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Aachener Fanszene

13.08.2012 - 17:28 Uhr
Aachener Fanszene |#481
14.01.2013 - 22:00 Uhr
Zitat von seppel_S04:
Ich würde auch mal gerne was als außenstehender sagen. Ich beschäftige mich gerne mit dem Thema Ultras und habe schon öfter hier mitgelesen, und kann hier von einigen die Meinungen nicht ganz nachvollziehen.

Es ist doch schon lange über die Aachener Stadtgrenzen hinaus bekannt, dass ihr ein Nazi-Problem, nicht nur im Stadion, sondern auch außerhalb habt. Und mit der Karlsbande, die solche Leute duldet, habt ihr eine Gruppierung in euern Reihen, wo der Verein, wenn es die Fans nicht schaffen, schon hätte viel viel viel früher zwischen hauen müssen. Dieses Pack hat nichts im Stadion zu suchen, und dadurch das zu spät reagiert wurde, hat sich das ganze auch noch hochgeschaukelt, so dass es wie ein Streit zwischen Ultra-Gruppen dargestellt wird.

Wer jetzt hofft, ihr bekommt die Nazis irgendwie noch aus dem Stadion, der täuscht sich. Generell sind die Ultras vereinsübergreifend dafür bekannt, dass sie sich sehr stark gegen Rechts machen, und das finde ich auch gut. (z.B. Hamburg) Wieso sollte die Karlsbande jetzt aufhören? Wie naiv könnt ihr sein? Dadurch, dass sich der größte vereinsinterne Feind jetzt verabschiedet hat, können die doch jetzt im Block machen was sie wollen, die Jugend wird auch durch den Fussball schön nah an die rechten Ideen herangeführt - toll.

Wisst ihr was mein Problem an der Sache ist ? Kritik in Sachen Ultras ist in vielen Sachen berechtigt, und ich bin auch keiner, der mit Kritik an dieser Fanszene zurückhält. Aber die Objektivität fehlt mir bei einer solchen Sache sehr stark. Wie würdet ihr denn zu den Aachen Ultras stehen, würden die vllt Aachen Supporters heißen, oder vllt gelb-schwarze Engel oder so was? Ich wette mit euch, ihr würdet die ACU sogar unterstützen. Stattdessen wird sich, und das NUR weil es Ultras sind, darüber gefreut, dass die weg sind. Nur um es nochmal festzustellen: Die Fans und der Verein haben versagt und deshalb habt ihr jetzt neben sportlichen und finanziellen Problemen, jetzt auch noch ein Fanproblem, Glückwunsch.

Und hier sollte sich mal jeder an die Nase packen und überlegen, ob man Menschen, die sich gegen Rechts stark machen, nur deshalb nicht unterstützen sollte, weil es Ultras sind. So eine Einstellung finde ich absolut widerlich und ich sehe ein riesengroßes Problem auf euern Verein zu kommen-zurecht und ohne auch nur ein bisschen an Mitleid, selbst Schuld!


Viel schlimmer als die Kritik an den Ultras und damit das indirekte unterstützen der Karlsbande finde ich, dass viele Fans in Blogs etc. sich glücklich zeigen, dass die Linken endlich aus dem Stadion sind. Natürlich wird im gleichen Atemzug gesagt, dass auch die Rechten aus dem Stadion gehören, doch schlimm finde ich, dass man linksorientierte direkt ebenfalls unter den Radikalverdacht stellt. Darüber hinaus sind viele froh, dass die "linken Parolen" endlich aus dem Stadion verschwinden. In der ganzen Zeit, in der die ACU und KBU getrennt waren habe ich Plakate der ACU in Erinnerung wie "Nazis raus aus dem Stadion", "Sammeln für Obdachlose" etc. pp. Was kann man gegen so etwas haben? Vor allem sind die Leute, die diese Parolen und die ACU kritisieren keine Nazis, sondern Otto-Normalfans. Ich glaube viele Aachener erkennen gar nicht, wie sie indirekt die Anwesenheit der Nazis im Stadion legitimieren.

•     •     •

TSV Alemannia Aachen
BV Borussia Dortmund
Roda J.C. Kerkrade

~*Schwarz und Gelb regiert die Welt*~
Aachener Fanszene |#482
14.01.2013 - 22:57 Uhr
Die ACU wird nicht ja, aber das liegt nicht daran das Sie links sind. Im Gegenteil ich würde von mir behaupten das ich keiner Seite angehöre und wenn eher der Linken. Trotzdem stehe ich in S3 nicht wegen der KBU sondern wegen der Stimmung und ich denke das viele so denken und damit unbewusst die KBU bestärken was natürlich nicht Sinn der Sache ist denn man will ja nur Stimmung haben. Ich zumindest.

Mit Samba Rhytmen kann ich nichts anfangen, dass kann man mal machen dann is aber auch gut

•     •     •

Endlich wieder da
Aachener Fanszene |#483
15.01.2013 - 00:02 Uhr
Zitat von seppel_S04:
Ich würde auch mal gerne was als außenstehender sagen. Ich beschäftige mich gerne mit dem Thema Ultras und habe schon öfter hier mitgelesen, und kann hier von einigen die Meinungen nicht ganz nachvollziehen.

Es ist doch schon lange über die Aachener Stadtgrenzen hinaus bekannt, dass ihr ein Nazi-Problem, nicht nur im Stadion, sondern auch außerhalb habt. Und mit der Karlsbande, die solche Leute duldet, habt ihr eine Gruppierung in euern Reihen, wo der Verein, wenn es die Fans nicht schaffen, schon hätte viel viel viel früher zwischen hauen müssen. Dieses Pack hat nichts im Stadion zu suchen, und dadurch das zu spät reagiert wurde, hat sich das ganze auch noch hochgeschaukelt, so dass es wie ein Streit zwischen Ultra-Gruppen dargestellt wird.

Wer jetzt hofft, ihr bekommt die Nazis irgendwie noch aus dem Stadion, der täuscht sich. Generell sind die Ultras vereinsübergreifend dafür bekannt, dass sie sich sehr stark gegen Rechts machen, und das finde ich auch gut. (z.B. Hamburg) Wieso sollte die Karlsbande jetzt aufhören? Wie naiv könnt ihr sein? Dadurch, dass sich der größte vereinsinterne Feind jetzt verabschiedet hat, können die doch jetzt im Block machen was sie wollen, die Jugend wird auch durch den Fussball schön nah an die rechten Ideen herangeführt - toll.

Wisst ihr was mein Problem an der Sache ist ? Kritik in Sachen Ultras ist in vielen Sachen berechtigt, und ich bin auch keiner, der mit Kritik an dieser Fanszene zurückhält. Aber die Objektivität fehlt mir bei einer solchen Sache sehr stark. Wie würdet ihr denn zu den Aachen Ultras stehen, würden die vllt Aachen Supporters heißen, oder vllt gelb-schwarze Engel oder so was? Ich wette mit euch, ihr würdet die ACU sogar unterstützen. Stattdessen wird sich, und das NUR weil es Ultras sind, darüber gefreut, dass die weg sind. Nur um es nochmal festzustellen: Die Fans und der Verein haben versagt und deshalb habt ihr jetzt neben sportlichen und finanziellen Problemen, jetzt auch noch ein Fanproblem, Glückwunsch.

Und hier sollte sich mal jeder an die Nase packen und überlegen, ob man Menschen, die sich gegen Rechts stark machen, nur deshalb nicht unterstützen sollte, weil es Ultras sind. So eine Einstellung finde ich absolut widerlich und ich sehe ein riesengroßes Problem auf euern Verein zu kommen-zurecht und ohne auch nur ein bisschen an Mitleid, selbst Schuld!


Mein Problem ist nicht, dass die ACU Ultras sind.
Ob die Ultras, Supporter, Piraten oder Tivoli-Bären heißen ist mir völlig egal.
Mir persönlich geht es um die Sache.
1) Die ACU besteht selbst auch keinesfalls aus braven Jungs.
2) Die ACU hat sich bewusst von der gesamtem Fanszene entfremdet und nur ihr eigenes Ding durchgezogen.
3) Die ACU - wie auf dem Video zu sehen - besteht anscheinend zu nicht zu geringen Teilen aus Leuten die der (militanten) Antifa nahestehen. Schließlich bedienen sie sich genau deren Schlachtgesänge. Und Politik gehört eben nicht ins Stadion - abgesehen davon, dass linker Extremismus absolut nicht zu verharmlosen ist. Genausowenig wie rassistische oder rechte Gesänge zu tolerieren sind, will ich Antifa Rufe oder Werbung für linke Demos im Stadion haben.

Unter dem Strich trauere ich der ACU also kaum nach.

Die KBU steht auf einem anderen Blatt.
Das typische Totschlagargument dieser Diskussion "Entweder links oder rechts" lasse ich mir hier nicht unterschieben und auch nicht gelten.
Muss man um glaubhaft gegen Rechtsextremismus einzutreten den Linksextremismus gutheißen und tolerieren?
Oder muss man andersrum um gegen Linksextremismus einzutreten zwangsläufig ein Nazi sein oder zumindest mit denen sympathisieren?
Ich denke nicht.

Und deshalb kann die KBU von mir aus auch verschwinden.
Besser: Sie soll.
Wer wiederholt durch Gewalttaten auffällt, kann das nicht immer auf die anderen Schieben und eine glaubwürdige Distanzierung ist auch nicht erfolgt.
Dazu kommt das Problem von rechten Personen in den eigenen Reihen.
Da die sich aber leider nicht selbst auflösen werden, ist der Verein gefragt.
Die Alemannia muss endlich wirksame Maßnahmen ergreifen, damit auch an dieser Front endlich Ruhe herrscht und man sich als Alemanne nicht mehr für seine "Fans" schämen muss.
Aachener Fanszene |#484
15.01.2013 - 01:14 Uhr
@seppel_S04: So oft kannst du hier nicht mit gelesen haben, wenn du so einen (entschuldige den Ausdruck) Dünnpfiff von dir gibst.

Also die Aachen Ultras (ACU) werden abgelehnt weil sie sich Ultras nennen? Komisch, denn die Kalrsbande nennt sich eigentlich Karlsbande Ultras (daher auch das Kürzel KBU)... Warum werden die dann nicht geächtet wegen des Namens?

Die Gründe warum die ACU so unbeliebt sind/waren, sind viel einfacher. Sie haben seit Jahren ihr eigenes Ding durchgezogen, ohne das Spiel oder andere Fans wahrzunehmen. Ich denke den meisten Stadiongängern ist diese rechts/links Problematik über Jahre nicht aufgefallen, was aber jedem seit mehreren Jahren ein Dorn im Auge war, ist
- nervende Dauergesänge, meist mit Texten die keine Sau, ausser die 80 Hensel, verstanden hat
- der Support war 0,0% Spielbezogen
- wenn "Normalos" was versucht haben anzustimmen wurde da gegen angesungen, bzw. nicht mit gemacht.

Das war schon im alten Tivoli so, als noch keine Rede von der Karlsbande war. Damals wurde die Stimmung eben dadurch auch immer schlechter. Der Tivoli hatte mal einen so tollen Ruf, aber die in den letzten 7-8 Jahren in Aachen waren, werden wissen was ich meine. Der Mythos-Tivoli stab nicht mit dem Umzug ins neue Stadion. Die ACU (in damaliger Besetzung, also auch mit denen die heute zu den KBU gehören) hatte am Sterben dieses Mythos einen nicht zu knappen Anteil.

So warum die ACU sich den Kredit bei vielen Fans verspielt hat, hätten wir, aber viel wichtiger ist die Frage, warum sind so viele den KBU gegenüber positiv eingestellt gewesen (bevor die Streitereien in den letzten Monaten immer mehr publik wurden)?
Die KBU hat eben die Fehler, die die ACU gemacht haben, nicht gemacht. Der Support war Spielbezogen, die anderen Fans in der Kurve wurden eingebunden, kurzum die Stimmung im Stadion war besser und das mit der KBU als tonangebend.
Wie gesagt die meisten Leute im Stadion haben von der Politik im Stadion nichts oder nur sehr wenig mitbekommen, bis die Gewalt dann durch schlug.

Wie hier schon gesagt wurde, sind bei den ACU einige Leute dabei, die sicher nichtdie friedliche Kurve wollen. Mit den Jungs der Antifa hier in bzw. um Aachen habe ich meine persönlichen Erfahrungen machen würden - asoziales Pack, ich würde angepöbelt, mit Steinen beschmiessen und man hat versucht mich anzurotzen. Grund dafür war mein Aussehen... Inwiefern ist das besser als Rassismus? Auf Grund von Äußerlichkeiten wird man in einer Schublade gesteckt aus der man bei vielen nicht mal raus kommt, wenn man ihnen ruhig und sachlich erklärt das man da nicht rein gehört.
Wer sich so einen Haufen anschließt und deren Parolen (Alerta...) gröllt bekommt auch keine Sympathien bei den Gros der Fans.

Letztlich sind die ACU selber schuld daran, dass sie kaum einer ab konnte. Ihre Ziele waren teilweise (Kampf gegen Rechte und gegen Homophobe) sehr löblich, aber ihre Mittel waren gelinde gesagt für den Ars..

Ich hoffe sehr, dass die Fans diese Ziele auch ohne die Ultras ansprechen und im Stadion Flagge zeigen (der Glaube daran fehlt allerdings). Meine Befürchtung ist eher, dass jetzt eine Hexenjagd statt finden wird. Wenn ich lese was hier in der Diskussionsrunde, aber auch im alemannia-brett für ein Rotz geschrieben wird, weiß ich, dass ich das Stadion in den nächsten Monaten nicht betretten werde (Schade, denn die Alemannia kann wohl jeden € gebrauchen). Ich befürchte, dass in der Fanszene nichts koordiniertes passieren wird. Dafür wird es sicher einen Haufen paranoide Spinner geben, die letzt in allem und jeden einen Nazi sehen. Wenn man nur ließt "...eindeutige Klamotten wie Lonsdale..:" oder "...Glatzenträger.." bzw. "...Stiefelträger..." als Synonyme für braune Ratten wird einen schlecht. So viel Blödheit wie hier (in Aachen; Worte aus dem Alemannia-Brett) vorherrscht, damit müsste Aachen doch eigentlich ins Guinness Buch kommen können.
So vermute ich ein Stadionbesuch in Zukunft für mich: http://2.bp.blogspot.com/_wylIgEs1vKo/Swx9B2QACYI/AAAAAAAAAFE/-sqP2fb7Zp0/s1600/comic.jpg

Dazu fehlt mir die Lust und die Gedult. Schlimm genug dass man das einmal im Jahr in Stolberg mitmacht, auf 17 bzw. 19 mal im Jahr kann ich verzichten. In diesem Sinne, Cheers.

•     •     •

Waterman - Achenbach, Feisthammel, Szukala, Höger - Rolfes, Pinto - Stieber, Holtby, Schlaudraff - Ibisevic
(nur aktive Spieler, gemessen an den aktuellen Leistungen / dem aktuellen Leistungsvermögen)
Man wird ja wohl noch träumen dürfen...
Aachener Fanszene |#485
15.01.2013 - 02:31 Uhr
Das Problem, dass die KBU in ihrer Selbstwahrnehmung jetzt als Sieger aus dem Konflikt hervorgeht ist tasächlich fatal. Da stimme ich den anderen hier im Forum zu. Das darfauch auf garkeinen Fall ein Punkt sein, an dem der Verein seine Fanproblematik als gelöst sieht, nurweil eine Partei verschwindet. Mir ganz persönlich geht es auch so, dass ich im Zweifel lieber mit Linken imStadion stände,als mit Rechten. Ich muss aber sagen, ich weigere mich diesen ganzen politischen Stadionzirkus mitzuspielen.
Jemand schrieb ja hier, der Ausdruck "politikfreies Stadion" wäre irgendwie vorbelastet. Das wusste ich nicht. Ich stehe aber trotzdem zu der Aussage. Im Stadion hat jegliche politische Meinungsmache nichts verloren. Ich bin ganz klar gegen rechte Parolen, Fahnen,... im Stadion,so wie ich gegen linksgerichtete Aussagen bin. Mir ist es schon vor Jahren sauer aufgestoßen, als noch im alten Tivoli die Jusos einheitlich mit ihren T-Shirts rumgerannt sind, weil bald Wahl war. Das hat mit meiner politischen haltung nichts zu tun, es hat im Stadion schlcihtweg nichts zu suchen.
Insofern bin ich froh, dass eine Seite die zunehmend nur noch dadurch auffiel (in meinen Augen) weniger im Stadion ist. Mir wäre es auch lieber gewesen, heute wäre eine Meldung gekommen die KBU trennt und distanziert sich von allen rechtsgerichteten Mitgliedern.

Im Grunde ist es aber erbärmlich, dass man sich als 0815 Tivoligänger überhaupt mit dem ganzen Scheiß beschäftigen muss. Ich denke es geht sehr vielen so, dass sie einfach keinen Bock mehr auf das ganze Theater haben, egal von welcher Seite.
Ich bin grunsätzlicher Stehplatzgänger. jetzt ist es also heute so, dass ich mir im vorhinein ganz genau überlegen muss, in welchen Block ich gehen will. Nichtmehr nach dem Kriterium, will ich da sein wo es laiuter oder leiser ist. Nein, ich muss überlegen ob ich wenn ich im falschen Block stehe nachher als Nazi oder Zecke beschinpft werde, dabei hab ich mit den ganzen Typen nichts am Hut, sondern stehe mit Familienmitgliedern auf der Tribüne um Alemannia zu sehen. ich muss aufpassen bei welchen Liedern ich mitsinge, damit ich nicht von hinten angepöbelt werde. Vl werd ich auch angemacht, wenn ich nicht singe. je nach dem wo ich bin steh ich auf eimal zwischen 100 Leuten die keine Sekunde zum Platz runter gucken. Am alten Tivoli war auch nicht alles Gold was glänzte. Auch da haben mich schon die "Schwatten" Rufe genervt. Auch da waren viele ***** en mit rechtsgesinnung im Block. Aber ich habe damals immer den Eindruck gehabt die Leute waren wegen Fußball und Stimmung am Tivoli. Den Eindruck habe ich mittlerweile total verloren.

Das ist dann auch die angesprochene Trennung in der Stimmungsmache. Ich habe persönlich überhauptnichts gegen die Samba-Trommel-Mucke. Das problem ist, hier wurde nicht im ANsatz probiert sich in die sonstigen Ideen einzubringen. Jeder macht sein eigenes Ding. KBU hier-Ultras da, und wer belibt auf der Strecke? Die Stimmung, die man total vergessen kann, und eben jener 0815 Fan, der weder Bock hat in den einen noch den anderen Gesang einzustimmen. Überschneiden, behindern, verstümmeln sich sowieso und dazu muss man noch aufpassen was man mitsingt,nicht das man ohne zu merken noch in irgendwelche untergründigen Parolen mit einstimmt. Diese ganze Situation versaut doch jedem unbeteiligten die Lust überhaupt noch dahin zu gehen. Wenn man Pech hat gerät man noch irgendwo in Pfefferspray, oder wird zumindest in affenartige Pöbeleien mit reingezogen. 90% der Leute haben dch von so einem Verhalten nur die Nase voll.

Wenn ich mir diese ganze Situation dann angucke, dann bin ich froh, dass wenigstens eine Gruppe nicht mehr im Stadion ist. Das bedeutet nämlich für mich, ich muss mir nichtmehr die Rechts-Linken Grabenkämpfe angucken wenn ich zum Tivoli gehe. Die werden jetzt wieder woanders ausgetragen. Das es nachwievor viel zu viele Rechte am Tivoli gibt ist klar, da muss weiterhin was passieren.

Meine Hoffnung ist so simpel wie vielleicht utopisch. Aber mMn sollte im Stadion nur eine farbe regieren, das ist schwarz-gelb. Alles andere kann draußen bleiben. Vielleicht schafft man es dann endlich wieder eine einheitliche Fankulisse zu bilden, die lautstark ist und in der sich vom Pimpf bis zum rentner alle wohlfühlen. Und das nicht nur auf teuren Sitzplätzen, sondern in der Kurve. So ist das nämlich noch vor nicht alzu langer Zeit gewesen.

Vor diesem Hinertgrund habe ich auch meine Kritik am Spiegel-Online Artikel geschrieben. Die autonome Szene in Aachen macht sicherlich verschiedene Dinge, die sehr gut sind.Schißet andersrum auch schonmal übers Ziel hinaus.
Ich kann aber diese ganzen gegenseitigen Beschuldigungen und Tirraden nicht mehr sehen. Eine interessiert dabei nämlich keinen und kommt nur noch ganz am Rand vor: Die Alemannia.

(Alles was ich geschrieben habe ist meine subjektive Wahrnemung aus zunehmend seltener gewordenen Besuchen am Tivoli. Und 3.Liga ist nicht der Grund)
Dieser Beitrag wurde zuletzt von JavierZanetti4 am 15.01.2013 um 02:35 Uhr bearbeitet
Aachener Fanszene |#486
15.01.2013 - 10:14 Uhr
Zitat von Captain_Kirk:
Zitat von seppel_S04:
Ich würde auch mal gerne was als außenstehender sagen. Ich beschäftige mich gerne mit dem Thema Ultras und habe schon öfter hier mitgelesen, und kann hier von einigen die Meinungen nicht ganz nachvollziehen.

Es ist doch schon lange über die Aachener Stadtgrenzen hinaus bekannt, dass ihr ein Nazi-Problem, nicht nur im Stadion, sondern auch außerhalb habt. Und mit der Karlsbande, die solche Leute duldet, habt ihr eine Gruppierung in euern Reihen, wo der Verein, wenn es die Fans nicht schaffen, schon hätte viel viel viel früher zwischen hauen müssen. Dieses Pack hat nichts im Stadion zu suchen, und dadurch das zu spät reagiert wurde, hat sich das ganze auch noch hochgeschaukelt, so dass es wie ein Streit zwischen Ultra-Gruppen dargestellt wird.

Wer jetzt hofft, ihr bekommt die Nazis irgendwie noch aus dem Stadion, der täuscht sich. Generell sind die Ultras vereinsübergreifend dafür bekannt, dass sie sich sehr stark gegen Rechts machen, und das finde ich auch gut. (z.B. Hamburg) Wieso sollte die Karlsbande jetzt aufhören? Wie naiv könnt ihr sein? Dadurch, dass sich der größte vereinsinterne Feind jetzt verabschiedet hat, können die doch jetzt im Block machen was sie wollen, die Jugend wird auch durch den Fussball schön nah an die rechten Ideen herangeführt - toll.

Wisst ihr was mein Problem an der Sache ist ? Kritik in Sachen Ultras ist in vielen Sachen berechtigt, und ich bin auch keiner, der mit Kritik an dieser Fanszene zurückhält. Aber die Objektivität fehlt mir bei einer solchen Sache sehr stark. Wie würdet ihr denn zu den Aachen Ultras stehen, würden die vllt Aachen Supporters heißen, oder vllt gelb-schwarze Engel oder so was? Ich wette mit euch, ihr würdet die ACU sogar unterstützen. Stattdessen wird sich, und das NUR weil es Ultras sind, darüber gefreut, dass die weg sind. Nur um es nochmal festzustellen: Die Fans und der Verein haben versagt und deshalb habt ihr jetzt neben sportlichen und finanziellen Problemen, jetzt auch noch ein Fanproblem, Glückwunsch.

Und hier sollte sich mal jeder an die Nase packen und überlegen, ob man Menschen, die sich gegen Rechts stark machen, nur deshalb nicht unterstützen sollte, weil es Ultras sind. So eine Einstellung finde ich absolut widerlich und ich sehe ein riesengroßes Problem auf euern Verein zu kommen-zurecht und ohne auch nur ein bisschen an Mitleid, selbst Schuld!


Viel schlimmer als die Kritik an den Ultras und damit das indirekte unterstützen der Karlsbande finde ich, dass viele Fans in Blogs etc. sich glücklich zeigen, dass die Linken endlich aus dem Stadion sind. Natürlich wird im gleichen Atemzug gesagt, dass auch die Rechten aus dem Stadion gehören, doch schlimm finde ich, dass man linksorientierte direkt ebenfalls unter den Radikalverdacht stellt. Darüber hinaus sind viele froh, dass die "linken Parolen" endlich aus dem Stadion verschwinden. In der ganzen Zeit, in der die ACU und KBU getrennt waren habe ich Plakate der ACU in Erinnerung wie "Nazis raus aus dem Stadion", "Sammeln für Obdachlose" etc. pp. Was kann man gegen so etwas haben? Vor allem sind die Leute, die diese Parolen und die ACU kritisieren keine Nazis, sondern Otto-Normalfans. Ich glaube viele Aachener erkennen gar nicht, wie sie indirekt die Anwesenheit der Nazis im Stadion legitimieren.


Das Problem ist doch einfach das man in den 80ern und 90er Jahren nichts gegen Rechtes Gedankengut unternommen hat am Tivoli.Dadurch konnten sich Persönlichkeiten etablieren.

Mitte der 90er Jahre bekam ich meine erste Dauerkarte geschenkt ,von da an stand ich im S-Block fast immer an der gleichen Stelle.Als ich dann die ersten male Auswärts mitgefahren bin war ich erst entsetzt was für "komische" Leute die Auswärtstouren begleiten.Wenn man dann als 15 jähriger mit 50 anderen nach Verl fährt ist man froh wenn sich die älteren um einen "kümmern".So lernte ich neben Robert Jacobs(ihn kennt man ja deshalb kann ich den Namen ausschreiben),Claudia P.,Alex W., AUCH Leute wie Sascha Wagner kennen.
Als 15 jähriger Junge lässt man sich schnell mitreißen um dazu zu gehören.
Mit 17-18 trug ich Springerstiefel,Glatze,Bomberjacke und Schwarz-weiß-rote Lonsdale Hemden.
ALLERDINGS hatte ich trotz allem nie eine wirklich rechte Gesinnung.Wenn man nur eine Seite kennenlernt dann beginnt man schnell NUR die Vorteile aufzugreifen (wobei man sehr naiv an diese vermeindlichen Vorteile glaubt).

Mit 20-21 war diese Phase dann zum Glück vorbei und ich habe mich Komplett distanziert.Damals gab es noch die Vorgänger der ACU (Inferno Bad Aachen),bei denen ich mehr oder weniger aktiv war.Der Support der Mannschaft stand absolut im Mittelpunkt und das obwohl es Leute gab die eher links und welche die eher rechts motiviert waren.

Soooo,lange Rede,kurzer Sinn,
viele Mitglieder der KBU sind nicht Rechtsradikal,sie sind zu jung um sich überhaupt Gedanken über die Tragweite dieser Einstellung machen zu können.
Es sind Mitläufer, die wenn die oberen 10 es sagen würden, morgen mit SAV Fahnen durch den Block rennen würden.
Natürlich haben diejenigen recht die sagen das man jungen Menschen eine alternative zu rechts bieten muss und diese jetzt leider wegbricht.Andererseits waren die ACU nie eine alternative für WIRKLICHE Fußballfans.DAS aber hat die ACU selber verbockt,sie hat viel zu viele Fehler gemacht und hat es deshalb nie geschafft zu polarisieren.Wenn ihnen der Kampf gegen Rechts wirklich so am Herzen gelegen hätte ,dann hätte man viel mehr versuchen müssen den Normalo-Fan auf seine Seite zu ziehen.Leider Gottes hatte ich immer das Gefühl das die Selbstdarstellung wichtiger war als der Kampf gegen rechts.Deshalb waren die ACU für mich zu keiner Zeit eine glaubwürdige Lösung für einen "echten" Alemannia Fan.

Im jungen alter ist es fast purer Zufall in welche politische Richtung man geht.Es hängt viel vom Freundeskreis ab.
Erziehung spielt in meinen Augen nur eine kleine Rolle da Menschen in der Pubertät dazu neigen gegenteile Ansichten als die Eltern zu vertreten.
Wie gesagt: Es gab leider nie eine wirkliche "Gegengruppe" zur rechten Seite am Tivoli.
ALLERDINGS gibt es in jedem Stadion dieses Problem,jeder der glaubt das es in Köln,Düsseldorf,Bochum,Duisburg und und und anders ist der ist sehr naiv.
In Aachen nennt man das Kind aber beim Namen und ich sehe die Gefahr das man dadurch die Gruppenzugehörigkeit noch stärkt.Wenn man einen Menschen in eine Ecke drückt dann sucht er sich verbündete.
Man sollte das Thema KBU auch nicht überbewerten,die KBU ist nicht so rechts wie immer behauptet wird.Nur halten sich im Umkreis der KBU einige Leute auf die nunmal auf dem Tivoli "etwas zu sagen haben" und beziehungen zu rechten Parteien haben.Die KBU ist eine junge Gruppe und die "Köpfe" der KBU sind nicht älter als 25-27 Jahren.Man hat einfach zu viel "Respekt" vor den alteingesessenen rechtsorientierten Leuten um sich von ihnen ganz klar zu distanzieren.
Aachener Fanszene |#487
15.01.2013 - 10:24 Uhr
Zitat von JavierZanetti4:
Das Problem, dass die KBU in ihrer Selbstwahrnehmung jetzt als Sieger aus dem Konflikt hervorgeht ist tasächlich fatal. Da stimme ich den anderen hier im Forum zu. Das darfauch auf garkeinen Fall ein Punkt sein, an dem der Verein seine Fanproblematik als gelöst sieht, nurweil eine Partei verschwindet. Mir ganz persönlich geht es auch so, dass ich im Zweifel lieber mit Linken imStadion stände,als mit Rechten. Ich muss aber sagen, ich weigere mich diesen ganzen politischen Stadionzirkus mitzuspielen.
Jemand schrieb ja hier, der Ausdruck "politikfreies Stadion" wäre irgendwie vorbelastet. Das wusste ich nicht. Ich stehe aber trotzdem zu der Aussage. Im Stadion hat jegliche politische Meinungsmache nichts verloren. Ich bin ganz klar gegen rechte Parolen, Fahnen,... im Stadion,so wie ich gegen linksgerichtete Aussagen bin. Mir ist es schon vor Jahren sauer aufgestoßen, als noch im alten Tivoli die Jusos einheitlich mit ihren T-Shirts rumgerannt sind, weil bald Wahl war. Das hat mit meiner politischen haltung nichts zu tun, es hat im Stadion schlcihtweg nichts zu suchen.
Insofern bin ich froh, dass eine Seite die zunehmend nur noch dadurch auffiel (in meinen Augen) weniger im Stadion ist. Mir wäre es auch lieber gewesen, heute wäre eine Meldung gekommen die KBU trennt und distanziert sich von allen rechtsgerichteten Mitgliedern.

Im Grunde ist es aber erbärmlich, dass man sich als 0815 Tivoligänger überhaupt mit dem ganzen Scheiß beschäftigen muss. Ich denke es geht sehr vielen so, dass sie einfach keinen Bock mehr auf das ganze Theater haben, egal von welcher Seite.
Ich bin grunsätzlicher Stehplatzgänger. jetzt ist es also heute so, dass ich mir im vorhinein ganz genau überlegen muss, in welchen Block ich gehen will. Nichtmehr nach dem Kriterium, will ich da sein wo es laiuter oder leiser ist. Nein, ich muss überlegen ob ich wenn ich im falschen Block stehe nachher als Nazi oder Zecke beschinpft werde, dabei hab ich mit den ganzen Typen nichts am Hut, sondern stehe mit Familienmitgliedern auf der Tribüne um Alemannia zu sehen. ich muss aufpassen bei welchen Liedern ich mitsinge, damit ich nicht von hinten angepöbelt werde. Vl werd ich auch angemacht, wenn ich nicht singe. je nach dem wo ich bin steh ich auf eimal zwischen 100 Leuten die keine Sekunde zum Platz runter gucken. Am alten Tivoli war auch nicht alles Gold was glänzte. Auch da haben mich schon die "Schwatten" Rufe genervt. Auch da waren viele ***** en mit rechtsgesinnung im Block. Aber ich habe damals immer den Eindruck gehabt die Leute waren wegen Fußball und Stimmung am Tivoli. Den Eindruck habe ich mittlerweile total verloren.

Das ist dann auch die angesprochene Trennung in der Stimmungsmache. Ich habe persönlich überhauptnichts gegen die Samba-Trommel-Mucke. Das problem ist, hier wurde nicht im ANsatz probiert sich in die sonstigen Ideen einzubringen. Jeder macht sein eigenes Ding. KBU hier-Ultras da, und wer belibt auf der Strecke? Die Stimmung, die man total vergessen kann, und eben jener 0815 Fan, der weder Bock hat in den einen noch den anderen Gesang einzustimmen. Überschneiden, behindern, verstümmeln sich sowieso und dazu muss man noch aufpassen was man mitsingt,nicht das man ohne zu merken noch in irgendwelche untergründigen Parolen mit einstimmt. Diese ganze Situation versaut doch jedem unbeteiligten die Lust überhaupt noch dahin zu gehen. Wenn man Pech hat gerät man noch irgendwo in Pfefferspray, oder wird zumindest in affenartige Pöbeleien mit reingezogen. 90% der Leute haben dch von so einem Verhalten nur die Nase voll.

Wenn ich mir diese ganze Situation dann angucke, dann bin ich froh, dass wenigstens eine Gruppe nicht mehr im Stadion ist. Das bedeutet nämlich für mich, ich muss mir nichtmehr die Rechts-Linken Grabenkämpfe angucken wenn ich zum Tivoli gehe. Die werden jetzt wieder woanders ausgetragen. Das es nachwievor viel zu viele Rechte am Tivoli gibt ist klar, da muss weiterhin was passieren.

Meine Hoffnung ist so simpel wie vielleicht utopisch. Aber mMn sollte im Stadion nur eine farbe regieren, das ist schwarz-gelb. Alles andere kann draußen bleiben. Vielleicht schafft man es dann endlich wieder eine einheitliche Fankulisse zu bilden, die lautstark ist und in der sich vom Pimpf bis zum rentner alle wohlfühlen. Und das nicht nur auf teuren Sitzplätzen, sondern in der Kurve. So ist das nämlich noch vor nicht alzu langer Zeit gewesen.

Vor diesem Hinertgrund habe ich auch meine Kritik am Spiegel-Online Artikel geschrieben. Die autonome Szene in Aachen macht sicherlich verschiedene Dinge, die sehr gut sind.Schißet andersrum auch schonmal übers Ziel hinaus.
Ich kann aber diese ganzen gegenseitigen Beschuldigungen und Tirraden nicht mehr sehen. Eine interessiert dabei nämlich keinen und kommt nur noch ganz am Rand vor: Die Alemannia.

(Alles was ich geschrieben habe ist meine subjektive Wahrnemung aus zunehmend seltener gewordenen Besuchen am Tivoli. Und 3.Liga ist nicht der Grund)


Ich kann dich da voll und ganz verstehen - ich denke genauso wie du und kenne verdammt viele normale Tivoli-Besucher, die deswegen den Tivoli meiden. Es geht sogar soweit, dass die Controller, die im Zuge der Insolvenzgeschichte eingesetzt wurden, zum Teil bereits ihren Dienst wieder quittiert haben, denn es war ihnen einfach zu gefährlich. Man sieht daran, dass es mittlerweile nicht nur die Zuschauer sind, die den Tivoli aus Angst meiden, sondern auch diejenigen, die uns in dieser Situation helfen sollen, also Leute, die gar nichts mit Fussball zu tun haben, sondern einfach nur ihren Job erledigen wollen. Und genau diese Leute bekommen auch zunehmend Angst vor diesem Gesindel.

Aber zurück zum eigentlichen Thema - unseren Fans.

Es ist gut, dass die ACU sich aufgelöst hat. Besser wäre gewesen, die KBU hätte sich direkt mit aufgelöst. Aber beides führt mitnichten dazu, dass wir jetzt kein Rechts-Problem mehr haben.
Die Rechten sind nicht zum Tivoli gekommen, weil es die ACU gibt, sondern umgekehrt. Die ACU hat sich gegen die Rechten aufgelehnt. Ok, in einer Art und Weise, die nicht akzeptabel ist, aber dennoch nachvollziehbar.

Ich denke das Problem ist jetzt nur durch enge Zusammenarbeit zwischen Polizei, Fanbeauftragten und Verein zu lösen. Dafür muss aber rigoros durchgegriffen werden und Stadionverbote bishin zu vollständigem Ausschluss von Fanclubs sind unabdingbar.
Verhält sich ein Fanclub nicht der derzeitigen Lage entsprechend (dabei meine ich auf politische Parolen zu verzichten und auch solche Leute nicht im Kreis des Fanclubs zu dulden) dann gehört er ausgeschlossen. Nur so bekommt man Ruhe ins Stadion und ins Umfeld der Alemannia.
Und dabei ist es egal, ob es dann Gruppierungen wie die KBU trifft oder auch "Traditionsclubs" wie z.B. die Supporters. Wer sich jetzt und heute nicht in den Dienst der Sache stellt - und dies heißt ohne wenn und aber die Wiederherstellung des guten Rufes der Alemannia und vor Allem Abwenden der Insolvenz - der ist einfach fehl am Platz......

Sorry, wenn sich das jetzt ein wenig radikal anhört, aber ich bin sicher nicht alleine mit meiner Meimung und meinem Handeln.
ICH habe mir keine Karte für das Bayernspiel geholt. :(
ICH habe seit Oktober kein Spiel am Tivoli mehr besucht. :(
ICH werde keine Spiel mehr besuchen, solange die Sicherheit nicht wieder hergestellt ist. :(
Aber:
Ich hänge nach wie vor noch an diesem Verein. Ich spende regelmässig Beträge auf das Mönig-Konto zur Rettung der Alemannia.
Denn ich will in Zukunft wieder hingehen und mitreissenden Fussball sehen. Ich will gröhlen und mich freuen. Ich will mich ärgern über unnötig verlorene Spiele - ich will auch wieder fluchen und all das. :)
Aber ich will nicht mit Nazis und rechten oder linken Schlägern in eine Schublade gepackt werden. Und solange diese Gefahr zu hoch ist bleibe ich weg.
Und hunderte andere Aachener denken genauso.

Danke an alle "Fans" aus den Reihen der ACU/KBU/etc., dass sie massgeblich mit am drohenden Untergang unseres Vereins mitgewirkt haben.
:angry
Aachener Fanszene |#488
15.01.2013 - 10:34 Uhr
Zitat von EuregioKing:
Zitat von Captain_Kirk:
Zitat von seppel_S04:
Ich würde auch mal gerne was als außenstehender sagen. Ich beschäftige mich gerne mit dem Thema Ultras und habe schon öfter hier mitgelesen, und kann hier von einigen die Meinungen nicht ganz nachvollziehen.

Es ist doch schon lange über die Aachener Stadtgrenzen hinaus bekannt, dass ihr ein Nazi-Problem, nicht nur im Stadion, sondern auch außerhalb habt. Und mit der Karlsbande, die solche Leute duldet, habt ihr eine Gruppierung in euern Reihen, wo der Verein, wenn es die Fans nicht schaffen, schon hätte viel viel viel früher zwischen hauen müssen. Dieses Pack hat nichts im Stadion zu suchen, und dadurch das zu spät reagiert wurde, hat sich das ganze auch noch hochgeschaukelt, so dass es wie ein Streit zwischen Ultra-Gruppen dargestellt wird.

Wer jetzt hofft, ihr bekommt die Nazis irgendwie noch aus dem Stadion, der täuscht sich. Generell sind die Ultras vereinsübergreifend dafür bekannt, dass sie sich sehr stark gegen Rechts machen, und das finde ich auch gut. (z.B. Hamburg) Wieso sollte die Karlsbande jetzt aufhören? Wie naiv könnt ihr sein? Dadurch, dass sich der größte vereinsinterne Feind jetzt verabschiedet hat, können die doch jetzt im Block machen was sie wollen, die Jugend wird auch durch den Fussball schön nah an die rechten Ideen herangeführt - toll.

Wisst ihr was mein Problem an der Sache ist ? Kritik in Sachen Ultras ist in vielen Sachen berechtigt, und ich bin auch keiner, der mit Kritik an dieser Fanszene zurückhält. Aber die Objektivität fehlt mir bei einer solchen Sache sehr stark. Wie würdet ihr denn zu den Aachen Ultras stehen, würden die vllt Aachen Supporters heißen, oder vllt gelb-schwarze Engel oder so was? Ich wette mit euch, ihr würdet die ACU sogar unterstützen. Stattdessen wird sich, und das NUR weil es Ultras sind, darüber gefreut, dass die weg sind. Nur um es nochmal festzustellen: Die Fans und der Verein haben versagt und deshalb habt ihr jetzt neben sportlichen und finanziellen Problemen, jetzt auch noch ein Fanproblem, Glückwunsch.

Und hier sollte sich mal jeder an die Nase packen und überlegen, ob man Menschen, die sich gegen Rechts stark machen, nur deshalb nicht unterstützen sollte, weil es Ultras sind. So eine Einstellung finde ich absolut widerlich und ich sehe ein riesengroßes Problem auf euern Verein zu kommen-zurecht und ohne auch nur ein bisschen an Mitleid, selbst Schuld!


Viel schlimmer als die Kritik an den Ultras und damit das indirekte unterstützen der Karlsbande finde ich, dass viele Fans in Blogs etc. sich glücklich zeigen, dass die Linken endlich aus dem Stadion sind. Natürlich wird im gleichen Atemzug gesagt, dass auch die Rechten aus dem Stadion gehören, doch schlimm finde ich, dass man linksorientierte direkt ebenfalls unter den Radikalverdacht stellt. Darüber hinaus sind viele froh, dass die "linken Parolen" endlich aus dem Stadion verschwinden. In der ganzen Zeit, in der die ACU und KBU getrennt waren habe ich Plakate der ACU in Erinnerung wie "Nazis raus aus dem Stadion", "Sammeln für Obdachlose" etc. pp. Was kann man gegen so etwas haben? Vor allem sind die Leute, die diese Parolen und die ACU kritisieren keine Nazis, sondern Otto-Normalfans. Ich glaube viele Aachener erkennen gar nicht, wie sie indirekt die Anwesenheit der Nazis im Stadion legitimieren.


Das Problem ist doch einfach das man in den 80ern und 90er Jahren nichts gegen Rechtes Gedankengut unternommen hat am Tivoli.Dadurch konnten sich Persönlichkeiten etablieren.

Mitte der 90er Jahre bekam ich meine erste Dauerkarte geschenkt ,von da an stand ich im S-Block fast immer an der gleichen Stelle.Als ich dann die ersten male Auswärts mitgefahren bin war ich erst entsetzt was für "komische" Leute die Auswärtstouren begleiten.Wenn man dann als 15 jähriger mit 50 anderen nach Verl fährt ist man froh wenn sich die älteren um einen "kümmern".So lernte ich neben Robert Jacobs(ihn kennt man ja deshalb kann ich den Namen ausschreiben),Claudia P.,Alex W., AUCH Leute wie Sascha Wagner kennen.
Als 15 jähriger Junge lässt man sich schnell mitreißen um dazu zu gehören.
Mit 17-18 trug ich Springerstiefel,Glatze,Bomberjacke und Schwarz-weiß-rote Lonsdale Hemden.
ALLERDINGS hatte ich trotz allem nie eine wirklich rechte Gesinnung.Wenn man nur eine Seite kennenlernt dann beginnt man schnell NUR die Vorteile aufzugreifen (wobei man sehr naiv an diese vermeindlichen Vorteile glaubt).

Mit 20-21 war diese Phase dann zum Glück vorbei und ich habe mich Komplett distanziert.Damals gab es noch die Vorgänger der ACU (Inferno Bad Aachen),bei denen ich mehr oder weniger aktiv war.Der Support der Mannschaft stand absolut im Mittelpunkt und das obwohl es Leute gab die eher links und welche die eher rechts motiviert waren.

Soooo,lange Rede,kurzer Sinn,
viele Mitglieder der KBU sind nicht Rechtsradikal,sie sind zu jung um sich überhaupt Gedanken über die Tragweite dieser Einstellung machen zu können.
Es sind Mitläufer, die wenn die oberen 10 es sagen würden, morgen mit SAV Fahnen durch den Block rennen würden.
Natürlich haben diejenigen recht die sagen das man jungen Menschen eine alternative zu rechts bieten muss und diese jetzt leider wegbricht.Andererseits waren die ACU nie eine alternative für WIRKLICHE Fußballfans.DAS aber hat die ACU selber verbockt,sie hat viel zu viele Fehler gemacht und hat es deshalb nie geschafft zu polarisieren.Wenn ihnen der Kampf gegen Rechts wirklich so am Herzen gelegen hätte ,dann hätte man viel mehr versuchen müssen den Normalo-Fan auf seine Seite zu ziehen.Leider Gottes hatte ich immer das Gefühl das die Selbstdarstellung wichtiger war als der Kampf gegen rechts.Deshalb waren die ACU für mich zu keiner Zeit eine glaubwürdige Lösung für einen "echten" Alemannia Fan.

Im jungen alter ist es fast purer Zufall in welche politische Richtung man geht.Es hängt viel vom Freundeskreis ab.
Erziehung spielt in meinen Augen nur eine kleine Rolle da Menschen in der Pubertät dazu neigen gegenteile Ansichten als die Eltern zu vertreten.
Wie gesagt: Es gab leider nie eine wirkliche "Gegengruppe" zur rechten Seite am Tivoli.
ALLERDINGS gibt es in jedem Stadion dieses Problem,jeder der glaubt das es in Köln,Düsseldorf,Bochum,Duisburg und und und anders ist der ist sehr naiv.
In Aachen nennt man das Kind aber beim Namen und ich sehe die Gefahr das man dadurch die Gruppenzugehörigkeit noch stärkt.Wenn man einen Menschen in eine Ecke drückt dann sucht er sich verbündete.
Man sollte das Thema KBU auch nicht überbewerten,die KBU ist nicht so rechts wie immer behauptet wird.Nur halten sich im Umkreis der KBU einige Leute auf die nunmal auf dem Tivoli "etwas zu sagen haben" und beziehungen zu rechten Parteien haben.Die KBU ist eine junge Gruppe und die "Köpfe" der KBU sind nicht älter als 25-27 Jahren.Man hat einfach zu viel "Respekt" vor den alteingesessenen rechtsorientierten Leuten um sich von ihnen ganz klar zu distanzieren.


Hallo EuregioKing,
volle Zustimmung für das was du da schreibst, aber leider hilft das nicht weiter.
Wir werden von ganz Fussballdeutschland beobachtet und bewertet und überall heißt es: Aachen, dieses braune Pack (ich übertriebe jetzt mal ein wenig).
Da wird nicht unterschieden, ob es nur ein paar sind und ob der Grossteil unter 25 ist und vielleicht gar nicht rechts eingestellt ist.
Die Tragweite der derzeitigen Berichterstattung geht deutlich über Aachens Grenzen hinaus und man wird sehr schnell abgestempelt.
Wir brauchen neue Sponsoren und Investoren, die wir bei dieser Aussendarstellung aber niemlas bekommen werden.

Und sicher existiert das Problem auch in anderen Stadien, aber da gehen die Fans nicht aufeinander los und stellen sich so dermassen in die Öffentlichkeit wie bei uns.

Ich bin momentan total ratlos und fürchte echt Schlimmstes im Bezug auf die Zukunft der Alemannia. :/:
Aachener Fanszene |#489
15.01.2013 - 12:51 Uhr
Zitat von EuregioKing:

Man sollte das Thema KBU auch nicht überbewerten,die KBU ist nicht so rechts wie immer behauptet wird.Nur halten sich im Umkreis der KBU einige Leute auf die nunmal auf dem Tivoli "etwas zu sagen haben" und beziehungen zu rechten Parteien haben.Die KBU ist eine junge Gruppe und die "Köpfe" der KBU sind nicht älter als 25-27 Jahren.Man hat einfach zu viel "Respekt" vor den alteingesessenen rechtsorientierten Leuten um sich von ihnen ganz klar zu distanzieren.


Du schreibst sicher einige richtige Aspekte aber hier will ich dir klar widersprechen.
Mit 27 Jahren ist man locker alt genug um eine eigene Meinung zu vertreten.
Und ganz ehrlich: Willst du mir erzählen, dass Leute, die eine so große Gruppe wie die KBU anführen, die Choreos organisieren, die den Block anheizen und die auf Auswärtsfahrten Schlägereien mit der ACU anzetteln nicht in der Lage sind sich vom Rechtsextremismus zu distanzieren weil sie zuviel "Respekt" (oder Angst) haben?

Das sind große Jungs und absolut keine Kinder von Traurigkeit.

Das Märchen, dass die alle nur Angst haben und deshalb die Rechten dulden kaufe ich nicht ab.
Das ist eine reine Schutzbehauptung.

Fakt ist nunmal, dass in den letzten Monaten massive Gewalt von der KBU und ihrem direkten Umfeld ausgegangen ist.
Fakt ist, dass sich im Dunstkreis dieser Gruppe zuviele Personen befinden, die rechtsextremem Gedankengut anhängen und das offen zeigen.

Da gibt es nichts mehr zu verharmlosen.
Die KBU muss hier endlich Konsequenzen spüren, denn das Problem ist noch lange nicht gelöst.
Aachener Fanszene |#490
15.01.2013 - 14:14 Uhr
Ich habe hier am Anfang des Threads oft und mit Nachdruck über die KBU gemeckert und sie beschuldigt rechten "Kameraden" Unterschlupf zu gewähren. Immer und immer wieder - aber von den meisten bin ich hier nicht ernst genommen worden, sondern im Gegenteil wurde mir vorgeworfen nicht objektiv zu sein.
Sorry, aber ich war tatsächlich im Irrtum: Es ist noch viel schlimmer gekommen als ich es vor 4-5 Monaten vermutet hatte.
Jetzt stehen wir vor einem Scherbenhaufen, der wahrscheinlich gar nicht mehr zu reparieren ist. Ich sehe die Aachener Fanszene mehr als nur "in Gefahr",ich sehe ganz viele lange Jahre der Bereinigung vor den Aachener Fangruppen und - wenn es denn überhaupt gelingen sollte - wird man vermutlich ganz unten wieder neu anfangen müssen.
Die langen Jahre Amateurfussball in den 90´ern sind da noch harmlos gegen.
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