SV Darmstadt 98 SV Darmstadt 98
deadline-day banner
Torsten Lieberknecht
Geburtsdatum 01.08.1973
Alter 53
Nat. Deutschland  Deutschland
Funktion Trainer
Akt. Verein 1.FC Kaiserslautern

Torsten Lieberknecht [Trainer]

08.06.2021 - 19:21 Uhr
Torsten Lieberknecht [Trainer] |#681
18.09.2024 - 22:39 Uhr
Zitat von Coach_R


Die von RF betont geäußerte Vermutung , dass TL ja vermutlich schnell wieder einen Verein finden wird, ist bei der Verhandlung der Abfindungshöhe doch auch eher ein sehr weicher Verhandlungsfaktor. So viel sollte er doch wirklilch wissen. Offenbar will er die Öffentlichkeit aber gezielt für Dumm verkaufen. Da gibt er mal wieder wirklich kein gutes Bild ab.

Wann ist die JHV? Ich war schon über ein Jahr nicht in der Heimat. Und ich könnte Fragen zur Personalie und Gestaltung stellen, deren Antworten entweder zur Erhellung beitragen oder sehr weh tun. Ja, ich bin vom Fach.

Neben meiner persönlichen charakterlichen Einschätzung von TL, dass er den Verein nicht übermäßig bluten lassen will, sehe ich überwiegend Gründe dafür, dass er lieber schnell und mit weniger Geld geht.

Er hat ein Image zu verlieren; wenn er die Restlaufzeit ausgezahlt haben wollen würde, ist das ganz schnell überall. Dann hat er zwar ein paar Euro, aber seine Karriere ist vorbei. Das Beste für ihn wäre eine Schuldzuweisung des Präsidiums an die Mannschaft; sollte aber vermieden werden.

In sechs Wochen startet die Rotation, allerspätestens im November. Aufgrund dessen, was er hier erreicht hat, sehe ich ihn bei vielen als Kandidat weit oben. Geraerts ist mein erster Abgangskandidat, Miro Klose nicht weit dahinter. Ob TL zu S04 oder dem Club passt - egal. Er muss aber verfügbar sein, wenn es losgeht.
Torsten Lieberknecht [Trainer] |#682
18.09.2024 - 22:39 Uhr
Zitat von Nordlilie
Zitat von Heinerfest

Ei ei ei, der nächste Ärger steht vor der Tür? Oder nicht?

Zitat von FAZ

++ Was kostet Lieberknecht ++

Nach der Trennung vom ehemaligen Trainer Torsten Lieberknecht will Darmstadt 98 eine teure Abfindung vermeiden. Sind die Lilien zum zweiten Mal in die gleiche Falle getappt?

Wie die Faust aufs Auge. So habe Torsten Lieberknecht zum SV Darmstadt 98 gepasst, hieß es. Ein Trainer und ein Verein hatten sich gesucht und gefunden. Bodenständig, authentisch der Trainer. Robust, rustikal der Verein. Man ging eine Ehe ein, doch wie das so ist mit Ehen, sie gehen manchmal in die Brüche.

Lieberknecht und Darmstadt 98 haben sich nach vier Spieltagen der zweiten Liga (und drei Niederlagen) getrennt, und sie haben sich alle Mühe gegeben, dies in bestem Einvernehmen zu tun. Lieberknecht bat selbst um seine Freistellung, um den Weg frei zu machen für einen neuen Trainer. Ein neues Bündnis.

Lieberknecht verabschiedete sich mit bewegenden Worten auf der Internetseite des Vereins, der Klub warf ihm Blumen hinterher. Doch da war ein Thema, über das man nicht gerne redete: das liebe Geld. Und das ist keine Kleinigkeit. Darmstadt 98 hatte den Vertrag, der bis 2025 datiert war, 2024 vorzeitig um zwei Jahre bis 2027 verlängert. Und als der Trainer um seine Freistellung bat, verstanden das viele Fans so, als hätte er damit auch auf weitere Zahlungen verzichtet. Doch dem ist nicht so, wie Lilien-Präsident Rüdiger Fritsch jetzt gegenüber der F.A.Z. erklärte.

Zu zweiten Mal in die gleiche Falle getappt?

In eine ähnliche Situation hatten sich die Darmstädter schon einmal manövriert. Nach vier Spieltagen der Zweitligasaison 2017 hatte der Verein den Vertrag mit Trainer Torsten Frings vorzeitig von 2018 auf 2020 verlängert. Fritsch wurde damals mit den Worten zitiert: „Die Arbeitsweise, die Außendarstellung und das Selbstverständnis des Trainergespanns passen perfekt zum SV 98.“ Nach einer Talfahrt in Richtung Abstiegszone wurde Frings ein Vierteljahr später entlassen. Die zweieinhalb Jahre der Vertragslaufzeit saß er aus und kassierte sein Restgehalt. Wie viel das gekostet hat, will Fritsch nicht beziffern. Zweitligatrainer verdienen schätzungsweise 300.000 bis 800.000 Euro pro Saison – man kann unschwer errechnen, dass die Trennung schmerzhaft teuer war.

Sind die Darmstädter nun bei Lieberknecht zum zweiten Mal in diese Falle getappt? Fragt man Fritsch, will er erst einmal Grundsätzliches erklären. Frings sei damals ein junger Trainer mit viel Fußball-Know-how gewesen, der eine erfolgreiche Rückrunde in der Bundesliga verantwortet habe, auch wenn er den Abstieg nicht verhindern konnte. „Deshalb haben wir uns damals für eine langfristige Zusammenarbeit entschieden.“ Dass die Vertragsverlängerung mit Frings ein Fehler war, räumt Fritsch heute ein, unter Vorbehalt: „Man kann darüber diskutieren, ob die Verlängerung zu früh kam und zu lang war. Ob wir das mit dem Wissen von heute wieder so machen würden? Ich gebe gerne zu, dass wir darüber noch einmal nachdenken würden.“

Und mit Lieberknecht? „Mit ihm würden wir es noch einmal genau so machen“, sagt Fritsch. „Wir hatten zum Zeitpunkt der Vertragsverlängerung ein Zweitligajahr mit Platz vier hinter uns und im zweiten Jahr den Aufstieg. Es war klar, dass die Bundesliga eine ganz große Herausforderung werden würde. Vor dem Hintergrund des Vertrauens in das, was Lieberknecht bis dahin geleistet hatte, haben wir uns ganz bewusst dafür entschieden, seinen Vertrag vorzeitig um zwei Jahre zu verlängern. Wir wollten den Trainer, der bis dato top gearbeitet hat und ziemlich gut zum Verein passt, stärken und der Außenwelt signalisieren, dass auch ein Abstieg aus der Bundesliga nicht zu einem Trainerwechsel führt. Die Verlängerung war ein Statement des Vertrauens und des Re­spekts.“

Prozess zur Klärung der Modalitäten

Ein Statement, das in der zweiten Liga früh Makulatur war. Lieberknecht musste gehen und ging von sich aus. Der nächste Schaden in vermutlich Millionenhöhe für den Klub? So weit soll es diesmal nicht kommen. „Natürlich haben wir aus dem Thema Frings gelernt“, sagt Fritsch. „Wir haben bei der Verlängerung juristische Sicherheitsklauseln in den Vertrag eingebaut, die dazu führen werden, dass es für den Verein zu keiner finanziellen Belastung bis ins Jahr 2027 kommen wird.“ Man befinde sich derzeit in einem „internen Prozess zur Klärung der Modalitäten“ und werde das Ergebnis demnächst präsentieren. „Es sieht auch so aus, dass das funktioniert“, sagt Fritsch. „Die finanzielle Belastung für den Verein wird im Endergebnis sogar geringer sein, als wenn wir den Vertrag nicht vorläufig verlängert hätten, er also nur bis 2025 datiert wäre.“

Man darf gespannt sein, ob die Gespräche mit Lieberknecht und die Vertragsdetails tatsächlich zu diesem Ergebnis führen. Selbst wenn es nicht dazu käme, was Fritsch ausschließt, sind die Personalien Frings und Lieberknecht nach Ansicht des Lilien-Präsidenten nicht vergleichbar. „Lieberknecht würde garantiert nicht bis 2027 ohne Job bleiben. Er hat in Braunschweig über zehn Jahre gut gearbeitet und auch bei uns eine Leistung geboten, die mehr als vorzeigbar ist. Er wird im Trainer-Karussell dabei sein, wenn es sich demnächst wieder dreht.“

Und Florian Kohfeldt, Lieberknechts Nachfolger? Wie lange sein Vertrag läuft, will der Verein nicht preisgeben. Aus zuverlässiger Quelle ist zu erfahren, dass der Neue einen Kontrakt bis Juni 2026 unterschrieben hat.


https://www.faz.net/aktuell/sport/rhein-main-sport/darmstadt-98/darmstadt-98-was-kostet-die-trennung-von-trainer-lieberknecht-19992934.html


Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Da werden extra Klauseln in den Vertrag gebastelt, die ein "Frings 2.0" verhindern sollen, jetzt muss man aber erst mal intern klären wie die überhaupt greifen und wenn sie nicht greifen glaubt man das es nicht so schlimm wird, weil TL bestimmt schnell wieder einen Job bekommt.

Mir platzt gerade der Schädel. ugly ugly ugly


Na, da wird der Fachanwalt für Arbeitsrecht in mir doch spontan wach, wie sie das technisch gelöst haben wollen.
Spontan fällt mir nur ein, den (befristeten) Vertrag für beide Seiten ordentlich kündbar zu stellen, für den Verein im Zweifel mit einer abhängig vom Zeitpunkt degressiven Abfindung. Für TL müsste der Vertrag spiegelbildlich kündbar sein; richtig Sinn brächte das aber nur, wenn er dann auch eine Ablöse zahlen müsste, wie bei einer Ausstiegsklausel. Könnte als unzulässige Kündigungserschwerung zu werten sein, insbesondere wenn er sie selbst zahlen muss (und das müsste der Vertrag wohl so vorsehen, da es keine "normale" Ausstiegsklausel ist ). Da muss ich mal drüber nachdenken - aber das könnte der Grund für die zurückhaltende Bewertung der Regelung sein. Ansonsten fiele mir nur ein, den Vertrag durch eine bestimmte Punktezahl zu bestimmten Zeitpunkten auflösend zu bedingen. Wirksamkeit - spannend, aber mehr als fraglich. Und warum hätte sich TL darauf einlassen sollen? Das wäre im Ergebnis ein ultimativer Mißtrauensbeweis gewesen.

Praktisch sehe ich es etwas entspannter. Es wird definitiv eine Abfindung kosten, das ist klar. Wie oben schon gesagt, hatte TL aber durchaus schon ein erfolgreiches Trainerleben, bevor er zu uns kam (im Gegensatz zu TF), und hier aus meiner Sicht unbestreitbar Gutes erreicht. Daher teile ich die Ansicht, dass er nach Vertragsauflösung in einer guten Position für einen Platz auf dem Karussell ist. Den bekommt er nur, wenn er vertragsfrei ist (dass jemand für ihn in dieser Situation Ablöse zahlt, halte ich für utopisch, daher würde ich als Vorstand nicht darauf pokern). Spätestens Anfang November gehen bei anderen Krisenvereinen die Diskussionen los. Zu dem Zeitpunkt muss er am Markt sein. Ich denke, dass er weiß, dass ihn ein Aussitzen des Vertrags am Markt töten würde, nicht nur, weil es dann halt jemand anderes macht, sondern weil darauf ein potentieller neuer Verein auch schaut. Denn dem könnte das ja bei einer Verpflichtung auch passieren, wenn es nicht läuft. Außerdem ist schnelles Geld immer gutes Geld; und ich schätze ihn charakterlich auch nicht so ein, dass er bis aufs Blut verhandeln lässt. Das ist letzlich auch eine Image-Frage - er hat sich das zumindest in den letzten drei Jahren aufgebaut, der Herzensverein wurde immer wieder betont (und ich nehme ihm das ja auch absolut ab). Dem Image hilft es am Besten, wenn TL und RF sich nach erfolgreicher Verhandlung die Hände schütteln und sich umarmen, vorzugsweise bis Mitte Oktober. Alles andere schadet TL's Glaubwürdigkeit massiv


Klingt alles sehr stimmig. Aber wer sagt denn, dass TL tatsächlich kurzfristig wieder auf den Markt will?
Vielleicht will er erstmal Ruhe mit der Familie finden? Man muss ja nicht gleich aufs Blut verhandeln, aber dass sich TL von RF an der Nase herum führen lässt, glaube ich auch nicht. Man kann sich nämlich auch ein Image als Weichei und potenzielles Opfer aufbauen. Das will er sicher auch nicht. Und Vereine, die ihn ggf. im Sommer 2025 verpflichten wollen, interessiert doch überhaupt nicht, was in der Zeit dazwischen war. Unsere Verantwortlichen hat es doch auch nicht interessiert.

Ich glaube aus vorgenannten Gründen eben gerade nicht auf eine baldige Einigung , insbesondere aus taktischen Gründen nicht vor der JHV.
Und die Geschichte, die man im FAZ-Bericht findet, dass die jetzige Vertragslage für den Verein günstiger sei als der vorherige Vertrag bis 2025, die kann RF vielleicht jemandem aufbinden, der die Hose mit der Beißzange zumacht. Einen solchen Vertrag hätte TL doch niemals freiwillig unterschrieben. Der hat doch auch fähige Berater.
Torsten Lieberknecht [Trainer] |#683
18.09.2024 - 22:53 Uhr
Zitat von Nordlilie
Zitat von Coach_R



Die von RF betont geäußerte Vermutung , dass TL ja vermutlich schnell wieder einen Verein finden wird, ist bei der Verhandlung der Abfindungshöhe doch auch eher ein sehr weicher Verhandlungsfaktor. So viel sollte er doch wirklilch wissen. Offenbar will er die Öffentlichkeit aber gezielt für Dumm verkaufen. Da gibt er mal wieder wirklich kein gutes Bild ab.

Wann ist die JHV? Ich war schon über ein Jahr nicht in der Heimat. Und ich könnte Fragen zur Personalie und Gestaltung stellen, deren Antworten entweder zur Erhellung beitragen oder sehr weh tun. Ja, ich bin vom Fach.

Neben meiner persönlichen charakterlichen Einschätzung von TL, dass er den Verein nicht übermäßig bluten lassen will, sehe ich überwiegend Gründe dafür, dass er lieber schnell und mit weniger Geld geht.

Er hat ein Image zu verlieren; wenn er die Restlaufzeit ausgezahlt haben wollen würde, ist das ganz schnell überall. Dann hat er zwar ein paar Euro, aber seine Karriere ist vorbei. Das Beste für ihn wäre eine Schuldzuweisung des Präsidiums an die Mannschaft; sollte aber vermieden werden.

In sechs Wochen startet die Rotation, allerspätestens im November. Aufgrund dessen, was er hier erreicht hat, sehe ich ihn bei vielen als Kandidat weit oben. Geraerts ist mein erster Abgangskandidat, Miro Klose nicht weit dahinter. Ob TL zu S04 oder dem Club passt - egal. Er muss aber verfügbar sein, wenn es losgeht.


Mich würde einfach mal interessieren, warum du so deutlich der Meinung bist, dass ein Bestehen auf eine der Restlaufzeit seines Vertrages angemessene Abfindung so schädigend für die weitere Karriere sei. Ich bin kein Anwalt habe aber viele Jahre Berufserfahrung in leitender Funktion bei einem großen Wirtschaftsunternehmen. Ich habe schon häufiger solche Situationen mitbekommen. Und sehr selten hat es sich negativ auf die Karriere der Handelden ausgewirkt. Wie gesagt, offenkundig gezeigte Nachgiebigkeit ist nicht unbedingt ein positives Kriterium für zukünftige Arbeitgeber.
Torsten Lieberknecht [Trainer] |#684
18.09.2024 - 22:55 Uhr
Zitat von Nordlilie
Wann ist die JHV? Ich war schon über ein Jahr nicht in der Heimat. Und ich könnte Fragen zur Personalie und Gestaltung stellen, deren Antworten entweder zur Erhellung beitragen oder sehr weh tun. Ja, ich bin vom Fach.


Die JHV nennt der SV 98 "Mitgliederversammlung". In 2022 und 2023 fand sie jeweils am letzten Montag im Oktober statt – das wäre diesmal der 28. 10. Die Einladungen dazu kamen etwa drei Wochen vorher.

•     •     •

Wer etwas will, findet Wege - wer etwas nicht will, findet Gründe.
www.dumusstkaempfen.de
Torsten Lieberknecht [Trainer] |#685
18.09.2024 - 23:01 Uhr
Kein Club würde das volle Gehalt als Abfindung bezahlen.
Warum? Weil man es dann auch sein lassen kann, kostet es ja nicht mehr.
Der entlassene Trainer hat aber eben Vertrag, wenn es keine Abfindung gibt. Sobald ein neuer Club anklopft, ist es dann ja erstmal das Interesse des Trainers, dass aufgehoben wird.
Also entweder beide Seiten einigen sich gütlich zu Beginn. Oder die Sache bleibt liegen, bis der Trainer in konkreten Verhandlungen mit einem neuen Club ist.

TL wird mMn niemals den Frings machen. Er würde sofort einen ambitionierten 3 Liga Club übernehmen, schätze ich.

•     •     •


Wir bleiben DA !
Torsten Lieberknecht [Trainer] |#686
18.09.2024 - 23:17 Uhr
Zitat von DAbleiben
Kein Club würde das volle Gehalt als Abfindung bezahlen.
Warum? Weil man es dann auch sein lassen kann, kostet es ja nicht mehr.
Der entlassene Trainer hat aber eben Vertrag, wenn es keine Abfindung gibt. Sobald ein neuer Club anklopft, ist es dann ja erstmal das Interesse des Trainers, dass aufgehoben wird.
Also entweder beide Seiten einigen sich gütlich zu Beginn. Oder die Sache bleibt liegen, bis der Trainer in konkreten Verhandlungen mit einem neuen Club ist.

TL wird mMn niemals den Frings machen. Er würde sofort einen ambitionierten 3 Liga Club übernehmen, schätze ich.

Ich tippe auf Lautern (passt nach Runjaic, Meier, Schuster, Dimi und Anfang perfekt) oder eine Braunschweig-Rückkehr, und das aller spätestens im Sommer, wenn sich die Möglichkeit ergibt auch früher.
Torsten Lieberknecht [Trainer] |#687
18.09.2024 - 23:20 Uhr
Zitat von Coach_R
Zitat von Nordlilie

Zitat von Coach_R



Die von RF betont geäußerte Vermutung , dass TL ja vermutlich schnell wieder einen Verein finden wird, ist bei der Verhandlung der Abfindungshöhe doch auch eher ein sehr weicher Verhandlungsfaktor. So viel sollte er doch wirklilch wissen. Offenbar will er die Öffentlichkeit aber gezielt für Dumm verkaufen. Da gibt er mal wieder wirklich kein gutes Bild ab.

Wann ist die JHV? Ich war schon über ein Jahr nicht in der Heimat. Und ich könnte Fragen zur Personalie und Gestaltung stellen, deren Antworten entweder zur Erhellung beitragen oder sehr weh tun. Ja, ich bin vom Fach.

Neben meiner persönlichen charakterlichen Einschätzung von TL, dass er den Verein nicht übermäßig bluten lassen will, sehe ich überwiegend Gründe dafür, dass er lieber schnell und mit weniger Geld geht.

Er hat ein Image zu verlieren; wenn er die Restlaufzeit ausgezahlt haben wollen würde, ist das ganz schnell überall. Dann hat er zwar ein paar Euro, aber seine Karriere ist vorbei. Das Beste für ihn wäre eine Schuldzuweisung des Präsidiums an die Mannschaft; sollte aber vermieden werden.

In sechs Wochen startet die Rotation, allerspätestens im November. Aufgrund dessen, was er hier erreicht hat, sehe ich ihn bei vielen als Kandidat weit oben. Geraerts ist mein erster Abgangskandidat, Miro Klose nicht weit dahinter. Ob TL zu S04 oder dem Club passt - egal. Er muss aber verfügbar sein, wenn es losgeht.


Mich würde einfach mal interessieren, warum du so deutlich der Meinung bist, dass ein Bestehen auf eine der Restlaufzeit seines Vertrages angemessene Abfindung so schädigend für die weitere Karriere sei. Ich bin kein Anwalt habe aber viele Jahre Berufserfahrung in leitender Funktion bei einem großen Wirtschaftsunternehmen. Ich habe schon häufiger solche Situationen mitbekommen. Und sehr selten hat es sich negativ auf die Karriere der Handelden ausgewirkt. Wie gesagt, offenkundig gezeigte Nachgiebigkeit ist nicht unbedingt ein positives Kriterium für zukünftige Arbeitgeber.


"Der Restlaufzeit angemessen" ist relativ. Wenn er die Laufzeit ausgezahlt haben wollen würde, wirkt sich das auf die Dauer der Verhandlungen aus. Dann ist er in der heißen Phase nicht am Markt. Und Kicker etc. treten es breit. Will er die Hälfte oder weniger, gibt es schnell eine Auflösung mit Umarmung und Handshake auf der PK und der Betonung, was für ein guter Charakter er ist.

Klar gehen bestimmte Dinge im Markt auch im "normalen Leben" rum. Aber wir reden über Profifußball, mit bestenfalls mittelfristiger Planung, aber entsprechenden Gehältern. Außerhalb dessen kenne ich kein Unternehmen und keine Leitenden, die befristet für ein oder zwei Jahren einstelle oder als Leitender kommen würden. Ausgenommen vielleicht Organfunktion, aber auch da habe ich noch nie unter drei Jahren fix gesehen, in über 20 Jahren Praxis.
Spielt TL hart, ist mE nicht mehr als ein 1-Jahres-Vertrag woanders drin. Einigt man sich schnell (dann sind wir irgendwo bei 50% oder weniger), zeigt er Größe, bleibt sympathisch und vor allem glaubwürdig. Die Glaubwürdigkeit würde ich nicht unterschätzen.
Torsten Lieberknecht [Trainer] |#688
18.09.2024 - 23:35 Uhr
Zitat von Nordlilie
Zitat von Coach_R

Zitat von Nordlilie

Zitat von Coach_R



Die von RF betont geäußerte Vermutung , dass TL ja vermutlich schnell wieder einen Verein finden wird, ist bei der Verhandlung der Abfindungshöhe doch auch eher ein sehr weicher Verhandlungsfaktor. So viel sollte er doch wirklilch wissen. Offenbar will er die Öffentlichkeit aber gezielt für Dumm verkaufen. Da gibt er mal wieder wirklich kein gutes Bild ab.

Wann ist die JHV? Ich war schon über ein Jahr nicht in der Heimat. Und ich könnte Fragen zur Personalie und Gestaltung stellen, deren Antworten entweder zur Erhellung beitragen oder sehr weh tun. Ja, ich bin vom Fach.

Neben meiner persönlichen charakterlichen Einschätzung von TL, dass er den Verein nicht übermäßig bluten lassen will, sehe ich überwiegend Gründe dafür, dass er lieber schnell und mit weniger Geld geht.

Er hat ein Image zu verlieren; wenn er die Restlaufzeit ausgezahlt haben wollen würde, ist das ganz schnell überall. Dann hat er zwar ein paar Euro, aber seine Karriere ist vorbei. Das Beste für ihn wäre eine Schuldzuweisung des Präsidiums an die Mannschaft; sollte aber vermieden werden.

In sechs Wochen startet die Rotation, allerspätestens im November. Aufgrund dessen, was er hier erreicht hat, sehe ich ihn bei vielen als Kandidat weit oben. Geraerts ist mein erster Abgangskandidat, Miro Klose nicht weit dahinter. Ob TL zu S04 oder dem Club passt - egal. Er muss aber verfügbar sein, wenn es losgeht.


Mich würde einfach mal interessieren, warum du so deutlich der Meinung bist, dass ein Bestehen auf eine der Restlaufzeit seines Vertrages angemessene Abfindung so schädigend für die weitere Karriere sei. Ich bin kein Anwalt habe aber viele Jahre Berufserfahrung in leitender Funktion bei einem großen Wirtschaftsunternehmen. Ich habe schon häufiger solche Situationen mitbekommen. Und sehr selten hat es sich negativ auf die Karriere der Handelden ausgewirkt. Wie gesagt, offenkundig gezeigte Nachgiebigkeit ist nicht unbedingt ein positives Kriterium für zukünftige Arbeitgeber.


"Der Restlaufzeit angemessen" ist relativ. Wenn er die Laufzeit ausgezahlt haben wollen würde, wirkt sich das auf die Dauer der Verhandlungen aus. Dann ist er in der heißen Phase nicht am Markt. Und Kicker etc. treten es breit. Will er die Hälfte oder weniger, gibt es schnell eine Auflösung mit Umarmung und Handshake auf der PK und der Betonung, was für ein guter Charakter er ist.

Klar gehen bestimmte Dinge im Markt auch im "normalen Leben" rum. Aber wir reden über Profifußball, mit bestenfalls mittelfristiger Planung, aber entsprechenden Gehältern. Außerhalb dessen kenne ich kein Unternehmen und keine Leitenden, die befristet für ein oder zwei Jahren einstelle oder als Leitender kommen würden. Ausgenommen vielleicht Organfunktion, aber auch da habe ich noch nie unter drei Jahren fix gesehen, in über 20 Jahren Praxis.
Spielt TL hart, ist mE nicht mehr als ein 1-Jahres-Vertrag woanders drin. Einigt man sich schnell (dann sind wir irgendwo bei 50% oder weniger), zeigt er Größe, bleibt sympathisch und vor allem glaubwürdig. Die Glaubwürdigkeit würde ich nicht unterschätzen.


Danke Dir für die plausible Antwort. Klar ist kurzfristig befristet eher selten anzutreffen in der Wirtschaft.
Ich persönlich glaube jedoch, dass TL in der "heißen Phase" in diesem Jahr gar nicht auf den Markt will. Vielmehr wird es eine Einigung später im Jahr geben, die mE bestimmt nicht unter 50% liegt und ggf. wird er im Sommer nächsten Jahres schaun, was sich so Interessantes ergibt.
Torsten Lieberknecht [Trainer] |#689
19.09.2024 - 07:16 Uhr
Zitat von Coach_R

Zitat von Nordlilie

Zitat von Coach_R

Zitat von Nordlilie

Zitat von Coach_R



Die von RF betont geäußerte Vermutung , dass TL ja vermutlich schnell wieder einen Verein finden wird, ist bei der Verhandlung der Abfindungshöhe doch auch eher ein sehr weicher Verhandlungsfaktor. So viel sollte er doch wirklilch wissen. Offenbar will er die Öffentlichkeit aber gezielt für Dumm verkaufen. Da gibt er mal wieder wirklich kein gutes Bild ab.

Wann ist die JHV? Ich war schon über ein Jahr nicht in der Heimat. Und ich könnte Fragen zur Personalie und Gestaltung stellen, deren Antworten entweder zur Erhellung beitragen oder sehr weh tun. Ja, ich bin vom Fach.

Neben meiner persönlichen charakterlichen Einschätzung von TL, dass er den Verein nicht übermäßig bluten lassen will, sehe ich überwiegend Gründe dafür, dass er lieber schnell und mit weniger Geld geht.

Er hat ein Image zu verlieren; wenn er die Restlaufzeit ausgezahlt haben wollen würde, ist das ganz schnell überall. Dann hat er zwar ein paar Euro, aber seine Karriere ist vorbei. Das Beste für ihn wäre eine Schuldzuweisung des Präsidiums an die Mannschaft; sollte aber vermieden werden.

In sechs Wochen startet die Rotation, allerspätestens im November. Aufgrund dessen, was er hier erreicht hat, sehe ich ihn bei vielen als Kandidat weit oben. Geraerts ist mein erster Abgangskandidat, Miro Klose nicht weit dahinter. Ob TL zu S04 oder dem Club passt - egal. Er muss aber verfügbar sein, wenn es losgeht.


Mich würde einfach mal interessieren, warum du so deutlich der Meinung bist, dass ein Bestehen auf eine der Restlaufzeit seines Vertrages angemessene Abfindung so schädigend für die weitere Karriere sei. Ich bin kein Anwalt habe aber viele Jahre Berufserfahrung in leitender Funktion bei einem großen Wirtschaftsunternehmen. Ich habe schon häufiger solche Situationen mitbekommen. Und sehr selten hat es sich negativ auf die Karriere der Handelden ausgewirkt. Wie gesagt, offenkundig gezeigte Nachgiebigkeit ist nicht unbedingt ein positives Kriterium für zukünftige Arbeitgeber.


"Der Restlaufzeit angemessen" ist relativ. Wenn er die Laufzeit ausgezahlt haben wollen würde, wirkt sich das auf die Dauer der Verhandlungen aus. Dann ist er in der heißen Phase nicht am Markt. Und Kicker etc. treten es breit. Will er die Hälfte oder weniger, gibt es schnell eine Auflösung mit Umarmung und Handshake auf der PK und der Betonung, was für ein guter Charakter er ist.

Klar gehen bestimmte Dinge im Markt auch im "normalen Leben" rum. Aber wir reden über Profifußball, mit bestenfalls mittelfristiger Planung, aber entsprechenden Gehältern. Außerhalb dessen kenne ich kein Unternehmen und keine Leitenden, die befristet für ein oder zwei Jahren einstelle oder als Leitender kommen würden. Ausgenommen vielleicht Organfunktion, aber auch da habe ich noch nie unter drei Jahren fix gesehen, in über 20 Jahren Praxis.
Spielt TL hart, ist mE nicht mehr als ein 1-Jahres-Vertrag woanders drin. Einigt man sich schnell (dann sind wir irgendwo bei 50% oder weniger), zeigt er Größe, bleibt sympathisch und vor allem glaubwürdig. Die Glaubwürdigkeit würde ich nicht unterschätzen.


Danke Dir für die plausible Antwort. Klar ist kurzfristig befristet eher selten anzutreffen in der Wirtschaft.
Ich persönlich glaube jedoch, dass TL in der "heißen Phase" in diesem Jahr gar nicht auf den Markt will. Vielmehr wird es eine Einigung später im Jahr geben, die mE bestimmt nicht unter 50% liegt und ggf. wird er im Sommer nächsten Jahres schaun, was sich so Interessantes ergibt.


Ich möchte eine Vereinsführung haben die Verträge abschließt ohne nachher darauf angewiesen sein zu müssen das ein gescheiterte Trainer sein gutes Image bewahren oder für neue Aufgaben frei sein möchte.

Ich möchte eine Vereinsführung die zu aller erst die Belange des Vereins über alles stellt - unabhängig davon wer als Vertragspartner gegenüber am Tisch sitzt.

Um die Erfolge von TL zu honorieren hätte man auch eine hohe u. U. freiwillige Prämie zahlen können. Das Risiko einen erfolgreichen Trainer aufgrund einer kurzen Vertragslaufzeit zu verlieren kann da m. E. in den Hintergrund treten. Wer möchte einen Trainer haben der nur aufgrund der Vertragslaufzeit noch das ist. Gedanklich sich aber schon bei einem anderen Verein befindet.

Das war total unprofessionell.

Und Eilers wird dazu für solche Verträge sicherlich auch noch fürstlich vergütet werden.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von HPlilie am 19.09.2024 um 07:18 Uhr bearbeitet
Torsten Lieberknecht [Trainer] |#690
20.09.2024 - 10:57 Uhr
Ich hoffe der Verein hat aus den Fehlern in den letzten Monaten irgendetwas tatsächlich gelernt und legt am Ende offen, wie teuer (oder nicht teuer) die Vertragscausa am Ende wirklich für den Verein war.

Sonst wird die Diskussion nie ein Ende finden und das Vertrauen in die Verantwortlichen möglicherweise sinken.
  Post-Optionen
Den kompletten Thread wirklich löschen?

  Paten-Optionen
Möchtest Du den Beitrag wirklich löschen?
  Diesen Beitrag alarmieren
  Diesen Beitrag alarmieren
  Diesen Beitrag alarmieren
  Lesezeichen
  Abonnierte Threads
  Guter Beitrag
  Guter Beitrag
  Guter Beitrag
  Post-Optionen
Nutze die Thread-Suche, wenn Du diesen Post in einen anderen Thread verschieben möchtest. Drücke Thread erstellen, wenn aus diesem Post ein eigenständiger Thread werden soll.
Widerruf Tracking & Cookies

Du hast erfolgreich deine Einwilligung in die Nutzung unseres Angebots mit Tracking und Cookies widerrufen. Damit entfallen alle Einwilligungen, die du zuvor über den (Cookie-) Einwilligungsbanner bzw. über den Privacy-Manager erteilt hast. Du kannst dich jetzt erneut zwischen dem Pur-Abo und der Nutzung mit Tracking und Cookies entscheiden. Bitte beachte, dass dieser Widerruf aus technischen Gründen keine Wirksamkeit für sonstige Einwilligungen (z.B. in den Empfang von Newslettern) entfalten kann. Bitte wende dich diesbezüglich an datenschutz@transfermarkt.de.