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Robert Marien
Geburtsdatum 03.02.1981
Alter 45
Nat. Deutschland  Deutschland
Funktion Kaufmännischer Leiter
Akt. Verein Vereinslos

Robert Marien [Vorstandsvorsitzender]

18.07.2016 - 14:44 Uhr
Zitat von Kaikrates
Zitat von usernick

Dass man dann also dem Retter zutraut, in Anbetracht seiner letzten Erhebnisse bei uns, eine "Seitwärtsentwicklung" mit verbessertem Kader zu erreichen, ist keine geisteskranke Entscheidung. Auch die zwei Jahre Vetrag nicht.


Das man den neuen sportlichen Leiter wiederholt in der Sache außen vor lässt halte ich durchaus für "geisteskrank". Schuster bleib bei deinen Leisten sagt man ja so schön. Man hat sich wiederholt der Chance beraubt, einen zum gewünschten Spielstil passenden Trainer zu verpflichten, von einer kompletten Vorbereitung zum einspielen mal ganz zu schweigen. Oder man hätte damals einen Sportvorstand verpflichten müssen, der von Jens überzeugt gewesen wäre und vertrauensvoll mit ihm zusammen gearbeitet hätte statt an seinem Stuhl zu sägen.
Im sportlichen Bereich war das für mich jedenfalls der zweite "Strike" von Marien. Oder was ist mir entfallen?
Der Umgang mit den Ultras usw fiele mir noch ein.
Die Abstimmung zum Investor lasse ich da mal außen vor, da es in sein Fachbereich fällt und ich ihm durchaus zutraue abzuwägen, ob es für Hansa von Vorteil ist.


Guck dir die PK vielleicht vorher mal an, da wird dein Strike dann ganz schnell zum Pudel.
Zitat von Kaikrates
Zitat von Gryphus

Zitat von Tomminho

Auf den ersten Blick eine ziemlich schlechte Business-Entscheidung von Marien, mit Schwartz einen Vertrag auszuhandeln, den man erstmal wegen des Klassenerhalts sicher vergoldet hat - und nun noch anderthalb Jahre bezahlen muss.
Walter ist Neuling - da trifft man schlechte Entscheidungen und lernt daraus. Marien ist aber lange genug dabei! Entweder vertraut man dem Trainer längerfristig - oder man kann keinen 2-Jahres-Vertrag abschließen.


Sehe das auch so und würde sogar soweit gehen zu sagen, dass so lange Marien es nicht schafft sich aus dem sportlichen Geschäft herauszuhalten, werden wir uns dort unter ihm nicht weiterentwickeln.


So sieht es leider aus. Das war nach der Geschichte mit Härtel und Piecke sein zweiter Strike. Wenn er jetzt nicht endlich draus gelernt hat muß man sich auf seiner Position leider neu orientieren. Noch so ein Ding wird man ihm nicht verzeihen. Das lief ja mit Ansage schief und ist für mich unfassbar. Wenn der neue sportliche Leiter lieber einen neuen Trainer suchen möchte, kann ich doch keinen 2 Jahres Vertrag abschließen. Klar kann gut gehen wenn man Hund und Katze zusammensteckt aber die Wahrscheinlichkeit ist halt gering.

Den erfolgreichsten Vorstandsvorsitzenden seit Jahrzehnten bei Hansa Rostock anzuzählen bei einer Fußballalltagsentscheidung, wie einen Trainerwechsel, ist mutig.

Im März war ich kein großer Freund der Forderung, es müsse nun ein sogenannter "Feuerwehrmann" her. Meist sucht man ein Jahr später den nächsten Feuerwehrmann und löst so kein Problem, sondern verschiebt es im Erfolgsfall nur ein Jahr nach hinten. Ganz so ist es vielleicht im Moment nicht gekommen. Aber dass Schwartz Sandhausen nach spektakulärer Rettung wieder da geparkt hat, wo er sie hergeholt hatte, hat mich skeptisch werden lassen. Natürlich war ich sehr froh über den Klassenerhalt. Gleichwohl war mir klar, dass das zu einer Vertragsverlängerung führen wird, bei der Schwartz und sein Berater in einer guten Verhandlungsposition sein werden. Wären die Verhandlungen mit Schwartz im Sommer geplatzt und dessen Nachfolger hätte einen Fehlstart hingelegt, wäre hier sicher Strike drei und vier für Marien gezählt worden. Das Risiko wäre sehr hoch gewesen, denn die Öffentlichkeit hätte den starken Punkteschnitt von Schwartz genüsslich gegen den des Nachfolgers gestellt.
Walter wäre dann gleich mit beschädigt gewesen. Warum konnte man einen Trainer wie Schwartz gehen lassen, der doch so perfekt wie kein Zweiter in Rostock funktioniert hat? Dann gibt man ihm halt zwei Jahre, wenn er die will, hätte es geheißen und die Fachkompetenz von Walter und Marien sofort in Frage gestellt.

Ich war kein Anhänger von Schwartz - auch nicht das Gegenteil davon. Aber auch ich hätte den Vertrag im Sommer verlängert. Bis dahin lief es sehr stark und vielleicht hat er einen Zugang zur Mannschaft, der die Spieler beflügelt? Es war der Weg des geringsten Widerstands und der, den man der Öffentlichkeit am besten verkaufen konnte.

Im Rückspiegel ist es am einfachsten, die richtigen Entscheidungen zu treffen. Vor allem dann, wenn man die Realitäten ausblendet, die zu jenem Zeitpunkt vorherrschten. Alle waren wie besoffen vom Klassenerhalt und von Retter Schwartz. Auch das darf man nicht vergessen.
Zitat von pan-o-rama
Zitat von Kaikrates

Zitat von usernick

Dass man dann also dem Retter zutraut, in Anbetracht seiner letzten Erhebnisse bei uns, eine "Seitwärtsentwicklung" mit verbessertem Kader zu erreichen, ist keine geisteskranke Entscheidung. Auch die zwei Jahre Vetrag nicht.


Das man den neuen sportlichen Leiter wiederholt in der Sache außen vor lässt halte ich durchaus für "geisteskrank". Schuster bleib bei deinen Leisten sagt man ja so schön. Man hat sich wiederholt der Chance beraubt, einen zum gewünschten Spielstil passenden Trainer zu verpflichten, von einer kompletten Vorbereitung zum einspielen mal ganz zu schweigen. Oder man hätte damals einen Sportvorstand verpflichten müssen, der von Jens überzeugt gewesen wäre und vertrauensvoll mit ihm zusammen gearbeitet hätte statt an seinem Stuhl zu sägen.
Im sportlichen Bereich war das für mich jedenfalls der zweite "Strike" von Marien. Oder was ist mir entfallen?
Der Umgang mit den Ultras usw fiele mir noch ein.
Die Abstimmung zum Investor lasse ich da mal außen vor, da es in sein Fachbereich fällt und ich ihm durchaus zutraue abzuwägen, ob es für Hansa von Vorteil ist.


Guck dir die PK vielleicht vorher mal an, da wird dein Strike dann ganz schnell zum Pudel.


Von welcher Pk redest du denn? Die zur Vertragsverlängerung von Schwartz?
Zitat von Meraxes

Den erfolgreichsten Vorstandsvorsitzenden seit Jahrzehnten bei Hansa Rostock anzuzählen bei einer Fußballalltagsentscheidung, wie einen Trainerwechsel, ist mutig.

Im März war ich kein großer Freund der Forderung, es müsse nun ein sogenannter "Feuerwehrmann" her. Meist sucht man ein Jahr später den nächsten Feuerwehrmann und löst so kein Problem, sondern verschiebt es im Erfolgsfall nur ein Jahr nach hinten. Ganz so ist es vielleicht im Moment nicht gekommen. Aber dass Schwartz Sandhausen nach spektakulärer Rettung wieder da geparkt hat, wo er sie hergeholt hatte, hat mich skeptisch werden lassen. Natürlich war ich sehr froh über den Klassenerhalt. Gleichwohl war mir klar, dass das zu einer Vertragsverlängerung führen wird, bei der Schwartz und sein Berater in einer guten Verhandlungsposition sein werden. Wären die Verhandlungen mit Schwartz im Sommer geplatzt und dessen Nachfolger hätte einen Fehlstart hingelegt, wäre hier sicher Strike drei und vier für Marien gezählt worden. Das Risiko wäre sehr hoch gewesen, denn die Öffentlichkeit hätte den starken Punkteschnitt von Schwartz genüsslich gegen den des Nachfolgers gestellt.
Walter wäre dann gleich mit beschädigt gewesen. Warum konnte man einen Trainer wie Schwartz gehen lassen, der doch so perfekt wie kein Zweiter in Rostock funktioniert hat? Dann gibt man ihm halt zwei Jahre, wenn er die will, hätte es geheißen und die Fachkompetenz von Walter und Marien sofort in Frage gestellt.

Ich war kein Anhänger von Schwartz - auch nicht das Gegenteil davon. Aber auch ich hätte den Vertrag im Sommer verlängert. Bis dahin lief es sehr stark und vielleicht hat er einen Zugang zur Mannschaft, der die Spieler beflügelt? Es war der Weg des geringsten Widerstands und der, den man der Öffentlichkeit am besten verkaufen konnte.

Im Rückspiegel ist es am einfachsten, die richtigen Entscheidungen zu treffen. Vor allem dann, wenn man die Realitäten ausblendet, die zu jenem Zeitpunkt vorherrschten. Alle waren wie besoffen vom Klassenerhalt und von Retter Schwartz. Auch das darf man nicht vergessen.

In vielen Punkten kann ich dir zustimmen und es war mit Sicherheit auch der einfachste Weg im Sommer. Mögliche Alternativen kann man auch komplett ausklammern, ob es die gab und wie gut sie sind weiß niemand hier.

Dein letzter Absatz stimmt aber einfach hinten und vorne nicht. Er blendet nämlich ebenfalls aus. Es wird im Prinzip min. seit Mai debattiert, ohne dass man hier bis heute einen Konsens gefunden hat. Denn schon die damalige Realität war alles, aber nicht besoffen vom Erfolg. Die Fragen zu einer Hansazukunft von Alois Schwartz wurden schon vor dem tatsächlichen Klassenerhalt gestellt.

Das macht die damalige Entscheidung nicht einfacher und den Rückblick schon gar nicht. Aber fair ist es auch nicht, so zu tun als war jedem alles sonnenklar.

PS: @Kaikrates auf der heutigen PK hat Walter bestätigt, dass er im Rahmen der Verlängerung schon mit involviert war. Er wurde also nicht übergangen. Natürlich kann man spekulieren, ob jemand in einer so wichtigen Frage ohne überhaupt selbst schon offiziell eingestellt worden zu sein seinem neuen Arbeitgeber gleich mal Kontra gibt.

•     •     •

. . . F. C. Hansa Rostock . . .

Dieser Beitrag wurde zuletzt von Probetraining am 13.12.2023 um 21:05 Uhr bearbeitet
Zitat von Meraxes
Zitat von Kaikrates

Zitat von Gryphus

Zitat von Tomminho

Auf den ersten Blick eine ziemlich schlechte Business-Entscheidung von Marien, mit Schwartz einen Vertrag auszuhandeln, den man erstmal wegen des Klassenerhalts sicher vergoldet hat - und nun noch anderthalb Jahre bezahlen muss.
Walter ist Neuling - da trifft man schlechte Entscheidungen und lernt daraus. Marien ist aber lange genug dabei! Entweder vertraut man dem Trainer längerfristig - oder man kann keinen 2-Jahres-Vertrag abschließen.


Sehe das auch so und würde sogar soweit gehen zu sagen, dass so lange Marien es nicht schafft sich aus dem sportlichen Geschäft herauszuhalten, werden wir uns dort unter ihm nicht weiterentwickeln.


So sieht es leider aus. Das war nach der Geschichte mit Härtel und Piecke sein zweiter Strike. Wenn er jetzt nicht endlich draus gelernt hat muß man sich auf seiner Position leider neu orientieren. Noch so ein Ding wird man ihm nicht verzeihen. Das lief ja mit Ansage schief und ist für mich unfassbar. Wenn der neue sportliche Leiter lieber einen neuen Trainer suchen möchte, kann ich doch keinen 2 Jahres Vertrag abschließen. Klar kann gut gehen wenn man Hund und Katze zusammensteckt aber die Wahrscheinlichkeit ist halt gering.

Den erfolgreichsten Vorstandsvorsitzenden seit Jahrzehnten bei Hansa Rostock anzuzählen bei einer Fußballalltagsentscheidung, wie einen Trainerwechsel, ist mutig.

Im März war ich kein großer Freund der Forderung, es müsse nun ein sogenannter "Feuerwehrmann" her. Meist sucht man ein Jahr später den nächsten Feuerwehrmann und löst so kein Problem, sondern verschiebt es im Erfolgsfall nur ein Jahr nach hinten. Ganz so ist es vielleicht im Moment nicht gekommen. Aber dass Schwartz Sandhausen nach spektakulärer Rettung wieder da geparkt hat, wo er sie hergeholt hatte, hat mich skeptisch werden lassen. Natürlich war ich sehr froh über den Klassenerhalt. Gleichwohl war mir klar, dass das zu einer Vertragsverlängerung führen wird, bei der Schwartz und sein Berater in einer guten Verhandlungsposition sein werden. Wären die Verhandlungen mit Schwartz im Sommer geplatzt und dessen Nachfolger hätte einen Fehlstart hingelegt, wäre hier sicher Strike drei und vier für Marien gezählt worden. Das Risiko wäre sehr hoch gewesen, denn die Öffentlichkeit hätte den starken Punkteschnitt von Schwartz genüsslich gegen den des Nachfolgers gestellt.
Walter wäre dann gleich mit beschädigt gewesen. Warum konnte man einen Trainer wie Schwartz gehen lassen, der doch so perfekt wie kein Zweiter in Rostock funktioniert hat? Dann gibt man ihm halt zwei Jahre, wenn er die will, hätte es geheißen und die Fachkompetenz von Walter und Marien sofort in Frage gestellt.

Ich war kein Anhänger von Schwartz - auch nicht das Gegenteil davon. Aber auch ich hätte den Vertrag im Sommer verlängert. Bis dahin lief es sehr stark und vielleicht hat er einen Zugang zur Mannschaft, der die Spieler beflügelt? Es war der Weg des geringsten Widerstands und der, den man der Öffentlichkeit am besten verkaufen konnte.

Im Rückspiegel ist es am einfachsten, die richtigen Entscheidungen zu treffen. Vor allem dann, wenn man die Realitäten ausblendet, die zu jenem Zeitpunkt vorherrschten. Alle waren wie besoffen vom Klassenerhalt und von Retter Schwartz. Auch das darf man nicht vergessen.


Ich schätze auch ungemein die Entwicklung im Verein was Finanzen und Stadionumfeld angeht und da hat Robert einen großen Anteil dran. Es kommt aber auch nicht von ungefähr, dass unsere sportliche Entwicklung nicht mit der finanziellen Schritt halten kann. Schwartz war noch nie dafür bekannt ein Team entwickeln zu können. Klar war es die bequemste Entscheidung seinen Vertrag zu verlängern, aber ich erwarte da auch mal mutige Entscheidungen mit der nötigen Weitsicht. Wenn Herr Walter sich für einen neuen Trainer ausspricht, dann sollte man ihm das auch zugestehen. Zumal man sich ja seit geraumer Zeit fussballerisch weiter entwickeln möchte und da brauchte man keine Glaskugel um zu wissen, dass es mit Schwartz dazu nicht kommen würde. Eier! Da braucht man Eier! Sag ich mal abschließend dazu. Auch was den Umgang mit Problemfeldern wie die Ultras angeht. Mit seiner Reputation kann er da zum wohle des Vereins auch mal etwas ins Risiko gehen und muß nicht immer den bequemsten Weg gehen der sich am besten verkaufen lässt.
Sorry, ich verstehe hier auch gerade nicht woran sich hier aufgehangen wird, an ein oder zwei Jahren Vertragslaufzeit?!?!??

Seit Ende der neunziger Jahre wurde dieser Verein von Jahr zu Jahr immer mehr herunter gewirtschaftet. Teilweise mit 3-4 Trainer gleichzeitig auf der Payroll.

Und ich will nicht wissen wo wir heute stehen würde, würde er nicht auf diesem Stuhl sitzen. Er hat Hansa seitdem durch sehr sehr harte Zeiten geführt wie u.a. die dritte Liga und Corona Zeiten und ist gerade auf dem besten Weg Hansa schuldenfrei zu machen, während nebenbei riesen Projekte anstanden und anstehen wie u.a. die Flutlichtmasten.

Auch menschlich halte ich sehr sehr viel von ihm, der sich auch nicht durch Geld locken ließ von größeren Vereinen.
Natürlich haben wir ihm eine Menge zu verdanken. Das ändert doch aber nichts daran, dass er die Finger von Dingen lassen sollte, von denen andere mehr Ahnung haben. Und da weiß Walter doch wohl besser mit welchem Trainer er harmoniert und der etwas mit guten Kickern wie Kinsombi oder Singh anzufangen weiß. Sieht man doch wieder was dabei raus kommt.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Kaikrates am 13.12.2023 um 21:18 Uhr bearbeitet
Zitat von Probetraining

Dein letzter Absatz stimmt aber einfach hinten und vorne nicht. Er blendet nämlich ebenfalls aus. Es wird im Prinzip min. seit Mai debattiert, ohne dass man hier bis heute einen Konsens gefunden hat. Denn schon die damalige Realität war alles, aber nicht besoffen vom Erfolg.

Wenn ich mich an die Bilder von Nürnberg erinnere, wie 4.000 Fans Schwartz gefeiert haben, es Fotomontagen von Schwartz in Jesusgestalt gab oder auch hier im Forum ein Denkmal für ihn gefordert wurde, war das schon so ähnlich wie eine halbe Flasche Wodka auf nüchternen Magen. So richtig rational waren da viele nicht mehr.
Zitat von Meraxes
Zitat von Probetraining

Dein letzter Absatz stimmt aber einfach hinten und vorne nicht. Er blendet nämlich ebenfalls aus. Es wird im Prinzip min. seit Mai debattiert, ohne dass man hier bis heute einen Konsens gefunden hat. Denn schon die damalige Realität war alles, aber nicht besoffen vom Erfolg.

Wenn ich mich an die Bilder von Nürnberg erinnere, wie 4.000 Fans Schwartz gefeiert haben, es Fotomontagen von Schwartz in Jesusgestalt gab oder auch hier im Forum ein Denkmal für ihn gefordert wurde, war das schon so ähnlich wie eine halbe Flasche Wodka auf nüchternen Magen. So richtig rational waren da viele nicht mehr.

Das Feiern des Klassenerhalts ob nun in Nürnberg oder danach daheim gegen BS hab ich doch gar nicht an sich gemeint. Natürlich war das begeisternd. Aber es hat nicht flächendeckend die Sinne oder rationale Überlegungen unmöglich gemacht, wenn man die Aussichten auf eine weitere Zusammenarbeit betrachtet.

Ob das im Verein (Verlängerung ja nach Nürnberg und Verkündung zum Heimspiel) so war, dass kann ich nicht beurteilen. Man sollte hoffen nicht, denn im Erfolg macht man ja bekanntlich...

Wie auch immer, leider bestätigten sich die lange bekannten Befürchtungen. Das es diese gab war aber eben auch damals Realität.

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. . . F. C. Hansa Rostock . . .
Zitat von Probetraining
Zitat von Meraxes

Den erfolgreichsten Vorstandsvorsitzenden seit Jahrzehnten bei Hansa Rostock anzuzählen bei einer Fußballalltagsentscheidung, wie einen Trainerwechsel, ist mutig.

Im März war ich kein großer Freund der Forderung, es müsse nun ein sogenannter "Feuerwehrmann" her. Meist sucht man ein Jahr später den nächsten Feuerwehrmann und löst so kein Problem, sondern verschiebt es im Erfolgsfall nur ein Jahr nach hinten. Ganz so ist es vielleicht im Moment nicht gekommen. Aber dass Schwartz Sandhausen nach spektakulärer Rettung wieder da geparkt hat, wo er sie hergeholt hatte, hat mich skeptisch werden lassen. Natürlich war ich sehr froh über den Klassenerhalt. Gleichwohl war mir klar, dass das zu einer Vertragsverlängerung führen wird, bei der Schwartz und sein Berater in einer guten Verhandlungsposition sein werden. Wären die Verhandlungen mit Schwartz im Sommer geplatzt und dessen Nachfolger hätte einen Fehlstart hingelegt, wäre hier sicher Strike drei und vier für Marien gezählt worden. Das Risiko wäre sehr hoch gewesen, denn die Öffentlichkeit hätte den starken Punkteschnitt von Schwartz genüsslich gegen den des Nachfolgers gestellt.
Walter wäre dann gleich mit beschädigt gewesen. Warum konnte man einen Trainer wie Schwartz gehen lassen, der doch so perfekt wie kein Zweiter in Rostock funktioniert hat? Dann gibt man ihm halt zwei Jahre, wenn er die will, hätte es geheißen und die Fachkompetenz von Walter und Marien sofort in Frage gestellt.

Ich war kein Anhänger von Schwartz - auch nicht das Gegenteil davon. Aber auch ich hätte den Vertrag im Sommer verlängert. Bis dahin lief es sehr stark und vielleicht hat er einen Zugang zur Mannschaft, der die Spieler beflügelt? Es war der Weg des geringsten Widerstands und der, den man der Öffentlichkeit am besten verkaufen konnte.

Im Rückspiegel ist es am einfachsten, die richtigen Entscheidungen zu treffen. Vor allem dann, wenn man die Realitäten ausblendet, die zu jenem Zeitpunkt vorherrschten. Alle waren wie besoffen vom Klassenerhalt und von Retter Schwartz. Auch das darf man nicht vergessen.

In vielen Punkten kann ich dir zustimmen und es war mit Sicherheit auch der einfachste Weg im Sommer. Mögliche Alternativen kann man auch komplett ausklammern, ob es die gab und wie gut sie sind weiß niemand hier.

Dein letzter Absatz stimmt aber einfach hinten und vorne nicht. Er blendet nämlich ebenfalls aus. Es wird im Prinzip min. seit Mai debattiert, ohne dass man hier bis heute einen Konsens gefunden hat. Denn schon die damalige Realität war alles, aber nicht besoffen vom Erfolg. Die Fragen zu einer Hansazukunft von Alois Schwartz wurden schon vor dem tatsächlichen Klassenerhalt gestellt.

Das macht die damalige Entscheidung nicht einfacher und den Rückblick schon gar nicht. Aber fair ist es auch nicht, so zu tun als war jedem alles sonnenklar.

PS: @Kaikrates auf der heutigen PK hat Walter bestätigt, dass er im Rahmen der Verlängerung schon mit involviert war. Er wurde also nicht übergangen. Natürlich kann man spekulieren, ob jemand in einer so wichtigen Frage ohne überhaupt selbst schon offiziell eingestellt worden zu sein seinem neuen Arbeitgeber gleich mal Kontra gibt.


OK, das relativiert die Sache dann natürlich etwas. Hier hatte vor ein paar Tagen jemand geschrieben, dass Walter zum Amtsantritt gerne einen eigenen Trainer suchen wollte und nicht durfte!? Das würde schon passen, wenn man hört, dass die beiden nicht miteinander können. Aber abgesegnet hat er die Verlängerung dann scheinbar trotzdem.
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