Die Kurve
16.08.2012 - 20:46 Uhr
Dann wird das ja wie Weihnachten 1916 vor Verdun - alle kommen raus, trinken Tee und plauschen nett...
Genau.Und nen Tag später hauen sie sich wieder die Köppe ein......
Ich finde es gut wenn man sich in Berlin trifft und auch über die Fanproblematiken spricht. Denn das ist ja nicht nur unser Problem, sondern ein Gesamtdeutsches Problem.
Sind eigentlich immernoch Gespräche zwischen Verein und Fanszene im Gange?
Ich habe letztens in einem Facebookpost von der Fanszene höchstpersönlich gelesen, dass man sich darüber aufregt, das viele Leute die Fanszene über einen Kamm scheren und das man selbst das Böllern verurteilt. Gut so denke ich mir. Aber gleich darauf frage ich mich, warum man dann den Einzeltäter nicht direkt aus dem Block wirft.
Das einzige was ich nach dem Böllerwurf gesehen habe ist, das man erstmal richtig abgefeiert hat, weil endlich organisierter Support vor Ort war. Und da kommt mir die Galle hoch. Ich habe nach dem Böllerwurf den Support aus Protest eingestellt, weil das mMn nicht angehen kann nach so einer Aktion so zu tun als wenn nichts gewesen wäre. Da hätte ich mir seitens Fanszene ein anderes Verhalten gewünscht...Dann braucht man sich auch nicht wundern, wenn Meiden und alle, die nicht so genau hin schauen, alle über einen Kamm scheren.
Natürlich kochten emotionen hoch, nachdem man 1 Std zu spät kam, das kann ich auch verstehen. Aber das wieder durch sowas kund zu tun, bei aller liebe, da gibts es andere Mittel...
Ich würde mich auch freuen, wenn die Süd vielleicht sogar schon zur Rückrunde aufgemacht wird, da ich mein Verein auf gern über 90 Minuten nach vorne brülle, nur dann sollte die Fanszene dem Verein auch zeigen, dass man sich selbst regeln auferlegen kann und die auch einhält.
Das Pyro (obwohl im Stadion auch verboten) für die Fanszene auf einem anderen Blatt Papier steht als Böler und Leuchtspur, das leuchtet mir noch ein, aber dann bitte reagiert auch darauf wenn wieder so eine beknackte Aktion kommt und feiert nicht erstmal ab...
Sind eigentlich immernoch Gespräche zwischen Verein und Fanszene im Gange?
Ich habe letztens in einem Facebookpost von der Fanszene höchstpersönlich gelesen, dass man sich darüber aufregt, das viele Leute die Fanszene über einen Kamm scheren und das man selbst das Böllern verurteilt. Gut so denke ich mir. Aber gleich darauf frage ich mich, warum man dann den Einzeltäter nicht direkt aus dem Block wirft.
Das einzige was ich nach dem Böllerwurf gesehen habe ist, das man erstmal richtig abgefeiert hat, weil endlich organisierter Support vor Ort war. Und da kommt mir die Galle hoch. Ich habe nach dem Böllerwurf den Support aus Protest eingestellt, weil das mMn nicht angehen kann nach so einer Aktion so zu tun als wenn nichts gewesen wäre. Da hätte ich mir seitens Fanszene ein anderes Verhalten gewünscht...Dann braucht man sich auch nicht wundern, wenn Meiden und alle, die nicht so genau hin schauen, alle über einen Kamm scheren.
Natürlich kochten emotionen hoch, nachdem man 1 Std zu spät kam, das kann ich auch verstehen. Aber das wieder durch sowas kund zu tun, bei aller liebe, da gibts es andere Mittel...
Ich würde mich auch freuen, wenn die Süd vielleicht sogar schon zur Rückrunde aufgemacht wird, da ich mein Verein auf gern über 90 Minuten nach vorne brülle, nur dann sollte die Fanszene dem Verein auch zeigen, dass man sich selbst regeln auferlegen kann und die auch einhält.
Das Pyro (obwohl im Stadion auch verboten) für die Fanszene auf einem anderen Blatt Papier steht als Böler und Leuchtspur, das leuchtet mir noch ein, aber dann bitte reagiert auch darauf wenn wieder so eine beknackte Aktion kommt und feiert nicht erstmal ab...
Zitat von GISH4:
Ihr findet auch immer was worüber ihr meckern könnt,oder?
Die Meckerer sitzen doch grad in Berlin, oder? ;-)
Nein, im Ernst: Ich bin gespannt was da rauskommt. Vielleicht gibt es ja eine diskutable gemeinsame Einstellung zu den Themen. Viel Hoffnung habe ich da leider nicht. Ich denke es wird ein Kontrapapier ohne jegliche Form von eigenen Vorschlägen und insgesamt unter dem Motto: "Is doch alles nicht so schlimm, was regt ihr euch so auf"
Ihr findet auch immer was worüber ihr meckern könnt,oder?
Die Meckerer sitzen doch grad in Berlin, oder? ;-)
Nein, im Ernst: Ich bin gespannt was da rauskommt. Vielleicht gibt es ja eine diskutable gemeinsame Einstellung zu den Themen. Viel Hoffnung habe ich da leider nicht. Ich denke es wird ein Kontrapapier ohne jegliche Form von eigenen Vorschlägen und insgesamt unter dem Motto: "Is doch alles nicht so schlimm, was regt ihr euch so auf"
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Forever_Hansa am 01.11.2012 um 14:32 Uhr bearbeitet
Forever, du bist eben ein hoffnungsloser Fall.
Ja, man hat sich auf ein gemeinsame Erklärung/ Stellungnahme der anwesenden ca. 250 Teilnehmer aus 49 Vereine einigen können.
Die DFL war durch die Herren Rettig, Th. Schneider und Große-Lefert übrigens auch vertreten.
Ansonsten eine von Union sehr gut organisierte Veranstaltung, bei der man auch die im Bau befindliche neue Haupttribüne der alten Försterei in Augenschein nehmen konnte.
Man wird dann wohl morgen Verlautbarungen zum Fangipfel vernehmen können. Eine Parrallelveranstaltung, bei der ausschließlich einige Ultra-Gruppen vertreten waren, gab zu dem auch noch am heutigen Tage.
Ja, man hat sich auf ein gemeinsame Erklärung/ Stellungnahme der anwesenden ca. 250 Teilnehmer aus 49 Vereine einigen können.
Die DFL war durch die Herren Rettig, Th. Schneider und Große-Lefert übrigens auch vertreten.
Ansonsten eine von Union sehr gut organisierte Veranstaltung, bei der man auch die im Bau befindliche neue Haupttribüne der alten Försterei in Augenschein nehmen konnte.
Man wird dann wohl morgen Verlautbarungen zum Fangipfel vernehmen können. Eine Parrallelveranstaltung, bei der ausschließlich einige Ultra-Gruppen vertreten waren, gab zu dem auch noch am heutigen Tage.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von hollermann am 01.11.2012 um 20:27 Uhr bearbeitet Quelle: www.fc-union-berlin.de
Abschlusserklärung des Fan-Gipfels in Berlin vom 01. November 2012
01.11.2012 • Donnerstag
Am Donnerstag, 01. November 2012 trafen in Berlin rund 250 Fanvertreter von 49 Vereinen der Bundesliga, 2. Bundesliga, 3. Liga sowie der Regionalligen zu einem Fan-Gipfel zusammen. Anlass für die Zusammenkunft war der Ablauf der Frist für die Vereine der Bundesliga und 2. Bundesliga, sich zum DFL-Konzeptpapier „Sicheres Stadionerlebnis“ zu positionieren. Angesichts einer großen Zahl von Vereinen, die das vorgelegte Konzept ganz oder teilweise abgelehnt haben, war es Ziel des Fan-Gipfels, das weitere Vorgehen der Fans in der öffentlichen Debatte um Sicherheitsprobleme im Zusammenhang mit Fußballspielen zu beraten.
Nach einer Analyse der Ereignisse der letzten Wochen, beginnend mit der Sicherheitskonferenz im Juli in Berlin, wurden zunächst die Erklärung der DFL vom vergangenen Montag, 22.10.2012, sowie die daran anschließenden Wortmeldungen aus der Politik referiert und kommentiert. Es folgte eine Selbstreflexion hinsichtlich des Fanverhaltens, das zur öffentlichen Wahrnehmung eines Gewaltproblems im Fußball geführt hat. Anschließend wurde die Rolle der Fußballverbände DFB und Ligaverband als „Interessensverbände Fußball“ und ihr Agieren in der Öffentlichkeit erörtert sowie Möglichkeiten diskutiert, das Verhalten der Verbände im Sinne der Fußballfans zu beeinflussen.
Nach konstruktiver Diskussion, in der sich zahlreiche Fanvertreter zu Wort meldeten, einigte sich das Plenum auf zentrale Positionen und Forderungen:
Abschlusserklärung des Fan-Gipfels in Berlin vom 01. November 2012
Deutschlands Fußballstadien genügen höchsten Sicherheitsstandards. Eine Beeinträchtigung des Stadionerlebnisses z.B. durch unzumutbare Personenkontrollen und eine nachhaltige Beschädigung traditioneller Fußballkultur in den Stadien etwa durch die Abschaffung von Stehplätzen ist sachlich nicht begründet und wird daher abgelehnt. Verantwortlich für die Sicherheit in ihren Stadien sind die Vereine. Sie müssen deshalb von den Verbänden den nötigen Spielraum bekommen, lokal wirksame, den individuellen Gegebenheiten entsprechende Sicherheitskonzepte zu entwickeln und umzusetzen.
Fans, Vereine und Verbände bilden Solidargemeinschaft Fußball
Fußball lebt von den Vereinen, die ihn betreiben, von den Verbänden, die ihn organisieren und vermarkten und den Fans, die ihn lieben und zu einem emotionalen Kulturgut machen. Alle Akteure, insbesondere jedoch der DFB als größter Sportverband Deutschlands und der Ligaverband als Vertretung der beiden umsatzstärksten Fußballligen Deutschlands, sind aufgefordert, ungerechtfertigten Angriffen inhaltlich fundiert entgegenzutreten und unberechtigte Forderungen deutlich und öffentlich wirksam zurückzuweisen. Der Fan-Gipfel fordert beide Verbände auf, das behauptete Gewaltproblem im deutschen Fußball schnellstmöglich unabhängig und differenziert untersuchen zu lassen, um die auch medial hitzig geführte Debatte zu versachlichen. Darüber hinaus muss eingeleiteten Maßnahmen (z.B. 10-Punkte-Plan, AG Fanbelange beim DFB) Zeit zur Entfaltung ihrer Wirkung gegeben werden, anstatt sie durch ständig neue Konzepte („Sicheres Stadionerlebnis“) selbst zu unterlaufen.
Gewaltfreiheit
Gewalt als Mittel der Auseinandersetzung im Zusammenhang mit Fußballspielen lehnt der Fan-Gipfel selbstverständlich sowohl innerhalb als auch außerhalb von Fußballstadien strikt ab. Der Fan-Gipfel ruft alle Beteiligten dazu auf, gewalttätige Auseinandersetzungen zu vermeiden und Straftaten entgegenzuwirken. Wer nachweislich gegen geltendes Recht verstößt, ist nach geltendem Recht zu sanktionieren. Der Fußball braucht kein Parallelstrafrecht und keine Kollektivstrafen.
Dialog beginnt im Verein
DFB und Ligaverband agieren im Auftrag ihrer Mitglieder: der Vereine. Die Berücksichtigung von Faninteressen und die lokale Lösung von Problemen ist deshalb zuerst Aufgabe der Vereine. Der Fan-Gipfel ruft Deutschlands Fußballfans dazu auf, sich für einen Dialog auf Augenhöhe in ihren Vereinen zu engagieren, die Vertretung ihrer Interessen dort strukturell zu verankern und aktiv wahrzunehmen. Der Fan-Gipfel fordert die Vereine auf, den Dialog mit ihren Fans wahrzunehmen und sie in Entscheidungen einzubeziehen, ihre präventive Arbeit zu verstärken und mehr Mittel für die Fanbetreuung zur Verfügung zu stellen. Gleichzeitig geht auch hier ein Appell an Polizei, Fans und Politik, die Verantwortung zum Dialog anzunehmen und nicht vermeintliche Solidarität/Corpsgeist über Recht, Verein bzw. Vernunft zu stellen.
Verbände in der Verantwortung für das Kulturgut Fußball
Der DFB und der Ligaverband tragen Verantwortung für den Erhalt des Fußballs als Massenkultur. Sie werden aufgefordert, ihre Mitgliedsvereine zur Berücksichtigung der Faninteressen anzuhalten. Der Fan-Gipfel fordert DFB und Ligaverband auf, die Aufnahme von Fanvertretern in ihre Gremien satzungstechnisch zu ermöglichen und umzusetzen. Die Verbände werden aufgerufen, mehr Mittel für präventive Fanarbeit zur Verfügung zu stellen. Erhöhung statt Umverteilung der Mittel kann die Möglichkeiten präventiver Arbeit erheblich verbessern.
6. Pyrotechnik
Bezüglich der Legalisierung von Pyrotechnik besteht weiterhin erheblicher Diskussionsbedarf, da eine einheitliche Position zum jetzigen Zeitpunkt nicht erkennbar ist. Der Abbruch der Gespräche zu diesem Thema von Seiten der Verbände stellt einen entscheidenden Wendepunkt im Verhältnis zu den Fans dar. Es darf im Dialog zwischen Verbänden, Vereinen und Fans keine Tabus geben, das gilt auch für Pyrotechnik.
Abschließend richtet sich der Fan-Gipfel mit einem Appell an die Politik:
Vereine und Fans dürfen nicht für den Wahlkampf missbraucht werden. Fußball begeistert Millionen Menschen in Deutschland, er sorgt für Identifikation, soziale Strukturen und nicht zuletzt für Arbeitsplätze und erhebliche Steuereinnahmen und er genießt höchste öffentliche Aufmerksamkeit. Der Fan-Gipfel fordert die Vertreter der Politik – den Bundesinnenminister und die Innenminister der Länder – dringend auf, den Fußball nicht zu benutzen, um von politischen Versäumnissen in anderen Bereichen abzulenken. Gleichzeitig sind die Sozialminister dringend gefordert, die ihnen zustehende Verantwortung wiederzuentdecken und wahrzunehmen.
Kürzungen in der Sozialpolitik z.B. bei öffentlichen Angeboten für Kinder und Jugendliche oder Stellenabbau im öffentlichen Dienst z.B. bei der Polizei gehen an keiner Gesellschaft wirkungslos vorbei und wurden von großen Teilen der Bevölkerung in den vergangenen Jahren relativ klaglos hingenommen. Am öffentlichkeitswirksamen Thema Fußball jetzt ein Exempel zu statuieren und den Vereinen die Lösungen höchst komplizierter sozialer Probleme abzuverlangen, ist in höchstem Maße unfair und ebenso kurzsichtig. Die aufgebaute Drohkulisse führt dazu, dass diese sozialen Probleme im Rahmen des Fußballs nicht gelöst, sondern höchstens verlagert werden. Dieses Verhalten muss im Interesse der übergroßen Mehrheit der Fußballfans, aber auch der Zivilgesellschaft, dringend abgestellt werden, um Straftaten im Umfeld des Fußballs wirksam begegnen zu können und gemeinschaftlich an der Lösung gesellschaftlicher Probleme mitzuwirken.
Wir erwarten von den Verbänden und Vereinen die Einbindung von Fans in den Meinungsbildungs- und Entscheidungsprozess. Diesen Prozessen ist die erforderliche Zeit einzuräumen, der 12. Dezember ist aus unserer Sicht nicht einzuhalten. Von den Verbänden erwarten wir ein verbindliches Angebot an die Fans, Vereine und das Organisationsbüro des Fan-Gipfels. Vereinbart wurde zudem die Organisation einer Folgeveranstaltung.
Abschlusserklärung der Vereine.
01.11.2012 • Donnerstag
Am Donnerstag, 01. November 2012 trafen in Berlin rund 250 Fanvertreter von 49 Vereinen der Bundesliga, 2. Bundesliga, 3. Liga sowie der Regionalligen zu einem Fan-Gipfel zusammen. Anlass für die Zusammenkunft war der Ablauf der Frist für die Vereine der Bundesliga und 2. Bundesliga, sich zum DFL-Konzeptpapier „Sicheres Stadionerlebnis“ zu positionieren. Angesichts einer großen Zahl von Vereinen, die das vorgelegte Konzept ganz oder teilweise abgelehnt haben, war es Ziel des Fan-Gipfels, das weitere Vorgehen der Fans in der öffentlichen Debatte um Sicherheitsprobleme im Zusammenhang mit Fußballspielen zu beraten.
Nach einer Analyse der Ereignisse der letzten Wochen, beginnend mit der Sicherheitskonferenz im Juli in Berlin, wurden zunächst die Erklärung der DFL vom vergangenen Montag, 22.10.2012, sowie die daran anschließenden Wortmeldungen aus der Politik referiert und kommentiert. Es folgte eine Selbstreflexion hinsichtlich des Fanverhaltens, das zur öffentlichen Wahrnehmung eines Gewaltproblems im Fußball geführt hat. Anschließend wurde die Rolle der Fußballverbände DFB und Ligaverband als „Interessensverbände Fußball“ und ihr Agieren in der Öffentlichkeit erörtert sowie Möglichkeiten diskutiert, das Verhalten der Verbände im Sinne der Fußballfans zu beeinflussen.
Nach konstruktiver Diskussion, in der sich zahlreiche Fanvertreter zu Wort meldeten, einigte sich das Plenum auf zentrale Positionen und Forderungen:
Abschlusserklärung des Fan-Gipfels in Berlin vom 01. November 2012
Deutschlands Fußballstadien genügen höchsten Sicherheitsstandards. Eine Beeinträchtigung des Stadionerlebnisses z.B. durch unzumutbare Personenkontrollen und eine nachhaltige Beschädigung traditioneller Fußballkultur in den Stadien etwa durch die Abschaffung von Stehplätzen ist sachlich nicht begründet und wird daher abgelehnt. Verantwortlich für die Sicherheit in ihren Stadien sind die Vereine. Sie müssen deshalb von den Verbänden den nötigen Spielraum bekommen, lokal wirksame, den individuellen Gegebenheiten entsprechende Sicherheitskonzepte zu entwickeln und umzusetzen.
Fans, Vereine und Verbände bilden Solidargemeinschaft Fußball
Fußball lebt von den Vereinen, die ihn betreiben, von den Verbänden, die ihn organisieren und vermarkten und den Fans, die ihn lieben und zu einem emotionalen Kulturgut machen. Alle Akteure, insbesondere jedoch der DFB als größter Sportverband Deutschlands und der Ligaverband als Vertretung der beiden umsatzstärksten Fußballligen Deutschlands, sind aufgefordert, ungerechtfertigten Angriffen inhaltlich fundiert entgegenzutreten und unberechtigte Forderungen deutlich und öffentlich wirksam zurückzuweisen. Der Fan-Gipfel fordert beide Verbände auf, das behauptete Gewaltproblem im deutschen Fußball schnellstmöglich unabhängig und differenziert untersuchen zu lassen, um die auch medial hitzig geführte Debatte zu versachlichen. Darüber hinaus muss eingeleiteten Maßnahmen (z.B. 10-Punkte-Plan, AG Fanbelange beim DFB) Zeit zur Entfaltung ihrer Wirkung gegeben werden, anstatt sie durch ständig neue Konzepte („Sicheres Stadionerlebnis“) selbst zu unterlaufen.
Gewaltfreiheit
Gewalt als Mittel der Auseinandersetzung im Zusammenhang mit Fußballspielen lehnt der Fan-Gipfel selbstverständlich sowohl innerhalb als auch außerhalb von Fußballstadien strikt ab. Der Fan-Gipfel ruft alle Beteiligten dazu auf, gewalttätige Auseinandersetzungen zu vermeiden und Straftaten entgegenzuwirken. Wer nachweislich gegen geltendes Recht verstößt, ist nach geltendem Recht zu sanktionieren. Der Fußball braucht kein Parallelstrafrecht und keine Kollektivstrafen.
Dialog beginnt im Verein
DFB und Ligaverband agieren im Auftrag ihrer Mitglieder: der Vereine. Die Berücksichtigung von Faninteressen und die lokale Lösung von Problemen ist deshalb zuerst Aufgabe der Vereine. Der Fan-Gipfel ruft Deutschlands Fußballfans dazu auf, sich für einen Dialog auf Augenhöhe in ihren Vereinen zu engagieren, die Vertretung ihrer Interessen dort strukturell zu verankern und aktiv wahrzunehmen. Der Fan-Gipfel fordert die Vereine auf, den Dialog mit ihren Fans wahrzunehmen und sie in Entscheidungen einzubeziehen, ihre präventive Arbeit zu verstärken und mehr Mittel für die Fanbetreuung zur Verfügung zu stellen. Gleichzeitig geht auch hier ein Appell an Polizei, Fans und Politik, die Verantwortung zum Dialog anzunehmen und nicht vermeintliche Solidarität/Corpsgeist über Recht, Verein bzw. Vernunft zu stellen.
Verbände in der Verantwortung für das Kulturgut Fußball
Der DFB und der Ligaverband tragen Verantwortung für den Erhalt des Fußballs als Massenkultur. Sie werden aufgefordert, ihre Mitgliedsvereine zur Berücksichtigung der Faninteressen anzuhalten. Der Fan-Gipfel fordert DFB und Ligaverband auf, die Aufnahme von Fanvertretern in ihre Gremien satzungstechnisch zu ermöglichen und umzusetzen. Die Verbände werden aufgerufen, mehr Mittel für präventive Fanarbeit zur Verfügung zu stellen. Erhöhung statt Umverteilung der Mittel kann die Möglichkeiten präventiver Arbeit erheblich verbessern.
6. Pyrotechnik
Bezüglich der Legalisierung von Pyrotechnik besteht weiterhin erheblicher Diskussionsbedarf, da eine einheitliche Position zum jetzigen Zeitpunkt nicht erkennbar ist. Der Abbruch der Gespräche zu diesem Thema von Seiten der Verbände stellt einen entscheidenden Wendepunkt im Verhältnis zu den Fans dar. Es darf im Dialog zwischen Verbänden, Vereinen und Fans keine Tabus geben, das gilt auch für Pyrotechnik.
Abschließend richtet sich der Fan-Gipfel mit einem Appell an die Politik:
Vereine und Fans dürfen nicht für den Wahlkampf missbraucht werden. Fußball begeistert Millionen Menschen in Deutschland, er sorgt für Identifikation, soziale Strukturen und nicht zuletzt für Arbeitsplätze und erhebliche Steuereinnahmen und er genießt höchste öffentliche Aufmerksamkeit. Der Fan-Gipfel fordert die Vertreter der Politik – den Bundesinnenminister und die Innenminister der Länder – dringend auf, den Fußball nicht zu benutzen, um von politischen Versäumnissen in anderen Bereichen abzulenken. Gleichzeitig sind die Sozialminister dringend gefordert, die ihnen zustehende Verantwortung wiederzuentdecken und wahrzunehmen.
Kürzungen in der Sozialpolitik z.B. bei öffentlichen Angeboten für Kinder und Jugendliche oder Stellenabbau im öffentlichen Dienst z.B. bei der Polizei gehen an keiner Gesellschaft wirkungslos vorbei und wurden von großen Teilen der Bevölkerung in den vergangenen Jahren relativ klaglos hingenommen. Am öffentlichkeitswirksamen Thema Fußball jetzt ein Exempel zu statuieren und den Vereinen die Lösungen höchst komplizierter sozialer Probleme abzuverlangen, ist in höchstem Maße unfair und ebenso kurzsichtig. Die aufgebaute Drohkulisse führt dazu, dass diese sozialen Probleme im Rahmen des Fußballs nicht gelöst, sondern höchstens verlagert werden. Dieses Verhalten muss im Interesse der übergroßen Mehrheit der Fußballfans, aber auch der Zivilgesellschaft, dringend abgestellt werden, um Straftaten im Umfeld des Fußballs wirksam begegnen zu können und gemeinschaftlich an der Lösung gesellschaftlicher Probleme mitzuwirken.
Wir erwarten von den Verbänden und Vereinen die Einbindung von Fans in den Meinungsbildungs- und Entscheidungsprozess. Diesen Prozessen ist die erforderliche Zeit einzuräumen, der 12. Dezember ist aus unserer Sicht nicht einzuhalten. Von den Verbänden erwarten wir ein verbindliches Angebot an die Fans, Vereine und das Organisationsbüro des Fan-Gipfels. Vereinbart wurde zudem die Organisation einer Folgeveranstaltung.
Zitat von DuGamlaDuFria:
www.fc-union-berlin.de:
Abschlusserklärung des Fan-Gipfels in Berlin vom 01. November 2012
01.11.2012 • Donnerstag
Am Donnerstag, 01. November 2012 trafen in Berlin rund 250 Fanvertreter von 49 Vereinen der Bundesliga, 2. Bundesliga, 3. Liga sowie der Regionalligen zu einem Fan-Gipfel zusammen. Anlass für die Zusammenkunft war der Ablauf der Frist für die Vereine der Bundesliga und 2. Bundesliga, sich zum DFL-Konzeptpapier „Sicheres Stadionerlebnis“ zu positionieren. Angesichts einer großen Zahl von Vereinen, die das vorgelegte Konzept ganz oder teilweise abgelehnt haben, war es Ziel des Fan-Gipfels, das weitere Vorgehen der Fans in der öffentlichen Debatte um Sicherheitsprobleme im Zusammenhang mit Fußballspielen zu beraten.
Nach einer Analyse der Ereignisse der letzten Wochen, beginnend mit der Sicherheitskonferenz im Juli in Berlin, wurden zunächst die Erklärung der DFL vom vergangenen Montag, 22.10.2012, sowie die daran anschließenden Wortmeldungen aus der Politik referiert und kommentiert. Es folgte eine Selbstreflexion hinsichtlich des Fanverhaltens, das zur öffentlichen Wahrnehmung eines Gewaltproblems im Fußball geführt hat. Anschließend wurde die Rolle der Fußballverbände DFB und Ligaverband als „Interessensverbände Fußball“ und ihr Agieren in der Öffentlichkeit erörtert sowie Möglichkeiten diskutiert, das Verhalten der Verbände im Sinne der Fußballfans zu beeinflussen.
Nach konstruktiver Diskussion, in der sich zahlreiche Fanvertreter zu Wort meldeten, einigte sich das Plenum auf zentrale Positionen und Forderungen:
Abschlusserklärung des Fan-Gipfels in Berlin vom 01. November 2012
Deutschlands Fußballstadien genügen höchsten Sicherheitsstandards. Eine Beeinträchtigung des Stadionerlebnisses z.B. durch unzumutbare Personenkontrollen und eine nachhaltige Beschädigung traditioneller Fußballkultur in den Stadien etwa durch die Abschaffung von Stehplätzen ist sachlich nicht begründet und wird daher abgelehnt. Verantwortlich für die Sicherheit in ihren Stadien sind die Vereine. Sie müssen deshalb von den Verbänden den nötigen Spielraum bekommen, lokal wirksame, den individuellen Gegebenheiten entsprechende Sicherheitskonzepte zu entwickeln und umzusetzen.
Fans, Vereine und Verbände bilden Solidargemeinschaft Fußball
Fußball lebt von den Vereinen, die ihn betreiben, von den Verbänden, die ihn organisieren und vermarkten und den Fans, die ihn lieben und zu einem emotionalen Kulturgut machen. Alle Akteure, insbesondere jedoch der DFB als größter Sportverband Deutschlands und der Ligaverband als Vertretung der beiden umsatzstärksten Fußballligen Deutschlands, sind aufgefordert, ungerechtfertigten Angriffen inhaltlich fundiert entgegenzutreten und unberechtigte Forderungen deutlich und öffentlich wirksam zurückzuweisen. Der Fan-Gipfel fordert beide Verbände auf, das behauptete Gewaltproblem im deutschen Fußball schnellstmöglich unabhängig und differenziert untersuchen zu lassen, um die auch medial hitzig geführte Debatte zu versachlichen. Darüber hinaus muss eingeleiteten Maßnahmen (z.B. 10-Punkte-Plan, AG Fanbelange beim DFB) Zeit zur Entfaltung ihrer Wirkung gegeben werden, anstatt sie durch ständig neue Konzepte („Sicheres Stadionerlebnis“) selbst zu unterlaufen.
Gewaltfreiheit
Gewalt als Mittel der Auseinandersetzung im Zusammenhang mit Fußballspielen lehnt der Fan-Gipfel selbstverständlich sowohl innerhalb als auch außerhalb von Fußballstadien strikt ab. Der Fan-Gipfel ruft alle Beteiligten dazu auf, gewalttätige Auseinandersetzungen zu vermeiden und Straftaten entgegenzuwirken. Wer nachweislich gegen geltendes Recht verstößt, ist nach geltendem Recht zu sanktionieren. Der Fußball braucht kein Parallelstrafrecht und keine Kollektivstrafen.
Dialog beginnt im Verein
DFB und Ligaverband agieren im Auftrag ihrer Mitglieder: der Vereine. Die Berücksichtigung von Faninteressen und die lokale Lösung von Problemen ist deshalb zuerst Aufgabe der Vereine. Der Fan-Gipfel ruft Deutschlands Fußballfans dazu auf, sich für einen Dialog auf Augenhöhe in ihren Vereinen zu engagieren, die Vertretung ihrer Interessen dort strukturell zu verankern und aktiv wahrzunehmen. Der Fan-Gipfel fordert die Vereine auf, den Dialog mit ihren Fans wahrzunehmen und sie in Entscheidungen einzubeziehen, ihre präventive Arbeit zu verstärken und mehr Mittel für die Fanbetreuung zur Verfügung zu stellen. Gleichzeitig geht auch hier ein Appell an Polizei, Fans und Politik, die Verantwortung zum Dialog anzunehmen und nicht vermeintliche Solidarität/Corpsgeist über Recht, Verein bzw. Vernunft zu stellen.
Verbände in der Verantwortung für das Kulturgut Fußball
Der DFB und der Ligaverband tragen Verantwortung für den Erhalt des Fußballs als Massenkultur. Sie werden aufgefordert, ihre Mitgliedsvereine zur Berücksichtigung der Faninteressen anzuhalten. Der Fan-Gipfel fordert DFB und Ligaverband auf, die Aufnahme von Fanvertretern in ihre Gremien satzungstechnisch zu ermöglichen und umzusetzen. Die Verbände werden aufgerufen, mehr Mittel für präventive Fanarbeit zur Verfügung zu stellen. Erhöhung statt Umverteilung der Mittel kann die Möglichkeiten präventiver Arbeit erheblich verbessern.
6. Pyrotechnik
Bezüglich der Legalisierung von Pyrotechnik besteht weiterhin erheblicher Diskussionsbedarf, da eine einheitliche Position zum jetzigen Zeitpunkt nicht erkennbar ist. Der Abbruch der Gespräche zu diesem Thema von Seiten der Verbände stellt einen entscheidenden Wendepunkt im Verhältnis zu den Fans dar. Es darf im Dialog zwischen Verbänden, Vereinen und Fans keine Tabus geben, das gilt auch für Pyrotechnik.
Abschließend richtet sich der Fan-Gipfel mit einem Appell an die Politik:
Vereine und Fans dürfen nicht für den Wahlkampf missbraucht werden. Fußball begeistert Millionen Menschen in Deutschland, er sorgt für Identifikation, soziale Strukturen und nicht zuletzt für Arbeitsplätze und erhebliche Steuereinnahmen und er genießt höchste öffentliche Aufmerksamkeit. Der Fan-Gipfel fordert die Vertreter der Politik – den Bundesinnenminister und die Innenminister der Länder – dringend auf, den Fußball nicht zu benutzen, um von politischen Versäumnissen in anderen Bereichen abzulenken. Gleichzeitig sind die Sozialminister dringend gefordert, die ihnen zustehende Verantwortung wiederzuentdecken und wahrzunehmen.
Kürzungen in der Sozialpolitik z.B. bei öffentlichen Angeboten für Kinder und Jugendliche oder Stellenabbau im öffentlichen Dienst z.B. bei der Polizei gehen an keiner Gesellschaft wirkungslos vorbei und wurden von großen Teilen der Bevölkerung in den vergangenen Jahren relativ klaglos hingenommen. Am öffentlichkeitswirksamen Thema Fußball jetzt ein Exempel zu statuieren und den Vereinen die Lösungen höchst komplizierter sozialer Probleme abzuverlangen, ist in höchstem Maße unfair und ebenso kurzsichtig. Die aufgebaute Drohkulisse führt dazu, dass diese sozialen Probleme im Rahmen des Fußballs nicht gelöst, sondern höchstens verlagert werden. Dieses Verhalten muss im Interesse der übergroßen Mehrheit der Fußballfans, aber auch der Zivilgesellschaft, dringend abgestellt werden, um Straftaten im Umfeld des Fußballs wirksam begegnen zu können und gemeinschaftlich an der Lösung gesellschaftlicher Probleme mitzuwirken.
Wir erwarten von den Verbänden und Vereinen die Einbindung von Fans in den Meinungsbildungs- und Entscheidungsprozess. Diesen Prozessen ist die erforderliche Zeit einzuräumen, der 12. Dezember ist aus unserer Sicht nicht einzuhalten. Von den Verbänden erwarten wir ein verbindliches Angebot an die Fans, Vereine und das Organisationsbüro des Fan-Gipfels. Vereinbart wurde zudem die Organisation einer Folgeveranstaltung.Abschlusserklärung der Vereine.
Es ist schon ein sehr großer Unterschied, ob dies eine Erklärung der Fans oder der Vereine ist ... und dies ist "nur" eine Erklärung der Fans ...
www.fc-union-berlin.de:
Abschlusserklärung des Fan-Gipfels in Berlin vom 01. November 2012
01.11.2012 • Donnerstag
Am Donnerstag, 01. November 2012 trafen in Berlin rund 250 Fanvertreter von 49 Vereinen der Bundesliga, 2. Bundesliga, 3. Liga sowie der Regionalligen zu einem Fan-Gipfel zusammen. Anlass für die Zusammenkunft war der Ablauf der Frist für die Vereine der Bundesliga und 2. Bundesliga, sich zum DFL-Konzeptpapier „Sicheres Stadionerlebnis“ zu positionieren. Angesichts einer großen Zahl von Vereinen, die das vorgelegte Konzept ganz oder teilweise abgelehnt haben, war es Ziel des Fan-Gipfels, das weitere Vorgehen der Fans in der öffentlichen Debatte um Sicherheitsprobleme im Zusammenhang mit Fußballspielen zu beraten.
Nach einer Analyse der Ereignisse der letzten Wochen, beginnend mit der Sicherheitskonferenz im Juli in Berlin, wurden zunächst die Erklärung der DFL vom vergangenen Montag, 22.10.2012, sowie die daran anschließenden Wortmeldungen aus der Politik referiert und kommentiert. Es folgte eine Selbstreflexion hinsichtlich des Fanverhaltens, das zur öffentlichen Wahrnehmung eines Gewaltproblems im Fußball geführt hat. Anschließend wurde die Rolle der Fußballverbände DFB und Ligaverband als „Interessensverbände Fußball“ und ihr Agieren in der Öffentlichkeit erörtert sowie Möglichkeiten diskutiert, das Verhalten der Verbände im Sinne der Fußballfans zu beeinflussen.
Nach konstruktiver Diskussion, in der sich zahlreiche Fanvertreter zu Wort meldeten, einigte sich das Plenum auf zentrale Positionen und Forderungen:
Abschlusserklärung des Fan-Gipfels in Berlin vom 01. November 2012
Deutschlands Fußballstadien genügen höchsten Sicherheitsstandards. Eine Beeinträchtigung des Stadionerlebnisses z.B. durch unzumutbare Personenkontrollen und eine nachhaltige Beschädigung traditioneller Fußballkultur in den Stadien etwa durch die Abschaffung von Stehplätzen ist sachlich nicht begründet und wird daher abgelehnt. Verantwortlich für die Sicherheit in ihren Stadien sind die Vereine. Sie müssen deshalb von den Verbänden den nötigen Spielraum bekommen, lokal wirksame, den individuellen Gegebenheiten entsprechende Sicherheitskonzepte zu entwickeln und umzusetzen.
Fans, Vereine und Verbände bilden Solidargemeinschaft Fußball
Fußball lebt von den Vereinen, die ihn betreiben, von den Verbänden, die ihn organisieren und vermarkten und den Fans, die ihn lieben und zu einem emotionalen Kulturgut machen. Alle Akteure, insbesondere jedoch der DFB als größter Sportverband Deutschlands und der Ligaverband als Vertretung der beiden umsatzstärksten Fußballligen Deutschlands, sind aufgefordert, ungerechtfertigten Angriffen inhaltlich fundiert entgegenzutreten und unberechtigte Forderungen deutlich und öffentlich wirksam zurückzuweisen. Der Fan-Gipfel fordert beide Verbände auf, das behauptete Gewaltproblem im deutschen Fußball schnellstmöglich unabhängig und differenziert untersuchen zu lassen, um die auch medial hitzig geführte Debatte zu versachlichen. Darüber hinaus muss eingeleiteten Maßnahmen (z.B. 10-Punkte-Plan, AG Fanbelange beim DFB) Zeit zur Entfaltung ihrer Wirkung gegeben werden, anstatt sie durch ständig neue Konzepte („Sicheres Stadionerlebnis“) selbst zu unterlaufen.
Gewaltfreiheit
Gewalt als Mittel der Auseinandersetzung im Zusammenhang mit Fußballspielen lehnt der Fan-Gipfel selbstverständlich sowohl innerhalb als auch außerhalb von Fußballstadien strikt ab. Der Fan-Gipfel ruft alle Beteiligten dazu auf, gewalttätige Auseinandersetzungen zu vermeiden und Straftaten entgegenzuwirken. Wer nachweislich gegen geltendes Recht verstößt, ist nach geltendem Recht zu sanktionieren. Der Fußball braucht kein Parallelstrafrecht und keine Kollektivstrafen.
Dialog beginnt im Verein
DFB und Ligaverband agieren im Auftrag ihrer Mitglieder: der Vereine. Die Berücksichtigung von Faninteressen und die lokale Lösung von Problemen ist deshalb zuerst Aufgabe der Vereine. Der Fan-Gipfel ruft Deutschlands Fußballfans dazu auf, sich für einen Dialog auf Augenhöhe in ihren Vereinen zu engagieren, die Vertretung ihrer Interessen dort strukturell zu verankern und aktiv wahrzunehmen. Der Fan-Gipfel fordert die Vereine auf, den Dialog mit ihren Fans wahrzunehmen und sie in Entscheidungen einzubeziehen, ihre präventive Arbeit zu verstärken und mehr Mittel für die Fanbetreuung zur Verfügung zu stellen. Gleichzeitig geht auch hier ein Appell an Polizei, Fans und Politik, die Verantwortung zum Dialog anzunehmen und nicht vermeintliche Solidarität/Corpsgeist über Recht, Verein bzw. Vernunft zu stellen.
Verbände in der Verantwortung für das Kulturgut Fußball
Der DFB und der Ligaverband tragen Verantwortung für den Erhalt des Fußballs als Massenkultur. Sie werden aufgefordert, ihre Mitgliedsvereine zur Berücksichtigung der Faninteressen anzuhalten. Der Fan-Gipfel fordert DFB und Ligaverband auf, die Aufnahme von Fanvertretern in ihre Gremien satzungstechnisch zu ermöglichen und umzusetzen. Die Verbände werden aufgerufen, mehr Mittel für präventive Fanarbeit zur Verfügung zu stellen. Erhöhung statt Umverteilung der Mittel kann die Möglichkeiten präventiver Arbeit erheblich verbessern.
6. Pyrotechnik
Bezüglich der Legalisierung von Pyrotechnik besteht weiterhin erheblicher Diskussionsbedarf, da eine einheitliche Position zum jetzigen Zeitpunkt nicht erkennbar ist. Der Abbruch der Gespräche zu diesem Thema von Seiten der Verbände stellt einen entscheidenden Wendepunkt im Verhältnis zu den Fans dar. Es darf im Dialog zwischen Verbänden, Vereinen und Fans keine Tabus geben, das gilt auch für Pyrotechnik.
Abschließend richtet sich der Fan-Gipfel mit einem Appell an die Politik:
Vereine und Fans dürfen nicht für den Wahlkampf missbraucht werden. Fußball begeistert Millionen Menschen in Deutschland, er sorgt für Identifikation, soziale Strukturen und nicht zuletzt für Arbeitsplätze und erhebliche Steuereinnahmen und er genießt höchste öffentliche Aufmerksamkeit. Der Fan-Gipfel fordert die Vertreter der Politik – den Bundesinnenminister und die Innenminister der Länder – dringend auf, den Fußball nicht zu benutzen, um von politischen Versäumnissen in anderen Bereichen abzulenken. Gleichzeitig sind die Sozialminister dringend gefordert, die ihnen zustehende Verantwortung wiederzuentdecken und wahrzunehmen.
Kürzungen in der Sozialpolitik z.B. bei öffentlichen Angeboten für Kinder und Jugendliche oder Stellenabbau im öffentlichen Dienst z.B. bei der Polizei gehen an keiner Gesellschaft wirkungslos vorbei und wurden von großen Teilen der Bevölkerung in den vergangenen Jahren relativ klaglos hingenommen. Am öffentlichkeitswirksamen Thema Fußball jetzt ein Exempel zu statuieren und den Vereinen die Lösungen höchst komplizierter sozialer Probleme abzuverlangen, ist in höchstem Maße unfair und ebenso kurzsichtig. Die aufgebaute Drohkulisse führt dazu, dass diese sozialen Probleme im Rahmen des Fußballs nicht gelöst, sondern höchstens verlagert werden. Dieses Verhalten muss im Interesse der übergroßen Mehrheit der Fußballfans, aber auch der Zivilgesellschaft, dringend abgestellt werden, um Straftaten im Umfeld des Fußballs wirksam begegnen zu können und gemeinschaftlich an der Lösung gesellschaftlicher Probleme mitzuwirken.
Wir erwarten von den Verbänden und Vereinen die Einbindung von Fans in den Meinungsbildungs- und Entscheidungsprozess. Diesen Prozessen ist die erforderliche Zeit einzuräumen, der 12. Dezember ist aus unserer Sicht nicht einzuhalten. Von den Verbänden erwarten wir ein verbindliches Angebot an die Fans, Vereine und das Organisationsbüro des Fan-Gipfels. Vereinbart wurde zudem die Organisation einer Folgeveranstaltung.Abschlusserklärung der Vereine.
Es ist schon ein sehr großer Unterschied, ob dies eine Erklärung der Fans oder der Vereine ist ... und dies ist "nur" eine Erklärung der Fans ...
Zitat
Fanszene Rostock e.V.
Podiumsdiskussion mit den Kandidaten der Wahl zum Aufsichtsrat
Hallo Mitglieder und Fans des FC Hansa Rostock
Am 25.11.2012 findet die jährliche Mitgliederversammlung unseres Vereins statt. An diesem Tag werden die Grundlagen für die strategische Ausrichtung der nächsten 4 Jahre gelegt. Es steht die Wahl des Aufsichtsrates an. Dass es so nicht weitergehen kann und die ständigen Unruhen bzw. das Verramschen im Verein endlich ein Ende finden muss ist klar.
Am 05.11. wird der Wahlausschuss die Kandidaten (circa 13-15 Personen) bekannt geben. Weil die Mitglieder während der Mitgliederversammlung eher weniger Zeit haben, die Kandidaten wirklich zu durchleuchten und Ihnen Fragen zu stellen, haben sich einige Mitglieder dazu entschlossen am 16.11. eine Podiumsdiskussion zu veranstalten.
Hier wird jedem der Kandidaten ausreichend Zeit gegeben, sich zu bestimmten Themen zu äußern. Hierzu wurde extra ein Hörsaal der Uni Rostock angemietet. Vorab bitten die Veranstalter um den ernsthaften Umgang bezüglich des Termins. Wir bitten darum, dass dort mindestens 300-400 Mitglieder die Chance wahrnehmen. Es geht um Hansa!!!
Hinweise:
1. Es wird darum gebeten, KEIN Essen oder dergleichen mitzunehmen, der Hörsaal wird ordentlich und sauber übergeben.
2. Wer alle 30 Minuten rauchen muss, sollte der Veranstaltung am besten gleich fern bleiben. Wir wollen keine Unruhe haben, sondern einen störungsfreien Ablauf bzw. die Zeit gut nutzen
3. Wir werden um circa 19.30 Uhr bis 19.40 Uhr eine Pause einlegen.
5. Wir bitten darum, Fragen schon vorab zu notieren und dann vor Beginn der Veranstaltung an die zwei Moderatoren zu übergeben, somit läuft das Ganze wiederum reibungsloser. Spontane Fragen sind natürlich auch möglich
Fragen können auch an -> fragen@fanszene-rostock.de
Fanszene Rostock e.V.
Podiumsdiskussion mit den Kandidaten der Wahl zum Aufsichtsrat
Hallo Mitglieder und Fans des FC Hansa Rostock
Am 25.11.2012 findet die jährliche Mitgliederversammlung unseres Vereins statt. An diesem Tag werden die Grundlagen für die strategische Ausrichtung der nächsten 4 Jahre gelegt. Es steht die Wahl des Aufsichtsrates an. Dass es so nicht weitergehen kann und die ständigen Unruhen bzw. das Verramschen im Verein endlich ein Ende finden muss ist klar.
Am 05.11. wird der Wahlausschuss die Kandidaten (circa 13-15 Personen) bekannt geben. Weil die Mitglieder während der Mitgliederversammlung eher weniger Zeit haben, die Kandidaten wirklich zu durchleuchten und Ihnen Fragen zu stellen, haben sich einige Mitglieder dazu entschlossen am 16.11. eine Podiumsdiskussion zu veranstalten.
Hier wird jedem der Kandidaten ausreichend Zeit gegeben, sich zu bestimmten Themen zu äußern. Hierzu wurde extra ein Hörsaal der Uni Rostock angemietet. Vorab bitten die Veranstalter um den ernsthaften Umgang bezüglich des Termins. Wir bitten darum, dass dort mindestens 300-400 Mitglieder die Chance wahrnehmen. Es geht um Hansa!!!
Hinweise:
1. Es wird darum gebeten, KEIN Essen oder dergleichen mitzunehmen, der Hörsaal wird ordentlich und sauber übergeben.
2. Wer alle 30 Minuten rauchen muss, sollte der Veranstaltung am besten gleich fern bleiben. Wir wollen keine Unruhe haben, sondern einen störungsfreien Ablauf bzw. die Zeit gut nutzen
3. Wir werden um circa 19.30 Uhr bis 19.40 Uhr eine Pause einlegen.
5. Wir bitten darum, Fragen schon vorab zu notieren und dann vor Beginn der Veranstaltung an die zwei Moderatoren zu übergeben, somit läuft das Ganze wiederum reibungsloser. Spontane Fragen sind natürlich auch möglich
Fragen können auch an -> fragen@fanszene-rostock.de
Post-Optionen
Den kompletten Thread wirklich löschen?
Paten-Optionen
Möchtest Du den Beitrag wirklich löschen?
Diesen Beitrag alarmieren
Diesen Beitrag alarmieren
Diesen Beitrag alarmieren
Lesezeichen
Abonnierte Threads
Guter Beitrag
Guter Beitrag
Guter Beitrag
Post-Optionen
Nutze die Thread-Suche, wenn Du diesen Post in einen anderen Thread verschieben möchtest. Drücke Thread erstellen, wenn aus diesem Post ein eigenständiger Thread werden soll.
