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Wer wird neuer Hertha-Trainer?

16.04.2019 - 11:04 Uhr
Wer wird neuer Hertha-Trainer? |#31
16.04.2019 - 12:08 Uhr
Zitat von JavairoD

Zitat von BscKsc

Zitat von JustSupertramp

Wenn man hier so mitliest, könnte man echt vom Glauben abfallen.

Zorniger, Keller, Tedesco?

Ja, dann: gute Nacht Marie (ähhh Hertha)

Tedesco immerhin Vizemeister. Wer weiß was er noch so errichen kann . Ist immerhin ein junger Trainer , der auch noch leer Geld zahlen müsste und muss

Aber immer gut , ohne Argument Sachen in die Lächerlichkeit zu ziehen


Dem fehlt das Offensivkonzept noch mehr als Dardai


Das wäre auch mein Argument gewesen. Vizemeister ist er mit einer radikal defensiven Ausrichtung geworden und vielen 1:0-Siegen. Wenn das gewünscht ist, gut.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von JustSupertramp am 16.04.2019 um 12:10 Uhr bearbeitet
Wer wird neuer Hertha-Trainer? |#32
16.04.2019 - 12:09 Uhr
Wagner ist schwer einzuschätzen, weil er 2 Jahre in Folge in der Premier League jetzt den schwächsten Kader hatte.
Da war sein Spielstil auch eher defensiv stabil stehen und viele lange Bälle. Aufgebaut hat er dort trotzdem was Großes.

Wäre mir trotzdem lieber als Hecking, Labbadia oder Stöger.
Wer wird neuer Hertha-Trainer? |#33
16.04.2019 - 12:32 Uhr
Bayern holt Conte und wir Kovac, damit hätte Micha wohl die meisten glücklich gemacht und vielleicht kommt dann sogar der Prince zurück zwinker
Wer wird neuer Hertha-Trainer? |#34
16.04.2019 - 12:34 Uhr
Mal noch ein Video über Wagner, würde mir glaub ich sehr gut gefallen:
https://www.youtube.com/watch?v=czVhWmby8J8
Wer wird neuer Hertha-Trainer? |#35
16.04.2019 - 12:34 Uhr
Zitat von sxbxstxxn
Zitat von Meister_Joda

Wie ich auf der Geschäftstelle so eben in Erfahrung bringen konnte wird David Wagner (ehemals Huddersfield) innerhalb der nächsten Tage in Berlin erwartet um erste Gespräche zu führen.


Da ich die Premier League nicht so verfolgt habe: kann jemand mehr über ihn sagen, was für Fußball lässt er so spielen?


In den beiden Jahren erste Liga war es so ziemlich das gute alte "hinten die 0 halten und vorne hilft der liebe Gott". Das lag sicher auch daran, dass er da im Grunde einen Zweitliga-Kader hatte und wohl kein Premiere-League-Verein der letzten mindestens 10 Jahre nominell schwächer besetzt war.

Was er mit einem Durchschnittskader in der Bundesliga anfangen würde, k.A.
Wer wird neuer Hertha-Trainer? |#36
16.04.2019 - 12:38 Uhr
Zitat von blurps
Zitat von sxbxstxxn

Zitat von Meister_Joda

Wie ich auf der Geschäftstelle so eben in Erfahrung bringen konnte wird David Wagner (ehemals Huddersfield) innerhalb der nächsten Tage in Berlin erwartet um erste Gespräche zu führen.


Da ich die Premier League nicht so verfolgt habe: kann jemand mehr über ihn sagen, was für Fußball lässt er so spielen?


In den beiden Jahren erste Liga war es so ziemlich das gute alte "hinten die 0 halten und vorne hilft der liebe Gott". Das lag sicher auch daran, dass er da im Grunde einen Zweitliga-Kader hatte und wohl kein Premiere-League-Verein der letzten mindestens 10 Jahre nominell schwächer besetzt war.

Was er mit einem Durchschnittskader in der Bundesliga anfangen würde, k.A.


Hm ok, habe jetzt an anderen Stellen gehört, dass es eher in Richtung Klopps Pressing Fußball gehen soll. Wie es eben in Dortmund praktiziert wird und wie er es laut Interview auch mag...

und mal im Ernst, nur das macht auch Sinn... einen Defensivspezialisten wie Tedesco braucht es mMn nicht, dann hätte man auch den Weg mit Dardai weitergehen können...
Wer wird neuer Hertha-Trainer? |#37
16.04.2019 - 12:40 Uhr
Da hier Wagner diskutiert wird... Ich habe vor einigen Tagen einen längeren Beitrag im Schalke-Forum zu ihm verfasst, der seine Arbeit ein bisschen beschreibt (der letzte Satz passt zwar nicht zur Hertha, aber wenn man den Part um Schneider streicht und Tedesco durch Dardai ersetzt bleibt mein Fazit gleich):

Zitat von Baskball
Da die Personalie hier gerade heiß diskutiert wird, möchte ich nochmal ein paar Worte zu David Wagner loswerden:

Als BVB-Fan und insbesondere als Anhänger, der seit Jahren unsere Amateure sehr genau verfolgt, habe ich über lange Jahre den Werdegang von Wagner verfolgt. Da ich ihn jedoch erst seit seiner Dortmunder Zeit im Auge habe, kann ich zu seinen Anfängen als Trainer bei Hoffenheim recht wenig sagen. Von demher kann ich aus dieser Zeit nur die Fakten aufzählen und unterm Strich steht dort je etwas mehr als ein Jahr mit der U19 und der U17, mit passablen, aber auch nicht unbedingt beeindruckenden Resultaten.

Zur Saison 11/12 holte Jürgen Klopp ihn dann zu den Amateuren des BVB, die im Vorjahr den 6ten Platz in der Regionalliga belegten. Die Ambitionen waren zu der Zeit beim BVB II hoch und der Wiederaufstieg in die dritte Liga, nach zwei Jahren Abstinenz, wurde angestrebt. Mit an Bord waren dafür Spieler wie Marcel Halstenberg, Koray Günter, Damien Le Tallec, Mario Vrancic, Marvin Bakalorz, Terrence Boyd, Jonas Hofmann und Marvin Ducksch. In seiner ersten Saison implementierte Wagner ein aggressives Pressing, das an den Spielstil von Jürgen Klopp erinnerte und somit zu der Zeit perfekt in den Verein passte. Man spielte einen begeisternden Fußball, schoss fast 2,5 Tore pro Spiel und schaffte am Ende verdient den Aufstieg, wenn auch mit nur einem Punkt Vorsprung vor Lotte. Viele der Spieler haben damals eine gute Entwicklung unter ihm genommen und u.a. in der Zeit den Anfang für ihre im Anschluss größeren Karrieren gemacht.

Im Folgejahr ging es dann in der dritten Liga zu Werke und es wurde begonnen, die Personalie Wagner etwas kritischer zu betrachten. Worauf ist das zurückzuführen? Gar nicht unbedingt auf die nackten Ergebnisse, denn man schaffte, wenn auch knapp mit drei Punkten Vorsprung, den Klassenerhalt. Es war viel eher die offensive Ideenlosigkeit, die einen als Zuschauer manches Mal schier verzweifeln ließ. Am Ende standen daher wenig überraschend lediglich 39 Tore aus 38 Spielen auf der Habenseite. Dabei waren einige der oben genannten Talente, u.a. Ducksch noch immer im Kader und auch ein Kerem Demirbay hatte inzwischen den Weg zu unserer Zweitvertretung gefunden. Die Jungs waren damals natürlich noch weit von ihrem heutigen Niveau entfernt, eine gewisse spielerische Klasse zeichnete sich aber oft in Einzelsituationen ab, immer wieder aber im kollektiven Spiel der Mannschaft. Man hatte ein gut funktionierendes Pressing, mit dem Ball am Fuß wusste man aber herzlich wenig anzufangen.

Im Jahr 13/14 spielte der BVB II also erneut in der 3ten Liga. Nach einigen Abgängen von o.a. Spielern war man im Umfeld skeptisch, doch Wagner schaffte erneut den Klassenerhalt, mit 6 Punkten Vorsprung vor dem ersten Abstiegsplatz. Offensiv schoss man 8 Tore mehr als im Vorjahr und auch wenn noch immer keine hohe Spielkultur auf dem Rasen zu sehen war, so war man doch sehr zufrieden mit den nackten Zahlen angesichts des jährlichen Umbruches und des Einbaus junger Talente wie Marian Sarr. Zur Saison 14/15 ging der Verfall des Kaders weiter und auch wenn mit Khaled Narey ein sehr talentierter Junge verpflichtet werden konnte, war das Team aufgrund des Personals ein Abstiegskandidat. So kam es schlussendlich auch und mit zwei Punkten Abstand musste man den Gang in die Regionalliga antreten. Erneut war das Spiel offensiv zu harm- und ideenlos und man kam zu lediglich 41 Toren in 38 Spielen.

Als Fan vermisste man eine Entwicklung, eine Spielkultur, die dem Team vermittelt wurde. Wenn auch auf bekanntlich schlechtem Untergrund in der Roten Erde, so hätte man sich etwas mehr Fußball und weniger Augenmerk rein auf Pressing und Kampf gewünscht. Gerade in Anbetracht der dort untergebrachten Talente und deren Entwicklung. So hingegen war es der Kloppsche Pressingfußball mit Spielern wie Großkreutz, Bender und Schmelzer, nur ohne die genialen Momente eines Götze, Lewandowski oder Kagawa. Schön anzuschauen war es demnach selten. Aber man muss auch realistisch sagen, dass der Abstieg angesichts des Kaders keine wahnsinnig große Überraschung darstellte. Anders hingegen war es mit dem Saisonstart in der Folgesaison. Nach dem Abstieg sollte der sofortige Wiederaufstieg folgen, doch das Ziel geriet schnell aus den Augen. Nach 14 Spielen stand der BVB II unter ihm bei lediglich 15 Punkten, es blieb selbst in der Regionalliga offensiv ideenlos und immer mehr Teams waren inzwischen mit dem Pressing und Gegenpressing vertraut, das Wagner bei uns implementiert hatte. In Fanforen häuften sich die Wünsche nach einer Absetzung von David Wagner, doch dann flatterte urplötzlich ein Angebot aus England herein und er ging von selber. In Fanforen fragte man sich was man in Huddersfield eigentlich mit dem Wagner möchte...

Nicht falsch verstehen, David Wagner hatte eine durchaus erfolgreiche Amtszeit beim BVB II, ansonsten bleibt man auch nicht so lange Trainer, aber die fehlende Entwicklung der Mannschaft und schließlich auch der Einzelspieler wurde auf Dauer immer kritischer gesehen. Es war angesichts der ständigen Abgänge eine schwere Aufgabe bei uns, die er lange Zeit mehr als ordentlich gemeistert hat, aber dennoch fehlte am Ende irgendwie das gewisse Etwas bei seiner Arbeit. Es war dann auch bezeichnend, dass sein Nachfolger nach den 15 Punkten aus 14 Spielen aus den verbleibenden 22 Partien noch 45 Punkte holen konnte.

Bei Huddersfield übernahm er dann eine interessante Aufgabe und implementierte in der Championship ein dort noch nicht derart verbreitetes Pressing- und Gegenpressingsystem. Schnell mauserte sich Wagner mit diesem Spielstil zum Fanliebling und entwickelte die Mannschaft durch günstige Verpflichtungen aus den unteren deutschen Ligen und insbesondere seiner Ex-Mannschaft. In seinem zweiten Jahr gelang Wagner dann etwas eigentlich Unglaubliches und Begeisterndes: Er führte Huddersfield in die Premier League. Da war sicherlich etwas Glück dabei, denn trotz tollen Pressings fehlte es ihm auch bei dieser Station an Ideen. Mit 56 Toren aus 46 Spielen und einem negativen Torverhältnis erreichte man irgendwie einen fünften Platz und setzte sich über die Playoffs durch. Ein grandioser Erfolg und wenn auch glücklich, so trug dieser Aufstieg ganz klar die Handschrift von Wagner.

In der Premier League ging es dann ums nackte Überleben, von daher kreide ich ihm die defensive Spielweise dort nicht an. Mit dem Kader war nicht viel mehr möglich und der Klassenerhalt im ersten Jahr war eine weitere Sensation. Aber auch hier stand am Ende die schwächste Offensive der Liga zu Buche. Mit dem Kader nicht wild, aber es zieht sich eben wie ein roter Faden... In dieser Saison dann lief nichts mehr zusammen, aber meine Güte, das Kapitel bei Huddersfield ist und bleibt eine riesige Erfolgsgeschichte.

Mein Fazit: David Wagner hat in seiner Karriere erfolgreiche Zeiten als Trainer gehabt, sowohl beim BVB II als auch bei Huddersfield. Er hat dabei durch gute Menschenführung überzeugt, aber auch durch intensives Pressing. Insbesondere das Gegenpressing unter ihm war wirklich stark und er konnte damit besonders überzeugen als dies in der Regionalliga, 3. Liga und der Championship noch nicht derart verbreitet, ungewohnt und "überraschend" war. Meinem Eindruck zufolge hat sich Wagner aber zunehmend schwerer getan je mehr die gegnerischen Mannschaften an diese Art des Fußballs gewöhnt waren, da unter ihm die klaren Strukturen und die Weiterentwicklung im Spiel mit Ball fehlten.

Von demher erinnert mich Wagner ein wenig an Roger Schmidt, dem es ähnlich geht, wobei Wagner dabei vielleicht noch etwas mehr bei der sozialen Kompetenz und Sympathie punktet. Unterm Strich ist Wagner in meinen Augen kein schlechter Trainer, ich habe allerdings meine Zweifel ob er sich in der Bundesliga, und dem dort weit verbreiteten Pressing, von anderen Trainer abzuheben vermag. Insofern würde Wagner zwar zur "RB-Idee" und somit womöglich auch Schneider passen, nun aber nach Tedesco einen weiteren Trainer zu implementieren, bei dem offensive Armut und fehlende Kreativität droht, das würde ich für einen Fehler halten.

•     •     •

"Wir, also der Teil der User, für den ich glaube zu sprechen, möchten nicht als Resonanzkörper fungieren für notorisch Unzufriedene, die einfach ihre Wut auskotzen. Das entspricht nicht der Idee, die hinter so einem Forum steht."

Zitat von Zweitligameister aus dem Freiburg-Forum, das sich inzwischen auf erschreckend viele andere Foren übertragen lässt.
Wer wird neuer Hertha-Trainer? |#38
16.04.2019 - 12:53 Uhr
ich weiß nicht, ob er frei ist, aber was wäre mit magath als trainer UND manager in personalunion?
Wer wird neuer Hertha-Trainer? |#39
16.04.2019 - 12:58 Uhr
Steffen Baumgart von Paderborn vielleicht?
2 Jahre erfolgreiche Arbeit und die brennen in der Offensive ordentlich was ab.

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Lass die Leute reden und lächle einfach mild
Die meisten Leute haben ihre Bildung aus der Bild
Und die besteht nun mal, wer wüsste das nicht
Aus Angst, Hass, Titten und dem Wetterbericht!

Die Ärzte - Lasse Redn

Erste Liebe: Hertha BSC
Lokale Liebe: 1.FC Heidenheim 1846 & SSV Ulm 1846
Wer wird neuer Hertha-Trainer? |#40
16.04.2019 - 13:01 Uhr
Zitat von Hertha-Schwabe
ich weiß nicht, ob er frei ist, aber was wäre mit magath als trainer UND manager in personalunion?


uaaaah gruselvorstellung deluxe ÜberraschtStirnrunzelnd
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