Alles zur alt-ehrwürdigen Alm
16.04.2004 - 20:27 Uhr
19.05.2007 - 10:21 Uhr
Zitat von SeAl1984:
Weiß jemand ob dann die komplette Südtribüne dann zur Stehplatz-Tribüne wird? Momentan ist sie ja noch Sitz- und Stehplatz....
Die Südtribüne besteht doch schon nur noch aus Stehplätzen (Block 1,2,3,4). Oder fragst du dich, ob Block J auch noch umfunktioniert wird? Das wird, soweit ich weiß, nicht passieren.
http://www.arminia-bielefeld.de/fileadmin/arminia/_bilder/saison06_07/Dies_und_Das/DSC-Preise_06-07_900_neu.jpg
Weiß jemand ob dann die komplette Südtribüne dann zur Stehplatz-Tribüne wird? Momentan ist sie ja noch Sitz- und Stehplatz....
Die Südtribüne besteht doch schon nur noch aus Stehplätzen (Block 1,2,3,4). Oder fragst du dich, ob Block J auch noch umfunktioniert wird? Das wird, soweit ich weiß, nicht passieren.
http://www.arminia-bielefeld.de/fileadmin/arminia/_bilder/saison06_07/Dies_und_Das/DSC-Preise_06-07_900_neu.jpg
22.05.2007 - 19:54 Uhr
Stadionumbau: Letzte Einspruchsfrist verstrichen
Der Neubau der Osttribüne kann kommen. Gestern Nacht lief die Einspruchsfrist ereignislos ab, womit es laut DSC-Geschäftsführer Roland Kentsch „aus nachbarschaftlicher Sicht nun keine Bedenken mehr gibt.“
„Die Bagger sind schon betankt“, freut sich DSC-Präsident Hans-Hermann Schwick, dass es nun endlich losgehen kann. Sobald die Zusammenarbeit mit dem Generalunternehmen fixiert ist, kann mit dem Abtragen der alten Tribüne begonnen werden, möglicherweise noch in diesem Monat.
Wenn alles glatt läuft, könnte der untere Rang der neuen Haupttribüne zum Auftakt der kommenden Saison bereits benutzbar sein. Dennoch ist es nicht ausgeschlossen, dass die Blauen die Spielzeit mit zwei Auswärtsbegegnungen beginnen werden. Fest steht, dass der DSC bei der DFL einen Antrag gestellt hat, am ersten Spieltag in der Fremde antreten zu dürfen.
Quelle: http://www.arminia-bielefeld.de/index.php?id=122&no_cache=1&viewid=5520
Der Neubau der Osttribüne kann kommen. Gestern Nacht lief die Einspruchsfrist ereignislos ab, womit es laut DSC-Geschäftsführer Roland Kentsch „aus nachbarschaftlicher Sicht nun keine Bedenken mehr gibt.“
„Die Bagger sind schon betankt“, freut sich DSC-Präsident Hans-Hermann Schwick, dass es nun endlich losgehen kann. Sobald die Zusammenarbeit mit dem Generalunternehmen fixiert ist, kann mit dem Abtragen der alten Tribüne begonnen werden, möglicherweise noch in diesem Monat.
Wenn alles glatt läuft, könnte der untere Rang der neuen Haupttribüne zum Auftakt der kommenden Saison bereits benutzbar sein. Dennoch ist es nicht ausgeschlossen, dass die Blauen die Spielzeit mit zwei Auswärtsbegegnungen beginnen werden. Fest steht, dass der DSC bei der DFL einen Antrag gestellt hat, am ersten Spieltag in der Fremde antreten zu dürfen.
Quelle: http://www.arminia-bielefeld.de/index.php?id=122&no_cache=1&viewid=5520
23.05.2007 - 15:07 Uhr
Endlich alles klar: Arminia darf die neue Tribüne bauen
Bye, bye, Osttribüne: Der DSC Arminia nimmt noch in diesem Monat den Abriss der Gegengeraden in Angriff. Am Montag, 24 Uhr, endete die Verlängerung der Einspruchsfrist gegen den Endausbau der SchücoArena. Weil sie von den Stadion-Anwohnern ungenutzt blieb, »können wir in Kürze mit Hochdruck die Bauarbeiten beginnen«, sagte Finanzchef Roland Kentsch. Zweieinhalb Jahre hat die Vorarbeit gedauert. »Gut Ding will Weile haben«, kommentierte Präsident Hans-Hermann Schwick. »Die Bagger sind betankt.« Die Zuschauer mit Plätzen auf der Haupttribüne müssen sich nun langsam von dem tollen Blick über die alte Osttribüne verabschieden. Weil bis zum ersten Heimspiel (Arminia beantragt zum Auftakt eine Auswärtspartie) aber nur der Unterrang fertig sein wird, bleibt die Aussicht noch eine Weile erhalten. Bis der Oberrang gebaut wird, werden Kirchtürme und Baumkronen weiterhin zu sehen sein. Ende des Jahres, sagte Roland Kentsch, soll die neue Tribüne komplett stehen.
Quelle: http://www.westfalenblatt.de/nachrichten/generator/reg_show.php?id=6934&TB_iframe=true&width=500&height=450&PHPSESSID=946075e9d6569bad0bff296ec484f8b0
Bye, bye, Osttribüne: Der DSC Arminia nimmt noch in diesem Monat den Abriss der Gegengeraden in Angriff. Am Montag, 24 Uhr, endete die Verlängerung der Einspruchsfrist gegen den Endausbau der SchücoArena. Weil sie von den Stadion-Anwohnern ungenutzt blieb, »können wir in Kürze mit Hochdruck die Bauarbeiten beginnen«, sagte Finanzchef Roland Kentsch. Zweieinhalb Jahre hat die Vorarbeit gedauert. »Gut Ding will Weile haben«, kommentierte Präsident Hans-Hermann Schwick. »Die Bagger sind betankt.« Die Zuschauer mit Plätzen auf der Haupttribüne müssen sich nun langsam von dem tollen Blick über die alte Osttribüne verabschieden. Weil bis zum ersten Heimspiel (Arminia beantragt zum Auftakt eine Auswärtspartie) aber nur der Unterrang fertig sein wird, bleibt die Aussicht noch eine Weile erhalten. Bis der Oberrang gebaut wird, werden Kirchtürme und Baumkronen weiterhin zu sehen sein. Ende des Jahres, sagte Roland Kentsch, soll die neue Tribüne komplett stehen.
Quelle: http://www.westfalenblatt.de/nachrichten/generator/reg_show.php?id=6934&TB_iframe=true&width=500&height=450&PHPSESSID=946075e9d6569bad0bff296ec484f8b0
04.06.2007 - 19:21 Uhr
Bye bye, Osttribüne
Am Mittwoch, den 6. Juni 2007, beginnt ein Bagger in der SchücoArena um 9:00 Uhr in einem symbolischen Akt mit dem Abriss der Osttribüne.
Der Abriss wird über den Generalunternehmer Langenscheidt organisiert und nimmt etwa drei Wochen Zeit in Anspruch. Im Anschluss daran beginnt der Bau der neuen Haupttribüne (Ost). Bis zum ersten Heimspiel soll der Unterrang für Zuschauer benutzbar, bis März 2008 die komplette Haupttribüne fertig gestellt sein.
Der Parkplatz vor der DSC-Geschäftsstelle wird während der gesamten Bauphase für PKWs gesperrt. Interessierte Besucher können von dort aus den Beginn des Abrisses noch verfolgen, danach wird die Fläche komplett gesperrt. Eine Ausweichparkmöglichkeit besteht an der Almturnhalle.
Ab Montag, den 11. Juni 2007, können Besucher von der Südtribüne aus das Baugeschehen im Rahmen der Geschäftszeiten (9:00 Uhr bis 17:30 Uhr) verfolgen. Der Eingang des Stadions an der Almturnhalle ist während dieser Zeit geöffnet.
Den Baufortschritt kann man ab Mittwochmorgen übrigens auch am PC verfolgen. Auf der Arminia-Homepage werden dann die von einer Webcam aufgenommenen Live-Bilder vom Umbau zu sehen sein.
Quelle: http://www.arminia-bielefeld.de/index.php?id=122&no_cache=1&viewid=5577
Am Mittwoch, den 6. Juni 2007, beginnt ein Bagger in der SchücoArena um 9:00 Uhr in einem symbolischen Akt mit dem Abriss der Osttribüne.
Der Abriss wird über den Generalunternehmer Langenscheidt organisiert und nimmt etwa drei Wochen Zeit in Anspruch. Im Anschluss daran beginnt der Bau der neuen Haupttribüne (Ost). Bis zum ersten Heimspiel soll der Unterrang für Zuschauer benutzbar, bis März 2008 die komplette Haupttribüne fertig gestellt sein.
Der Parkplatz vor der DSC-Geschäftsstelle wird während der gesamten Bauphase für PKWs gesperrt. Interessierte Besucher können von dort aus den Beginn des Abrisses noch verfolgen, danach wird die Fläche komplett gesperrt. Eine Ausweichparkmöglichkeit besteht an der Almturnhalle.
Ab Montag, den 11. Juni 2007, können Besucher von der Südtribüne aus das Baugeschehen im Rahmen der Geschäftszeiten (9:00 Uhr bis 17:30 Uhr) verfolgen. Der Eingang des Stadions an der Almturnhalle ist während dieser Zeit geöffnet.
Den Baufortschritt kann man ab Mittwochmorgen übrigens auch am PC verfolgen. Auf der Arminia-Homepage werden dann die von einer Webcam aufgenommenen Live-Bilder vom Umbau zu sehen sein.
Quelle: http://www.arminia-bielefeld.de/index.php?id=122&no_cache=1&viewid=5577
04.06.2007 - 22:46 Uhr
Abriss der Osttribüne am Mittwoch
Stadionausbau in Bielefeld beginnt
In Ostwestfalen rollen am Mittwoch die Bagger an. Der Umbau des Stadions von Bundesligist Arminia Bielefeld beginnt dann mit dem Abriss der Osttribüne. In drei Wochen soll dann mit dem Bau der neuen Haupttribüne begonnen werden.
Das Bielefelder Stadion soll nach dem Umbau 28.344 anstatt 26.601 Besuchern Platz bieten. Geplant ist, dass der untere Rang der neuen Haupttribüne bereits zum Auftakt der neuen Spielzeit für die Zuschauer zugänglich sein wird. Vorsichtshalber hat die Arminia bei der DFL aber beantragt, das erste Spiel auswärts bestreiten zu dürfen. Die komplette Haupttribüne soll im März 2008 fertig sein.
Das Baumodell von Architekt Frank Stopfel sieht eine zweistöckige Sitztribüne vor, die sich in puncto auf VIP-Räume und Hospitality-Angebote an den WM-Arenen orientiert. So genannte "Sky Offices" sollen sowohl einen Blick auf die Stadt als auch auf die Spielfläche bieten.
QUELLE: http://kicker.de/fussball/bundesliga/startseite/artikel/366549/
Stadionausbau in Bielefeld beginnt
In Ostwestfalen rollen am Mittwoch die Bagger an. Der Umbau des Stadions von Bundesligist Arminia Bielefeld beginnt dann mit dem Abriss der Osttribüne. In drei Wochen soll dann mit dem Bau der neuen Haupttribüne begonnen werden.
Das Bielefelder Stadion soll nach dem Umbau 28.344 anstatt 26.601 Besuchern Platz bieten. Geplant ist, dass der untere Rang der neuen Haupttribüne bereits zum Auftakt der neuen Spielzeit für die Zuschauer zugänglich sein wird. Vorsichtshalber hat die Arminia bei der DFL aber beantragt, das erste Spiel auswärts bestreiten zu dürfen. Die komplette Haupttribüne soll im März 2008 fertig sein.
Das Baumodell von Architekt Frank Stopfel sieht eine zweistöckige Sitztribüne vor, die sich in puncto auf VIP-Räume und Hospitality-Angebote an den WM-Arenen orientiert. So genannte "Sky Offices" sollen sowohl einen Blick auf die Stadt als auch auf die Spielfläche bieten.
QUELLE: http://kicker.de/fussball/bundesliga/startseite/artikel/366549/
05.06.2007 - 02:50 Uhr
Bis März? Das hätte ich jetzt auch nicht gedacht. Naja, hauptsache, das Ding wird irgendwann überhaupt mal fertig...wobei mir die alte Osttribüne doch irgendwie fehlen wird.
06.06.2007 - 17:32 Uhr
Die Bagger rollen
Nach zweieinhalb Jahren Vorarbeit, vielen Gesprächen mit Anwohnern, Gerichten, Rechtsanwälten und der Stadt war es am Mittwochmorgen nun endlich so weit: Mit einem symbolischen Akt begann der Abriss der Osttribüne.
Vor zahlreichen interessierten Besuchern, Pressevertretern und dem vollständig anwesenden Arminia-Vorstand leitete Generalunternehmer Klaus Langenscheidt den Abbruch der altehrwürdigen Ränge ein. Zunächst einmal wurden jedoch die sanitären Anlagen im Schatten von Block 5 und 6 puplikumswirksam in einigen Sekunden dem Erdboden gleichgemacht. Die nun anstehende Demontage der eigentlichen Tribüne wird natürlich weniger spektakulär ablaufen, schließlich können Teile der Bausubstanz noch recycelt werden.
Erinnerungen kamen dabei auf an den ersten Bauabschnitt der SchücoArena, als in einer Rekordzeit von nur 68 Tagen der allererste Winkel entstand. „Ich weiß noch, dass niemand daran geglaubt hat, dass es in der Zeit zu schaffen ist“, erinnert sich Präsident Hans-Hermann Schwick zurück. So schnell muss es dieses Mal zum Glück nicht gehen. Das Abtragen nimmt etwa drei Wochen Zeit in Anspruch, im Anschluss daran beginnen die Gründungsarbeiten für den neuen Gebäudeteil, der etwa 13 Millionen Euro kosten wird.
DSC-Geschäftsführer Roland Kentsch sah „einen großen Meilenstein für Arminia“. „Es ist unglaublich wichtig, dass wir mit dieser Tribüne unsere Wettbewerbsfähigkeit erhöhen“, so Kentsch, der trotz aller Euphorie noch einmal einen nostalgischen Blick zurückwarf: „Natürlich tut es schon ein bisschen weh, wenn man sieht, wie diese Tribüne, auf der man jahrzehntelang Emotionen gelassen hat, einfach so vom Bagger abgerissen werden kann. Aber wir wissen natürlich, was dort nun entsteht – und das wird so toll, dass am Ende die Freude überwiegt.“
Bis zum ersten Heimspiel soll der Unterrang für Zuschauer benutzbar, bis März 2008 die komplette Haupttribüne fertig gestellt sein. Der Baufortschritt lässt sich via Webcam auf dieser Seite verfolgen.
Quelle: http://www.arminia-bielefeld.de/index.php?id=122&no_cache=1&viewid=5587
-----------------------------
Bagger nagt an Arminias Kult-Tribüne
Start der Abrissarbeiten an der Bielefelder Osttribüne / nw-news.de sendet am Nachmittag Film
Bielefeld (mac/lnw). Pünktlich um 9 Uhr rollte der Bagger an und riss zunächst ein Toilettenhäuschen ab - Auftakt zum Abriss der Osttribüne der Schüco-Arena. In sicherer Entfernung beobachteten Fans am Mittwoch den Niedergang der kultigen Stehplatztribüne. Im März 2008 soll dort die neue Haupttribüne des Fußball-Bundesligisten Arminia Bielefeld fertig gestellt sein.
Drei Wochen werden die Abrissarbeiten im Bielefelder Westen andauern. Danach wird an der Melanchthonstraße mit dem Neubau der schmucken Tribüne begonnen.
Neben dem Sanitärgebäude mussten auch einige größere Bäume weichen, damit die Bagger Platz haben.
Finanz-Geschäftsführer Roland Kentsch bezeichnete den Neubau als "großen Meilenstein" für den Club aus Ostwestfalen. Für rund 13 Millionen Euro wird an Stelle der bisherigen Tribüne eine neue errichtet. Dadurch erhöht sich das Fassungsvermögen der SchücoArena von bislang 26.601 auf 28.344 Besucher.
Aus den bislang verfügbaren 6.500 Stehplätzen werden 6.700 Sitzmöglichkeiten geschaffen. Damit erhöht sich die Auslastung an Sitzplätzen von 58 auf 71 Prozent. "Es ist unglaublich wichtig, dass wir mit dieser Tribüne unsere Wettbewerbsfähigkeit erhöhen", sagte Kentsch.
Ab Montag, 11. Juni, können Besucher von der Südtribüne aus das Baugeschehen während der Geschäftszeiten (9 bis 17.30 Uhr) verfolgen. Der Eingang des Stadions an der Almturnhalle ist geöffnet. Außerdem überträgt eine Webcam Live-Bilder vom Umbau auf der Internetseite des Clubs ( www.arminia-bielefeld.de ).
Im Laufe des Tages wird nw-news.de einen Filmbericht vom Beginn der Abrissarbeiten senden.
Quelle: http://www.nw-news.de/nw/sport/dsc_arminia/
Nach zweieinhalb Jahren Vorarbeit, vielen Gesprächen mit Anwohnern, Gerichten, Rechtsanwälten und der Stadt war es am Mittwochmorgen nun endlich so weit: Mit einem symbolischen Akt begann der Abriss der Osttribüne.
Vor zahlreichen interessierten Besuchern, Pressevertretern und dem vollständig anwesenden Arminia-Vorstand leitete Generalunternehmer Klaus Langenscheidt den Abbruch der altehrwürdigen Ränge ein. Zunächst einmal wurden jedoch die sanitären Anlagen im Schatten von Block 5 und 6 puplikumswirksam in einigen Sekunden dem Erdboden gleichgemacht. Die nun anstehende Demontage der eigentlichen Tribüne wird natürlich weniger spektakulär ablaufen, schließlich können Teile der Bausubstanz noch recycelt werden.
Erinnerungen kamen dabei auf an den ersten Bauabschnitt der SchücoArena, als in einer Rekordzeit von nur 68 Tagen der allererste Winkel entstand. „Ich weiß noch, dass niemand daran geglaubt hat, dass es in der Zeit zu schaffen ist“, erinnert sich Präsident Hans-Hermann Schwick zurück. So schnell muss es dieses Mal zum Glück nicht gehen. Das Abtragen nimmt etwa drei Wochen Zeit in Anspruch, im Anschluss daran beginnen die Gründungsarbeiten für den neuen Gebäudeteil, der etwa 13 Millionen Euro kosten wird.
DSC-Geschäftsführer Roland Kentsch sah „einen großen Meilenstein für Arminia“. „Es ist unglaublich wichtig, dass wir mit dieser Tribüne unsere Wettbewerbsfähigkeit erhöhen“, so Kentsch, der trotz aller Euphorie noch einmal einen nostalgischen Blick zurückwarf: „Natürlich tut es schon ein bisschen weh, wenn man sieht, wie diese Tribüne, auf der man jahrzehntelang Emotionen gelassen hat, einfach so vom Bagger abgerissen werden kann. Aber wir wissen natürlich, was dort nun entsteht – und das wird so toll, dass am Ende die Freude überwiegt.“
Bis zum ersten Heimspiel soll der Unterrang für Zuschauer benutzbar, bis März 2008 die komplette Haupttribüne fertig gestellt sein. Der Baufortschritt lässt sich via Webcam auf dieser Seite verfolgen.
Quelle: http://www.arminia-bielefeld.de/index.php?id=122&no_cache=1&viewid=5587
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Bagger nagt an Arminias Kult-Tribüne
Start der Abrissarbeiten an der Bielefelder Osttribüne / nw-news.de sendet am Nachmittag Film
Bielefeld (mac/lnw). Pünktlich um 9 Uhr rollte der Bagger an und riss zunächst ein Toilettenhäuschen ab - Auftakt zum Abriss der Osttribüne der Schüco-Arena. In sicherer Entfernung beobachteten Fans am Mittwoch den Niedergang der kultigen Stehplatztribüne. Im März 2008 soll dort die neue Haupttribüne des Fußball-Bundesligisten Arminia Bielefeld fertig gestellt sein.
Drei Wochen werden die Abrissarbeiten im Bielefelder Westen andauern. Danach wird an der Melanchthonstraße mit dem Neubau der schmucken Tribüne begonnen.
Neben dem Sanitärgebäude mussten auch einige größere Bäume weichen, damit die Bagger Platz haben.
Finanz-Geschäftsführer Roland Kentsch bezeichnete den Neubau als "großen Meilenstein" für den Club aus Ostwestfalen. Für rund 13 Millionen Euro wird an Stelle der bisherigen Tribüne eine neue errichtet. Dadurch erhöht sich das Fassungsvermögen der SchücoArena von bislang 26.601 auf 28.344 Besucher.
Aus den bislang verfügbaren 6.500 Stehplätzen werden 6.700 Sitzmöglichkeiten geschaffen. Damit erhöht sich die Auslastung an Sitzplätzen von 58 auf 71 Prozent. "Es ist unglaublich wichtig, dass wir mit dieser Tribüne unsere Wettbewerbsfähigkeit erhöhen", sagte Kentsch.
Ab Montag, 11. Juni, können Besucher von der Südtribüne aus das Baugeschehen während der Geschäftszeiten (9 bis 17.30 Uhr) verfolgen. Der Eingang des Stadions an der Almturnhalle ist geöffnet. Außerdem überträgt eine Webcam Live-Bilder vom Umbau auf der Internetseite des Clubs ( www.arminia-bielefeld.de ).
Im Laufe des Tages wird nw-news.de einen Filmbericht vom Beginn der Abrissarbeiten senden.
Quelle: http://www.nw-news.de/nw/sport/dsc_arminia/
08.06.2007 - 12:21 Uhr
Parkplätze nicht nutzbar
Allen, denen die Arminia-Webcam nicht genug ist und die sich vom Arena-Umbau vor Ort ein Bild machen wollen, sei gesagt: Die Nutzung des Parkplatz vor der DSC-Geschäftsstelle an der Melanchthonstraße ist für die Zeit der Bauarbeit ausdrücklich untersagt. Die Fläche ist lediglich als Zufahrt für Baufahrzeuge nutzbar. Besucher können ihr Auto stattdessen auf dem Almparkplatz abstellen, der Weg dahin ist ausgeschildert.
Übrigens kann das Baugeschehen ab Montag, dem 11. Juni, im Rahmen der Geschäftszeiten (9.00 Uhr bis 17.30 Uhr) aus verfolgt werden. Der Eingang des Stadions an der Almturnhalle ist während dieser Zeit geöffnet.
Quelle: http://www.arminia-bielefeld.de/index.php?id=122&no_cache=1&viewid=5597
Allen, denen die Arminia-Webcam nicht genug ist und die sich vom Arena-Umbau vor Ort ein Bild machen wollen, sei gesagt: Die Nutzung des Parkplatz vor der DSC-Geschäftsstelle an der Melanchthonstraße ist für die Zeit der Bauarbeit ausdrücklich untersagt. Die Fläche ist lediglich als Zufahrt für Baufahrzeuge nutzbar. Besucher können ihr Auto stattdessen auf dem Almparkplatz abstellen, der Weg dahin ist ausgeschildert.
Übrigens kann das Baugeschehen ab Montag, dem 11. Juni, im Rahmen der Geschäftszeiten (9.00 Uhr bis 17.30 Uhr) aus verfolgt werden. Der Eingang des Stadions an der Almturnhalle ist während dieser Zeit geöffnet.
Quelle: http://www.arminia-bielefeld.de/index.php?id=122&no_cache=1&viewid=5597
09.06.2007 - 07:42 Uhr
Bau auf Blau: Arminia legt los
Von Hans Peter Tipp
Bielefeld (WB). Arminia baut um. Präsident Hans-Hermann Schwick gab um Punkt 9 Uhr das Startsignal, und Baggerführer Manfred Schojohann machte sofort Ernst.
Unter lautem Getöse begann am Mittwoch der Abriss der alten Osttribüne des Bielefelder Fußball-Bundesligastadions. In drei Wochen soll die überdachte Stehterrasse endgültig verschwunden dem Erdboden gleichgemacht sein, dann soll gegenüber der bisherigen Haupttribüne für 13 Millionen Euro das neue Schmuckstück entstehen, mit der das Fassungsvermögen der Arena künftig von 26 601 auf 28 344 wächst.
Der untere Rang des Neubaus soll bereits im ersten Bielefelder Heimspiel in der vom 10. bis 12. August beginnenden neuen Saison nutzbar sein. Finanz-Geschäftsführer Roland Kentsch bezeichnete den Neubau als »Meilenstein« für den Erstligisten: »Es ist unglaublich wichtig, dass wir mit dieser Tribüne unsere Wettbewerbsfähigkeit erhöhen.« Statt 6500 Stehplätzen im Osten des Stadions stehen dort künftig 6700 Sitzmöglichkeiten zur Verfügung.
Gebaut wurde aber auch am Kader der neuen Spielzeit. So ist seit Mittwoch die Verpflichtung des 25 Jahre alten Oliver Kirch von Borussia Mönchengladbach perfekt. Der ablösefreie Mittelfeldspieler hat einen Zweijahresvertrag unterschrieben, der für die 1. und die 2. Liga gilt. Kirch war 2003 vom SC Verl, für den er ein Jahr aktiv war, zu den »Fohlen« gewechselt. Verletzungsbedingt kam er dort aber nur auf 22 Erstligaeinsätze.
Zweitliga-Absteiger Eintracht Braunschweig gab derweil bekannt, Tim Danneberg für ein Jahr auszuleihen. »Ich habe mich nach einem tollen Gespräch mit Trainer Benno Möhlmann für den Wechsel zur Eintracht entschieden«, sagte der 21-Jährige. Danneberg bestritt sieben Erstligaspiele für Arminia.
Verlassen wird den DSC auch Oberliga-Torjäger Daniel Scherning. Der Stürmer schließt sich dem Regionalliga-Aufsteiger SC Verl an. Gleiches wird in Kürze auch von Torwart Pascal Formann erwartet.
Quelle: http://www.westfalenblatt.de/nachrichten/generator/reg_show.php?id=7479&TB_iframe=true&width=500&height=450&PHPSESSID=4d3f2cda943b8beae5efd6bdc7fb70fb
Von Hans Peter Tipp
Bielefeld (WB). Arminia baut um. Präsident Hans-Hermann Schwick gab um Punkt 9 Uhr das Startsignal, und Baggerführer Manfred Schojohann machte sofort Ernst.
Unter lautem Getöse begann am Mittwoch der Abriss der alten Osttribüne des Bielefelder Fußball-Bundesligastadions. In drei Wochen soll die überdachte Stehterrasse endgültig verschwunden dem Erdboden gleichgemacht sein, dann soll gegenüber der bisherigen Haupttribüne für 13 Millionen Euro das neue Schmuckstück entstehen, mit der das Fassungsvermögen der Arena künftig von 26 601 auf 28 344 wächst.
Der untere Rang des Neubaus soll bereits im ersten Bielefelder Heimspiel in der vom 10. bis 12. August beginnenden neuen Saison nutzbar sein. Finanz-Geschäftsführer Roland Kentsch bezeichnete den Neubau als »Meilenstein« für den Erstligisten: »Es ist unglaublich wichtig, dass wir mit dieser Tribüne unsere Wettbewerbsfähigkeit erhöhen.« Statt 6500 Stehplätzen im Osten des Stadions stehen dort künftig 6700 Sitzmöglichkeiten zur Verfügung.
Gebaut wurde aber auch am Kader der neuen Spielzeit. So ist seit Mittwoch die Verpflichtung des 25 Jahre alten Oliver Kirch von Borussia Mönchengladbach perfekt. Der ablösefreie Mittelfeldspieler hat einen Zweijahresvertrag unterschrieben, der für die 1. und die 2. Liga gilt. Kirch war 2003 vom SC Verl, für den er ein Jahr aktiv war, zu den »Fohlen« gewechselt. Verletzungsbedingt kam er dort aber nur auf 22 Erstligaeinsätze.
Zweitliga-Absteiger Eintracht Braunschweig gab derweil bekannt, Tim Danneberg für ein Jahr auszuleihen. »Ich habe mich nach einem tollen Gespräch mit Trainer Benno Möhlmann für den Wechsel zur Eintracht entschieden«, sagte der 21-Jährige. Danneberg bestritt sieben Erstligaspiele für Arminia.
Verlassen wird den DSC auch Oberliga-Torjäger Daniel Scherning. Der Stürmer schließt sich dem Regionalliga-Aufsteiger SC Verl an. Gleiches wird in Kürze auch von Torwart Pascal Formann erwartet.
Quelle: http://www.westfalenblatt.de/nachrichten/generator/reg_show.php?id=7479&TB_iframe=true&width=500&height=450&PHPSESSID=4d3f2cda943b8beae5efd6bdc7fb70fb
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Juan-Lede am 09.06.2007 um 07:43 Uhr bearbeitet
09.06.2007 - 14:04 Uhr
Adieu, Osttribüne
Arminia verabschiedet sich von seinem wunderbaren Provisorium
VON CONRAD SCHORMANN
Bielefeld. "Eine Stunde vor Anpfiff, Block 6" – unsere zweiwöchentliche Verabredung. Vorbei an den zur Halbzeit stets übervölkerten Toiletten, die Treppe hinauf, dann halblinks zu einem der metallenen Bügel, die hier alle paar Meter aus dem Boden der Osttribüne sprießen. Dort standen wir jahrein, jahraus, mal bangend, mal fiebernd, mal jubelnd und mal betrübt, wenn die Unaussprechlichen aus Mxxster schon wieder 3:0 gegen uns gewonnen hatten.
Omas pflegen ihre Wohnungen mit Fotos ihrer Liebsten zu pflastern, das ist bei uns nicht anders. Eines der Fotos in Omas Wohnzimmer zeigt mich in der Uniform eines Sanitätsgefreiten der Bundeswehr, Symbol für zwölf Monate am Rande der Sinnlosigkeit (was Oma anders beurteilen mag). Ein anderes, noch schlimmer, zeigt mich im Trikot des – FC Bayern München, Symbol für eine Kindheit am Rande des endgültigen Abseits.
Die Osttribüne wird abgerissen. An ihrer Stelle soll die Haupttribüne entstehen. Das Stadion fasst dann etwa 28.000 Zuschauer .
Damals gab es die "Wir warnen vor den Spätfolgen"-Plakate des DSC noch nicht, und mich prägten erste Erfahrungen auf der Haupttribüne Anfang der 80er. Inmitten der Nörgler auf den Sitzplätzen erlebte ich meine ersten Arminenspiele. "Das wird heute wieder nichts", pflegten die Herren kurz nach Anpfiff festzustellen, um spätestens zur Halbzeit anzukündigen: "Nächstes Mal gehe ich nicht wieder hin."
Kein Umfeld für ein Kind auf der Suche nach seinem Verein. Und kein Umfeld, um zu erkennen, welch großartige Figuren sich dort unten auf dem Rasen tummelten: Gregor Grillemeier, limitierter wie wackerer Mittelstürmer, der permanent unterforderte Helmut Schröder oder der finnische Wundertorwart Olli Isoaho.
Mitte der 80er war das Bayern-Trikot längst entsorgt, und auf der Osttribüne war in Ansätzen die Attitüde zu spüren, mit der die Arminen heute ihre Unvollkommenheit bewältigen: Eine Mischung aus Stolz, Selbstironie, Anspruch und Fatalismus, sei es (es folgt eine grob vereinfachte Kategorisierung) auf Block 5 bei den Kutten, auf Block 6 bei den Normalos oder auf 7 bei der alternativen Fraktion.
Die Osttribüne war seinerzeit noch eine haushohe Stahlrohkonstruktion, errichtet zu dem einzigen Zweck, möglichst vielen Menschen Platz zu bieten. Anfang der 70er beim ersten Aufstieg gebaut, später ausgebaut und 1986 schließlich für 1,15 Millionen Mark überdacht.
Beim letzten Saisonspiel im Frühsommer 1988 war keinerlei Attitüde zu spüren. Unsere sechsköpfige Fußballclique auf der Osttribüne gab fast alleine den zwölften Mann. Arminia stieg aus der zweiten Liga ab, und nicht einmal tausend Fans wollten es sehen. Viel mehr hätten es allerdings auch nicht sein dürfen. Nach der Tragödie im Brüsseler Heyselstadion hatte der DFB die Stahlrohrkonstruktion unter der Osttribüne als lebensgefährlich enttarnt und weite Teile der Alm gesperrt.
Von dieser maroden Tribüne aus sahen wir in diesen Abstiegswochen erstmals unseren neuen Trainer, anfangs hartnäckig "Middendorf" genannt. Quer übers Spielfeld leuchtete das grelle 80er-Jahre-Sakko unseres neuen Übungsleiters, was damals nicht weiter auffiel, weil wir uns am Ende der 80er-Jahre befanden. Kurios verschachtelte Sätze sprach dieser Mann, der sich noch einen Namen machen musste, anschließend bei den Pressekonferenzen in der Sporthalle, wir konnten ihm kaum folgen. Dass da an der Linie ein Jahrhunderttrainer brüllt und gestikuliert, hatten wir im Frühsommer 1988 noch längst nicht verstanden, wir Bratwürste.
Im Spätsommer 1988 verstanden wir. 8:0 gegen Marl, boah, das war Powerfußball, zelebriert von Spielern, deren Namen uns wenige Wochen zuvor unbekannt gewesen waren: Manfred "Turbo" Lonnemann, Flügelflitzer Jörg Bode. Oder Frank Geideck, der damals so effektiv und unauffällig im Mittelfeld ackerte wie heute an der Seitenlinie.
Oder, etwas später, Mittelstürmer Gerrit Meinke, von dem, einmal im Strafraum eingepflanzt, die Bälle zuverlässig ins Tor abprallten.
Nach und nach füllte sich die anfangs verwaiste Osttribüne wieder, und die Arminen auf den Rängen riefen wieder die Namen der Arminen auf’m Platz. Als es Mitte 1990 daheim gegen die Unaussprechlichen um den Aufstieg ging, wäre die immer noch marode und verdächtig schwankende Tribüne unter dem Druck der trampelnden Massen beinahe geborsten. 17.500 wollten Arminia in der Oberliga Westfalen sehen.
In den Wochen zuvor hatte ich "eine Stunde vor Anpfiff" nicht konsequent eingehalten, weil sich eh nur ein paar hundert Gestalten die Heimspiele ansahen. Aber nun, daTausende Arminias Powerfußball sehen wollten, waren zwar großartige Zeiten für Arminen angebrochen, aber schwierige für kleine Arminen, deren Körper das Wachstum in die Länge mit Erreichen der 1,70-Meter-Marke eingestellt hat. Es galt damals, frühzeitig den besten Metallbügel zu besetzen und zu verteidigen, möglichst fernab von einer der Säulen, um später einigermaßen das Spielfeld einsehen zu können und das Geschehen nicht allein anhand der Geräuschkulisse nachvollziehen zu müssen.
Der Anfang vom Ende der Osttribüne war beim ersten Bundesliga-Heimspiel im Spätsommer 1996 zu erahnen. Wir hatten ein neues Dreivertel-Stadion, ein schmuckes obendrein, auch wenn es bei der grässlichen 1:2-Schlappe gegen St. Pauli noch nicht überdacht war. Angesichts des Neubaus wirkte unsere Heimstätte auf Block 6 wie ein Anachronismus. Den die Zeit nun, elf Jahre später, eingeholt hat. Adieu Osttribüne. Schön war die Zeit auf dir.
Quelle: http://www.nw-news.de/nw/sport/dsc_arminia/
Arminia verabschiedet sich von seinem wunderbaren Provisorium
VON CONRAD SCHORMANN
Bielefeld. "Eine Stunde vor Anpfiff, Block 6" – unsere zweiwöchentliche Verabredung. Vorbei an den zur Halbzeit stets übervölkerten Toiletten, die Treppe hinauf, dann halblinks zu einem der metallenen Bügel, die hier alle paar Meter aus dem Boden der Osttribüne sprießen. Dort standen wir jahrein, jahraus, mal bangend, mal fiebernd, mal jubelnd und mal betrübt, wenn die Unaussprechlichen aus Mxxster schon wieder 3:0 gegen uns gewonnen hatten.
Omas pflegen ihre Wohnungen mit Fotos ihrer Liebsten zu pflastern, das ist bei uns nicht anders. Eines der Fotos in Omas Wohnzimmer zeigt mich in der Uniform eines Sanitätsgefreiten der Bundeswehr, Symbol für zwölf Monate am Rande der Sinnlosigkeit (was Oma anders beurteilen mag). Ein anderes, noch schlimmer, zeigt mich im Trikot des – FC Bayern München, Symbol für eine Kindheit am Rande des endgültigen Abseits.
Die Osttribüne wird abgerissen. An ihrer Stelle soll die Haupttribüne entstehen. Das Stadion fasst dann etwa 28.000 Zuschauer .
Damals gab es die "Wir warnen vor den Spätfolgen"-Plakate des DSC noch nicht, und mich prägten erste Erfahrungen auf der Haupttribüne Anfang der 80er. Inmitten der Nörgler auf den Sitzplätzen erlebte ich meine ersten Arminenspiele. "Das wird heute wieder nichts", pflegten die Herren kurz nach Anpfiff festzustellen, um spätestens zur Halbzeit anzukündigen: "Nächstes Mal gehe ich nicht wieder hin."
Kein Umfeld für ein Kind auf der Suche nach seinem Verein. Und kein Umfeld, um zu erkennen, welch großartige Figuren sich dort unten auf dem Rasen tummelten: Gregor Grillemeier, limitierter wie wackerer Mittelstürmer, der permanent unterforderte Helmut Schröder oder der finnische Wundertorwart Olli Isoaho.
Mitte der 80er war das Bayern-Trikot längst entsorgt, und auf der Osttribüne war in Ansätzen die Attitüde zu spüren, mit der die Arminen heute ihre Unvollkommenheit bewältigen: Eine Mischung aus Stolz, Selbstironie, Anspruch und Fatalismus, sei es (es folgt eine grob vereinfachte Kategorisierung) auf Block 5 bei den Kutten, auf Block 6 bei den Normalos oder auf 7 bei der alternativen Fraktion.
Die Osttribüne war seinerzeit noch eine haushohe Stahlrohkonstruktion, errichtet zu dem einzigen Zweck, möglichst vielen Menschen Platz zu bieten. Anfang der 70er beim ersten Aufstieg gebaut, später ausgebaut und 1986 schließlich für 1,15 Millionen Mark überdacht.
Beim letzten Saisonspiel im Frühsommer 1988 war keinerlei Attitüde zu spüren. Unsere sechsköpfige Fußballclique auf der Osttribüne gab fast alleine den zwölften Mann. Arminia stieg aus der zweiten Liga ab, und nicht einmal tausend Fans wollten es sehen. Viel mehr hätten es allerdings auch nicht sein dürfen. Nach der Tragödie im Brüsseler Heyselstadion hatte der DFB die Stahlrohrkonstruktion unter der Osttribüne als lebensgefährlich enttarnt und weite Teile der Alm gesperrt.
Von dieser maroden Tribüne aus sahen wir in diesen Abstiegswochen erstmals unseren neuen Trainer, anfangs hartnäckig "Middendorf" genannt. Quer übers Spielfeld leuchtete das grelle 80er-Jahre-Sakko unseres neuen Übungsleiters, was damals nicht weiter auffiel, weil wir uns am Ende der 80er-Jahre befanden. Kurios verschachtelte Sätze sprach dieser Mann, der sich noch einen Namen machen musste, anschließend bei den Pressekonferenzen in der Sporthalle, wir konnten ihm kaum folgen. Dass da an der Linie ein Jahrhunderttrainer brüllt und gestikuliert, hatten wir im Frühsommer 1988 noch längst nicht verstanden, wir Bratwürste.
Im Spätsommer 1988 verstanden wir. 8:0 gegen Marl, boah, das war Powerfußball, zelebriert von Spielern, deren Namen uns wenige Wochen zuvor unbekannt gewesen waren: Manfred "Turbo" Lonnemann, Flügelflitzer Jörg Bode. Oder Frank Geideck, der damals so effektiv und unauffällig im Mittelfeld ackerte wie heute an der Seitenlinie.
Oder, etwas später, Mittelstürmer Gerrit Meinke, von dem, einmal im Strafraum eingepflanzt, die Bälle zuverlässig ins Tor abprallten.
Nach und nach füllte sich die anfangs verwaiste Osttribüne wieder, und die Arminen auf den Rängen riefen wieder die Namen der Arminen auf’m Platz. Als es Mitte 1990 daheim gegen die Unaussprechlichen um den Aufstieg ging, wäre die immer noch marode und verdächtig schwankende Tribüne unter dem Druck der trampelnden Massen beinahe geborsten. 17.500 wollten Arminia in der Oberliga Westfalen sehen.
In den Wochen zuvor hatte ich "eine Stunde vor Anpfiff" nicht konsequent eingehalten, weil sich eh nur ein paar hundert Gestalten die Heimspiele ansahen. Aber nun, daTausende Arminias Powerfußball sehen wollten, waren zwar großartige Zeiten für Arminen angebrochen, aber schwierige für kleine Arminen, deren Körper das Wachstum in die Länge mit Erreichen der 1,70-Meter-Marke eingestellt hat. Es galt damals, frühzeitig den besten Metallbügel zu besetzen und zu verteidigen, möglichst fernab von einer der Säulen, um später einigermaßen das Spielfeld einsehen zu können und das Geschehen nicht allein anhand der Geräuschkulisse nachvollziehen zu müssen.
Der Anfang vom Ende der Osttribüne war beim ersten Bundesliga-Heimspiel im Spätsommer 1996 zu erahnen. Wir hatten ein neues Dreivertel-Stadion, ein schmuckes obendrein, auch wenn es bei der grässlichen 1:2-Schlappe gegen St. Pauli noch nicht überdacht war. Angesichts des Neubaus wirkte unsere Heimstätte auf Block 6 wie ein Anachronismus. Den die Zeit nun, elf Jahre später, eingeholt hat. Adieu Osttribüne. Schön war die Zeit auf dir.
Quelle: http://www.nw-news.de/nw/sport/dsc_arminia/
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