EM 2021
11.06.2021 - 14:06 Uhr
Ich kann den Vorrednern in Ihrer Kritik an der UEFA nur zustimmen. Ich schau mir dieses Jahr deshalb auch keine Spiele an, ich hab da einfach keinen Bock mehr drauf.
Umso schöner ist es, in diesem Thread mitzulesen. Dank eurer Beiträge bin ich ja doch recht gut informiert und es gibt immer wieder was zum schmunzeln.
...und wenn mich die Sehnsucht nach unseren deutschen Kickern umtreib,t muss ich ja nur in irgendeinem Fernsehkanal die Werbung laufen lassen. Gerade eben hat mit Manuel Neuer eine Zahnbürste angeboten, aber auch bei der Werbung unserer Jungs stimmen Taktik und Timing nicht, ich habe nächste Woche schon zwei Zahnarzttermine...
Möge also das beste Team (wie immer man das auch definieren mag) gewinnen. Ich persönlich würde ja den Belgiern den Titel gönnen, irgendwie finde ich, die sind jetzt auch mal dran. Auch Schottland oder Finnland wäre cool, da dürften mir die nervigen Autokorsos ebenfalls erspart bleiben. Unvergessen die EM 2000. Ich wohnte damals im Stadtzentrum von Reutlingen und da fuhr nach dem Sieg Frankreichs original ein Kleinwägelchen mit Fähnchen durch die Gassen und hat ganz niedlich gehupt.
Umso schöner ist es, in diesem Thread mitzulesen. Dank eurer Beiträge bin ich ja doch recht gut informiert und es gibt immer wieder was zum schmunzeln.
...und wenn mich die Sehnsucht nach unseren deutschen Kickern umtreib,t muss ich ja nur in irgendeinem Fernsehkanal die Werbung laufen lassen. Gerade eben hat mit Manuel Neuer eine Zahnbürste angeboten, aber auch bei der Werbung unserer Jungs stimmen Taktik und Timing nicht, ich habe nächste Woche schon zwei Zahnarzttermine...
Möge also das beste Team (wie immer man das auch definieren mag) gewinnen. Ich persönlich würde ja den Belgiern den Titel gönnen, irgendwie finde ich, die sind jetzt auch mal dran. Auch Schottland oder Finnland wäre cool, da dürften mir die nervigen Autokorsos ebenfalls erspart bleiben. Unvergessen die EM 2000. Ich wohnte damals im Stadtzentrum von Reutlingen und da fuhr nach dem Sieg Frankreichs original ein Kleinwägelchen mit Fähnchen durch die Gassen und hat ganz niedlich gehupt.
Einfache Impfung reicht also, um da in vollem Pulk rumzustehen. Spieler rennen zu den Fans, um zu jubeln. Keinerlei Abstand im Stadion.
Je nachdem, mit welchem Impfstoff da verimpft wurde, ist der Schutz vor der Delta-Variante 32% (biontech) bis quasi 0 (az, cinevac, sputnik).
Es ist einfach UNFASSBAR, was die UEFA da abzieht. Ungarn wird dafür belohnt, sich null um die Mitbürger zu kümmern. Erst Ausländer, dann Presse, jetzt LGBTQ und die EU - vollständiger Demokratieabbau. Brot und Spiele. Wie so oft in der Geschichte präsentieren die (quasi-)Diktatoren sportliche Events, um sich toll aussehen zu lassen. Gab's schon in den 30ern in Deutschland, ist in der aktuellen Zeit so aktuell wie nie. Brasilien richtet die Copa aus, mit viel Geld gehen die WMs nach Russland und Katar, Ungarn präsentiert sich auf Kosten von Menschenleben "im besten Licht".
Diese EM in dieser Durchführung wird uns in Europa einen Bärendienst erweisen. Mit den Zweitimpfquoten könnte sogar der absolute worst case eintreten - eine erneute Mutation, bei der sich die Viren an die Impfstoffe angepasst haben. Wie gesagt - bei der delta-Variante reicht ein einfacher Impfschutz im Gegensatz zur Ursprungsvariante nicht aus, und bei jedem Infizierten mit nur einer Dosis hat das Virus millionenfach die Chance, einen Ausweg zu bilden, sich an die Impfung anzupassen. Dann wären ALLE Fortschritte weg.
Maximal 50% Kapazität überall, keine "fremden" Fans in die Länder reisen lassen. Es wäre nun wirklich nicht so schwer gewesen. Aber das ist ja nicht im Interesse der UEFA, die wie gestern beschrieben GB droht, die Enrunde nach Ungarn zu verlegen, wenn die Ein- und Ausreisebestimmungen bei VIP-Leuten nicht geändert werden. Das ist SO SO SO SO SO absurd und beschissen und verwerflich. Im August oder September werden wir uns wundern, warum wieder alles zu ist.
Der Fussball ist tot, dank der Raffgeier bei UEFA, FIFA, und in den großen Vereinen. Gab es nach der verpatzten Super League noch Hoffnung, dass ein Umdenken stattfindet, persifliert die UEFA das nur wenige Wochen später.
Achja, tolle Vorbereitung von Sallai. Hoffe, er steckt sich nicht an. Hygienekonzepte gelten ja schonmal nicht, wenn man den Jubel der Spieler mit den Fans sieht..
Je nachdem, mit welchem Impfstoff da verimpft wurde, ist der Schutz vor der Delta-Variante 32% (biontech) bis quasi 0 (az, cinevac, sputnik).
Es ist einfach UNFASSBAR, was die UEFA da abzieht. Ungarn wird dafür belohnt, sich null um die Mitbürger zu kümmern. Erst Ausländer, dann Presse, jetzt LGBTQ und die EU - vollständiger Demokratieabbau. Brot und Spiele. Wie so oft in der Geschichte präsentieren die (quasi-)Diktatoren sportliche Events, um sich toll aussehen zu lassen. Gab's schon in den 30ern in Deutschland, ist in der aktuellen Zeit so aktuell wie nie. Brasilien richtet die Copa aus, mit viel Geld gehen die WMs nach Russland und Katar, Ungarn präsentiert sich auf Kosten von Menschenleben "im besten Licht".
Diese EM in dieser Durchführung wird uns in Europa einen Bärendienst erweisen. Mit den Zweitimpfquoten könnte sogar der absolute worst case eintreten - eine erneute Mutation, bei der sich die Viren an die Impfstoffe angepasst haben. Wie gesagt - bei der delta-Variante reicht ein einfacher Impfschutz im Gegensatz zur Ursprungsvariante nicht aus, und bei jedem Infizierten mit nur einer Dosis hat das Virus millionenfach die Chance, einen Ausweg zu bilden, sich an die Impfung anzupassen. Dann wären ALLE Fortschritte weg.
Maximal 50% Kapazität überall, keine "fremden" Fans in die Länder reisen lassen. Es wäre nun wirklich nicht so schwer gewesen. Aber das ist ja nicht im Interesse der UEFA, die wie gestern beschrieben GB droht, die Enrunde nach Ungarn zu verlegen, wenn die Ein- und Ausreisebestimmungen bei VIP-Leuten nicht geändert werden. Das ist SO SO SO SO SO absurd und beschissen und verwerflich. Im August oder September werden wir uns wundern, warum wieder alles zu ist.
Der Fussball ist tot, dank der Raffgeier bei UEFA, FIFA, und in den großen Vereinen. Gab es nach der verpatzten Super League noch Hoffnung, dass ein Umdenken stattfindet, persifliert die UEFA das nur wenige Wochen später.
Achja, tolle Vorbereitung von Sallai. Hoffe, er steckt sich nicht an. Hygienekonzepte gelten ja schonmal nicht, wenn man den Jubel der Spieler mit den Fans sieht..
Klar, an und für sich eine sehr positive Leistung von Sallai, aber 2 negative Punkte bei ihm will ich nicht verschweigen. Beim 1:1 hatte er als Freistoß-Ausführender mit den kürzesten Weg nach hinten, allerdings ist er nur getrabt, so dass Griezmann direkt an ihm vorbei lief und ungestört vors Tor laufen konnte. Da hätte Sallai mitgehen müssen. Und die Erdanziehungskraft war heute auch wieder außergewöhnlich, bei weitem nicht jeder Freistoß war auch ein Foul, sondern ein Hineinwerfen in den Zweikampf.
Früher hätte ich versucht, möglichst alle Spiele zu sehen, was außer den paar Wochenspielen um 15 Uhr problemlos möglich gewesen wäre. Em Ande von Gruppenspieltag 2 werden es 11 von 24 sein. Ich weiß auch nicht, wo ich anfangen und aufhören soll mit den Dingen, die ich schlimm finde. Gasprom (Aufsichtsratsmehrheit liegt beim russischen Staat) und Qatar Airways (gehört zu 100% dem Königshaus) als Hauptsponsoren, die ganze Corona-Situation einschließlich UEFA-Erpressung, Spiele in den Quasi-Dikaturen Russland, Aserbaidschan und Ungarn, Pfiffe gegen knieende Spieler und die nochmals erhöht scheinende "Eventisierung".
Die katastrophalen Kommentatorenleistungen einiger extrem erfahrenen Kommentatoren und des weiterhin teilweise vermiedenen Co-Kommentators kommen dann zu den politisch-gesellschaftlichen Tiefen noch hinzu. Dabei ist es sowas von offensichtlich, was für einen großen Mehrwehrt es hat, wenn ein Experte (der sich auch so nennen darf) mitkommentiert, zumal neben Fachkenntnis 4 Augen auch einfach mehr sehen als 2 und Korrekturen oder Ergänzungen viel einfacher und schneller sind als mit Einflüsterer.
Früher hätte ich versucht, möglichst alle Spiele zu sehen, was außer den paar Wochenspielen um 15 Uhr problemlos möglich gewesen wäre. Em Ande von Gruppenspieltag 2 werden es 11 von 24 sein. Ich weiß auch nicht, wo ich anfangen und aufhören soll mit den Dingen, die ich schlimm finde. Gasprom (Aufsichtsratsmehrheit liegt beim russischen Staat) und Qatar Airways (gehört zu 100% dem Königshaus) als Hauptsponsoren, die ganze Corona-Situation einschließlich UEFA-Erpressung, Spiele in den Quasi-Dikaturen Russland, Aserbaidschan und Ungarn, Pfiffe gegen knieende Spieler und die nochmals erhöht scheinende "Eventisierung".
Die katastrophalen Kommentatorenleistungen einiger extrem erfahrenen Kommentatoren und des weiterhin teilweise vermiedenen Co-Kommentators kommen dann zu den politisch-gesellschaftlichen Tiefen noch hinzu. Dabei ist es sowas von offensichtlich, was für einen großen Mehrwehrt es hat, wenn ein Experte (der sich auch so nennen darf) mitkommentiert, zumal neben Fachkenntnis 4 Augen auch einfach mehr sehen als 2 und Korrekturen oder Ergänzungen viel einfacher und schneller sind als mit Einflüsterer.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Butterkeksfan am 19.06.2021 um 17:18 Uhr bearbeitet
Natürlich gehört England zu den Top-Nationen. So wie auch die Niederlande, gegen die die Nationalelf 2019 gewonnen hat. Das ist leider so ein unschönes Phänomen, dass bei Siegen der N11 der Gegner gleich abwertend klassifiziert wird. Wenn Deutschland gegen xy gewinnt, dann ist es plötzlich kein Topgegner mehr.
Gestern hat man meiner Meinung nach gesehen, dass die Mannschaft mit zunehmender Anzahl Spiele besser zusammenwächst. Angesichts der zahlreichen Ausfälle in den letzten beiden Jahren konnte sich keine Einheit bilden. Jedes Spiel mehr müsste die Mannschaft also eigentlich stärker werden lassen. Zumindest wenn es nicht zu vielen Ausfällen kommt . Die giftigen Ungarn werden wahrscheinlich am Mittwoch eine höhere Hürde als viele vermuten. Gewinnen wir, ist alles möglich.
Was man gestern aber auch sehen konnte, ist dass sich bei Löws Taktik individuelle Nachlässigkeiten schnell rächen. Und von diesen Nachlässigkeiten bzw. Undiszipliniertheiten auf dem Feld, gibt es leider immer noch zu viele, obwohl mittlerweile jeder Spieler kapiert haben müsste, dass das zu Gegentoren führt. Die Absicherung bei den offensiven Außen muss konsequent betrieben werden, ebenso wie bei den eigenen Standards, die immer noch überwiegend schlecht umgesetzt werden. Das ist meiner Meinung nach unverständlich wie man das als Spieler, nach den zahlreichen negativen Erfahrungen der letzten Jahre, immer noch nicht ernst genug nehmen kann.
Gestern hat man meiner Meinung nach gesehen, dass die Mannschaft mit zunehmender Anzahl Spiele besser zusammenwächst. Angesichts der zahlreichen Ausfälle in den letzten beiden Jahren konnte sich keine Einheit bilden. Jedes Spiel mehr müsste die Mannschaft also eigentlich stärker werden lassen. Zumindest wenn es nicht zu vielen Ausfällen kommt . Die giftigen Ungarn werden wahrscheinlich am Mittwoch eine höhere Hürde als viele vermuten. Gewinnen wir, ist alles möglich.
Was man gestern aber auch sehen konnte, ist dass sich bei Löws Taktik individuelle Nachlässigkeiten schnell rächen. Und von diesen Nachlässigkeiten bzw. Undiszipliniertheiten auf dem Feld, gibt es leider immer noch zu viele, obwohl mittlerweile jeder Spieler kapiert haben müsste, dass das zu Gegentoren führt. Die Absicherung bei den offensiven Außen muss konsequent betrieben werden, ebenso wie bei den eigenen Standards, die immer noch überwiegend schlecht umgesetzt werden. Das ist meiner Meinung nach unverständlich wie man das als Spieler, nach den zahlreichen negativen Erfahrungen der letzten Jahre, immer noch nicht ernst genug nehmen kann.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von aletsch am 20.06.2021 um 10:24 Uhr bearbeitet
Hier sind einige aber doch sehr nörgelig unterwegs.
Natürlich sind auch gestern Fehler passiert, natürlich muss man diese auch ansprechen. Aber ich komme mir nach dem Lesen der meisten Kommentare hier jetzt so vor, als müsste ich mich schämen, dass ich diese Mannschaft gestern massiv gefeiert habe.
Kein Fußballspiel dieser Welt, zumal nicht wenn es gegen einen so starken Gegner geht, wird fehlerlos über die Bühne gehen. Wenn man jetzt ernsthaft kritisiert, dass nach 60-70 Minuten die Luft raus war, ist das doch eine für mich sehr abgehobene Diskussion. Deutschland war nach der Niederlage da schon etwas unter Zugzwang, punkten zu müssen.
Und genau so ist man aber auch aufgetreten. Man hat mit viel Tempo und Ballsicherheit und sehr vielen offensien Aktionen dem Gegner gezeigt: ihr müsst an uns erstmal vorbeikommen, wenn ihr hier was mitnehmen wollt.
Das war ein Auftritt der Stärke, keiner der Verunsicherung. Das war keine Mannschaft, die unter Druck nervös wurde wie noch 2018 oder sich einem starken Gegner unterworfen hat wie noch beim 0:6 gegen Spanien. Das war eine Mannschaft, die mental top drauf ist, Bock auf Fußball hatte und ihre Stärken eingesetzt hat.
Dass eine Mannschaft, die so auftritt und recht flott 4:1 führt (dabei nach Rückstand glänzend zurückkam) dann auch bei sichererem Spielstand ein bis zwei Gänge zurückschaltet, ist auch angesichts der Temperaturen und des noch folgenden Programms erklärlich. Mit 3 Punkten ist noch nix erreicht. Es ist von Platz 1 bis Platz 4 der Gruppe rechnerisch alles möglich. Also braucht man eine gute Energie auch gegen Ungarn.
Wie gesagt: ja, es sind Fehler passiert gestern. Aber in dieser grundsätzlichen Form von gestern muss sich diese Mannschaft auch vor niemandem verstecken. Ich hab bei der EM noch kein Team gesehen, das in einem Spiel ähnlich dominant und offensiv aufgetreten ist - mit Ausnahme von Italien, die aber bisher auch, bei allem Respekt, sehr dankbare Gegner hatten. Aber auch die Belgier oder Niederländer machten Fehler. Von Spanien oder England muss ich nicht anfangen.
Ja, die EM ist noch jung, aber Fingerzeige sind da. Und ein Fingerzeig ist: die deutsche Mannschaft ist mehr als bereit und vor allem auch in der Lage, Großes zu leisten. Der Anfang ist gemacht.
Und deswegen freu ich mich über das Spiel anstatt darüber zu mäkeln, dass nach 70 Minuten die Luft raus war oder dass unsere Einwechselspieler nicht auf dem Niveau eines Top-Teams sind (was ich eh für absoluten Quatsch halte, alleine schon im Vergleich mit anderen Nationen, aber bitte) und was man hier sonst alles lesen musste.
Einfach mal freuen über einen unterhaltsamen und erfolgreichen Fußball-Abend. Oder habt ihr das alle verlernt??
Natürlich sind auch gestern Fehler passiert, natürlich muss man diese auch ansprechen. Aber ich komme mir nach dem Lesen der meisten Kommentare hier jetzt so vor, als müsste ich mich schämen, dass ich diese Mannschaft gestern massiv gefeiert habe.
Kein Fußballspiel dieser Welt, zumal nicht wenn es gegen einen so starken Gegner geht, wird fehlerlos über die Bühne gehen. Wenn man jetzt ernsthaft kritisiert, dass nach 60-70 Minuten die Luft raus war, ist das doch eine für mich sehr abgehobene Diskussion. Deutschland war nach der Niederlage da schon etwas unter Zugzwang, punkten zu müssen.
Und genau so ist man aber auch aufgetreten. Man hat mit viel Tempo und Ballsicherheit und sehr vielen offensien Aktionen dem Gegner gezeigt: ihr müsst an uns erstmal vorbeikommen, wenn ihr hier was mitnehmen wollt.
Das war ein Auftritt der Stärke, keiner der Verunsicherung. Das war keine Mannschaft, die unter Druck nervös wurde wie noch 2018 oder sich einem starken Gegner unterworfen hat wie noch beim 0:6 gegen Spanien. Das war eine Mannschaft, die mental top drauf ist, Bock auf Fußball hatte und ihre Stärken eingesetzt hat.
Dass eine Mannschaft, die so auftritt und recht flott 4:1 führt (dabei nach Rückstand glänzend zurückkam) dann auch bei sichererem Spielstand ein bis zwei Gänge zurückschaltet, ist auch angesichts der Temperaturen und des noch folgenden Programms erklärlich. Mit 3 Punkten ist noch nix erreicht. Es ist von Platz 1 bis Platz 4 der Gruppe rechnerisch alles möglich. Also braucht man eine gute Energie auch gegen Ungarn.
Wie gesagt: ja, es sind Fehler passiert gestern. Aber in dieser grundsätzlichen Form von gestern muss sich diese Mannschaft auch vor niemandem verstecken. Ich hab bei der EM noch kein Team gesehen, das in einem Spiel ähnlich dominant und offensiv aufgetreten ist - mit Ausnahme von Italien, die aber bisher auch, bei allem Respekt, sehr dankbare Gegner hatten. Aber auch die Belgier oder Niederländer machten Fehler. Von Spanien oder England muss ich nicht anfangen.
Ja, die EM ist noch jung, aber Fingerzeige sind da. Und ein Fingerzeig ist: die deutsche Mannschaft ist mehr als bereit und vor allem auch in der Lage, Großes zu leisten. Der Anfang ist gemacht.
Und deswegen freu ich mich über das Spiel anstatt darüber zu mäkeln, dass nach 70 Minuten die Luft raus war oder dass unsere Einwechselspieler nicht auf dem Niveau eines Top-Teams sind (was ich eh für absoluten Quatsch halte, alleine schon im Vergleich mit anderen Nationen, aber bitte) und was man hier sonst alles lesen musste.
Einfach mal freuen über einen unterhaltsamen und erfolgreichen Fußball-Abend. Oder habt ihr das alle verlernt??
Bitte nicht vergessen, dass die Wechsel um Gosens und Hummels, sowie auch Gündogan, allesamt verletzungsbedingt waren. Dass durch so viele kurzfristige, nicht freiwillige Änderungen im Defensivverbund die Abläufe dann nicht perfekt sind, auch was die Führung der Abwehr (Stichwort: Hummels) und Dominanz im Mittelfeld (Stichwort: Gündogans Ballsicherheit) anbelangt, und die Portugiesen zugleich mehr Druck machen, um den Anschluss herzustellen, kann ich gut verstehen. Auch wenn viele Dinge dann nicht mehr so gut gelöst worden sind von der deutschen Mannschaft, hat man allzu viel Brenzliges nicht zugelassen.
Dies bedeutet im Übrigen nicht, dass sich einzelne Spieler nicht doch besser anstellen könnten, allen voran Halstenberg, von dem mit der internationalen Erfahrung aus der CL und immerhin ein paar wenigen Länderspielen doch etwas mehr Geradlinigkeit erwartet werden kann, und - da gebe ich Carle5 in der Nachschau etwas Recht - Can, der z.B. an der rechten Außenlinie den Ball nicht seriös klärt, weil er einen Einwurf verhindern will, dadurch aber gleich eine Ecke für Portugal verursacht, die dann zum Pfostenhammer von Sanchez geführt hat. Defensiv ist auch Havertz zu nennen, der es individualtaktisch defensiv zwei Mal wirklich schlecht macht, beides hat zu Gegentoren geführt: In der Rückwärtsbewegung beim Konter der Portugiesen nach der eigenen Ecke merkt man, dass ihm nicht bewusst ist, wie er sich taktisch am besten verhalten soll, und macht einfach irgend etwas, irrlichternd, kein Zugriff. Den Freistoß vor dem 2-0 verursacht er, dabei war meiner Erinnerung nach Kimmich da, der den Portugiesen auch hätte stellen können. Das Foul war an dieser Stelle zu diesem Zeitpunkt beim Stand von 0-1 aus taktischer Sicht nicht notwendig, er kann sich hier im Defensivzweikampf zudem auch besser anstellen, so dass es gar kein Foul gibt - aber dann gäbe es natürlich das frische Videomaterial zum Verhalten bei gegnerischen Standards nicht
.
Alles in allem hat es viel Spaß gemacht, auch viele andere Szenen der Deutschen, die nicht zu einem Tor geführt haben: Das Timing, wie Müller und Havertz situativ gute Positionen im Strafraum besetzt haben, also ihr Einlaufverhalten, waren nicht nur bei beiden Toren großartig: Wenn du es so gut spielst, wie über 60 Minuten gegen Portugal, dann brauchst du gar keinen echten Neuner, denn beide Spieler bringen sowohl die Abschlussstärke und teils auch die Kopfballstärke eines echten Neuners mit, sind aber zugleich weite Teile des Spiels ins Kombinationsspiel eingebundene Mittelfeldspieler und situativ für die IV/AV schwer zu greifen, und schwer zu verteidigen, insbesondere wenn so individualtaktisch und auch technisch gute und aufmerksame Spieler wie Gosens und Kimmich dann auch im richtigen Moment die Bälle spielen können. Wenn Goretzka dann auch noch häufiger spielt, für Gündogan oder gar Kroos, dann hätte man sogar noch einen dritten Spieler, der ein weiterer situativer Neuner sein kann. Sowohl Goretzka als auch Havertz haben zudem einen guten und präzisen Schuss aus 20 Metern, haben also diverse Abschlussmöglichkeiten, so dass du - je nach Angriffsspielart - die Box gut besetzen kannst. Alles hängt aber natürlich damit zusammen, dass du den Gegner auf der einen Seite des Spielfelds einlullst, und es dann hinbekommst, "überraschend" (natürlich weiß das der Gegner) den Ball schnell auf die andere Seite zu spielen, so dass der Gegner nicht schnell genug verschieben kann.
Zum Schluss noch: Was für eine Wahnsinnsaktion von Gnabry, der mE ein wenig untergeht in der allgemeinen Bewertung des Spiels, kurz vor der Halbzeit: Wie er nach seinem 50, 60 Metersprint und mehrmaligem Austanzen der portugiesischen Abwehrspieler am Ende (!) der ersten Halbzeit einen wirklich noch guten Abschluss hinbekommen hat, das imponierte mir. Noch mehr imponierte mir, wie er durch seine tiefen Läufe auch immer wieder Abwehrspieler gebunden hat, selbst auch immer in den gefährlichen Räumen für eigene Abschlüsse unterwegs war, so ja auch ein Eigentor und das erste Abseitstor von Gosens erzwungen hat, und dadurch einfach viel Wirbel gemacht hat, mit dem die Portugiesen nicht umgehen konnten. Und das hat er über fast 90 Minuten durchgezogen - das hätte er so lange wohl nicht machen müssen, wenn Deutschland nicht so viel defensiv hätte wechseln müssen. Wow!
Edit: Typos.
Dies bedeutet im Übrigen nicht, dass sich einzelne Spieler nicht doch besser anstellen könnten, allen voran Halstenberg, von dem mit der internationalen Erfahrung aus der CL und immerhin ein paar wenigen Länderspielen doch etwas mehr Geradlinigkeit erwartet werden kann, und - da gebe ich Carle5 in der Nachschau etwas Recht - Can, der z.B. an der rechten Außenlinie den Ball nicht seriös klärt, weil er einen Einwurf verhindern will, dadurch aber gleich eine Ecke für Portugal verursacht, die dann zum Pfostenhammer von Sanchez geführt hat. Defensiv ist auch Havertz zu nennen, der es individualtaktisch defensiv zwei Mal wirklich schlecht macht, beides hat zu Gegentoren geführt: In der Rückwärtsbewegung beim Konter der Portugiesen nach der eigenen Ecke merkt man, dass ihm nicht bewusst ist, wie er sich taktisch am besten verhalten soll, und macht einfach irgend etwas, irrlichternd, kein Zugriff. Den Freistoß vor dem 2-0 verursacht er, dabei war meiner Erinnerung nach Kimmich da, der den Portugiesen auch hätte stellen können. Das Foul war an dieser Stelle zu diesem Zeitpunkt beim Stand von 0-1 aus taktischer Sicht nicht notwendig, er kann sich hier im Defensivzweikampf zudem auch besser anstellen, so dass es gar kein Foul gibt - aber dann gäbe es natürlich das frische Videomaterial zum Verhalten bei gegnerischen Standards nicht
. Alles in allem hat es viel Spaß gemacht, auch viele andere Szenen der Deutschen, die nicht zu einem Tor geführt haben: Das Timing, wie Müller und Havertz situativ gute Positionen im Strafraum besetzt haben, also ihr Einlaufverhalten, waren nicht nur bei beiden Toren großartig: Wenn du es so gut spielst, wie über 60 Minuten gegen Portugal, dann brauchst du gar keinen echten Neuner, denn beide Spieler bringen sowohl die Abschlussstärke und teils auch die Kopfballstärke eines echten Neuners mit, sind aber zugleich weite Teile des Spiels ins Kombinationsspiel eingebundene Mittelfeldspieler und situativ für die IV/AV schwer zu greifen, und schwer zu verteidigen, insbesondere wenn so individualtaktisch und auch technisch gute und aufmerksame Spieler wie Gosens und Kimmich dann auch im richtigen Moment die Bälle spielen können. Wenn Goretzka dann auch noch häufiger spielt, für Gündogan oder gar Kroos, dann hätte man sogar noch einen dritten Spieler, der ein weiterer situativer Neuner sein kann. Sowohl Goretzka als auch Havertz haben zudem einen guten und präzisen Schuss aus 20 Metern, haben also diverse Abschlussmöglichkeiten, so dass du - je nach Angriffsspielart - die Box gut besetzen kannst. Alles hängt aber natürlich damit zusammen, dass du den Gegner auf der einen Seite des Spielfelds einlullst, und es dann hinbekommst, "überraschend" (natürlich weiß das der Gegner) den Ball schnell auf die andere Seite zu spielen, so dass der Gegner nicht schnell genug verschieben kann.
Zum Schluss noch: Was für eine Wahnsinnsaktion von Gnabry, der mE ein wenig untergeht in der allgemeinen Bewertung des Spiels, kurz vor der Halbzeit: Wie er nach seinem 50, 60 Metersprint und mehrmaligem Austanzen der portugiesischen Abwehrspieler am Ende (!) der ersten Halbzeit einen wirklich noch guten Abschluss hinbekommen hat, das imponierte mir. Noch mehr imponierte mir, wie er durch seine tiefen Läufe auch immer wieder Abwehrspieler gebunden hat, selbst auch immer in den gefährlichen Räumen für eigene Abschlüsse unterwegs war, so ja auch ein Eigentor und das erste Abseitstor von Gosens erzwungen hat, und dadurch einfach viel Wirbel gemacht hat, mit dem die Portugiesen nicht umgehen konnten. Und das hat er über fast 90 Minuten durchgezogen - das hätte er so lange wohl nicht machen müssen, wenn Deutschland nicht so viel defensiv hätte wechseln müssen. Wow!
Edit: Typos.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von scooff am 20.06.2021 um 12:20 Uhr bearbeitet
Ich kann die UEFA da in Teilen schon irgendwo verstehen. Du musst irgendwo aufpassen, dass das alles nicht zu politisch wird. Mir geht das zugegeben schon auf den Keks, wieviel bei der EM jetzt über farbige Beleuchtung oder Kapitänsbinden diskutiert wird. Ich hab in erster Linie Bock auf Fußball und das Turnier und nicht um politische Statements und Provokationen. Wenn die UEFA das jetzt durchgehen lässt, dann kommen womöglich die nächsten Städte/Länder und wollen hier und da auch wieder Statements setzen. Ich glaube die UEFA hat sicher kein Problem mit Toleranz, sondern mit Politik während der EM. Und wenn man so die Motive rausgehört hat, dann ist das für mich doch mehr ein schießen und provozieren gegenüber Ungarn als einfach nur eine farbige Beleuchtung. Und es wird am Ende Streit verursachen und darauf können wir doch während eines sportlichen Turniers alle drauf verzichten, oder nicht?
Die UEFA hat absolut nichts dagegen unternommen, als tausende Nazihools das Stadion in Budapest geflutet und dort ihr "politisches Statement" abgegeben haben. Und jetzt argumentieren einige ernsthaft hier, dass man aufpassen soll, um mit einem Statement für Vielfalt und Toleranz nicht zusätzlich Öl ins Feuer zu gießen. Könnte ja zu Streit führen und das wäre bei Fußball nur störend. Wtf...
Ich sage genau jetzt ist sogar der wichtigste Zeitpunkt, um klar und deutlich zu machen, dass dieses homophob rechte Gedankengut in München und allgemein bei diesem Turnier vollkommen unerwünscht ist. Wenn sich davon irgendwelche ungarischen Nazis provoziert fühlen, dann hat man sogar alles richtig gemacht. Stattdessen wird jetzt eingeknickt (welche Konsequenzen fürchtet man eigentlich?) und wer sich jetzt als "Sieger" bei der Debatte fühlen darf dürfte klar sein. Es ist zum kotzen.
Ich sage genau jetzt ist sogar der wichtigste Zeitpunkt, um klar und deutlich zu machen, dass dieses homophob rechte Gedankengut in München und allgemein bei diesem Turnier vollkommen unerwünscht ist. Wenn sich davon irgendwelche ungarischen Nazis provoziert fühlen, dann hat man sogar alles richtig gemacht. Stattdessen wird jetzt eingeknickt (welche Konsequenzen fürchtet man eigentlich?) und wer sich jetzt als "Sieger" bei der Debatte fühlen darf dürfte klar sein. Es ist zum kotzen.
Zitat von Carle5
Äpfel und Birnen. Die beiden Sachverhalte kann man nicht gleichsetzen. Im einen Fall geht es um die Störung durch Dritte (Hooligans), im anderen Fall um eine Aktion des Stadionbetreibers/Veranstalters.
Zitat von zwoelfterfreund
Die UEFA hat absolut nichts dagegen unternommen, als tausende Nazihools das Stadion in Budapest geflutet und dort ihr "politisches Statement" abgegeben haben. Und jetzt argumentieren einige ernsthaft hier, dass man aufpassen soll, um mit einem Statement für Vielfalt und Toleranz nicht zusätzlich Öl ins Feuer zu gießen.
Die UEFA hat absolut nichts dagegen unternommen, als tausende Nazihools das Stadion in Budapest geflutet und dort ihr "politisches Statement" abgegeben haben. Und jetzt argumentieren einige ernsthaft hier, dass man aufpassen soll, um mit einem Statement für Vielfalt und Toleranz nicht zusätzlich Öl ins Feuer zu gießen.
Äpfel und Birnen. Die beiden Sachverhalte kann man nicht gleichsetzen. Im einen Fall geht es um die Störung durch Dritte (Hooligans), im anderen Fall um eine Aktion des Stadionbetreibers/Veranstalters.
Nicht Äpfel und birnen!
Da im ersten Fall die "Störung" durch Dritte absolut von vorne herein zu erwarten war, von orban so gewollt war und den uefa-funktionären auch von Anfang an bewusst war was warum kommen wird. An etwas anderes zu glauben ist pure schönfärberei. Selbes Spiel in Baku wo vor keinen 6 Monaten noch Krieg war, wo es ja auch um die hübschen Bilder im Fernsehen geht. Von daher trägt die uefa an eben jenen hübschen Bildern die der jeweiligen propaganda dienen eine mitverantwortung, an den Bildern gar die hauptverantwortung und hat mit den politischen Eingriffen die sie ja nicht möchte angefangen. Die uefa möchte natürlich die Richtung diktieren und kontrollieren. Das ist der einzige Grund für das untersagen der beleuchtungsaktion in München. Alles andere Gerede seitens uefa ist schlicht gelogen oder die vorgetragenen Gründe sind bestenfalls total nachrangig und passen halt als Erklärung zufällig. Uefa, Fifa und auch der DFB sind politisch sehr aktiv, alleine schon durch das bewusste liefern oder nicht liefern von Bildern und Bühnen.
Massives Eigentor von der UEFA und eigentlich ziemlich clever gespielt von der Stadt München und auch dem DFB.
Man hat die UEFA dazu gezwungen sich zu positionieren und die getroffene Entscheidung wird auf sie zurückfallen. Die ganze Heuchelei der UEFA völlig offen dargelegt und gewonnen hat die UEFA dabei nichts. Das Thema wird zumindest in Westeuropa sicherlich bis zum Spiel hoch und runter durchdiskutiert und das in einer Breite, die bei einem bunt beleuchteten Stadion sicherlich so nicht dagewesen wäre. Ja, in konservativen Kreisen hätte man ein wenig rumgemault, dass Sport und Politik nicht vermischt werden sollten und der nervige Onkel hätte beim gemeinsamen Grillen drei dumme "HAHAHA Schwul" Witze gemacht, aber im Großen und Ganzen hätte das ganze keinen gejuckt und wäre wahrscheinlich als typisch kommerzielle, halbgare Geste abgehakt worden.
Stattdessen widerspricht sich die UEFA selbst und zeigt ganz offen, dass sie sich nicht zu den Werten bekennen will, die sie eigentlich doch predigt und das ist maximal peinlich.
Man hat die UEFA dazu gezwungen sich zu positionieren und die getroffene Entscheidung wird auf sie zurückfallen. Die ganze Heuchelei der UEFA völlig offen dargelegt und gewonnen hat die UEFA dabei nichts. Das Thema wird zumindest in Westeuropa sicherlich bis zum Spiel hoch und runter durchdiskutiert und das in einer Breite, die bei einem bunt beleuchteten Stadion sicherlich so nicht dagewesen wäre. Ja, in konservativen Kreisen hätte man ein wenig rumgemault, dass Sport und Politik nicht vermischt werden sollten und der nervige Onkel hätte beim gemeinsamen Grillen drei dumme "HAHAHA Schwul" Witze gemacht, aber im Großen und Ganzen hätte das ganze keinen gejuckt und wäre wahrscheinlich als typisch kommerzielle, halbgare Geste abgehakt worden.
Stattdessen widerspricht sich die UEFA selbst und zeigt ganz offen, dass sie sich nicht zu den Werten bekennen will, die sie eigentlich doch predigt und das ist maximal peinlich.
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