EM 2021
11.06.2021 - 14:06 Uhr
Irgendwie ist das doch auch Ironie des Schicksals, dass sich gerade die beiden europäischen Länder, die mit am heftigsten von Corona betroffen waren/sind, im Endspiel der EM gegenüber stehen und die letzten Tage alles in Bezug auf Abstand, Maske tragen etc. vermissen lassen.
Die UEFA und die Stadt London tragen mit der Entscheidung der Zuschaueranzahl noch erheblich dazu bei, dass es bei der meiner Meinung nach fußballerisch qualitätsarmen Europameisterschaft am Ende nur einen großen Gewinner gibt: das Virus (und seine Mutationen).
Nach der EM werden beide Länder, davon bin ich überzeugt, noch von diesem Turnier zehren.
Nicht nur von Freud und Leid, Jubel und Traurigkeit, fröhlichen und weinenden Menschenmassen.
Sondern vor allem werden die Einwohner beider Länder mit vielen Infektionen und Einschränkungen "beschenkt".
Hoffentlich liege ich daneben. Unwahrscheinlich ist es jedoch nicht...
Die UEFA und die Stadt London tragen mit der Entscheidung der Zuschaueranzahl noch erheblich dazu bei, dass es bei der meiner Meinung nach fußballerisch qualitätsarmen Europameisterschaft am Ende nur einen großen Gewinner gibt: das Virus (und seine Mutationen).
Nach der EM werden beide Länder, davon bin ich überzeugt, noch von diesem Turnier zehren.
Nicht nur von Freud und Leid, Jubel und Traurigkeit, fröhlichen und weinenden Menschenmassen.
Sondern vor allem werden die Einwohner beider Länder mit vielen Infektionen und Einschränkungen "beschenkt".
Hoffentlich liege ich daneben. Unwahrscheinlich ist es jedoch nicht...
Dieser Beitrag wurde zuletzt von RG1971 am 08.07.2021 um 15:38 Uhr bearbeitet
Üble Sponsoren und Austragungsländer, verantwortungslose Pandemiepolitik, Rassismus und Homophobie. Eine EM der Abgründe ist glücklicherweise zu Ende, es wird aber in Zukunft wohl noch schlimmer werden.
Italien hat durch Glück / Zufall das Elfmeterschießen gewonnen. Blind und unplatziert (Berardi) und flach in die Mitte (Bernardeschi), schlechte Elfmeter gingen rein, es hätte genauso gut England gewinnen können.
Aber dass es überhaupt zum Elfmeterschießen kam, dafür sollte sich England und besonders deren Trainer hinterfragen. Auch bei Italien kann man sich fragen, ob es nach dem Ausgleich und in der Verlängerung nicht hätte mehr sein können. Die schon das ganze Turnier gezeigte Haltung von Southgate ist aber der Punkt, der glücklicherweise an Ende nicht belohnt wurde.
Was für ein idealer Auftakt, nach 2 Minuten in Führung zu gehen durch ein gut rausgespieltes Tor. Und dann? Noch ein paar Minuten nachsetzen, dann ein Phase der optischen Überlegenheit ohne Zug zum Tor, dann nur noch Verwalten bis zur Pause. 0 Torschüsse gegen einen angeschlagenen Gegner.
In der 2. Halbzeit komplett das Spiel abgegeben, nur noch darauf aus, das 1:0 über die Zeit zu bringen. Das alles bei einem Offensivangebot an Topspielern, bei 5 Wechselmöglichkeiten. Ein gezielter Wechsel (Saka, Umstellung auf 4-2-3-1), ein viel zu später zweiter (Grealish für den längst abgetauchten Mount), keine Offensivimpulse für das Mittelfeldzentrum, keine weiteren Offensivwechsel bis zu den verhängnisvollen kurz vor Schluss für das Elfmeterschießen. Rashford, Sancho und Foden nicht für das Spiel genutzt.
In der Hinsicht hat Mancini mit schwächeren Alternativen es wie schon im ganzen Turnier deutlich besser gemacht. Den zuvor guten, im Finale aber völlig enttäuschenden Barella als ersten rausgenommen und dann bis zum Beginn der Verlängerung die Offensive ausgetauscht, einmal unfreiwillig zu dem Zeitpunkt, ansonsten gezielt. Da standen am Ende dann 2 Spieler auf dem Platz, die in der Serie A erfolgreich sind, aber dem „großen“ Fußball bisher weitestgehend aus dem Weg gegangen sein sind und einer, der bei Juventus kaum eine Rolle spielt. In der Begegnung haben Berardi, Belotti und Berndardeschi positiven Einfluss auf das italienische Spiel genommen, für Gefahr gesorgt, die Defensive entlastet, das Publikum still bekommen, während die Stars der Engländer nicht durften.
Außerdem hat Mancini durch sein Wechsel der Stürmertypen (Immobile, Insigne, Belotti) der englischen Defensive neue Denkaufgaben gegeben. Dass England nach idealem Spielbeginn das Finale nicht gewonnen hat, lag zu mitentscheidenden Teilen am (Nicht)Handeln der Trainer.
Italien ist für mich weder ein zwangsläufiger noch ein unberechtigter Titelträger. Das Niveau in den K.O.-Spielen war weitestgehend ausgeglichen, Italien war in allen K.O.-Spielen in Problemen, gegen Spanien die schlechtere Mannschaft. Allerdings ist niemand ohne Schwierigkeiten weit gekommen. England hatte den viel leichteren Weg, nur im Viertelfinale ein Auswärtsspiel und mit der Ukraine und Dänemark Gegner, die eigentlich kein Viertelfinal- bzw. Halbfinalniveau haben, wenngleich Dänemark insgesamt gute K.O.-Spiele gezeigt hat und von den „Kleinen“ neben der Schweiz die besten waren.
Auffallend war noch für mich, dass viele Teams sowohl mit 2 als auch mit 3 IV gespielt haben. Italien, England, Dänemark, Schweiz und Österreich als Beispiele. Häufig dabei auch Umstellungen während des Spiels bei einigen Mannschaften. Insgesamt kann ich nicht erkennen, dass sich eine Defensiv- oder Offensivspielweise durchgesetzt hätte, wer mit Ball einen Plan hatte, war aber meistens im Vorteil gegenüber Mannschaften, die nur umschalten wollten.
Italien hat durch Glück / Zufall das Elfmeterschießen gewonnen. Blind und unplatziert (Berardi) und flach in die Mitte (Bernardeschi), schlechte Elfmeter gingen rein, es hätte genauso gut England gewinnen können.
Aber dass es überhaupt zum Elfmeterschießen kam, dafür sollte sich England und besonders deren Trainer hinterfragen. Auch bei Italien kann man sich fragen, ob es nach dem Ausgleich und in der Verlängerung nicht hätte mehr sein können. Die schon das ganze Turnier gezeigte Haltung von Southgate ist aber der Punkt, der glücklicherweise an Ende nicht belohnt wurde.
Was für ein idealer Auftakt, nach 2 Minuten in Führung zu gehen durch ein gut rausgespieltes Tor. Und dann? Noch ein paar Minuten nachsetzen, dann ein Phase der optischen Überlegenheit ohne Zug zum Tor, dann nur noch Verwalten bis zur Pause. 0 Torschüsse gegen einen angeschlagenen Gegner.
In der 2. Halbzeit komplett das Spiel abgegeben, nur noch darauf aus, das 1:0 über die Zeit zu bringen. Das alles bei einem Offensivangebot an Topspielern, bei 5 Wechselmöglichkeiten. Ein gezielter Wechsel (Saka, Umstellung auf 4-2-3-1), ein viel zu später zweiter (Grealish für den längst abgetauchten Mount), keine Offensivimpulse für das Mittelfeldzentrum, keine weiteren Offensivwechsel bis zu den verhängnisvollen kurz vor Schluss für das Elfmeterschießen. Rashford, Sancho und Foden nicht für das Spiel genutzt.
In der Hinsicht hat Mancini mit schwächeren Alternativen es wie schon im ganzen Turnier deutlich besser gemacht. Den zuvor guten, im Finale aber völlig enttäuschenden Barella als ersten rausgenommen und dann bis zum Beginn der Verlängerung die Offensive ausgetauscht, einmal unfreiwillig zu dem Zeitpunkt, ansonsten gezielt. Da standen am Ende dann 2 Spieler auf dem Platz, die in der Serie A erfolgreich sind, aber dem „großen“ Fußball bisher weitestgehend aus dem Weg gegangen sein sind und einer, der bei Juventus kaum eine Rolle spielt. In der Begegnung haben Berardi, Belotti und Berndardeschi positiven Einfluss auf das italienische Spiel genommen, für Gefahr gesorgt, die Defensive entlastet, das Publikum still bekommen, während die Stars der Engländer nicht durften.
Außerdem hat Mancini durch sein Wechsel der Stürmertypen (Immobile, Insigne, Belotti) der englischen Defensive neue Denkaufgaben gegeben. Dass England nach idealem Spielbeginn das Finale nicht gewonnen hat, lag zu mitentscheidenden Teilen am (Nicht)Handeln der Trainer.
Italien ist für mich weder ein zwangsläufiger noch ein unberechtigter Titelträger. Das Niveau in den K.O.-Spielen war weitestgehend ausgeglichen, Italien war in allen K.O.-Spielen in Problemen, gegen Spanien die schlechtere Mannschaft. Allerdings ist niemand ohne Schwierigkeiten weit gekommen. England hatte den viel leichteren Weg, nur im Viertelfinale ein Auswärtsspiel und mit der Ukraine und Dänemark Gegner, die eigentlich kein Viertelfinal- bzw. Halbfinalniveau haben, wenngleich Dänemark insgesamt gute K.O.-Spiele gezeigt hat und von den „Kleinen“ neben der Schweiz die besten waren.
Auffallend war noch für mich, dass viele Teams sowohl mit 2 als auch mit 3 IV gespielt haben. Italien, England, Dänemark, Schweiz und Österreich als Beispiele. Häufig dabei auch Umstellungen während des Spiels bei einigen Mannschaften. Insgesamt kann ich nicht erkennen, dass sich eine Defensiv- oder Offensivspielweise durchgesetzt hätte, wer mit Ball einen Plan hatte, war aber meistens im Vorteil gegenüber Mannschaften, die nur umschalten wollten.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Butterkeksfan am 12.07.2021 um 21:02 Uhr bearbeitet
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