Präsidium HSV e.V.
16.12.2014 - 17:37 Uhr
09.02.2021 - 22:13 Uhr
Vielleicht kann mich mal jemand abholen?
Ich fasse mal zusammen, was ich weiß:
1. Der HSV eV entfaltet endlich wieder seine volle Pracht. Probleme werden wieder auf ein einfaches „wir oder die“ zugespitzt. Herrlich. Keine Bereitschaft zum Brückenbau, sondern ein entweder oder wird die Mitgliedschaft spalten. Willkommen zu Hause.
2. Keine Seite sagt wirklich genau, was sie eigentlich will. Der Ehrenrat findet Schäfer und vor allen Dingen Schulz doof, sagt aber nicht genau, warum. Es sind aber relativ viele im eV, die mit den beiden nicht mehr so recht zusammen arbeiten wollen.
3. Schäfer und Schulz finden, dass die Dinge in der AG nicht so laufen, wie sie könnten. Wollen andere Kandidaten in den AR entsenden, zeichnen aber auch keine klare Vision auf, was sie denn über diese Entsendungen ändern würden. Angeblich wurden ja auch einige ihrer AR-Kandidaten durch die Gremien des Vereins abgelehnt. So richtig genau weiß man das aber auch nicht. Es sickern halt nur ein paar Infos durch.
4. Der AR hat in den letzten Jahren einen leidlichen Job gemacht.
Nicht viel - Spekuliert hingegen wird über eine Richtungsentscheidung:
1. Ist da das „Team Jansen“, das die Hausmacht hinter sich vereint, aber keine Mehrheit im Präsidium des HSVs hat. Das „Team Jansens“ scheint ein „weiter so“ zu favorisieren. Da aber die Coronakrise nicht spurlos am HSV vorbeigegangen ist und Verantwortliche in professionellen Fußball AGs fast schon eine natürliche Motivation haben möglichst kurzfristig möglichst viel Geld zur Verfügung zu haben, scheint der Weg Wandlung in KGgA -> Verkauf weiterer Anteile vorgezeichnet. Die Wandlung der Gesellschaftsform macht die Zustimmung der Mitglieder, weitere Anteile an KMK zu verschachern, eher wahrscheinlich. Erst recht, wenn den Mitgliedern die Pistole „Insolvenz oder Wandlung“ auf die Brust gesetzt wird. (Denkt an Eure Fananleihen, liebe Leute!). Wandelnde Abstimmungsformen (online/Briefwahl) tun ihr Übriges.
Bei all dem sollte man aber niemals vergessen, es geht Boldt, Wettstein, Jansen aber natürlich inbesondere Kühne nicht um den Verein oder den HSV. Sondern vornehmlich um sich selbst.
2. Dann ist da das „Team Schäfer/Schulz“. Wie gesagt, so richtig klar wird es mir nicht, was die beiden da wollen. Es wird gemunkelt, dass Bernie seine Finger im Spiel hat. Das wird zwar nicht bestätigt, aber es scheint nicht weit daher geholt, dass die beiden, die Staffage für das „Team Hoffmann“ waren, eben weiterhin diesen Hoffmann als engen Verbündeten haben. (Was für eine neue Millionenchance wäre das denn auch für Hoffmann! Die kann man sich doch nicht entgehen lassen!) Es wurde schon bei der Absetzung Hoffmanns gemunkelt, dass Hoffmann sich (man möge meinen, welch Ironie der Geschichte) in Bande mit Teilen der sehr aktiven Fanszene gegen weitere Anteilsverkäufe und gegen eine ausgeweitete Zusammenarbeit mit KMK ausgesprochen hat, damit bei seinen beiden Vorstandskollegen, aber auch bei Jansen und dem AR nicht ausreichend Gehör fand. Im Gegenteil, die Situation wurde als nicht mehr tragbar eingestuft. Inwiefern andere Verfehlungen Hoffmanns hier wesentlich oder inwiefern sie Mittel zum Zweck waren, vermag ich nicht zu beurteilen. Um noch eine weitere ironische Facette anzubringen: Es war Hoffmann, der bei seiner Wahl zum Präsidenten des eVs die Gesellschaftsform der KGaA ins Gespräch brachte, als eine Gesellschaftsform, mit der man Mittel besorgen kann, ohne die Einflussmöglichkeiten zu verlieren.
Sicher scheint nur, dass die Wahl des „Team Schulz/Schäfer“ eine starke Disruption auslösen wird. Diverse Vereinsgremien haben ja klar gemacht, dass sie mit beiden nicht mehr weiterarbeiten können oder wollen – inwiefern die Verantwortlichen der AG (Boldt, Wettstein) dazu bereit wären, ist schwer zu sagen. Gerade bei Wettstein sollten wir nicht vergessen, dass er eine miese Performance aufweist und, anders als Boldt, vermutlich eher keine heißen Optionen haben dürfte. Da die Hintermänner und Profiteure des „Team Schäfer/Schulz“ nicht bekannt sind, ist es schwer zu umreißen, was ihr Antrieb ist. Ich befürchte aber, es dürfte den Handelnden vor allen Dingen um sich selbst gehen, dies gilt natürlich insbesondere sobald es um vergütete Positionen in der AG geht.
Auch schon traditionell in diesen Vereinsdiskussionen vermag ich beiden Seiten nicht vollständig zu trauen. Darum wäre ein bisschen Transparenz in die Hintergründe und Motive interessant. Wer welche hat, mag sie gerne ergänzen, und falls es hier zu Dopplungen führt, gerne per pm.
Insgesamt fühle ich mich aber schlecht informiert. Die Information an die Mitgliedschaft erfolgt über die Medien und nicht über Kanäle des Vereins (zB Email). Dies gilt dann auch für beide Seiten.
Nun denn, bleibt die MV.
Immerhin sollen wir ja als Mitglieder eine Entscheidung treffen, die – leider – wieder einen direkten Einfluss auf die AG haben wird. Was ja eigentlich seit der Ausgliederung so nicht mehr sein sollte und unter Meier ja auch praktiziert wurde. Leider hat die Wahl Hoffmanns den Verein wieder komplett „politisiert“. Aber nun sind wir wieder da, wo wir sind.
Achja.
Mit blau-weißen-schwarzen(!) Grüßen!
Ich fasse mal zusammen, was ich weiß:
1. Der HSV eV entfaltet endlich wieder seine volle Pracht. Probleme werden wieder auf ein einfaches „wir oder die“ zugespitzt. Herrlich. Keine Bereitschaft zum Brückenbau, sondern ein entweder oder wird die Mitgliedschaft spalten. Willkommen zu Hause.
2. Keine Seite sagt wirklich genau, was sie eigentlich will. Der Ehrenrat findet Schäfer und vor allen Dingen Schulz doof, sagt aber nicht genau, warum. Es sind aber relativ viele im eV, die mit den beiden nicht mehr so recht zusammen arbeiten wollen.
3. Schäfer und Schulz finden, dass die Dinge in der AG nicht so laufen, wie sie könnten. Wollen andere Kandidaten in den AR entsenden, zeichnen aber auch keine klare Vision auf, was sie denn über diese Entsendungen ändern würden. Angeblich wurden ja auch einige ihrer AR-Kandidaten durch die Gremien des Vereins abgelehnt. So richtig genau weiß man das aber auch nicht. Es sickern halt nur ein paar Infos durch.
4. Der AR hat in den letzten Jahren einen leidlichen Job gemacht.
Nicht viel - Spekuliert hingegen wird über eine Richtungsentscheidung:
1. Ist da das „Team Jansen“, das die Hausmacht hinter sich vereint, aber keine Mehrheit im Präsidium des HSVs hat. Das „Team Jansens“ scheint ein „weiter so“ zu favorisieren. Da aber die Coronakrise nicht spurlos am HSV vorbeigegangen ist und Verantwortliche in professionellen Fußball AGs fast schon eine natürliche Motivation haben möglichst kurzfristig möglichst viel Geld zur Verfügung zu haben, scheint der Weg Wandlung in KGgA -> Verkauf weiterer Anteile vorgezeichnet. Die Wandlung der Gesellschaftsform macht die Zustimmung der Mitglieder, weitere Anteile an KMK zu verschachern, eher wahrscheinlich. Erst recht, wenn den Mitgliedern die Pistole „Insolvenz oder Wandlung“ auf die Brust gesetzt wird. (Denkt an Eure Fananleihen, liebe Leute!). Wandelnde Abstimmungsformen (online/Briefwahl) tun ihr Übriges.
Bei all dem sollte man aber niemals vergessen, es geht Boldt, Wettstein, Jansen aber natürlich inbesondere Kühne nicht um den Verein oder den HSV. Sondern vornehmlich um sich selbst.
2. Dann ist da das „Team Schäfer/Schulz“. Wie gesagt, so richtig klar wird es mir nicht, was die beiden da wollen. Es wird gemunkelt, dass Bernie seine Finger im Spiel hat. Das wird zwar nicht bestätigt, aber es scheint nicht weit daher geholt, dass die beiden, die Staffage für das „Team Hoffmann“ waren, eben weiterhin diesen Hoffmann als engen Verbündeten haben. (Was für eine neue Millionenchance wäre das denn auch für Hoffmann! Die kann man sich doch nicht entgehen lassen!) Es wurde schon bei der Absetzung Hoffmanns gemunkelt, dass Hoffmann sich (man möge meinen, welch Ironie der Geschichte) in Bande mit Teilen der sehr aktiven Fanszene gegen weitere Anteilsverkäufe und gegen eine ausgeweitete Zusammenarbeit mit KMK ausgesprochen hat, damit bei seinen beiden Vorstandskollegen, aber auch bei Jansen und dem AR nicht ausreichend Gehör fand. Im Gegenteil, die Situation wurde als nicht mehr tragbar eingestuft. Inwiefern andere Verfehlungen Hoffmanns hier wesentlich oder inwiefern sie Mittel zum Zweck waren, vermag ich nicht zu beurteilen. Um noch eine weitere ironische Facette anzubringen: Es war Hoffmann, der bei seiner Wahl zum Präsidenten des eVs die Gesellschaftsform der KGaA ins Gespräch brachte, als eine Gesellschaftsform, mit der man Mittel besorgen kann, ohne die Einflussmöglichkeiten zu verlieren.
Sicher scheint nur, dass die Wahl des „Team Schulz/Schäfer“ eine starke Disruption auslösen wird. Diverse Vereinsgremien haben ja klar gemacht, dass sie mit beiden nicht mehr weiterarbeiten können oder wollen – inwiefern die Verantwortlichen der AG (Boldt, Wettstein) dazu bereit wären, ist schwer zu sagen. Gerade bei Wettstein sollten wir nicht vergessen, dass er eine miese Performance aufweist und, anders als Boldt, vermutlich eher keine heißen Optionen haben dürfte. Da die Hintermänner und Profiteure des „Team Schäfer/Schulz“ nicht bekannt sind, ist es schwer zu umreißen, was ihr Antrieb ist. Ich befürchte aber, es dürfte den Handelnden vor allen Dingen um sich selbst gehen, dies gilt natürlich insbesondere sobald es um vergütete Positionen in der AG geht.
Auch schon traditionell in diesen Vereinsdiskussionen vermag ich beiden Seiten nicht vollständig zu trauen. Darum wäre ein bisschen Transparenz in die Hintergründe und Motive interessant. Wer welche hat, mag sie gerne ergänzen, und falls es hier zu Dopplungen führt, gerne per pm.
Insgesamt fühle ich mich aber schlecht informiert. Die Information an die Mitgliedschaft erfolgt über die Medien und nicht über Kanäle des Vereins (zB Email). Dies gilt dann auch für beide Seiten.
Nun denn, bleibt die MV.
Immerhin sollen wir ja als Mitglieder eine Entscheidung treffen, die – leider – wieder einen direkten Einfluss auf die AG haben wird. Was ja eigentlich seit der Ausgliederung so nicht mehr sein sollte und unter Meier ja auch praktiziert wurde. Leider hat die Wahl Hoffmanns den Verein wieder komplett „politisiert“. Aber nun sind wir wieder da, wo wir sind.
Achja.
Mit blau-weißen-schwarzen(!) Grüßen!
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Prollmarkt am 09.02.2021 um 22:25 Uhr bearbeitet
10.02.2021 - 07:22 Uhr
Zitat von BallToGo
Insgesamt eine gute Zusammenfassung. Wenn du noch erwähnt hättest, dass durch eine Umwandlung in eine KGaA strukturell der Einfluss der Kapitalgeber eher begrenzt wird (vgl. dazu die Ausführungen von @fanbeauftragter im Umstrukturierungsthread, wäre sie fast perfekt.
Zitat von Prollmarkt
Nicht viel - Spekuliert hingegen wird über eine Richtungsentscheidung:
Ist da das „Team Jansen“, das die Hausmacht hinter sich vereint, aber keine Mehrheit im Präsidium des HSVs hat. Das „Team Jansens“ scheint ein „weiter so“ zu favorisieren. Da aber die Coronakrise nicht spurlos am HSV vorbeigegangen ist und Verantwortliche in professionellen Fußball AGs fast schon eine natürliche Motivation haben möglichst kurzfristig möglichst viel Geld zur Verfügung zu haben, scheint der Weg Wandlung in KGaA -> Verkauf weiterer Anteile vorgezeichnet. Die Wandlung der Gesellschaftsform macht die Zustimmung der Mitglieder, weitere Anteile an KMK zu verschachern, eher wahrscheinlich. Erst recht, wenn den Mitgliedern die Pistole „Insolvenz oder Wandlung“ auf die Brust gesetzt wird. (Denkt an Eure Fananleihen, liebe Leute!). Wandelnde Abstimmungsformen (online/Briefwahl) tun ihr Übriges.
Bei all dem sollte man aber niemals vergessen, es geht Boldt, Wettstein, Jansen aber natürlich inbesondere Kühne nicht um den Verein oder den HSV. Sondern vornehmlich um sich selbst.
(…) Es wurde schon bei der Absetzung Hoffmanns gemunkelt, dass Hoffmann sich (man möge meinen, welch Ironie der Geschichte) in Bande mit Teilen der sehr aktiven Fanszene gegen weitere Anteilsverkäufe und gegen eine ausgeweitete Zusammenarbeit mit KMK ausgesprochen hat, damit bei seinen beiden Vorstandskollegen, aber auch bei Jansen und dem AR nicht ausreichend Gehör fand. Im Gegenteil, die Situation wurde als nicht mehr tragbar eingestuft. Inwiefern andere Verfehlungen Hoffmanns hier wesentlich oder inwiefern sie Mittel zum Zweck waren, vermag ich nicht zu beurteilen. Um noch eine weitere ironische Facette anzubringen: Es war Hoffmann, der bei seiner Wahl zum Präsidenten des eVs die Gesellschaftsform der KGaA ins Gespräch brachte, als eine Gesellschaftsform, mit der man Mittel besorgen kann, ohne die Einflussmöglichkeiten zu verlieren.
(…)
Immerhin sollen wir ja als Mitglieder eine Entscheidung treffen, die – leider – wieder einen direkten Einfluss auf die AG haben wird. Was ja eigentlich seit der Ausgliederung so nicht mehr sein sollte und unter Meier ja auch praktiziert wurde. Leider hat die Wahl Hoffmanns den Verein wieder komplett „politisiert“. Aber nun sind wir wieder da, wo wir sind. (…)
Nicht viel - Spekuliert hingegen wird über eine Richtungsentscheidung:
Ist da das „Team Jansen“, das die Hausmacht hinter sich vereint, aber keine Mehrheit im Präsidium des HSVs hat. Das „Team Jansens“ scheint ein „weiter so“ zu favorisieren. Da aber die Coronakrise nicht spurlos am HSV vorbeigegangen ist und Verantwortliche in professionellen Fußball AGs fast schon eine natürliche Motivation haben möglichst kurzfristig möglichst viel Geld zur Verfügung zu haben, scheint der Weg Wandlung in KGaA -> Verkauf weiterer Anteile vorgezeichnet. Die Wandlung der Gesellschaftsform macht die Zustimmung der Mitglieder, weitere Anteile an KMK zu verschachern, eher wahrscheinlich. Erst recht, wenn den Mitgliedern die Pistole „Insolvenz oder Wandlung“ auf die Brust gesetzt wird. (Denkt an Eure Fananleihen, liebe Leute!). Wandelnde Abstimmungsformen (online/Briefwahl) tun ihr Übriges.
Bei all dem sollte man aber niemals vergessen, es geht Boldt, Wettstein, Jansen aber natürlich inbesondere Kühne nicht um den Verein oder den HSV. Sondern vornehmlich um sich selbst.
(…) Es wurde schon bei der Absetzung Hoffmanns gemunkelt, dass Hoffmann sich (man möge meinen, welch Ironie der Geschichte) in Bande mit Teilen der sehr aktiven Fanszene gegen weitere Anteilsverkäufe und gegen eine ausgeweitete Zusammenarbeit mit KMK ausgesprochen hat, damit bei seinen beiden Vorstandskollegen, aber auch bei Jansen und dem AR nicht ausreichend Gehör fand. Im Gegenteil, die Situation wurde als nicht mehr tragbar eingestuft. Inwiefern andere Verfehlungen Hoffmanns hier wesentlich oder inwiefern sie Mittel zum Zweck waren, vermag ich nicht zu beurteilen. Um noch eine weitere ironische Facette anzubringen: Es war Hoffmann, der bei seiner Wahl zum Präsidenten des eVs die Gesellschaftsform der KGaA ins Gespräch brachte, als eine Gesellschaftsform, mit der man Mittel besorgen kann, ohne die Einflussmöglichkeiten zu verlieren.
(…)
Immerhin sollen wir ja als Mitglieder eine Entscheidung treffen, die – leider – wieder einen direkten Einfluss auf die AG haben wird. Was ja eigentlich seit der Ausgliederung so nicht mehr sein sollte und unter Meier ja auch praktiziert wurde. Leider hat die Wahl Hoffmanns den Verein wieder komplett „politisiert“. Aber nun sind wir wieder da, wo wir sind. (…)
Insgesamt eine gute Zusammenfassung. Wenn du noch erwähnt hättest, dass durch eine Umwandlung in eine KGaA strukturell der Einfluss der Kapitalgeber eher begrenzt wird (vgl. dazu die Ausführungen von @fanbeauftragter im Umstrukturierungsthread, wäre sie fast perfekt.
Ich denke, @Prollmarkt sagt das alles schon ganz richtig. Rechtlich betrachtet ist Deine Einschränkung zutreffend, jedoch ist bei dieser Frage auch immer wichtig, wer das Geld gibt und welchen Charakter, welche Selbsteinsicht und welche Absichten er hat. Darum ist es eben auch ganz wichtig in puncto KGaA-Wandlung, daß es eine Begrenzung in Sachen höchstmöglicher Minderheitenbeteiligung gibt, die ich bei 10% (leider bin ich 2013 mit einem entsprechenden Vorschlag an HSVPlus nicht durchgedrungen) ansetzen würde. Auf die Regeltreue von Herrn Kühne oder auch anderer Investoren sollte man nicht naiv vertrauen. Aktuell zeigt das Beispiel von Windbeu.., äh Windhorst bei Hertha BCC, äh BSC, was passiert, wenn man keine effektiven checks gegen aktivistische Investoren hat (mit der Private-Equity-Firma KKR hingegen klappte es, weil die sich an die Regeln hielten) und das Geld mit aller Macht zum Fenster hinaus muß. Wir haben das 2014 bis 2016 auch praktiziert und bezahlen den Preis bis heute. Diese Mittelverwendung, ob nun bei Hertha BSC, 1860, BVB in den 2000ern oder beim HSV ist geradezu erschütternd dämlich, weil wirtschaftlich nicht nachhaltig und sportlich nicht erfolgreich. Deswegen muß jeder verantwortungsbewußte Sportunternehmensvorstand Kühne und Konsorten auf größtmöglichem Abstand halten. Schon Verkennen dieser Aufgabe der Unternehmensführung ist ein schwerwiegender Makel.
10.02.2021 - 08:53 Uhr
@Prollmarkt
ich denke, du hast den aktuellen Stand ganz gut zusammengefasst. Mit viel mehr "abholen" ist da leider nicht. Denn, wir du richtig sagst, fehlen uns belastbare Informationen , die wir so dringend benötigen für eine fundierte Meinung, und nur diese berechtigt m.E. zu einer Stimmabgabe auf der a.o.MV.
Wir als Mitglieder haben ja gestern eine Email vom HSV bekommen, dass man sich noch nicht auf eine Durchführung einigen konnte, obwohl die Frist hierfür bereits abgelaufen ist. Die Beteiligten machen da nicht wirklich einen guten bzw. vorbildlichen Job.
Vorbildlich ist des Weiteren nicht die Art der Kommunikation. Insofern werde ich mich auch noch nicht positionieren. Jansen erhebt Vorwürfe in der Bild, Schäfer kommuniziert via Facebook (vgl. hierzu auch #457), die einzelnen Supporters streuen ihre Auffassungen, dann gibt es da eine Gruppe "fürdenHSV", von der keiner weiß, wer dahinter steht, der Ehrenrat veröffentlicht einen Abwahlantrag ohne ausführliche Begründung.....was soll der nicht involvierte Fan bzw. Mitglied damit anfangen? Die Presse kommt i.d.Z. ihrer eigentlichen Funktion der kritischen Analyse nicht nach. Insofern müssen wir alle wachsam sein und sollten uns nicht emotionalisieren und vereinnahmen lassen, bevor alles auf dem Tisch ist. Diese Erfahrung mußten wir in den letzten Jahren zuhauf machen, deshalb müssen wir natürlich aus der Vergangenheit lernen und nicht vergessen. Es besteht die Gefahr zu sehr zu vereinfachen, voreilig aus zu wenig Fakten, zu hoher Komplexität Meinungen zu entwickeln. Am Ende besteht allerdings immer noch die Gefahr, dass wir mit Teilwissen und Wahrscheinlichkeiten operieren müssen.
Aber eines ist auch klar: so darf es nicht weiter gehen. Wir benötigen eine deutliche Professionalisierung im gesamten Verein. Unser Klub darf kein Spielplatz von Egozentrikern sein. Die Strukturen bedürfen einer kritischen Analyse, hierzu sollte externer Rat einbezogen werden wie sich die Vorfälle der letzten Jahre verändern bzw. vermeiden läßt. Zu 100% ist dies natürlich nicht möglich, da wir es mit Menschen so oder so zu tun haben. Aber es gibt hunderte von börsennotierte Unternehmen, die klare Corporate Governance-Strukturen aufweisen, möglich ist vieles. Auch wenn ein e.V. sicher Besonderheiten aufweist, orientiert er sich an kapitalgesellschaftsrechtlichen Strukturen. Der Deutsche Corporate Governance-Kodex kann hier Empfehlungen und Anregungen zur Orientierung geben:
ich denke, du hast den aktuellen Stand ganz gut zusammengefasst. Mit viel mehr "abholen" ist da leider nicht. Denn, wir du richtig sagst, fehlen uns belastbare Informationen , die wir so dringend benötigen für eine fundierte Meinung, und nur diese berechtigt m.E. zu einer Stimmabgabe auf der a.o.MV.
Wir als Mitglieder haben ja gestern eine Email vom HSV bekommen, dass man sich noch nicht auf eine Durchführung einigen konnte, obwohl die Frist hierfür bereits abgelaufen ist. Die Beteiligten machen da nicht wirklich einen guten bzw. vorbildlichen Job.
Zitat von usernick
Lieber XXXX, eine außerordentliche Mitgliederversammlung in der aktuellen Zeit umzusetzen, stellt den Verein vor große Herausforderungen, die innerhalb der Frist von drei Wochen noch nicht in allen Punkten abschließend geklärt werden konnten. Es ist daher notwendig, im Interesse des Vereins noch weitere Rücksprachen zu halten. Das Präsidium befindet sich hierzu im konstruktiven und guten Austausch mit den Gremien, insbesondere mit dem Ehrenrat.
Lieber XXXX, eine außerordentliche Mitgliederversammlung in der aktuellen Zeit umzusetzen, stellt den Verein vor große Herausforderungen, die innerhalb der Frist von drei Wochen noch nicht in allen Punkten abschließend geklärt werden konnten. Es ist daher notwendig, im Interesse des Vereins noch weitere Rücksprachen zu halten. Das Präsidium befindet sich hierzu im konstruktiven und guten Austausch mit den Gremien, insbesondere mit dem Ehrenrat.
Vorbildlich ist des Weiteren nicht die Art der Kommunikation. Insofern werde ich mich auch noch nicht positionieren. Jansen erhebt Vorwürfe in der Bild, Schäfer kommuniziert via Facebook (vgl. hierzu auch #457), die einzelnen Supporters streuen ihre Auffassungen, dann gibt es da eine Gruppe "fürdenHSV", von der keiner weiß, wer dahinter steht, der Ehrenrat veröffentlicht einen Abwahlantrag ohne ausführliche Begründung.....was soll der nicht involvierte Fan bzw. Mitglied damit anfangen? Die Presse kommt i.d.Z. ihrer eigentlichen Funktion der kritischen Analyse nicht nach. Insofern müssen wir alle wachsam sein und sollten uns nicht emotionalisieren und vereinnahmen lassen, bevor alles auf dem Tisch ist. Diese Erfahrung mußten wir in den letzten Jahren zuhauf machen, deshalb müssen wir natürlich aus der Vergangenheit lernen und nicht vergessen. Es besteht die Gefahr zu sehr zu vereinfachen, voreilig aus zu wenig Fakten, zu hoher Komplexität Meinungen zu entwickeln. Am Ende besteht allerdings immer noch die Gefahr, dass wir mit Teilwissen und Wahrscheinlichkeiten operieren müssen.
Aber eines ist auch klar: so darf es nicht weiter gehen. Wir benötigen eine deutliche Professionalisierung im gesamten Verein. Unser Klub darf kein Spielplatz von Egozentrikern sein. Die Strukturen bedürfen einer kritischen Analyse, hierzu sollte externer Rat einbezogen werden wie sich die Vorfälle der letzten Jahre verändern bzw. vermeiden läßt. Zu 100% ist dies natürlich nicht möglich, da wir es mit Menschen so oder so zu tun haben. Aber es gibt hunderte von börsennotierte Unternehmen, die klare Corporate Governance-Strukturen aufweisen, möglich ist vieles. Auch wenn ein e.V. sicher Besonderheiten aufweist, orientiert er sich an kapitalgesellschaftsrechtlichen Strukturen. Der Deutsche Corporate Governance-Kodex kann hier Empfehlungen und Anregungen zur Orientierung geben:
Zitat von aus Präambel DCGK
Der Kodex verdeutlicht die Verpflichtung von Vorstand und Aufsichtsrat, im Einklang mit den Prinzipien der sozialen Marktwirtschaft unter Berücksichtigung der Belange der Aktionäre, der Belegschaft und der sonstigen mit dem Unternehmen verbundenen Gruppen (Stakeholder) für den Bestand des Unternehmens und seine nachhaltige Wertschöpfung zu sorgen (Unternehmensinteresse). Diese Prinzipien verlangen nicht nur Legalität, sondern auch ethisch fundiertes, eigenverantwortliches Verhalten (Leitbild des Ehrbaren Kaufmanns).
https://www.dcgk.de//files/dcgk/usercontent/de/download/kodex/191216_Deutscher_Corporate_Governance_Kodex.pdfDer Kodex verdeutlicht die Verpflichtung von Vorstand und Aufsichtsrat, im Einklang mit den Prinzipien der sozialen Marktwirtschaft unter Berücksichtigung der Belange der Aktionäre, der Belegschaft und der sonstigen mit dem Unternehmen verbundenen Gruppen (Stakeholder) für den Bestand des Unternehmens und seine nachhaltige Wertschöpfung zu sorgen (Unternehmensinteresse). Diese Prinzipien verlangen nicht nur Legalität, sondern auch ethisch fundiertes, eigenverantwortliches Verhalten (Leitbild des Ehrbaren Kaufmanns).
Dieser Beitrag wurde zuletzt von fanbeauftragter am 10.02.2021 um 08:55 Uhr bearbeitet
10.02.2021 - 09:48 Uhr
Zitat von HSVGary
Aktuell sind seine Stimmenanteile auch nicht wertiger als in eine in einer GmbH & Co KGaA, dafür bräuchte er zumindest 25% + 1 Aktie und die bekommt er nicht in der aktuellen Rechtsform.
Ob Kühne im Alter von 83 Jahren eine langfristige Strategie mit den HSV Anteilen verfolgt, weiß ich nicht, aber wenn er nicht alleine investiert, dann hat er in der Vergangenheit ja mehrfach sein Interesse bekundet mehr zu investieren. Wichtig ist, wie @Rostein es schon mehrfach geschrieben hat, dass die Anteile je Aktionär sinnvoll auf 8-10% begrenzt werden.
Ich hätte eher die Befürchtung, dass mit mehr Geld nicht mehr Nachhaltigkeit einhergeht, der aktuell eingeschlagene Weg gefährdet wäre und wir für den schnöden Mammon den bisherigen Weg verlassen.
Zitat von Prollmarkt
Schöne Beispiele, @Rostein . Dazu möchte ich noch spekulieren, dass KMK seine Stimm- und damit unmittelbar einflussberechtigten Aktien einer AG wohl kaum 1:1 in ‚minderwertige‘ KGaA-Anteile wandeln wird. Dafür wird er als Kaufmann, der er nun einmal ist, mehr fordern, höhere Dividenden sind beim HSV nicht sinnvoll, bleibt zB eine höhere Beteiligung.
Schöne Beispiele, @Rostein . Dazu möchte ich noch spekulieren, dass KMK seine Stimm- und damit unmittelbar einflussberechtigten Aktien einer AG wohl kaum 1:1 in ‚minderwertige‘ KGaA-Anteile wandeln wird. Dafür wird er als Kaufmann, der er nun einmal ist, mehr fordern, höhere Dividenden sind beim HSV nicht sinnvoll, bleibt zB eine höhere Beteiligung.
Aktuell sind seine Stimmenanteile auch nicht wertiger als in eine in einer GmbH & Co KGaA, dafür bräuchte er zumindest 25% + 1 Aktie und die bekommt er nicht in der aktuellen Rechtsform.
Ob Kühne im Alter von 83 Jahren eine langfristige Strategie mit den HSV Anteilen verfolgt, weiß ich nicht, aber wenn er nicht alleine investiert, dann hat er in der Vergangenheit ja mehrfach sein Interesse bekundet mehr zu investieren. Wichtig ist, wie @Rostein es schon mehrfach geschrieben hat, dass die Anteile je Aktionär sinnvoll auf 8-10% begrenzt werden.
Ich hätte eher die Befürchtung, dass mit mehr Geld nicht mehr Nachhaltigkeit einhergeht, der aktuell eingeschlagene Weg gefährdet wäre und wir für den schnöden Mammon den bisherigen Weg verlassen.
@Prollmarkt - Wie sagte Kühne einst sehr plastisch? "Der Unternehmer muß immer das Heft des Handelns in der Hand haben." Das charakterisiert m.E. seinen gedanklichen Ansatz besser als eine vermeintliche Profit-/ Renditeorientierung. Wäre diese maßgebend, hätte er sich leidenschaftslos von seinem Investment getrennt. Kühne ist, siehe Zitat, kein passiver Investor, sondern ein Gestalter, auch wenn es zeitweise Verluste gibt.
Insofern vermute ich, daß für ihn maßgeblicher ist, auf die Geschäftsführung Einfluß nehmen zu können. Das wird durch die Aufspaltung der AG in eine GmbH und eine KGaA schwieriger, aber nicht unmöglich. Der rechtlich machtlose KGaA-Aufsichtsrat wird in diesem Zusammenhang relativ gleichgültig sein. Aber man kann den e.V.-Gremien Beirat und Präsidium ausgesprochen geeignete Kandidaten für den GmbH-Aufsichtsrat vorschlagen, gegen die die sich nicht wehren können, weil Kühne zuviel Geld in die KGaA eingeschossen hat.
Ich bin übrigens sehr skeptisch, ob Kühne es ernst meint mit der gleichmäßigen Beteiligung Dritter neben ihm. Sein ganzes Verhalten seit 2012 und sein zitiertes Selbstverständnis widersprechen dem flagrant.
@HSVGary - Durch die Beteiligung >15% kann Kühne meiner Erinnerung nach ein Mitglied in den Aufsichtsrat entsenden. Insofern hat er in der aktuellen Rechtsform schon mehr Einfluß als er nominell in der KGaA hätte. Jedoch siehe oben zu Lösungen.
Man wird die Wandlung, wenn sie denn der Mitgliederversammlung angetragen wird, ob nun von Jansen, Schulz, Schaefer oder Uwe Seeler und Charly Dörfel, mit dem Verweis auf die durch Corona-Beschränkungen verursachten Liquiditätsprobleme, die die Insolvenz zur konkreten Bedrohung machen, begründen. Dann wird die Frage der Nachhaltigkeit der Mittelverwendung absolut nachrangig.
10.02.2021 - 10:07 Uhr
Offensichtlich sind wir nahezu einer Meinung, @Prollmarkt , @Rostein und @HSVGary .
Dass KMK ohne Kompensation seine Anteile in eine KGaA überführt, ist unwahrscheinlich.
Momentan könnte er als Aktionär Anträge stellen, für die er bei einer Abstimmung eine Mehrheit braucht. In einer KGaA wäre es mit dem Antragsrecht vorbei, er kann nur Vorschläge machen.
De facto stellt natürlich niemand Anträge, von denen er weiß, dass die Mehrheit dagegen ist. Insofern liefe es auf das gleiche hinaus.
Eine Begrenzung der Anteile bei ungefähr gleichen Paketen hätte sicher viele Vorteile, nicht zuletzt dass dadurch die Launen eines der Anteilseigners weniger ins Gewicht fallen.
Dies ist aber ein Faktor, der mMn bei der jetzigen Rechtsform noch wichtiger wäre. Welcher Investor will sich denn jetzt mit KMK an einen Tisch setzen?
Dass KMK ohne Kompensation seine Anteile in eine KGaA überführt, ist unwahrscheinlich.
Momentan könnte er als Aktionär Anträge stellen, für die er bei einer Abstimmung eine Mehrheit braucht. In einer KGaA wäre es mit dem Antragsrecht vorbei, er kann nur Vorschläge machen.
De facto stellt natürlich niemand Anträge, von denen er weiß, dass die Mehrheit dagegen ist. Insofern liefe es auf das gleiche hinaus.
Eine Begrenzung der Anteile bei ungefähr gleichen Paketen hätte sicher viele Vorteile, nicht zuletzt dass dadurch die Launen eines der Anteilseigners weniger ins Gewicht fallen.
Dies ist aber ein Faktor, der mMn bei der jetzigen Rechtsform noch wichtiger wäre. Welcher Investor will sich denn jetzt mit KMK an einen Tisch setzen?
Dieser Beitrag wurde zuletzt von BallToGo am 10.02.2021 um 10:15 Uhr bearbeitet
10.02.2021 - 11:07 Uhr
Zitat von berbertheo
Das sehe ich anders.
Für mich ist die MV der Ort, an dem diese Aufarbeitung zu erfolgen hat. Ich bin froh, dass das bisher nicht im ganz großen Umfang bereits jetzt medial ausgeschlachtet wird. Die Frage nach der Abwahl hat (z.B. im Vergleich zur Ausgliederung) so wenig Komplexität, dass eine Vor-Ort-Aufklärung vollkommen ausreichend erscheint. Insbesondere wenn man es jetzt gegenüber mehr Ruhe im Verein abwägt.
Ich fand da die Stellungnahme der Gremien sogar schon überraschend deutlich. Auch wenn viele Handlungen vage bleiben, wird die Grundaussage (keine vertrauensvolle Zusammenarbeit mehr möglich) doch u.a. mit sehr konkreten Anschuldigungen gestützt (juristischer Beistand, Weitergabe von Interna an die Medien).
Das sehe ich anders.
Für mich ist die MV der Ort, an dem diese Aufarbeitung zu erfolgen hat. Ich bin froh, dass das bisher nicht im ganz großen Umfang bereits jetzt medial ausgeschlachtet wird. Die Frage nach der Abwahl hat (z.B. im Vergleich zur Ausgliederung) so wenig Komplexität, dass eine Vor-Ort-Aufklärung vollkommen ausreichend erscheint. Insbesondere wenn man es jetzt gegenüber mehr Ruhe im Verein abwägt.
Ich fand da die Stellungnahme der Gremien sogar schon überraschend deutlich. Auch wenn viele Handlungen vage bleiben, wird die Grundaussage (keine vertrauensvolle Zusammenarbeit mehr möglich) doch u.a. mit sehr konkreten Anschuldigungen gestützt (juristischer Beistand, Weitergabe von Interna an die Medien).
Das sehe ich exakt genauso und ist der einzige Punkt, in dem ich mit @Prollmarkt s sehr gelungener Sachstandsbeschreibung nicht übereinstimmte.
Jede weitere Detaillierung würde m.E. durch die unvermeidbare hohe Öffentlichkeitswirkung dem bevorzugten Informationsrecht der Mitglieder zur Entscheidungsfindung in der a.o. MV vorgreifen und könnte - zurecht - als Vorabstimmung ausgelegt werden. Das ist ja schon mit den jetzigen Formulierungen dünnes Eis, hat aber für mich gerade noch die Kurve gekriegt
Gruß
Jottkah1887
10.02.2021 - 11:37 Uhr
Zitat von Jottkah1887
Das sehe ich exakt genauso und ist der einzige Punkt, in dem ich mit @Prollmarkt s sehr gelungener Sachstandsbeschreibung nicht übereinstimmte.
Jede weitere Detaillierung würde m.E. durch die unvermeidbare hohe Öffentlichkeitswirkung dem bevorzugten Informationsrecht der Mitglieder zur Entscheidungsfindung in der a.o. MV vorgreifen und könnte - zurecht - als Vorabstimmung ausgelegt werden. Das ist ja schon mit den jetzigen Formulierungen dünnes Eis, hat aber für mich gerade noch die Kurve gekriegt
Gruß
Jottkah1887
Zitat von berbertheo
Das sehe ich anders.
Für mich ist die MV der Ort, an dem diese Aufarbeitung zu erfolgen hat. Ich bin froh, dass das bisher nicht im ganz großen Umfang bereits jetzt medial ausgeschlachtet wird. Die Frage nach der Abwahl hat (z.B. im Vergleich zur Ausgliederung) so wenig Komplexität, dass eine Vor-Ort-Aufklärung vollkommen ausreichend erscheint. Insbesondere wenn man es jetzt gegenüber mehr Ruhe im Verein abwägt.
Ich fand da die Stellungnahme der Gremien sogar schon überraschend deutlich. Auch wenn viele Handlungen vage bleiben, wird die Grundaussage (keine vertrauensvolle Zusammenarbeit mehr möglich) doch u.a. mit sehr konkreten Anschuldigungen gestützt (juristischer Beistand, Weitergabe von Interna an die Medien).
Das sehe ich anders.
Für mich ist die MV der Ort, an dem diese Aufarbeitung zu erfolgen hat. Ich bin froh, dass das bisher nicht im ganz großen Umfang bereits jetzt medial ausgeschlachtet wird. Die Frage nach der Abwahl hat (z.B. im Vergleich zur Ausgliederung) so wenig Komplexität, dass eine Vor-Ort-Aufklärung vollkommen ausreichend erscheint. Insbesondere wenn man es jetzt gegenüber mehr Ruhe im Verein abwägt.
Ich fand da die Stellungnahme der Gremien sogar schon überraschend deutlich. Auch wenn viele Handlungen vage bleiben, wird die Grundaussage (keine vertrauensvolle Zusammenarbeit mehr möglich) doch u.a. mit sehr konkreten Anschuldigungen gestützt (juristischer Beistand, Weitergabe von Interna an die Medien).
Das sehe ich exakt genauso und ist der einzige Punkt, in dem ich mit @Prollmarkt s sehr gelungener Sachstandsbeschreibung nicht übereinstimmte.
Jede weitere Detaillierung würde m.E. durch die unvermeidbare hohe Öffentlichkeitswirkung dem bevorzugten Informationsrecht der Mitglieder zur Entscheidungsfindung in der a.o. MV vorgreifen und könnte - zurecht - als Vorabstimmung ausgelegt werden. Das ist ja schon mit den jetzigen Formulierungen dünnes Eis, hat aber für mich gerade noch die Kurve gekriegt
Gruß
Jottkah1887
Da sehe ich anders und habe mich deswegen oben auch anders geäußert.
Es wird doch aktuell eine bereits eine öffentliche Diskussion geführt, z.T. im Ping-Pong mit den Medien, aber eben sehr oberflächlich. Dies nährt viele Diskussionsstränge, wie z.B. ob Hoffmann im Hintergrund steuert, aber eben ohne belastbare Substanz. Dies vergiftet doch bereits im Vorfeld die Stimmung.
Ich bin kein Kommunikationsexperte, aber ich denke, dass eine vielleicht nach einem standardisierten Verfahren die jeweiligen Standpunkte und Auffassungen schriftlich kommuniziert werden sollten, vielleicht nach eine gleichen Gliederung mit vorgegebenen Topic's. Dann hat man genügend Zeit sich auch im Detail damit zu beschäftigen.
Ich halte natürlich auch die Vorträge auf der MV für elementar, denn der persönliche Eindruck ist fürdie Glaubwürdigkeit ebenfalls sehr wichtig. Aber in einer Rede bekommt man vielleicht nicht alles mit, hat keine Zeit darüber nachzudenken usw. Eine gute Vorbereitung ermöglicht auch für Fragen des virtuellen Plenums eine tiefergehende Abgewogenheit, weil man auch mal "sacken läßt",was dann auch die anschließende Aussprache und Diskussion befruchten könnte. Mal als Beispiel: auf der MV hören wir das erste Mal die Zahlen zum Jahresabschluss von Wettstein. Da würde ich mir nicht eine derartige Analyse zutrauen als wenn ich den Jahresabschluss vorher im Detail studieren kann.
Es gibt sicher nicht schwarz/weiß, aber eine Vorabstimmung durch ein derartiges Vorgehen kann ich nicht erkennen. Wichtig wäre, dass der Informationsfluss möglichst objektiv, meinetwegen vom Ehrenrat, nach einem bestimmten Prozess im Vorfeld gesteuert wird. Wie man auch sehen kann, bildet sich doch bereits auch hier eine Art Vorabstimmung, aber auf welcher Basis?
10.02.2021 - 12:27 Uhr
Während ich @berbertheo beipflichten würde, dass die Aufarbeitung eigentlich auf der MV zu erfolgen hat, ist wiederum @fanbeauftragter darin zuzustimmen, dass die öffentliche Aufarbeitung doch schon längst begonnen hat. An Durchstechereien hat es ja zuletzt nicht gefehlt. Und ein Facebook-Statement mag zwar keinen offiziellen Charakter haben, es trägt aber zur Aufklärung bzw. Gegenaufklärung bei.
Die Diskussion hier hat seit gestern Abend massiv an Niveau gewonnen, was vor allem @Prollmarkt zu verdanken ist. Das war auf den vorherigen Seiten kaum noch auszuhalten. Da hatte es sich wie erwartet zu einer ziemlich undifferenzierten Auseinandersetzung zwischen dem "Team Hoffmann" und dem "Team Jansen" entwickelt, zwischenzeitlich sogar mit verschwörungstheoretischer Tendenz. Es wäre schön wenn die Diskussion nicht wieder auf diesen Stand zurückfällt.
Die Diskussion hier hat seit gestern Abend massiv an Niveau gewonnen, was vor allem @Prollmarkt zu verdanken ist. Das war auf den vorherigen Seiten kaum noch auszuhalten. Da hatte es sich wie erwartet zu einer ziemlich undifferenzierten Auseinandersetzung zwischen dem "Team Hoffmann" und dem "Team Jansen" entwickelt, zwischenzeitlich sogar mit verschwörungstheoretischer Tendenz. Es wäre schön wenn die Diskussion nicht wieder auf diesen Stand zurückfällt.
11.02.2021 - 10:16 Uhr
Zitat von AndiSotho
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Zu den Kosten, man kann nicht nur einen Videostream mit 2k Zusehen machen sondern müsste eine Videokonferenz mit 2k Teilnehmernmachen und das ganze, wegen dem Datenschutz noch auf einen deutschen Server, und das wird nicht billig werden.
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Zu den Kosten, man kann nicht nur einen Videostream mit 2k Zusehen machen sondern müsste eine Videokonferenz mit 2k Teilnehmernmachen und das ganze, wegen dem Datenschutz noch auf einen deutschen Server, und das wird nicht billig werden.
Na ja, wenn es nur das wäre.
Auf diese Art könnte man eine Informationsveranstaltung abhalten, auf der keine Beschlüsse gefasst werden. So gibt es bei einer Informatiosnversammlung nicht unbedingt den Aufwand, den Mitgliedern einen "gesonderten" Zugang zu geben, der eben sicherstellt, dass sich nur Mitglieder beteiligen können.
Für eine virtuelle Mitgliederversammlung bedarf es ( auch mit den Coronaverordnungen) doch etwas mehr Aufwand, vor allem wenn das Ganze rechtlich sicher gemacht werden muss- um nicht im Nachhinein auf eine Gerichtsentscheidung warten zu müssen.
In unserem Fall mit einer aO - MV ( wegen der Abberufung eines Vorstandsmitgliedes) wird für einen einigermaßen rechtssicherer Ablauf eine „unechte virtuelle Mitgliederversammlung“ empfohlen, sprich, die Kombination einer "Informationsveranstaltung" in Kombination mit textförmigem Wahl ( sprich, reine Briefwahl). So in der Form hat es auch die CDU mit Ihrer Delegiertenversammlung gemacht, die eigentliche Abstimmung fand nicht online, sondern im Nachgang schriftlich statt ( die "Onlineabstimmung" ist eher als Stimmungsbild zu werten gewesen).
Findet aber eine Briefwahl statt, dann muss m.E. auch ein Quorum erfüllt werden - sprich die Hälfte der stimmberechtigten Mitglieder muss sich an einer Abstimmung beteiligen, bei uns salopp mal eben 30K.
Wenn der Versuch unternommen wird, eine Online-Abstimmung durchzuführen, muß die Berechtigung der schriftlichen und elektronischen Stimmabgabe vom Vorstand/ der Geschäftsstelle geprüft werden: bei Briefwahlen erfolgt dies durch schriftliche Erklärung und verschlossenen Wahlumschlag und bei elektronischer Wahl durch Passwortversand an die persönliche E-Mail-Adresse und Linkversand zum Wahlereignis in separater E-Mail. Offen hierbei die Frage was passiert, wenn aufgrund technischer Probleme nicht alle Mitglieder abstimmen können. Ein einzelnes Mitglied, was an der Abstimmung gehindert wird, kann das ganze anfechten.
Also, es ist nicht mal eben eine Videokonferenz, die der Ehrenrat mit seinem "vorpreschen" auf die Schultern des Vorstandes geladen hat - und m.E. als "Erstversuch" kaum umzusetzen ist.
16.02.2021 - 21:49 Uhr
Zitat von EHstMZ
Oh man, mir ahnt böses wer da wieder an die Macht kommt!
Jansen war genau richtig , jung und mit zielen für den Verein. Fehler macht doch jeder na und!
Die alten wollen doch nur macht und gut dastehen .. wie in der Politik !
Hoffman und Bruchhagen war doch das beste Beispiel ..
Wenn der wieder kommt dann Prost Mahlzeit.
Sorry das soll nicht gegen ältere allgemein sein!
Abzuluter Rückschritt!
Oh man, mir ahnt böses wer da wieder an die Macht kommt!
Jansen war genau richtig , jung und mit zielen für den Verein. Fehler macht doch jeder na und!
Die alten wollen doch nur macht und gut dastehen .. wie in der Politik !
Hoffman und Bruchhagen war doch das beste Beispiel ..
Wenn der wieder kommt dann Prost Mahlzeit.
Sorry das soll nicht gegen ältere allgemein sein!
Abzuluter Rückschritt!
Ne ne, anders wird ein Schuh draus:
Mit diesem Rücktritt - den man eigentlich nur begrüßen kann als sauberen 'Schnitt' - hält sich Jansen alle Optionen offen. Er kommt sehr unbeschädigt aus diesem Zwist heraus und kann ohne Vorbehalte erneut kandidieren, ohne die Erblast zweier Vizes aus dem Team des VV, den er gerade als AR-V mit abberufen hat.
Kluger Zug mit kleinem Risiko für Jansen, gut für den e.V. - damit hätte ich nicht mehr gerechnet.
Gruß
Jottkah1887
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