Taktik und Spielsysteme
21.07.2011 - 09:17 Uhr
19.08.2017 - 11:17 Uhr
Würde mir so gefallen! Wird Meister aber tendenziell eher nicht machen.
19.08.2017 - 11:46 Uhr
Zitat von Moetee
Würde mir so gefallen! Wird Meister aber tendenziell eher nicht machen.
Würde mir so gefallen! Wird Meister aber tendenziell eher nicht machen.
Dann soll er eben an seinem 4-4-2 mit Doppel 6 und ohne 8 und/oder 10 festhalten.
Beratungsresistent ohne Lerneffekt
Dann verlieren wir auch gegen Halle und er fliegt halt.
Was soll ich sagen?
Jeder hats gemerkt, bloß der Trainer nicht.
Bezeichnend heute beim Training. Die beiden Co.-Trainer zusammen rumgetüftelt und -diskutiert.
Der Chef 100 m weiter völlig teilnahmslos und in sich gekehrt.
Ich bin ein absoluter Gegner von Schnellschüssen und voreiligen Trainerrauswürfen. Vor allem wenn man nicht weiß wies weitergehen könnte.
Aber irgendwann reichts mir auch mal.
19.08.2017 - 12:48 Uhr
Bei aller berechtigten Kritik sollte man mal die Kirche im Dorf lassen. Wir alle wissen, dass Wanitzek gesperrt war und Siebeck auf links gebraucht wurde. Den (bisherigen) Totalausfall Föhrenbach aufzustellen, wäre auch nicht besser gewesen als Hofmann neben Bülow.
19.08.2017 - 19:11 Uhr
Ist halt auch echt bescheiden mit Hofmann und Bülow. Man holt die zwei aus Liga 2 und hat bestimmt erzählt, dass sie da absolute Leader und Stammkräfte sein werden. Der eine wird sogar noch Kapitän, hat aber null Ausstrahlung und spielt nicht gut. Der andere fällt als erster der U23 - Regel zum Opfer.
Ganz ganz komisch alles.
Ganz ganz komisch alles.
20.08.2017 - 03:21 Uhr
Jep, da geb' ich dir Recht. Wieso man gleich beide verpflichtet hat, erschließt sich mir auch nicht. Es soll einfach der Bessere der Beiden spielen und Wanitzek/Siebeck daneben.
20.08.2017 - 10:40 Uhr
Köln - KSC
Der KSC im 442, auch die Kölner traten im 442 an. Meister stellte eher unverständlich wenig um. Vermutlich war er der Annahme, dass man wie gegen Wehen als Favorit aufs Feld geht und die Eingespielheit der letzten Spiele höher zu werten ist, wie die fehlende Frische nach dem 120minütigen Pokalspiel. Hofmann für Wanitzek, kein Gordon für Stoll, kein Siebeck in der Zentrale.
Warum Meister nicht aus der 1. Hälfte gegen Osnabrück gelernt hat, das ist mir auch unverständlich. Natürlich sind Hofman und Bülow mehr wie ausputzende 6er, sie können den Ball schon laufen lassen, das zeigten sie auch phasenweise gegen Köln. Es fehlt aber jegliche Dynamik aus der Zentrale heraus. Sie spielten gegen Osnabrück bereits sehr statisch, auch in der Defensive, gegen Köln war es dann wie erwartet nicht anders. Im 442 musste also die Lösung über die Flügel, wie auch von den beiden Stürmern erfolgen und das funktionierte nur dann, als das Spiel schon längst gelaufen war, Köln die Intensität runterschraubte. Das Problem ist, dass Lorenz als Flankengeber, wie auch Bülow und Hofman, nur ihre Positionen halten. Das ist grundsätzlich nicht schlimm, wenn der Rest der Mannschaft für Bewegung sorgt, aber dazu ist die Mannschaft aktuell nicht passend aufgestellt. Fink wurde ständig in Manndeckung/in Deckungsschatten genommen, Lorenz ebenso (O-Ton Köln-Coach, Fink und Lorenz aus dem Spiel zu nehmen), Zawada und Muslija waren nun gefordert und die Rolle ist noch zu groß. Muslijas Stärken sind mit Ball am Fuß, (noch) nicht das Spiel durch intelligente Läufe aufzubrechen. Er war damit wie Lorenz und Fink die meiste Zeit völlig aus dem Spiel raus. Zawada versuchte teils energisch über Zweikämpfe ins Spiel zu kommen, konnte sich aber als Stürmer nicht zeigen. Siebeck fand gegen Köln auch keine Möglichkeit sich passend einzubinden und imitierte eher die Föhrenbach-Spielweise, an der Seite hinter Lorenz zu stehen. Ein einrücken wäre vermutlich auch zu heikel gewesen, da Köln ja mit weiten Bällen auf die Flügel operierte, das wäre auf dem Silbertablett serviert gewesen. Einzig Camgolu hatte da teilweise die Möglichkeit sich in Position zu bringen, als technisch ordentlicher Spieler, der ebenso Dynamik und Agilität besitzt, fühlt er sich ja in allen Räumen wohl, doch mit Bülow und Muslija konnte er nur anfangs ein Stück weit das Aufbauspiel passend mit initiieren, bis der KSC jeglichen Mut aufgab und sich wieder auf weite Bälle verlegte. Der KSC agierte wie ein nervöser und dazu extrem unkonzentrierter Abstiegskandidat.
Da beide Mannschaften in der identischen Formation antraten, ist es tödlich so dermaßen statisch zu spielen, denn normalerweise, wenn auf jeder Position quasi ein passender Gegenpart steht, dann ist es grundsätzlich schon schwierig das Aufbauspiel beständig durchzubekommen, es verkommt oft zu einem Manndeckungs-Schlachtfest und ohne Bewegung wird es zu einem toten Spiel. Lösungen hätte es gegeben. Entweder die Mannschaft schiebt extrem auf eine Flügelseite, lässt den AV auf der anderen Seite breit stehen, was den Gegner immer in Probleme bringt Manndeckung aufrecht zu erhalten, Überzahl zu verhindern. Das geschah nicht, kaum verwunderlich, denn wenn man Überzahl schafft, stark verschiebt, dann werden die Räume halt sehr eng und Hofmann und Bülow stoßen da schnell an ihre Grenzen, auch Lorenz liegt dieses Spiel nicht so sehr, auch wenn er Anschlussaktionen initiieren kann. Muslija schob ab und an mit auf die linke Seite, es hatte aber keinen Effekt, es hätte viel kollektiver erfolgen müssen. Die andere Lösung wäre ein 424 gewesen, den Gegner weit auseinander zu ziehen, so hätte man Raum schaffen können. Grundsätzlich habe ich diese Spielweise aber in keinem Spiel bisher ausmachen können, dazu fehlt auch im gesamten Kader ein Stück weit Dynamik, da man bei Ballverlust dann natürlich selbst weit auseinander gezogen steht. Weitere Möglichkeit wäre das fallen lassen der Stürmer gewesen, Überzahl in der Zentrale schaffen, während die Flügelspieler hoch schieben, die IV damit in die Bredouille bringt, entweder die Manndeckung des Stürmers aufrecht zu erhalten, oder die Absicherung für den AV geben, der den Flügelspieler deckt. Die Schnittstelle IV/AV hätte man damit öffnen können. Aber wie gesagt war es letztlich zu statisch. Zawada spielte eng an die gegnerische IV gekettet meist wieder eine Art Wandspieler, hätte aber bei Ballbehauptung kaum eine Anspielstation gefunden. Finks eher zurückgezogene Spielweise im 10er-Raum wurde mit dem Deckungsschatten der zentralen MF-Spieler passend eingefangen. Somit bot die Mannschaft bis auf Muslija ausschließlich vertikale Verschiebemechanismen. So eine schwache Spielanlage habe ich selten gesehen, es war dann die mit Abstand schwächste Saisonleistung bisher.
Die Spielanlage der Kölner war nicht herausragend, sie waren aber eingespielt und spielten gerade in der 1. Hälfte mit einer extrem hohen Intensität. Die beiden Stürmer versuchten entweder unsre IV zu trennen, den Rückpass auf den TW zu erschweren, meist leitete man sie jedoch auf die Außen. Damit setzte man bereits das Aufbauspiel des KSC schachmatt. Pass auf den AV, keine Bewegung in der Zentrale, also Bülow oder Hofmann, da ihnen schlicht die Dynamik fehlt sich von ihren Gegenspielern zu lösen. Die Flügelspieler davor ebenso in Manndeckung, damit gab es keine Anschlussstation und der Ball ging wieder in die IV. Von dort auf Uphoff, der weit rausspielte, oder Stoll und Pisot wählten halt direkt den langen Ball. Gerade hier war ich aber dann teils doch sehr verwundert, denn im Vergleich zu Osnabrück waren da wirklich nur 2 Stürmer, welche die beide IV in Schach hielten. Die Kölner schoben nicht komplett zwischen Mittelfeld- und Abwehrkette, es war zu keiner Zeit richtiges Angriffspressing und doch wählte man den schnellen Befreiungsschlag viel zu oft, anstatt den Ball einfach so lange in der Abwehrkette laufen zu lassen, bis sich irgendwann eine passende Spieleröffnung ergibt. Man schenkte dann mit den weiten Bällen lieber gleich wieder die Ballkontrolle her und ließ sich dann vom herausragenden Umschaltspiel der Kölner zermalmen. Das war deren Key-Element, das hatte echt BVB-Klopp-Qualität. Bei Fouls spielte man jeden Freistoß in der tiefen Zentrale schnell aus. Gewann man den Ball, wurde nicht lange gefackelt und in die letzte Reihe gespielt, meist auf einen der Flügel raus. Bei Ballverlust setzte man in der letzten Reihe beständig nach, spielte nickelig, sehr aggressiv. Musste Köln doch mal geordnet aufbauen, ließ sich das ZM fallen, was Bülow und Hofmann aufgrund ihrer Dynamik- und Agilitäts-Defizite selten mitgingen, und versuchten dann auch wieder direkt weit auf einen der Flügel rauszuspielen. Wenn der Gegner so auf Gegenpressing aus ist, dann muss man entweder mit spielberuhigendem Pässen agieren, also die Anlaufintensität des Gegners unterbrechen, weil es ins Leere läuft. Oder man verteilt die Offensivrollen so passend, besetzt sie entsprechend, dass das situative, intensive Pressing direkt überspielt werden kann. Dazu fehlt aber Dynamik im Sturm, denn weder Fink noch Zawada können im Eiltempo eine ganze Hälfte überbrücken.
Leider gab es das alles also auf Seiten des KSC nicht, der KSC nahm das Spiel nicht an. Ohne Vertrauen in das eigene System, ohne Vertrauen in das eigene Können und den Nebenmann fällt dann eine Mannschaft auseinander. Neben einem nicht funktionierenden Aufbauspiel, war der KSC in den Umschaltphasen ebenso unterirdisch, der KSC war damit die hoffnungslos unterlegene Mannschaft. Bedingt durch fehlendes Vertrauen in die eigene Spielidee, bedingt durch haarsträubende individuelle Fehler der Spieler (wie bereits gepostet - 7:26 Spielminute, Stoll hebt das Abseits auf.), und durch die sich immer weiter steigernde Nervosität, war es um den KSC geschehen. Leider pushte man sich auch nicht gegenseitig, egal ob motzend oder unterstützend, vom Kapitän bis zum Trainer nahm man wortlos diese Schmach an.
Es war wirklich ein maximal erschreckendes Spiel, dass den Fortschritt nicht nur einbremste, man schmiss ihn aus dem Fenster. Den O-Ton von Lorenz will ich gar nicht so hoch werten, aber wenn ich Bajramovic und Eichner alleine fachsimpeln sehe, Kreuzer in der hinteren Reihe teilnahmslos sitzt, Meister abseits steht, was sich ja laut Trainingsbeobachtung eines Users hier im Training sich gestern wiederholt hatte, dann scheint Meisters Zeit als Cheftrainer nicht mehr lange anzudauern. Noch ist das Transferfenster offen, ich denke man sollte reagieren. Meister gibt nun mit diesem Spiel leider viele Gründe, an seiner Fähigkeit fortlaufend die richtigen Entscheidungen zu treffen, zu zweifeln. Glückwunsch an die Südstädter, die bisher der mit Abstand stärkste Gegner waren und völlig verdient gewannen. Deren Trainer gefällt mir sehr, die Spieler machen ebenso einen fast schon euphorischen Eindruck, die haben aktuell wirklich einen absoluten Flow.
Der KSC im 442, auch die Kölner traten im 442 an. Meister stellte eher unverständlich wenig um. Vermutlich war er der Annahme, dass man wie gegen Wehen als Favorit aufs Feld geht und die Eingespielheit der letzten Spiele höher zu werten ist, wie die fehlende Frische nach dem 120minütigen Pokalspiel. Hofmann für Wanitzek, kein Gordon für Stoll, kein Siebeck in der Zentrale.
Warum Meister nicht aus der 1. Hälfte gegen Osnabrück gelernt hat, das ist mir auch unverständlich. Natürlich sind Hofman und Bülow mehr wie ausputzende 6er, sie können den Ball schon laufen lassen, das zeigten sie auch phasenweise gegen Köln. Es fehlt aber jegliche Dynamik aus der Zentrale heraus. Sie spielten gegen Osnabrück bereits sehr statisch, auch in der Defensive, gegen Köln war es dann wie erwartet nicht anders. Im 442 musste also die Lösung über die Flügel, wie auch von den beiden Stürmern erfolgen und das funktionierte nur dann, als das Spiel schon längst gelaufen war, Köln die Intensität runterschraubte. Das Problem ist, dass Lorenz als Flankengeber, wie auch Bülow und Hofman, nur ihre Positionen halten. Das ist grundsätzlich nicht schlimm, wenn der Rest der Mannschaft für Bewegung sorgt, aber dazu ist die Mannschaft aktuell nicht passend aufgestellt. Fink wurde ständig in Manndeckung/in Deckungsschatten genommen, Lorenz ebenso (O-Ton Köln-Coach, Fink und Lorenz aus dem Spiel zu nehmen), Zawada und Muslija waren nun gefordert und die Rolle ist noch zu groß. Muslijas Stärken sind mit Ball am Fuß, (noch) nicht das Spiel durch intelligente Läufe aufzubrechen. Er war damit wie Lorenz und Fink die meiste Zeit völlig aus dem Spiel raus. Zawada versuchte teils energisch über Zweikämpfe ins Spiel zu kommen, konnte sich aber als Stürmer nicht zeigen. Siebeck fand gegen Köln auch keine Möglichkeit sich passend einzubinden und imitierte eher die Föhrenbach-Spielweise, an der Seite hinter Lorenz zu stehen. Ein einrücken wäre vermutlich auch zu heikel gewesen, da Köln ja mit weiten Bällen auf die Flügel operierte, das wäre auf dem Silbertablett serviert gewesen. Einzig Camgolu hatte da teilweise die Möglichkeit sich in Position zu bringen, als technisch ordentlicher Spieler, der ebenso Dynamik und Agilität besitzt, fühlt er sich ja in allen Räumen wohl, doch mit Bülow und Muslija konnte er nur anfangs ein Stück weit das Aufbauspiel passend mit initiieren, bis der KSC jeglichen Mut aufgab und sich wieder auf weite Bälle verlegte. Der KSC agierte wie ein nervöser und dazu extrem unkonzentrierter Abstiegskandidat.
Da beide Mannschaften in der identischen Formation antraten, ist es tödlich so dermaßen statisch zu spielen, denn normalerweise, wenn auf jeder Position quasi ein passender Gegenpart steht, dann ist es grundsätzlich schon schwierig das Aufbauspiel beständig durchzubekommen, es verkommt oft zu einem Manndeckungs-Schlachtfest und ohne Bewegung wird es zu einem toten Spiel. Lösungen hätte es gegeben. Entweder die Mannschaft schiebt extrem auf eine Flügelseite, lässt den AV auf der anderen Seite breit stehen, was den Gegner immer in Probleme bringt Manndeckung aufrecht zu erhalten, Überzahl zu verhindern. Das geschah nicht, kaum verwunderlich, denn wenn man Überzahl schafft, stark verschiebt, dann werden die Räume halt sehr eng und Hofmann und Bülow stoßen da schnell an ihre Grenzen, auch Lorenz liegt dieses Spiel nicht so sehr, auch wenn er Anschlussaktionen initiieren kann. Muslija schob ab und an mit auf die linke Seite, es hatte aber keinen Effekt, es hätte viel kollektiver erfolgen müssen. Die andere Lösung wäre ein 424 gewesen, den Gegner weit auseinander zu ziehen, so hätte man Raum schaffen können. Grundsätzlich habe ich diese Spielweise aber in keinem Spiel bisher ausmachen können, dazu fehlt auch im gesamten Kader ein Stück weit Dynamik, da man bei Ballverlust dann natürlich selbst weit auseinander gezogen steht. Weitere Möglichkeit wäre das fallen lassen der Stürmer gewesen, Überzahl in der Zentrale schaffen, während die Flügelspieler hoch schieben, die IV damit in die Bredouille bringt, entweder die Manndeckung des Stürmers aufrecht zu erhalten, oder die Absicherung für den AV geben, der den Flügelspieler deckt. Die Schnittstelle IV/AV hätte man damit öffnen können. Aber wie gesagt war es letztlich zu statisch. Zawada spielte eng an die gegnerische IV gekettet meist wieder eine Art Wandspieler, hätte aber bei Ballbehauptung kaum eine Anspielstation gefunden. Finks eher zurückgezogene Spielweise im 10er-Raum wurde mit dem Deckungsschatten der zentralen MF-Spieler passend eingefangen. Somit bot die Mannschaft bis auf Muslija ausschließlich vertikale Verschiebemechanismen. So eine schwache Spielanlage habe ich selten gesehen, es war dann die mit Abstand schwächste Saisonleistung bisher.
Die Spielanlage der Kölner war nicht herausragend, sie waren aber eingespielt und spielten gerade in der 1. Hälfte mit einer extrem hohen Intensität. Die beiden Stürmer versuchten entweder unsre IV zu trennen, den Rückpass auf den TW zu erschweren, meist leitete man sie jedoch auf die Außen. Damit setzte man bereits das Aufbauspiel des KSC schachmatt. Pass auf den AV, keine Bewegung in der Zentrale, also Bülow oder Hofmann, da ihnen schlicht die Dynamik fehlt sich von ihren Gegenspielern zu lösen. Die Flügelspieler davor ebenso in Manndeckung, damit gab es keine Anschlussstation und der Ball ging wieder in die IV. Von dort auf Uphoff, der weit rausspielte, oder Stoll und Pisot wählten halt direkt den langen Ball. Gerade hier war ich aber dann teils doch sehr verwundert, denn im Vergleich zu Osnabrück waren da wirklich nur 2 Stürmer, welche die beide IV in Schach hielten. Die Kölner schoben nicht komplett zwischen Mittelfeld- und Abwehrkette, es war zu keiner Zeit richtiges Angriffspressing und doch wählte man den schnellen Befreiungsschlag viel zu oft, anstatt den Ball einfach so lange in der Abwehrkette laufen zu lassen, bis sich irgendwann eine passende Spieleröffnung ergibt. Man schenkte dann mit den weiten Bällen lieber gleich wieder die Ballkontrolle her und ließ sich dann vom herausragenden Umschaltspiel der Kölner zermalmen. Das war deren Key-Element, das hatte echt BVB-Klopp-Qualität. Bei Fouls spielte man jeden Freistoß in der tiefen Zentrale schnell aus. Gewann man den Ball, wurde nicht lange gefackelt und in die letzte Reihe gespielt, meist auf einen der Flügel raus. Bei Ballverlust setzte man in der letzten Reihe beständig nach, spielte nickelig, sehr aggressiv. Musste Köln doch mal geordnet aufbauen, ließ sich das ZM fallen, was Bülow und Hofmann aufgrund ihrer Dynamik- und Agilitäts-Defizite selten mitgingen, und versuchten dann auch wieder direkt weit auf einen der Flügel rauszuspielen. Wenn der Gegner so auf Gegenpressing aus ist, dann muss man entweder mit spielberuhigendem Pässen agieren, also die Anlaufintensität des Gegners unterbrechen, weil es ins Leere läuft. Oder man verteilt die Offensivrollen so passend, besetzt sie entsprechend, dass das situative, intensive Pressing direkt überspielt werden kann. Dazu fehlt aber Dynamik im Sturm, denn weder Fink noch Zawada können im Eiltempo eine ganze Hälfte überbrücken.
Leider gab es das alles also auf Seiten des KSC nicht, der KSC nahm das Spiel nicht an. Ohne Vertrauen in das eigene System, ohne Vertrauen in das eigene Können und den Nebenmann fällt dann eine Mannschaft auseinander. Neben einem nicht funktionierenden Aufbauspiel, war der KSC in den Umschaltphasen ebenso unterirdisch, der KSC war damit die hoffnungslos unterlegene Mannschaft. Bedingt durch fehlendes Vertrauen in die eigene Spielidee, bedingt durch haarsträubende individuelle Fehler der Spieler (wie bereits gepostet - 7:26 Spielminute, Stoll hebt das Abseits auf.), und durch die sich immer weiter steigernde Nervosität, war es um den KSC geschehen. Leider pushte man sich auch nicht gegenseitig, egal ob motzend oder unterstützend, vom Kapitän bis zum Trainer nahm man wortlos diese Schmach an.
Es war wirklich ein maximal erschreckendes Spiel, dass den Fortschritt nicht nur einbremste, man schmiss ihn aus dem Fenster. Den O-Ton von Lorenz will ich gar nicht so hoch werten, aber wenn ich Bajramovic und Eichner alleine fachsimpeln sehe, Kreuzer in der hinteren Reihe teilnahmslos sitzt, Meister abseits steht, was sich ja laut Trainingsbeobachtung eines Users hier im Training sich gestern wiederholt hatte, dann scheint Meisters Zeit als Cheftrainer nicht mehr lange anzudauern. Noch ist das Transferfenster offen, ich denke man sollte reagieren. Meister gibt nun mit diesem Spiel leider viele Gründe, an seiner Fähigkeit fortlaufend die richtigen Entscheidungen zu treffen, zu zweifeln. Glückwunsch an die Südstädter, die bisher der mit Abstand stärkste Gegner waren und völlig verdient gewannen. Deren Trainer gefällt mir sehr, die Spieler machen ebenso einen fast schon euphorischen Eindruck, die haben aktuell wirklich einen absoluten Flow.
20.08.2017 - 18:05 Uhr
Das beste vom Spieltag kommt hintenan!
Vielen Dank für die Analyse - super wie immer.
Von wegen Dampfplauderer ...
Ich freue mich schon auf - dann hoffentlich erfreulichere - kommende Analysen!
Vielen Dank für die Analyse - super wie immer.
Von wegen Dampfplauderer ...
Ich freue mich schon auf - dann hoffentlich erfreulichere - kommende Analysen!
20.08.2017 - 18:33 Uhr
Lieber Rudi, deine Analysen lesen sich stimmig und nachvollziehbar. Zudem sind sie kurzweilig geschrieben. Großes Kino und danke dafür.
20.08.2017 - 19:50 Uhr
Zitat von marquette
Lieber Rudi, deine Analysen lesen sich stimmig und nachvollziehbar. Zudem sind sie kurzweilig geschrieben. Großes Kino und danke dafür.
Lieber Rudi, deine Analysen lesen sich stimmig und nachvollziehbar. Zudem sind sie kurzweilig geschrieben. Großes Kino und danke dafür.
Rudi, du hast übrigens hoffentlich nicht vergessen, Deine Bewerbungsmappe beim Kreuzer abzugeben.
Du musst Dich nur gegen Neururer, Winnie und Effenberg durchsetzten, dann haste den Job.
20.08.2017 - 20:24 Uhr
Danke euch!
Hoffe nächste Woche gibt es erfreulicheres zu berichten.
Bewerbungsmappe ist gerichtet, soll ich meine ausgeglichene Fifa17-Bilanz dazulegen?
Am Trainerschein sitze ich gerade, mit Photoshop bin ich aber nicht so versiert.
Hoffe nächste Woche gibt es erfreulicheres zu berichten. Bewerbungsmappe ist gerichtet, soll ich meine ausgeglichene Fifa17-Bilanz dazulegen?
Am Trainerschein sitze ich gerade, mit Photoshop bin ich aber nicht so versiert.
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