| Geburtsdatum | 29.08.1973 |
|---|---|
| Alter | 52 |
| Nat. |
Deutschland |
| Funktion | Trainer |
| Akt. Verein | England |
Thomas Tuchel
23.03.2023 - 22:39 Uhr
14.08.2023 - 15:05 Uhr
Zitat von Lewy_9
Was würdest du davon halten?
Sane --- Kane --- Coman
Musiala/Gravenberch --- Kimmich
---Laimer---
Davies/Guerreiro --- Kim --- de Ligt --- Mazraoui/Stanisic
---Ulreich---
Zitat von Tormund
Dieser Kader ist mitnichten für eine 3er-Kette geschaffen. Das haben zum Glück beide Trainer eingesehen. Nur ist er auch nicht sonderlich toll für klassische Systeme ausgerichtet. Mittlerweile ist das nichts halbes und nichts ganzes mehr.
Zitat von Wenigenjena
Die Frage ist doch aber, was soll ein neuer Trainer bringen? Außer Flick sind alle Trainer seit Guardiola (bzw. Heynckes ausgenommen) an der Mannschaft gescheitert. Schon die Nagelsmann Entlassung war im Rückblick keine sinnvolle Entscheidung gewesen. Was bringt es da Tuchel zu entlassen oder wer soll es besser machen? Und vor allem wie, wenn sich nicht einmal Tuchel und Nagelsmann trauen, die Mannschaft auf eine Dreierkette umzustellen, wofür der Kader geschaffen ist?
Zitat von Tormund
Statt Tuchel hätte ich eh Slot geholt. Aber der war als Name einfach zu klein.
Zitat von Videoanalyst
Mir graut ja schon vor der Situation, dass wir mit einem holprigen Bundesligastart im Herbst die nächste Trainerdiskussion führen. Zumal mir auch beim besten Willen niemand einfallen würde, der uns helfen könnte. In den letzten Jahren galt eigentlich immer Tuchel als Heilsbringer, aber der ist jetzt - genau wie seine beiden Vorgänger - schon fast verbrannt. Und Ten Haag und Klopp scheint es auf absehbare Zeit auch nicht von der Insel runter zu ziehen
Mir graut ja schon vor der Situation, dass wir mit einem holprigen Bundesligastart im Herbst die nächste Trainerdiskussion führen. Zumal mir auch beim besten Willen niemand einfallen würde, der uns helfen könnte. In den letzten Jahren galt eigentlich immer Tuchel als Heilsbringer, aber der ist jetzt - genau wie seine beiden Vorgänger - schon fast verbrannt. Und Ten Haag und Klopp scheint es auf absehbare Zeit auch nicht von der Insel runter zu ziehen
Statt Tuchel hätte ich eh Slot geholt. Aber der war als Name einfach zu klein.
Die Frage ist doch aber, was soll ein neuer Trainer bringen? Außer Flick sind alle Trainer seit Guardiola (bzw. Heynckes ausgenommen) an der Mannschaft gescheitert. Schon die Nagelsmann Entlassung war im Rückblick keine sinnvolle Entscheidung gewesen. Was bringt es da Tuchel zu entlassen oder wer soll es besser machen? Und vor allem wie, wenn sich nicht einmal Tuchel und Nagelsmann trauen, die Mannschaft auf eine Dreierkette umzustellen, wofür der Kader geschaffen ist?
Dieser Kader ist mitnichten für eine 3er-Kette geschaffen. Das haben zum Glück beide Trainer eingesehen. Nur ist er auch nicht sonderlich toll für klassische Systeme ausgerichtet. Mittlerweile ist das nichts halbes und nichts ganzes mehr.
Was würdest du davon halten?
Sane --- Kane --- Coman
Musiala/Gravenberch --- Kimmich
---Laimer---
Davies/Guerreiro --- Kim --- de Ligt --- Mazraoui/Stanisic
---Ulreich---
Grundsätzlich gut weil Sane und Coman auf ihren besten Positionen. Im Mittelfeld mangelt es halt an Qualität auf der 6 aber in anbetracht der Umstände aktuell die beste Aufstellung. Mit 6er kann dann auch Musiala auf LA und Laimer dafür neben Kimmich.
14.08.2023 - 15:05 Uhr
Zitat von MakingHistory
Inwiefern zählt er damit denn irgendwen an außer sich selbst? Die ganze Mannschaft austauschen kann man ja nicht und dass noch viele Spieler kommen, ist auch eher unwahrscheinlich. Insofern ist halt das, was als Kernaussage hängen bleibt, seine Ratlosigkeit.
Inwiefern zählt er damit denn irgendwen an außer sich selbst? Die ganze Mannschaft austauschen kann man ja nicht und dass noch viele Spieler kommen, ist auch eher unwahrscheinlich. Insofern ist halt das, was als Kernaussage hängen bleibt, seine Ratlosigkeit.
Der ist doch nicht wirklich ratlos ... Der weiß schon, woran es liegt, nur kann er das halt nicht öffentlich sagen. Die Mannschaft ist komplett verunsichert. Kimmich denkt, er ist ein Chef, kippt aber um, wenn Olmo "Buh!" macht. (Die 1995er können hier seit Jahren machen, was sie wollen, und bekommen dennoch mit jedem neuen Vertrag noch einmal fünf Millionen oben drauf. Ich brauche einen spielenden Achter, einen disziplinierten Sechser und einen Innenverteidiger mit gutem Spielaufbau. Wie wäre es mit Sami Khedira?)
Am Ende spricht er es doch eh aus: Wir haben gut trainiert, sie haben es gut gemacht, und sobald im ersten "Pflichtspiel" Druck da ist, sind sie völlig verunsichert und verfallen in alte Muster. Der Grund für das schlechte Spiel ist die Verunsicherung. Wo die herkommt und wann die warum reinkickt - wäre dann die nächste Frage.
14.08.2023 - 15:11 Uhr
Zitat von MakingHistory
Wie gesagt, die komplette Mannschaft kann man nicht austauschen. Dass sich ein Trainer mit der kompletten Mannschaft anlegt, ist selten gut gegangen, insbesondere beim FCB.
Er hätte sich ja mehr in die Richtung äußern können, dass ab sofort konsequent nach Leistung aufgestellt wird und er da auch vor großen Namen nicht Halt machen wird. Das wäre ein Zeichen: Wer nicht mitzieht, der landet auf der Bank.
Aber er hat ja der kompletten Mannschaft eine vernichtende Kritik ausgestellt. Da kann sich der ein oder andere Spieler schon denken: "Was kann ich dafür, dass du die Mannschaft nicht richtig einstellen kannst?"
Zitat von Lewy_9
Wenn die Vereinsführung hinter ihm steht, hat er sich damit einen Gefallen getan, weil er damit die Spieler in die absolute Pflicht nimmt. Sollte das nicht so sein, dann hat er sich keinen Gefallen getan und sich selbst angezählt. Aber Tuchel halte ich für äußerst intelligent und erfahren, also gehe ich von Ersterem aus.
Wenn die Vereinsführung hinter ihm steht, hat er sich damit einen Gefallen getan, weil er damit die Spieler in die absolute Pflicht nimmt. Sollte das nicht so sein, dann hat er sich keinen Gefallen getan und sich selbst angezählt. Aber Tuchel halte ich für äußerst intelligent und erfahren, also gehe ich von Ersterem aus.
Wie gesagt, die komplette Mannschaft kann man nicht austauschen. Dass sich ein Trainer mit der kompletten Mannschaft anlegt, ist selten gut gegangen, insbesondere beim FCB.
Er hätte sich ja mehr in die Richtung äußern können, dass ab sofort konsequent nach Leistung aufgestellt wird und er da auch vor großen Namen nicht Halt machen wird. Das wäre ein Zeichen: Wer nicht mitzieht, der landet auf der Bank.
Aber er hat ja der kompletten Mannschaft eine vernichtende Kritik ausgestellt. Da kann sich der ein oder andere Spieler schon denken: "Was kann ich dafür, dass du die Mannschaft nicht richtig einstellen kannst?"
Das stimmt. Ich denke im Kern sieht das Tuchel auch so. Vielleicht war er auch in dem Moment echt wirklich abgrundtief enttäuscht. Vorbereitung war eigentlich gut, Kanes erstes Spiel, Leipzig eigentlich mit ner komplett neu zusammengewürfelten Mannschaft. Ich kanns wirklich gut nachvollziehen.
Dass Kimmich sich mal wieder fallen lässt, weil er den Ball verliert oder hochkarätige Chancen nicht verwandelt werden, in der Abwehr wieder Böcke ohne Ende fabriziert werden (Handelfer, Slapstick), ist halt auch nicht Tuchels Schuld.
14.08.2023 - 15:13 Uhr
Zitat von Mulli
Fand die Aussagen von Tuchel auch eher ungewöhnlich.
Fand die Aussagen von Tuchel auch eher ungewöhnlich.
Ich fand es absolut in sich schlüssig, wie Tuchel seine Kritik vorgetragen hat und verstehe überhaupt nicht, warum alle Experten in diesem Land nun meinen zu müssen, Tuchel dafür zu kritisieren.
Er hat ja auch keinen Spieler namentlich unter Bus geworfen, er hat die gesamte Mannschaft kritisiert. Ich sehe hier das Problem einfach nicht.
Sein Fazit war, dass die Vorbereitung angesichts unseres chaotischen Spiels gegen Leipzig im Grunde völlig umsonst gewesen war, weil er nichts von dem, was zuvor eingearbeitet wurde, im Spiel wiederfand; wir haben uns zurück besonnen zu unserem Fussball von Spieltag 33. Aber genau den will Tuchel hier nicht wiedersehen. Er war geschockt.
14.08.2023 - 15:17 Uhr
Zitat von Trumoi
Der Grund für das schlechte Spiel ist die Verunsicherung. Wo die herkommt und wann die warum reinkickt - wäre dann die nächste Frage.
Der Grund für das schlechte Spiel ist die Verunsicherung. Wo die herkommt und wann die warum reinkickt - wäre dann die nächste Frage.
Man erinnere sich (ungern) an das Finale Dahoam und weitere Demütigungen (vom BVB abgewatscht).
Was dann das Team in der Folgesaison gespielt hat, war Mental abartig. Diese Fokussierung war einzigartig.
Heute führen Niederlagen (WM, Pokal, CL) nicht zum selben Effekt.
Vielleicht nicht bitter genug, vielleicht sind die Charaktere einfach andere als Lahm, Robben, Ribery, Schweinsteiger...
Ich sehen in Gnabry und Sane nicht die Typen, die Psychopatengleich den Gegner vernichten wollen. Die lackieren sich die Nägel, gehen zu einer Vernissage und tragen puffhosen und Kunstfelljacken.
Gore und Neuer war One Love wichtiger als Deutschland und Kimmich hat sich verloren im Sachen Effizienz, Qualität, Einsatz und findet da kein ausgewogenes Verhältnis.
Früher gewann der FC Bayern an schlechten Tagen, weil man der FC Bayern war. Heute ist dieses Selbstverständnis weg.
14.08.2023 - 15:20 Uhr
Zitat von Wettpoint
Man erinnere sich (ungern) an das Finale Dahoam und weitere Demütigungen (vom BVB abgewatscht).
Was dann das Team in der Folgesaison gespielt hat, war Mental abartig. Diese Fokussierung war einzigartig.
Heute führen Niederlagen (WM, Pokal, CL) nicht zum selben Effekt.
Vielleicht nicht bitter genug, vielleicht sind die Charaktere einfach andere als Lahm, Robben, Ribery, Schweinsteiger...
Ich sehen in Gnabry und Sane nicht die Typen, die Psychopatengleich den Gegner vernichten wollen. Die lackieren sich die Nägel, gehen zu einer Vernissage und tragen puffhosen und Kunstfelljacken.
Gore und Neuer war One Love wichtiger als Deutschland und Kimmich hat sich verloren im Sachen Effizienz, Qualität, Einsatz und findet da kein ausgewogenes Verhältnis.
Früher gewann der FC Bayern an schlechten Tagen, weil man der FC Bayern war. Heute ist dieses Selbstverständnis weg.
Zitat von Trumoi
Der Grund für das schlechte Spiel ist die Verunsicherung. Wo die herkommt und wann die warum reinkickt - wäre dann die nächste Frage.
Der Grund für das schlechte Spiel ist die Verunsicherung. Wo die herkommt und wann die warum reinkickt - wäre dann die nächste Frage.
Man erinnere sich (ungern) an das Finale Dahoam und weitere Demütigungen (vom BVB abgewatscht).
Was dann das Team in der Folgesaison gespielt hat, war Mental abartig. Diese Fokussierung war einzigartig.
Heute führen Niederlagen (WM, Pokal, CL) nicht zum selben Effekt.
Vielleicht nicht bitter genug, vielleicht sind die Charaktere einfach andere als Lahm, Robben, Ribery, Schweinsteiger...
Ich sehen in Gnabry und Sane nicht die Typen, die Psychopatengleich den Gegner vernichten wollen. Die lackieren sich die Nägel, gehen zu einer Vernissage und tragen puffhosen und Kunstfelljacken.
Gore und Neuer war One Love wichtiger als Deutschland und Kimmich hat sich verloren im Sachen Effizienz, Qualität, Einsatz und findet da kein ausgewogenes Verhältnis.
Früher gewann der FC Bayern an schlechten Tagen, weil man der FC Bayern war. Heute ist dieses Selbstverständnis weg.
Überspitzt formuliert, aber sehe ich ähnlich. Aber wie schon erwähnt, mit Kane, Kim oder auch Laimer sieht man, dass die Vereinsführung das genauso sieht. Zusätzlich zur langsamen Aussortierung von Goretzka. Der nächste wird Neuer sein und Kimmich/Gnabry/Sane haben halt jetzt noch ne halbe Saison Zeit das Gegenteil zu beweisen.
14.08.2023 - 15:25 Uhr
Zitat von Lewy_9
Überspitzt formuliert, aber sehe ich ähnlich. Aber wie schon erwähnt, mit Kane, Kim oder auch Laimer sieht man, dass die Vereinsführung das genauso sieht. Zusätzlich zur langsamen Aussortierung von Goretzka. Der nächste wird Neuer sein und Kimmich/Gnabry/Sane haben halt jetzt noch ne halbe Saison Zeit das Gegenteil zu beweisen.
Zitat von Wettpoint
Man erinnere sich (ungern) an das Finale Dahoam und weitere Demütigungen (vom BVB abgewatscht).
Was dann das Team in der Folgesaison gespielt hat, war Mental abartig. Diese Fokussierung war einzigartig.
Heute führen Niederlagen (WM, Pokal, CL) nicht zum selben Effekt.
Vielleicht nicht bitter genug, vielleicht sind die Charaktere einfach andere als Lahm, Robben, Ribery, Schweinsteiger...
Ich sehen in Gnabry und Sane nicht die Typen, die Psychopatengleich den Gegner vernichten wollen. Die lackieren sich die Nägel, gehen zu einer Vernissage und tragen puffhosen und Kunstfelljacken.
Gore und Neuer war One Love wichtiger als Deutschland und Kimmich hat sich verloren im Sachen Effizienz, Qualität, Einsatz und findet da kein ausgewogenes Verhältnis.
Früher gewann der FC Bayern an schlechten Tagen, weil man der FC Bayern war. Heute ist dieses Selbstverständnis weg.
Zitat von Trumoi
Der Grund für das schlechte Spiel ist die Verunsicherung. Wo die herkommt und wann die warum reinkickt - wäre dann die nächste Frage.
Der Grund für das schlechte Spiel ist die Verunsicherung. Wo die herkommt und wann die warum reinkickt - wäre dann die nächste Frage.
Man erinnere sich (ungern) an das Finale Dahoam und weitere Demütigungen (vom BVB abgewatscht).
Was dann das Team in der Folgesaison gespielt hat, war Mental abartig. Diese Fokussierung war einzigartig.
Heute führen Niederlagen (WM, Pokal, CL) nicht zum selben Effekt.
Vielleicht nicht bitter genug, vielleicht sind die Charaktere einfach andere als Lahm, Robben, Ribery, Schweinsteiger...
Ich sehen in Gnabry und Sane nicht die Typen, die Psychopatengleich den Gegner vernichten wollen. Die lackieren sich die Nägel, gehen zu einer Vernissage und tragen puffhosen und Kunstfelljacken.
Gore und Neuer war One Love wichtiger als Deutschland und Kimmich hat sich verloren im Sachen Effizienz, Qualität, Einsatz und findet da kein ausgewogenes Verhältnis.
Früher gewann der FC Bayern an schlechten Tagen, weil man der FC Bayern war. Heute ist dieses Selbstverständnis weg.
Überspitzt formuliert, aber sehe ich ähnlich. Aber wie schon erwähnt, mit Kane, Kim oder auch Laimer sieht man, dass die Vereinsführung das genauso sieht. Zusätzlich zur langsamen Aussortierung von Goretzka. Der nächste wird Neuer sein und Kimmich/Gnabry/Sane haben halt jetzt noch ne halbe Saison Zeit das Gegenteil zu beweisen.
Mir kam noch der Gedanke, ob Tuchel womöglich auch deshalb so stark auf Laimer setzt, um möglichst viele neue Gesichter/frischen Wind in die Startelf zu bekommen. Mit einem gesunden Guerreiro könnte man die These stützen/widerlegen. Kim und Kane sind selbstredend allein aufgrund ihrer Qualität Stammspieler.
14.08.2023 - 15:26 Uhr
Zitat von Wettpoint
Man erinnere sich (ungern) an das Finale Dahoam und weitere Demütigungen (vom BVB abgewatscht).
Was dann das Team in der Folgesaison gespielt hat, war Mental abartig. Diese Fokussierung war einzigartig.
Heute führen Niederlagen (WM, Pokal, CL) nicht zum selben Effekt.
Vielleicht nicht bitter genug, vielleicht sind die Charaktere einfach andere als Lahm, Robben, Ribery, Schweinsteiger...
Ich sehen in Gnabry und Sane nicht die Typen, die Psychopatengleich den Gegner vernichten wollen. Die lackieren sich die Nägel, gehen zu einer Vernissage und tragen puffhosen und Kunstfelljacken.
Gore und Neuer war One Love wichtiger als Deutschland und Kimmich hat sich verloren im Sachen Effizienz, Qualität, Einsatz und findet da kein ausgewogenes Verhältnis.
Früher gewann der FC Bayern an schlechten Tagen, weil man der FC Bayern war. Heute ist dieses Selbstverständnis weg.
Zitat von Trumoi
Der Grund für das schlechte Spiel ist die Verunsicherung. Wo die herkommt und wann die warum reinkickt - wäre dann die nächste Frage.
Der Grund für das schlechte Spiel ist die Verunsicherung. Wo die herkommt und wann die warum reinkickt - wäre dann die nächste Frage.
Man erinnere sich (ungern) an das Finale Dahoam und weitere Demütigungen (vom BVB abgewatscht).
Was dann das Team in der Folgesaison gespielt hat, war Mental abartig. Diese Fokussierung war einzigartig.
Heute führen Niederlagen (WM, Pokal, CL) nicht zum selben Effekt.
Vielleicht nicht bitter genug, vielleicht sind die Charaktere einfach andere als Lahm, Robben, Ribery, Schweinsteiger...
Ich sehen in Gnabry und Sane nicht die Typen, die Psychopatengleich den Gegner vernichten wollen. Die lackieren sich die Nägel, gehen zu einer Vernissage und tragen puffhosen und Kunstfelljacken.
Gore und Neuer war One Love wichtiger als Deutschland und Kimmich hat sich verloren im Sachen Effizienz, Qualität, Einsatz und findet da kein ausgewogenes Verhältnis.
Früher gewann der FC Bayern an schlechten Tagen, weil man der FC Bayern war. Heute ist dieses Selbstverständnis weg.
Die lackierten Nägel gefallen mir als Grund. So wundervoll offensichtlicher Unsinn. Müsste man ja eigentlich gar nicht gegen argumentieren. Aber weil du ja Schweinsteiger als Vorbild nennst und es dadurch noch lustiger wird:
https://amp.spox.com/de/sport/diashows/bastian-schweinsteiger/karriere-diashow/schweini-beste-bilder-fc-bayern-muenchen-nationalmannschaft.html
Aber gut, hat ja auch schon ein anderer hier die Situation mit dem „wir schaffen das“ aus 2015 erklärt.
Vielleicht suchen wir ja stattdessen wieder Gründe, die nicht purer Antipathie entspringen.
14.08.2023 - 15:28 Uhr
Zitat von Lewy_9
Schweinsteiger war ne absolute Mentalitätsmaschine. Und die letzten 3-4 Jahre bei Bayern auch technisch auf seinem Peak. Oder ein Robben, da hätte es 0:4 stehen können, der Typ ist angerannt und angerannt bis es geklingelt hat. Oder ein Vidal: Bevor man sang- und klanglos untergeht, grätscht man lieber noch einen sauber weg. Das waren auch alles eigene Charaktere, Robben und Lewy beispielsweise hatten ja auch ihren "Beef". Aber aufm Platz wurde an einem Strang gezogen, ganz einfach. Das fehlt mir hier mittlerweile, auch wenn es von den Zugängen wieder in die richtige Richtung geht.
Aktuelle Spieler die so ein Profil bei uns haben: Kane, Kim, de Ligt, Stanisic (!), Coman (aber oft uneffektiv), Müller (Spätherbst) und vermutlich ein Laimer (aber technisch schwächer als z.B. ein Vidal).
Wer bleibt da wieder übrig? Die gute 95er Generation um Kimmich, Gore und Gnabry. In der Nationalmannschaft das Spiegelbild davon.
Und ganz ehrlich, wenn es in der Nationalmannschaft genau deswegen auch hapert, dann wirds primär weniger am Trainer liegen und vielmehr an dieser Gruppe an Spielern denen eine Wohlfühloase geschaffen haben.
Tuchel ist genau der Richtige um diese alten Strukturen aufzubrechen und dann wird ganz sicher der Erfolg zurückkommen. Goretzka war schon fällig, Gnabry ist zumindest wieder halbwegs auf Kurs (solange nicht als MS eingesetzt), Neuer wird intern stark angezweifelt und Kimmich ist auf dem besten Weg dahin. Vor allem wenn noch ein richtiger 6er verpflichtet werden sollte.
Das Wichtigste ist mMn, dass die Vereinsführung jetzt geschlossen hinter dem Trainer steht. Und zwar extern als auch intern! Es muss Ruhe auf der Position geben und Tuchel ist fachlich ein Top Trainer, das hat er zu Genüge bewiesen. Das Problem ist das Haifischbecken hier.
Zitat von mickeyzee
Ich sehe ehrlich gesagt auch die größten Probleme beim Mangel an Führungsspielern und der Teamchemie. Ich bin kein riesiger Schweinsteiger-Fan gewesen, aber ich glaube nicht, dass der das Phlegma bei Niederlagen und die teilweise Planlosigkeit auf dem Platz bei Rückständen so hingenommen hätte.
Spielerische Qualität fehlt mMn zuvorderst auf der seit Jahren "ignorierten" 6er Position. Seit Thiagos Weggang ist da eine Lücke was Pressingresistenz bei gleichzeitiger Fähigkeit zum Spielaufbau anbelangt. Man spürt auch überdeutlich, wie sehr sich das Aufbauspiel (aber auch die Defensive) des FCB in den vergangenen Jahren darauf verlassen hat, einen auf hohem Niveau "mitspielenden " Torwart zu haben. Da ich mittlerweile nicht mehr glaube, dass Neuer wieder zurückkommt (zumindest nicht auf hohem Niveau), sehe ich hier ein erhebliches Problem, das unbedingt Handeln auf dem Transfermarkt erfordert.
Zitat von James_Dean_500
Aus meiner Sicht gibt es bei uns nicht DAS eine Problem, sondern viele Probleme, die sich im Laufe der Jahre summiert haben. Man sah ja schon unter Nagelsmann ähnliche Probleme und ähnlich schwache Spiele bzw. Serien, die eigentlich alarmierend sein sollten. Die schwache Rückrunde 21/22, die Sieglos-Serie in der Hinrunde 22/23 und letztlich auch eine schwache RR 22/23, die in Nagelsmanns Entlassung mündete, nachdem man sich in einem unglaublich schlechten Auftritt ein komplettes Spiel lang von Leverkusen dominieren ließ.
Aus meiner Sicht fehlt bei uns das Konzept bzw. wir haben das falsche Konzept verfolgt, indem man den Kader weg von spielerischer Dominanz mit Spielern wie Lahm, Alaba, Boateng, Thiago, Alonso etc. immer mehr in Richtung Vollgas-Pressing-Fußball ausgerichtet hat, von einem Manager, der hier in den letzten Jahren völlig überfordert war. Diese spielerische Armut zieht sich praktisch durch alle Mannschaftsteile. In Abwesenheit von Neuer fehlt der TW, der von hinten sauber rausspielen kann, es fehlen IV mit Qualitäten im Spielaufbau, im MF hast du keinen Strategen mehr, der ein Spiel temporieren kann, sondern nur Spieler, die in Punkto Positionsspiel ihre Anarchie ausleben und vorne hast du jetzt ein Jahr lang keinen Top-MS mehr gehabt und außen rum mit Coman, Gnabry oder Sané Akteure, die wie Leistungsträger verdienen, aber in ihren Leistungen zu schwankend agieren. Dann holst du einen Tuchel, der für mehr Ballbesitz und Kontrolle steht, aber wie soll denn das schlussendlich funktionieren, wenn der Kader das kaum hergibt? Wenn einem Davies jeder Ball verspringt, wenn neben Kimmich im MF ein qualitatives Vakuum vorzufinden ist, da Topverdiener wie Goretzka sich aus dem Spielaufbau komplett raushalten oder wenn Sané vorne sinnfrei in mehrere Leute reindribbelt?
Für mich haben wir ein qualitatives Problem im Kader, weil zum einen das technische Niveau rapide abgenommen hat und weil man zum anderen gewisse Kaderstellen seit Jahren ignoriert (6er), sodass es schwierig bis unmöglich ist mit diesem Team ein Spiel über 90 Minuten souverän zu kontrollieren. Dafür fehlt die Ballsicherheit, das Mindset bei einigen, die primär offensiv denken (speziell im MF) und es fehlt an strategisch denkenden Spielertypen. Sowohl im MF als auch in der Offensive fehlen solche Spielmacher-Typen.
Hinzu kommt, dass wir mittlerweile ein Vakuum an Führungsspielern haben, zumindest in der Abwesenheit von Neuer und Müller. Es wird daher kein Zufall sein, dass sich Tuchel so erfahrene Spieler wie Kane oder Walker gewünscht hat, weil die Leute, die bei uns einen Führungsanspruch haben, mehr mit sich selbst beschäftigt sind bzw. selbst äußerst schwankend in ihren Leistungen agieren. Ich nehme auf dem Platz auch von außen kaum Kommunikation wahr und damit meine ich jetzt, wenn Kimmich den Schiri anbrüllt, sondern gegenseitiges Coaching, indem Spieler X einen anderen Spieler zur Seite nimmt, um ihm nochmal etwas zu erklären bzgl. Laufwege etc., so wie es z.B. ein Alaba regelmäßig gemacht hat.
Generell drängt sich mir der Eindruck auf, dass auch die Teamchemie zu wünschen übrig lässt, wenn man sieht, dass man trainerunabhängig immer wieder die selben Nichtleistungen zeigt, wenn man sieht mit welcher Selbstverständlichkeit wir mittlerweile Gegentore fressen oder wenn man sieht, dass sich dieses Team nach Gegentoren oftmals gar nicht mehr richtig aufbäumt. Da fehlt es an Motivation, Einstellung, Charakter und der nötigen Chemie untereinander, was aus meiner Sicht auch nicht aus heiterem Himmel kommt, wenn man hier so eine Wohlfühloase geschaffen hat, in der gewisse MF-Spieler im MF herumturnen dürfen wo sie wollen, in der Torhütern der Platz im Tor freigehalten wird (dass wir gut zwei Wochen vor Schließung des Transferfensters noch keinen neuen TW geholt haben, ist eine absolute Farce) oder in der Spielern für unkonstante Leistungen vom Ex-Manager Topverträge gegeben wurden, die nun auch nicht den Leistungsgedanken fördern oder die Motivation anregen.
Außerdem kommen immer wieder Nackenschläge dazu, die sich auch summieren und irgendwann in den Köpfen hängen bleiben. Die jährlichen Blamagen im Pokal, das frühe WM-Aus, CL-Aus etc. Offensichtlich haben wir in diesem Team keine Charaktere der Marke Robben, die aus Niederlagen Zusatzmotivation gezogen haben, sondern vorwiegend Spieler, die sich dadurch noch weiter verunsichern lassen. Die ganze Unruhe drumherum, die sich praktisch wie ein roter Faden durch die Amtszeit Salihamidzics gezogen hat, wird ihr übriges dazu tun. Von Maulwurf-Affären, Faustschlägen gegen Mitspieler, Skifahr-Versuchen des Kapitänts, Impfdebatten um den Möchtegern-Kapitän, Rassismus-Vorfälle am Campus bis hin zu elendigen Diskussionen um die Demission eines Torwarttrainers, inklusive seltsamen Interview des von ihm trainierten Torwarts, war ja alles dabei. Gefühlt hatten wir immer einen Nebenkriegsschauplatz und ein ruhiges Arbeiten in einigermaßen ruhigem Fahrwasser war weder für Trainer noch Mannschaft möglich. Die Nagelsmann-Entlassung zu einem maximal dämlichen Zeitpunkt dürfte für weitere Unsicherheit und Spaltung gesorgt haben.
Die aktuelle Verfassung ist daher mMn ein Produkt aus schlechtem Kadermanagement (zu wenig Technik, fehlender 6er, fehlender TW), einer komischen Trainerphilosophie, die dazu führt, dass Nachfolger komplett andere Philosophien verfolgen als Vorgänger (Tuchel <-> Nagelsmann) und entsprechend auch andere Spieler benötigen bzw. Spieler nicht benötigen, die noch beim Vorgänger gefragt waren (Goretzka, Laimer...), fehlender Führungsspieler, einem ungesunden Machtverhältnis zu Gunsten der Spieler, denen man hier eine Wohlfühloase geschaffen hat und einem Team, das durch viele Misserfolge immer verunsicherter wird, was letztlich ja auch ein Teufelskreis ist, wenn auf der anderen Seite die Führungsspieler fehlen, an denen sich der Rest des Teams hochziehen kann oder wenn grundsätzlich Kaderqualität fehlt, um dauerhaft erfolgreich zu sein und guten Fußball zu spielen.
Diesbezüglich wurde in den letzten Jahren einfach viel zu schlecht im Kadermanagement gearbeitet und wenn ich jetzt sehe, dass es diese Altherren-Taskforce gut zwei Wochen vor Ende der TP immer noch nicht geschafft hat einen TW und den dringend benötigten 6er, der schon seit Jahren fehlt, zu holen, dann geht das ähnlich weiter und da fehlt es letztlich auch an Kompetenz, wenn da die grauen Eminenzen KHR und Hoeneß wieder mitmischen und letzterer bzgl. dem MF Spieler wie Laimer als die Lösung der Probleme ansieht.
Die Hoffnung bei uns heißt aus meiner Sicht Christoph Freund und dass wir mit ihm endlich jemanden gefunden haben, der sportlich die nötige Kompetenz besitzt, um den Kader vernünftig neu aufzubauen, und der auch das nötige menschliche Gespür dafür hat gewisse Ströme innerhalb der Mannaschaft zu erkennen. Dümpelt man so weiter rum, dann wird sich die Unruhe nie legen und man kann einen Trainer nach dem anderen verbrennen, da die Probleme tief und vielfältig sind. Da reicht es halt nicht aus einen Harry Kane zu holen, sich dafür feiern zu lassen und zu glauben, dass dann automatisch alles besser wird...
Aus meiner Sicht gibt es bei uns nicht DAS eine Problem, sondern viele Probleme, die sich im Laufe der Jahre summiert haben. Man sah ja schon unter Nagelsmann ähnliche Probleme und ähnlich schwache Spiele bzw. Serien, die eigentlich alarmierend sein sollten. Die schwache Rückrunde 21/22, die Sieglos-Serie in der Hinrunde 22/23 und letztlich auch eine schwache RR 22/23, die in Nagelsmanns Entlassung mündete, nachdem man sich in einem unglaublich schlechten Auftritt ein komplettes Spiel lang von Leverkusen dominieren ließ.
Aus meiner Sicht fehlt bei uns das Konzept bzw. wir haben das falsche Konzept verfolgt, indem man den Kader weg von spielerischer Dominanz mit Spielern wie Lahm, Alaba, Boateng, Thiago, Alonso etc. immer mehr in Richtung Vollgas-Pressing-Fußball ausgerichtet hat, von einem Manager, der hier in den letzten Jahren völlig überfordert war. Diese spielerische Armut zieht sich praktisch durch alle Mannschaftsteile. In Abwesenheit von Neuer fehlt der TW, der von hinten sauber rausspielen kann, es fehlen IV mit Qualitäten im Spielaufbau, im MF hast du keinen Strategen mehr, der ein Spiel temporieren kann, sondern nur Spieler, die in Punkto Positionsspiel ihre Anarchie ausleben und vorne hast du jetzt ein Jahr lang keinen Top-MS mehr gehabt und außen rum mit Coman, Gnabry oder Sané Akteure, die wie Leistungsträger verdienen, aber in ihren Leistungen zu schwankend agieren. Dann holst du einen Tuchel, der für mehr Ballbesitz und Kontrolle steht, aber wie soll denn das schlussendlich funktionieren, wenn der Kader das kaum hergibt? Wenn einem Davies jeder Ball verspringt, wenn neben Kimmich im MF ein qualitatives Vakuum vorzufinden ist, da Topverdiener wie Goretzka sich aus dem Spielaufbau komplett raushalten oder wenn Sané vorne sinnfrei in mehrere Leute reindribbelt?
Für mich haben wir ein qualitatives Problem im Kader, weil zum einen das technische Niveau rapide abgenommen hat und weil man zum anderen gewisse Kaderstellen seit Jahren ignoriert (6er), sodass es schwierig bis unmöglich ist mit diesem Team ein Spiel über 90 Minuten souverän zu kontrollieren. Dafür fehlt die Ballsicherheit, das Mindset bei einigen, die primär offensiv denken (speziell im MF) und es fehlt an strategisch denkenden Spielertypen. Sowohl im MF als auch in der Offensive fehlen solche Spielmacher-Typen.
Hinzu kommt, dass wir mittlerweile ein Vakuum an Führungsspielern haben, zumindest in der Abwesenheit von Neuer und Müller. Es wird daher kein Zufall sein, dass sich Tuchel so erfahrene Spieler wie Kane oder Walker gewünscht hat, weil die Leute, die bei uns einen Führungsanspruch haben, mehr mit sich selbst beschäftigt sind bzw. selbst äußerst schwankend in ihren Leistungen agieren. Ich nehme auf dem Platz auch von außen kaum Kommunikation wahr und damit meine ich jetzt, wenn Kimmich den Schiri anbrüllt, sondern gegenseitiges Coaching, indem Spieler X einen anderen Spieler zur Seite nimmt, um ihm nochmal etwas zu erklären bzgl. Laufwege etc., so wie es z.B. ein Alaba regelmäßig gemacht hat.
Generell drängt sich mir der Eindruck auf, dass auch die Teamchemie zu wünschen übrig lässt, wenn man sieht, dass man trainerunabhängig immer wieder die selben Nichtleistungen zeigt, wenn man sieht mit welcher Selbstverständlichkeit wir mittlerweile Gegentore fressen oder wenn man sieht, dass sich dieses Team nach Gegentoren oftmals gar nicht mehr richtig aufbäumt. Da fehlt es an Motivation, Einstellung, Charakter und der nötigen Chemie untereinander, was aus meiner Sicht auch nicht aus heiterem Himmel kommt, wenn man hier so eine Wohlfühloase geschaffen hat, in der gewisse MF-Spieler im MF herumturnen dürfen wo sie wollen, in der Torhütern der Platz im Tor freigehalten wird (dass wir gut zwei Wochen vor Schließung des Transferfensters noch keinen neuen TW geholt haben, ist eine absolute Farce) oder in der Spielern für unkonstante Leistungen vom Ex-Manager Topverträge gegeben wurden, die nun auch nicht den Leistungsgedanken fördern oder die Motivation anregen.
Außerdem kommen immer wieder Nackenschläge dazu, die sich auch summieren und irgendwann in den Köpfen hängen bleiben. Die jährlichen Blamagen im Pokal, das frühe WM-Aus, CL-Aus etc. Offensichtlich haben wir in diesem Team keine Charaktere der Marke Robben, die aus Niederlagen Zusatzmotivation gezogen haben, sondern vorwiegend Spieler, die sich dadurch noch weiter verunsichern lassen. Die ganze Unruhe drumherum, die sich praktisch wie ein roter Faden durch die Amtszeit Salihamidzics gezogen hat, wird ihr übriges dazu tun. Von Maulwurf-Affären, Faustschlägen gegen Mitspieler, Skifahr-Versuchen des Kapitänts, Impfdebatten um den Möchtegern-Kapitän, Rassismus-Vorfälle am Campus bis hin zu elendigen Diskussionen um die Demission eines Torwarttrainers, inklusive seltsamen Interview des von ihm trainierten Torwarts, war ja alles dabei. Gefühlt hatten wir immer einen Nebenkriegsschauplatz und ein ruhiges Arbeiten in einigermaßen ruhigem Fahrwasser war weder für Trainer noch Mannschaft möglich. Die Nagelsmann-Entlassung zu einem maximal dämlichen Zeitpunkt dürfte für weitere Unsicherheit und Spaltung gesorgt haben.
Die aktuelle Verfassung ist daher mMn ein Produkt aus schlechtem Kadermanagement (zu wenig Technik, fehlender 6er, fehlender TW), einer komischen Trainerphilosophie, die dazu führt, dass Nachfolger komplett andere Philosophien verfolgen als Vorgänger (Tuchel <-> Nagelsmann) und entsprechend auch andere Spieler benötigen bzw. Spieler nicht benötigen, die noch beim Vorgänger gefragt waren (Goretzka, Laimer...), fehlender Führungsspieler, einem ungesunden Machtverhältnis zu Gunsten der Spieler, denen man hier eine Wohlfühloase geschaffen hat und einem Team, das durch viele Misserfolge immer verunsicherter wird, was letztlich ja auch ein Teufelskreis ist, wenn auf der anderen Seite die Führungsspieler fehlen, an denen sich der Rest des Teams hochziehen kann oder wenn grundsätzlich Kaderqualität fehlt, um dauerhaft erfolgreich zu sein und guten Fußball zu spielen.
Diesbezüglich wurde in den letzten Jahren einfach viel zu schlecht im Kadermanagement gearbeitet und wenn ich jetzt sehe, dass es diese Altherren-Taskforce gut zwei Wochen vor Ende der TP immer noch nicht geschafft hat einen TW und den dringend benötigten 6er, der schon seit Jahren fehlt, zu holen, dann geht das ähnlich weiter und da fehlt es letztlich auch an Kompetenz, wenn da die grauen Eminenzen KHR und Hoeneß wieder mitmischen und letzterer bzgl. dem MF Spieler wie Laimer als die Lösung der Probleme ansieht.
Die Hoffnung bei uns heißt aus meiner Sicht Christoph Freund und dass wir mit ihm endlich jemanden gefunden haben, der sportlich die nötige Kompetenz besitzt, um den Kader vernünftig neu aufzubauen, und der auch das nötige menschliche Gespür dafür hat gewisse Ströme innerhalb der Mannaschaft zu erkennen. Dümpelt man so weiter rum, dann wird sich die Unruhe nie legen und man kann einen Trainer nach dem anderen verbrennen, da die Probleme tief und vielfältig sind. Da reicht es halt nicht aus einen Harry Kane zu holen, sich dafür feiern zu lassen und zu glauben, dass dann automatisch alles besser wird...
Ich sehe ehrlich gesagt auch die größten Probleme beim Mangel an Führungsspielern und der Teamchemie. Ich bin kein riesiger Schweinsteiger-Fan gewesen, aber ich glaube nicht, dass der das Phlegma bei Niederlagen und die teilweise Planlosigkeit auf dem Platz bei Rückständen so hingenommen hätte.
Spielerische Qualität fehlt mMn zuvorderst auf der seit Jahren "ignorierten" 6er Position. Seit Thiagos Weggang ist da eine Lücke was Pressingresistenz bei gleichzeitiger Fähigkeit zum Spielaufbau anbelangt. Man spürt auch überdeutlich, wie sehr sich das Aufbauspiel (aber auch die Defensive) des FCB in den vergangenen Jahren darauf verlassen hat, einen auf hohem Niveau "mitspielenden " Torwart zu haben. Da ich mittlerweile nicht mehr glaube, dass Neuer wieder zurückkommt (zumindest nicht auf hohem Niveau), sehe ich hier ein erhebliches Problem, das unbedingt Handeln auf dem Transfermarkt erfordert.
Schweinsteiger war ne absolute Mentalitätsmaschine. Und die letzten 3-4 Jahre bei Bayern auch technisch auf seinem Peak. Oder ein Robben, da hätte es 0:4 stehen können, der Typ ist angerannt und angerannt bis es geklingelt hat. Oder ein Vidal: Bevor man sang- und klanglos untergeht, grätscht man lieber noch einen sauber weg. Das waren auch alles eigene Charaktere, Robben und Lewy beispielsweise hatten ja auch ihren "Beef". Aber aufm Platz wurde an einem Strang gezogen, ganz einfach. Das fehlt mir hier mittlerweile, auch wenn es von den Zugängen wieder in die richtige Richtung geht.
Aktuelle Spieler die so ein Profil bei uns haben: Kane, Kim, de Ligt, Stanisic (!), Coman (aber oft uneffektiv), Müller (Spätherbst) und vermutlich ein Laimer (aber technisch schwächer als z.B. ein Vidal).
Wer bleibt da wieder übrig? Die gute 95er Generation um Kimmich, Gore und Gnabry. In der Nationalmannschaft das Spiegelbild davon.
Und ganz ehrlich, wenn es in der Nationalmannschaft genau deswegen auch hapert, dann wirds primär weniger am Trainer liegen und vielmehr an dieser Gruppe an Spielern denen eine Wohlfühloase geschaffen haben.
Tuchel ist genau der Richtige um diese alten Strukturen aufzubrechen und dann wird ganz sicher der Erfolg zurückkommen. Goretzka war schon fällig, Gnabry ist zumindest wieder halbwegs auf Kurs (solange nicht als MS eingesetzt), Neuer wird intern stark angezweifelt und Kimmich ist auf dem besten Weg dahin. Vor allem wenn noch ein richtiger 6er verpflichtet werden sollte.
Das Wichtigste ist mMn, dass die Vereinsführung jetzt geschlossen hinter dem Trainer steht. Und zwar extern als auch intern! Es muss Ruhe auf der Position geben und Tuchel ist fachlich ein Top Trainer, das hat er zu Genüge bewiesen. Das Problem ist das Haifischbecken hier.
"Und ganz ehrlich, wenn es in der Nationalmannschaft genau deswegen auch hapert, dann wirds primär weniger am Trainer liegen und vielmehr an dieser Gruppe an Spielern denen eine Wohlfühloase geschaffen haben."
This. Gefühlt hat sich's grade bei der NM eingebürgert, dass man ja auch für zweite oder dritte Plätze auf dem Römer empfangen und schon für Unentschieden gegen starke Gegner gefeiert wird. Kein Wunder, dass sich da irgendwann das winzige Bisschen Selbstzufriedenheit einschleicht, das auf hohem Niveau den Unterschied machen kann. Ich stelle Tuchel auch nicht in Frage. Irgendein fachlich qualifizierter Trainer muss jetzt den Laden neu aufstellen bzw die richtigen Stellschrauben anziehen, auch wenn's an der ein oder anderen Stelle wehtut. Auf der 6 fehlt Qualität. Ich könnte mir vorstellen, dass selbst ein im Alter vorangeschrittener Thiago eine low-risk Lösung für ein, zwei Jahre sein könnte, falls es uns nicht gelingt, jetzt noch auf dem letzten Drücker eine 1A Lösung zu präsentieren (von welcher Kohle?). Vorne: Müller ist wahrlich im Spätherbst, eher Anfang November als Ende Oktober
und muss endlich kapieren, dass er nicht mehr der Müller-spielt-immer Thomas ist. Und ein Top-Torhüter muss her. Ich wiederhole mich, aber unser Spiel hat jahrelang davon profitiert mit Neuer einen fußballerisch hervorragenden Keeper hinten stehen zu haben, der für den Aufbau wichtig und auch unter Druck anspielbar war (und somit Defizite bei Abwehr/6er kaschieren half).
14.08.2023 - 15:29 Uhr
Zitat von Spielverlagerung
Mir kam noch der Gedanke, ob Tuchel womöglich auch deshalb so stark auf Laimer setzt, um möglichst viele neue Gesichter/frischen Wind in die Startelf zu bekommen. Mit einem gesunden Guerreiro könnte man die These stützen/widerlegen. Kim und Kane sind selbstredend allein aufgrund ihrer Qualität Stammspieler.
Zitat von Lewy_9
Überspitzt formuliert, aber sehe ich ähnlich. Aber wie schon erwähnt, mit Kane, Kim oder auch Laimer sieht man, dass die Vereinsführung das genauso sieht. Zusätzlich zur langsamen Aussortierung von Goretzka. Der nächste wird Neuer sein und Kimmich/Gnabry/Sane haben halt jetzt noch ne halbe Saison Zeit das Gegenteil zu beweisen.
Zitat von Wettpoint
Man erinnere sich (ungern) an das Finale Dahoam und weitere Demütigungen (vom BVB abgewatscht).
Was dann das Team in der Folgesaison gespielt hat, war Mental abartig. Diese Fokussierung war einzigartig.
Heute führen Niederlagen (WM, Pokal, CL) nicht zum selben Effekt.
Vielleicht nicht bitter genug, vielleicht sind die Charaktere einfach andere als Lahm, Robben, Ribery, Schweinsteiger...
Ich sehen in Gnabry und Sane nicht die Typen, die Psychopatengleich den Gegner vernichten wollen. Die lackieren sich die Nägel, gehen zu einer Vernissage und tragen puffhosen und Kunstfelljacken.
Gore und Neuer war One Love wichtiger als Deutschland und Kimmich hat sich verloren im Sachen Effizienz, Qualität, Einsatz und findet da kein ausgewogenes Verhältnis.
Früher gewann der FC Bayern an schlechten Tagen, weil man der FC Bayern war. Heute ist dieses Selbstverständnis weg.
Zitat von Trumoi
Der Grund für das schlechte Spiel ist die Verunsicherung. Wo die herkommt und wann die warum reinkickt - wäre dann die nächste Frage.
Der Grund für das schlechte Spiel ist die Verunsicherung. Wo die herkommt und wann die warum reinkickt - wäre dann die nächste Frage.
Man erinnere sich (ungern) an das Finale Dahoam und weitere Demütigungen (vom BVB abgewatscht).
Was dann das Team in der Folgesaison gespielt hat, war Mental abartig. Diese Fokussierung war einzigartig.
Heute führen Niederlagen (WM, Pokal, CL) nicht zum selben Effekt.
Vielleicht nicht bitter genug, vielleicht sind die Charaktere einfach andere als Lahm, Robben, Ribery, Schweinsteiger...
Ich sehen in Gnabry und Sane nicht die Typen, die Psychopatengleich den Gegner vernichten wollen. Die lackieren sich die Nägel, gehen zu einer Vernissage und tragen puffhosen und Kunstfelljacken.
Gore und Neuer war One Love wichtiger als Deutschland und Kimmich hat sich verloren im Sachen Effizienz, Qualität, Einsatz und findet da kein ausgewogenes Verhältnis.
Früher gewann der FC Bayern an schlechten Tagen, weil man der FC Bayern war. Heute ist dieses Selbstverständnis weg.
Überspitzt formuliert, aber sehe ich ähnlich. Aber wie schon erwähnt, mit Kane, Kim oder auch Laimer sieht man, dass die Vereinsführung das genauso sieht. Zusätzlich zur langsamen Aussortierung von Goretzka. Der nächste wird Neuer sein und Kimmich/Gnabry/Sane haben halt jetzt noch ne halbe Saison Zeit das Gegenteil zu beweisen.
Mir kam noch der Gedanke, ob Tuchel womöglich auch deshalb so stark auf Laimer setzt, um möglichst viele neue Gesichter/frischen Wind in die Startelf zu bekommen. Mit einem gesunden Guerreiro könnte man die These stützen/widerlegen. Kim und Kane sind selbstredend allein aufgrund ihrer Qualität Stammspieler.
Könnte sein, aber mir kommt ein Laimer auch oft etwas zu schlecht weg. Erstens hat eh fast jeder Neue erstmal ne ganze Saison Zeit sich zu integrieren (vor allem wenn es kein deutschsprachiger Spieler ist).
Laimer muss halt entsprechend seiner Fähigkeiten richtig eingesetzt werden, hier braucht keiner nen Thiago erwarten. Von ihm erwarte ich mir, dass es spätestens an der Mittelfeldlinie Aua für den Gegner macht, wenn Kimmich und Co. mal wieder sinnlos den Ball hergeben.
Also genau das was Goretzka mal für ein paar Monate ausgezeichnet hat, bis er auch diese Fähigkeit verlernt hat.
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