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Untere Klassen

22.06.2011 - 16:19 Uhr
Untere Klassen |#1651
11.11.2013 - 22:57 Uhr
Zitat von tiro_libre:
aber ob mitglieder einen verein wirklich wohlüberlegt und zu seinem wohle führen können, bleibt zumindest fraglich. gerade wenn ich sehe, was eventuell in dresden auf uns zu kommt ab dem 16.11..


Ich glaube, er meinte eher, dass Mitglieder an sich ein Recht auf Führung des Vereins hätten - sprich faire Aufnahmebedingungen (800€ für den Mitgliedsbeitrag pro Jahr ist schon eine dicke Farce) und entsprechendes Mitspracherecht bei Mitgliedsversammlungen, etc.

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Du siehst gut aus. Heute schon gekotzt?
Untere Klassen |#1652
11.11.2013 - 23:19 Uhr
Zitat von Cookie_Monster:

Du glaubst doch nicht ernsthaft, dass RB sein eigenen Millionenprojekt aus der Hand gibt.;)


Nein, ich bin mir sicher das dies so schnell nicht passiert. Aber muss ich deswegen schlecht schlafen? Ich hoffe der DFB prüft das ganze mal, aber ansonsten sollen sich die sogenannten Mitglieder damit rumärgern. Mich würde es anstinken, wenn man als Mitglied der Dumme ist...aber ist halt RB, da ist man sowieso der Dumme.

Und was die Jugend angeht: wieviele Jugendspieler werben wir von anderen Vereinen ab. Und die wirklich Talentierten gingen nach Mainz und Wolfsburg...und was haben wir davon gehabt?
Untere Klassen |#1653
11.11.2013 - 23:24 Uhr
Zitat von tiro_libre:

aber ob mitglieder einen verein wirklich wohlüberlegt und zu seinem wohle führen können, bleibt zumindest fraglich. gerade wenn ich sehe, was eventuell in dresden auf uns zu kommt ab dem 16.11..


Ich sehe du hast die versteckte Ironie zum Thema gefunden ;) Manchmal kann man wirklich auf die Idee kommen: wenn unsere Mitglieder weniger Rechte hätten, könnten sie zumindest auch keinen Schaden anrichten.
Aber letztendlich bin ich eher für Demokratie als für Diktatur, egal wie es ausgehen mag.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Babbichs_Guutsl am 11.11.2013 um 23:25 Uhr bearbeitet
Untere Klassen |#1654
12.11.2013 - 12:15 Uhr
So falsch ist die These gar nicht, dass auch unsere geliebte SGD wie das Konstrukt "Rasenballsport Leipzig e.V." nur ein Kunstprodukt ist. 1953 gab es keine fußballbegeisterten Dresdner, die sich in freier Willensentschließung und demokratisch verfasst als Verein zusammenschlossen. Es gab vielmehr einen politischen Beschluss, der umgesetzt wurde. Aber: Die SGD war ein Kind ihrer Zeit. Es gab gar keine Möglichkeit, einen "bürgerlichen" Verein nach heutigem Verständnis zu gründen. Insofern war die SGD nur eine unter Vielen und keine Organisation (ich rede bewusst nicht von Verein) mit irgendwelchen Alleinstellungsmerkmalen.
RBL ist hingegen einzigartig und geht ganz bewusst Wege, die bisher keiner gegangen ist und die bisher wohl auch keiner gesehen hat. Das Unternehmen RedBull begnügt sich nicht damit, nur Sponsor eines Vereines zu sein, sondern BedBull ist der Verein selbst. Die nach BGB mindestens erforderlichen 7 Mitglieder sind letztlich handverlesene Marionetten von Matteschitz, der den Verein nach seinem Willen beherrscht. Dies mag eklatant gegen den Geist von 50+1 verstoßen, ist aber nicht verboten, da 50+1 nur für aus dem Verein ausgegliederte Kapitalgesellschaften und nicht für den Verein selbst gilt. Auf die teuflisch geniale Idee, dass ein Investor seinen eigenen Verein gründet und beherrscht, sind die im traditionellen Vereinsdenken verhafteten Verfasser von 50+1 nicht im Ansatz gekommen. Man kann ihnen dies auch nicht verübeln.
Jedoch muss man sich keine Sorgen machen, dass das „Red-Bull-Prinzip“ allzu viele erfolgreiche Nachahmer finden könnte. In Leipzig herrschten einmalige Bedingungen vor. Da waren zunächst die beiden Traditionsvereine bzw. deren Zerfallsprodukte, die sich über Jahre selbst zerfleischten und in den Ruin trieben, so dass RBL als lachender Dritter freie Bahn hatte. Da war die Stadt, die neben Essen als einzige Stadt in Deutschland mit mehr als 500k Einwohner keinen Profiverein in der 1. bis 3. Liga vorweisen konnte. Hinzu kam eine bis dahin ungenutzte erstligareife Infrastruktur. Und letztlich gab es das Selbstverständnis der Leipziger, in einer traditionellen Fußballhochburg zu leben (Gründung DFB, erster Deutscher Meister, legendäre EC-Schlachten). Hieraus erhoben die Leipziger den Anspruch auf hochklassigen Fußball in ihrer Stadt. Um den zu erleben, waren sie in ihrer geschundenen Seele bereit, den Pakt mit dem Teufel zu schließen (ist es nicht genial, dass diese Metapher gerade zu Leipzig passt?). Sch… auf die Vereinsdemokratie und auf traditionelle Fankultur, wenn der in Hochglanz gekleidete Diktator mindestens die 1. BL verspricht. Für dieses Versprechen lässt sich der Leipziger gerne einreden, dass die Mitbestimmung der Fans eh überschätzt wird. Und er macht sich auch keine großen Gedanken, dass er als Werbeobjekt missbraucht wird, wenn er „RedBull“ bzw. den „Roten Bullen“ huldigt, obwohl der Verein „Rasenballsport“ heißt. Wir sollten freilich nicht so arrogant sein und behaupten, dass wir uns niemals so verhalten hätten. Wir können von Glück reden, dass der Name „Dynamo“ nicht vorschnell auf der Müllhalde der Geschichte verschwand und es trotz Bemühungen eines Vereines, dessen Namen ich gern vergessen habe, immer nur eine klare Nummer 1 in der Stadt gab.
Ohne RedBull hätte Leipzig das Tal der Tränen nicht verlassen und ohne Leipzig mit seinen einzigartigen Bedingungen wäre es RedBull nicht möglich gewesen, mit derartigen Strukturen im deutschen Fußball Fuß zu fassen. Und wenn zwei Seiten nur gewinnen können, gehen sie halt zusammen. Aufhalten lässt sich das Projekt eh nicht mehr. Es war schon in dem Moment zu spät, als der SSV Markranstädt für ordentlich Geld sein Spielrecht an das neue Konstrukt verkaufte. Es ist also eine Ironie der Geschichte, dass ein demokratisch verfasster, traditioneller Verein den Geburtshelfer für das ungeliebte Konstrukt gab.

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Unser ganzes Leben lang stehen wir in deinem Bann!
Untere Klassen |#1655
12.11.2013 - 12:35 Uhr
wenn ich mich noch richtig erinnern kann, war leipzig eigentlich nicht die top-wahl von mateschitz

ich meine, er wollte erst in jena dieses projekt mit carl zeiiss aufziehen, was dann aber aus
irgendwelchen gründen scheiterte

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Ich glaube, man wechselt nicht zu diesem Verein, wenn man sich vorher nicht wirklich damit beschäftigt, was es heißt, Dynamo-Dresden-Spieler zu sein. Jonas Oehmichen
Untere Klassen |#1656
12.11.2013 - 12:37 Uhr
Zitat von black-yellow:
wenn ich mich noch richtig erinnern kann, war leipzig eigentlich nicht die top-wahl von mateschitz

ich meine, er wollte erst in jena dieses projekt mit carl zeiiss aufziehen, was dann aber aus
irgendwelchen gründen scheiterte


Erste Wahl war Fortuna Düsseldorf, wenn ich mich nicht irre . ;)

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Das ist der schlimmste Tag ,seit ich beim HSV bin.
Wenn ich sehe wie die St Paulianer in unserem Stadion feiern,
könnte ich kotzen .
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B. Reinhardt 16.02. 2011
Untere Klassen |#1657
12.11.2013 - 13:05 Uhr
Zitat von tiro_libre:

aber ob mitglieder einen verein wirklich wohlüberlegt und zu seinem wohle führen können, bleibt zumindest fraglich.

Sportlich verspricht die fehlende Vereinsdemokratie durchaus Erfolg. Es gibt keine langwierigen Entscheidungsprozesse, sondern Anweisungen werden auf kurzem Wege umgesetzt. Meine Tochter spielt F-Jugend und hatte kürzlich ein Freundschaftsspiel gegen RBL. Bereits dort hat man gesehen, dass es einen Plan gibt, der offensichtlich vom Jugend- bis in den Erwachsenenbereich straff durchgezogen wird. Beim Erwärmen verteilten die Trainer Hütchen und gaben kurze Anweisungen und jeder der Zwerge wusste, wohin er zu rennen hat. Im Spiel rief der Trainer "Zustellen" und die drei Spieler, die dem Ballführenden am Nächsten waren, rannten diesen konsequent an. Soetwas Systematisches habe ich in der F-Jugend noch nie gesehen. Genützt hat es ihnen nix. Die Guten haben 5:0 gewonnen. :D Aber wenn die ihr System durchziehen und ihnen hierbei nicht irgendwelche Aufsichtsräte reinquatschen, die vom Sportlichen keine Ahnung haben, werden die spätestens ab der D-Jugend alles überrollen. Und das hat nichts damit zu tun, dass sie irgendwann die besten Spieler abwerben, sondern ein ganzheitliches System einpauken, was Erfolg verspricht. In Bezug auf die SGD können wir daraus lernen, dass Vereinsdemokratie wichtig und erhaltenswert ist, es aber im rein sportlichen Bereich unerlässlich ist, wenigen Fachleuten die Entscheidungsbefugnis zu übertragen.

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Unser ganzes Leben lang stehen wir in deinem Bann!
Untere Klassen |#1658
12.11.2013 - 13:23 Uhr
Zitat von Traumtor_71:
Zitat von black-yellow:
wenn ich mich noch richtig erinnern kann, war leipzig eigentlich nicht die top-wahl von mateschitz

ich meine, er wollte erst in jena dieses projekt mit carl zeiiss aufziehen, was dann aber aus
irgendwelchen gründen scheiterte


Erste Wahl war Fortuna Düsseldorf, wenn ich mich nicht irre . ;)


Und warum hat er es nicht in Jena oder D-Dorf gemacht? Weil es dort nicht möglich war, einen von RedBull beherrrschten Konkurenzverein zu etablieren oder den bestehenden Traditionsverein beherrschend zu übernehmen. Würde irgendwer zu RB Düsseldorf gehen, so lange es die Fortuna gibt? Oder wie hätte Matteschitz die Fortuna mit ihren mehr als 20.000 Mitgliedern kontrollieren wollen? Der Typ ist ja nicht blöd und hat aus den Erfahrungen mit der Übernahme der Austria in Salzburg sicher gelernt. Er hat doch bereits in der F1 gezeigt, was er will. Es reicht nicht, als Sponsor auf dem Heckspoiler zu kleben, sondern es muss schon ein eigener Rennstall sein. So macht er es auch im Fußball. Der Verein, der zum Werbeträger auserkoren wird, muss ihm alleine gehören. Und er muss in absehbarer Zeit auch Erfolg haben, um die Werbebotschaft platzieren zu können. In der Summe dieser beiden Anforderungen kam nur Leipzig in Frage.

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Unser ganzes Leben lang stehen wir in deinem Bann!
Untere Klassen |#1659
12.11.2013 - 13:42 Uhr
Weiterer Grund wäre wohl auch das Stadion. In Jena steht eine alte Mühle, in Leipzig ein nagelneues.

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Du siehst gut aus. Heute schon gekotzt?
Untere Klassen |#1660
12.11.2013 - 14:16 Uhr
Matteschitz hatte einige erfolgslose große Vereine abgeklappert. Darunter sollen auch Dynamo, Hansa, Madgeburg gewesen sein.
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