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Thomas Tuchel
Geburtsdatum 29.08.1973
Alter 53
Nat. Deutschland  Deutschland
Funktion Trainer
Akt. Verein England

Thomas Tuchel [Trainer]

15.05.2015 - 14:23 Uhr
Thomas Tuchel [Trainer] |#16921
29.05.2017 - 10:46 Uhr
Zitat von Sportfreund1601
@ave44

ich möchte mal auf deine aufgelisteten Punkte eingehen:

  • ... wir nie ein Spiel sicher hatten und immer um den Ausgleich gebettelt haben => machen wir das nicht schon seit Jahren?
  • ... nach Ausgleich trotzdem zuhauf noch dämlich verloren haben (Hertha, Darmstadt und Frankfurt als Beispiele) => siehe oben
  • Ginter viel zu oft gespielt hat => Ansichtssache, zumindest war er nicht so oft verletzt wie andere IVs
  • die Defensive nicht stabilisiert wurde => ähnlich viele Gegentore wie 2013-15
  • wir das dämlichste und unnötigste Ausscheiden der Klubgeschichte erleben durften (Liverpool) => wir sind schon mehrfach im Pokal gegen unterklassige Gegner gescheitert, finde ich persönlich schlimmer


Gerade die ersten 2 sowie der letzte Punkt lassen eher auf die Mentalität der Mannschaft als auf die des Trainers schließen, was ich auch schon seit Jahren sage. Ich finde Reibung im Klub nicht schlimm, wenn sie uns zu Titeln führt. Scheinbar möchte man aber lieber wieder Friede, Freude, Eierkuchen...


Aber genau dieses Friede, Freude, Eierkuchen wurde doch von Boss Watzke in der schwierigen Klopp Phase
als das besondere Merkmal des BVB angeführt, das zeichnete doch den BVB aus. Und jetzt? Alles wird in die Öffentlichkeit getragen und ausdiskutiert.
Thomas Tuchel [Trainer] |#16922
29.05.2017 - 10:50 Uhr
Zitat von Vero-amore

Zitat von Sportfreund1601

@ave44

ich möchte mal auf deine aufgelisteten Punkte eingehen:

  • ... wir nie ein Spiel sicher hatten und immer um den Ausgleich gebettelt haben => machen wir das nicht schon seit Jahren?
  • ... nach Ausgleich trotzdem zuhauf noch dämlich verloren haben (Hertha, Darmstadt und Frankfurt als Beispiele) => siehe oben
  • Ginter viel zu oft gespielt hat => Ansichtssache, zumindest war er nicht so oft verletzt wie andere IVs
  • die Defensive nicht stabilisiert wurde => ähnlich viele Gegentore wie 2013-15
  • wir das dämlichste und unnötigste Ausscheiden der Klubgeschichte erleben durften (Liverpool) => wir sind schon mehrfach im Pokal gegen unterklassige Gegner gescheitert, finde ich persönlich schlimmer


Gerade die ersten 2 sowie der letzte Punkt lassen eher auf die Mentalität der Mannschaft als auf die des Trainers schließen, was ich auch schon seit Jahren sage. Ich finde Reibung im Klub nicht schlimm, wenn sie uns zu Titeln führt. Scheinbar möchte man aber lieber wieder Friede, Freude, Eierkuchen...


Aber genau dieses Friede, Freude, Eierkuchen wurde doch von Boss Watzke in der schwierigen Klopp Phase
als das besondere Merkmal des BVB angeführt, das zeichnete doch den BVB aus. Und jetzt? Alles wird in die Öffentlichkeit getragen und ausdiskutiert.


augen-zuhaltenaugen-zuhalten

Du Spezialist: Es wird gar nix in der Öffentlichkeit ausdiskutiert. Watzke sprach von einem "Dissens", den Tuchel vorher schon offenhörlich xfach angedeutet hatte. Das Problem für Euch Tuchel-Lover ist doch gerade, dass ihr nicht wisst, warum kaum noch jemand im Verein den Tuchel mag und ihr auch keine Gerüchte gehört habt (im Unterschied zu vielen, wie TStar09 es im Watzke-Thread andeutet, Tuchel-Kritikern). Es wird eben gerade nicht in der Öffentlichkeit ausgetragen. Weil der Verein minus Tuchel eben voll zusammenhält.

Edit: Der einzige, der seit etwa einem Jahr immer wieder Andeutungen und kleine, feine Pfeilspitzen über die Öffentlichkeit abschießt, ist, Dein Liebling Thomas Tuchel. Und dann äußern sich alle Figuren offensichtlich abgesprochen für die Dauer von 2 Wochen am Saisonende absichtlich neutral - was natürlich interpretiert wird - und sofort wird aus dem Neutralen von Leuten wie Dir ein "öffentliches Austragen" gemacht.

•     •     •

"der alte Gaukler namens 'Don Quijote'" (mit Dank an Czerkus und THE-GAME)

Dieser Beitrag wurde zuletzt von Harlekin am 29.05.2017 um 10:52 Uhr bearbeitet
Thomas Tuchel [Trainer] |#16923
29.05.2017 - 10:52 Uhr
Zitat von GeordiLaForge


Watzke hat vor der Saison gesagt, dass der Verein nicht alle 3 Leistungsträger ziehen lassen wird, das ist richtig. Was aber nicht unterschlagen werden darf: Watzke hat diesen Fehler schon lange öffentlich zugegeben.


Ja, aber dann bleibt es trotzdem ein Fehler. Natürlich kann man den Verkauf aus wirtschaftlichen Gründen verstehen..

Zitat von GeordiLaForge


Hier fehlt ein ganz wichtiger Punkt: Der Trainer musste nicht einfach damit klar kommen, dass er 3 Spieler weniger hat. Der Kader wurde mit über 120 Mio Euro verstärkt! ...das Tuchel damit klar kommen musste, dass seine Mannschaft durch die Vereinsführung geschwächt wurde? Das ist schon so peinlich, dass es körperlich weh tut.


Na ja einen Hummels zu ersetzen ist aber nicht einfach gewesen. Einmal als Kapitän, Identifikationsfigur sowie als Leader der Mannschaft (der hätte nie die Aussage von Schmelzer getätigt) Und ich glaube, diesen Verlust hat man die ganze Saison wahrgenommen. (und das kann man nicht mit Geld aufwiegen. Dazu kam das man Toprak nicht bekommen konnte. Die Abwehr war daher die Schwachstelle. Das Mittelfeld mit Mikki und Gündogan war auch augenscheinlich stärker (ich gebe zu meine Wahrnehmung) Und man spricht immer von Mannschaftsgefüge: das hat sich verändert und das kann man nicht von heute auf morgen verändern.


Zitat von GeordiLaForge

Ich kann es nicht mehr hören. Dieser furchtbare Umbruch. Uns haben 3 Leistungsträger verlassen, das ist richtig. Und das hat natürlich auch Auswirkungen auf die Mannschaft. Aber mit jedem Tag seit dem Beginn des Tuchel-Streits wird die Bedeutung dieses Umbruchs immer mehr überhöht. Wir haben immer noch mit riesigem Abstand den zweitwertvollsten Kader der Liga. Wir haben finanzielle Möglichkeiten, die sich unsere Konkurrenten um die CL-Plätze dieses Jahr im Traum nicht ausmalen können. Unser Kader strotzt nur so vor Nationalspielern, Weltklassetalenten und BL-Topspielern. Und wir unterhalten uns darüber, dass es für den Trainer eine unzumutbare Erwartungshaltung ist, dass er am Ende vor Hoffenheim, Berlin, Köln und Freiburg landen soll? Weil in unserer Hierarchie ein bisschen Aufbauarbeit geleistet werden muss? Das ist doch ein Witz in Tüten.


Das mag alles sein, aber du kannst mit Geld und Nationalspielern nicht automatisch davon ausgehen, dass DIE MANNSCHAFT sofort funktioniert Zu einer Mannschaft gehört noch mehr: Spielabläufe, Zusammenspiel Hierarchie etc. ich würde Dir sogar Recht geben, aber Hummels ist nicht zu ersetzen gewesen (hat sogar Akki Watzke gesagt) Den Verlust sollte man nicht unterschätzen.

Zitat von GeordiLaForge


Im Winter war gar nichts in Ordnung. Im Winter hatten sich Cheftrainer und Kaderplaner schon unüberbrückbar überworfen. Durch die Presse geisterten auch im Winter schon Gerüchte, dass es viele zwischenmenschliche Probleme im Verein gibt. Der Unterschied ist nur, dass sich die Vereinsführung noch pro Tuchel positioniert hat, mit Verweis auf den sportlichen Erfolg. Irgendwann kam dann wohl der Punkt, an dem sich die Ereignisse zugespitzt haben. Aber beobachten kann man diese Entwicklung schon seit über einem Jahr.


Das ist dann von der Führung eine falsche Einschätzung gewesen. Bzw. die falsche Haltung, wenn man Fakten schafft und den Chefscout befördert. Damit hat man sich positioniert, nur die falsche Entscheidung getroffen. Trennung des Trainers wäre dann die richtige Konsequenz gewesen. So hat man aber eine Demontage des Trainers mit Anlauf gemacht. Ok, Tuchel hätte auch hinschmeißen können, aber dann wäre die Abfindung hinfällig gewesen.

Zitat von GeordiLaForge

2. Es ist grotesk darüber zu spekulieren, wer unter dem Ereignis mehr gelitten hat, bzw wer mehr Recht dazu hat. Natürlich saß Watzke nicht mit im Bus. Aber man kann fest davon ausgehen, dass er in den Stunden und Tagen danach trotzdem total durch den Wind war. Ein Anschlag auf den Mannschaftsbus ist eine Katastrophe für den ganzen Verein.
Diese Entscheidung war eigentlich nicht mal eine, da es von Seiten der UEFA null Spielraum gab. Und dann wird er dafür im Nachhinein vom Trainer kritisiert? Oder von den Fans, weil er ein paar Floskeln rausgehauen hat, die in solchen Situationen immer kommen? Starker Tobak.


Immer Derjenige, der direkt dabei war und involviert ist, hat damit am Schwersten zu kämpfen. Und da ist nichts Groteskes dran und es ist auch kein starker Tobak, dass am nächsten Tag wieder gespielt werden muss. (aus meiner Sicht ist das untragbar, denn Profis - wie immer so schön gesagt wird - müssen mitnichten die Geldmaschine weiter bedienen. Das ist Bullshit, grotesk und makaber. Wir sind betroffen, aber haben keine Wahl. Quatsch, man hat immer eine Wahl.

Zitat von GeordiLaForge

Jetzt hat es mit Fakten wirklich rein gar nichts mehr zu tun. Zurückgeschlagen hat Watzke schon mal gar nicht. Er hat eine Meinungsverschiedenheit bestätigt. Eine Meinungsverschiedenheit, die schon lange öffentlich bekannt war. Und das ist bis heute die einzige öffentliche Handlung von Watzke in der ganzen Geschichte. Nur weil Stephan Schäuble von Sky diese lächerliche Theorie von den Haus- und Hofschreibern Watzkes ins Leben ruft, die auf Befehl von oben eine Hetzkampagne gegen Tuchel inszinieren, ist das noch lange kein Fakt. Es ist sogar vollkommen unlogisch: Aki Watzke sitzt in dieser Geschichte sowieso am längeren Hebel. Und er muss auch mit Sicherheit nicht um seine Position fürchten, egal wie die Geschichte ausgeht. Solche niederen Kampagnen sind für ihn weder notwendig, noch waren sie jemals sein Stil.


Da muss ich Dir widersprechen. Wer hat das Interview denn geführt? Das war doch wohl Aki Watzke, oder?
Natürlich spekulierte die Presse, aber mit dem Interview hat Watzke die Spekulationen der Presse bestätigt und autorisiert. Warum? Was hat ihn bewegt? Wollte er entgegen seiner Auffassung, dass Alles intern bleibt, selber konterkarieren....Ja, denn Tuchel hat medial nach dem Anschlag einen richtig guten Eindruck hinterlassen und Watzke stand mit seinem Krisenmanagement schlecht da. Ja, wir sind betroffen, aber....
....wir mussten spielen. Es gab keine Alternative. Alternativen gibt es immer...


Zitat von GeordiLaForge

Erstmal muss man konstatieren, dass Marcel Schmelzer Mannschaftskapitän ist. Wenn es wirklich massive Störungen zwischen Mannschaft und Trainer gibt, dann ist er der erste, dem eine Wortmeldung zusteht. Aber was viel wichtiger ist: Seit wann ist denn Marcel Schmelzer verdächtig dafür, unüberlegt in der Öffentlichkeit Stunk zu machen? Dafür gab es in seiner Karriere mehr als genug Gelegenheiten (die "Schnitzen"-Aussage von Löw, die Ausbootung aus der Nationalmannschaft, die ständige unverhältnismäßige Kritik an seiner Leistung, die unglaubliche Kapitänsfrage in der Winterpause etc). In jeder Situation hat er sich in den Medien absolut vorbildlich verhalten. Sollte man dann nicht erstmal hinterfragen, welche Geschehnisse hinter den Kulissen einen so besonnenen Spieler zu einer öffentlichen Positionierung treiben? Die "Schmelzer tritt nach"-Erklärung ist mir dafür viel zu dünn.


Für mich nicht. Warum? Weil ich ihn nicht für so blöd halte, nicht zu wissen, dass in der aufgeheizten Stimmung das Statement medial aufbereitet wird. Und nein, das hat in der Öffentlichkeit nichts zu suchen. Und er hätte die Aussage nicht gemacht, wenn der Trainer in Zukunft noch Tuchel heißen würde. Und ich bleibe dabei, mit dem Wissen, ist die Aktion perfide.

•     •     •

3. Liga-Meister und Pokalsieger 2017
Niederrheinpokalsieger 2014
Pokalfinalist 21. Mai 2011 - 10 Minuten, die unvergesslich bleiben werden!
Die Konterkönige 1993/94
111 Jahre MSV Duisburg e. V. (1902-2013)

Ich führe mit meinen Spielern nur noch Einzelgespräche, damit sie sich nicht verletzen (ein Trainer)
Thomas Tuchel [Trainer] |#16924
29.05.2017 - 10:54 Uhr
Zitat von BVBBC
Zitat von mba123

Zitat von BVBBC

Zitat von mba123

Zitat von ti-ar

Zitat von Becks19831

Zitat von LeonLuceni

Ich will euch mal sagen WARUM es in der Liga tw unkonstanz und unerklärbare Einbrüche gab:

Die Spieler auf dem Platz sind und waren jung und haben bevor sie in den letzten 2 Jahren nach Dortmund kamen noch nicht suf so hohem Niveau gespielt. Dembele, Gurreiro, Weigl, Bartra, auch Ginter usw. mussten und müssen sich alle erst auf dieses regelmäßig hohe Niveau gewöhnen.

Teilweise richtig. Bartra hat jahrelang beim FC Barcelona auf allerhöchstem Niveau, zumindest ab und zu, mitspielen dürfen. Guerreiro ist immerhin Europameister, Weigl war letzte Saison eine feste Größe beim BVB und so konstant wie fast kein anderer.

HInzu kommt dass nicht alle Spieler auf dem Platz U23 Spieler sind. Da standen gestandene Profis mit CL Erfahrung auf dem Platz, die sich phasenweise wie eine Schülermannschaft aufführten.
Zitat von LeonLuceni

Zudem waren und sind auch immer wieder Spieler am Platz die ihre beste Phase ihrer Karriere in der Vergangenheit hatten. Kagawa (auch wenn die letzten Spiele endlich wieder Tendenzen nach oben erkennen lassen), Schmelzer (die erste Tuchel Saison hat er wohl über seinen Verhältnissen gespielt), Sahin (ein Relikt aus längst vergangenen Tagen) sowie die Dauerverletzten Reuss und der Sonderfall Götze konnten das Niveau nicht konstant hoch halten.

Wie bitte? Wenn Reus auf dem Platz stand dann hat er IMMER seine Leistung gebracht. Götze hat auch selten schlecht gespielt (wenn er denn mal gespielt hat), und wenn Sahin und Kagawa mal das Vertrauen bekamen, dann haben sie auch immer geliefert. Der Trainer war hauptsächlich dafür verantwortlich dass die Spieler kein Selbstvertrauen hatten, dass du dies nun als Argument für den Trainer wertest ist schon paradox.
Zitat von LeonLuceni

Dazu kommen noch Spieler und Wundertüten wie zB Schürrle der an guten Tagen 2 Tore macht aber an schlechten Tagen keinen Pass auf 2 Meter schafft.

Welcher ja ein Wunschspieler Tuchels gewesen sein sollte. Ebenfalls ein Argument GEGEN Tuchel.
Zitat von LeonLuceni

Insgesamt muss man sportlich gesehen mit Tuchel absolut zufrieden sein. Er hat junge Spieler wie Weigel ider Bartra eingebaut nach dem Abgang der ehemaligen Dreifaltigkeit (Hummels, Gündigan und Mikhi). Trotzdem hat er den "alten Hasen" immer wieder Chancen gegeben sich zu beweisen, auf kosten von vl. talentierteren aber Blutjungen Spielern wie zB Mor. Dennoch hat er oft die richtige Balance gefunden zw. Jugendwahn und Erfahrung, finde ich.

Was die Erfolge in dieser Saison angeht kann man sicherlich zufrieden sein, mit der Art und Weise wie diese erreicht wurden, bin ich es allerdings nicht. Tuchel hat es über eine komplette Saison nicht geschafft die Abwehr zu stabilisieren. Wir haben in den entscheidenden Spielen einfach nur extremes Glück gehabt (Hoffenheim, Bayern, Union, ...) und hätte uns nicht beschweren dürfen, wenn man im DFB Pokal bereits in der 2. Runde ausgeschieden wäre. In der Liga hatten wir ebenfalls Glück, dass sämtliche Vereine, die normalerweise um die CL mitmischen, durch die Reihe eine bescheidende Saison hatten.
Zitat von LeonLuceni

Sportlich gesehen und aus der Sicht der Kaderentwicklung wäre ein Tuchel Abgang ein Wahnsinn. Bei allen Respekt für Favre oder Streich oder sogar Nagelsmann: Lieber Tuchel behalten, der die Eier hat unpopuläre Entscheidungen zu treffen und auch mal eine unangenehme Meinung vertritt als einen Trainer zu holen der alle streichelt und zu allem "Ja und Amen" sagt.....

Niemand hat was gegen unpopuläre Entscheidungen, jedoch sollte er diese dann zumindest intern auch begründen. Ein Wahnsinn wäre es meiner Meinung eher Tuchel, nach all den Vorfällen, zu halten. Die Interviews der Spieler nach dem Pokaltriumph sprechen ebenfalls Bände.
Zitat von LeonLuceni

Ob ein neuer Besen nun besser kehren würde? Die Chance besteht. Tuchel hat in den letzten 2 Jahren viel Vorarbeit geleistet und der Cupsieg könnte mMn der Auftakt zu was großem sein wie schon vor 6 Jahren unter Klopp. Wenn die Stammmannschaft minus Auba gehalten wird (trotz Trainerwechsel - manche Spieler reagieren ja sensibel darauf) sehe ich keinen Grund, 2017/2018 eine schlechtere Saison hinzulegen als heuer oder im Vorjahr. Die Latte liegt hich, der nachfolger erntet wie gesagt viel Vorarbeit und muss sich dann ergebnistechnusch ständige Vergleiche mit Tuchel gefallen lassen.

Die Vorarbeit hat nicht Tuchel geleistet, sonder Klopp! Tuchel hatte letzte Saison den vielleicht besten Kader der Vereinsgeschichte. Aktuell sehe ich noch viel Verbesserungsbedarf in der Spielweise, wo ich über die Saison gesehen, kaum Fortschritte unter Tuchel erkennen konnte.
Zitat von LeonLuceni

Ich denke halt dass ein neuer Trainer den BVB mindestens ein, wenn nicht zwei Jahre in der Entwicklung zurück wirft. Diese Verantwortung hat dan die Vereinsleitung zu tragen - denn sollte man komplett aus der Spur gleiten, ist die Vereinsführung auszutauschen.

Pure Spekulation! Ich sehe momentan keinen Grund warum ein neuer Trainer die Entwicklung um Jahre zurückwerfen sollte. Im Gegenteil, ein Trainer dessen System auf die Spieler zugeschnitten ist, könnte den Verein und auch die Spieler extrem nach vorne bringen. Ich für meinen Teil sehe mehr Chancen als Gefahren mit einem neuen Trainer.


Dieser Artikel bringt es ganz gut auf den Punkt.

https://sports.bwin.com/de/news/fussball/bvb-pokalsieg-trotz-oder-mit-thomas-tuchel-77423.html

Dieser Artikel erklärt es, meiner Meinung nach, besser:
spielverlagerung
Dort werden zumindest Ideen für Tuchels Entscheidungen geliefert und nicht einseitig negativ kritisiert.

Auch halte ich die Kritk an Tuchels Aufstellungen für übertrieben. Auch im Pokalfinale hatten wir gut bis sehr gut begonnen und sind verdient in Führung gewonnen.
Der BVB trifft, soweit ich weiß, so oft wie keine andere Mannschaft in den ersten 15 Minuten. So ganz schlecht kann Tuchel demnach bei seinen Anfangsaufstellungen nicht liegen.
Aber wieder einmal war man nach einer Führung wenig souverän. Liegt das mehr am Trainer oder den Spielern?


Normalerweise sowohl als auch! Wenn der Gegner in Rückstand gerät verändert sich das Spiel mindestens genauso sehr, als würde er in Führung gehen. Im einen Fall wird er umso tiefer stehen und versuchen den BVB mal machen zu lassen, im anderen Fall wird er versuchen aktiver zu werden. Beides kann der BVB selten bestrafen, wenn man sieht, dass man in nur der Hälfte aller Saisonspiele mehr als ein Tor machen konnte und im Schnitt etwas mehr als ein Tor kassiert hat.

In diesem Fall ist Frankfurt aktiver geworden, hat die Anfangsscheu - ich will nicht soweit gehen: Furcht vor der Niederlage - abgelegt und wir haben daraufhin dann immer weniger Struktur und Kontrolle in unserem Spiel gehabt, weil es schlichtweg keinen Strukturgeber im Mittelfeld gab, die Abstände unnötig weit waren und die Verbindung zu den einzelnen Mannschaftsteilen somit nur noch schwer hergestellt werden konnte (weswegen man es auch zu einer Systemkritik ausweiten muss, zu der ich nun aber nicht schon wieder ansetzen möchte). Frankfurt ist jedenfalls deutlich aggressiver zu Werke gegangen, hat eine gute Mischung aus Pressing gegen die IV und bloßem Zustellen des DM gefunden, wodurch man uns zu immer mehr langen Bällen gezwungen hat, für die wir keine echten Abnehmer haben. Dazu hatte man in dieser Saison allgemein sehr große Probleme in der Zuordnung, wenn der Gegner vorne beweglich ist, viel rochiert und möglichst direkt spielt. Das hat Frankfurt sich nach dem 1:0 immer mehr getraut und in der Folge haben sie dann eben auch das Tor erzielt, weil der BVB keine Spielkontrolle aufbauen konnte.

Ginter war für mich gegen Frankfurt deswegen keine falsche Entscheidung. Die falsche Entscheidung war für mich, dass man ihm im Mittelfeld allein gelassen hat und mit Aufgaben betraute, die er nur stark eingeschränkt wahrnehmen kann. Da hat - mal wieder - die Gewichtung der gewünschten Fähigkeiten nicht gepasst und die Hilfe war nicht vorhanden. Ein Ginter im DM hätte einen Sahin oder Castro und Kagawa davor jedenfalls nicht ausgeschlossen ...

Gegen Frankfurt war es für mich daher vor allem Tuchel, dessen Matchplan bestenfalls bis zum 1:0 aufgegangen ist, aber die Gegenreaktion der Frankfurter wohl komplett vernachlässigt hat (bei einem 0:1 wäre es wohl noch kritischer geworden), da danach von einigen Spielern mehr gefordert war, als sie liefern können. Es gab aber auch genug Spiele in dieser Saison, in denen die Mannschaft grundlos nachgelassen hat und tatsächlich den Gegner stark gespielt hat, nur war das gegen Frankfurt meines Erachtens nicht der Fall - wäre in einem Finale auch sehr denkwürdig!

Edit: im Prinzip ist der Artikel von Spielverlagerung sehr ähnlich gelagert, nur gewohnt ausführlicher. Was mich allerdings stört, ist die Feststellung, dass Tuchels Wechsel zur Halbzeit richtig waren. Dass er zu diesen verletzungsbedingt gezwungen war und einer dieser Wechsel mit hoher Wahrscheinlichkeit mit Ansage war, wird nicht erwähnt ...

Ich halte das Fazit von spielverlagerung für recht treffend:
"Dortmunds Fazit fällt zweischneidig aus. Eigentlich kann man, je nach Blickwinkel, Tuchel für seine Taktik sowohl loben als auch kritisieren: Loben, weil die Beweglichkeit im Spiel, auch hervorgerufen durch die Aufstellung, in der Anfangsphase Frankfurt ins Schwimmen brachte. Kritisieren, weil die defensiven Probleme, die sich durch die gesamte Saison ziehen, nach einer Viertelstunde wieder akut wurden und Ginters Präsenz im Mittelfeld eher kontraproduktiv war. Loben, weil Tuchel abermals die richtigen Schlüsse zog und in der Halbzeitpause passend umstellte. Kritisieren, weil Dortmund am Ende mehr zittern musste, als es angesichts des (eher uninspirierten) Frankfurter Langholzes nötig gewesen wäre."

Das allgemeine Problem mit dem fehlenden "Strukturgeber im Mittelfeld" wird Tuchel, denke ich, nicht anders sehen.
Ich hatte jedenfalls den Eindruck, dass er in dieser Saison lange Zeit probiert hat, den Ballbesitzfußball der letzten Saison durchzusetzen (mit ein paar Anpassungen ans Personal). Allerdings hatte das nie überzeugend funktioniert.
Schließlich ist Tuchel immer mehr zu einem pragmatischen Ansatz übergegangen und hat auf Ballkontrolle verzichtet. Das sah dann nicht unbedingt gut aus, war aber auch nicht unerfolgreich.
Dass Tuchel Ballbesitzfußball kann, hat er für mich längst bewiesen. Dass es diese Saison damit nicht gut klappte, liegt für mich eher am Personal. Denn man kann kaum behaupten, dass Tuchel nicht einiges diese Saison ausprobiert hätte.



Hierin liegt für mich eben ein Trugschluss, den wir aber schon häufiger diskutiert haben. Tuchel hat gezeigt, dass er mit dem richtigen Personal Ballbesitz kann. Das ist aber kein Beweis, dass er Ballbesitz prinzipiell kann und auch noch lange kein Grund, vom Ballbesitz abzuweichen, wenn das Personal etwas problematischer wird - mal abgesehen davon, dass bspw. ein Nagelsmann es hinbekommt, obwohl er definitiv nicht die Qualität des BVB zur Verfügung hat und im ZM eine nicht unähnliche Kaderstruktur vorweisen kann. Für Umschaltfussball hat Tuchel zudem genauso wenig das Personal (wenige Spezialisten für lange Bälle - im Prinzip nur Bartra - und überhaupt keine Abnehmer (was auch Klopps Problem mit Aubameyang als MS gewesen sein dürfte), kein ausreichender Druck im Gegenpressing (bedingt durch die Überzahl in der IV) usw.). Für mich ist das auch nicht sonderlich pragmatisch deswegen, sondern trotzig ...

Dass man erfolgreich war, ist auch eine gefährliche Halbwahrheit, auf die ich immer wieder hinweise (siehe bspw. Wahre Tabelle, Torverhältnis usw.), wobei du natürlich - nicht zu Unrecht - vor allem auf die Auswärtsbilanz verweist. Man hat meines Erachtens jedenfalls deutlich unter seinen Möglichkeiten gespielt, keine langfristigen Ziele verfolgt (was in der Hinrunde noch anders war) und meines Erachtens bestenfalls stagniert, aber keine Entwicklung genommen, auf der sich aufbauen lässt. Man war in meinen Augen in der Hinrunde - trotz aller Probleme - jedenfalls nicht schlechter, sondern eher sogar besser ...


Sicherlich kann man darüber streiten, ob ein konsequentes Festhalten am Ballbesitzfußball nicht besser gewesen wäre.
Der Erfolg wäre aber wahrscheinlich nicht größer gewesen. Vielleicht hätte es in der Liga dann auch nur für Platz 4 gereicht, wer weiß.
Für mich wäre daher Ballbesitzfußball hauptsächlich im Hinblick auf die nächste Saison gut gewesen. Denn mit der aktuellen Spielweise wird man kaum in die neue Saison gehen. Daher wird man sich in der Sommervorbereitung erst mal neu erfinden müssen, was immer auch Unsicherheit mit sich bringt.


Möglich, dass der Erfolg nicht größer gewesen wäre, aber vielleicht ist es dann eben auch möglich, dass Tuchel nicht so gut ist, wie er hier teils gemacht wird. Stand heute hinge der Erfolg eines Ballbesitzsystems jedenfalls allein von Dahoud ab (da einzig nennenswerter Faktor, der sich auf dem Platz verändert), was für einen echten Klassetrainer arm ist ...

Umschaltfußball hat man diese Saison ebenfalls kaum gespielt. Ebenso halte ich den Kader dafür aber auch für ungeeignet.
Es ist auch möglich, dass Nagelsmann mehr aus unserem Kader herausgeholt hätte. Ich halte ihn ebenfalls für einen exzellenten Trainer. Den Vergleich zu Hoffenheim halte ich aber für schwierig.

Tuchels Potential bewerte ich eher an seiner ersten Saison bei uns. Da war die Handschrift des Trainers klar erkennbar. Das war für mich eine Leistung, die vielleicht einem Nagelsmann zu zutrauen ist, zeigen konnte dieser aber bisher (verständlicherweise) noch nichts vergleichbares. Bei Tuchel weiß man hingegen, dass er mit dem für ihn richtigen Kader, diesen exzellenten Fußball umsetzen kann.

Die große Frage wäre gewesen, wie Du selber schreibst, ob Tuchel nächste Saison wieder "seinen Fußball" hätte spielen können.
Ich denke, es gibt ein paar mehr Entwicklungen als die Verpflichtung von Dahoud die Hoffnung gemacht hätten.

Bartra hatte sich in der Rückrunde stabilisiert und könnte in Zukunft den Spielaufbau stärker prägen.
Auch Toprak könnte seinen Teil beitragen.Schmelzer gefiel mir in der Dreierkette im Spielaufbau auch besser als Bender oder Ginter. Als Linksfuß hat Schmelle dort auch Vorteile.
In der Verteidigung sehe ich daher mehrere kleine positive Entwicklungen im Spielaufbau, die uns in einem Ballbesitzsystem helfen werden. Auch die Viererkette mit spielstarker Besetzung würd sicherlich helfen.
Im Mittelfeld ermöglicht uns Dahoud mehr Möglichkeiten. Aber auch Guerreiro scheint mir seine Position langsam gefunden zu haben. Zudem sah das Zusammenspiel mit Kagawa und Reus teilweise sehr gut aus. Außerdem ist Dembele mehr ins Zentrum gerückt und wird dort immer wichtiger als Anspielstation. Ich bin auch recht sicher, dass Dembele sich weiter entwickeln wird und damit seine Fehlerquote runter geht, was für einen Ballbesitzfußball wichtig wäre.
Dann wäre noch die Hoffnung, dass Götze als ball- und passsicherer Spieler eine wichtige Rolle spielen wird.
Desweiteren sind die Transferaktivitäten noch nicht unbedingt abgeschlossen. Falls Auba geht, wäre auch noch ein weiterer ZM drin. Vielleicht unabhängig davon könnte man auch noch die rechte Seite verstärken.
Wenn man bereit gewesen wäre, den Weg mit Tuchel weiter zu gehen, gäbe es für mich daher schon große Hoffnung, dass man mehr an den Fußball aus der ersten Saison hätte anknüpfen können.
So halte ich es zumindest für wichtig, dass der neue Trainer die Mannschaft in eine ähnliche Richtung entwickeln möchte.
Thomas Tuchel [Trainer] |#16925
29.05.2017 - 10:56 Uhr
Zitat von Vero-amore
Zitat von Sportfreund1601

@ave44

ich möchte mal auf deine aufgelisteten Punkte eingehen:

  • ... wir nie ein Spiel sicher hatten und immer um den Ausgleich gebettelt haben => machen wir das nicht schon seit Jahren?
  • ... nach Ausgleich trotzdem zuhauf noch dämlich verloren haben (Hertha, Darmstadt und Frankfurt als Beispiele) => siehe oben
  • Ginter viel zu oft gespielt hat => Ansichtssache, zumindest war er nicht so oft verletzt wie andere IVs
  • die Defensive nicht stabilisiert wurde => ähnlich viele Gegentore wie 2013-15
  • wir das dämlichste und unnötigste Ausscheiden der Klubgeschichte erleben durften (Liverpool) => wir sind schon mehrfach im Pokal gegen unterklassige Gegner gescheitert, finde ich persönlich schlimmer


Gerade die ersten 2 sowie der letzte Punkt lassen eher auf die Mentalität der Mannschaft als auf die des Trainers schließen, was ich auch schon seit Jahren sage. Ich finde Reibung im Klub nicht schlimm, wenn sie uns zu Titeln führt. Scheinbar möchte man aber lieber wieder Friede, Freude, Eierkuchen...


Aber genau dieses Friede, Freude, Eierkuchen wurde doch von Boss Watzke in der schwierigen Klopp Phase
als das besondere Merkmal des BVB angeführt, das zeichnete doch den BVB aus. Und jetzt? Alles wird in die Öffentlichkeit getragen und ausdiskutiert.


Woran Watzke natürlich auch nicht unbeteiligt ist, zumindest an der Eskalation.
Dass TT nach dem Attentat gegen evtl. vorher kommunizierte Absprachen verstoßen hat, will ich ihm nicht verübeln. Er hat damit die Mannschaft schützen wollen und vielleicht hat es ihm auch bei der Verarbeitung geholfen.
Dass er nach den 3 Verkäufen im Sommer und Ramos im Winter etwas verärgert war, ist ebenfalls verständlich. Er wollte einfach den Druck runter fahren, der trotz allem auf ihm und der Mannschaft lag. Ob die einberufene "PK" zu Isak sein musste, lasse ich mal dahingestellt, aber im Prinzip passiert das sehr oft, bei sehr vielen Vereinen. Warum das gerade bei uns ein No-Go sein soll, verstehe ich nicht...
Thomas Tuchel [Trainer] |#16926
29.05.2017 - 10:59 Uhr
Zitat von Vero-amore
Zitat von Sportfreund1601

@ave44

ich möchte mal auf deine aufgelisteten Punkte eingehen:

  • ... wir nie ein Spiel sicher hatten und immer um den Ausgleich gebettelt haben => machen wir das nicht schon seit Jahren?
  • ... nach Ausgleich trotzdem zuhauf noch dämlich verloren haben (Hertha, Darmstadt und Frankfurt als Beispiele) => siehe oben
  • Ginter viel zu oft gespielt hat => Ansichtssache, zumindest war er nicht so oft verletzt wie andere IVs
  • die Defensive nicht stabilisiert wurde => ähnlich viele Gegentore wie 2013-15
  • wir das dämlichste und unnötigste Ausscheiden der Klubgeschichte erleben durften (Liverpool) => wir sind schon mehrfach im Pokal gegen unterklassige Gegner gescheitert, finde ich persönlich schlimmer


Gerade die ersten 2 sowie der letzte Punkt lassen eher auf die Mentalität der Mannschaft als auf die des Trainers schließen, was ich auch schon seit Jahren sage. Ich finde Reibung im Klub nicht schlimm, wenn sie uns zu Titeln führt. Scheinbar möchte man aber lieber wieder Friede, Freude, Eierkuchen...


Aber genau dieses Friede, Freude, Eierkuchen wurde doch von Boss Watzke in der schwierigen Klopp Phase
als das besondere Merkmal des BVB angeführt, das zeichnete doch den BVB aus. Und jetzt? Alles wird in die Öffentlichkeit getragen und ausdiskutiert.


Und das liegt genau woran?
Thomas Tuchel [Trainer] |#16927
29.05.2017 - 11:02 Uhr
Zitat von Vero-amore
Zitat von Sportfreund1601

@ave44

ich möchte mal auf deine aufgelisteten Punkte eingehen:

  • ... wir nie ein Spiel sicher hatten und immer um den Ausgleich gebettelt haben => machen wir das nicht schon seit Jahren?
  • ... nach Ausgleich trotzdem zuhauf noch dämlich verloren haben (Hertha, Darmstadt und Frankfurt als Beispiele) => siehe oben
  • Ginter viel zu oft gespielt hat => Ansichtssache, zumindest war er nicht so oft verletzt wie andere IVs
  • die Defensive nicht stabilisiert wurde => ähnlich viele Gegentore wie 2013-15
  • wir das dämlichste und unnötigste Ausscheiden der Klubgeschichte erleben durften (Liverpool) => wir sind schon mehrfach im Pokal gegen unterklassige Gegner gescheitert, finde ich persönlich schlimmer


Gerade die ersten 2 sowie der letzte Punkt lassen eher auf die Mentalität der Mannschaft als auf die des Trainers schließen, was ich auch schon seit Jahren sage. Ich finde Reibung im Klub nicht schlimm, wenn sie uns zu Titeln führt. Scheinbar möchte man aber lieber wieder Friede, Freude, Eierkuchen...


Aber genau dieses Friede, Freude, Eierkuchen wurde doch von Boss Watzke in der schwierigen Klopp Phase
als das besondere Merkmal des BVB angeführt, das zeichnete doch den BVB aus. Und jetzt? Alles wird in die Öffentlichkeit getragen und ausdiskutiert.


Und genau wer hat das so zum BVB gebracht ?

•     •     •

Haller

Adeyemi Brandt. Malen

Sabitzer
Can

Bensebaini Schlotterbeck Süle Ryerson
Kobel
Thomas Tuchel [Trainer] |#16928
29.05.2017 - 11:03 Uhr
Moin aus Hamburg,
was aus der Ferne aufällt ist,das der Dissens unstrittig ist. Die Fakten werden von den an der Diskussion beteiligten Foristen nur sehr unterschiedlich bewertet!

Leider werden hier aber nur die damit verbundenden Probleme diskutiert und mögliche Lösungen des Konflikts ausser Acht gelassen bzw nicht benannt.

Wenn ich die Verantwortlichen bei Borussia Dortmund richtig verstanden habe, trifft man sich nun zeitnah zu einem ergebnisoffenen Gespräch um die Sachlage zu analysieren und sich auf eine konstruktive Lösung zu einigen!

Das T.T. ein fachlich hervorragend qualifizierter Trainer ist erscheint mir unter allen Diskutanten unstrittig ist. Das seit seinen Mainzer Zeiten die "menschliche Seite" ( Soft-skills ) eher mit Schwierigkeiten erscheint, ebenso. Diese Begleiterscheinungen seiner fachlichen Arbeit "ziehen sich wie ein Roter Faden" auch durch sene Dortmunder Zeit. Man wird schauen müssen ob eine positive Entwicklung des Trainers bezüglich seiner "Defizite" ;- unter Berücksichtigung der jüngeren Vergangenheit-, noch möglich ist oder eben nicht?

Sollte man diese Frage verneinen, hat Dortmund sicherlich gute Optionen bezüglich einer erstklassigen Lösung, da der Verein national / international einen hervorragenden Ruf hat!
Thomas Tuchel [Trainer] |#16929
29.05.2017 - 11:03 Uhr
Zitat von Harlekin
Zitat von Vero-amore

Zitat von Sportfreund1601

@ave44

ich möchte mal auf deine aufgelisteten Punkte eingehen:

  • ... wir nie ein Spiel sicher hatten und immer um den Ausgleich gebettelt haben => machen wir das nicht schon seit Jahren?
  • ... nach Ausgleich trotzdem zuhauf noch dämlich verloren haben (Hertha, Darmstadt und Frankfurt als Beispiele) => siehe oben
  • Ginter viel zu oft gespielt hat => Ansichtssache, zumindest war er nicht so oft verletzt wie andere IVs
  • die Defensive nicht stabilisiert wurde => ähnlich viele Gegentore wie 2013-15
  • wir das dämlichste und unnötigste Ausscheiden der Klubgeschichte erleben durften (Liverpool) => wir sind schon mehrfach im Pokal gegen unterklassige Gegner gescheitert, finde ich persönlich schlimmer


Gerade die ersten 2 sowie der letzte Punkt lassen eher auf die Mentalität der Mannschaft als auf die des Trainers schließen, was ich auch schon seit Jahren sage. Ich finde Reibung im Klub nicht schlimm, wenn sie uns zu Titeln führt. Scheinbar möchte man aber lieber wieder Friede, Freude, Eierkuchen...


Aber genau dieses Friede, Freude, Eierkuchen wurde doch von Boss Watzke in der schwierigen Klopp Phase
als das besondere Merkmal des BVB angeführt, das zeichnete doch den BVB aus. Und jetzt? Alles wird in die Öffentlichkeit getragen und ausdiskutiert.


augen-zuhaltenaugen-zuhalten

Du Spezialist: Es wird gar nix in der Öffentlichkeit ausdiskutiert. Watzke sprach von einem "Dissens", den Tuchel vorher schon offenhörlich xfach angedeutet hatte. Das Problem für Euch Tuchel-Lover ist doch gerade, dass ihr nicht wisst, warum kaum noch jemand im Verein den Tuchel mag und ihr auch keine Gerüchte gehört habt (im Unterschied zu vielen, wie TStar09 es im Watzke-Thread andeutet, Tuchel-Kritikern). Es wird eben gerade nicht in der Öffentlichkeit ausgetragen. Weil der Verein minus Tuchel eben voll zusammenhält.


Also, erstmal bin ich kein Tuchel-Lover, ich habe mich schon lange mit seinen Abschied abgefunden, denn darauf läuft es ja schon lange heraus. Auch ich finde das TT einige komische und für mich nicht nachvollziehbare Entscheidungen( Aufstellung) getroffen hat. Zudem habe ich schon öfters Favre als den möglichen Nachfolger gelobt. Aber und das sage ich auch ganz klar und unmissverständlich, wie der BVB mit der Personalie Tuchel umgeht, finde ich sehr befremdlich. Wenn der Riss zwischen Tuchel und den Verein so groß ist, wie hier oft geschrieben wurde, muss der Boss sofort Konsequenzen ziehen und Tuchel sofort entlassen. Es kann aber nicht sein, das unser Trainer nach unserem größten Erfolg seit 5 Jahren, von Spielern öffentlich als Volldepp hingestellt wird, da er ja nicht erkenne das Sahin der legitime Nachfolger von Weigl ist, falls der verletzt nicht spielen kann. Das ist und bleibt ein absolutes No Go. Das hätte sich unter Klopp niemand erlauben dürfen, den hätte Watzke aber mal richtig stramm stehen lassen.
Thomas Tuchel [Trainer] |#16930
29.05.2017 - 11:05 Uhr
Zitat von Harlekin

Du Spezialist: Es wird gar nix in der Öffentlichkeit ausdiskutiert. Watzke sprach von einem "Dissens", den Tuchel vorher schon offenhörlich xfach angedeutet hatte. Das Problem für Euch Tuchel-Lover ist doch gerade, dass ihr nicht wisst, warum kaum noch jemand im Verein den Tuchel mag und ihr auch keine Gerüchte gehört habt (im Unterschied zu vielen, wie TStar09 es im Watzke-Thread andeutet, Tuchel-Kritikern). Es wird eben gerade nicht in der Öffentlichkeit ausgetragen. Weil der Verein minus Tuchel eben voll zusammenhält.

Edit: Der einzige, der seit etwa einem Jahr immer wieder Andeutungen und kleine, feine Pfeilspitzen über die Öffentlichkeit abschießt, ist, Dein Liebling Thomas Tuchel. Und dann äußern sich alle Figuren offensichtlich abgesprochen für die Dauer von 2 Wochen am Saisonende absichtlich neutral - was natürlich interpretiert wird - und sofort wird aus dem Neutralen von Leuten wie Dir ein "öffentliches Austragen" gemacht.


Sorry, aber warum muss man alle als Tuchel Fanboys hinstellen die eine andere Meinung haben?
TStar09 hat null Konkretes geschrieben im Watzke Thread, nur heiße Luft. und es werden viele Sachen in der Öffentlichkeit ausgetragen, oder findest du das Interview von Watzke total neutral? Das ist doch das beste Beispiel dafür, dass die Disukssion in der Öffentlichkeit ausgetragen wird, ebenso wie die Verpflichtung von Ishak und der Abgang von Ramos, der Umgang mit dem Anschlag und die Verpflichtung von Torres.

Du kannst doch nicht behaupten, dass die Aussagen von Sahin, Watzke und anderen Konsorten neutral waren und nur die von Tuchel nicht?
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