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Andreas Bergmann
Geburtsdatum k. A.
Alter 67
Nat. Deutschland  Deutschland
Funktion Sportlicher Leiter
Akt. Verein Altona 93

Andreas Bergmann [Trainer]

31.05.2013 - 13:58 Uhr
Andreas Bergmann [Trainer] |#331
29.09.2013 - 10:43 Uhr
Zitat von Enno00:
Ich finde schon, dass er besser auftritt, als ich es von ihm erwartet habe. Aber eines geht mir langsam gegen den Strich.

Wenn ich auf der Hansa-Homepage lesen muss: "Wir haben eine schwierige Phase und man sieht, dass in vielen Situationen einfach die Erfahrung und Robustheit noch fehlen.", mir dann anschaue, dass unsere Startaufstellung am Freitag ein Durchschnittsalter von 25 Jahre haben, vier Spieler aufgestellt sind, die 28 Jahre oder älter sind, kann ich diese Aussagen nicht ernst nehmen.

Ich kann es auch nicht verstehen, dass man der Mannschaft sugeriert, dass man die ganze Saison Zeit hat, sich zu finden. Wenn man von einer Mannschaft nichts fordert, wird auch nichts kommen. Man ebnet den Weg für solche Leistungen wie gegen Darmstadt mit diesen Parolen. Das macht aber nicht nur unser Coach, sondern die komplette sportliche Leitung.

Man muss die Spieler in die Verantwortung nehmen und Leistung einfordern. Stellt euch das mal in einem normalen Job vor: Welcher Chef sagt denn, Ich will das du genauso gut bist wie deine Kollegen, aber wenn nicht ist es auch nicht schlimm, wir haben ja Zeit, bis es dann vielelicht irgendwann auch mal klappt.[/zitat

Ich bin wirklich klar pro Bergmann eingestellt, aber Deine kritischen Bemerkungen sind berechtigt.
Andreas Bergmann [Trainer] |#332
29.09.2013 - 11:51 Uhr
Zitat von Enno00:
Ich finde schon, dass er besser auftritt, als ich es von ihm erwartet habe. Aber eines geht mir langsam gegen den Strich.

Wenn ich auf der Hansa-Homepage lesen muss: "Wir haben eine schwierige Phase und man sieht, dass in vielen Situationen einfach die Erfahrung und Robustheit noch fehlen.", mir dann anschaue, dass unsere Startaufstellung am Freitag ein Durchschnittsalter von 25 Jahre haben, vier Spieler aufgestellt sind, die 28 Jahre oder älter sind, kann ich diese Aussagen nicht ernst nehmen.

Ich kann es auch nicht verstehen, dass man der Mannschaft sugeriert, dass man die ganze Saison Zeit hat, sich zu finden. Wenn man von einer Mannschaft nichts fordert, wird auch nichts kommen. Man ebnet den Weg für solche Leistungen wie gegen Darmstadt mit diesen Parolen. Das macht aber nicht nur unser Coach, sondern die komplette sportliche Leitung.

Man muss die Spieler in die Verantwortung nehmen und Leistung einfordern. Stellt euch das mal in einem normalen Job vor: Welcher Chef sagt denn, Ich will das du genauso gut bist wie deine Kollegen, aber wenn nicht ist es auch nicht schlimm, wir haben ja Zeit, bis es dann vielelicht irgendwann auch mal klappt.


Hi Enno,
ich denke, man muss neben dem Alter auch die Spielpraxis und die dazugehörigen Ligen anschauen. Wir haben einige Spieler im Stamm, die 3. Liga - Frischlinge sind. Wir wissen durch unseren Aufstieg unter Peter Vollmann doch selbst noch gut, wie groß der Sprung zwischen 2 Ligen ist, für manche Spieler vielleicht vorerst zu groß. Ich gebe Bergmann dahingehend Recht, dass man gerade diesen Spielern tatsächlich die fehlende Robustheit und Unerfahrenheit anmerkt. Blacha und Jakobs bspw. haben Stern- und Gruselstunden inklusive. Insbesondere in puncto Defensivspiel und Passspiel ist da noch einiges an Luft nach oben. Gleiches gilt für die Optionen Schüne und Grupe. Sie sind unerfahren und im Spiel auf ihren Positionen schlichtweg überfordert. Unsere Youngster Pägelow, Marcos, Krauße klammere ich mal bewusst aus.
Was ich damit sagen will. Man muss natürlich schon differenzieren in der Erwartungshaltung gegenüber verschiedenen Spielern. Von auf diesem Niveau gestandenen Spielern wie Savran, Ruprecht, Plat, Haas, Pelzer und Peko muss auf dem Platz vorangegangen und angetrieben werden. Sie müssen es sein, an denen sich die jüngeren Spieler orientieren. Hier liegt für mich für mich aber ein momentanes Grundproblem. Die erfahrenen Leute sind zu sehr mit ihren eigenen individuellen Fehlern beschäftigt. Dadurch fehlt es auch ein Stück weit an Linie und Konzentration. Hier MUSS Bergmann ran. Es darf nicht wieder ein Mix aus Einzelspielern auf dem Platz vorturnen. Ebenso müssen die echten Alternativen im Kader wie Starke und Weidlich im Training angestachelt werden. Es muss dringend mehr Wille und Biss in die Köpfe der Spieler eingeflößt werden. Momentan kippen gute Anfangsminuten nach nur wenig Gegenwehr plötzlich gänzlich.
Zu den Statements von AB. Was soll in der jetzigen Situation nach außen anderes sagen? Die Truppe zerreißen kann er nicht. Dazu ist das ganze Konstrukt noch zu neu. Das kannst Du bringen, wenn Du 2-3 Jahre mit d(ies)er Mannschaft gearbeitet hast und vor allem einen breiteren Kader hast. Wichtig ist, dass AB und Reinke jetzt intern den richtigen Nerv treffen, um alles aus der Mannschaft rauszukitzeln. Kampfgeist und absolute Konzentration sind jetzt gefordert und das ist Trainersache. Also ran AB. Dazu hoffe ich auf die baldige Rückkehr von Peko. Er ist in dem kleinen Kader eine extrem wichtige Personalie.
Andreas Bergmann [Trainer] |#333
29.09.2013 - 12:23 Uhr
Zitat von spence:
Zitat von Enno00:
Ich finde schon, dass er besser auftritt, als ich es von ihm erwartet habe. Aber eines geht mir langsam gegen den Strich.

Wenn ich auf der Hansa-Homepage lesen muss: "Wir haben eine schwierige Phase und man sieht, dass in vielen Situationen einfach die Erfahrung und Robustheit noch fehlen.", mir dann anschaue, dass unsere Startaufstellung am Freitag ein Durchschnittsalter von 25 Jahre haben, vier Spieler aufgestellt sind, die 28 Jahre oder älter sind, kann ich diese Aussagen nicht ernst nehmen.

Ich kann es auch nicht verstehen, dass man der Mannschaft sugeriert, dass man die ganze Saison Zeit hat, sich zu finden. Wenn man von einer Mannschaft nichts fordert, wird auch nichts kommen. Man ebnet den Weg für solche Leistungen wie gegen Darmstadt mit diesen Parolen. Das macht aber nicht nur unser Coach, sondern die komplette sportliche Leitung.

Man muss die Spieler in die Verantwortung nehmen und Leistung einfordern. Stellt euch das mal in einem normalen Job vor: Welcher Chef sagt denn, Ich will das du genauso gut bist wie deine Kollegen, aber wenn nicht ist es auch nicht schlimm, wir haben ja Zeit, bis es dann vielelicht irgendwann auch mal klappt.[/zitat

Ich bin wirklich klar pro Bergmann eingestellt, aber Deine kritischen Bemerkungen sind berechtigt.


wir sind ja gar nicht so weit auseinander.

Nur zu Blacha habe ich eine andere Einschätzung: Der Junge hat mittlerweile 65 Drittligaspiele und 19 Zweitligaspiele auf dem Buckel und er arbeitet auf dem Niveau auch im Training schon seit Jahren. Aber genau durch diese Ausrichtung unserer Chefetage, mit Gerede von einem Übergangsjahr und allem was da so erzählt wird, suggeriert man, das Spieler wie Blacha wie Neulinge zu betrachten sind. Wir haben eine ähnliche Mischung im Kader wie der Großteil unserer Liga. Für mich sind das wirklichzum Teil ausflüchte.

Ich erwarte von dem Trainer Konsequenzen. Liefert Blacha ein, zwei Spiele wenig Leistung, kommt Starke. Schwächelt unsere Innenvertetidigung kommt Pägelow. Für Mendy kommt Pett. Das fehlt mir aktuell. Jeder im Kader muss wissen, wenn seine Leistung nicht stimmt kommt ein anderer. Ist er dann wieder stark im Training, wird er auch wieder seine Chance bekommen.
Andreas Bergmann [Trainer] |#334
29.09.2013 - 17:56 Uhr
Zitat von Enno00:
Zitat von spence:
Zitat von Enno00:
Ich finde schon, dass er besser auftritt, als ich es von ihm erwartet habe. Aber eines geht mir langsam gegen den Strich.

Wenn ich auf der Hansa-Homepage lesen muss: "Wir haben eine schwierige Phase und man sieht, dass in vielen Situationen einfach die Erfahrung und Robustheit noch fehlen.", mir dann anschaue, dass unsere Startaufstellung am Freitag ein Durchschnittsalter von 25 Jahre haben, vier Spieler aufgestellt sind, die 28 Jahre oder älter sind, kann ich diese Aussagen nicht ernst nehmen.

Ich kann es auch nicht verstehen, dass man der Mannschaft sugeriert, dass man die ganze Saison Zeit hat, sich zu finden. Wenn man von einer Mannschaft nichts fordert, wird auch nichts kommen. Man ebnet den Weg für solche Leistungen wie gegen Darmstadt mit diesen Parolen. Das macht aber nicht nur unser Coach, sondern die komplette sportliche Leitung.

Man muss die Spieler in die Verantwortung nehmen und Leistung einfordern. Stellt euch das mal in einem normalen Job vor: Welcher Chef sagt denn, Ich will das du genauso gut bist wie deine Kollegen, aber wenn nicht ist es auch nicht schlimm, wir haben ja Zeit, bis es dann vielelicht irgendwann auch mal klappt.[/zitat

Ich bin wirklich klar pro Bergmann eingestellt, aber Deine kritischen Bemerkungen sind berechtigt.


wir sind ja gar nicht so weit auseinander.

Nur zu Blacha habe ich eine andere Einschätzung: Der Junge hat mittlerweile 65 Drittligaspiele und 19 Zweitligaspiele auf dem Buckel und er arbeitet auf dem Niveau auch im Training schon seit Jahren. Aber genau durch diese Ausrichtung unserer Chefetage, mit Gerede von einem Übergangsjahr und allem was da so erzählt wird, suggeriert man, das Spieler wie Blacha wie Neulinge zu betrachten sind. Wir haben eine ähnliche Mischung im Kader wie der Großteil unserer Liga. Für mich sind das wirklichzum Teil ausflüchte.

Ich erwarte von dem Trainer Konsequenzen. Liefert Blacha ein, zwei Spiele wenig Leistung, kommt Starke. Schwächelt unsere Innenvertetidigung kommt Pägelow. Für Mendy kommt Pett. Das fehlt mir aktuell. Jeder im Kader muss wissen, wenn seine Leistung nicht stimmt kommt ein anderer. Ist er dann wieder stark im Training, wird er auch wieder seine Chance bekommen.


Das mag ja alles sein und evtl bringt es auch was aber man muss es auch mal andersrum sehen.
Durch ständiges Wechseln werden die Spieler nur verunsichert und haben schiss, dass wenn Sie einen Fehler machen sofort auf die Bank müssen.
Oder nochmal anders gesehen durch das ständige gewechsel können sich die Spieler garnicht einspielen, was zwangsläufig dazu führt, dass im Spiel viele Missverständnisse nach sich zieht.
Und genau dann kommen wieder genug Leute die sagen warum werden dauernd die Spieler bzw die Aufstellung geändert. Das kanns auch nicht sein.
Ich finde man sollte da ein gesundes Maß finden, Fehler müssen erlaubt sein wie bsw. das 0:6 von Ruprecht aber wenn sowas des öfteren passiert, muss man anfangen zu handeln.
Aber ich vertraue weiterhin Bergmann und co. das sie wissen was sie tun.
Irgendwo bin ich auch "froh" dass es jetzt so läuft, denn so sind wenigstens erstmal diese Ambitionen die hier wieder bei einigen aufkamen (Aufstieg doch möglich?) weg.
NAtürlich würde ich es auch gerne sehen dass wir alle Spiele gewinnen aber so läuft der Fußball nun mal nicht!
Guckt euch doch mal an, was der KSC letzte Saison geschafft hatte nach den ersten 10 Spielen, genau nämlich nichts und danach lief es wie ein Uhrwerk bei denen.
Warum also sollte uns das nicht mal genauso gehen zumindest annähernd also wartet doch erstmal die Hinrunde ab und denn kann man in der Winterpause immer noch über Fehler und Tendenzen reden.

Eins muss ich aber noch los werden bezüglich der letzten PK...
Ich finde es vollkommen in Ordnung das öffentlich nicht auf die Spieler eingeprügelt wird, denn ich bin felsenfest davon überzeugt das Bergmann intern unseren Spielern ordentlich einen auf den Deckel gegeben hat!!!
Also lasst uns unseren Verein weiter unterstützen und gemeinsam Gas geben...
Andreas Bergmann [Trainer] |#335
06.10.2013 - 16:39 Uhr
Zitat von heiligergreif:
Zitat von DuGamlaDuFria:

Zitat von HROyal:

Mir fehlt bei Bergmann der Lerneffekt.Ohne Plat und Peko funktioniert das System nicht ! Ich würde auf ein 4-3-3 umstellen.grupe als alleiniger Abräumer .. Mendy nach vorne und Pett als RV..Schüne soll Haas im Spielaufbau unterstützen.


Seh ich ähnlich. Da finde ich auch, dass sich Bergmann nach dieser Reihe durchnittlicher bis mieser Spiele fehlende Flexibilität vorwerfen lassen muss. Dass man auf genau eine Taktik setzt und das ganze Kartenhaus unter schwierigen Umständen zusamenfällt, ...


Mit Fascher würde ich das nicht vergleichen, das hinkt und humpelt zu sehr.

Ich sehe da eher, wie von anderen auch schon angesprochen, ein Problem in der kreativen Zentrale. Die Gefahr aus unseren ersten guten Spielen entwickelte sich vornehmlich über die Außen/Flügel. Natürlich dort in Szene gesetzt und defensiv abgesichert durch Peko und vorne unterstützt durch einen Stürmer(Plat) der sich etwas fallen lies und mit aufrückendem Haas ergaben sich Überzahlsituationen bzw. Anspielstationen. Peko und ein verbesserter Plat nun nicht dabei. Für den Gegner reicht es dann, unsere Flügel zuzustellen und aus dem Spiel zu nehmen, dann ist Haas auf sich allein gestellt, bzw. Mendy/Fardi müssen unter Risiko die Bälle nach vorne schleppen. Quasi ist das MF dann nicht mehr vorhanden oder die Abwehr offen, das Tempo in der Vorwärtsbewegung fehlt , die Flügel können dann nicht ihre Schnelligkeit ausspielen und es bleiben dann eben oft nur die langen Bälle um die Stürmer einzusetzen und das MF zu überbrücken. Man müsste entweder einen Stürmer opfern um einen zentralen MF mehr zu haben oder eine 6 auflösen. Wie zu sehen probiert man letzteres in Kühlungsborn gerade aus. Ein spielstarker Stürmer könnte natürlich auch zentral zurückgezogener agieren, so wie Plat zuletzt, wo dann aber wieder einer vorne fehlen könnte. Ich sehe also eher das Problem im Mittelfeld, 2 Außen und Haas in der Mitte ist zu wenig und zu einfach zu verteidigen, gerade wenn kein Tempo drin ist oder der Gegner zurückgezogen agiert.

Hab das mal hier rein getan.
Was ihr anspricht ist mir auch aufgefallen und ist für mich auch ein kleiner Kritikpunkt. Gerade nach den letzten Spielen hätte ich gedacht, dass AB zumindest kleinere Umstellungen vornimmt. Entweder im Abwehrbereich oder im zentralen MF. Auf der einen Seite ist es ja richtig, dass der Trainer an seiner Linie festhält. Allerdings sollte es darum gehen das Beste aus dem Kader herauszuholen und die Mannschaft endsprechend ihren Fähigkeiten aufzustellen. Klar haben wir derzeit einige personelle Probleme bzw. Formschwankungen. Aber wenn alle Spieler an Bord sind, was hoffentlich mal bald der Fall sein wird, bieten sich mMn schon einige Variationen. Ich hoffe, dass Bergmann es gelingt das Optimale aus dem vorhandenen Spielermaterial rauszuholen. Das nicht immer alles klappt wie man sich das vorstellt ist natürlich auch klar. Insofern heißt es weiter von Spiel zu Spiel zu hoffen, dass sich die Mannschaft weiter /wieder findet und die Entwicklung in die richtige Richtung geht.
Andreas Bergmann [Trainer] |#336
06.10.2013 - 17:50 Uhr
Zitat von hansafan87:
Hab das mal hier rein getan.
Was ihr anspricht ist mir auch aufgefallen und ist für mich auch ein kleiner Kritikpunkt. Gerade nach den letzten Spielen hätte ich gedacht, dass AB zumindest kleinere Umstellungen vornimmt. Entweder im Abwehrbereich oder im zentralen MF. Auf der einen Seite ist es ja richtig, dass der Trainer an seiner Linie festhält. Allerdings sollte es darum gehen das Beste aus dem Kader herauszuholen und die Mannschaft endsprechend ihren Fähigkeiten aufzustellen. Klar haben wir derzeit einige personelle Probleme bzw. Formschwankungen. Aber wenn alle Spieler an Bord sind, was hoffentlich mal bald der Fall sein wird, bieten sich mMn schon einige Variationen. Ich hoffe, dass Bergmann es gelingt das Optimale aus dem vorhandenen Spielermaterial rauszuholen. Das nicht immer alles klappt wie man sich das vorstellt ist natürlich auch klar. Insofern heißt es weiter von Spiel zu Spiel zu hoffen, dass sich die Mannschaft weiter /wieder findet und die Entwicklung in die richtige Richtung geht.


Haste gut gemacht, dann hole ich mal noch etwas aus:

In meinen Augen ist Bergmann ein wirklich guter, solider, bodenständiger Trainer, der durchaus taktische Vorlieben hat und gerne mit jungen Spielern arbeitet, die sich vertrauensvoll an ihn wenden und an ihm orientieren können. Fakt ist für mich aber, dass Bergmann kein Fußballverrückter ist, keiner, der aus einem losen Gefüge etwas zaubern kann.

Ich habe hier in Halle das sehr positive Beispiel Sven Köhler. Seit Jahren arbeitet der, durchaus auch unter medialem Druck, extrem akribisch an der stetigen taktischen Verbesserung einer Mannschaft die seit jeher mit simpelsten finanziellen Mitteln aufgebaut wird. Köhler ist jemand, der den Fußball in vollständigster Vollständigkeit lebt. Er ist Beruf und Hobby für ihn. Das mag ihm in schlechten Phasen psychologisch durchaus schaden, hat aber im Gegenzug den Vorteil, dass es Köhler durch seine Fußballsucht immer wieder schafft, nicht nur über seinen Tellerrand zu schauen, sondern erst gar keinen Tellerrand zu haben. Köhler ist eine Art Sachsen-Guardiola, ohne diesen Psychokram, den der echte Guardiola bringt und mit etwas mehr respektvoller Distanz zu seinen Spielern.

Worauf ich hinaus will: Köhler versteht es, in kritischen Situationen zu reagieren und sich notfalls auch selber zu korrigieren. Eine Eigenschaft, die auch Trainer wie Jürgen Klopp oder Thomas Tuchel auszeichnet, die Fähigkeit, Fehler einzugestehen und zu beheben, die Fähigkeit, aus ihrem nahezu unbegrenzten fußballerischen Horizont heraus immer offen für Weiterentwicklung zu sein, während man bei Bergmann merkt, dass er eine klare Linie verfolgt. Das kann in vielerlei Situationen äußerst wichtig sein, in unserer jetzigen Situation nimmt er aber die Herausforderung des "losen Gefüges", die die neuformierte Mannschaft darstellt, nicht an, sondern versucht sie in ein, in sein, Schema zu pressen und ihnen Struktur zu geben. Das funktioniert aber nur solange, wie die Umstände das auch zulassen, und momentan, das hat HROyal ja sehr gut erkannt, lassen die Umstände sein Schema nicht zu.

Vergleichsobjekt Sven Köhler stand vor einem ähnlichen Problem zu Saisonbeginn: Der HFC verlor vier Spiele am Stück. Dann kam Furuholm und mit ihm auch eine neue taktische Idee. Köhler wechselte gegen Elversberg damals zu einem Zwei-Stürmer-System und gewann das psychologisch wichtige Spiel. Nicht, weil er alles auf eine Karte setzte, sondern, weil er sich diese Unordnung, die zuvor auf dem Platz herrschte, zu nutzen machte und taktisch klug spekulierte. Im Spiel danach, mit neuem Selbstbewusstsein, setzte er auf die altbewehrte Taktik und gewann erneut problemlos. Auf diesem Erfolg ruhte er sich aber nicht aus und rotierte teilweise ordentlich agierende Spieler auf die Bank. Der HFC gehört auch nach der deutlich zu hohen Niederlage gestern für mich zu den unberechenbarsten Teams der Liga und ist für mich ein klarer Geheimtipp für Platz 3.

Wir dagegen spielen immer das gleiche System, konstant, und versuchen verletzte und gesperrte Spieler teils 1 zu 1 zu ersetzen, obwohl ein Tommy Grupe und ein Milorad Pekovic zwei völlig verschiedene Spielertypen sind. Gleichsam verschüchtert er euphoriegetragene Spieler wie Ioannidis und setzt sie grundlos auf die Bank, offiziell, um ihnen Zeit für die Entwicklung zu geben, aber das macht man nicht auf der Bank, sondern auf dem Spielfeld, indem man sie klar und deutlich unterstützt und nicht fadenscheinige Entschuldigungen als Begründungen verpackt, warum man den Jungen auf die Bank abschiebt. Ein unfitter Kucukovic in der Startelf, ein formstarker Ioannidis auf der Bank, da drehte sich mir in Darmstadt der Magen um.

Diese Entscheidung, unter anderen, zeigt, dass Bergmann fußballerisch gesehen eine gewisse Pfiffigkeit fehlt und er sich stattdessen von seinem Herzen leiten lässt (seine Sympathie zu Kucukovic ist nicht zu übersehen), was ebenfalls oft genug gut gehen kann, aber eben auch zu der Perfektion fehlen kann, die du in dieser ausgeglichenen 3. Liga brauchst um (irgendwann mal) aufzusteigen. Ich bin nicht ungeduldig in dieser Hinsicht, aber ich bilde mir ein, abschätzen zu können, ob ein Trainer nach nichtmal einer Halbserie schon mit seinem Latein am Ende scheint.

•     •     •

Im Osten geht die Sonne auf und spiegelt sich im Meer.

DuGamlaDuFria, est. 2006
Andreas Bergmann [Trainer] |#337
06.10.2013 - 18:01 Uhr
Zitat von DuGamlaDuFria:
Zitat von hansafan87:
Hab das mal hier rein getan.
Was ihr anspricht ist mir auch aufgefallen und ist für mich auch ein kleiner Kritikpunkt. Gerade nach den letzten Spielen hätte ich gedacht, dass AB zumindest kleinere Umstellungen vornimmt. Entweder im Abwehrbereich oder im zentralen MF. Auf der einen Seite ist es ja richtig, dass der Trainer an seiner Linie festhält. Allerdings sollte es darum gehen das Beste aus dem Kader herauszuholen und die Mannschaft endsprechend ihren Fähigkeiten aufzustellen. Klar haben wir derzeit einige personelle Probleme bzw. Formschwankungen. Aber wenn alle Spieler an Bord sind, was hoffentlich mal bald der Fall sein wird, bieten sich mMn schon einige Variationen. Ich hoffe, dass Bergmann es gelingt das Optimale aus dem vorhandenen Spielermaterial rauszuholen. Das nicht immer alles klappt wie man sich das vorstellt ist natürlich auch klar. Insofern heißt es weiter von Spiel zu Spiel zu hoffen, dass sich die Mannschaft weiter /wieder findet und die Entwicklung in die richtige Richtung geht.


Haste gut gemacht, dann hole ich mal noch etwas aus:

In meinen Augen ist Bergmann ein wirklich guter, solider, bodenständiger Trainer, der durchaus taktische Vorlieben hat und gerne mit jungen Spielern arbeitet, die sich vertrauensvoll an ihn wenden und an ihm orientieren können. Fakt ist für mich aber, dass Bergmann kein Fußballverrückter ist, keiner, der aus einem losen Gefüge etwas zaubern kann.

Ich habe hier in Halle das sehr positive Beispiel Sven Köhler. Seit Jahren arbeitet der, durchaus auch unter medialem Druck, extrem akribisch an der stetigen taktischen Verbesserung einer Mannschaft die seit jeher mit simpelsten finanziellen Mitteln aufgebaut wird. Köhler ist jemand, der den Fußball in vollständigster Vollständigkeit lebt. Er ist Beruf und Hobby für ihn. Das mag ihm in schlechten Phasen psychologisch durchaus schaden, hat aber im Gegenzug den Vorteil, dass es Köhler durch seine Fußballsucht immer wieder schafft, nicht nur über seinen Tellerrand zu schauen, sondern erst gar keinen Tellerrand zu haben. Köhler ist eine Art Sachsen-Guardiola, ohne diesen Psychokram, den der echte Guardiola bringt und mit etwas mehr respektvoller Distanz zu seinen Spielern.

Worauf ich hinaus will: Köhler versteht es, in kritischen Situationen zu reagieren und sich notfalls auch selber zu korrigieren. Eine Eigenschaft, die auch Trainer wie Jürgen Klopp oder Thomas Tuchel auszeichnet, die Fähigkeit, Fehler einzugestehen und zu beheben, die Fähigkeit, aus ihrem nahezu unbegrenzten fußballerischen Horizont heraus immer offen für Weiterentwicklung zu sein, während man bei Bergmann merkt, dass er eine klare Linie verfolgt. Das kann in vielerlei Situationen äußerst wichtig sein, in unserer jetzigen Situation nimmt er aber die Herausforderung des "losen Gefüges", die die neuformierte Mannschaft darstellt, nicht an, sondern versucht sie in ein, in sein, Schema zu pressen und ihnen Struktur zu geben. Das funktioniert aber nur solange, wie die Umstände das auch zulassen, und momentan, das hat HROyal ja sehr gut erkannt, lassen die Umstände sein Schema nicht zu.

Vergleichsobjekt Sven Köhler stand vor einem ähnlichen Problem zu Saisonbeginn: Der HFC verlor vier Spiele am Stück. Dann kam Furuholm und mit ihm auch eine neue taktische Idee. Köhler wechselte gegen Elversberg damals zu einem Zwei-Stürmer-System und gewann das psychologisch wichtige Spiel. Nicht, weil er alles auf eine Karte setzte, sondern, weil er sich diese Unordnung, die zuvor auf dem Platz herrschte, zu nutzen machte und taktisch klug spekulierte. Im Spiel danach, mit neuem Selbstbewusstsein, setzte er auf die altbewehrte Taktik und gewann erneut problemlos. Auf diesem Erfolg ruhte er sich aber nicht aus und rotierte teilweise ordentlich agierende Spieler auf die Bank. Der HFC gehört auch nach der deutlich zu hohen Niederlage gestern für mich zu den unberechenbarsten Teams der Liga und ist für mich ein klarer Geheimtipp für Platz 3.

Wir dagegen spielen immer das gleiche System, konstant, und versuchen verletzte und gesperrte Spieler teils 1 zu 1 zu ersetzen, obwohl ein Tommy Grupe und ein Milorad Pekovic zwei völlig verschiedene Spielertypen sind. Gleichsam verschüchtert er euphoriegetragene Spieler wie Ioannidis und setzt sie grundlos auf die Bank, offiziell, um ihnen Zeit für die Entwicklung zu geben, aber das macht man nicht auf der Bank, sondern auf dem Spielfeld, indem man sie klar und deutlich unterstützt und nicht fadenscheinige Entschuldigungen als Begründungen verpackt, warum man den Jungen auf die Bank abschiebt. Ein unfitter Kucukovic in der Startelf, ein formstarker Ioannidis auf der Bank, da drehte sich mir in Darmstadt der Magen um.

Diese Entscheidung, unter anderen, zeigt, dass Bergmann fußballerisch gesehen eine gewisse Pfiffigkeit fehlt und er sich stattdessen von seinem Herzen leiten lässt (seine Sympathie zu Kucukovic ist nicht zu übersehen), was ebenfalls oft genug gut gehen kann, aber eben auch zu der Perfektion fehlen kann, die du in dieser ausgeglichenen 3. Liga brauchst um (irgendwann mal) aufzusteigen. Ich bin nicht ungeduldig in dieser Hinsicht, aber ich bilde mir ein, abschätzen zu können, ob ein Trainer nach nichtmal einer Halbserie schon mit seinem Latein am Ende scheint.


Sehr schöner Beitrag. Deshalb ist es eben auch aus meiner Sicht so wichtig, Bergmann einen vernünftigen Co-Trainer an die Seite zu geben, der ihn sinnvoll ergänzt. Das sollte man wirklich als nächste Baustelle bis zur Winterpause angehen.

•     •     •

Einmal Rüganer, immer Rüganer.
Andreas Bergmann [Trainer] |#338
06.10.2013 - 21:22 Uhr
Zitat von oliksa:

Sehr schöner Beitrag. Deshalb ist es eben auch aus meiner Sicht so wichtig, Bergmann einen vernünftigen Co-Trainer an die Seite zu geben, der ihn sinnvoll ergänzt. Das sollte man wirklich als nächste Baustelle bis zur Winterpause angehen.


Erstmal sollten wir bei den Stuttg. Kickers dringend punkten, denn sonst rutschen wir ganz dick unten rein und Bergmann braucht plötzlich gar keinen Co-Trainer mehr.
Andreas Bergmann [Trainer] |#339
06.10.2013 - 22:40 Uhr
Es ist also alles beim Alten. Vor der Saison wird viel über Konstanz, Aufbauen und Entwicklung gesprochen - in der ersten Schwächephase wird tatsächlich über die nahe Zukunft des Trainers spekuliert.

DuGamla: Ich gehe grundsätzlich in vielen Punkten deines Beitrages mit, aber Dein Schlusssatz irritiert mich etwas.
Zitat von DuGamlaDuFria:
Ich bin nicht ungeduldig in dieser Hinsicht, aber ich bilde mir ein, abschätzen zu können, ob ein Trainer nach nichtmal einer Halbserie schon mit seinem Latein am Ende scheint.


Ich habe nicht das Gefühl, dass Bergmann ratlos wirkt. Speziell vom Darmstadt-Spiel zum Duisburg (und auch Saarbrücken-Spiel) sehe ich taktische Maßnahmen, die speziell in der Defensive besser greifen. (vor allem die Außenverteidiger und das DM betreffend)
Nach der Darmstadt-Klatsche durchaus nötig, allerdings fehlt derzeit die Balance zwischen solider Abwehrarbeit und schlagkräftiger Offensive. Der Fokus von Bergmann sollte jetzt darauf liegen, das Spiel ohne Ball wiederzubeleben, vor allem scheint in punkto Pressing deutlich weniger zu passieren als noch in der besseren Saisonphase.
Ich halte Bergmann für geerdet genug, um sich selbst und seine Entscheidungen zu hinterfragen.
Mehr als den Trainer sehe ich jetzt die Spieler in der Pflicht,
Alle Spieler müssen jetzt wieder mehr Geilheit auf einen Sieg zeigen. Nach Darmstadt ist eine totale Verkrampfung zu spüren (unabsichtliches Wortspiel), die schnell in eine Art Sicherheitsdenken führt und sowas geht immer auf Kosten des Offensivspiels.

•     •     •

Sonntag, 2. Juni 1991, Pokalfinale des NOFV, FC Hansa Rostock - Eisenhüttenstädter FC Stahl 1:0, Tor: Jens Wahl (43.) - Mein erstes Auswärtsspiel
"Fußball ist fast durchgängig emotionalisierter Horror." (Ror Wolf)
Andreas Bergmann [Trainer] |#340
07.10.2013 - 15:46 Uhr
Zitat
Hallo Hansafans,

da unser Trainer den letzten angekündigten Besuch bei uns im Raum, leider aus gesundheitlichen Gründen absagen musste, freuen wir uns euch mitteilen zu können das Herr Bergmann dieses am Donnerstag den 10.10. nachholen möchte. Natürlich habt ihr hier die Möglichkeit all eure Fragen und Kritiken los zu werden.

Los geht's um 18:30 Uhr und natürlich werdet ihr auch diesmal von unseren Raumköchen mit leckeren Speisen verköstigt.

Gruß FSR


Also wer Lust und Zeit hat sollte mal vorbeischauen...
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