BVB - Taktik-Thread
20.01.2006 - 12:09 Uhr
21.01.2026 - 10:53 Uhr
Mir sind die Ursachen für die nahezu desaströse Anfangsphase gegen Tottenham noch nicht ganz klar.
Normalerweise würde man erwarten, dass Kovac in so einem Spiel eine gewisse defensive Stabilität reinbringt. Warum war das überhaupt nicht der Fall?
Hier wurde schon angesprochen, dass wir in der Champions League längst nicht so stabil sind wie in der Liga. So kassierten wir bisher 15 Gegentore in 7 Champions League Spielen, während es in der Liga 17 Gegentore in 18 Spielen sind.
Die hier genannte Begründung, dass die Gegner in der Champions League mehr mitspielen und oft auch Qualität besitzen, scheint mir plausibel.
Dennoch war das gegen Tottenham sehr instabil.
Mein Eindruck war, dass wir unsere Absicherung hauptsächlich im Strafraum hatten. Mit der Dreierkette sind wir dort gut besetzt. So waren wir im Strafraum immer im Überzahl, meine ich.
Allerdings bedeutet eine gute Strafraumbesetzung auch, dass man in anderen Räumen weniger Absicherung hat. Besonders auf den Außen hatten wir dann keine Überzahl mehr, nach meinem Eindruck. Dort drückte Tottenham ordentlich auf das Tempo und unsere Außen offenbarten große Probleme in den defensiven Zweikämpfen und im Stellungsspiel, so dass Tottenham andauernd durchbrach. Das ist dann auch trotz guter Strafraumbesetzung nicht jedes mal souverän zu verteidigen.
Unseren Außen zeigten zwar große Defensivschwächen, aber sie hatten es auch schwer. Tottenham konnte dort mit recht viel Raum anrennen. Das sollte man dann zwar besser verteidigen, aber sattelfest würde das auch nicht mit defensiv besseren Leuten wie Ryerson.
Aus meiner Sicht müssen die Räume enger gehalten werden, um defensiv gut stehen zu können. Das haben wir aus zweierlei Gründen nicht geschafft.
Wir haben uns einerseits nicht einfach hinten reingestellt, um die Räume eng zu halten. Das sollten wir auch nicht tun, aus meiner Sicht. Aber in dem Fall hätte es Tottenham dann deutlich schwerer gemacht.
Andererseits haben wir oft die Bälle schnell verloren. Tottenham machte Druck und gewann die Bälle, entweder direkt oder durch unsere vielen Fehlpässe in diesen Situationen. In der Folge stehen wir dann eben nicht kompakt und mussten außen viel Raum verteidigen. Vielleicht hätte Kovac hier auch die Außen der Dreierkette konsequent zu den Schienenspielern schieben lassen sollen, damit Tottenham nicht durchbrechen kann. Dann wäre unsere Strafraumbesetzung zwar schwächer gewesen, aber es wären dort wahrscheinlich auch viel weniger gefährliche Hereingaben gelandet.
Das ist für mich ein Punkt, den man in Kovacs Ansatz hinterfragen muss. Die Absicherung ganz hinten, bedeutet eben, dass man woanders weniger Leute hat, die ins Pressing gehen. Ein guter Gegner mag sich daher bis zu unserem Strafraum recht leicht nach vorne durchspielen. Dann nützt auch eine gute Strafraumbesetzung nicht mehr so viel.
Das andere Problem ist eben der Ballbesitz. Wir können kaum für Entlastung sorgen, die Bälle sind schnell weg. Die Spieler wurden dann auch noch sehr unsicher und spielten einfache Fehlpässe. Ich denke, hier fehlt eben komplett der Ansatz, wie wir unter Druck den Ball behaupten. Kovacs Ansatz ist eben Risiken zu vermeiden und unter Druck schnell den Ball unkontrolliert nach vorn zu spielen, wo Ballverluste weniger wehtun. So kommt der Gegner aber andauernd an den Ball, wenn er uns im Ballbesitz unter Druck setzt. Auch werden unsere Spieler wahrscheinlich nur wenig trainieren, wie man unter Druck die Bälle behauptet. Schließlich sollen sie ja schnell nach vorne spielen. Deswegen wird das Kovac wohl auch so trainieren. Das erklärt dann auch die Unsicherheit unter Druck, wenn das nicht intensiv trainiert wird.
Wir hatten dann auch oft nicht die Möglichkeit, den Ball klar nach vorne zu spielen. Wenn man beispielsweise dem Ball beim Entgegenkommen erhält, muss man erst aufdrehen, um einen klaren Ball nach vorne spielen zu können. In solchen Situationen griffen wir dann beispielsweise auf Querpässe zurück, die oft sehr schwach gespielt wurden, weil Tottenham eben Druck machte.
Ich weiß nicht, ob ich das richtig erfasse. Aus meiner Sicht kamen da ein paar Dinge zusammen, so dass es letztendlich ein Klassenunterschied war (vor der roten Karte). Tottenham machte sehr viel Druck und hat auch mehr Qualität als die meisten unserer Gegner. Kovac wählte seinen üblichen Ansatz. Hier zeigte sich, dass wir keine Kontrolle im Ballbesitz reinbekommen können, die Spieler viele Fehler unter Druck machen und schnell verunsichert waren. Defensiv ist dann Kovacs Ansatz auch nicht mehr gut. Der Gegner bekommt Räume, da wir im Ballbesitz keine Kontrolle und Zeit haben, um uns zu ordnen. Fehlender Druck auf den Ball wir zudem dadurch begünstigt, dass wir die Absicherung ganz hinten haben und wir somit davor weniger Leute haben, um Druck zu machen. Zudem hatten wir gegen den Ball dann auf manchen Positionen auch einfach nicht die Qualität.
In Kovacs Konzept hätte ich als taktische Möglichkeit eigentlich nur gesehen, dass wir insgesamt hätten tiefer verteidigen sollen, um so defensiv kompakt zu stehen. Aber berechtigterweise wollten wir gegen ein in der Krise stehendes Tottenham nicht wie ein Außenseiter-Team agieren. Aber dabei wurden uns unsere Limits klar aufgezeigt.
Da Kovac nun wohl kein Ballbesitzkonzept entwickeln wird, das gegen so einen Gegner Kontrolle im Ballbesitz erzeugt, blieben wohl nur ein noch defensiverer Ansatz oder vielleicht auch ein mutigeres Pressing, in dem man hinten weniger absichert und dafür weiter vorne besser pressen kann. Letzteres könnte aber auch komplett schief gehen.
Im Ballbesitz hätte ich in Kovacs Konzept eben auch nur gesehen, dass wir noch mehr die langen Bälle suchen, um diese vielen Fehlpässe in etwas gefährlicheren Räumen zu vermeiden. Wenn wir tiefer gestanden hätten, hätten wir vielleicht auch öfters diese langen Bälle hinter Tottenhams Abwehr spielen können.
Also, die Weiterentwicklungsmöglichkeiten in Kovacs Spielansatz sehe ich begrenzt, um solche Spiele erfolgreich zu bestreiten. Aus meiner Sicht bliebe eigentlich nur die typische Taktik, die Außenseiter gegen favorisierte Teams wählen. Gegen Tottenham im Krisenmodus, müsste das aber nicht sein, denke ich.
Normalerweise würde man erwarten, dass Kovac in so einem Spiel eine gewisse defensive Stabilität reinbringt. Warum war das überhaupt nicht der Fall?
Hier wurde schon angesprochen, dass wir in der Champions League längst nicht so stabil sind wie in der Liga. So kassierten wir bisher 15 Gegentore in 7 Champions League Spielen, während es in der Liga 17 Gegentore in 18 Spielen sind.
Die hier genannte Begründung, dass die Gegner in der Champions League mehr mitspielen und oft auch Qualität besitzen, scheint mir plausibel.
Dennoch war das gegen Tottenham sehr instabil.
Mein Eindruck war, dass wir unsere Absicherung hauptsächlich im Strafraum hatten. Mit der Dreierkette sind wir dort gut besetzt. So waren wir im Strafraum immer im Überzahl, meine ich.
Allerdings bedeutet eine gute Strafraumbesetzung auch, dass man in anderen Räumen weniger Absicherung hat. Besonders auf den Außen hatten wir dann keine Überzahl mehr, nach meinem Eindruck. Dort drückte Tottenham ordentlich auf das Tempo und unsere Außen offenbarten große Probleme in den defensiven Zweikämpfen und im Stellungsspiel, so dass Tottenham andauernd durchbrach. Das ist dann auch trotz guter Strafraumbesetzung nicht jedes mal souverän zu verteidigen.
Unseren Außen zeigten zwar große Defensivschwächen, aber sie hatten es auch schwer. Tottenham konnte dort mit recht viel Raum anrennen. Das sollte man dann zwar besser verteidigen, aber sattelfest würde das auch nicht mit defensiv besseren Leuten wie Ryerson.
Aus meiner Sicht müssen die Räume enger gehalten werden, um defensiv gut stehen zu können. Das haben wir aus zweierlei Gründen nicht geschafft.
Wir haben uns einerseits nicht einfach hinten reingestellt, um die Räume eng zu halten. Das sollten wir auch nicht tun, aus meiner Sicht. Aber in dem Fall hätte es Tottenham dann deutlich schwerer gemacht.
Andererseits haben wir oft die Bälle schnell verloren. Tottenham machte Druck und gewann die Bälle, entweder direkt oder durch unsere vielen Fehlpässe in diesen Situationen. In der Folge stehen wir dann eben nicht kompakt und mussten außen viel Raum verteidigen. Vielleicht hätte Kovac hier auch die Außen der Dreierkette konsequent zu den Schienenspielern schieben lassen sollen, damit Tottenham nicht durchbrechen kann. Dann wäre unsere Strafraumbesetzung zwar schwächer gewesen, aber es wären dort wahrscheinlich auch viel weniger gefährliche Hereingaben gelandet.
Das ist für mich ein Punkt, den man in Kovacs Ansatz hinterfragen muss. Die Absicherung ganz hinten, bedeutet eben, dass man woanders weniger Leute hat, die ins Pressing gehen. Ein guter Gegner mag sich daher bis zu unserem Strafraum recht leicht nach vorne durchspielen. Dann nützt auch eine gute Strafraumbesetzung nicht mehr so viel.
Das andere Problem ist eben der Ballbesitz. Wir können kaum für Entlastung sorgen, die Bälle sind schnell weg. Die Spieler wurden dann auch noch sehr unsicher und spielten einfache Fehlpässe. Ich denke, hier fehlt eben komplett der Ansatz, wie wir unter Druck den Ball behaupten. Kovacs Ansatz ist eben Risiken zu vermeiden und unter Druck schnell den Ball unkontrolliert nach vorn zu spielen, wo Ballverluste weniger wehtun. So kommt der Gegner aber andauernd an den Ball, wenn er uns im Ballbesitz unter Druck setzt. Auch werden unsere Spieler wahrscheinlich nur wenig trainieren, wie man unter Druck die Bälle behauptet. Schließlich sollen sie ja schnell nach vorne spielen. Deswegen wird das Kovac wohl auch so trainieren. Das erklärt dann auch die Unsicherheit unter Druck, wenn das nicht intensiv trainiert wird.
Wir hatten dann auch oft nicht die Möglichkeit, den Ball klar nach vorne zu spielen. Wenn man beispielsweise dem Ball beim Entgegenkommen erhält, muss man erst aufdrehen, um einen klaren Ball nach vorne spielen zu können. In solchen Situationen griffen wir dann beispielsweise auf Querpässe zurück, die oft sehr schwach gespielt wurden, weil Tottenham eben Druck machte.
Ich weiß nicht, ob ich das richtig erfasse. Aus meiner Sicht kamen da ein paar Dinge zusammen, so dass es letztendlich ein Klassenunterschied war (vor der roten Karte). Tottenham machte sehr viel Druck und hat auch mehr Qualität als die meisten unserer Gegner. Kovac wählte seinen üblichen Ansatz. Hier zeigte sich, dass wir keine Kontrolle im Ballbesitz reinbekommen können, die Spieler viele Fehler unter Druck machen und schnell verunsichert waren. Defensiv ist dann Kovacs Ansatz auch nicht mehr gut. Der Gegner bekommt Räume, da wir im Ballbesitz keine Kontrolle und Zeit haben, um uns zu ordnen. Fehlender Druck auf den Ball wir zudem dadurch begünstigt, dass wir die Absicherung ganz hinten haben und wir somit davor weniger Leute haben, um Druck zu machen. Zudem hatten wir gegen den Ball dann auf manchen Positionen auch einfach nicht die Qualität.
In Kovacs Konzept hätte ich als taktische Möglichkeit eigentlich nur gesehen, dass wir insgesamt hätten tiefer verteidigen sollen, um so defensiv kompakt zu stehen. Aber berechtigterweise wollten wir gegen ein in der Krise stehendes Tottenham nicht wie ein Außenseiter-Team agieren. Aber dabei wurden uns unsere Limits klar aufgezeigt.
Da Kovac nun wohl kein Ballbesitzkonzept entwickeln wird, das gegen so einen Gegner Kontrolle im Ballbesitz erzeugt, blieben wohl nur ein noch defensiverer Ansatz oder vielleicht auch ein mutigeres Pressing, in dem man hinten weniger absichert und dafür weiter vorne besser pressen kann. Letzteres könnte aber auch komplett schief gehen.
Im Ballbesitz hätte ich in Kovacs Konzept eben auch nur gesehen, dass wir noch mehr die langen Bälle suchen, um diese vielen Fehlpässe in etwas gefährlicheren Räumen zu vermeiden. Wenn wir tiefer gestanden hätten, hätten wir vielleicht auch öfters diese langen Bälle hinter Tottenhams Abwehr spielen können.
Also, die Weiterentwicklungsmöglichkeiten in Kovacs Spielansatz sehe ich begrenzt, um solche Spiele erfolgreich zu bestreiten. Aus meiner Sicht bliebe eigentlich nur die typische Taktik, die Außenseiter gegen favorisierte Teams wählen. Gegen Tottenham im Krisenmodus, müsste das aber nicht sein, denke ich.
21.01.2026 - 14:20 Uhr
Zitat von BVBFK
Vielleicht wurde es schon angesprochen (kann au zeitgründe gerade nicht die letzten Posts genauer durchlesen)
Nur eine kurze Nachfrage: In der verbesserten zweiten Hälfte haben wir doch gestern recht eindeutig in einer 4-er Kette gespielt oder täusche ich mich da?
Wundert mich nur weil kovac auf der pk von einer 3-er Kette gesprochen hat.
Vielleicht wurde es schon angesprochen (kann au zeitgründe gerade nicht die letzten Posts genauer durchlesen)
Nur eine kurze Nachfrage: In der verbesserten zweiten Hälfte haben wir doch gestern recht eindeutig in einer 4-er Kette gespielt oder täusche ich mich da?
Wundert mich nur weil kovac auf der pk von einer 3-er Kette gesprochen hat.
sind eher im 531 aus der halbzeit gekommen
Couto Anton Schlotterbeck Bensebaini Ryerson
Bellingham Can Nmecha
Adeyemi
später dann Silva für Adeyemi
Beier für Couto
Chuk für Nmecha
Hatte mir aber eigentlich schon in HZ die Umstellung auf 441 gewünscht, als Ryerson bereitstand hatte ich mir den Wechsel für Brandt gewünscht oder spätestens in der Halbzeit.
Ryerson Anton Schlotterbeck Bensebaini
Couto Bellingham Nmecha Adeyemi
Guirassy
Hätte dann nachgelegt mit
Silva für Guirassy
Beier für Couto
und Can/Chuk für Bellingham
Somit hätten wir zumindest die starken Außen doppeln können und gleichzeitig das Zentrum dichthalten.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Ibipy am 21.01.2026 um 14:22 Uhr bearbeitet
29.01.2026 - 10:55 Uhr
Zitat von djhaax
Gestern beim Spiel gegen Mailand ist in meinen Augen wieder auffällig geworden, wie sehr eine vernünftige Verbindung zur Offensivreihe fehlt. Silva ist der einzige, der in der Lage ist vernünftige Pässe in den Strafraum zu spielen, auch wenn man sieht, dass dies nicht seine hauptsächliche Profession ist. Hinzu kommt, dass weder Guirassy, noch Adeyemi aktuell in der Lage sind, einen Pass zu verarbeiten, wenn denn mal einer kommt.
Die Stürmer müssen sich in der Regel jedoch selber ihren Ball am Mittelfeld abholen und in den Strafraum tragen. Das fuktioniert nur im Regelfall nicht. Weder Beier, noch Adeyemi, noch Guirassy kommen damit durch.
Nur was kann man mit diesen Spielern taktisch da machen? Silva als hängende Spitze oder OM versuchen?
Ist das dann wirklich taktische Vorgabe des Trainers, der betriebsblind ein dysfunktionales System durchzieht oder gibt der Kader tatsächlich nicht mehr her? Da habe ich von Taktik zu wenig Ahnung, um das einzuschätzen.
Gestern beim Spiel gegen Mailand ist in meinen Augen wieder auffällig geworden, wie sehr eine vernünftige Verbindung zur Offensivreihe fehlt. Silva ist der einzige, der in der Lage ist vernünftige Pässe in den Strafraum zu spielen, auch wenn man sieht, dass dies nicht seine hauptsächliche Profession ist. Hinzu kommt, dass weder Guirassy, noch Adeyemi aktuell in der Lage sind, einen Pass zu verarbeiten, wenn denn mal einer kommt.
Die Stürmer müssen sich in der Regel jedoch selber ihren Ball am Mittelfeld abholen und in den Strafraum tragen. Das fuktioniert nur im Regelfall nicht. Weder Beier, noch Adeyemi, noch Guirassy kommen damit durch.
Nur was kann man mit diesen Spielern taktisch da machen? Silva als hängende Spitze oder OM versuchen?
Ist das dann wirklich taktische Vorgabe des Trainers, der betriebsblind ein dysfunktionales System durchzieht oder gibt der Kader tatsächlich nicht mehr her? Da habe ich von Taktik zu wenig Ahnung, um das einzuschätzen.
Das Missverständnis beginnt ja schon damit, dass jetzt die Offensivreihe für die Spielverbindung zuständig sein soll. Das darf eben gar nicht der Fall sein, sondern das ist Aufgabe des Mittelfelds. Das hat aber keine Chance in permanenter Unterzahl und so eng und flach gestaffelt, wie es aktuell der Fall ist. Hier ist es kaum möglich miteinander zu spielen, ohne eine gute Freilaufbewegung und Aufdrehbewegung. Die Spieler, die in einem oder beiden Bereichen nicht gut sind, verstecken sich dann sogar komplett, spielen aber trotzdem oft genug, während so mancher Spieler, der darin gut wäre, offensiver spielen muss, weil defensive Überlegungen auch hier alles überlagern. Wir haben daher taktisch ausgelöst kein Mittelfeld, das der Aufgabe der Spielverbindung nachkommen soll und kann.
Somit muss es irgendwer anders versuchen und das sind dann konsequenterweise die Offensiven, weil die Schienen meist auch einen so tiefen Schwerpunkt und nicht die Qualitäten in der Spielverbindung haben, um dem Nachzukommen. Wobei die Offensive es auch nicht kann, woran sich meines Erachtens auch nichts ändert, wenn man sie spielstärker besetzt. Wenn man die Offensive schließlich komplett in die Spielverbindung zwingen muss, um darin überhaupt spielstark genug zu sein, zu wem sollen sie dann überhaupt noch das Spiel verbinden? Es gibt dann kaum noch Spieler davor, die man einsetzen könnte. Vielleicht schickt man dann einen Sprinter - die dann auch erst mal gespielt werden müssten, weil in der Regel Guirassy dann schon den Platz dafür besetzt - ein paar Mal auf die Reise, um 1gg2 oder noch schlechterer Ausgangsposition etwas aufzulösen oder man versucht sich mit 2-3 Mann durchzuspielen bis in den Strafraum, aber das ist in der Regel auch gut zu verteidigen, weil man in Unterzahl bleibt, so wie wir nachrücken.
Letztendlich kann man daher sehr klar sagen, dass Kovac die Spielverbindung ziemlich egal ist. Dass wir jetzt in 2 Spielen hintereinander mal wieder - Kovac ist leider nicht der Erste mit der "grandiosen Idee" - 3 Abschlussspieler nebeneinander gesehen haben, die völlig aufgeschmissen sind, was Spielverbindung und kreative Impulse betrifft, kommt nicht besonders überraschend, sondern ist eher Konsequenz des eh schon gewählten taktischen Ansatzes, der schon in der Defensive immer extremer und restriktiver wurde, nun aber auch in der Offensive so wird. Denn Kovac geht es vorne im Wesentlichen um eine gute Strafraumbesetzung. Die Theorie dahinter ist simpel: je mehr Mann ich im Strafraum unterbringe, desto mehr potenzielle Chancen ergeben sich und desto weniger spielt es eine Rolle, ob die Bälle präzise gespielt werden. Irgendwer wird immer irgendwie zum Ball gehen und daher dann auch zu einer Chance kommen können. Da wir gute Abschlussspieler haben, sind das dann sogar gute Chancen, selbst wenn sie nicht gut herausgespielt werden und vor allem eher selten.
Was man dagegen machen kann? Mit diesem Kader leider nicht mehr viel! Uns fehlt der Kreative in der Offensive zu sehr, um ein rundes Ballbesitzsystem hinzubekommen. Dazu hebeln unsere defensiven Anforderungen auf der Schiene die Umstellung auf 5-3-2 aus, um wenigstens das Mittelfeld sinnvoller zu besetzen und vorne konstant den Sprinter in zentrale Räume zu bekommen. Obwohl wir die ganze Saison schon Spieler auf OA spielen, die im Zentrum oder MS besser wären, ist diese Umstellung jedenfalls für Kovac nicht möglich, weil die Schienen vor allem im tiefen Block zu sehr die AIV absichern müssen und daher oft genug ihre Gegenspieler nicht direkt aufnehmen können, wodurch die OA ihnen helfen müssen, indem sie entweder die Schienen aufnehmen oder eben die AV, was bei eigener 3er Kette nicht unbedingt sinnvoll ist, weil man mit ihr die gegnerische Offensivereihe 1gg1 verteidigen können sollte, will man einen ausbalancierten Schwerpunkt.
Hat man auch gestern gegen eine 3er Kette wieder sehr gut gesehen, obwohl oder gerade weil Inter nur 2 Stürmer hatte und einer der IV daher immer wieder den 3. ZM aufnehmen musste (situativ gab es auch andere Zuordnungen): sowohl Ryerson als auch Bensebaini waren oft deutlich zu tief, um ihre natürlichen Gegenspieler auf der Schiene aufnehmen zu können. Das ist keine Ausnahme, sondern taktisch so gewollt, damit die IV aus der Kette rausrücken können und Fehler im 1gg1, die personell bedingt leider nicht unwahrscheinlich sind, nicht so sehr ins Gewicht fallen, weil sie eben abgesichert sind. Wir verstecken daher mit den Schienen oft, dass wir in der IV insgesamt unsere Schwächen haben. Die 3er Kette ist daher nicht individuell bedingt stabil, sondern kollektiv bedingt, indem defensive Verantwortung in der IV abgegeben werden kann, obwohl man einen IV mehr hat als noch mit 4er Kette.
Solange hier nicht gegengesteuert werden kann, sehe ich nicht, wie Kovac die Absicherung der Kette reduzieren kann. Solange das nicht passiert, sind offensive Schienen nachteilhaft für das System und man kann diese defensiv nicht durchgehend aggressiv 1gg1 gegen die gegnerischen Schienen oder AV stellen. Solange man das nicht kann, kann man die Offensive nicht an ihren Idealpositionen ausrichten und vor allem den 3. Mann im Zentrum für die Spielverbindung hinzufügen. Zumindest aus Kovac Sicht und Gewichtung der Prioritäten, ist eine Systemumstellung daher nicht drin und ohne den Kreativen und ohne Breitengeber, ist mittlerweile sogar zu befürchten, dass Kovac dafür gute Gründe (geschaffen) hat, da er keine Chance hat ein rundes Ballbesitzsystem zu etablieren. Die Frage, ob er es taktisch prinzipiell könnte - was sich bezweifeln lässt -, spielt daher mittlerweile keine Rolle mehr: er will nicht und das hat bereits dafür gesorgt, dass es der Kader nicht mehr hergibt.
14.02.2026 - 10:56 Uhr
Grundsätzlich entsteht ein Eckball meist aus einer Angriffs- bzw. Offensivaktion. Eine Mannschaft spielt nach vorne, um Tore zu erzielen, während der Gegner versucht, dies zu verhindern oder zu verteidigen. Gelingt es dem verteidigenden Team nicht, den Ball kontrolliert nach vorne zu klären, erhöht sich der Druck, da der Ball am oder im Strafraum (in jedem Fall jedoch in der eigenen Hälfte) verbleibt.
Der Sinn eines Eckballs besteht unter anderem darin, offensiv agierende Mannschaften für ihr Angriffsspiel zu belohnen und ihnen die Möglichkeit zu geben, weiteren Druck aufzubauen. Verteidigt der Gegner erfolgreich nach vorne und es entsteht ein Konter, wird ebenfalls die nach vorne gerichtete Aktion belohnt: Es ergeben sich größere Räume, und der Umschaltmoment kann effektiv genutzt werden.
Würde man Eckbälle nun so regulieren, dass ihr Vorteil bewusst begrenzt wird, widerspräche dies im Grunde dieser Spielmechanik. Gleichzeitig wurde gestern ein klarer Elfmeter nicht einmal überprüft, obwohl hier eine offensichtliche Torchance verhindert wurde. Auch in diesem Fall wurde die Offensivaktion nicht belohnt bzw. man wurde als angreifendes Team benachteiligt.
Ein leichtes Halten oder Blocken kann man durchaus tolerant bewerten. Im Mittelfeld ist das normal. Doch je deutlicher die Benachteiligung wird, desto konsequenter sollte zugunsten der Offensive entschieden werden. Aktuell wird intensiv über den „Ecken-Trick“ diskutiert, während der gestrige Elfmeter (streng genommen sogar zwei) sowie die nicht gegebene rote Karte gegen Lovro Majer (letzte Woche) kaum thematisiert werden. Obwohl diese Entscheidungen einen klar regelwidrigen Nachteil erzeugt haben. Natürlich für das angreifende Team.
Fazit: Ja, würde Borussia Dortmund solche Gegentore nach Ecken kassieren, wäre das ebenfalls ärgerlich. Der richtige Ansatz wäre jedoch, gar nicht erst so viele Eckbälle zuzulassen. Konsequentes Verteidigen nach vorne, effektives Konterspiel oder mehr Ballbesitz mit Spielkontrolle würden automatisch zu weniger Ecken und weniger kritischen Strafraumszenen führen.
Weniger im vorderen Drittel bedeuten weniger Eckbälle. Warum sollte man also eine Mannschaft bestrafen, die häufiger gefährlich vors Tor kommt? Daher halte ich die Taktik für legitim, solange kein tatsächliches Foul vorliegt. Ich sehe darin auch keine Grauzone. Diese entsteht erst durch die Schiedsrichter, wenn klare Verstöße nicht oder nur unzureichend sanktioniert werden.
Sollte man Ecken z. B. so regulieren, dass kein Spieler den 5er betreten darf, wäre ich dafür... allerdings nur, wenn Offensivspiel weiterhin belohnt wird. Da destruktives Spiel heutzutage ohnehin oft begünstigt wird, könnte man ergänzend die Regel einführen: 3 Ecken = 1 Elfmeter. Das gefiel mir mehr, als die aktuelle Eckentaktik. 😇
Der Sinn eines Eckballs besteht unter anderem darin, offensiv agierende Mannschaften für ihr Angriffsspiel zu belohnen und ihnen die Möglichkeit zu geben, weiteren Druck aufzubauen. Verteidigt der Gegner erfolgreich nach vorne und es entsteht ein Konter, wird ebenfalls die nach vorne gerichtete Aktion belohnt: Es ergeben sich größere Räume, und der Umschaltmoment kann effektiv genutzt werden.
Würde man Eckbälle nun so regulieren, dass ihr Vorteil bewusst begrenzt wird, widerspräche dies im Grunde dieser Spielmechanik. Gleichzeitig wurde gestern ein klarer Elfmeter nicht einmal überprüft, obwohl hier eine offensichtliche Torchance verhindert wurde. Auch in diesem Fall wurde die Offensivaktion nicht belohnt bzw. man wurde als angreifendes Team benachteiligt.
Ein leichtes Halten oder Blocken kann man durchaus tolerant bewerten. Im Mittelfeld ist das normal. Doch je deutlicher die Benachteiligung wird, desto konsequenter sollte zugunsten der Offensive entschieden werden. Aktuell wird intensiv über den „Ecken-Trick“ diskutiert, während der gestrige Elfmeter (streng genommen sogar zwei) sowie die nicht gegebene rote Karte gegen Lovro Majer (letzte Woche) kaum thematisiert werden. Obwohl diese Entscheidungen einen klar regelwidrigen Nachteil erzeugt haben. Natürlich für das angreifende Team.
Fazit: Ja, würde Borussia Dortmund solche Gegentore nach Ecken kassieren, wäre das ebenfalls ärgerlich. Der richtige Ansatz wäre jedoch, gar nicht erst so viele Eckbälle zuzulassen. Konsequentes Verteidigen nach vorne, effektives Konterspiel oder mehr Ballbesitz mit Spielkontrolle würden automatisch zu weniger Ecken und weniger kritischen Strafraumszenen führen.
Weniger im vorderen Drittel bedeuten weniger Eckbälle. Warum sollte man also eine Mannschaft bestrafen, die häufiger gefährlich vors Tor kommt? Daher halte ich die Taktik für legitim, solange kein tatsächliches Foul vorliegt. Ich sehe darin auch keine Grauzone. Diese entsteht erst durch die Schiedsrichter, wenn klare Verstöße nicht oder nur unzureichend sanktioniert werden.
Sollte man Ecken z. B. so regulieren, dass kein Spieler den 5er betreten darf, wäre ich dafür... allerdings nur, wenn Offensivspiel weiterhin belohnt wird. Da destruktives Spiel heutzutage ohnehin oft begünstigt wird, könnte man ergänzend die Regel einführen: 3 Ecken = 1 Elfmeter. Das gefiel mir mehr, als die aktuelle Eckentaktik. 😇
01.03.2026 - 09:48 Uhr
Zitat von UnderratedCritic
Kann mir sehr gut vorstellen, dass es ab der nächsten Saison das Stamm-Trio sein wird.
Zitat von BVBBC
Ich würde die 3er Reihe, die heute begonnen hat, trotzdem gerne gegen die nächsten Gegner sehen. Wenn man die Bayern so stressen kann damit, dann kann man das auch bei technisch schwächeren Gegnern. Selbst wenn die dann die Bälle nach vorne bolzen, wird ihnen das bei dem Tempo und der Aggressivität nicht immer gelingen, was solche Situationen schnell scharf macht. Vor allem nach der Halbzeitpause war das schon sehr gefährlich, was wir im Pressing hinbekamen. Zumal man gegen schwächere Gegner dann auch mehr Wellen hinbekommt, die zwangsläufig zu Fehlern führen sollten, wenn man die Bälle schnell wieder einsammelt.
Offensiv ist es sicher nicht optimal, wenn die 3 dann kreieren sollen, umso enger es wird. Allerdings würde ich trotzdem nochmal genauer sehen wollen, ob sich da nicht vielleicht doch ein paar Synergieeffekte einstellen, indem man variabel in Abschlusspositionen kommt, dadurch den Gegner ständig bewegt und vor allem mit Tempo in den 16er geht, das nur schwer zu halten ist. Trotzdem Silva bei den Tiefenläufen nicht auf dem Level von Beier und Adeyemi ist, ist es eben doch ein Unterschied zu Guirassy und daher vorstellbar, dass die Variabilität des Trios beim Thema Kreativität etwas hilft, weil mehr Zug und Bewegung ohne Ball drin ist, wodurch zwangsläufig auch Zuordnungsprobleme und dynamischere Situationen entstehen. Mit Guirassy ist das bei Beier und Adeyemi halt schon bei der Ballannahme oft ziemlich statisch, weil das Tempo verschleppt und die Tiefe oft schlecht besetzt wird.
Von dem her würde ich nicht darauf setzen, dass es mit dem Trio im März so zäh laufen muss, wie von dir angenommen. Trotzdem die Angriffsreihe dafür sicher nicht das einzige Thema ist. Mehr gemeinsame Minuten hätten sie nach dem Spiel heute zumindest verdient.
Zitat von Doc_Gonzo
Heute sieht man seine Stärken, weil wir nur ~30% Ballbesitz haben. Gegen den Ball extrem gut, hervorragende Laufwege beim Umschaltspiel und er kommt schnörkellos zum Abschluss. Technisch ist er auch solide, wenn er etwas Platz hat.
Im März geht's allerdings wieder gegen Abstiegskandidaten, dann wird es wieder zäh.
Heute sieht man seine Stärken, weil wir nur ~30% Ballbesitz haben. Gegen den Ball extrem gut, hervorragende Laufwege beim Umschaltspiel und er kommt schnörkellos zum Abschluss. Technisch ist er auch solide, wenn er etwas Platz hat.
Im März geht's allerdings wieder gegen Abstiegskandidaten, dann wird es wieder zäh.
Ich würde die 3er Reihe, die heute begonnen hat, trotzdem gerne gegen die nächsten Gegner sehen. Wenn man die Bayern so stressen kann damit, dann kann man das auch bei technisch schwächeren Gegnern. Selbst wenn die dann die Bälle nach vorne bolzen, wird ihnen das bei dem Tempo und der Aggressivität nicht immer gelingen, was solche Situationen schnell scharf macht. Vor allem nach der Halbzeitpause war das schon sehr gefährlich, was wir im Pressing hinbekamen. Zumal man gegen schwächere Gegner dann auch mehr Wellen hinbekommt, die zwangsläufig zu Fehlern führen sollten, wenn man die Bälle schnell wieder einsammelt.
Offensiv ist es sicher nicht optimal, wenn die 3 dann kreieren sollen, umso enger es wird. Allerdings würde ich trotzdem nochmal genauer sehen wollen, ob sich da nicht vielleicht doch ein paar Synergieeffekte einstellen, indem man variabel in Abschlusspositionen kommt, dadurch den Gegner ständig bewegt und vor allem mit Tempo in den 16er geht, das nur schwer zu halten ist. Trotzdem Silva bei den Tiefenläufen nicht auf dem Level von Beier und Adeyemi ist, ist es eben doch ein Unterschied zu Guirassy und daher vorstellbar, dass die Variabilität des Trios beim Thema Kreativität etwas hilft, weil mehr Zug und Bewegung ohne Ball drin ist, wodurch zwangsläufig auch Zuordnungsprobleme und dynamischere Situationen entstehen. Mit Guirassy ist das bei Beier und Adeyemi halt schon bei der Ballannahme oft ziemlich statisch, weil das Tempo verschleppt und die Tiefe oft schlecht besetzt wird.
Von dem her würde ich nicht darauf setzen, dass es mit dem Trio im März so zäh laufen muss, wie von dir angenommen. Trotzdem die Angriffsreihe dafür sicher nicht das einzige Thema ist. Mehr gemeinsame Minuten hätten sie nach dem Spiel heute zumindest verdient.
Kann mir sehr gut vorstellen, dass es ab der nächsten Saison das Stamm-Trio sein wird.
Vor allem mit Viererkette und dadurch mit einem weiteren Kreativspieler statt einem IV, würde ich das gerne mal sehen. Mit der Elf, wie gegen die Bayern, fehlt es wahrscheinlich an Kreativität, denke ich. In dem Spiel gegen die Bayern war eben kein gepflegtes, kontrolliertes Spiel durchs Mittelfeld gefragt, da konnte sehr vertikal gespielt werden, da unsere Stürmer Raum hatten, was defensivere Gegner nicht so anbieten.
Daher würde ich gerne so etwas sehen:
------Adeyemi--------Silva-------Beier---------------
------------------Chukwuemeka------------Couto---
-Svensson-------------------------Nmecha-----------
------------------Bellingham---------------------------
----Schlotterbeck-------------Anton-----------------
----------------------Kobel-------------------------------
Hier Nmecha halbrechts als Teil der Doppelsech, weil er mit seinem Tempo Couto außen gut absichern kann. Couto sollte rechts offensiv weiterhin die Breite geben, was ohne Dreierkette eine andere Absicherung benötigt. Das könnten aufgrund ihres Tempos im Mittelfeld eigentlich nur Nmecha und Can gut bewerkstelligen; aber Can sollte nicht mehr im Mittelfeld auflaufen. Links offensiv muss Adeyemi dann eher Breite geben als Beier. Aufgrund seiner Fähigkeiten im 1gegen1 kann Adeyemi diese Rolle auch besser ausfüllen als Beier. Ansonsten ist man dort aber flexibel mit Svensson, Chukwuemeka und Adeyemi. Svensson wird als LV defensiver spielen müssen als vor der Dreierkette. Hier kann man nicht auch noch eine Absicherung wie für Couto installieren. Das ist aber auch nicht nötig, Svensson sehe ich sowieso mehr als AV als als Schienenspieler. Für Adeyemi ändert sich positionell aber eigentlich nichts, da eben Chukwuemeka als zusätzlicher Spieler im Mittelfeld aufläuft und mit seinen 1gegen1 Fähigkeiten auch ab und an über außen kommen könnte. Da mit Chukwuemeka hier ein offensiverer, kreativer Mittelfeldspieler aufläuft, sollte das für Adeyemi und die andere Stürmer nur Vorteile haben, da sie besser in Szene gesetzt werden würden.
Insgesamt wäre die Aufstellung aber deutlich offensiver als jetzt, da im Prinzip nur ein IV gegen einen offensiveren Chukwuemeka getauscht wurde und die Rollen der Spieler sich ansonsten wenig ändern. Wobei das eigentlich auch nur eine Ausrichtung wäre, wie sie viele Vereine spielen. Im Allgemeine wäre die Aufstellung nicht besonders offensiv; nur eben aus Sicht, was Kovac spielen lässt.
01.03.2026 - 10:34 Uhr
Zitat von mba123
Vor allem mit Viererkette und dadurch mit einem weiteren Kreativspieler statt einem IV, würde ich das gerne mal sehen. Mit der Elf, wie gegen die Bayern, fehlt es wahrscheinlich an Kreativität, denke ich. In dem Spiel gegen die Bayern war eben kein gepflegtes, kontrolliertes Spiel durchs Mittelfeld gefragt, da konnte sehr vertikal gespielt werden, da unsere Stürmer Raum hatten, was defensivere Gegner nicht so anbieten.
Daher würde ich gerne so etwas sehen:
------Adeyemi--------Silva-------Beier---------------
------------------Chukwuemeka------------Couto---
-Svensson-------------------------Nmecha-----------
------------------Bellingham---------------------------
----Schlotterbeck-------------Anton-----------------
----------------------Kobel-------------------------------
Hier Nmecha halbrechts als Teil der Doppelsech, weil er mit seinem Tempo Couto außen gut absichern kann. Couto sollte rechts offensiv weiterhin die Breite geben, was ohne Dreierkette eine andere Absicherung benötigt. Das könnten aufgrund ihres Tempos im Mittelfeld eigentlich nur Nmecha und Can gut bewerkstelligen; aber Can sollte nicht mehr im Mittelfeld auflaufen. Links offensiv muss Adeyemi dann eher Breite geben als Beier. Aufgrund seiner Fähigkeiten im 1gegen1 kann Adeyemi diese Rolle auch besser ausfüllen als Beier. Ansonsten ist man dort aber flexibel mit Svensson, Chukwuemeka und Adeyemi. Svensson wird als LV defensiver spielen müssen als vor der Dreierkette. Hier kann man nicht auch noch eine Absicherung wie für Couto installieren. Das ist aber auch nicht nötig, Svensson sehe ich sowieso mehr als AV als als Schienenspieler. Für Adeyemi ändert sich positionell aber eigentlich nichts, da eben Chukwuemeka als zusätzlicher Spieler im Mittelfeld aufläuft und mit seinen 1gegen1 Fähigkeiten auch ab und an über außen kommen könnte. Da mit Chukwuemeka hier ein offensiverer, kreativer Mittelfeldspieler aufläuft, sollte das für Adeyemi und die andere Stürmer nur Vorteile haben, da sie besser in Szene gesetzt werden würden.
Insgesamt wäre die Aufstellung aber deutlich offensiver als jetzt, da im Prinzip nur ein IV gegen einen offensiveren Chukwuemeka getauscht wurde und die Rollen der Spieler sich ansonsten wenig ändern. Wobei das eigentlich auch nur eine Ausrichtung wäre, wie sie viele Vereine spielen. Im Allgemeine wäre die Aufstellung nicht besonders offensiv; nur eben aus Sicht, was Kovac spielen lässt.
Zitat von UnderratedCritic
Kann mir sehr gut vorstellen, dass es ab der nächsten Saison das Stamm-Trio sein wird.
Zitat von BVBBC
Ich würde die 3er Reihe, die heute begonnen hat, trotzdem gerne gegen die nächsten Gegner sehen. Wenn man die Bayern so stressen kann damit, dann kann man das auch bei technisch schwächeren Gegnern. Selbst wenn die dann die Bälle nach vorne bolzen, wird ihnen das bei dem Tempo und der Aggressivität nicht immer gelingen, was solche Situationen schnell scharf macht. Vor allem nach der Halbzeitpause war das schon sehr gefährlich, was wir im Pressing hinbekamen. Zumal man gegen schwächere Gegner dann auch mehr Wellen hinbekommt, die zwangsläufig zu Fehlern führen sollten, wenn man die Bälle schnell wieder einsammelt.
Offensiv ist es sicher nicht optimal, wenn die 3 dann kreieren sollen, umso enger es wird. Allerdings würde ich trotzdem nochmal genauer sehen wollen, ob sich da nicht vielleicht doch ein paar Synergieeffekte einstellen, indem man variabel in Abschlusspositionen kommt, dadurch den Gegner ständig bewegt und vor allem mit Tempo in den 16er geht, das nur schwer zu halten ist. Trotzdem Silva bei den Tiefenläufen nicht auf dem Level von Beier und Adeyemi ist, ist es eben doch ein Unterschied zu Guirassy und daher vorstellbar, dass die Variabilität des Trios beim Thema Kreativität etwas hilft, weil mehr Zug und Bewegung ohne Ball drin ist, wodurch zwangsläufig auch Zuordnungsprobleme und dynamischere Situationen entstehen. Mit Guirassy ist das bei Beier und Adeyemi halt schon bei der Ballannahme oft ziemlich statisch, weil das Tempo verschleppt und die Tiefe oft schlecht besetzt wird.
Von dem her würde ich nicht darauf setzen, dass es mit dem Trio im März so zäh laufen muss, wie von dir angenommen. Trotzdem die Angriffsreihe dafür sicher nicht das einzige Thema ist. Mehr gemeinsame Minuten hätten sie nach dem Spiel heute zumindest verdient.
Zitat von Doc_Gonzo
Heute sieht man seine Stärken, weil wir nur ~30% Ballbesitz haben. Gegen den Ball extrem gut, hervorragende Laufwege beim Umschaltspiel und er kommt schnörkellos zum Abschluss. Technisch ist er auch solide, wenn er etwas Platz hat.
Im März geht's allerdings wieder gegen Abstiegskandidaten, dann wird es wieder zäh.
Heute sieht man seine Stärken, weil wir nur ~30% Ballbesitz haben. Gegen den Ball extrem gut, hervorragende Laufwege beim Umschaltspiel und er kommt schnörkellos zum Abschluss. Technisch ist er auch solide, wenn er etwas Platz hat.
Im März geht's allerdings wieder gegen Abstiegskandidaten, dann wird es wieder zäh.
Ich würde die 3er Reihe, die heute begonnen hat, trotzdem gerne gegen die nächsten Gegner sehen. Wenn man die Bayern so stressen kann damit, dann kann man das auch bei technisch schwächeren Gegnern. Selbst wenn die dann die Bälle nach vorne bolzen, wird ihnen das bei dem Tempo und der Aggressivität nicht immer gelingen, was solche Situationen schnell scharf macht. Vor allem nach der Halbzeitpause war das schon sehr gefährlich, was wir im Pressing hinbekamen. Zumal man gegen schwächere Gegner dann auch mehr Wellen hinbekommt, die zwangsläufig zu Fehlern führen sollten, wenn man die Bälle schnell wieder einsammelt.
Offensiv ist es sicher nicht optimal, wenn die 3 dann kreieren sollen, umso enger es wird. Allerdings würde ich trotzdem nochmal genauer sehen wollen, ob sich da nicht vielleicht doch ein paar Synergieeffekte einstellen, indem man variabel in Abschlusspositionen kommt, dadurch den Gegner ständig bewegt und vor allem mit Tempo in den 16er geht, das nur schwer zu halten ist. Trotzdem Silva bei den Tiefenläufen nicht auf dem Level von Beier und Adeyemi ist, ist es eben doch ein Unterschied zu Guirassy und daher vorstellbar, dass die Variabilität des Trios beim Thema Kreativität etwas hilft, weil mehr Zug und Bewegung ohne Ball drin ist, wodurch zwangsläufig auch Zuordnungsprobleme und dynamischere Situationen entstehen. Mit Guirassy ist das bei Beier und Adeyemi halt schon bei der Ballannahme oft ziemlich statisch, weil das Tempo verschleppt und die Tiefe oft schlecht besetzt wird.
Von dem her würde ich nicht darauf setzen, dass es mit dem Trio im März so zäh laufen muss, wie von dir angenommen. Trotzdem die Angriffsreihe dafür sicher nicht das einzige Thema ist. Mehr gemeinsame Minuten hätten sie nach dem Spiel heute zumindest verdient.
Kann mir sehr gut vorstellen, dass es ab der nächsten Saison das Stamm-Trio sein wird.
Vor allem mit Viererkette und dadurch mit einem weiteren Kreativspieler statt einem IV, würde ich das gerne mal sehen. Mit der Elf, wie gegen die Bayern, fehlt es wahrscheinlich an Kreativität, denke ich. In dem Spiel gegen die Bayern war eben kein gepflegtes, kontrolliertes Spiel durchs Mittelfeld gefragt, da konnte sehr vertikal gespielt werden, da unsere Stürmer Raum hatten, was defensivere Gegner nicht so anbieten.
Daher würde ich gerne so etwas sehen:
------Adeyemi--------Silva-------Beier---------------
------------------Chukwuemeka------------Couto---
-Svensson-------------------------Nmecha-----------
------------------Bellingham---------------------------
----Schlotterbeck-------------Anton-----------------
----------------------Kobel-------------------------------
Hier Nmecha halbrechts als Teil der Doppelsech, weil er mit seinem Tempo Couto außen gut absichern kann. Couto sollte rechts offensiv weiterhin die Breite geben, was ohne Dreierkette eine andere Absicherung benötigt. Das könnten aufgrund ihres Tempos im Mittelfeld eigentlich nur Nmecha und Can gut bewerkstelligen; aber Can sollte nicht mehr im Mittelfeld auflaufen. Links offensiv muss Adeyemi dann eher Breite geben als Beier. Aufgrund seiner Fähigkeiten im 1gegen1 kann Adeyemi diese Rolle auch besser ausfüllen als Beier. Ansonsten ist man dort aber flexibel mit Svensson, Chukwuemeka und Adeyemi. Svensson wird als LV defensiver spielen müssen als vor der Dreierkette. Hier kann man nicht auch noch eine Absicherung wie für Couto installieren. Das ist aber auch nicht nötig, Svensson sehe ich sowieso mehr als AV als als Schienenspieler. Für Adeyemi ändert sich positionell aber eigentlich nichts, da eben Chukwuemeka als zusätzlicher Spieler im Mittelfeld aufläuft und mit seinen 1gegen1 Fähigkeiten auch ab und an über außen kommen könnte. Da mit Chukwuemeka hier ein offensiverer, kreativer Mittelfeldspieler aufläuft, sollte das für Adeyemi und die andere Stürmer nur Vorteile haben, da sie besser in Szene gesetzt werden würden.
Insgesamt wäre die Aufstellung aber deutlich offensiver als jetzt, da im Prinzip nur ein IV gegen einen offensiveren Chukwuemeka getauscht wurde und die Rollen der Spieler sich ansonsten wenig ändern. Wobei das eigentlich auch nur eine Ausrichtung wäre, wie sie viele Vereine spielen. Im Allgemeine wäre die Aufstellung nicht besonders offensiv; nur eben aus Sicht, was Kovac spielen lässt.
Finde vieles daran richtig und würde selbst für die nächste Saison sehr ähnliche Gedanken verfolgen. Allerdings bin ich mir bezüglich der Absicherung und Breitengebern nicht sicher, wie man das optimiert.
Denn es ist klar, dass Nmecha aus dem Zentrum gezogen bedeutet, dass die Absicherung zentral suboptimal wäre, weil das Trio Schlotterbeck, Anton und Bellingham die Tiefe nicht konstant gut verteidigt bekommen dürfte. Da fehlt mindestens einer, der richtig schnelle Gegenspieler aufnehmen kann. Daher stellt sich mir defensiv die Frage, ob Couto der Spieler ist, dessen Absicherung die kritischte ist. Zumal eine seitlichere Positionierung bereits im Ballbesitz meines Erachtens auch Nachteile mit sich bringt. Selbst wenn man Nmecha zentral stärker absichernd einsetzen würde und wenig Spielraum nach vorne lässt, um Chukwuemeka zu unterstützen, würde man zumindest Bellingham mehr davon erlauben oder sogar einen Wechsel darin. Das würde also weniger Isolationen von Chukwuemeka bedeuten, weil man mehr Optionen für Ablagen eröffnet, was ich wichtig fände, da Chukwuemeka im First Touch noch Luft nach oben hat.
Dazu bleibt es dabei, dass man mit diesem Kader das Thema Breitengeber nicht optimal lösen kann. Die echten AV - Couto zähle ich nicht dazu - geben vor, dass die OA Breitengeber sein sollten. Umgekehrt geben die OA vor, dass die AV Breitengeber sein sollten. Dabei hat das eben auch Konsequenzen für IV und DM. Sichern die AV ab, können die DM offensiver nachrücken und die IV müssen nicht in die Breite verteidigen können. Schieben die AV hoch, ist es eher umgekehrt und dann muss vor allem im DM einer sein, der in der Kette auffüllen kann. Das wäre mir bei Bellingham noch zu viel verlangt. Der Kopfball gestern zur Kimmich Vorlage hat zwar mit der konkreten Aufgabenstellung wenig zu tun, aber ist trotzdem das letzte beobachtbare Symptom für seine Wachstumsschmerzen auf der 6. Davon sieht man jedes Spiel immer noch zu viel, gerade im taktischen Verständnis. Ich hätte daher nicht das Vertrauen in ihn, dass er bei einem offensiven AV weit genug ist, um die Rolle im Zentrum zuverlässig genug umsetzen zu können. Sogar unabhängig von der Tempofrage, die darüber hinaus die Frage formuliert, ob das überhaupt langfristig das Ziel sein sollte.
Daher glaube ich, dass die 3er Kette zumindest bis Saisonende für die Balance besser ist. Im Sommer wird man entsprechend anpassen müssen, wobei es ja schon viel wert wäre, wenn man wüsste, inwiefern das vorne funktioniert und ob man darauf dann abstellen möchte oder nicht.
01.03.2026 - 11:49 Uhr
Zitat von BVBBC
Finde vieles daran richtig und würde selbst für die nächste Saison sehr ähnliche Gedanken verfolgen. Allerdings bin ich mir bezüglich der Absicherung und Breitengebern nicht sicher, wie man das optimiert.
Denn es ist klar, dass Nmecha aus dem Zentrum gezogen bedeutet, dass die Absicherung zentral suboptimal wäre, weil das Trio Schlotterbeck, Anton und Bellingham die Tiefe nicht konstant gut verteidigt bekommen dürfte. Da fehlt mindestens einer, der richtig schnelle Gegenspieler aufnehmen kann. Daher stellt sich mir defensiv die Frage, ob Couto der Spieler ist, dessen Absicherung die kritischte ist. Zumal eine seitlichere Positionierung bereits im Ballbesitz meines Erachtens auch Nachteile mit sich bringt. Selbst wenn man Nmecha zentral stärker absichernd einsetzen würde und wenig Spielraum nach vorne lässt, um Chukwuemeka zu unterstützen, würde man zumindest Bellingham mehr davon erlauben oder sogar einen Wechsel darin. Das würde also weniger Isolationen von Chukwuemeka bedeuten, weil man mehr Optionen für Ablagen eröffnet, was ich wichtig fände, da Chukwuemeka im First Touch noch Luft nach oben hat.
Dazu bleibt es dabei, dass man mit diesem Kader das Thema Breitengeber nicht optimal lösen kann. Die echten AV - Couto zähle ich nicht dazu - geben vor, dass die OA Breitengeber sein sollten. Umgekehrt geben die OA vor, dass die AV Breitengeber sein sollten. Dabei hat das eben auch Konsequenzen für IV und DM. Sichern die AV ab, können die DM offensiver nachrücken und die IV müssen nicht in die Breite verteidigen können. Schieben die AV hoch, ist es eher umgekehrt und dann muss vor allem im DM einer sein, der in der Kette auffüllen kann. Das wäre mir bei Bellingham noch zu viel verlangt. Der Kopfball gestern zur Kimmich Vorlage hat zwar mit der konkreten Aufgabenstellung wenig zu tun, aber ist trotzdem das letzte beobachtbare Symptom für seine Wachstumsschmerzen auf der 6. Davon sieht man jedes Spiel immer noch zu viel, gerade im taktischen Verständnis. Ich hätte daher nicht das Vertrauen in ihn, dass er bei einem offensiven AV weit genug ist, um die Rolle im Zentrum zuverlässig genug umsetzen zu können. Sogar unabhängig von der Tempofrage, die darüber hinaus die Frage formuliert, ob das überhaupt langfristig das Ziel sein sollte.
Daher glaube ich, dass die 3er Kette zumindest bis Saisonende für die Balance besser ist. Im Sommer wird man entsprechend anpassen müssen, wobei es ja schon viel wert wäre, wenn man wüsste, inwiefern das vorne funktioniert und ob man darauf dann abstellen möchte oder nicht.
Zitat von mba123
Vor allem mit Viererkette und dadurch mit einem weiteren Kreativspieler statt einem IV, würde ich das gerne mal sehen. Mit der Elf, wie gegen die Bayern, fehlt es wahrscheinlich an Kreativität, denke ich. In dem Spiel gegen die Bayern war eben kein gepflegtes, kontrolliertes Spiel durchs Mittelfeld gefragt, da konnte sehr vertikal gespielt werden, da unsere Stürmer Raum hatten, was defensivere Gegner nicht so anbieten.
Daher würde ich gerne so etwas sehen:
------Adeyemi--------Silva-------Beier---------------
------------------Chukwuemeka------------Couto---
-Svensson-------------------------Nmecha-----------
------------------Bellingham---------------------------
----Schlotterbeck-------------Anton-----------------
----------------------Kobel-------------------------------
Hier Nmecha halbrechts als Teil der Doppelsech, weil er mit seinem Tempo Couto außen gut absichern kann. Couto sollte rechts offensiv weiterhin die Breite geben, was ohne Dreierkette eine andere Absicherung benötigt. Das könnten aufgrund ihres Tempos im Mittelfeld eigentlich nur Nmecha und Can gut bewerkstelligen; aber Can sollte nicht mehr im Mittelfeld auflaufen. Links offensiv muss Adeyemi dann eher Breite geben als Beier. Aufgrund seiner Fähigkeiten im 1gegen1 kann Adeyemi diese Rolle auch besser ausfüllen als Beier. Ansonsten ist man dort aber flexibel mit Svensson, Chukwuemeka und Adeyemi. Svensson wird als LV defensiver spielen müssen als vor der Dreierkette. Hier kann man nicht auch noch eine Absicherung wie für Couto installieren. Das ist aber auch nicht nötig, Svensson sehe ich sowieso mehr als AV als als Schienenspieler. Für Adeyemi ändert sich positionell aber eigentlich nichts, da eben Chukwuemeka als zusätzlicher Spieler im Mittelfeld aufläuft und mit seinen 1gegen1 Fähigkeiten auch ab und an über außen kommen könnte. Da mit Chukwuemeka hier ein offensiverer, kreativer Mittelfeldspieler aufläuft, sollte das für Adeyemi und die andere Stürmer nur Vorteile haben, da sie besser in Szene gesetzt werden würden.
Insgesamt wäre die Aufstellung aber deutlich offensiver als jetzt, da im Prinzip nur ein IV gegen einen offensiveren Chukwuemeka getauscht wurde und die Rollen der Spieler sich ansonsten wenig ändern. Wobei das eigentlich auch nur eine Ausrichtung wäre, wie sie viele Vereine spielen. Im Allgemeine wäre die Aufstellung nicht besonders offensiv; nur eben aus Sicht, was Kovac spielen lässt.
Zitat von UnderratedCritic
Kann mir sehr gut vorstellen, dass es ab der nächsten Saison das Stamm-Trio sein wird.
Zitat von BVBBC
Ich würde die 3er Reihe, die heute begonnen hat, trotzdem gerne gegen die nächsten Gegner sehen. Wenn man die Bayern so stressen kann damit, dann kann man das auch bei technisch schwächeren Gegnern. Selbst wenn die dann die Bälle nach vorne bolzen, wird ihnen das bei dem Tempo und der Aggressivität nicht immer gelingen, was solche Situationen schnell scharf macht. Vor allem nach der Halbzeitpause war das schon sehr gefährlich, was wir im Pressing hinbekamen. Zumal man gegen schwächere Gegner dann auch mehr Wellen hinbekommt, die zwangsläufig zu Fehlern führen sollten, wenn man die Bälle schnell wieder einsammelt.
Offensiv ist es sicher nicht optimal, wenn die 3 dann kreieren sollen, umso enger es wird. Allerdings würde ich trotzdem nochmal genauer sehen wollen, ob sich da nicht vielleicht doch ein paar Synergieeffekte einstellen, indem man variabel in Abschlusspositionen kommt, dadurch den Gegner ständig bewegt und vor allem mit Tempo in den 16er geht, das nur schwer zu halten ist. Trotzdem Silva bei den Tiefenläufen nicht auf dem Level von Beier und Adeyemi ist, ist es eben doch ein Unterschied zu Guirassy und daher vorstellbar, dass die Variabilität des Trios beim Thema Kreativität etwas hilft, weil mehr Zug und Bewegung ohne Ball drin ist, wodurch zwangsläufig auch Zuordnungsprobleme und dynamischere Situationen entstehen. Mit Guirassy ist das bei Beier und Adeyemi halt schon bei der Ballannahme oft ziemlich statisch, weil das Tempo verschleppt und die Tiefe oft schlecht besetzt wird.
Von dem her würde ich nicht darauf setzen, dass es mit dem Trio im März so zäh laufen muss, wie von dir angenommen. Trotzdem die Angriffsreihe dafür sicher nicht das einzige Thema ist. Mehr gemeinsame Minuten hätten sie nach dem Spiel heute zumindest verdient.
Zitat von Doc_Gonzo
Heute sieht man seine Stärken, weil wir nur ~30% Ballbesitz haben. Gegen den Ball extrem gut, hervorragende Laufwege beim Umschaltspiel und er kommt schnörkellos zum Abschluss. Technisch ist er auch solide, wenn er etwas Platz hat.
Im März geht's allerdings wieder gegen Abstiegskandidaten, dann wird es wieder zäh.
Heute sieht man seine Stärken, weil wir nur ~30% Ballbesitz haben. Gegen den Ball extrem gut, hervorragende Laufwege beim Umschaltspiel und er kommt schnörkellos zum Abschluss. Technisch ist er auch solide, wenn er etwas Platz hat.
Im März geht's allerdings wieder gegen Abstiegskandidaten, dann wird es wieder zäh.
Ich würde die 3er Reihe, die heute begonnen hat, trotzdem gerne gegen die nächsten Gegner sehen. Wenn man die Bayern so stressen kann damit, dann kann man das auch bei technisch schwächeren Gegnern. Selbst wenn die dann die Bälle nach vorne bolzen, wird ihnen das bei dem Tempo und der Aggressivität nicht immer gelingen, was solche Situationen schnell scharf macht. Vor allem nach der Halbzeitpause war das schon sehr gefährlich, was wir im Pressing hinbekamen. Zumal man gegen schwächere Gegner dann auch mehr Wellen hinbekommt, die zwangsläufig zu Fehlern führen sollten, wenn man die Bälle schnell wieder einsammelt.
Offensiv ist es sicher nicht optimal, wenn die 3 dann kreieren sollen, umso enger es wird. Allerdings würde ich trotzdem nochmal genauer sehen wollen, ob sich da nicht vielleicht doch ein paar Synergieeffekte einstellen, indem man variabel in Abschlusspositionen kommt, dadurch den Gegner ständig bewegt und vor allem mit Tempo in den 16er geht, das nur schwer zu halten ist. Trotzdem Silva bei den Tiefenläufen nicht auf dem Level von Beier und Adeyemi ist, ist es eben doch ein Unterschied zu Guirassy und daher vorstellbar, dass die Variabilität des Trios beim Thema Kreativität etwas hilft, weil mehr Zug und Bewegung ohne Ball drin ist, wodurch zwangsläufig auch Zuordnungsprobleme und dynamischere Situationen entstehen. Mit Guirassy ist das bei Beier und Adeyemi halt schon bei der Ballannahme oft ziemlich statisch, weil das Tempo verschleppt und die Tiefe oft schlecht besetzt wird.
Von dem her würde ich nicht darauf setzen, dass es mit dem Trio im März so zäh laufen muss, wie von dir angenommen. Trotzdem die Angriffsreihe dafür sicher nicht das einzige Thema ist. Mehr gemeinsame Minuten hätten sie nach dem Spiel heute zumindest verdient.
Kann mir sehr gut vorstellen, dass es ab der nächsten Saison das Stamm-Trio sein wird.
Vor allem mit Viererkette und dadurch mit einem weiteren Kreativspieler statt einem IV, würde ich das gerne mal sehen. Mit der Elf, wie gegen die Bayern, fehlt es wahrscheinlich an Kreativität, denke ich. In dem Spiel gegen die Bayern war eben kein gepflegtes, kontrolliertes Spiel durchs Mittelfeld gefragt, da konnte sehr vertikal gespielt werden, da unsere Stürmer Raum hatten, was defensivere Gegner nicht so anbieten.
Daher würde ich gerne so etwas sehen:
------Adeyemi--------Silva-------Beier---------------
------------------Chukwuemeka------------Couto---
-Svensson-------------------------Nmecha-----------
------------------Bellingham---------------------------
----Schlotterbeck-------------Anton-----------------
----------------------Kobel-------------------------------
Hier Nmecha halbrechts als Teil der Doppelsech, weil er mit seinem Tempo Couto außen gut absichern kann. Couto sollte rechts offensiv weiterhin die Breite geben, was ohne Dreierkette eine andere Absicherung benötigt. Das könnten aufgrund ihres Tempos im Mittelfeld eigentlich nur Nmecha und Can gut bewerkstelligen; aber Can sollte nicht mehr im Mittelfeld auflaufen. Links offensiv muss Adeyemi dann eher Breite geben als Beier. Aufgrund seiner Fähigkeiten im 1gegen1 kann Adeyemi diese Rolle auch besser ausfüllen als Beier. Ansonsten ist man dort aber flexibel mit Svensson, Chukwuemeka und Adeyemi. Svensson wird als LV defensiver spielen müssen als vor der Dreierkette. Hier kann man nicht auch noch eine Absicherung wie für Couto installieren. Das ist aber auch nicht nötig, Svensson sehe ich sowieso mehr als AV als als Schienenspieler. Für Adeyemi ändert sich positionell aber eigentlich nichts, da eben Chukwuemeka als zusätzlicher Spieler im Mittelfeld aufläuft und mit seinen 1gegen1 Fähigkeiten auch ab und an über außen kommen könnte. Da mit Chukwuemeka hier ein offensiverer, kreativer Mittelfeldspieler aufläuft, sollte das für Adeyemi und die andere Stürmer nur Vorteile haben, da sie besser in Szene gesetzt werden würden.
Insgesamt wäre die Aufstellung aber deutlich offensiver als jetzt, da im Prinzip nur ein IV gegen einen offensiveren Chukwuemeka getauscht wurde und die Rollen der Spieler sich ansonsten wenig ändern. Wobei das eigentlich auch nur eine Ausrichtung wäre, wie sie viele Vereine spielen. Im Allgemeine wäre die Aufstellung nicht besonders offensiv; nur eben aus Sicht, was Kovac spielen lässt.
Finde vieles daran richtig und würde selbst für die nächste Saison sehr ähnliche Gedanken verfolgen. Allerdings bin ich mir bezüglich der Absicherung und Breitengebern nicht sicher, wie man das optimiert.
Denn es ist klar, dass Nmecha aus dem Zentrum gezogen bedeutet, dass die Absicherung zentral suboptimal wäre, weil das Trio Schlotterbeck, Anton und Bellingham die Tiefe nicht konstant gut verteidigt bekommen dürfte. Da fehlt mindestens einer, der richtig schnelle Gegenspieler aufnehmen kann. Daher stellt sich mir defensiv die Frage, ob Couto der Spieler ist, dessen Absicherung die kritischte ist. Zumal eine seitlichere Positionierung bereits im Ballbesitz meines Erachtens auch Nachteile mit sich bringt. Selbst wenn man Nmecha zentral stärker absichernd einsetzen würde und wenig Spielraum nach vorne lässt, um Chukwuemeka zu unterstützen, würde man zumindest Bellingham mehr davon erlauben oder sogar einen Wechsel darin. Das würde also weniger Isolationen von Chukwuemeka bedeuten, weil man mehr Optionen für Ablagen eröffnet, was ich wichtig fände, da Chukwuemeka im First Touch noch Luft nach oben hat.
Dazu bleibt es dabei, dass man mit diesem Kader das Thema Breitengeber nicht optimal lösen kann. Die echten AV - Couto zähle ich nicht dazu - geben vor, dass die OA Breitengeber sein sollten. Umgekehrt geben die OA vor, dass die AV Breitengeber sein sollten. Dabei hat das eben auch Konsequenzen für IV und DM. Sichern die AV ab, können die DM offensiver nachrücken und die IV müssen nicht in die Breite verteidigen können. Schieben die AV hoch, ist es eher umgekehrt und dann muss vor allem im DM einer sein, der in der Kette auffüllen kann. Das wäre mir bei Bellingham noch zu viel verlangt. Der Kopfball gestern zur Kimmich Vorlage hat zwar mit der konkreten Aufgabenstellung wenig zu tun, aber ist trotzdem das letzte beobachtbare Symptom für seine Wachstumsschmerzen auf der 6. Davon sieht man jedes Spiel immer noch zu viel, gerade im taktischen Verständnis. Ich hätte daher nicht das Vertrauen in ihn, dass er bei einem offensiven AV weit genug ist, um die Rolle im Zentrum zuverlässig genug umsetzen zu können. Sogar unabhängig von der Tempofrage, die darüber hinaus die Frage formuliert, ob das überhaupt langfristig das Ziel sein sollte.
Daher glaube ich, dass die 3er Kette zumindest bis Saisonende für die Balance besser ist. Im Sommer wird man entsprechend anpassen müssen, wobei es ja schon viel wert wäre, wenn man wüsste, inwiefern das vorne funktioniert und ob man darauf dann abstellen möchte oder nicht.
Ich denke auch, dass vor allem Anton in so einer Konstellation mehr Probleme bekäme. Allerdings würde ich das nicht ganz so kritisch sehen. Beide IVs haben oft in einer Viererkette gespielt und es ist allgemein auch nicht üblich, dass der Sechser sich zurückfallen lässt und absichert. Da sollte man von unseren IVs schon ein gutes Niveau erwarten dürfen, denke ich.
Nmecha wäre für rechts eine Absicherung, wenn Gegner in Umschaltsituationen aus der Tiefe in diesen Raum nach hinten sprinten. Ansonsten wäre Nmecha defensiv zentral im Mittelfeld.
Im Ballbesitz könnte Nmecha dann auch das Spiel ankurbeln, denke ich. Eine ähnliche Rolle im Ballbesitz hatte Gündogan 15/16 als Tuchel den RV ebenfalls sehr offensiv nach vorne schieben ließ. Da agierte Gündogan im Aufbau oft halbrechts und übernahm auch das Aufbauspiel des RVs. Womöglich könnte Nmecha so auch sein Tempo mit Ball gut einbringen. Das sieht man auch jetzt, da Kovac ihn öfters nach außen schieben lässt, wo Nmecha den ein oder anderen Lauf mit Ball startete. Dennoch würde ich es auch so sehen, dass Nmecha eigentlich als der Sechser noch besser aufgehoben wäre. Aber es gibt nun einmal sonst keinen im Kader, der diese Rolle halbrechts so gut ausfüllen könnte.
Inwieweit Bellingham Probleme bekäme, hinge für mich davon ab, ob der Gegner viel Raum um ihn herum bespielen kann. Das wäre der Fall, wenn der Gegner die möglichen Unterstützer, Nmecha, Chukwuemeka und mit Abstrichen Svensson, von ihm wegziehen kann. Generell kann dies nur in Umschaltsituationen passieren, weil wir ansonsten in unserer Defensivstruktur, 4-4-2 oder 4-3-3, stehen würden und diese Probleme nicht hätten. Ob es in Umschaltsituationen anders käme, hinge davon ab, wo wir die Bälle verlieren und welche Läufe der Gegner dann startet. So würde es zwei Spieler ganz vorne benötigen, die die IVs und Svensson in die letzte Linie zwingen. Außerdem einen Lauf, der Nmecha auf die rechte Seite zwingt, was aber nur ginge, wenn Couto gerade vorne ist, wenn wir den Ball verlieren. Und Chukwuemeka müsste auch so weit vorne sein, dass er einen zweiten vorrückenden Mittelfeld nicht aufnehmen kann, so dass Bellingham in Entscheidungesprobleme geriete. Letztendlich geht es also darum, wie kompakt wir um die IVs und Bellingham stehen könnten, wenn der Gegner umschaltet. Das ist dann auch sehr viel eine Frage, die der Trainer taktisch beantworten muss. Beispielsweise könnte es Vorgabe sein, dass Chukwuemeka sich etwas tiefer im Mittelfeld aufhält, wenn der Ball auf Couto nach rechts vorne geht. Und wenn unser Angriff über links geht, könnte Nmecha mehr einrücken, da der Gegner in einer Umschaltsituation einen längeren Weg zu unserer rechten Seite hätte. Das ist ja sowieso das Vorgehen, dass man defensiv auf die Seite des Balles schiebt.
Ich denke, die obige Aufstellung kann man taktisch recht unterschiedlich spielen und so dann die Balance zwischen Offensivpower und defensiver Kompaktheit verändern.
Man könnte jetzt darauf hinarbeiten und dann schauen, ob man mit Transfers noch mehr rausholen würde.
01.03.2026 - 21:48 Uhr
Zitat von mba123
Ich denke auch, dass vor allem Anton in so einer Konstellation mehr Probleme bekäme. Allerdings würde ich das nicht ganz so kritisch sehen. Beide IVs haben oft in einer Viererkette gespielt und es ist allgemein auch nicht üblich, dass der Sechser sich zurückfallen lässt und absichert. Da sollte man von unseren IVs schon ein gutes Niveau erwarten dürfen, denke ich.
Nmecha wäre für rechts eine Absicherung, wenn Gegner in Umschaltsituationen aus der Tiefe in diesen Raum nach hinten sprinten. Ansonsten wäre Nmecha defensiv zentral im Mittelfeld.
Im Ballbesitz könnte Nmecha dann auch das Spiel ankurbeln, denke ich. Eine ähnliche Rolle im Ballbesitz hatte Gündogan 15/16 als Tuchel den RV ebenfalls sehr offensiv nach vorne schieben ließ. Da agierte Gündogan im Aufbau oft halbrechts und übernahm auch das Aufbauspiel des RVs. Womöglich könnte Nmecha so auch sein Tempo mit Ball gut einbringen. Das sieht man auch jetzt, da Kovac ihn öfters nach außen schieben lässt, wo Nmecha den ein oder anderen Lauf mit Ball startete. Dennoch würde ich es auch so sehen, dass Nmecha eigentlich als der Sechser noch besser aufgehoben wäre. Aber es gibt nun einmal sonst keinen im Kader, der diese Rolle halbrechts so gut ausfüllen könnte.
Inwieweit Bellingham Probleme bekäme, hinge für mich davon ab, ob der Gegner viel Raum um ihn herum bespielen kann. Das wäre der Fall, wenn der Gegner die möglichen Unterstützer, Nmecha, Chukwuemeka und mit Abstrichen Svensson, von ihm wegziehen kann. Generell kann dies nur in Umschaltsituationen passieren, weil wir ansonsten in unserer Defensivstruktur, 4-4-2 oder 4-3-3, stehen würden und diese Probleme nicht hätten. Ob es in Umschaltsituationen anders käme, hinge davon ab, wo wir die Bälle verlieren und welche Läufe der Gegner dann startet. So würde es zwei Spieler ganz vorne benötigen, die die IVs und Svensson in die letzte Linie zwingen. Außerdem einen Lauf, der Nmecha auf die rechte Seite zwingt, was aber nur ginge, wenn Couto gerade vorne ist, wenn wir den Ball verlieren. Und Chukwuemeka müsste auch so weit vorne sein, dass er einen zweiten vorrückenden Mittelfeld nicht aufnehmen kann, so dass Bellingham in Entscheidungesprobleme geriete. Letztendlich geht es also darum, wie kompakt wir um die IVs und Bellingham stehen könnten, wenn der Gegner umschaltet. Das ist dann auch sehr viel eine Frage, die der Trainer taktisch beantworten muss. Beispielsweise könnte es Vorgabe sein, dass Chukwuemeka sich etwas tiefer im Mittelfeld aufhält, wenn der Ball auf Couto nach rechts vorne geht. Und wenn unser Angriff über links geht, könnte Nmecha mehr einrücken, da der Gegner in einer Umschaltsituation einen längeren Weg zu unserer rechten Seite hätte. Das ist ja sowieso das Vorgehen, dass man defensiv auf die Seite des Balles schiebt.
Ich denke, die obige Aufstellung kann man taktisch recht unterschiedlich spielen und so dann die Balance zwischen Offensivpower und defensiver Kompaktheit verändern.
Man könnte jetzt darauf hinarbeiten und dann schauen, ob man mit Transfers noch mehr rausholen würde.
Zitat von BVBBC
Finde vieles daran richtig und würde selbst für die nächste Saison sehr ähnliche Gedanken verfolgen. Allerdings bin ich mir bezüglich der Absicherung und Breitengebern nicht sicher, wie man das optimiert.
Denn es ist klar, dass Nmecha aus dem Zentrum gezogen bedeutet, dass die Absicherung zentral suboptimal wäre, weil das Trio Schlotterbeck, Anton und Bellingham die Tiefe nicht konstant gut verteidigt bekommen dürfte. Da fehlt mindestens einer, der richtig schnelle Gegenspieler aufnehmen kann. Daher stellt sich mir defensiv die Frage, ob Couto der Spieler ist, dessen Absicherung die kritischte ist. Zumal eine seitlichere Positionierung bereits im Ballbesitz meines Erachtens auch Nachteile mit sich bringt. Selbst wenn man Nmecha zentral stärker absichernd einsetzen würde und wenig Spielraum nach vorne lässt, um Chukwuemeka zu unterstützen, würde man zumindest Bellingham mehr davon erlauben oder sogar einen Wechsel darin. Das würde also weniger Isolationen von Chukwuemeka bedeuten, weil man mehr Optionen für Ablagen eröffnet, was ich wichtig fände, da Chukwuemeka im First Touch noch Luft nach oben hat.
Dazu bleibt es dabei, dass man mit diesem Kader das Thema Breitengeber nicht optimal lösen kann. Die echten AV - Couto zähle ich nicht dazu - geben vor, dass die OA Breitengeber sein sollten. Umgekehrt geben die OA vor, dass die AV Breitengeber sein sollten. Dabei hat das eben auch Konsequenzen für IV und DM. Sichern die AV ab, können die DM offensiver nachrücken und die IV müssen nicht in die Breite verteidigen können. Schieben die AV hoch, ist es eher umgekehrt und dann muss vor allem im DM einer sein, der in der Kette auffüllen kann. Das wäre mir bei Bellingham noch zu viel verlangt. Der Kopfball gestern zur Kimmich Vorlage hat zwar mit der konkreten Aufgabenstellung wenig zu tun, aber ist trotzdem das letzte beobachtbare Symptom für seine Wachstumsschmerzen auf der 6. Davon sieht man jedes Spiel immer noch zu viel, gerade im taktischen Verständnis. Ich hätte daher nicht das Vertrauen in ihn, dass er bei einem offensiven AV weit genug ist, um die Rolle im Zentrum zuverlässig genug umsetzen zu können. Sogar unabhängig von der Tempofrage, die darüber hinaus die Frage formuliert, ob das überhaupt langfristig das Ziel sein sollte.
Daher glaube ich, dass die 3er Kette zumindest bis Saisonende für die Balance besser ist. Im Sommer wird man entsprechend anpassen müssen, wobei es ja schon viel wert wäre, wenn man wüsste, inwiefern das vorne funktioniert und ob man darauf dann abstellen möchte oder nicht.
Zitat von mba123
Vor allem mit Viererkette und dadurch mit einem weiteren Kreativspieler statt einem IV, würde ich das gerne mal sehen. Mit der Elf, wie gegen die Bayern, fehlt es wahrscheinlich an Kreativität, denke ich. In dem Spiel gegen die Bayern war eben kein gepflegtes, kontrolliertes Spiel durchs Mittelfeld gefragt, da konnte sehr vertikal gespielt werden, da unsere Stürmer Raum hatten, was defensivere Gegner nicht so anbieten.
Daher würde ich gerne so etwas sehen:
------Adeyemi--------Silva-------Beier---------------
------------------Chukwuemeka------------Couto---
-Svensson-------------------------Nmecha-----------
------------------Bellingham---------------------------
----Schlotterbeck-------------Anton-----------------
----------------------Kobel-------------------------------
Hier Nmecha halbrechts als Teil der Doppelsech, weil er mit seinem Tempo Couto außen gut absichern kann. Couto sollte rechts offensiv weiterhin die Breite geben, was ohne Dreierkette eine andere Absicherung benötigt. Das könnten aufgrund ihres Tempos im Mittelfeld eigentlich nur Nmecha und Can gut bewerkstelligen; aber Can sollte nicht mehr im Mittelfeld auflaufen. Links offensiv muss Adeyemi dann eher Breite geben als Beier. Aufgrund seiner Fähigkeiten im 1gegen1 kann Adeyemi diese Rolle auch besser ausfüllen als Beier. Ansonsten ist man dort aber flexibel mit Svensson, Chukwuemeka und Adeyemi. Svensson wird als LV defensiver spielen müssen als vor der Dreierkette. Hier kann man nicht auch noch eine Absicherung wie für Couto installieren. Das ist aber auch nicht nötig, Svensson sehe ich sowieso mehr als AV als als Schienenspieler. Für Adeyemi ändert sich positionell aber eigentlich nichts, da eben Chukwuemeka als zusätzlicher Spieler im Mittelfeld aufläuft und mit seinen 1gegen1 Fähigkeiten auch ab und an über außen kommen könnte. Da mit Chukwuemeka hier ein offensiverer, kreativer Mittelfeldspieler aufläuft, sollte das für Adeyemi und die andere Stürmer nur Vorteile haben, da sie besser in Szene gesetzt werden würden.
Insgesamt wäre die Aufstellung aber deutlich offensiver als jetzt, da im Prinzip nur ein IV gegen einen offensiveren Chukwuemeka getauscht wurde und die Rollen der Spieler sich ansonsten wenig ändern. Wobei das eigentlich auch nur eine Ausrichtung wäre, wie sie viele Vereine spielen. Im Allgemeine wäre die Aufstellung nicht besonders offensiv; nur eben aus Sicht, was Kovac spielen lässt.
Zitat von UnderratedCritic
Kann mir sehr gut vorstellen, dass es ab der nächsten Saison das Stamm-Trio sein wird.
Zitat von BVBBC
Ich würde die 3er Reihe, die heute begonnen hat, trotzdem gerne gegen die nächsten Gegner sehen. Wenn man die Bayern so stressen kann damit, dann kann man das auch bei technisch schwächeren Gegnern. Selbst wenn die dann die Bälle nach vorne bolzen, wird ihnen das bei dem Tempo und der Aggressivität nicht immer gelingen, was solche Situationen schnell scharf macht. Vor allem nach der Halbzeitpause war das schon sehr gefährlich, was wir im Pressing hinbekamen. Zumal man gegen schwächere Gegner dann auch mehr Wellen hinbekommt, die zwangsläufig zu Fehlern führen sollten, wenn man die Bälle schnell wieder einsammelt.
Offensiv ist es sicher nicht optimal, wenn die 3 dann kreieren sollen, umso enger es wird. Allerdings würde ich trotzdem nochmal genauer sehen wollen, ob sich da nicht vielleicht doch ein paar Synergieeffekte einstellen, indem man variabel in Abschlusspositionen kommt, dadurch den Gegner ständig bewegt und vor allem mit Tempo in den 16er geht, das nur schwer zu halten ist. Trotzdem Silva bei den Tiefenläufen nicht auf dem Level von Beier und Adeyemi ist, ist es eben doch ein Unterschied zu Guirassy und daher vorstellbar, dass die Variabilität des Trios beim Thema Kreativität etwas hilft, weil mehr Zug und Bewegung ohne Ball drin ist, wodurch zwangsläufig auch Zuordnungsprobleme und dynamischere Situationen entstehen. Mit Guirassy ist das bei Beier und Adeyemi halt schon bei der Ballannahme oft ziemlich statisch, weil das Tempo verschleppt und die Tiefe oft schlecht besetzt wird.
Von dem her würde ich nicht darauf setzen, dass es mit dem Trio im März so zäh laufen muss, wie von dir angenommen. Trotzdem die Angriffsreihe dafür sicher nicht das einzige Thema ist. Mehr gemeinsame Minuten hätten sie nach dem Spiel heute zumindest verdient.
Zitat von Doc_Gonzo
Heute sieht man seine Stärken, weil wir nur ~30% Ballbesitz haben. Gegen den Ball extrem gut, hervorragende Laufwege beim Umschaltspiel und er kommt schnörkellos zum Abschluss. Technisch ist er auch solide, wenn er etwas Platz hat.
Im März geht's allerdings wieder gegen Abstiegskandidaten, dann wird es wieder zäh.
Heute sieht man seine Stärken, weil wir nur ~30% Ballbesitz haben. Gegen den Ball extrem gut, hervorragende Laufwege beim Umschaltspiel und er kommt schnörkellos zum Abschluss. Technisch ist er auch solide, wenn er etwas Platz hat.
Im März geht's allerdings wieder gegen Abstiegskandidaten, dann wird es wieder zäh.
Ich würde die 3er Reihe, die heute begonnen hat, trotzdem gerne gegen die nächsten Gegner sehen. Wenn man die Bayern so stressen kann damit, dann kann man das auch bei technisch schwächeren Gegnern. Selbst wenn die dann die Bälle nach vorne bolzen, wird ihnen das bei dem Tempo und der Aggressivität nicht immer gelingen, was solche Situationen schnell scharf macht. Vor allem nach der Halbzeitpause war das schon sehr gefährlich, was wir im Pressing hinbekamen. Zumal man gegen schwächere Gegner dann auch mehr Wellen hinbekommt, die zwangsläufig zu Fehlern führen sollten, wenn man die Bälle schnell wieder einsammelt.
Offensiv ist es sicher nicht optimal, wenn die 3 dann kreieren sollen, umso enger es wird. Allerdings würde ich trotzdem nochmal genauer sehen wollen, ob sich da nicht vielleicht doch ein paar Synergieeffekte einstellen, indem man variabel in Abschlusspositionen kommt, dadurch den Gegner ständig bewegt und vor allem mit Tempo in den 16er geht, das nur schwer zu halten ist. Trotzdem Silva bei den Tiefenläufen nicht auf dem Level von Beier und Adeyemi ist, ist es eben doch ein Unterschied zu Guirassy und daher vorstellbar, dass die Variabilität des Trios beim Thema Kreativität etwas hilft, weil mehr Zug und Bewegung ohne Ball drin ist, wodurch zwangsläufig auch Zuordnungsprobleme und dynamischere Situationen entstehen. Mit Guirassy ist das bei Beier und Adeyemi halt schon bei der Ballannahme oft ziemlich statisch, weil das Tempo verschleppt und die Tiefe oft schlecht besetzt wird.
Von dem her würde ich nicht darauf setzen, dass es mit dem Trio im März so zäh laufen muss, wie von dir angenommen. Trotzdem die Angriffsreihe dafür sicher nicht das einzige Thema ist. Mehr gemeinsame Minuten hätten sie nach dem Spiel heute zumindest verdient.
Kann mir sehr gut vorstellen, dass es ab der nächsten Saison das Stamm-Trio sein wird.
Vor allem mit Viererkette und dadurch mit einem weiteren Kreativspieler statt einem IV, würde ich das gerne mal sehen. Mit der Elf, wie gegen die Bayern, fehlt es wahrscheinlich an Kreativität, denke ich. In dem Spiel gegen die Bayern war eben kein gepflegtes, kontrolliertes Spiel durchs Mittelfeld gefragt, da konnte sehr vertikal gespielt werden, da unsere Stürmer Raum hatten, was defensivere Gegner nicht so anbieten.
Daher würde ich gerne so etwas sehen:
------Adeyemi--------Silva-------Beier---------------
------------------Chukwuemeka------------Couto---
-Svensson-------------------------Nmecha-----------
------------------Bellingham---------------------------
----Schlotterbeck-------------Anton-----------------
----------------------Kobel-------------------------------
Hier Nmecha halbrechts als Teil der Doppelsech, weil er mit seinem Tempo Couto außen gut absichern kann. Couto sollte rechts offensiv weiterhin die Breite geben, was ohne Dreierkette eine andere Absicherung benötigt. Das könnten aufgrund ihres Tempos im Mittelfeld eigentlich nur Nmecha und Can gut bewerkstelligen; aber Can sollte nicht mehr im Mittelfeld auflaufen. Links offensiv muss Adeyemi dann eher Breite geben als Beier. Aufgrund seiner Fähigkeiten im 1gegen1 kann Adeyemi diese Rolle auch besser ausfüllen als Beier. Ansonsten ist man dort aber flexibel mit Svensson, Chukwuemeka und Adeyemi. Svensson wird als LV defensiver spielen müssen als vor der Dreierkette. Hier kann man nicht auch noch eine Absicherung wie für Couto installieren. Das ist aber auch nicht nötig, Svensson sehe ich sowieso mehr als AV als als Schienenspieler. Für Adeyemi ändert sich positionell aber eigentlich nichts, da eben Chukwuemeka als zusätzlicher Spieler im Mittelfeld aufläuft und mit seinen 1gegen1 Fähigkeiten auch ab und an über außen kommen könnte. Da mit Chukwuemeka hier ein offensiverer, kreativer Mittelfeldspieler aufläuft, sollte das für Adeyemi und die andere Stürmer nur Vorteile haben, da sie besser in Szene gesetzt werden würden.
Insgesamt wäre die Aufstellung aber deutlich offensiver als jetzt, da im Prinzip nur ein IV gegen einen offensiveren Chukwuemeka getauscht wurde und die Rollen der Spieler sich ansonsten wenig ändern. Wobei das eigentlich auch nur eine Ausrichtung wäre, wie sie viele Vereine spielen. Im Allgemeine wäre die Aufstellung nicht besonders offensiv; nur eben aus Sicht, was Kovac spielen lässt.
Finde vieles daran richtig und würde selbst für die nächste Saison sehr ähnliche Gedanken verfolgen. Allerdings bin ich mir bezüglich der Absicherung und Breitengebern nicht sicher, wie man das optimiert.
Denn es ist klar, dass Nmecha aus dem Zentrum gezogen bedeutet, dass die Absicherung zentral suboptimal wäre, weil das Trio Schlotterbeck, Anton und Bellingham die Tiefe nicht konstant gut verteidigt bekommen dürfte. Da fehlt mindestens einer, der richtig schnelle Gegenspieler aufnehmen kann. Daher stellt sich mir defensiv die Frage, ob Couto der Spieler ist, dessen Absicherung die kritischte ist. Zumal eine seitlichere Positionierung bereits im Ballbesitz meines Erachtens auch Nachteile mit sich bringt. Selbst wenn man Nmecha zentral stärker absichernd einsetzen würde und wenig Spielraum nach vorne lässt, um Chukwuemeka zu unterstützen, würde man zumindest Bellingham mehr davon erlauben oder sogar einen Wechsel darin. Das würde also weniger Isolationen von Chukwuemeka bedeuten, weil man mehr Optionen für Ablagen eröffnet, was ich wichtig fände, da Chukwuemeka im First Touch noch Luft nach oben hat.
Dazu bleibt es dabei, dass man mit diesem Kader das Thema Breitengeber nicht optimal lösen kann. Die echten AV - Couto zähle ich nicht dazu - geben vor, dass die OA Breitengeber sein sollten. Umgekehrt geben die OA vor, dass die AV Breitengeber sein sollten. Dabei hat das eben auch Konsequenzen für IV und DM. Sichern die AV ab, können die DM offensiver nachrücken und die IV müssen nicht in die Breite verteidigen können. Schieben die AV hoch, ist es eher umgekehrt und dann muss vor allem im DM einer sein, der in der Kette auffüllen kann. Das wäre mir bei Bellingham noch zu viel verlangt. Der Kopfball gestern zur Kimmich Vorlage hat zwar mit der konkreten Aufgabenstellung wenig zu tun, aber ist trotzdem das letzte beobachtbare Symptom für seine Wachstumsschmerzen auf der 6. Davon sieht man jedes Spiel immer noch zu viel, gerade im taktischen Verständnis. Ich hätte daher nicht das Vertrauen in ihn, dass er bei einem offensiven AV weit genug ist, um die Rolle im Zentrum zuverlässig genug umsetzen zu können. Sogar unabhängig von der Tempofrage, die darüber hinaus die Frage formuliert, ob das überhaupt langfristig das Ziel sein sollte.
Daher glaube ich, dass die 3er Kette zumindest bis Saisonende für die Balance besser ist. Im Sommer wird man entsprechend anpassen müssen, wobei es ja schon viel wert wäre, wenn man wüsste, inwiefern das vorne funktioniert und ob man darauf dann abstellen möchte oder nicht.
Ich denke auch, dass vor allem Anton in so einer Konstellation mehr Probleme bekäme. Allerdings würde ich das nicht ganz so kritisch sehen. Beide IVs haben oft in einer Viererkette gespielt und es ist allgemein auch nicht üblich, dass der Sechser sich zurückfallen lässt und absichert. Da sollte man von unseren IVs schon ein gutes Niveau erwarten dürfen, denke ich.
Nmecha wäre für rechts eine Absicherung, wenn Gegner in Umschaltsituationen aus der Tiefe in diesen Raum nach hinten sprinten. Ansonsten wäre Nmecha defensiv zentral im Mittelfeld.
Im Ballbesitz könnte Nmecha dann auch das Spiel ankurbeln, denke ich. Eine ähnliche Rolle im Ballbesitz hatte Gündogan 15/16 als Tuchel den RV ebenfalls sehr offensiv nach vorne schieben ließ. Da agierte Gündogan im Aufbau oft halbrechts und übernahm auch das Aufbauspiel des RVs. Womöglich könnte Nmecha so auch sein Tempo mit Ball gut einbringen. Das sieht man auch jetzt, da Kovac ihn öfters nach außen schieben lässt, wo Nmecha den ein oder anderen Lauf mit Ball startete. Dennoch würde ich es auch so sehen, dass Nmecha eigentlich als der Sechser noch besser aufgehoben wäre. Aber es gibt nun einmal sonst keinen im Kader, der diese Rolle halbrechts so gut ausfüllen könnte.
Inwieweit Bellingham Probleme bekäme, hinge für mich davon ab, ob der Gegner viel Raum um ihn herum bespielen kann. Das wäre der Fall, wenn der Gegner die möglichen Unterstützer, Nmecha, Chukwuemeka und mit Abstrichen Svensson, von ihm wegziehen kann. Generell kann dies nur in Umschaltsituationen passieren, weil wir ansonsten in unserer Defensivstruktur, 4-4-2 oder 4-3-3, stehen würden und diese Probleme nicht hätten. Ob es in Umschaltsituationen anders käme, hinge davon ab, wo wir die Bälle verlieren und welche Läufe der Gegner dann startet. So würde es zwei Spieler ganz vorne benötigen, die die IVs und Svensson in die letzte Linie zwingen. Außerdem einen Lauf, der Nmecha auf die rechte Seite zwingt, was aber nur ginge, wenn Couto gerade vorne ist, wenn wir den Ball verlieren. Und Chukwuemeka müsste auch so weit vorne sein, dass er einen zweiten vorrückenden Mittelfeld nicht aufnehmen kann, so dass Bellingham in Entscheidungesprobleme geriete. Letztendlich geht es also darum, wie kompakt wir um die IVs und Bellingham stehen könnten, wenn der Gegner umschaltet. Das ist dann auch sehr viel eine Frage, die der Trainer taktisch beantworten muss. Beispielsweise könnte es Vorgabe sein, dass Chukwuemeka sich etwas tiefer im Mittelfeld aufhält, wenn der Ball auf Couto nach rechts vorne geht. Und wenn unser Angriff über links geht, könnte Nmecha mehr einrücken, da der Gegner in einer Umschaltsituation einen längeren Weg zu unserer rechten Seite hätte. Das ist ja sowieso das Vorgehen, dass man defensiv auf die Seite des Balles schiebt.
Ich denke, die obige Aufstellung kann man taktisch recht unterschiedlich spielen und so dann die Balance zwischen Offensivpower und defensiver Kompaktheit verändern.
Man könnte jetzt darauf hinarbeiten und dann schauen, ob man mit Transfers noch mehr rausholen würde.
Ich kann eure beiden Argumente gut verstehen. @BVBBC Das ist das wohl erste Mal, das ich lese, das du dich für den Verbleib der Dreierkette aussprichst.😜 Vielleicht ist das aber auch speziell auf den Dreiersturm bezogen.
Ich fand es aber auch spannend zu sehen, wie der schnellere Sturm den Gegner selbst tiefer bindet. Ein Freund mit dem ich das Bayernspiel geguckt habe, meinte Bayern hätte auf Dortmundniveau gespielt und nicht Dortmund auf Bayernniveau. Offensiv betrachtet mag das richtig sein, das die Bayern nicht ihren gewohnten Druck entfalten konnten. Defensiv war es aber dafür wirklich eine starke Vorstellung von Dortmund, quasi doch eher auf Bayernniveau. Ich denke das Bayern nicht so viel Druck ausüben konnte, lag auch daran das sie gegen Beier, Adeyemi und Silva im Ballbesitz nicht ganz so hoch auffrücken konnten, wie gewohnt.
Sie brauchten gegen den Dortmunds schnellen Sturm mehr Absicherung und konnten deshalb ihr Powerplay nicht mit so viel Personal aufziehen, wie sie es sonst oft machen.
Ich würde nicht behaupten das Dortmund durch die Wechsel das Spiel verloren hat, dafür sind Bayerns Tore zu sehr durch Zufall und individuelle Qualität gefallen. Dennoch hat man mit Guirassy > Beier, Brandt > Adeyemi, Bellingham > Nmencha und Inacio > Beier mit jedem Wechsel Geschwindigkeit aus dem eigenen Spiel genommen ( Inacios Tempo kenne ich nicht genau, in jedem Fall fehlt ihm aber noch die Sicherheit diese effektiv auf den Platz zu bringen ). Obwohl auch Svensson in dieser Phase noch sein Tor erziehlt hat, ist das Momentum direkt nach allen Wechseln ab der 75. min etwas pro Bayern gekippt.
https://www.fotmob.com/de/matches/borussia-dortmund-vs-bayern-munchen/36iek5#4829525
Ich weiß jetzt nicht mehr ob Kimmich während des übrigen Spiels mehr oder weniger Vorstöße als in dieser Phase hatte, aber er war eben auch bei seinem Tor in der 87. min im Strafraum zur Stelle.
Unabhängig davon denke ich schon das ein schnellerer Sturm helfen kann, den Gegner tiefer zu binden und so die Devensive entlastet und "theoretisch" auch eine 4er Kette begünstigen kann. Das nicht alles was theoretisch funktionieren kann, auch tatsächlich immer funktioniert muss, haben wir aber spätestens unter Sahin gesehehen. Von daher würde ich auch eher die Saison mit der 3er Kette zu Ende spielen und eine Systemänderung bis in den Sommer verschieben. Ausser man ist so mutig und wagt sich den herausgespielten Vorsprung als Chance zu nutzen, um bereits jetzt Änderungen für die nächste Saison einzustudieren. Dieses Risiko wird allerdings Niemand in Dortmunds Führung eingehen. Zu wohltuend für das eigene Selbstverständnis wäre es nach den letzten Jahren, eine Saison mal wieder mit entspanntem Vorsprung als souveräner Zweiter zu beenden.
In jedem Fall sind wir uns wohl einig, das der Dreiersturm aus Beier, Adeyemi und Silva gerne öfter von Beginn an auflaufen darf.
10.03.2026 - 18:00 Uhr
Zitat von Vampier82
wenn es 4-3-3 oder 4-2-3-1 wird fehlt ein 6er, Flügelspieler und eine Änderung auf RIV oder RV. ZM haben wir schon irgendwie
Zitat von MajorM
Vergesst was ich gesagt habe, kompletter Denkfehler, uns fehlen ja hinten und vorne ZM. Ich kriege meinen Beitrag leider nicht bearbeitet oder gelöscht. Vergesst es einfach.
Zitat von MajorM
Hallo Zusammen,
ich wollte jetzt die anderen Themen nicht mit meiner allgemeinen Frage zu spamen.
Vermutlich hätte ich meine Antwort auch in den letzten Beiträgen hier gefunden, aber ich bin zu faul zum Lesen und nicht in der Lage das zu interpretieren, da Taktik nicht meine Stärke ist.
Ich gehe aktuell im Kopf wieder "Kaderplanungen" für die nächste Saison durch, bin mir aber nicht sicher, welche Formation es wohl wird. Meiner Meinung nach macht die aktuelle Dreierkette keinen Sinn mehr. Zum Stabilisieren war das wohl okay, aber jetzt muss man den nächsten Schritt zurück zur Viererkette gehen, denke ich. Wenn man die Gerüchte über Flügelspieler liest, könnte das auch wohl passieren.
Kurz und knapp: Was wäre den die realistischste Formation, bei dem die Umstellung nicht zu gewaltig ist? Ich habe das klassische 4-3-3 im Sinn, mit 3 zentralen Spielern. So würde man die Baustelle IV und ZM nicht groß aufmachen. Lediglich Beier und/ oder Adeyemi wären überflüssig. Was schon ärgerlich genug ist...
Hallo Zusammen,
ich wollte jetzt die anderen Themen nicht mit meiner allgemeinen Frage zu spamen.
Vermutlich hätte ich meine Antwort auch in den letzten Beiträgen hier gefunden, aber ich bin zu faul zum Lesen und nicht in der Lage das zu interpretieren, da Taktik nicht meine Stärke ist.
Ich gehe aktuell im Kopf wieder "Kaderplanungen" für die nächste Saison durch, bin mir aber nicht sicher, welche Formation es wohl wird. Meiner Meinung nach macht die aktuelle Dreierkette keinen Sinn mehr. Zum Stabilisieren war das wohl okay, aber jetzt muss man den nächsten Schritt zurück zur Viererkette gehen, denke ich. Wenn man die Gerüchte über Flügelspieler liest, könnte das auch wohl passieren.
Kurz und knapp: Was wäre den die realistischste Formation, bei dem die Umstellung nicht zu gewaltig ist? Ich habe das klassische 4-3-3 im Sinn, mit 3 zentralen Spielern. So würde man die Baustelle IV und ZM nicht groß aufmachen. Lediglich Beier und/ oder Adeyemi wären überflüssig. Was schon ärgerlich genug ist...
Vergesst was ich gesagt habe, kompletter Denkfehler, uns fehlen ja hinten und vorne ZM. Ich kriege meinen Beitrag leider nicht bearbeitet oder gelöscht. Vergesst es einfach.
wenn es 4-3-3 oder 4-2-3-1 wird fehlt ein 6er, Flügelspieler und eine Änderung auf RIV oder RV. ZM haben wir schon irgendwie
Greift in meinen Augen zu kurz. Offensiv sehe ich auch klar den Anspruch, dass man einen IV wieder in einen Kreativen mehr umwandeln muss. Defensiv heißt das aber auch ganz klar, dass man individuell das ein oder andere Problem reduzieren muss. Vor allem die Anfälligkeit gegen Tempo, um die Tiefe auch mit hoher Kette zuverlässig zu verteidigen, wird ein Baustelle. Wir sind auf alle 4 Positionen, die im Stamm einer 4er Kette zu erwarten wären, nicht elitär schnell. Schlotterbeck wäre darin schon mit einigem Abstand der schnellste Spieler, falls er überhaupt bleibt, was auch nach wie vor ungewiss ist. Dabei kratzt er nur an den 34 km/h im Topspeed, in einer Liga, die immer mehr Spieler bekommt, die um die 36 km/h laufen können. Das lässt sich mit Positionsspiel kaum noch auffangen, außer man hat grundsätzlich eine extrem hohe Kompaktheit in der Defensive, was entweder viele Defensive bedingt, einen sehr tiefen Schwerpunkt oder beides. Gerade das würde es aber zu ändern gelten, will man überhaupt vom zusätzlichen Kreativen profitieren und generell auch gegen den Ball druckvoller agieren, indem man nicht nur situativ gut presst, sondern konstant den Gegner terrorisiert. Gerade auch, wenn man mit Silva und Beier dafür vorne gleich 2 Spieler hat, die weit überdurchschnittlich sind.
Auf LV haben wir unsere Aufgaben vermutlich für die nächste Saison erledigt. Zumindest auf der Zugangseite. Ich würde aber nicht damit rechnen, dass Prates sich so schnell gegen Svensson durchsetzen kann, gerade wenn es zur 4er Kette zurückgeht, wovon er nochmal deutlich profitieren sollte. Dafür ist Svensson defensivtaktisch schlicht zu gut. Allein in was für Situation er in den letzten Spielen noch ein Bein reinbekommen hat, die bekommen sehr viele AV dieser Welt gar nicht mit und müssen dann zusehen, wie der Ball eingeschoben wird. Damit bleibt meines Erachtens ein eher langsamer Spieler in der Kette wahrscheinlich gesetzt. Neben Schlotterbeck an sich auch kein Problem. Das heißt aber ganz klar für mich, dass die rechte Seite deutlich schneller werden sollte. Bedeutet also ein neuer Herausforderer für Ryerson oder gar ein Nachfolger für ihn als auch einen Herausforderer für Anton, die beide deutlich mehr Speed mitbringen und idealerweise auch noch hoch im Feld gute Spieler im 1gg1 gegen den Ball sind. Mit Süle darf es demnach keine Verlängerung geben, egal was sonst noch an Baustellen ansteht. Agieren wir in der Kette nur halbgar, brauchen wir gar nicht erst versuchen vorne mehr Kreativität zu implementieren, weil wir sonst Probleme bekommen die Tiefe zu verteidigen.
Damit die Kette aber auch zuverlässig nach vorne verteidigen kann, sollten wir meines Erachtens auch auf der 6 überlegen, ob die Entwicklung von Bellingham schnell genug geht und wirklich zum Ergebnis führt, das man sich wünscht. Denn damit die Kette aggressiv nach vorne verteidigen kann, muss im Mittelfeld jemand mitdenken, der das absichern kann. Das sehe ich im Moment nicht. Bellingham ist in der Beziehung im Moment noch immer zu häufig verloren und Nmecha kann es zwar, ist anderweitig aber wertvoller und vielleicht auch nicht konstant genug in der Beziehung, weil man ihn in den letzten Monaten in der Rolle immer weniger forderte, auch bedingt durch die 3er Kette. Gut möglich, dass Bellingham auch nie so recht zum vollwertigen 6er entwickelbar ist und daher auch wieder mehr zum 8er mutiert, weil vor allem dynamisch auch etwas fehlt und nicht nur taktisch, um auch hinter der Kette gut absichern zu können. Ich glaube daher, dass für die Umstellung auf 4er Kette auch noch ein 6er gut wäre, der als Abräumer zuverlässiger funktioniert, damit vorne dann auch mehr Risiken von der Kreativabteilung genommen werden können, weil man auf Ballverluste auch mit weniger Mann gut vorbereitet ist.
Je nachdem, was dieser 6er dann am Ball kann, kann man im zentralen Mittelfeld vielleicht auch schon einen Platz für einen Kreativen schaffen. Wichtiger wäre aber, dass in jedem Fall die Resilienz am Ball mit einem 3. Spieler weiter zunimmt, um kontrolliert durch das Zentrum spielen zu können, selbst wenn es dort eng wird. Das setzt in erster Linie eine gute Mischung aus Fähigkeiten als Ballverteiler als auch in der dynamischen Spielverbindung voraus. Für Letzteres sind wir derzeit sehr gut aufgestellt, müssten wohl nur auf einen Nmecha Abgang reagieren, falls es dazu käme. In Sachen strategischer Kompetenz gibt es aber sicher Luft nach oben, die im Idealfall aber auch schon mit dem Abräumer verknüpft werden könnte, um eben auch noch einen Platz für einen Kreativen oder zumindest einen 8-10er - der mit vorne reingehen kann und sehr weiträumig agiert, aber trotzdem Drucksituationen mit Ball auflösen kann - zu haben. Wie man das Zentrum dann anordnet, ob mit Holding 6 und Doppel 8, Doppel 6 und 10 oder 6, 8 und 10, halte ich erst mal für sekundär. Wichtiger sind die Fähigkeiten darin, die enthalten sein müssen und der Rest ist eher auch Abstimmung auf Kette und Offensivreihe sowie Gegner.
In der Offensivreihe sollte es dann meines Erachtens immer auf 2 Abschlussspieler und eine Kreativen hinauslaufen. Auch dort halte ich es nicht für entscheidend, wie man das anlegt, solange es zu den Spielerprofilen passt. So kann ich mir bspw. gut vorstellen, dass Silva und Beier sich gut mit einem Kreativen ergänzen würden, indem sie einen sehr beweglichen Sturm bilden, der für den Gegner nur schwer greifbar ist. Ich würde aber noch gerne diese Saison ein paar Mal Silva mit Beier und Adeyemi sehen, um herauszufinden, ob ein 10er dahinter bei 4er Kette vielleicht sogar genauso gut funktioniert, sodass man über den Speed und die Rochaden vorne schwer genug zu greifen ist, um die Kreativität vielleicht gar nicht unbedingt in der vordersten Reihe zu benötigen. Zumal das für das Pressing ein extrem hohes Maß an Aggressivität ermöglichen würde, wenn die Kette eben mitspielt. Je nachdem, müsste man dann vielleicht sogar nur BU Positionen auffüllen und hätte die wichtigen Transfers vor allem in der Kette und im Mittelfeld.
Wobei auch das Breitengeberthema eines bleiben wird, was mit Beier und Adeyemi auf dem Flügel nie optimal auflösbar sein wird, wenn man jetzt schon weiß, dass auch der LV kein Breitengeber sein wird. Außer man schafft rechts die Kreativseite, wie es auch im Moment schon passiert und lässt daher links nur noch 1gg1 Duelle offen, die mehrheitlich abseits vom Ball relevant sind, wofür Beier und Adeyemi dann doch wieder gut passen. Somit wäre aber die Breite und Kreativität zwingend auf der rechten Seite zu erhöhen. Gegebenenfalls sogar auf beiden Positionen, mindestens eines der Themen aber auf einer dieser Positionen. Will man rechts allerdings eine Kreativseite schaffen, um von der Breitengeberproblematik links abzulenken und diesen Spieler nur als Abschlussspieler zu nutzen, dann funktioniert das in meinen Augen mit einem RV als Breitengeber, der offensiv viele Läufe hinter den RA machen kann, am besten. Ein offensiver RV würde aber eben auch nochmal einem schnellen RIV, der auch gut nach außen verteidigen kann sowie dem Abräumer im Zentrum, der für den RIV auffüllen kann, Nachdruck verleihen, will man das alles vernünftig ausbalancieren.
Für mich gibt es daher für eine Rückkehr zur 4er Kette noch folgende, offene Baustellen:
- RIV (schnell, mobil, aggressiv im 1gg1)
- RV (offensiv ausgerichteter Breitengeber, der defensiv trotzdem gut mithelfen kann und dafür genug Tempo mitbringt)
- DM (Abräumer, idealerweise mit Qualität als Ballverteiler)
- OM oder offensiver ZM (Kreativspieler oder weiträumiger 8er, der Zug zum Tor entwickelt)
- RA (Kreativspieler)
Je nachdem könnte man OM und RA vielleicht sogar in Personalunion angehen und das Ganze etwas anders auflösen. Der Rest hinge stark von Abgängen ab. Es sollte ja aber auch nur um grundsätzliche Überlegungen gehen.
Edit: für eine 3er Kette, die offensiver werden soll, gibt es übrigens auch so einiges zu tun. Die Bedarfe würde ich dabei so sehen, ohne es en detail zu erklären, weil die Grundüberlegungen denen oben nicht gänzlich unähnlich sind, nur eben der Abräumer doch ein IV bleibt, trotzdem ein Stratege als Upgrade im Zentrum sinnvoll wäre und OM/RA definitiv eine Sache in Personalunion werden müsste, je nachdem, ob man Doppelspitze oder 3er Reihe vorne sehen möchte.
- ZIV (schnell, physisch, taktisch zuverlässig im Positionsspiel und lesen des Spiels)
- RIV (schnell, mobil, aggressiv im 1gg1, polyvalent (RV oder DM im Repertoire))
- RSS (offensiv ausgerichteter Breitengeber, der defensiv trotzdem gut mithelfen kann und dafür genug Tempo mitbringt)
- DM (Stratege)
- OM/RA (Kreativspieler)
Ich finde aber, dass wir dafür vor allem auf LSS eigentlich nicht gut aufgestellt wären, selbst wenn wir ansonsten vieles optimieren.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von BVBBC am 10.03.2026 um 18:10 Uhr bearbeitet
10.03.2026 - 21:16 Uhr
Zitat von linksaussen09
Ohne dass es zu sehr in Richtung Transferspekulationen oder Kaderschmiede abkippen soll: Wen hättest du für diese Bedarfe im Auge?
Ich schaue abgesehen von unseren Spielen kaum etwas außer Zusammenfassungen, lese Statistiken und Nachrichten zum Thema unzuverlässig und unregelmäßig.
Als RIV wäre wohl nach deinen Ausführungen (der unrealistische) Anselmino prädestiniert.
Zitat von BVBBC
Für mich gibt es daher für eine Rückkehr zur 4er Kette noch folgende, offene Baustellen:
Für mich gibt es daher für eine Rückkehr zur 4er Kette noch folgende, offene Baustellen:
- RIV (schnell, mobil, aggressiv im 1gg1)
- RV (offensiv ausgerichteter Breitengeber, der defensiv trotzdem gut mithelfen kann und dafür genug Tempo mitbringt)
- DM (Abräumer, idealerweise mit Qualität als Ballverteiler)
- OM oder offensiver ZM (Kreativspieler oder weiträumiger 8er, der Zug zum Tor entwickelt)
- RA (Kreativspieler)
Ohne dass es zu sehr in Richtung Transferspekulationen oder Kaderschmiede abkippen soll: Wen hättest du für diese Bedarfe im Auge?
Ich schaue abgesehen von unseren Spielen kaum etwas außer Zusammenfassungen, lese Statistiken und Nachrichten zum Thema unzuverlässig und unregelmäßig.
Als RIV wäre wohl nach deinen Ausführungen (der unrealistische) Anselmino prädestiniert.
Anselmino wäre top, dürfte aber sehr schwer umsetzbar sein, so wie das lief im Winter.
Beim RV verstehe ich im Verbund mit Kreativität vorne nicht genau, was dir bei Ryerson fehlt.
Ich sehe Ryerson einfach nicht so offensivstark, wie seine Stats diese Saison behaupten. Klar, es läuft viel mehr über ihn, im Vergleich zu den letzten Jahren. Dadurch sollte der Output grundsätzlich hochgehen. So haben sich xA und KP ungefähr verdoppelt zu seiner vorherigen beiden vollen Saisons beim BVB. Schaut man aber genauer hin, dann kommt diese Steigerung quasi ausschließlich von seinen Standards:
OP | KP | A | xA
25/26 | 0,90 | 0,24 | 0,15
24/25+23/24 | 0,90 | 0,09 | 0,18
Standards | KP | A | xA
25/26 | 1,20 | 0,42 | 0,24
24/25+23/24 | 0,18 | 0,00 | 0,02
Aus dem Open Play gelingen ihm nicht mehr Vorlagen und sogar ein niedriger xA, aber die Assists haben sich fast verdreifacht. Das ist in vielerlei Hinsicht nicht nachhaltig einzuschätzen. Wenn mehr über Ryerson geht und man von einer echten Leistungssteigerung reden könnte, dann hätten KP und Vorlagen meines Erachtens ansteigen müssen. Seine Produktion ist aber in Etwa dieselbe in der Beziehung, was grundsätzliche Limitierungen in der Steigerung dieser Stats bedeutet. Eben die Limitationen bei der Self-Creation. Aber meines Erachtens sogar schon im taktischen Verhalten in Kombination mit dem OA. So fand ich Ryersons Verhalten selten gut, wenn zu hinter- oder unterlaufen versucht. Oft geht er dabei dann nicht konsequent in die Tiefe, nicht nur weil ihm Tempo fehlt, sondern auch Timing. Vor allem beim Unterlaufen hat er zudem desöfteren schon die Isolation des OA geschwächt, indem er nur den Gegenspieler in dessen Lauf gezogen hat und nur schwer dann ins Kombinationsspiel eingebunden werden kann, um das wieder zu kompensieren. Wenn zudem plötzlich der xA im selben Maß übertroffen wird, wie er zuvor unterboten wurde, sollte meines Erachtens nicht davon ausgegangen werden, dass das nachhaltig ist, wenn sich die anderen Stats nicht verändert haben. Effektiv ist es daher so, dass Ryersons OP Stats ihn nach wie vor eigentlich nicht als besonders offensivstarken RV oder gar Schienenspieler kennzeichnen.
Mal zum Vergleich Svensson und Couto: Svensson hatte letzte Saison 3 Assists aus dem OP (0,35 p90), bei 0,93 KP und einem xA von 0,12. Diese Saison wird weniger über ihn gespielt, sodass er noch keinen Assist in der Liga aus dem offenen Spiel hat, bei 0,69 KP und einem xA von nur 0,06. Von der Überperformance ist daher nicht wirklich etwas übrig geblieben und man sieht eben bei ihm tatsächlich, dass weniger über ihn gespielt wird. Bei Couto ist es umgekehrt. Aus 1,14 KP gelangen ihm keine Assists, bei nur 0,09 xA, diese Saison ist er aber sogar besser als Ryerson aus dem OP, was die Produktion betrifft, mit 1,38 KP und 0,22 xA. 0,18 Assists kennzeichnen ihn aber weiter als Unterperformer, mit weniger Assists als Ryerson. Daher verdrängt er ihn nicht, obwohl er wohl auf Dauer, gerade in dieser Rolle, bereits zeigt, dass er wohl auch in der Produktion die besseren Stats produziert. Und selbst da ginge noch mehr in meinen Augen, gerade auch im Verbund mit höheren Defensivansprüchen.
Für mich sind daher weder Svensson noch Ryerson wirklich offensivstark, wie es meines Erachtens aber eigentlich gefordert wäre, wenn man das Breitengeberproblem wenigstens teilweise in den Griff bekommen möchte über einen AV, der nach vorne verlässlich Druck machen kann. Dazu das Thema mit dem Tempo, das auch für Couto gilt, bei dem defensiv auch noch einiges dazu kommt. Ich glaube daher, dass man den Markt für Ryerson nutzen sollte, zumal er ja auch noch Ziele in der PL formuliert hat, die wohl nicht mehr besser verfolgbar werden als in diesem Sommer. Dass Couto zudem nicht an Ryerson vorbeikommt und er grundsätzlich nicht ideal auf RV aufgehoben ist, spricht dafür, dass man vielleicht gleich beide RV Plätze angeht.
Im DM käme mir sofort Sano in den Sinn (den ich wenige Male auch live gesehen habe). Gesetzt, man hielte Beier, Adeyemi und Silva, wäre dir El Mala Ergänzung genug? Oder muss dann doch der Kreative, der mir nicht einfallen will, ins ZM?
Vielleicht hast du kürzlich auch eine Schmiede gemacht und kannst die verlinken?
Hatte es mit Spielervorschlägen zuletzt mal als Schattenkader ausformuliert, in denen Sano und El Mala auch Thema sind. Es ist aber keine Schmiede im eigentlichen Sinne, weil vieles davon schlicht nicht passieren wird:
https://www.transfermarkt.de/bvb-kaderschmiede/thread/forum/12/thread_id/805657/page/805#anchor_4784329
Das hatte ich dann auch nochmal im Anschluss in der Diskussion in eine konkretere Schmiede umgesetzt, wie ich den Best-Case erwarten würde, der sich durch die Brandt Entwicklung aber schon wieder etwas überholt hat:
https://www.transfermarkt.de/bvb-kaderschmiede/thread/forum/12/thread_id/805657/page/805#anchor_4784345
Insgesamt macht mir dein Beitrag (oder Aufsatz/Essay) schon ein bisschen Hoffnung. Im Prinzip wären das ja bearbeitbare Baustellen.
Ja, es ist umsetzbar, aber ignoriert halt auch noch so ziemlich die potenziellen Leistungsträgerabgänge, die es zu erwarten gibt und die wohl auch in Teilen zur Finanzierung nötig sein dürften. Es klingt jedenfalls erst mal einfacher als es in der Umsetzung tatsächlich werden dürfte.
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