| Geburtsdatum | 03.09.1991 |
|---|---|
| Alter | 34 |
| Nat. |
Dänemark |
| Größe | 1,82m |
| Vertrag bis | 30.06.2027 |
| Position | Zentrales Mittelfeld |
| Fuß | links |
| Akt. Verein | FC Kopenhagen |
Leistungsdaten: 26/27
| Wettbewerb | wettbewerb | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Insgesamt | 9 | - | - | ||
![]() | UECL Quali | 5 | - | - | |
![]() | Superliga | 4 | - | - | |
Thomas Delaney [6]
07.06.2018 - 18:01 Uhr
10.02.2019 - 18:06 Uhr
Zitat von BVBBC
Sorry, aber Weigls Stärken liegen ganz sicher nicht darin, dass er ballsicher ist, wenn er angelaufen wird. Schon gar nicht im Vergleich zu Dahoud, der viel mehr Möglichkeiten (technisch und dynamisch) hat, um sich aus dem Druck zu befreien. Wenn du einen einzigen Diagonalpass zudem bemängelst, der hier Unsicherheit reinbringt, dann frage ich mich ernsthaft, wie du das beim Rest bewerten willst.
Weigl hatte in Halbzeit 1 56 Ballkontakte. Davon sind 49 beim Mitspieler angekommen bzw. 88% (im Folgenden: Weiterleitungsquote). In Halbzeit 2 fielen seine Werte auf 19, 12 und 63%! Auf einer Position, auf der man hinsichtlich Ballbesitz viel weniger Stress hat, als im DM. Woher kommt also deine These, dass Weigl im Ballbesitz in der 2. Hälfte im DM hätte entgegenwirken können? Er hat es nicht mal in der IV geschafft! Allgemein haben doch hier schon die Probleme begonnen. Lag die Weiterleitungsquote in der Kette in Halbzeit 1 noch bei 82%, ist sie in Halbzeit 2 auf 56% gefallen.
Sprich: der BVB hat es nicht mal mehr geschafft hinten raus zu spielen! Prozentual hat auch kein Bereich so stark nachgelassen. Im Zentrum hat man zwar auch nur noch 58% aller Bälle an den Mann gebracht - also mehr als in der Kette -, während es in Halbzeit 1 noch 78% - was weniger als in der Kette war und damit auch nochmal die These des Schwierigkeitsgrades unterstützt - waren. Die Offensive ist bei 61% im kompletten Spiel geblieben. Folglich ist die gesamte Mannschaft eingebrochen, inklusive Weigl, sodass ich kein Argument nachvollziehen kann, das behauptet, Weigl hätte im DM der Geschichte allein entgegenwirken können oder ein Delaney (der im Ballbesitz kein Held ist). Deshalb wird mir hier zu viel an Dahoud festgemacht, was nicht haltbar ist.
Man muss da ja jetzt auch nicht behaupten Dahoud, wäre für defensive Ballsicherheit und als Anspielstation in der Defensive, ohne Form und Spielpraxis gegenüber Weigl der Ball- und Passsichere Spieler, nur weil Weigl nicht die besten Jahre erwischt hat. Dahoud hat dies seit er hier ist nämlich konsequent nicht nachgewiesen. Weigl eben schon und er ist aktuell gut in der RR angekommen, was man sich "womöglich" hätte zu nutze machen können. Ich sage bewusst nicht definitiv, da ich es wie bereits gesagt, lediglich als Option und nicht als unabdingbar erachte. Es hätte aber helfen können.
Siehe oben: nicht mal das Spiel gestern gibt die These zu Weigls Ballsicherheit her. Weigls einzig konstant gute Saison im DM ist zudem schon einige Zeit her. Für ihn benötigt es gewisse Grundvoraussetzungen, damit er funktioniert und in Halbzeit 2 lagen diese nicht mehr vor - offensichtlich.
Delaney hat definitiv gefehlt. Dahouds Körpersprache und defensives Anlaufen, sowie seine Präsenz im defensiven Zweikampf waren verbesserungswürdig, auch wenn er trotzdem Offensiv gute Momente hatte und kein schlechtes Spiel gemacht hat. Zudem hat er womöglich nicht die schlechteste Passstatistik, was aber sicherlich eher an den guten Offensivmomenten liegt die er hatte. Von daher behauptet ja auch keiner, es wäre falsch gewesen ihn aufzustellen. Das jetzt an 4, 5, oder 6 Fehlpässen auszumachen ist sowieso müßig.
Siehe @Clinters Beitrag im Dahoud Thread: die defensive Beobachtung passt nicht!
Anfang der zweiten Hälfte, haben Dahoud und Witsel beide keinen guten Zugriff auf Joelinton (kann passieren), danach verschwindet dieser aber in Dahouds zu verteidigenden Raum und ist ganz frei anspielbar, um auf Schulz abzulegen (hier war genug Zeit, mit Joelinton mitzugehen). Da hat Dahoud einfach zu früh abgeschaltet.
Finde ich zu einfach. Joelinton lässt sich immer wieder fallen, wie auch allgemein die Hoffenheimer Angreifer. Dementsprechend finden hier Übergaben statt, bei denen die IV helfen müssen, weil sie in dem Moment keinen Mann haben, während das DM sich einer Unterzahl gegenüber sieht. Die Szene müsstest du mir daher nochmal konkret zeigen, um sie aufzuschlüsseln, was genau nicht gepasst hat. Joelinton ist grundsätzlich aber nicht der Gegenspieler von Dahoud oder Witsel, sondern lediglich situativ. Wenn sie ihn aufnehmen müssen, dann muss irgendwo anders allerdings auch ein Problem vorliegen, weil dadurch ein Hoffenheimer frei wird.
Vor der Weltklasse Parade von Bürki genau dasselbe, Dahoud ist an Joelinton dran, lässt sich aber zu leicht abkochen.
An die Aktion erinnere ich mich, da Weigl die Beine breit macht und sich gleich mit vernaschen lässt. Auch deshalb kann ich hier nicht das Geschrei nach Weigl nachvollziehen bzw. sehe deine Analyse zu einseitig.
Vorm 3-2 entsteht genau eines der entscheidenden Probleme. Man ist rechts in Überzahl bei einem Einwurf. Dahoud rückt da einfach viel zu spät raus und kann dementsprechend die Flanke aus dem Halbfeld nicht mehr verhindern. Seine Positionierung beim Einwurf war viel zu tief. Ich behaupte mit einer defensiven Präsenz und Körpersprache von Delaney, wäre es deutlich besser gelaufen. Zudem ist Dahoud eben im Gegensatz zu Weigl schon immer ein Umschaltspieler und keine gute defensive Anspielstation, wie man es heute in der zweiten Hälfte benötigt hätte. Es ging in diesem Moment auch mal darum, die Mannschaft zum rausrücken zu animieren bzw. selbst mal rauszurücken. Da sind Weigl oder auch Delaney ein ganz anderer Spielertypus, der auch defensiv etwas mehr lenken und dirigieren kann.
Diese Szene ist generell komisch und wird man intern aufarbeiten müssen. Denn hier passt es bei der Mannschaft allgemein nicht, da sich bis auf den MS alle Dortmunder bis zum Strafraum zurückgezogen haben. Die Frage ist hier warum? Hätte hier eigentlich der MS beim Mann sein sollen? Hätte der RA sich so tief positionieren sollen? Warum muss Dahoud hier jedenfalls anlaufen? Dass er zu spät anläuft, ist ansonsten nicht vollständig den Tatsachen entsprechend. Er steht zu tief, wie der Rest vom Team, aber er läuft sofort an und versucht Druck aufzubauen. Da er, wie eben der Rest, aber zu tief steht, kommt er nicht mehr hin. Die Behauptung mit Delaney kann ich nicht nachvollziehen, angesichts des Kollektivverhaltens. Steht Delaney in der Situation genauso tief, macht der in der Szene auch nichts mehr. Dass er nicht so tief steht, halte ich dabei nicht ansatzweise für gewährleistbar. Deshalb kann ich mit so hypothetischen Behauptungen nichts anfangen.
Deine Charakterisierung von Weigl und Dahoud kann ich nicht unterstützen und habe ich in der Vergangenheit anders wahrgenommen. Du überhöhst mir Weigl (und Delaney) jedenfalls fast schon zu Superman im Vergleich zum gewöhnlichen Menschen. Ist ja der Wahnsinn, was die alles für Heldentaten können sollen.
Auch beim 3-3 war Dahoud eben an Belfodil nicht richtig dran. Der Ball ist in Brusthöhe reingesegelt, also jetzt nicht unbedingt unerreichbar für einen Dahoud, wenn er eben besser positioniert gewesen oder sich besser bewegt hätte.
Was soll er denn hier machen? Steht er vor dem Angreifer, hat er ihn im Rücken und weiß gar nicht was er macht. Steht er dahinter, kann er trotzdem nur zusehen, weil der Angreifer immer den Vorteil der Reaktionszeit hat. Diesen Vorteil kann auch kein Delaney und kein Weigl nehmen. Geht er da noch hin, wenn er hinkäme, gibt es höchstwahrscheinlich Elfmeter, aber keine Verhinderung des Torschusses.
Der Ball kommt perfekt auf Belfodils Kopf. An der Stelle wird das nicht mehr verhindert. Vielleicht noch bei Hakimi oder Alcacer, die die Bahn davor einlaufen. Bei der Flugbahn des Balles hätte das dann aber auch mehr mit Glück zu tun gehabt, weil er da eben genau daran vorbeisegelt, obwohl gerade Hakimi noch das Maximum versucht hinzukommen.
Daher: ja, er lässt Belfodil ziehen, was nicht gut ist, aber das Tor verhindert er in meinen Augen ganz sicher nicht mehr. Der Freistoß und Kopfball waren schlicht zu präzise. Daher würde ich früher, beim unnötigen Ballverlust, nach Vorteilsauslegung, wegen Foul an Dahoud, ansetzen und eben bei Sanchos "Foul", das nicht mal ein Foul war.
Man hat durch die Einwechslung von Toprak richtig reagiert, allerdings nicht die nötigen Umstellungen vorgenommen, um Weigl da etwas Offensiver frühzeitig als Anspielstation zu positionieren. So kam man schlicht nur ganz selten zu Entlastung und das Spiel hat sich ausnahmslos nur um unseren Strafraum entwickelt. Da fehlte vorallem defensive Präsenz und die Bereitschaft auch mal konsequent raus zu rücken. Von daher ist es durchaus ein Unterschied, ob ich Toprak nur bringe oder auch gleichzeitig Weigl ins defensive Mittelfeld ziehe. Das hat auch nichts mit deinem mir vorgeworfen Motto zu tun, sondern ist einfach ein bedeutender Spieltaktischer Unterschied, wo diverse Leute auf dem Feld positioniert sind, um mehr Zugriff zu erhalten und für Entlastung zu sorgen.
Siehe 3:2 --> warum steht die Mannschaft kollektiv so tief? Das liegt doch nicht nur an Umstellungen, sondern einer Mannschaft, die sich kollektiv zu weit reindrängen ließ. Wie oft kippt Weigl zudem am liebsten in die IV ab? Sähe das dann in der Statik garantiert anders aus, wenn man Weigl anweist einfach höher zu stehen? Ich sehe ja noch nicht einmal gewährleistet, dass es diese Anweisung nicht gab. Realtaktisch war das eine 3er Kette mit Weigl, was aber nicht heißt, dass eine 3er Kette vorgesehen war - siehe bspw. beim 3:2, bei dem Weigl klar vor der IV agiert. Gerade Weigl ist zudem, im Gegensatz zu Dahoud, doch kein Spieler, der sofort im Ballbesitz den Vorwärtsgang findet.
Für mich leider also schon etwas hausgemacht, wie wir uns haben hinten reindrängen lassen. Genau hier ist auch der springende Punkt. Kleinigkeiten waren nämlich heute eben nicht das kleinste Problem, da viele Kleinigkeiten eben das Gesamte deutlich beeinflussen können.
Es war natürlich noch komplexer und sicherlich noch genug andere Dinge die nicht gepasst haben. Es haben sicherlich einige Spieler Unsicherheiten gezeigt und Fehler produziert. Ein springender und bedeutender Punkt war aber ganz klar fehlende Entlastung, die man je länger die Halbzeit lief, schwer zurück gewinnen konnte. In meinen Augen hätte man da durchaus dagegen steuern können / müssen, aber eben bevor dem Druck nicht mehr standzuhalten war. Die Spielkontrolle war weg, weil man zu Beginn der zweiten Hälfte wenig anders gemacht hat. Genau so war es ja auch, denn man hätte auf Nagelsmanns Umstellungen eben früher reagieren können. Nur weil etwas taktisch und individuell in der ersten Hälfte aufging, muss es nach Umstellungen des Gegners eben nicht genauso funktionieren. Deshalb wurden die individuellen Fehler, weitestgehend durch ein taktisches Problem begünstigt.
Ja, es ist hausgemacht, aber nicht so sehr an Einzelspielern festzumachen, sondern am taktischen Fortschritt des gesamten Teams. Man ist im Ballbesitz nicht gut genug und ein Team, wie Hoffenheim, kann das eben ausnutzen. Nicht umsonst habe ich hier bspw. die gesamte Saison schon immer wieder Kritik geäußert, dass mir die Entwicklung im Ballbesitz nicht schnell genug voranschreitet. Die Kritik kam unabhängig von Delaney und Dahoud, die im Grunde beide am Problem nichts ändern, sondern nur an der Balance. Beim einen ist der Ausschlag defensiver, beim anderen offensiver, ohne dass man das unbedingt für den einen oder anderen vorteilhaft gewichten muss, weil beiden grundsätzlich etwas fehlt. Diese Mannschaft ist ganz generell noch nicht soweit, dass sie ein Spiel bedingungslos kontrollieren kann. Zumindest nicht gegen einen Gegner, der sich nicht wehrt, den die Hoffenheimer in Halbzeit 1 dummerweise dargestellt haben. Dummerweise deswegen, da sie jeden damit in Sicherheit gewogen haben, dass man vor ihnen nichts zu befüchten hat. War halt doch nicht so ...
Dazu solltest du bedenken, dass eine taktische Besprechung in der Halbzeit ganz andere Eingriffe ins Spiel ermöglicht, als während des laufenden Spiels. Du kannst im Spielbetrieb nur noch einzelnen Spielern Detailwissen mitgeben, aber nicht mehr dem Kollektiv. Auch deswegen ist es verdammt schwer noch entgegenzusteuern, wenn das Spiel sich dermaßen dreht und so viele Probleme auftauchen, die es bis dahin in diesem Spiel nicht ansatzweise gab.
Zitat von daredennis7
Wenn Hoffenheim den Ballbesitz längst übernommen hat, ist halt mal aber sicherlich nichts was nicht auch im Laufe der zweiten Halbzeit zu ändern gewesen wäre. Das muss man eben nicht hinnehmen, wenn man auch im Passspiel über Potentiale verfügt. Schließlich kam man auch mal selbst an die Kugel und hat dann einfach viel zu hektisch aufgebaut und die Bälle leicht vertendelt. Da denke ich insbesondere auch an Dahouds Diagonalpass vom eigenen Strafraum direkt zum Gegner. Weigl ist einfach am Ball und in defensiverer Bedrängnis deutlich sicherer als Dahoud. Da liegen eben nicht Dahouds Stärken. Womöglich hat ihm auch einfach Spielpraxis und etwas Sicherheit gefehlt. Grade Defensiv wird sowas schnell zum Problem. Weigl hat das die letzten Wochen auch in der Abwehr bewiesen, dass er unter Bedrängnis gut anspielbar und im Zweikampf voll da ist. Zudem hatte er wie du schreibst eine gute erste Halbzeit und Defensiv somit an Sicherheit gewonnen.
Zitat von BVBBC
Nein, Weigl ist im DM nicht sonderlich pressingresistent, wenn Hoffenheim gerade mit Geiger wichtige Impulse setzen kann, aggressiv ist und den Ballbesitz längst übernommen hat, seitdem sie endlich Druck gegen den Ball hinbekommen. Die Bewertung geben Weigls Saison als DM und auch die letzten 1-2 Jahre nicht her, in denen gerade Weigl große Probleme hatte überhaupt in Ballbesitz zu kommen und damit fehleranfällig wurde. Zumal Weigl in der zweiten Hälfte auch genug Probleme hatte, nachdem er eine sehr gute erste Hälfte gespielt hat. Bei den Gegentoren war er unschuldig, aber auch er hatte in allen Bereichen zunehmend Probleme.
2-3 Fehlpässe sind zudem doch kein generelles Drama - nicht mal die 4, die es insgesamt waren. Die zeig ich dir aktuell sogar von Witsel, der im Vergleich zu Weigl oder Delaney so gut wie keinen Fehlpass spielt. Daher ist das für mich schlicht eine Generalisierung anhand der bisherigen Saison, aber nicht auf den Spielverlauf bezogen.
Für Entlastung sorgt ansonsten aber auch eh nicht nur ein Spieler, wenn das Spiel dermaßen dreht und viele Spieler Probleme bekommen. Vor allem keine Spieler, die in dieser Saison schon mehrfach Probleme in diesen Situationen gehabt haben. Dabei bleibe ich.
Im übrigen habe ich nie Generalkritik gegen Dahoud geübt, nur wenn ich mir von Weigl einen geordneteren Aufbau erwarten würde. Meine Meinung musst du ja nicht teilen, aber könntest sie vllt akzeptieren. In der zweiten Halbzeit hat man die Spielkontrolle gar ganz hergegeben, da hätte man eventuell frühzeitig dagegen steuern können / müssen.
Ich akzeptiere deine Meinung schon, sonst würde ich kaum mit dir diskutieren. Nur hat man die Ballverluste eben nachweislich nicht bei Dahoud gehabt, wenn er gerade mal 4 Fehlpässe spielt, was nicht nur für seine Verhältnisse sehr gut ist, sondern selbst für Witsel und daher erst recht für Weigl oder Delaney, die zuletzt auch genug Probleme hatten, um beim Thema Spielkontrolle im Ballbesitz ein positiver Faktor zu sein. Ich kann daher wenig Argumente für deine Meinung entdecken. Die Spielkontrolle war in der zweiten Hälfte definitiv weg, aber man hat da ja auch erst mal wenig anders gemacht, als in Halbzeit eins, als sie komplett da war und Hoffenheim Ballverlust um Ballverlust hatte. Da ging also taktisch und individuell alles auf, weswegen die Probleme eher nicht im individuellen Bereich zu finden sind.
Die Hereinnahme von Toprak, war aber eben nicht wie von mir vorgeschlagen, mit der Umstellung von Weigl verbunden, deshalb gut möglich, dass die diese Unruhe gebracht hat. Falls ich mich recht entsinne, sind da trotzdem einige gefährliche Bälle reingesegelt und es wurden viele Kopfballduelle verloren. Und nicht nur Kopfballduelle, sondern eben auch körperliche Luftzweikämpfe.
Klingt sehr hypothetisch und nach dem Motto: war ja fast das was ich wollte, aber doch nicht ganz und nur deswegen hat es nicht geklappt. Mit Toprak hat man jedenfalls mehr Kopfballstärke gebracht und gleichzeitig auch mehr Sicherheit im Aufbau, weil einerseits eine Absicherung mehr da ist und andererseits auch eine Option mehr, um das Spiel auszulösen, wobei man meines Erachtens nicht erkennen konnte, ob man nun nach dem Gegentor 3er Kette oder mit Weigl auf der 6 spielen wollte, weil man eigentlich zu keiner Zeit mehr in eine klare Statik reingekommen ist, in der man die Kontrolle zurückeroberte. Wenn das also nicht gereicht hat, wird das eher nicht die Lösung gewesen sein.
Was das Gegentor angeht, ist man definitiv unsortiert gewesen, was aber auch nur normal ist, wenn man gerade erst gewechselt hat und dabei nicht positionsgetreu wechselt. Das benötigt eben ein paar Worte, bis das abgestimmt ist. Daher den Wechsel entweder in der Situation lassen oder dort den Fehler suchen, aber nicht behaupten, dass der gute Weigl oder Delaney den Gegentreffer verhindert hätten.
Natürlich ist es komplexer und nicht an Kleinigkeiten auszumachen, weshalb trotzdem darüber spekuliert werden darf, an welchen Kleinigkeiten es wohl auch gehapert haben könnte.
Man kann ja spekulieren, aber Kleinigkeiten waren heute wohl tatsächlich das kleinste Problem.
Zitat von daredennis7
Naja generell ist Weigl nunmal der stärkere Spieler im eigenen Ballbesitz. Wenn Weigl irgendwo besonders stark ist, dann doch in seinem sicheren Passspiel und in seiner Pressingessistenz. Zusätzlich hat er sich die letzten Wochen eine gute Form erarbeitet.
Dahoud hat ja kein schlechtes Spiel gemacht, trotzdem waren grade 2-3 Pässe in der Defensive durchaus zu ungenau gespielt und sind beim Gegner gelandet. Es hat die Entlastung gefehlt, was durchaus verbesserungswürdig war.
Zitat von BVBBC
Man hat exakt vor dem 3:2 einen IV gebracht - den fitteren von Beiden! Hat offenbar das 3:2 nicht verhindert, sondern vielleicht auch dabei geholfen, dass man für den Moment unsortiert war, auch wenn ich damit Hakimis finales Verhalten nicht entschuldigen will. Ansonsten war bei den Gegentoren kein Kopfballduell mehr gefragt und ein IV hätte Hakimi nach deinem Vorschlag beim 3:2 nicht ersetzt. Mal ganz abgesehen davon, dass Hoffenheim in der ersten Hälfte mit den langen Bällen 0,0 durchgekommen ist und nur Ballverluste produziert hat. Daher kann ich die Kritik auch in diesem Fall nicht nachvollziehen und es dürfte schon etwas komplexer sein ...
Dahoud hat ansonsten 4 Fehlpässe gespielt. Auch daher fehlt mir das Verständnis für die Generalkritik an ihm und seinem fehleranfälligem Passspiel ...
Man hat exakt vor dem 3:2 einen IV gebracht - den fitteren von Beiden! Hat offenbar das 3:2 nicht verhindert, sondern vielleicht auch dabei geholfen, dass man für den Moment unsortiert war, auch wenn ich damit Hakimis finales Verhalten nicht entschuldigen will. Ansonsten war bei den Gegentoren kein Kopfballduell mehr gefragt und ein IV hätte Hakimi nach deinem Vorschlag beim 3:2 nicht ersetzt. Mal ganz abgesehen davon, dass Hoffenheim in der ersten Hälfte mit den langen Bällen 0,0 durchgekommen ist und nur Ballverluste produziert hat. Daher kann ich die Kritik auch in diesem Fall nicht nachvollziehen und es dürfte schon etwas komplexer sein ...
Dahoud hat ansonsten 4 Fehlpässe gespielt. Auch daher fehlt mir das Verständnis für die Generalkritik an ihm und seinem fehleranfälligem Passspiel ...
Naja generell ist Weigl nunmal der stärkere Spieler im eigenen Ballbesitz. Wenn Weigl irgendwo besonders stark ist, dann doch in seinem sicheren Passspiel und in seiner Pressingessistenz. Zusätzlich hat er sich die letzten Wochen eine gute Form erarbeitet.
Dahoud hat ja kein schlechtes Spiel gemacht, trotzdem waren grade 2-3 Pässe in der Defensive durchaus zu ungenau gespielt und sind beim Gegner gelandet. Es hat die Entlastung gefehlt, was durchaus verbesserungswürdig war.
Nein, Weigl ist im DM nicht sonderlich pressingresistent, wenn Hoffenheim gerade mit Geiger wichtige Impulse setzen kann, aggressiv ist und den Ballbesitz längst übernommen hat, seitdem sie endlich Druck gegen den Ball hinbekommen. Die Bewertung geben Weigls Saison als DM und auch die letzten 1-2 Jahre nicht her, in denen gerade Weigl große Probleme hatte überhaupt in Ballbesitz zu kommen und damit fehleranfällig wurde. Zumal Weigl in der zweiten Hälfte auch genug Probleme hatte, nachdem er eine sehr gute erste Hälfte gespielt hat. Bei den Gegentoren war er unschuldig, aber auch er hatte in allen Bereichen zunehmend Probleme.
2-3 Fehlpässe sind zudem doch kein generelles Drama - nicht mal die 4, die es insgesamt waren. Die zeig ich dir aktuell sogar von Witsel, der im Vergleich zu Weigl oder Delaney so gut wie keinen Fehlpass spielt. Daher ist das für mich schlicht eine Generalisierung anhand der bisherigen Saison, aber nicht auf den Spielverlauf bezogen.
Für Entlastung sorgt ansonsten aber auch eh nicht nur ein Spieler, wenn das Spiel dermaßen dreht und viele Spieler Probleme bekommen. Vor allem keine Spieler, die in dieser Saison schon mehrfach Probleme in diesen Situationen gehabt haben. Dabei bleibe ich.
Im übrigen habe ich nie Generalkritik gegen Dahoud geübt, nur wenn ich mir von Weigl einen geordneteren Aufbau erwarten würde. Meine Meinung musst du ja nicht teilen, aber könntest sie vllt akzeptieren. In der zweiten Halbzeit hat man die Spielkontrolle gar ganz hergegeben, da hätte man eventuell frühzeitig dagegen steuern können / müssen.
Ich akzeptiere deine Meinung schon, sonst würde ich kaum mit dir diskutieren. Nur hat man die Ballverluste eben nachweislich nicht bei Dahoud gehabt, wenn er gerade mal 4 Fehlpässe spielt, was nicht nur für seine Verhältnisse sehr gut ist, sondern selbst für Witsel und daher erst recht für Weigl oder Delaney, die zuletzt auch genug Probleme hatten, um beim Thema Spielkontrolle im Ballbesitz ein positiver Faktor zu sein. Ich kann daher wenig Argumente für deine Meinung entdecken. Die Spielkontrolle war in der zweiten Hälfte definitiv weg, aber man hat da ja auch erst mal wenig anders gemacht, als in Halbzeit eins, als sie komplett da war und Hoffenheim Ballverlust um Ballverlust hatte. Da ging also taktisch und individuell alles auf, weswegen die Probleme eher nicht im individuellen Bereich zu finden sind.
Die Hereinnahme von Toprak, war aber eben nicht wie von mir vorgeschlagen, mit der Umstellung von Weigl verbunden, deshalb gut möglich, dass die diese Unruhe gebracht hat. Falls ich mich recht entsinne, sind da trotzdem einige gefährliche Bälle reingesegelt und es wurden viele Kopfballduelle verloren. Und nicht nur Kopfballduelle, sondern eben auch körperliche Luftzweikämpfe.
Klingt sehr hypothetisch und nach dem Motto: war ja fast das was ich wollte, aber doch nicht ganz und nur deswegen hat es nicht geklappt. Mit Toprak hat man jedenfalls mehr Kopfballstärke gebracht und gleichzeitig auch mehr Sicherheit im Aufbau, weil einerseits eine Absicherung mehr da ist und andererseits auch eine Option mehr, um das Spiel auszulösen, wobei man meines Erachtens nicht erkennen konnte, ob man nun nach dem Gegentor 3er Kette oder mit Weigl auf der 6 spielen wollte, weil man eigentlich zu keiner Zeit mehr in eine klare Statik reingekommen ist, in der man die Kontrolle zurückeroberte. Wenn das also nicht gereicht hat, wird das eher nicht die Lösung gewesen sein.
Was das Gegentor angeht, ist man definitiv unsortiert gewesen, was aber auch nur normal ist, wenn man gerade erst gewechselt hat und dabei nicht positionsgetreu wechselt. Das benötigt eben ein paar Worte, bis das abgestimmt ist. Daher den Wechsel entweder in der Situation lassen oder dort den Fehler suchen, aber nicht behaupten, dass der gute Weigl oder Delaney den Gegentreffer verhindert hätten.
Natürlich ist es komplexer und nicht an Kleinigkeiten auszumachen, weshalb trotzdem darüber spekuliert werden darf, an welchen Kleinigkeiten es wohl auch gehapert haben könnte.
Man kann ja spekulieren, aber Kleinigkeiten waren heute wohl tatsächlich das kleinste Problem.
Wenn Hoffenheim den Ballbesitz längst übernommen hat, ist halt mal aber sicherlich nichts was nicht auch im Laufe der zweiten Halbzeit zu ändern gewesen wäre. Das muss man eben nicht hinnehmen, wenn man auch im Passspiel über Potentiale verfügt. Schließlich kam man auch mal selbst an die Kugel und hat dann einfach viel zu hektisch aufgebaut und die Bälle leicht vertendelt. Da denke ich insbesondere auch an Dahouds Diagonalpass vom eigenen Strafraum direkt zum Gegner. Weigl ist einfach am Ball und in defensiverer Bedrängnis deutlich sicherer als Dahoud. Da liegen eben nicht Dahouds Stärken. Womöglich hat ihm auch einfach Spielpraxis und etwas Sicherheit gefehlt. Grade Defensiv wird sowas schnell zum Problem. Weigl hat das die letzten Wochen auch in der Abwehr bewiesen, dass er unter Bedrängnis gut anspielbar und im Zweikampf voll da ist. Zudem hatte er wie du schreibst eine gute erste Halbzeit und Defensiv somit an Sicherheit gewonnen.
Sorry, aber Weigls Stärken liegen ganz sicher nicht darin, dass er ballsicher ist, wenn er angelaufen wird. Schon gar nicht im Vergleich zu Dahoud, der viel mehr Möglichkeiten (technisch und dynamisch) hat, um sich aus dem Druck zu befreien. Wenn du einen einzigen Diagonalpass zudem bemängelst, der hier Unsicherheit reinbringt, dann frage ich mich ernsthaft, wie du das beim Rest bewerten willst.
Weigl hatte in Halbzeit 1 56 Ballkontakte. Davon sind 49 beim Mitspieler angekommen bzw. 88% (im Folgenden: Weiterleitungsquote). In Halbzeit 2 fielen seine Werte auf 19, 12 und 63%! Auf einer Position, auf der man hinsichtlich Ballbesitz viel weniger Stress hat, als im DM. Woher kommt also deine These, dass Weigl im Ballbesitz in der 2. Hälfte im DM hätte entgegenwirken können? Er hat es nicht mal in der IV geschafft! Allgemein haben doch hier schon die Probleme begonnen. Lag die Weiterleitungsquote in der Kette in Halbzeit 1 noch bei 82%, ist sie in Halbzeit 2 auf 56% gefallen.
Sprich: der BVB hat es nicht mal mehr geschafft hinten raus zu spielen! Prozentual hat auch kein Bereich so stark nachgelassen. Im Zentrum hat man zwar auch nur noch 58% aller Bälle an den Mann gebracht - also mehr als in der Kette -, während es in Halbzeit 1 noch 78% - was weniger als in der Kette war und damit auch nochmal die These des Schwierigkeitsgrades unterstützt - waren. Die Offensive ist bei 61% im kompletten Spiel geblieben. Folglich ist die gesamte Mannschaft eingebrochen, inklusive Weigl, sodass ich kein Argument nachvollziehen kann, das behauptet, Weigl hätte im DM der Geschichte allein entgegenwirken können oder ein Delaney (der im Ballbesitz kein Held ist). Deshalb wird mir hier zu viel an Dahoud festgemacht, was nicht haltbar ist.
Man muss da ja jetzt auch nicht behaupten Dahoud, wäre für defensive Ballsicherheit und als Anspielstation in der Defensive, ohne Form und Spielpraxis gegenüber Weigl der Ball- und Passsichere Spieler, nur weil Weigl nicht die besten Jahre erwischt hat. Dahoud hat dies seit er hier ist nämlich konsequent nicht nachgewiesen. Weigl eben schon und er ist aktuell gut in der RR angekommen, was man sich "womöglich" hätte zu nutze machen können. Ich sage bewusst nicht definitiv, da ich es wie bereits gesagt, lediglich als Option und nicht als unabdingbar erachte. Es hätte aber helfen können.
Siehe oben: nicht mal das Spiel gestern gibt die These zu Weigls Ballsicherheit her. Weigls einzig konstant gute Saison im DM ist zudem schon einige Zeit her. Für ihn benötigt es gewisse Grundvoraussetzungen, damit er funktioniert und in Halbzeit 2 lagen diese nicht mehr vor - offensichtlich.
Delaney hat definitiv gefehlt. Dahouds Körpersprache und defensives Anlaufen, sowie seine Präsenz im defensiven Zweikampf waren verbesserungswürdig, auch wenn er trotzdem Offensiv gute Momente hatte und kein schlechtes Spiel gemacht hat. Zudem hat er womöglich nicht die schlechteste Passstatistik, was aber sicherlich eher an den guten Offensivmomenten liegt die er hatte. Von daher behauptet ja auch keiner, es wäre falsch gewesen ihn aufzustellen. Das jetzt an 4, 5, oder 6 Fehlpässen auszumachen ist sowieso müßig.
Siehe @Clinters Beitrag im Dahoud Thread: die defensive Beobachtung passt nicht!
Anfang der zweiten Hälfte, haben Dahoud und Witsel beide keinen guten Zugriff auf Joelinton (kann passieren), danach verschwindet dieser aber in Dahouds zu verteidigenden Raum und ist ganz frei anspielbar, um auf Schulz abzulegen (hier war genug Zeit, mit Joelinton mitzugehen). Da hat Dahoud einfach zu früh abgeschaltet.
Finde ich zu einfach. Joelinton lässt sich immer wieder fallen, wie auch allgemein die Hoffenheimer Angreifer. Dementsprechend finden hier Übergaben statt, bei denen die IV helfen müssen, weil sie in dem Moment keinen Mann haben, während das DM sich einer Unterzahl gegenüber sieht. Die Szene müsstest du mir daher nochmal konkret zeigen, um sie aufzuschlüsseln, was genau nicht gepasst hat. Joelinton ist grundsätzlich aber nicht der Gegenspieler von Dahoud oder Witsel, sondern lediglich situativ. Wenn sie ihn aufnehmen müssen, dann muss irgendwo anders allerdings auch ein Problem vorliegen, weil dadurch ein Hoffenheimer frei wird.
Vor der Weltklasse Parade von Bürki genau dasselbe, Dahoud ist an Joelinton dran, lässt sich aber zu leicht abkochen.
An die Aktion erinnere ich mich, da Weigl die Beine breit macht und sich gleich mit vernaschen lässt. Auch deshalb kann ich hier nicht das Geschrei nach Weigl nachvollziehen bzw. sehe deine Analyse zu einseitig.
Vorm 3-2 entsteht genau eines der entscheidenden Probleme. Man ist rechts in Überzahl bei einem Einwurf. Dahoud rückt da einfach viel zu spät raus und kann dementsprechend die Flanke aus dem Halbfeld nicht mehr verhindern. Seine Positionierung beim Einwurf war viel zu tief. Ich behaupte mit einer defensiven Präsenz und Körpersprache von Delaney, wäre es deutlich besser gelaufen. Zudem ist Dahoud eben im Gegensatz zu Weigl schon immer ein Umschaltspieler und keine gute defensive Anspielstation, wie man es heute in der zweiten Hälfte benötigt hätte. Es ging in diesem Moment auch mal darum, die Mannschaft zum rausrücken zu animieren bzw. selbst mal rauszurücken. Da sind Weigl oder auch Delaney ein ganz anderer Spielertypus, der auch defensiv etwas mehr lenken und dirigieren kann.
Diese Szene ist generell komisch und wird man intern aufarbeiten müssen. Denn hier passt es bei der Mannschaft allgemein nicht, da sich bis auf den MS alle Dortmunder bis zum Strafraum zurückgezogen haben. Die Frage ist hier warum? Hätte hier eigentlich der MS beim Mann sein sollen? Hätte der RA sich so tief positionieren sollen? Warum muss Dahoud hier jedenfalls anlaufen? Dass er zu spät anläuft, ist ansonsten nicht vollständig den Tatsachen entsprechend. Er steht zu tief, wie der Rest vom Team, aber er läuft sofort an und versucht Druck aufzubauen. Da er, wie eben der Rest, aber zu tief steht, kommt er nicht mehr hin. Die Behauptung mit Delaney kann ich nicht nachvollziehen, angesichts des Kollektivverhaltens. Steht Delaney in der Situation genauso tief, macht der in der Szene auch nichts mehr. Dass er nicht so tief steht, halte ich dabei nicht ansatzweise für gewährleistbar. Deshalb kann ich mit so hypothetischen Behauptungen nichts anfangen.
Deine Charakterisierung von Weigl und Dahoud kann ich nicht unterstützen und habe ich in der Vergangenheit anders wahrgenommen. Du überhöhst mir Weigl (und Delaney) jedenfalls fast schon zu Superman im Vergleich zum gewöhnlichen Menschen. Ist ja der Wahnsinn, was die alles für Heldentaten können sollen.
Auch beim 3-3 war Dahoud eben an Belfodil nicht richtig dran. Der Ball ist in Brusthöhe reingesegelt, also jetzt nicht unbedingt unerreichbar für einen Dahoud, wenn er eben besser positioniert gewesen oder sich besser bewegt hätte.
Was soll er denn hier machen? Steht er vor dem Angreifer, hat er ihn im Rücken und weiß gar nicht was er macht. Steht er dahinter, kann er trotzdem nur zusehen, weil der Angreifer immer den Vorteil der Reaktionszeit hat. Diesen Vorteil kann auch kein Delaney und kein Weigl nehmen. Geht er da noch hin, wenn er hinkäme, gibt es höchstwahrscheinlich Elfmeter, aber keine Verhinderung des Torschusses.
Der Ball kommt perfekt auf Belfodils Kopf. An der Stelle wird das nicht mehr verhindert. Vielleicht noch bei Hakimi oder Alcacer, die die Bahn davor einlaufen. Bei der Flugbahn des Balles hätte das dann aber auch mehr mit Glück zu tun gehabt, weil er da eben genau daran vorbeisegelt, obwohl gerade Hakimi noch das Maximum versucht hinzukommen.
Daher: ja, er lässt Belfodil ziehen, was nicht gut ist, aber das Tor verhindert er in meinen Augen ganz sicher nicht mehr. Der Freistoß und Kopfball waren schlicht zu präzise. Daher würde ich früher, beim unnötigen Ballverlust, nach Vorteilsauslegung, wegen Foul an Dahoud, ansetzen und eben bei Sanchos "Foul", das nicht mal ein Foul war.
Man hat durch die Einwechslung von Toprak richtig reagiert, allerdings nicht die nötigen Umstellungen vorgenommen, um Weigl da etwas Offensiver frühzeitig als Anspielstation zu positionieren. So kam man schlicht nur ganz selten zu Entlastung und das Spiel hat sich ausnahmslos nur um unseren Strafraum entwickelt. Da fehlte vorallem defensive Präsenz und die Bereitschaft auch mal konsequent raus zu rücken. Von daher ist es durchaus ein Unterschied, ob ich Toprak nur bringe oder auch gleichzeitig Weigl ins defensive Mittelfeld ziehe. Das hat auch nichts mit deinem mir vorgeworfen Motto zu tun, sondern ist einfach ein bedeutender Spieltaktischer Unterschied, wo diverse Leute auf dem Feld positioniert sind, um mehr Zugriff zu erhalten und für Entlastung zu sorgen.
Siehe 3:2 --> warum steht die Mannschaft kollektiv so tief? Das liegt doch nicht nur an Umstellungen, sondern einer Mannschaft, die sich kollektiv zu weit reindrängen ließ. Wie oft kippt Weigl zudem am liebsten in die IV ab? Sähe das dann in der Statik garantiert anders aus, wenn man Weigl anweist einfach höher zu stehen? Ich sehe ja noch nicht einmal gewährleistet, dass es diese Anweisung nicht gab. Realtaktisch war das eine 3er Kette mit Weigl, was aber nicht heißt, dass eine 3er Kette vorgesehen war - siehe bspw. beim 3:2, bei dem Weigl klar vor der IV agiert. Gerade Weigl ist zudem, im Gegensatz zu Dahoud, doch kein Spieler, der sofort im Ballbesitz den Vorwärtsgang findet.
Für mich leider also schon etwas hausgemacht, wie wir uns haben hinten reindrängen lassen. Genau hier ist auch der springende Punkt. Kleinigkeiten waren nämlich heute eben nicht das kleinste Problem, da viele Kleinigkeiten eben das Gesamte deutlich beeinflussen können.
Es war natürlich noch komplexer und sicherlich noch genug andere Dinge die nicht gepasst haben. Es haben sicherlich einige Spieler Unsicherheiten gezeigt und Fehler produziert. Ein springender und bedeutender Punkt war aber ganz klar fehlende Entlastung, die man je länger die Halbzeit lief, schwer zurück gewinnen konnte. In meinen Augen hätte man da durchaus dagegen steuern können / müssen, aber eben bevor dem Druck nicht mehr standzuhalten war. Die Spielkontrolle war weg, weil man zu Beginn der zweiten Hälfte wenig anders gemacht hat. Genau so war es ja auch, denn man hätte auf Nagelsmanns Umstellungen eben früher reagieren können. Nur weil etwas taktisch und individuell in der ersten Hälfte aufging, muss es nach Umstellungen des Gegners eben nicht genauso funktionieren. Deshalb wurden die individuellen Fehler, weitestgehend durch ein taktisches Problem begünstigt.
Ja, es ist hausgemacht, aber nicht so sehr an Einzelspielern festzumachen, sondern am taktischen Fortschritt des gesamten Teams. Man ist im Ballbesitz nicht gut genug und ein Team, wie Hoffenheim, kann das eben ausnutzen. Nicht umsonst habe ich hier bspw. die gesamte Saison schon immer wieder Kritik geäußert, dass mir die Entwicklung im Ballbesitz nicht schnell genug voranschreitet. Die Kritik kam unabhängig von Delaney und Dahoud, die im Grunde beide am Problem nichts ändern, sondern nur an der Balance. Beim einen ist der Ausschlag defensiver, beim anderen offensiver, ohne dass man das unbedingt für den einen oder anderen vorteilhaft gewichten muss, weil beiden grundsätzlich etwas fehlt. Diese Mannschaft ist ganz generell noch nicht soweit, dass sie ein Spiel bedingungslos kontrollieren kann. Zumindest nicht gegen einen Gegner, der sich nicht wehrt, den die Hoffenheimer in Halbzeit 1 dummerweise dargestellt haben. Dummerweise deswegen, da sie jeden damit in Sicherheit gewogen haben, dass man vor ihnen nichts zu befüchten hat. War halt doch nicht so ...
Dazu solltest du bedenken, dass eine taktische Besprechung in der Halbzeit ganz andere Eingriffe ins Spiel ermöglicht, als während des laufenden Spiels. Du kannst im Spielbetrieb nur noch einzelnen Spielern Detailwissen mitgeben, aber nicht mehr dem Kollektiv. Auch deswegen ist es verdammt schwer noch entgegenzusteuern, wenn das Spiel sich dermaßen dreht und so viele Probleme auftauchen, die es bis dahin in diesem Spiel nicht ansatzweise gab.
Naja dann hab ich scheinbar ein komplett anderes Spiel gesehen. So viel Mühe wie du dir auch gegeben hast (mein Respekt), sehe ich es leider trotzdem etwas anders. Wurde ja bereits von mir auch schon ausgeführt, deshalb werde ich jetzt nicht ganz groß darauf eingehen.
Es ist nur schon etwas merkwürdig, dass Dahoud scheinbar in keiner der Situationen in deinen Augen auch nur teilweise schlecht aussieht. Es war immer komisch, aber Aktien hatte er in den Situationen scheinbar nie. Natürlich hat die Mannschaft als kollektiv nicht funktioniert, was diese Situationen für mich nicht besser macht. Und wenn Dahoud hätte vor dem 3-2 nicht anlaufen müssen, dann ist der Fussball scheinbar Jahrzehnte etwas an mir vorbeigelaufen. In dieser Szene hat auch ein defensiver Antreiber gefehlt, der auch mal sortiert, animiert bzw. in der Szene selbst anläuft. Es ist ein Einwurf und die Verteidiger sind gebunden. Dahoud hat den kürzesten Weg zum Ball und muss da einfach rausrücken und die Flanke aus dem Halbfeld minimum stören. Er war zudem ein freier Mann.
Eine statische Situation wie einen Standard, sollte immer zu verhindern sein oder zumindest zu stören, um einen wie du sagst präzisen Ablauf zu verhindern. Reicht oftmals schon in solchen Situationen. Mit etwas Körpereinsatz sollte dies zumindest kein Problem sein.
Deine Statistiken und dein Schluss daraus sind in meinen Augen nicht richtig, da ja genau die fehlende Entlastung und Anspielstation im defensiven Mittelfeld in der zweiten Hälfte gefehlt hat. Ist für mich auch der Hauptgrund, wieso nicht mehr ordentlich aufgebaut werden konnte und die Weiterleitungsquote so abgesunken ist.
Somit ist aus Statistiken aus einer Halbzeit in der taktische Fehler begangen wurden, kein Rückschluss zu ziehen, für den Fall in dem man etwaige Änderungen vorgenommen hätte.
Ich mache weder Weigl noch Delaney zu Superhelden. Jedoch ist Delaney im Zweikampf und auch schon als Antreiber der voran geht in der Defensive ein wichtiger Teil, dessen Part Dahoud in der zweiten Hälfte nicht übernehmen konnte. Da wirkte er für mich einfach Defensiv teils etwas Körperlos und nicht ganz wach genug. Es ist müßig darüber zu diskutieren ob Weigl es besser gemacht und der Mannschaft somit geholfen hätte, er hatte ja nicht die Chance dazu. Allerdings hat er in den letzten Wochen die Form und Sicherheit gehabt, um das man ihm eine gute zweite Hälfte im defensiven Mittelfeld zutrauen hätte können. Natürlich ist Dahoud ein Spieler der mit seiner Dynamik ganz anders agiert als Weigl. Da ist Weigl halt ein Spieler der generell eher den sicheren vertikalen Pass wählt, was für mich aber in Kombination mit Witsel für nötige Ruhe hätte sorgen können. Weigl hat zudem die letzten Wochen viel Körperlichkeit gezeigt, hingegen habe ich Dahoud da in keiner Szene gestern in Erinnerung, in der er unbedingt die Zweikämpfe in der Defensive führen wollte. Wie Weigl im Ballbesitz auf höchstem Niveau agieren kann, hat doch die Zeit unter Tuchel gezeigt. In der zweiten Halbzeit hatte man den Vorsprung nunmal bereits in der Tasche (deshalb absolut wertvoll Dahoud da auf dem Platz gehabt zu haben). In der zweiten Hälfte wären mir persönlich da ein paar langweilige eigene Ballzeiten deutlich lieber gewesen. Dahoud ist eben von seiner ganzen Spielanlage kein Spieler, der ein Spiel beruhigt. Er macht es eher schneller.
Wäre für mich wie gesagt zumindest eine Option gewesen. Scheinbar für dich nicht. Ist halt deine Sichtweise, die ich ja dadurch nicht als falsch hinstellen will. Aber aus deiner Sichtweise, gab es da ja dann scheinbar kaum Ansatzpunkte, um die Entlastung taktisch herbeizuführen. Das habe ich anders gesehen.
10.02.2019 - 19:07 Uhr
Zitat von daredennis7
Naja dann hab ich scheinbar ein komplett anderes Spiel gesehen. So viel Mühe wie du dir auch gegeben hast (mein Respekt), sehe ich es leider trotzdem etwas anders. Wurde ja bereits von mir auch schon ausgeführt, deshalb werde ich jetzt nicht ganz groß darauf eingehen.
Es ist nur schon etwas merkwürdig, dass Dahoud scheinbar in keiner der Situationen in deinen Augen auch nur teilweise schlecht aussieht. Es war immer komisch, aber Aktien hatte er in den Situationen scheinbar nie. Natürlich hat die Mannschaft als kollektiv nicht funktioniert, was diese Situationen für mich nicht besser macht. Und wenn Dahoud hätte vor dem 3-2 nicht anlaufen müssen, dann ist der Fussball scheinbar Jahrzehnte etwas an mir vorbeigelaufen. In dieser Szene hat auch ein defensiver Antreiber gefehlt, der auch mal sortiert, animiert bzw. in der Szene selbst anläuft. Es ist ein Einwurf und die Verteidiger sind gebunden. Dahoud hat den kürzesten Weg zum Ball und muss da einfach rausrücken und die Flanke aus dem Halbfeld minimum stören. Er war zudem ein freier Mann.
Zitat von BVBBC
Sorry, aber Weigls Stärken liegen ganz sicher nicht darin, dass er ballsicher ist, wenn er angelaufen wird. Schon gar nicht im Vergleich zu Dahoud, der viel mehr Möglichkeiten (technisch und dynamisch) hat, um sich aus dem Druck zu befreien. Wenn du einen einzigen Diagonalpass zudem bemängelst, der hier Unsicherheit reinbringt, dann frage ich mich ernsthaft, wie du das beim Rest bewerten willst.
Weigl hatte in Halbzeit 1 56 Ballkontakte. Davon sind 49 beim Mitspieler angekommen bzw. 88% (im Folgenden: Weiterleitungsquote). In Halbzeit 2 fielen seine Werte auf 19, 12 und 63%! Auf einer Position, auf der man hinsichtlich Ballbesitz viel weniger Stress hat, als im DM. Woher kommt also deine These, dass Weigl im Ballbesitz in der 2. Hälfte im DM hätte entgegenwirken können? Er hat es nicht mal in der IV geschafft! Allgemein haben doch hier schon die Probleme begonnen. Lag die Weiterleitungsquote in der Kette in Halbzeit 1 noch bei 82%, ist sie in Halbzeit 2 auf 56% gefallen.
Sprich: der BVB hat es nicht mal mehr geschafft hinten raus zu spielen! Prozentual hat auch kein Bereich so stark nachgelassen. Im Zentrum hat man zwar auch nur noch 58% aller Bälle an den Mann gebracht - also mehr als in der Kette -, während es in Halbzeit 1 noch 78% - was weniger als in der Kette war und damit auch nochmal die These des Schwierigkeitsgrades unterstützt - waren. Die Offensive ist bei 61% im kompletten Spiel geblieben. Folglich ist die gesamte Mannschaft eingebrochen, inklusive Weigl, sodass ich kein Argument nachvollziehen kann, das behauptet, Weigl hätte im DM der Geschichte allein entgegenwirken können oder ein Delaney (der im Ballbesitz kein Held ist). Deshalb wird mir hier zu viel an Dahoud festgemacht, was nicht haltbar ist.
Man muss da ja jetzt auch nicht behaupten Dahoud, wäre für defensive Ballsicherheit und als Anspielstation in der Defensive, ohne Form und Spielpraxis gegenüber Weigl der Ball- und Passsichere Spieler, nur weil Weigl nicht die besten Jahre erwischt hat. Dahoud hat dies seit er hier ist nämlich konsequent nicht nachgewiesen. Weigl eben schon und er ist aktuell gut in der RR angekommen, was man sich "womöglich" hätte zu nutze machen können. Ich sage bewusst nicht definitiv, da ich es wie bereits gesagt, lediglich als Option und nicht als unabdingbar erachte. Es hätte aber helfen können.
Siehe oben: nicht mal das Spiel gestern gibt die These zu Weigls Ballsicherheit her. Weigls einzig konstant gute Saison im DM ist zudem schon einige Zeit her. Für ihn benötigt es gewisse Grundvoraussetzungen, damit er funktioniert und in Halbzeit 2 lagen diese nicht mehr vor - offensichtlich.
Delaney hat definitiv gefehlt. Dahouds Körpersprache und defensives Anlaufen, sowie seine Präsenz im defensiven Zweikampf waren verbesserungswürdig, auch wenn er trotzdem Offensiv gute Momente hatte und kein schlechtes Spiel gemacht hat. Zudem hat er womöglich nicht die schlechteste Passstatistik, was aber sicherlich eher an den guten Offensivmomenten liegt die er hatte. Von daher behauptet ja auch keiner, es wäre falsch gewesen ihn aufzustellen. Das jetzt an 4, 5, oder 6 Fehlpässen auszumachen ist sowieso müßig.
Siehe @Clinters Beitrag im Dahoud Thread: die defensive Beobachtung passt nicht!
Anfang der zweiten Hälfte, haben Dahoud und Witsel beide keinen guten Zugriff auf Joelinton (kann passieren), danach verschwindet dieser aber in Dahouds zu verteidigenden Raum und ist ganz frei anspielbar, um auf Schulz abzulegen (hier war genug Zeit, mit Joelinton mitzugehen). Da hat Dahoud einfach zu früh abgeschaltet.
Finde ich zu einfach. Joelinton lässt sich immer wieder fallen, wie auch allgemein die Hoffenheimer Angreifer. Dementsprechend finden hier Übergaben statt, bei denen die IV helfen müssen, weil sie in dem Moment keinen Mann haben, während das DM sich einer Unterzahl gegenüber sieht. Die Szene müsstest du mir daher nochmal konkret zeigen, um sie aufzuschlüsseln, was genau nicht gepasst hat. Joelinton ist grundsätzlich aber nicht der Gegenspieler von Dahoud oder Witsel, sondern lediglich situativ. Wenn sie ihn aufnehmen müssen, dann muss irgendwo anders allerdings auch ein Problem vorliegen, weil dadurch ein Hoffenheimer frei wird.
Vor der Weltklasse Parade von Bürki genau dasselbe, Dahoud ist an Joelinton dran, lässt sich aber zu leicht abkochen.
An die Aktion erinnere ich mich, da Weigl die Beine breit macht und sich gleich mit vernaschen lässt. Auch deshalb kann ich hier nicht das Geschrei nach Weigl nachvollziehen bzw. sehe deine Analyse zu einseitig.
Vorm 3-2 entsteht genau eines der entscheidenden Probleme. Man ist rechts in Überzahl bei einem Einwurf. Dahoud rückt da einfach viel zu spät raus und kann dementsprechend die Flanke aus dem Halbfeld nicht mehr verhindern. Seine Positionierung beim Einwurf war viel zu tief. Ich behaupte mit einer defensiven Präsenz und Körpersprache von Delaney, wäre es deutlich besser gelaufen. Zudem ist Dahoud eben im Gegensatz zu Weigl schon immer ein Umschaltspieler und keine gute defensive Anspielstation, wie man es heute in der zweiten Hälfte benötigt hätte. Es ging in diesem Moment auch mal darum, die Mannschaft zum rausrücken zu animieren bzw. selbst mal rauszurücken. Da sind Weigl oder auch Delaney ein ganz anderer Spielertypus, der auch defensiv etwas mehr lenken und dirigieren kann.
Diese Szene ist generell komisch und wird man intern aufarbeiten müssen. Denn hier passt es bei der Mannschaft allgemein nicht, da sich bis auf den MS alle Dortmunder bis zum Strafraum zurückgezogen haben. Die Frage ist hier warum? Hätte hier eigentlich der MS beim Mann sein sollen? Hätte der RA sich so tief positionieren sollen? Warum muss Dahoud hier jedenfalls anlaufen? Dass er zu spät anläuft, ist ansonsten nicht vollständig den Tatsachen entsprechend. Er steht zu tief, wie der Rest vom Team, aber er läuft sofort an und versucht Druck aufzubauen. Da er, wie eben der Rest, aber zu tief steht, kommt er nicht mehr hin. Die Behauptung mit Delaney kann ich nicht nachvollziehen, angesichts des Kollektivverhaltens. Steht Delaney in der Situation genauso tief, macht der in der Szene auch nichts mehr. Dass er nicht so tief steht, halte ich dabei nicht ansatzweise für gewährleistbar. Deshalb kann ich mit so hypothetischen Behauptungen nichts anfangen.
Deine Charakterisierung von Weigl und Dahoud kann ich nicht unterstützen und habe ich in der Vergangenheit anders wahrgenommen. Du überhöhst mir Weigl (und Delaney) jedenfalls fast schon zu Superman im Vergleich zum gewöhnlichen Menschen. Ist ja der Wahnsinn, was die alles für Heldentaten können sollen.
Auch beim 3-3 war Dahoud eben an Belfodil nicht richtig dran. Der Ball ist in Brusthöhe reingesegelt, also jetzt nicht unbedingt unerreichbar für einen Dahoud, wenn er eben besser positioniert gewesen oder sich besser bewegt hätte.
Was soll er denn hier machen? Steht er vor dem Angreifer, hat er ihn im Rücken und weiß gar nicht was er macht. Steht er dahinter, kann er trotzdem nur zusehen, weil der Angreifer immer den Vorteil der Reaktionszeit hat. Diesen Vorteil kann auch kein Delaney und kein Weigl nehmen. Geht er da noch hin, wenn er hinkäme, gibt es höchstwahrscheinlich Elfmeter, aber keine Verhinderung des Torschusses.
Der Ball kommt perfekt auf Belfodils Kopf. An der Stelle wird das nicht mehr verhindert. Vielleicht noch bei Hakimi oder Alcacer, die die Bahn davor einlaufen. Bei der Flugbahn des Balles hätte das dann aber auch mehr mit Glück zu tun gehabt, weil er da eben genau daran vorbeisegelt, obwohl gerade Hakimi noch das Maximum versucht hinzukommen.
Daher: ja, er lässt Belfodil ziehen, was nicht gut ist, aber das Tor verhindert er in meinen Augen ganz sicher nicht mehr. Der Freistoß und Kopfball waren schlicht zu präzise. Daher würde ich früher, beim unnötigen Ballverlust, nach Vorteilsauslegung, wegen Foul an Dahoud, ansetzen und eben bei Sanchos "Foul", das nicht mal ein Foul war.
Man hat durch die Einwechslung von Toprak richtig reagiert, allerdings nicht die nötigen Umstellungen vorgenommen, um Weigl da etwas Offensiver frühzeitig als Anspielstation zu positionieren. So kam man schlicht nur ganz selten zu Entlastung und das Spiel hat sich ausnahmslos nur um unseren Strafraum entwickelt. Da fehlte vorallem defensive Präsenz und die Bereitschaft auch mal konsequent raus zu rücken. Von daher ist es durchaus ein Unterschied, ob ich Toprak nur bringe oder auch gleichzeitig Weigl ins defensive Mittelfeld ziehe. Das hat auch nichts mit deinem mir vorgeworfen Motto zu tun, sondern ist einfach ein bedeutender Spieltaktischer Unterschied, wo diverse Leute auf dem Feld positioniert sind, um mehr Zugriff zu erhalten und für Entlastung zu sorgen.
Siehe 3:2 --> warum steht die Mannschaft kollektiv so tief? Das liegt doch nicht nur an Umstellungen, sondern einer Mannschaft, die sich kollektiv zu weit reindrängen ließ. Wie oft kippt Weigl zudem am liebsten in die IV ab? Sähe das dann in der Statik garantiert anders aus, wenn man Weigl anweist einfach höher zu stehen? Ich sehe ja noch nicht einmal gewährleistet, dass es diese Anweisung nicht gab. Realtaktisch war das eine 3er Kette mit Weigl, was aber nicht heißt, dass eine 3er Kette vorgesehen war - siehe bspw. beim 3:2, bei dem Weigl klar vor der IV agiert. Gerade Weigl ist zudem, im Gegensatz zu Dahoud, doch kein Spieler, der sofort im Ballbesitz den Vorwärtsgang findet.
Für mich leider also schon etwas hausgemacht, wie wir uns haben hinten reindrängen lassen. Genau hier ist auch der springende Punkt. Kleinigkeiten waren nämlich heute eben nicht das kleinste Problem, da viele Kleinigkeiten eben das Gesamte deutlich beeinflussen können.
Es war natürlich noch komplexer und sicherlich noch genug andere Dinge die nicht gepasst haben. Es haben sicherlich einige Spieler Unsicherheiten gezeigt und Fehler produziert. Ein springender und bedeutender Punkt war aber ganz klar fehlende Entlastung, die man je länger die Halbzeit lief, schwer zurück gewinnen konnte. In meinen Augen hätte man da durchaus dagegen steuern können / müssen, aber eben bevor dem Druck nicht mehr standzuhalten war. Die Spielkontrolle war weg, weil man zu Beginn der zweiten Hälfte wenig anders gemacht hat. Genau so war es ja auch, denn man hätte auf Nagelsmanns Umstellungen eben früher reagieren können. Nur weil etwas taktisch und individuell in der ersten Hälfte aufging, muss es nach Umstellungen des Gegners eben nicht genauso funktionieren. Deshalb wurden die individuellen Fehler, weitestgehend durch ein taktisches Problem begünstigt.
Ja, es ist hausgemacht, aber nicht so sehr an Einzelspielern festzumachen, sondern am taktischen Fortschritt des gesamten Teams. Man ist im Ballbesitz nicht gut genug und ein Team, wie Hoffenheim, kann das eben ausnutzen. Nicht umsonst habe ich hier bspw. die gesamte Saison schon immer wieder Kritik geäußert, dass mir die Entwicklung im Ballbesitz nicht schnell genug voranschreitet. Die Kritik kam unabhängig von Delaney und Dahoud, die im Grunde beide am Problem nichts ändern, sondern nur an der Balance. Beim einen ist der Ausschlag defensiver, beim anderen offensiver, ohne dass man das unbedingt für den einen oder anderen vorteilhaft gewichten muss, weil beiden grundsätzlich etwas fehlt. Diese Mannschaft ist ganz generell noch nicht soweit, dass sie ein Spiel bedingungslos kontrollieren kann. Zumindest nicht gegen einen Gegner, der sich nicht wehrt, den die Hoffenheimer in Halbzeit 1 dummerweise dargestellt haben. Dummerweise deswegen, da sie jeden damit in Sicherheit gewogen haben, dass man vor ihnen nichts zu befüchten hat. War halt doch nicht so ...
Dazu solltest du bedenken, dass eine taktische Besprechung in der Halbzeit ganz andere Eingriffe ins Spiel ermöglicht, als während des laufenden Spiels. Du kannst im Spielbetrieb nur noch einzelnen Spielern Detailwissen mitgeben, aber nicht mehr dem Kollektiv. Auch deswegen ist es verdammt schwer noch entgegenzusteuern, wenn das Spiel sich dermaßen dreht und so viele Probleme auftauchen, die es bis dahin in diesem Spiel nicht ansatzweise gab.
Zitat von daredennis7
Wenn Hoffenheim den Ballbesitz längst übernommen hat, ist halt mal aber sicherlich nichts was nicht auch im Laufe der zweiten Halbzeit zu ändern gewesen wäre. Das muss man eben nicht hinnehmen, wenn man auch im Passspiel über Potentiale verfügt. Schließlich kam man auch mal selbst an die Kugel und hat dann einfach viel zu hektisch aufgebaut und die Bälle leicht vertendelt. Da denke ich insbesondere auch an Dahouds Diagonalpass vom eigenen Strafraum direkt zum Gegner. Weigl ist einfach am Ball und in defensiverer Bedrängnis deutlich sicherer als Dahoud. Da liegen eben nicht Dahouds Stärken. Womöglich hat ihm auch einfach Spielpraxis und etwas Sicherheit gefehlt. Grade Defensiv wird sowas schnell zum Problem. Weigl hat das die letzten Wochen auch in der Abwehr bewiesen, dass er unter Bedrängnis gut anspielbar und im Zweikampf voll da ist. Zudem hatte er wie du schreibst eine gute erste Halbzeit und Defensiv somit an Sicherheit gewonnen.
Zitat von BVBBC
Nein, Weigl ist im DM nicht sonderlich pressingresistent, wenn Hoffenheim gerade mit Geiger wichtige Impulse setzen kann, aggressiv ist und den Ballbesitz längst übernommen hat, seitdem sie endlich Druck gegen den Ball hinbekommen. Die Bewertung geben Weigls Saison als DM und auch die letzten 1-2 Jahre nicht her, in denen gerade Weigl große Probleme hatte überhaupt in Ballbesitz zu kommen und damit fehleranfällig wurde. Zumal Weigl in der zweiten Hälfte auch genug Probleme hatte, nachdem er eine sehr gute erste Hälfte gespielt hat. Bei den Gegentoren war er unschuldig, aber auch er hatte in allen Bereichen zunehmend Probleme.
2-3 Fehlpässe sind zudem doch kein generelles Drama - nicht mal die 4, die es insgesamt waren. Die zeig ich dir aktuell sogar von Witsel, der im Vergleich zu Weigl oder Delaney so gut wie keinen Fehlpass spielt. Daher ist das für mich schlicht eine Generalisierung anhand der bisherigen Saison, aber nicht auf den Spielverlauf bezogen.
Für Entlastung sorgt ansonsten aber auch eh nicht nur ein Spieler, wenn das Spiel dermaßen dreht und viele Spieler Probleme bekommen. Vor allem keine Spieler, die in dieser Saison schon mehrfach Probleme in diesen Situationen gehabt haben. Dabei bleibe ich.
Im übrigen habe ich nie Generalkritik gegen Dahoud geübt, nur wenn ich mir von Weigl einen geordneteren Aufbau erwarten würde. Meine Meinung musst du ja nicht teilen, aber könntest sie vllt akzeptieren. In der zweiten Halbzeit hat man die Spielkontrolle gar ganz hergegeben, da hätte man eventuell frühzeitig dagegen steuern können / müssen.
Ich akzeptiere deine Meinung schon, sonst würde ich kaum mit dir diskutieren. Nur hat man die Ballverluste eben nachweislich nicht bei Dahoud gehabt, wenn er gerade mal 4 Fehlpässe spielt, was nicht nur für seine Verhältnisse sehr gut ist, sondern selbst für Witsel und daher erst recht für Weigl oder Delaney, die zuletzt auch genug Probleme hatten, um beim Thema Spielkontrolle im Ballbesitz ein positiver Faktor zu sein. Ich kann daher wenig Argumente für deine Meinung entdecken. Die Spielkontrolle war in der zweiten Hälfte definitiv weg, aber man hat da ja auch erst mal wenig anders gemacht, als in Halbzeit eins, als sie komplett da war und Hoffenheim Ballverlust um Ballverlust hatte. Da ging also taktisch und individuell alles auf, weswegen die Probleme eher nicht im individuellen Bereich zu finden sind.
Die Hereinnahme von Toprak, war aber eben nicht wie von mir vorgeschlagen, mit der Umstellung von Weigl verbunden, deshalb gut möglich, dass die diese Unruhe gebracht hat. Falls ich mich recht entsinne, sind da trotzdem einige gefährliche Bälle reingesegelt und es wurden viele Kopfballduelle verloren. Und nicht nur Kopfballduelle, sondern eben auch körperliche Luftzweikämpfe.
Klingt sehr hypothetisch und nach dem Motto: war ja fast das was ich wollte, aber doch nicht ganz und nur deswegen hat es nicht geklappt. Mit Toprak hat man jedenfalls mehr Kopfballstärke gebracht und gleichzeitig auch mehr Sicherheit im Aufbau, weil einerseits eine Absicherung mehr da ist und andererseits auch eine Option mehr, um das Spiel auszulösen, wobei man meines Erachtens nicht erkennen konnte, ob man nun nach dem Gegentor 3er Kette oder mit Weigl auf der 6 spielen wollte, weil man eigentlich zu keiner Zeit mehr in eine klare Statik reingekommen ist, in der man die Kontrolle zurückeroberte. Wenn das also nicht gereicht hat, wird das eher nicht die Lösung gewesen sein.
Was das Gegentor angeht, ist man definitiv unsortiert gewesen, was aber auch nur normal ist, wenn man gerade erst gewechselt hat und dabei nicht positionsgetreu wechselt. Das benötigt eben ein paar Worte, bis das abgestimmt ist. Daher den Wechsel entweder in der Situation lassen oder dort den Fehler suchen, aber nicht behaupten, dass der gute Weigl oder Delaney den Gegentreffer verhindert hätten.
Natürlich ist es komplexer und nicht an Kleinigkeiten auszumachen, weshalb trotzdem darüber spekuliert werden darf, an welchen Kleinigkeiten es wohl auch gehapert haben könnte.
Man kann ja spekulieren, aber Kleinigkeiten waren heute wohl tatsächlich das kleinste Problem.
Zitat von daredennis7
Naja generell ist Weigl nunmal der stärkere Spieler im eigenen Ballbesitz. Wenn Weigl irgendwo besonders stark ist, dann doch in seinem sicheren Passspiel und in seiner Pressingessistenz. Zusätzlich hat er sich die letzten Wochen eine gute Form erarbeitet.
Dahoud hat ja kein schlechtes Spiel gemacht, trotzdem waren grade 2-3 Pässe in der Defensive durchaus zu ungenau gespielt und sind beim Gegner gelandet. Es hat die Entlastung gefehlt, was durchaus verbesserungswürdig war.
Zitat von BVBBC
Man hat exakt vor dem 3:2 einen IV gebracht - den fitteren von Beiden! Hat offenbar das 3:2 nicht verhindert, sondern vielleicht auch dabei geholfen, dass man für den Moment unsortiert war, auch wenn ich damit Hakimis finales Verhalten nicht entschuldigen will. Ansonsten war bei den Gegentoren kein Kopfballduell mehr gefragt und ein IV hätte Hakimi nach deinem Vorschlag beim 3:2 nicht ersetzt. Mal ganz abgesehen davon, dass Hoffenheim in der ersten Hälfte mit den langen Bällen 0,0 durchgekommen ist und nur Ballverluste produziert hat. Daher kann ich die Kritik auch in diesem Fall nicht nachvollziehen und es dürfte schon etwas komplexer sein ...
Dahoud hat ansonsten 4 Fehlpässe gespielt. Auch daher fehlt mir das Verständnis für die Generalkritik an ihm und seinem fehleranfälligem Passspiel ...
Man hat exakt vor dem 3:2 einen IV gebracht - den fitteren von Beiden! Hat offenbar das 3:2 nicht verhindert, sondern vielleicht auch dabei geholfen, dass man für den Moment unsortiert war, auch wenn ich damit Hakimis finales Verhalten nicht entschuldigen will. Ansonsten war bei den Gegentoren kein Kopfballduell mehr gefragt und ein IV hätte Hakimi nach deinem Vorschlag beim 3:2 nicht ersetzt. Mal ganz abgesehen davon, dass Hoffenheim in der ersten Hälfte mit den langen Bällen 0,0 durchgekommen ist und nur Ballverluste produziert hat. Daher kann ich die Kritik auch in diesem Fall nicht nachvollziehen und es dürfte schon etwas komplexer sein ...
Dahoud hat ansonsten 4 Fehlpässe gespielt. Auch daher fehlt mir das Verständnis für die Generalkritik an ihm und seinem fehleranfälligem Passspiel ...
Naja generell ist Weigl nunmal der stärkere Spieler im eigenen Ballbesitz. Wenn Weigl irgendwo besonders stark ist, dann doch in seinem sicheren Passspiel und in seiner Pressingessistenz. Zusätzlich hat er sich die letzten Wochen eine gute Form erarbeitet.
Dahoud hat ja kein schlechtes Spiel gemacht, trotzdem waren grade 2-3 Pässe in der Defensive durchaus zu ungenau gespielt und sind beim Gegner gelandet. Es hat die Entlastung gefehlt, was durchaus verbesserungswürdig war.
Nein, Weigl ist im DM nicht sonderlich pressingresistent, wenn Hoffenheim gerade mit Geiger wichtige Impulse setzen kann, aggressiv ist und den Ballbesitz längst übernommen hat, seitdem sie endlich Druck gegen den Ball hinbekommen. Die Bewertung geben Weigls Saison als DM und auch die letzten 1-2 Jahre nicht her, in denen gerade Weigl große Probleme hatte überhaupt in Ballbesitz zu kommen und damit fehleranfällig wurde. Zumal Weigl in der zweiten Hälfte auch genug Probleme hatte, nachdem er eine sehr gute erste Hälfte gespielt hat. Bei den Gegentoren war er unschuldig, aber auch er hatte in allen Bereichen zunehmend Probleme.
2-3 Fehlpässe sind zudem doch kein generelles Drama - nicht mal die 4, die es insgesamt waren. Die zeig ich dir aktuell sogar von Witsel, der im Vergleich zu Weigl oder Delaney so gut wie keinen Fehlpass spielt. Daher ist das für mich schlicht eine Generalisierung anhand der bisherigen Saison, aber nicht auf den Spielverlauf bezogen.
Für Entlastung sorgt ansonsten aber auch eh nicht nur ein Spieler, wenn das Spiel dermaßen dreht und viele Spieler Probleme bekommen. Vor allem keine Spieler, die in dieser Saison schon mehrfach Probleme in diesen Situationen gehabt haben. Dabei bleibe ich.
Im übrigen habe ich nie Generalkritik gegen Dahoud geübt, nur wenn ich mir von Weigl einen geordneteren Aufbau erwarten würde. Meine Meinung musst du ja nicht teilen, aber könntest sie vllt akzeptieren. In der zweiten Halbzeit hat man die Spielkontrolle gar ganz hergegeben, da hätte man eventuell frühzeitig dagegen steuern können / müssen.
Ich akzeptiere deine Meinung schon, sonst würde ich kaum mit dir diskutieren. Nur hat man die Ballverluste eben nachweislich nicht bei Dahoud gehabt, wenn er gerade mal 4 Fehlpässe spielt, was nicht nur für seine Verhältnisse sehr gut ist, sondern selbst für Witsel und daher erst recht für Weigl oder Delaney, die zuletzt auch genug Probleme hatten, um beim Thema Spielkontrolle im Ballbesitz ein positiver Faktor zu sein. Ich kann daher wenig Argumente für deine Meinung entdecken. Die Spielkontrolle war in der zweiten Hälfte definitiv weg, aber man hat da ja auch erst mal wenig anders gemacht, als in Halbzeit eins, als sie komplett da war und Hoffenheim Ballverlust um Ballverlust hatte. Da ging also taktisch und individuell alles auf, weswegen die Probleme eher nicht im individuellen Bereich zu finden sind.
Die Hereinnahme von Toprak, war aber eben nicht wie von mir vorgeschlagen, mit der Umstellung von Weigl verbunden, deshalb gut möglich, dass die diese Unruhe gebracht hat. Falls ich mich recht entsinne, sind da trotzdem einige gefährliche Bälle reingesegelt und es wurden viele Kopfballduelle verloren. Und nicht nur Kopfballduelle, sondern eben auch körperliche Luftzweikämpfe.
Klingt sehr hypothetisch und nach dem Motto: war ja fast das was ich wollte, aber doch nicht ganz und nur deswegen hat es nicht geklappt. Mit Toprak hat man jedenfalls mehr Kopfballstärke gebracht und gleichzeitig auch mehr Sicherheit im Aufbau, weil einerseits eine Absicherung mehr da ist und andererseits auch eine Option mehr, um das Spiel auszulösen, wobei man meines Erachtens nicht erkennen konnte, ob man nun nach dem Gegentor 3er Kette oder mit Weigl auf der 6 spielen wollte, weil man eigentlich zu keiner Zeit mehr in eine klare Statik reingekommen ist, in der man die Kontrolle zurückeroberte. Wenn das also nicht gereicht hat, wird das eher nicht die Lösung gewesen sein.
Was das Gegentor angeht, ist man definitiv unsortiert gewesen, was aber auch nur normal ist, wenn man gerade erst gewechselt hat und dabei nicht positionsgetreu wechselt. Das benötigt eben ein paar Worte, bis das abgestimmt ist. Daher den Wechsel entweder in der Situation lassen oder dort den Fehler suchen, aber nicht behaupten, dass der gute Weigl oder Delaney den Gegentreffer verhindert hätten.
Natürlich ist es komplexer und nicht an Kleinigkeiten auszumachen, weshalb trotzdem darüber spekuliert werden darf, an welchen Kleinigkeiten es wohl auch gehapert haben könnte.
Man kann ja spekulieren, aber Kleinigkeiten waren heute wohl tatsächlich das kleinste Problem.
Wenn Hoffenheim den Ballbesitz längst übernommen hat, ist halt mal aber sicherlich nichts was nicht auch im Laufe der zweiten Halbzeit zu ändern gewesen wäre. Das muss man eben nicht hinnehmen, wenn man auch im Passspiel über Potentiale verfügt. Schließlich kam man auch mal selbst an die Kugel und hat dann einfach viel zu hektisch aufgebaut und die Bälle leicht vertendelt. Da denke ich insbesondere auch an Dahouds Diagonalpass vom eigenen Strafraum direkt zum Gegner. Weigl ist einfach am Ball und in defensiverer Bedrängnis deutlich sicherer als Dahoud. Da liegen eben nicht Dahouds Stärken. Womöglich hat ihm auch einfach Spielpraxis und etwas Sicherheit gefehlt. Grade Defensiv wird sowas schnell zum Problem. Weigl hat das die letzten Wochen auch in der Abwehr bewiesen, dass er unter Bedrängnis gut anspielbar und im Zweikampf voll da ist. Zudem hatte er wie du schreibst eine gute erste Halbzeit und Defensiv somit an Sicherheit gewonnen.
Sorry, aber Weigls Stärken liegen ganz sicher nicht darin, dass er ballsicher ist, wenn er angelaufen wird. Schon gar nicht im Vergleich zu Dahoud, der viel mehr Möglichkeiten (technisch und dynamisch) hat, um sich aus dem Druck zu befreien. Wenn du einen einzigen Diagonalpass zudem bemängelst, der hier Unsicherheit reinbringt, dann frage ich mich ernsthaft, wie du das beim Rest bewerten willst.
Weigl hatte in Halbzeit 1 56 Ballkontakte. Davon sind 49 beim Mitspieler angekommen bzw. 88% (im Folgenden: Weiterleitungsquote). In Halbzeit 2 fielen seine Werte auf 19, 12 und 63%! Auf einer Position, auf der man hinsichtlich Ballbesitz viel weniger Stress hat, als im DM. Woher kommt also deine These, dass Weigl im Ballbesitz in der 2. Hälfte im DM hätte entgegenwirken können? Er hat es nicht mal in der IV geschafft! Allgemein haben doch hier schon die Probleme begonnen. Lag die Weiterleitungsquote in der Kette in Halbzeit 1 noch bei 82%, ist sie in Halbzeit 2 auf 56% gefallen.
Sprich: der BVB hat es nicht mal mehr geschafft hinten raus zu spielen! Prozentual hat auch kein Bereich so stark nachgelassen. Im Zentrum hat man zwar auch nur noch 58% aller Bälle an den Mann gebracht - also mehr als in der Kette -, während es in Halbzeit 1 noch 78% - was weniger als in der Kette war und damit auch nochmal die These des Schwierigkeitsgrades unterstützt - waren. Die Offensive ist bei 61% im kompletten Spiel geblieben. Folglich ist die gesamte Mannschaft eingebrochen, inklusive Weigl, sodass ich kein Argument nachvollziehen kann, das behauptet, Weigl hätte im DM der Geschichte allein entgegenwirken können oder ein Delaney (der im Ballbesitz kein Held ist). Deshalb wird mir hier zu viel an Dahoud festgemacht, was nicht haltbar ist.
Man muss da ja jetzt auch nicht behaupten Dahoud, wäre für defensive Ballsicherheit und als Anspielstation in der Defensive, ohne Form und Spielpraxis gegenüber Weigl der Ball- und Passsichere Spieler, nur weil Weigl nicht die besten Jahre erwischt hat. Dahoud hat dies seit er hier ist nämlich konsequent nicht nachgewiesen. Weigl eben schon und er ist aktuell gut in der RR angekommen, was man sich "womöglich" hätte zu nutze machen können. Ich sage bewusst nicht definitiv, da ich es wie bereits gesagt, lediglich als Option und nicht als unabdingbar erachte. Es hätte aber helfen können.
Siehe oben: nicht mal das Spiel gestern gibt die These zu Weigls Ballsicherheit her. Weigls einzig konstant gute Saison im DM ist zudem schon einige Zeit her. Für ihn benötigt es gewisse Grundvoraussetzungen, damit er funktioniert und in Halbzeit 2 lagen diese nicht mehr vor - offensichtlich.
Delaney hat definitiv gefehlt. Dahouds Körpersprache und defensives Anlaufen, sowie seine Präsenz im defensiven Zweikampf waren verbesserungswürdig, auch wenn er trotzdem Offensiv gute Momente hatte und kein schlechtes Spiel gemacht hat. Zudem hat er womöglich nicht die schlechteste Passstatistik, was aber sicherlich eher an den guten Offensivmomenten liegt die er hatte. Von daher behauptet ja auch keiner, es wäre falsch gewesen ihn aufzustellen. Das jetzt an 4, 5, oder 6 Fehlpässen auszumachen ist sowieso müßig.
Siehe @Clinters Beitrag im Dahoud Thread: die defensive Beobachtung passt nicht!
Anfang der zweiten Hälfte, haben Dahoud und Witsel beide keinen guten Zugriff auf Joelinton (kann passieren), danach verschwindet dieser aber in Dahouds zu verteidigenden Raum und ist ganz frei anspielbar, um auf Schulz abzulegen (hier war genug Zeit, mit Joelinton mitzugehen). Da hat Dahoud einfach zu früh abgeschaltet.
Finde ich zu einfach. Joelinton lässt sich immer wieder fallen, wie auch allgemein die Hoffenheimer Angreifer. Dementsprechend finden hier Übergaben statt, bei denen die IV helfen müssen, weil sie in dem Moment keinen Mann haben, während das DM sich einer Unterzahl gegenüber sieht. Die Szene müsstest du mir daher nochmal konkret zeigen, um sie aufzuschlüsseln, was genau nicht gepasst hat. Joelinton ist grundsätzlich aber nicht der Gegenspieler von Dahoud oder Witsel, sondern lediglich situativ. Wenn sie ihn aufnehmen müssen, dann muss irgendwo anders allerdings auch ein Problem vorliegen, weil dadurch ein Hoffenheimer frei wird.
Vor der Weltklasse Parade von Bürki genau dasselbe, Dahoud ist an Joelinton dran, lässt sich aber zu leicht abkochen.
An die Aktion erinnere ich mich, da Weigl die Beine breit macht und sich gleich mit vernaschen lässt. Auch deshalb kann ich hier nicht das Geschrei nach Weigl nachvollziehen bzw. sehe deine Analyse zu einseitig.
Vorm 3-2 entsteht genau eines der entscheidenden Probleme. Man ist rechts in Überzahl bei einem Einwurf. Dahoud rückt da einfach viel zu spät raus und kann dementsprechend die Flanke aus dem Halbfeld nicht mehr verhindern. Seine Positionierung beim Einwurf war viel zu tief. Ich behaupte mit einer defensiven Präsenz und Körpersprache von Delaney, wäre es deutlich besser gelaufen. Zudem ist Dahoud eben im Gegensatz zu Weigl schon immer ein Umschaltspieler und keine gute defensive Anspielstation, wie man es heute in der zweiten Hälfte benötigt hätte. Es ging in diesem Moment auch mal darum, die Mannschaft zum rausrücken zu animieren bzw. selbst mal rauszurücken. Da sind Weigl oder auch Delaney ein ganz anderer Spielertypus, der auch defensiv etwas mehr lenken und dirigieren kann.
Diese Szene ist generell komisch und wird man intern aufarbeiten müssen. Denn hier passt es bei der Mannschaft allgemein nicht, da sich bis auf den MS alle Dortmunder bis zum Strafraum zurückgezogen haben. Die Frage ist hier warum? Hätte hier eigentlich der MS beim Mann sein sollen? Hätte der RA sich so tief positionieren sollen? Warum muss Dahoud hier jedenfalls anlaufen? Dass er zu spät anläuft, ist ansonsten nicht vollständig den Tatsachen entsprechend. Er steht zu tief, wie der Rest vom Team, aber er läuft sofort an und versucht Druck aufzubauen. Da er, wie eben der Rest, aber zu tief steht, kommt er nicht mehr hin. Die Behauptung mit Delaney kann ich nicht nachvollziehen, angesichts des Kollektivverhaltens. Steht Delaney in der Situation genauso tief, macht der in der Szene auch nichts mehr. Dass er nicht so tief steht, halte ich dabei nicht ansatzweise für gewährleistbar. Deshalb kann ich mit so hypothetischen Behauptungen nichts anfangen.
Deine Charakterisierung von Weigl und Dahoud kann ich nicht unterstützen und habe ich in der Vergangenheit anders wahrgenommen. Du überhöhst mir Weigl (und Delaney) jedenfalls fast schon zu Superman im Vergleich zum gewöhnlichen Menschen. Ist ja der Wahnsinn, was die alles für Heldentaten können sollen.
Auch beim 3-3 war Dahoud eben an Belfodil nicht richtig dran. Der Ball ist in Brusthöhe reingesegelt, also jetzt nicht unbedingt unerreichbar für einen Dahoud, wenn er eben besser positioniert gewesen oder sich besser bewegt hätte.
Was soll er denn hier machen? Steht er vor dem Angreifer, hat er ihn im Rücken und weiß gar nicht was er macht. Steht er dahinter, kann er trotzdem nur zusehen, weil der Angreifer immer den Vorteil der Reaktionszeit hat. Diesen Vorteil kann auch kein Delaney und kein Weigl nehmen. Geht er da noch hin, wenn er hinkäme, gibt es höchstwahrscheinlich Elfmeter, aber keine Verhinderung des Torschusses.
Der Ball kommt perfekt auf Belfodils Kopf. An der Stelle wird das nicht mehr verhindert. Vielleicht noch bei Hakimi oder Alcacer, die die Bahn davor einlaufen. Bei der Flugbahn des Balles hätte das dann aber auch mehr mit Glück zu tun gehabt, weil er da eben genau daran vorbeisegelt, obwohl gerade Hakimi noch das Maximum versucht hinzukommen.
Daher: ja, er lässt Belfodil ziehen, was nicht gut ist, aber das Tor verhindert er in meinen Augen ganz sicher nicht mehr. Der Freistoß und Kopfball waren schlicht zu präzise. Daher würde ich früher, beim unnötigen Ballverlust, nach Vorteilsauslegung, wegen Foul an Dahoud, ansetzen und eben bei Sanchos "Foul", das nicht mal ein Foul war.
Man hat durch die Einwechslung von Toprak richtig reagiert, allerdings nicht die nötigen Umstellungen vorgenommen, um Weigl da etwas Offensiver frühzeitig als Anspielstation zu positionieren. So kam man schlicht nur ganz selten zu Entlastung und das Spiel hat sich ausnahmslos nur um unseren Strafraum entwickelt. Da fehlte vorallem defensive Präsenz und die Bereitschaft auch mal konsequent raus zu rücken. Von daher ist es durchaus ein Unterschied, ob ich Toprak nur bringe oder auch gleichzeitig Weigl ins defensive Mittelfeld ziehe. Das hat auch nichts mit deinem mir vorgeworfen Motto zu tun, sondern ist einfach ein bedeutender Spieltaktischer Unterschied, wo diverse Leute auf dem Feld positioniert sind, um mehr Zugriff zu erhalten und für Entlastung zu sorgen.
Siehe 3:2 --> warum steht die Mannschaft kollektiv so tief? Das liegt doch nicht nur an Umstellungen, sondern einer Mannschaft, die sich kollektiv zu weit reindrängen ließ. Wie oft kippt Weigl zudem am liebsten in die IV ab? Sähe das dann in der Statik garantiert anders aus, wenn man Weigl anweist einfach höher zu stehen? Ich sehe ja noch nicht einmal gewährleistet, dass es diese Anweisung nicht gab. Realtaktisch war das eine 3er Kette mit Weigl, was aber nicht heißt, dass eine 3er Kette vorgesehen war - siehe bspw. beim 3:2, bei dem Weigl klar vor der IV agiert. Gerade Weigl ist zudem, im Gegensatz zu Dahoud, doch kein Spieler, der sofort im Ballbesitz den Vorwärtsgang findet.
Für mich leider also schon etwas hausgemacht, wie wir uns haben hinten reindrängen lassen. Genau hier ist auch der springende Punkt. Kleinigkeiten waren nämlich heute eben nicht das kleinste Problem, da viele Kleinigkeiten eben das Gesamte deutlich beeinflussen können.
Es war natürlich noch komplexer und sicherlich noch genug andere Dinge die nicht gepasst haben. Es haben sicherlich einige Spieler Unsicherheiten gezeigt und Fehler produziert. Ein springender und bedeutender Punkt war aber ganz klar fehlende Entlastung, die man je länger die Halbzeit lief, schwer zurück gewinnen konnte. In meinen Augen hätte man da durchaus dagegen steuern können / müssen, aber eben bevor dem Druck nicht mehr standzuhalten war. Die Spielkontrolle war weg, weil man zu Beginn der zweiten Hälfte wenig anders gemacht hat. Genau so war es ja auch, denn man hätte auf Nagelsmanns Umstellungen eben früher reagieren können. Nur weil etwas taktisch und individuell in der ersten Hälfte aufging, muss es nach Umstellungen des Gegners eben nicht genauso funktionieren. Deshalb wurden die individuellen Fehler, weitestgehend durch ein taktisches Problem begünstigt.
Ja, es ist hausgemacht, aber nicht so sehr an Einzelspielern festzumachen, sondern am taktischen Fortschritt des gesamten Teams. Man ist im Ballbesitz nicht gut genug und ein Team, wie Hoffenheim, kann das eben ausnutzen. Nicht umsonst habe ich hier bspw. die gesamte Saison schon immer wieder Kritik geäußert, dass mir die Entwicklung im Ballbesitz nicht schnell genug voranschreitet. Die Kritik kam unabhängig von Delaney und Dahoud, die im Grunde beide am Problem nichts ändern, sondern nur an der Balance. Beim einen ist der Ausschlag defensiver, beim anderen offensiver, ohne dass man das unbedingt für den einen oder anderen vorteilhaft gewichten muss, weil beiden grundsätzlich etwas fehlt. Diese Mannschaft ist ganz generell noch nicht soweit, dass sie ein Spiel bedingungslos kontrollieren kann. Zumindest nicht gegen einen Gegner, der sich nicht wehrt, den die Hoffenheimer in Halbzeit 1 dummerweise dargestellt haben. Dummerweise deswegen, da sie jeden damit in Sicherheit gewogen haben, dass man vor ihnen nichts zu befüchten hat. War halt doch nicht so ...
Dazu solltest du bedenken, dass eine taktische Besprechung in der Halbzeit ganz andere Eingriffe ins Spiel ermöglicht, als während des laufenden Spiels. Du kannst im Spielbetrieb nur noch einzelnen Spielern Detailwissen mitgeben, aber nicht mehr dem Kollektiv. Auch deswegen ist es verdammt schwer noch entgegenzusteuern, wenn das Spiel sich dermaßen dreht und so viele Probleme auftauchen, die es bis dahin in diesem Spiel nicht ansatzweise gab.
Naja dann hab ich scheinbar ein komplett anderes Spiel gesehen. So viel Mühe wie du dir auch gegeben hast (mein Respekt), sehe ich es leider trotzdem etwas anders. Wurde ja bereits von mir auch schon ausgeführt, deshalb werde ich jetzt nicht ganz groß darauf eingehen.
Es ist nur schon etwas merkwürdig, dass Dahoud scheinbar in keiner der Situationen in deinen Augen auch nur teilweise schlecht aussieht. Es war immer komisch, aber Aktien hatte er in den Situationen scheinbar nie. Natürlich hat die Mannschaft als kollektiv nicht funktioniert, was diese Situationen für mich nicht besser macht. Und wenn Dahoud hätte vor dem 3-2 nicht anlaufen müssen, dann ist der Fussball scheinbar Jahrzehnte etwas an mir vorbeigelaufen. In dieser Szene hat auch ein defensiver Antreiber gefehlt, der auch mal sortiert, animiert bzw. in der Szene selbst anläuft. Es ist ein Einwurf und die Verteidiger sind gebunden. Dahoud hat den kürzesten Weg zum Ball und muss da einfach rausrücken und die Flanke aus dem Halbfeld minimum stören. Er war zudem ein freier Mann.
Er sieht ja schlecht aus, sonst müsste ich dir hier ja gar nicht widersprechen. Nur mache ich es mir nicht einfach und sage: deswegen hat er auch Schuld. Und genau hier liegt wohl auch das Missverständnis deinerseits, da du das so wertest, als würde ich behaupten, dass er nicht schlecht aussieht. Tue ich ja nicht mal. Dass Dahoud nicht beim 3:2 anlaufen muss, so wie die Situation dann ist, habe ich auch nicht behauptet - das ist deine exklusive Schlussfolgerung -, sondern die Frage gestellt, was hier kollektiv falsch läuft, dass Dahoud hier derjenige ist, der anlaufen muss. Ich stelle also in Frage, wie es überhaupt zu dieser Situation gekommen ist und sehe hier dann nicht mehr den Fehler bei Dahoud allein oder auch nur mehrheitlich.
Dass Dahoud im Anlaufen etwas falsch macht, sehe ich nicht, sondern lediglich, dass er falsch steht, wie der Rest. Dahingehend ist es mir dann zu einfach zu behaupten, dass das nicht passieren kann, darf oder sollte und mit Delaney oder Weigl (der wie gesagt in der Situation rausrückt und somit von Toprak wohl einen Positionswechsel mitkriegt) auszuschließen ist. Denen kann das genauso passieren und die sorgen nicht dafür, dass jeder seinen Job richtig macht. Insbesondere dann nicht, wenn mindestens 9 weitere Spieler auf einen Schlag einen Fehler machen!
Am Ende hängt der Fehler für mich daran, wie man diese Situation generell lösen wollte bzw. was konkret die Vorgabe war. So wie die Mannschaft stand, liegt die Vermutung nahe, dass hier eigentlich Alcacer hätte mitarbeiten müssen. Folglich sähe Dahoud schlecht aus, weil er den Fehler eines anderen ausbaden muss, was du mit deiner Argumentation aber kategorisch auszuschließen scheinst und dann auch noch einen drauf legst, indem du sagst, das wäre dann auch noch zu verhindern gewesen. Ohne die genaue Kenntnis, welche Vorgaben die Mannschaft in solch einer Situation hat - die durch den Wechsel ja nicht unproblematischer wurde - ist das reichlich gewagt.
Eine statische Situation wie einen Standard, sollte immer zu verhindern sein oder zumindest zu stören, um einen wie du sagst präzisen Ablauf zu verhindern. Reicht oftmals schon in solchen Situationen. Mit etwas Körpereinsatz sollte dies zumindest kein Problem sein.
Ja, sollte es, ist aber nicht immer so einfach und wenn wir hier Fehler aufarbeiten wollen, von anscheinend unfehlbaren Spielern, dann können wir auch beim Pokalspiel nochmal ansetzen, als man ja auch ein Gegentor nach Freistoß kassierte, was nicht mal so unähnlich war:
https://youtu.be/C9XZ7I5NnXI?t=40
Da waren Weigl und Delaney, mit Hakimi, am hinteren Ende 1gg1 gegen 3 Bremer zugeordnet und keiner bleibt vor seinem Mann! Hakimi und Delaney verlieren ihren Mann sogar komplett. Hat also nicht so viel gebracht, dass man auch sieht, wie Weigl und Delaney sich vorher hier absprechen. Auch hier mache ich es mir daher nicht so einfach und picke Einzelspieler raus und behautpe, dass das ein Anderer besser gemacht hätte. Im Moment scheint man hier allgemein ein Problem zu haben, wobei man den Freistoß gegen Hoffenheim kollektiv anders verteidigt hat als gegen Bremen. Entsprechend dürfte es hierzu dann auch schon eine Aufarbeitung gegeben haben, die aber auch nichts gebracht hat, weil das Ergebnis dasselbe ist. Ganz so einfach scheint das also nicht zu sein, wie man sich das gerne vorstellt. Insbesondere, wenn die Bälle gut kommen - was sowohl gegen Werder als auch Hoffenheim der Fall war.
Deine Statistiken und dein Schluss daraus sind in meinen Augen nicht richtig, da ja genau die fehlende Entlastung und Anspielstation im defensiven Mittelfeld in der zweiten Hälfte gefehlt hat. Ist für mich auch der Hauptgrund, wieso nicht mehr ordentlich aufgebaut werden konnte und die Weiterleitungsquote so abgesunken ist.
Somit ist aus Statistiken aus einer Halbzeit in der taktische Fehler begangen wurden, kein Rückschluss zu ziehen, für den Fall in dem man etwaige Änderungen vorgenommen hätte.
Das musst du mir mal sehr viel genauer erläutern, da ich so deinen logischen Schluss nicht im Ansatz nachvollziehen kann.
Wenn die Bälle von Weigl, Diallo, Piszczek und Hakimi schon nicht mehr ankommen, dann liegt das doch kaum allein am Zentrum. Vor allem dann nicht, wenn die Ballaktionen so drastisch zurückgehen, hat man eindeutig bereits dort massive Probleme und keinen geordneten Aufbau mehr, da hier auf einmal Druck von Hoffenheim da war. Druck, dem hier bereits nicht standgehalten wurde ...
Ich mache weder Weigl noch Delaney zu Superhelden. Jedoch ist Delaney im Zweikampf und auch schon als Antreiber der voran geht in der Defensive ein wichtiger Teil, dessen Part Dahoud in der zweiten Hälfte nicht übernehmen konnte. Da wirkte er für mich einfach Defensiv teils etwas Körperlos und nicht ganz wach genug. Es ist müßig darüber zu diskutieren ob Weigl es besser gemacht und der Mannschaft somit geholfen hätte, er hatte ja nicht die Chance dazu.
Dann sollte man so etwas auch schlicht nicht einfach behaupten oder auch nur im Ansatz suggerieren ...
Allerdings hat er in den letzten Wochen die Form und Sicherheit gehabt, um das man ihm eine gute zweite Hälfte im defensiven Mittelfeld zutrauen hätte können.
Auch Delaney hat in den letzten Wochen genug Probleme verursacht. Gegen Bremen und Frankfurt hat er im Aufbau alle Freiheiten, weil man Witsel zugestellt hat. Daraus gemacht hat er nichts. Dazu hat er gegen Hannover sogar einen klaren Elfmeter verursacht, bei dem man Glück hatte, dass er nicht gepfiffen wurde und der VAR weggesehen hat, was der potenzielle Ausgleich hätte sein können. So was wird aber eben auch gerne verdrängt, in den ganzen Lobeshymnen pro körperlichen Fussball gegen den Ball und egal, was dann mit dem Ball passiert - mal ganz abgesehen davon, dass du dir hiermit selbst widersprichst, wenn du einerseits mehr Ballkontrolle forderst und dann wieder mehr Robustheit, obwohl beides auf einmal beim BVB nicht zu bekommen ist, wenn man das auf exakt eine Personalie reduziert (also auf Delaney, Dahoud oder Weigl).
Gesperrt war er zudem auch noch, weswegen die gesamte Diskussion so was von unnötig ist.
Natürlich ist Dahoud ein Spieler der mit seiner Dynamik ganz anders agiert als Weigl. Da ist Weigl halt ein Spieler der generell eher den sicheren vertikalen Pass wählt, was für mich aber in Kombination mit Witsel für nötige Ruhe hätte sorgen können.
Wir reden von 4!!! Fehlpässen bei Dahoud. VIER! Weigl hatte 3, was natürlich einen riesen Unterschied ausmacht, wegen dem man so ein Fass aufmachen muss. Am Ende waren es eben nicht die Bälle, die man direkt zum Gegner gespielt hat, sondern die Bälle, die man nicht zum Mitspieler gebracht hat und an die man gar nicht erst rangekommen ist. Da war Weigl zu keiner Zeit gestern besser als Dahoud. Du verrennst dich hier meines Erachtens gewaltig.
Weigl hat zudem die letzten Wochen viel Körperlichkeit gezeigt, hingegen habe ich Dahoud da in keiner Szene gestern in Erinnerung, in der er unbedingt die Zweikämpfe in der Defensive führen wollte. Wie Weigl im Ballbesitz auf höchstem Niveau agieren kann, hat doch die Zeit unter Tuchel gezeigt. In der zweiten Halbzeit hatte man den Vorsprung nunmal bereits in der Tasche (deshalb absolut wertvoll Dahoud da auf dem Platz gehabt zu haben). In der zweiten Hälfte wären mir persönlich da ein paar langweilige eigene Ballzeiten deutlich lieber gewesen. Dahoud ist eben von seiner ganzen Spielanlage kein Spieler, der ein Spiel beruhigt. Er macht es eher schneller.
Manchmal will man eben sehen, was man sehen will. Ich empfehle dir diesen Beitrag, dessen Sicht ich uneingeschränkt teile und jedes einzelne Wort dieses Absatzes bereits auseinandernimmt: https://www.transfermarkt.de/mahmoud-dahoud-19-/thread/forum/12/thread_id/805323/page/101#anchor_3758246
Wäre für mich wie gesagt zumindest eine Option gewesen. Scheinbar für dich nicht. Ist halt deine Sichtweise, die ich ja dadurch nicht als falsch hinstellen will. Aber aus deiner Sichtweise, gab es da ja dann scheinbar kaum Ansatzpunkte, um die Entlastung taktisch herbeizuführen. Das habe ich anders gesehen.
Beim derzeitigen Entwicklungsstand sehe ich diese Option tatsächlich nicht. Das gibt die Praxis der gesamten Saison nicht her und auch in der Theorie sehe ich das nicht, weil jedes Mittel, das den Ballbesitz in der Idee stärkt, auch allzu schnell einen negativen Einfluss auf die Balance hatte. Favre hat aber bislang immer versucht die Balance zu stärken und diesen Teil hoch gewichtet, weswegen Delaney meist gespielt hat, weil er das besser kann als Weigl oder Dahoud. Im Ballbesitz ist allerdings für mich Dahoud der stärkste Spieler aus dem Trio, weil er jederzeit an den Ball kommen kann und diesen dann auch verarbeitet bekommt. Das Problem hat er meistens danach gehabt: gestern aber nicht. Dafür sollte man sich vielleicht auch nochmal das Spiel gegen die Bayern ansehen, als Dahouds Einwechslung der Schlüsselfaktor war, der das Spiel massiv veränderte und den BVB auf die Siegerstraße brachte! Generell muss der BVB im Ballbesitz allerdings noch sehr viel lernen und Automatismen (auch hierzu nochmal ein Einwand, was Weigls Positionierung angeht, die realtaktisch zur 3er Kette führte, obwohl das vielleicht gar nicht vorgesehen war, da Favre hier stets auf einstudierte Automatismen beharrte, bevor er das macht. Dabei gibt es nicht ein Indiz, dass es diese mittlerweile gibt und daher würde ich zwingend raten taktische Vorgaben und realtaktische Umsetzung zu differenzieren!) entwickeln, die sitzen. Ansonsten wird weiterhin die Effektivität vor dem Tor entscheidend sein und das war sie gestern nach dem 3:0 eben nicht mehr aus BVB Sicht - war sie in anderen Spielen aber schon oft genug.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von BVBBC am 10.02.2019 um 19:12 Uhr bearbeitet
10.02.2019 - 20:41 Uhr
Zitat von BVBBC
Er sieht ja schlecht aus, sonst müsste ich dir hier ja gar nicht widersprechen. Nur mache ich es mir nicht einfach und sage: deswegen hat er auch Schuld. Und genau hier liegt wohl auch das Missverständnis deinerseits, da du das so wertest, als würde ich behaupten, dass er nicht schlecht aussieht. Tue ich ja nicht mal. Dass Dahoud nicht beim 3:2 anlaufen muss, so wie die Situation dann ist, habe ich auch nicht behauptet - das ist deine exklusive Schlussfolgerung -, sondern die Frage gestellt, was hier kollektiv falsch läuft, dass Dahoud hier derjenige ist, der anlaufen muss. Ich stelle also in Frage, wie es überhaupt zu dieser Situation gekommen ist und sehe hier dann nicht mehr den Fehler bei Dahoud allein oder auch nur mehrheitlich.
Dass Dahoud im Anlaufen etwas falsch macht, sehe ich nicht, sondern lediglich, dass er falsch steht, wie der Rest. Dahingehend ist es mir dann zu einfach zu behaupten, dass das nicht passieren kann, darf oder sollte und mit Delaney oder Weigl (der wie gesagt in der Situation rausrückt und somit von Toprak wohl einen Positionswechsel mitkriegt) auszuschließen ist. Denen kann das genauso passieren und die sorgen nicht dafür, dass jeder seinen Job richtig macht. Insbesondere dann nicht, wenn mindestens 9 weitere Spieler auf einen Schlag einen Fehler machen!
Am Ende hängt der Fehler für mich daran, wie man diese Situation generell lösen wollte bzw. was konkret die Vorgabe war. So wie die Mannschaft stand, liegt die Vermutung nahe, dass hier eigentlich Alcacer hätte mitarbeiten müssen. Folglich sähe Dahoud schlecht aus, weil er den Fehler eines anderen ausbaden muss, was du mit deiner Argumentation aber kategorisch auszuschließen scheinst und dann auch noch einen drauf legst, indem du sagst, das wäre dann auch noch zu verhindern gewesen. Ohne die genaue Kenntnis, welche Vorgaben die Mannschaft in solch einer Situation hat - die durch den Wechsel ja nicht unproblematischer wurde - ist das reichlich gewagt.
Eine statische Situation wie einen Standard, sollte immer zu verhindern sein oder zumindest zu stören, um einen wie du sagst präzisen Ablauf zu verhindern. Reicht oftmals schon in solchen Situationen. Mit etwas Körpereinsatz sollte dies zumindest kein Problem sein.
Ja, sollte es, ist aber nicht immer so einfach und wenn wir hier Fehler aufarbeiten wollen, von anscheinend unfehlbaren Spielern, dann können wir auch beim Pokalspiel nochmal ansetzen, als man ja auch ein Gegentor nach Freistoß kassierte, was nicht mal so unähnlich war:
https://youtu.be/C9XZ7I5NnXI?t=40
Da waren Weigl und Delaney, mit Hakimi, am hinteren Ende 1gg1 gegen 3 Bremer zugeordnet und keiner bleibt vor seinem Mann! Hakimi und Delaney verlieren ihren Mann sogar komplett. Hat also nicht so viel gebracht, dass man auch sieht, wie Weigl und Delaney sich vorher hier absprechen. Auch hier mache ich es mir daher nicht so einfach und picke Einzelspieler raus und behautpe, dass das ein Anderer besser gemacht hätte. Im Moment scheint man hier allgemein ein Problem zu haben, wobei man den Freistoß gegen Hoffenheim kollektiv anders verteidigt hat als gegen Bremen. Entsprechend dürfte es hierzu dann auch schon eine Aufarbeitung gegeben haben, die aber auch nichts gebracht hat, weil das Ergebnis dasselbe ist. Ganz so einfach scheint das also nicht zu sein, wie man sich das gerne vorstellt. Insbesondere, wenn die Bälle gut kommen - was sowohl gegen Werder als auch Hoffenheim der Fall war.
Deine Statistiken und dein Schluss daraus sind in meinen Augen nicht richtig, da ja genau die fehlende Entlastung und Anspielstation im defensiven Mittelfeld in der zweiten Hälfte gefehlt hat. Ist für mich auch der Hauptgrund, wieso nicht mehr ordentlich aufgebaut werden konnte und die Weiterleitungsquote so abgesunken ist.
Somit ist aus Statistiken aus einer Halbzeit in der taktische Fehler begangen wurden, kein Rückschluss zu ziehen, für den Fall in dem man etwaige Änderungen vorgenommen hätte.
Das musst du mir mal sehr viel genauer erläutern, da ich so deinen logischen Schluss nicht im Ansatz nachvollziehen kann.
Wenn die Bälle von Weigl, Diallo, Piszczek und Hakimi schon nicht mehr ankommen, dann liegt das doch kaum allein am Zentrum. Vor allem dann nicht, wenn die Ballaktionen so drastisch zurückgehen, hat man eindeutig bereits dort massive Probleme und keinen geordneten Aufbau mehr, da hier auf einmal Druck von Hoffenheim da war. Druck, dem hier bereits nicht standgehalten wurde ...
Ich mache weder Weigl noch Delaney zu Superhelden. Jedoch ist Delaney im Zweikampf und auch schon als Antreiber der voran geht in der Defensive ein wichtiger Teil, dessen Part Dahoud in der zweiten Hälfte nicht übernehmen konnte. Da wirkte er für mich einfach Defensiv teils etwas Körperlos und nicht ganz wach genug. Es ist müßig darüber zu diskutieren ob Weigl es besser gemacht und der Mannschaft somit geholfen hätte, er hatte ja nicht die Chance dazu.
Dann sollte man so etwas auch schlicht nicht einfach behaupten oder auch nur im Ansatz suggerieren ...
Allerdings hat er in den letzten Wochen die Form und Sicherheit gehabt, um das man ihm eine gute zweite Hälfte im defensiven Mittelfeld zutrauen hätte können.
Auch Delaney hat in den letzten Wochen genug Probleme verursacht. Gegen Bremen und Frankfurt hat er im Aufbau alle Freiheiten, weil man Witsel zugestellt hat. Daraus gemacht hat er nichts. Dazu hat er gegen Hannover sogar einen klaren Elfmeter verursacht, bei dem man Glück hatte, dass er nicht gepfiffen wurde und der VAR weggesehen hat, was der potenzielle Ausgleich hätte sein können. So was wird aber eben auch gerne verdrängt, in den ganzen Lobeshymnen pro körperlichen Fussball gegen den Ball und egal, was dann mit dem Ball passiert - mal ganz abgesehen davon, dass du dir hiermit selbst widersprichst, wenn du einerseits mehr Ballkontrolle forderst und dann wieder mehr Robustheit, obwohl beides auf einmal beim BVB nicht zu bekommen ist, wenn man das auf exakt eine Personalie reduziert (also auf Delaney, Dahoud oder Weigl).
Gesperrt war er zudem auch noch, weswegen die gesamte Diskussion so was von unnötig ist.
Natürlich ist Dahoud ein Spieler der mit seiner Dynamik ganz anders agiert als Weigl. Da ist Weigl halt ein Spieler der generell eher den sicheren vertikalen Pass wählt, was für mich aber in Kombination mit Witsel für nötige Ruhe hätte sorgen können.
Wir reden von 4!!! Fehlpässen bei Dahoud. VIER! Weigl hatte 3, was natürlich einen riesen Unterschied ausmacht, wegen dem man so ein Fass aufmachen muss. Am Ende waren es eben nicht die Bälle, die man direkt zum Gegner gespielt hat, sondern die Bälle, die man nicht zum Mitspieler gebracht hat und an die man gar nicht erst rangekommen ist. Da war Weigl zu keiner Zeit gestern besser als Dahoud. Du verrennst dich hier meines Erachtens gewaltig.
Weigl hat zudem die letzten Wochen viel Körperlichkeit gezeigt, hingegen habe ich Dahoud da in keiner Szene gestern in Erinnerung, in der er unbedingt die Zweikämpfe in der Defensive führen wollte. Wie Weigl im Ballbesitz auf höchstem Niveau agieren kann, hat doch die Zeit unter Tuchel gezeigt. In der zweiten Halbzeit hatte man den Vorsprung nunmal bereits in der Tasche (deshalb absolut wertvoll Dahoud da auf dem Platz gehabt zu haben). In der zweiten Hälfte wären mir persönlich da ein paar langweilige eigene Ballzeiten deutlich lieber gewesen. Dahoud ist eben von seiner ganzen Spielanlage kein Spieler, der ein Spiel beruhigt. Er macht es eher schneller.
Manchmal will man eben sehen, was man sehen will. Ich empfehle dir diesen Beitrag, dessen Sicht ich uneingeschränkt teile und jedes einzelne Wort dieses Absatzes bereits auseinandernimmt: https://www.transfermarkt.de/mahmoud-dahoud-19-/thread/forum/12/thread_id/805323/page/101#anchor_3758246
Wäre für mich wie gesagt zumindest eine Option gewesen. Scheinbar für dich nicht. Ist halt deine Sichtweise, die ich ja dadurch nicht als falsch hinstellen will. Aber aus deiner Sichtweise, gab es da ja dann scheinbar kaum Ansatzpunkte, um die Entlastung taktisch herbeizuführen. Das habe ich anders gesehen.
Beim derzeitigen Entwicklungsstand sehe ich diese Option tatsächlich nicht. Das gibt die Praxis der gesamten Saison nicht her und auch in der Theorie sehe ich das nicht, weil jedes Mittel, das den Ballbesitz in der Idee stärkt, auch allzu schnell einen negativen Einfluss auf die Balance hatte. Favre hat aber bislang immer versucht die Balance zu stärken und diesen Teil hoch gewichtet, weswegen Delaney meist gespielt hat, weil er das besser kann als Weigl oder Dahoud. Im Ballbesitz ist allerdings für mich Dahoud der stärkste Spieler aus dem Trio, weil er jederzeit an den Ball kommen kann und diesen dann auch verarbeitet bekommt. Das Problem hat er meistens danach gehabt: gestern aber nicht. Dafür sollte man sich vielleicht auch nochmal das Spiel gegen die Bayern ansehen, als Dahouds Einwechslung der Schlüsselfaktor war, der das Spiel massiv veränderte und den BVB auf die Siegerstraße brachte! Generell muss der BVB im Ballbesitz allerdings noch sehr viel lernen und Automatismen (auch hierzu nochmal ein Einwand, was Weigls Positionierung angeht, die realtaktisch zur 3er Kette führte, obwohl das vielleicht gar nicht vorgesehen war, da Favre hier stets auf einstudierte Automatismen beharrte, bevor er das macht. Dabei gibt es nicht ein Indiz, dass es diese mittlerweile gibt und daher würde ich zwingend raten taktische Vorgaben und realtaktische Umsetzung zu differenzieren!) entwickeln, die sitzen. Ansonsten wird weiterhin die Effektivität vor dem Tor entscheidend sein und das war sie gestern nach dem 3:0 eben nicht mehr aus BVB Sicht - war sie in anderen Spielen aber schon oft genug.
Zitat von daredennis7
Naja dann hab ich scheinbar ein komplett anderes Spiel gesehen. So viel Mühe wie du dir auch gegeben hast (mein Respekt), sehe ich es leider trotzdem etwas anders. Wurde ja bereits von mir auch schon ausgeführt, deshalb werde ich jetzt nicht ganz groß darauf eingehen.
Es ist nur schon etwas merkwürdig, dass Dahoud scheinbar in keiner der Situationen in deinen Augen auch nur teilweise schlecht aussieht. Es war immer komisch, aber Aktien hatte er in den Situationen scheinbar nie. Natürlich hat die Mannschaft als kollektiv nicht funktioniert, was diese Situationen für mich nicht besser macht. Und wenn Dahoud hätte vor dem 3-2 nicht anlaufen müssen, dann ist der Fussball scheinbar Jahrzehnte etwas an mir vorbeigelaufen. In dieser Szene hat auch ein defensiver Antreiber gefehlt, der auch mal sortiert, animiert bzw. in der Szene selbst anläuft. Es ist ein Einwurf und die Verteidiger sind gebunden. Dahoud hat den kürzesten Weg zum Ball und muss da einfach rausrücken und die Flanke aus dem Halbfeld minimum stören. Er war zudem ein freier Mann.
Zitat von BVBBC
Sorry, aber Weigls Stärken liegen ganz sicher nicht darin, dass er ballsicher ist, wenn er angelaufen wird. Schon gar nicht im Vergleich zu Dahoud, der viel mehr Möglichkeiten (technisch und dynamisch) hat, um sich aus dem Druck zu befreien. Wenn du einen einzigen Diagonalpass zudem bemängelst, der hier Unsicherheit reinbringt, dann frage ich mich ernsthaft, wie du das beim Rest bewerten willst.
Weigl hatte in Halbzeit 1 56 Ballkontakte. Davon sind 49 beim Mitspieler angekommen bzw. 88% (im Folgenden: Weiterleitungsquote). In Halbzeit 2 fielen seine Werte auf 19, 12 und 63%! Auf einer Position, auf der man hinsichtlich Ballbesitz viel weniger Stress hat, als im DM. Woher kommt also deine These, dass Weigl im Ballbesitz in der 2. Hälfte im DM hätte entgegenwirken können? Er hat es nicht mal in der IV geschafft! Allgemein haben doch hier schon die Probleme begonnen. Lag die Weiterleitungsquote in der Kette in Halbzeit 1 noch bei 82%, ist sie in Halbzeit 2 auf 56% gefallen.
Sprich: der BVB hat es nicht mal mehr geschafft hinten raus zu spielen! Prozentual hat auch kein Bereich so stark nachgelassen. Im Zentrum hat man zwar auch nur noch 58% aller Bälle an den Mann gebracht - also mehr als in der Kette -, während es in Halbzeit 1 noch 78% - was weniger als in der Kette war und damit auch nochmal die These des Schwierigkeitsgrades unterstützt - waren. Die Offensive ist bei 61% im kompletten Spiel geblieben. Folglich ist die gesamte Mannschaft eingebrochen, inklusive Weigl, sodass ich kein Argument nachvollziehen kann, das behauptet, Weigl hätte im DM der Geschichte allein entgegenwirken können oder ein Delaney (der im Ballbesitz kein Held ist). Deshalb wird mir hier zu viel an Dahoud festgemacht, was nicht haltbar ist.
Man muss da ja jetzt auch nicht behaupten Dahoud, wäre für defensive Ballsicherheit und als Anspielstation in der Defensive, ohne Form und Spielpraxis gegenüber Weigl der Ball- und Passsichere Spieler, nur weil Weigl nicht die besten Jahre erwischt hat. Dahoud hat dies seit er hier ist nämlich konsequent nicht nachgewiesen. Weigl eben schon und er ist aktuell gut in der RR angekommen, was man sich "womöglich" hätte zu nutze machen können. Ich sage bewusst nicht definitiv, da ich es wie bereits gesagt, lediglich als Option und nicht als unabdingbar erachte. Es hätte aber helfen können.
Siehe oben: nicht mal das Spiel gestern gibt die These zu Weigls Ballsicherheit her. Weigls einzig konstant gute Saison im DM ist zudem schon einige Zeit her. Für ihn benötigt es gewisse Grundvoraussetzungen, damit er funktioniert und in Halbzeit 2 lagen diese nicht mehr vor - offensichtlich.
Delaney hat definitiv gefehlt. Dahouds Körpersprache und defensives Anlaufen, sowie seine Präsenz im defensiven Zweikampf waren verbesserungswürdig, auch wenn er trotzdem Offensiv gute Momente hatte und kein schlechtes Spiel gemacht hat. Zudem hat er womöglich nicht die schlechteste Passstatistik, was aber sicherlich eher an den guten Offensivmomenten liegt die er hatte. Von daher behauptet ja auch keiner, es wäre falsch gewesen ihn aufzustellen. Das jetzt an 4, 5, oder 6 Fehlpässen auszumachen ist sowieso müßig.
Siehe @Clinters Beitrag im Dahoud Thread: die defensive Beobachtung passt nicht!
Anfang der zweiten Hälfte, haben Dahoud und Witsel beide keinen guten Zugriff auf Joelinton (kann passieren), danach verschwindet dieser aber in Dahouds zu verteidigenden Raum und ist ganz frei anspielbar, um auf Schulz abzulegen (hier war genug Zeit, mit Joelinton mitzugehen). Da hat Dahoud einfach zu früh abgeschaltet.
Finde ich zu einfach. Joelinton lässt sich immer wieder fallen, wie auch allgemein die Hoffenheimer Angreifer. Dementsprechend finden hier Übergaben statt, bei denen die IV helfen müssen, weil sie in dem Moment keinen Mann haben, während das DM sich einer Unterzahl gegenüber sieht. Die Szene müsstest du mir daher nochmal konkret zeigen, um sie aufzuschlüsseln, was genau nicht gepasst hat. Joelinton ist grundsätzlich aber nicht der Gegenspieler von Dahoud oder Witsel, sondern lediglich situativ. Wenn sie ihn aufnehmen müssen, dann muss irgendwo anders allerdings auch ein Problem vorliegen, weil dadurch ein Hoffenheimer frei wird.
Vor der Weltklasse Parade von Bürki genau dasselbe, Dahoud ist an Joelinton dran, lässt sich aber zu leicht abkochen.
An die Aktion erinnere ich mich, da Weigl die Beine breit macht und sich gleich mit vernaschen lässt. Auch deshalb kann ich hier nicht das Geschrei nach Weigl nachvollziehen bzw. sehe deine Analyse zu einseitig.
Vorm 3-2 entsteht genau eines der entscheidenden Probleme. Man ist rechts in Überzahl bei einem Einwurf. Dahoud rückt da einfach viel zu spät raus und kann dementsprechend die Flanke aus dem Halbfeld nicht mehr verhindern. Seine Positionierung beim Einwurf war viel zu tief. Ich behaupte mit einer defensiven Präsenz und Körpersprache von Delaney, wäre es deutlich besser gelaufen. Zudem ist Dahoud eben im Gegensatz zu Weigl schon immer ein Umschaltspieler und keine gute defensive Anspielstation, wie man es heute in der zweiten Hälfte benötigt hätte. Es ging in diesem Moment auch mal darum, die Mannschaft zum rausrücken zu animieren bzw. selbst mal rauszurücken. Da sind Weigl oder auch Delaney ein ganz anderer Spielertypus, der auch defensiv etwas mehr lenken und dirigieren kann.
Diese Szene ist generell komisch und wird man intern aufarbeiten müssen. Denn hier passt es bei der Mannschaft allgemein nicht, da sich bis auf den MS alle Dortmunder bis zum Strafraum zurückgezogen haben. Die Frage ist hier warum? Hätte hier eigentlich der MS beim Mann sein sollen? Hätte der RA sich so tief positionieren sollen? Warum muss Dahoud hier jedenfalls anlaufen? Dass er zu spät anläuft, ist ansonsten nicht vollständig den Tatsachen entsprechend. Er steht zu tief, wie der Rest vom Team, aber er läuft sofort an und versucht Druck aufzubauen. Da er, wie eben der Rest, aber zu tief steht, kommt er nicht mehr hin. Die Behauptung mit Delaney kann ich nicht nachvollziehen, angesichts des Kollektivverhaltens. Steht Delaney in der Situation genauso tief, macht der in der Szene auch nichts mehr. Dass er nicht so tief steht, halte ich dabei nicht ansatzweise für gewährleistbar. Deshalb kann ich mit so hypothetischen Behauptungen nichts anfangen.
Deine Charakterisierung von Weigl und Dahoud kann ich nicht unterstützen und habe ich in der Vergangenheit anders wahrgenommen. Du überhöhst mir Weigl (und Delaney) jedenfalls fast schon zu Superman im Vergleich zum gewöhnlichen Menschen. Ist ja der Wahnsinn, was die alles für Heldentaten können sollen.
Auch beim 3-3 war Dahoud eben an Belfodil nicht richtig dran. Der Ball ist in Brusthöhe reingesegelt, also jetzt nicht unbedingt unerreichbar für einen Dahoud, wenn er eben besser positioniert gewesen oder sich besser bewegt hätte.
Was soll er denn hier machen? Steht er vor dem Angreifer, hat er ihn im Rücken und weiß gar nicht was er macht. Steht er dahinter, kann er trotzdem nur zusehen, weil der Angreifer immer den Vorteil der Reaktionszeit hat. Diesen Vorteil kann auch kein Delaney und kein Weigl nehmen. Geht er da noch hin, wenn er hinkäme, gibt es höchstwahrscheinlich Elfmeter, aber keine Verhinderung des Torschusses.
Der Ball kommt perfekt auf Belfodils Kopf. An der Stelle wird das nicht mehr verhindert. Vielleicht noch bei Hakimi oder Alcacer, die die Bahn davor einlaufen. Bei der Flugbahn des Balles hätte das dann aber auch mehr mit Glück zu tun gehabt, weil er da eben genau daran vorbeisegelt, obwohl gerade Hakimi noch das Maximum versucht hinzukommen.
Daher: ja, er lässt Belfodil ziehen, was nicht gut ist, aber das Tor verhindert er in meinen Augen ganz sicher nicht mehr. Der Freistoß und Kopfball waren schlicht zu präzise. Daher würde ich früher, beim unnötigen Ballverlust, nach Vorteilsauslegung, wegen Foul an Dahoud, ansetzen und eben bei Sanchos "Foul", das nicht mal ein Foul war.
Man hat durch die Einwechslung von Toprak richtig reagiert, allerdings nicht die nötigen Umstellungen vorgenommen, um Weigl da etwas Offensiver frühzeitig als Anspielstation zu positionieren. So kam man schlicht nur ganz selten zu Entlastung und das Spiel hat sich ausnahmslos nur um unseren Strafraum entwickelt. Da fehlte vorallem defensive Präsenz und die Bereitschaft auch mal konsequent raus zu rücken. Von daher ist es durchaus ein Unterschied, ob ich Toprak nur bringe oder auch gleichzeitig Weigl ins defensive Mittelfeld ziehe. Das hat auch nichts mit deinem mir vorgeworfen Motto zu tun, sondern ist einfach ein bedeutender Spieltaktischer Unterschied, wo diverse Leute auf dem Feld positioniert sind, um mehr Zugriff zu erhalten und für Entlastung zu sorgen.
Siehe 3:2 --> warum steht die Mannschaft kollektiv so tief? Das liegt doch nicht nur an Umstellungen, sondern einer Mannschaft, die sich kollektiv zu weit reindrängen ließ. Wie oft kippt Weigl zudem am liebsten in die IV ab? Sähe das dann in der Statik garantiert anders aus, wenn man Weigl anweist einfach höher zu stehen? Ich sehe ja noch nicht einmal gewährleistet, dass es diese Anweisung nicht gab. Realtaktisch war das eine 3er Kette mit Weigl, was aber nicht heißt, dass eine 3er Kette vorgesehen war - siehe bspw. beim 3:2, bei dem Weigl klar vor der IV agiert. Gerade Weigl ist zudem, im Gegensatz zu Dahoud, doch kein Spieler, der sofort im Ballbesitz den Vorwärtsgang findet.
Für mich leider also schon etwas hausgemacht, wie wir uns haben hinten reindrängen lassen. Genau hier ist auch der springende Punkt. Kleinigkeiten waren nämlich heute eben nicht das kleinste Problem, da viele Kleinigkeiten eben das Gesamte deutlich beeinflussen können.
Es war natürlich noch komplexer und sicherlich noch genug andere Dinge die nicht gepasst haben. Es haben sicherlich einige Spieler Unsicherheiten gezeigt und Fehler produziert. Ein springender und bedeutender Punkt war aber ganz klar fehlende Entlastung, die man je länger die Halbzeit lief, schwer zurück gewinnen konnte. In meinen Augen hätte man da durchaus dagegen steuern können / müssen, aber eben bevor dem Druck nicht mehr standzuhalten war. Die Spielkontrolle war weg, weil man zu Beginn der zweiten Hälfte wenig anders gemacht hat. Genau so war es ja auch, denn man hätte auf Nagelsmanns Umstellungen eben früher reagieren können. Nur weil etwas taktisch und individuell in der ersten Hälfte aufging, muss es nach Umstellungen des Gegners eben nicht genauso funktionieren. Deshalb wurden die individuellen Fehler, weitestgehend durch ein taktisches Problem begünstigt.
Ja, es ist hausgemacht, aber nicht so sehr an Einzelspielern festzumachen, sondern am taktischen Fortschritt des gesamten Teams. Man ist im Ballbesitz nicht gut genug und ein Team, wie Hoffenheim, kann das eben ausnutzen. Nicht umsonst habe ich hier bspw. die gesamte Saison schon immer wieder Kritik geäußert, dass mir die Entwicklung im Ballbesitz nicht schnell genug voranschreitet. Die Kritik kam unabhängig von Delaney und Dahoud, die im Grunde beide am Problem nichts ändern, sondern nur an der Balance. Beim einen ist der Ausschlag defensiver, beim anderen offensiver, ohne dass man das unbedingt für den einen oder anderen vorteilhaft gewichten muss, weil beiden grundsätzlich etwas fehlt. Diese Mannschaft ist ganz generell noch nicht soweit, dass sie ein Spiel bedingungslos kontrollieren kann. Zumindest nicht gegen einen Gegner, der sich nicht wehrt, den die Hoffenheimer in Halbzeit 1 dummerweise dargestellt haben. Dummerweise deswegen, da sie jeden damit in Sicherheit gewogen haben, dass man vor ihnen nichts zu befüchten hat. War halt doch nicht so ...
Dazu solltest du bedenken, dass eine taktische Besprechung in der Halbzeit ganz andere Eingriffe ins Spiel ermöglicht, als während des laufenden Spiels. Du kannst im Spielbetrieb nur noch einzelnen Spielern Detailwissen mitgeben, aber nicht mehr dem Kollektiv. Auch deswegen ist es verdammt schwer noch entgegenzusteuern, wenn das Spiel sich dermaßen dreht und so viele Probleme auftauchen, die es bis dahin in diesem Spiel nicht ansatzweise gab.
Zitat von daredennis7
Wenn Hoffenheim den Ballbesitz längst übernommen hat, ist halt mal aber sicherlich nichts was nicht auch im Laufe der zweiten Halbzeit zu ändern gewesen wäre. Das muss man eben nicht hinnehmen, wenn man auch im Passspiel über Potentiale verfügt. Schließlich kam man auch mal selbst an die Kugel und hat dann einfach viel zu hektisch aufgebaut und die Bälle leicht vertendelt. Da denke ich insbesondere auch an Dahouds Diagonalpass vom eigenen Strafraum direkt zum Gegner. Weigl ist einfach am Ball und in defensiverer Bedrängnis deutlich sicherer als Dahoud. Da liegen eben nicht Dahouds Stärken. Womöglich hat ihm auch einfach Spielpraxis und etwas Sicherheit gefehlt. Grade Defensiv wird sowas schnell zum Problem. Weigl hat das die letzten Wochen auch in der Abwehr bewiesen, dass er unter Bedrängnis gut anspielbar und im Zweikampf voll da ist. Zudem hatte er wie du schreibst eine gute erste Halbzeit und Defensiv somit an Sicherheit gewonnen.
Zitat von BVBBC
Nein, Weigl ist im DM nicht sonderlich pressingresistent, wenn Hoffenheim gerade mit Geiger wichtige Impulse setzen kann, aggressiv ist und den Ballbesitz längst übernommen hat, seitdem sie endlich Druck gegen den Ball hinbekommen. Die Bewertung geben Weigls Saison als DM und auch die letzten 1-2 Jahre nicht her, in denen gerade Weigl große Probleme hatte überhaupt in Ballbesitz zu kommen und damit fehleranfällig wurde. Zumal Weigl in der zweiten Hälfte auch genug Probleme hatte, nachdem er eine sehr gute erste Hälfte gespielt hat. Bei den Gegentoren war er unschuldig, aber auch er hatte in allen Bereichen zunehmend Probleme.
2-3 Fehlpässe sind zudem doch kein generelles Drama - nicht mal die 4, die es insgesamt waren. Die zeig ich dir aktuell sogar von Witsel, der im Vergleich zu Weigl oder Delaney so gut wie keinen Fehlpass spielt. Daher ist das für mich schlicht eine Generalisierung anhand der bisherigen Saison, aber nicht auf den Spielverlauf bezogen.
Für Entlastung sorgt ansonsten aber auch eh nicht nur ein Spieler, wenn das Spiel dermaßen dreht und viele Spieler Probleme bekommen. Vor allem keine Spieler, die in dieser Saison schon mehrfach Probleme in diesen Situationen gehabt haben. Dabei bleibe ich.
Im übrigen habe ich nie Generalkritik gegen Dahoud geübt, nur wenn ich mir von Weigl einen geordneteren Aufbau erwarten würde. Meine Meinung musst du ja nicht teilen, aber könntest sie vllt akzeptieren. In der zweiten Halbzeit hat man die Spielkontrolle gar ganz hergegeben, da hätte man eventuell frühzeitig dagegen steuern können / müssen.
Ich akzeptiere deine Meinung schon, sonst würde ich kaum mit dir diskutieren. Nur hat man die Ballverluste eben nachweislich nicht bei Dahoud gehabt, wenn er gerade mal 4 Fehlpässe spielt, was nicht nur für seine Verhältnisse sehr gut ist, sondern selbst für Witsel und daher erst recht für Weigl oder Delaney, die zuletzt auch genug Probleme hatten, um beim Thema Spielkontrolle im Ballbesitz ein positiver Faktor zu sein. Ich kann daher wenig Argumente für deine Meinung entdecken. Die Spielkontrolle war in der zweiten Hälfte definitiv weg, aber man hat da ja auch erst mal wenig anders gemacht, als in Halbzeit eins, als sie komplett da war und Hoffenheim Ballverlust um Ballverlust hatte. Da ging also taktisch und individuell alles auf, weswegen die Probleme eher nicht im individuellen Bereich zu finden sind.
Die Hereinnahme von Toprak, war aber eben nicht wie von mir vorgeschlagen, mit der Umstellung von Weigl verbunden, deshalb gut möglich, dass die diese Unruhe gebracht hat. Falls ich mich recht entsinne, sind da trotzdem einige gefährliche Bälle reingesegelt und es wurden viele Kopfballduelle verloren. Und nicht nur Kopfballduelle, sondern eben auch körperliche Luftzweikämpfe.
Klingt sehr hypothetisch und nach dem Motto: war ja fast das was ich wollte, aber doch nicht ganz und nur deswegen hat es nicht geklappt. Mit Toprak hat man jedenfalls mehr Kopfballstärke gebracht und gleichzeitig auch mehr Sicherheit im Aufbau, weil einerseits eine Absicherung mehr da ist und andererseits auch eine Option mehr, um das Spiel auszulösen, wobei man meines Erachtens nicht erkennen konnte, ob man nun nach dem Gegentor 3er Kette oder mit Weigl auf der 6 spielen wollte, weil man eigentlich zu keiner Zeit mehr in eine klare Statik reingekommen ist, in der man die Kontrolle zurückeroberte. Wenn das also nicht gereicht hat, wird das eher nicht die Lösung gewesen sein.
Was das Gegentor angeht, ist man definitiv unsortiert gewesen, was aber auch nur normal ist, wenn man gerade erst gewechselt hat und dabei nicht positionsgetreu wechselt. Das benötigt eben ein paar Worte, bis das abgestimmt ist. Daher den Wechsel entweder in der Situation lassen oder dort den Fehler suchen, aber nicht behaupten, dass der gute Weigl oder Delaney den Gegentreffer verhindert hätten.
Natürlich ist es komplexer und nicht an Kleinigkeiten auszumachen, weshalb trotzdem darüber spekuliert werden darf, an welchen Kleinigkeiten es wohl auch gehapert haben könnte.
Man kann ja spekulieren, aber Kleinigkeiten waren heute wohl tatsächlich das kleinste Problem.
Zitat von daredennis7
Naja generell ist Weigl nunmal der stärkere Spieler im eigenen Ballbesitz. Wenn Weigl irgendwo besonders stark ist, dann doch in seinem sicheren Passspiel und in seiner Pressingessistenz. Zusätzlich hat er sich die letzten Wochen eine gute Form erarbeitet.
Dahoud hat ja kein schlechtes Spiel gemacht, trotzdem waren grade 2-3 Pässe in der Defensive durchaus zu ungenau gespielt und sind beim Gegner gelandet. Es hat die Entlastung gefehlt, was durchaus verbesserungswürdig war.
Zitat von BVBBC
Man hat exakt vor dem 3:2 einen IV gebracht - den fitteren von Beiden! Hat offenbar das 3:2 nicht verhindert, sondern vielleicht auch dabei geholfen, dass man für den Moment unsortiert war, auch wenn ich damit Hakimis finales Verhalten nicht entschuldigen will. Ansonsten war bei den Gegentoren kein Kopfballduell mehr gefragt und ein IV hätte Hakimi nach deinem Vorschlag beim 3:2 nicht ersetzt. Mal ganz abgesehen davon, dass Hoffenheim in der ersten Hälfte mit den langen Bällen 0,0 durchgekommen ist und nur Ballverluste produziert hat. Daher kann ich die Kritik auch in diesem Fall nicht nachvollziehen und es dürfte schon etwas komplexer sein ...
Dahoud hat ansonsten 4 Fehlpässe gespielt. Auch daher fehlt mir das Verständnis für die Generalkritik an ihm und seinem fehleranfälligem Passspiel ...
Man hat exakt vor dem 3:2 einen IV gebracht - den fitteren von Beiden! Hat offenbar das 3:2 nicht verhindert, sondern vielleicht auch dabei geholfen, dass man für den Moment unsortiert war, auch wenn ich damit Hakimis finales Verhalten nicht entschuldigen will. Ansonsten war bei den Gegentoren kein Kopfballduell mehr gefragt und ein IV hätte Hakimi nach deinem Vorschlag beim 3:2 nicht ersetzt. Mal ganz abgesehen davon, dass Hoffenheim in der ersten Hälfte mit den langen Bällen 0,0 durchgekommen ist und nur Ballverluste produziert hat. Daher kann ich die Kritik auch in diesem Fall nicht nachvollziehen und es dürfte schon etwas komplexer sein ...
Dahoud hat ansonsten 4 Fehlpässe gespielt. Auch daher fehlt mir das Verständnis für die Generalkritik an ihm und seinem fehleranfälligem Passspiel ...
Naja generell ist Weigl nunmal der stärkere Spieler im eigenen Ballbesitz. Wenn Weigl irgendwo besonders stark ist, dann doch in seinem sicheren Passspiel und in seiner Pressingessistenz. Zusätzlich hat er sich die letzten Wochen eine gute Form erarbeitet.
Dahoud hat ja kein schlechtes Spiel gemacht, trotzdem waren grade 2-3 Pässe in der Defensive durchaus zu ungenau gespielt und sind beim Gegner gelandet. Es hat die Entlastung gefehlt, was durchaus verbesserungswürdig war.
Nein, Weigl ist im DM nicht sonderlich pressingresistent, wenn Hoffenheim gerade mit Geiger wichtige Impulse setzen kann, aggressiv ist und den Ballbesitz längst übernommen hat, seitdem sie endlich Druck gegen den Ball hinbekommen. Die Bewertung geben Weigls Saison als DM und auch die letzten 1-2 Jahre nicht her, in denen gerade Weigl große Probleme hatte überhaupt in Ballbesitz zu kommen und damit fehleranfällig wurde. Zumal Weigl in der zweiten Hälfte auch genug Probleme hatte, nachdem er eine sehr gute erste Hälfte gespielt hat. Bei den Gegentoren war er unschuldig, aber auch er hatte in allen Bereichen zunehmend Probleme.
2-3 Fehlpässe sind zudem doch kein generelles Drama - nicht mal die 4, die es insgesamt waren. Die zeig ich dir aktuell sogar von Witsel, der im Vergleich zu Weigl oder Delaney so gut wie keinen Fehlpass spielt. Daher ist das für mich schlicht eine Generalisierung anhand der bisherigen Saison, aber nicht auf den Spielverlauf bezogen.
Für Entlastung sorgt ansonsten aber auch eh nicht nur ein Spieler, wenn das Spiel dermaßen dreht und viele Spieler Probleme bekommen. Vor allem keine Spieler, die in dieser Saison schon mehrfach Probleme in diesen Situationen gehabt haben. Dabei bleibe ich.
Im übrigen habe ich nie Generalkritik gegen Dahoud geübt, nur wenn ich mir von Weigl einen geordneteren Aufbau erwarten würde. Meine Meinung musst du ja nicht teilen, aber könntest sie vllt akzeptieren. In der zweiten Halbzeit hat man die Spielkontrolle gar ganz hergegeben, da hätte man eventuell frühzeitig dagegen steuern können / müssen.
Ich akzeptiere deine Meinung schon, sonst würde ich kaum mit dir diskutieren. Nur hat man die Ballverluste eben nachweislich nicht bei Dahoud gehabt, wenn er gerade mal 4 Fehlpässe spielt, was nicht nur für seine Verhältnisse sehr gut ist, sondern selbst für Witsel und daher erst recht für Weigl oder Delaney, die zuletzt auch genug Probleme hatten, um beim Thema Spielkontrolle im Ballbesitz ein positiver Faktor zu sein. Ich kann daher wenig Argumente für deine Meinung entdecken. Die Spielkontrolle war in der zweiten Hälfte definitiv weg, aber man hat da ja auch erst mal wenig anders gemacht, als in Halbzeit eins, als sie komplett da war und Hoffenheim Ballverlust um Ballverlust hatte. Da ging also taktisch und individuell alles auf, weswegen die Probleme eher nicht im individuellen Bereich zu finden sind.
Die Hereinnahme von Toprak, war aber eben nicht wie von mir vorgeschlagen, mit der Umstellung von Weigl verbunden, deshalb gut möglich, dass die diese Unruhe gebracht hat. Falls ich mich recht entsinne, sind da trotzdem einige gefährliche Bälle reingesegelt und es wurden viele Kopfballduelle verloren. Und nicht nur Kopfballduelle, sondern eben auch körperliche Luftzweikämpfe.
Klingt sehr hypothetisch und nach dem Motto: war ja fast das was ich wollte, aber doch nicht ganz und nur deswegen hat es nicht geklappt. Mit Toprak hat man jedenfalls mehr Kopfballstärke gebracht und gleichzeitig auch mehr Sicherheit im Aufbau, weil einerseits eine Absicherung mehr da ist und andererseits auch eine Option mehr, um das Spiel auszulösen, wobei man meines Erachtens nicht erkennen konnte, ob man nun nach dem Gegentor 3er Kette oder mit Weigl auf der 6 spielen wollte, weil man eigentlich zu keiner Zeit mehr in eine klare Statik reingekommen ist, in der man die Kontrolle zurückeroberte. Wenn das also nicht gereicht hat, wird das eher nicht die Lösung gewesen sein.
Was das Gegentor angeht, ist man definitiv unsortiert gewesen, was aber auch nur normal ist, wenn man gerade erst gewechselt hat und dabei nicht positionsgetreu wechselt. Das benötigt eben ein paar Worte, bis das abgestimmt ist. Daher den Wechsel entweder in der Situation lassen oder dort den Fehler suchen, aber nicht behaupten, dass der gute Weigl oder Delaney den Gegentreffer verhindert hätten.
Natürlich ist es komplexer und nicht an Kleinigkeiten auszumachen, weshalb trotzdem darüber spekuliert werden darf, an welchen Kleinigkeiten es wohl auch gehapert haben könnte.
Man kann ja spekulieren, aber Kleinigkeiten waren heute wohl tatsächlich das kleinste Problem.
Wenn Hoffenheim den Ballbesitz längst übernommen hat, ist halt mal aber sicherlich nichts was nicht auch im Laufe der zweiten Halbzeit zu ändern gewesen wäre. Das muss man eben nicht hinnehmen, wenn man auch im Passspiel über Potentiale verfügt. Schließlich kam man auch mal selbst an die Kugel und hat dann einfach viel zu hektisch aufgebaut und die Bälle leicht vertendelt. Da denke ich insbesondere auch an Dahouds Diagonalpass vom eigenen Strafraum direkt zum Gegner. Weigl ist einfach am Ball und in defensiverer Bedrängnis deutlich sicherer als Dahoud. Da liegen eben nicht Dahouds Stärken. Womöglich hat ihm auch einfach Spielpraxis und etwas Sicherheit gefehlt. Grade Defensiv wird sowas schnell zum Problem. Weigl hat das die letzten Wochen auch in der Abwehr bewiesen, dass er unter Bedrängnis gut anspielbar und im Zweikampf voll da ist. Zudem hatte er wie du schreibst eine gute erste Halbzeit und Defensiv somit an Sicherheit gewonnen.
Sorry, aber Weigls Stärken liegen ganz sicher nicht darin, dass er ballsicher ist, wenn er angelaufen wird. Schon gar nicht im Vergleich zu Dahoud, der viel mehr Möglichkeiten (technisch und dynamisch) hat, um sich aus dem Druck zu befreien. Wenn du einen einzigen Diagonalpass zudem bemängelst, der hier Unsicherheit reinbringt, dann frage ich mich ernsthaft, wie du das beim Rest bewerten willst.
Weigl hatte in Halbzeit 1 56 Ballkontakte. Davon sind 49 beim Mitspieler angekommen bzw. 88% (im Folgenden: Weiterleitungsquote). In Halbzeit 2 fielen seine Werte auf 19, 12 und 63%! Auf einer Position, auf der man hinsichtlich Ballbesitz viel weniger Stress hat, als im DM. Woher kommt also deine These, dass Weigl im Ballbesitz in der 2. Hälfte im DM hätte entgegenwirken können? Er hat es nicht mal in der IV geschafft! Allgemein haben doch hier schon die Probleme begonnen. Lag die Weiterleitungsquote in der Kette in Halbzeit 1 noch bei 82%, ist sie in Halbzeit 2 auf 56% gefallen.
Sprich: der BVB hat es nicht mal mehr geschafft hinten raus zu spielen! Prozentual hat auch kein Bereich so stark nachgelassen. Im Zentrum hat man zwar auch nur noch 58% aller Bälle an den Mann gebracht - also mehr als in der Kette -, während es in Halbzeit 1 noch 78% - was weniger als in der Kette war und damit auch nochmal die These des Schwierigkeitsgrades unterstützt - waren. Die Offensive ist bei 61% im kompletten Spiel geblieben. Folglich ist die gesamte Mannschaft eingebrochen, inklusive Weigl, sodass ich kein Argument nachvollziehen kann, das behauptet, Weigl hätte im DM der Geschichte allein entgegenwirken können oder ein Delaney (der im Ballbesitz kein Held ist). Deshalb wird mir hier zu viel an Dahoud festgemacht, was nicht haltbar ist.
Man muss da ja jetzt auch nicht behaupten Dahoud, wäre für defensive Ballsicherheit und als Anspielstation in der Defensive, ohne Form und Spielpraxis gegenüber Weigl der Ball- und Passsichere Spieler, nur weil Weigl nicht die besten Jahre erwischt hat. Dahoud hat dies seit er hier ist nämlich konsequent nicht nachgewiesen. Weigl eben schon und er ist aktuell gut in der RR angekommen, was man sich "womöglich" hätte zu nutze machen können. Ich sage bewusst nicht definitiv, da ich es wie bereits gesagt, lediglich als Option und nicht als unabdingbar erachte. Es hätte aber helfen können.
Siehe oben: nicht mal das Spiel gestern gibt die These zu Weigls Ballsicherheit her. Weigls einzig konstant gute Saison im DM ist zudem schon einige Zeit her. Für ihn benötigt es gewisse Grundvoraussetzungen, damit er funktioniert und in Halbzeit 2 lagen diese nicht mehr vor - offensichtlich.
Delaney hat definitiv gefehlt. Dahouds Körpersprache und defensives Anlaufen, sowie seine Präsenz im defensiven Zweikampf waren verbesserungswürdig, auch wenn er trotzdem Offensiv gute Momente hatte und kein schlechtes Spiel gemacht hat. Zudem hat er womöglich nicht die schlechteste Passstatistik, was aber sicherlich eher an den guten Offensivmomenten liegt die er hatte. Von daher behauptet ja auch keiner, es wäre falsch gewesen ihn aufzustellen. Das jetzt an 4, 5, oder 6 Fehlpässen auszumachen ist sowieso müßig.
Siehe @Clinters Beitrag im Dahoud Thread: die defensive Beobachtung passt nicht!
Anfang der zweiten Hälfte, haben Dahoud und Witsel beide keinen guten Zugriff auf Joelinton (kann passieren), danach verschwindet dieser aber in Dahouds zu verteidigenden Raum und ist ganz frei anspielbar, um auf Schulz abzulegen (hier war genug Zeit, mit Joelinton mitzugehen). Da hat Dahoud einfach zu früh abgeschaltet.
Finde ich zu einfach. Joelinton lässt sich immer wieder fallen, wie auch allgemein die Hoffenheimer Angreifer. Dementsprechend finden hier Übergaben statt, bei denen die IV helfen müssen, weil sie in dem Moment keinen Mann haben, während das DM sich einer Unterzahl gegenüber sieht. Die Szene müsstest du mir daher nochmal konkret zeigen, um sie aufzuschlüsseln, was genau nicht gepasst hat. Joelinton ist grundsätzlich aber nicht der Gegenspieler von Dahoud oder Witsel, sondern lediglich situativ. Wenn sie ihn aufnehmen müssen, dann muss irgendwo anders allerdings auch ein Problem vorliegen, weil dadurch ein Hoffenheimer frei wird.
Vor der Weltklasse Parade von Bürki genau dasselbe, Dahoud ist an Joelinton dran, lässt sich aber zu leicht abkochen.
An die Aktion erinnere ich mich, da Weigl die Beine breit macht und sich gleich mit vernaschen lässt. Auch deshalb kann ich hier nicht das Geschrei nach Weigl nachvollziehen bzw. sehe deine Analyse zu einseitig.
Vorm 3-2 entsteht genau eines der entscheidenden Probleme. Man ist rechts in Überzahl bei einem Einwurf. Dahoud rückt da einfach viel zu spät raus und kann dementsprechend die Flanke aus dem Halbfeld nicht mehr verhindern. Seine Positionierung beim Einwurf war viel zu tief. Ich behaupte mit einer defensiven Präsenz und Körpersprache von Delaney, wäre es deutlich besser gelaufen. Zudem ist Dahoud eben im Gegensatz zu Weigl schon immer ein Umschaltspieler und keine gute defensive Anspielstation, wie man es heute in der zweiten Hälfte benötigt hätte. Es ging in diesem Moment auch mal darum, die Mannschaft zum rausrücken zu animieren bzw. selbst mal rauszurücken. Da sind Weigl oder auch Delaney ein ganz anderer Spielertypus, der auch defensiv etwas mehr lenken und dirigieren kann.
Diese Szene ist generell komisch und wird man intern aufarbeiten müssen. Denn hier passt es bei der Mannschaft allgemein nicht, da sich bis auf den MS alle Dortmunder bis zum Strafraum zurückgezogen haben. Die Frage ist hier warum? Hätte hier eigentlich der MS beim Mann sein sollen? Hätte der RA sich so tief positionieren sollen? Warum muss Dahoud hier jedenfalls anlaufen? Dass er zu spät anläuft, ist ansonsten nicht vollständig den Tatsachen entsprechend. Er steht zu tief, wie der Rest vom Team, aber er läuft sofort an und versucht Druck aufzubauen. Da er, wie eben der Rest, aber zu tief steht, kommt er nicht mehr hin. Die Behauptung mit Delaney kann ich nicht nachvollziehen, angesichts des Kollektivverhaltens. Steht Delaney in der Situation genauso tief, macht der in der Szene auch nichts mehr. Dass er nicht so tief steht, halte ich dabei nicht ansatzweise für gewährleistbar. Deshalb kann ich mit so hypothetischen Behauptungen nichts anfangen.
Deine Charakterisierung von Weigl und Dahoud kann ich nicht unterstützen und habe ich in der Vergangenheit anders wahrgenommen. Du überhöhst mir Weigl (und Delaney) jedenfalls fast schon zu Superman im Vergleich zum gewöhnlichen Menschen. Ist ja der Wahnsinn, was die alles für Heldentaten können sollen.
Auch beim 3-3 war Dahoud eben an Belfodil nicht richtig dran. Der Ball ist in Brusthöhe reingesegelt, also jetzt nicht unbedingt unerreichbar für einen Dahoud, wenn er eben besser positioniert gewesen oder sich besser bewegt hätte.
Was soll er denn hier machen? Steht er vor dem Angreifer, hat er ihn im Rücken und weiß gar nicht was er macht. Steht er dahinter, kann er trotzdem nur zusehen, weil der Angreifer immer den Vorteil der Reaktionszeit hat. Diesen Vorteil kann auch kein Delaney und kein Weigl nehmen. Geht er da noch hin, wenn er hinkäme, gibt es höchstwahrscheinlich Elfmeter, aber keine Verhinderung des Torschusses.
Der Ball kommt perfekt auf Belfodils Kopf. An der Stelle wird das nicht mehr verhindert. Vielleicht noch bei Hakimi oder Alcacer, die die Bahn davor einlaufen. Bei der Flugbahn des Balles hätte das dann aber auch mehr mit Glück zu tun gehabt, weil er da eben genau daran vorbeisegelt, obwohl gerade Hakimi noch das Maximum versucht hinzukommen.
Daher: ja, er lässt Belfodil ziehen, was nicht gut ist, aber das Tor verhindert er in meinen Augen ganz sicher nicht mehr. Der Freistoß und Kopfball waren schlicht zu präzise. Daher würde ich früher, beim unnötigen Ballverlust, nach Vorteilsauslegung, wegen Foul an Dahoud, ansetzen und eben bei Sanchos "Foul", das nicht mal ein Foul war.
Man hat durch die Einwechslung von Toprak richtig reagiert, allerdings nicht die nötigen Umstellungen vorgenommen, um Weigl da etwas Offensiver frühzeitig als Anspielstation zu positionieren. So kam man schlicht nur ganz selten zu Entlastung und das Spiel hat sich ausnahmslos nur um unseren Strafraum entwickelt. Da fehlte vorallem defensive Präsenz und die Bereitschaft auch mal konsequent raus zu rücken. Von daher ist es durchaus ein Unterschied, ob ich Toprak nur bringe oder auch gleichzeitig Weigl ins defensive Mittelfeld ziehe. Das hat auch nichts mit deinem mir vorgeworfen Motto zu tun, sondern ist einfach ein bedeutender Spieltaktischer Unterschied, wo diverse Leute auf dem Feld positioniert sind, um mehr Zugriff zu erhalten und für Entlastung zu sorgen.
Siehe 3:2 --> warum steht die Mannschaft kollektiv so tief? Das liegt doch nicht nur an Umstellungen, sondern einer Mannschaft, die sich kollektiv zu weit reindrängen ließ. Wie oft kippt Weigl zudem am liebsten in die IV ab? Sähe das dann in der Statik garantiert anders aus, wenn man Weigl anweist einfach höher zu stehen? Ich sehe ja noch nicht einmal gewährleistet, dass es diese Anweisung nicht gab. Realtaktisch war das eine 3er Kette mit Weigl, was aber nicht heißt, dass eine 3er Kette vorgesehen war - siehe bspw. beim 3:2, bei dem Weigl klar vor der IV agiert. Gerade Weigl ist zudem, im Gegensatz zu Dahoud, doch kein Spieler, der sofort im Ballbesitz den Vorwärtsgang findet.
Für mich leider also schon etwas hausgemacht, wie wir uns haben hinten reindrängen lassen. Genau hier ist auch der springende Punkt. Kleinigkeiten waren nämlich heute eben nicht das kleinste Problem, da viele Kleinigkeiten eben das Gesamte deutlich beeinflussen können.
Es war natürlich noch komplexer und sicherlich noch genug andere Dinge die nicht gepasst haben. Es haben sicherlich einige Spieler Unsicherheiten gezeigt und Fehler produziert. Ein springender und bedeutender Punkt war aber ganz klar fehlende Entlastung, die man je länger die Halbzeit lief, schwer zurück gewinnen konnte. In meinen Augen hätte man da durchaus dagegen steuern können / müssen, aber eben bevor dem Druck nicht mehr standzuhalten war. Die Spielkontrolle war weg, weil man zu Beginn der zweiten Hälfte wenig anders gemacht hat. Genau so war es ja auch, denn man hätte auf Nagelsmanns Umstellungen eben früher reagieren können. Nur weil etwas taktisch und individuell in der ersten Hälfte aufging, muss es nach Umstellungen des Gegners eben nicht genauso funktionieren. Deshalb wurden die individuellen Fehler, weitestgehend durch ein taktisches Problem begünstigt.
Ja, es ist hausgemacht, aber nicht so sehr an Einzelspielern festzumachen, sondern am taktischen Fortschritt des gesamten Teams. Man ist im Ballbesitz nicht gut genug und ein Team, wie Hoffenheim, kann das eben ausnutzen. Nicht umsonst habe ich hier bspw. die gesamte Saison schon immer wieder Kritik geäußert, dass mir die Entwicklung im Ballbesitz nicht schnell genug voranschreitet. Die Kritik kam unabhängig von Delaney und Dahoud, die im Grunde beide am Problem nichts ändern, sondern nur an der Balance. Beim einen ist der Ausschlag defensiver, beim anderen offensiver, ohne dass man das unbedingt für den einen oder anderen vorteilhaft gewichten muss, weil beiden grundsätzlich etwas fehlt. Diese Mannschaft ist ganz generell noch nicht soweit, dass sie ein Spiel bedingungslos kontrollieren kann. Zumindest nicht gegen einen Gegner, der sich nicht wehrt, den die Hoffenheimer in Halbzeit 1 dummerweise dargestellt haben. Dummerweise deswegen, da sie jeden damit in Sicherheit gewogen haben, dass man vor ihnen nichts zu befüchten hat. War halt doch nicht so ...
Dazu solltest du bedenken, dass eine taktische Besprechung in der Halbzeit ganz andere Eingriffe ins Spiel ermöglicht, als während des laufenden Spiels. Du kannst im Spielbetrieb nur noch einzelnen Spielern Detailwissen mitgeben, aber nicht mehr dem Kollektiv. Auch deswegen ist es verdammt schwer noch entgegenzusteuern, wenn das Spiel sich dermaßen dreht und so viele Probleme auftauchen, die es bis dahin in diesem Spiel nicht ansatzweise gab.
Naja dann hab ich scheinbar ein komplett anderes Spiel gesehen. So viel Mühe wie du dir auch gegeben hast (mein Respekt), sehe ich es leider trotzdem etwas anders. Wurde ja bereits von mir auch schon ausgeführt, deshalb werde ich jetzt nicht ganz groß darauf eingehen.
Es ist nur schon etwas merkwürdig, dass Dahoud scheinbar in keiner der Situationen in deinen Augen auch nur teilweise schlecht aussieht. Es war immer komisch, aber Aktien hatte er in den Situationen scheinbar nie. Natürlich hat die Mannschaft als kollektiv nicht funktioniert, was diese Situationen für mich nicht besser macht. Und wenn Dahoud hätte vor dem 3-2 nicht anlaufen müssen, dann ist der Fussball scheinbar Jahrzehnte etwas an mir vorbeigelaufen. In dieser Szene hat auch ein defensiver Antreiber gefehlt, der auch mal sortiert, animiert bzw. in der Szene selbst anläuft. Es ist ein Einwurf und die Verteidiger sind gebunden. Dahoud hat den kürzesten Weg zum Ball und muss da einfach rausrücken und die Flanke aus dem Halbfeld minimum stören. Er war zudem ein freier Mann.
Er sieht ja schlecht aus, sonst müsste ich dir hier ja gar nicht widersprechen. Nur mache ich es mir nicht einfach und sage: deswegen hat er auch Schuld. Und genau hier liegt wohl auch das Missverständnis deinerseits, da du das so wertest, als würde ich behaupten, dass er nicht schlecht aussieht. Tue ich ja nicht mal. Dass Dahoud nicht beim 3:2 anlaufen muss, so wie die Situation dann ist, habe ich auch nicht behauptet - das ist deine exklusive Schlussfolgerung -, sondern die Frage gestellt, was hier kollektiv falsch läuft, dass Dahoud hier derjenige ist, der anlaufen muss. Ich stelle also in Frage, wie es überhaupt zu dieser Situation gekommen ist und sehe hier dann nicht mehr den Fehler bei Dahoud allein oder auch nur mehrheitlich.
Dass Dahoud im Anlaufen etwas falsch macht, sehe ich nicht, sondern lediglich, dass er falsch steht, wie der Rest. Dahingehend ist es mir dann zu einfach zu behaupten, dass das nicht passieren kann, darf oder sollte und mit Delaney oder Weigl (der wie gesagt in der Situation rausrückt und somit von Toprak wohl einen Positionswechsel mitkriegt) auszuschließen ist. Denen kann das genauso passieren und die sorgen nicht dafür, dass jeder seinen Job richtig macht. Insbesondere dann nicht, wenn mindestens 9 weitere Spieler auf einen Schlag einen Fehler machen!
Am Ende hängt der Fehler für mich daran, wie man diese Situation generell lösen wollte bzw. was konkret die Vorgabe war. So wie die Mannschaft stand, liegt die Vermutung nahe, dass hier eigentlich Alcacer hätte mitarbeiten müssen. Folglich sähe Dahoud schlecht aus, weil er den Fehler eines anderen ausbaden muss, was du mit deiner Argumentation aber kategorisch auszuschließen scheinst und dann auch noch einen drauf legst, indem du sagst, das wäre dann auch noch zu verhindern gewesen. Ohne die genaue Kenntnis, welche Vorgaben die Mannschaft in solch einer Situation hat - die durch den Wechsel ja nicht unproblematischer wurde - ist das reichlich gewagt.
Eine statische Situation wie einen Standard, sollte immer zu verhindern sein oder zumindest zu stören, um einen wie du sagst präzisen Ablauf zu verhindern. Reicht oftmals schon in solchen Situationen. Mit etwas Körpereinsatz sollte dies zumindest kein Problem sein.
Ja, sollte es, ist aber nicht immer so einfach und wenn wir hier Fehler aufarbeiten wollen, von anscheinend unfehlbaren Spielern, dann können wir auch beim Pokalspiel nochmal ansetzen, als man ja auch ein Gegentor nach Freistoß kassierte, was nicht mal so unähnlich war:
https://youtu.be/C9XZ7I5NnXI?t=40
Da waren Weigl und Delaney, mit Hakimi, am hinteren Ende 1gg1 gegen 3 Bremer zugeordnet und keiner bleibt vor seinem Mann! Hakimi und Delaney verlieren ihren Mann sogar komplett. Hat also nicht so viel gebracht, dass man auch sieht, wie Weigl und Delaney sich vorher hier absprechen. Auch hier mache ich es mir daher nicht so einfach und picke Einzelspieler raus und behautpe, dass das ein Anderer besser gemacht hätte. Im Moment scheint man hier allgemein ein Problem zu haben, wobei man den Freistoß gegen Hoffenheim kollektiv anders verteidigt hat als gegen Bremen. Entsprechend dürfte es hierzu dann auch schon eine Aufarbeitung gegeben haben, die aber auch nichts gebracht hat, weil das Ergebnis dasselbe ist. Ganz so einfach scheint das also nicht zu sein, wie man sich das gerne vorstellt. Insbesondere, wenn die Bälle gut kommen - was sowohl gegen Werder als auch Hoffenheim der Fall war.
Deine Statistiken und dein Schluss daraus sind in meinen Augen nicht richtig, da ja genau die fehlende Entlastung und Anspielstation im defensiven Mittelfeld in der zweiten Hälfte gefehlt hat. Ist für mich auch der Hauptgrund, wieso nicht mehr ordentlich aufgebaut werden konnte und die Weiterleitungsquote so abgesunken ist.
Somit ist aus Statistiken aus einer Halbzeit in der taktische Fehler begangen wurden, kein Rückschluss zu ziehen, für den Fall in dem man etwaige Änderungen vorgenommen hätte.
Das musst du mir mal sehr viel genauer erläutern, da ich so deinen logischen Schluss nicht im Ansatz nachvollziehen kann.
Wenn die Bälle von Weigl, Diallo, Piszczek und Hakimi schon nicht mehr ankommen, dann liegt das doch kaum allein am Zentrum. Vor allem dann nicht, wenn die Ballaktionen so drastisch zurückgehen, hat man eindeutig bereits dort massive Probleme und keinen geordneten Aufbau mehr, da hier auf einmal Druck von Hoffenheim da war. Druck, dem hier bereits nicht standgehalten wurde ...
Ich mache weder Weigl noch Delaney zu Superhelden. Jedoch ist Delaney im Zweikampf und auch schon als Antreiber der voran geht in der Defensive ein wichtiger Teil, dessen Part Dahoud in der zweiten Hälfte nicht übernehmen konnte. Da wirkte er für mich einfach Defensiv teils etwas Körperlos und nicht ganz wach genug. Es ist müßig darüber zu diskutieren ob Weigl es besser gemacht und der Mannschaft somit geholfen hätte, er hatte ja nicht die Chance dazu.
Dann sollte man so etwas auch schlicht nicht einfach behaupten oder auch nur im Ansatz suggerieren ...
Allerdings hat er in den letzten Wochen die Form und Sicherheit gehabt, um das man ihm eine gute zweite Hälfte im defensiven Mittelfeld zutrauen hätte können.
Auch Delaney hat in den letzten Wochen genug Probleme verursacht. Gegen Bremen und Frankfurt hat er im Aufbau alle Freiheiten, weil man Witsel zugestellt hat. Daraus gemacht hat er nichts. Dazu hat er gegen Hannover sogar einen klaren Elfmeter verursacht, bei dem man Glück hatte, dass er nicht gepfiffen wurde und der VAR weggesehen hat, was der potenzielle Ausgleich hätte sein können. So was wird aber eben auch gerne verdrängt, in den ganzen Lobeshymnen pro körperlichen Fussball gegen den Ball und egal, was dann mit dem Ball passiert - mal ganz abgesehen davon, dass du dir hiermit selbst widersprichst, wenn du einerseits mehr Ballkontrolle forderst und dann wieder mehr Robustheit, obwohl beides auf einmal beim BVB nicht zu bekommen ist, wenn man das auf exakt eine Personalie reduziert (also auf Delaney, Dahoud oder Weigl).
Gesperrt war er zudem auch noch, weswegen die gesamte Diskussion so was von unnötig ist.
Natürlich ist Dahoud ein Spieler der mit seiner Dynamik ganz anders agiert als Weigl. Da ist Weigl halt ein Spieler der generell eher den sicheren vertikalen Pass wählt, was für mich aber in Kombination mit Witsel für nötige Ruhe hätte sorgen können.
Wir reden von 4!!! Fehlpässen bei Dahoud. VIER! Weigl hatte 3, was natürlich einen riesen Unterschied ausmacht, wegen dem man so ein Fass aufmachen muss. Am Ende waren es eben nicht die Bälle, die man direkt zum Gegner gespielt hat, sondern die Bälle, die man nicht zum Mitspieler gebracht hat und an die man gar nicht erst rangekommen ist. Da war Weigl zu keiner Zeit gestern besser als Dahoud. Du verrennst dich hier meines Erachtens gewaltig.
Weigl hat zudem die letzten Wochen viel Körperlichkeit gezeigt, hingegen habe ich Dahoud da in keiner Szene gestern in Erinnerung, in der er unbedingt die Zweikämpfe in der Defensive führen wollte. Wie Weigl im Ballbesitz auf höchstem Niveau agieren kann, hat doch die Zeit unter Tuchel gezeigt. In der zweiten Halbzeit hatte man den Vorsprung nunmal bereits in der Tasche (deshalb absolut wertvoll Dahoud da auf dem Platz gehabt zu haben). In der zweiten Hälfte wären mir persönlich da ein paar langweilige eigene Ballzeiten deutlich lieber gewesen. Dahoud ist eben von seiner ganzen Spielanlage kein Spieler, der ein Spiel beruhigt. Er macht es eher schneller.
Manchmal will man eben sehen, was man sehen will. Ich empfehle dir diesen Beitrag, dessen Sicht ich uneingeschränkt teile und jedes einzelne Wort dieses Absatzes bereits auseinandernimmt: https://www.transfermarkt.de/mahmoud-dahoud-19-/thread/forum/12/thread_id/805323/page/101#anchor_3758246
Wäre für mich wie gesagt zumindest eine Option gewesen. Scheinbar für dich nicht. Ist halt deine Sichtweise, die ich ja dadurch nicht als falsch hinstellen will. Aber aus deiner Sichtweise, gab es da ja dann scheinbar kaum Ansatzpunkte, um die Entlastung taktisch herbeizuführen. Das habe ich anders gesehen.
Beim derzeitigen Entwicklungsstand sehe ich diese Option tatsächlich nicht. Das gibt die Praxis der gesamten Saison nicht her und auch in der Theorie sehe ich das nicht, weil jedes Mittel, das den Ballbesitz in der Idee stärkt, auch allzu schnell einen negativen Einfluss auf die Balance hatte. Favre hat aber bislang immer versucht die Balance zu stärken und diesen Teil hoch gewichtet, weswegen Delaney meist gespielt hat, weil er das besser kann als Weigl oder Dahoud. Im Ballbesitz ist allerdings für mich Dahoud der stärkste Spieler aus dem Trio, weil er jederzeit an den Ball kommen kann und diesen dann auch verarbeitet bekommt. Das Problem hat er meistens danach gehabt: gestern aber nicht. Dafür sollte man sich vielleicht auch nochmal das Spiel gegen die Bayern ansehen, als Dahouds Einwechslung der Schlüsselfaktor war, der das Spiel massiv veränderte und den BVB auf die Siegerstraße brachte! Generell muss der BVB im Ballbesitz allerdings noch sehr viel lernen und Automatismen (auch hierzu nochmal ein Einwand, was Weigls Positionierung angeht, die realtaktisch zur 3er Kette führte, obwohl das vielleicht gar nicht vorgesehen war, da Favre hier stets auf einstudierte Automatismen beharrte, bevor er das macht. Dabei gibt es nicht ein Indiz, dass es diese mittlerweile gibt und daher würde ich zwingend raten taktische Vorgaben und realtaktische Umsetzung zu differenzieren!) entwickeln, die sitzen. Ansonsten wird weiterhin die Effektivität vor dem Tor entscheidend sein und das war sie gestern nach dem 3:0 eben nicht mehr aus BVB Sicht - war sie in anderen Spielen aber schon oft genug.
Ich weiss ja nicht was du unter Fass aufmachen verstehst, ich habe mich aber sicherlich nicht nur an 3 bzw. 4 Fehlpässen bei Weigl/ Dahoud aufgehangen. Solltest du ja an den Spielszenen bemerkt haben, in denen es jetzt weniger rein ums Passspiel und die Fehlpässe ging. Vielmehr ging es darum aufzuzeigen, wieso man weniger Zugriff aufs Spiel hatte. Da war Dahoud für mich eben genauso wie er in der ersten Halbzeit ein positiver Schlüssel war, in der zweiten Halbzeit ein Ansatzpunkt für mich etwas zu korrigieren.
Ich widerspreche mir also wenn ich zum einen mehr Ballsicherheit und zum anderen mehr Robustheit als Schlüssel für ein besseres Ergebnis sehe? Darüber solltest du vllt nochmal nachdenken. Ich fordere auch keineswegs beides auf einmal ein, sondern bin der Ansicht das beides separat am Samstag in Form von Delaney oder Weigl geholfen hätte. Wüsste auch nicht wieso es verboten sein sollte, sich am Beispiel Delaney klar zu machen, wie es hätte anders laufen können. Schließlich geht es in einem Diskussionsforum auch um Sichtweisen sowie Meinungen und nicht lediglich um Statistiken und den tatsächlichen Spielablauf.
Es ist ja dann auch schon etwas merkwürdig, wie konsequent Favre selbst nach dem zugegebenen guten Einsatz von Dahoud gegen Bayern, eben auf Delaney setzt, hingegen Dahoud kaum berücksichtigt?
Welche Gründe wird das wohl haben? Womöglich genau das Spiel gegen den Ball, welches er sich erwartet und von Dahoud eben bisher nicht erwarten konnte oder nicht in ihm gesehen hat. Wie du es sehr gut beschreibst, geht es da vorallem auch um die Balance mit der klaren Prämisse auf die Defensive und das defensive Umschaltspiel. Die Punkteausbeute, spricht doch dann auch ganz klar für diese Linie. Und unterm Strich kann man eben das Spiel gegen den Ball auch höher werten, wenn man sieht zu wievielen Toren und kreierten Chancen unser Spiel mit Ball doch trotzdem bisher noch geführt hat. Erst diese Philosophie die Favre der gesamten Mannschaft da eingeimpft hat, hat doch zum diesjährigen Erfolg geführt. Und jetzt sollte man das alles aufgrund von einem verbesserten Spiel mit Ball wieder hinten runter fallen lassen?
Wenn ich die Wahl habe, mich dann zwischen besserem Spiel mit Ball und gegen den Ball zu entscheiden, wähle ich unter Druck wie gestern, dann doch lieber den Spieler der mir ein besseres Spiel gegen den Ball garantiert oder zumindest sich deutlich besser positioniert, die Mannschaft aus dem Zentrum auch mal anhalten kann aufzurücken. Da ist Dahoud eben im Gegensatz zu Weigl ein viel zurückhaltender Spielertyp. Weigl hingegen ging da seit Beginn der RR etwas voran. Da hat Dahoud mMn eben nicht ganz so gut ausgesehen gestern.
Natürlich ist Dahoud eine gute Lösung, wenn man sich auch mal einige Räume wie im Spiel gegen Bayern erwartet und das Mittelfeld schnell mit einem Box-to
-Box Spieler überbrücken kann.
Letztendlich geht es lediglich darum, eine mMn vorhandene Option nicht einbezogen zu haben.
Aber manchmal liest man eben nur, was man lesen will.
Dein Link führt mich übrigens leider auf Seite 101, vom Dezember 17 im Dahoud Thread. Ich fürchte da ist etwas daneben gegangen.
12.02.2019 - 23:16 Uhr
Find's schon ziemlich aussagekräftig, dass wir in 2 Spielen "ohne" Delaney einfach 5 Gegentore bekommen haben. 3 gg Hoffe und 2 nach seiner Auswechslung gg Bremen.
Gleichzeitig wird die Offensive allerdings stärker mit Dahoud.
Tatsächlich würde ich gerne Mal wieder Thomas Axel und Dahoud aufm Platz sehen. Wie auch immer, hab gerade die PK gesehen und der hat eine wundervolle Stimme xF
Gleichzeitig wird die Offensive allerdings stärker mit Dahoud.
Tatsächlich würde ich gerne Mal wieder Thomas Axel und Dahoud aufm Platz sehen. Wie auch immer, hab gerade die PK gesehen und der hat eine wundervolle Stimme xF
13.02.2019 - 00:11 Uhr
Zitat von Luis_Figo7
Find's schon ziemlich aussagekräftig, dass wir in 2 Spielen "ohne" Delaney einfach 5 Gegentore bekommen haben. 3 gg Hoffe und 2 nach seiner Auswechslung gg Bremen.
Gleichzeitig wird die Offensive allerdings stärker mit Dahoud.
Tatsächlich würde ich gerne Mal wieder Thomas Axel und Dahoud aufm Platz sehen. Wie auch immer, hab gerade die PK gesehen und der hat eine wundervolle Stimme xF
Find's schon ziemlich aussagekräftig, dass wir in 2 Spielen "ohne" Delaney einfach 5 Gegentore bekommen haben. 3 gg Hoffe und 2 nach seiner Auswechslung gg Bremen.
Gleichzeitig wird die Offensive allerdings stärker mit Dahoud.
Tatsächlich würde ich gerne Mal wieder Thomas Axel und Dahoud aufm Platz sehen. Wie auch immer, hab gerade die PK gesehen und der hat eine wundervolle Stimme xF
Fand auch seine Aussage zu seinem Traum in England zu spielen sehr geil: "Ich hab auch einen Traum wieder bei Kopenhagen zu spielen. Und Japan könnte auch geil sein
Sehe da ebenfalls einen Zusammenhang, da wir mit Thomas viel besseren Zugriff aufs MF haben und Chancen so gar nicht entstehen. Nur gut, dass er morgen sicher mit am Start ist.
13.02.2019 - 01:54 Uhr
Zitat von Luis_Figo7
Find's schon ziemlich aussagekräftig, dass wir in 2 Spielen "ohne" Delaney einfach 5 Gegentore bekommen haben. 3 gg Hoffe und 2 nach seiner Auswechslung gg Bremen.
Gleichzeitig wird die Offensive allerdings stärker mit Dahoud.
Tatsächlich würde ich gerne Mal wieder Thomas Axel und Dahoud aufm Platz sehen. Wie auch immer, hab gerade die PK gesehen und der hat eine wundervolle Stimme xF
Find's schon ziemlich aussagekräftig, dass wir in 2 Spielen "ohne" Delaney einfach 5 Gegentore bekommen haben. 3 gg Hoffe und 2 nach seiner Auswechslung gg Bremen.
Gleichzeitig wird die Offensive allerdings stärker mit Dahoud.
Tatsächlich würde ich gerne Mal wieder Thomas Axel und Dahoud aufm Platz sehen. Wie auch immer, hab gerade die PK gesehen und der hat eine wundervolle Stimme xF
Da ich selbst auch immer das Gefühl habe, dass seine Rolle hier etwas zu kurz kommt, hab ich jetzt noch mal ein etwas genaueren Blick in die Daten geworfen.
Bundesliga:
Mit Delaney in der Startelf:
16 Spiele, 41 Punkte (2,6 PPG), 41:12 Tore (2,5:0,8 GPG)
Ohne Delaney in der Startelf:
5 Spiele, 9 Punkte (1,8 PPG), 13:11 Tore (2,6:2,2 GPG)
Wir haben in der Liga 6x "2 oder mehr Gegentore" bekommen. Bei den Spielen mit ihm sind es 2 von 16 (12,5%) und bei den Spielen ohne ihn 4 von 5 (80%).
Das zieht sich dann durch wenn man bspw. auf den DFB Pokal guckt, dann hat er auch dort beim Spiel gegen Union als wir 2 Tore bekamen nicht auf dem Platz gestanden und gegen Werder kamen die Gegentore 2 und 3 erst nachdem er nach 103 Minuten vom Platz ging.
Das ist einer der Gründe warum ich den Hype um Reus nicht so mag, weil die Leistung anderer Spieler dadurch nicht so richtig gewürdigt wird. Natürlich spielt Reus eine starke Saison bei uns, aber ohne die überragenden Leistungen von Spielern wie Delaney, Witsel, Sancho, Bürki, etc. wären wir trotzdem nicht mal annäherungsweise dort wo wir gerade sind. Von diesen Spielern ist meiner Meinung nach Delaney noch der der am wenigsten Anerkennung bekommt im Vergleich zu dem was er leistet, denn ich bin aber davon überzeugt, dass die Statistiken nicht zufällig Zustande kommen sondern zeigen welchen enormen Stellenwert er einnimmt, wenn es darum geht Lücken zu schließen, körperlich gegen zu halten, zu antizipieren wo Lücken entstehen könnten, Wege zu gehen auch wenn es weh tut und damit seine Mitspieler abzusichern aber auch mitzureißen.
13.02.2019 - 06:57 Uhr
Zitat von barcaberlin
Da ich selbst auch immer das Gefühl habe, dass seine Rolle hier etwas zu kurz kommt, hab ich jetzt noch mal ein etwas genaueren Blick in die Daten geworfen.
Bundesliga:
Mit Delaney in der Startelf:
16 Spiele, 41 Punkte (2,6 PPG), 41:12 Tore (2,5:0,8 GPG)
Ohne Delaney in der Startelf:
5 Spiele, 9 Punkte (1,8 PPG), 13:11 Tore (2,6:2,2 GPG)
Wir haben in der Liga 6x "2 oder mehr Gegentore" bekommen. Bei den Spielen mit ihm sind es 2 von 16 (12,5%) und bei den Spielen ohne ihn 4 von 5 (80%).
Das zieht sich dann durch wenn man bspw. auf den DFB Pokal guckt, dann hat er auch dort beim Spiel gegen Union als wir 2 Tore bekamen nicht auf dem Platz gestanden und gegen Werder kamen die Gegentore 2 und 3 erst nachdem er nach 103 Minuten vom Platz ging.
Das ist einer der Gründe warum ich den Hype um Reus nicht so mag, weil die Leistung anderer Spieler dadurch nicht so richtig gewürdigt wird. Natürlich spielt Reus eine starke Saison bei uns, aber ohne die überragenden Leistungen von Spielern wie Delaney, Witsel, Sancho, Bürki, etc. wären wir trotzdem nicht mal annäherungsweise dort wo wir gerade sind. Von diesen Spielern ist meiner Meinung nach Delaney noch der der am wenigsten Anerkennung bekommt im Vergleich zu dem was er leistet, denn ich bin aber davon überzeugt, dass die Statistiken nicht zufällig Zustande kommen sondern zeigen welchen enormen Stellenwert er einnimmt, wenn es darum geht Lücken zu schließen, körperlich gegen zu halten, zu antizipieren wo Lücken entstehen könnten, Wege zu gehen auch wenn es weh tut und damit seine Mitspieler abzusichern aber auch mitzureißen.
Zitat von Luis_Figo7
Find's schon ziemlich aussagekräftig, dass wir in 2 Spielen "ohne" Delaney einfach 5 Gegentore bekommen haben. 3 gg Hoffe und 2 nach seiner Auswechslung gg Bremen.
Gleichzeitig wird die Offensive allerdings stärker mit Dahoud.
Tatsächlich würde ich gerne Mal wieder Thomas Axel und Dahoud aufm Platz sehen. Wie auch immer, hab gerade die PK gesehen und der hat eine wundervolle Stimme xF
Find's schon ziemlich aussagekräftig, dass wir in 2 Spielen "ohne" Delaney einfach 5 Gegentore bekommen haben. 3 gg Hoffe und 2 nach seiner Auswechslung gg Bremen.
Gleichzeitig wird die Offensive allerdings stärker mit Dahoud.
Tatsächlich würde ich gerne Mal wieder Thomas Axel und Dahoud aufm Platz sehen. Wie auch immer, hab gerade die PK gesehen und der hat eine wundervolle Stimme xF
Da ich selbst auch immer das Gefühl habe, dass seine Rolle hier etwas zu kurz kommt, hab ich jetzt noch mal ein etwas genaueren Blick in die Daten geworfen.
Bundesliga:
Mit Delaney in der Startelf:
16 Spiele, 41 Punkte (2,6 PPG), 41:12 Tore (2,5:0,8 GPG)
Ohne Delaney in der Startelf:
5 Spiele, 9 Punkte (1,8 PPG), 13:11 Tore (2,6:2,2 GPG)
Wir haben in der Liga 6x "2 oder mehr Gegentore" bekommen. Bei den Spielen mit ihm sind es 2 von 16 (12,5%) und bei den Spielen ohne ihn 4 von 5 (80%).
Das zieht sich dann durch wenn man bspw. auf den DFB Pokal guckt, dann hat er auch dort beim Spiel gegen Union als wir 2 Tore bekamen nicht auf dem Platz gestanden und gegen Werder kamen die Gegentore 2 und 3 erst nachdem er nach 103 Minuten vom Platz ging.
Das ist einer der Gründe warum ich den Hype um Reus nicht so mag, weil die Leistung anderer Spieler dadurch nicht so richtig gewürdigt wird. Natürlich spielt Reus eine starke Saison bei uns, aber ohne die überragenden Leistungen von Spielern wie Delaney, Witsel, Sancho, Bürki, etc. wären wir trotzdem nicht mal annäherungsweise dort wo wir gerade sind. Von diesen Spielern ist meiner Meinung nach Delaney noch der der am wenigsten Anerkennung bekommt im Vergleich zu dem was er leistet, denn ich bin aber davon überzeugt, dass die Statistiken nicht zufällig Zustande kommen sondern zeigen welchen enormen Stellenwert er einnimmt, wenn es darum geht Lücken zu schließen, körperlich gegen zu halten, zu antizipieren wo Lücken entstehen könnten, Wege zu gehen auch wenn es weh tut und damit seine Mitspieler abzusichern aber auch mitzureißen.
€
Hab nach dem Hoffespiel noch eine Statistik gesehen, dass wir mit Delaney auf dem Feld alle 130 Minuten ein Tor kassieren und ohne ihn alle 44 Minuten. Thomas ist für mich eine tragende Säule geworden, Publikumsliebling da ein Typ als Malocher, unfassbar sympathisch, reißt die jungen Spieler auf dem Platz mit - zusammengefasst ein absoluter Toptransfer, der hoffentlich lange bei uns bleibt!
13.02.2019 - 08:34 Uhr
Zitat von Luis_Figo7
Find's schon ziemlich aussagekräftig, dass wir in 2 Spielen "ohne" Delaney einfach 5 Gegentore bekommen haben. 3 gg Hoffe und 2 nach seiner Auswechslung gg Bremen.
Gleichzeitig wird die Offensive allerdings stärker mit Dahoud.
Tatsächlich würde ich gerne Mal wieder Thomas Axel und Dahoud aufm Platz sehen. Wie auch immer, hab gerade die PK gesehen und der hat eine wundervolle Stimme xF
Find's schon ziemlich aussagekräftig, dass wir in 2 Spielen "ohne" Delaney einfach 5 Gegentore bekommen haben. 3 gg Hoffe und 2 nach seiner Auswechslung gg Bremen.
Gleichzeitig wird die Offensive allerdings stärker mit Dahoud.
Tatsächlich würde ich gerne Mal wieder Thomas Axel und Dahoud aufm Platz sehen. Wie auch immer, hab gerade die PK gesehen und der hat eine wundervolle Stimme xF
Die Defensive steht mit Delaney deutlich stabiler, ja.
Ich sehe aber nicht, wo wir mit Dahoud offensiv stärker sind. Das lief auch mit dem Arbeitstier Delaney ganz ansehnlich...
Freue mich das er heute wieder dabei ist! Enorm wichtig. Zudem noch ein geiler Typ.
Für mich sogar DER Transfer im Sommer 2018!
13.02.2019 - 08:57 Uhr
Zitat von chapi-09
Die Defensive steht mit Delaney deutlich stabiler, ja.
Ich sehe aber nicht, wo wir mit Dahoud offensiv stärker sind. Das lief auch mit dem Arbeitstier Delaney ganz ansehnlich...
Freue mich das er heute wieder dabei ist! Enorm wichtig. Zudem noch ein geiler Typ.
Für mich sogar DER Transfer im Sommer 2018!
Zitat von Luis_Figo7
Find's schon ziemlich aussagekräftig, dass wir in 2 Spielen "ohne" Delaney einfach 5 Gegentore bekommen haben. 3 gg Hoffe und 2 nach seiner Auswechslung gg Bremen.
Gleichzeitig wird die Offensive allerdings stärker mit Dahoud.
Tatsächlich würde ich gerne Mal wieder Thomas Axel und Dahoud aufm Platz sehen. Wie auch immer, hab gerade die PK gesehen und der hat eine wundervolle Stimme xF
Find's schon ziemlich aussagekräftig, dass wir in 2 Spielen "ohne" Delaney einfach 5 Gegentore bekommen haben. 3 gg Hoffe und 2 nach seiner Auswechslung gg Bremen.
Gleichzeitig wird die Offensive allerdings stärker mit Dahoud.
Tatsächlich würde ich gerne Mal wieder Thomas Axel und Dahoud aufm Platz sehen. Wie auch immer, hab gerade die PK gesehen und der hat eine wundervolle Stimme xF
Die Defensive steht mit Delaney deutlich stabiler, ja.
Ich sehe aber nicht, wo wir mit Dahoud offensiv stärker sind. Das lief auch mit dem Arbeitstier Delaney ganz ansehnlich...
Freue mich das er heute wieder dabei ist! Enorm wichtig. Zudem noch ein geiler Typ.
Für mich sogar DER Transfer im Sommer 2018!
Hmmm... weiß nicht.
Man hat gegen Bremen schon nach Reus' Auswechslung gemerkt, dass da in der Offensive ein Stück weit die Kreativität und Durchsetzungskraft gefehlt hat.
Besonders die zweite Halbzeit war da m.M.n. schon ein ziemliches Armutszeugnis, was Offensivspiel angeht und komischerweise haben wir dann nach Delaney's Auswechslung und der damit verbundenen Einwechslung von Dahoud plötzlich wieder mehr Offensiv-Aktionen gehabt und auch die beiden Tore haben wir nach Delaney's Auswechslung erzielt.
Auch gegen Hoffenheim fand ich das Offensivspiel, trotz des Reus-Ausfalls nicht so schlecht. Wir haben uns da schon einige gute Chancen herausgespielt und sind ja nicht von ungefähr mit 3:0 in Führung gegangen.
Natürlich muss man auch anmerken, dass wir sowohl gegen Bremen 2, als auch gegen Hoffenheim 3 Gegentore kassiert haben, als er nicht auf dem Platz stand.
Das zeigt mir aber eher, dass wir neben bzw. vor Delaney eindeutig einen spielstarken Offensivspieler benötigen, da Delaney selbst m.M.n. einfach die Fähigkeiten fehlen, ein Offensivspiel anzukurbeln.
Er funktioniert hervorragend neben Witsel, indem er als Staubsauger arbeitet, der sehr viel wichtige Zweikämpfe gewinnt und somit Witsel und den Offensivspielern den Rücken freihält,
Witsel ist für mich eher der Stratege neben Delaney, der dem Spiel Struktur verleiht und durch seine Ruhe, Übersicht und Pressingresistenz das Spiel mit aufbaut. Für die gefährlichen Offensivaktionen ist er aber dennoch nicht zuständig. Das übernimmt dann meistens Reus, weshalb sich dieses Dreiergespann im Mittelfeld m.M.n. in dieser Saison sehr gut ergänzt.
Das Problem ist einfach, fallen ein oder mehrere dieser Spieler aus, haben wir Schwierigkeiten dies zu kompensieren.
Wie gesagt, dass sah gegen Hoffenheim 60-70 Minuten ganz gut aus, weil auch Dahoud in der Defensive nicht wirklich gefordert war und somit in der Offensive viel übernehmen konnte. Also Hoffenheim dann vermehrt Druck ausübte und noch Offensive wurde, hatte man aber schon bemerkt, dass Dahoud damit überfordert war, da er bei weitem nicht über die Defensivstärke eines Delaney verfügt.
Daher ist Dahoud m.M.n. neben Witsel nur bedingt zu gebrauchen, da Witsel nicht über diese defensive Weiträumigkeit wie Delaney verfügt, sodass er Dahoud und auch den 10er (am Samstag waren es abwechselnd Götze und Philipp) gleichzeitig den Rücken freihalten kann.
Daher finde ich, dass wir heute Abend mit Dahoud auf der 10 und Witsel und Delaney dahinter starten sollten. Philipp geht m.M.n. auf der 10 die Kreativität ab, was unser Offensivspiel lahmt und Götze finde ich als MS in dieser Saison einfach am stärksten.
Das zeigt aber auch eindeutig unsere Probleme auf, die wir im Sommer beheben müssen. Fallen Spieler wie Witsel, Delaney und Reus aus, haben wir extreme Schwierigkeiten dies zu kompensieren, weshalb zu zusehen müssen, dass wir im Sommer noch einmal nachlegen. Zumindest für die Position von Witsel/Delaney wird dringend noch ein Spieler benötigt. Also einen hybriden ZM/ZDM, um Ausfälle dieser beiden Spieler aufzufangen.
13.02.2019 - 10:37 Uhr
Zitat von Danjo88
Hmmm... weiß nicht.
Man hat gegen Bremen schon nach Reus' Auswechslung gemerkt, dass da in der Offensive ein Stück weit die Kreativität und Durchsetzungskraft gefehlt hat.
Besonders die zweite Halbzeit war da m.M.n. schon ein ziemliches Armutszeugnis, was Offensivspiel angeht und komischerweise haben wir dann nach Delaney's Auswechslung und der damit verbundenen Einwechslung von Dahoud plötzlich wieder mehr Offensiv-Aktionen gehabt und auch die beiden Tore haben wir nach Delaney's Auswechslung erzielt.
Auch gegen Hoffenheim fand ich das Offensivspiel, trotz des Reus-Ausfalls nicht so schlecht. Wir haben uns da schon einige gute Chancen herausgespielt und sind ja nicht von ungefähr mit 3:0 in Führung gegangen.
Natürlich muss man auch anmerken, dass wir sowohl gegen Bremen 2, als auch gegen Hoffenheim 3 Gegentore kassiert haben, als er nicht auf dem Platz stand.
Das zeigt mir aber eher, dass wir neben bzw. vor Delaney eindeutig einen spielstarken Offensivspieler benötigen, da Delaney selbst m.M.n. einfach die Fähigkeiten fehlen, ein Offensivspiel anzukurbeln.
Er funktioniert hervorragend neben Witsel, indem er als Staubsauger arbeitet, der sehr viel wichtige Zweikämpfe gewinnt und somit Witsel und den Offensivspielern den Rücken freihält,
Witsel ist für mich eher der Stratege neben Delaney, der dem Spiel Struktur verleiht und durch seine Ruhe, Übersicht und Pressingresistenz das Spiel mit aufbaut. Für die gefährlichen Offensivaktionen ist er aber dennoch nicht zuständig. Das übernimmt dann meistens Reus, weshalb sich dieses Dreiergespann im Mittelfeld m.M.n. in dieser Saison sehr gut ergänzt.
Das Problem ist einfach, fallen ein oder mehrere dieser Spieler aus, haben wir Schwierigkeiten dies zu kompensieren.
Wie gesagt, dass sah gegen Hoffenheim 60-70 Minuten ganz gut aus, weil auch Dahoud in der Defensive nicht wirklich gefordert war und somit in der Offensive viel übernehmen konnte. Also Hoffenheim dann vermehrt Druck ausübte und noch Offensive wurde, hatte man aber schon bemerkt, dass Dahoud damit überfordert war, da er bei weitem nicht über die Defensivstärke eines Delaney verfügt.
Daher ist Dahoud m.M.n. neben Witsel nur bedingt zu gebrauchen, da Witsel nicht über diese defensive Weiträumigkeit wie Delaney verfügt, sodass er Dahoud und auch den 10er (am Samstag waren es abwechselnd Götze und Philipp) gleichzeitig den Rücken freihalten kann.
Daher finde ich, dass wir heute Abend mit Dahoud auf der 10 und Witsel und Delaney dahinter starten sollten. Philipp geht m.M.n. auf der 10 die Kreativität ab, was unser Offensivspiel lahmt und Götze finde ich als MS in dieser Saison einfach am stärksten.
Das zeigt aber auch eindeutig unsere Probleme auf, die wir im Sommer beheben müssen. Fallen Spieler wie Witsel, Delaney und Reus aus, haben wir extreme Schwierigkeiten dies zu kompensieren, weshalb zu zusehen müssen, dass wir im Sommer noch einmal nachlegen. Zumindest für die Position von Witsel/Delaney wird dringend noch ein Spieler benötigt. Also einen hybriden ZM/ZDM, um Ausfälle dieser beiden Spieler aufzufangen.
Zitat von chapi-09
Die Defensive steht mit Delaney deutlich stabiler, ja.
Ich sehe aber nicht, wo wir mit Dahoud offensiv stärker sind. Das lief auch mit dem Arbeitstier Delaney ganz ansehnlich...
Freue mich das er heute wieder dabei ist! Enorm wichtig. Zudem noch ein geiler Typ.
Für mich sogar DER Transfer im Sommer 2018!
Zitat von Luis_Figo7
Find's schon ziemlich aussagekräftig, dass wir in 2 Spielen "ohne" Delaney einfach 5 Gegentore bekommen haben. 3 gg Hoffe und 2 nach seiner Auswechslung gg Bremen.
Gleichzeitig wird die Offensive allerdings stärker mit Dahoud.
Tatsächlich würde ich gerne Mal wieder Thomas Axel und Dahoud aufm Platz sehen. Wie auch immer, hab gerade die PK gesehen und der hat eine wundervolle Stimme xF
Find's schon ziemlich aussagekräftig, dass wir in 2 Spielen "ohne" Delaney einfach 5 Gegentore bekommen haben. 3 gg Hoffe und 2 nach seiner Auswechslung gg Bremen.
Gleichzeitig wird die Offensive allerdings stärker mit Dahoud.
Tatsächlich würde ich gerne Mal wieder Thomas Axel und Dahoud aufm Platz sehen. Wie auch immer, hab gerade die PK gesehen und der hat eine wundervolle Stimme xF
Die Defensive steht mit Delaney deutlich stabiler, ja.
Ich sehe aber nicht, wo wir mit Dahoud offensiv stärker sind. Das lief auch mit dem Arbeitstier Delaney ganz ansehnlich...
Freue mich das er heute wieder dabei ist! Enorm wichtig. Zudem noch ein geiler Typ.
Für mich sogar DER Transfer im Sommer 2018!
Hmmm... weiß nicht.
Man hat gegen Bremen schon nach Reus' Auswechslung gemerkt, dass da in der Offensive ein Stück weit die Kreativität und Durchsetzungskraft gefehlt hat.
Besonders die zweite Halbzeit war da m.M.n. schon ein ziemliches Armutszeugnis, was Offensivspiel angeht und komischerweise haben wir dann nach Delaney's Auswechslung und der damit verbundenen Einwechslung von Dahoud plötzlich wieder mehr Offensiv-Aktionen gehabt und auch die beiden Tore haben wir nach Delaney's Auswechslung erzielt.
Auch gegen Hoffenheim fand ich das Offensivspiel, trotz des Reus-Ausfalls nicht so schlecht. Wir haben uns da schon einige gute Chancen herausgespielt und sind ja nicht von ungefähr mit 3:0 in Führung gegangen.
Natürlich muss man auch anmerken, dass wir sowohl gegen Bremen 2, als auch gegen Hoffenheim 3 Gegentore kassiert haben, als er nicht auf dem Platz stand.
Das zeigt mir aber eher, dass wir neben bzw. vor Delaney eindeutig einen spielstarken Offensivspieler benötigen, da Delaney selbst m.M.n. einfach die Fähigkeiten fehlen, ein Offensivspiel anzukurbeln.
Er funktioniert hervorragend neben Witsel, indem er als Staubsauger arbeitet, der sehr viel wichtige Zweikämpfe gewinnt und somit Witsel und den Offensivspielern den Rücken freihält,
Witsel ist für mich eher der Stratege neben Delaney, der dem Spiel Struktur verleiht und durch seine Ruhe, Übersicht und Pressingresistenz das Spiel mit aufbaut. Für die gefährlichen Offensivaktionen ist er aber dennoch nicht zuständig. Das übernimmt dann meistens Reus, weshalb sich dieses Dreiergespann im Mittelfeld m.M.n. in dieser Saison sehr gut ergänzt.
Das Problem ist einfach, fallen ein oder mehrere dieser Spieler aus, haben wir Schwierigkeiten dies zu kompensieren.
Wie gesagt, dass sah gegen Hoffenheim 60-70 Minuten ganz gut aus, weil auch Dahoud in der Defensive nicht wirklich gefordert war und somit in der Offensive viel übernehmen konnte. Also Hoffenheim dann vermehrt Druck ausübte und noch Offensive wurde, hatte man aber schon bemerkt, dass Dahoud damit überfordert war, da er bei weitem nicht über die Defensivstärke eines Delaney verfügt.
Daher ist Dahoud m.M.n. neben Witsel nur bedingt zu gebrauchen, da Witsel nicht über diese defensive Weiträumigkeit wie Delaney verfügt, sodass er Dahoud und auch den 10er (am Samstag waren es abwechselnd Götze und Philipp) gleichzeitig den Rücken freihalten kann.
Daher finde ich, dass wir heute Abend mit Dahoud auf der 10 und Witsel und Delaney dahinter starten sollten. Philipp geht m.M.n. auf der 10 die Kreativität ab, was unser Offensivspiel lahmt und Götze finde ich als MS in dieser Saison einfach am stärksten.
Das zeigt aber auch eindeutig unsere Probleme auf, die wir im Sommer beheben müssen. Fallen Spieler wie Witsel, Delaney und Reus aus, haben wir extreme Schwierigkeiten dies zu kompensieren, weshalb zu zusehen müssen, dass wir im Sommer noch einmal nachlegen. Zumindest für die Position von Witsel/Delaney wird dringend noch ein Spieler benötigt. Also einen hybriden ZM/ZDM, um Ausfälle dieser beiden Spieler aufzufangen.
Delaney ist für die Balance in unserem Spiel ganz offenbar sehr wichtig. Er wird heute sicher seinen Platz in der Startelf einnehmen.
Dahoud auf der 10 kann ich mir zwar grundsätzlich vorstellen, allerdings favorisiert Favre offenbar eher Spieler, die neben Technik und Geschwindigkeit vor allem auch ein Gespür für die Laufwege in gefährliche Räume und Abschlussstärke mitbringen.
Zumindest die letzten beiden Parameter sehe ich bei Mo leider nicht sehr ausgeprägt.
Ich lasse mich aber gerne eines besseren belehren.
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