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Serhou Guirassy
Geburtsdatum 12.03.1996
Alter 30
Nat. Guinea  Guinea
Größe 1,87m
Vertrag bis 30.06.2028
Position Mittelstürmer
Fuß rechts
Akt. Verein Borussia Dortmund

Leistungsdaten: 25/26

Wettbewerbwettbewerb
Insgesamt 46226
33172
1044
31-

Serhou Guirassy [9]

09.07.2024 - 21:46 Uhr
Serhou Guirassy [9] |#2581
20.08.2026 - 10:56 Uhr
Zitat von Coq-au-vin
Zitat von Zandhi

Zitat von Coq-au-vin

Den Punkt mit dem neuen Spielermaterial müsstest du mir tatsächlich einmal erklären. Warum sollen ausgerechnet Karetsas und Konstantelias, die ihre Stärken zwischen den Linien, im Dribbling auf engem Raum und beim letzten Pass haben, nicht zu Guirassy passen? Dazu kommt mit Veerman ein Spieler, dessen vielleicht größte Qualität genau darin besteht, aus der Tiefe Linien zu überspielen und Angriffe mit vertikalen Pässen zu beschleunigen.
Selbst das von dir angesprochene Szenario gegen zwölf oder vierzehn tief stehende Bundesligisten erklärt den vermeintlichen Widerspruch für mich nicht, denn genau dort brauchst du doch Spieler, die auf engem Raum Lösungen finden, Gegner binden und einen Mittelstürmer im Strafraum einsetzen können. Guirassy wiederum ist nicht nur Abschlussspieler, sondern kann Bälle festmachen und Mitspieler in Kombinationen einbinden.

Deshalb würde mich konkret interessieren, welche Eigenschaften der neuen Spieler deiner Meinung nach nicht zu welchen Eigenschaften Guirassys passen. "Das Spielermaterial passt überhaupt nicht" ist mir dafür wirklich nicht nachvollziehbar. Momentan sehe ich eher mehrere Profile, die ihm zusätzliche und teilweise sogar passendere Zuspiele ermöglichen könnten, gerade wenn Beier anders eingesetzt wird, ein unkreativer Spieler wie Adeyemi nicht mehr da ist und Brandt, der eben Brandt-Sachen gemacht hat, nicht mehr da ist.

Das Problem mit Guirassy im aktuellen (und auch im alten Setup) wurde doch schon hoch und runter diskutiert. Guirassy ist kein Spieler der ständig Tiefenläufe anbietet, sondern am stärksten ist, wenn er im Strafraum von der Seite (Flanke) angespielt wird. Dafür brauchst du Breite im Spiel und Durchbrüche an die Grundlinie. Haben wir aber quasi 0, wenn Ryerson nicht unwahrscheinlicherweise nochmal so eine Saison aufspielt. Karetsas und Veerman (ob Konstantelias das kann, keine Ahnung) sind extrem stark darin Steckpässe in die Tiefe zu spielen und Tiefenläufer einzusetzen, das kann Guirassy alleine was das Tempo angeht schon garnicht mehr konstant bieten. Durch seine herausragende individuelle Qualität wird er natürlich trotzdem treffen, aber ich erwarte nicht, dass er nochmal ansatzweise an seine erste Saison herankommt. Um die Spieler hinter Guirassy zu maximieren bräuchte es einen schnellen Tiefenläufer.


Hab es mal in den richtigen Thread verschoben:

Ich verstehe ehrlich gesagt schon den Ausgangspunkt nicht ganz, denn warum sollte Guirassy plötzlich daran gemessen werden, ob er permanent Tiefenläufe anbietet? Das war nie sein Profil und trotzdem hat er sowohl in Stuttgart als auch in Dortmund auf höchstem Niveau funktioniert. Seine Stärke liegt viel stärker darin, die letzte Linie zu binden, Bälle festzumachen, sich im Strafraum hervorragend zu bewegen und mit kurzen gut getimten Läufen zwischen den Verteidigern Räume zu attackieren. Dass Veerman und Karetsas starke vertikale Pässe spielen können, bedeutet doch außerdem nicht, dass zwingend der Mittelstürmer 30 Meter hinter die Kette sprinten muss, diese Läufe können genauso von Beier, den Außenspielern oder den Wingbacks kommen. Gerade solche Gegenbewegungen können Guirassy sogar helfen, weil Verteidiger gebunden werden und für ihn im Strafraum Räume entstehen.

Auch die Reduktion darauf, dass Guirassy vor allem Flanken von der Grundlinie brauche, halte ich für zu simpel. Veerman beispielsweise kreiert nicht nur über Steckpässe, sondern auch über Verlagerungen und frühe Hereingaben und Karetsas kann selbst Gegenspieler binden und Räume öffnen. Dazu hat Ryerson zuletzt gezeigt, dass aus den Außenpositionen durchaus sehr viel Chance Creation kommen kann. Ich sehe deshalb überhaupt nicht, warum das neue Spielermaterial grundsätzlich schlechter zu Guirassy passen sollte, nur weil er kein klassischer Tiefensprinter ist.


Ich bin ja, bekannterweise, kein Guirassy Fan. Ich sehe aber durchaus, daß Guirassy einer der Gewinner dieses Transfersommers sein könnte.
Mit Karetsas und Konstantelias stehen da plötzlich ganz andere Spielertypen auf dem Platz als es vorher der Fall war.
Beide können es schaffen gegnerische Abwehrreihen auseinanderzureißen, weil sie Fähigkeiten haben, die Abwehrreihen weh tun können.
Der eine im Dribbling (Konstantelias), der andere (Karetsas) im kreativen Bereich und aufgrund seiner Übersicht. Beide können Steckpässe in den Fuß spielen und nicht nur in den freien Raum.
Daher erwarte ich einen ganz anderen Guirassy, als letzte Saison.
Der Joker des Ganzen ist Veerman mit seinen langen Bällen.

Da Karetsas und Konstantelias den Weg zum Tor suchen spiet der BVB quasi mit 3 Stürmern, wovon einer kreativ ist und auch mal aus der 2. Reihe abzieht, der andere ein typischer Goalgetter ist und Konstantelias auch den Weg zum Tor sucht.
Dazu hat man mit Nmecha und Veerman sehr gute Fernschützen im Kader, die sich bietende Freiräume sehr gut nutzen könnten.

Guirassy ist nämlich nicht nur auf Flanken angewiesen. So eindimensional ist er nicht. Er braucht aber Zuspiele, die er nicht "erlaufen" muss. Das kann er zwar auch, aber diese Zuspiele sollten zumindest seinem Tempo entsprechend sein.
Und das passt hier, auf dem Papier, sehr gut.
Serhou Guirassy [9] |#2582
20.08.2026 - 11:20 Uhr
Zitat von MrSimpson
Zitat von Coq-au-vin

Zitat von Zandhi

Zitat von Coq-au-vin

Den Punkt mit dem neuen Spielermaterial müsstest du mir tatsächlich einmal erklären. Warum sollen ausgerechnet Karetsas und Konstantelias, die ihre Stärken zwischen den Linien, im Dribbling auf engem Raum und beim letzten Pass haben, nicht zu Guirassy passen? Dazu kommt mit Veerman ein Spieler, dessen vielleicht größte Qualität genau darin besteht, aus der Tiefe Linien zu überspielen und Angriffe mit vertikalen Pässen zu beschleunigen.
Selbst das von dir angesprochene Szenario gegen zwölf oder vierzehn tief stehende Bundesligisten erklärt den vermeintlichen Widerspruch für mich nicht, denn genau dort brauchst du doch Spieler, die auf engem Raum Lösungen finden, Gegner binden und einen Mittelstürmer im Strafraum einsetzen können. Guirassy wiederum ist nicht nur Abschlussspieler, sondern kann Bälle festmachen und Mitspieler in Kombinationen einbinden.

Deshalb würde mich konkret interessieren, welche Eigenschaften der neuen Spieler deiner Meinung nach nicht zu welchen Eigenschaften Guirassys passen. "Das Spielermaterial passt überhaupt nicht" ist mir dafür wirklich nicht nachvollziehbar. Momentan sehe ich eher mehrere Profile, die ihm zusätzliche und teilweise sogar passendere Zuspiele ermöglichen könnten, gerade wenn Beier anders eingesetzt wird, ein unkreativer Spieler wie Adeyemi nicht mehr da ist und Brandt, der eben Brandt-Sachen gemacht hat, nicht mehr da ist.

Das Problem mit Guirassy im aktuellen (und auch im alten Setup) wurde doch schon hoch und runter diskutiert. Guirassy ist kein Spieler der ständig Tiefenläufe anbietet, sondern am stärksten ist, wenn er im Strafraum von der Seite (Flanke) angespielt wird. Dafür brauchst du Breite im Spiel und Durchbrüche an die Grundlinie. Haben wir aber quasi 0, wenn Ryerson nicht unwahrscheinlicherweise nochmal so eine Saison aufspielt. Karetsas und Veerman (ob Konstantelias das kann, keine Ahnung) sind extrem stark darin Steckpässe in die Tiefe zu spielen und Tiefenläufer einzusetzen, das kann Guirassy alleine was das Tempo angeht schon garnicht mehr konstant bieten. Durch seine herausragende individuelle Qualität wird er natürlich trotzdem treffen, aber ich erwarte nicht, dass er nochmal ansatzweise an seine erste Saison herankommt. Um die Spieler hinter Guirassy zu maximieren bräuchte es einen schnellen Tiefenläufer.


Hab es mal in den richtigen Thread verschoben:

Ich verstehe ehrlich gesagt schon den Ausgangspunkt nicht ganz, denn warum sollte Guirassy plötzlich daran gemessen werden, ob er permanent Tiefenläufe anbietet? Das war nie sein Profil und trotzdem hat er sowohl in Stuttgart als auch in Dortmund auf höchstem Niveau funktioniert. Seine Stärke liegt viel stärker darin, die letzte Linie zu binden, Bälle festzumachen, sich im Strafraum hervorragend zu bewegen und mit kurzen gut getimten Läufen zwischen den Verteidigern Räume zu attackieren. Dass Veerman und Karetsas starke vertikale Pässe spielen können, bedeutet doch außerdem nicht, dass zwingend der Mittelstürmer 30 Meter hinter die Kette sprinten muss, diese Läufe können genauso von Beier, den Außenspielern oder den Wingbacks kommen. Gerade solche Gegenbewegungen können Guirassy sogar helfen, weil Verteidiger gebunden werden und für ihn im Strafraum Räume entstehen.

Auch die Reduktion darauf, dass Guirassy vor allem Flanken von der Grundlinie brauche, halte ich für zu simpel. Veerman beispielsweise kreiert nicht nur über Steckpässe, sondern auch über Verlagerungen und frühe Hereingaben und Karetsas kann selbst Gegenspieler binden und Räume öffnen. Dazu hat Ryerson zuletzt gezeigt, dass aus den Außenpositionen durchaus sehr viel Chance Creation kommen kann. Ich sehe deshalb überhaupt nicht, warum das neue Spielermaterial grundsätzlich schlechter zu Guirassy passen sollte, nur weil er kein klassischer Tiefensprinter ist.


Ich bin ja, bekannterweise, kein Guirassy Fan. Ich sehe aber durchaus, daß Guirassy einer der Gewinner dieses Transfersommers sein könnte.
Mit Karetsas und Konstantelias stehen da plötzlich ganz andere Spielertypen auf dem Platz als es vorher der Fall war.
Beide können es schaffen gegnerische Abwehrreihen auseinanderzureißen, weil sie Fähigkeiten haben, die Abwehrreihen weh tun können.
Der eine im Dribbling (Konstantelias), der andere (Karetsas) im kreativen Bereich und aufgrund seiner Übersicht. Beide können Steckpässe in den Fuß spielen und nicht nur in den freien Raum.
Daher erwarte ich einen ganz anderen Guirassy, als letzte Saison.
Der Joker des Ganzen ist Veerman mit seinen langen Bällen.

Da Karetsas und Konstantelias den Weg zum Tor suchen spiet der BVB quasi mit 3 Stürmern, wovon einer kreativ ist und auch mal aus der 2. Reihe abzieht, der andere ein typischer Goalgetter ist und Konstantelias auch den Weg zum Tor sucht.
Dazu hat man mit Nmecha und Veerman sehr gute Fernschützen im Kader, die sich bietende Freiräume sehr gut nutzen könnten.

Guirassy ist nämlich nicht nur auf Flanken angewiesen. So eindimensional ist er nicht. Er braucht aber Zuspiele, die er nicht "erlaufen" muss. Das kann er zwar auch, aber diese Zuspiele sollten zumindest seinem Tempo entsprechend sein.
Und das passt hier, auf dem Papier, sehr gut.


Ich denke auch, dass wir von Guirassy durch diese Transfers in dieser Saison deutlich mehr Tore erwarten können als in der vergangenen Saison. Die Gründe hast du schon genannt.

Das gleiche gilt für mich im übrigen auch für Silva. Ich denke durch die Zugänge werden unsere Stürmer in viel besseren Positionen und mit weniger Gegenspieler zum Abschluss kommen.
Serhou Guirassy [9] |#2583
20.08.2026 - 12:57 Uhr
Zitat von Coq-au-vin
Zitat von Zandhi

Zitat von Coq-au-vin

Den Punkt mit dem neuen Spielermaterial müsstest du mir tatsächlich einmal erklären. Warum sollen ausgerechnet Karetsas und Konstantelias, die ihre Stärken zwischen den Linien, im Dribbling auf engem Raum und beim letzten Pass haben, nicht zu Guirassy passen? Dazu kommt mit Veerman ein Spieler, dessen vielleicht größte Qualität genau darin besteht, aus der Tiefe Linien zu überspielen und Angriffe mit vertikalen Pässen zu beschleunigen.
Selbst das von dir angesprochene Szenario gegen zwölf oder vierzehn tief stehende Bundesligisten erklärt den vermeintlichen Widerspruch für mich nicht, denn genau dort brauchst du doch Spieler, die auf engem Raum Lösungen finden, Gegner binden und einen Mittelstürmer im Strafraum einsetzen können. Guirassy wiederum ist nicht nur Abschlussspieler, sondern kann Bälle festmachen und Mitspieler in Kombinationen einbinden.

Deshalb würde mich konkret interessieren, welche Eigenschaften der neuen Spieler deiner Meinung nach nicht zu welchen Eigenschaften Guirassys passen. "Das Spielermaterial passt überhaupt nicht" ist mir dafür wirklich nicht nachvollziehbar. Momentan sehe ich eher mehrere Profile, die ihm zusätzliche und teilweise sogar passendere Zuspiele ermöglichen könnten, gerade wenn Beier anders eingesetzt wird, ein unkreativer Spieler wie Adeyemi nicht mehr da ist und Brandt, der eben Brandt-Sachen gemacht hat, nicht mehr da ist.

Das Problem mit Guirassy im aktuellen (und auch im alten Setup) wurde doch schon hoch und runter diskutiert. Guirassy ist kein Spieler der ständig Tiefenläufe anbietet, sondern am stärksten ist, wenn er im Strafraum von der Seite (Flanke) angespielt wird. Dafür brauchst du Breite im Spiel und Durchbrüche an die Grundlinie. Haben wir aber quasi 0, wenn Ryerson nicht unwahrscheinlicherweise nochmal so eine Saison aufspielt. Karetsas und Veerman (ob Konstantelias das kann, keine Ahnung) sind extrem stark darin Steckpässe in die Tiefe zu spielen und Tiefenläufer einzusetzen, das kann Guirassy alleine was das Tempo angeht schon garnicht mehr konstant bieten. Durch seine herausragende individuelle Qualität wird er natürlich trotzdem treffen, aber ich erwarte nicht, dass er nochmal ansatzweise an seine erste Saison herankommt. Um die Spieler hinter Guirassy zu maximieren bräuchte es einen schnellen Tiefenläufer.


Hab es mal in den richtigen Thread verschoben:

Ich verstehe ehrlich gesagt schon den Ausgangspunkt nicht ganz, denn warum sollte Guirassy plötzlich daran gemessen werden, ob er permanent Tiefenläufe anbietet? Das war nie sein Profil und trotzdem hat er sowohl in Stuttgart als auch in Dortmund auf höchstem Niveau funktioniert. Seine Stärke liegt viel stärker darin, die letzte Linie zu binden, Bälle festzumachen, sich im Strafraum hervorragend zu bewegen und mit kurzen gut getimten Läufen zwischen den Verteidigern Räume zu attackieren. Dass Veerman und Karetsas starke vertikale Pässe spielen können, bedeutet doch außerdem nicht, dass zwingend der Mittelstürmer 30 Meter hinter die Kette sprinten muss, diese Läufe können genauso von Beier, den Außenspielern oder den Wingbacks kommen. Gerade solche Gegenbewegungen können Guirassy sogar helfen, weil Verteidiger gebunden werden und für ihn im Strafraum Räume entstehen.

Auch die Reduktion darauf, dass Guirassy vor allem Flanken von der Grundlinie brauche, halte ich für zu simpel. Veerman beispielsweise kreiert nicht nur über Steckpässe, sondern auch über Verlagerungen und frühe Hereingaben und Karetsas kann selbst Gegenspieler binden und Räume öffnen. Dazu hat Ryerson zuletzt gezeigt, dass aus den Außenpositionen durchaus sehr viel Chance Creation kommen kann. Ich sehe deshalb überhaupt nicht, warum das neue Spielermaterial grundsätzlich schlechter zu Guirassy passen sollte, nur weil er kein klassischer Tiefensprinter ist.

Ich messe Guirassy doch überhaupt nicht daran. Er ist, wie du schon sagst, ein komplett anderer Spielertyp. Ich habe nur versucht aufzuzeigen, wieso er im neuen Setup mMn nicht die ideale Sturmbesetzung ist und wieso man von ihm keine Wunderdinge erwarten sollte. Es ist halt im Endeffekt ein Problem, wenn du mit Guirassy, Karetsas und Konstantelias 3 Spieler in der vordersten Reihe hast, deren Instinkt es ist entgegenzukommen und sich fallen zu lassen im Ballbesitz, statt steil zu gehen. Deswegen bräuchte man schon fast dringend Beier irgendwo, da der die Räume hinter der Kette, die sich durch Gegenbewegungen ergeben, als einziger oft und gut attackiert.
Es ist mMn ein Problem der Komposition da vorne und kein Qualitätsproblem.
Serhou Guirassy [9] |#2584
20.08.2026 - 13:05 Uhr
Zitat von Zandhi
Zitat von Coq-au-vin

Zitat von Zandhi

Zitat von Coq-au-vin

Den Punkt mit dem neuen Spielermaterial müsstest du mir tatsächlich einmal erklären. Warum sollen ausgerechnet Karetsas und Konstantelias, die ihre Stärken zwischen den Linien, im Dribbling auf engem Raum und beim letzten Pass haben, nicht zu Guirassy passen? Dazu kommt mit Veerman ein Spieler, dessen vielleicht größte Qualität genau darin besteht, aus der Tiefe Linien zu überspielen und Angriffe mit vertikalen Pässen zu beschleunigen.
Selbst das von dir angesprochene Szenario gegen zwölf oder vierzehn tief stehende Bundesligisten erklärt den vermeintlichen Widerspruch für mich nicht, denn genau dort brauchst du doch Spieler, die auf engem Raum Lösungen finden, Gegner binden und einen Mittelstürmer im Strafraum einsetzen können. Guirassy wiederum ist nicht nur Abschlussspieler, sondern kann Bälle festmachen und Mitspieler in Kombinationen einbinden.

Deshalb würde mich konkret interessieren, welche Eigenschaften der neuen Spieler deiner Meinung nach nicht zu welchen Eigenschaften Guirassys passen. "Das Spielermaterial passt überhaupt nicht" ist mir dafür wirklich nicht nachvollziehbar. Momentan sehe ich eher mehrere Profile, die ihm zusätzliche und teilweise sogar passendere Zuspiele ermöglichen könnten, gerade wenn Beier anders eingesetzt wird, ein unkreativer Spieler wie Adeyemi nicht mehr da ist und Brandt, der eben Brandt-Sachen gemacht hat, nicht mehr da ist.

Das Problem mit Guirassy im aktuellen (und auch im alten Setup) wurde doch schon hoch und runter diskutiert. Guirassy ist kein Spieler der ständig Tiefenläufe anbietet, sondern am stärksten ist, wenn er im Strafraum von der Seite (Flanke) angespielt wird. Dafür brauchst du Breite im Spiel und Durchbrüche an die Grundlinie. Haben wir aber quasi 0, wenn Ryerson nicht unwahrscheinlicherweise nochmal so eine Saison aufspielt. Karetsas und Veerman (ob Konstantelias das kann, keine Ahnung) sind extrem stark darin Steckpässe in die Tiefe zu spielen und Tiefenläufer einzusetzen, das kann Guirassy alleine was das Tempo angeht schon garnicht mehr konstant bieten. Durch seine herausragende individuelle Qualität wird er natürlich trotzdem treffen, aber ich erwarte nicht, dass er nochmal ansatzweise an seine erste Saison herankommt. Um die Spieler hinter Guirassy zu maximieren bräuchte es einen schnellen Tiefenläufer.


Hab es mal in den richtigen Thread verschoben:

Ich verstehe ehrlich gesagt schon den Ausgangspunkt nicht ganz, denn warum sollte Guirassy plötzlich daran gemessen werden, ob er permanent Tiefenläufe anbietet? Das war nie sein Profil und trotzdem hat er sowohl in Stuttgart als auch in Dortmund auf höchstem Niveau funktioniert. Seine Stärke liegt viel stärker darin, die letzte Linie zu binden, Bälle festzumachen, sich im Strafraum hervorragend zu bewegen und mit kurzen gut getimten Läufen zwischen den Verteidigern Räume zu attackieren. Dass Veerman und Karetsas starke vertikale Pässe spielen können, bedeutet doch außerdem nicht, dass zwingend der Mittelstürmer 30 Meter hinter die Kette sprinten muss, diese Läufe können genauso von Beier, den Außenspielern oder den Wingbacks kommen. Gerade solche Gegenbewegungen können Guirassy sogar helfen, weil Verteidiger gebunden werden und für ihn im Strafraum Räume entstehen.

Auch die Reduktion darauf, dass Guirassy vor allem Flanken von der Grundlinie brauche, halte ich für zu simpel. Veerman beispielsweise kreiert nicht nur über Steckpässe, sondern auch über Verlagerungen und frühe Hereingaben und Karetsas kann selbst Gegenspieler binden und Räume öffnen. Dazu hat Ryerson zuletzt gezeigt, dass aus den Außenpositionen durchaus sehr viel Chance Creation kommen kann. Ich sehe deshalb überhaupt nicht, warum das neue Spielermaterial grundsätzlich schlechter zu Guirassy passen sollte, nur weil er kein klassischer Tiefensprinter ist.

Ich messe Guirassy doch überhaupt nicht daran. Er ist, wie du schon sagst, ein komplett anderer Spielertyp. Ich habe nur versucht aufzuzeigen, wieso er im neuen Setup mMn nicht die ideale Sturmbesetzung ist und wieso man von ihm keine Wunderdinge erwarten sollte. Es ist halt im Endeffekt ein Problem, wenn du mit Guirassy, Karetsas und Konstantelias 3 Spieler in der vordersten Reihe hast, deren Instinkt es ist entgegenzukommen und sich fallen zu lassen im Ballbesitz, statt steil zu gehen. Deswegen bräuchte man schon fast dringend Beier irgendwo, da der die Räume hinter der Kette, die sich durch Gegenbewegungen ergeben, als einziger oft und gut attackiert.
Es ist mMn ein Problem der Komposition da vorne und kein Qualitätsproblem.

Natürlich kann eine Offensive Probleme bekommen, wenn alle drei Spieler ständig entgegenkommen und niemand die letzte Linie beschäftigt. Daraus folgt aber weder, dass Guirassy im neuen Setup plötzlich nicht mehr die ideale Besetzung ist noch dass zwingend Beier neben ihm spielen muss. Guirassy lässt sich zwar gerne fallen, attackiert anschließend aber sehr wohl wieder den Strafraum und genau dadurch können überhaupt erst Räume für nachstoßende Spieler entstehen. Dazu müssen Tiefenläufe auch nicht ausschließlich von den drei offensivsten Spielern kommen, sondern können genauso von den Außen oder aus dem Mittelfeld erzeugt werden. Gerade gegen tief stehende Gegner ist der Raum hinter der Kette ohnehin begrenzt, weshalb Spieler wie Karetsas und Konstantelias mit ihrer Qualität auf engem Raum und im letzten Pass sogar besonders wertvoll sein können.

Am Ende ist das für mich vor allem eine taktische Frage und damit sehe ich jetzt auch Kovac klar in der Pflicht. Letzte Saison habe ich ihn in Teilen noch davon entbunden, weil ihm schlicht nicht alle Profile und Optionen zur Verfügung standen. Jetzt hat er aber einen deutlich variableren Kader und damit auch alle Möglichkeiten, ein vernünftiges und funktionierendes Offensivspiel zu implementieren. Wenn die Bewegungen vorne am Ende nicht aufeinander abgestimmt sind und sich alle gegenseitig die Räume nehmen, wäre das für mich deshalb weniger ein Problem der Spielerprofile als vielmehr eines der taktischen Organisation.
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