Taktik und Spielsysteme
21.07.2011 - 09:17 Uhr
31.07.2017 - 08:54 Uhr
Zitat von strife7777
Mehr Sinn würde eigentlich machen, dass Föhrenbach und Bader nach vorne gehen und sich Bülow zurückfallen lässt.
Mehr Sinn würde eigentlich machen, dass Föhrenbach und Bader nach vorne gehen und sich Bülow zurückfallen lässt.
MoinMoin!
Lorenz größte Qualität ist das Flankenspiel, also sollte er breit stehen und in seiner Zone darf es nicht verengt zugehen. Föhrenbach darf dazu nicht überlaufen/aufrücken und ihm dann den Raum nehmen.
01.08.2017 - 06:03 Uhr
Was ich mich ja frage, ist ob der Kader nun eher für eine 3-er Kette oder für ne 4-er Kette zusammengestellt wurde? Für ne 3-er Kette fehlt mir da noch ein Verteidiger mit Stammspielerpotential.
Insgesamt halte ich den Kader aber eher geeignet für eine 3-er Kette. Deshalb würde ich Bülow definitiv in die Kette nach hinten ziehen, zusammen mit Gordon und Pisot sollte das mehr Stabilität bringen und er kann den Spielaufbau aus der Zentrale heraus etwas mehr steuern... kommt da vielleicht auch nicht so schnell unter Druck. Als 6er hat er mir bisher nicht gefallen.
Hofmann wäre somit der einzige 6er. Als System würde das bei mir ein 3-3-3-1-System ergeben mit Toni Fink, der alle Freiheiten hat sich im Zentrum zu bewegen und vor allem die zweiten Bälle zu verwerten.
Was mir aber absolut fehlt ist das Tempo auf den Aussenbahnen...Thema Kaderplanung Oli Kreuzer. Wenn ich mir zwei spielerisch limitierte Knipser einkaufe, muss ich die auch irgendwie füttern und da sehe ich auf den Aussen wenig... im Moment die Nachwuchsspieler Muslija und Camoglu..für den FC Bayern der 3. Liga etwas wenig
Lorenz gefällt mir bisher noch am besten, jedoch fehlt ihm das Tempo, um auf die Grundlinie vorzustoßen. Die Flanken aus dem Halbfeld macht er sehr gut. Deshalb sehe ich ihn auf der defensiven Aussenposition mit 3-er Kette.
Nun gut, ich bin wirklich gespannt, ob sich systemtechnisch zeitnah etwas ändert. Das was ich bisher gesehen habe, hat mich wirklich nicht überzeugt! Es ist an der Zeit etwas zu verändern Herr Meister.
Insgesamt halte ich den Kader aber eher geeignet für eine 3-er Kette. Deshalb würde ich Bülow definitiv in die Kette nach hinten ziehen, zusammen mit Gordon und Pisot sollte das mehr Stabilität bringen und er kann den Spielaufbau aus der Zentrale heraus etwas mehr steuern... kommt da vielleicht auch nicht so schnell unter Druck. Als 6er hat er mir bisher nicht gefallen.
Hofmann wäre somit der einzige 6er. Als System würde das bei mir ein 3-3-3-1-System ergeben mit Toni Fink, der alle Freiheiten hat sich im Zentrum zu bewegen und vor allem die zweiten Bälle zu verwerten.
Was mir aber absolut fehlt ist das Tempo auf den Aussenbahnen...Thema Kaderplanung Oli Kreuzer. Wenn ich mir zwei spielerisch limitierte Knipser einkaufe, muss ich die auch irgendwie füttern und da sehe ich auf den Aussen wenig... im Moment die Nachwuchsspieler Muslija und Camoglu..für den FC Bayern der 3. Liga etwas wenig
Lorenz gefällt mir bisher noch am besten, jedoch fehlt ihm das Tempo, um auf die Grundlinie vorzustoßen. Die Flanken aus dem Halbfeld macht er sehr gut. Deshalb sehe ich ihn auf der defensiven Aussenposition mit 3-er Kette.
Nun gut, ich bin wirklich gespannt, ob sich systemtechnisch zeitnah etwas ändert. Das was ich bisher gesehen habe, hat mich wirklich nicht überzeugt! Es ist an der Zeit etwas zu verändern Herr Meister.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von KSCimHerzen am 01.08.2017 um 06:05 Uhr bearbeitet
01.08.2017 - 08:45 Uhr
Zitat von KSCimHerzen
Was ich mich ja frage, ist ob der Kader nun eher für eine 3-er Kette oder für ne 4-er Kette zusammengestellt wurde? Für ne 3-er Kette fehlt mir da noch ein Verteidiger mit Stammspielerpotential.
Insgesamt halte ich den Kader aber eher geeignet für eine 3-er Kette. Deshalb würde ich Bülow definitiv in die Kette nach hinten ziehen, zusammen mit Gordon und Pisot sollte das mehr Stabilität bringen und er kann den Spielaufbau aus der Zentrale heraus etwas mehr steuern... kommt da vielleicht auch nicht so schnell unter Druck. Als 6er hat er mir bisher nicht gefallen.
Hofmann wäre somit der einzige 6er. Als System würde das bei mir ein 3-3-3-1-System ergeben mit Toni Fink, der alle Freiheiten hat sich im Zentrum zu bewegen und vor allem die zweiten Bälle zu verwerten.
Was mir aber absolut fehlt ist das Tempo auf den Aussenbahnen...Thema Kaderplanung Oli Kreuzer. Wenn ich mir zwei spielerisch limitierte Knipser einkaufe, muss ich die auch irgendwie füttern und da sehe ich auf den Aussen wenig... im Moment die Nachwuchsspieler Muslija und Camoglu..für den FC Bayern der 3. Liga etwas wenig
Lorenz gefällt mir bisher noch am besten, jedoch fehlt ihm das Tempo, um auf die Grundlinie vorzustoßen. Die Flanken aus dem Halbfeld macht er sehr gut. Deshalb sehe ich ihn auf der defensiven Aussenposition mit 3-er Kette.
Nun gut, ich bin wirklich gespannt, ob sich systemtechnisch zeitnah etwas ändert. Das was ich bisher gesehen habe, hat mich wirklich nicht überzeugt! Es ist an der Zeit etwas zu verändern Herr Meister.
Was ich mich ja frage, ist ob der Kader nun eher für eine 3-er Kette oder für ne 4-er Kette zusammengestellt wurde? Für ne 3-er Kette fehlt mir da noch ein Verteidiger mit Stammspielerpotential.
Insgesamt halte ich den Kader aber eher geeignet für eine 3-er Kette. Deshalb würde ich Bülow definitiv in die Kette nach hinten ziehen, zusammen mit Gordon und Pisot sollte das mehr Stabilität bringen und er kann den Spielaufbau aus der Zentrale heraus etwas mehr steuern... kommt da vielleicht auch nicht so schnell unter Druck. Als 6er hat er mir bisher nicht gefallen.
Hofmann wäre somit der einzige 6er. Als System würde das bei mir ein 3-3-3-1-System ergeben mit Toni Fink, der alle Freiheiten hat sich im Zentrum zu bewegen und vor allem die zweiten Bälle zu verwerten.
Was mir aber absolut fehlt ist das Tempo auf den Aussenbahnen...Thema Kaderplanung Oli Kreuzer. Wenn ich mir zwei spielerisch limitierte Knipser einkaufe, muss ich die auch irgendwie füttern und da sehe ich auf den Aussen wenig... im Moment die Nachwuchsspieler Muslija und Camoglu..für den FC Bayern der 3. Liga etwas wenig
Lorenz gefällt mir bisher noch am besten, jedoch fehlt ihm das Tempo, um auf die Grundlinie vorzustoßen. Die Flanken aus dem Halbfeld macht er sehr gut. Deshalb sehe ich ihn auf der defensiven Aussenposition mit 3-er Kette.
Nun gut, ich bin wirklich gespannt, ob sich systemtechnisch zeitnah etwas ändert. Das was ich bisher gesehen habe, hat mich wirklich nicht überzeugt! Es ist an der Zeit etwas zu verändern Herr Meister.
Find' ich interessant, dass sich wieder jemand solche Fragen stellt. Gibt ja User, die behaupten, der Kader sei perfekt auf Viererkette ausgerichtet und die Dreierkette sei eine Spinnerei einiger User. Deine Idee, Bülow in der IV aufzustellen, finde ich gut. Föhrenbach ist noch unsicher und Stolli gehört nicht mehr in die erste Elf. Dass wir noch einen weiteren IV verpflichten sollten, sehe ich auch so. Selbst wenn wir Viererkette spielen, fehlt uns ein vierter nomineller IV. Weil Föhrenbach dann LV ist.
02.08.2017 - 00:04 Uhr
Sowohl 3er und 4er Kette kann man mit unsrem Personal passend spielen und Meister lässt das ja auch so spielen.
Aktuell ist das, nachdem ich nun das Haching-Spiel nachholen konnte, ein 3421, mit Rollenverteilungen, die das ganze stark umformen. Geht es defensiv über Baders Seite, rückt der neben Stoll. Auf Föhrenbachs Seite lässt sich aber Lorenz so gut wie nie fallen, also 3er und 4er-Kette. Was das Ganze echt ein Stück weit ungewohnt macht ist, dass Föhrenbach in dieser 3er-Kette eher in der Zone das AVs agiert, also ist die 3er-Kette so gut wie immer bei Spiel über Föhrenbachs Seite sehr asymmetrisch steht, neben Stoll sehr viel freier Raum auf rechts ist, weil Bader da höher stehen bleibt, sich dann nicht fallen lässt, also Richtung RM tendiert. Die zwei 6er überlaufen nicht, halten die Mitte. Die beiden Halbstürmer agieren offensiv fast immer in den Halbräumen. Defensiv lässt sich Fink auf rechts oft zwischen Lorenz und Hofmann fallen, Camoglu steht vor Bader. Das aber erst, wenn der KSC erst ab der Mittellinie ins Pressing ging und das ist falsch,, sollte nicht beständig passieren, ist nicht von Meister gewollt, denn zu jeder Startphase (2. Hälfte Osnabrück, 1.-2.Hälfte gegen Haching) agierte man aggressiver, presste viel höher. Riecht nach Anschiss.
Leider ließ sich Eichner nicht zu ner Aussage in der Halbzeitpause hinreissen, wie der KSC denn nun in der 2. Hälfte gegen Haching spielen will.
Da kamen nur schlimme Floskeln, aber schon ok, der Gegner hört ja vielleicht mit.
Große Probleme hat der KSC also aktuell im kollektiven Pressing, denn das soll also weit in der Hälfte des Gegners erfolgen, wie man das dann endlich in der 2. Hälfte wieder dauerhaft sah, nach den ordentlichen ersten 20 Minuten in Halbzeit 1. Ist auch sinnig, man hat ja quasi 3 zentrale Leute in letzter Reihe, zwei 6er dahinter und die beiden LM/RM - Bader/Lorenz. Da man das aber z.B. nach dem 1:1 bis zum Halbzeitpfiff völlig einstellte, fiel die Formation zu oft zusammen, das finde ich bedenklich. Haching spielte sehr eng, verschob stark auf die Ballseite (auch die Flügelspieler), meist über unsre linke Seite. Bei Ballgewinn finden weder Föhrenbach, Lorenz oder Hofmann/Bülow dann eine passende Spieleröffnung, dazu sind sie vom Bewegungsapparat und ihrer Technik, also Ballannahme und Folgeaktion darauf, zu limitiert. Also steht man viel zu kompakt und bei Ballgewinn ist man gleich in der Bredouille, weil keiner der Spieler das Offensivspiel eröffnen kann, sie schenken den Umschaltmoment her. Also Ball zurück auf die IV, der KSC steht zu tief, alle MF-Spieler gebunden, IV kloppt die Bälle raus. Das gleiche Spiel dann wieder von vorne, tief stehen, Ballgewinn, weit raus. Geordneter Spielaufbau ist da nicht drin, außer der Ball geht auf den TW und die Mannschaft fächert auf, aber gerade Stoll drosch da lieber gleich drauf los.
Diese weiten Bälle dürfen nicht sein, die sind nur sinnig, wenn der KSC davor hoch schiebt und Stroh-Engels als Wandspieler diese passend weiterleiten kann oder der KSC dann bei Ballverlust gleich ins Pressing übergehen kann. In der 2. Hälfte funktionierte das dann besser, nur spielte dann diese asymmetrische 3er-Kette teils vogelwild, stand zu eng, schob zu weit auf Föhrenbachs Seite raus, und plötzlich musste Bader 2 Gegner absichern (bei 1:36:45 im Telekom-Stream, kann den Stream aber nun leider nicht mehr auf der Haupseite finden).
Nochmal kurz zum hohen Pressing: Da fehlt leider sichtbar die Abstimmung, also die flüssige Entscheidung, ob die Hintermannschaft kollektiv mit dem Pressingspieler "in der Spitze", also derjenige, der den ballführenden Gegner anläuft, die Hinterleute anleitet, mit zu gehen, oder wann man einen Spieler in Manndeckung nimmt, passiv Passwege zustellt. Engels geht dann z.B. drauf, Fink und Camoglu bleiben an ihre Gegenspieler gekettet tiefer stehen und schon ist das alles futsch, weil man die Folgeaktion, einen Seit- oder Rückpass des Gegners dann nicht mehr passend beantworten kann, also ein anderer Spieler die pressingleitende Funktion übernimmt. Ist dann viel zu pomadig und wirkt dann nicht. Logische Folge: Man lässt sich fallen, presst tiefer.
Unsre 6er würde ich aktuell nicht zu stark kritisieren, denn die müssen am meisten in unserer noch nicht so ganz eingespielten Mannschaft leiden, dass der KSC sich also zu oft hinter der MF-Linie verschanzt. Haching konnte im 4-4-2 die ständig "zerspielen", sie also aus der MF-Kette ziehen, weil sie sehr auf die ballspielende Seite verschoben, sich ein Stürmer oft fallen ließ und schon konnten sie leicht Überzahl schaffen. Auch dass Lorenz halt immer grundsätzlich an der Außenlinie klebt und Fink nicht ständig zwischen Hofmann und Lorenz einrückte, machte es den Hachingern zu leicht in nem geordneten Spiel das Mittelfeld zu überbrücken, auch wenn sie nicht oft zu Torchancen kamen.
Wenn man gegen Bremen das Pressing in deren Hälfte beständig auf die Reihe bringt, denke ich, dann holen wir mindestens einen Punkt. Verlieren sie auf Dauer wieder das Vertrauen in den Nebenmann und verschanzen sich hinten drin, dann hagelt es ne Niederlage. Nach dem Unentschieden gegen Osnabrück war ich mehr angefressen, weil in der 1. Hälfte null Spielkultur zu sehen war. Nun gegen Haching, nachdem sich für mich so langsam Meisters Spielidee rausschält, finde ich, dass da nicht mehr so viel fehlt, dass wir unsre Qualität endlich auf den Platz bringen.
Nochmal kurz zu Bülow/Hofmann. Wenn man hoch presst und dann den Ball gewinnt, dann können sie sich besser einbringen, weil der Gegner den Fokus dann auch auf die hinteren Spieler (Stürmer) legen muss, sie also dann mehr Raum haben, kein nahestehender Gegenspieler immer gleich sofort Zugriff sucht. Dann ist das nicht tragisch, dass beide eher keine quirligen 8er sind. Bülow war dann in der 2. Hälfte auch viel sicherer in seinem Spiel, aber Hofmann ehrlicherweise leider weiterhin zu blass.
Kann morgen bei Interesse noch was zu unsrem Spiel in der Offensive schreiben, warum der rechte Halbstürmer eine Freirolle genießt, was Camoglu leider überforderte.
Aktuell ist das, nachdem ich nun das Haching-Spiel nachholen konnte, ein 3421, mit Rollenverteilungen, die das ganze stark umformen. Geht es defensiv über Baders Seite, rückt der neben Stoll. Auf Föhrenbachs Seite lässt sich aber Lorenz so gut wie nie fallen, also 3er und 4er-Kette. Was das Ganze echt ein Stück weit ungewohnt macht ist, dass Föhrenbach in dieser 3er-Kette eher in der Zone das AVs agiert, also ist die 3er-Kette so gut wie immer bei Spiel über Föhrenbachs Seite sehr asymmetrisch steht, neben Stoll sehr viel freier Raum auf rechts ist, weil Bader da höher stehen bleibt, sich dann nicht fallen lässt, also Richtung RM tendiert. Die zwei 6er überlaufen nicht, halten die Mitte. Die beiden Halbstürmer agieren offensiv fast immer in den Halbräumen. Defensiv lässt sich Fink auf rechts oft zwischen Lorenz und Hofmann fallen, Camoglu steht vor Bader. Das aber erst, wenn der KSC erst ab der Mittellinie ins Pressing ging und das ist falsch,, sollte nicht beständig passieren, ist nicht von Meister gewollt, denn zu jeder Startphase (2. Hälfte Osnabrück, 1.-2.Hälfte gegen Haching) agierte man aggressiver, presste viel höher. Riecht nach Anschiss.
Leider ließ sich Eichner nicht zu ner Aussage in der Halbzeitpause hinreissen, wie der KSC denn nun in der 2. Hälfte gegen Haching spielen will.
Da kamen nur schlimme Floskeln, aber schon ok, der Gegner hört ja vielleicht mit.
Große Probleme hat der KSC also aktuell im kollektiven Pressing, denn das soll also weit in der Hälfte des Gegners erfolgen, wie man das dann endlich in der 2. Hälfte wieder dauerhaft sah, nach den ordentlichen ersten 20 Minuten in Halbzeit 1. Ist auch sinnig, man hat ja quasi 3 zentrale Leute in letzter Reihe, zwei 6er dahinter und die beiden LM/RM - Bader/Lorenz. Da man das aber z.B. nach dem 1:1 bis zum Halbzeitpfiff völlig einstellte, fiel die Formation zu oft zusammen, das finde ich bedenklich. Haching spielte sehr eng, verschob stark auf die Ballseite (auch die Flügelspieler), meist über unsre linke Seite. Bei Ballgewinn finden weder Föhrenbach, Lorenz oder Hofmann/Bülow dann eine passende Spieleröffnung, dazu sind sie vom Bewegungsapparat und ihrer Technik, also Ballannahme und Folgeaktion darauf, zu limitiert. Also steht man viel zu kompakt und bei Ballgewinn ist man gleich in der Bredouille, weil keiner der Spieler das Offensivspiel eröffnen kann, sie schenken den Umschaltmoment her. Also Ball zurück auf die IV, der KSC steht zu tief, alle MF-Spieler gebunden, IV kloppt die Bälle raus. Das gleiche Spiel dann wieder von vorne, tief stehen, Ballgewinn, weit raus. Geordneter Spielaufbau ist da nicht drin, außer der Ball geht auf den TW und die Mannschaft fächert auf, aber gerade Stoll drosch da lieber gleich drauf los.
Diese weiten Bälle dürfen nicht sein, die sind nur sinnig, wenn der KSC davor hoch schiebt und Stroh-Engels als Wandspieler diese passend weiterleiten kann oder der KSC dann bei Ballverlust gleich ins Pressing übergehen kann. In der 2. Hälfte funktionierte das dann besser, nur spielte dann diese asymmetrische 3er-Kette teils vogelwild, stand zu eng, schob zu weit auf Föhrenbachs Seite raus, und plötzlich musste Bader 2 Gegner absichern (bei 1:36:45 im Telekom-Stream, kann den Stream aber nun leider nicht mehr auf der Haupseite finden). Nochmal kurz zum hohen Pressing: Da fehlt leider sichtbar die Abstimmung, also die flüssige Entscheidung, ob die Hintermannschaft kollektiv mit dem Pressingspieler "in der Spitze", also derjenige, der den ballführenden Gegner anläuft, die Hinterleute anleitet, mit zu gehen, oder wann man einen Spieler in Manndeckung nimmt, passiv Passwege zustellt. Engels geht dann z.B. drauf, Fink und Camoglu bleiben an ihre Gegenspieler gekettet tiefer stehen und schon ist das alles futsch, weil man die Folgeaktion, einen Seit- oder Rückpass des Gegners dann nicht mehr passend beantworten kann, also ein anderer Spieler die pressingleitende Funktion übernimmt. Ist dann viel zu pomadig und wirkt dann nicht. Logische Folge: Man lässt sich fallen, presst tiefer.
Unsre 6er würde ich aktuell nicht zu stark kritisieren, denn die müssen am meisten in unserer noch nicht so ganz eingespielten Mannschaft leiden, dass der KSC sich also zu oft hinter der MF-Linie verschanzt. Haching konnte im 4-4-2 die ständig "zerspielen", sie also aus der MF-Kette ziehen, weil sie sehr auf die ballspielende Seite verschoben, sich ein Stürmer oft fallen ließ und schon konnten sie leicht Überzahl schaffen. Auch dass Lorenz halt immer grundsätzlich an der Außenlinie klebt und Fink nicht ständig zwischen Hofmann und Lorenz einrückte, machte es den Hachingern zu leicht in nem geordneten Spiel das Mittelfeld zu überbrücken, auch wenn sie nicht oft zu Torchancen kamen.
Wenn man gegen Bremen das Pressing in deren Hälfte beständig auf die Reihe bringt, denke ich, dann holen wir mindestens einen Punkt. Verlieren sie auf Dauer wieder das Vertrauen in den Nebenmann und verschanzen sich hinten drin, dann hagelt es ne Niederlage. Nach dem Unentschieden gegen Osnabrück war ich mehr angefressen, weil in der 1. Hälfte null Spielkultur zu sehen war. Nun gegen Haching, nachdem sich für mich so langsam Meisters Spielidee rausschält, finde ich, dass da nicht mehr so viel fehlt, dass wir unsre Qualität endlich auf den Platz bringen.
Nochmal kurz zu Bülow/Hofmann. Wenn man hoch presst und dann den Ball gewinnt, dann können sie sich besser einbringen, weil der Gegner den Fokus dann auch auf die hinteren Spieler (Stürmer) legen muss, sie also dann mehr Raum haben, kein nahestehender Gegenspieler immer gleich sofort Zugriff sucht. Dann ist das nicht tragisch, dass beide eher keine quirligen 8er sind. Bülow war dann in der 2. Hälfte auch viel sicherer in seinem Spiel, aber Hofmann ehrlicherweise leider weiterhin zu blass.
Kann morgen bei Interesse noch was zu unsrem Spiel in der Offensive schreiben, warum der rechte Halbstürmer eine Freirolle genießt, was Camoglu leider überforderte.
02.08.2017 - 07:01 Uhr
Das ist ja wie warten auf den Weihnachtsmann!
Hoffentlich kommt bald Teil 2 raus!
Aber an dem Titel kann man noch etwas feilen.
Denn warum ist Camoglu überfordert ist kein so toller Titel
Hoffentlich kommt bald Teil 2 raus!
Aber an dem Titel kann man noch etwas feilen.
Denn warum ist Camoglu überfordert ist kein so toller Titel
02.08.2017 - 07:16 Uhr
Der Post wurde eher ungeplant immer länger und länger, und irgendwann musste ich dann auch mal pennen, sonst hätte ich das noch weiter ausgeführt. Erste Arbeitswoche nach dem Urlaub, bin bereits völlig übermüdet. Hoffentlich penn ich heute Abend nicht auf der Couch ein.
02.08.2017 - 09:16 Uhr
Zitat von RudiMentaer
Der Post wurde eher ungeplant immer länger und länger, und irgendwann musste ich dann auch mal pennen, sonst hätte ich das noch weiter ausgeführt. Erste Arbeitswoche nach dem Urlaub, bin bereits völlig übermüdet. Hoffentlich penn ich heute Abend nicht auf der Couch ein.
Der Post wurde eher ungeplant immer länger und länger, und irgendwann musste ich dann auch mal pennen, sonst hätte ich das noch weiter ausgeführt. Erste Arbeitswoche nach dem Urlaub, bin bereits völlig übermüdet. Hoffentlich penn ich heute Abend nicht auf der Couch ein.

Man muss Prioritäten setzen.
Und das hier geht vor Arbeit. Is klar, oder?
02.08.2017 - 22:48 Uhr
Über Taktik kann man ja diskutieren, da sind verschiedene Ansätze möglich. Aber worüber man nicht zu diskutieren braucht, ist ob eine Mannschaft läuft, rackert und Zweikämpfe annimmt.
Man muss sich mal vor Augen halten, dass eine U23-Mannschaft, die in der Regel immer gegen den Abstieg spielt, ganz einfach weil sie gegen abgekochte Männermansschaften spielt, uns phasenweise komplett den Schneid abgekauft hat.... das geht einfach nicht in mein Kopf! Ne Nachwuchsmannschaft war lauf- und Kampfstärker. In den letzten 10 min waren unsre Leute platt und die Bremer Jungs konnten sich einfach so den Ball zupassen ohne dass unsere "gestandenen,teuren" Profis überhaupt in die Zweikämpfe kamen, geschweige denn sie gewonnen hätten.
Das macht mich echt fertig!
Die Basics fehlen an allen Ecken und Enden... und wie soll das nun innerhalb von 3 Tagen besser werden?
Man muss sich mal vor Augen halten, dass eine U23-Mannschaft, die in der Regel immer gegen den Abstieg spielt, ganz einfach weil sie gegen abgekochte Männermansschaften spielt, uns phasenweise komplett den Schneid abgekauft hat.... das geht einfach nicht in mein Kopf! Ne Nachwuchsmannschaft war lauf- und Kampfstärker. In den letzten 10 min waren unsre Leute platt und die Bremer Jungs konnten sich einfach so den Ball zupassen ohne dass unsere "gestandenen,teuren" Profis überhaupt in die Zweikämpfe kamen, geschweige denn sie gewonnen hätten.
Das macht mich echt fertig!
Die Basics fehlen an allen Ecken und Enden... und wie soll das nun innerhalb von 3 Tagen besser werden?
02.08.2017 - 23:52 Uhr
Meister rotierte nicht nur, er stellte nun auf eine klare 4er-Kette um - Camgolu als RV. Eine klare Formation zu nennen macht wenig Sinn, weil wieder mal die Rollenverteilung linke/rechte Seite so unterschiedlich waren, dass Zahlen zum Suggerieren von Spielerketten wenig Sinn machen.
Asymmetrie war diesmal im Mittelfeld angesagt. Bülow als Ausputzer, tiefster MF-Spieler, der aber im hohen Pressing oft einen aus der offensiven Zentrale fallen lassenden Bremer folgte. Die 3 vor Bülow stehenden Leute, in dem Fall Lorenz, Siebeck und Wanitzek, spielten sehr unterschiedliche Rollen. Lorenz wieder einzig als Flügelspieler, Flankengeber, Siebeck als Kombinationspartner auf der 8 links orientiert, Wanitzek offensiv eher von der rechten Seite aus Anschluss suchend, also Richtung Zentrale tendierend, mit Zug zum Tor, selten mal auf den rechten Flügel raus. Anfangs noch häufig, im Laufe des Spiels dann gar nicht mehr. Camoglu hatte so im Verlauf des Spiels die rechte Seite für sich alleine, wie Bader gegen Haching. Fink mehr als hängender Stürmer, mal links oder rechts Nahe Zawada, der als Sturmspitze agierte.
War dann ein ordentlicher Beginn, das hohe Pressing klappte gleich beständig. Die Bremer spielten entweder aus der Abwehr raus Fehlpässe, oder die erste Anspielstation hatte keine Zeit zur sauberen Ballverarbeitung, konnte sich drehen. Auch Lorenzs Fähigkeiten in der Defensive, dessen bissig und sauber geführten Zweikämpfe, haben da noch zum schnellen Ballgewinn geführt. Leider fiel in der Phase nicht das Tor für den KSC, weil die Abstimmung in der Offensive weiterhin nur Stückwerk ist, höchstens Hereingaben von außen für Gefahr sorgten. Kaum verwunderlich, wenn mit Siebeck, Wanitzek und Zawada da halt 3 neue Leute auf dem Feld stehen, dazu die MF-Zentrale neu ausgerichtet wurde. Der KSC versuchte nun zwar mehr zu kombinieren, die IV vermied hohe Bälle/Befreiungsschläge, es half aber letztlich nicht zu dauerhaften Torchancen zu kommen. Zawada presste in der ersten Hälfte sauber, verleitete die Bremer zum Spiel durch die Zentrale, machte also die Anspielmöglichkeit auf einen der außen stehenden IVs in der 3er-Kette der Bremer dicht, ohne zu stark auf den ballführenden Spieler zu gehen. Die Hintermannschaft damit ordentlich angeleitet, die dann mehr Zugriff auf die direkten Gegenspieler suchten. Bremen sollte also entweder Befreiungsschläge spielen, da hatten wir die Lufthoheit, oder man wollte nach der flachen Spieleröffnung aus der IV raus zupacken, nach vorne verteidigen.
Leider war Zawada aber dann bis kurz vor Schluss offensiv völlig aus dem Spiel, Fink nach einem ordentlichen Start auch, man konnte aus dem Ballgewinn dann kaum Torgefahr generieren. Nach knapp 20 Minuten verflachte die Partie, der KSC spielte nicht mehr so energisch, Bremen kam im Spielaufbau öfters über die Mittellinie und da auch zu einfach in den Raum zwischen Abwehr und Mittelfeld. Dank Uphoff kein frühes Gegentor aber dann leider doch ein Tor aus dem Nichts. Ab dem Treffer der Bremer kippte dann das Spiel, da die Bremer nun die notwendige Ruhe in ihrem Spiel hatten, auch den Umschaltmoment zu Konter nutzen konnten, was der KSC davor noch unterband.
Nach der Pause keine Wechsel, aber vermutlich eine leichte Umstellung. Wanitzek unterstützte Bülow nun viel seltener, der musste die rechte Seite dann mit Camoglu alleine dicht machen. Genau da setzten die Bremer dann passend an. Bülow schwanden die Kräfte Mitte der 2. Hälfte merklich. Nur noch Alibi-Anlaufen, wirklich in die Zweikämpfe ging er da längst nicht mehr. Bremen spielte fast nur über Camoglus Seite, der ständig in 1 gegen 1-Duelle gehen musste. An der Niederlage hat der keinerlei Schuld, machte das gut, verhinderte die meisten Durchbrüche in den 16er, was so alleine gelassen keine Selbstverständlichkeit ist. Flanken konnte er zulassen, sie waren keine große Gefahr, Pisot und Gordon sicher. Wir konnten in der 2. Hälfte bis kurz vor Schluss nur noch über die linke Seite für Entlastung sorgen. Föhrenbach schaltete sich ab und an gut in die Offensive ein, Lorenz ackerte sich 90 Minuten einen ab, auch als er nach den Wechseln als LV auflief. Lorenz gefällt mir sehr, das ist ein nimmermüder Arbeiter.
Nach 65 Minuten hatte ich das Spiel dann bereits innerlich abgehakt. Der KSC stand wieder dauerhaft tief, die Bälle gingen bei Ballgewinn weit raus. Sofortiger Ballverlust, da gerade Zawada seinen Körper viel zu selten einsetzte und nicht so den Eindruck vermittelte, als wolle er nun was erzwingen, den Umschwung einleiten, Körpersprache ganz schlecht. Doch dann kam für mich überraschend nochmal ein kurzes Aufbäumen, da hätte der Ausgleich fallen müssen, doch gerade der davor nicht immer sicher spielende Bremer Keeper kratzte da halt den Kopfball von Zawada überragend von der Linie und machte bei kleineren Gelegenheiten das Torwarteck zu. Mit den Wechseln brachte Meister den Aufschwung dann zum Erliegen. Muslija, Schleusener und DSE waren kein wirklicher Faktor mehr, nun standen sie viel zu eng gepackt in der Offensive, im 16er der Bremer.
Letztlich der Sieg der Bremer völlig verdient. Uphoff verhinderte einige klare Chancen, Bremen war teils zu verschwenderisch, hätte früher höher führen können. Ob nun DSE im Sturm oder Zawada, es kommt zu wenig. Fink ist auch nicht dauerhaft im Spiel drin und kommt selten zum Abschluss. Bülow hält maximal 70 Minuten durch, dann müsste man ihn eigentlich runter nehmen. Siebeck und Wanitzek konnten dem Spiel zu selten einen Stempel aufdrücken.
Granteln kann man nach der Niederlage denke ich schon. Ich halte unsre Spieler weiterhin für fähig, da wären auch in Bremen 3 Punkte drin gewesen, es fehlt aber weiterhin jegliche Konstanz über 90 Minuten, Eingespieltheit. In jedem Spiel versaut man quasi eine Hälfte und fängt sich dazu weiterhin zu einfache Tore. Das ist nicht gut, gerade wenn Meister vor dem Spiel davon sprach, dass man die Defensive endlich sattelfest machen wollte und nun wieder mindestens 2 Tore kassierte. Das hohe Pressing lief zwar diesmal beständiger, trotzdem war es auch gegen Bremen nicht dauerhaft genug. Meister ist nun gefragt, dass er endlich die passende Balance mit den formstärksten Spielern findet, dass die Mannschaft mit Selbstvertrauen ihr Ding 90 Minuten lang durchzieht, die vorhandene Qualität auf den Platz bringt. Nach dem Haching-Spiel sehe ich das eher als Rückschritt an, weil es nun zu den ersten großen Umstellungen kam und es den KSC nicht voran brachte.
Asymmetrie war diesmal im Mittelfeld angesagt. Bülow als Ausputzer, tiefster MF-Spieler, der aber im hohen Pressing oft einen aus der offensiven Zentrale fallen lassenden Bremer folgte. Die 3 vor Bülow stehenden Leute, in dem Fall Lorenz, Siebeck und Wanitzek, spielten sehr unterschiedliche Rollen. Lorenz wieder einzig als Flügelspieler, Flankengeber, Siebeck als Kombinationspartner auf der 8 links orientiert, Wanitzek offensiv eher von der rechten Seite aus Anschluss suchend, also Richtung Zentrale tendierend, mit Zug zum Tor, selten mal auf den rechten Flügel raus. Anfangs noch häufig, im Laufe des Spiels dann gar nicht mehr. Camoglu hatte so im Verlauf des Spiels die rechte Seite für sich alleine, wie Bader gegen Haching. Fink mehr als hängender Stürmer, mal links oder rechts Nahe Zawada, der als Sturmspitze agierte.
War dann ein ordentlicher Beginn, das hohe Pressing klappte gleich beständig. Die Bremer spielten entweder aus der Abwehr raus Fehlpässe, oder die erste Anspielstation hatte keine Zeit zur sauberen Ballverarbeitung, konnte sich drehen. Auch Lorenzs Fähigkeiten in der Defensive, dessen bissig und sauber geführten Zweikämpfe, haben da noch zum schnellen Ballgewinn geführt. Leider fiel in der Phase nicht das Tor für den KSC, weil die Abstimmung in der Offensive weiterhin nur Stückwerk ist, höchstens Hereingaben von außen für Gefahr sorgten. Kaum verwunderlich, wenn mit Siebeck, Wanitzek und Zawada da halt 3 neue Leute auf dem Feld stehen, dazu die MF-Zentrale neu ausgerichtet wurde. Der KSC versuchte nun zwar mehr zu kombinieren, die IV vermied hohe Bälle/Befreiungsschläge, es half aber letztlich nicht zu dauerhaften Torchancen zu kommen. Zawada presste in der ersten Hälfte sauber, verleitete die Bremer zum Spiel durch die Zentrale, machte also die Anspielmöglichkeit auf einen der außen stehenden IVs in der 3er-Kette der Bremer dicht, ohne zu stark auf den ballführenden Spieler zu gehen. Die Hintermannschaft damit ordentlich angeleitet, die dann mehr Zugriff auf die direkten Gegenspieler suchten. Bremen sollte also entweder Befreiungsschläge spielen, da hatten wir die Lufthoheit, oder man wollte nach der flachen Spieleröffnung aus der IV raus zupacken, nach vorne verteidigen.
Leider war Zawada aber dann bis kurz vor Schluss offensiv völlig aus dem Spiel, Fink nach einem ordentlichen Start auch, man konnte aus dem Ballgewinn dann kaum Torgefahr generieren. Nach knapp 20 Minuten verflachte die Partie, der KSC spielte nicht mehr so energisch, Bremen kam im Spielaufbau öfters über die Mittellinie und da auch zu einfach in den Raum zwischen Abwehr und Mittelfeld. Dank Uphoff kein frühes Gegentor aber dann leider doch ein Tor aus dem Nichts. Ab dem Treffer der Bremer kippte dann das Spiel, da die Bremer nun die notwendige Ruhe in ihrem Spiel hatten, auch den Umschaltmoment zu Konter nutzen konnten, was der KSC davor noch unterband.
Nach der Pause keine Wechsel, aber vermutlich eine leichte Umstellung. Wanitzek unterstützte Bülow nun viel seltener, der musste die rechte Seite dann mit Camoglu alleine dicht machen. Genau da setzten die Bremer dann passend an. Bülow schwanden die Kräfte Mitte der 2. Hälfte merklich. Nur noch Alibi-Anlaufen, wirklich in die Zweikämpfe ging er da längst nicht mehr. Bremen spielte fast nur über Camoglus Seite, der ständig in 1 gegen 1-Duelle gehen musste. An der Niederlage hat der keinerlei Schuld, machte das gut, verhinderte die meisten Durchbrüche in den 16er, was so alleine gelassen keine Selbstverständlichkeit ist. Flanken konnte er zulassen, sie waren keine große Gefahr, Pisot und Gordon sicher. Wir konnten in der 2. Hälfte bis kurz vor Schluss nur noch über die linke Seite für Entlastung sorgen. Föhrenbach schaltete sich ab und an gut in die Offensive ein, Lorenz ackerte sich 90 Minuten einen ab, auch als er nach den Wechseln als LV auflief. Lorenz gefällt mir sehr, das ist ein nimmermüder Arbeiter.
Nach 65 Minuten hatte ich das Spiel dann bereits innerlich abgehakt. Der KSC stand wieder dauerhaft tief, die Bälle gingen bei Ballgewinn weit raus. Sofortiger Ballverlust, da gerade Zawada seinen Körper viel zu selten einsetzte und nicht so den Eindruck vermittelte, als wolle er nun was erzwingen, den Umschwung einleiten, Körpersprache ganz schlecht. Doch dann kam für mich überraschend nochmal ein kurzes Aufbäumen, da hätte der Ausgleich fallen müssen, doch gerade der davor nicht immer sicher spielende Bremer Keeper kratzte da halt den Kopfball von Zawada überragend von der Linie und machte bei kleineren Gelegenheiten das Torwarteck zu. Mit den Wechseln brachte Meister den Aufschwung dann zum Erliegen. Muslija, Schleusener und DSE waren kein wirklicher Faktor mehr, nun standen sie viel zu eng gepackt in der Offensive, im 16er der Bremer.
Letztlich der Sieg der Bremer völlig verdient. Uphoff verhinderte einige klare Chancen, Bremen war teils zu verschwenderisch, hätte früher höher führen können. Ob nun DSE im Sturm oder Zawada, es kommt zu wenig. Fink ist auch nicht dauerhaft im Spiel drin und kommt selten zum Abschluss. Bülow hält maximal 70 Minuten durch, dann müsste man ihn eigentlich runter nehmen. Siebeck und Wanitzek konnten dem Spiel zu selten einen Stempel aufdrücken.
Granteln kann man nach der Niederlage denke ich schon. Ich halte unsre Spieler weiterhin für fähig, da wären auch in Bremen 3 Punkte drin gewesen, es fehlt aber weiterhin jegliche Konstanz über 90 Minuten, Eingespieltheit. In jedem Spiel versaut man quasi eine Hälfte und fängt sich dazu weiterhin zu einfache Tore. Das ist nicht gut, gerade wenn Meister vor dem Spiel davon sprach, dass man die Defensive endlich sattelfest machen wollte und nun wieder mindestens 2 Tore kassierte. Das hohe Pressing lief zwar diesmal beständiger, trotzdem war es auch gegen Bremen nicht dauerhaft genug. Meister ist nun gefragt, dass er endlich die passende Balance mit den formstärksten Spielern findet, dass die Mannschaft mit Selbstvertrauen ihr Ding 90 Minuten lang durchzieht, die vorhandene Qualität auf den Platz bringt. Nach dem Haching-Spiel sehe ich das eher als Rückschritt an, weil es nun zu den ersten großen Umstellungen kam und es den KSC nicht voran brachte.
03.08.2017 - 00:11 Uhr
Zitat von RudiMentaer
Meister ist nun gefragt, dass er endlich die passende Balance mit den formstärksten Spielern findet, dass die Mannschaft mit Selbstvertrauen ihr Ding 90 Minuten lang durchzieht, die vorhandene Qualität auf den Platz bringt.
Meister ist nun gefragt, dass er endlich die passende Balance mit den formstärksten Spielern findet, dass die Mannschaft mit Selbstvertrauen ihr Ding 90 Minuten lang durchzieht, die vorhandene Qualität auf den Platz bringt.
Toller Beitrag! Der zitierte Absatz ist meiner Meinung der Schlüssel, der über Erfolg oder Misserfolg von Meister entscheiden wird. Er hat heute reagiert, Gordon für Stoll gebracht, Zawada für DSE, Siebeck für Hoffmann. Wanitzek für Bader. Alles berechtigte Änderungen, die ich so beibehalten würde um Konstanz reinzubringen. Oral hat diese Gratwanderung einfach nicht hinbekommen, hat jedes Mal bunt durchgewechselt und ist letztendlich daran gescheitert.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von FCPhoenix am 03.08.2017 um 00:12 Uhr bearbeitet
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