung bei EM und Olympia noch ein bißchen steigert, im Vergleich zur Vorsaison. Stattdessen hat er sich verschlechtert und war einige Male ein Unsicherheitsfaktor.
Ein anderer Spieler ist Robin Hack. Er hat sein großes Potenzial durchaus angedeutet. Aber war nicht fit, als er bei uns angekommen ist und wurde immer wieder von kleineren Verletzungen zurückgeworfen. Ich bin davon überzeugt, dass wenn er einen seiner Pfostentreffer versenkt hätte und nicht diese ganzen kleinen Ausfälle gehabt hätte, dass er zur Hinrunde Stammspieler und Leistungsträger geworden wäre.
Auch Serra hatte keine vernünftige Vorbereitung und wurde immer dann ausgebremst, wenn man das Gefühl hatte, dass er sich festspielt.
Prietl's Ausfall halte ich persönlich für den wichtigsten Aspekt. Wie wichtig er für unser Spiel ist sollte jedem mit etwas Fußballsachverstand erkennen, auch wenn er fußballerisch doch ziemlich limitiert ist für die Bundesliga.
Das dafür Schöpf einen weiter nach hinten aufgestellt wurde, war natürlich Gift für unser Angriffsspiel. Schöpf hat sich immer besser mit der Rolle des 8ers zurecht gefunden und war zu einem wichtigen Bindeglied zwischen Verteidigung und Angriff geworden.


Hier teile ich deine Meinung zu den genannten Spielern auf jeden Fall, Pieper wurde allerdings durch Ramos zeitweise ohne Qualitätsverlust ersetzt, Hack lässt auch weiterhin sein Potenzial durchblitzen, ich würde ihm wünschen, dass bei ihm der Knoten platzt und er im Falle des Falls auch bei Abstieg bei uns bleibt und neu angreift. Ich mag spielertypen wie ihn. Die Thematik mit Prielt und Schöpf war wirklich irgendwo schwierig zu kompensieren, vor allem Schöpf hätte man aber nicht zurück ziehen dürfen, da hätte FK eine andere Lösung finden müssen, was ist denn zum Beispiel mit Castro, habe ich da irgendwas verpasst? Wir haben da so einen technisch guten und erfahrenen Spieler, der gehört einfach auf den Platz, grade dann wenn ein 6er ausfällt.
Ex-Cheftrainer: Frank Kramer |#406
12.04.2022 - 09:23 Uhr
Zitat von Steinhaeger
Gebe ich dir teilweise Recht. die Entwicklung WAR da, aber die Betonung liegt dabei auf war. Wo ist sie denn geblieben?


Aber Entwicklung ist doch keine gerade Linie, man kann doch nicht davon ausgehen, dass sowas - besonders mit jungen und unerfahrenen Spielern aus unteren Ligen - immer konstant in eine Richtung verläuft. Das funktioniert selbst bei Computerspielen nur, wenn man immer wieder speichert und neu lädt.

Man kann doch bitte nicht so naiv sein und glaube, dass unter irgendeinem Trainer auf diesem Planeten so eine Mannschaft von Spiel zu Spiel immer besser wird?!

Zitat von Steinhaeger
Ich habe so langsam das Gefühl wir sind hier alle zu weich geworden und geben uns mit wenig bis nichts zufrieden.


Ich glaube manchmal vielmehr, einige sind viel zu schreckhaft geworden. So panisch wie heute habe ich eigentlich kein Bielefelder Publikum in den letzten 30 Jahren erlebt.
Ex-Cheftrainer: Frank Kramer |#407
12.04.2022 - 10:10 Uhr
Zitat von SvG0815

Ich glaube manchmal vielmehr, einige sind viel zu schreckhaft geworden. So panisch wie heute habe ich eigentlich kein Bielefelder Publikum in den letzten 30 Jahren erlebt.


Ohje, diese Aussage ist einfach nicht korrekt. Da gab es viel schlimmere Zeiten, wo viel mehr Panik da war, die letzten 2-3 Jahre haben dies wohl in vergessenheit gebracht. Man denke nur an die Zeit unseres letzten Abstiegs 2009 aus Liga 1 und die daraufolgenden 10 Jahre, da war teilweise deutlich mehr Panik und Frust vorhanden.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von asti89 am 12.04.2022 um 10:11 Uhr bearbeitet
Ex-Cheftrainer: Frank Kramer |#408
12.04.2022 - 10:17 Uhr
Zitat von asti89
Zitat von SvG0815

Ich glaube manchmal vielmehr, einige sind viel zu schreckhaft geworden. So panisch wie heute habe ich eigentlich kein Bielefelder Publikum in den letzten 30 Jahren erlebt.


Ohje, diese Aussage ist einfach nicht korrekt. Da gab es viel schlimmere Zeiten, wo viel mehr Panik da war, die letzten 2-3 Jahre haben dies wohl in vergessenheit gebracht. Man denke nur an die Zeit unseres letzten Abstiegs 2009 aus Liga 1 und die daraufolgenden 10 Jahre, da war teilweise deutlich mehr Panik und Frust vorhanden.


Das habe ich damals anders wahrgenommen. Das war mehr ein Schockzustand nach dem Durchmarsch in Liga 3, danach haben sich die meisten aber wieder zusammengerissen und die Mannschaft nach vorn getrieben.

Und - wollen wir mal nicht vergessen: Die Situation war damals auch um Welten bedrohlicher und existenzgefährdend für den Verein. Heutzutage schmeißen sich ja manche Leute schon beim kleinsten Wackler fast auf den Boden und schreien wie kleine Kinder. Das ist einfach irgendwann auch nicht mehr angemessen.
Ex-Cheftrainer: Frank Kramer |#409
12.04.2022 - 12:17 Uhr
Zitat von SvG0815
Zitat von Steinhaeger

Gebe ich dir teilweise Recht. die Entwicklung WAR da, aber die Betonung liegt dabei auf war. Wo ist sie denn geblieben?


Aber Entwicklung ist doch keine gerade Linie, man kann doch nicht davon ausgehen, dass sowas - besonders mit jungen und unerfahrenen Spielern aus unteren Ligen - immer konstant in eine Richtung verläuft. Das funktioniert selbst bei Computerspielen nur, wenn man immer wieder speichert und neu lädt.

Man kann doch bitte nicht so naiv sein und glaube, dass unter irgendeinem Trainer auf diesem Planeten so eine Mannschaft von Spiel zu Spiel immer besser wird?!

Zitat von Steinhaeger

Ich habe so langsam das Gefühl wir sind hier alle zu weich geworden und geben uns mit wenig bis nichts zufrieden.


Ich glaube manchmal vielmehr, einige sind viel zu schreckhaft geworden. So panisch wie heute habe ich eigentlich kein Bielefelder Publikum in den letzten 30 Jahren erlebt.


Unsere Entwicklung stagniert aber nicht nur, sie geht seit Anfang der Rückrunde stetig bergab. Es ist rein garnichts mehr davon zu sehen, wir spielen ohne Konzept und Idee konstant schlecht in den letzten Wochen. Es geht nicht darum immer besser und besser zu werden sondern die richtigen Stellschrauben zu drehen und vor allem die verbesserte Leistung auf ein konstantes Niveau zu bekommen. Gepaart mit den richtigen Matchplänen wie wir es zum Beispiel gegen Leipzig gesehen haben könnten wir definitiv mehr Punkte auf der Habenseite verbuchen. Wo sehen wir denn in letzter Zeit Verbesserungen? Tore resultierten zumeist durch gute Momente vom Wimmer und Okugawa. Was ist mit unseren Flanken, Standardsituationen und vor allem auch Kontern? Da muss einfach in allen Belangen mehr kommen, wenn du als Underdog in dieser Liga bestehen willst. Ich wiederhole mich: Andere machen das einfach viel besser! Distanzschüsse sieht man so gut wie nie. Ich frage mich halt wirklich was da trainiert wird. Das sind alles Möglichkeiten um den Gegner unter Druck zu setzen und für Tormöglichkeiten zu suchen, meist guckt man zuletzt unsere Spiele und kann sich selbst mit blühender Phantasie nicht vorstellen, wie wir zu Möglichkeiten kommen sollen.

Mit Schreckhaft sein hat das doch mal garnichts zu tun und mit Panik auch nicht. Ich frage mich eher wie viele Leute so dermaßen ruhig bleiben können und nicht sehen, dass die Chance für den Klassenerhalt diese Saison eigentlich viel höher ist als in der letzten. Das ist keine Panikmache sondern reine Realität. Ich hab ja z.B. auch nichts gegen zweite Liga, ich habe aber etwas dagegen die Chance auf ein weiteres Jahr 1. Liga mit seinen finanziellen Möglichkeiten leichtfertig den Bach runter gehen zu lassen.

Das alles wäre etwas völlig anderes, wenn wir trotz guter Leistungen und mit einer klaren Spielidee wie wir sie zum Beispiel im Aufstiegsjahr unter UN hatten, absteigen würden. Damit könnte ich mich identifizieren. Je mehr ich darüber nachdenke, desto mehr steht das Projekt Kramer auf wackeligen Beinen.
Ex-Cheftrainer: Frank Kramer |#410
12.04.2022 - 13:42 Uhr
Zitat von Steinhaeger
Unsere Entwicklung stagniert aber nicht nur, sie geht seit Anfang der Rückrunde stetig bergab. Es ist rein garnichts mehr davon zu sehen, wir spielen ohne Konzept und Idee konstant schlecht in den letzten Wochen.


Ok, wie lang darf denn eine Schwächephase dauern bei Arminia Bielefeld, bis man den langfristigen Plan zu Gunsten einer Möglichkeit hinwirft? 7 spiele? 5 Spiele? 3 Spiele? 2 Spiele? Und wer definiert das?

Mag ja sein, dass es so wirkt, als sei es in diesem Jahr ganz easy, die Klasse zu halten, aber ich glaube, bei Vielen hat der (eigentlich vollkommen unrealistische) Klassenerhalt in der Vorsaison doch ein paar falsche Vorstellungen geweckt, auch wenn das ja kaum einer zugeben würde.

Ja, wir haben die Mannschaft für unsere Verhältnisse umfangreich verstärkt. Aber was ist das denn im Vergleicht zu dem, was der Rest der Liga mal eben so aus der Portokasse zahlen kann? Und auch zahlt?

Nochmal für alle, die es vergessen haben: Wir haben in der Liga genau 2 Gegner auf Augenhöhe: Den VfL Bochum und die SpVgg Greuther Fürth. Fürth steht hinter uns und der VfL spielt einfach überragend mit dem Rückenwind des relativ frischen Aufstiegs. Das muss man auch mal so anerkennen können. Ob sie das nächste Saison bestätigen werden?

Es schrieb vor kurzem jemand hier in diesem Forum in meinen Augen wahre Worte, die ich gern so unterschreiben würde. Sinngemäß war das in etwa so:

Wenn bei Arminia Bielefeld nicht alle Spieler genau 100 % Leistung bringen, haben wir in kaum einem Spiel eine Chance.

Hinzufügen würde ich noch: Und selbst wenn alle 100 % geben, ist die Chance gegen die meisten Teams immer noch sehr klein.

Und aktuell geben meines Erachtens nach nicht alle Spieler 100 %. Woran das liegt? Tja...vielleicht am Trainer, dafür fehlt mir aber die Kenntnis. Mag sein, dass das andere hier besser beurteilen können. Wurden taktische Fehler gemacht? Ziemlich sicher, denn jeder Trainer macht immer wieder taktische Fehler.
Wurde schlecht trainiert? Kann ich nicht beurteilen, ich war nie beim Training. Und vielleicht kann Frank Kramer die Spieler auch nicht mehr so richtig motivieren, kann ja auch sein.

Oder liegt es daran, dass bei fast der kompletten Defensive die Verträge auslaufen und die Spieler bislang offenbar trotz Angeboten nicht gewillt waren, sich auch für die kommende Saison zu Arminia Bielefeld zu bekennen? Auch möglich, für mich sogar kein unwahrscheinliches Szenario, dass das zumindest eine kleine Rolle spielt, denn natürlich wecken ablösefreie Bundesligaspieler, die bislang wohl eher unterdurchschnittlich verdient haben, andernorts Begehrlichkeiten.

Aber weil ich zu all dem nur Mutmaßungen anstellen kann und nicht den Anspruch habe, dass jede meiner Beobachtungen automatisch zu einer unumstößlichen Wahrheit wird, habe ich erstmal grundsätzliches Vertrauen in die Urteilsfähigkeit des Mannes, der unseren Verein seit mittlerweile mehr als 11 Jahren sportlich immer weiterentwickelt hat. Und genau wegen dieser kontinuierlichen Weiterentwicklung bin ich auch einigermaßen gelassen, auch wenn Niederlagenserien natürlich schwer mit anzusehen sind.

Und darum stelle ich mich beispielsweise auch nicht ins Stadion und blöke im Chor, wen Samir Arabi entlassen und wen er einstellen soll. Auch, weil mich die vielen Jahre Fan sein ein Stück weit Demut gelehrt haben.

Man kann ja drüber reden, ob eine Trainerentlassung sinnvoll ist oder nicht. Aber man sollte halt nicht glauben, dass damit automatisch Erfolg einkehrt. Und ob man dann eben diese Chance ergreift oder nicht, sollte man auch sorgsam abwägen, denn es steht halt möglicherweise auch die Glaubwürdigkeit auf dem Spiel.

Und - ganz allgemein gesprochen: vielleicht muss auch der Eine oder Andere mal hinterfragen, ob es wirklich rein sportliche Gründe sind, die einen zum Befürworter eines Rausschmisses von Frank Kramer machen. Speziell in den "sozialen" Medien sind die Argumente derart mit Häme und Missgunst versehen, dass man den Eindruck gewinnt, diese Leute hätten nur auf eine Niederlagenserie gewartet, um endlich mal jemanden zu haben, auf den man seinen persönlichen Frust projizieren kann.

Und eins noch zum Schluss:

Vielleicht sollten wir mal anfangen, uns ein (!) Vorbild zu nehmen. Oft wurde da in der Vergangenheit der SC Freiburg genannt, denn einen ähnlichen Weg hat unsere sportliche Führung ja als Ziel ausgegeben. Dann muss man aber auch den Mumm haben, so einen Weg in aller Konsequenz zu gehen, und das heißt eben auch mal Misserfolge aushalten zu können, wenn es langfristig sinnvoller und vielleicht auch glaubwürdiger sein kann.

Wir sollten aber nicht alle paar Wochen oder Monate hinter einem anderen Klub herschauen, der gerade erfolgreicher ist als wir. Da wird sich nämlich immer mal jemand finden und dann ist man permanent unzufrieden.
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