Trainersuche! Wer wird der Neue? (7)
22.10.2024 - 15:40 Uhr
22.10.2024 - 18:06 Uhr
Jan Siewert fänd ich ja spannend, der ist jung, hat viel im Nachwuchsbereich gearbeitet und lässt das gleiche System spielen, wie Zorniger - was, wenn ich mir Euren Kader anschaue, auch ziemlich passend sein dürfte. Dass der in Mainz zuletzt keinen Erfolg hatte, würde ich nicht ihm in erster Linie anrechnen, sondern der Tatsache, dass diese Mannschaft einfach keine Tore schießen konnte - und Amiri zu spät kam, um dann noch unter Siewert den Turnaround zu schaffen. Grundsätzlich bringt Mainz ja doch recht häufig gute Trainer hervor...
22.10.2024 - 18:24 Uhr
Jan Siewert ist definitiv interessant, jedoch sehe ich auch eine interne Lösung mit Leo Haas und wenn's nicht funktioniert Petr Ruman.
Wir müssen ja noch Abfindungen oder Gehälter bis 26 zahlen...
Wir müssen ja noch Abfindungen oder Gehälter bis 26 zahlen...
22.10.2024 - 18:27 Uhr
Als Nachfolger für RA wünsche ich mir Achim Beierlorzer, könnte zur Not auch Trainer sein.
22.10.2024 - 18:34 Uhr
Siewert " lässt das gleiche System spielen, wie Zorniger - was, wenn ich mir Euren Kader anschaue, auch ziemlich passend sein dürfte." Eben genau das brauchen wir nicht und der Kader hat eben nicht zu AZ Vorstellung gepasst!
Und jetzt schau mer mal, was Leo bringt. Besser als einen Schnellschuss.
Und jetzt schau mer mal, was Leo bringt. Besser als einen Schnellschuss.
22.10.2024 - 19:18 Uhr
Ich werfe Tobias Schweinsteiger und Michael Wimmer in den Ring.
22.10.2024 - 21:05 Uhr
Zitat von KleeblattFan4ever
Michael Köllner, JA er hat Nürnberg Vergangenheit, aber ich halt sehr viel von Ihm... auch wenn es paradox ist, den Trainer nach dem Club Spiel zu entlassen und einen ehemaligen Cluberer zu holen, aber hier sollte man das Ego hinten anstellen und die beste Entscheidung für die SpVgg treffen.
Michael Köllner, JA er hat Nürnberg Vergangenheit, aber ich halt sehr viel von Ihm... auch wenn es paradox ist, den Trainer nach dem Club Spiel zu entlassen und einen ehemaligen Cluberer zu holen, aber hier sollte man das Ego hinten anstellen und die beste Entscheidung für die SpVgg treffen.
Ich kann mich noch gut an die Saison 2019/20 erinnern. Die Löwenlegende Daniel Bierofka, die uns von der RL Bayern in die 3. Liga geführt hatte, stellte nach einem 4:2 Heimerfolg über den FC Viktoria Köln seinen Posten zur Verfügung. Er tat dies wegen interner Querelen und obwohl er noch einen gültigen Vertrag bis 2022 in der Tasche hatte. Am nächsten Spieltag saß dann der Co-Trainer Oliver Beer auf der Bank und der TSV 1860 München gewann mit 0:1 beim HFC. Nach dem Treffer feierte die Mannschaft Daniel Bierofka mit einem emotionalen Gruß an den nun ehemaligen Trainer.
Als Nachfolger für Biero stand an diesem Tag bereits Michael Köllner fest, der einige Jahre zuvor mit dem 1. FC Nürnberg in die 1. Bundesliga aufgestiegen war. Bei dieser Personalie hatte ich von Anfang an ein gutes Gefühl. Köllner übernahm die Mannschaft auf Platz 12 mit 20 Punkten aus den ersten 15 Spielen (Schnitt = 1,33). Unter dem neuen Coach holte der TSV 38 Zähler aus 23 Partien (Schnitt: 1,65) und schloss die Saison mit 58 Zählern auf dem achten Rang ab. Zudem gewann man zum ersten und bisher einzigen mal bei insgesamt 7 Teilnahmen, den Bayerischen Landespokal.
Ihr könnt euch sicher vorstellen wie schwer es ist, beim TSV 1860 München in die übergroßen Fußstapfen eines Daniel Bierofkas zu treten. Doch Michael Köllner gelang es sehr schnell mit sehenswerten Fußball, die Fans auf seine Seite zu ziehen. Und das obwohl die Anhängerschaft des TSV seit vielen Jahren tief gespalten ist (e.V. - Unterstützer vs. Anhänger von Hasan Ismaik). In den beiden folgenden Spielzeiten verpassten die Löwen mit jeweils einem vierten Platz nur ganz knapp den Aufstieg in die 2. Bundesliga.. Vor der Saison 2022/23 liess Köllner auf dem Sommerfest des TSV verlauten, dass die Fans im nächsten Mai etwas zu feiern haben werden. Nachdem die Mannschaft 19 Punkte aus den ersten 7 Spielen holte und damit Tabellenführer der 3. Liga war, träumten viele Löwenfans - mich eingeschlossen - von der ersehnten Rückkehr in die 2. Bundesliga. Doch nach einer zum damaligen Zeitpunkt überraschend deutlichen 4:1 Auswärtsniederlage beim Drittligaaufsteiger SV 07 Elversberg (der am Ende als Meister den Durchmarsch in die 2. Bundesliga schaffte), viel man in der Tabelle immer weiter zurück. Als man am 20. Spieltag zu Hause nach einer 1:0 Führung noch mit 1:2 gegen Dynamo Dresden verlor, musste Köllner seinen Hut nehmen. Die Mannschaft stand damals auf Rang 6 und der Rückstand auf Platz 3 betrug nur drei Punkte. Am Ende der Saison landeten die Löwen auf dem 8. Platz.
Michael Köllner wurde bei seiner Entlassung nicht nur die erste sportliche Krise während seiner Amtszeit bei 1860 zum Verhängnis. Vielmehr hatte er sich mit einigen Aussagen auch bei Teilen der Fans in Misskredit gebracht. Zudem wurde ihm eine gewisse Nähe zur Investorenseite attestiert und in der Summe führte dass dann alles zu seiner Freistellung. Beim Derby gegen Unterhaching saß er am letzten Sonntag auf der Tribüne. Als ich ihn da so sitzen sah wurde mir so richtig bewusst, dass er der beste Trainer war, der unsere Mannschaft in den bisherigen sieben Drittligaspielzeiten gecoacht hat. Obwohl er zuletzt mit dem FC Ingolstadt 04 nicht erfolgreich war könnte ich mir durchaus vorstellen, dass er der richtige Coach für euch wäre. Das Kleeblatt hat als dreimaliger Deutscher Meister was die Tradition und Fanszene betrifft, auch eine ganz andere Strahlkraft als die Schanzer. Zudem würde er beim erfolgreichsten Zweitligaverein aller Zeiten (Platz 1 in der Ewigen Tabelle) anheuern.
Viel mehr als die Entlassung von Alexander Zorniger hat mich überrascht, daass auch Rachid Azzouzi seinen Stuhl nehmen musste. Der frühere Spieler der SpVgg ist ja bereits eine gefühlte Ewigkeit als Funktionär bei euch tätig. Dass jetzt mit Leo Haas der Cheftrainer der U23 bis zur Winterpause interimsweise die Mannschaft übernimmt könnte darauf hindeuten, dass man zunächst einmal einen Nachfolger für den Sportchef Azzouzi installieren möchte. Das würde aus meiner Sicht auch durchaus Sinn machen.
Ich kann durchaus verstehen, wenn der ein oder andere Kleeblatt-Fan große Bauchschmerzen wegen Köllners Vergangenheit beim 1. FC Nürnberg hat. Als seinerzeit Sascha Mölders aus der 1. Bundesliga vom FC Augsburg zum TSV 1860 München in die 2. Liga wechselte gab es nicht wenige Löwenfans, die ihn wegen seiner Vergangenheit bei den Schwaben nicht gerade mit offenen Armen empfangen haben. Ich persönlich lebe im Bayerischen Wald und konnte noch nie etwas mit der Rivalität des TSV mit dem FC Augsburg anfangen. Aber es gibt genügend Leute, die bei diesem Thema im wahrsten Sinne des Wortes "Rot" sehen. Trotz Mölders sind wir seinerzeit abgestiegen und bis in die RL Bayern durchgereicht worden. Sascha hielt uns dennoch die Treue und ohne seine zahlreichen Tore wären wir 2017/18 nicht in die 3. LIga aufgestiegen. So wurde aus einem ehemaligen Spieler des FCA eine Löwenlegende. Natürlich lässt sich das nicht 1 zu 1 mit der Personalie Köllner und schon gar nicht der noch viel größere Rivalität zwischen euch und dem Club vergleichen. Aber ich glaube ihr wisst, worauf ich hinaus will.
Bei der GF Sport und Trainersuche wünsche ich euch ein glückliches Händchen. Ich würde zwar gerne mal wieder ein Ligaspiel zwischen dem Kleeblatt und meinen Löwen erleben, aber bitte nicht in der 3. Liga. Von daher wünsche ich euch für den weiteren Saisonverlauf viel Erfolg und hoffe, dass meine Löwen in den nächsten Jahren doch mal wieder den Sprung in die 2. Bundesliga schaffen und unsere Vereine dann dort die Klingen kreuzen werden.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von ScottishLion am 22.10.2024 um 21:21 Uhr bearbeitet
22.10.2024 - 21:24 Uhr
Zitat von Ronhof
Ich denke mal man wird Haas 3-4 Spiele geben und dann je nach Ergebnis sich umschauen. Ich hoffe auf etwas jüngeres aus einer der Regionalligen. Ein Schuster, Lieberknecht und wie sie alle heißen, passen eigentlich nicht zum Fürther Weg. Aber nach der zeitgleichen Entlassung von RA scheint dieser nun etwas aufgebrochen zu sein.
Ich denke mal man wird Haas 3-4 Spiele geben und dann je nach Ergebnis sich umschauen. Ich hoffe auf etwas jüngeres aus einer der Regionalligen. Ein Schuster, Lieberknecht und wie sie alle heißen, passen eigentlich nicht zum Fürther Weg. Aber nach der zeitgleichen Entlassung von RA scheint dieser nun etwas aufgebrochen zu sein.
Wenn ich es richtig verstanden habe, soll der neue Trainer nicht vor der Winterpause kommen und bis dahin Leo Haas übernehmen. Macht gute Arbeit in der 2. Mannschaft, aber ob er auch in der 2. Liga zurecht kommt...
22.10.2024 - 21:25 Uhr
Zitat von ScottishLion
Ich kann mich noch gut an die Saison 2019/20 erinnern. Die Löwenlegende Daniel Bierofka, die uns von der RL Bayern in die 3. Liga geführt hatte, stellte nach einem 4:2 Heimerfolg über den FC Viktoria Köln seinen Posten zur Verfügung. Er tat dies wegen interner Querelen und obwohl er noch einen gültigen Vertrag bis 2022 in der Tasche hatte. Am nächsten Spieltag saß dann der Co-Trainer Oliver Beer auf der Bank und der TSV 1860 München gewann mit 0:1 beim HFC. Nach dem Treffer feierte die Mannschaft Daniel Bierofka mit einem emotionalen Gruß an den nun ehemaligen Trainer.
Als Nachfolger für Biero stand an diesem Tag bereits Michael Köllner fest, der einige Jahre zuvor mit dem 1. FC Nürnberg in die 1. Bundesliga aufgestiegen war. Bei dieser Personalie hatte ich von Anfang an ein gutes Gefühl. Köllner übernahm die Mannschaft auf Platz 12 mit 20 Punkten aus den ersten 15 Spielen (Schnitt = 1,33). Unter dem neuen Coach holte der TSV 38 Zähler aus 23 Partien (Schnitt: 1,65) und schloss die Saison mit 58 Zählern auf dem achten Rang ab. Zudem gewann man zum ersten und bisher einzigen mal bei insgesamt 7 Teilnahmen, den Bayerischen Landespokal.
Ihr könnt euch sicher vorstellen wie schwer es ist, beim TSV 1860 München in die übergroßen Fußstapfen eines Daniel Bierofkas zu treten. Doch Michael Köllner gelang es sehr schnell mit sehenswerten Fußball, die Fans auf seine Seite zu ziehen. Und das obwohl die Anhängerschaft des TSV seit vielen Jahren tief gespalten ist (e.V. - Unterstützer vs. Anhänger von Hasan Ismaik). In den beiden folgenden Spielzeiten verpassten die Löwen mit jeweils einem vierten Platz nur ganz knapp den Aufstieg in die 2. Bundesliga.. Vor der Saison 2022/23 liess Köllner auf dem Sommerfest des TSV verlauten, dass die Fans im nächsten Mai etwas zu feiern haben werden. Nachdem die Mannschaft 19 Punkte aus den ersten 7 Spielen holte und damit Tabellenführer der 3. Liga war, träumten viele Löwenfans - mich eingeschlossen - von der ersehnten Rückkehr in die 2. Bundesliga. Doch nach einer zum damaligen Zeitpunkt überraschend deutlichen 4:1 Auswärtsniederlage beim Drittligaaufsteiger SV 07 Elversberg (der am Ende als Meister den Durchmarsch in die 2. Bundesliga schaffte), viel man in der Tabelle immer weiter zurück. Als man am 20. Spieltag zu Hause nach einer 1:0 Führung noch mit 1:2 gegen Dynamo Dresden verlor, musste Köllner seinen Hut nehmen. Die Mannschaft stand damals auf Rang 6 und der Rückstand auf Platz 3 betrug nur drei Punkte. Am Ende der Saison landeten die Löwen auf dem 8. Platz.
Michael Köllner wurde bei seiner Entlassung nicht nur die erste sportliche Krise während seiner Amtszeit bei 1860 zum Verhängnis. Vielmehr hatte er sich mit einigen Aussagen auch bei Teilen der Fans in Misskredit gebracht. Zudem wurde ihm eine gewisse Nähe zur Investorenseite attestiert und in der Summe führte dass dann alles zu seiner Freistellung. Beim Derby gegen Unterhaching saß er am letzten Sonntag auf der Tribüne. Als ich ihn da so sitzen sah wurde mir so richtig bewusst, dass er der beste Trainer war, der unsere Mannschaft in den bisherigen sieben Drittligaspielzeiten gecoacht hat. Obwohl er zuletzt mit dem FC Ingolstadt 04 nicht erfolgreich war könnte ich mir durchaus vorstellen, dass er der richtige Coach für euch wäre. Das Kleeblatt hat als dreimaliger Deutscher Meister was die Tradition und Fanszene betrifft, auch eine ganz andere Strahlkraft als die Schanzer. Zudem würde er beim erfolgreichsten Zweitligaverein aller Zeiten (Platz 1 in der Ewigen Tabelle) anheuern.
Viel mehr als die Entlassung von Alexander Zorniger hat mich überrascht, daass auch Rachid Azzouzi seinen Stuhl nehmen musste. Der frühere Spieler der SpVgg ist ja bereits eine gefühlte Ewigkeit als Funktionär bei euch tätig. Dass jetzt mit Leo Haas der Cheftrainer der U23 bis zur Winterpause interimsweise die Mannschaft übernimmt könnte darauf hindeuten, dass man zunächst einmal einen Nachfolger für den Sportchef Azzouzi installieren möchte. Das würde aus meiner Sicht auch durchaus Sinn machen.
Ich kann durchaus verstehen, wenn der ein oder andere Kleeblatt-Fan große Bauchschmerzen wegen Köllners Vergangenheit beim 1. FC Nürnberg hat. Als seinerzeit Sascha Mölders aus der 1. Bundesliga vom FC Augsburg zum TSV 1860 München in die 2. Liga wechselte gab es nicht wenige Löwenfans, die ihn wegen seiner Vergangenheit bei den Schwaben nicht gerade mit offenen Armen empfangen haben. Ich persönlich lebe im Bayerischen Wald und konnte noch nie etwas mit der Rivalität des TSV mit dem FC Augsburg anfangen. Aber es gibt genügend Leute, die bei diesem Thema im wahrsten Sinne des Wortes "Rot" sehen. Trotz Mölders sind wir seinerzeit abgestiegen und bis in die RL Bayern durchgereicht worden. Sascha hielt uns dennoch die Treue und ohne seine zahlreichen Tore wären wir 2017/18 nicht in die 3. LIga aufgestiegen. So wurde aus einem ehemaligen Spieler des FCA eine Löwenlegende. Natürlich lässt sich das nicht 1 zu 1 mit der Personalie Köllner und schon gar nicht der noch viel größere Rivalität zwischen euch und dem Club vergleichen. Aber ich glaube ihr wisst, worauf ich hinaus will.
Bei der GF Sport und Trainersuche wünsche ich euch ein glückliches Händchen. Ich würde zwar gerne mal wieder ein Ligaspiel zwischen dem Kleeblatt und meinen Löwen erleben, aber bitte nicht in der 3. Liga. Von daher wünsche ich euch für den weiteren Saisonverlauf viel Erfolg und hoffe, dass meine Löwen in den nächsten Jahren doch mal wieder den Sprung in die 2. Bundesliga schaffen und unsere Vereine dann dort die Klingen kreuzen werden.
Zitat von KleeblattFan4ever
Michael Köllner, JA er hat Nürnberg Vergangenheit, aber ich halt sehr viel von Ihm... auch wenn es paradox ist, den Trainer nach dem Club Spiel zu entlassen und einen ehemaligen Cluberer zu holen, aber hier sollte man das Ego hinten anstellen und die beste Entscheidung für die SpVgg treffen.
Michael Köllner, JA er hat Nürnberg Vergangenheit, aber ich halt sehr viel von Ihm... auch wenn es paradox ist, den Trainer nach dem Club Spiel zu entlassen und einen ehemaligen Cluberer zu holen, aber hier sollte man das Ego hinten anstellen und die beste Entscheidung für die SpVgg treffen.
Ich kann mich noch gut an die Saison 2019/20 erinnern. Die Löwenlegende Daniel Bierofka, die uns von der RL Bayern in die 3. Liga geführt hatte, stellte nach einem 4:2 Heimerfolg über den FC Viktoria Köln seinen Posten zur Verfügung. Er tat dies wegen interner Querelen und obwohl er noch einen gültigen Vertrag bis 2022 in der Tasche hatte. Am nächsten Spieltag saß dann der Co-Trainer Oliver Beer auf der Bank und der TSV 1860 München gewann mit 0:1 beim HFC. Nach dem Treffer feierte die Mannschaft Daniel Bierofka mit einem emotionalen Gruß an den nun ehemaligen Trainer.
Als Nachfolger für Biero stand an diesem Tag bereits Michael Köllner fest, der einige Jahre zuvor mit dem 1. FC Nürnberg in die 1. Bundesliga aufgestiegen war. Bei dieser Personalie hatte ich von Anfang an ein gutes Gefühl. Köllner übernahm die Mannschaft auf Platz 12 mit 20 Punkten aus den ersten 15 Spielen (Schnitt = 1,33). Unter dem neuen Coach holte der TSV 38 Zähler aus 23 Partien (Schnitt: 1,65) und schloss die Saison mit 58 Zählern auf dem achten Rang ab. Zudem gewann man zum ersten und bisher einzigen mal bei insgesamt 7 Teilnahmen, den Bayerischen Landespokal.
Ihr könnt euch sicher vorstellen wie schwer es ist, beim TSV 1860 München in die übergroßen Fußstapfen eines Daniel Bierofkas zu treten. Doch Michael Köllner gelang es sehr schnell mit sehenswerten Fußball, die Fans auf seine Seite zu ziehen. Und das obwohl die Anhängerschaft des TSV seit vielen Jahren tief gespalten ist (e.V. - Unterstützer vs. Anhänger von Hasan Ismaik). In den beiden folgenden Spielzeiten verpassten die Löwen mit jeweils einem vierten Platz nur ganz knapp den Aufstieg in die 2. Bundesliga.. Vor der Saison 2022/23 liess Köllner auf dem Sommerfest des TSV verlauten, dass die Fans im nächsten Mai etwas zu feiern haben werden. Nachdem die Mannschaft 19 Punkte aus den ersten 7 Spielen holte und damit Tabellenführer der 3. Liga war, träumten viele Löwenfans - mich eingeschlossen - von der ersehnten Rückkehr in die 2. Bundesliga. Doch nach einer zum damaligen Zeitpunkt überraschend deutlichen 4:1 Auswärtsniederlage beim Drittligaaufsteiger SV 07 Elversberg (der am Ende als Meister den Durchmarsch in die 2. Bundesliga schaffte), viel man in der Tabelle immer weiter zurück. Als man am 20. Spieltag zu Hause nach einer 1:0 Führung noch mit 1:2 gegen Dynamo Dresden verlor, musste Köllner seinen Hut nehmen. Die Mannschaft stand damals auf Rang 6 und der Rückstand auf Platz 3 betrug nur drei Punkte. Am Ende der Saison landeten die Löwen auf dem 8. Platz.
Michael Köllner wurde bei seiner Entlassung nicht nur die erste sportliche Krise während seiner Amtszeit bei 1860 zum Verhängnis. Vielmehr hatte er sich mit einigen Aussagen auch bei Teilen der Fans in Misskredit gebracht. Zudem wurde ihm eine gewisse Nähe zur Investorenseite attestiert und in der Summe führte dass dann alles zu seiner Freistellung. Beim Derby gegen Unterhaching saß er am letzten Sonntag auf der Tribüne. Als ich ihn da so sitzen sah wurde mir so richtig bewusst, dass er der beste Trainer war, der unsere Mannschaft in den bisherigen sieben Drittligaspielzeiten gecoacht hat. Obwohl er zuletzt mit dem FC Ingolstadt 04 nicht erfolgreich war könnte ich mir durchaus vorstellen, dass er der richtige Coach für euch wäre. Das Kleeblatt hat als dreimaliger Deutscher Meister was die Tradition und Fanszene betrifft, auch eine ganz andere Strahlkraft als die Schanzer. Zudem würde er beim erfolgreichsten Zweitligaverein aller Zeiten (Platz 1 in der Ewigen Tabelle) anheuern.
Viel mehr als die Entlassung von Alexander Zorniger hat mich überrascht, daass auch Rachid Azzouzi seinen Stuhl nehmen musste. Der frühere Spieler der SpVgg ist ja bereits eine gefühlte Ewigkeit als Funktionär bei euch tätig. Dass jetzt mit Leo Haas der Cheftrainer der U23 bis zur Winterpause interimsweise die Mannschaft übernimmt könnte darauf hindeuten, dass man zunächst einmal einen Nachfolger für den Sportchef Azzouzi installieren möchte. Das würde aus meiner Sicht auch durchaus Sinn machen.
Ich kann durchaus verstehen, wenn der ein oder andere Kleeblatt-Fan große Bauchschmerzen wegen Köllners Vergangenheit beim 1. FC Nürnberg hat. Als seinerzeit Sascha Mölders aus der 1. Bundesliga vom FC Augsburg zum TSV 1860 München in die 2. Liga wechselte gab es nicht wenige Löwenfans, die ihn wegen seiner Vergangenheit bei den Schwaben nicht gerade mit offenen Armen empfangen haben. Ich persönlich lebe im Bayerischen Wald und konnte noch nie etwas mit der Rivalität des TSV mit dem FC Augsburg anfangen. Aber es gibt genügend Leute, die bei diesem Thema im wahrsten Sinne des Wortes "Rot" sehen. Trotz Mölders sind wir seinerzeit abgestiegen und bis in die RL Bayern durchgereicht worden. Sascha hielt uns dennoch die Treue und ohne seine zahlreichen Tore wären wir 2017/18 nicht in die 3. LIga aufgestiegen. So wurde aus einem ehemaligen Spieler des FCA eine Löwenlegende. Natürlich lässt sich das nicht 1 zu 1 mit der Personalie Köllner und schon gar nicht der noch viel größere Rivalität zwischen euch und dem Club vergleichen. Aber ich glaube ihr wisst, worauf ich hinaus will.
Bei der GF Sport und Trainersuche wünsche ich euch ein glückliches Händchen. Ich würde zwar gerne mal wieder ein Ligaspiel zwischen dem Kleeblatt und meinen Löwen erleben, aber bitte nicht in der 3. Liga. Von daher wünsche ich euch für den weiteren Saisonverlauf viel Erfolg und hoffe, dass meine Löwen in den nächsten Jahren doch mal wieder den Sprung in die 2. Bundesliga schaffen und unsere Vereine dann dort die Klingen kreuzen werden.
Vielen Dank für dein Kommentar, sehr intressant zulesen 👍 ich hoffe auch schon seit Jahren, dass Ihr endlich wieder in die 2 Liga aufsteigt & es noch ein weiteres bayrisch/fränkisches Derby gibt 🫡
22.10.2024 - 21:29 Uhr
Ich kann Köllner nicht einschätzen, aber ihn nur auf seine Club Vergangenheit zu reduzieren ist maximal dämmlich.
Aber egal, nach den Anfeindungen gegen Leitl wird das im Leben nicht passieren.
Aber egal, nach den Anfeindungen gegen Leitl wird das im Leben nicht passieren.
22.10.2024 - 23:16 Uhr
Zitat von Bayernfuerther
Ich kann Köllner nicht einschätzen, aber ihn nur auf seine Club Vergangenheit zu reduzieren ist maximal dämmlich.
Aber egal, nach den Anfeindungen gegen Leitl wird das im Leben nicht passieren.
Ich kann Köllner nicht einschätzen, aber ihn nur auf seine Club Vergangenheit zu reduzieren ist maximal dämmlich.
Aber egal, nach den Anfeindungen gegen Leitl wird das im Leben nicht passieren.
Köllner war aber auch schon bei uns in der Jugend und hat nicht in der Traditionsmannschaft dort gespielt
Mit Leitl hat sich auch jeder abgefunden, Köllner wird da bestimmt leichter
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