| Geburtsdatum | 30.10.1982 |
|---|---|
| Alter | 43 |
| Nat. |
Deutschland |
| Funktion | Trainer |
| Akt. Verein | Athletic Bilbao |
Edin Terzic [Trainer]
13.12.2020 - 15:19 Uhr
04.06.2024 - 14:11 Uhr
Zitat von BVBLeo
Welche waren denn noch seins Wunschspieler? Bleibt ja eig nur Nmecha, der sicherlich mehr bringen sollte, aber den ich jetzt noch nicht per se als Flop betiteln würde. Bensebaini war wohl nicht sein Wunschtransfer. Was ist mit Maatsen/Sancho?
Das die Spielweise in der Rückrunde insgesamt besser geworden ist, bleibt für mich eindeutig. Natürlich nicht in dem Maße wie man sich das wünschen sollte, aber das kann man subjektiv durchaus so sagen, auch wenn die Punkteausbeute insgesamt nicht erhöht wurde.
Warum lässt seine Einsicht von Fehlern zu wünschen übrig? Aufgrund von seinen Medienaussagen?
Und wenn wir deiner Meinung nach wirklich den schlechtesten Fußball der Bundesliga spielen, dann ist Edin irgendwie sogar ein Hexer, denn dann ist Platz 5 schon außergewöhnlich gut.
Zitat von MarcusHerzer
Wie du sagst sind deine Beobachtungen rein subjektiv. Rein statistisch ist er nach den Punkten zu urteilen kein Stück besser geworden. Für was sollten wir das Terzic zugestehen. Er hatte zwei Jahre Zeit sich weiter zu entwickeln was er nicht geschafft hat. Er spielt den schlechtesten Fußball in der Bundesliga den ich lange gesehen habe ( rein subjektiv). Er hat keine Lösungen wenn wir das Spiel machen müssen. Seine Wunsch Spieler sind bis auf sabitzer und in Abstrichen Lücke alle gefloppt. Seine Einsicht von Fehlern lässt auch zu wünschen übrig. Sry aber ich sehe keinen einzigen Punkt bis auf die Cl warum man mit ihm in eine weitere Saison gehen sollte.
Zitat von Arno09
Nunja, man kann das natürlich an Punkten festmachen, da Du das aber nicht machst, sondern explizit betonst, dass sich für die die Leistungen in der Hin- und Rückrunde "nicht so sehr unterscheiden", darf ich sicher auch die Frage stellen woran Du das festmachst.
Denn die Leistungen gegen Bayern, Stuttgart, Leverkusen oder Paris haben sich meines Erachtens deutlich von denen aus der Hinrunde unterschieden. Insgesamt wirkte die Mannschaft sehr viel stabiler (natürlich subjektiv) und auch etwas aktiver als noch in der Hinrunde.
Terzic hat gezeigt, dass er sich entwickeln kann, Hilfe annimmt und uns schon aus der ein oder anderen prekären Lage herausgezogen. Es ist seine Aufgabe, die Ansätze, die er im Vergleich zur Hinrunde verbessert hat, noch weiter zu forcieren und insbesondere wieder aktiveren Fußball spielen zu lassen.
Ich hatte nach dem Mainz-Spiel zum Abschluss der Hinrunde auch das Gefühl, dass eine Trennung nahezu unumgänglich ist, sah aber seinerzeit auch keinen Nachfolgekandidaten.
Jetzt sollte man Terzic auch zugestehen, sich als Trainer weiterzuentwickeln, ähnlich wie man das bei jungen Spielern auch bereit ist. Letzteres (Talentförderung) muss sich Terzic dann natürlich auch noch ins Hausaufgabenheft schreiben lassen, das kam in den letzten beiden Jahren etwas zu kurz.
Zitat von mba123
Hinrunde 30 Punkte; Champions League: 3 Siege, 2 Unentschieden, 1 Niederlage
Rückrunde 33 Punkte; Champions League: 4 Siege, 1 Unentschieden, 2 Niederlagen
So deutlich war die Steigerung halt nicht. Es ist nur vor allem die Wahrnehmung, die durch die KO-Phase der Champions League eine andere ist.
Man stelle sich vor, die Leistungen von Hin- und Rückrunde wären vertauscht und wir hätten dann in Gruppenphase gegen PSV, Atletico und PSG gespielt; mit den selben Ergebnissen wie in der diesjährigen KO-Phase. Dann in der KO-Phase gegen Mailand, Newcastle und ebenfalls PSG, mit den Ergebnissen aus der diesjährigen Gruppenphase.
Okay, wir wären dann an PSG gescheitert. Dennoch, finde ich, wird deutlich, dass unsere Leistungen zwischen Hin- und Rückrunde sich nicht so sehr unterscheiden, wie es sich anfühlt.
Schon in der Hinrunde stimmten die Ergebnisse in der Champions League und auch in der Rückrunde erreichten wir keinen Punkteschnitt von 2.0 in der Bundesliga.
Es ist für mich jedenfalls nicht so, dass ich unsere Leistungen gegen Newcastle schwächer als gegen Atletico einstufe; nur weil das eine Gruppenphase und das andere das Viertelfinale war.
Daher finde ich es schon irgendwie schwer nachvollziehbar, dass nach der Hinrunde wohl Terzic Rausschmiss im Raum stand und nach der Rückrunde nun über eine Vertragsverlängerung diskutiert wird. Da gab's halt nicht annähernd diese Leistungssteigerung wie im letzten Jahr.
Zitat von BvRevolution
Ja, nach der deutlichen Steigerung in der zweiten Saisonhälfte hat er es sich verdient, weiterzumachen.
...
Ja, nach der deutlichen Steigerung in der zweiten Saisonhälfte hat er es sich verdient, weiterzumachen.
...
Hinrunde 30 Punkte; Champions League: 3 Siege, 2 Unentschieden, 1 Niederlage
Rückrunde 33 Punkte; Champions League: 4 Siege, 1 Unentschieden, 2 Niederlagen
So deutlich war die Steigerung halt nicht. Es ist nur vor allem die Wahrnehmung, die durch die KO-Phase der Champions League eine andere ist.
Man stelle sich vor, die Leistungen von Hin- und Rückrunde wären vertauscht und wir hätten dann in Gruppenphase gegen PSV, Atletico und PSG gespielt; mit den selben Ergebnissen wie in der diesjährigen KO-Phase. Dann in der KO-Phase gegen Mailand, Newcastle und ebenfalls PSG, mit den Ergebnissen aus der diesjährigen Gruppenphase.
Okay, wir wären dann an PSG gescheitert. Dennoch, finde ich, wird deutlich, dass unsere Leistungen zwischen Hin- und Rückrunde sich nicht so sehr unterscheiden, wie es sich anfühlt.
Schon in der Hinrunde stimmten die Ergebnisse in der Champions League und auch in der Rückrunde erreichten wir keinen Punkteschnitt von 2.0 in der Bundesliga.
Es ist für mich jedenfalls nicht so, dass ich unsere Leistungen gegen Newcastle schwächer als gegen Atletico einstufe; nur weil das eine Gruppenphase und das andere das Viertelfinale war.
Daher finde ich es schon irgendwie schwer nachvollziehbar, dass nach der Hinrunde wohl Terzic Rausschmiss im Raum stand und nach der Rückrunde nun über eine Vertragsverlängerung diskutiert wird. Da gab's halt nicht annähernd diese Leistungssteigerung wie im letzten Jahr.
Nunja, man kann das natürlich an Punkten festmachen, da Du das aber nicht machst, sondern explizit betonst, dass sich für die die Leistungen in der Hin- und Rückrunde "nicht so sehr unterscheiden", darf ich sicher auch die Frage stellen woran Du das festmachst.
Denn die Leistungen gegen Bayern, Stuttgart, Leverkusen oder Paris haben sich meines Erachtens deutlich von denen aus der Hinrunde unterschieden. Insgesamt wirkte die Mannschaft sehr viel stabiler (natürlich subjektiv) und auch etwas aktiver als noch in der Hinrunde.
Terzic hat gezeigt, dass er sich entwickeln kann, Hilfe annimmt und uns schon aus der ein oder anderen prekären Lage herausgezogen. Es ist seine Aufgabe, die Ansätze, die er im Vergleich zur Hinrunde verbessert hat, noch weiter zu forcieren und insbesondere wieder aktiveren Fußball spielen zu lassen.
Ich hatte nach dem Mainz-Spiel zum Abschluss der Hinrunde auch das Gefühl, dass eine Trennung nahezu unumgänglich ist, sah aber seinerzeit auch keinen Nachfolgekandidaten.
Jetzt sollte man Terzic auch zugestehen, sich als Trainer weiterzuentwickeln, ähnlich wie man das bei jungen Spielern auch bereit ist. Letzteres (Talentförderung) muss sich Terzic dann natürlich auch noch ins Hausaufgabenheft schreiben lassen, das kam in den letzten beiden Jahren etwas zu kurz.
Wie du sagst sind deine Beobachtungen rein subjektiv. Rein statistisch ist er nach den Punkten zu urteilen kein Stück besser geworden. Für was sollten wir das Terzic zugestehen. Er hatte zwei Jahre Zeit sich weiter zu entwickeln was er nicht geschafft hat. Er spielt den schlechtesten Fußball in der Bundesliga den ich lange gesehen habe ( rein subjektiv). Er hat keine Lösungen wenn wir das Spiel machen müssen. Seine Wunsch Spieler sind bis auf sabitzer und in Abstrichen Lücke alle gefloppt. Seine Einsicht von Fehlern lässt auch zu wünschen übrig. Sry aber ich sehe keinen einzigen Punkt bis auf die Cl warum man mit ihm in eine weitere Saison gehen sollte.
Welche waren denn noch seins Wunschspieler? Bleibt ja eig nur Nmecha, der sicherlich mehr bringen sollte, aber den ich jetzt noch nicht per se als Flop betiteln würde. Bensebaini war wohl nicht sein Wunschtransfer. Was ist mit Maatsen/Sancho?
Das die Spielweise in der Rückrunde insgesamt besser geworden ist, bleibt für mich eindeutig. Natürlich nicht in dem Maße wie man sich das wünschen sollte, aber das kann man subjektiv durchaus so sagen, auch wenn die Punkteausbeute insgesamt nicht erhöht wurde.
Warum lässt seine Einsicht von Fehlern zu wünschen übrig? Aufgrund von seinen Medienaussagen?
Und wenn wir deiner Meinung nach wirklich den schlechtesten Fußball der Bundesliga spielen, dann ist Edin irgendwie sogar ein Hexer, denn dann ist Platz 5 schon außergewöhnlich gut.
Es is schön das du probierst dir die Worte so zu legen wie es dir passt. Nehmen wir mal die letzten 3 Trainer vom BvB. Keiner hat so einen Mist spielen lassen wie Edin. Rein subjektiv aber man sieht es ja deutlich.
Edin seine Interviews waren bis auf eines noch nie von Selbstreflektion geprägt. Er hat es immer auf andere geschoben obwohl die ihn davor teilweise den hintern in andere spielen gerettet haben. Ich glaube sehr wohl das ein Edin Bense haben wollte und Rapha hat ziehen lassen. Sonst wäre es da anders gelaufen. Ein nmecha is in meinen Augen auch ein Flop mit Ansage gewesen und warum sollte man ihn nicht so betiteln?? Was hat er gerissen auser lustlos über den Platz zu laufen wenn er mal fit war. In meinen Augen bis jetzt Nix.
Das es wie du so schön sagst in der Rückrunde in deinen Augen besser gelaufen ist kann das nicht vielleicht wie es Hummels schon sagte einfach an den Co s liegen. Ich glaube da Hummels schon wenn er es so offen anspricht.
04.06.2024 - 14:35 Uhr
Zitat von PhelanWolf
Was ja eigentlich auch wenig überraschend ist. Im Kern ist das Stilmittel von Terzic eben ein passives, Anpassung an den Gegner, und im eigenen Spiel nur einige, eher grobe Mechanismen, die man eben auch je nach Gegner leicht anpassen kann. Pragmatismus eben. Das ist sein Stil, das ist es, was er in seiner Zeit unter Bilic gelernt hat, das ist der Stil, für den er steht. Damit hatte er in der CL auch durchaus Erfolg, und ich würde davon ausgehen, dass er eben auch zu 100% davon überzeugt ist, dass er damit beim BVB auch in der Liga Erfolg hat.
Da so ein Stil eben über unterschiedliche Spielerprofile auf einer Position funktioniert, wird das letztlich aus Traibersicht auch das Mittel der Wahl sein: den Kader auf dem Transfermarkt entsprechend weiter zu verändern, in den meisten Profilen breit aufzustellen.
Ich denke die in den Rückrunden getätigten Änderungen, die dann im Sommer wieder einkassiert wurden, wird Terzic darauf zurückführen, dass der Kader jeweils nicht optimal gepasst hat. Er ist also von seinem Weg im Sinne des Erfolgs abgewichen, verliert ihn aber nicht aus den Augen.
Das Problem wurde sozusagen erkannt, die mittelfristigen Schlussfolgerungen wurden aber falsch getroffen.
Anstatt seinen Stil dauerhaft anzupassen und den Pragmatismus nur noch dosiert gegen klar stärkere Gegner zu nutzen (was in der CL eben sehr gut funktioniert hat) und ansonsten eine eigene Stärke aus einem eigenen strategischen Ansatz zu entwickeln, wird versucht den Kader so lange zu optimieren, bis es eben passt. Das ist teuer und wird vermutlich auch nie so klappen, dass Terzic sich nicht ab einem bestimmten Zeitpunkt der Saison doch wieder anpassen muss.
Letztlich müsste sich Terzic also neu erfinden bzw. seinen Stil weitestgehend aufgeben. Das ist keine Entwicklung wie bei einem Spieler, wo man hoffen kann, dass er in Teilbereichen besser wird um dann Weltklasse zu sein. Es es eine grundlegende Entscheidung, welchen Stil Terzic haben will, für welchen Ansatz er steht.
Zitat von mba123
Das ist für mich auch das Ding. Wir hatten bereits unter Terzic vieles besser gemacht. Aber er scheint nicht daran anknüpfen zu wollen. Viel mehr greift er Ideen wieder auf, die unter ihm nicht funktionierten.
Terzic scheint da schon bestimmte Vorstellungen zu haben, wie sein Fußball funktionieren soll. Anstatt dann neue, erfolgreiche Wege weiterzugehen, möchte er scheinbar lieber mit neuem Personal wieder seine ursprünglichen Ideen weiterverfolgen.
Zitat von oger
Was lässt dich das denn glauben? Ist es die CL? Wenn man sich anschaut, wie wenig in der Hinrunde von der Rückserie 22/23 zu sehen war, dann weiß ich nicht, wie man davon ausgehen kann. In zentralen Punkten sehe ich keine Verbesserung hin zu einer nachhaltigen Lösung. Wir können gegen die Elite mit CL Glanz und ganz viel Bereitschaft mithalten. Das hilft uns nur nicht gegen 85% der Bundesligateams.
Ich gehe erstmal davon aus, dass wir im Sommer wieder komplett bei 0 beginnen werden und uns der x. Neuanfang in x. Jahr nacheinander angedichtet wird.
Zitat von Holzschuh85
Dass es Defizite auch in der Innensicht gab, hat sich ja durch die Zunahme der Assistenten aufgedrängt.
Taktisch hat Terzic - vor allem für den Bereich dominantes Spiel - nicht wirklich überzeugt, aber er ist noch jung und man darf nicht vergessen, wie wenig Erfahrung er hat.
Ich glaube daran, dass er da dazulernen wird, im besten Falle mit einem guten Team drumherum.
Zudem finde ich, dass einige Spieler individuell zunehmend stabil wirken.
Natürlich könnte man versuchen, jetzt ein taktisches Superhirn zu verpflichten, aber Trainer sein ist mehr als nur Taktik und ich finde insgesamt passt Terzic schon sehr gut ins Profil.
Deshalb lieber mit ihm an den Schwächen arbeiten!
Zitat von Seppinho
Nach wie vor konnte hier seit Monaten wirklich niemand sinnvolle Argumente gegen Terzics taktische und strategische Defizite bringen. Sind nicht die Einzelspieler in maximaler Motivation unterwegs, können wir nicht rein kontern oder sind es "Große Drama Fights" ala Champions League, fehlt mir die durchgängig erfolgreiche Spielidee in unserem Hauptjob, der Bundesliga. Gegner machen es uns enorm schwierig, wenn sie Pressen und wenn sie uns den Ball schenken, auch viel schlechtere Mannschaften. Und wenn Gegner dann sogar nicht schlechter sind, sondern gleichwertig oder besser, egal ob Form oder allgemein, gehen wir aufgrund des Defizits an Spielaufbau und -ballbesitz oft rein in die Defizite. Das macht Terzic übervorsichtiger Weise gerne , sobald z.B. wenn eine rote Karte kommt oder der Gegner nur das Momentum hat, dann sofortiger Vollrückzug, Özcan für einen Offensiven, manchmal gar Richtung 5er Kette mit defensivem Ansatz und dem Gegner sofort 15-20 Meter schenken und der macht dann gegen uns halt schon fast am 16er Druck. Sahin hat das etwas gebessert bekommen und natürlich haben Sancho und Maatsen das spielerische Vakuum verbessert, aber das war auch in der Rückrunde zu keinem Zeitpunkt souverän. Immer wieder kam der Vorwurf, die Spieler würden Dinge nicht umsetzen - der für jede Selbstkritik zu stolze Terzic ist da ja sehr schnell mit Fingerpointing auf andere da - aber es ist sein Job, dass er ein System aufsetzt, dass auch Spieler stützt und das tut es eben nicht. Den Ansatz jetzt, dass ein Mislintat die spielerische Qualität in den Kader bekommt, um den Trainer zu kompensieren, finde ich ineffektiv.
Nach wie vor konnte hier seit Monaten wirklich niemand sinnvolle Argumente gegen Terzics taktische und strategische Defizite bringen. Sind nicht die Einzelspieler in maximaler Motivation unterwegs, können wir nicht rein kontern oder sind es "Große Drama Fights" ala Champions League, fehlt mir die durchgängig erfolgreiche Spielidee in unserem Hauptjob, der Bundesliga. Gegner machen es uns enorm schwierig, wenn sie Pressen und wenn sie uns den Ball schenken, auch viel schlechtere Mannschaften. Und wenn Gegner dann sogar nicht schlechter sind, sondern gleichwertig oder besser, egal ob Form oder allgemein, gehen wir aufgrund des Defizits an Spielaufbau und -ballbesitz oft rein in die Defizite. Das macht Terzic übervorsichtiger Weise gerne , sobald z.B. wenn eine rote Karte kommt oder der Gegner nur das Momentum hat, dann sofortiger Vollrückzug, Özcan für einen Offensiven, manchmal gar Richtung 5er Kette mit defensivem Ansatz und dem Gegner sofort 15-20 Meter schenken und der macht dann gegen uns halt schon fast am 16er Druck. Sahin hat das etwas gebessert bekommen und natürlich haben Sancho und Maatsen das spielerische Vakuum verbessert, aber das war auch in der Rückrunde zu keinem Zeitpunkt souverän. Immer wieder kam der Vorwurf, die Spieler würden Dinge nicht umsetzen - der für jede Selbstkritik zu stolze Terzic ist da ja sehr schnell mit Fingerpointing auf andere da - aber es ist sein Job, dass er ein System aufsetzt, dass auch Spieler stützt und das tut es eben nicht. Den Ansatz jetzt, dass ein Mislintat die spielerische Qualität in den Kader bekommt, um den Trainer zu kompensieren, finde ich ineffektiv.
Dass es Defizite auch in der Innensicht gab, hat sich ja durch die Zunahme der Assistenten aufgedrängt.
Taktisch hat Terzic - vor allem für den Bereich dominantes Spiel - nicht wirklich überzeugt, aber er ist noch jung und man darf nicht vergessen, wie wenig Erfahrung er hat.
Ich glaube daran, dass er da dazulernen wird, im besten Falle mit einem guten Team drumherum.
Zudem finde ich, dass einige Spieler individuell zunehmend stabil wirken.
Natürlich könnte man versuchen, jetzt ein taktisches Superhirn zu verpflichten, aber Trainer sein ist mehr als nur Taktik und ich finde insgesamt passt Terzic schon sehr gut ins Profil.
Deshalb lieber mit ihm an den Schwächen arbeiten!
Was lässt dich das denn glauben? Ist es die CL? Wenn man sich anschaut, wie wenig in der Hinrunde von der Rückserie 22/23 zu sehen war, dann weiß ich nicht, wie man davon ausgehen kann. In zentralen Punkten sehe ich keine Verbesserung hin zu einer nachhaltigen Lösung. Wir können gegen die Elite mit CL Glanz und ganz viel Bereitschaft mithalten. Das hilft uns nur nicht gegen 85% der Bundesligateams.
Ich gehe erstmal davon aus, dass wir im Sommer wieder komplett bei 0 beginnen werden und uns der x. Neuanfang in x. Jahr nacheinander angedichtet wird.
Das ist für mich auch das Ding. Wir hatten bereits unter Terzic vieles besser gemacht. Aber er scheint nicht daran anknüpfen zu wollen. Viel mehr greift er Ideen wieder auf, die unter ihm nicht funktionierten.
Terzic scheint da schon bestimmte Vorstellungen zu haben, wie sein Fußball funktionieren soll. Anstatt dann neue, erfolgreiche Wege weiterzugehen, möchte er scheinbar lieber mit neuem Personal wieder seine ursprünglichen Ideen weiterverfolgen.
Was ja eigentlich auch wenig überraschend ist. Im Kern ist das Stilmittel von Terzic eben ein passives, Anpassung an den Gegner, und im eigenen Spiel nur einige, eher grobe Mechanismen, die man eben auch je nach Gegner leicht anpassen kann. Pragmatismus eben. Das ist sein Stil, das ist es, was er in seiner Zeit unter Bilic gelernt hat, das ist der Stil, für den er steht. Damit hatte er in der CL auch durchaus Erfolg, und ich würde davon ausgehen, dass er eben auch zu 100% davon überzeugt ist, dass er damit beim BVB auch in der Liga Erfolg hat.
Da so ein Stil eben über unterschiedliche Spielerprofile auf einer Position funktioniert, wird das letztlich aus Traibersicht auch das Mittel der Wahl sein: den Kader auf dem Transfermarkt entsprechend weiter zu verändern, in den meisten Profilen breit aufzustellen.
Ich denke die in den Rückrunden getätigten Änderungen, die dann im Sommer wieder einkassiert wurden, wird Terzic darauf zurückführen, dass der Kader jeweils nicht optimal gepasst hat. Er ist also von seinem Weg im Sinne des Erfolgs abgewichen, verliert ihn aber nicht aus den Augen.
Das Problem wurde sozusagen erkannt, die mittelfristigen Schlussfolgerungen wurden aber falsch getroffen.
Anstatt seinen Stil dauerhaft anzupassen und den Pragmatismus nur noch dosiert gegen klar stärkere Gegner zu nutzen (was in der CL eben sehr gut funktioniert hat) und ansonsten eine eigene Stärke aus einem eigenen strategischen Ansatz zu entwickeln, wird versucht den Kader so lange zu optimieren, bis es eben passt. Das ist teuer und wird vermutlich auch nie so klappen, dass Terzic sich nicht ab einem bestimmten Zeitpunkt der Saison doch wieder anpassen muss.
Letztlich müsste sich Terzic also neu erfinden bzw. seinen Stil weitestgehend aufgeben. Das ist keine Entwicklung wie bei einem Spieler, wo man hoffen kann, dass er in Teilbereichen besser wird um dann Weltklasse zu sein. Es es eine grundlegende Entscheidung, welchen Stil Terzic haben will, für welchen Ansatz er steht.
Ein sehr guter Kommentar den ich zu 100% unterschreiben kann.Edin Terzic ist einfach in letzter Konsequenz eher ein defensiv denkender Trainer und das wird sich meiner Meinung nach auch nicht mehr ändern. Allerdings wenn er bleiben darf und wir im Sturm Guirassy durch Füllkrug ersetzen, was für eine Fortsetzung der jetzigen Taktik mit etwas feinerer Klinge steht, dann können wir auch davon ausgehen, dass der gesamte Verein hinter dieser Spielausrichtung steht und das würde mich gelinde gesagt sehr erschrecken.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Freischuetzbvb am 04.06.2024 um 14:40 Uhr bearbeitet
04.06.2024 - 14:39 Uhr
Zitat von MarcusHerzer
Es is schön das du probierst dir die Worte so zu legen wie es dir passt. Nehmen wir mal die letzten 3 Trainer vom BvB. Keiner hat so einen Mist spielen lassen wie Edin. Rein subjektiv aber man sieht es ja deutlich.
Edin seine Interviews waren bis auf eines noch nie von Selbstreflektion geprägt. Er hat es immer auf andere geschoben obwohl die ihn davor teilweise den hintern in andere spielen gerettet haben. Ich glaube sehr wohl das ein Edin Bense haben wollte und Rapha hat ziehen lassen. Sonst wäre es da anders gelaufen. Ein nmecha is in meinen Augen auch ein Flop mit Ansage gewesen und warum sollte man ihn nicht so betiteln?? Was hat er gerissen auser lustlos über den Platz zu laufen wenn er mal fit war. In meinen Augen bis jetzt Nix.
Das es wie du so schön sagst in der Rückrunde in deinen Augen besser gelaufen ist kann das nicht vielleicht wie es Hummels schon sagte einfach a den Co s liegen. Ich glaube da Hummels schon wenn er es so offen anspricht.
Zitat von BVBLeo
Welche waren denn noch seins Wunschspieler? Bleibt ja eig nur Nmecha, der sicherlich mehr bringen sollte, aber den ich jetzt noch nicht per se als Flop betiteln würde. Bensebaini war wohl nicht sein Wunschtransfer. Was ist mit Maatsen/Sancho?
Das die Spielweise in der Rückrunde insgesamt besser geworden ist, bleibt für mich eindeutig. Natürlich nicht in dem Maße wie man sich das wünschen sollte, aber das kann man subjektiv durchaus so sagen, auch wenn die Punkteausbeute insgesamt nicht erhöht wurde.
Warum lässt seine Einsicht von Fehlern zu wünschen übrig? Aufgrund von seinen Medienaussagen?
Und wenn wir deiner Meinung nach wirklich den schlechtesten Fußball der Bundesliga spielen, dann ist Edin irgendwie sogar ein Hexer, denn dann ist Platz 5 schon außergewöhnlich gut.
Zitat von MarcusHerzer
Wie du sagst sind deine Beobachtungen rein subjektiv. Rein statistisch ist er nach den Punkten zu urteilen kein Stück besser geworden. Für was sollten wir das Terzic zugestehen. Er hatte zwei Jahre Zeit sich weiter zu entwickeln was er nicht geschafft hat. Er spielt den schlechtesten Fußball in der Bundesliga den ich lange gesehen habe ( rein subjektiv). Er hat keine Lösungen wenn wir das Spiel machen müssen. Seine Wunsch Spieler sind bis auf sabitzer und in Abstrichen Lücke alle gefloppt. Seine Einsicht von Fehlern lässt auch zu wünschen übrig. Sry aber ich sehe keinen einzigen Punkt bis auf die Cl warum man mit ihm in eine weitere Saison gehen sollte.
Zitat von Arno09
Nunja, man kann das natürlich an Punkten festmachen, da Du das aber nicht machst, sondern explizit betonst, dass sich für die die Leistungen in der Hin- und Rückrunde "nicht so sehr unterscheiden", darf ich sicher auch die Frage stellen woran Du das festmachst.
Denn die Leistungen gegen Bayern, Stuttgart, Leverkusen oder Paris haben sich meines Erachtens deutlich von denen aus der Hinrunde unterschieden. Insgesamt wirkte die Mannschaft sehr viel stabiler (natürlich subjektiv) und auch etwas aktiver als noch in der Hinrunde.
Terzic hat gezeigt, dass er sich entwickeln kann, Hilfe annimmt und uns schon aus der ein oder anderen prekären Lage herausgezogen. Es ist seine Aufgabe, die Ansätze, die er im Vergleich zur Hinrunde verbessert hat, noch weiter zu forcieren und insbesondere wieder aktiveren Fußball spielen zu lassen.
Ich hatte nach dem Mainz-Spiel zum Abschluss der Hinrunde auch das Gefühl, dass eine Trennung nahezu unumgänglich ist, sah aber seinerzeit auch keinen Nachfolgekandidaten.
Jetzt sollte man Terzic auch zugestehen, sich als Trainer weiterzuentwickeln, ähnlich wie man das bei jungen Spielern auch bereit ist. Letzteres (Talentförderung) muss sich Terzic dann natürlich auch noch ins Hausaufgabenheft schreiben lassen, das kam in den letzten beiden Jahren etwas zu kurz.
Zitat von mba123
Hinrunde 30 Punkte; Champions League: 3 Siege, 2 Unentschieden, 1 Niederlage
Rückrunde 33 Punkte; Champions League: 4 Siege, 1 Unentschieden, 2 Niederlagen
So deutlich war die Steigerung halt nicht. Es ist nur vor allem die Wahrnehmung, die durch die KO-Phase der Champions League eine andere ist.
Man stelle sich vor, die Leistungen von Hin- und Rückrunde wären vertauscht und wir hätten dann in Gruppenphase gegen PSV, Atletico und PSG gespielt; mit den selben Ergebnissen wie in der diesjährigen KO-Phase. Dann in der KO-Phase gegen Mailand, Newcastle und ebenfalls PSG, mit den Ergebnissen aus der diesjährigen Gruppenphase.
Okay, wir wären dann an PSG gescheitert. Dennoch, finde ich, wird deutlich, dass unsere Leistungen zwischen Hin- und Rückrunde sich nicht so sehr unterscheiden, wie es sich anfühlt.
Schon in der Hinrunde stimmten die Ergebnisse in der Champions League und auch in der Rückrunde erreichten wir keinen Punkteschnitt von 2.0 in der Bundesliga.
Es ist für mich jedenfalls nicht so, dass ich unsere Leistungen gegen Newcastle schwächer als gegen Atletico einstufe; nur weil das eine Gruppenphase und das andere das Viertelfinale war.
Daher finde ich es schon irgendwie schwer nachvollziehbar, dass nach der Hinrunde wohl Terzic Rausschmiss im Raum stand und nach der Rückrunde nun über eine Vertragsverlängerung diskutiert wird. Da gab's halt nicht annähernd diese Leistungssteigerung wie im letzten Jahr.
Zitat von BvRevolution
Ja, nach der deutlichen Steigerung in der zweiten Saisonhälfte hat er es sich verdient, weiterzumachen.
...
Ja, nach der deutlichen Steigerung in der zweiten Saisonhälfte hat er es sich verdient, weiterzumachen.
...
Hinrunde 30 Punkte; Champions League: 3 Siege, 2 Unentschieden, 1 Niederlage
Rückrunde 33 Punkte; Champions League: 4 Siege, 1 Unentschieden, 2 Niederlagen
So deutlich war die Steigerung halt nicht. Es ist nur vor allem die Wahrnehmung, die durch die KO-Phase der Champions League eine andere ist.
Man stelle sich vor, die Leistungen von Hin- und Rückrunde wären vertauscht und wir hätten dann in Gruppenphase gegen PSV, Atletico und PSG gespielt; mit den selben Ergebnissen wie in der diesjährigen KO-Phase. Dann in der KO-Phase gegen Mailand, Newcastle und ebenfalls PSG, mit den Ergebnissen aus der diesjährigen Gruppenphase.
Okay, wir wären dann an PSG gescheitert. Dennoch, finde ich, wird deutlich, dass unsere Leistungen zwischen Hin- und Rückrunde sich nicht so sehr unterscheiden, wie es sich anfühlt.
Schon in der Hinrunde stimmten die Ergebnisse in der Champions League und auch in der Rückrunde erreichten wir keinen Punkteschnitt von 2.0 in der Bundesliga.
Es ist für mich jedenfalls nicht so, dass ich unsere Leistungen gegen Newcastle schwächer als gegen Atletico einstufe; nur weil das eine Gruppenphase und das andere das Viertelfinale war.
Daher finde ich es schon irgendwie schwer nachvollziehbar, dass nach der Hinrunde wohl Terzic Rausschmiss im Raum stand und nach der Rückrunde nun über eine Vertragsverlängerung diskutiert wird. Da gab's halt nicht annähernd diese Leistungssteigerung wie im letzten Jahr.
Nunja, man kann das natürlich an Punkten festmachen, da Du das aber nicht machst, sondern explizit betonst, dass sich für die die Leistungen in der Hin- und Rückrunde "nicht so sehr unterscheiden", darf ich sicher auch die Frage stellen woran Du das festmachst.
Denn die Leistungen gegen Bayern, Stuttgart, Leverkusen oder Paris haben sich meines Erachtens deutlich von denen aus der Hinrunde unterschieden. Insgesamt wirkte die Mannschaft sehr viel stabiler (natürlich subjektiv) und auch etwas aktiver als noch in der Hinrunde.
Terzic hat gezeigt, dass er sich entwickeln kann, Hilfe annimmt und uns schon aus der ein oder anderen prekären Lage herausgezogen. Es ist seine Aufgabe, die Ansätze, die er im Vergleich zur Hinrunde verbessert hat, noch weiter zu forcieren und insbesondere wieder aktiveren Fußball spielen zu lassen.
Ich hatte nach dem Mainz-Spiel zum Abschluss der Hinrunde auch das Gefühl, dass eine Trennung nahezu unumgänglich ist, sah aber seinerzeit auch keinen Nachfolgekandidaten.
Jetzt sollte man Terzic auch zugestehen, sich als Trainer weiterzuentwickeln, ähnlich wie man das bei jungen Spielern auch bereit ist. Letzteres (Talentförderung) muss sich Terzic dann natürlich auch noch ins Hausaufgabenheft schreiben lassen, das kam in den letzten beiden Jahren etwas zu kurz.
Wie du sagst sind deine Beobachtungen rein subjektiv. Rein statistisch ist er nach den Punkten zu urteilen kein Stück besser geworden. Für was sollten wir das Terzic zugestehen. Er hatte zwei Jahre Zeit sich weiter zu entwickeln was er nicht geschafft hat. Er spielt den schlechtesten Fußball in der Bundesliga den ich lange gesehen habe ( rein subjektiv). Er hat keine Lösungen wenn wir das Spiel machen müssen. Seine Wunsch Spieler sind bis auf sabitzer und in Abstrichen Lücke alle gefloppt. Seine Einsicht von Fehlern lässt auch zu wünschen übrig. Sry aber ich sehe keinen einzigen Punkt bis auf die Cl warum man mit ihm in eine weitere Saison gehen sollte.
Welche waren denn noch seins Wunschspieler? Bleibt ja eig nur Nmecha, der sicherlich mehr bringen sollte, aber den ich jetzt noch nicht per se als Flop betiteln würde. Bensebaini war wohl nicht sein Wunschtransfer. Was ist mit Maatsen/Sancho?
Das die Spielweise in der Rückrunde insgesamt besser geworden ist, bleibt für mich eindeutig. Natürlich nicht in dem Maße wie man sich das wünschen sollte, aber das kann man subjektiv durchaus so sagen, auch wenn die Punkteausbeute insgesamt nicht erhöht wurde.
Warum lässt seine Einsicht von Fehlern zu wünschen übrig? Aufgrund von seinen Medienaussagen?
Und wenn wir deiner Meinung nach wirklich den schlechtesten Fußball der Bundesliga spielen, dann ist Edin irgendwie sogar ein Hexer, denn dann ist Platz 5 schon außergewöhnlich gut.
Es is schön das du probierst dir die Worte so zu legen wie es dir passt. Nehmen wir mal die letzten 3 Trainer vom BvB. Keiner hat so einen Mist spielen lassen wie Edin. Rein subjektiv aber man sieht es ja deutlich.
Edin seine Interviews waren bis auf eines noch nie von Selbstreflektion geprägt. Er hat es immer auf andere geschoben obwohl die ihn davor teilweise den hintern in andere spielen gerettet haben. Ich glaube sehr wohl das ein Edin Bense haben wollte und Rapha hat ziehen lassen. Sonst wäre es da anders gelaufen. Ein nmecha is in meinen Augen auch ein Flop mit Ansage gewesen und warum sollte man ihn nicht so betiteln?? Was hat er gerissen auser lustlos über den Platz zu laufen wenn er mal fit war. In meinen Augen bis jetzt Nix.
Das es wie du so schön sagst in der Rückrunde in deinen Augen besser gelaufen ist kann das nicht vielleicht wie es Hummels schon sagte einfach a den Co s liegen. Ich glaube da Hummels schon wenn er es so offen anspricht.
Was hab ich mir denn zurechtgelegt? Ich frage nach den Flops. Also sind das dann Nmecha und Bense?
Nmcha noch jung und sollte nicht nach einer Saison abgeschrieben werden, aber wie bereits erwähnt diese Saison insgesamt zu wenig impact und zu viele Ausfälle. Bei Rapha wurde von Vereinsseite frühzeitig eine Grundsatzentscheidung gefällt, die man am Ende durch ein Vertragsangebot nicht mehr revidieren konnte. Fehler eingesehen und im Winter mit Maatsen nachgelegt.
So und nun zu den Trainern - ich hätte Rose nicht entlassen, aber wo haben wir da wirklich besseren Fußball gespielt? Hier wird seit Monaten immer das gleiche erzählt. Ich selber bin kein großer Fan von Edin, aber dieses dauerhafte übertreiben bringt niemanden was. Und wenn die Besserungen in der Rückrunde, die du vorher ja nicht mal zugegeben hast, jetzt nur auf die Co Trainer zurückzuführen sind, dann bringt die Diskussion nichts, denn 1. können wir das von außerhalb gar nicht einschätzen, 2. würden das auch alle anderen im Verein erkennen und nicht nur Hummels und 3. wäre es dann trotzdem noch etwas, was er als Hilfe angenommen hat und somit trotzdem eher positiv. Wer dafür nämlich die Anstöße gibt, ist gar nicht so wichtig so lange es am Ende umgesetzt wird, so sollte man eigentlich ein Team verstehen
04.06.2024 - 14:40 Uhr
Zitat von BVBLeo
Welche waren denn noch seins Wunschspieler? Bleibt ja eig nur Nmecha, der sicherlich mehr bringen sollte, aber den ich jetzt noch nicht per se als Flop betiteln würde. Bensebaini war wohl nicht sein Wunschtransfer. Was ist mit Maatsen/Sancho?
Das die Spielweise in der Rückrunde insgesamt besser geworden ist, bleibt für mich eindeutig. Natürlich nicht in dem Maße wie man sich das wünschen sollte, aber das kann man subjektiv durchaus so sagen, auch wenn die Punkteausbeute insgesamt nicht erhöht wurde.
Warum lässt seine Einsicht von Fehlern zu wünschen übrig? Aufgrund von seinen Medienaussagen?
Und wenn wir deiner Meinung nach wirklich den schlechtesten Fußball der Bundesliga spielen, dann ist Edin irgendwie sogar ein Hexer, denn dann ist Platz 5 schon außergewöhnlich gut.
Zitat von MarcusHerzer
Wie du sagst sind deine Beobachtungen rein subjektiv. Rein statistisch ist er nach den Punkten zu urteilen kein Stück besser geworden. Für was sollten wir das Terzic zugestehen. Er hatte zwei Jahre Zeit sich weiter zu entwickeln was er nicht geschafft hat. Er spielt den schlechtesten Fußball in der Bundesliga den ich lange gesehen habe ( rein subjektiv). Er hat keine Lösungen wenn wir das Spiel machen müssen. Seine Wunsch Spieler sind bis auf sabitzer und in Abstrichen Lücke alle gefloppt. Seine Einsicht von Fehlern lässt auch zu wünschen übrig. Sry aber ich sehe keinen einzigen Punkt bis auf die Cl warum man mit ihm in eine weitere Saison gehen sollte.
Zitat von Arno09
Nunja, man kann das natürlich an Punkten festmachen, da Du das aber nicht machst, sondern explizit betonst, dass sich für die die Leistungen in der Hin- und Rückrunde "nicht so sehr unterscheiden", darf ich sicher auch die Frage stellen woran Du das festmachst.
Denn die Leistungen gegen Bayern, Stuttgart, Leverkusen oder Paris haben sich meines Erachtens deutlich von denen aus der Hinrunde unterschieden. Insgesamt wirkte die Mannschaft sehr viel stabiler (natürlich subjektiv) und auch etwas aktiver als noch in der Hinrunde.
Terzic hat gezeigt, dass er sich entwickeln kann, Hilfe annimmt und uns schon aus der ein oder anderen prekären Lage herausgezogen. Es ist seine Aufgabe, die Ansätze, die er im Vergleich zur Hinrunde verbessert hat, noch weiter zu forcieren und insbesondere wieder aktiveren Fußball spielen zu lassen.
Ich hatte nach dem Mainz-Spiel zum Abschluss der Hinrunde auch das Gefühl, dass eine Trennung nahezu unumgänglich ist, sah aber seinerzeit auch keinen Nachfolgekandidaten.
Jetzt sollte man Terzic auch zugestehen, sich als Trainer weiterzuentwickeln, ähnlich wie man das bei jungen Spielern auch bereit ist. Letzteres (Talentförderung) muss sich Terzic dann natürlich auch noch ins Hausaufgabenheft schreiben lassen, das kam in den letzten beiden Jahren etwas zu kurz.
Zitat von mba123
Hinrunde 30 Punkte; Champions League: 3 Siege, 2 Unentschieden, 1 Niederlage
Rückrunde 33 Punkte; Champions League: 4 Siege, 1 Unentschieden, 2 Niederlagen
So deutlich war die Steigerung halt nicht. Es ist nur vor allem die Wahrnehmung, die durch die KO-Phase der Champions League eine andere ist.
Man stelle sich vor, die Leistungen von Hin- und Rückrunde wären vertauscht und wir hätten dann in Gruppenphase gegen PSV, Atletico und PSG gespielt; mit den selben Ergebnissen wie in der diesjährigen KO-Phase. Dann in der KO-Phase gegen Mailand, Newcastle und ebenfalls PSG, mit den Ergebnissen aus der diesjährigen Gruppenphase.
Okay, wir wären dann an PSG gescheitert. Dennoch, finde ich, wird deutlich, dass unsere Leistungen zwischen Hin- und Rückrunde sich nicht so sehr unterscheiden, wie es sich anfühlt.
Schon in der Hinrunde stimmten die Ergebnisse in der Champions League und auch in der Rückrunde erreichten wir keinen Punkteschnitt von 2.0 in der Bundesliga.
Es ist für mich jedenfalls nicht so, dass ich unsere Leistungen gegen Newcastle schwächer als gegen Atletico einstufe; nur weil das eine Gruppenphase und das andere das Viertelfinale war.
Daher finde ich es schon irgendwie schwer nachvollziehbar, dass nach der Hinrunde wohl Terzic Rausschmiss im Raum stand und nach der Rückrunde nun über eine Vertragsverlängerung diskutiert wird. Da gab's halt nicht annähernd diese Leistungssteigerung wie im letzten Jahr.
Zitat von BvRevolution
Ja, nach der deutlichen Steigerung in der zweiten Saisonhälfte hat er es sich verdient, weiterzumachen.
...
Ja, nach der deutlichen Steigerung in der zweiten Saisonhälfte hat er es sich verdient, weiterzumachen.
...
Hinrunde 30 Punkte; Champions League: 3 Siege, 2 Unentschieden, 1 Niederlage
Rückrunde 33 Punkte; Champions League: 4 Siege, 1 Unentschieden, 2 Niederlagen
So deutlich war die Steigerung halt nicht. Es ist nur vor allem die Wahrnehmung, die durch die KO-Phase der Champions League eine andere ist.
Man stelle sich vor, die Leistungen von Hin- und Rückrunde wären vertauscht und wir hätten dann in Gruppenphase gegen PSV, Atletico und PSG gespielt; mit den selben Ergebnissen wie in der diesjährigen KO-Phase. Dann in der KO-Phase gegen Mailand, Newcastle und ebenfalls PSG, mit den Ergebnissen aus der diesjährigen Gruppenphase.
Okay, wir wären dann an PSG gescheitert. Dennoch, finde ich, wird deutlich, dass unsere Leistungen zwischen Hin- und Rückrunde sich nicht so sehr unterscheiden, wie es sich anfühlt.
Schon in der Hinrunde stimmten die Ergebnisse in der Champions League und auch in der Rückrunde erreichten wir keinen Punkteschnitt von 2.0 in der Bundesliga.
Es ist für mich jedenfalls nicht so, dass ich unsere Leistungen gegen Newcastle schwächer als gegen Atletico einstufe; nur weil das eine Gruppenphase und das andere das Viertelfinale war.
Daher finde ich es schon irgendwie schwer nachvollziehbar, dass nach der Hinrunde wohl Terzic Rausschmiss im Raum stand und nach der Rückrunde nun über eine Vertragsverlängerung diskutiert wird. Da gab's halt nicht annähernd diese Leistungssteigerung wie im letzten Jahr.
Nunja, man kann das natürlich an Punkten festmachen, da Du das aber nicht machst, sondern explizit betonst, dass sich für die die Leistungen in der Hin- und Rückrunde "nicht so sehr unterscheiden", darf ich sicher auch die Frage stellen woran Du das festmachst.
Denn die Leistungen gegen Bayern, Stuttgart, Leverkusen oder Paris haben sich meines Erachtens deutlich von denen aus der Hinrunde unterschieden. Insgesamt wirkte die Mannschaft sehr viel stabiler (natürlich subjektiv) und auch etwas aktiver als noch in der Hinrunde.
Terzic hat gezeigt, dass er sich entwickeln kann, Hilfe annimmt und uns schon aus der ein oder anderen prekären Lage herausgezogen. Es ist seine Aufgabe, die Ansätze, die er im Vergleich zur Hinrunde verbessert hat, noch weiter zu forcieren und insbesondere wieder aktiveren Fußball spielen zu lassen.
Ich hatte nach dem Mainz-Spiel zum Abschluss der Hinrunde auch das Gefühl, dass eine Trennung nahezu unumgänglich ist, sah aber seinerzeit auch keinen Nachfolgekandidaten.
Jetzt sollte man Terzic auch zugestehen, sich als Trainer weiterzuentwickeln, ähnlich wie man das bei jungen Spielern auch bereit ist. Letzteres (Talentförderung) muss sich Terzic dann natürlich auch noch ins Hausaufgabenheft schreiben lassen, das kam in den letzten beiden Jahren etwas zu kurz.
Wie du sagst sind deine Beobachtungen rein subjektiv. Rein statistisch ist er nach den Punkten zu urteilen kein Stück besser geworden. Für was sollten wir das Terzic zugestehen. Er hatte zwei Jahre Zeit sich weiter zu entwickeln was er nicht geschafft hat. Er spielt den schlechtesten Fußball in der Bundesliga den ich lange gesehen habe ( rein subjektiv). Er hat keine Lösungen wenn wir das Spiel machen müssen. Seine Wunsch Spieler sind bis auf sabitzer und in Abstrichen Lücke alle gefloppt. Seine Einsicht von Fehlern lässt auch zu wünschen übrig. Sry aber ich sehe keinen einzigen Punkt bis auf die Cl warum man mit ihm in eine weitere Saison gehen sollte.
Welche waren denn noch seins Wunschspieler? Bleibt ja eig nur Nmecha, der sicherlich mehr bringen sollte, aber den ich jetzt noch nicht per se als Flop betiteln würde. Bensebaini war wohl nicht sein Wunschtransfer. Was ist mit Maatsen/Sancho?
Das die Spielweise in der Rückrunde insgesamt besser geworden ist, bleibt für mich eindeutig. Natürlich nicht in dem Maße wie man sich das wünschen sollte, aber das kann man subjektiv durchaus so sagen, auch wenn die Punkteausbeute insgesamt nicht erhöht wurde.
Warum lässt seine Einsicht von Fehlern zu wünschen übrig? Aufgrund von seinen Medienaussagen?
Und wenn wir deiner Meinung nach wirklich den schlechtesten Fußball der Bundesliga spielen, dann ist Edin irgendwie sogar ein Hexer, denn dann ist Platz 5 schon außergewöhnlich gut.
Ich denke mal mit "schlechtesten Fußball in der Bundesliga" sind unsere Leistungen im Vergleich zu vergangenen Jahren gemeint.
Ich teile die Ansicht, dass wir in der Rückrunde besser waren. Aber halt längst nicht in dem Maße, wie es von vielen, z. B. auch Watzke, dargestellt wird.
In der Bundesliga war das immer noch kein Level, auf dem man so weitermachen könnte, denke ich. Andernfalls wird Terzic wieder um seinen Job bangen müssen, würde ich erwarten.
Die Einsicht von Fehlern lässt auch aus meiner Sicht zu wünschen übrig. Es macht auf mich den Eindruck, als greift Terzic immer wieder die gleichen Konzepte auf, die uns dann zurückwerfen. Hingegen werden erfolgreiche Maßnahmen wieder über Bord geworfen.
Beispielsweise hatte Terzic in seiner Interimszeit den Umschwung geschafft, als er konsequent auf Spielstärke setzte. Damals rückten Spieler wie Dahoud, Reyna und Morey in die erste Elf. Dazu dann halt die gesetzten Bellingham, Sancho, Guerreiro, Reus und Haaland etc.. Jedenfalls war das das Maximum, was wir an Spielstärke damals aufbieten konnten.
In der Folge waren dann beispielsweise Meunier und Delaney auf der Bank, die zuvor in Terzic' Startelf standen.
Als dann Terzic von Rose übernahm, plante man aber wohl wieder mit Meunier als RV Nummer 1. Dabei hatte Meunier sogar ein Angebot von Barca. Aber wir wollten ihn nicht abgeben. Nicht unerwartet, dass es mit Meunier unter Terzic nicht funktioniert und das lag nicht nur an seinen Verletzungen.
Und mit Bensebaini holte man wieder einen unpassenden AV für Terzic.
Dahoud spielte sogar zunächst wieder unter Terzic, wurde nach Verletzung aber komplett aussortiert. Seitdem gab's fast nur den Abräumer auf der Sechs. Besser wurde das als Bellingham defensiver spielte und zusätzlich Brandt ins Zentrum rückte. Das glich den Abräumer auf der Sechs aus. Aber im folgenden Sommer gab man wieder die Spielstärke im Zentrum ein gutes Stück auf, weil Terzic wiedermals auf Presssing-/Umschaltspieler setzen wollte.
Auch typisch, dass man wieder die hochstehenden Achter sah, die den überforderten Sechser nicht unterstützten. Das kam auch immer wieder vor.
Oder die inversen Adeyemi und Malen. Da reicht ein kurzer Blick auf die Scorer, um zu sehen, dass sie in Terzic Konzept als Inverse wesentlich schlechter funktionieren. Dennoch sah man das immer wieder.
Oder der physische Stürmer. Der spielt sogar, wenn der gegnerische IV komplett überlegen ist und zudem keiner unserer Spiele für Tiefe bei Kontern sorgt.
Es gibt wiederkehrende Muster, die man kritisch sehen kann. Sicher machen die im Endeffekt nicht so viel aus, wie es hier klingen mag. Und man muss sicherlich auch nicht jeden dieser Punkt negativ sehen, wie ich es hier tue. Aber dennoch liegt der Schluss nicht fern, dass "die Einsicht von Fehlern zu wünschen übrig lässt".
04.06.2024 - 15:17 Uhr
Zitat von Freischuetzbvb
Ein sehr guter Kommentar den ich zu 100% unterschreiben kann.Edin Terzic ist einfach in letzter Konsequenz eher ein defensiv denkender Trainer und das wird sich meiner Meinung nach auch nicht mehr ändern. Allerdings wenn er bleiben darf und wir im Sturm Guirassy durch Füllkrug ersetzen, was für eine Fortsetzung der jetzigen Taktik mit etwas feinerer Klinge steht, dann können wir auch davon ausgehen, dass der gesamte Verein hinter dieser Spielausrichtung steht und das würde mich gelinde gesagt sehr erschrecken.
Zitat von PhelanWolf
Was ja eigentlich auch wenig überraschend ist. Im Kern ist das Stilmittel von Terzic eben ein passives, Anpassung an den Gegner, und im eigenen Spiel nur einige, eher grobe Mechanismen, die man eben auch je nach Gegner leicht anpassen kann. Pragmatismus eben. Das ist sein Stil, das ist es, was er in seiner Zeit unter Bilic gelernt hat, das ist der Stil, für den er steht. Damit hatte er in der CL auch durchaus Erfolg, und ich würde davon ausgehen, dass er eben auch zu 100% davon überzeugt ist, dass er damit beim BVB auch in der Liga Erfolg hat.
Da so ein Stil eben über unterschiedliche Spielerprofile auf einer Position funktioniert, wird das letztlich aus Traibersicht auch das Mittel der Wahl sein: den Kader auf dem Transfermarkt entsprechend weiter zu verändern, in den meisten Profilen breit aufzustellen.
Ich denke die in den Rückrunden getätigten Änderungen, die dann im Sommer wieder einkassiert wurden, wird Terzic darauf zurückführen, dass der Kader jeweils nicht optimal gepasst hat. Er ist also von seinem Weg im Sinne des Erfolgs abgewichen, verliert ihn aber nicht aus den Augen.
Das Problem wurde sozusagen erkannt, die mittelfristigen Schlussfolgerungen wurden aber falsch getroffen.
Anstatt seinen Stil dauerhaft anzupassen und den Pragmatismus nur noch dosiert gegen klar stärkere Gegner zu nutzen (was in der CL eben sehr gut funktioniert hat) und ansonsten eine eigene Stärke aus einem eigenen strategischen Ansatz zu entwickeln, wird versucht den Kader so lange zu optimieren, bis es eben passt. Das ist teuer und wird vermutlich auch nie so klappen, dass Terzic sich nicht ab einem bestimmten Zeitpunkt der Saison doch wieder anpassen muss.
Letztlich müsste sich Terzic also neu erfinden bzw. seinen Stil weitestgehend aufgeben. Das ist keine Entwicklung wie bei einem Spieler, wo man hoffen kann, dass er in Teilbereichen besser wird um dann Weltklasse zu sein. Es es eine grundlegende Entscheidung, welchen Stil Terzic haben will, für welchen Ansatz er steht.
Zitat von mba123
Das ist für mich auch das Ding. Wir hatten bereits unter Terzic vieles besser gemacht. Aber er scheint nicht daran anknüpfen zu wollen. Viel mehr greift er Ideen wieder auf, die unter ihm nicht funktionierten.
Terzic scheint da schon bestimmte Vorstellungen zu haben, wie sein Fußball funktionieren soll. Anstatt dann neue, erfolgreiche Wege weiterzugehen, möchte er scheinbar lieber mit neuem Personal wieder seine ursprünglichen Ideen weiterverfolgen.
Zitat von oger
Was lässt dich das denn glauben? Ist es die CL? Wenn man sich anschaut, wie wenig in der Hinrunde von der Rückserie 22/23 zu sehen war, dann weiß ich nicht, wie man davon ausgehen kann. In zentralen Punkten sehe ich keine Verbesserung hin zu einer nachhaltigen Lösung. Wir können gegen die Elite mit CL Glanz und ganz viel Bereitschaft mithalten. Das hilft uns nur nicht gegen 85% der Bundesligateams.
Ich gehe erstmal davon aus, dass wir im Sommer wieder komplett bei 0 beginnen werden und uns der x. Neuanfang in x. Jahr nacheinander angedichtet wird.
Zitat von Holzschuh85
Dass es Defizite auch in der Innensicht gab, hat sich ja durch die Zunahme der Assistenten aufgedrängt.
Taktisch hat Terzic - vor allem für den Bereich dominantes Spiel - nicht wirklich überzeugt, aber er ist noch jung und man darf nicht vergessen, wie wenig Erfahrung er hat.
Ich glaube daran, dass er da dazulernen wird, im besten Falle mit einem guten Team drumherum.
Zudem finde ich, dass einige Spieler individuell zunehmend stabil wirken.
Natürlich könnte man versuchen, jetzt ein taktisches Superhirn zu verpflichten, aber Trainer sein ist mehr als nur Taktik und ich finde insgesamt passt Terzic schon sehr gut ins Profil.
Deshalb lieber mit ihm an den Schwächen arbeiten!
Zitat von Seppinho
Nach wie vor konnte hier seit Monaten wirklich niemand sinnvolle Argumente gegen Terzics taktische und strategische Defizite bringen. Sind nicht die Einzelspieler in maximaler Motivation unterwegs, können wir nicht rein kontern oder sind es "Große Drama Fights" ala Champions League, fehlt mir die durchgängig erfolgreiche Spielidee in unserem Hauptjob, der Bundesliga. Gegner machen es uns enorm schwierig, wenn sie Pressen und wenn sie uns den Ball schenken, auch viel schlechtere Mannschaften. Und wenn Gegner dann sogar nicht schlechter sind, sondern gleichwertig oder besser, egal ob Form oder allgemein, gehen wir aufgrund des Defizits an Spielaufbau und -ballbesitz oft rein in die Defizite. Das macht Terzic übervorsichtiger Weise gerne , sobald z.B. wenn eine rote Karte kommt oder der Gegner nur das Momentum hat, dann sofortiger Vollrückzug, Özcan für einen Offensiven, manchmal gar Richtung 5er Kette mit defensivem Ansatz und dem Gegner sofort 15-20 Meter schenken und der macht dann gegen uns halt schon fast am 16er Druck. Sahin hat das etwas gebessert bekommen und natürlich haben Sancho und Maatsen das spielerische Vakuum verbessert, aber das war auch in der Rückrunde zu keinem Zeitpunkt souverän. Immer wieder kam der Vorwurf, die Spieler würden Dinge nicht umsetzen - der für jede Selbstkritik zu stolze Terzic ist da ja sehr schnell mit Fingerpointing auf andere da - aber es ist sein Job, dass er ein System aufsetzt, dass auch Spieler stützt und das tut es eben nicht. Den Ansatz jetzt, dass ein Mislintat die spielerische Qualität in den Kader bekommt, um den Trainer zu kompensieren, finde ich ineffektiv.
Nach wie vor konnte hier seit Monaten wirklich niemand sinnvolle Argumente gegen Terzics taktische und strategische Defizite bringen. Sind nicht die Einzelspieler in maximaler Motivation unterwegs, können wir nicht rein kontern oder sind es "Große Drama Fights" ala Champions League, fehlt mir die durchgängig erfolgreiche Spielidee in unserem Hauptjob, der Bundesliga. Gegner machen es uns enorm schwierig, wenn sie Pressen und wenn sie uns den Ball schenken, auch viel schlechtere Mannschaften. Und wenn Gegner dann sogar nicht schlechter sind, sondern gleichwertig oder besser, egal ob Form oder allgemein, gehen wir aufgrund des Defizits an Spielaufbau und -ballbesitz oft rein in die Defizite. Das macht Terzic übervorsichtiger Weise gerne , sobald z.B. wenn eine rote Karte kommt oder der Gegner nur das Momentum hat, dann sofortiger Vollrückzug, Özcan für einen Offensiven, manchmal gar Richtung 5er Kette mit defensivem Ansatz und dem Gegner sofort 15-20 Meter schenken und der macht dann gegen uns halt schon fast am 16er Druck. Sahin hat das etwas gebessert bekommen und natürlich haben Sancho und Maatsen das spielerische Vakuum verbessert, aber das war auch in der Rückrunde zu keinem Zeitpunkt souverän. Immer wieder kam der Vorwurf, die Spieler würden Dinge nicht umsetzen - der für jede Selbstkritik zu stolze Terzic ist da ja sehr schnell mit Fingerpointing auf andere da - aber es ist sein Job, dass er ein System aufsetzt, dass auch Spieler stützt und das tut es eben nicht. Den Ansatz jetzt, dass ein Mislintat die spielerische Qualität in den Kader bekommt, um den Trainer zu kompensieren, finde ich ineffektiv.
Dass es Defizite auch in der Innensicht gab, hat sich ja durch die Zunahme der Assistenten aufgedrängt.
Taktisch hat Terzic - vor allem für den Bereich dominantes Spiel - nicht wirklich überzeugt, aber er ist noch jung und man darf nicht vergessen, wie wenig Erfahrung er hat.
Ich glaube daran, dass er da dazulernen wird, im besten Falle mit einem guten Team drumherum.
Zudem finde ich, dass einige Spieler individuell zunehmend stabil wirken.
Natürlich könnte man versuchen, jetzt ein taktisches Superhirn zu verpflichten, aber Trainer sein ist mehr als nur Taktik und ich finde insgesamt passt Terzic schon sehr gut ins Profil.
Deshalb lieber mit ihm an den Schwächen arbeiten!
Was lässt dich das denn glauben? Ist es die CL? Wenn man sich anschaut, wie wenig in der Hinrunde von der Rückserie 22/23 zu sehen war, dann weiß ich nicht, wie man davon ausgehen kann. In zentralen Punkten sehe ich keine Verbesserung hin zu einer nachhaltigen Lösung. Wir können gegen die Elite mit CL Glanz und ganz viel Bereitschaft mithalten. Das hilft uns nur nicht gegen 85% der Bundesligateams.
Ich gehe erstmal davon aus, dass wir im Sommer wieder komplett bei 0 beginnen werden und uns der x. Neuanfang in x. Jahr nacheinander angedichtet wird.
Das ist für mich auch das Ding. Wir hatten bereits unter Terzic vieles besser gemacht. Aber er scheint nicht daran anknüpfen zu wollen. Viel mehr greift er Ideen wieder auf, die unter ihm nicht funktionierten.
Terzic scheint da schon bestimmte Vorstellungen zu haben, wie sein Fußball funktionieren soll. Anstatt dann neue, erfolgreiche Wege weiterzugehen, möchte er scheinbar lieber mit neuem Personal wieder seine ursprünglichen Ideen weiterverfolgen.
Was ja eigentlich auch wenig überraschend ist. Im Kern ist das Stilmittel von Terzic eben ein passives, Anpassung an den Gegner, und im eigenen Spiel nur einige, eher grobe Mechanismen, die man eben auch je nach Gegner leicht anpassen kann. Pragmatismus eben. Das ist sein Stil, das ist es, was er in seiner Zeit unter Bilic gelernt hat, das ist der Stil, für den er steht. Damit hatte er in der CL auch durchaus Erfolg, und ich würde davon ausgehen, dass er eben auch zu 100% davon überzeugt ist, dass er damit beim BVB auch in der Liga Erfolg hat.
Da so ein Stil eben über unterschiedliche Spielerprofile auf einer Position funktioniert, wird das letztlich aus Traibersicht auch das Mittel der Wahl sein: den Kader auf dem Transfermarkt entsprechend weiter zu verändern, in den meisten Profilen breit aufzustellen.
Ich denke die in den Rückrunden getätigten Änderungen, die dann im Sommer wieder einkassiert wurden, wird Terzic darauf zurückführen, dass der Kader jeweils nicht optimal gepasst hat. Er ist also von seinem Weg im Sinne des Erfolgs abgewichen, verliert ihn aber nicht aus den Augen.
Das Problem wurde sozusagen erkannt, die mittelfristigen Schlussfolgerungen wurden aber falsch getroffen.
Anstatt seinen Stil dauerhaft anzupassen und den Pragmatismus nur noch dosiert gegen klar stärkere Gegner zu nutzen (was in der CL eben sehr gut funktioniert hat) und ansonsten eine eigene Stärke aus einem eigenen strategischen Ansatz zu entwickeln, wird versucht den Kader so lange zu optimieren, bis es eben passt. Das ist teuer und wird vermutlich auch nie so klappen, dass Terzic sich nicht ab einem bestimmten Zeitpunkt der Saison doch wieder anpassen muss.
Letztlich müsste sich Terzic also neu erfinden bzw. seinen Stil weitestgehend aufgeben. Das ist keine Entwicklung wie bei einem Spieler, wo man hoffen kann, dass er in Teilbereichen besser wird um dann Weltklasse zu sein. Es es eine grundlegende Entscheidung, welchen Stil Terzic haben will, für welchen Ansatz er steht.
Ein sehr guter Kommentar den ich zu 100% unterschreiben kann.Edin Terzic ist einfach in letzter Konsequenz eher ein defensiv denkender Trainer und das wird sich meiner Meinung nach auch nicht mehr ändern. Allerdings wenn er bleiben darf und wir im Sturm Guirassy durch Füllkrug ersetzen, was für eine Fortsetzung der jetzigen Taktik mit etwas feinerer Klinge steht, dann können wir auch davon ausgehen, dass der gesamte Verein hinter dieser Spielausrichtung steht und das würde mich gelinde gesagt sehr erschrecken.
Ich traue Terzic sehr wohl zu, dass er aus dieser Saison lernt. Er scheint mir alles andere als dumm. Es ist ja nicht so, als ob er seine defensive Denke völlig aufgeben muss. In einem Wettbewerb wie der Championsleague ist sie vollkommen richtig. Wir haben ihn dort jetzt dreimal gesehen und zweimal hat er sich sehr gut und einmal ordentlich verkauft. Das Viertelfinalaus damals gegen City war sehr unglücklich und die Finalniederlage dieses Jahr war sehr bitter gemessen am Spielverlauf.
Für die Bundesliga, stimme ich zu, muss er seine Taktik anpassen und ich denke er hat gemerkt, dass dort seine Maxime, weniger Sexy mehr Erfolg oder so ähnlich, gescheitert ist. Die Spieler mochten sie nicht, die Fans lehnten sie ab und funktioniert hat sie auch nicht.
Wie es um die kommende Spielausrichtung bestellt ist, würde ich aber nicht an einem Guirassy-Transfer festmachen. Die Transfers, die das entscheiden, sind für mich unsere AV, unser DM/ZM und auch ggfs. der Hummelsersatz. Denn nirgendwo sonst hatten wir so große Probleme wie im Spielaufbau. Wir waren behäbig, leicht ausrechenbar und bei Pressing sehr fehleranfällig. Bekommt man das nicht in den Griff, würde nicht einmal die Rückkehr von Haaland an den grundlegenden Problemen etwas ändern.
04.06.2024 - 16:14 Uhr
Zitat von wololo
Ich traue Terzic sehr wohl zu, dass er aus dieser Saison lernt. Er scheint mir alles andere als dumm. Es ist ja nicht so, als ob er seine defensive Denke völlig aufgeben muss. In einem Wettbewerb wie der Championsleague ist sie vollkommen richtig. Wir haben ihn dort jetzt dreimal gesehen und zweimal hat er sich sehr gut und einmal ordentlich verkauft. Das Viertelfinalaus damals gegen City war sehr unglücklich und die Finalniederlage dieses Jahr war sehr bitter gemessen am Spielverlauf.
Für die Bundesliga, stimme ich zu, muss er seine Taktik anpassen und ich denke er hat gemerkt, dass dort seine Maxime, weniger Sexy mehr Erfolg oder so ähnlich, gescheitert ist. Die Spieler mochten sie nicht, die Fans lehnten sie ab und funktioniert hat sie auch nicht.
Wie es um die kommende Spielausrichtung bestellt ist, würde ich aber nicht an einem Guirassy-Transfer festmachen. Die Transfers, die das entscheiden, sind für mich unsere AV, unser DM/ZM und auch ggfs. der Hummelsersatz. Denn nirgendwo sonst hatten wir so große Probleme wie im Spielaufbau. Wir waren behäbig, leicht ausrechenbar und bei Pressing sehr fehleranfällig. Bekommt man das nicht in den Griff, würde nicht einmal die Rückkehr von Haaland an den grundlegenden Problemen etwas ändern.
Zitat von Freischuetzbvb
Ein sehr guter Kommentar den ich zu 100% unterschreiben kann.Edin Terzic ist einfach in letzter Konsequenz eher ein defensiv denkender Trainer und das wird sich meiner Meinung nach auch nicht mehr ändern. Allerdings wenn er bleiben darf und wir im Sturm Guirassy durch Füllkrug ersetzen, was für eine Fortsetzung der jetzigen Taktik mit etwas feinerer Klinge steht, dann können wir auch davon ausgehen, dass der gesamte Verein hinter dieser Spielausrichtung steht und das würde mich gelinde gesagt sehr erschrecken.
Zitat von PhelanWolf
Was ja eigentlich auch wenig überraschend ist. Im Kern ist das Stilmittel von Terzic eben ein passives, Anpassung an den Gegner, und im eigenen Spiel nur einige, eher grobe Mechanismen, die man eben auch je nach Gegner leicht anpassen kann. Pragmatismus eben. Das ist sein Stil, das ist es, was er in seiner Zeit unter Bilic gelernt hat, das ist der Stil, für den er steht. Damit hatte er in der CL auch durchaus Erfolg, und ich würde davon ausgehen, dass er eben auch zu 100% davon überzeugt ist, dass er damit beim BVB auch in der Liga Erfolg hat.
Da so ein Stil eben über unterschiedliche Spielerprofile auf einer Position funktioniert, wird das letztlich aus Traibersicht auch das Mittel der Wahl sein: den Kader auf dem Transfermarkt entsprechend weiter zu verändern, in den meisten Profilen breit aufzustellen.
Ich denke die in den Rückrunden getätigten Änderungen, die dann im Sommer wieder einkassiert wurden, wird Terzic darauf zurückführen, dass der Kader jeweils nicht optimal gepasst hat. Er ist also von seinem Weg im Sinne des Erfolgs abgewichen, verliert ihn aber nicht aus den Augen.
Das Problem wurde sozusagen erkannt, die mittelfristigen Schlussfolgerungen wurden aber falsch getroffen.
Anstatt seinen Stil dauerhaft anzupassen und den Pragmatismus nur noch dosiert gegen klar stärkere Gegner zu nutzen (was in der CL eben sehr gut funktioniert hat) und ansonsten eine eigene Stärke aus einem eigenen strategischen Ansatz zu entwickeln, wird versucht den Kader so lange zu optimieren, bis es eben passt. Das ist teuer und wird vermutlich auch nie so klappen, dass Terzic sich nicht ab einem bestimmten Zeitpunkt der Saison doch wieder anpassen muss.
Letztlich müsste sich Terzic also neu erfinden bzw. seinen Stil weitestgehend aufgeben. Das ist keine Entwicklung wie bei einem Spieler, wo man hoffen kann, dass er in Teilbereichen besser wird um dann Weltklasse zu sein. Es es eine grundlegende Entscheidung, welchen Stil Terzic haben will, für welchen Ansatz er steht.
Zitat von mba123
Das ist für mich auch das Ding. Wir hatten bereits unter Terzic vieles besser gemacht. Aber er scheint nicht daran anknüpfen zu wollen. Viel mehr greift er Ideen wieder auf, die unter ihm nicht funktionierten.
Terzic scheint da schon bestimmte Vorstellungen zu haben, wie sein Fußball funktionieren soll. Anstatt dann neue, erfolgreiche Wege weiterzugehen, möchte er scheinbar lieber mit neuem Personal wieder seine ursprünglichen Ideen weiterverfolgen.
Zitat von oger
Was lässt dich das denn glauben? Ist es die CL? Wenn man sich anschaut, wie wenig in der Hinrunde von der Rückserie 22/23 zu sehen war, dann weiß ich nicht, wie man davon ausgehen kann. In zentralen Punkten sehe ich keine Verbesserung hin zu einer nachhaltigen Lösung. Wir können gegen die Elite mit CL Glanz und ganz viel Bereitschaft mithalten. Das hilft uns nur nicht gegen 85% der Bundesligateams.
Ich gehe erstmal davon aus, dass wir im Sommer wieder komplett bei 0 beginnen werden und uns der x. Neuanfang in x. Jahr nacheinander angedichtet wird.
Zitat von Holzschuh85
Dass es Defizite auch in der Innensicht gab, hat sich ja durch die Zunahme der Assistenten aufgedrängt.
Taktisch hat Terzic - vor allem für den Bereich dominantes Spiel - nicht wirklich überzeugt, aber er ist noch jung und man darf nicht vergessen, wie wenig Erfahrung er hat.
Ich glaube daran, dass er da dazulernen wird, im besten Falle mit einem guten Team drumherum.
Zudem finde ich, dass einige Spieler individuell zunehmend stabil wirken.
Natürlich könnte man versuchen, jetzt ein taktisches Superhirn zu verpflichten, aber Trainer sein ist mehr als nur Taktik und ich finde insgesamt passt Terzic schon sehr gut ins Profil.
Deshalb lieber mit ihm an den Schwächen arbeiten!
Zitat von Seppinho
Nach wie vor konnte hier seit Monaten wirklich niemand sinnvolle Argumente gegen Terzics taktische und strategische Defizite bringen. Sind nicht die Einzelspieler in maximaler Motivation unterwegs, können wir nicht rein kontern oder sind es "Große Drama Fights" ala Champions League, fehlt mir die durchgängig erfolgreiche Spielidee in unserem Hauptjob, der Bundesliga. Gegner machen es uns enorm schwierig, wenn sie Pressen und wenn sie uns den Ball schenken, auch viel schlechtere Mannschaften. Und wenn Gegner dann sogar nicht schlechter sind, sondern gleichwertig oder besser, egal ob Form oder allgemein, gehen wir aufgrund des Defizits an Spielaufbau und -ballbesitz oft rein in die Defizite. Das macht Terzic übervorsichtiger Weise gerne , sobald z.B. wenn eine rote Karte kommt oder der Gegner nur das Momentum hat, dann sofortiger Vollrückzug, Özcan für einen Offensiven, manchmal gar Richtung 5er Kette mit defensivem Ansatz und dem Gegner sofort 15-20 Meter schenken und der macht dann gegen uns halt schon fast am 16er Druck. Sahin hat das etwas gebessert bekommen und natürlich haben Sancho und Maatsen das spielerische Vakuum verbessert, aber das war auch in der Rückrunde zu keinem Zeitpunkt souverän. Immer wieder kam der Vorwurf, die Spieler würden Dinge nicht umsetzen - der für jede Selbstkritik zu stolze Terzic ist da ja sehr schnell mit Fingerpointing auf andere da - aber es ist sein Job, dass er ein System aufsetzt, dass auch Spieler stützt und das tut es eben nicht. Den Ansatz jetzt, dass ein Mislintat die spielerische Qualität in den Kader bekommt, um den Trainer zu kompensieren, finde ich ineffektiv.
Nach wie vor konnte hier seit Monaten wirklich niemand sinnvolle Argumente gegen Terzics taktische und strategische Defizite bringen. Sind nicht die Einzelspieler in maximaler Motivation unterwegs, können wir nicht rein kontern oder sind es "Große Drama Fights" ala Champions League, fehlt mir die durchgängig erfolgreiche Spielidee in unserem Hauptjob, der Bundesliga. Gegner machen es uns enorm schwierig, wenn sie Pressen und wenn sie uns den Ball schenken, auch viel schlechtere Mannschaften. Und wenn Gegner dann sogar nicht schlechter sind, sondern gleichwertig oder besser, egal ob Form oder allgemein, gehen wir aufgrund des Defizits an Spielaufbau und -ballbesitz oft rein in die Defizite. Das macht Terzic übervorsichtiger Weise gerne , sobald z.B. wenn eine rote Karte kommt oder der Gegner nur das Momentum hat, dann sofortiger Vollrückzug, Özcan für einen Offensiven, manchmal gar Richtung 5er Kette mit defensivem Ansatz und dem Gegner sofort 15-20 Meter schenken und der macht dann gegen uns halt schon fast am 16er Druck. Sahin hat das etwas gebessert bekommen und natürlich haben Sancho und Maatsen das spielerische Vakuum verbessert, aber das war auch in der Rückrunde zu keinem Zeitpunkt souverän. Immer wieder kam der Vorwurf, die Spieler würden Dinge nicht umsetzen - der für jede Selbstkritik zu stolze Terzic ist da ja sehr schnell mit Fingerpointing auf andere da - aber es ist sein Job, dass er ein System aufsetzt, dass auch Spieler stützt und das tut es eben nicht. Den Ansatz jetzt, dass ein Mislintat die spielerische Qualität in den Kader bekommt, um den Trainer zu kompensieren, finde ich ineffektiv.
Dass es Defizite auch in der Innensicht gab, hat sich ja durch die Zunahme der Assistenten aufgedrängt.
Taktisch hat Terzic - vor allem für den Bereich dominantes Spiel - nicht wirklich überzeugt, aber er ist noch jung und man darf nicht vergessen, wie wenig Erfahrung er hat.
Ich glaube daran, dass er da dazulernen wird, im besten Falle mit einem guten Team drumherum.
Zudem finde ich, dass einige Spieler individuell zunehmend stabil wirken.
Natürlich könnte man versuchen, jetzt ein taktisches Superhirn zu verpflichten, aber Trainer sein ist mehr als nur Taktik und ich finde insgesamt passt Terzic schon sehr gut ins Profil.
Deshalb lieber mit ihm an den Schwächen arbeiten!
Was lässt dich das denn glauben? Ist es die CL? Wenn man sich anschaut, wie wenig in der Hinrunde von der Rückserie 22/23 zu sehen war, dann weiß ich nicht, wie man davon ausgehen kann. In zentralen Punkten sehe ich keine Verbesserung hin zu einer nachhaltigen Lösung. Wir können gegen die Elite mit CL Glanz und ganz viel Bereitschaft mithalten. Das hilft uns nur nicht gegen 85% der Bundesligateams.
Ich gehe erstmal davon aus, dass wir im Sommer wieder komplett bei 0 beginnen werden und uns der x. Neuanfang in x. Jahr nacheinander angedichtet wird.
Das ist für mich auch das Ding. Wir hatten bereits unter Terzic vieles besser gemacht. Aber er scheint nicht daran anknüpfen zu wollen. Viel mehr greift er Ideen wieder auf, die unter ihm nicht funktionierten.
Terzic scheint da schon bestimmte Vorstellungen zu haben, wie sein Fußball funktionieren soll. Anstatt dann neue, erfolgreiche Wege weiterzugehen, möchte er scheinbar lieber mit neuem Personal wieder seine ursprünglichen Ideen weiterverfolgen.
Was ja eigentlich auch wenig überraschend ist. Im Kern ist das Stilmittel von Terzic eben ein passives, Anpassung an den Gegner, und im eigenen Spiel nur einige, eher grobe Mechanismen, die man eben auch je nach Gegner leicht anpassen kann. Pragmatismus eben. Das ist sein Stil, das ist es, was er in seiner Zeit unter Bilic gelernt hat, das ist der Stil, für den er steht. Damit hatte er in der CL auch durchaus Erfolg, und ich würde davon ausgehen, dass er eben auch zu 100% davon überzeugt ist, dass er damit beim BVB auch in der Liga Erfolg hat.
Da so ein Stil eben über unterschiedliche Spielerprofile auf einer Position funktioniert, wird das letztlich aus Traibersicht auch das Mittel der Wahl sein: den Kader auf dem Transfermarkt entsprechend weiter zu verändern, in den meisten Profilen breit aufzustellen.
Ich denke die in den Rückrunden getätigten Änderungen, die dann im Sommer wieder einkassiert wurden, wird Terzic darauf zurückführen, dass der Kader jeweils nicht optimal gepasst hat. Er ist also von seinem Weg im Sinne des Erfolgs abgewichen, verliert ihn aber nicht aus den Augen.
Das Problem wurde sozusagen erkannt, die mittelfristigen Schlussfolgerungen wurden aber falsch getroffen.
Anstatt seinen Stil dauerhaft anzupassen und den Pragmatismus nur noch dosiert gegen klar stärkere Gegner zu nutzen (was in der CL eben sehr gut funktioniert hat) und ansonsten eine eigene Stärke aus einem eigenen strategischen Ansatz zu entwickeln, wird versucht den Kader so lange zu optimieren, bis es eben passt. Das ist teuer und wird vermutlich auch nie so klappen, dass Terzic sich nicht ab einem bestimmten Zeitpunkt der Saison doch wieder anpassen muss.
Letztlich müsste sich Terzic also neu erfinden bzw. seinen Stil weitestgehend aufgeben. Das ist keine Entwicklung wie bei einem Spieler, wo man hoffen kann, dass er in Teilbereichen besser wird um dann Weltklasse zu sein. Es es eine grundlegende Entscheidung, welchen Stil Terzic haben will, für welchen Ansatz er steht.
Ein sehr guter Kommentar den ich zu 100% unterschreiben kann.Edin Terzic ist einfach in letzter Konsequenz eher ein defensiv denkender Trainer und das wird sich meiner Meinung nach auch nicht mehr ändern. Allerdings wenn er bleiben darf und wir im Sturm Guirassy durch Füllkrug ersetzen, was für eine Fortsetzung der jetzigen Taktik mit etwas feinerer Klinge steht, dann können wir auch davon ausgehen, dass der gesamte Verein hinter dieser Spielausrichtung steht und das würde mich gelinde gesagt sehr erschrecken.
Ich traue Terzic sehr wohl zu, dass er aus dieser Saison lernt. Er scheint mir alles andere als dumm. Es ist ja nicht so, als ob er seine defensive Denke völlig aufgeben muss. In einem Wettbewerb wie der Championsleague ist sie vollkommen richtig. Wir haben ihn dort jetzt dreimal gesehen und zweimal hat er sich sehr gut und einmal ordentlich verkauft. Das Viertelfinalaus damals gegen City war sehr unglücklich und die Finalniederlage dieses Jahr war sehr bitter gemessen am Spielverlauf.
Für die Bundesliga, stimme ich zu, muss er seine Taktik anpassen und ich denke er hat gemerkt, dass dort seine Maxime, weniger Sexy mehr Erfolg oder so ähnlich, gescheitert ist. Die Spieler mochten sie nicht, die Fans lehnten sie ab und funktioniert hat sie auch nicht.
Wie es um die kommende Spielausrichtung bestellt ist, würde ich aber nicht an einem Guirassy-Transfer festmachen. Die Transfers, die das entscheiden, sind für mich unsere AV, unser DM/ZM und auch ggfs. der Hummelsersatz. Denn nirgendwo sonst hatten wir so große Probleme wie im Spielaufbau. Wir waren behäbig, leicht ausrechenbar und bei Pressing sehr fehleranfällig. Bekommt man das nicht in den Griff, würde nicht einmal die Rückkehr von Haaland an den grundlegenden Problemen etwas ändern.
Ich denke auch, dass Terzic alles andere als dumm ist. Sonst hätte er ja die notwendigen Anpassungen in dieser und der letzten Saison gar nicht erst getroffen, unabhängig davon, von wem jetzt der Impuls kam.
Ich habe das Wort "passiv" auch nicht ganz treffend gewählt. "Reagierend" wäre treffender, denn ob das jetzt offensiver oder defensiver auf dem Platz in der Spielanlage ist, hängt vom Gegner ab. Während klare strategische Ansätze wie die von Leverkusen oder Stuttgart grundsätzlich zunächst über die eigenen Abläufe kommen und den Gegner zwingen sollen, sich anzupassen, während man dann über taktische Stellschrauben oder eher nur im Detail unterschiedliche Spielerprofile (Andrich vs Palacios, Hofmann/Wirtz vs. Adli/Hlozek) auf den Gegner abstellt, aber im großen und ganzen bei seiner Linie, bei der grundlegenden strategischen Idee bleibt, und somit agiert, ist der Ansatz von Terzic im Schwerpunkt darauf ausgelegt, bei jedem Gegner die jeweiligen Stärken und Schwächen zu bespielen, also auf das, was der Gegner anbietet, zu reagieren.
Beides lässt sich meiner Meinung nach nicht gleichwertig vereinen, da man nunmal nicht auf der einen Seite taktisch starr bzw stabil, auf der anderen Seite aber maximal flexibel und anpassungsfähig bleiben kann, ich würde sogar sagen, dass der reagierende Ansatz eine grundlegende strategische Idee ausschließt, da hier die Flexibilität der wesentliche Faktor ist, während ich bei einem eher starren System zumindest in Teilbereichen gegnerabhängiger werden kann (Aufbau, bevorzugte Räume etc). Zumindest lässt es sich nicht so umsetzen, dass ich dann in allen Bereichen überdurchschnittlich bin. Denn ein stabiles System, welches der Strategie folgt, ist ja deshalb stabil, weil ich es wieder und wieder spiele, trainiere, sich Abläufe versteigern. Da aber nun jeder Gegner anders spielt, kann ich nicht gleichzeitig einen reagierenden Ansatz durchsetzen. Am Ende muss ich mich entscheiden welchen Weg ich konsequent gehe.
Das Problem beim agierenden ist, dass man natürlich dann auch ausrechenbar ist. Die Gegner wissen, was kommt, können besser nach Schwächen suchen. Der Vorteil ist, dass man eine Grundstabilität hat, man idealer Weise besser Bedarf auf einer Position identifizieren kann, einen Wettbewerb auf den jeweiligen Positionen hat und man aufgrund der Stabilität auch grundsätzlich resilienter ist, Leverkusen hat es in dieser Saison überdurchschnittlich gut gezeigt, aber auch der VfB. Beide hatten definitiv einen Lauf, aber der kam eben nicht von ungefähr.
Beim reagierenden Ansatz ist es sicher so, dass es der Gegner viel schwerer hat den BVB zu decodieren. Wie soll das auch gehen, man hat ja nur wenige Prinzipien, und die erlauben auch weiter eine hohe Flexibilität. Es geht eben mehr um die individuelle Klasse. Dazu ist man theoretisch in der Lage, auf jeden Gegner zu reagieren, ihn mindestens zu verhindern. Aber das geht, wie man gegen Real gesehen hat, nur zu einem gewissen Grad, wenn die Qualität zu groß wird, oder wie gegen RaBa, Stuttgart oder Leverkusen, nur schwer, wenn die Gegner in der Kombination Qualität und Stabilität zu gut sind.
Und da wären wir auch bei den Problemen, die ich mit diesem Ansatz habe:
- du brauchst viel Qualität, da du eben nicht hauptsächlich über einstudierte Abläufe kommst, sondern du individuelle Lösungen auf dem Feld benötigst, und diese Qualität kostet viel Geld
- du brauchst pro Position grundsätzlich unterschiedliche Profile, die konstant liefern, was es Talenten schwerer macht überhaupt in die Startelf zu kommen, da sie naturgemäß weder eine große Konstanz noch ein ausgeprägtes Profil haben (Haaland und Bellingham mal außen vor, die sind sicher nochmal außergewöhnlich) und den Konkurrenzkampf ein Stück weit aushebelt, da eher die Aufgaben, die der kommende Gegner stellt, darüber entscheiden, welches Profil passt, wer also spielt (was auch Ausfälle schwerer kompensierbar macht)
- aufgrund der Anpassung an den Gegner fällt es schwer, auf Umstellungen des Gegners zu reagieren, egal ob er anders spielt als erwartet (siehe Hinspiel gegen Stuttgart) oder im Spiel umstellt, was ja nicht selten in der Kritik mündet, dass Terzic nicht gut im Ingamecoaching ist... Meiner Einschätzung nach hat das weniger etwas mit seinen Qualitäten zu tun, bei seinem Ansatz ist es einfach nicht möglich, ingame zu reagieren, hier braucht es etwas Zeit, eine Halbzeitpause zum Beispiel, denn es müssten dann eine Reihe von individuellen Aufgaben angepasst werden.
Ich denke, dass Terzic hier nicht einfach nur mit der Entwicklung seiner Fähigkeiten passender wird, er müsste seinen Ansatz eben von Grund auf ändern.
Da wir nicht die Möglichkeiten haben, so viel zu investieren, dass wir auf allen Positionen die Qualität haben, damit sein reagierenden Ansatz in der Bundesliga und der CL erfolgreich ist, wir aber gleichzeitig sogar auch weiterhin darauf angewiesen sind, Talente zu entwickeln und teuer zu verkaufen (nicht nur finanziell sondern auch im Bezug auf die Attraktivität für junge Spieler), ist es mit anderer Taktik in der Liga nicht getan. Die Änderung muss grundlegend sein. Weg vom reagieren, vom Pragmatismus, hin zu einer komplett eigenen Idee, bei der man den Gegner zwingt, sich an den BVB anzupassen. Hier kann nämlich die Strategie und auch die dann jeweilige Taktik die, aus finanziellen Gründen normalen, qualitativen Defizite (egal ob bei fertigen Spielern oder bei Talenten, die sich entwickeln sollen) auf zumindest einigen Positionen idealer Weise ausgleichen.
Das wäre nicht weniger als ein kompletter Turnaround von Terzic, und ich habe meine Zweifel, dass er das überhaupt will, da er von seiner Idee ja nunmal überzeugt ist (was ich grundsätzlich von einem Trainer in der Bundesliga auch erwarte)
Dieser Beitrag wurde zuletzt von PhelanWolf am 04.06.2024 um 16:23 Uhr bearbeitet
04.06.2024 - 17:10 Uhr
Zitat von PhelanWolf
Ich denke auch, dass Terzic alles andere als dumm ist. Sonst hätte er ja die notwendigen Anpassungen in dieser und der letzten Saison gar nicht erst getroffen, unabhängig davon, von wem jetzt der Impuls kam.
Ich habe das Wort "passiv" auch nicht ganz treffend gewählt. "Reagierend" wäre treffender, denn ob das jetzt offensiver oder defensiver auf dem Platz in der Spielanlage ist, hängt vom Gegner ab. Während klare strategische Ansätze wie die von Leverkusen oder Stuttgart grundsätzlich zunächst über die eigenen Abläufe kommen und den Gegner zwingen sollen, sich anzupassen, während man dann über taktische Stellschrauben oder eher nur im Detail unterschiedliche Spielerprofile (Andrich vs Palacios, Hofmann/Wirtz vs. Adli/Hlozek) auf den Gegner abstellt, aber im großen und ganzen bei seiner Linie, bei der grundlegenden strategischen Idee bleibt, und somit agiert, ist der Ansatz von Terzic im Schwerpunkt darauf ausgelegt, bei jedem Gegner die jeweiligen Stärken und Schwächen zu bespielen, also auf das, was der Gegner anbietet, zu reagieren.
Beides lässt sich meiner Meinung nach nicht gleichwertig vereinen, da man nunmal nicht auf der einen Seite taktisch starr bzw stabil, auf der anderen Seite aber maximal flexibel und anpassungsfähig bleiben kann, ich würde sogar sagen, dass der reagierende Ansatz eine grundlegende strategische Idee ausschließt, da hier die Flexibilität der wesentliche Faktor ist, während ich bei einem eher starren System zumindest in Teilbereichen gegnerabhängiger werden kann (Aufbau, bevorzugte Räume etc). Zumindest lässt es sich nicht so umsetzen, dass ich dann in allen Bereichen überdurchschnittlich bin. Denn ein stabiles System, welches der Strategie folgt, ist ja deshalb stabil, weil ich es wieder und wieder spiele, trainiere, sich Abläufe versteigern. Da aber nun jeder Gegner anders spielt, kann ich nicht gleichzeitig einen reagierenden Ansatz durchsetzen. Am Ende muss ich mich entscheiden welchen Weg ich konsequent gehe.
Das Problem beim agierenden ist, dass man natürlich dann auch ausrechenbar ist. Die Gegner wissen, was kommt, können besser nach Schwächen suchen. Der Vorteil ist, dass man eine Grundstabilität hat, man idealer Weise besser Bedarf auf einer Position identifizieren kann, einen Wettbewerb auf den jeweiligen Positionen hat und man aufgrund der Stabilität auch grundsätzlich resilienter ist, Leverkusen hat es in dieser Saison überdurchschnittlich gut gezeigt, aber auch der VfB. Beide hatten definitiv einen Lauf, aber der kam eben nicht von ungefähr.
Beim reagierenden Ansatz ist es sicher so, dass es der Gegner viel schwerer hat den BVB zu decodieren. Wie soll das auch gehen, man hat ja nur wenige Prinzipien, und die erlauben auch weiter eine hohe Flexibilität. Es geht eben mehr um die individuelle Klasse. Dazu ist man theoretisch in der Lage, auf jeden Gegner zu reagieren, ihn mindestens zu verhindern. Aber das geht, wie man gegen Real gesehen hat, nur zu einem gewissen Grad, wenn die Qualität zu groß wird, oder wie gegen RaBa, Stuttgart oder Leverkusen, nur schwer, wenn die Gegner in der Kombination Qualität und Stabilität zu gut sind.
Und da wären wir auch bei den Problemen, die ich mit diesem Ansatz habe:
- du brauchst viel Qualität, da du eben nicht hauptsächlich über einstudierte Abläufe kommst, sondern du individuelle Lösungen auf dem Feld benötigst, und diese Qualität kostet viel Geld
- du brauchst pro Position grundsätzlich unterschiedliche Profile, die konstant liefern, was es Talenten schwerer macht überhaupt in die Startelf zu kommen, da sie naturgemäß weder eine große Konstanz noch ein ausgeprägtes Profil haben (Haaland und Bellingham mal außen vor, die sind sicher nochmal außergewöhnlich) und den Konkurrenzkampf ein Stück weit aushebelt, da eher die Aufgaben, die der kommende Gegner stellt, darüber entscheiden, welches Profil passt, wer also spielt (was auch Ausfälle schwerer kompensierbar macht)
- aufgrund der Anpassung an den Gegner fällt es schwer, auf Umstellungen des Gegners zu reagieren, egal ob er anders spielt als erwartet (siehe Hinspiel gegen Stuttgart) oder im Spiel umstellt, was ja nicht selten in der Kritik mündet, dass Terzic nicht gut im Ingamecoaching ist... Meiner Einschätzung nach hat das weniger etwas mit seinen Qualitäten zu tun, bei seinem Ansatz ist es einfach nicht möglich, ingame zu reagieren, hier braucht es etwas Zeit, eine Halbzeitpause zum Beispiel, denn es müssten dann eine Reihe von individuellen Aufgaben angepasst werden.
Ich denke, dass Terzic hier nicht einfach nur mit der Entwicklung seiner Fähigkeiten passender wird, er müsste seinen Ansatz eben von Grund auf ändern.
Da wir nicht die Möglichkeiten haben, so viel zu investieren, dass wir auf allen Positionen die Qualität haben, damit sein reagierenden Ansatz in der Bundesliga und der CL erfolgreich ist, wir aber gleichzeitig sogar auch weiterhin darauf angewiesen sind, Talente zu entwickeln und teuer zu verkaufen (nicht nur finanziell sondern auch im Bezug auf die Attraktivität für junge Spieler), ist es mit anderer Taktik in der Liga nicht getan. Die Änderung muss grundlegend sein. Weg vom reagieren, vom Pragmatismus, hin zu einer komplett eigenen Idee, bei der man den Gegner zwingt, sich an den BVB anzupassen. Hier kann nämlich die Strategie und auch die dann jeweilige Taktik die, aus finanziellen Gründen normalen, qualitativen Defizite (egal ob bei fertigen Spielern oder bei Talenten, die sich entwickeln sollen) auf zumindest einigen Positionen idealer Weise ausgleichen.
Das wäre nicht weniger als ein kompletter Turnaround von Terzic, und ich habe meine Zweifel, dass er das überhaupt will, da er von seiner Idee ja nunmal überzeugt ist (was ich grundsätzlich von einem Trainer in der Bundesliga auch erwarte)
Zitat von wololo
Ich traue Terzic sehr wohl zu, dass er aus dieser Saison lernt. Er scheint mir alles andere als dumm. Es ist ja nicht so, als ob er seine defensive Denke völlig aufgeben muss. In einem Wettbewerb wie der Championsleague ist sie vollkommen richtig. Wir haben ihn dort jetzt dreimal gesehen und zweimal hat er sich sehr gut und einmal ordentlich verkauft. Das Viertelfinalaus damals gegen City war sehr unglücklich und die Finalniederlage dieses Jahr war sehr bitter gemessen am Spielverlauf.
Für die Bundesliga, stimme ich zu, muss er seine Taktik anpassen und ich denke er hat gemerkt, dass dort seine Maxime, weniger Sexy mehr Erfolg oder so ähnlich, gescheitert ist. Die Spieler mochten sie nicht, die Fans lehnten sie ab und funktioniert hat sie auch nicht.
Wie es um die kommende Spielausrichtung bestellt ist, würde ich aber nicht an einem Guirassy-Transfer festmachen. Die Transfers, die das entscheiden, sind für mich unsere AV, unser DM/ZM und auch ggfs. der Hummelsersatz. Denn nirgendwo sonst hatten wir so große Probleme wie im Spielaufbau. Wir waren behäbig, leicht ausrechenbar und bei Pressing sehr fehleranfällig. Bekommt man das nicht in den Griff, würde nicht einmal die Rückkehr von Haaland an den grundlegenden Problemen etwas ändern.
Zitat von Freischuetzbvb
Ein sehr guter Kommentar den ich zu 100% unterschreiben kann.Edin Terzic ist einfach in letzter Konsequenz eher ein defensiv denkender Trainer und das wird sich meiner Meinung nach auch nicht mehr ändern. Allerdings wenn er bleiben darf und wir im Sturm Guirassy durch Füllkrug ersetzen, was für eine Fortsetzung der jetzigen Taktik mit etwas feinerer Klinge steht, dann können wir auch davon ausgehen, dass der gesamte Verein hinter dieser Spielausrichtung steht und das würde mich gelinde gesagt sehr erschrecken.
Zitat von PhelanWolf
Was ja eigentlich auch wenig überraschend ist. Im Kern ist das Stilmittel von Terzic eben ein passives, Anpassung an den Gegner, und im eigenen Spiel nur einige, eher grobe Mechanismen, die man eben auch je nach Gegner leicht anpassen kann. Pragmatismus eben. Das ist sein Stil, das ist es, was er in seiner Zeit unter Bilic gelernt hat, das ist der Stil, für den er steht. Damit hatte er in der CL auch durchaus Erfolg, und ich würde davon ausgehen, dass er eben auch zu 100% davon überzeugt ist, dass er damit beim BVB auch in der Liga Erfolg hat.
Da so ein Stil eben über unterschiedliche Spielerprofile auf einer Position funktioniert, wird das letztlich aus Traibersicht auch das Mittel der Wahl sein: den Kader auf dem Transfermarkt entsprechend weiter zu verändern, in den meisten Profilen breit aufzustellen.
Ich denke die in den Rückrunden getätigten Änderungen, die dann im Sommer wieder einkassiert wurden, wird Terzic darauf zurückführen, dass der Kader jeweils nicht optimal gepasst hat. Er ist also von seinem Weg im Sinne des Erfolgs abgewichen, verliert ihn aber nicht aus den Augen.
Das Problem wurde sozusagen erkannt, die mittelfristigen Schlussfolgerungen wurden aber falsch getroffen.
Anstatt seinen Stil dauerhaft anzupassen und den Pragmatismus nur noch dosiert gegen klar stärkere Gegner zu nutzen (was in der CL eben sehr gut funktioniert hat) und ansonsten eine eigene Stärke aus einem eigenen strategischen Ansatz zu entwickeln, wird versucht den Kader so lange zu optimieren, bis es eben passt. Das ist teuer und wird vermutlich auch nie so klappen, dass Terzic sich nicht ab einem bestimmten Zeitpunkt der Saison doch wieder anpassen muss.
Letztlich müsste sich Terzic also neu erfinden bzw. seinen Stil weitestgehend aufgeben. Das ist keine Entwicklung wie bei einem Spieler, wo man hoffen kann, dass er in Teilbereichen besser wird um dann Weltklasse zu sein. Es es eine grundlegende Entscheidung, welchen Stil Terzic haben will, für welchen Ansatz er steht.
Zitat von mba123
Das ist für mich auch das Ding. Wir hatten bereits unter Terzic vieles besser gemacht. Aber er scheint nicht daran anknüpfen zu wollen. Viel mehr greift er Ideen wieder auf, die unter ihm nicht funktionierten.
Terzic scheint da schon bestimmte Vorstellungen zu haben, wie sein Fußball funktionieren soll. Anstatt dann neue, erfolgreiche Wege weiterzugehen, möchte er scheinbar lieber mit neuem Personal wieder seine ursprünglichen Ideen weiterverfolgen.
Zitat von oger
Was lässt dich das denn glauben? Ist es die CL? Wenn man sich anschaut, wie wenig in der Hinrunde von der Rückserie 22/23 zu sehen war, dann weiß ich nicht, wie man davon ausgehen kann. In zentralen Punkten sehe ich keine Verbesserung hin zu einer nachhaltigen Lösung. Wir können gegen die Elite mit CL Glanz und ganz viel Bereitschaft mithalten. Das hilft uns nur nicht gegen 85% der Bundesligateams.
Ich gehe erstmal davon aus, dass wir im Sommer wieder komplett bei 0 beginnen werden und uns der x. Neuanfang in x. Jahr nacheinander angedichtet wird.
Zitat von Holzschuh85
Dass es Defizite auch in der Innensicht gab, hat sich ja durch die Zunahme der Assistenten aufgedrängt.
Taktisch hat Terzic - vor allem für den Bereich dominantes Spiel - nicht wirklich überzeugt, aber er ist noch jung und man darf nicht vergessen, wie wenig Erfahrung er hat.
Ich glaube daran, dass er da dazulernen wird, im besten Falle mit einem guten Team drumherum.
Zudem finde ich, dass einige Spieler individuell zunehmend stabil wirken.
Natürlich könnte man versuchen, jetzt ein taktisches Superhirn zu verpflichten, aber Trainer sein ist mehr als nur Taktik und ich finde insgesamt passt Terzic schon sehr gut ins Profil.
Deshalb lieber mit ihm an den Schwächen arbeiten!
Zitat von Seppinho
Nach wie vor konnte hier seit Monaten wirklich niemand sinnvolle Argumente gegen Terzics taktische und strategische Defizite bringen. Sind nicht die Einzelspieler in maximaler Motivation unterwegs, können wir nicht rein kontern oder sind es "Große Drama Fights" ala Champions League, fehlt mir die durchgängig erfolgreiche Spielidee in unserem Hauptjob, der Bundesliga. Gegner machen es uns enorm schwierig, wenn sie Pressen und wenn sie uns den Ball schenken, auch viel schlechtere Mannschaften. Und wenn Gegner dann sogar nicht schlechter sind, sondern gleichwertig oder besser, egal ob Form oder allgemein, gehen wir aufgrund des Defizits an Spielaufbau und -ballbesitz oft rein in die Defizite. Das macht Terzic übervorsichtiger Weise gerne , sobald z.B. wenn eine rote Karte kommt oder der Gegner nur das Momentum hat, dann sofortiger Vollrückzug, Özcan für einen Offensiven, manchmal gar Richtung 5er Kette mit defensivem Ansatz und dem Gegner sofort 15-20 Meter schenken und der macht dann gegen uns halt schon fast am 16er Druck. Sahin hat das etwas gebessert bekommen und natürlich haben Sancho und Maatsen das spielerische Vakuum verbessert, aber das war auch in der Rückrunde zu keinem Zeitpunkt souverän. Immer wieder kam der Vorwurf, die Spieler würden Dinge nicht umsetzen - der für jede Selbstkritik zu stolze Terzic ist da ja sehr schnell mit Fingerpointing auf andere da - aber es ist sein Job, dass er ein System aufsetzt, dass auch Spieler stützt und das tut es eben nicht. Den Ansatz jetzt, dass ein Mislintat die spielerische Qualität in den Kader bekommt, um den Trainer zu kompensieren, finde ich ineffektiv.
Nach wie vor konnte hier seit Monaten wirklich niemand sinnvolle Argumente gegen Terzics taktische und strategische Defizite bringen. Sind nicht die Einzelspieler in maximaler Motivation unterwegs, können wir nicht rein kontern oder sind es "Große Drama Fights" ala Champions League, fehlt mir die durchgängig erfolgreiche Spielidee in unserem Hauptjob, der Bundesliga. Gegner machen es uns enorm schwierig, wenn sie Pressen und wenn sie uns den Ball schenken, auch viel schlechtere Mannschaften. Und wenn Gegner dann sogar nicht schlechter sind, sondern gleichwertig oder besser, egal ob Form oder allgemein, gehen wir aufgrund des Defizits an Spielaufbau und -ballbesitz oft rein in die Defizite. Das macht Terzic übervorsichtiger Weise gerne , sobald z.B. wenn eine rote Karte kommt oder der Gegner nur das Momentum hat, dann sofortiger Vollrückzug, Özcan für einen Offensiven, manchmal gar Richtung 5er Kette mit defensivem Ansatz und dem Gegner sofort 15-20 Meter schenken und der macht dann gegen uns halt schon fast am 16er Druck. Sahin hat das etwas gebessert bekommen und natürlich haben Sancho und Maatsen das spielerische Vakuum verbessert, aber das war auch in der Rückrunde zu keinem Zeitpunkt souverän. Immer wieder kam der Vorwurf, die Spieler würden Dinge nicht umsetzen - der für jede Selbstkritik zu stolze Terzic ist da ja sehr schnell mit Fingerpointing auf andere da - aber es ist sein Job, dass er ein System aufsetzt, dass auch Spieler stützt und das tut es eben nicht. Den Ansatz jetzt, dass ein Mislintat die spielerische Qualität in den Kader bekommt, um den Trainer zu kompensieren, finde ich ineffektiv.
Dass es Defizite auch in der Innensicht gab, hat sich ja durch die Zunahme der Assistenten aufgedrängt.
Taktisch hat Terzic - vor allem für den Bereich dominantes Spiel - nicht wirklich überzeugt, aber er ist noch jung und man darf nicht vergessen, wie wenig Erfahrung er hat.
Ich glaube daran, dass er da dazulernen wird, im besten Falle mit einem guten Team drumherum.
Zudem finde ich, dass einige Spieler individuell zunehmend stabil wirken.
Natürlich könnte man versuchen, jetzt ein taktisches Superhirn zu verpflichten, aber Trainer sein ist mehr als nur Taktik und ich finde insgesamt passt Terzic schon sehr gut ins Profil.
Deshalb lieber mit ihm an den Schwächen arbeiten!
Was lässt dich das denn glauben? Ist es die CL? Wenn man sich anschaut, wie wenig in der Hinrunde von der Rückserie 22/23 zu sehen war, dann weiß ich nicht, wie man davon ausgehen kann. In zentralen Punkten sehe ich keine Verbesserung hin zu einer nachhaltigen Lösung. Wir können gegen die Elite mit CL Glanz und ganz viel Bereitschaft mithalten. Das hilft uns nur nicht gegen 85% der Bundesligateams.
Ich gehe erstmal davon aus, dass wir im Sommer wieder komplett bei 0 beginnen werden und uns der x. Neuanfang in x. Jahr nacheinander angedichtet wird.
Das ist für mich auch das Ding. Wir hatten bereits unter Terzic vieles besser gemacht. Aber er scheint nicht daran anknüpfen zu wollen. Viel mehr greift er Ideen wieder auf, die unter ihm nicht funktionierten.
Terzic scheint da schon bestimmte Vorstellungen zu haben, wie sein Fußball funktionieren soll. Anstatt dann neue, erfolgreiche Wege weiterzugehen, möchte er scheinbar lieber mit neuem Personal wieder seine ursprünglichen Ideen weiterverfolgen.
Was ja eigentlich auch wenig überraschend ist. Im Kern ist das Stilmittel von Terzic eben ein passives, Anpassung an den Gegner, und im eigenen Spiel nur einige, eher grobe Mechanismen, die man eben auch je nach Gegner leicht anpassen kann. Pragmatismus eben. Das ist sein Stil, das ist es, was er in seiner Zeit unter Bilic gelernt hat, das ist der Stil, für den er steht. Damit hatte er in der CL auch durchaus Erfolg, und ich würde davon ausgehen, dass er eben auch zu 100% davon überzeugt ist, dass er damit beim BVB auch in der Liga Erfolg hat.
Da so ein Stil eben über unterschiedliche Spielerprofile auf einer Position funktioniert, wird das letztlich aus Traibersicht auch das Mittel der Wahl sein: den Kader auf dem Transfermarkt entsprechend weiter zu verändern, in den meisten Profilen breit aufzustellen.
Ich denke die in den Rückrunden getätigten Änderungen, die dann im Sommer wieder einkassiert wurden, wird Terzic darauf zurückführen, dass der Kader jeweils nicht optimal gepasst hat. Er ist also von seinem Weg im Sinne des Erfolgs abgewichen, verliert ihn aber nicht aus den Augen.
Das Problem wurde sozusagen erkannt, die mittelfristigen Schlussfolgerungen wurden aber falsch getroffen.
Anstatt seinen Stil dauerhaft anzupassen und den Pragmatismus nur noch dosiert gegen klar stärkere Gegner zu nutzen (was in der CL eben sehr gut funktioniert hat) und ansonsten eine eigene Stärke aus einem eigenen strategischen Ansatz zu entwickeln, wird versucht den Kader so lange zu optimieren, bis es eben passt. Das ist teuer und wird vermutlich auch nie so klappen, dass Terzic sich nicht ab einem bestimmten Zeitpunkt der Saison doch wieder anpassen muss.
Letztlich müsste sich Terzic also neu erfinden bzw. seinen Stil weitestgehend aufgeben. Das ist keine Entwicklung wie bei einem Spieler, wo man hoffen kann, dass er in Teilbereichen besser wird um dann Weltklasse zu sein. Es es eine grundlegende Entscheidung, welchen Stil Terzic haben will, für welchen Ansatz er steht.
Ein sehr guter Kommentar den ich zu 100% unterschreiben kann.Edin Terzic ist einfach in letzter Konsequenz eher ein defensiv denkender Trainer und das wird sich meiner Meinung nach auch nicht mehr ändern. Allerdings wenn er bleiben darf und wir im Sturm Guirassy durch Füllkrug ersetzen, was für eine Fortsetzung der jetzigen Taktik mit etwas feinerer Klinge steht, dann können wir auch davon ausgehen, dass der gesamte Verein hinter dieser Spielausrichtung steht und das würde mich gelinde gesagt sehr erschrecken.
Ich traue Terzic sehr wohl zu, dass er aus dieser Saison lernt. Er scheint mir alles andere als dumm. Es ist ja nicht so, als ob er seine defensive Denke völlig aufgeben muss. In einem Wettbewerb wie der Championsleague ist sie vollkommen richtig. Wir haben ihn dort jetzt dreimal gesehen und zweimal hat er sich sehr gut und einmal ordentlich verkauft. Das Viertelfinalaus damals gegen City war sehr unglücklich und die Finalniederlage dieses Jahr war sehr bitter gemessen am Spielverlauf.
Für die Bundesliga, stimme ich zu, muss er seine Taktik anpassen und ich denke er hat gemerkt, dass dort seine Maxime, weniger Sexy mehr Erfolg oder so ähnlich, gescheitert ist. Die Spieler mochten sie nicht, die Fans lehnten sie ab und funktioniert hat sie auch nicht.
Wie es um die kommende Spielausrichtung bestellt ist, würde ich aber nicht an einem Guirassy-Transfer festmachen. Die Transfers, die das entscheiden, sind für mich unsere AV, unser DM/ZM und auch ggfs. der Hummelsersatz. Denn nirgendwo sonst hatten wir so große Probleme wie im Spielaufbau. Wir waren behäbig, leicht ausrechenbar und bei Pressing sehr fehleranfällig. Bekommt man das nicht in den Griff, würde nicht einmal die Rückkehr von Haaland an den grundlegenden Problemen etwas ändern.
Ich denke auch, dass Terzic alles andere als dumm ist. Sonst hätte er ja die notwendigen Anpassungen in dieser und der letzten Saison gar nicht erst getroffen, unabhängig davon, von wem jetzt der Impuls kam.
Ich habe das Wort "passiv" auch nicht ganz treffend gewählt. "Reagierend" wäre treffender, denn ob das jetzt offensiver oder defensiver auf dem Platz in der Spielanlage ist, hängt vom Gegner ab. Während klare strategische Ansätze wie die von Leverkusen oder Stuttgart grundsätzlich zunächst über die eigenen Abläufe kommen und den Gegner zwingen sollen, sich anzupassen, während man dann über taktische Stellschrauben oder eher nur im Detail unterschiedliche Spielerprofile (Andrich vs Palacios, Hofmann/Wirtz vs. Adli/Hlozek) auf den Gegner abstellt, aber im großen und ganzen bei seiner Linie, bei der grundlegenden strategischen Idee bleibt, und somit agiert, ist der Ansatz von Terzic im Schwerpunkt darauf ausgelegt, bei jedem Gegner die jeweiligen Stärken und Schwächen zu bespielen, also auf das, was der Gegner anbietet, zu reagieren.
Beides lässt sich meiner Meinung nach nicht gleichwertig vereinen, da man nunmal nicht auf der einen Seite taktisch starr bzw stabil, auf der anderen Seite aber maximal flexibel und anpassungsfähig bleiben kann, ich würde sogar sagen, dass der reagierende Ansatz eine grundlegende strategische Idee ausschließt, da hier die Flexibilität der wesentliche Faktor ist, während ich bei einem eher starren System zumindest in Teilbereichen gegnerabhängiger werden kann (Aufbau, bevorzugte Räume etc). Zumindest lässt es sich nicht so umsetzen, dass ich dann in allen Bereichen überdurchschnittlich bin. Denn ein stabiles System, welches der Strategie folgt, ist ja deshalb stabil, weil ich es wieder und wieder spiele, trainiere, sich Abläufe versteigern. Da aber nun jeder Gegner anders spielt, kann ich nicht gleichzeitig einen reagierenden Ansatz durchsetzen. Am Ende muss ich mich entscheiden welchen Weg ich konsequent gehe.
Das Problem beim agierenden ist, dass man natürlich dann auch ausrechenbar ist. Die Gegner wissen, was kommt, können besser nach Schwächen suchen. Der Vorteil ist, dass man eine Grundstabilität hat, man idealer Weise besser Bedarf auf einer Position identifizieren kann, einen Wettbewerb auf den jeweiligen Positionen hat und man aufgrund der Stabilität auch grundsätzlich resilienter ist, Leverkusen hat es in dieser Saison überdurchschnittlich gut gezeigt, aber auch der VfB. Beide hatten definitiv einen Lauf, aber der kam eben nicht von ungefähr.
Beim reagierenden Ansatz ist es sicher so, dass es der Gegner viel schwerer hat den BVB zu decodieren. Wie soll das auch gehen, man hat ja nur wenige Prinzipien, und die erlauben auch weiter eine hohe Flexibilität. Es geht eben mehr um die individuelle Klasse. Dazu ist man theoretisch in der Lage, auf jeden Gegner zu reagieren, ihn mindestens zu verhindern. Aber das geht, wie man gegen Real gesehen hat, nur zu einem gewissen Grad, wenn die Qualität zu groß wird, oder wie gegen RaBa, Stuttgart oder Leverkusen, nur schwer, wenn die Gegner in der Kombination Qualität und Stabilität zu gut sind.
Und da wären wir auch bei den Problemen, die ich mit diesem Ansatz habe:
- du brauchst viel Qualität, da du eben nicht hauptsächlich über einstudierte Abläufe kommst, sondern du individuelle Lösungen auf dem Feld benötigst, und diese Qualität kostet viel Geld
- du brauchst pro Position grundsätzlich unterschiedliche Profile, die konstant liefern, was es Talenten schwerer macht überhaupt in die Startelf zu kommen, da sie naturgemäß weder eine große Konstanz noch ein ausgeprägtes Profil haben (Haaland und Bellingham mal außen vor, die sind sicher nochmal außergewöhnlich) und den Konkurrenzkampf ein Stück weit aushebelt, da eher die Aufgaben, die der kommende Gegner stellt, darüber entscheiden, welches Profil passt, wer also spielt (was auch Ausfälle schwerer kompensierbar macht)
- aufgrund der Anpassung an den Gegner fällt es schwer, auf Umstellungen des Gegners zu reagieren, egal ob er anders spielt als erwartet (siehe Hinspiel gegen Stuttgart) oder im Spiel umstellt, was ja nicht selten in der Kritik mündet, dass Terzic nicht gut im Ingamecoaching ist... Meiner Einschätzung nach hat das weniger etwas mit seinen Qualitäten zu tun, bei seinem Ansatz ist es einfach nicht möglich, ingame zu reagieren, hier braucht es etwas Zeit, eine Halbzeitpause zum Beispiel, denn es müssten dann eine Reihe von individuellen Aufgaben angepasst werden.
Ich denke, dass Terzic hier nicht einfach nur mit der Entwicklung seiner Fähigkeiten passender wird, er müsste seinen Ansatz eben von Grund auf ändern.
Da wir nicht die Möglichkeiten haben, so viel zu investieren, dass wir auf allen Positionen die Qualität haben, damit sein reagierenden Ansatz in der Bundesliga und der CL erfolgreich ist, wir aber gleichzeitig sogar auch weiterhin darauf angewiesen sind, Talente zu entwickeln und teuer zu verkaufen (nicht nur finanziell sondern auch im Bezug auf die Attraktivität für junge Spieler), ist es mit anderer Taktik in der Liga nicht getan. Die Änderung muss grundlegend sein. Weg vom reagieren, vom Pragmatismus, hin zu einer komplett eigenen Idee, bei der man den Gegner zwingt, sich an den BVB anzupassen. Hier kann nämlich die Strategie und auch die dann jeweilige Taktik die, aus finanziellen Gründen normalen, qualitativen Defizite (egal ob bei fertigen Spielern oder bei Talenten, die sich entwickeln sollen) auf zumindest einigen Positionen idealer Weise ausgleichen.
Das wäre nicht weniger als ein kompletter Turnaround von Terzic, und ich habe meine Zweifel, dass er das überhaupt will, da er von seiner Idee ja nunmal überzeugt ist (was ich grundsätzlich von einem Trainer in der Bundesliga auch erwarte)
Den BVB decodiert man nach immer dem gleichen Muster. Man presst hoch und vorbei ist die Herrlichkeit, die es so eigentlich nicht gab.
Da kommt dann Heidenheim an und presst uns in einer Halbzeit in Grund und Boden.
Das ist keine Raketenwissenschaft, sondern schlichtes Coaching.
In der Liga bringt uns Passivität und Reaktion rein gar nichts, weil man auf Gegner trifft, die schlichtweg genauso wenig mit dem Ball was anfangen können, wie wir.
Daher ist der Ansatz einfach schon seit Längerem grundlegend falsch.
Und wenn ein Terzic philosophiert, daß man im CL Finale gegen Real gezeigt hat was in der Mannschaft steckt, entgegne ich lapidar: Gegen viele BL Vereine hat man gesehen was nicht in der Mannschaft steckt.
Der BVB kann keinen auf VFL Bochum machen. Das kannste doch keinem erzählen und sehen will das auch keiner.
Hätten die BL Vereine vorne drin etwas mehr Qualität würden wir uns nicht mehr über Terzic unterhalten.
Was alleine Bremen gegen den BVB an Situationen grottenschlecht ausgespielt hat war ja teilweise erschreckend, als sie in Überzahl agiert haben.
Wir treten doch teilweise auf wie das Kaninchen vor der Schlange. Nach dem Motto: "Da nimm den Ball, aber tu uns nicht weh". Und genau so sieht jedes, ohne Ausnahme, Bundesliga Spiel aus.
Wir verlassen uns auf fehlende individuelle Qualität beim Gegner.
Hat der Gegner diese, verbarrikadiert man sich und vorne hilft der liebe Gott.
Und das dürfen wir jetzt noch weiter geniessen, weil dieser Ansatz in der CL funktioniert hat.
Ich bin auf die ersten Transferentscheidungen gespannt. Dann wird man schon absehen können wohin die Reise geht.
04.06.2024 - 17:41 Uhr
Zitat von MrSimpson
Den BVB decodiert man nach immer dem gleichen Muster. Man presst hoch und vorbei ist die Herrlichkeit, die es so eigentlich nicht gab.
Da kommt dann Heidenheim an und presst uns in einer Halbzeit in Grund und Boden.
Das ist keine Raketenwissenschaft, sondern schlichtes Coaching.
In der Liga bringt uns Passivität und Reaktion rein gar nichts, weil man auf Gegner trifft, die schlichtweg genauso wenig mit dem Ball was anfangen können, wie wir.
Daher ist der Ansatz einfach schon seit Längerem grundlegend falsch.
Und wenn ein Terzic philosophiert, daß man im CL Finale gegen Real gezeigt hat was in der Mannschaft steckt, entgegne ich lapidar: Gegen viele BL Vereine hat man gesehen was nicht in der Mannschaft steckt.
Der BVB kann keinen auf VFL Bochum machen. Das kannste doch keinem erzählen und sehen will das auch keiner.
Hätten die BL Vereine vorne drin etwas mehr Qualität würden wir uns nicht mehr über Terzic unterhalten.
Was alleine Bremen gegen den BVB an Situationen grottenschlecht ausgespielt hat war ja teilweise erschreckend, als sie in Überzahl agiert haben.
Wir treten doch teilweise auf wie das Kaninchen vor der Schlange. Nach dem Motto: "Da nimm den Ball, aber tu uns nicht weh". Und genau so sieht jedes, ohne Ausnahme, Bundesliga Spiel aus.
Wir verlassen uns auf fehlende individuelle Qualität beim Gegner.
Hat der Gegner diese, verbarrikadiert man sich und vorne hilft der liebe Gott.
Und das dürfen wir jetzt noch weiter geniessen, weil dieser Ansatz in der CL funktioniert hat.
Ich bin auf die ersten Transferentscheidungen gespannt. Dann wird man schon absehen können wohin die Reise geht.
Den BVB decodiert man nach immer dem gleichen Muster. Man presst hoch und vorbei ist die Herrlichkeit, die es so eigentlich nicht gab.
Da kommt dann Heidenheim an und presst uns in einer Halbzeit in Grund und Boden.
Das ist keine Raketenwissenschaft, sondern schlichtes Coaching.
In der Liga bringt uns Passivität und Reaktion rein gar nichts, weil man auf Gegner trifft, die schlichtweg genauso wenig mit dem Ball was anfangen können, wie wir.
Daher ist der Ansatz einfach schon seit Längerem grundlegend falsch.
Und wenn ein Terzic philosophiert, daß man im CL Finale gegen Real gezeigt hat was in der Mannschaft steckt, entgegne ich lapidar: Gegen viele BL Vereine hat man gesehen was nicht in der Mannschaft steckt.
Der BVB kann keinen auf VFL Bochum machen. Das kannste doch keinem erzählen und sehen will das auch keiner.
Hätten die BL Vereine vorne drin etwas mehr Qualität würden wir uns nicht mehr über Terzic unterhalten.
Was alleine Bremen gegen den BVB an Situationen grottenschlecht ausgespielt hat war ja teilweise erschreckend, als sie in Überzahl agiert haben.
Wir treten doch teilweise auf wie das Kaninchen vor der Schlange. Nach dem Motto: "Da nimm den Ball, aber tu uns nicht weh". Und genau so sieht jedes, ohne Ausnahme, Bundesliga Spiel aus.
Wir verlassen uns auf fehlende individuelle Qualität beim Gegner.
Hat der Gegner diese, verbarrikadiert man sich und vorne hilft der liebe Gott.
Und das dürfen wir jetzt noch weiter geniessen, weil dieser Ansatz in der CL funktioniert hat.
Ich bin auf die ersten Transferentscheidungen gespannt. Dann wird man schon absehen können wohin die Reise geht.
Das sehe ich genauso, und ich befürchte, dass man dann lieber versucht die Probleme mit neuen Spielern zu beheben anstatt zu erkennen, dass das Kernproblem letztlich am Ansatz liegt.
Ich würde hier aber gar nicht von decodieren reden, sondern eher davon, dass die Anfälligkeit für gegnerisches Pressing einfach ein Problem dieses Ansatzes ist. Pressing greift nunmal immer dann besonders gut, wenn der einzelne Spieler den Ball lange hält oder sein Abspiel unter dem Druck unsauber wird. Beides sind meines Erachtens genau die Probleme, die wir haben, und die sind nur bedingt auf die fehlende Qualität auf der 6 zurück zu führen, auch wenn hier ein besserer Spieler so oder so helfen würde und unbedingt notwendig ist.
Aber wenn die Spieler eben keine guten strukturellen Abläufe und vor allem keine Automatismen haben, dann brauchen sie entweder etwas mehr Zeit, um die richtige Abspielstation zu finden, oder es wird mehr auf Verdacht, und damit oft auch unsauberer gespielt.
Oder halt auf Sicherheit, was aber nix bringt und das Spiel nur statisch macht. Also genau die 3 Dinge, die sich in der Liga wie ein roter Faden durch die Saison ziehen und nur durch die zusätzliche Variante Maatsen in der Rückrunde etwas gebessert haben.
Mit einem neuen 6er wird da sicher nochmal mehr an spielerischer Qualität kommen, ich würde aber nicht davon ausgehen, dass die grundsätzlichen Probleme damit gelöst werden. Wir werden diese Anfälligkeit auch weiterhin haben, da es nunmal schnelles und präzises Spiel, also automatische Abläufe, braucht, um ein Pressing auf dem Niveau der Bundesliga konstant gut zu überspielen, ohne auf einen langen Ball zurückgreifen zu müssen. Das bedeutet eben wieder sich nicht an den Gegner anzupassen sondern die Abläufe im Ballvortrag weitestgehend auf ein paar Varianten, die ich mit der gesamten Mannschaft einstudiere (da reichen ja nicht nur die defensiven Spieler, das sind kollektive Abläufe bis zum MS) zu beschränken.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von PhelanWolf am 04.06.2024 um 17:45 Uhr bearbeitet
04.06.2024 - 17:49 Uhr
Zitat von PhelanWolf
Das sehe ich genauso, und ich befürchte, dass man dann lieber versucht die Probleme mit neuen Spielern zu beheben anstatt zu erkennen, dass letztlich am Ansatz liegt.
Ich würde hier aber gar nicht von dscodieren reden, sondern eher davon, dass die Anfälligkeit für gegnerisches Pressing einfach ein Problem dieses Ansatzes ist. Pressing greift nunmal immer dann besonders gut, wenn der einzelne Spieler den Ball lange hält oder sein Abspiel unter dem Druck unsauber wird. Beides sind meines Erachtens genau die Probleme, die wir haben, und die sind nur bedingt auf die fehlende Qualität auf der 6 zurück zu führen, auch wenn hier ein besserer Spieler so oder so helfen würde und unbedingt notwendig ist.
Aber wenn die Spieler eben keine guten strukturellen Abläufe und vor allem keine Automatismen haben, dann brauchen sie entweder etwas mehr Zeit, um die richtige Abspielstation zu finden, oder es wird mehr auf Verdacht, und damit oft auch unsauberer gespielt.
Oder halt auf Sicherheit, was aber nix bringt und das Spiel nur statisch macht. Also genau die 3 Dinge, die sich in der Liga wie ein roter Faden durch die Saison ziehen und nur durch die zusätzliche Variante Maatsen in der Rückrunde etwas gebessert haben.
Mit einem neuen 6er wird da sicher nochmal mehr an spielerischer Qualität kommen, ich würde aber nicht davon ausgehen, dass die grundsätzlichen Probleme damit gelöst werden. Wir werden diese Anfälligkeit auch weiterhin haben, da es nunmal schnelles und präzises Spiel, also automatische Abläufe, braucht, um ein Pressing auf dem Niveau der Bundesliga konstant gut zu überspielen, ohne auf einen langen Ball zurückgreifen zu müssen. Das bedeutet eben wieder sich nicht an den Gegner anzupassen sondern die Abläufe im Ballvortrag weitestgehend auf ein paar Varianten, die ich mit der gesamten Mannschaft einstudiere (da reichen ja nicht nur die defensiven Spieler, das sind kollektive Abläufe bis zum MS) zu beschränken.
Zitat von MrSimpson
Den BVB decodiert man nach immer dem gleichen Muster. Man presst hoch und vorbei ist die Herrlichkeit, die es so eigentlich nicht gab.
Da kommt dann Heidenheim an und presst uns in einer Halbzeit in Grund und Boden.
Das ist keine Raketenwissenschaft, sondern schlichtes Coaching.
In der Liga bringt uns Passivität und Reaktion rein gar nichts, weil man auf Gegner trifft, die schlichtweg genauso wenig mit dem Ball was anfangen können, wie wir.
Daher ist der Ansatz einfach schon seit Längerem grundlegend falsch.
Und wenn ein Terzic philosophiert, daß man im CL Finale gegen Real gezeigt hat was in der Mannschaft steckt, entgegne ich lapidar: Gegen viele BL Vereine hat man gesehen was nicht in der Mannschaft steckt.
Der BVB kann keinen auf VFL Bochum machen. Das kannste doch keinem erzählen und sehen will das auch keiner.
Hätten die BL Vereine vorne drin etwas mehr Qualität würden wir uns nicht mehr über Terzic unterhalten.
Was alleine Bremen gegen den BVB an Situationen grottenschlecht ausgespielt hat war ja teilweise erschreckend, als sie in Überzahl agiert haben.
Wir treten doch teilweise auf wie das Kaninchen vor der Schlange. Nach dem Motto: "Da nimm den Ball, aber tu uns nicht weh". Und genau so sieht jedes, ohne Ausnahme, Bundesliga Spiel aus.
Wir verlassen uns auf fehlende individuelle Qualität beim Gegner.
Hat der Gegner diese, verbarrikadiert man sich und vorne hilft der liebe Gott.
Und das dürfen wir jetzt noch weiter geniessen, weil dieser Ansatz in der CL funktioniert hat.
Ich bin auf die ersten Transferentscheidungen gespannt. Dann wird man schon absehen können wohin die Reise geht.
Den BVB decodiert man nach immer dem gleichen Muster. Man presst hoch und vorbei ist die Herrlichkeit, die es so eigentlich nicht gab.
Da kommt dann Heidenheim an und presst uns in einer Halbzeit in Grund und Boden.
Das ist keine Raketenwissenschaft, sondern schlichtes Coaching.
In der Liga bringt uns Passivität und Reaktion rein gar nichts, weil man auf Gegner trifft, die schlichtweg genauso wenig mit dem Ball was anfangen können, wie wir.
Daher ist der Ansatz einfach schon seit Längerem grundlegend falsch.
Und wenn ein Terzic philosophiert, daß man im CL Finale gegen Real gezeigt hat was in der Mannschaft steckt, entgegne ich lapidar: Gegen viele BL Vereine hat man gesehen was nicht in der Mannschaft steckt.
Der BVB kann keinen auf VFL Bochum machen. Das kannste doch keinem erzählen und sehen will das auch keiner.
Hätten die BL Vereine vorne drin etwas mehr Qualität würden wir uns nicht mehr über Terzic unterhalten.
Was alleine Bremen gegen den BVB an Situationen grottenschlecht ausgespielt hat war ja teilweise erschreckend, als sie in Überzahl agiert haben.
Wir treten doch teilweise auf wie das Kaninchen vor der Schlange. Nach dem Motto: "Da nimm den Ball, aber tu uns nicht weh". Und genau so sieht jedes, ohne Ausnahme, Bundesliga Spiel aus.
Wir verlassen uns auf fehlende individuelle Qualität beim Gegner.
Hat der Gegner diese, verbarrikadiert man sich und vorne hilft der liebe Gott.
Und das dürfen wir jetzt noch weiter geniessen, weil dieser Ansatz in der CL funktioniert hat.
Ich bin auf die ersten Transferentscheidungen gespannt. Dann wird man schon absehen können wohin die Reise geht.
Das sehe ich genauso, und ich befürchte, dass man dann lieber versucht die Probleme mit neuen Spielern zu beheben anstatt zu erkennen, dass letztlich am Ansatz liegt.
Ich würde hier aber gar nicht von dscodieren reden, sondern eher davon, dass die Anfälligkeit für gegnerisches Pressing einfach ein Problem dieses Ansatzes ist. Pressing greift nunmal immer dann besonders gut, wenn der einzelne Spieler den Ball lange hält oder sein Abspiel unter dem Druck unsauber wird. Beides sind meines Erachtens genau die Probleme, die wir haben, und die sind nur bedingt auf die fehlende Qualität auf der 6 zurück zu führen, auch wenn hier ein besserer Spieler so oder so helfen würde und unbedingt notwendig ist.
Aber wenn die Spieler eben keine guten strukturellen Abläufe und vor allem keine Automatismen haben, dann brauchen sie entweder etwas mehr Zeit, um die richtige Abspielstation zu finden, oder es wird mehr auf Verdacht, und damit oft auch unsauberer gespielt.
Oder halt auf Sicherheit, was aber nix bringt und das Spiel nur statisch macht. Also genau die 3 Dinge, die sich in der Liga wie ein roter Faden durch die Saison ziehen und nur durch die zusätzliche Variante Maatsen in der Rückrunde etwas gebessert haben.
Mit einem neuen 6er wird da sicher nochmal mehr an spielerischer Qualität kommen, ich würde aber nicht davon ausgehen, dass die grundsätzlichen Probleme damit gelöst werden. Wir werden diese Anfälligkeit auch weiterhin haben, da es nunmal schnelles und präzises Spiel, also automatische Abläufe, braucht, um ein Pressing auf dem Niveau der Bundesliga konstant gut zu überspielen, ohne auf einen langen Ball zurückgreifen zu müssen. Das bedeutet eben wieder sich nicht an den Gegner anzupassen sondern die Abläufe im Ballvortrag weitestgehend auf ein paar Varianten, die ich mit der gesamten Mannschaft einstudiere (da reichen ja nicht nur die defensiven Spieler, das sind kollektive Abläufe bis zum MS) zu beschränken.
Es geht vor allem um gemeinschaftliche Abläufe, wie man hohes Pressing umgehen will. Dazu gehört übrigens nicht nur ein 6er sondern im Zweifel auch ein TW, den du unter Druck anspielen kannst und der nicht jeden Ball blind nach vorne schießt. Und dazu braucht es auch AV, die erkennen, wie sie sich verhalten sollen um auch mal das Pressing aufzulösen.
Beim BVB ist es aber tatsächlich so, dass es genau diese Idee eben nicht gibt. Da ist auch egal, ob da Can, Brandt, Reus oder sonst wer auf dem Platz steht. Denn wenn man ganz ehrlich ist, hat man zumindest mit Hummels und Schlotterbeck vermutlich mit die besten Aufbauspieler der Liga im Kader gehabt. Die schon starke und mutige Bälle spielen können und wollen. Nur wenn die Abstände zu groß sind, nicht klar, wie man gemeinschaftlich das auflösen will, wird es natürlich, egal in welcher Besetzung, unfassbar schwer.
04.06.2024 - 18:15 Uhr
Zitat von Holzschuh85
Korrekt.
Zu absolut formuliert.
Auch in der Liga ist dieser Spielstil situativ sehr wichtig. Er darf nur nicht die einzige Option sein. Es muss auch einen aktiven, dominanten Ansatz geben, der was hermacht und mit ner anständigen Konterabsicherung fungiert.
Falsch. Du kannst nicht sehen, was nicht in jemandem/einer Gruppe steckt.
Viele.
Bleib doch mal sachlich.
Wir verlassen uns auf fehlende individuelle Qualität beim Gegner.
Hat der Gegner diese, verbarrikadiert man sich und vorne hilft der liebe Gott.
So wirkte es mitunter und daran war ganz sicher auch Terzics Mangel an Ideen schuld. Aber auch fehlende Erfahrung für Details und ganz sicher auch eine unausgewogene Kaderzusammenstellung für die defensive Zentrale.
Erfolgreichen, dominanten Fußball etablieren, dass dauert idR. Nicht nur, weil es taktisch sehr herausfordernd ist, sondern auch, weil man mit Menschen arbeitet, die ALLE nicht wie Maschinen funktionieren.
Terzic hat jetzt 2 Jahre Zeit gehabt, sich auszutoben, Fehler zu machen und ein Gespür für Spieler sowie für taktisches Geschick zu bekommen.
Diesen Sommer muss er zurückzahlen, sonst hat er hier keine Zukunft. Aber es ist möglich und die Verantwortlichen glauben dran.
Das hat sich in den meisten Entscheidungen der letzten 15 Jahre als ganz hilfreich erwiesen...
Zitat von MrSimpson
Den BVB decodiert man nach immer dem gleichen Muster. Man presst hoch und vorbei ist die Herrlichkeit, die es so eigentlich nicht gab.
Da kommt dann Heidenheim an und presst uns in einer Halbzeit in Grund und Boden.
Das ist keine Raketenwissenschaft, sondern schlichtes Coaching.
Den BVB decodiert man nach immer dem gleichen Muster. Man presst hoch und vorbei ist die Herrlichkeit, die es so eigentlich nicht gab.
Da kommt dann Heidenheim an und presst uns in einer Halbzeit in Grund und Boden.
Das ist keine Raketenwissenschaft, sondern schlichtes Coaching.
Korrekt.
In der Liga bringt uns Passivität und Reaktion rein gar nichts, weil man auf Gegner trifft, die schlichtweg genauso wenig mit dem Ball was anfangen können, wie wir.
Daher ist der Ansatz einfach schon seit Längerem grundlegend falsch.
Daher ist der Ansatz einfach schon seit Längerem grundlegend falsch.
Zu absolut formuliert.
Auch in der Liga ist dieser Spielstil situativ sehr wichtig. Er darf nur nicht die einzige Option sein. Es muss auch einen aktiven, dominanten Ansatz geben, der was hermacht und mit ner anständigen Konterabsicherung fungiert.
Und wenn ein Terzic philosophiert, daß man im CL Finale gegen Real gezeigt hat was in der Mannschaft steckt, entgegne ich lapidar: Gegen viele BL Vereine hat man gesehen was nicht in der Mannschaft steckt.
Falsch. Du kannst nicht sehen, was nicht in jemandem/einer Gruppe steckt.
Der BVB kann keinen auf VFL Bochum machen. Das kannste doch keinem erzählen und sehen will das auch keiner.
Hätten die BL Vereine vorne drin etwas mehr Qualität würden wir uns nicht mehr über Terzic unterhalten.
Was alleine Bremen gegen den BVB an Situationen grottenschlecht ausgespielt hat war ja teilweise erschreckend, als sie in Überzahl agiert haben.
Wir treten doch teilweise auf wie das Kaninchen vor der Schlange. Nach dem Motto: "Da nimm den Ball, aber tu uns nicht weh". Und genau so sieht jedes, ohne Ausnahme, Bundesliga Spiel aus.
Hätten die BL Vereine vorne drin etwas mehr Qualität würden wir uns nicht mehr über Terzic unterhalten.
Was alleine Bremen gegen den BVB an Situationen grottenschlecht ausgespielt hat war ja teilweise erschreckend, als sie in Überzahl agiert haben.
Wir treten doch teilweise auf wie das Kaninchen vor der Schlange. Nach dem Motto: "Da nimm den Ball, aber tu uns nicht weh". Und genau so sieht jedes, ohne Ausnahme, Bundesliga Spiel aus.
Viele.
Bleib doch mal sachlich.
Wir verlassen uns auf fehlende individuelle Qualität beim Gegner.
Hat der Gegner diese, verbarrikadiert man sich und vorne hilft der liebe Gott.
So wirkte es mitunter und daran war ganz sicher auch Terzics Mangel an Ideen schuld. Aber auch fehlende Erfahrung für Details und ganz sicher auch eine unausgewogene Kaderzusammenstellung für die defensive Zentrale.
Erfolgreichen, dominanten Fußball etablieren, dass dauert idR. Nicht nur, weil es taktisch sehr herausfordernd ist, sondern auch, weil man mit Menschen arbeitet, die ALLE nicht wie Maschinen funktionieren.
Terzic hat jetzt 2 Jahre Zeit gehabt, sich auszutoben, Fehler zu machen und ein Gespür für Spieler sowie für taktisches Geschick zu bekommen.
Diesen Sommer muss er zurückzahlen, sonst hat er hier keine Zukunft. Aber es ist möglich und die Verantwortlichen glauben dran.
Das hat sich in den meisten Entscheidungen der letzten 15 Jahre als ganz hilfreich erwiesen...
Mir fällt es tatsächlich schwer sachlich zu bleiben bei den immer wieder kehrenden Fehlern, die man macht.
Das ist aber auch der Tatsache geschuldet, daß ich und auch ein anderer sehr angesehener User gebetsmühlenartig seit mehreren Jahren die fehlende Spielstärke im Mittelfeld anprangern.
Ich fühle mich langsam wie eine verkratzte Schallplatte von der man verlangt doch bitte mal kratzerfrei zu sein.
Und wenn ich Deinen letzten Absatz lese wird mir klar, daß das Prinzip Hoffnung im Fußball selten zum Erfolg geführt hat, sondern nur ein klarer Plan.
Den habe ich bei unserem Trainer allerdings zu selten gesehen.
Daher fehlt mir der Glaube, daß sich etwas verbessert.
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