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Trainerkarussell! 2.0

09.12.2013 - 21:01 Uhr
Trainerkarussell! 2.0 |#171
11.12.2013 - 11:36 Uhr
Zitat von Cuauhtemoc:
Zitat von Jables04:

Das ist ja toll dass du die Interimstrainer mitzählst, dann hast du ne schön große Zahl und kannst dich umso besser echauffieren. Aber letztendlich verfälschst du damit nur deine "Statistik" - ich hab auch eine: 100% der Amokläufer essen Brot.
Ein Interimscoach springt ein, nicht mehr und nicht weniger. Diese jetzt mit Anzulasten halte ich für schlichtweg albern.

Und wem du jetzt die Schuld geben willst verstehe ich auch nicht?
Von den 9! Trainern fallen 3 unter die Zeit unseres aktuellen sportlichen Verantwortlich Horst Heldt, einer von den dreien ist Krankheitsbedingt ausgeschieden, der andere ist noch im Amt.
Also willst du dafür jetzt Heldt einen Strick drehen?
Oder meinst du mit den Verantwortlichen u.a. Tönnies?
Also soll dieser für die Trainersuche belangt werden, mit der er eigentlich gar nichts zu tun haben sollte?
Außerdem sind ja Köpfe schon gerollt, z.B. in Form von Müller.

Sorry aber das ist für mich, wie Ironieverdacht es schon sagt beleidigte Generalkritik und keine Grundlage zu einer Diskussion


Ich habe einen Post vorher dargestellt 9 Trainer + 7 Übergangstrainer. Auch 9 Trainer in 10 Jahren sind zu viel. Wenn Du zu faull bist alles zu lesen, kein Problem, aber dann schreibe anschließend keinen Unfug


Sehe ich genauso und habe dies hier irgendwo auch schon erklärt.
Alle wollen einen "Konzepttrainer", der einen "Plan" haben soll und diesen dann auch stringent durchziehen,aber Zeit hat ein Trainer auf Schalke nicht, weil man von vorneherein gesagt bekommt,dass Platz 4 das Minimalziel ist.

Der Kader wird mit Namen aufgepimpt und die Erwartungshaltung ist natürlich entsprechend.

Dadurch bedingt sind die Kaderkosten entsprechend hoch und man "verlangt" natürlich ein Gleichgewicht zwischen Investitionen und Ertrag.

Das man aber so, kein von allen mitgetragenes "Konzept" implementieren kann, weil immer der Erfolg über allem steht,dass begreifen einige nicht.

Ich kann einen Konzepttrainer, der mittelfristig eine Spielkultur aufbauen soll nicht verpflichten und nach spätestens einem Jahr sagen:" Pech gehabt, es ist nur Platz 7 geworden du hast das vorgegebene Ziel nicht erreicht,du darfst gehen."

Solange man hier nicht das Augenmerk auf die Entwicklung einer Spielkultur unabhängig vom Tabellenplatz legt, wird kein Trainer der Welt beides dauerhaft erreichen können.

So wird es dann immer dabei bleiben, dass man dann nur mit viel Glück und für die Dauer von einer Saison mal unter die ersten 3 kommt, um dann bei der nächsten Negativserie den Trainer wieder zu feuern,weil er den notwendigen sportlichen Erfolg nicht einbringt.

Jetzt komme mir keiner mit Klopp. Klopp hat ohne jeglichen Druck eine Truppe von Spielern zusammengestellt, die eben keine Vorgabe hatten unter die ersten 3 zu kommen. Am Anfang wurde seine Abwehr als "Kinderriegel" belächelt und man hat Tore gefangen ähnlich zu denen, die wir uns fangen.

Den Erfolg kann sich nur Bayern kaufen,weil die soviel Geld ausgeben können, dass sich zwangsläufig die vorhandene Qualität durchsetzt, egal welches System und Konzept man verfolgt,aber da ist Schalke Welten von entfernt.

Keller wird gewuppt,da habe ich keine Zweifel, aber ich bin der Auffassung,solange sich an der Grundausrichtung nichts ändert,wird nur versucht mit der Verpflichtung von teuren Stars durch individuelle Klasse maximalen sportlichen Erfolg zu erlangen,da bleibt ein von vielen gewünschtes "Konzept" mit längerer Entwicklungsdauer auf der Strecke.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von MeisterDerHerzen am 11.12.2013 um 12:05 Uhr bearbeitet
Trainerkarussell! 2.0 |#172
11.12.2013 - 11:47 Uhr
Exakt - wir investieren viel zu viel im Verhältnis zum Ertrag - das sowieso.

Unsere Trainerauswahl ist nicht von Weitsicht geprägt. Klar kann man mal daneben liegen. Aber wenn Slomka mit 2 Jahren der Rekordhalter der letzten 10 Jahre ist, dann läuft das etwas falsch.

Mal abgesehen von der Folgekosten aufgrund der unterschiedlichen Konzepte und dem daraus folgenden Spielerkarusell kann man so nichts Nachhaltiges aufbauen.

•     •     •

Die Frage, ob er Mitleid mit seinen einstigen Weggefährten empfunden habe, quittierte er mit einem müden Lächeln:
"Ich bin Profi durch und durch. Meinetwegen hätte es auch 5:0 oder 6:0 ausgehen können." (Manuel Neuer, 21.09.2013)

¡Hühnerhaufen Olé!

Dat ist mein Schalke!
Trainerkarussell! 2.0 |#173
11.12.2013 - 12:00 Uhr
Zitat von Cuauhtemoc:
Exakt - wir investieren viel zu viel im Verhältnis zum Ertrag - das sowieso.

Unsere Trainerauswahl ist nicht von Weitsicht geprägt. Klar kann man mal daneben liegen. Aber wenn Slomka mit 2 Jahren der Rekordhalter der letzten 10 Jahre ist, dann läuft das etwas falsch.

Mal abgesehen von der Folgekosten aufgrund der unterschiedlichen Konzepte und dem daraus folgenden Spielerkarusell kann man so nichts Nachhaltiges aufbauen.


Grundlegend ist das korrekt, allerdings darf man schon die Fähigkeiten eines Jens Kellers' hinterfragen. Seine Arbeit weißt keinerlei konzeptionelle, noch großartige taktische Ansätze auf, die auch nur in die Richtung deuten würde. Seine Trainerarbeit geht mMn einher mit der Ausrichtung des Vereins: Irgendwie an Erfolg / Geld kommen. Das wird sich unter dem Duo Tönnies / Peters nicht ändern, da muss man sich nicht viel vormachen.

Das Keller grundsätzlich der falsche Mann ist, kann man schlecht abstreiten.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von take am 11.12.2013 um 12:01 Uhr bearbeitet
Trainerkarussell! 2.0 |#174
11.12.2013 - 12:04 Uhr
Zitat von chris13:
@MeisterderHerzen:

Sehr guter Beitrag.
Ich bezweifle auch, dass hier ein Trainer mal langfristig Erfolg hat, wenn wir nicht mal ein Team langfristig aufbauen.
Bei Magath kamen kurz vor knapp Jurado und Huntelaar, dieses Jahr Aogo und Boateng....wenn man solche SPieler verpflichtet, ist es klar, dass man Top-Leistungen erwartet. Ein Trainer muss so immer den kurzfristigen Erfolg in AUge haben und hat keine Zeit, Spieler nachhaltig eigentlich zu entwickeln: Gerade auch, weil auf Schalke nach 3 Niederlagen ja sofort "Trainer Raus" geschrien wird. Mein WUnsch wäre es ja, einen Trainer wie Schmidt,Tuchel oder Weinzierl im Sommer zu holen und dem dann die Zeit zu geben. Sicher, dafür müsste man sich dann vllt auch von teuren Stars wie ZUM BEISPIEL Draxler, Uchida, Jones oder Papa (nur Beispiele !) trennen, aber ich bezweifle, dass hier ein Trainer langfristig etwas aufbauen kann, wenn wir immer nur "Stars" und kurzfristigen Erfolg im Blick haben. Ich bin überzeugt, der langfristige Erfolg wäre mit Spielern wie Ayhan, Meyer, Goretzka etc. deutlich höher, wenn man kurzfristig eine Durststrecke mal hat.


Aber dieses denken und handeln kommt doch von ganz oben? Held und Co. Als ich das geschrieben hab, war ja hier totales entsetzen angesagt. Warum ich auf einmal alles in Frage stellen würde. Aber Held hat diesen Kader doch zum größten Teil zusammengestellt.
Ein neuer Trainer is gut und schön, aber wenn der Rest nicht stimmt.
Trainerkarussell! 2.0 |#175
11.12.2013 - 12:52 Uhr
Aus dem Süden der Republik blickt ein wenig verwundert in den Pott. Dort spielt ein KLub in königsblau für neutrale Beobachter eine gute Saison. Zentrale Akteure konnten in der Hinrunde nicht eingesetzt werden und Stützen waren nicht immer voll belastbar. Der Kader verfügt über eine herausragende Perpektive, aber es fehlt natürlich noch an Abgezocktheit und die Leistungen der Talente schwanken, wie überall. Die Torhüterposition ist suboptimal besetzt und wird wohl zeitnah neu besetzt. All diese Mängel und die hohe Belastung durch drei Wettbewerbe beanspruchen ein Team enorm, was dazu führt dass das Leistungsmaximum nicht abgerufen werden kann.
Während die Ligakonkurrenz zb. aus Wolfsburg und Gladbach unter der Woche trainiert, reist Schalke durch Europa. Trainingseinheiten sind selten, aber gerade für junge Spieler wichtig. Die Vorbereitung auf die nächste Aufgabe fällt sehr kurz aus, vielleicht zu kurz für unerfahrene Talente. Die Einflussnahme durch den Trainer verringert sich und ein junges Team hat einfach nicht diese Selbstverständlichkeit eine Aufgabe zu lösen. Während die Konkurrenz aus Dortmund oder Gladbach den Kader nach den Ideen eines Trainers umgestaltet, Spieler formt oder einkauft, häufen sich bei S04 stets teure "Altlasten", die Geld binden, weil jeder neue Trainer andere Spieler möchte. Leverkusen hat weniger Geld aber im Kader eine gewisse Konstanz bzw. eine Art Leitlinie und man schult in einem System, sodass Ausfälle eher verkraftet werden.
Diese Konstanz könnte Schalke bzw den Trainern helfen, denn damit könnte man Belastungen und Ausfälle abfedern. MMn ist es das Grundproblem bei Schalke dass man Wege beim ersten Hindernis nicht mehr weitergeht und einen anderen sucht, obwohl man mittlerweile weiß, dass man auch diesen auf die gleiche Ar beendet. Auf diese Weise kommt man nicht voran, obwohl man die Ausgangsbedingungen im Vergleich zur Konkurrenz zb. aus Hamburg oder Bremen in den letzten Jahren deutlich verbessert hat.

Heute Abend spielt man gegen Basel und Keller ist massiv unter Druck. Die Schweizer Elf hat sich zuletzt einen Ruf als Favoritenschreck erarbeitet und ua. gegen ManU und Chelsea bärenstarke Spiele gezeigt. Salah, Sommer u. Co. sind Spieler die nach einem Wechel auch sofort in der Bundesliga Topleistungen bringen könnten, obwohl sie aus einer deutlich schwächeren Liga stammen. Basel ist ein unangenehmer Gegner der durchaus gegen S04 aus eigener Stärker heraus gewinnen kann. Bei der Diskussion über den Trainer spielt der vermeintlich kleine aber tatsächlich sehr starke FCB eine zu kleine Rolle. Im Pokal und in der Liga gab es je eine Niederlage, gegen einen schwächeren Gegner, ansonsten verlor man nur gegen Topteams oder eine gewachsene Gladbacher Einheit. Für mich ist es nicht nachvollziehbar, dass Keller so in der Kritik steht. Aber dieses Schalker Ritual der wiederkehrenden genüßlichen Selbstzerfleischung kann man als Außenstehender wahrscheinlich nicht begreifen.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Marco1456 am 11.12.2013 um 13:10 Uhr bearbeitet
Trainerkarussell! 2.0 |#176
11.12.2013 - 13:04 Uhr
Zitat von Marco1456:
Aus dem Süden der Republik blickt ein wenig verwundert in den Pott. Dort spielt ein KLub in königsblau für neutrale Beobachter eine gute Saison. Zentrale Akteure konnten in der Hinrunde nicht eingesetzt werden und Stützen waren nicht immer voll belastbar. Der Kader verfügt über eine herausragende Perpektive, aber es fehlt natürlich noch an Abgezocktheit und die Leistungen der Talente schwanken, wie überall. Die Torhüterposition ist suboptimal besetzt und wird wohl zeitnah neu besetzt. All diese Mängel und die hohe Belastung durch drei Wettbewerbe beanspruchen ein Team enorm, was dazu führt dass das Leistungsmaximum nicht abgerufen werden kann.
Während die Ligakonkurrenz zb. aus Wolfsburg und Gladbach unter der Woche trainiert, reist Schalke durch Europa. Trainingseinheiten sind selten, aber gerade für junge Spieler wichtig. Die Vorbereitung auf die nächste Aufgabe fällt sehr kurz aus, vielleicht zu kurz für unerfahrene Talente. Die Einflussnahme durch den Trainer verringert sich und ein junges Team hat einfach nicht diese Selbstverständlichkeit eine Aufgabe zu lösen. Während die Konkurrenz aus Dortmund oder Gladbach den Kader nach den Ideen eines Trainers umgestaltet, Spieler formt oder einkauft, häufen sich bei S04 stets teure "Altlasten", die Geld binden, weil jeder neue Trainer andere Spieler möchte. Leverkusen hat weniger Geld aber im Kader eine gewisse Konstanz bzw. eine Art Leitlinie und man schult in einem System, sodass Ausfälle eher verkraftet werden.
Diese Konstanz könnte Schalke bzw den Trainern helfen, denn damit könnte man Belastungen und Ausfälle abfedern. MMn ist es das Grundproblem bei Schalke dass man Wege beim ersten Hindernis nicht mehr weitergeht und einen anderen sucht, obwohl man mittlerweile weiß, dass man auch diesen auf die gleiche Ar beendet. Auf diese Weise kommt man nicht voran, obwohl man die Ausgangsbedingungen im Vergleich zur Konkurrenz zb. aus Hamburg oder Bremen in den letzten Jahren deutlich verbessert hat.


Amen. Als Schalke Fan hat man den Anspruch 1.-3. zu werden, wovon auch die Spieler und Verantwortlichen jede Saison aufs neue reden. Bei so vielen Spielen hat man grade genug Zeit sich aufs nächste Spiel vorzubereiten. Der 6. Platz ist nicht gut, doch nicht das Ende der Fahnenstange. Ich hoffe und denke auch, dass wir zur Rückrunde wieder mehr Punkte einfahren werden.

•     •     •

If you're going through hell, keep going!
- Winston Churchill

JFT96

FC Schalke 04, Liverpool FC !!
Trainerkarussell! 2.0 |#177
11.12.2013 - 13:05 Uhr
Zitat von Marco1456:
Aus dem Süden der Republik blickt ein wenig verwundert in den Pott. Dort spielt ein KLub in königsblau für neutrale Beobachter eine gute Saison. Zentrale Akteure konnten in der Hinrunde nicht eingesetzt werden und Stützen waren nicht immer voll belastbar. Der Kader verfügt über eine herausragende Perpektive, aber es fehlt natürlich noch an Abgezocktheit und die Leistungen der Talente schwanken, wie überall. Die Torhüterposition ist suboptimal besetzt und wird wohl zeitnah neu besetzt. All diese Mängel und die hohe Belastung durch drei Wettbewerbe beanspruchen ein Team enorm, was dazu führt dass das Leistungsmaximum nicht abgerufen werden kann.
Während die Ligakonkurrenz zb. aus Wolfsburg und Gladbach unter der Woche trainiert, reist Schalke durch Europa. Trainingseinheiten sind selten, aber gerade für junge Spieler wichtig. Die Vorbereitung auf die nächste Aufgabe fällt sehr kurz aus, vielleicht zu kurz für unerfahrene Talente. Die Einflussnahme durch den Trainer verringert sich und ein junges Team hat einfach nicht diese Selbstverständlichkeit eine Aufgabe zu lösen. Während die Konkurrenz aus Dortmund oder Gladbach den Kader nach den Ideen eines Trainers umgestaltet, Spieler formt oder einkauft, häufen sich bei S04 stets teure "Altlasten", die Geld binden, weil jeder neue Trainer andere Spieler möchte. Leverkusen hat weniger Geld aber im Kader eine gewisse Konstanz bzw. eine Art Leitlinie und man schult in einem System, sodass Ausfälle eher verkraftet werden.
Diese Konstanz könnte Schalke bzw den Trainern helfen, denn damit könnte man Belastungen und Ausfälle abfedern. MMn ist es das Grundproblem bei Schalke dass man Wege beim ersten Hindernis nicht mehr weitergeht und einen anderen sucht, obwohl man mittlerweile weiß, dass man auch diesen auf die gleiche Ar beendet. Auf diese Weise kommt man nicht voran, obwohl man die Ausgangsbedingungen im Vergleich zur Konkurrenz zb. aus Hamburg oder Bremen in den letzten Jahren deutlich verbessert hat.


Sehr treffend dargelegt,aber damit gehörst du zu einer Minderheit. Willkommen im Club! ;)
Trainerkarussell! 2.0 |#178
11.12.2013 - 13:07 Uhr
Zitat von Marco1456:
Aus dem Süden der Republik blickt ein wenig verwundert in den Pott. Dort spielt ein KLub in königsblau für neutrale Beobachter eine gute Saison. Zentrale Akteure konnten in der Hinrunde nicht eingesetzt werden und Stützen waren nicht immer voll belastbar. Der Kader verfügt über eine herausragende Perpektive, aber es fehlt natürlich noch an Abgezocktheit und die Leistungen der Talente schwanken, wie überall. Die Torhüterposition ist suboptimal besetzt und wird wohl zeitnah neu besetzt. All diese Mängel und die hohe Belastung durch drei Wettbewerbe beanspruchen ein Team enorm, was dazu führt dass das Leistungsmaximum nicht abgerufen werden kann.
Während die Ligakonkurrenz zb. aus Wolfsburg und Gladbach unter der Woche trainiert, reist Schalke durch Europa. Trainingseinheiten sind selten, aber gerade für junge Spieler wichtig. Die Vorbereitung auf die nächste Aufgabe fällt sehr kurz aus, vielleicht zu kurz für unerfahrene Talente. Die Einflussnahme durch den Trainer verringert sich und ein junges Team hat einfach nicht diese Selbstverständlichkeit eine Aufgabe zu lösen. Während die Konkurrenz aus Dortmund oder Gladbach den Kader nach den Ideen eines Trainers umgestaltet, Spieler formt oder einkauft, häufen sich bei S04 stets teure "Altlasten", die Geld binden, weil jeder neue Trainer andere Spieler möchte. Leverkusen hat weniger Geld aber im Kader eine gewisse Konstanz bzw. eine Art Leitlinie und man schult in einem System, sodass Ausfälle eher verkraftet werden.
Diese Konstanz könnte Schalke bzw den Trainern helfen, denn damit könnte man Belastungen und Ausfälle abfedern. MMn ist es das Grundproblem bei Schalke dass man Wege beim ersten Hindernis nicht mehr weitergeht und einen anderen sucht, obwohl man mittlerweile weiß, dass man auch diesen auf die gleiche Ar beendet. Auf diese Weise kommt man nicht voran, obwohl man die Ausgangsbedingungen im Vergleich zur Konkurrenz zb. aus Hamburg oder Bremen in den letzten Jahren deutlich verbessert hat.


Könntest du bitte ein Schalke-Fan werden?? Jeder Fan, der so eine Sicht der Dinge hat, hilft dem Verein.
Trainerkarussell! 2.0 |#179
11.12.2013 - 13:07 Uhr
Zitat von Cuauhtemoc:
Zitat von Jables04:

Das ist ja toll dass du die Interimstrainer mitzählst, dann hast du ne schön große Zahl und kannst dich umso besser echauffieren. Aber letztendlich verfälschst du damit nur deine "Statistik" - ich hab auch eine: 100% der Amokläufer essen Brot.
Ein Interimscoach springt ein, nicht mehr und nicht weniger. Diese jetzt mit Anzulasten halte ich für schlichtweg albern.

Und wem du jetzt die Schuld geben willst verstehe ich auch nicht?
Von den 9! Trainern fallen 3 unter die Zeit unseres aktuellen sportlichen Verantwortlich Horst Heldt, einer von den dreien ist Krankheitsbedingt ausgeschieden, der andere ist noch im Amt.
Also willst du dafür jetzt Heldt einen Strick drehen?
Oder meinst du mit den Verantwortlichen u.a. Tönnies?
Also soll dieser für die Trainersuche belangt werden, mit der er eigentlich gar nichts zu tun haben sollte?
Außerdem sind ja Köpfe schon gerollt, z.B. in Form von Müller.

Sorry aber das ist für mich, wie Ironieverdacht es schon sagt beleidigte Generalkritik und keine Grundlage zu einer Diskussion


Ich habe einen Post vorher dargestellt 9 Trainer + 7 Übergangstrainer. Auch 9 Trainer in 10 Jahren sind zu viel. Wenn Du zu faull bist alles zu lesen, kein Problem, aber dann schreibe anschließend keinen Unfug


Und trotzdem bist du wieder zurück gefallen auf 16 Trainer, und ich halte es einfach für falsch diese Zahl zu nennen nur weil sie vielleicht beeindruckender wirkt und deine Meinung untermauern soll. Ein Seppo Eichkorn der ein Spiel auf der Bank sitzt kann man doch nicht in die Kritik an dem Trainerverschleiß miteinbeziehen.
Ist ja auch egal.
Viel mehr möchte ich von dir eigentlich nur wissen wen du denn als schuldig siehst? Wer sind diese Verantwortlichen die (teilweise) diese "16" Trainer überlebt haben? Da kann ich dir nicht ganz folgen.
Du kritisierst da nur, aber was ist dein Lösungsvorschlag für dieses Problem? Ich kann hier keinen Hauptschuldigen festmachen, sondern vielmehr die allgemeine überzogene Erwartungshaltung im Verein, von Innen und Außen kommend.

Ich finde auch 9 Trainer in 10 Jahren ist alles andere als wünschenswert oder Ideal, aber es ist auch nicht schlimmer als viele andere Vereine.
Das Kontinuität wünschenswert ist ist klar, aber was den Trainer-Verschleiß betrifft ist Schalke nicht der Trainer-Vernichter, wie er gerne auch von den Medien dargestellt wird sondern traurigerweise herrschen hier vielmehr die normalen Verhältnisse
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Jables04 am 11.12.2013 um 13:11 Uhr bearbeitet
Trainerkarussell! 2.0 |#180
11.12.2013 - 13:39 Uhr
Zitat von take:
Zitat von Cuauhtemoc:
Exakt - wir investieren viel zu viel im Verhältnis zum Ertrag - das sowieso.

Unsere Trainerauswahl ist nicht von Weitsicht geprägt. Klar kann man mal daneben liegen. Aber wenn Slomka mit 2 Jahren der Rekordhalter der letzten 10 Jahre ist, dann läuft das etwas falsch.

Mal abgesehen von der Folgekosten aufgrund der unterschiedlichen Konzepte und dem daraus folgenden Spielerkarusell kann man so nichts Nachhaltiges aufbauen.


Grundlegend ist das korrekt, allerdings darf man schon die Fähigkeiten eines Jens Kellers' hinterfragen. Seine Arbeit weißt keinerlei konzeptionelle, noch großartige taktische Ansätze auf, die auch nur in die Richtung deuten würde. Seine Trainerarbeit geht mMn einher mit der Ausrichtung des Vereins: Irgendwie an Erfolg / Geld kommen. Das wird sich unter dem Duo Tönnies / Peters nicht ändern, da muss man sich nicht viel vormachen.

Das Keller grundsätzlich der falsche Mann ist, kann man schlecht abstreiten.

Versuch mal offen zu sein für eine andere Sichtweise:
Keller würde gerne ein Konzept einstudieren lassen, aber ihm fehlt einfach die Möglichkeit dazu. Er wird dazu gedrängt kurzfristig Erfolg zu haben, weil ansonsten die Medien und Fans seinen Kopf fordern. Also versucht er die Mannschaft bestmöglich auf den Gegner einzustellen (was beispielsweise gegen Gladbach lange Zeit sehr gut aussah).
Für ein Konzept musst du ja Dinge neugestalten, alte Spiel- und Denkweisen aufbrechen und etwas neues aufbauen. Damit wirst du zu Anfang Startschwierigkeiten haben, weil die Abstimmung nicht vernünftig passt, weil Dinge noch nicht funktionieren.
Klopp hat in Dortmund ohne den Druck den es hier gibt auch 2-3Jahre gebraucht, um eine erfolgreiche Mannschaft zu formen.
Der Kader bestand nicht aus Superstars, sondern aus jungen entwicklungsfähigen Spielern mit Potenzial. Und denen wurde jeweils einzelnd und als Team gemeinsam die Zeit gegeben, um besser zu werden.
Die haben lange Zeit nicht viel Erfolg gehabt, haben international 2 Jahre unglaublich Lehrgeld bezahlt, aber jetzt haben sie sich etabliert. Und das, obwohl jetzt viele wichtige Spieler verletzt sind/waren. Dort kommen junge Spieler rein und funktionieren, weil das Konzept funktioniert.

Das ist ja der Kritikpunkt an Keller, aber wenn man ehrlich ist, dann hat er es unglaublich schwer etwas aufzubauen. Er kommt als Feuerwehrmann, wird von der Bild vor dem ersten Training schon mit Dreck beworfen und gegen ihn gehetzt. Bei den Fans hat er keinen Kredit, aber er soll das Saisonziel noch erreichen. Und da ging es um das ob und nicht um das wie.

Die Sommervorbereitung läuft dann sehr gut, man nimmt sich viel vor, trainiert Kurzpassspiel. Beim Saisonstart funktioniert dann wenig, man müht sich im Pokal ab und kassiert zu viele Gegentore, sehr häufig nach Standarts (die man anfangs vernachlässigt, wenn man ei Konzept einstudieren lässt). Keller steht mit dem Rücken zur Wand und muss jetzt irgendwie Erfolge verzeichnen, sonst wird er einen Kopf kürzer gemacht.
Also setzt er auf den kurzfristigen Erfolg und kann sich so retten. Doch wirklich etwas aufbauen kann er jetzt trotzdem nicht mehr, weil er den Kredit aus der letzten Rückrunde aufgebraucht hat und die Bild mit den Hufen scharrt und schonmal die Steine für die Steinigung zusammen sucht.

Wie soll Keller so langfristig Erfolg haben können? Wie soll er so ein Konzept umsetzen können?
Mittler Weile kann er das nicht mehr, unabhängig von seiner Qualifikation, weil die öffentliche Meinung und der Druck auf die Verantwortlichen so hoch ist, dass er keine Chance mehr bekommt um nochmal Fehler zu machen.
Über seine Qualität habe ich übrigens bewusst nichts geschrieben. Die kann ich nur schwer einschätzen und ich bin viel zu wenig Fachmann und viel zu weit weg vom Trainerteam und der Mannschaft, als das ich mir da ein Urteil erlauben möchte. Aber die Umstände, so wie sie sich darstellen, dass kann ich einschätzen und kritisieren.

Vllt wäre jemand wie Wilmots, wenn auch erst ab Sommer, ein passender Kandidat. Er kennt Schalke, dürfte mehr Kredit bekommen und könnte der Trainer sein, der die Zeit bekommt um etwas aufbauen zu können.
Oder Schalke verpflichtet einen neuen Trainer und gibt bekannt, dass er 2 Jahre bleibt, egal was passiert. Und das die Bild sich ihre Tinte sparen kann, weil sich an dieser Meinung nichts ändert. Vllt fährt man so gegen die Wand, aber vllt schafft man es auch das Potenzial aus der Mannschaft zu fördern und etwas aufzubauen. Wenn so etwas erstmal steht ist die Basis geschaffen für eine erfolgreiche Zukunft.
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