Taktik und Spielsysteme
21.07.2011 - 09:17 Uhr
07.08.2018 - 17:20 Uhr
Zitat von garfi
KAlist ist back
; Hast Du auch über DSE auf der sechs nachgedacht bevor Du Deine Aufstellung gepostet hast?
KAlist ist back
; Hast Du auch über DSE auf der sechs nachgedacht bevor Du Deine Aufstellung gepostet hast?Ich versuche immer alles in betracht zu ziehen, bevor ich mich entscheide!
Als 6er ist er mir halt zu langsam/träge
Ja ich bin zurück. Hatte bissl die Lust verloren, da Tina zum Forentroll mutierte und nurnoch Negativ auf meine Beiträge einstieg. Wie ich sehe hat sich nichts verändert, aber vermisst hab ichs hier trotzdem!
07.08.2018 - 18:34 Uhr
Zitat von Botibot
Rudi hat sich weder dagegen ausgesprochen, dass Alternativen diskutiert werden (das macht er ja selbst), noch hat er geschrieben, dass der Trainer immer das Richtige macht und man ihm blind Vertrauen soll.
Er hat gegen die überzogene Kritik Stellung bezogen, ausnahmsweise mal ohne irgendetwas bis ins letzte Detail zu sezieren. Und ausgerechnet jetzt fährst du ihm in die Parade? Das Recht auf Stammtisch, dass du für die Kritisierten einforderst, gilt dann genauso für ihn.
Außerdem hatte er recht gehabt.
Zitat von deeskoschdnix
Wer möchte, kann sich hier äußern, und dann kann man in der Sache diskutieren oder es sein lassen. Aber mit genereller Totschlagargumentation a la “der Trainer wird schon in jeder Entscheidung das einzig Richtige tun“, kann ich nichts anfangen. Etwas überzogen.
Wer möchte, kann sich hier äußern, und dann kann man in der Sache diskutieren oder es sein lassen. Aber mit genereller Totschlagargumentation a la “der Trainer wird schon in jeder Entscheidung das einzig Richtige tun“, kann ich nichts anfangen. Etwas überzogen.
Rudi hat sich weder dagegen ausgesprochen, dass Alternativen diskutiert werden (das macht er ja selbst), noch hat er geschrieben, dass der Trainer immer das Richtige macht und man ihm blind Vertrauen soll.
Er hat gegen die überzogene Kritik Stellung bezogen, ausnahmsweise mal ohne irgendetwas bis ins letzte Detail zu sezieren. Und ausgerechnet jetzt fährst du ihm in die Parade? Das Recht auf Stammtisch, dass du für die Kritisierten einforderst, gilt dann genauso für ihn.
Außerdem hatte er recht gehabt.
Kann sein, botibot. Habe mit rudi tatsächlich einen der freundlichsten und am wenigsten Streitsüchtigen erwischt. Das war Blödsinn, in der Sache aber sehe ich es schon so wie geschrieben. Halte mich aber auch selbst nicht immer daran. Alles gut.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von deeskoschdnix am 07.08.2018 um 18:52 Uhr bearbeitet
07.08.2018 - 18:49 Uhr
Ich hätte die Kritik in den anderen Freds, an die entsprechenden User richten sollen. Hier hat das nicht so reingepasst, weil die Diskussion sachlich war. Alles ok.
07.08.2018 - 18:49 Uhr
Friede, Freude, Auswärtssieg!
07.08.2018 - 21:52 Uhr
Ich würde Fink gerne mal als Mittelstürmer sehen und Choi + Muslija offensiv dahinter.
08.08.2018 - 20:43 Uhr
3. Spieltag Köln – Karlsruhe
Der KSC im 442, diesmal bis auf Pourie die Startaufstellung aus dem St.Pauli-Kick. Röser neben Pourie, Lorenz auf den linken Flügel. Die Kölner hingegen agierten wie die Zwickauer aus einem 4231 heraus. Sehr überrascht war ich ob Alois´s Ansage vor dem Spiel, man wolle „mehr den Ball haben wie gegen Zwickau“. Der KSC nun mehr in Richtung Ballbesitz, Kombinationsspiel? Gegen Zwickau 54% Ballbesitz, was ja schon ordentlich ist, schön anzuschauen war das aber eher nicht. War das dann die Intention des KSC, von Anfang an gepflegtes Kurzpassspiel mit Thiago Wanitzek und Fronk Lorenz?
Anspiel - Ball auf Gordon, der direkt hoch und weit raus. So kennt man das Ballbesitzspiel des KSC.
Also erst mal keine wirkliche Umstellung. Der KSC versuchte wie gewohnt hoch zu attackieren, den Gegner in die eigene Hälfte zu schieben, Gegenpressing bei Ballverlust. Das machte anfangs aber keine guten Eindruck. Um das Hochschieben von Stiefler abzusichern, da Wanitzek nicht aufrückte, agierte Thiede oft absichernd auf dem rechten Flügel im Halbraum und versuchte von dort aus dann Zugriff in die Zentrale rein zu bekommen, wenn der Ball hergegeben wurde. Das brachte aber dann eher Probleme nach Ballgewinn mit sich, da Thiede dann sofort versuchte zu initiieren, eingerückt agierte und dann eben auch mal den Ball nach Eroberung schnell wieder verlor. Damit war die rechte Seite dann völlig offen, doch Köln konnte daraus keine gefährlichen Chancen kreieren, aber zumindest einen Konter bei freier Bahn über ihre linke Seite bis weit in die Karlsruher Hälfte tragen. Thiede fuhr die Intensität dann schnell runter und brachte sich dann nur noch in der Balleroberung ein, nicht mehr selbst mit für den Durchbruch vertikal im Halbraum agierend zu sorgen. Torgefahr konnte der KSC keine entwickeln, Pourie und Röser agierten Seite an Seite, wechselnd in mal fallen lassender Rolle, Lorenz und Roßbach standen auf der linken Seite noch etwas zu dicht. Muslija versuchte mehr einzurücken, war aber noch nicht gut eingebunden, konnte nicht aufdrehen und maximal als Anspielstation dienen. Stolperstein hier anfangs Stiff, der gesucht wurde, oft an den Ball kam, aber etwas nervös wirkte und sich dann auf eher risikoloses Spiel verlegte, nachdem er anfangs mit einer eher ungewohnt schwachen Ballverarbeitung die Kölner fast zum Kontern einlud. Der KSC wirkte in der Offensive wieder ähnlich gehemmt und statisch wie gegen Zwickau.
Beide Teams verlegten sich in der Defensive auf ein 442, auch die Kölner liefen den KSC hoch an, was dann ebenfalls mit ein Grund war, dass der KSC das Spiel dann in Phasen aus der Hand gab. Im 442 Spielaufbau hinten raus ist es nicht leicht, es fehlt der Stürmer als MF-Spieler, um das Pressing des Gegners geschickter ins Leere laufen zu lassen, wenn sich nur ein Achter fallen lässt, der Gegner zwischen einem 442 und 424 pendelnd Manndeckung und Anlaufen ausüben kann, um die AV und tiefe Zentrale aus dem Spiel zu nehmen, während Druck auf die IV ausgeübt wird, wie das bereits seitens der Zwickauer gegen den KSC oft erfolgreich war. Der KSC musste also tiefstehend aus der Verteidigung raus den Befreiungsschlag wählen, weite Bälle hoch raus. Das ist Gift, hingegen zu den hohen Bällen, die Höhe Mittellinie gespielt werden. Der KSC war damit gestreckt, Zugriff im Kampf um die 2. Bälle nicht da. Der KSC gab damit schnell die Bälle wieder her und die Kölner nun langsam ins Spiel. Die Kölner verteidigten eher mannorientiert und damit relativ breit gefächert, während der KSC auf den Flügeln eng stand und versuchte Räume zu schließen. Mitte der ersten Hälfte gelang es den Kölnern dann Seitenwechsel zu spielen, eigentlich alle auf den rechten Flügel raus, welcher dann nur noch mit Roßbach und Pisot als abgesichert war. Anfangs fehlte den Kölnern die Präzision, später wurde es dann richtig gefährlich, bis Uphoff in höchster Not retten musste. Gerade Pisot war gezwungen oft aus der Kette auszuscheren und nach vorne zu verteidigen, weil man dann vom rechten Flügel aus in die Zentrale ging, was ihm aber zum Glück bis auf das eine Foul, als Köln kurz vor dem 16er zentral zum Freistoß kam, dann sehr ordentlich gelang. Dem Mittelfeld fehlte der Zugriff, auch weil Wanitzek seine Verletzung erst mal rauslaufen musste. Obwohl man im Mittelfeld mit 2-Mann Sturm Unterzahl vermied, weil sich Röser teils so tief fallen ließ, dass er defensiv als Achter aushalf, ließ man die Kölner zu leicht ins letzte Drittel kommen. Das Spiel wandelte sich dann aber gegen Ende der ersten Hälfte und entscheidend für mich war da Röser. Der ließ sich immer öfter auf den linken Flügel fallen und stellte damit die rechte Seite der Kölner vor Probleme. Einerseits die auf dem linken Flügel aufrückenden Lorenz und Roßbach absichern, andererseits den Fokus auf den links rausschiebenden Röser, während Pourie die IV band. Ohne sich weiterhin wirklich gute Chancen zu erspielen, ging es in die Pause. Bis auf einige Standards, die dann schwach gespielt wurden, gab es kaum die Möglichkeit in den 16er einzudringen.
Moutas wertete die Anzahl der Standards in der Pause zumindest als Plus, aber so ausgespielt dann halt leider wenig wert. Ansonsten sah Dimitri den KSC mit einer ordentlichen Leistung. Sah ich nicht so ganz. Teils Ballbesitzphasen, ohne richtig ins Kombinationsspiel zu kommen, ein eher selten effektives Gegenpressing und ein Mittelfeld, dass tiefstehend nicht durchgehend Zugriff bekam.
Doch zum Glück knüpfte der KSC nach dem Pausentee direkt an das Ende der ersten Hälfte an. Von nun an ging Röser erst mal bei jeder sich bietenden Möglichkeit auf den linken Flügel raus. Stiefler agierte bei eigenem Ballbesitz etwas tiefer, das Hohe Pressing der Kölner griff nicht mehr so zu, der KSC konnte nun befreiter im MF agieren. Das Mittelfeld-Pressing der Kölner wirkte eher lasch, Koschinat fing früh richtig zu motzen an, allgemein machten die Kölner einen etwas gehemmten Eindruck und zeigten nicht mehr die nötige Intensität. Pourie und Röser liefen sehr aggressiv an, gerade Röser konnte teils Uaferro so stark unter Druck setzen, dass selbst der Befreiungsschlag zu gefährlich war und der Ball ins Seitenaus ging. Wanitzek und Stiefler spielten nun eher aneinander gekettet, schoben häufig über der Mittellinie auf gleiche Höhe, wenn man nachschob. Der KSC stand nun mit der aggressiven Mannorientierung und den passenden Abständen hochstehend super kompakt, fortan wechselten auch Wanitzek und Stiefler die Rollen. Stiefler tendierte immer mehr zur Absicherung, während Marvin den Offensivgang einlegte. Nicht nur, dass das Pressing lief, gingen die Spieler offensiv die nötigen Laufwege, um die Zuordnungen der Kölner zu stören. Wanitzek tendierte auf die linke Seite, sein Offensivdrang brachte ihn sogar auf den linken Flügel raus zum Flanken. Das ist Vertrauen in die eigene Spielweise und Absicherung, wenn die Mannschaft so rochiert. Das brachte dann auch letztlich Lorenz so richtig ins Spiel, fortan spielte er sehr raumgreifend. Muslija spielte teils stark einrückend, wenn der Ball auf dem linken Flügel war, schon fast als Zehner. Stümer schiebt raus, Achter schiebt raus, Flügelspieler rückt ein, so muss das sein, endlich mal die Statik aus dem Spiel raus. Thiede hatte dann teils den rechten Flügel für sich alleine, während Roßbach eher absichernd auf der linken Seite agierte. Ein Tor fiel aber weiterhin nicht. Röser hätte man mit etwas wohlwollen vielleicht einen Elfer geben können, denn ich meine der Fortuna-Spieler hat von hinten eher den Fuß reingehalten. Etwas was dann gegen Ende Roßbach zurecht als Foul anerkannt wurde. Lorenz und Pourie gingen runter, Choi und Sane kamen. Damit ging Florent auf den linken Flügel und machte sogleich das 1:0.
Interessanterweise spielte Fink nach dem letzten Wechsel fortan als Sturmspitze, während Sane als hängende Spitze agierte, wobei das sein Aufgabenfeld nicht annähernd beschrieb, denn auch er agierte wie Röser dann gegen Ende immer öfter als Achter, zur Stärkung der MF-Zentrale. Köln stellte auf 3er-Kette um, übernahm damit auch das Spiel, während der KSC tiefstehend die Angriffe abzuwehren versuchte. Das barg Gefahr. Wanitzek gab den rausrückenden Achter, Stiefler dahinter als Raumschließer, doch die Kölner versammelten nun immer mehr Spieler am/um den Sechzehner, im Rücken der Mittelfeldspieler, was es dann nochmal brandgefährlich werden ließ, wenn die Kölner ins letzte Drittel kamen. Anspiele auf rausrückende Spieler direkt am Sechzehner wurden kaum unterbunden, der KSC versuchte folgend darauf noch enger zu spielen, wie gesagt mit Sane als Unterstützung, doch die Kölner konnten nun aus der Zentrale raus auf die Flügel spielen und ein Spieler frei Tempo aufnehmen. Der Gegentreffer lag etwas in der Luft, während der KSC die sich bietenden Konter-Möglichkeiten zu schlampig ausspielte. Sane hätte früher den an der Abseitskante mitlaufenden Fink anspielen müssen. Anton zeigte sich dann für den Rest der Partie etwas angefressen. Defensiv half er nicht aus, lief die IV bei sich bietenden Möglichkeiten nicht an oder nahm mal einen MF-Spieler in Manndeckung, er suchte nur noch Lücken, die sich auftaten, aber das war etwas zu sehr auf die Offensive fokussiert. Als die Uhr dann runterlief, versuchte er nicht die Bälle zu halten, Fouls zu ziehen, sondern zeigte Kabinettsstückchen. Ganz nett mit dem Lupfer, aber kurz darauf den Ball dann offensichtlich ohne Möglichkeit aufs Tor zu gehen, nicht zu halten, das war doch etwas unnötig. Den Part des Zeitschinders übernahm dann Muslija, der in der Nachspielzeit viel von der Uhr nahm und der KSC drei Punkte nach Hause.
Die erste Hälfte fand ich schwach, auch wenn das Spiel meistens relativ ausgeglichen war. Die Abstimmung im Gegenpressing lief unkoordiniert, nach Ballverlust versuchte man sich am Zugriff, der dann aber aufgrund schwacher Stellung und damit fehlender Kompaktheit kaum gelang. Im Ballbesitz zeigte sich Stiff etwas nervös, nur Marvin strahlte Ruhe aus, während die Flügelspieler kaum ins Spiel fanden. Mit der statischen Sturmzentrale war es dann letztlich um Torgefahr geschehen. Das änderte sich zum Glück in Hälfte 2 völlig, die Kölner wirkten platt oder überfordert, wie man´s sehen will, es war offensichtlich, dass beim KSC Tempo drin war, während die Kölner ihre statische Manndeckung so gar nicht mehr aufrecht halten konnten und kaum noch hinten raus kamen, erst als sich der KSC nach der Führung auf eine tieferstehende Herangehensweise verlegte. Tolle 2. Hälfte, welche das Potential der Mannschaft ganz gut aufzeigte.
Roßbach agierte kaum in er Offensive. In Hälfte Eins Vordermann Lorenz noch etwas zu gefangen, nur selten gab es die Möglichkeit zum sinnigen Überlaufen. Als Röser anfing auf die linke Seite auszuweichen, gab Damian mehr die Absicherung, Rückspieloption. Die enge Stellung gegen Ende ergab sich aus dem Umstand, dass man die Anspiele in/um den 16er nicht gut unterband, er noch stärker reinrücken musste und damit seine Seite frei war. Alles kann er dann nicht mehr in den Griff bekommen, insofern eher Opfer und nicht Schuldiger gegen Ende. Gordon zeigt wie gewohnt keine 2 schwachen Spiele am Stück, musste viel seltener wie Pisot nach vorne verteidigend agieren und spielte damit wieder wie gewohnt sicher. Pisot hatte viele enge Zweikämpfe zu bestreiten, die er ungemein wichtig aus der Kette rausrückend annehmen musste. Nicht immer gelang ihm das super souverän, verzögerte die Situationen damit aber ausreichend. Damit löschte er einige Brandherde - gute Leistung. Thiede spielte anfangs zu intensiv, antreibend, vertikal, was dem KSC Probleme einbrachte. Später war auch er etwas raus, weil es vorrangig über die linke Seite ging. Stiff war anfangs ebenfalls ein Wackelkandidat, aber in Hälfte 2 dann der nötige Stabilisator, der sich im Pressing gut mit Marvin ergänzte, defensiv seine Sache ganz sauber machte. Gegen Ende hätte aber ein „Closer“, ein richtiger Sechser vielleicht etwas besser die Zentrale dicht gemacht, Bülow zum Beispiel.
Marvin war wie gewohnt der Ruhepol und Organisator, in der 2. Hälfte mit Kreativpol, auf die linke Seite tendierend. Sehr stark die Verletzung rauszulaufen und dann so aufzudrehen. Das gelang auch Lorenz in der 2. Hälfte, also aufzudrehen
, sehr gutes Spiel ab da an. Spieler des Spiels aber Florent, nicht nur wegen des Treffers, wie gegen St.Pauli in Hälfte 2 nicht zu stoppen. In engen Räumen Tempo verschleppt und dann den Gegner stehen lassen, mit Tempo aus dem tiefen Mittelfeld durch die MF-Zentrale gestochen und Umschaltmomente angeführt, allgemein in Hälfte 2 immer lauffreudiger und ohne nachzulassen dann die Uhr gegen Ende runtergespielt - fantastische Hälfte 2. Pourie war in Hälfte 1 aus dem Spiel raus. Eine einmalige Kontergelegenheit, ansonsten konnten ihn die Mitspieler nicht einbinden, was nicht nur an ihm lag. 2 Stürmer, welche die Zentrale halten, da springt nichts bei raus. Röser war damit knapp 30 Minuten ebenfalls raus, aber für mich dann mit der Mann, der den Umschwung einleitete, ohne dass er das Spiel wirklich an sich riss. Mit seinem Rausschieben bekam Köln so richtig Probleme, gerade anfangs der 2. Hälfte war dies Standard als Einfallstor ins letzte Drittel, als er den Weg bis raus an die Seitenlinie suchte und die Kölner Abwehr hoch stand. Ab da lief es über die linke Seite prächtig und Köln bekam das bis zur absichernden Ausrichtung des KSC nicht mehr richtig in den Griff. Sane warf sich nach der Einwechslung direkt rein und half dem Team damit. Choi musste auf der rechten Seite defensiv aushelfen und konnte damit kaum an der Offensive teilnehmen. Intensität, wie nach seinen bisherigen Einwechslungen, sah ich diesmal bei Fink leider nicht. Ach und Uphoff halt.
Freu ich mich auf Freitag. Weiter geht´s!
Der KSC im 442, diesmal bis auf Pourie die Startaufstellung aus dem St.Pauli-Kick. Röser neben Pourie, Lorenz auf den linken Flügel. Die Kölner hingegen agierten wie die Zwickauer aus einem 4231 heraus. Sehr überrascht war ich ob Alois´s Ansage vor dem Spiel, man wolle „mehr den Ball haben wie gegen Zwickau“. Der KSC nun mehr in Richtung Ballbesitz, Kombinationsspiel? Gegen Zwickau 54% Ballbesitz, was ja schon ordentlich ist, schön anzuschauen war das aber eher nicht. War das dann die Intention des KSC, von Anfang an gepflegtes Kurzpassspiel mit Thiago Wanitzek und Fronk Lorenz?
Anspiel - Ball auf Gordon, der direkt hoch und weit raus. So kennt man das Ballbesitzspiel des KSC.
Also erst mal keine wirkliche Umstellung. Der KSC versuchte wie gewohnt hoch zu attackieren, den Gegner in die eigene Hälfte zu schieben, Gegenpressing bei Ballverlust. Das machte anfangs aber keine guten Eindruck. Um das Hochschieben von Stiefler abzusichern, da Wanitzek nicht aufrückte, agierte Thiede oft absichernd auf dem rechten Flügel im Halbraum und versuchte von dort aus dann Zugriff in die Zentrale rein zu bekommen, wenn der Ball hergegeben wurde. Das brachte aber dann eher Probleme nach Ballgewinn mit sich, da Thiede dann sofort versuchte zu initiieren, eingerückt agierte und dann eben auch mal den Ball nach Eroberung schnell wieder verlor. Damit war die rechte Seite dann völlig offen, doch Köln konnte daraus keine gefährlichen Chancen kreieren, aber zumindest einen Konter bei freier Bahn über ihre linke Seite bis weit in die Karlsruher Hälfte tragen. Thiede fuhr die Intensität dann schnell runter und brachte sich dann nur noch in der Balleroberung ein, nicht mehr selbst mit für den Durchbruch vertikal im Halbraum agierend zu sorgen. Torgefahr konnte der KSC keine entwickeln, Pourie und Röser agierten Seite an Seite, wechselnd in mal fallen lassender Rolle, Lorenz und Roßbach standen auf der linken Seite noch etwas zu dicht. Muslija versuchte mehr einzurücken, war aber noch nicht gut eingebunden, konnte nicht aufdrehen und maximal als Anspielstation dienen. Stolperstein hier anfangs Stiff, der gesucht wurde, oft an den Ball kam, aber etwas nervös wirkte und sich dann auf eher risikoloses Spiel verlegte, nachdem er anfangs mit einer eher ungewohnt schwachen Ballverarbeitung die Kölner fast zum Kontern einlud. Der KSC wirkte in der Offensive wieder ähnlich gehemmt und statisch wie gegen Zwickau. Beide Teams verlegten sich in der Defensive auf ein 442, auch die Kölner liefen den KSC hoch an, was dann ebenfalls mit ein Grund war, dass der KSC das Spiel dann in Phasen aus der Hand gab. Im 442 Spielaufbau hinten raus ist es nicht leicht, es fehlt der Stürmer als MF-Spieler, um das Pressing des Gegners geschickter ins Leere laufen zu lassen, wenn sich nur ein Achter fallen lässt, der Gegner zwischen einem 442 und 424 pendelnd Manndeckung und Anlaufen ausüben kann, um die AV und tiefe Zentrale aus dem Spiel zu nehmen, während Druck auf die IV ausgeübt wird, wie das bereits seitens der Zwickauer gegen den KSC oft erfolgreich war. Der KSC musste also tiefstehend aus der Verteidigung raus den Befreiungsschlag wählen, weite Bälle hoch raus. Das ist Gift, hingegen zu den hohen Bällen, die Höhe Mittellinie gespielt werden. Der KSC war damit gestreckt, Zugriff im Kampf um die 2. Bälle nicht da. Der KSC gab damit schnell die Bälle wieder her und die Kölner nun langsam ins Spiel. Die Kölner verteidigten eher mannorientiert und damit relativ breit gefächert, während der KSC auf den Flügeln eng stand und versuchte Räume zu schließen. Mitte der ersten Hälfte gelang es den Kölnern dann Seitenwechsel zu spielen, eigentlich alle auf den rechten Flügel raus, welcher dann nur noch mit Roßbach und Pisot als abgesichert war. Anfangs fehlte den Kölnern die Präzision, später wurde es dann richtig gefährlich, bis Uphoff in höchster Not retten musste. Gerade Pisot war gezwungen oft aus der Kette auszuscheren und nach vorne zu verteidigen, weil man dann vom rechten Flügel aus in die Zentrale ging, was ihm aber zum Glück bis auf das eine Foul, als Köln kurz vor dem 16er zentral zum Freistoß kam, dann sehr ordentlich gelang. Dem Mittelfeld fehlte der Zugriff, auch weil Wanitzek seine Verletzung erst mal rauslaufen musste. Obwohl man im Mittelfeld mit 2-Mann Sturm Unterzahl vermied, weil sich Röser teils so tief fallen ließ, dass er defensiv als Achter aushalf, ließ man die Kölner zu leicht ins letzte Drittel kommen. Das Spiel wandelte sich dann aber gegen Ende der ersten Hälfte und entscheidend für mich war da Röser. Der ließ sich immer öfter auf den linken Flügel fallen und stellte damit die rechte Seite der Kölner vor Probleme. Einerseits die auf dem linken Flügel aufrückenden Lorenz und Roßbach absichern, andererseits den Fokus auf den links rausschiebenden Röser, während Pourie die IV band. Ohne sich weiterhin wirklich gute Chancen zu erspielen, ging es in die Pause. Bis auf einige Standards, die dann schwach gespielt wurden, gab es kaum die Möglichkeit in den 16er einzudringen.
Moutas wertete die Anzahl der Standards in der Pause zumindest als Plus, aber so ausgespielt dann halt leider wenig wert. Ansonsten sah Dimitri den KSC mit einer ordentlichen Leistung. Sah ich nicht so ganz. Teils Ballbesitzphasen, ohne richtig ins Kombinationsspiel zu kommen, ein eher selten effektives Gegenpressing und ein Mittelfeld, dass tiefstehend nicht durchgehend Zugriff bekam.
Doch zum Glück knüpfte der KSC nach dem Pausentee direkt an das Ende der ersten Hälfte an. Von nun an ging Röser erst mal bei jeder sich bietenden Möglichkeit auf den linken Flügel raus. Stiefler agierte bei eigenem Ballbesitz etwas tiefer, das Hohe Pressing der Kölner griff nicht mehr so zu, der KSC konnte nun befreiter im MF agieren. Das Mittelfeld-Pressing der Kölner wirkte eher lasch, Koschinat fing früh richtig zu motzen an, allgemein machten die Kölner einen etwas gehemmten Eindruck und zeigten nicht mehr die nötige Intensität. Pourie und Röser liefen sehr aggressiv an, gerade Röser konnte teils Uaferro so stark unter Druck setzen, dass selbst der Befreiungsschlag zu gefährlich war und der Ball ins Seitenaus ging. Wanitzek und Stiefler spielten nun eher aneinander gekettet, schoben häufig über der Mittellinie auf gleiche Höhe, wenn man nachschob. Der KSC stand nun mit der aggressiven Mannorientierung und den passenden Abständen hochstehend super kompakt, fortan wechselten auch Wanitzek und Stiefler die Rollen. Stiefler tendierte immer mehr zur Absicherung, während Marvin den Offensivgang einlegte. Nicht nur, dass das Pressing lief, gingen die Spieler offensiv die nötigen Laufwege, um die Zuordnungen der Kölner zu stören. Wanitzek tendierte auf die linke Seite, sein Offensivdrang brachte ihn sogar auf den linken Flügel raus zum Flanken. Das ist Vertrauen in die eigene Spielweise und Absicherung, wenn die Mannschaft so rochiert. Das brachte dann auch letztlich Lorenz so richtig ins Spiel, fortan spielte er sehr raumgreifend. Muslija spielte teils stark einrückend, wenn der Ball auf dem linken Flügel war, schon fast als Zehner. Stümer schiebt raus, Achter schiebt raus, Flügelspieler rückt ein, so muss das sein, endlich mal die Statik aus dem Spiel raus. Thiede hatte dann teils den rechten Flügel für sich alleine, während Roßbach eher absichernd auf der linken Seite agierte. Ein Tor fiel aber weiterhin nicht. Röser hätte man mit etwas wohlwollen vielleicht einen Elfer geben können, denn ich meine der Fortuna-Spieler hat von hinten eher den Fuß reingehalten. Etwas was dann gegen Ende Roßbach zurecht als Foul anerkannt wurde. Lorenz und Pourie gingen runter, Choi und Sane kamen. Damit ging Florent auf den linken Flügel und machte sogleich das 1:0.
Interessanterweise spielte Fink nach dem letzten Wechsel fortan als Sturmspitze, während Sane als hängende Spitze agierte, wobei das sein Aufgabenfeld nicht annähernd beschrieb, denn auch er agierte wie Röser dann gegen Ende immer öfter als Achter, zur Stärkung der MF-Zentrale. Köln stellte auf 3er-Kette um, übernahm damit auch das Spiel, während der KSC tiefstehend die Angriffe abzuwehren versuchte. Das barg Gefahr. Wanitzek gab den rausrückenden Achter, Stiefler dahinter als Raumschließer, doch die Kölner versammelten nun immer mehr Spieler am/um den Sechzehner, im Rücken der Mittelfeldspieler, was es dann nochmal brandgefährlich werden ließ, wenn die Kölner ins letzte Drittel kamen. Anspiele auf rausrückende Spieler direkt am Sechzehner wurden kaum unterbunden, der KSC versuchte folgend darauf noch enger zu spielen, wie gesagt mit Sane als Unterstützung, doch die Kölner konnten nun aus der Zentrale raus auf die Flügel spielen und ein Spieler frei Tempo aufnehmen. Der Gegentreffer lag etwas in der Luft, während der KSC die sich bietenden Konter-Möglichkeiten zu schlampig ausspielte. Sane hätte früher den an der Abseitskante mitlaufenden Fink anspielen müssen. Anton zeigte sich dann für den Rest der Partie etwas angefressen. Defensiv half er nicht aus, lief die IV bei sich bietenden Möglichkeiten nicht an oder nahm mal einen MF-Spieler in Manndeckung, er suchte nur noch Lücken, die sich auftaten, aber das war etwas zu sehr auf die Offensive fokussiert. Als die Uhr dann runterlief, versuchte er nicht die Bälle zu halten, Fouls zu ziehen, sondern zeigte Kabinettsstückchen. Ganz nett mit dem Lupfer, aber kurz darauf den Ball dann offensichtlich ohne Möglichkeit aufs Tor zu gehen, nicht zu halten, das war doch etwas unnötig. Den Part des Zeitschinders übernahm dann Muslija, der in der Nachspielzeit viel von der Uhr nahm und der KSC drei Punkte nach Hause.
Die erste Hälfte fand ich schwach, auch wenn das Spiel meistens relativ ausgeglichen war. Die Abstimmung im Gegenpressing lief unkoordiniert, nach Ballverlust versuchte man sich am Zugriff, der dann aber aufgrund schwacher Stellung und damit fehlender Kompaktheit kaum gelang. Im Ballbesitz zeigte sich Stiff etwas nervös, nur Marvin strahlte Ruhe aus, während die Flügelspieler kaum ins Spiel fanden. Mit der statischen Sturmzentrale war es dann letztlich um Torgefahr geschehen. Das änderte sich zum Glück in Hälfte 2 völlig, die Kölner wirkten platt oder überfordert, wie man´s sehen will, es war offensichtlich, dass beim KSC Tempo drin war, während die Kölner ihre statische Manndeckung so gar nicht mehr aufrecht halten konnten und kaum noch hinten raus kamen, erst als sich der KSC nach der Führung auf eine tieferstehende Herangehensweise verlegte. Tolle 2. Hälfte, welche das Potential der Mannschaft ganz gut aufzeigte.
Roßbach agierte kaum in er Offensive. In Hälfte Eins Vordermann Lorenz noch etwas zu gefangen, nur selten gab es die Möglichkeit zum sinnigen Überlaufen. Als Röser anfing auf die linke Seite auszuweichen, gab Damian mehr die Absicherung, Rückspieloption. Die enge Stellung gegen Ende ergab sich aus dem Umstand, dass man die Anspiele in/um den 16er nicht gut unterband, er noch stärker reinrücken musste und damit seine Seite frei war. Alles kann er dann nicht mehr in den Griff bekommen, insofern eher Opfer und nicht Schuldiger gegen Ende. Gordon zeigt wie gewohnt keine 2 schwachen Spiele am Stück, musste viel seltener wie Pisot nach vorne verteidigend agieren und spielte damit wieder wie gewohnt sicher. Pisot hatte viele enge Zweikämpfe zu bestreiten, die er ungemein wichtig aus der Kette rausrückend annehmen musste. Nicht immer gelang ihm das super souverän, verzögerte die Situationen damit aber ausreichend. Damit löschte er einige Brandherde - gute Leistung. Thiede spielte anfangs zu intensiv, antreibend, vertikal, was dem KSC Probleme einbrachte. Später war auch er etwas raus, weil es vorrangig über die linke Seite ging. Stiff war anfangs ebenfalls ein Wackelkandidat, aber in Hälfte 2 dann der nötige Stabilisator, der sich im Pressing gut mit Marvin ergänzte, defensiv seine Sache ganz sauber machte. Gegen Ende hätte aber ein „Closer“, ein richtiger Sechser vielleicht etwas besser die Zentrale dicht gemacht, Bülow zum Beispiel.
Marvin war wie gewohnt der Ruhepol und Organisator, in der 2. Hälfte mit Kreativpol, auf die linke Seite tendierend. Sehr stark die Verletzung rauszulaufen und dann so aufzudrehen. Das gelang auch Lorenz in der 2. Hälfte, also aufzudrehen
, sehr gutes Spiel ab da an. Spieler des Spiels aber Florent, nicht nur wegen des Treffers, wie gegen St.Pauli in Hälfte 2 nicht zu stoppen. In engen Räumen Tempo verschleppt und dann den Gegner stehen lassen, mit Tempo aus dem tiefen Mittelfeld durch die MF-Zentrale gestochen und Umschaltmomente angeführt, allgemein in Hälfte 2 immer lauffreudiger und ohne nachzulassen dann die Uhr gegen Ende runtergespielt - fantastische Hälfte 2. Pourie war in Hälfte 1 aus dem Spiel raus. Eine einmalige Kontergelegenheit, ansonsten konnten ihn die Mitspieler nicht einbinden, was nicht nur an ihm lag. 2 Stürmer, welche die Zentrale halten, da springt nichts bei raus. Röser war damit knapp 30 Minuten ebenfalls raus, aber für mich dann mit der Mann, der den Umschwung einleitete, ohne dass er das Spiel wirklich an sich riss. Mit seinem Rausschieben bekam Köln so richtig Probleme, gerade anfangs der 2. Hälfte war dies Standard als Einfallstor ins letzte Drittel, als er den Weg bis raus an die Seitenlinie suchte und die Kölner Abwehr hoch stand. Ab da lief es über die linke Seite prächtig und Köln bekam das bis zur absichernden Ausrichtung des KSC nicht mehr richtig in den Griff. Sane warf sich nach der Einwechslung direkt rein und half dem Team damit. Choi musste auf der rechten Seite defensiv aushelfen und konnte damit kaum an der Offensive teilnehmen. Intensität, wie nach seinen bisherigen Einwechslungen, sah ich diesmal bei Fink leider nicht. Ach und Uphoff halt.
Freu ich mich auf Freitag. Weiter geht´s!
08.08.2018 - 21:01 Uhr
Ich freue mich immer wieder drauf!!
Danke Rudi (istauchsexy
)
Danke Rudi (istauchsexy
)
09.08.2018 - 00:32 Uhr
Danke, Rudi (ist schön). Du bescherst mir immer wiedr neue Einsichten.
Und das tollste: Du macht mir Hoffnung für Freitag.
(Psst: Spitzenreiter, Spitzenreiter, ....)
Und das tollste: Du macht mir Hoffnung für Freitag.
(Psst: Spitzenreiter, Spitzenreiter, ....)
09.08.2018 - 06:45 Uhr
Wer ist noch der Ansicht, dass RudiMentaer über die Taktik des Fußballsports und die des Karlsruher Sport-Clubs im Speziellen, promovieren sollte?
Mit rudimentär hat das nichts mehr zu tun.
Was noch fehlt, sind Abbildungen und/oder Animationen zur deutlicheren Darstellung der Inhalte
Mit rudimentär hat das nichts mehr zu tun.
Was noch fehlt, sind Abbildungen und/oder Animationen zur deutlicheren Darstellung der Inhalte
Dieser Beitrag wurde zuletzt von 18_94 am 09.08.2018 um 06:45 Uhr bearbeitet
09.08.2018 - 13:05 Uhr
Zitat von 18_94
Wer ist noch der Ansicht, dass RudiMentaer über die Taktik des Fußballsports und die des Karlsruher Sport-Clubs im Speziellen, promovieren sollte?
Mit rudimentär hat das nichts mehr zu tun.
Was noch fehlt, sind Abbildungen und/oder Animationen zur deutlicheren Darstellung der Inhalte

Wer ist noch der Ansicht, dass RudiMentaer über die Taktik des Fußballsports und die des Karlsruher Sport-Clubs im Speziellen, promovieren sollte?
Mit rudimentär hat das nichts mehr zu tun.
Was noch fehlt, sind Abbildungen und/oder Animationen zur deutlicheren Darstellung der Inhalte

ja, auch immer wieder herrlich wie Rudi mit seiner Kompetenz die AS,- Thiede- Stiefler und Roeser Basher in die Ecke stellt
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