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Die Kurve

16.08.2012 - 20:46 Uhr
Die Kurve |#1921
04.04.2013 - 13:34 Uhr
Ich muss strikerchamp Recht geben. Bei meinen letzten Besuchen von Auswärtsspielen gab es zuletzt eigentlich immer irgendwelche Berührungspunkte mit Polizisten, die i.d.R. wissen wollten, woher man kommt und wohin man will. Spaliere von Einsatzfahrzeugen und Bundespolizei etc. wirken auf mich jedenfalls auch immer bedrohlich, selbst dann, wenn die Beamten erstmal sowas wie entspannt wirken. Die Tatsache, dass es offensichtlich schon Normalität zu sein scheint, sich als friedlicher Fußballfan mehreren behelmten und in voller Kampfmontur ausgestatteten Staatsdienern gegenüber zu sehen und sich (für was eigentlich?) rechtfertigen zu müssen, grenzt schon an Wahnsinn. Wer dann in solchen Momenten keinen kühlen Kopf bewahren kann, hat eigentlich schon verloren. Letztlich zahlen wir "normalen" Fans aber die Zeche für die Lowbrainer "unter uns", denen Ethik und Moral an irgendeinem Punkt in ihrem Leben abhanden gekommen sind. Das am Ende alle Seiten bocken und jeder die Schuld beim Anderen sucht, macht das Dilemma perfekt.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von smutje76 am 04.04.2013 um 13:38 Uhr bearbeitet
Die Kurve |#1922
04.04.2013 - 13:37 Uhr
@ HG

ok. jetzt versteh ich den zusammenhang

ich finde aber wir sollten aufhören gleiches mit gleichem zu begründen. nur weil r. wendt eine fragwürdige person ist, rechtfertig dies noch lange nicht, sich über besagten vorfall zu amüsieren...
r. wendt muss für solche aussagen (das sind ja noch lange nicht alle) kritisch hinterfragt und beäugt werden. ohne frage...
allerdings ist der zusammenhang zu den publikationen in der jungen freiheit o.ä. und:
Zitat von heiligergreif:

Und hier könnte ich dann genauso gut argumentieren, das sich damit über gefesselte und dennoch in der Zelle verbrannte Immigranten lustig gemacht wird.

fraglich...oder ließt man in solchen publikationen ähnliche aussagen, wie hub hub hubschrauber, nur in verbindung mit dem gräuel von damals? ich glaube eher nicht! insofern kann man die kritische person wendt nicht mit den diffamierungen des toten beamten vergleichen!
wie gesagt: r. wendt muss kritisch hinterfragt werden (mir wäre es auch lieber ihn besser gestern als heute von seinem amt zu entbinden), aber das rechtfertig in keinster weise die plakataktion!

kritik an dem einsatz kann man anders äußern. wie schon dargestellt, wäre das plakat ohne den tödlichen unfall nie entstanden. insofern ist klar, worauf das plakat abzielte...und das ist einfach schäbig, hirnlos und menschenverachtend...
Dieser Beitrag wurde zuletzt von und1und2 am 04.04.2013 um 13:47 Uhr bearbeitet
Die Kurve |#1923
04.04.2013 - 14:53 Uhr
Zitat
@ 1und1
ok. jetzt versteh ich den zusammenhang

ich finde aber wir sollten aufhören gleiches mit gleichem zu begründen. nur weil r. wendt eine fragwürdige person ist, rechtfertig dies noch lange nicht, sich über besagten vorfall zu amüsieren...
r. wendt muss für solche aussagen (das sind ja noch lange nicht alle) kritisch hinterfragt und beäugt werden. ohne frage...
allerdings ist der zusammenhang zu den publikationen in der jungen freiheit o.ä. und:


Bei Hansafans funktioniert das doch, immer gleiches mit gleichem zu begründen.
Da gibt es einige schwarze Schafe, aber man treibt die gesamte Herde vor sich her.
Wenn sich Menschen über diesem Vorfall amüsieren muss man das auch tolerieren und sich Fragen stellen warum, diese Menschen das tun.
Man kann dann nicht negieren, oder pauschalisieren.
Was Wendt betrifft, wundert mich jetzt gar nichts, ist mir aber neu. Danke HG!
Mich persönlich geben diese Entwicklungen grossen Anlass zur Sorge, das es in diesem Staat wirklich Kräfte gibt die die Persönlichkeitsrecht ausser Kraft setzten wollen.
Aber das gehört nicht in diesem Forum.

•     •     •

Anno 2012
Totgesagte leben länger, oder wie der Hansastahl gehärtet wurde.
Die Kurve |#1924
04.04.2013 - 15:24 Uhr
Zitat von Harry_Hurtig:
Zitat
@ 1und1
ok. jetzt versteh ich den zusammenhang

ich finde aber wir sollten aufhören gleiches mit gleichem zu begründen. nur weil r. wendt eine fragwürdige person ist, rechtfertig dies noch lange nicht, sich über besagten vorfall zu amüsieren...
r. wendt muss für solche aussagen (das sind ja noch lange nicht alle) kritisch hinterfragt und beäugt werden. ohne frage...
allerdings ist der zusammenhang zu den publikationen in der jungen freiheit o.ä. und:


Bei Hansafans funktioniert das doch, immer gleiches mit gleichem zu begründen.
Da gibt es einige schwarze Schafe, aber man treibt die gesamte Herde vor sich her.
Wenn sich Menschen über diesem Vorfall amüsieren muss man das auch tolerieren und sich Fragen stellen warum, diese Menschen das tun.
Man kann dann nicht negieren, oder pauschalisieren.
Was Wendt betrifft, wundert mich jetzt gar nichts, ist mir aber neu. Danke HG!
Mich persönlich geben diese Entwicklungen grossen Anlass zur Sorge, das es in diesem Staat wirklich Kräfte gibt die die Persönlichkeitsrecht ausser Kraft setzten wollen.
Aber das gehört nicht in diesem Forum.


einige schwarze schafe? naja...wenn 10% der auswärtsreisenden einige sind...man weiß eben nicht wie man diese filtern soll. nur deswegen werden doch alle hansafans unter gereralverdacht gestellt...mir gefällt das auch nicht. aber anstatt sich darüber zu beschweren, lasst uns doch mal an die eigene nase fassen!!!


man muss tolerieren, dass sich über einen toten amüsiert wird? gehts noch?
was ist das für eine gesellschaft, in der eigenes verhalten mit dem verhalten anderer begründet wird? das ist peinlich und schämenswert...
Die Kurve |#1925
04.04.2013 - 16:04 Uhr
Zitat von und1und2:
....
kritik an dem einsatz kann man anders äußern. wie schon dargestellt, wäre das plakat ohne den tödlichen unfall nie entstanden. insofern ist klar, worauf das plakat abzielte...und das ist einfach schäbig, hirnlos und menschenverachtend...


Nein. Das war einfach zu spektakulär in Zusammenhang mit dem Fußball und Fußballfans. Die Tapete wäre genauso gekommen, wenn es keinen Verletzten und/oder Toten gegeben hätte und sie stellt keinen (direkten) Bezug zu dem Verunglückten her. Die Sprüche auf Bannern, Tapeten etc. sind nun mal immer plakativ, verkürzt und da gehts auch nicht darum dadrauf sachlich und in Prosa zu texten. Ich kann ja Kritik verstehen, aber der Vorwurf, es geht nur darum, sich über einen Toten lustig zu machen geht zu weit und unterstellt erstmal was, was so nicht geäußert wurde. Und wenn man mit Kanonen auf Spatzen schießt, dann ist eben auch mal ein Rohrkrepierer wahrscheinlich und man darf dann auch die Sinnhaftigkeit hinterfragen. Und zu dieser Situation haben geistige Brandstifter wie die DPolG einen ebenso großen Beitrag geleistet und dienen jetzt noch dazu die Kritiker zu kritisieren. Wendt hat doch noch am selben Tag abgewunken und gesagt, shit happens, wir sind halt keine Schönwetterpolizei. Dem ist das nicht nur am Allerwertesten vorbeigegangen, nein, es dient ihm noch dazu noch größere Geschütze zu fordern und seine kruden Vorstellungen vom Polizeistaat zu untermauern. Dabei ist man i.d.R. auch ohne sowas Herr der Lage und hat jahrelang Spiele über die Bühne gebracht. Solche Leute sind dann einfach keine zitierbare Referenz um die Beweggründe von Fußballfans von Hansa Rostock zu beurteilen und den Sinn deren Äußerungen für den Rest der Menschheit festzulegen.

•     •     •

Und heute sinkt für Sie ... das Niveau:
"Du bist der Abschaum, der letzte Rest Scheisse, der unser Stadion besudelt. Verpiss Dich!"
Forever_Hansa

Dieser Beitrag wurde zuletzt von heiligergreif am 04.04.2013 um 16:09 Uhr bearbeitet
Die Kurve |#1926
04.04.2013 - 17:00 Uhr
Zitat von heiligergreif:
Zitat von und1und2:
....
kritik an dem einsatz kann man anders äußern. wie schon dargestellt, wäre das plakat ohne den tödlichen unfall nie entstanden. insofern ist klar, worauf das plakat abzielte...und das ist einfach schäbig, hirnlos und menschenverachtend...


Nein. Das war einfach zu spektakulär in Zusammenhang mit dem Fußball und Fußballfans. Die Tapete wäre genauso gekommen, wenn es keinen Verletzten und/oder Toten gegeben hätte und sie stellt keinen (direkten) Bezug zu dem Verunglückten her. Die Sprüche auf Bannern, Tapeten etc. sind nun mal immer plakativ, verkürzt und da gehts auch nicht darum dadrauf sachlich und in Prosa zu texten. Ich kann ja Kritik verstehen, aber der Vorwurf, es geht nur darum, sich über einen Toten lustig zu machen geht zu weit und unterstellt erstmal was, was so nicht geäußert wurde. Und wenn man mit Kanonen auf Spatzen schießt, dann ist eben auch mal ein Rohrkrepierer wahrscheinlich und man darf dann auch die Sinnhaftigkeit hinterfragen. Und zu dieser Situation haben geistige Brandstifter wie die DPolG einen ebenso großen Beitrag geleistet und dienen jetzt noch dazu die Kritiker zu kritisieren. Wendt hat doch noch am selben Tag abgewunken und gesagt, shit happens, wir sind halt keine Schönwetterpolizei. Dem ist das nicht nur am Allerwertesten vorbeigegangen, nein, es dient ihm noch dazu noch größere Geschütze zu fordern und seine kruden Vorstellungen vom Polizeistaat zu untermauern. Dabei ist man i.d.R. auch ohne sowas Herr der Lage und hat jahrelang Spiele über die Bühne gebracht. Solche Leute sind dann einfach keine zitierbare Referenz um die Beweggründe von Fußballfans von Hansa Rostock zu beurteilen und den Sinn deren Äußerungen für den Rest der Menschheit festzulegen.


es ehrt dich, dass du versuchst hansas image zu wahren (oder eher nicht noch mehr abstürzen zu lassen). ich will mich auch um gottes willen nicht als imagezerstörer positionieren. im gegenteil. ich will auch, dass hansa wieder positiver wahrgenommen wird...

in dem fall sind wir unterschiedlicher meinung...was meinst du wieviele vllt "unnütze", "übertriebene" übungseinsätze der polizei gab in der vergangenheit? hat man da irgendwann mal ein plakat zu gesehen? nein...
ich habs schon mal geschrieben: wenn man den einsatz ansich kritisieren will, kann man das auf eine ganz andere art und weise machen...
und wenn du sagst es ist vllt ein rohrkrepierer gewesen, zeigt die abermalige anstimmung des gesangs nach hansas stellungnahme/empörung, dass es zumindest von weiten teilen nicht als solcher wahrgenommen wird...insofern bestätigt dies meine ausgangsvermutung...
und fakt ist: mit jedem weiteren ausruf bestätigen sich meine vermuteten beweggründe...du glaubst doch nicht wirklich, dass eine truppe hansafans sich vor polizeibeamten stellt und mit "hub hub hubschraubereinsatz" die verhältnismäßigkeit eines solchen einsatzes anprangern will? ganz sicher nicht...

die kritik an wendt verstehe ich vollkommen...

ich bleibe dabei, dass ich beide seiten dazu aufrufe ihren verstand einzusetzen...jede seite gießt immer noch mehr öl ins feuer, bis es irgendwann so richtig kracht...
Die Kurve |#1927
04.04.2013 - 17:09 Uhr
Zitat von und1und2:



man muss tolerieren, dass sich über einen toten amüsiert wird? gehts noch?
was ist das für eine gesellschaft, in der eigenes verhalten mit dem verhalten anderer begründet wird? das ist peinlich und schämenswert...
Hier dann noch mal eine DEF. für Toleranz, das ist der Gegenbegriff von Intoleranz. Tolerierern heist ja nicht das ich etwas gut heisse.
http://de.wikipedia.org/wiki/Toleranz

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