Quo vadis? 15/16
30.06.2015 - 19:13 Uhr
12.02.2016 - 22:11 Uhr
Zitat von rhinemike
Nicht??? Komisch!
Bin ich der einzige, der trotzdem große Sorgen bei dem User erkennen kann?
Ich merke schon! Geht um Rechthaberei! Aber mir ist wurscht!
Zitat von RatedY2J
@rhinemike
Großartige Sorgen konnte ich da im Übrigen nicht erkennen und was jetzt mit dem Abstieg alles einhergehen würde, war nicht Teil des Beitrages auf den ich eingegangen bin.
@rhinemike
Großartige Sorgen konnte ich da im Übrigen nicht erkennen und was jetzt mit dem Abstieg alles einhergehen würde, war nicht Teil des Beitrages auf den ich eingegangen bin.
Nicht??? Komisch!
Zitat von UnChandal96
Selbst wenn wir absteigen, habe ich Angst in der nächsten Saison.
Die wenigen, die Bundesliganiveau haben, gehen weg und die, die Graupen, die nichtmal Zweitliganiveau haben, bleiben da.
Im Grunde genommen (Und das meine ich ernst, ist leider aus finanzieller Sicht nicht zu realisieren), müsste man den kompletten Kader verkaufen und sich komplett neu aufstellen.
Ich bin davon überzeugt, dass wir nie und nimmer sofort wieder aufsteigen würden, wenn wir jetzt den Klassenerhalt verpassen. Eher spielen wir um den Abstieg in der zweiten Liga und spätestens nach dem zweiten Abstieg in Folge ist Kind dann weg, unsere Geldreserven aufgebraucht und Kind hinterlässt den Verein genau so wie er ihn vorgefunden hat.
Selbst wenn wir absteigen, habe ich Angst in der nächsten Saison.
Die wenigen, die Bundesliganiveau haben, gehen weg und die, die Graupen, die nichtmal Zweitliganiveau haben, bleiben da.
Im Grunde genommen (Und das meine ich ernst, ist leider aus finanzieller Sicht nicht zu realisieren), müsste man den kompletten Kader verkaufen und sich komplett neu aufstellen.
Ich bin davon überzeugt, dass wir nie und nimmer sofort wieder aufsteigen würden, wenn wir jetzt den Klassenerhalt verpassen. Eher spielen wir um den Abstieg in der zweiten Liga und spätestens nach dem zweiten Abstieg in Folge ist Kind dann weg, unsere Geldreserven aufgebraucht und Kind hinterlässt den Verein genau so wie er ihn vorgefunden hat.
Bin ich der einzige, der trotzdem große Sorgen bei dem User erkennen kann?
Ich merke schon! Geht um Rechthaberei! Aber mir ist wurscht!
Ne, um faire Spielerbewertung. Hat der User auch deutlich als seine Hauptaussage gekennzeichnet. Du hast in vielen Punkten Recht, allerdings war es als Inhalt der Diskussion auch gar nicht angestrebt. Und in der Einordnung unserer Spiele stimme ich Rated vollumfänglich zu.
Hier wird teilweise in Kategorien bewertet, wie sie oberflächlich nicht sein könnten. Und in die Kiste, in die derzeit bevorzugt gegriffen wird trägt die große Überschrift "Alles ist Scheiße", die sich zwischen den Zeilen verbirgt. Halte ich erneut für kein faires Bewertungskriterium, aber sei es drum.
Es ist eh wurscht.
Wenn ich meine Meinung zu einem Thema schreibe und z.B. durch Statistiken oder Heatmaps versuche zu belegen, wird mir entweder gesagt, wie Falsch ich doch liege, aber doch bitte die Meinung des anderen akzeptieren solle (was ein wenig widersprüchlich ist, aber das ist nen anderes Thema) oder wenn es demnächst ne Szene gibt, die auch nur annähernd in die Richtung eines Fehlers geht - dazu reicht z.B. offenbar sogar die Teilhabe an einem Spiel, wo ein Gegentor kassiert wird - wird direkt losgebellt.
Insofern ist es, genau wie du sagst, ziemlich Wurscht. Um Rechthaben geht es aus meiner Sicht gar nicht, zumindest mir in solchen Themen nicht. Nur es ist aus meiner Sicht keine Schande, einfach mal spaßeshalber andere Kriterien anzulegen und nicht alle Themen in entweder nie angestrebte Gut/schlecht/besser/schlechter Vergleiche oder konstruierte schwarz/weiß Kategorien zu pressen. Nur wenn ich einem Spieler wie Joselu z.B. nicht mangelnde Einsatzbereitschaft aus der Ferne vorwerfen will, heißt das nicht, dass ich seine Leistungen bis zum geht nicht mehr abfeiere. Nur wenn ich persönlich (!) aus verschiedenen Gründen den positiven Einfluss von Sorg insgesamt (!) als höher bewerte als den von Sakai, spreche ich diesem nicht die Tauglichkeit für die 1. Liga ab oder mache irgendwas madig. Diese Kette lässt sich aus meiner Sicht beliebig weiterführen, soll aber nicht Thema dieses Threads sein.
Übersetzt man das Threadthema "Quo Vadis?" 1:1, dann würde es bedeuten:
Zitat von DudenOnline
meist als Ausdruck der Besorgnis, der Skepsis; wohin wird das führen?; wer weiß, wie das noch werden wird?
meist als Ausdruck der Besorgnis, der Skepsis; wohin wird das führen?; wer weiß, wie das noch werden wird?
Insofern als Zweifel an der Zukunft. Was aus meiner Sicht aus heutiger Sicht durchaus berechtigt ist. Auf die Frage "wohin wird das führen" könnte es alsbald die Antwort "2. Liga" geben. Aus mehren Gründen. Und nicht aus einem. Nicht weil Dufner eh nur doofe Spieler holt, nicht weil Bader schonmal abgestiegen ist, sondern aus mehreren Gründen, die wir kaum bewerten können. Andere hingegen können wir natürlich einigermaßen bewerten, wir haben die Saison ja miterlebt.
Für mich war es bis zum jetzigen Zeitpunkt eine ganz bittere Erfahrung, da der Abstieg und die aktive Verschlechterung im Sommer einfach total unnötig war. Wir hatten und haben auch heute noch bereits gezeigtes Potential im Kader.
Warum man sich im Sommer meinte für diesen "Weg" entscheiden zu müssen wird mir auf lange Sicht ein Rätsel bleiben. Vielleicht ist es aber der Schuss vor den Bug, den unsere Vereinsführung gebraucht hat, um endlich die überfälligen Strukturen im Tagesgeschäft und in der Analyseabteilung zu schaffen.
In jedem Falle muss ein Abstieg verhindert werden, auch wenn wir finanziell gesund sind. Ich bin nach wie vor überzeugt, dass wir mit ein bisschen Glück noch den Relegationsplatz erhalten können. Unser Kader ist, lege ich die Annahme zu Grunde, dass unsere Spieler im Sommer nicht das Kicken verlernt haben, mMn nicht schlechter als der von Bremen, Darmstadt, Ingolstadt, Hamburg oder Frankfurt. Dass es derzeit teilweise so aussieht, ist mir auch so klar.
Allerdings sollte man, wie von Rated schon geschrieben, da auch differenzieren.
Spaß macht die aktuelle Situation keinem von uns.
13.02.2016 - 04:25 Uhr
Leserbrief der HAZ:
"Planlos wie ein angeschlagener Boxer
Ich bin mir sicher: In diesem Jahr schließt sich ein Kreis. Als ich 1996 aus Braunschweig (!) nach Hannover umzog, war 96 drittklassig und spielte erstklassig. Eine Mannschaft, die damals „alles auf dem Platz ließ“ (eine Formulierung, bei der mir heute das Frühstückstoast im Hals stecken bleibt), belegte am Ende einer eindrucksvollen Spielzeit den ersten Platz der damaligen Regionalliga Nord. Auch wenn der Aufstieg in die 2. Liga misslang: Die Relegationsspiele gegen Energie Cottbus sind noch heute jedem Fan der „Roten“ in guter Erinnerung. Da waren Spannung, Spiel und Begeisterung für Spieler, die sich mit dem Verein identifizierten, und eine Identifikation der Fans mit einer Mannschaft, die mehr war als ein willkürlich zusammengewürfelter Haufen beliebiger Fußballspieler.
Heute – 20 Jahre später – ist Hannover 96 erstklassig und spielt drittklassig. Der Weg der „Roten“ wird am Ende der Saison in die 2. Bundesliga führen. Und ehrlich gesagt: In der jetzigen Zusammensetzung und mit den aktuellen Leistungen hat 96 wirklich nichts in der Beletage des deutschen Fußballs zu suchen. Zu groß ist der leistungsmäßige Unterschied zu taktisch klug und engagiert aufspielenden „Underdogs“ wie Darmstadt oder Ingolstadt. Die anderen machen etwas aus ihren bescheidenen Möglichkeiten. 96 dagegen gelingt es, bei hervorragenden Rahmenbedingungen ein Team zu formen, das nach zwei Jahren im steten Abstiegskampf nun wie ein angeschlagener Boxer plan- und ziellos in Richtung Unterklassigkeit torkelt.
Fünf Gründe sind aus meiner Sicht für den Misserfolg entscheidend:
1. Mit der Trennung vom herausragenden Sportdirektor Jörg Schmadtke leitete 96 den Anfang vom Ende ein. Auch bei Schmadtke war nicht jeder Transfer Gold, aber die Verpflichtungen von Pogatetz, Abdellaue, Ya Konan, Diouf, Stindl und Zieler gehen auf seine Kappe. Allesamt Spieler, mit denen heute die „Mission Klassenerhalt“ gelingen könnte. Bei der Entscheidung Slomka versus Schmadtke hat 96 sich verzockt – mag es medialer Druck zugunsten von Slomka oder das Gefühl gewesen sein, mit dem als kompliziert geltenden Schmadtke die 96-Zukunft nicht in Ruhe gestalten zu können.
2. Die Verpflichtung von Dirk Dufner als Sportdirektor war nicht annähernd ein gleichwertiger Ersatz. Dufner stellte in den von ihm verantworteten Spielzeiten eindrucksvoll sein fehlendes Händchen bei der Kaderzusammenstellung unter Beweis. Mit den von ihm verpflichteten Spielern arbeitete sich 96 zielstrebig an die Abstiegsregionen heran.
3. Dufner durfte „weiterwursteln“, obwohl nach zwei erfolglosen Spielzeiten, in denen 96 mit Ach und Krach die Klasse hielt, auch der Letzte bei 96 bemerkte, dass mit dessen Spielerverpflichtungen wenig zu gewinnen war. In anderen Vereinen folgt daraus die zwingende Trennung vom Sportdirektor. 96 aber hatte bessere Ideen: Warum nicht den Mann, dessen Abschied beschlossen war, auch noch den Kader für die Saison 2015/2016 zusammenstellen lassen? Warum sollte das, was in den beiden Jahren davor misslungen war, nun nicht endgültig schiefgehen?
4. Michael Frontzeck darf nach dem Klassenerhalt weiter als Cheftrainer ran, obwohl seine sportliche Bilanz wenig Gutes verheißen ließ. Wir danken ihm dafür, dass er fünf Spieltage vor dem Saisonende Ruhe und Gelassenheit vermittelte, einige wertvolle Umstellungen innerhalb der Mannschaft vornahm und sie zum glücklichen Klassenerhalt führte. Eine kluge Entscheidung wäre es dann gewesen, den „Retter“ mit viel Applaus zu verabschieden. Stattdessen stattete 96 Frontzeck mit einem Cheftrainervertrag auch für die aktuelle Saison aus – das sollte sich böse rächen. Die Mannschaft spielte schlecht wie nie und verfügte über kein sportliches Konzept.
5. Völlig misslungene Transfers in der Winterpause: Gut, 96 hat Schaaf geholt. Was der Trainer hier allerdings vorfindet, muss seine kühnsten Albträume übertroffen haben. Ein neuer Sportdirektor, der ein ebenso wenig glückliches Händchen hat wie sein Vorgänger, Spieler, die in der Kabine aufeinander losgehen, und ein vogelwild zusammengewürfelter Haufen, der charakterlich ungeeignet scheint, sich im Abstiegskampf wenigstens nicht vollends zu blamieren. „Gestandene Spieler“ sollten der Mannschaft „sofort weiterhelfen“: Ausgehend von diesem Anforderungsprofil verpflichtete Martin Bader einen Yamaguchi aus der 2. Japanischen Liga, einen Fossum und einen Wolf aus der 2. Liga, einen Szalai und einen Almeida („Ich bin erst bei 50 bis 60 Prozent“). Wie passt das alles in das aufgestellte Anforderungsprofil? Wo ist der unbekannte Kracher, der unerwartete Leistungsverstärker? Mit ambitionierten Nachwuchstalenten mag ein Neuaufbau in Liga 2 gelingen – für den Klassenerhalt genügt dies nicht.
Was bleibt? Die Hoffnung ist geschwunden, bei den Fans, bei der Mannschaft und – erkennbar – auch beim Sportdirektor. 96 ist auf Abschiedstour durch die Stadien der Bundesliga. Eine Erkenntnis, die nicht nur traurig machen muss: wenn die Verantwortlichen den sportlichen GAU als Chance nutzen, Hannover neu aufzubauen. Wie damals, 1996.
Prof. Dr. Florian Heinze (Hannover)"
...Dem kann man leider nur zustimmen.
"Planlos wie ein angeschlagener Boxer
Ich bin mir sicher: In diesem Jahr schließt sich ein Kreis. Als ich 1996 aus Braunschweig (!) nach Hannover umzog, war 96 drittklassig und spielte erstklassig. Eine Mannschaft, die damals „alles auf dem Platz ließ“ (eine Formulierung, bei der mir heute das Frühstückstoast im Hals stecken bleibt), belegte am Ende einer eindrucksvollen Spielzeit den ersten Platz der damaligen Regionalliga Nord. Auch wenn der Aufstieg in die 2. Liga misslang: Die Relegationsspiele gegen Energie Cottbus sind noch heute jedem Fan der „Roten“ in guter Erinnerung. Da waren Spannung, Spiel und Begeisterung für Spieler, die sich mit dem Verein identifizierten, und eine Identifikation der Fans mit einer Mannschaft, die mehr war als ein willkürlich zusammengewürfelter Haufen beliebiger Fußballspieler.
Heute – 20 Jahre später – ist Hannover 96 erstklassig und spielt drittklassig. Der Weg der „Roten“ wird am Ende der Saison in die 2. Bundesliga führen. Und ehrlich gesagt: In der jetzigen Zusammensetzung und mit den aktuellen Leistungen hat 96 wirklich nichts in der Beletage des deutschen Fußballs zu suchen. Zu groß ist der leistungsmäßige Unterschied zu taktisch klug und engagiert aufspielenden „Underdogs“ wie Darmstadt oder Ingolstadt. Die anderen machen etwas aus ihren bescheidenen Möglichkeiten. 96 dagegen gelingt es, bei hervorragenden Rahmenbedingungen ein Team zu formen, das nach zwei Jahren im steten Abstiegskampf nun wie ein angeschlagener Boxer plan- und ziellos in Richtung Unterklassigkeit torkelt.
Fünf Gründe sind aus meiner Sicht für den Misserfolg entscheidend:
1. Mit der Trennung vom herausragenden Sportdirektor Jörg Schmadtke leitete 96 den Anfang vom Ende ein. Auch bei Schmadtke war nicht jeder Transfer Gold, aber die Verpflichtungen von Pogatetz, Abdellaue, Ya Konan, Diouf, Stindl und Zieler gehen auf seine Kappe. Allesamt Spieler, mit denen heute die „Mission Klassenerhalt“ gelingen könnte. Bei der Entscheidung Slomka versus Schmadtke hat 96 sich verzockt – mag es medialer Druck zugunsten von Slomka oder das Gefühl gewesen sein, mit dem als kompliziert geltenden Schmadtke die 96-Zukunft nicht in Ruhe gestalten zu können.
2. Die Verpflichtung von Dirk Dufner als Sportdirektor war nicht annähernd ein gleichwertiger Ersatz. Dufner stellte in den von ihm verantworteten Spielzeiten eindrucksvoll sein fehlendes Händchen bei der Kaderzusammenstellung unter Beweis. Mit den von ihm verpflichteten Spielern arbeitete sich 96 zielstrebig an die Abstiegsregionen heran.
3. Dufner durfte „weiterwursteln“, obwohl nach zwei erfolglosen Spielzeiten, in denen 96 mit Ach und Krach die Klasse hielt, auch der Letzte bei 96 bemerkte, dass mit dessen Spielerverpflichtungen wenig zu gewinnen war. In anderen Vereinen folgt daraus die zwingende Trennung vom Sportdirektor. 96 aber hatte bessere Ideen: Warum nicht den Mann, dessen Abschied beschlossen war, auch noch den Kader für die Saison 2015/2016 zusammenstellen lassen? Warum sollte das, was in den beiden Jahren davor misslungen war, nun nicht endgültig schiefgehen?
4. Michael Frontzeck darf nach dem Klassenerhalt weiter als Cheftrainer ran, obwohl seine sportliche Bilanz wenig Gutes verheißen ließ. Wir danken ihm dafür, dass er fünf Spieltage vor dem Saisonende Ruhe und Gelassenheit vermittelte, einige wertvolle Umstellungen innerhalb der Mannschaft vornahm und sie zum glücklichen Klassenerhalt führte. Eine kluge Entscheidung wäre es dann gewesen, den „Retter“ mit viel Applaus zu verabschieden. Stattdessen stattete 96 Frontzeck mit einem Cheftrainervertrag auch für die aktuelle Saison aus – das sollte sich böse rächen. Die Mannschaft spielte schlecht wie nie und verfügte über kein sportliches Konzept.
5. Völlig misslungene Transfers in der Winterpause: Gut, 96 hat Schaaf geholt. Was der Trainer hier allerdings vorfindet, muss seine kühnsten Albträume übertroffen haben. Ein neuer Sportdirektor, der ein ebenso wenig glückliches Händchen hat wie sein Vorgänger, Spieler, die in der Kabine aufeinander losgehen, und ein vogelwild zusammengewürfelter Haufen, der charakterlich ungeeignet scheint, sich im Abstiegskampf wenigstens nicht vollends zu blamieren. „Gestandene Spieler“ sollten der Mannschaft „sofort weiterhelfen“: Ausgehend von diesem Anforderungsprofil verpflichtete Martin Bader einen Yamaguchi aus der 2. Japanischen Liga, einen Fossum und einen Wolf aus der 2. Liga, einen Szalai und einen Almeida („Ich bin erst bei 50 bis 60 Prozent“). Wie passt das alles in das aufgestellte Anforderungsprofil? Wo ist der unbekannte Kracher, der unerwartete Leistungsverstärker? Mit ambitionierten Nachwuchstalenten mag ein Neuaufbau in Liga 2 gelingen – für den Klassenerhalt genügt dies nicht.
Was bleibt? Die Hoffnung ist geschwunden, bei den Fans, bei der Mannschaft und – erkennbar – auch beim Sportdirektor. 96 ist auf Abschiedstour durch die Stadien der Bundesliga. Eine Erkenntnis, die nicht nur traurig machen muss: wenn die Verantwortlichen den sportlichen GAU als Chance nutzen, Hannover neu aufzubauen. Wie damals, 1996.
Prof. Dr. Florian Heinze (Hannover)"
...Dem kann man leider nur zustimmen.
13.02.2016 - 11:39 Uhr
Kurze Frage:
Wie sieht das Hannover-Lager eigentlich mittlerweile die Entlassung von Korkut?
Ich weiß noch, dass hier die allermeisten sehr glücklich über die Entlassung waren. Ich war aber der Meinung (und habe das auch hier gepostet), dass ihr unter Korkut auch während seiner Pechsträhne einen guten Fußball gespielt habt, konstrunktiv und besser als genug Mannschaften um am Ende nicht abzusteigen.
Trotzdem hat Hannover irgendwie Panik gekriegt und dann einen absoluten Gurkentrainer geholt. Die Klasse gehalten habt ihr mMn nicht wegen, sondern trotz Frontzek - ihr hattet ja auch ein anständiges Fundament.
Gibt es welche, die die Entscheidung von damals mittlerweile im anderen Licht sehen? Das frage ich mich echt, und ich bin bei Hannover nicht im Bilde.
Wie sieht das Hannover-Lager eigentlich mittlerweile die Entlassung von Korkut?
Ich weiß noch, dass hier die allermeisten sehr glücklich über die Entlassung waren. Ich war aber der Meinung (und habe das auch hier gepostet), dass ihr unter Korkut auch während seiner Pechsträhne einen guten Fußball gespielt habt, konstrunktiv und besser als genug Mannschaften um am Ende nicht abzusteigen.
Trotzdem hat Hannover irgendwie Panik gekriegt und dann einen absoluten Gurkentrainer geholt. Die Klasse gehalten habt ihr mMn nicht wegen, sondern trotz Frontzek - ihr hattet ja auch ein anständiges Fundament.
Gibt es welche, die die Entscheidung von damals mittlerweile im anderen Licht sehen? Das frage ich mich echt, und ich bin bei Hannover nicht im Bilde.
13.02.2016 - 12:28 Uhr
Zitat von Zilpzalp
Kurze Frage:
Wie sieht das Hannover-Lager eigentlich mittlerweile die Entlassung von Korkut?
Ich weiß noch, dass hier die allermeisten sehr glücklich über die Entlassung waren. Ich war aber der Meinung (und habe das auch hier gepostet), dass ihr unter Korkut auch während seiner Pechsträhne einen guten Fußball gespielt habt, konstrunktiv und besser als genug Mannschaften um am Ende nicht abzusteigen.
Trotzdem hat Hannover irgendwie Panik gekriegt und dann einen absoluten Gurkentrainer geholt. Die Klasse gehalten habt ihr mMn nicht wegen, sondern trotz Frontzek - ihr hattet ja auch ein anständiges Fundament.
Gibt es welche, die die Entscheidung von damals mittlerweile im anderen Licht sehen? Das frage ich mich echt, und ich bin bei Hannover nicht im Bilde.
Kurze Frage:
Wie sieht das Hannover-Lager eigentlich mittlerweile die Entlassung von Korkut?
Ich weiß noch, dass hier die allermeisten sehr glücklich über die Entlassung waren. Ich war aber der Meinung (und habe das auch hier gepostet), dass ihr unter Korkut auch während seiner Pechsträhne einen guten Fußball gespielt habt, konstrunktiv und besser als genug Mannschaften um am Ende nicht abzusteigen.
Trotzdem hat Hannover irgendwie Panik gekriegt und dann einen absoluten Gurkentrainer geholt. Die Klasse gehalten habt ihr mMn nicht wegen, sondern trotz Frontzek - ihr hattet ja auch ein anständiges Fundament.
Gibt es welche, die die Entscheidung von damals mittlerweile im anderen Licht sehen? Das frage ich mich echt, und ich bin bei Hannover nicht im Bilde.
Ich bin - damals wie heute - genau deiner Meinung. Es gab im April schon einige, die diese Entscheidung ziemlich doof fanden und heute rückblickend vielleicht noch ein paar mehr. Aber daran sind wir ehrlich gesagt in dieser Spielzeit (bis jetzt) nicht gescheitert. Niemand wurde gezwungen (auch wenn einige Artikel der HAZ schon ein bisschen in diese Richtung gingen) Frontzeck als Trainer zu halten. Man hätte den eingeschlagenen Weg mit einem Vertreter wie bspw. Lewandowski locker fortsetzen können und sich dadurch vermutlich die aktuelle Situation erspart. Was man in dieser Saison jedoch an Entscheidungen miterleben musste, übertrifft (wobei "untertrifft" richtiger wäre) schon beinahe den Hamburger SV der vergangenen Jahre.
13.02.2016 - 17:41 Uhr
So mal sehen wie sich die Truppe gegen einen echten Konkurrenten nächste Woche schlägt.
Von den vier Rückrunden Spielen waren 3 gegen Mannschaften aus den Top 6 der Tabelle...Darmstadt kam wohl noch zu früh (2 Wochen nach Amtsantritt von Schaaf, wenn ich mich nicht irre).
Die Konkurrenz hat heute das erste mal in der Rückrunde für uns bzw. nicht gegen uns gespielt
Gegen Augsburg ein Sieg und dann hätte ich einen Funken Hoffnung....allerdings frag ich mich wer da ein Tor schießen soll
Von den vier Rückrunden Spielen waren 3 gegen Mannschaften aus den Top 6 der Tabelle...Darmstadt kam wohl noch zu früh (2 Wochen nach Amtsantritt von Schaaf, wenn ich mich nicht irre).
Die Konkurrenz hat heute das erste mal in der Rückrunde für uns bzw. nicht gegen uns gespielt
Gegen Augsburg ein Sieg und dann hätte ich einen Funken Hoffnung....allerdings frag ich mich wer da ein Tor schießen soll
13.02.2016 - 18:15 Uhr
So nun Mund abputzen und ab morgen gut vorbereiten auf das alles entscheidene Spiel gegen Augsburg. Hoffe alles was 2 Beine hat ist gegen Augsburg im Stadion und feuert unsere Elf zum Sieg an. Das Stadion muss Ausverkauft sein um unsere Elf an zu feuern und durch gute Stimmung zum Sieg zu tragen, damit noch das Wunder Klassenerhalt gemeinsam mit den Fans erreicht werden kann. Nur gemeinsam sind wir stark und können unser Ziel noch erreichen.
13.02.2016 - 18:22 Uhr
Ich gebe die Hoffnung noch nicht auf. Wenn morgen Augsburg und Frankfurt verlieren, wovon ich ausgehe, dann hat sich unsere Situation nicht verschlechtert. Wenn man es dann nächstes Wochenende schafft, das 6-Punkte-Spiel gegen Augsburg zu gewinnen, hätte man nur noch 4 Punkte Abstand zum rettenden Ufer. Rechnerisch ist noch alles möglich, da die ganzen 6-Punkte-Spiele erst noch anstehen( bis auf Darmstadt).
Allerdings muss dann auch gegen Augsburg gewonnen werden. Ich hoffe auf eine ähnlich stabile Defensive wie heute und nach vorne dann den einen oder anderen Nadelstich durch Kiyotake/Almeida/Szalai.
Noch sind wir nicht abgeschlagen, der Konkurrenz sei Dank.
Allerdings muss dann auch gegen Augsburg gewonnen werden. Ich hoffe auf eine ähnlich stabile Defensive wie heute und nach vorne dann den einen oder anderen Nadelstich durch Kiyotake/Almeida/Szalai.
Noch sind wir nicht abgeschlagen, der Konkurrenz sei Dank.
13.02.2016 - 20:52 Uhr
Zitat von bleached
Leserbrief der HAZ:
"Planlos wie ein angeschlagener Boxer
Ich bin mir sicher: In diesem Jahr schließt sich ein Kreis. Als ich 1996 aus Braunschweig (!) nach Hannover umzog, war 96 drittklassig und spielte erstklassig. Eine Mannschaft, die damals „alles auf dem Platz ließ“ (eine Formulierung, bei der mir heute das Frühstückstoast im Hals stecken bleibt), belegte am Ende einer eindrucksvollen Spielzeit den ersten Platz der damaligen Regionalliga Nord. Auch wenn der Aufstieg in die 2. Liga misslang: Die Relegationsspiele gegen Energie Cottbus sind noch heute jedem Fan der „Roten“ in guter Erinnerung. Da waren Spannung, Spiel und Begeisterung für Spieler, die sich mit dem Verein identifizierten, und eine Identifikation der Fans mit einer Mannschaft, die mehr war als ein willkürlich zusammengewürfelter Haufen beliebiger Fußballspieler.
Heute – 20 Jahre später – ist Hannover 96 erstklassig und spielt drittklassig. Der Weg der „Roten“ wird am Ende der Saison in die 2. Bundesliga führen. Und ehrlich gesagt: In der jetzigen Zusammensetzung und mit den aktuellen Leistungen hat 96 wirklich nichts in der Beletage des deutschen Fußballs zu suchen. Zu groß ist der leistungsmäßige Unterschied zu taktisch klug und engagiert aufspielenden „Underdogs“ wie Darmstadt oder Ingolstadt. Die anderen machen etwas aus ihren bescheidenen Möglichkeiten. 96 dagegen gelingt es, bei hervorragenden Rahmenbedingungen ein Team zu formen, das nach zwei Jahren im steten Abstiegskampf nun wie ein angeschlagener Boxer plan- und ziellos in Richtung Unterklassigkeit torkelt.
Fünf Gründe sind aus meiner Sicht für den Misserfolg entscheidend:
1. Mit der Trennung vom herausragenden Sportdirektor Jörg Schmadtke leitete 96 den Anfang vom Ende ein. Auch bei Schmadtke war nicht jeder Transfer Gold, aber die Verpflichtungen von Pogatetz, Abdellaue, Ya Konan, Diouf, Stindl und Zieler gehen auf seine Kappe. Allesamt Spieler, mit denen heute die „Mission Klassenerhalt“ gelingen könnte. Bei der Entscheidung Slomka versus Schmadtke hat 96 sich verzockt – mag es medialer Druck zugunsten von Slomka oder das Gefühl gewesen sein, mit dem als kompliziert geltenden Schmadtke die 96-Zukunft nicht in Ruhe gestalten zu können.
2. Die Verpflichtung von Dirk Dufner als Sportdirektor war nicht annähernd ein gleichwertiger Ersatz. Dufner stellte in den von ihm verantworteten Spielzeiten eindrucksvoll sein fehlendes Händchen bei der Kaderzusammenstellung unter Beweis. Mit den von ihm verpflichteten Spielern arbeitete sich 96 zielstrebig an die Abstiegsregionen heran.
3. Dufner durfte „weiterwursteln“, obwohl nach zwei erfolglosen Spielzeiten, in denen 96 mit Ach und Krach die Klasse hielt, auch der Letzte bei 96 bemerkte, dass mit dessen Spielerverpflichtungen wenig zu gewinnen war. In anderen Vereinen folgt daraus die zwingende Trennung vom Sportdirektor. 96 aber hatte bessere Ideen: Warum nicht den Mann, dessen Abschied beschlossen war, auch noch den Kader für die Saison 2015/2016 zusammenstellen lassen? Warum sollte das, was in den beiden Jahren davor misslungen war, nun nicht endgültig schiefgehen?
4. Michael Frontzeck darf nach dem Klassenerhalt weiter als Cheftrainer ran, obwohl seine sportliche Bilanz wenig Gutes verheißen ließ. Wir danken ihm dafür, dass er fünf Spieltage vor dem Saisonende Ruhe und Gelassenheit vermittelte, einige wertvolle Umstellungen innerhalb der Mannschaft vornahm und sie zum glücklichen Klassenerhalt führte. Eine kluge Entscheidung wäre es dann gewesen, den „Retter“ mit viel Applaus zu verabschieden. Stattdessen stattete 96 Frontzeck mit einem Cheftrainervertrag auch für die aktuelle Saison aus – das sollte sich böse rächen. Die Mannschaft spielte schlecht wie nie und verfügte über kein sportliches Konzept.
5. Völlig misslungene Transfers in der Winterpause: Gut, 96 hat Schaaf geholt. Was der Trainer hier allerdings vorfindet, muss seine kühnsten Albträume übertroffen haben. Ein neuer Sportdirektor, der ein ebenso wenig glückliches Händchen hat wie sein Vorgänger, Spieler, die in der Kabine aufeinander losgehen, und ein vogelwild zusammengewürfelter Haufen, der charakterlich ungeeignet scheint, sich im Abstiegskampf wenigstens nicht vollends zu blamieren. „Gestandene Spieler“ sollten der Mannschaft „sofort weiterhelfen“: Ausgehend von diesem Anforderungsprofil verpflichtete Martin Bader einen Yamaguchi aus der 2. Japanischen Liga, einen Fossum und einen Wolf aus der 2. Liga, einen Szalai und einen Almeida („Ich bin erst bei 50 bis 60 Prozent“). Wie passt das alles in das aufgestellte Anforderungsprofil? Wo ist der unbekannte Kracher, der unerwartete Leistungsverstärker? Mit ambitionierten Nachwuchstalenten mag ein Neuaufbau in Liga 2 gelingen – für den Klassenerhalt genügt dies nicht.
Was bleibt? Die Hoffnung ist geschwunden, bei den Fans, bei der Mannschaft und – erkennbar – auch beim Sportdirektor. 96 ist auf Abschiedstour durch die Stadien der Bundesliga. Eine Erkenntnis, die nicht nur traurig machen muss: wenn die Verantwortlichen den sportlichen GAU als Chance nutzen, Hannover neu aufzubauen. Wie damals, 1996.
Prof. Dr. Florian Heinze (Hannover)"
Nnn
...Dem kann man leider nur zustimmen.
Leserbrief der HAZ:
"Planlos wie ein angeschlagener Boxer
Ich bin mir sicher: In diesem Jahr schließt sich ein Kreis. Als ich 1996 aus Braunschweig (!) nach Hannover umzog, war 96 drittklassig und spielte erstklassig. Eine Mannschaft, die damals „alles auf dem Platz ließ“ (eine Formulierung, bei der mir heute das Frühstückstoast im Hals stecken bleibt), belegte am Ende einer eindrucksvollen Spielzeit den ersten Platz der damaligen Regionalliga Nord. Auch wenn der Aufstieg in die 2. Liga misslang: Die Relegationsspiele gegen Energie Cottbus sind noch heute jedem Fan der „Roten“ in guter Erinnerung. Da waren Spannung, Spiel und Begeisterung für Spieler, die sich mit dem Verein identifizierten, und eine Identifikation der Fans mit einer Mannschaft, die mehr war als ein willkürlich zusammengewürfelter Haufen beliebiger Fußballspieler.
Heute – 20 Jahre später – ist Hannover 96 erstklassig und spielt drittklassig. Der Weg der „Roten“ wird am Ende der Saison in die 2. Bundesliga führen. Und ehrlich gesagt: In der jetzigen Zusammensetzung und mit den aktuellen Leistungen hat 96 wirklich nichts in der Beletage des deutschen Fußballs zu suchen. Zu groß ist der leistungsmäßige Unterschied zu taktisch klug und engagiert aufspielenden „Underdogs“ wie Darmstadt oder Ingolstadt. Die anderen machen etwas aus ihren bescheidenen Möglichkeiten. 96 dagegen gelingt es, bei hervorragenden Rahmenbedingungen ein Team zu formen, das nach zwei Jahren im steten Abstiegskampf nun wie ein angeschlagener Boxer plan- und ziellos in Richtung Unterklassigkeit torkelt.
Fünf Gründe sind aus meiner Sicht für den Misserfolg entscheidend:
1. Mit der Trennung vom herausragenden Sportdirektor Jörg Schmadtke leitete 96 den Anfang vom Ende ein. Auch bei Schmadtke war nicht jeder Transfer Gold, aber die Verpflichtungen von Pogatetz, Abdellaue, Ya Konan, Diouf, Stindl und Zieler gehen auf seine Kappe. Allesamt Spieler, mit denen heute die „Mission Klassenerhalt“ gelingen könnte. Bei der Entscheidung Slomka versus Schmadtke hat 96 sich verzockt – mag es medialer Druck zugunsten von Slomka oder das Gefühl gewesen sein, mit dem als kompliziert geltenden Schmadtke die 96-Zukunft nicht in Ruhe gestalten zu können.
2. Die Verpflichtung von Dirk Dufner als Sportdirektor war nicht annähernd ein gleichwertiger Ersatz. Dufner stellte in den von ihm verantworteten Spielzeiten eindrucksvoll sein fehlendes Händchen bei der Kaderzusammenstellung unter Beweis. Mit den von ihm verpflichteten Spielern arbeitete sich 96 zielstrebig an die Abstiegsregionen heran.
3. Dufner durfte „weiterwursteln“, obwohl nach zwei erfolglosen Spielzeiten, in denen 96 mit Ach und Krach die Klasse hielt, auch der Letzte bei 96 bemerkte, dass mit dessen Spielerverpflichtungen wenig zu gewinnen war. In anderen Vereinen folgt daraus die zwingende Trennung vom Sportdirektor. 96 aber hatte bessere Ideen: Warum nicht den Mann, dessen Abschied beschlossen war, auch noch den Kader für die Saison 2015/2016 zusammenstellen lassen? Warum sollte das, was in den beiden Jahren davor misslungen war, nun nicht endgültig schiefgehen?
4. Michael Frontzeck darf nach dem Klassenerhalt weiter als Cheftrainer ran, obwohl seine sportliche Bilanz wenig Gutes verheißen ließ. Wir danken ihm dafür, dass er fünf Spieltage vor dem Saisonende Ruhe und Gelassenheit vermittelte, einige wertvolle Umstellungen innerhalb der Mannschaft vornahm und sie zum glücklichen Klassenerhalt führte. Eine kluge Entscheidung wäre es dann gewesen, den „Retter“ mit viel Applaus zu verabschieden. Stattdessen stattete 96 Frontzeck mit einem Cheftrainervertrag auch für die aktuelle Saison aus – das sollte sich böse rächen. Die Mannschaft spielte schlecht wie nie und verfügte über kein sportliches Konzept.
5. Völlig misslungene Transfers in der Winterpause: Gut, 96 hat Schaaf geholt. Was der Trainer hier allerdings vorfindet, muss seine kühnsten Albträume übertroffen haben. Ein neuer Sportdirektor, der ein ebenso wenig glückliches Händchen hat wie sein Vorgänger, Spieler, die in der Kabine aufeinander losgehen, und ein vogelwild zusammengewürfelter Haufen, der charakterlich ungeeignet scheint, sich im Abstiegskampf wenigstens nicht vollends zu blamieren. „Gestandene Spieler“ sollten der Mannschaft „sofort weiterhelfen“: Ausgehend von diesem Anforderungsprofil verpflichtete Martin Bader einen Yamaguchi aus der 2. Japanischen Liga, einen Fossum und einen Wolf aus der 2. Liga, einen Szalai und einen Almeida („Ich bin erst bei 50 bis 60 Prozent“). Wie passt das alles in das aufgestellte Anforderungsprofil? Wo ist der unbekannte Kracher, der unerwartete Leistungsverstärker? Mit ambitionierten Nachwuchstalenten mag ein Neuaufbau in Liga 2 gelingen – für den Klassenerhalt genügt dies nicht.
Was bleibt? Die Hoffnung ist geschwunden, bei den Fans, bei der Mannschaft und – erkennbar – auch beim Sportdirektor. 96 ist auf Abschiedstour durch die Stadien der Bundesliga. Eine Erkenntnis, die nicht nur traurig machen muss: wenn die Verantwortlichen den sportlichen GAU als Chance nutzen, Hannover neu aufzubauen. Wie damals, 1996.
Prof. Dr. Florian Heinze (Hannover)"
Nnn
...Dem kann man leider nur zustimmen.
Stimme Herrn Heinze in allen 5 Punkten zu.
Ergänzend zu Punkt 1 :
Als Schmadtke zum FC ging war mir klar,dass es nicht lange dauern wird bis der FC sportlich an 96 vorbei ziehen wird.Das dieses schon letzte Saison im ersten Bl-Jahr nach dem Kölner Aufstieg gelang,kam aber auch für mich überraschend.
Punkt 6 möchte ich noch anfügen, dass für mich der Hauptschuldige am Niedergang von 96 Martin Kind ist.
Unglückliche Personalentscheidungen zB Dufner und Frontzeck.
Kind hat den Verein quasi totgespart,das Eigenkapital erhöht,die Mannschaft sportlich immer mehr verschlechtert.
Das hohe Eigenkapital könnte sich jetzt aber im Falle eines Abstiegs als Segen erweisen : 96 ist durchaus in der Lage mit einem Bundesligaetat den sofortigen Wiederaufstieg anzustreben.
Das wird sicher auch das Ziel von Martin Kind sein.
13.02.2016 - 21:57 Uhr
Zitat von jfw007
Ich gebe die Hoffnung noch nicht auf. Wenn morgen Augsburg und Frankfurt verlieren, wovon ich ausgehe, dann hat sich unsere Situation nicht verschlechtert. Wenn man es dann nächstes Wochenende schafft, das 6-Punkte-Spiel gegen Augsburg zu gewinnen, hätte man nur noch 4 Punkte Abstand zum rettenden Ufer. Rechnerisch ist noch alles möglich, da die ganzen 6-Punkte-Spiele erst noch anstehen( bis auf Darmstadt).
Allerdings muss dann auch gegen Augsburg gewonnen werden. Ich hoffe auf eine ähnlich stabile Defensive wie heute und nach vorne dann den einen oder anderen Nadelstich durch Kiyotake/Almeida/Szalai.
Noch sind wir nicht abgeschlagen, der Konkurrenz sei Dank.
Ich gebe die Hoffnung noch nicht auf. Wenn morgen Augsburg und Frankfurt verlieren, wovon ich ausgehe, dann hat sich unsere Situation nicht verschlechtert. Wenn man es dann nächstes Wochenende schafft, das 6-Punkte-Spiel gegen Augsburg zu gewinnen, hätte man nur noch 4 Punkte Abstand zum rettenden Ufer. Rechnerisch ist noch alles möglich, da die ganzen 6-Punkte-Spiele erst noch anstehen( bis auf Darmstadt).
Allerdings muss dann auch gegen Augsburg gewonnen werden. Ich hoffe auf eine ähnlich stabile Defensive wie heute und nach vorne dann den einen oder anderen Nadelstich durch Kiyotake/Almeida/Szalai.
Noch sind wir nicht abgeschlagen, der Konkurrenz sei Dank.
Volle Zustimmung. Gegen Augsburg muss die Kurve gekriegt werden. Mal sehen, wen Schaaf wie und wo spielen lässt.
15.02.2016 - 15:31 Uhr
Es fällt mal wieder auf, dass die meisten auf die Vergangenheit eindreschen, was uns 0,0 weiterhilft (Ich werde nicht müde dieses zu betonen).
Es hilft nicht, wenn man auf die Personen abzielt, welche nichts mehr mit dem Verein zu tun haben. Kind hat sicherlich auch Fehler gemacht, aber am Ende ist er ein Teil des Ganzen.
Was man vielleicht noch bemängeln kann, sind die aktuellen Transfers, aber wenn man ehrlich ist, war Hannover auch nicht wirklich interessant für die Spieler, welche hätten helfen können.
Bei einem Abstieg, der sehr wahrscheinlich ist, wird man erneut alle Positionen hinterfragen. Bader und Möckel haben zwar auch in Nürnberg nicht alles richtig gemacht, aber auch dort wurde in Teilen gute Arbeit geleistet. Hannover ist bei einem Abstieg auf jeden Fall in einer besseren Situation, wie die meisten anderen Absteiger der letzten Jahre.
Letztlich beginnt es damit, dass man etwas finden muss, wofür der Verein steht. Im Moment ist genau das unser Problem. Wir wollten in den letzten Jahren mal ballorientiert spielen, dann wieder Konterfußball zeigen. Mal setzte man auf erfahrene Spieler, dann sollten es die Jungspunde richten.
Die Verantwortlichen müssen sich gerade für die Zukunft Gedanken machen, was sich hinter der "Marke" (bewusst provokant) Hannover 96 verbirgt. Dazu bedarf es in erster Linie zentraler Werte. Durch den Neubau des NLZ und der Verpflichtung von im Schwerpunkt junger Spieler ist hier ein kleiner Anfang gemacht. Hannover wollte zu dem Zeitpunkt ein Ausbildungsverein sein. Das ist auch sinnvoll, außer Kind, Maschi und Ross machen den Geldhahn bis zum Bersten auf, was nicht passieren wird.
Also eigene Jugend plus zugekaufte Talente, welche man dann ausbildet und höchstbietend verkaufen kann. Ein Ansatz, den natürlich auch die meisten anderen Profivereine aus Deutschland zumindest ein Stückweit ebenfalls versuchen.
Also weiß man bereits, was man sein möchte. Dem ist nun der nächste Schritt unterzuordnen. Hier kommen nun die Verantwortlichen erneut ins Spiel. Wenn man diese jungen Spieler aufbauen möchte, dann braucht es einen Trainer, der eben vornehmlich auf die Jugend setzt. Auch wenn ich Schaaf für einen guten Trainer halte, so darf das hinterfragt werden. Manches Mal denke ich, dass man mit ihm in der zweiten Liga direkt wieder hochkommt, sofern er bleiben möchte, aber es kann eben auch das Problem sein, dass Schaaf eben nicht für eine gute Integration des Nachwuchses bekannt ist. Das bedeutet nicht, dass ich Schaaf nun vom Hof jagen würde, aber zumindest mittelfristig ist er eben nicht die Idealbesetzung. Wenn das NLZ gebaut ist wird es sicherlich auch noch Jahre dauern, bis Hannover eine gute Anzahl an eigenen Talenten hervorbringen kann. Bis dahin könnte man sogar mit Schaaf weiterarbeiten. Für den Aufbau aus der Jugend oder mit den eigenen Talenten wäre sogar ein Slomka wahrscheinlich die bessere Wahl, welchen ich aber aus anderen Gründen nicht mehr auf der Trainerbank von Hannover sehen möchte.
Als nächstes muss man auch bei der richtigen Trainerwahl berücksichtigen, welche Spielausrichtung man in der Zukunft gehen möchte. Will man vermehrt das offensive Spiel fokussieren oder den Beton anrühren oder oder oder. Um das richtig zu begutachten, fängt man bereits in der Jugend an. Ich finde es sehr gut, dass altgediente Spieler sich an unserem Trainingsbetrieb beteiligen, aber man muss auch sehen, welche Inhalte diese den Spielern vermitteln können. Ist dort beispielsweise ein Cherundolo, welcher eine gewisse Bissigkeit traineiren lässt oder das Stellungsspiel für die Abwehr optimiert oder haben wir als Jugendtrainer jemanden, der die technischen Fähigkeiten der Jugendlichen herausbringt, dann muss auch dieses eingebracht werden. Denn wenn aus der Jugend lauter Filigrantechniker mit noch leichten körperlichen Defiziten kommen, dann hilft es wenig, wenn der Profitrainer ein körperbetones Kick&Rush spielen lässt. Natürlich ist auch jeder Jugendspieler individuell zu betrachten, aber schon dort muss eine Abstimmung mit dem erfolgen, was man im Profifußball an Spielern benötigt. Es kann keine Entscheidung sein, die von Profitrainer zu Profitrainer wechselt, sondern etwas, was langfristig für Hannover 96 steht.
Dazu gilt es auch klare Werte zu schaffen, gegen die nicht verstoßen werden darf. Mit klaren Werten, gepaart mit Diziplin und Fleiß wird man auch zum Ziel kommen. Ein kleines Beispiel von einer Bekannten von mir: Ihr Sohn ist wirklich ein begabter Fußballer, allerdings auch erst 11 Jahre (wird bald 12). Von seinem Können her sind schon heute sehr viele Scouts hinter ihm her. Da sie in München wohnt auch u.a. Bayern und 1860. Allerdings hat der Junge ein Problem mit seiner Disziplin und er ist ab und an unbeherrscht. An sich ein liebes Kerlchen, aber wenn ihn jemand über ein gewisses Maß beleidigt, dann haut er auch mal zu. Kraft hat er leider genug. Es ist nicht dramatisch und er ist auch intelligent, aber genau aus diesem Grund nehmen ihn diese beiden Verein aktuell noch nicht auf. Spielerisch ja, menschlich nein. Wir sprechen hier immer noch von einem 11-jährigen. Das Verhalten bessert sich, so dass es durchaus für ihn noch Chancen gibt. Wenn man das nun auf die aktuellen Vorkommnisse bei Hannover projiziert, dann sollte man auch dort die Vorgaben straff halten. Das Gegenbeispiel dazu ist (vielleicht) meine Tochter, welche zwar kein Fußball spielt, aber Eiskunstlauf als Leistungssport macht. Wer bei ihrer Trainerin nicht absolute Disziplin und Fleiß an den Tag liegt, wird sofort raus geschmissen. Der Trainerin kommt es dann nicht einmal darauf an, ob ein Kind etwas besser oder schlechter kann. Sie hat ihre Werte und fördert die Kinder, welche nach diesen Werten agieren. Genauso sollte es auch bei dem Nachwuchs einer Profimannschaft sein.
Leider haben wir durch die vielen Zukäufe auch immer mal wieder dieses Problem in unserer Profimannschaft und damit meine ich nicht nur Sané oder Bech. Korkut hat dort sehr konsequent gehandelt und genau so erwarte ich es mir in der Zukunft. Wer nicht mitzieht, wer nicht hinter dem Verein steht, der darf gehen. Qualität hin oder her. Somit erreicht man es dann im Lauf der Zeit, dass die Mannschaft hinter dem Verein steht und die Fans hinter der Mannschaft. Auch zugekaufte Spieler müssen sich in genau dem Zusammenhang beweisen. Wer das nicht will, dem soll schon vor der Vertragsunterschrift klar sein, dass eben dieser Verein nichts für ihn ist.
Nachdem man System, Ausrichtung und Werte des Vereins klar definiert hat, braucht man natürlich auch noch viel Geduld. Es wird dann auch nicht immer die Sonne scheinen und genau dann ist es wichtig, dass man genau auf die Werte abzielt. Sind diese entsprechend gewählt, dann wird man auch auf Dauer erfolgreich sein. Passiert es wie in den letzten Jahren, dass man immer wieder neue Werte, Systeme und Ausrichtungen probiert, dann muss man sich auch nicht wundern, wenn plötzlich gar nichts mehr passt.
Eine kleine Anmerkung für jeden im Berufsleben: Wenn Ihr mal zu einem Vorstellungsgespräch geladen seit, dann fragt doch einfach mal, für welche Werte und Ziele dieses Unternehmen steht. Kommen dann schwammige Antworten von der Gegenseite, dann solltet Ihr überlegen, ob ihr für dieses Unternehmen arbeiten wollt. Ihr würdet in der Folge erleben, dass Prozesse und Abläufe nicht stimmen, permanentes Kompetenzgerangel und ein ständiges Umschwenken innerhalb des Unternehmens stattfinden, in dem kaum jemand mit seiner Arbeit glücklich ist.
Es hilft nicht, wenn man auf die Personen abzielt, welche nichts mehr mit dem Verein zu tun haben. Kind hat sicherlich auch Fehler gemacht, aber am Ende ist er ein Teil des Ganzen.
Was man vielleicht noch bemängeln kann, sind die aktuellen Transfers, aber wenn man ehrlich ist, war Hannover auch nicht wirklich interessant für die Spieler, welche hätten helfen können.
Bei einem Abstieg, der sehr wahrscheinlich ist, wird man erneut alle Positionen hinterfragen. Bader und Möckel haben zwar auch in Nürnberg nicht alles richtig gemacht, aber auch dort wurde in Teilen gute Arbeit geleistet. Hannover ist bei einem Abstieg auf jeden Fall in einer besseren Situation, wie die meisten anderen Absteiger der letzten Jahre.
Letztlich beginnt es damit, dass man etwas finden muss, wofür der Verein steht. Im Moment ist genau das unser Problem. Wir wollten in den letzten Jahren mal ballorientiert spielen, dann wieder Konterfußball zeigen. Mal setzte man auf erfahrene Spieler, dann sollten es die Jungspunde richten.
Die Verantwortlichen müssen sich gerade für die Zukunft Gedanken machen, was sich hinter der "Marke" (bewusst provokant) Hannover 96 verbirgt. Dazu bedarf es in erster Linie zentraler Werte. Durch den Neubau des NLZ und der Verpflichtung von im Schwerpunkt junger Spieler ist hier ein kleiner Anfang gemacht. Hannover wollte zu dem Zeitpunkt ein Ausbildungsverein sein. Das ist auch sinnvoll, außer Kind, Maschi und Ross machen den Geldhahn bis zum Bersten auf, was nicht passieren wird.
Also eigene Jugend plus zugekaufte Talente, welche man dann ausbildet und höchstbietend verkaufen kann. Ein Ansatz, den natürlich auch die meisten anderen Profivereine aus Deutschland zumindest ein Stückweit ebenfalls versuchen.
Also weiß man bereits, was man sein möchte. Dem ist nun der nächste Schritt unterzuordnen. Hier kommen nun die Verantwortlichen erneut ins Spiel. Wenn man diese jungen Spieler aufbauen möchte, dann braucht es einen Trainer, der eben vornehmlich auf die Jugend setzt. Auch wenn ich Schaaf für einen guten Trainer halte, so darf das hinterfragt werden. Manches Mal denke ich, dass man mit ihm in der zweiten Liga direkt wieder hochkommt, sofern er bleiben möchte, aber es kann eben auch das Problem sein, dass Schaaf eben nicht für eine gute Integration des Nachwuchses bekannt ist. Das bedeutet nicht, dass ich Schaaf nun vom Hof jagen würde, aber zumindest mittelfristig ist er eben nicht die Idealbesetzung. Wenn das NLZ gebaut ist wird es sicherlich auch noch Jahre dauern, bis Hannover eine gute Anzahl an eigenen Talenten hervorbringen kann. Bis dahin könnte man sogar mit Schaaf weiterarbeiten. Für den Aufbau aus der Jugend oder mit den eigenen Talenten wäre sogar ein Slomka wahrscheinlich die bessere Wahl, welchen ich aber aus anderen Gründen nicht mehr auf der Trainerbank von Hannover sehen möchte.
Als nächstes muss man auch bei der richtigen Trainerwahl berücksichtigen, welche Spielausrichtung man in der Zukunft gehen möchte. Will man vermehrt das offensive Spiel fokussieren oder den Beton anrühren oder oder oder. Um das richtig zu begutachten, fängt man bereits in der Jugend an. Ich finde es sehr gut, dass altgediente Spieler sich an unserem Trainingsbetrieb beteiligen, aber man muss auch sehen, welche Inhalte diese den Spielern vermitteln können. Ist dort beispielsweise ein Cherundolo, welcher eine gewisse Bissigkeit traineiren lässt oder das Stellungsspiel für die Abwehr optimiert oder haben wir als Jugendtrainer jemanden, der die technischen Fähigkeiten der Jugendlichen herausbringt, dann muss auch dieses eingebracht werden. Denn wenn aus der Jugend lauter Filigrantechniker mit noch leichten körperlichen Defiziten kommen, dann hilft es wenig, wenn der Profitrainer ein körperbetones Kick&Rush spielen lässt. Natürlich ist auch jeder Jugendspieler individuell zu betrachten, aber schon dort muss eine Abstimmung mit dem erfolgen, was man im Profifußball an Spielern benötigt. Es kann keine Entscheidung sein, die von Profitrainer zu Profitrainer wechselt, sondern etwas, was langfristig für Hannover 96 steht.
Dazu gilt es auch klare Werte zu schaffen, gegen die nicht verstoßen werden darf. Mit klaren Werten, gepaart mit Diziplin und Fleiß wird man auch zum Ziel kommen. Ein kleines Beispiel von einer Bekannten von mir: Ihr Sohn ist wirklich ein begabter Fußballer, allerdings auch erst 11 Jahre (wird bald 12). Von seinem Können her sind schon heute sehr viele Scouts hinter ihm her. Da sie in München wohnt auch u.a. Bayern und 1860. Allerdings hat der Junge ein Problem mit seiner Disziplin und er ist ab und an unbeherrscht. An sich ein liebes Kerlchen, aber wenn ihn jemand über ein gewisses Maß beleidigt, dann haut er auch mal zu. Kraft hat er leider genug. Es ist nicht dramatisch und er ist auch intelligent, aber genau aus diesem Grund nehmen ihn diese beiden Verein aktuell noch nicht auf. Spielerisch ja, menschlich nein. Wir sprechen hier immer noch von einem 11-jährigen. Das Verhalten bessert sich, so dass es durchaus für ihn noch Chancen gibt. Wenn man das nun auf die aktuellen Vorkommnisse bei Hannover projiziert, dann sollte man auch dort die Vorgaben straff halten. Das Gegenbeispiel dazu ist (vielleicht) meine Tochter, welche zwar kein Fußball spielt, aber Eiskunstlauf als Leistungssport macht. Wer bei ihrer Trainerin nicht absolute Disziplin und Fleiß an den Tag liegt, wird sofort raus geschmissen. Der Trainerin kommt es dann nicht einmal darauf an, ob ein Kind etwas besser oder schlechter kann. Sie hat ihre Werte und fördert die Kinder, welche nach diesen Werten agieren. Genauso sollte es auch bei dem Nachwuchs einer Profimannschaft sein.
Leider haben wir durch die vielen Zukäufe auch immer mal wieder dieses Problem in unserer Profimannschaft und damit meine ich nicht nur Sané oder Bech. Korkut hat dort sehr konsequent gehandelt und genau so erwarte ich es mir in der Zukunft. Wer nicht mitzieht, wer nicht hinter dem Verein steht, der darf gehen. Qualität hin oder her. Somit erreicht man es dann im Lauf der Zeit, dass die Mannschaft hinter dem Verein steht und die Fans hinter der Mannschaft. Auch zugekaufte Spieler müssen sich in genau dem Zusammenhang beweisen. Wer das nicht will, dem soll schon vor der Vertragsunterschrift klar sein, dass eben dieser Verein nichts für ihn ist.
Nachdem man System, Ausrichtung und Werte des Vereins klar definiert hat, braucht man natürlich auch noch viel Geduld. Es wird dann auch nicht immer die Sonne scheinen und genau dann ist es wichtig, dass man genau auf die Werte abzielt. Sind diese entsprechend gewählt, dann wird man auch auf Dauer erfolgreich sein. Passiert es wie in den letzten Jahren, dass man immer wieder neue Werte, Systeme und Ausrichtungen probiert, dann muss man sich auch nicht wundern, wenn plötzlich gar nichts mehr passt.
Eine kleine Anmerkung für jeden im Berufsleben: Wenn Ihr mal zu einem Vorstellungsgespräch geladen seit, dann fragt doch einfach mal, für welche Werte und Ziele dieses Unternehmen steht. Kommen dann schwammige Antworten von der Gegenseite, dann solltet Ihr überlegen, ob ihr für dieses Unternehmen arbeiten wollt. Ihr würdet in der Folge erleben, dass Prozesse und Abläufe nicht stimmen, permanentes Kompetenzgerangel und ein ständiges Umschwenken innerhalb des Unternehmens stattfinden, in dem kaum jemand mit seiner Arbeit glücklich ist.
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