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Westfalenstadion

12.07.2008 - 18:21 Uhr
Westfalenstadion |#3681
13.12.2025 - 02:21 Uhr
Zitat von de_Lek
Zitat von hartmut030

Verstehe das Management nicht. Seit Jahrzehnten investiert man Millionen in das stadion, Watzke hat einen Neubau ausgeschlossen. Was stellt er sich dann vor? Der Markt und die Nachfrage ermöglichen dem Verein die Ticket und Dauerkartenpreise drastisch zu erhöhen, aber wieso kommt nichts in diese Richtung?


Ein Neubau verschlingt viel Geld - man muss einen Kredit aufnehmen, für den Zinsen und Tilgung fällig werden - mittlere zweistellige Millionenbeträge jede Saison. Hinzu kommt, dass ein neues Stadion auch erstmal gebaut werden muss - es entsteht nicht über Nacht. D.h. man hat erst hohe Ausgaben und die höheren Einnahmen kommen später - so ein Bau dauert mal mehrere Jahre. Und bis das neue Stadion dann mal rentabel ist, dauert es Jahrzehnte. Nur mal ein Beispiel: Gehen wir von 700m € Baukosten aus - das untere Ende der allgemein geschätzten Kosten, und 3m€ mehr pro Heimspiel als aktuell, dann kämen wir bei 25 Heimspielen jede Saison (Bundesliga, Pokal und CL zusammen) auf 75m€ Mehreinnahmen. D.h. nach 9-10 Jahren hätte man die 700m€ wieder drin - mit Zinsen dauert es noch länger. Wenn man dann noch die Bauzeit mit einberechnet, dann geht es vermutlich an die 20 Jahre, bevor der BVB von den Mehreinnahmen etwas in das laufende Geschäft investieren kann.

Vor dem Hintergrund ist es finanziell aktuell unsinnig, neu zu investieren. Ja, man schiebt das "Problem" auf, aber der BVB ist nicht in der Position, dass man aktuell jedes Jahr sicher die CL erreicht und Geld übrig hat zum investieren in ein solches Großprojekt.



Die Bayern haben die Allianz Arena in 9,5 Jahren abbezahlt (2005 bis Ende 2014) - wohlgemerkt Kosten von "gerade mal" +/- 350mio€.

700mio€ wird man heute schwer im selben Zeitraum wieder drinhaben, es sei denn man erhöht dann radikal die Preise auf sämtlichen Ebenen, sobald der Zirkus einzieht, also nicht nur im Logenbusiness. Sollte das möglich sein, was du schreibst, muss die Antwort darauf eigentlich eher gestern als morgen lauten, ob man ein neues Stadion baut: ja und zwar schnellstens. Denn aktuell investiert der BVB jedes Jahr 15mio€ oder mehr in den Erhalt bzw. Renovierung des Westfalenstadions.

•     •     •

R.I.P. - Robert Enke

* 24.08.1977
+ 10.11.2009
Westfalenstadion |#3682
13.12.2025 - 02:30 Uhr
Zitat von Austin_

Der Stolz des Klubs, aber alles andere als ein Goldesel

Borussia Dortmund hat ein Problem, ausgerechnet durch die Pilgerstätte Westfalenstadion. Der BVB nimmt nur vergleichsweise wenig pro Spiel von den Fans ein. Andere kassieren weit mehr, auch der FC Bayern. Es gibt einen Plan, um Abhilfe zu schaffen.
https://www.welt.de/sport/fussball/bundesliga/borussia-dortmund/article69381467c3b4893a9e2b3125/bvb-signal-iduna-park-der-stolz-des-klubs-bringt-viel-zu-wenig-geld-ein.html


Das aufregendste Stadion der Bundesliga ist finanziell ein Fiasko

Borussia Dortmund steckt trotz voller Ränge in einem finanziellen Dilemma: Das geliebte Stadion bremst den Klub aus. Wie groß der Rückstand zur Konkurrenz wirklich ist, zeigen neue Zahlen.
https://www.focus.de/sport/fussball/das-aufregendste-stadion-der-bundesliga-ist-in-wahrheit-ein-finanz-desaster-fuer-den-bvb_bc2ca2e4-95bb-48d8-9599-7d62ba5b7e8c.html

Dortmunds Stadionproblem
Bayern kassiert pro Spiel 3,5 Mio. Euro mehr!
https://m.bild.de/sport/fussball/fussball-dortmunds-stadionproblem-bayern-kassiert-pro-spiel-3-5-mio-euro-mehr-693912b811f914c89b858952?t_ref=https%3A%2F%2Fwww.bild.de%2Fsport%2Ffussball%2Ffussball-dortmunds-stadionproblem-bayern-kassiert-pro-spiel-3-5-mio-euro-mehr-693912b811f914c89b858952


Dortmund kassiert pro Spiel nur 27 Euro pro Fan
https://m.sportbild.bild.de/fussball/1-bundesliga/zuschauer-einnahmen-dortmund-kassiert-pro-spiel-nur-27-euro-pro-fan-693bd440a2b27337507d991d?t_ref=https%3A%2F%2Fwww.google.com%2F


Erst einmal ist zum Vergleich mit dem FC Bayern festzuhalten das hier meines Wissens nach die kompletten Matchday Einnahmen (also Tickets + Catering) mit dem reinen Ticketeinnahmen des BVB vergleichen werden. So kommt man dann auf die 77 Millionen des Focus. Vergleicht man Äpfel mit Äpfel (Football Money League) lag der Unterschied in der Saison 23/24 nur bei 38 Millionen Euro. Pro Heimspiel sind das dann 3.9 Millionen € Einnahmen und der Unterschied zu den Bayern liegt schließlich bei etwas zwischen 1.5 und 1.6 Millionen € pro Heimspiel.

Ich habe mal geschaut. Vor über 10 Jahren hat ein Stehplatzticket wohl 16 Euros gekostet. Heute kostet es 18.50 Euro. Ähnlich geringe Preissteigerungen sind auch bei den meisten Sitzplätzen zu sehen obwohl die Vergleichbarkeit hier schwerer ist als auf der Süd, weil die Kategorisierung deutlich komplizierter ist. Hinzu kommt das man Dauerkartenbesitzern einen sehr großen Rabatt auf den Einzelspielpreis von etwa 30% gewährt und nur einen Topspielzuschlag nur gegen die Bayern bei den Sitzplätzen erhebt.
Grundsätzlich muss man hier aber auch erwähnen das man eine ähnliche Preisgestaltung wie in München hat. Stehplätze kosten dort sogar nur 15€ und ein Ticket der Kategorie 1 kostet 80€. Der Dauerkartenrabatt in der Bundesliga ist ähnlich.
Wirkliche Unterschiede gibt es bei der Kategorisierung des Stadions. So ist in München die Kategorie 1 ungefähr so große wie die Kategorie 1,2,3 und 15 im Westfalenstadion. Ebenfalls gibt es weniger Stehplätze (13000 gegenüber 28000), mehr Sitzplätze und einen größeren Hospitality Bereich. Ebenfalls hat der FC Bayern deutlich weniger Dauerkarten (38000 gegenüber 55000) im Umlauf was den Münchenern ermöglicht mehr Tickets ohne den Dauerkartenrabatt zu verkaufen.
Der zweite große Unterschied ist das Bayern die CL Tickets anders bepreist als der BVB. Zum einen werden die Tickets alle mit Topspielaufschlag (25% gegen die kleinen Gegner, 50% gegen Chelsea und fast 100% in Ko-Spielen gegen Topgegner) verkauft und zum anderen bekommen Dauerkarteninhaber keinen Rabatt sondern lediglich ein Recht die Tickets zu kaufen.

Schaut man auf den Geschäftsbericht (24/25) ist ebenfalls etwas Interessantes zu erkennen: Bei CL Spielen ist der Erlös aus Tickets mit 2.877 Millionen € deutlich höher als in der Bundesliga (1.881 Millionen €). Ich denke dieser Unterschied ist auf zwei Dinge zurückzuführen. Zum einen zahlen viele Dauerkarteninhaber nur für die Bundesliga sodass mehr Tickets für den vollen Preis verkauft werden. Und zum anderen rechne ich mit größeren Hospitality Einnahmen rund um die Champions League.
Hier ist auch zu sehen woher die Zahl der Bild kommt. Dividiert man die Ticketeinnahmen des Jahres 24/25 (~53 Millionen) durch die Anzahl an Zuschauer (81000) und die 24 Heimspiele kommt man auf ziemlich genau 27 Euro. Dementsprechend ist die Zahl auch nicht richtig, weil man ja auch noch Geld durch Catering verdient. Hier muss man allerdings vorsichtig sein. Einnahmen aus der Bewirtung von Gästen haben ja traditionell einen nicht zu unterschätzenden Waren- und Personalaufwand den es bei den Tickets nicht gibt.

Ist jetzt meine persönliche Meinung aber ich finde es halt irgendwie Nervig. Eine Dauerkarte macht für mich zwar keinen Sinn (etwas über 1 Stunde Anreise mit Auto), ist aber eigentlich eh nicht zu bekommen bzw. ich müsste Jahre bis Dekaden warten. Insbesondere den üppige Dauerkartenrabatt kann ich bei den Wartelisten nicht nachvollziehen. Dazu sind Tickets für einen einzelnen Spieltag (klassischer Bundesligasamstag) oft nur mit Arbeitsaufwand (regelmäßiges Nachschauen auf der Website) zu bekommen. Und möchte man mit einer Gruppe aus 2-4 Personen ins Stadion wird das ganze nochmal deutlich schwerer. Ich möchte jetzt keine Debatte über Soziales anfangen aber generell finde ich schon das man die Tickets teilweise (und insbesondere die Dauerkarten) gemessen an der Nachfrage unnötig verramscht. Sicherlich kann man die Titelchancen deutlich steigern (oder mein Wunsch ein neues/modernes Stadion finanzieren) wenn man hier etwas an der Preisschraube dreht. Je nach Aggressivität (ob man sich am FC-Bayern oder Tottenham orientiert) kann man hier sicherlich zwischen 20-50 Millionen zusätzlichen Umsatz ohne zusätzliche Kosten generieren obwohl ich keine Vorhersage hinsichtlich Preissensitivität treffen möchte.

Thema Neubau: Ein Neubau würde eigentlich nur Sinn machen wenn man es entweder vom Staat bezahlt bekommt (bzw. sehr günstige Kredite) oder wenn es ein Umdenken hinsichtlich dem Vertrieb geben würde. Eine reine Erhöhung der Kapazität auf 100000 würde sich, ohne nennenswerte Anpassung der Preisgestaltung (Orientierung an den Münchenern hinsichtlich Pokalspielen und geringerer Dauerkartenrabatt), nicht selbst tragen und mit den einhergehenden Risiken sogar eine ganz schlechte Idee sein.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Circial am 13.12.2025 um 02:53 Uhr bearbeitet
Westfalenstadion |#3683
13.12.2025 - 04:26 Uhr
Die BILD hat die Zahlen ja nicht selbst errechnet. Die(aktuellen) Artikel beziehen sich alle auf den UEFA-Report, die die durchschnittlichen Gesamteinnahmen bei allen Pflichtheimspielen aus den Geschäftsberichten gezogen hat, soweit vorhanden. Basierend auf der Saison 23/24.

Natürlich könnte man hier und da an der Preisschraube drehen, wobei Cramer das in der BILD ausschließt ("Die Preispolitik steht, BVB, muss bezahlbar bleiben, alles andere passt nicht zur Region und zum Verein"). Ich meine auch, dass das "Problem" mind. 1x pro Saison hochkocht, sobald eben solche Finanzreports auftauchen, und man immer wieder darauf antwortet, dass man den Verlust bewusst in Kauf nimmt.

btw zur Logenanzahl:
Bayern 106
Schalke 81
FFM 76
BVB 18!

Was man auch der Finanzierung nicht vergessen darf: Die neuen Stadien sind ja fast alle Multifunktionsarenen. D.h. man würde dann wsl. nicht nur Einnahmen durchs Fußballgeschäft generieren, sondern vermutlich auch noch durch weitere Veranstaltungen wie Konzerte etc. Oder man baut halt ein reines Fußballstadion, wobei ich nicht weiß, ob dass dann billiger wird aufgrund eingesparter Technik o.Ä.
Westfalenstadion |#3684
13.12.2025 - 04:53 Uhr
Zitat von Fehlerteufel

Die BILD hat die Zahlen ja nicht selbst errechnet. Die(aktuellen) Artikel beziehen sich alle auf den UEFA-Report, die die durchschnittlichen Gesamteinnahmen bei allen Pflichtheimspielen aus den Geschäftsberichten gezogen hat, soweit vorhanden. Basierend auf der Saison 23/24.

Natürlich könnte man hier und da an der Preisschraube drehen, wobei Cramer das in der BILD ausschließt ("Die Preispolitik steht, BVB, muss bezahlbar bleiben, alles andere passt nicht zur Region und zum Verein"). Ich meine auch, dass das "Problem" mind. 1x pro Saison hochkocht, sobald eben solche Finanzreports auftauchen, und man immer wieder darauf antwortet, dass man den Verlust bewusst in Kauf nimmt.

btw zur Logenanzahl:
Bayern 106
Schalke 81
FFM 76
BVB 18!

Was man auch der Finanzierung nicht vergessen darf: Die neuen Stadien sind ja fast alle Multifunktionsarenen. D.h. man würde dann wsl. nicht nur Einnahmen durchs Fußballgeschäft generieren, sondern vermutlich auch noch durch weitere Veranstaltungen wie Konzerte etc. Oder man baut halt ein reines Fußballstadion, wobei ich nicht weiß, ob dass dann billiger wird aufgrund eingesparter Technik o.Ä.



So blauäugig wird man wohl kaum sein, ein neues "Fußballstadion", denke die gelbe Wand wird so oder so nicht diskutierbar sein und auch in einem neuen Stadion in irgendeiner Art ihren Widerspiegelungswert besitzen, wird sich natürlich auch danach ausrichten, ~2035 oder wann wir dann realistischerweise von einem Neubau sprechen, NFL-Spiele zu beheimaten. Sowas ist ja im Endeffekt mittlerweile auch eine Prestigesache. Dazu wird man sicherlich in Richtung Five*****-UEFA-Kategorie planen, aktuell ist das ja aufgrund der Beschränkung von VIP und Logenplätzen (aber auch städtekonzeptlichen Kriterien wie Übernachtungsplätzen) nicht möglich, ein CL-Finale geschweige denn EM-Halb- bzw. Finale auszurichten, was Deutschland natürlich perspektivisch erst in frühestens 3 Jahrzehnten wieder beträfe.

•     •     •

R.I.P. - Robert Enke

* 24.08.1977
+ 10.11.2009

Dieser Beitrag wurde zuletzt von Borusse91 am 13.12.2025 um 04:55 Uhr bearbeitet
Westfalenstadion |#3685
13.12.2025 - 07:12 Uhr
Die Stadionfrage hat das Potenzial, diesen Verein komplett zu zerreißen. Ich bin mir sicher, dass es enorm Widerstand gegen Neubaupläne geben würde. Dafür hängt die Anhängerschaft einfach zu sehr an diesem Stadion. Das heißt nicht, dass wir auf ewig im Tempel spielen werden. Man wird aber versuchen es so weit wie möglich nach hinten zu schieben.

Ein Neubau wird zudem unfassbar teuer sein und sehr wahrscheinlich eine geringere Kapazität und keine Südtribüne haben. Auch das sind wieder unangenehme Dinge, die man lieber nicht kommunizieren möchte. Die Zeit der großen Neubauten ist in Deutschland auch einfach vorbei. Das wird in den nächsten Jahren garantiert nicht günstiger werden.

Ich tippe darauf, dass das Thema eventuell in zehn Jahren mal wirklich ernsthaft auf den Tisch kommt.

•     •     •

Borussia Dortmund - Für immer Deutscher Meister

Deutscher Meister: 1956, 1957, 1963, 1995, 1996, 2002, 2011, 2012
DFB-Pokal: 1965, 1989, 2012, 2017, 2021
Deutscher Supercup: 1989, 1995, 1996, 2008, 2013, 2014, 2019
Pokal der Pokalsieger: 1966
UEFA Champions League: 1997
Weltpokal: 1997

Es gibt nie nie nie einen anderen Verein
Westfalenstadion |#3686
13.12.2025 - 11:17 Uhr
Zitat von Borsigplatz

Die Stadionfrage hat das Potenzial, diesen Verein komplett zu zerreißen. Ich bin mir sicher, dass es enorm Widerstand gegen Neubaupläne geben würde. Dafür hängt die Anhängerschaft einfach zu sehr an diesem Stadion. Das heißt nicht, dass wir auf ewig im Tempel spielen werden. Man wird aber versuchen es so weit wie möglich nach hinten zu schieben.

Ein Neubau wird zudem unfassbar teuer sein und sehr wahrscheinlich eine geringere Kapazität und keine Südtribüne haben. Auch das sind wieder unangenehme Dinge, die man lieber nicht kommunizieren möchte. Die Zeit der großen Neubauten ist in Deutschland auch einfach vorbei. Das wird in den nächsten Jahren garantiert nicht günstiger werden.

Ich tippe darauf, dass das Thema eventuell in zehn Jahren mal wirklich ernsthaft auf den Tisch kommt.
würde es überhaupt einen Standort geben, der die Infrastruktur eines 80.000 Mannstadion hat.
Auf die grüne Wiese, ohne ordentliches Verkehrskonzept , wäre ja auch äußerst ungünstig...
Es wurde sicher schon häufig diskutiert, aber das es nicht möglich ist, die VIP Logen deutlich zu erhöhen, kann ich mir nicht vorstellen, ob es finanziell sinnvoll wäre, dass steht auf einem anderen Blatt.
Jetzt hat man eine riesige Photovoltaikanlage montieren lassen, da sehe ich eher 25 Jahre, als 10 Jahre, dass heißt, ein neues Stadion werd ich wahrscheinlich nicht mehr erleben.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Herzog10 am 13.12.2025 um 11:21 Uhr bearbeitet
Westfalenstadion |#3687
13.12.2025 - 13:28 Uhr
Zitat von Herzog10
Zitat von Borsigplatz

Die Stadionfrage hat das Potenzial, diesen Verein komplett zu zerreißen. Ich bin mir sicher, dass es enorm Widerstand gegen Neubaupläne geben würde. Dafür hängt die Anhängerschaft einfach zu sehr an diesem Stadion. Das heißt nicht, dass wir auf ewig im Tempel spielen werden. Man wird aber versuchen es so weit wie möglich nach hinten zu schieben.

Ein Neubau wird zudem unfassbar teuer sein und sehr wahrscheinlich eine geringere Kapazität und keine Südtribüne haben. Auch das sind wieder unangenehme Dinge, die man lieber nicht kommunizieren möchte. Die Zeit der großen Neubauten ist in Deutschland auch einfach vorbei. Das wird in den nächsten Jahren garantiert nicht günstiger werden.

Ich tippe darauf, dass das Thema eventuell in zehn Jahren mal wirklich ernsthaft auf den Tisch kommt.
würde es überhaupt einen Standort geben, der die Infrastruktur eines 80.000 Mannstadion hat.
Auf die grüne Wiese, ohne ordentliches Verkehrskonzept , wäre ja auch äußerst ungünstig...
Es wurde sicher schon häufig diskutiert, aber das es nicht möglich ist, die VIP Logen deutlich zu erhöhen, kann ich mir nicht vorstellen, ob es finanziell sinnvoll wäre, dass steht auf einem anderen Blatt.
Jetzt hat man eine riesige Photovoltaikanlage montieren lassen, da sehe ich eher 25 Jahre, als 10 Jahre, dass heißt, ein neues Stadion werd ich wahrscheinlich nicht mehr erleben.


Ich sehe auch nicht, warum der Club sich dieses Zugpferd nehmen sollte. Dieses Stadion ist das Herz des Clubs und es tut überhaupt nicht Not, über ein neues nachzudenken.

Das "finanzielle Fiasko", das gerne beschworen wird, ließe sich auch innerhalb der Mauern des Westfalenstadions lösen.

Für mich ist ein großer Teil der DNA dieses Clubs aber daran geknüpft, dass man nicht so sein will wie die großen Player (Bayern, Real, PSG, Man City), also warum sollte man denen nacheifern?

Zur Erinnerung: dieser Club hat es geschafft sich Anfang der 2000er wirtschaftlich auf solide Füße zu stellen und ist ganz bewusst viele wirtschaftlich sinnvolle Wege nicht gegangen. Gleichzeitig ist in diese Phase eine massive Verzerrung der finanziellen Situationen der europäischen Vereine eingetreten, indem die PL völlig neue Sphären erschlossen hat und Investoren ihre Spielzeuge mit Geld zugepumpt haben.
Genau in dieser Phase hat der BVB es geschafft sich europäisch in sportlicher Hinsicht sukzessive als Top16, dann Top10, aktuell sogar Top8 zu etablieren.

Geld ist also ein wichtiger Faktor, aber es scheint noch wichtigere zu geben. Und ich würde das Stadion hier als großes Pfund in die Waagschale werfen.
Westfalenstadion |#3688
13.12.2025 - 14:11 Uhr
So wie ich das verstehe, ist das Hauptproblem bei den geringen Einnahmen ja weder die vielen Stehplätze, noch der Preis für die Tickets - sondern dass es so wenig VIP Logen gibt.

Da stelle ich mir die Frage: lässt sich sowas nicht ändern? Also können nicht mehr Logen gebaut werden? Offensichtlich geht das nicht, sonst würde man es ja tun (ich kann mich dran erinnern, dass diese Dinge vor 15 Jahren schon diskutiert wurden), aber warum geht das nicht?

Es gab übrigens auch mal eine Zeit, wo gesagt wurde, dass die Spieltagseinnahmen eh unwichtig werden, da die TV-Einnahmen immer weiter explodieren und somit der Anteil der Spieltagseinnahmen eh immer weiter sinkt.

Das ist aber halt mittlerweile nicht mehr so, da die TV-Gelder seit längerem stagnieren und der Markt da gesättigt scheint, während die Spieltagseinnahmen seit einigen Jahren die größten Zuwachsraten bei den Vereinen haben, also Umsatztreiber sind. Von daher ist das Thema Ticketeinnahmen für einen Verein jetzt doch wieder zunehmend relevant.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Austin_ am 13.12.2025 um 14:14 Uhr bearbeitet
Westfalenstadion |#3689
13.12.2025 - 14:36 Uhr
Zitat von Borsigplatz
Die Stadionfrage hat das Potenzial, diesen Verein komplett zu zerreißen. Ich bin mir sicher, dass es enorm Widerstand gegen Neubaupläne geben würde. Dafür hängt die Anhängerschaft einfach zu sehr an diesem Stadion. Das heißt nicht, dass wir auf ewig im Tempel spielen werden. Man wird aber versuchen es so weit wie möglich nach hinten zu schieben.

Ein Neubau wird zudem unfassbar teuer sein und sehr wahrscheinlich eine geringere Kapazität und keine Südtribüne haben. Auch das sind wieder unangenehme Dinge, die man lieber nicht kommunizieren möchte. Die Zeit der großen Neubauten ist in Deutschland auch einfach vorbei. Das wird in den nächsten Jahren garantiert nicht günstiger werden.

Ich tippe darauf, dass das Thema eventuell in zehn Jahren mal wirklich ernsthaft auf den Tisch kommt.


Also der finanzielle Nachteil wird künftig noch schwerer wiegen.

Das sind ja allein von den Mehreinnahmen zwei drei TOP Spielergehälter immJahr.

Die Diskussion, dass es Vorbehalte gegen ein neues Stadion gibt, halte ich für zeitlich.
Wenn man sich alle nNeubauten ansieht, dann merkt man, das es am Ende doch angenommen wird.
2-5 Mio. Mehr pro Heimspiel. Das sind ja unfassbare Summen. Klar muss man das auch erstmal finanziert bekommen.

Der Nachteil aus dem SIP wir in den nächsten Jahren wirklich schwer wiegen.

•     •     •

Es macht Spaß, aber es gibt wichtigeres.


10.11.2009 wir verlieren Robert Enke!

Mitglied seit: 07.06.2006
Westfalenstadion |#3690
13.12.2025 - 14:54 Uhr
Vorschlag, Trump Style: Oberrang Nordtribüne platt machen, und eine Logenwand dahinsetzen. Sind eh schrottige Plätze.

ODER: wir bauen Stellwände um jeweils 2x4 Sitze und schreiben Loge dran.
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