EM 2021
11.06.2021 - 14:06 Uhr
Verstehe die ganze Aufregung nicht. Die Regenbogenfahnen sollten im übrigen nicht vordergründig für Toleranz stehen. Sondern sollte eine Antwort auf die politischen Vorgänge in Ungarn. Dies hat der Stadtrat München deutlich gemacht. Kann es deshalb ganz gut verstehen dass dies nicht erwünscht ist. Es ist nicht die Aufgabe der Stadt München sich zu Innenpolitik der Ungarn zu äußern. Ich finde bei einer EM sollten Länder sportlich gegeneinander Antreten und keinesfalls politische Spannungen zwischen Ländern heraufbeschworen werden.
Der UEFA aufgrund jetzt zu unterstellen man würde gegen Toleranz sein ist doch lächerlich. Und ganz ehrlich Toleranz kann man jedem Tag vorleben, wer dazu eine Regenbogenfahne braucht, macht das meiner Meinung nach nicht der Sache wegen, sondern weil er sich dadurch Symphatien erhoft und sein Image aufpolieren will.
Morgen findet ein Fussballspiel statt und alles andere (was im Stadion passiert) sollte Nebensache sein.
Der UEFA aufgrund jetzt zu unterstellen man würde gegen Toleranz sein ist doch lächerlich. Und ganz ehrlich Toleranz kann man jedem Tag vorleben, wer dazu eine Regenbogenfahne braucht, macht das meiner Meinung nach nicht der Sache wegen, sondern weil er sich dadurch Symphatien erhoft und sein Image aufpolieren will.
Morgen findet ein Fussballspiel statt und alles andere (was im Stadion passiert) sollte Nebensache sein.
Die ganze Diskussion darüber, ob es sich a) um eine politsche Aktion handelt, und b) ob sich diese gegen die aktuelle Politik der ungarischen Regierung handelt, ist meines Erachtens eine Scheindebatte und führt am Kern des Themas vorbei. Selbstverständlich ist es politisch, was denn sonst? Und selbstverständlich ist der Anlass die ungarische Politik. Genauso wie die jüngsten "human rights"-Aktionen in vielen Stadien natürlich auch und vor allem gegen die Zustände in Katar gerichtet waren.Der entscheidene Punkt ist ein anderer, und das wurde eben in der Halbzeit im Kommentar in den Tagesthemen wunderbar ausgeführt.
Was nicht geht, ist eine Parteinahme für eine wie auch immer geartete politische Richtung, Meinung, Strömung - eine Situation, in der es mindestens zwei Alternativen zwischen unterschiedlichen "Politiken" oder politischen Entscheidungen gibt. Das ist hier aber nicht der Fall. Es geht einzig und ausschließlich um die Forderung, ein gültiges Menschenrecht einzuhalten. Und im Unterschied zu politschen Entscheidungen, Strömungen etc. gelten die Menschenrechte eben universell und für alle - und sind damit alternativlos - das ist der entscheidende Punkt. Denn darauf hat sich fast die gesamte Staatengemeinde - und darunter auch Ungarn - verständigt.
Dementsprechend vertritt die geplante Aktion nichts anderes als all die schönen und vielleicht (?) sogar gut gemeinten Kampagnen der Verbände wie der UEFA für Vielfalt und Toleranz - die mit ihrer Entscheidung leider ihr gesamtes bisheriges (vermeintliches) Engagement in diese Richtung ad absurdum führt und als verlogen und scheinheilig entlarvt.
Wer sich ernsthaft für die Einhaltung von Menschenrechten einsetzt, kann nicht plötzlich dann zurückziehen, wenn es darum geht, diejenigen zu benennen, die aktuell dagegen verstoßen, obwohl sie sich selbst dazu bekannt haben - weil es dann angeblich (erst) politisch wird. Damit macht man sich komplett unglaubwürdig. Dann kann man es sich nämlich schenken.
Was nicht geht, ist eine Parteinahme für eine wie auch immer geartete politische Richtung, Meinung, Strömung - eine Situation, in der es mindestens zwei Alternativen zwischen unterschiedlichen "Politiken" oder politischen Entscheidungen gibt. Das ist hier aber nicht der Fall. Es geht einzig und ausschließlich um die Forderung, ein gültiges Menschenrecht einzuhalten. Und im Unterschied zu politschen Entscheidungen, Strömungen etc. gelten die Menschenrechte eben universell und für alle - und sind damit alternativlos - das ist der entscheidende Punkt. Denn darauf hat sich fast die gesamte Staatengemeinde - und darunter auch Ungarn - verständigt.
Dementsprechend vertritt die geplante Aktion nichts anderes als all die schönen und vielleicht (?) sogar gut gemeinten Kampagnen der Verbände wie der UEFA für Vielfalt und Toleranz - die mit ihrer Entscheidung leider ihr gesamtes bisheriges (vermeintliches) Engagement in diese Richtung ad absurdum führt und als verlogen und scheinheilig entlarvt.
Wer sich ernsthaft für die Einhaltung von Menschenrechten einsetzt, kann nicht plötzlich dann zurückziehen, wenn es darum geht, diejenigen zu benennen, die aktuell dagegen verstoßen, obwohl sie sich selbst dazu bekannt haben - weil es dann angeblich (erst) politisch wird. Damit macht man sich komplett unglaubwürdig. Dann kann man es sich nämlich schenken.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Melancholiker am 22.06.2021 um 23:11 Uhr bearbeitet Zitat von Ortenauer
Ich finde nach wie vor, dass Politik im Fußball nichts verloren hat.
Hier hat man in den letzten Jahren einfach verpasst diesen Weg weiterzugehen. Man hat überall kleinere Einflussnahmen geduldet, die nun immer mehr werden. (jüngst Regenbogen, Kniegesten, Greenpeaseaktionen etc.). Ich finde es gut, dass es Institutionen gibt, die nunmehr dem ganzen Spektakel Einhalt gebietet. Das hat doch alles nichts mehr mit Sport und Fußball zu tun. Ich will diese Themen da einfach nicht sehen.
Diese Probleme sollen dort thematisiert und diskutiert werden, wo sie auch hingehören!
Dann macht auch Fußball wieder mehr Spaß.
Ich finde nach wie vor, dass Politik im Fußball nichts verloren hat.
Hier hat man in den letzten Jahren einfach verpasst diesen Weg weiterzugehen. Man hat überall kleinere Einflussnahmen geduldet, die nun immer mehr werden. (jüngst Regenbogen, Kniegesten, Greenpeaseaktionen etc.). Ich finde es gut, dass es Institutionen gibt, die nunmehr dem ganzen Spektakel Einhalt gebietet. Das hat doch alles nichts mehr mit Sport und Fußball zu tun. Ich will diese Themen da einfach nicht sehen.
Diese Probleme sollen dort thematisiert und diskutiert werden, wo sie auch hingehören!
Dann macht auch Fußball wieder mehr Spaß.
Die angesprochene Institution mischt sich doch gerade selber in Politik ein wenn man die Diskussion, um die Corona Maßnahmen rund um das Endspiel in Wembley betrachtet.
Außerdem frage ich mich wo du die Grenze der Trennung zwischen Politik und Sport ziehen möchtest? Konsequent wäre es doch dann auf das Singen der Hymnen und auf das Auflaufen in Nationalfarben zu verzichten. Denn das ist auch politisch.
Zitat von waiiqiikii
Sie haben es doch begründet.
Ist es nicht eher Heuchelei ausgerechnet bei diesem Spiel darum zu bitten?
Es war Gelegenheit gegen Frankreich und gegen Portugal.
Wenn man von Anfang an bunt gewesen wäre, dann hätte es jetzt gegen Ungarn auch keine Probleme gegeben. Denn dann hätte ja Ungarn Einspruch einlegen müssen, der wiederum sicherlich abgewiesen worden wäre.
Der Startzeitpunkt ist Banane und macht es zum Politikum. Natürlich hält sich da die UEFA fein raus.
Wenn ihr bunt und Vielfalt wollt bzw. befürwortet, dann lebt es.... den ganzen Tag ... immer...
Es ist doch für die Sache selbst völlig irrelevant, ob das Stadion nun bunt, schwarz oder ocker beleuchtet wird.
Das ist doch letztlich die größere Heuchelei...
Sie haben es doch begründet.
Ist es nicht eher Heuchelei ausgerechnet bei diesem Spiel darum zu bitten?
Es war Gelegenheit gegen Frankreich und gegen Portugal.
Wenn man von Anfang an bunt gewesen wäre, dann hätte es jetzt gegen Ungarn auch keine Probleme gegeben. Denn dann hätte ja Ungarn Einspruch einlegen müssen, der wiederum sicherlich abgewiesen worden wäre.
Der Startzeitpunkt ist Banane und macht es zum Politikum. Natürlich hält sich da die UEFA fein raus.
Wenn ihr bunt und Vielfalt wollt bzw. befürwortet, dann lebt es.... den ganzen Tag ... immer...
Es ist doch für die Sache selbst völlig irrelevant, ob das Stadion nun bunt, schwarz oder ocker beleuchtet wird.
Das ist doch letztlich die größere Heuchelei...
Es geht darum, Zeichen zu setzen für Toleranz, Vielfalt, Menschenrechte. Und da isses nicht egal, in welcher Farbe. Denn für diese Werte steht die Regenbogenfahne ursprünglich. Du sagst ja auch nicht "Ich unterstütze den SC, in welchen Farben ist doch egal. " Nein, da ziehst du auch dein SC-Trikot mit dem SC-Emblem an. Das ist nichts anderes.
Und warum nicht schon gegen Frankreich und Portugal? Nun, eine durchaus berechtigte Frage. Man könnte auch fragen: warum nicht schon seit einem Jahr oder noch länger? Schließlich spielt man beim SC auch schon sehr lange mit Regenbogen-Binde.
Aber diese Frage ist müßig. Nur weil man bei einer guten Sache erst später mitmacht, macht das die gute Sache ja nicht weniger gut.
Und: Frankreich und Portugal haben nach meinem Kenntnisstand kein Gesetz erlassen, dass Homosexualität mit Pädophilie gleichsetzt. Ungarn schon. Das ist gegen europäische Werte, gegen den europäischen Gedanken, auch gegen den UEFA-Gedanken. Eigentlich.
Aber Deutschland möchte sich nun zu diesen Werten bekennen. Zu spät? Vielleicht. Richtig isses dennoch. Nicht, um den Ungarn einen reinzuwürgen, schon gar nicht der Nationalmannschaft. Sondern weil man ein Signal an die Welt senden will: Deutschland ist ein modernes, weltoffenes Land.
Natürlich ist das symbolisch, aber das soll es ja auch erstmal nur sein. Es ist an uns allen, diese Werte dann auch nachträglich mit Leben zu füllen. Wenn allerdings einige Ewiggestrige auf dem Stand sind, dass Fußball keinen Spaß mehr macht, wenn er divers ist bzw. wird, wird das nie gelingen.
Zitat von waiiqiikii
Wenn ihr bunt und Vielfalt wollt bzw. befürwortet, dann lebt es.... den ganzen Tag ... immer...
Es ist doch für die Sache selbst völlig irrelevant, ob das Stadion nun bunt, schwarz oder ocker beleuchtet wird.
Das ist doch letztlich die größere Heuchelei...
Wenn ihr bunt und Vielfalt wollt bzw. befürwortet, dann lebt es.... den ganzen Tag ... immer...
Es ist doch für die Sache selbst völlig irrelevant, ob das Stadion nun bunt, schwarz oder ocker beleuchtet wird.
Das ist doch letztlich die größere Heuchelei...
Fällt dir denn dein Gedankenfehler nicht auf?
Wenn man es jeden Tag versucht zu leben, warum sollte man dann still hinnehmen, wenn in anderen EU-Ländern die Zeit zurück gedreht wird, Gesetze erlassen werden, die Homosexualität de facto mit Pädophilie gleichsetzen? Für dich ist es "Heuchlerei", wenn man empört ist, wenn die UEFA dann dieses universelle, eigentlich verbindende, weltweite Zeichen nicht zulässt, obwohl es der UEFA-"Haltung" entgegensteht, weil man damit einen Diktatoren brüskieren könnte?
Oder gehst du davon aus, dass das, was die Foristen hier von sich geben, alles rein theoretisch ist und im echten Leben eh keiner irgendwas gegen Homophobie macht? DANN wärs vielleicht Heuchlerei, ja. Ist aber ne gewagte Annahme.
Zitat von waiiqiikii
Dazu kommt, dass sich die UEFA aus politischen Angelegenheiten heraushält. Dem Vernehmen nach ist das auch in den Verträgen so geregelt. Das ist auch gut und richtig so. Insofern hat die UEFA bei derlei Angelegenheiten eine leichte Entscheidung.
Dazu kommt, dass sich die UEFA aus politischen Angelegenheiten heraushält. Dem Vernehmen nach ist das auch in den Verträgen so geregelt. Das ist auch gut und richtig so. Insofern hat die UEFA bei derlei Angelegenheiten eine leichte Entscheidung.
Nochmal: das stimmt so einfach nicht. Die UEFA lanciert doch selbst seit Jahren Kampagnen wie "respect" oder "equal game" zu genau diesen Themen: Respekt, Toleranz, Diversität, Gleichberechtigung - nur auf Nummer sicher, ohne konkrete Adressaten zu benennen. Das ist wohlfeil und billig, denn nun, wo es konkret um die Politik im Land eines der Mitgliedsverbände geht, will man auf einmal nichts mehr damit zu tun haben. Das geht nicht. Ganz oder gar nicht.
Zitat von waiiqiikii
Dazu kommt, dass sich die UEFA aus politischen Angelegenheiten heraushält. Dem Vernehmen nach ist das auch in den Verträgen so geregelt. Das ist auch gut und richtig so. Insofern hat die UEFA bei derlei Angelegenheiten eine leichte Entscheidung.
Dieses Argument kann ich echt nicht mehr hören. Es stimmt einfach nicht. Sport und Politik sind zwangsläufig miteinander verwoben. Dazu kommt, dass sich die UEFA aus politischen Angelegenheiten heraushält. Dem Vernehmen nach ist das auch in den Verträgen so geregelt. Das ist auch gut und richtig so. Insofern hat die UEFA bei derlei Angelegenheiten eine leichte Entscheidung.
Nein. Die UEFA hält sich nicht aus politischen Angelegenheiten raus. Sie macht Politik, wenn es sich finanziell für sie lohnt und hält sich raus, wenn es ihr finanziell schadet. Geld ist die einzige Motivation der UEFA.
Schau dir die Austragungsorte an. Es ist politisch Spiele der EM in Aserbaidschan auszutragen, obwohl Aserbaidschan nicht teilnimmt. Warum will das Aserbaidschan denn? Doch nur aus politischen Gründen. Es ist politisch Spiele nach Ungarn zu verlegen, weil dort (mehr) Zuschauer zugelassen werden oder die Einreise einfacher ist. Es ist politisch dem UK zu drohen, das Finale zu verlegen, wenn es keine Privilegien für die Einreise gibt. Es ist politisch, wenn viele der Sponsoren der EM mehr oder weniger "Staatskonzerne" von nun ja "wenig demokratischen" Ländern sind.
Man kann auch argumentieren, dass Statements gegen Rassismus oder Diskriminierung überhaupt nicht politisch sind. Falls sie das aber sind, dann macht die UEFA auch Politik damit, dass sie offiziell mit Werbekampagnen dagegen eintritt. Damit, dass sie Neuer in Regenbogenbinde spielen lässt. Damit, dass Spieler gegen Polizeigewalt niederknien können. Aus Sicht der UEFA kann ich die Entscheidung schon nachvollziehen. Allgemeine Kampagnen gegen Rassismus und Diskriminierung sind gut für das Image. Diese Aktion in München wäre allgemein zwar auch gut für das Image, würde aber einen finanziell wichtigen Partner verärgern. Also lässt man es. Aber aus finanziellen Gründen. Nicht, weil man sich nicht in Politik einmischen will.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Chris0129 am 23.06.2021 um 12:35 Uhr bearbeitet In der Tat. Allerdings beim Gegner im Forum, in dem hauptsächlich über das eigene Team hergezogen wird.
Das war in der Tat kein Leckerbissen und ich dachte auch, da wäre ein Knoten geplatzt. Aber Ungarn ist halt keine Laufkundschaft und hat den vorherigen Teams schon einiges abverlangt.
Löws festhalten an der Taktik? Nervt. Manche Einwechslungen? Auch in meinen Augen daneben. Und ich bin sogar der Meinung, dass Löw selbst zu lange an seinem Stuhl festgehalten hat. Ein bisschen verwundert mich dennoch die Haltung einiger im Forum (aber nicht nur hier), bei denen der Eindruck entsteht, man würde sich vor Schadenfreude kaum noch einkriegen, wenn das "eigene" Team peinlich scheitert.
2014 war in der Vorrunde wahrlich nicht alles souverän (z.B. Spiel gegen Ghana), das Achtelfinale gegen den Underdog Algerien wenig vielversprechend (bis auf die Eistonne). Was danach kam war für mich ein einziges Erlebnis, an das ich mich noch heute gerne erinnere.
Ist keine Garantie, dass das immer so laufen muss. Auch muss man nicht alles gut finden was Löw macht und ich finde kontroverse Diskussionen hier im Forum größtenteils sehr lesenswert. Ich finde allerdings, dass Häme fehl am Platz sind und ich finde es auch überflüssig so zu tun, als könne das ganze Land aufatmen, wenn man endlich von diesem unsäglichen Trainer erlöst ist.
Aber jedem seine Meinung. Ich freue mich über das Weiterkommen und auf einen Klassiker gegen England.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von DiscoStu am 23.06.2021 um 23:30 Uhr bearbeitet Zitat von Commi
Das ist dein Denkfehler.
Es geht nicht in erster Linie GEGEN irgendwas oder irgendwen, sondern FÜR Menschenrechte, Gleichberechtigung, Freiheit. Und damit wird es viel weniger zum Politikum als du oder die UEFA glaubt.
Zitat von waiiqiikii
Wenn ich nun aber ausgerechnet gegen ein konträrdenkendes und handelndes Land anfangen will meine eigene Weltoffenheit zur Schau zu stellen, wird es zum Politikum.
Wenn ich nun aber ausgerechnet gegen ein konträrdenkendes und handelndes Land anfangen will meine eigene Weltoffenheit zur Schau zu stellen, wird es zum Politikum.
Das ist dein Denkfehler.
Es geht nicht in erster Linie GEGEN irgendwas oder irgendwen, sondern FÜR Menschenrechte, Gleichberechtigung, Freiheit. Und damit wird es viel weniger zum Politikum als du oder die UEFA glaubt.
Warum schneidet ihr alle die Hälfte meines Postings ab?
Ich habe noch ein bisschen mehr geschrieben.
Nochmal:
Der Blick auf Ganze ändert sich, da es durch den gewählten Zeitpunkt wirkt, als wäre es eine Aktion GEGEN etwas.
Warum nicht von Anfang an? Warum kommt man erst gegen Ungarn auf diese Idee?
Hätte man Ungarn ausgepfiffen, wenn es diese Debatte nicht gegeben hätte?
Letztlich hat man also nicht auf Menschenrechte aufmerksam gemacht, sondern auf Missstände in Ungarn.
(und daraufhin 11 Spieler ausgepfiffen, die beim Singen der Hymne ihres Landes erstmal wenig mit der Politik im eigenen Land zu tun haben ... zudem sich der ein oder andere deutlich dagegen positioniert hat)
Ich habe den Zeitpunkt kritisiert. Nichts anderes.
Und um dem anderen Kollegen nochmal zu antworten, der auch die Hälfte weggeschnitten hat:
Natürlich handelt die UEFA aus politischen und finanziellen Gesichtspunkten. Da habe ich mich ungenau ausgedrückt. Es gibt aber Verträge zwischen der UEFA und den Austragungsorten, die es eben in diesem Fall der UEFA leicht gemacht haben - nämlich indem sie sagen konnten: "Das ist Politik. Da halten wir uns raus".
Und diese Problematik hätte es mMn höchstwahrscheinlich nicht gegeben, wenn Deutschland von Anfang an (abgesehen von Neuer) in Gänze "bunt" aufgetreten wäre.
Nichts anderes wollte ich mit meinen Beiträgen sagen.
Die Talksendung von Markus Lanz u. a. mit Ewald Lienen im Anschluß an das Ungarn Spiel habe ich mir auch noch reingezogen. Gewundert habe ich mich sehr, in welcher Art Ewald Lienen, mit Sicherheit noch emotional zu 100 % beim Spiel, über Jogi Löw, den Übungsleiter, hergezogen ist. An den Spielern hat es überhaupt nicht gelegen, es war alles die Schuld des Trainers. Mit dieser Vehemenz, teilweise auch Häme oder Respektlosigkeit, mußte man den Eindruck haben, Jogi Löw wäre der absolute Anfänger, hätte überhaupt nur den Job bekommen, weil er mal zufälllig mit dem Fahrrad an der DFB Zentrale vorbeigefahren ist.
Dabei hatte ich gerade von Ewald Lienen, der ja selbst mehrere Hunderte 1. und 2. Liga Spiele als Trainer zu verantworten hatte und dabei das eine oder andere Mal auch wegen Erfolgslosigkeit vorzeitig entlassen wurde, erwartet, dass er mit etwas mehr Distanz und ohne das typische Experten-Gebashe a la Lothar Matthäus das Spiel analysiert. Das hatte dann tatsächlich sehr viel Ähnlichkeit mit einigen Kommentaren während oder kurz nach einem Spiel hier im STT, wenn der SC Freiburg mal wieder zuhause gegen Union Berlin oder Arminia Bielefeld verloren hat. Wie kann einem als Trainer nur soche Fehler unterlaufen.
Viele vorgebrachte Vorwürfe, z.B wie kann man Kai Haverts direkt nach seinem erzielten Tor auswechseln und Leroy Sané noch auf dem Platz lassen, was verspricht man sich von Timo Werner als Brechstange usw. sahen vermutlich viele Zuschauer ähnlich, aber deshalb dem "Übungsleiter " gleich jegliche Kompetenz abzusprechen ist sehr harter Tobak. Bei Christian Streich bin ich mir übrigens sehr sicher, daß man eine solche Generalabrechnung nicht erleben würde. Auch die beiden Spieler Per Mertesacker und Christoph Kramer hielten sich mit ihrer Kritik angenehm im Rahmen ohne das Spiel schönzureden.
Aber wenn es selbst einem ansonsten so reflektierten Ewald Lienen 1 Stunde nach dem Spiel nicht gelingt, seine Emotionen etwas zu kanalisieren, wie kann man es dann von einem 0815 Fan wie uns erwarten, nach einem Spiel nüchtern einen fairen ausgewogenen Kommentar zu posten. Aber eine Entschuldigung ist es trotzdem nicht.
Dabei hatte ich gerade von Ewald Lienen, der ja selbst mehrere Hunderte 1. und 2. Liga Spiele als Trainer zu verantworten hatte und dabei das eine oder andere Mal auch wegen Erfolgslosigkeit vorzeitig entlassen wurde, erwartet, dass er mit etwas mehr Distanz und ohne das typische Experten-Gebashe a la Lothar Matthäus das Spiel analysiert. Das hatte dann tatsächlich sehr viel Ähnlichkeit mit einigen Kommentaren während oder kurz nach einem Spiel hier im STT, wenn der SC Freiburg mal wieder zuhause gegen Union Berlin oder Arminia Bielefeld verloren hat. Wie kann einem als Trainer nur soche Fehler unterlaufen.
Viele vorgebrachte Vorwürfe, z.B wie kann man Kai Haverts direkt nach seinem erzielten Tor auswechseln und Leroy Sané noch auf dem Platz lassen, was verspricht man sich von Timo Werner als Brechstange usw. sahen vermutlich viele Zuschauer ähnlich, aber deshalb dem "Übungsleiter " gleich jegliche Kompetenz abzusprechen ist sehr harter Tobak. Bei Christian Streich bin ich mir übrigens sehr sicher, daß man eine solche Generalabrechnung nicht erleben würde. Auch die beiden Spieler Per Mertesacker und Christoph Kramer hielten sich mit ihrer Kritik angenehm im Rahmen ohne das Spiel schönzureden.
Aber wenn es selbst einem ansonsten so reflektierten Ewald Lienen 1 Stunde nach dem Spiel nicht gelingt, seine Emotionen etwas zu kanalisieren, wie kann man es dann von einem 0815 Fan wie uns erwarten, nach einem Spiel nüchtern einen fairen ausgewogenen Kommentar zu posten. Aber eine Entschuldigung ist es trotzdem nicht.
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