BVB - Taktik-Thread
20.01.2006 - 12:09 Uhr
12.07.2025 - 13:08 Uhr
Zitat von Puck1981
Ich denke auch, dass Kovac kein Interesse an Erfolg und Lösungen hat… was ein Quatsch. Ganz ehrlich, glaubst du, dass ein Trainer weniger taktisches Verständnis hat als Du? Da frage ich mich, warum trainierst du nicht den BVB? Natürlich darf man kritisieren, aber derart absolute Aussagen sind doch größenwahnsinnig. Wartet ab! Gebt ihm die Zeit. Und vor allem: Der Erfolg gibt ihm bisher Recht! Das sollte man einfach mal akzeptieren. Und wie man aus dieser Kirmesveranstaltung Club WM irgendwas ableiten sollte, ist mir ein Rätsel.
Zitat von Holzschuh85
Das kann man sehr wohl bewerten, wenn man Kovacs Arbeit bei den letzten Stationen begutachtet. Da ergeben sich Muster, die Anlass zu größter Sorge bieten.
Natürlich kann es sein, dass Kovac hier beim BVB plötzlich wie neugeboren zum Taktikguru aufersteht und die hier skeptischen Stimmen überrumpelt.
Wahrscheinlich ist das aber nicht, vor allem auch weil die Club-WM genau die zu erwartenden beunruhigenden Signale gesetzt hat:
die Verwahrlosung des Zentrums trotz personell starken ZM-Aufgebots, der weiträumige Ansatz der MS-Positionierung oder das reaktive Anlaufverhalten lassen überhaupt nicht darauf schließen, dass Kovac ein Interesse daran hat, die drängenden taktischen Probleme anzugehen.
Zitat von Puck1981
Ganz ehrlich: Das kann man doch überhaupt noch nicht bewerten. Kovac hat übernommen und pragmatisch eine funktionierende Mannschaft hingestellt. Die Club WM war Ende der Saison, nicht Anfang der Neuen. Lasst ihn doch erstmal eine Vorbereitung machen und mit der „neuen“ Truppe arbeiten. Wenn Chuk bleibt, ein ballsicherer und kreativer offensiver kommt und die 6 endlich logisch besetzt wird, wird das. Dazu noch etwas kreatives für die Defensive und ein Backup für Gu. und wir haben eine interessante Truppe. Manchmal muss sich ein System erst entwickeln…. Schafft Kovac das, ist er tatsächlich ein guter Trainer.
Ganz ehrlich: Das kann man doch überhaupt noch nicht bewerten. Kovac hat übernommen und pragmatisch eine funktionierende Mannschaft hingestellt. Die Club WM war Ende der Saison, nicht Anfang der Neuen. Lasst ihn doch erstmal eine Vorbereitung machen und mit der „neuen“ Truppe arbeiten. Wenn Chuk bleibt, ein ballsicherer und kreativer offensiver kommt und die 6 endlich logisch besetzt wird, wird das. Dazu noch etwas kreatives für die Defensive und ein Backup für Gu. und wir haben eine interessante Truppe. Manchmal muss sich ein System erst entwickeln…. Schafft Kovac das, ist er tatsächlich ein guter Trainer.
Das kann man sehr wohl bewerten, wenn man Kovacs Arbeit bei den letzten Stationen begutachtet. Da ergeben sich Muster, die Anlass zu größter Sorge bieten.
Natürlich kann es sein, dass Kovac hier beim BVB plötzlich wie neugeboren zum Taktikguru aufersteht und die hier skeptischen Stimmen überrumpelt.
Wahrscheinlich ist das aber nicht, vor allem auch weil die Club-WM genau die zu erwartenden beunruhigenden Signale gesetzt hat:
die Verwahrlosung des Zentrums trotz personell starken ZM-Aufgebots, der weiträumige Ansatz der MS-Positionierung oder das reaktive Anlaufverhalten lassen überhaupt nicht darauf schließen, dass Kovac ein Interesse daran hat, die drängenden taktischen Probleme anzugehen.
Ich denke auch, dass Kovac kein Interesse an Erfolg und Lösungen hat… was ein Quatsch. Ganz ehrlich, glaubst du, dass ein Trainer weniger taktisches Verständnis hat als Du? Da frage ich mich, warum trainierst du nicht den BVB? Natürlich darf man kritisieren, aber derart absolute Aussagen sind doch größenwahnsinnig. Wartet ab! Gebt ihm die Zeit. Und vor allem: Der Erfolg gibt ihm bisher Recht! Das sollte man einfach mal akzeptieren. Und wie man aus dieser Kirmesveranstaltung Club WM irgendwas ableiten sollte, ist mir ein Rätsel.
Das sind leere Sätze. Nicht das taktische Wissen des Forums ist die Referenz, sondern das, was andere Trainer demonstrieren.
Der Erfolg gibt ihm eben nicht Recht. Bei jeder seiner Stationen ist es nach absehbarer Zeit zum Ergebniseinbruch gekommen. Die Muster waren sehr ähnlich. Anfänglicher Pragmatismus, dann Risikovermeidung, was gleichzeitig große Abhängigkeit vom Spielverlauf bedeutet, und dann immer größerer Fokus aufs kurzfristige Resultat, anstatt die mittelfristige Leistung.
Ryerson wird dir im nächsten Spiel immer den stabilsten Rechtsverteidiger geben, mittelfristig aber nie den besten. Den muss man in diese Rolle entwickeln. Eine defensive Dreierkette kassiert im nächsten Spiel die wenigsten Tore. Mittelfristig verhindert eine spielstarke Mannschaft mit Viererkette aber viel mehr Angriffe, die zu verteidigen sind.
Bei allen Stationen, besonders auffällig bei Bayern, war das Aufbauspiel unter Kovac enorm schwach und ein einfaches Ziel für den Gegner. Die Reaktion, immer mehr Leute tiefer hinzuzuholen, macht es leicht den Rest des Spiels zu verteidigen.
Das ist ziemlich genau das, was wir für die kommende Saison erwarten dürfen. Schwache Aufbauspieler, ein Überangebot von defensiven. Spieler auf der 10, die eigentlich ihr Potenzial auf der Sechs haben. Überall Leute, die genügend nach hinten helfen können, weil die Leute hinten es nicht in angemessener Anzahl geregelt bekommen.
12.07.2025 - 18:28 Uhr
Zitat von BVBBC
Als Kovac hier anfing, spielten wir ein asymmetrisches System mit 3er Kette im Aufbau und einrückendem LV. Das war bekanntermaßen zunächst immer noch Bensebaini, der es nicht hinbekam und wilde Läufe einbauen durfte. Als Svensson dann spielte, der die Rolle sinnvoll umsetzen kann, war man längst im 3er Ketten-System, wofür Svensson an sich der Falsche ist, weil er kein Breitengeber ist, angesichts seines Zugs ins Zentrums, aber am Ende des Tages ist er auf der Position dennoch wortwörtlich alternativlos und somit die beste Option, die er zuvor aber erst recht gewesen wäre, als Bensebaini es keinesfalls war.
Ich beziehe mich deswegen auf diese beiden Sachverhalte, weil Kovac sich nicht nur darin in der Rollenbesetzung bislang "unglücklich" erwies. Es passieren taktisch einfach zu viele Dinge, die nicht gut zum Spielerprofil passen, weswegen ich persönlich nicht daran glaube, dass es eine systematische Strukturanpassung an Spielerprofile gibt, sondern vorwiegend, falls nicht ausschließlich, eine Ausrichtung nach nachgewiesener individueller Qualität und vielleicht noch nachgewiesener Form, bspw. durch gute Kurzeinsätze nach Einwechslungen. Dafür spräche auch, wie schwer es die Jungen überwiegend haben.
Entsprechend reden wir denke ich maximal von einem pragmatischen Ansatz, indem die Spieler in ihren vorgegebenen Positionen letztendlich dennoch ihre individuellen Verhaltensweisen einbringen, soweit es eben möglich ist. Realtaktisch kann es daher dann schon sein, dass sich ein asymmetrisches System mit fludien Wechseln zwischen 3er und 4er Kette ergibt, indem Ryerson als RV agiert und Couto als Schiene davor auch nochmal eine Position hochschiebt, allerdings erwarte ich dahinter keinen orchestrierten Ansatz.
Unabhängig davon überzeugt mich Ryerson als RIV nicht, nur weil er es besser als Süle mit seinen bodenlosen Leistungen machte. Er hat dort schließlich weniger Absicherung und einfach nur in den Zweikampf reinbeißen, funktioniert dann gar nicht mal mehr so gut, weil ihm die Gegenspieler wegziehen, sobald er einen Fehler macht und nicht mehr einholbar sind. Dazu kann man ihn umso weniger im Aufbau verstecken. Was ein trauriges Bild auf der Position hinterlässt, weswegen ich selbst bei einem strukturierten Ansatz mit einem RIV-RV-Hybrid äußerst skeptisch wäre, weil man Ryerson glaube ich keinen Gefallen tut, wenn man seine Aufgaben auch taktisch noch komplexer macht. Für Bensebaini gilt dasselbe. Allgemein haben wir in der IV ein Qualitätsproblem, solange Schlotterbeck fehlt.
Zitat von wololo
Mal eine Frage, Kovac hat während der Club WM mehrfach auf Ryerson in der RIV gesetzt, könnte es sein, dass das nicht nur eine Notalternative für einen schwächelnden Süle- für mich unser schlechtester Spieler des Turniers-, sondern ein erster Test von Kovac ist, auf dem Weg zu einer asymmetrischen Viererkette?
Auch Kovac wird es nicht entgangen sein, wie mau unser Spiel fußballerisch war und das wird nicht nur an Klima, Rasen und Länge der Saison gelegen haben. Dazu haben wir im Kader ein Überangebot an zentralen Spielern. Bietet sich vielleicht die asymmetrische Viererkette an, um einen zusätzlichen Mittelfeldspieler aufstellen zu können, ohne die Dreierkette aufzugeben?
So könnte man im Idealfall Chukwu, Groß, Jobe und Nmecha gleichzeitig aufstellen. Auf links bleibt Svensson der Breitengeber. Den Raum vor Ryerson würde dann Pascal Groß besetzen, der ja eh gerne zur rechten Außenlinie driftet und so von der Verlegenheit entbunden wird im Zentrum zu spät in wichtige Zweikämpfe zu kommen. Alternativ ginge es womöglich auch mit Couto, der für mich seine bislang besten Minuten auf der 8 gegen Monterrey hatte.
Will man je nach Gegner und Fitness und Form das System spiegeln, hätte man mit Bensebaini bereits auf links einen Spieler, der dafür prädestiniert scheint und Gerüchten zufolge sind wir auch an Aguado interessiert, der, sollte er Bensebaini ersetzen, eine ähnliche Rolle übernehmen könnte. Nur fehlt uns auf rechts ein vergleichbares Pendant zu Svensson. Couto fehlt es an Laufstärke und Ryerson bringt nach vorne nicht den spielerischen Input.
Mal eine Frage, Kovac hat während der Club WM mehrfach auf Ryerson in der RIV gesetzt, könnte es sein, dass das nicht nur eine Notalternative für einen schwächelnden Süle- für mich unser schlechtester Spieler des Turniers-, sondern ein erster Test von Kovac ist, auf dem Weg zu einer asymmetrischen Viererkette?
Auch Kovac wird es nicht entgangen sein, wie mau unser Spiel fußballerisch war und das wird nicht nur an Klima, Rasen und Länge der Saison gelegen haben. Dazu haben wir im Kader ein Überangebot an zentralen Spielern. Bietet sich vielleicht die asymmetrische Viererkette an, um einen zusätzlichen Mittelfeldspieler aufstellen zu können, ohne die Dreierkette aufzugeben?
So könnte man im Idealfall Chukwu, Groß, Jobe und Nmecha gleichzeitig aufstellen. Auf links bleibt Svensson der Breitengeber. Den Raum vor Ryerson würde dann Pascal Groß besetzen, der ja eh gerne zur rechten Außenlinie driftet und so von der Verlegenheit entbunden wird im Zentrum zu spät in wichtige Zweikämpfe zu kommen. Alternativ ginge es womöglich auch mit Couto, der für mich seine bislang besten Minuten auf der 8 gegen Monterrey hatte.
Will man je nach Gegner und Fitness und Form das System spiegeln, hätte man mit Bensebaini bereits auf links einen Spieler, der dafür prädestiniert scheint und Gerüchten zufolge sind wir auch an Aguado interessiert, der, sollte er Bensebaini ersetzen, eine ähnliche Rolle übernehmen könnte. Nur fehlt uns auf rechts ein vergleichbares Pendant zu Svensson. Couto fehlt es an Laufstärke und Ryerson bringt nach vorne nicht den spielerischen Input.
Als Kovac hier anfing, spielten wir ein asymmetrisches System mit 3er Kette im Aufbau und einrückendem LV. Das war bekanntermaßen zunächst immer noch Bensebaini, der es nicht hinbekam und wilde Läufe einbauen durfte. Als Svensson dann spielte, der die Rolle sinnvoll umsetzen kann, war man längst im 3er Ketten-System, wofür Svensson an sich der Falsche ist, weil er kein Breitengeber ist, angesichts seines Zugs ins Zentrums, aber am Ende des Tages ist er auf der Position dennoch wortwörtlich alternativlos und somit die beste Option, die er zuvor aber erst recht gewesen wäre, als Bensebaini es keinesfalls war.
Ich beziehe mich deswegen auf diese beiden Sachverhalte, weil Kovac sich nicht nur darin in der Rollenbesetzung bislang "unglücklich" erwies. Es passieren taktisch einfach zu viele Dinge, die nicht gut zum Spielerprofil passen, weswegen ich persönlich nicht daran glaube, dass es eine systematische Strukturanpassung an Spielerprofile gibt, sondern vorwiegend, falls nicht ausschließlich, eine Ausrichtung nach nachgewiesener individueller Qualität und vielleicht noch nachgewiesener Form, bspw. durch gute Kurzeinsätze nach Einwechslungen. Dafür spräche auch, wie schwer es die Jungen überwiegend haben.
Entsprechend reden wir denke ich maximal von einem pragmatischen Ansatz, indem die Spieler in ihren vorgegebenen Positionen letztendlich dennoch ihre individuellen Verhaltensweisen einbringen, soweit es eben möglich ist. Realtaktisch kann es daher dann schon sein, dass sich ein asymmetrisches System mit fludien Wechseln zwischen 3er und 4er Kette ergibt, indem Ryerson als RV agiert und Couto als Schiene davor auch nochmal eine Position hochschiebt, allerdings erwarte ich dahinter keinen orchestrierten Ansatz.
Unabhängig davon überzeugt mich Ryerson als RIV nicht, nur weil er es besser als Süle mit seinen bodenlosen Leistungen machte. Er hat dort schließlich weniger Absicherung und einfach nur in den Zweikampf reinbeißen, funktioniert dann gar nicht mal mehr so gut, weil ihm die Gegenspieler wegziehen, sobald er einen Fehler macht und nicht mehr einholbar sind. Dazu kann man ihn umso weniger im Aufbau verstecken. Was ein trauriges Bild auf der Position hinterlässt, weswegen ich selbst bei einem strukturierten Ansatz mit einem RIV-RV-Hybrid äußerst skeptisch wäre, weil man Ryerson glaube ich keinen Gefallen tut, wenn man seine Aufgaben auch taktisch noch komplexer macht. Für Bensebaini gilt dasselbe. Allgemein haben wir in der IV ein Qualitätsproblem, solange Schlotterbeck fehlt.
Stimme dir zu, übrigens inzwischen bzw. zur Zeit auch bzgl. der schwachen Leistungen von Süle. Ohne Schlotterbeck gibt es also ein IV-Problem, das weder Bensebaini und noch weniger Ryerson kompensieren kann und das Süle mit seiner abwartenden Begleitspielweise noch verschärft. Anton hat sich wenigstens wieder etwas gesteigert, v.a. bzgl. Aggressivität, nur schneller wird er eben auch nicht mehr.
Ich würde sogar so weit gehen, ein IV-Problem unabhängig davon zu konstatieren, ob 3er- oder 4er-Kette gespielt wird.
Bei 3er-Kette würde es mich nach Genesung Schlotterbecks nicht wundern, wenn Schlotterbeck LIV, Anton ZIV und Can RIV spielen würden, schlicht weil sie momentan die besten Optionen darstellen, wenn sich Schlotterbeck schnell wieder in Form spielen kann, Anton weiter stabilisiert und Can alles Wilde und Eigensinnige in seiner Spielweise ablegt (Bedingungen, die durchaus etwas unruhig machen können).
Bei einer 4er-Kette wäre mMn erst mal nur ein in Form befindlicher Schlotterbeck gesetzt, sonst kein IV, der aktuell im Kader ist, es sei denn, Anton stabilisiert sich weiterhin.
Bei einer 4er-Kette wäre mit derzeitigem Spielerkader allerdings das Breitengeberproblem mMn noch etwas gravierender. Svensson hätte weniger Möglichkeiten, offensiv zu werden, als er sie jetzt hat, es sei denn, es gäbe im DM einen Spieler mit einem Skillset, der deutlich intensiver Defensivaufgaben wahrnehmen kann, ohne dass er im Spielaufbau allzu deutlich abfällt. Nur, wer sollte das auf der linken Seite sein? Aktuell hat der BVB keinen Spieler mit diesem Skillset. Svensson ist jedenfalls nicht schnell genug, um so weit vorne zu spielen wie momentan mit 3er-Kette. Ryersons offensiver Einfluss ist ohnehin zu vernachlässigen. Bei einem 4-4-2 könnte allerdings Groß als Breitengeber fungieren und nach Kombinationsspiel sogar auf dem rechten Flügel als Flankengeber agieren, aber dieser Vorschlag von @wololo erscheint mir nicht durchführbar, denn wenn man bei asymmetrischer 3er-/5er-Kette "Chukwu, Groß, Jobe und Nmecha" im Mittelfeld/Zentrum gleichzeitig aufstellen" würde, sähe die Aufstellung momentan so aus:
Kobel
Svensson - Bensebaini, Anton, Ryerson
Bellingham, Nmecha, Chukwuemeka, Groß
Adeyemi
Guirassy
Ich habe das absichtlich so dargestellt, weil es zwar als asymmetrische 5er-Kette ausgegeben werden kann, aber doch wohl eher ein 4-4-1-1 oder ein 4-4-2 ist. Wäre Groß schnell, ginge das sogar gar nicht mal schlecht, nur Groß ist eben das Gegenteil von schnell. Svensson defensiv zu entlasten, um ihm weite Vorstöße zu ermöglichen, traue ich am ehesten noch Bellingham zu, allerdings mit Einschränkung, weil ich ihn noch nicht so gut beurteilen kann und weil Bellingham nach bisheriger Beobachtung auch ein Geschwindigkeitsproblem hat (ähnlich wie Svensson selbst). Nmecha, der eine gute Geschwindigkeit aufweist (wenn er rechtzeitig reagiert), ist mMn für eine dauerhafte und v.a. effektive (!) Unterstützung Svenssons auf der linken Seite noch ziemlich problematisch, weil er im defensiven Stellungsspiel und im Zweikampfverhalten deutlichen Verbesserungsbedarf hat. Chukwuemeka kann ich diesbezüglich wegen der geringen Einsatzzeit diesbezüglich noch nicht klar beurteilen, aber das ist ja auch noch nicht von Bedeutung, weil er möglicherweise/wahrscheinlich gar nicht zum BVB-Kader der Saison 2025/26 gehören wird.
Das Stichwort Schnelligkeit/Geschwindigkeit führt zur Problematik des Mittelfeldes/des Zentrums, aber auch des gesamten BVB-Kaders.
2024/25 hatten die Spieler des BVB-Kaders folgenden Top-Speed*:
Adeyemi 36,18
Campbell 36,04
Nmecha 35,36
Duranville 35,35
Beier 34,76
Brandt 34,31
Can 34,02
Bensebaini 33,85
Süle 33,73
Couto 33,49
Ryerson 33,49
Kabar 33,41
Svensson 33,41
Guirassy 33,12
Bellingham 32,90
Anton 32,73
Schlotterbeck 32,73
Sabitzer 31,93
Özcan 31,91
Reyna 31,02
Groß 30,60
Zwar ist der Top-Speed nur eingeschränkt ein Indikator für Schnelligkeit im Spiel, weil die ersten 5-10 Meter eines Spielers mit schlechten Top-Speed-Werten unter 34 oder gar unter 33 wegen körperlicher Wendigkeit und schnell erreichter Spitzengeschwindigkeit deutlich besser sein können als die absolute Spitzengeschwindigkeit und auch die Kompensation mangelnder Spitzengeschwindigkeit durch hervorragende Ballbehandlung, Finten durch Körpertäuschung, herausragendes "Lesen" des Spiels, gute Positionierung, hohe Passqualität usw. so gut sein kann, dass Geschwindigkeitsdefizite weniger bedeutsam sind, aber Geschwindigkeit wird in allen Mannschaftsteilen (vorne, zentral, hinten) in der Entwicklung des Fußballspiels immer bedeutsamer, wenn auch in der Zentrale wenige geniale Spieler wie Pirlo, Modric, Kroos, Rodri, Vitinha usw. sich wegen ihrer besonderen Fähigkeiten um Geschwindigkeitsdefizite keine Sorgen machen mussten/müssen. Nur leider verfügt der BVB über keinen solchen Spieler (die Zeiten von Gündogan oder auch Sahin sind vorbei).
In der Defensive gibt es keinen einzigen sehr schnellen Spieler. Can, Bensebaini und Süle können noch als einigermaßen schnell gekennzeichnet werden, allerdings wegen ihres Körpergewichts erst mit "Anlauf". Alle anderen sind mit ihrer Spitzengeschwindigkeit maximal akzeptabel. Ein Davies (München) mit 36,24 oder Hincapie (Leverkusen) mit 35,84 oder Collins (Frankfurt) mit 35,77 oder auch Raum (Leipzig) mit 35,25 sind da auf einem deutlich höheren Geschwindigkeitsniveau.
Im Zentrum (DM/ZM/OM) gibt es nur mit Nmecha einen sehr schnellen Spieler (35,36), Brandt (34,31) hat eine akzeptable Geschwindigkeit. Bellingham (32,90), noch mehr Sabitzer (31,93) und eklatant Groß (30,60) haben eine Spitzengeschwindigkeit, die v.a. für die beiden letztgenannten Spieler zu problematischen Spielsituationen führt - defensiv wie offensiv. Groß kann z.B., obwohl er Ähnliches zu spielen versucht, nur eine deutlich schlechtere Performance auf den Rasen zaubern als z.B. ein Vitinha von PSG, der allerdings auch immerhin eine Spitzengeschwindigkeit von 32,9 hat. Abmildernd muss man jedoch anmerken, dass Vitinha bei PSG nicht auch noch wie Groß beim BVB für gelungene Flanken von der Außenbahn zuständig ist.
Im Sturm gibt es abgesehen vom fast gar nicht eingesetzten Campbell und vom selten eingesetzten Duranville immerhin zwei schnelle Spieler - Adeyemi und Beier. Hier muss man jedoch zur Beurteilung m.E. Schnelligkeit mit der Fähigkeit kombinieren, Schnelligkeit auch mit Ball am Fuß zu erzeugen. In diesem Bereich haben Adeyemi und Beier (Letztgenannter noch mehr) deutliche Schwierigkeiten.
Dazu kommt die geringe Passgeschwindigkeit, die beim BVB inzwischen zu einem Hauptproblem geworden ist, was mit dem unterbestimmten Freilaufverhalten und den problematischen Positionsfindungen der BVB-Spieler zu tun hat.
Alles das - ich verkürze hier mal, um nicht in eine lange Abhandlung zu geraten - bedeutet, dass der BVB mit seinem aktuellen Kader, wenn er riesigen Aufwand betreibt, was über eine ganze Saison aber kaum zu bewerkstelligen ist, durchaus auch absoluten Top-Teams wie PSG oder Barcelona hier und da Paroli bieten kann, weil die vorhandenen Spieler fußballerisch nun mal keine völligen "Graupen" sind, wie manche hier im Forum frustriert behaupten, aber der Weg zu einem Top-Team, das um die nationale Meisterschaft oder gar um einen internationalen Titel erfolgreich spielen kann, ist noch sehr weit entfernt, v.a. angesichts der finanziellen und standortbedingten Bedingungen, unter denen der BVB im Wettbewerb um Titel antritt.
Ob 3er-/5er-Kette oder 4er-Kette gespielt wird, der BVB muss Tempo und schnelle Passsicherheit ins Spiel bekommen, um aus dem knappen Erreichen der CL wieder in klares Erreichen der CL und möglicherweise sogar in den Kampf um die Meisterschaft hineinzukommen - und er braucht einen Zentrumsstrategen, den er schon länger nicht mehr hat, denn auch Groß ist es nicht in hinreichender Weise.
PSG und Barcelona sind aktuell die Vereine, an denen sich auch die schwächer besetzten Vereine zu orientieren haben. PSG zeigt außerdem, dass es möglicherweise mit absoluten Stars schlechter läuft als mit guten und sehr guten Spielern. Das nun Dembélé zum Top-Star aufgebaut werden soll, halte ich trotz seiner herausragenden Leistungen für einen Fehler.
________________________________
* Hauptquelle: https://www.bundesliga.com/de/bundesliga/statistiken/spieler/top-speed/2024-2025
14.07.2025 - 16:46 Uhr
Taktisch und kaderpolitisch drehen wir uns gerade komplett im Kreis und beißen uns in den Schwanz.
Die Grundfrage, ob Dreier- oder Viererkette, scheint mit der Dreierkette beantwortet. Diese führt aber zu Problemen, weil beide AV (Svensson links und Ryerson rechts) nicht das richtige Profil abdecken. Couto rechts würde zu viel defensive Unsicherheit bedeuten, die die IV dahinter nicht abdecken. Gleichzeitig hat man keine drei fitten ausgebildeten IV mit Qualität.
Hinter dem verletzten Schlotterbeck steht Anton. Es folgen Süle, Can und Bensebaini. Von denen nur einer gelernter IV ist, Can zumindest noch spielbar ist in der Dreierkette, Bensebaini und Süle weitreichende Konsequenzen in ihrer Spielweise haben und gleichzeitig bei allen drei Spielern 2026 der Vertrag ausläuft.
Ein Wechsel zur Viererkette würde bedeuten, dass man auch hier keine richtigen AV-Profile mitbringt, aber vor allem: Es bräuchte offensive Außen – und die hat man, mit der Verletzung von Duranville, den man aber eh nicht als Stammkraft/Vollzeitprofi einplanen sollte, einfach gar nicht im Kader. (Auch wenn ich ein Fan vom Gittens-Verkauf war).
Im Mittelfeld fehlt mir komplett der Plan. Kein Sechser, der alleine das Spiel lenken kann, kein Achter davor, der die Verbindung zwischen den Mannschaftsteilen herstellt. Die beiden Positionen – und gerade das Zusammenspiel – ist so elementar wichtig. Für den Zehner (da ist es am Ende auch egal, ob da dann Brandt steht oder ein anderer), aber vor allem auch für unser ganzes Spiel.
Stattdessen hat man…
- …mit Nmecha und Bellingham zwei Spieler, die gute Ansätze haben, bei denen aber unklar ist, auf welcher Position sie spielen sollten (und werden) – und bei denen man einen Leistungssprung scheinbar fest einplant.
- …mit Groß, der als Führungsspieler und anhand seiner strukturellen Fähigkeiten wichtig ist, aber ebenfalls Gefahr birgt und Risiken mitbringt (Schnelligkeit, etc.)
- …mit Reyna ein ewiges, verletzungsanfälliges Talent
- …mit Sabitzer einen Spieler, der nichts elitär gut kann und mehr Chaos als Struktur bringt
- …mit Özcan einen Spieler, der eigentlich schon weg war.
Und dann hast du vorderste Reihe, die mit Guirassy, Adeyemi und Beier noch das geringste Problem aktuell darstellt – auch wenn es in Sachen Zusammenspiel und Folgeprofile für die Mitspieler drumherum auch nicht gerade die einfachsten Leute sind.
Worauf ich hinaus will: Man sieht, gerade anhand der Probleme bzw fehlenden Profile (oder fehlender Spieler) hinsichtlich IV, AV, OA und zentrales Mittefeld, dass es nicht einfach mit einer Systemumstellung oder dem Transfer von einem einzelnen Spieler getan ist.
Gerade habe ich ein wenig das Gefühl: Man hat keinen Plan B, wenn dann nur einen Plan A – und der steht auf sehr wackligen Beinen, bzw. es ist eine Frage der Zeit, bis Plan A nicht mehr funktioniert.
Was man schon gar nicht hat, ist eine funktionierende Achse. Und gerade eine solche ist mit das wichtigste für Konstanz und damit auch für Erfolg und die Möglichkeiten, neue Leute gewinnbringend und reibungslos zu integrieren - seien es Neuzugänge oder Jugendspieler oder Ersatzspieler bei Verletzungen, Sperren oder Ähnlichem.
Die Grundfrage, ob Dreier- oder Viererkette, scheint mit der Dreierkette beantwortet. Diese führt aber zu Problemen, weil beide AV (Svensson links und Ryerson rechts) nicht das richtige Profil abdecken. Couto rechts würde zu viel defensive Unsicherheit bedeuten, die die IV dahinter nicht abdecken. Gleichzeitig hat man keine drei fitten ausgebildeten IV mit Qualität.
Hinter dem verletzten Schlotterbeck steht Anton. Es folgen Süle, Can und Bensebaini. Von denen nur einer gelernter IV ist, Can zumindest noch spielbar ist in der Dreierkette, Bensebaini und Süle weitreichende Konsequenzen in ihrer Spielweise haben und gleichzeitig bei allen drei Spielern 2026 der Vertrag ausläuft.
Ein Wechsel zur Viererkette würde bedeuten, dass man auch hier keine richtigen AV-Profile mitbringt, aber vor allem: Es bräuchte offensive Außen – und die hat man, mit der Verletzung von Duranville, den man aber eh nicht als Stammkraft/Vollzeitprofi einplanen sollte, einfach gar nicht im Kader. (Auch wenn ich ein Fan vom Gittens-Verkauf war).
Im Mittelfeld fehlt mir komplett der Plan. Kein Sechser, der alleine das Spiel lenken kann, kein Achter davor, der die Verbindung zwischen den Mannschaftsteilen herstellt. Die beiden Positionen – und gerade das Zusammenspiel – ist so elementar wichtig. Für den Zehner (da ist es am Ende auch egal, ob da dann Brandt steht oder ein anderer), aber vor allem auch für unser ganzes Spiel.
Stattdessen hat man…
- …mit Nmecha und Bellingham zwei Spieler, die gute Ansätze haben, bei denen aber unklar ist, auf welcher Position sie spielen sollten (und werden) – und bei denen man einen Leistungssprung scheinbar fest einplant.
- …mit Groß, der als Führungsspieler und anhand seiner strukturellen Fähigkeiten wichtig ist, aber ebenfalls Gefahr birgt und Risiken mitbringt (Schnelligkeit, etc.)
- …mit Reyna ein ewiges, verletzungsanfälliges Talent
- …mit Sabitzer einen Spieler, der nichts elitär gut kann und mehr Chaos als Struktur bringt
- …mit Özcan einen Spieler, der eigentlich schon weg war.
Und dann hast du vorderste Reihe, die mit Guirassy, Adeyemi und Beier noch das geringste Problem aktuell darstellt – auch wenn es in Sachen Zusammenspiel und Folgeprofile für die Mitspieler drumherum auch nicht gerade die einfachsten Leute sind.
Worauf ich hinaus will: Man sieht, gerade anhand der Probleme bzw fehlenden Profile (oder fehlender Spieler) hinsichtlich IV, AV, OA und zentrales Mittefeld, dass es nicht einfach mit einer Systemumstellung oder dem Transfer von einem einzelnen Spieler getan ist.
Gerade habe ich ein wenig das Gefühl: Man hat keinen Plan B, wenn dann nur einen Plan A – und der steht auf sehr wackligen Beinen, bzw. es ist eine Frage der Zeit, bis Plan A nicht mehr funktioniert.
Was man schon gar nicht hat, ist eine funktionierende Achse. Und gerade eine solche ist mit das wichtigste für Konstanz und damit auch für Erfolg und die Möglichkeiten, neue Leute gewinnbringend und reibungslos zu integrieren - seien es Neuzugänge oder Jugendspieler oder Ersatzspieler bei Verletzungen, Sperren oder Ähnlichem.
28.07.2025 - 14:56 Uhr
Zitat von A-Lizenz
Wir trainieren beim Trainingsauftakt gerade den Spielaufbau mit Viererkette
Wir trainieren beim Trainingsauftakt gerade den Spielaufbau mit Viererkette
Ja und man muss sich nur mal die in diesem Training getestete Elf mit der da die 4er Kette trainiert wurde und dessen Ausführung anschauen, um zu merken, dass da aktuell gerade eigentlich alle Alarmglocken schrillen müssten.
Hinten verteidigen Svensson, Bensebaini, Anton und Süle - was dafür spricht, dass man Couto die RV Position in der 4er Kette weiterhin nicht zutraut und wir bei nur einer Verletzung mit Süle bereits eine riesige Achillesferse auf RV einsetzen müssten.
Auf der Doppelsechs stehen Groß und Sabitzer, das wohl langsamste Mittelfeld der Bundesliga.
Außen spielen Beier und Adeyemi was einmal mehr zeigt, dass die 4er Kette nach den letzten Abgängen mittlerweile nicht mehr spielbar ist, weil wir mit Ausnahme des verletzten Duranville keine 1vs1 Spieler mehr im Kader haben.
Vorne spielen Guirassy und Brandt und in Team 2 Haller und Bellingham was zeigt, dass man Bellingham weiterhin nicht auf der 8 sieht, sondern eher als 10er / hängende Spitze, wodurch wir Stand heute mit dem gleichen schwachen Zentrum in die Saison gehen, das uns schon letzte Saison so massig gegen die Top Teams an Spielkontrolle hat leiden lassen.
Die getestete Formation sah stark nach einem 4-2-4 aus, was das Anforderungslevel für die langsamen Groß und Sabitzer im Zentrum von zu schwierig auf unmöglich hat ansteigen lassen. Dies passt zu den Aussagen von Kovac nach denen man kein Interesse daran hat das Spiel mit zig Ballkontakten zu kontrollieren, sondern intensiven Fußball mit schnellem Torabschluss spielen lassen will.
Um zu erkennen, dass das niemals funktionieren wird hätten man auch diese äußerst schwache Trainingseinheit nicht gebraucht, denn es war überwiegend genau das zu sehen was man erwarten konnte.
-Kaum Kombinationsspiel aus der Abwehr heraus
-Viele Pressingmomente der gegn. Mannschaft wie man sie sich selbst in der Bundesliga nur wünschen kann
-Einige lange Hero Balls in die Spitze
Man kann wirklich mit jedem Tag nur pessimistischer werden was die nächste Saison angeht.
28.07.2025 - 15:28 Uhr
Zitat von Allusion09
Ja und man muss sich nur mal die in diesem Training getestete Elf mit der da die 4er Kette trainiert wurde und dessen Ausführung anschauen, um zu merken, dass da aktuell gerade eigentlich alle Alarmglocken schrillen müssten.
Hinten verteidigen Svensson, Bensebaini, Anton und Süle - was dafür spricht, dass man Couto die RV Position in der 4er Kette weiterhin nicht zutraut und wir bei nur einer Verletzung mit Süle bereits eine riesige Achillesferse auf RV einsetzen müssten.
Auf der Doppelsechs stehen Groß und Sabitzer, das wohl langsamste Mittelfeld der Bundesliga.
Außen spielen Beier und Adeyemi was einmal mehr zeigt, dass die 4er Kette nach den letzten Abgängen mittlerweile nicht mehr spielbar ist, weil wir mit Ausnahme des verletzten Duranville keine 1vs1 Spieler mehr im Kader haben.
Vorne spielen Guirassy und Brandt und in Team 2 Haller und Bellingham was zeigt, dass man Bellingham weiterhin nicht auf der 8 sieht, sondern eher als 10er / hängende Spitze, wodurch wir Stand heute mit dem gleichen schwachen Zentrum in die Saison gehen, das uns schon letzte Saison so massig gegen die Top Teams an Spielkontrolle hat leiden lassen.
Die getestete Formation sah stark nach einem 4-2-4 aus, was das Anforderungslevel für die langsamen Groß und Sabitzer im Zentrum von zu schwierig auf unmöglich hat ansteigen lassen. Dies passt zu den Aussagen von Kovac nach denen man kein Interesse daran hat das Spiel mit zig Ballkontakten zu kontrollieren, sondern intensiven Fußball mit schnellem Torabschluss spielen lassen will.
Um zu erkennen, dass das niemals funktionieren wird hätten man auch diese äußerst schwache Trainingseinheit nicht gebraucht, denn es war überwiegend genau das zu sehen was man erwarten konnte.
-Kaum Kombinationsspiel aus der Abwehr heraus
-Viele Pressingmomente der gegn. Mannschaft wie man sie sich selbst in der Bundesliga nur wünschen kann
-Einige lange Hero Balls in die Spitze
Man kann wirklich mit jedem Tag nur pessimistischer werden was die nächste Saison angeht.
Ja und man muss sich nur mal die in diesem Training getestete Elf mit der da die 4er Kette trainiert wurde und dessen Ausführung anschauen, um zu merken, dass da aktuell gerade eigentlich alle Alarmglocken schrillen müssten.
Hinten verteidigen Svensson, Bensebaini, Anton und Süle - was dafür spricht, dass man Couto die RV Position in der 4er Kette weiterhin nicht zutraut und wir bei nur einer Verletzung mit Süle bereits eine riesige Achillesferse auf RV einsetzen müssten.
Auf der Doppelsechs stehen Groß und Sabitzer, das wohl langsamste Mittelfeld der Bundesliga.
Außen spielen Beier und Adeyemi was einmal mehr zeigt, dass die 4er Kette nach den letzten Abgängen mittlerweile nicht mehr spielbar ist, weil wir mit Ausnahme des verletzten Duranville keine 1vs1 Spieler mehr im Kader haben.
Vorne spielen Guirassy und Brandt und in Team 2 Haller und Bellingham was zeigt, dass man Bellingham weiterhin nicht auf der 8 sieht, sondern eher als 10er / hängende Spitze, wodurch wir Stand heute mit dem gleichen schwachen Zentrum in die Saison gehen, das uns schon letzte Saison so massig gegen die Top Teams an Spielkontrolle hat leiden lassen.
Die getestete Formation sah stark nach einem 4-2-4 aus, was das Anforderungslevel für die langsamen Groß und Sabitzer im Zentrum von zu schwierig auf unmöglich hat ansteigen lassen. Dies passt zu den Aussagen von Kovac nach denen man kein Interesse daran hat das Spiel mit zig Ballkontakten zu kontrollieren, sondern intensiven Fußball mit schnellem Torabschluss spielen lassen will.
Um zu erkennen, dass das niemals funktionieren wird hätten man auch diese äußerst schwache Trainingseinheit nicht gebraucht, denn es war überwiegend genau das zu sehen was man erwarten konnte.
-Kaum Kombinationsspiel aus der Abwehr heraus
-Viele Pressingmomente der gegn. Mannschaft wie man sie sich selbst in der Bundesliga nur wünschen kann
-Einige lange Hero Balls in die Spitze
Man kann wirklich mit jedem Tag nur pessimistischer werden was die nächste Saison angeht.
Man konnte bei der Übung eigentlich die Baustellen im Kader ganz gut erkennen. Du hattest die Paare Nmecha/Özcan und Sabitzer/Groß auf der 6/8. Hier brauchst du statt Sabitzer einen anderen Spieler. Meiner Ansicht nach sollte das Bellingham sein bei der aktuellen Kaderstruktur. Und Özcan wird dann planungstechnisch durch Carney ersetzt. Dann kann man schauen welche Kombonationen funktionieren. Sabitzer wird nicht gehen wollen aber dann hätte man für die zwei Positionen Nmecha/Bellingham/Groß/Chukwuemeka/Sabitzer. Das wäre dann schon in Ordnung.
Bellingham war dann aber eben auf der 10 im Wechsel mit Brandt. Da hast du gar keinen anderen Spieler mehr (Reyna hat individuell trainiert). Da brauchst du dann eben ein Talent dahinter. Alternativ mit Doppel 8 und Brandt in die Riege eins weiter oben mit reinnehmen.
Die RV Position hast du bereits angesprochen. Couto wird es nicht zugetraut. Er ist aber halt auch kein RV sondern ein RAV. Für den fehlenden Ryerson ist Süle nach außen gerückt. Hier braucht es also einen spielstarken RV der auch Breite geben kann. Couto kann man quasi direkt wieder verkaufen falls man nicht primär mit einer Schiene plant. Eigentlich auch falls man mit einer Schiene plant, da offensichtlich kein Kombinationsfußball geplant ist. Das ist keiner der über die Schiene anschiebt
Ebenso die OA Position. Da könnte man sich ein 4 3 3 was real zu einem 4 2 2 2 wird noch vorstellen falls man bei den AVs und im ZM noch die Kreativität nachlegt. Tut man das nicht werden die Jungs vorne verhungern. Da braucht es halt eben einen Transfer wie Sancho der verschiedene Optionen öffnet.
Bei der IV wären dann Anton, Süle, Schlotti, Can, Mane und notfalls Bense ausreichend bei einer Viererkette. Süle und Can sollte man nächstes Jahr dann aber auch qualitativ ersetzen.
Also Hausaufgaben falls man bei dem System bleibt:
Couto verkaufen
Sabitzer versuchen zu verkaufen
Spielstarken RV mit Breitengeberqualitäten holen
Chukwuemeka eintüten
Alternative zu Brandt
OA ala Sancho
Jungen IV holen falls man es Mane nicht zutraut
Nach dem Ricken Interview ist aber klar, dass einige Baustellen offen bleiben werden. Das führt dann dazu, dass man das System wieder fallen lässt und oder den Trainer tauschen wird.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von A-Lizenz am 28.07.2025 um 15:29 Uhr bearbeitet
28.07.2025 - 16:59 Uhr
Zitat von A-Lizenz
Man konnte bei der Übung eigentlich die Baustellen im Kader ganz gut erkennen. Du hattest die Paare Nmecha/Özcan und Sabitzer/Groß auf der 6/8. Hier brauchst du statt Sabitzer einen anderen Spieler. Meiner Ansicht nach sollte das Bellingham sein bei der aktuellen Kaderstruktur. Und Özcan wird dann planungstechnisch durch Carney ersetzt. Dann kann man schauen welche Kombonationen funktionieren. Sabitzer wird nicht gehen wollen aber dann hätte man für die zwei Positionen Nmecha/Bellingham/Groß/Chukwuemeka/Sabitzer. Das wäre dann schon in Ordnung.
Bellingham war dann aber eben auf der 10 im Wechsel mit Brandt. Da hast du gar keinen anderen Spieler mehr (Reyna hat individuell trainiert). Da brauchst du dann eben ein Talent dahinter. Alternativ mit Doppel 8 und Brandt in die Riege eins weiter oben mit reinnehmen.
Die RV Position hast du bereits angesprochen. Couto wird es nicht zugetraut. Er ist aber halt auch kein RV sondern ein RAV. Für den fehlenden Ryerson ist Süle nach außen gerückt. Hier braucht es also einen spielstarken RV der auch Breite geben kann. Couto kann man quasi direkt wieder verkaufen falls man nicht primär mit einer Schiene plant. Eigentlich auch falls man mit einer Schiene plant, da offensichtlich kein Kombinationsfußball geplant ist. Das ist keiner der über die Schiene anschiebt
Ebenso die OA Position. Da könnte man sich ein 4 3 3 was real zu einem 4 2 2 2 wird noch vorstellen falls man bei den AVs und im ZM noch die Kreativität nachlegt. Tut man das nicht werden die Jungs vorne verhungern. Da braucht es halt eben einen Transfer wie Sancho der verschiedene Optionen öffnet.
Bei der IV wären dann Anton, Süle, Schlotti, Can, Mane und notfalls Bense ausreichend bei einer Viererkette. Süle und Can sollte man nächstes Jahr dann aber auch qualitativ ersetzen.
Also Hausaufgaben falls man bei dem System bleibt:
Couto verkaufen
Sabitzer versuchen zu verkaufen
Spielstarken RV mit Breitengeberqualitäten holen
Chukwuemeka eintüten
Alternative zu Brandt
OA ala Sancho
Jungen IV holen falls man es Mane nicht zutraut
Nach dem Ricken Interview ist aber klar, dass einige Baustellen offen bleiben werden. Das führt dann dazu, dass man das System wieder fallen lässt und oder den Trainer tauschen wird.
Zitat von Allusion09
Ja und man muss sich nur mal die in diesem Training getestete Elf mit der da die 4er Kette trainiert wurde und dessen Ausführung anschauen, um zu merken, dass da aktuell gerade eigentlich alle Alarmglocken schrillen müssten.
Hinten verteidigen Svensson, Bensebaini, Anton und Süle - was dafür spricht, dass man Couto die RV Position in der 4er Kette weiterhin nicht zutraut und wir bei nur einer Verletzung mit Süle bereits eine riesige Achillesferse auf RV einsetzen müssten.
Auf der Doppelsechs stehen Groß und Sabitzer, das wohl langsamste Mittelfeld der Bundesliga.
Außen spielen Beier und Adeyemi was einmal mehr zeigt, dass die 4er Kette nach den letzten Abgängen mittlerweile nicht mehr spielbar ist, weil wir mit Ausnahme des verletzten Duranville keine 1vs1 Spieler mehr im Kader haben.
Vorne spielen Guirassy und Brandt und in Team 2 Haller und Bellingham was zeigt, dass man Bellingham weiterhin nicht auf der 8 sieht, sondern eher als 10er / hängende Spitze, wodurch wir Stand heute mit dem gleichen schwachen Zentrum in die Saison gehen, das uns schon letzte Saison so massig gegen die Top Teams an Spielkontrolle hat leiden lassen.
Die getestete Formation sah stark nach einem 4-2-4 aus, was das Anforderungslevel für die langsamen Groß und Sabitzer im Zentrum von zu schwierig auf unmöglich hat ansteigen lassen. Dies passt zu den Aussagen von Kovac nach denen man kein Interesse daran hat das Spiel mit zig Ballkontakten zu kontrollieren, sondern intensiven Fußball mit schnellem Torabschluss spielen lassen will.
Um zu erkennen, dass das niemals funktionieren wird hätten man auch diese äußerst schwache Trainingseinheit nicht gebraucht, denn es war überwiegend genau das zu sehen was man erwarten konnte.
-Kaum Kombinationsspiel aus der Abwehr heraus
-Viele Pressingmomente der gegn. Mannschaft wie man sie sich selbst in der Bundesliga nur wünschen kann
-Einige lange Hero Balls in die Spitze
Man kann wirklich mit jedem Tag nur pessimistischer werden was die nächste Saison angeht.
Ja und man muss sich nur mal die in diesem Training getestete Elf mit der da die 4er Kette trainiert wurde und dessen Ausführung anschauen, um zu merken, dass da aktuell gerade eigentlich alle Alarmglocken schrillen müssten.
Hinten verteidigen Svensson, Bensebaini, Anton und Süle - was dafür spricht, dass man Couto die RV Position in der 4er Kette weiterhin nicht zutraut und wir bei nur einer Verletzung mit Süle bereits eine riesige Achillesferse auf RV einsetzen müssten.
Auf der Doppelsechs stehen Groß und Sabitzer, das wohl langsamste Mittelfeld der Bundesliga.
Außen spielen Beier und Adeyemi was einmal mehr zeigt, dass die 4er Kette nach den letzten Abgängen mittlerweile nicht mehr spielbar ist, weil wir mit Ausnahme des verletzten Duranville keine 1vs1 Spieler mehr im Kader haben.
Vorne spielen Guirassy und Brandt und in Team 2 Haller und Bellingham was zeigt, dass man Bellingham weiterhin nicht auf der 8 sieht, sondern eher als 10er / hängende Spitze, wodurch wir Stand heute mit dem gleichen schwachen Zentrum in die Saison gehen, das uns schon letzte Saison so massig gegen die Top Teams an Spielkontrolle hat leiden lassen.
Die getestete Formation sah stark nach einem 4-2-4 aus, was das Anforderungslevel für die langsamen Groß und Sabitzer im Zentrum von zu schwierig auf unmöglich hat ansteigen lassen. Dies passt zu den Aussagen von Kovac nach denen man kein Interesse daran hat das Spiel mit zig Ballkontakten zu kontrollieren, sondern intensiven Fußball mit schnellem Torabschluss spielen lassen will.
Um zu erkennen, dass das niemals funktionieren wird hätten man auch diese äußerst schwache Trainingseinheit nicht gebraucht, denn es war überwiegend genau das zu sehen was man erwarten konnte.
-Kaum Kombinationsspiel aus der Abwehr heraus
-Viele Pressingmomente der gegn. Mannschaft wie man sie sich selbst in der Bundesliga nur wünschen kann
-Einige lange Hero Balls in die Spitze
Man kann wirklich mit jedem Tag nur pessimistischer werden was die nächste Saison angeht.
Man konnte bei der Übung eigentlich die Baustellen im Kader ganz gut erkennen. Du hattest die Paare Nmecha/Özcan und Sabitzer/Groß auf der 6/8. Hier brauchst du statt Sabitzer einen anderen Spieler. Meiner Ansicht nach sollte das Bellingham sein bei der aktuellen Kaderstruktur. Und Özcan wird dann planungstechnisch durch Carney ersetzt. Dann kann man schauen welche Kombonationen funktionieren. Sabitzer wird nicht gehen wollen aber dann hätte man für die zwei Positionen Nmecha/Bellingham/Groß/Chukwuemeka/Sabitzer. Das wäre dann schon in Ordnung.
Bellingham war dann aber eben auf der 10 im Wechsel mit Brandt. Da hast du gar keinen anderen Spieler mehr (Reyna hat individuell trainiert). Da brauchst du dann eben ein Talent dahinter. Alternativ mit Doppel 8 und Brandt in die Riege eins weiter oben mit reinnehmen.
Die RV Position hast du bereits angesprochen. Couto wird es nicht zugetraut. Er ist aber halt auch kein RV sondern ein RAV. Für den fehlenden Ryerson ist Süle nach außen gerückt. Hier braucht es also einen spielstarken RV der auch Breite geben kann. Couto kann man quasi direkt wieder verkaufen falls man nicht primär mit einer Schiene plant. Eigentlich auch falls man mit einer Schiene plant, da offensichtlich kein Kombinationsfußball geplant ist. Das ist keiner der über die Schiene anschiebt
Ebenso die OA Position. Da könnte man sich ein 4 3 3 was real zu einem 4 2 2 2 wird noch vorstellen falls man bei den AVs und im ZM noch die Kreativität nachlegt. Tut man das nicht werden die Jungs vorne verhungern. Da braucht es halt eben einen Transfer wie Sancho der verschiedene Optionen öffnet.
Bei der IV wären dann Anton, Süle, Schlotti, Can, Mane und notfalls Bense ausreichend bei einer Viererkette. Süle und Can sollte man nächstes Jahr dann aber auch qualitativ ersetzen.
Also Hausaufgaben falls man bei dem System bleibt:
Couto verkaufen
Sabitzer versuchen zu verkaufen
Spielstarken RV mit Breitengeberqualitäten holen
Chukwuemeka eintüten
Alternative zu Brandt
OA ala Sancho
Jungen IV holen falls man es Mane nicht zutraut
Nach dem Ricken Interview ist aber klar, dass einige Baustellen offen bleiben werden. Das führt dann dazu, dass man das System wieder fallen lässt und oder den Trainer tauschen wird.
Wie problematisch seht ihr eigentlich die Kombination aus fehlender Geschwindigkeit im Mittelfeld und zusätzlich nicht allzu hoher Geschwindigkeit aller 4 AV im Kader.
In meinen Augen ist das Kader-taktisch schon eine große Misere. Blickt man auf die reale Positionierung dieser Mannschaftsteile im Spielaufbau, befinden sie sich eigentlich auf gleicher Höhe und wären für Ballvortrag und Spielverbindung gemeinsam zuständig, wofür sie sich von den Fähigkeiten eigentlich ergänzen sollten.
Fehlt dieser gesamten "Abteilung" aber gleichermaßen Dynamik und Geschwindigkeit, sehe ich theoretisch überhaupt nicht, wie ein Ballvortrag im Ballbesitz überhaupt funktionieren soll, ehe sich der Gegner bereits devensiv positioniert hat.
Ähnliches gilt für die Konter Absicherung, vor allem über die Aussenbahnen, da die meisten OA zu den schnellsten Spielern einer Mannschaft gehören, die Dortmunder AV ihnen in Umschaltsituationen aber läuferisch unterlegen sind.
Diese Tempoverteilung, oder auch dieses Tempoloch in der Mitte des Spielfeldes führt m.M.n dazu, daß ein System, welches darauf setzt aus einem defensiven Schwerpunkt ( also devensive 4er Kette wie unter Terzic oder 3er Kette unter Kovac ) die schnellen Offensivspieler mit langen Bällen einzusetzen, grundsätzlich höhere Erfolgsaussichten hat als ein ballbesitzsorientierter Spielaufbau.
Zu umgehen wäre dieses Problem im Grunde nur mit großer individueller Überlegenheit beim Passpiel und in 1vs.1 in diesen Zonen. Ungünstigerweise bestehen auch hier keine besonderen Stärken, insbesondere bei den AV.
Der Versuch eines Ballbesitzsystems unter Sahin ist mit diesem Kader demnach von vornherein reines Harakiri gewesen, mindestens entweder offensiv oder devensiv.
Alternativen mit Tempo für die AV zu holen, halte ich demnach zusätzlich zu den im vorigen Beitrag aufgeführten Profilen für eine der dringendsten Transferaufgaben. Ich rechne allerdings nicht damit, das dies ein realistisches Transferziel in diesem Sommer ist, weshalb ich glaube das es es einem nächste Saison weiterhin auf die Füße fallen wird.
28.07.2025 - 19:48 Uhr
Zitat von Ballzumir
Wie problematisch seht ihr eigentlich die Kombination aus fehlender Geschwindigkeit im Mittelfeld und zusätzlich nicht allzu hoher Geschwindigkeit aller 4 AV im Kader.
In meinen Augen ist das Kader-taktisch schon eine große Misere. Blickt man auf die reale Positionierung dieser Mannschaftsteile im Spielaufbau, befinden sie sich eigentlich auf gleicher Höhe und wären für Ballvortrag und Spielverbindung gemeinsam zuständig, wofür sie sich von den Fähigkeiten eigentlich ergänzen sollten.
Fehlt dieser gesamten "Abteilung" aber gleichermaßen Dynamik und Geschwindigkeit, sehe ich theoretisch überhaupt nicht, wie ein Ballvortrag im Ballbesitz überhaupt funktionieren soll, ehe sich der Gegner bereits devensiv positioniert hat.
Ähnliches gilt für die Konter Absicherung, vor allem über die Aussenbahnen, da die meisten OA zu den schnellsten Spielern einer Mannschaft gehören, die Dortmunder AV ihnen in Umschaltsituationen aber läuferisch unterlegen sind.
Diese Tempoverteilung, oder auch dieses Tempoloch in der Mitte des Spielfeldes führt m.M.n dazu, daß ein System, welches darauf setzt aus einem defensiven Schwerpunkt ( also devensive 4er Kette wie unter Terzic oder 3er Kette unter Kovac ) die schnellen Offensivspieler mit langen Bällen einzusetzen, grundsätzlich höhere Erfolgsaussichten hat als ein ballbesitzsorientierter Spielaufbau.
Zu umgehen wäre dieses Problem im Grunde nur mit großer individueller Überlegenheit beim Passpiel und in 1vs.1 in diesen Zonen. Ungünstigerweise bestehen auch hier keine besonderen Stärken, insbesondere bei den AV.
Der Versuch eines Ballbesitzsystems unter Sahin ist mit diesem Kader demnach von vornherein reines Harakiri gewesen, mindestens entweder offensiv oder devensiv.
Alternativen mit Tempo für die AV zu holen, halte ich demnach zusätzlich zu den im vorigen Beitrag aufgeführten Profilen für eine der dringendsten Transferaufgaben. Ich rechne allerdings nicht damit, das dies ein realistisches Transferziel in diesem Sommer ist, weshalb ich glaube das es es einem nächste Saison weiterhin auf die Füße fallen wird.
Wie problematisch seht ihr eigentlich die Kombination aus fehlender Geschwindigkeit im Mittelfeld und zusätzlich nicht allzu hoher Geschwindigkeit aller 4 AV im Kader.
In meinen Augen ist das Kader-taktisch schon eine große Misere. Blickt man auf die reale Positionierung dieser Mannschaftsteile im Spielaufbau, befinden sie sich eigentlich auf gleicher Höhe und wären für Ballvortrag und Spielverbindung gemeinsam zuständig, wofür sie sich von den Fähigkeiten eigentlich ergänzen sollten.
Fehlt dieser gesamten "Abteilung" aber gleichermaßen Dynamik und Geschwindigkeit, sehe ich theoretisch überhaupt nicht, wie ein Ballvortrag im Ballbesitz überhaupt funktionieren soll, ehe sich der Gegner bereits devensiv positioniert hat.
Ähnliches gilt für die Konter Absicherung, vor allem über die Aussenbahnen, da die meisten OA zu den schnellsten Spielern einer Mannschaft gehören, die Dortmunder AV ihnen in Umschaltsituationen aber läuferisch unterlegen sind.
Diese Tempoverteilung, oder auch dieses Tempoloch in der Mitte des Spielfeldes führt m.M.n dazu, daß ein System, welches darauf setzt aus einem defensiven Schwerpunkt ( also devensive 4er Kette wie unter Terzic oder 3er Kette unter Kovac ) die schnellen Offensivspieler mit langen Bällen einzusetzen, grundsätzlich höhere Erfolgsaussichten hat als ein ballbesitzsorientierter Spielaufbau.
Zu umgehen wäre dieses Problem im Grunde nur mit großer individueller Überlegenheit beim Passpiel und in 1vs.1 in diesen Zonen. Ungünstigerweise bestehen auch hier keine besonderen Stärken, insbesondere bei den AV.
Der Versuch eines Ballbesitzsystems unter Sahin ist mit diesem Kader demnach von vornherein reines Harakiri gewesen, mindestens entweder offensiv oder devensiv.
Alternativen mit Tempo für die AV zu holen, halte ich demnach zusätzlich zu den im vorigen Beitrag aufgeführten Profilen für eine der dringendsten Transferaufgaben. Ich rechne allerdings nicht damit, das dies ein realistisches Transferziel in diesem Sommer ist, weshalb ich glaube das es es einem nächste Saison weiterhin auf die Füße fallen wird.
Stimme dir ohne Einschränkung zu, halte allerdings einige Zusatzbemerkungen nicht nur für wichtig, sondern sogar für entscheidend (gerade auch bzgl. des BVB-Kaders).
Hohes Tempo als Voraussetzung/Bedingung für erfolgreiches Fußballspiel wird, wie mir scheint, noch immer unterschätzt, vor allem weil Tempo häufig nicht als multifaktorielle Bedingung betrachtet wird, sondern nahezu ausschließlich als Tempo in der Körperbewegung von A nach B. Diese Sichtweise verkürzt die Bedeutung von möglichst hohem Tempo, also Schnelligkeit, hinsichtlich zahlreicher Spielfaktoren.
Tempo/Schnelligkeit lässt sich folgendermaßen differenzieren:
1. Tempo in der Laufbewegung
1.1 Spitzengeschwindigkeit
1.2 Geschwindigkeit auf den ersten 5-10 Metern
2. Tempo in der Bewegung von Körperteilen oder des ganzen Körpers unabhängig von der Laufbewegung
2.1. Geschwindigkeit der Bein- und Fußbewegungen mit und gegen den Ball, also offensiv und defensiv (bei Torhütern auch der Armbewegung)
2.2 Geschwindigkeit des ganzen Körpers (z.B. bei Körpertäuschungen für den Gegner, bei Richtungsänderungen des Laufweges mit und ohne Ball, beim Absprung zum Kopfball, beim Abwehrgrätschen, zur Verhinderung von Körperkollisionen usw. oder bei Torhütern Bewegungsflexibilität des ganzen Körpers)
3. Tempo der kognitiven und intuitiven Spielerfassung
3.1 Geschwindigkeit des Spiellesens, des Spielverständnisses
3.2 Geschwindigkeit der vollzogenen Handlungskonsequenzen aus dem Spielverständnis
3.3 Geschwindigkeit der Erfassung (kognitiv und/oder intuitiv) der Handlungen der Mitspieler
3.4 Geschwindigkeit der Erfassung (kognitiv und/oder intuitiv) der Handlungen des Gegners
Sicherlich könnte man diese Differenzierung des Tempos oder der Geschwindigkeit als entscheidende multifaktorielle Bedingung für erfolgreiches Fußballspiel noch weiter ausdifferenzieren, ich denke aber, dass hinreichend klar geworden ist, dass es beim Tempo nicht nur um die reine Spitzengeschwindigkeit eines Profifußballers gehen kann.
Tatsächlich sieht es bei fast allen Profifußballern so aus, dass sie keineswegs in allen "Tempodisziplinen" (s.o.) gleichermaßen gut oder gar hervorragend sind, aber, und das ist quasi ein Trost für sie, Defizite in einigen "Tempodisziplinen" können einigermaßen durch herausragende Tempoleistungen in anderen "Tempodisziplinen" zumindest tendenziell kompensiert werden.
Schaut man sich daraufhin den derzeitigen Kader des BVB an und versucht die Spieler der Reihe nach anhand der oben genannten Tempokriterien zu beurteilen, wird man sehr schnell verzagt, weil es bei vielen Spielern derartig große Kompensationsnotwendigkeiten für eklatant vorhandene Tempodefizite (auf den unterschiedlichen Ebenen) gibt, dass die Frage erlaubt sein muss, ob das überhaupt möglich ist.
Wenn ihr die oben dargestellten Tempokriterien an die derzeitigen Spieler des BVB-Kaders anlegt, werdet ihr bemerken, zu welchen wenig optimistisch stimmenden Ergebnissen man kommt. Erheblichen Trost jedoch bietet die Anwendung der Tempokriterien auf andere Vereinskader der Bundesliga.
Wenn Ricken für die Saison 2025/26 als Ziel das Erreichen der Qualifikation für die CL (also mindestens Platz 4) ausgibt, ist das einigermaßen realistisch, aber ohne weitere Spielerverpflichtungen auch durchaus optimistisch.
02.08.2025 - 19:36 Uhr
Zitat von Orizo
Da man davon ausgehen kann, dass tatsächlich noch mind. 2 Spieler für den Offensivbereich kommen, kann man sich natürlich Gedanken machen, wie man all die Spieler am besten unter einen Hut bekommt.
Nehmen wir die aktuell heißesten Gerüchte: Sancho, Buonanotte und Chukwuemeka. Das sind alles Spieler, die in den offensiven Halbräumen stark sind, ob als Winger oder 10er. Daraus schließe ich, dass sie die offensiven Aufgaben des Kovac-Groß übernehmen können.
Aber da ich mich hier schon mehrfach als kleinen Groß-Fanboy geoutet habe, würde ich den natürlich nicht auf die Bank setzen. Vielmehr würde ich vielleicht auf Dauer einen IV opfern und Groß als Taktgeber und tiefen Spielmacher auf die 6 ziehen. Denkt dabei an Sahin (Spieler) oder Weigl und an die Rolle, die sie hier gespielt haben. Meine These ist, dass der Zugewinn an Ballkontrolle in der eigenen Hälfte den Verlust an Defensivstärke (Physis) überkompensiert. Für mich war der BVB in der 1. Tuchel Saison auf seinem fußballerischen Peak, das MF bestand häufig aus Weigl, Gündogan, Kagawa. Bei Viererkette. Das war trotzdem meist defensiv stabil, einfach weil man weniger Ballverluste in gefährlichen Zonen hatte.
Statt des Duos Groß / Nmecha gibt es natürlich u.A. die Variante Nmecha / Bellingham. Das wäre ein physisches Monstermittelfeld und defensiv super solide. Würde dann allerdings ebenfalls die Notwendigkeit einer 3erkette deutlich senken.
Svensson finde ich zentraler stärker als an der Linie, da es ihm etwas an Topspeed fehlt, um permanent die Grundlinie zu attackieren. Zusammen mit Nmecha würde er zudem einen soliden Defensivblock vor der Abwehr formen. Die etwas breitere Anordnung durch 3 zentrale Mittelfeldspieler lässt die Spieler auch die Breite gut verteidigen und die Winger defensiv absichern. Im Anschluss an die Aufbauphase kann der LV situativ die Position LA übernehmen, falls nötig.
Der 10er würde viel horizontal pendeln und die Flügelspieler unterstützen, auch mal die Position tauschen usw.. Ist einfach Brandts Paradedisziplin und sollte auch im Profil von bspw. Buonanotte verankert sein. Bei Sancho und Adeyemi könnte man auch die Position tauschen. Könnte mir eine gute Harmonie zwischen Sancho und Couto vorstellen und ich finde Adeyemi LA auch nicht so schlecht. Fliegende Positionswechsel während des Spiels wären wahrscheinlich Gang und Gäbe.
Hier das ganze Geschreibsel visuell dargestellt:
------------------------Guirassy------------------------------
Sancho---------------------------------Adeyemi-------------
----------------------------Brandt------------------------Couto
-----------Svensson------------------Nmecha--------------
-----------------------------Groß---------------------------------
-----------Schlotterbeck--------------Anton-------------------
Normalerweise berücksichtige ich in diesem Thread nur aktuelle BVB Spieler. Da der Fokus auf dem Transfermarkt aber aktuell sehr stark auf dem Offensivbereich liegt, habe ich mir Gedanken darüber gemacht, welche taktischen Implikationen die gehandelten Neuzugänge mit sich bringen könnten. Noch kurz zur 3erkette: So große Welten liegen gar nicht zwischen meiner Formation und einem System mit 3 Verteidigern. Ist im Grunde nur die DLP Rolle (der ja gerne in die Kette abkippen kann) anstelle eines IVs und mit Abstrichen der inverse LV anstelle eines Wingbacks, wobei Kovac ja auch hier mit gängigen Mustern bricht. Bei einer richtigen 3erkette mit drei IV würde ich persönlich die Schienen viel radikaler offensiv besetzen, da ich ansonsten keinen großen Zusatznutzen bei so vielen Defensivspielern sehe. Ist aber ein anderes Thema und soll hier nicht weiter ausgeführt werden.
Da man davon ausgehen kann, dass tatsächlich noch mind. 2 Spieler für den Offensivbereich kommen, kann man sich natürlich Gedanken machen, wie man all die Spieler am besten unter einen Hut bekommt.
Nehmen wir die aktuell heißesten Gerüchte: Sancho, Buonanotte und Chukwuemeka. Das sind alles Spieler, die in den offensiven Halbräumen stark sind, ob als Winger oder 10er. Daraus schließe ich, dass sie die offensiven Aufgaben des Kovac-Groß übernehmen können.
Aber da ich mich hier schon mehrfach als kleinen Groß-Fanboy geoutet habe, würde ich den natürlich nicht auf die Bank setzen. Vielmehr würde ich vielleicht auf Dauer einen IV opfern und Groß als Taktgeber und tiefen Spielmacher auf die 6 ziehen. Denkt dabei an Sahin (Spieler) oder Weigl und an die Rolle, die sie hier gespielt haben. Meine These ist, dass der Zugewinn an Ballkontrolle in der eigenen Hälfte den Verlust an Defensivstärke (Physis) überkompensiert. Für mich war der BVB in der 1. Tuchel Saison auf seinem fußballerischen Peak, das MF bestand häufig aus Weigl, Gündogan, Kagawa. Bei Viererkette. Das war trotzdem meist defensiv stabil, einfach weil man weniger Ballverluste in gefährlichen Zonen hatte.
Statt des Duos Groß / Nmecha gibt es natürlich u.A. die Variante Nmecha / Bellingham. Das wäre ein physisches Monstermittelfeld und defensiv super solide. Würde dann allerdings ebenfalls die Notwendigkeit einer 3erkette deutlich senken.
Svensson finde ich zentraler stärker als an der Linie, da es ihm etwas an Topspeed fehlt, um permanent die Grundlinie zu attackieren. Zusammen mit Nmecha würde er zudem einen soliden Defensivblock vor der Abwehr formen. Die etwas breitere Anordnung durch 3 zentrale Mittelfeldspieler lässt die Spieler auch die Breite gut verteidigen und die Winger defensiv absichern. Im Anschluss an die Aufbauphase kann der LV situativ die Position LA übernehmen, falls nötig.
Der 10er würde viel horizontal pendeln und die Flügelspieler unterstützen, auch mal die Position tauschen usw.. Ist einfach Brandts Paradedisziplin und sollte auch im Profil von bspw. Buonanotte verankert sein. Bei Sancho und Adeyemi könnte man auch die Position tauschen. Könnte mir eine gute Harmonie zwischen Sancho und Couto vorstellen und ich finde Adeyemi LA auch nicht so schlecht. Fliegende Positionswechsel während des Spiels wären wahrscheinlich Gang und Gäbe.
Hier das ganze Geschreibsel visuell dargestellt:
------------------------Guirassy------------------------------
Sancho---------------------------------Adeyemi-------------
----------------------------Brandt------------------------Couto
-----------Svensson------------------Nmecha--------------
-----------------------------Groß---------------------------------
-----------Schlotterbeck--------------Anton-------------------
Normalerweise berücksichtige ich in diesem Thread nur aktuelle BVB Spieler. Da der Fokus auf dem Transfermarkt aber aktuell sehr stark auf dem Offensivbereich liegt, habe ich mir Gedanken darüber gemacht, welche taktischen Implikationen die gehandelten Neuzugänge mit sich bringen könnten. Noch kurz zur 3erkette: So große Welten liegen gar nicht zwischen meiner Formation und einem System mit 3 Verteidigern. Ist im Grunde nur die DLP Rolle (der ja gerne in die Kette abkippen kann) anstelle eines IVs und mit Abstrichen der inverse LV anstelle eines Wingbacks, wobei Kovac ja auch hier mit gängigen Mustern bricht. Bei einer richtigen 3erkette mit drei IV würde ich persönlich die Schienen viel radikaler offensiv besetzen, da ich ansonsten keinen großen Zusatznutzen bei so vielen Defensivspielern sehe. Ist aber ein anderes Thema und soll hier nicht weiter ausgeführt werden.
Devensiv kann ich mir einfach Null vorstellen, wie das funktionieren soll.
Im Grunde verzichtest du da mit dem 3 IV und dem langsamen Groß gleichzeitig auf 2 Absicherungen gegenüber dem aktuellen System. Ob so etwas funktionieren kann, hängt für mich wie in meinem obigen Beitrag beschrieben, maßgeblich von der Geschwindigkeit und damit dem Zugriff in Umschaltsituationen der AV ab.
Wenn ich mir vorstelle das nach Ballverlust 3 schnelle Offensivspieler auf Groß, Schlotterbeck und Anton zulaufen, weiß ich schon nicht wie das zu verteidigen ist. Svensson und Couto werden hochstehend oftmals nicht rechtzeitig genug eingreifen können.
Man hat selbst heute gesehen, das Groß von Spielern gegen die er sich durchgesetzt hat, im Laufduell sehr schnell von hinten wieder eingeholt und bedrängt wird. Wenn Spieler in vollem Tempo auf ihn zu laufen und an ihm vorbei ziehen, sehe ich schwarz das er da nochmal eingreifen kann. Das bedeutet aber das Schlotterbeck und Anton ihn zentral absichern müssen und nicht nach Aussen rücken können. Bei einem einfachen Konter mit Pass auf die Aussenbahn wird es damit ein reines Glücksspiel, ob man den Mann nochmal erreicht und stören kann.
Wir haben ähnliche Situationen zu Saisonbeginn oft genug gesehen, wo es nur auf reine Abwehraktionen in der Rückwärtsbewegung heraus lief, in denen die BVB Spieler ( inkl. der AV ) noch versuchten irgendwie in Ihre Positionen zu kommen um eingreifen zu können. In den meisten Fällen ging das nicht gut aus.
Ich sehe nicht, daß sich diese Situationen nur mit einem Zugewinn an Ballkontrolle verhindern oder gar überkompensieren lassen. Auch sehe ich nicht, wie ein breiter stehendes ( zudem nicht besonders schnelles ) Mittelfeld die Aussenbahnen verteidigen soll, wenn die AV überspielt werden und selbst augrund fehlender Geschwindigkeit nicht mehr hinterher kommen.
( Das ich bei 3er Kette die Schienen gerne offensiver besetzen würde, bin ich bei dir. )
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Ballzumir am 02.08.2025 um 19:39 Uhr bearbeitet
03.08.2025 - 00:35 Uhr
Zitat von Ballzumir
Devensiv kann ich mir einfach Null vorstellen, wie das funktionieren soll.
Im Grunde verzichtest du da mit dem 3 IV und dem langsamen Groß gleichzeitig auf 2 Absicherungen gegenüber dem aktuellen System. Ob so etwas funktionieren kann, hängt für mich wie in meinem obigen Beitrag beschrieben, maßgeblich von der Geschwindigkeit und damit dem Zugriff in Umschaltsituationen der AV ab.
Wenn ich mir vorstelle das nach Ballverlust 3 schnelle Offensivspieler auf Groß, Schlotterbeck und Anton zulaufen, weiß ich schon nicht wie das zu verteidigen ist. Svensson und Couto werden hochstehend oftmals nicht rechtzeitig genug eingreifen können.
Man hat selbst heute gesehen, das Groß von Spielern gegen die er sich durchgesetzt hat, im Laufduell sehr schnell von hinten wieder eingeholt und bedrängt wird. Wenn Spieler in vollem Tempo auf ihn zu laufen und an ihm vorbei ziehen, sehe ich schwarz das er da nochmal eingreifen kann. Das bedeutet aber das Schlotterbeck und Anton ihn zentral absichern müssen und nicht nach Aussen rücken können. Bei einem einfachen Konter mit Pass auf die Aussenbahn wird es damit ein reines Glücksspiel, ob man den Mann nochmal erreicht und stören kann.
Wir haben ähnliche Situationen zu Saisonbeginn oft genug gesehen, wo es nur auf reine Abwehraktionen in der Rückwärtsbewegung heraus lief, in denen die BVB Spieler ( inkl. der AV ) noch versuchten irgendwie in Ihre Positionen zu kommen um eingreifen zu können. In den meisten Fällen ging das nicht gut aus.
Ich sehe nicht, daß sich diese Situationen nur mit einem Zugewinn an Ballkontrolle verhindern oder gar überkompensieren lassen. Auch sehe ich nicht, wie ein breiter stehendes ( zudem nicht besonders schnelles ) Mittelfeld die Aussenbahnen verteidigen soll, wenn die AV überspielt werden und selbst augrund fehlender Geschwindigkeit nicht mehr hinterher kommen.
( Das ich bei 3er Kette die Schienen gerne offensiver besetzen würde, bin ich bei dir. )
Zitat von Orizo
Da man davon ausgehen kann, dass tatsächlich noch mind. 2 Spieler für den Offensivbereich kommen, kann man sich natürlich Gedanken machen, wie man all die Spieler am besten unter einen Hut bekommt.
Nehmen wir die aktuell heißesten Gerüchte: Sancho, Buonanotte und Chukwuemeka. Das sind alles Spieler, die in den offensiven Halbräumen stark sind, ob als Winger oder 10er. Daraus schließe ich, dass sie die offensiven Aufgaben des Kovac-Groß übernehmen können.
Aber da ich mich hier schon mehrfach als kleinen Groß-Fanboy geoutet habe, würde ich den natürlich nicht auf die Bank setzen. Vielmehr würde ich vielleicht auf Dauer einen IV opfern und Groß als Taktgeber und tiefen Spielmacher auf die 6 ziehen. Denkt dabei an Sahin (Spieler) oder Weigl und an die Rolle, die sie hier gespielt haben. Meine These ist, dass der Zugewinn an Ballkontrolle in der eigenen Hälfte den Verlust an Defensivstärke (Physis) überkompensiert. Für mich war der BVB in der 1. Tuchel Saison auf seinem fußballerischen Peak, das MF bestand häufig aus Weigl, Gündogan, Kagawa. Bei Viererkette. Das war trotzdem meist defensiv stabil, einfach weil man weniger Ballverluste in gefährlichen Zonen hatte.
Statt des Duos Groß / Nmecha gibt es natürlich u.A. die Variante Nmecha / Bellingham. Das wäre ein physisches Monstermittelfeld und defensiv super solide. Würde dann allerdings ebenfalls die Notwendigkeit einer 3erkette deutlich senken.
Svensson finde ich zentraler stärker als an der Linie, da es ihm etwas an Topspeed fehlt, um permanent die Grundlinie zu attackieren. Zusammen mit Nmecha würde er zudem einen soliden Defensivblock vor der Abwehr formen. Die etwas breitere Anordnung durch 3 zentrale Mittelfeldspieler lässt die Spieler auch die Breite gut verteidigen und die Winger defensiv absichern. Im Anschluss an die Aufbauphase kann der LV situativ die Position LA übernehmen, falls nötig.
Der 10er würde viel horizontal pendeln und die Flügelspieler unterstützen, auch mal die Position tauschen usw.. Ist einfach Brandts Paradedisziplin und sollte auch im Profil von bspw. Buonanotte verankert sein. Bei Sancho und Adeyemi könnte man auch die Position tauschen. Könnte mir eine gute Harmonie zwischen Sancho und Couto vorstellen und ich finde Adeyemi LA auch nicht so schlecht. Fliegende Positionswechsel während des Spiels wären wahrscheinlich Gang und Gäbe.
Hier das ganze Geschreibsel visuell dargestellt:
------------------------Guirassy------------------------------
Sancho---------------------------------Adeyemi-------------
----------------------------Brandt------------------------Couto
-----------Svensson------------------Nmecha--------------
-----------------------------Groß---------------------------------
-----------Schlotterbeck--------------Anton-------------------
Normalerweise berücksichtige ich in diesem Thread nur aktuelle BVB Spieler. Da der Fokus auf dem Transfermarkt aber aktuell sehr stark auf dem Offensivbereich liegt, habe ich mir Gedanken darüber gemacht, welche taktischen Implikationen die gehandelten Neuzugänge mit sich bringen könnten. Noch kurz zur 3erkette: So große Welten liegen gar nicht zwischen meiner Formation und einem System mit 3 Verteidigern. Ist im Grunde nur die DLP Rolle (der ja gerne in die Kette abkippen kann) anstelle eines IVs und mit Abstrichen der inverse LV anstelle eines Wingbacks, wobei Kovac ja auch hier mit gängigen Mustern bricht. Bei einer richtigen 3erkette mit drei IV würde ich persönlich die Schienen viel radikaler offensiv besetzen, da ich ansonsten keinen großen Zusatznutzen bei so vielen Defensivspielern sehe. Ist aber ein anderes Thema und soll hier nicht weiter ausgeführt werden.
Da man davon ausgehen kann, dass tatsächlich noch mind. 2 Spieler für den Offensivbereich kommen, kann man sich natürlich Gedanken machen, wie man all die Spieler am besten unter einen Hut bekommt.
Nehmen wir die aktuell heißesten Gerüchte: Sancho, Buonanotte und Chukwuemeka. Das sind alles Spieler, die in den offensiven Halbräumen stark sind, ob als Winger oder 10er. Daraus schließe ich, dass sie die offensiven Aufgaben des Kovac-Groß übernehmen können.
Aber da ich mich hier schon mehrfach als kleinen Groß-Fanboy geoutet habe, würde ich den natürlich nicht auf die Bank setzen. Vielmehr würde ich vielleicht auf Dauer einen IV opfern und Groß als Taktgeber und tiefen Spielmacher auf die 6 ziehen. Denkt dabei an Sahin (Spieler) oder Weigl und an die Rolle, die sie hier gespielt haben. Meine These ist, dass der Zugewinn an Ballkontrolle in der eigenen Hälfte den Verlust an Defensivstärke (Physis) überkompensiert. Für mich war der BVB in der 1. Tuchel Saison auf seinem fußballerischen Peak, das MF bestand häufig aus Weigl, Gündogan, Kagawa. Bei Viererkette. Das war trotzdem meist defensiv stabil, einfach weil man weniger Ballverluste in gefährlichen Zonen hatte.
Statt des Duos Groß / Nmecha gibt es natürlich u.A. die Variante Nmecha / Bellingham. Das wäre ein physisches Monstermittelfeld und defensiv super solide. Würde dann allerdings ebenfalls die Notwendigkeit einer 3erkette deutlich senken.
Svensson finde ich zentraler stärker als an der Linie, da es ihm etwas an Topspeed fehlt, um permanent die Grundlinie zu attackieren. Zusammen mit Nmecha würde er zudem einen soliden Defensivblock vor der Abwehr formen. Die etwas breitere Anordnung durch 3 zentrale Mittelfeldspieler lässt die Spieler auch die Breite gut verteidigen und die Winger defensiv absichern. Im Anschluss an die Aufbauphase kann der LV situativ die Position LA übernehmen, falls nötig.
Der 10er würde viel horizontal pendeln und die Flügelspieler unterstützen, auch mal die Position tauschen usw.. Ist einfach Brandts Paradedisziplin und sollte auch im Profil von bspw. Buonanotte verankert sein. Bei Sancho und Adeyemi könnte man auch die Position tauschen. Könnte mir eine gute Harmonie zwischen Sancho und Couto vorstellen und ich finde Adeyemi LA auch nicht so schlecht. Fliegende Positionswechsel während des Spiels wären wahrscheinlich Gang und Gäbe.
Hier das ganze Geschreibsel visuell dargestellt:
------------------------Guirassy------------------------------
Sancho---------------------------------Adeyemi-------------
----------------------------Brandt------------------------Couto
-----------Svensson------------------Nmecha--------------
-----------------------------Groß---------------------------------
-----------Schlotterbeck--------------Anton-------------------
Normalerweise berücksichtige ich in diesem Thread nur aktuelle BVB Spieler. Da der Fokus auf dem Transfermarkt aber aktuell sehr stark auf dem Offensivbereich liegt, habe ich mir Gedanken darüber gemacht, welche taktischen Implikationen die gehandelten Neuzugänge mit sich bringen könnten. Noch kurz zur 3erkette: So große Welten liegen gar nicht zwischen meiner Formation und einem System mit 3 Verteidigern. Ist im Grunde nur die DLP Rolle (der ja gerne in die Kette abkippen kann) anstelle eines IVs und mit Abstrichen der inverse LV anstelle eines Wingbacks, wobei Kovac ja auch hier mit gängigen Mustern bricht. Bei einer richtigen 3erkette mit drei IV würde ich persönlich die Schienen viel radikaler offensiv besetzen, da ich ansonsten keinen großen Zusatznutzen bei so vielen Defensivspielern sehe. Ist aber ein anderes Thema und soll hier nicht weiter ausgeführt werden.
Devensiv kann ich mir einfach Null vorstellen, wie das funktionieren soll.
Im Grunde verzichtest du da mit dem 3 IV und dem langsamen Groß gleichzeitig auf 2 Absicherungen gegenüber dem aktuellen System. Ob so etwas funktionieren kann, hängt für mich wie in meinem obigen Beitrag beschrieben, maßgeblich von der Geschwindigkeit und damit dem Zugriff in Umschaltsituationen der AV ab.
Wenn ich mir vorstelle das nach Ballverlust 3 schnelle Offensivspieler auf Groß, Schlotterbeck und Anton zulaufen, weiß ich schon nicht wie das zu verteidigen ist. Svensson und Couto werden hochstehend oftmals nicht rechtzeitig genug eingreifen können.
Man hat selbst heute gesehen, das Groß von Spielern gegen die er sich durchgesetzt hat, im Laufduell sehr schnell von hinten wieder eingeholt und bedrängt wird. Wenn Spieler in vollem Tempo auf ihn zu laufen und an ihm vorbei ziehen, sehe ich schwarz das er da nochmal eingreifen kann. Das bedeutet aber das Schlotterbeck und Anton ihn zentral absichern müssen und nicht nach Aussen rücken können. Bei einem einfachen Konter mit Pass auf die Aussenbahn wird es damit ein reines Glücksspiel, ob man den Mann nochmal erreicht und stören kann.
Wir haben ähnliche Situationen zu Saisonbeginn oft genug gesehen, wo es nur auf reine Abwehraktionen in der Rückwärtsbewegung heraus lief, in denen die BVB Spieler ( inkl. der AV ) noch versuchten irgendwie in Ihre Positionen zu kommen um eingreifen zu können. In den meisten Fällen ging das nicht gut aus.
Ich sehe nicht, daß sich diese Situationen nur mit einem Zugewinn an Ballkontrolle verhindern oder gar überkompensieren lassen. Auch sehe ich nicht, wie ein breiter stehendes ( zudem nicht besonders schnelles ) Mittelfeld die Aussenbahnen verteidigen soll, wenn die AV überspielt werden und selbst augrund fehlender Geschwindigkeit nicht mehr hinterher kommen.
( Das ich bei 3er Kette die Schienen gerne offensiver besetzen würde, bin ich bei dir. )
Schmelzer---Weigl----Ginter
-------Hummels---Papa-------
Das war unsere Hintermannschaft zu Beginn der Saison 2015/16. Ginter spielte als RV, weil Piszczek langwierige Verletzungsprobleme hatte. Das war die undynamischste Defensive ever und auch vor fast 10 Jahren konnte keiner von denen ein ernsthaftes Laufduell gewinnen. Aber aus meiner Sicht wurde in dieser Phase der beste BvB Fußball dieses Jahrtausends gespielt. Jetzt kann man natürlich sagen, dass wir 2015 eine insgesamt bessere Truppe hatten, aber ich habe auch vorerst geringere Ansprüche als zu dieser Zeit. Da braucht man noch wohl mindestens eine fruchtbare Transferperiode mehr für.
Meine Überlegungen sind allerdings auch eher strategischer denn taktischer Natur. Ich bin überhaupt gar kein Gegner von 3erketten und bin auch insgesamt mit Kovac gar nicht unzufrieden. Aber ich sehe die Gefahr, dass ein Fußball, der vor allem auf Intensität beruht auf Sicht nicht ökonomisch ist. Klar kann man mit ner stabilen 3erkette mehr Gegenangriffe vereiteln als mit meiner Formation. Aber jeder Gegenangriff kostet Körner. Der gesamten Mannschaft. Für ein Spiel kein Ding, für 10 wohl auch nicht. Bei 40 Spielen oder mehr? Jedes Jahr erleidet der BVB eine handfeste Winterdepression, weil wir es nicht gewuppt kriegen, konstant im 3 Tages Rhythmus zu performen. Ich sehe offene Schlagabtausche gegen den Tabellen14. als das wahre, tief verwurzelte Problem des BVB. Die kosten zu viel. Ohne Spielkontrolle keine Spitzenmannschaft. So einfach sehe ich das.
Jetzt aber doch noch kurz konkret zu deiner Kritik an meiner Formation: Ein 2-3-5 Angriffsmuster ist absoluter Standard und rein gar nichts Außergewöhnliches. Ich habe dort EINEN ganz offensichtlich undynamischen und defensiv schwachen Spieler und das ist Groß. Stell dir das nicht so vor, dass der LV im 10er Raum oder so rumturnt wie unter Sahin. Das ist völlig unnötig, vor allem wenn dieser Raum mit der Qualität von Sancho oder so besetzt ist. Aus meiner Sicht ist das genug Absicherung, kann man aber gerne auch anders sehen.
Und da ich deine Meinung zu schätzen weiß, zum Schluss meine Fragen an dich: Ist für dich die Spielkontrolle aus Sicht des BvB gar nicht soo wichtig und du bist zufrieden mit hoch intensiven, offenen Schlagabtauschen, die letztendlich durch die individuelle Überlegenheit gewonnen werden sollen? Wenn das nicht der Fall ist, was wären deine Ansätze, um diesen Bereich zu stärken, ohne das unter Kovac hinzu Gewonnene zu verlieren?
03.08.2025 - 04:08 Uhr
---------------------------------------------Guirassy-------------------------------------------------------------
------------------------------------------------------------------------Brandt-------------------------------------
--------------------------------------------------------------------------------------------------------------Couto
Adeyemi-----------------------------------Jobe-----------------------------------------------------------------
------------------------Svensson----------------------------------------------------------------------------------
----------------------------------------------------------------------Nmecha--------------------------------------
-------------Schlotterbeck-------------------------------------------------------------------------Can----------
------------------------------------------------Anton---------------------------------------------------------------
---------------------------------------------------Guirassy---------------------------------------------------------
--------------------------Adeyemi--------------------------------------------------------------------------Couto
----------------------------------------------------------------------------Brandt-----------------------------------
Svensson-----------------------------------------------------------------------------------------------------------
------------------------------------Jobe-----------------------------------------------------------------------------
----------------------------------------------------------------------Nmecha---------------------------------------
-------------Schlotterbeck-------------------------------------------------------------------------Can-----------
------------------------------------------------Anton-----------------------------------------------------------------
Das wäre tendenziell die beste Elf mit unserem Kader, mMn.
Mir hat das Positionsspiel von Adeyemi und Svensson gegen Siegen gut gefallen. Einerseits war häufiger links außen positioniert, was dann Svensson erlaubte nach innen zu ziehen. Das ermöglicht uns das Mittelfeld zu stärken, da Svensson wie ein vollwertiger Mittelfeldspieler agieren kann. In meinem Beispiel würde es Jobe erlauben sich weiter vorne zu schieben und dort als Anker zu fungieren. Er ist gut darin bälle zu behaupten, hat einen guten Überblick für den richtigen Pass und kann ins Kombinationsspiel eingebunden werden. Und dann könnte Adeyemi einrücken, oder Svensson sprintet in die Lücke, oder er sucht den Pass zu Guirassy oder Brandt z.B.
Es macht etwas den Eindruck, als wären Groß und Sabitzer neben Jobe gesetzt, aber ich würde eher auf Brandt und Nmecha setzen. Sabitzer hat natürlich stärken im Pressing und zeigt in den Testspielen viel Gefahr im Abschluss, aber Brandt ist unser kreativster Spieler. Und ich würde ihm schon 20-30 Scorer zutrauen. Groß hat in strategischer Hinsicht und im Spielaufbau schon Vorteile gegenüber Nmecha, dessen Vorteil ist es aber, dass er nicht unbedingt in die Kette absinken muss, sondern Pressing resistenter ist und auch mal mit einem Dribbling am Gegner vorbeiziehen und dann mit Dynamik den Ball nach vorne treiben kann. Und auch wenn er kein Abräumer wie Can z.B. ist, deckt er defensiv schon mehr ab, als es Sabitzer oder Groß können. Sein Abschluss ist auch nicht so stark wie Sabitzers, allerdings hat er schon einen guten Schuss. Alles in allem halte ich ihn für den komplettesten DM/ZM bei uns. Groß ist für viele Vorlagen gut, gerade wenn er nach außen ziehen und von dort flanken kann. Allerdings wären wir umso weniger davon abhängig, je besser wir Couto einbinden können. Bei Couto gibt es schon positive Ansätze, aber gerade in den höheren Zonen kommt er noch nicht genug zur Geltung. Allerdings bin ich etwas optimistischer, dass uns dies gelingen kann. Er ist zwar nicht langsam und hat durchaus Qualitäten im Dribbling, allerdings ist er hier auch nicht stark genug, um seine physischen Schwächen auszugleichen. Deshalb bin ich schon gespannt, wann sich sein Spezialtraining bemerkbar machen wird, denn ich denke mit mehr physischem Durchsetzungsvermögen könnten seine bestehenden Qualitäten schon besser zur Geltung kommen.
Und Adeyemi hat schon viel Drive mit Ball, wenn er von außen diagonal in den Strafraum zieht, und kann so auch Chancen vorbereiten, deswegen kann ich die Idee dahinter schon verstehen. Allerdings fällt es ihm schon schwer daraus in geeignete Abschlusssituationen für sich selbst zu kommen. Deswegen finde ich es wichtig hier Flexibilität zu wahren und ihm die Gelegenheit zu geben sich zentraler zu positionieren. Das macht es auch für den Gegner schwerer sich darauf einzustellen, wenn man selbst flexibel agieren kann. Je nachdem, ob es besser ist das Zentrum zu verstärken, oder ob man mehr Tiefe braucht und dann auch während dem Spiel von einem zum anderen wechseln kann.
Guirassy lässt sich natürlich gerne mal fallen, allerdings war er in den Testspielen nicht ganz so weiträumig unterwegs wie letzte Saison. Was ich gut finde. Scorerweise sehe ich vorne mit Guirassy, Brandt und Adeyemi oder Beier das größte Potential.
Die Dreierkette sehe ich auch richtig stark, mit Schlotterbeck, Anton und Can, wenn sie mal alle fit sind.
------------------------------------------------------------------------Brandt-------------------------------------
--------------------------------------------------------------------------------------------------------------Couto
Adeyemi-----------------------------------Jobe-----------------------------------------------------------------
------------------------Svensson----------------------------------------------------------------------------------
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-------------Schlotterbeck-------------------------------------------------------------------------Can----------
------------------------------------------------Anton---------------------------------------------------------------
---------------------------------------------------Guirassy---------------------------------------------------------
--------------------------Adeyemi--------------------------------------------------------------------------Couto
----------------------------------------------------------------------------Brandt-----------------------------------
Svensson-----------------------------------------------------------------------------------------------------------
------------------------------------Jobe-----------------------------------------------------------------------------
----------------------------------------------------------------------Nmecha---------------------------------------
-------------Schlotterbeck-------------------------------------------------------------------------Can-----------
------------------------------------------------Anton-----------------------------------------------------------------
Das wäre tendenziell die beste Elf mit unserem Kader, mMn.
Mir hat das Positionsspiel von Adeyemi und Svensson gegen Siegen gut gefallen. Einerseits war häufiger links außen positioniert, was dann Svensson erlaubte nach innen zu ziehen. Das ermöglicht uns das Mittelfeld zu stärken, da Svensson wie ein vollwertiger Mittelfeldspieler agieren kann. In meinem Beispiel würde es Jobe erlauben sich weiter vorne zu schieben und dort als Anker zu fungieren. Er ist gut darin bälle zu behaupten, hat einen guten Überblick für den richtigen Pass und kann ins Kombinationsspiel eingebunden werden. Und dann könnte Adeyemi einrücken, oder Svensson sprintet in die Lücke, oder er sucht den Pass zu Guirassy oder Brandt z.B.
Es macht etwas den Eindruck, als wären Groß und Sabitzer neben Jobe gesetzt, aber ich würde eher auf Brandt und Nmecha setzen. Sabitzer hat natürlich stärken im Pressing und zeigt in den Testspielen viel Gefahr im Abschluss, aber Brandt ist unser kreativster Spieler. Und ich würde ihm schon 20-30 Scorer zutrauen. Groß hat in strategischer Hinsicht und im Spielaufbau schon Vorteile gegenüber Nmecha, dessen Vorteil ist es aber, dass er nicht unbedingt in die Kette absinken muss, sondern Pressing resistenter ist und auch mal mit einem Dribbling am Gegner vorbeiziehen und dann mit Dynamik den Ball nach vorne treiben kann. Und auch wenn er kein Abräumer wie Can z.B. ist, deckt er defensiv schon mehr ab, als es Sabitzer oder Groß können. Sein Abschluss ist auch nicht so stark wie Sabitzers, allerdings hat er schon einen guten Schuss. Alles in allem halte ich ihn für den komplettesten DM/ZM bei uns. Groß ist für viele Vorlagen gut, gerade wenn er nach außen ziehen und von dort flanken kann. Allerdings wären wir umso weniger davon abhängig, je besser wir Couto einbinden können. Bei Couto gibt es schon positive Ansätze, aber gerade in den höheren Zonen kommt er noch nicht genug zur Geltung. Allerdings bin ich etwas optimistischer, dass uns dies gelingen kann. Er ist zwar nicht langsam und hat durchaus Qualitäten im Dribbling, allerdings ist er hier auch nicht stark genug, um seine physischen Schwächen auszugleichen. Deshalb bin ich schon gespannt, wann sich sein Spezialtraining bemerkbar machen wird, denn ich denke mit mehr physischem Durchsetzungsvermögen könnten seine bestehenden Qualitäten schon besser zur Geltung kommen.
Und Adeyemi hat schon viel Drive mit Ball, wenn er von außen diagonal in den Strafraum zieht, und kann so auch Chancen vorbereiten, deswegen kann ich die Idee dahinter schon verstehen. Allerdings fällt es ihm schon schwer daraus in geeignete Abschlusssituationen für sich selbst zu kommen. Deswegen finde ich es wichtig hier Flexibilität zu wahren und ihm die Gelegenheit zu geben sich zentraler zu positionieren. Das macht es auch für den Gegner schwerer sich darauf einzustellen, wenn man selbst flexibel agieren kann. Je nachdem, ob es besser ist das Zentrum zu verstärken, oder ob man mehr Tiefe braucht und dann auch während dem Spiel von einem zum anderen wechseln kann.
Guirassy lässt sich natürlich gerne mal fallen, allerdings war er in den Testspielen nicht ganz so weiträumig unterwegs wie letzte Saison. Was ich gut finde. Scorerweise sehe ich vorne mit Guirassy, Brandt und Adeyemi oder Beier das größte Potential.
Die Dreierkette sehe ich auch richtig stark, mit Schlotterbeck, Anton und Can, wenn sie mal alle fit sind.
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