Struktureller & Personeller Wandel bei Hertha
31.01.2009 - 10:30 Uhr
Bekanntermaßen läuft der Vertrag von Dieter Hoeneß (wie im übrigen auch der von Ingo Schiller nach der Saison 2009/2010 aus.
Wie man der heutigen Berliner Presse entnehmen kann, nimmt es die Vereinsführung unter Gegenbauer zum Anlass, die obere Führungsstrukur unter die Lupe zu nehmen und gegebenenfalls zu verändern:
Tagesspiegel:
Zitat
(...)
Das fängt damit an, dass es niemanden mehr wie ihn an der Spitze der Geschäftsführung geben soll. Keinen ehemaligen Fußballprofi also. Eine Persönlichkeit aus der Wirtschaft soll nach dem Wunsch einiger Präsidiumsmitglieder das Geschäft verantworten.
(...)
Doch das soll nicht die einzige Veränderung bleiben. Bisher bestand die Geschäftsführung nur aus Hoeneß und dem Finanzverantwortlichen Ingo Schiller. Ab Sommer 2010 könnte das Gremium aus vier Leuten bestehen, neben dem Vorsitzenden aus einem Finanzdirektor, einem Sportdirektor und auch einem Technischen Direktor. Schiller und Lizenzspielerchef Michael Preetz wären Kandidaten für die ersten beiden Positionen.
(...)
http://www.tagesspiegel.de/sport/Hertha-BSC-Finanzen-Schulden-Hoeness;art15527,2719524
Berliner Morgenpost:
Zitat
(...)
Um folgende Fragen geht es: Soll die künftige Geschäftsführung wie bislang aus zwei Vertretern (neben Hoeneß ist Ingo Schiller für die Finanzen zuständig) bestehen? Oder doch aus drei Personen? Und wie soll der Übergang bis 2010 verlaufen?
(...)
Klar ist, dass Michael Preetz (41) in die Geschäftsführung aufsteigen wird. Offen ist, ob Preetz (wie Hoeneß) die gesamte Verantwortung erhält – oder „nur“ die für den sportlichen Teil. In diesem Fall würde ein Vorstandsvorsitzender gesucht. Der soll dann Führungserfahrung aus der Wirtschaft mitbringen. Zwei oder drei Geschäftsführer – darüber hat das Präsidium zu entscheiden. Gegenbauer: „Diese Frage ist offen.“
(...)
http://www.morgenpost.de/sport/hertha/article1025239/Hoeness_Nachfolge_Hertha_holt_Beraterfirma_ins_Boot.html
Welche Führungsstruktur würdet ihr für Hertha BSC präferieren: Eine möglichst breite Führungsspitze mit klar verteilten Kompetenzen oder ein eindeutiges Vereinsoberhaupt, der alle Fäden in der Hand habt?
Welche genaue Struktur schwebt euch vor?
Was haltet ihr von dem Vorhaben über Headhunter einen Mann aus der Wirtschaft zu rekrutieren und ihn an die vorderste Front des Fußballvereins zu setzen oder gehört da eine sportliche Kompetenz wie Michael Preetz hin?
Wie man der heutigen Berliner Presse entnehmen kann, nimmt es die Vereinsführung unter Gegenbauer zum Anlass, die obere Führungsstrukur unter die Lupe zu nehmen und gegebenenfalls zu verändern:
Tagesspiegel:
Zitat
(...)
Das fängt damit an, dass es niemanden mehr wie ihn an der Spitze der Geschäftsführung geben soll. Keinen ehemaligen Fußballprofi also. Eine Persönlichkeit aus der Wirtschaft soll nach dem Wunsch einiger Präsidiumsmitglieder das Geschäft verantworten.
(...)
Doch das soll nicht die einzige Veränderung bleiben. Bisher bestand die Geschäftsführung nur aus Hoeneß und dem Finanzverantwortlichen Ingo Schiller. Ab Sommer 2010 könnte das Gremium aus vier Leuten bestehen, neben dem Vorsitzenden aus einem Finanzdirektor, einem Sportdirektor und auch einem Technischen Direktor. Schiller und Lizenzspielerchef Michael Preetz wären Kandidaten für die ersten beiden Positionen.
(...)
http://www.tagesspiegel.de/sport/Hertha-BSC-Finanzen-Schulden-Hoeness;art15527,2719524
Berliner Morgenpost:
Zitat
(...)
Um folgende Fragen geht es: Soll die künftige Geschäftsführung wie bislang aus zwei Vertretern (neben Hoeneß ist Ingo Schiller für die Finanzen zuständig) bestehen? Oder doch aus drei Personen? Und wie soll der Übergang bis 2010 verlaufen?
(...)
Klar ist, dass Michael Preetz (41) in die Geschäftsführung aufsteigen wird. Offen ist, ob Preetz (wie Hoeneß) die gesamte Verantwortung erhält – oder „nur“ die für den sportlichen Teil. In diesem Fall würde ein Vorstandsvorsitzender gesucht. Der soll dann Führungserfahrung aus der Wirtschaft mitbringen. Zwei oder drei Geschäftsführer – darüber hat das Präsidium zu entscheiden. Gegenbauer: „Diese Frage ist offen.“
(...)
http://www.morgenpost.de/sport/hertha/article1025239/Hoeness_Nachfolge_Hertha_holt_Beraterfirma_ins_Boot.html
Welche Führungsstruktur würdet ihr für Hertha BSC präferieren: Eine möglichst breite Führungsspitze mit klar verteilten Kompetenzen oder ein eindeutiges Vereinsoberhaupt, der alle Fäden in der Hand habt?
Welche genaue Struktur schwebt euch vor?
Was haltet ihr von dem Vorhaben über Headhunter einen Mann aus der Wirtschaft zu rekrutieren und ihn an die vorderste Front des Fußballvereins zu setzen oder gehört da eine sportliche Kompetenz wie Michael Preetz hin?
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Spaetzle am 31.01.2009 um 10:31 Uhr bearbeitet
31.01.2009 - 10:38 Uhr
Erstmal vorweg, ein klasse Thread, endlich mal wieder.
Ich denke ein Modell mit einem Direktor, der nicht direkt etwas mit Fussball zu tun hat und daneben einen jungen Sportdirektor wäre eine sehr schöne Variante. Zudem mit Schiller ein Mann, der gesondert die Finanzen mit den beiden abspricht.
Das Modell birgt natürlich auch seine Risiken, da Preetz erst noch Fehler machen wird, denn aus Fehlern wird man erst stärker.
Aber ich bin dafür, dass man die Kompetenzen klar aufteilt, aber dennoch im ständigen Kontakt steht.
Einen Oberboss sollte es mMn nicht mehr geben.
Ich denke ein Modell mit einem Direktor, der nicht direkt etwas mit Fussball zu tun hat und daneben einen jungen Sportdirektor wäre eine sehr schöne Variante. Zudem mit Schiller ein Mann, der gesondert die Finanzen mit den beiden abspricht.
Das Modell birgt natürlich auch seine Risiken, da Preetz erst noch Fehler machen wird, denn aus Fehlern wird man erst stärker.
Aber ich bin dafür, dass man die Kompetenzen klar aufteilt, aber dennoch im ständigen Kontakt steht.
Einen Oberboss sollte es mMn nicht mehr geben.
31.01.2009 - 10:45 Uhr
Ich persönlich wäre fur die breite Führungsspitze mit klaren Positionen. Die Zeiten der One Man Show sind vorbei, es sollte auch fachfremdes Führungspersonal, also frisches Blut von Außen, gesucht werden.
Dazu müsste allerdings erstmal ein reiner Tisch gemacht werden, alle Leichen aus der Höness Ära ausgebuddelt werden und mal klar und transparent eine Bestandsaufnahme getätigt werden.
Dazu müsste allerdings erstmal ein reiner Tisch gemacht werden, alle Leichen aus der Höness Ära ausgebuddelt werden und mal klar und transparent eine Bestandsaufnahme getätigt werden.
31.01.2009 - 11:09 Uhr
Ich finde es schwierig. Hertha BSC ist ein Fußballverein, aber leider stirbt die Tradition und solche Vereine müssen geführt werden wie Wirtschaftsunternehmen. Eine externe Persönlichkeit aus der Wirtschaft hat meiner Meinung nach nicht den Fußball sondern nur Gewinne als Ziel.
Ein Beispiel: Hertha BSC hat vor einem Jahr Kacar für 3 Millionen Euro gekauft. Jetzt hat der Spieler einen Marktwert von 6,5 Millionen Euro und der Verein muss ihn über kurz oder lang einen Gehaltserhöhung geben. Wenn man jetzt Kacar für den Marktwert verkauft hat man einen Gewinn von 3.1 Millionen Euro gemacht. Um den selben Gewinn in einen Jahr oder Später zu erzielen bei einem Gehalt von 1 Million muss der Marktwert jährlich um eine Million steigen. Wir alle sind sicher das dies der Fall sein wird. Ein Manager aus der Wirtschaft wohl nicht.
Jetzt wird sicher, zu Recht gesagt, dass diese Persönlichkeit nie die volle Kontrolle über den Verein bekommen wird, aber was soll sie dann bei Hertha BSC? Die ganzen Wirtschaftsbosse haben doch weitreichende Entscheidungsgewalt, was sollte einen solchen Mann an einer Führungsdemokratie bei Hertha BSC reizen. Ein kleines Gehalt dürfte er auch nicht verdienen.
Ich wäre eher dafür die Struktur ohne Vorsitzenden zu wählen. Alle Entscheidungen werden ja ohnehin vom Aufsichtsrat abgesegnet. Ingo Schiller sollte für mich durch Andreas Schmidt ersetzt werden der sich im Fußball auskennt, eine Identifikation zu Hertha BSC besitzt und Wirtschaft studiert hat. Michael Preetz kann und sollte Sportdirektor werden und für die Position technischer Direktor würde ich mir Nico Kovac wünschen. Alle drei sind Identifikationsfiguren von Hertha BSC, haben lange hier gespielt und zwei kommen sogar aus Berlin.
Bei dem Vorsitzeden sehe ich übrigens die Gefahr, dass ein Investor zwar nicht 50+1 Prozent der Anteile am Verein bekommen kann, aber diesen Posten für sich oder einen ihm nahe stehenden Vertrauten besetzen könnte.
Ein Beispiel: Hertha BSC hat vor einem Jahr Kacar für 3 Millionen Euro gekauft. Jetzt hat der Spieler einen Marktwert von 6,5 Millionen Euro und der Verein muss ihn über kurz oder lang einen Gehaltserhöhung geben. Wenn man jetzt Kacar für den Marktwert verkauft hat man einen Gewinn von 3.1 Millionen Euro gemacht. Um den selben Gewinn in einen Jahr oder Später zu erzielen bei einem Gehalt von 1 Million muss der Marktwert jährlich um eine Million steigen. Wir alle sind sicher das dies der Fall sein wird. Ein Manager aus der Wirtschaft wohl nicht.
Jetzt wird sicher, zu Recht gesagt, dass diese Persönlichkeit nie die volle Kontrolle über den Verein bekommen wird, aber was soll sie dann bei Hertha BSC? Die ganzen Wirtschaftsbosse haben doch weitreichende Entscheidungsgewalt, was sollte einen solchen Mann an einer Führungsdemokratie bei Hertha BSC reizen. Ein kleines Gehalt dürfte er auch nicht verdienen.
Ich wäre eher dafür die Struktur ohne Vorsitzenden zu wählen. Alle Entscheidungen werden ja ohnehin vom Aufsichtsrat abgesegnet. Ingo Schiller sollte für mich durch Andreas Schmidt ersetzt werden der sich im Fußball auskennt, eine Identifikation zu Hertha BSC besitzt und Wirtschaft studiert hat. Michael Preetz kann und sollte Sportdirektor werden und für die Position technischer Direktor würde ich mir Nico Kovac wünschen. Alle drei sind Identifikationsfiguren von Hertha BSC, haben lange hier gespielt und zwei kommen sogar aus Berlin.
Bei dem Vorsitzeden sehe ich übrigens die Gefahr, dass ein Investor zwar nicht 50+1 Prozent der Anteile am Verein bekommen kann, aber diesen Posten für sich oder einen ihm nahe stehenden Vertrauten besetzen könnte.
31.01.2009 - 11:18 Uhr
@adailton: Ich dachte du würdest bei einem der größten Wirtschaftsunternehmen Europas arbeiten?!
Da verstehe ich nicht wie man so viel Grütze schreiben kann.
Meinst du nicht der Manager würde/müsste sich vorher mit den anderen Direktoren(sportlicher, technischer) absprechen, bevor er einen Spieler kauft/verkauft, bzw. auch mit dem Trainer?
Und du meinst der Direktor würde als Spitzel fungieren? :ugly
Sorry, aber da kann ich nur drüber lachen, das ist mir zu lächerlich. :D
Da verstehe ich nicht wie man so viel Grütze schreiben kann.
Meinst du nicht der Manager würde/müsste sich vorher mit den anderen Direktoren(sportlicher, technischer) absprechen, bevor er einen Spieler kauft/verkauft, bzw. auch mit dem Trainer?
Und du meinst der Direktor würde als Spitzel fungieren? :ugly
Sorry, aber da kann ich nur drüber lachen, das ist mir zu lächerlich. :D
31.01.2009 - 11:46 Uhr
Natürlich muss er das, aber bei dem Modell würden ja nicht alle vier zusammen die Entscheidung treffen sondern nur der Vorsitzende und der entsprechende Direktor.
Wieder ein Beispiel:
Der Big Boss will einen Spieler verpflichten, dafür muss er sich mit den Finanzdirektor absprechen der das Geld geben muss, der Name wäre für den Direktor egal weil der Spieler in den Bereich Sport fällt.
Hat er das Geld genehmigt bekommen, muss er diesen mit dem Sportdirektor absprechen.
Auf dem Papier sieht es so aus, dass alle vier Personen gleichberechtigt sind, aber es würde oft Patt Situationen geben. Wenn jetzt diese Person von einem Investor gestellt wird und dieser dann mit Rückzug droht, ist der Verein unter der Kontrolle des Investor.
Wie du vielleicht mitbekommen hast hat sich der Chef des Unternehmens für das ich arbeite Adolf Merckle das Leben genommen. Die Kontrolle haben zu Zeit die Investoren – die anderen Stabsstellen wurden entmachtet, weil diese sich sonst zurückziehen.
Wieder ein Beispiel:
Der Big Boss will einen Spieler verpflichten, dafür muss er sich mit den Finanzdirektor absprechen der das Geld geben muss, der Name wäre für den Direktor egal weil der Spieler in den Bereich Sport fällt.
Hat er das Geld genehmigt bekommen, muss er diesen mit dem Sportdirektor absprechen.
Auf dem Papier sieht es so aus, dass alle vier Personen gleichberechtigt sind, aber es würde oft Patt Situationen geben. Wenn jetzt diese Person von einem Investor gestellt wird und dieser dann mit Rückzug droht, ist der Verein unter der Kontrolle des Investor.
Wie du vielleicht mitbekommen hast hat sich der Chef des Unternehmens für das ich arbeite Adolf Merckle das Leben genommen. Die Kontrolle haben zu Zeit die Investoren – die anderen Stabsstellen wurden entmachtet, weil diese sich sonst zurückziehen.
31.01.2009 - 12:51 Uhr
Bei allem Respekt, adailton, aber ich kann auch nicht so recht nachvollziehen, was du da schreibst. :o
[zitat0adailton]Ich finde es schwierig. Hertha BSC ist ein Fußballverein, aber leider stirbt die Tradition und solche Vereine müssen geführt werden wie Wirtschaftsunternehmen. Eine externe Persönlichkeit aus der Wirtschaft hat meiner Meinung nach nicht den Fußball sondern nur Gewinne als Ziel.
Erst mal finde ich es begrüßenswert, dass Fußballvereine wie seriöse Wirtschaftsunternehmen geführt werden und nicht mehr wie Kneipen- und Kegelmannschaften. Sie erzielen Umsätze von hohen 2stelligen bis 3stellige Millionensummen und da wäre es grotesk, wenn da nicht Strukturen aus dem Wirtschaftsleben Einzug halten würden.
Im übrigen nenn mir mal bitte einen einzigen Fußballverein, wo nur die Gewinne das Unternehmensziel darstellen?!?
Gleich mal zur Orientierung, bei folgenden dt. Spitzenclubs ist der Vorstandsvorsitzender (bzw. mit einem gleichartigen Titel versehen) ein Mann ursprünglich aus der Wirtschaft:
Hans-Joachim Watzke (BVB) - Geschäftsführer der Watex-Schutzbekleidungs GmbH
Jürgen L. Born (Werder Bremen) - Deutsche Bank
Wolfgang Holzhäuser - (Leverkusen) - Diplom Betriebswirt, DFL
Josef Schnusenberg (Schalke) - Steuerberater, Finanzverwaltung NRW + eigene Kanzlei
Verfolgen jene Vereine Gewinne als primäres Unternehmensziel? Schließlich kommt ihr 1. Mann ursprünglich aus der Wirtschaft und nicht aus dem Fußballleben.
Zitat
Jetzt wird sicher, zu Recht gesagt, dass diese Persönlichkeit nie die volle Kontrolle über den Verein bekommen wird, aber was soll sie dann bei Hertha BSC? Die ganzen Wirtschaftsbosse haben doch weitreichende Entscheidungsgewalt, was sollte einen solchen Mann an einer Führungsdemokratie bei Hertha BSC reizen. Ein kleines Gehalt dürfte er auch nicht verdienen.
???
Auch in einem "normalen" Unternehmen, was richtig funktioniert, darf ein Wirtschaftsboss nicht die alleinige Entscheidungsgewalt haben. Vielmehr muss es Kontrollgremien geben (insbesondere in Form von Aufsichtsräten), die Entscheidungen überwachen und gegebenenfalls bei Missbrauch der Macht einschreiten.
Bei einem Fußballclub wie Hertha BSC würde in doch in etwa die gleiche Entscheidungsgewalt mit den gleichen Einschränkungen erwarten.
Im übrigen kann es sein, dass du in den falschen Dimensionen hinsichtlich des Mannes aus der wirtschaft denkst?
Um einen Mann alá Mehdorn, Ackermann, Winterkorn geht es doch überhaupt nicht. Vielmehr um einen "Wirtschaftsboss", der pie mal Daumen in solchen finanziellen und Personellen Dimensionen in der Wirtschaft verantwortlich war, wie es ihm bei einem Fußballclub erwarten würde.
Zitat
Ich wäre eher dafür die Struktur ohne Vorsitzenden zu wählen. Alle Entscheidungen werden ja ohnehin vom Aufsichtsrat abgesegnet.
1. Bei welchen Unternehmen gibt es so eine Struktur, wo 3-4 Leute gleichberechtigt ganz oben stehen?
2. du hast die Satzungsänderung bei Hertha verschlafen. Nicht der Aufsichtsrat segnet mehr die wichtigen Entscheidungen bei hertha ab, sondern das Präsidium um Gegenbauer.
Zitat
Ingo Schiller sollte für mich durch Andreas Schmidt ersetzt werden der sich im Fußball auskennt, eine Identifikation zu Hertha BSC besitzt und Wirtschaft studiert hat.
Wie viele Berufseinsteiger bekommen mit einem halben bis 1 Jahr Berufserfahrung die volle finanzielle Verantwortung über ein Unternehmen mit dem Umsatzvolumen 65 - 100 Mio. Euro?
Ein ziemlich merkwürdiger Vorschlag.
Zitat
Michael Preetz kann und sollte Sportdirektor werden und für die Position technischer Direktor würde ich mir Nico Kovac wünschen. Alle drei sind Identifikationsfiguren von Hertha BSC, haben lange hier gespielt und zwei kommen sogar aus Berlin.
Kompetenzen sind zweitrangig, es zählt alleine, wie lange sie bei Hertha gespielt haben?
[zitat0adailton]Ich finde es schwierig. Hertha BSC ist ein Fußballverein, aber leider stirbt die Tradition und solche Vereine müssen geführt werden wie Wirtschaftsunternehmen. Eine externe Persönlichkeit aus der Wirtschaft hat meiner Meinung nach nicht den Fußball sondern nur Gewinne als Ziel.
Erst mal finde ich es begrüßenswert, dass Fußballvereine wie seriöse Wirtschaftsunternehmen geführt werden und nicht mehr wie Kneipen- und Kegelmannschaften. Sie erzielen Umsätze von hohen 2stelligen bis 3stellige Millionensummen und da wäre es grotesk, wenn da nicht Strukturen aus dem Wirtschaftsleben Einzug halten würden.
Im übrigen nenn mir mal bitte einen einzigen Fußballverein, wo nur die Gewinne das Unternehmensziel darstellen?!?
Gleich mal zur Orientierung, bei folgenden dt. Spitzenclubs ist der Vorstandsvorsitzender (bzw. mit einem gleichartigen Titel versehen) ein Mann ursprünglich aus der Wirtschaft:
Hans-Joachim Watzke (BVB) - Geschäftsführer der Watex-Schutzbekleidungs GmbH
Jürgen L. Born (Werder Bremen) - Deutsche Bank
Wolfgang Holzhäuser - (Leverkusen) - Diplom Betriebswirt, DFL
Josef Schnusenberg (Schalke) - Steuerberater, Finanzverwaltung NRW + eigene Kanzlei
Verfolgen jene Vereine Gewinne als primäres Unternehmensziel? Schließlich kommt ihr 1. Mann ursprünglich aus der Wirtschaft und nicht aus dem Fußballleben.
Zitat
Jetzt wird sicher, zu Recht gesagt, dass diese Persönlichkeit nie die volle Kontrolle über den Verein bekommen wird, aber was soll sie dann bei Hertha BSC? Die ganzen Wirtschaftsbosse haben doch weitreichende Entscheidungsgewalt, was sollte einen solchen Mann an einer Führungsdemokratie bei Hertha BSC reizen. Ein kleines Gehalt dürfte er auch nicht verdienen.
???
Auch in einem "normalen" Unternehmen, was richtig funktioniert, darf ein Wirtschaftsboss nicht die alleinige Entscheidungsgewalt haben. Vielmehr muss es Kontrollgremien geben (insbesondere in Form von Aufsichtsräten), die Entscheidungen überwachen und gegebenenfalls bei Missbrauch der Macht einschreiten.
Bei einem Fußballclub wie Hertha BSC würde in doch in etwa die gleiche Entscheidungsgewalt mit den gleichen Einschränkungen erwarten.
Im übrigen kann es sein, dass du in den falschen Dimensionen hinsichtlich des Mannes aus der wirtschaft denkst?
Um einen Mann alá Mehdorn, Ackermann, Winterkorn geht es doch überhaupt nicht. Vielmehr um einen "Wirtschaftsboss", der pie mal Daumen in solchen finanziellen und Personellen Dimensionen in der Wirtschaft verantwortlich war, wie es ihm bei einem Fußballclub erwarten würde.
Zitat
Ich wäre eher dafür die Struktur ohne Vorsitzenden zu wählen. Alle Entscheidungen werden ja ohnehin vom Aufsichtsrat abgesegnet.
1. Bei welchen Unternehmen gibt es so eine Struktur, wo 3-4 Leute gleichberechtigt ganz oben stehen?
2. du hast die Satzungsänderung bei Hertha verschlafen. Nicht der Aufsichtsrat segnet mehr die wichtigen Entscheidungen bei hertha ab, sondern das Präsidium um Gegenbauer.
Zitat
Ingo Schiller sollte für mich durch Andreas Schmidt ersetzt werden der sich im Fußball auskennt, eine Identifikation zu Hertha BSC besitzt und Wirtschaft studiert hat.
Wie viele Berufseinsteiger bekommen mit einem halben bis 1 Jahr Berufserfahrung die volle finanzielle Verantwortung über ein Unternehmen mit dem Umsatzvolumen 65 - 100 Mio. Euro?
Ein ziemlich merkwürdiger Vorschlag.
Zitat
Michael Preetz kann und sollte Sportdirektor werden und für die Position technischer Direktor würde ich mir Nico Kovac wünschen. Alle drei sind Identifikationsfiguren von Hertha BSC, haben lange hier gespielt und zwei kommen sogar aus Berlin.
Kompetenzen sind zweitrangig, es zählt alleine, wie lange sie bei Hertha gespielt haben?
31.01.2009 - 13:22 Uhr
Zitat von Spaetzle:
Kompetenzen sind zweitrangig, es zählt alleine, wie lange sie bei Hertha gespielt haben?
das ist auch so eine sache, die ich nicht wirklich verstehen kann. qualifikation sollte am wichtigsten sein...was interessiert mich denn, wieviele buli-spiele der mann fuer hertha gemacht hat.
so eine forderung nach kovac, schmidt und co ist wirklich unserioes :ugly
Kompetenzen sind zweitrangig, es zählt alleine, wie lange sie bei Hertha gespielt haben?
das ist auch so eine sache, die ich nicht wirklich verstehen kann. qualifikation sollte am wichtigsten sein...was interessiert mich denn, wieviele buli-spiele der mann fuer hertha gemacht hat.
so eine forderung nach kovac, schmidt und co ist wirklich unserioes :ugly
31.01.2009 - 13:23 Uhr
Gut, es gibt zu diesem Thema verschiedene Ansichten und ich kann auch eure nachvollziehen. Trotzdem bin und bleibe ich skeptisch, ich sehe einfach sehr viele Risiken für den Verein, bin auch mit dem jetzigen Modell nicht zufrieden. Am besten wartet man ab bis es genauere Informationen gibt.
Zitat von Spaetzle:
Wie viele Berufseinsteiger bekommen mit einem halben bis 1 Jahr Berufserfahrung die volle finanzielle Verantwortung über ein Unternehmen mit dem Umsatzvolumen 65 - 100 Mio. Euro?
Ein ziemlich merkwürdiger Vorschlag.
Es gibt einige Unternehmen wo es durchaus üblich ist, dass Berufseinsteiger mit wenig Erfahrung Verantwortung für ein Teilunternehmen von dieser Größenordnung bekommen [METRO]. Aber dies sind dann nur Teilunternehmen, an der Spitze des Konzerns stehen sie natürlich nicht.
Der ehemalige Chef von ratiopharm war 38 Jahre alt, als er das Unternehmen mit 1,8 Millarden Euro Umsatz übernommen hat. Aber dies ist ein extremes Beispiel.
Zitat von Spaetzle:
Wie viele Berufseinsteiger bekommen mit einem halben bis 1 Jahr Berufserfahrung die volle finanzielle Verantwortung über ein Unternehmen mit dem Umsatzvolumen 65 - 100 Mio. Euro?
Ein ziemlich merkwürdiger Vorschlag.
Es gibt einige Unternehmen wo es durchaus üblich ist, dass Berufseinsteiger mit wenig Erfahrung Verantwortung für ein Teilunternehmen von dieser Größenordnung bekommen [METRO]. Aber dies sind dann nur Teilunternehmen, an der Spitze des Konzerns stehen sie natürlich nicht.
Der ehemalige Chef von ratiopharm war 38 Jahre alt, als er das Unternehmen mit 1,8 Millarden Euro Umsatz übernommen hat. Aber dies ist ein extremes Beispiel.
01.02.2009 - 08:56 Uhr
Zitat
Preetz bekommt ein Veto-Recht!
Berlin - Im Juni 2010 endet bei Hertha BSC die Ära Dieter Hoeneß. Gestern beschloss das Präsidium des Tabellenzweiten Details zur Machtübergabe an den designierten Nachfolger Michael Preetz. Der wichtigste Punkt: Schon im kommenden Winter bekommt Preetz ein Veto-Recht.
Soll heißen: Ab Winter der Saison 2009/10 wird kein Deal mehr über die Bühne gehen, den Preetz nicht abgesegnet hat. Weil eventuelle Transfer- oder Sponsoren-Entscheidungen von Macher Hoeneß (bisher in der Zweier-Geschäftsführung weit mächtiger als Finanzchef Ingo Schiller) zu diesem späten Zeitpunkt natürlich direkte Auswirkungen auf die Preetz-Amtszeit hätten.
Auch soll von einer unabhängigen Beraterfirma geprüft werden, ob Herthas Chefetage von zwei auf drei Mann aufgestockt wird. Auch ein Modell mit einem Vorstandsboss, der aus der Wirtschaft kommen soll, und dazu Preetz und Schiller, wäre fürs Präsidium vorstellbar. Ob sich Preetz damit anfreunden kann?
Quelle:
http://www.berlinonline.de/berliner-kurier/print/sport/251202.html
Vetorecht interessant, warum darf er dann nicht gleich das operative Geschäft übernehmen?
Die Chefetage soll laut Kurier nur von zwei auf drei aufgestockt werden.
Preetz bekommt ein Veto-Recht!
Berlin - Im Juni 2010 endet bei Hertha BSC die Ära Dieter Hoeneß. Gestern beschloss das Präsidium des Tabellenzweiten Details zur Machtübergabe an den designierten Nachfolger Michael Preetz. Der wichtigste Punkt: Schon im kommenden Winter bekommt Preetz ein Veto-Recht.
Soll heißen: Ab Winter der Saison 2009/10 wird kein Deal mehr über die Bühne gehen, den Preetz nicht abgesegnet hat. Weil eventuelle Transfer- oder Sponsoren-Entscheidungen von Macher Hoeneß (bisher in der Zweier-Geschäftsführung weit mächtiger als Finanzchef Ingo Schiller) zu diesem späten Zeitpunkt natürlich direkte Auswirkungen auf die Preetz-Amtszeit hätten.
Auch soll von einer unabhängigen Beraterfirma geprüft werden, ob Herthas Chefetage von zwei auf drei Mann aufgestockt wird. Auch ein Modell mit einem Vorstandsboss, der aus der Wirtschaft kommen soll, und dazu Preetz und Schiller, wäre fürs Präsidium vorstellbar. Ob sich Preetz damit anfreunden kann?
Quelle:
http://www.berlinonline.de/berliner-kurier/print/sport/251202.html
Vetorecht interessant, warum darf er dann nicht gleich das operative Geschäft übernehmen?
Die Chefetage soll laut Kurier nur von zwei auf drei aufgestockt werden.
01.02.2009 - 09:33 Uhr
In der Berliner Morgenpost ist auch nur noch zwei oder drei Leuten die Rede und das zwei Personen schon feststehen – Preetz und Schiller.
Zitat von Berliner Morgenpost:
Im Herbst soll Herthas neue Führungsriege feststehen
Es gab einiges zu besprechen. Vier Stunden tagte das Präsidium von Hertha BSC in einer VIP-Loge des Olympiastadions. Danach sagte Präsident Werner Gegenbauer: "Es herrscht Einigkeit im Präsidium, wie der Übergang in der Geschäftsführung zeitlich ablaufen soll."
…
Quelle:
http://www.morgenpost.de/printarchiv/sport/article1025889/Im_Herbst_soll_Herthas_neue_Fuehrungsriege_feststehen.html
Zitat von Berliner Morgenpost:
Im Herbst soll Herthas neue Führungsriege feststehen
Es gab einiges zu besprechen. Vier Stunden tagte das Präsidium von Hertha BSC in einer VIP-Loge des Olympiastadions. Danach sagte Präsident Werner Gegenbauer: "Es herrscht Einigkeit im Präsidium, wie der Übergang in der Geschäftsführung zeitlich ablaufen soll."
…
Quelle:
http://www.morgenpost.de/printarchiv/sport/article1025889/Im_Herbst_soll_Herthas_neue_Fuehrungsriege_feststehen.html
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