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Präsidium HSV e.V.

16.12.2014 - 17:37 Uhr
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Präsidium HSV e.V. |#71
29.01.2021 - 15:31 Uhr
Zitat von Gnifty

...
Ich finde es immer wieder verwunderlich, wenn von Gremien-Vertretern, nicht ganz unberechtigt, stets politische Neutralität verlangt wird, aber sobald es den eigenen Interessen zweckdienlich erscheint, diese Neutralität aufzugeben sei. Dies nur nebenbei.

Ok, hätte ich genauer formulieren müssen.
Neutralität hätte mir selbstverständlich damals genügt.
Aber die Realität war eben nicht Neutralität, sondern deutliche Redebeiträgen auf der MV von der Supporter Abteilungsleitung. Ebenso meine ich mich an den Seniorenrat damals zu erinnern. Und das waren nicht nur lockere Empfehlungen gegen die Fernwahl.

Besonders erschütternd fand ich aber auch die konkreten Maßnahmen auf den MV zu den Fernwahlanträgen. Da wurden Redebeiträge und andere Antragsthemen so gewählt, dass der Fernwahlantrag sehr weit in den Abend gedrückt wurde und viele (auswärtige) Mitglieder schon weggehen mussten. Der gut organisierte Ultra Block aus Hamburg blieb.. Diese MV Strategie wurde von den genannten Gremienvertretern unterstützt.

Zitat von Gnifty

Wie aber sofort reflexartig "Na guck mal, es geht wohl doch" gerufen wird, weil es in Zeiten, wo eine Präsenzveranstaltung nicht nur einer aoMV sondern auch einer zunächst verschobenen regulären MV aus Gründen der Pandemie nicht anders durchführbar ist, sie aber nun einmal stattfinden muss, ist dann doch, zumindest für mich, etwas ermüdend.


Da haben wir etwas gemeinsam, das gegen Windmühlen ankämpfen fand ich damals auch ermüdend zwinker

Aber hier sollten wir aus meiner Sicht zwei Dinge unterscheiden:

1. das eine (ao)MV in dieser Zeit anders nicht geht, dagegen sagt niemand etwas. Und im Grunde bestätigt diese Angelegenheit doch wie sinnvoll eine Fernwahl bei Personenwahlen ist. Die Mitglieder müssen nicht wegen jetzt einer Wahl weite Reisen in Kauf nehmen, damit das Ergebnis auch als einigermaßen repräsentativ angesehen werden kann.

2. für alle damaligen Befürworter ist es aber schon ein ahaJubel Moment, dass so etwas auch bei uns geht und sich alle damaligen Befindlichkeiten plötzlich in Rauch auflösen. Und ich finde, das darf man auch nachträglich etwas genießen. smile Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Zitat von Gnifty

Zumal ich, aus Sicht des Beirats, in Vorausschau einer aoMV vor allem den Anlass dafür bemerkenswert finde und nicht die Art und Weise, wie über den Anlass "gerichtet" werden soll.


Da kann ich dir zu meiner Gefühlslage sagen, dass mich eben genau der Anlass frustriert und aufgeschreckt hat.
Gerade deswegen fange ich wieder an, hier mehr zu lesen und versuche mir irgendwie ein Bild zu machen. Denn das ich vor dem PC spontan mit irgendwelchen Beweisen überrollt werden könnte, missfällt mir ... gerade bei so einem bedeutenden Anlass.
So würde es mir übrigens grundsätzlich gehen. Auch wenn ich vor Ort damit erstmalig konfrontiert werde. Bei so etwas möchte ich mindestens eine Nacht drüber schlafen dürfen.

Du hast den Vorteil, dass du die „Beweise“ kennst. Wir nicht. Wir stochern im Nebel herum, etwas deprimierend.

Somit bleibt mir momentan nur Punkt 2.: Freude, dass Fernwahl ja doch geht smile

•     •     •

Gegen das „Wahrlügen“ in unserer Zeit !
(in Erinnerung an Hannah Arendt)

Dieser Beitrag wurde zuletzt von Ahoi am 29.01.2021 um 15:49 Uhr bearbeitet
Präsidium HSV e.V. |#72
29.01.2021 - 15:33 Uhr
Zitat von princedenmark1953


(...)
Zitat von Gnifty vom 20.01.21 unter 276

Da müssen die von dir gescholtenen Gremien aber tatsächlich schlechte Arbeit abgeliefert haben, dass der e.V. beispielsweise zuletzt einen recht hohen Überschuss erwirtschaftet hat und im Gegensatz zu anderen Amateur- und Breitensport-Vereinen die Corona-Pandemie problemlos überstehen wird.

das recht "lockere" Vorbringen von
Zitat von Javid vom 20.01.21 unter 278

Na ja, die anderen Vereine haben nun auch nicht 60 k Supporter, die mal eben 2,5 Mio€ in die Vereinskassen spülen. Unter diesen Gesichtspunkten bekommt auch ein Verschwender wie meiner einer ein ausgeglichenes Ergebnis gebacken.

wobei im Ergebis aber festgehalten werden sollte, dass der mit Newsletter am 17.12.20 verkündete Jahresüberschuss für das GJ 2019/20 von 1,064 Mio. Euro schon recht beachtlich erscheint (...)



Unabhängig von eurem Thema sollten die Zahlen zur Objektivierung schön seriös beleuchtet werden. Es steht ja nun eindeutig im Text, dass der e.V. ein operatives Ergebnis von TEUR 80 erzielt hat, was in etwa auch der Line der Vorjahre entspricht, Corona-Belastungen war auch zu beklagen. Die große Differenz dürfte wie erläutert in der Beendigung der BP liegen mit einem nicht liquiditätswirksamen Ertrag als Sado aus der Auflösung von in Vorjahren gebildeten Rückstellungen und Forderungen gegen die AG.

Als Ergebnis nehme ich da mit, dass

- der von dir genannte Betrag ein völlig falsche Bild von der Finanzlage des e.V. gibt,

- beim e.V. in der Begleitung der BP offensichtlich gut „gearbeitet“ wurde, ansonsten wäre der hohe Ertrag nicht zu erklären.

Aber nun zurück zu eurem Thema Zwinkernd .
Präsidium HSV e.V. |#73
29.01.2021 - 21:48 Uhr
Ich finde das „Fernwahl“-Problem mittlerweile schon fast lustig. Da gibt es einen Hamburger Verein, der in seiner Satzung stehen hat, daß Abstimmungen persönlich vor Ort - natürlich in HH - stattfinden sollen. Das könnte (wie fast alles ) problemlos geändert werden, wenn 3/4 tel der Mitglieder das wollen. Zu den Bedingungen, die bis zur Änderung gelten. was ist daran nicht zu akzeptieren ?

Diejenigen, die das dringend geändert haben wollen, sind wegen dem (Gesamt-):Verein aber gar nicht eingetreten, wenn sie ehrlich sind. Die von Javid angesprochenen „60k“ sind Mitglieder geworden, weil sie an der ersten Mannschaft Interesse haben und das dokumentieren wollen bzw. weil sie dann auch ihre Dauerkarten günstiger und ein paar andere Guties bekommen. Isso.

Jetzt gibt es mittlerweile die ausgegliederte AG. Weil der Profifußball und sein Umsatz - vor allem auch unter steuerlichen Gesichtspunkten - nicht mehr mit dem Vereinsrecht zu vereinbaren sind. Das liebste Kind ist ausgegliedert - dessen Fans sind es nicht. Das ist zumindest inkonsequent.

Man hätte das von Beginn an trennen sollen, aber da war es noch überschaubar. Dann kamen ein paar mehr, ein paar Erfolge und noch ein paar mehr, und Hoffmanns Mitgliederinitative und noch ein paar mehr ... und mit ihnen das Geld. Und so nahm es Dimensionen an, auf die heute niemand verzichten möchte. Auch nicht „der Verein“, der von den Beiträgen profitiert von den tausenden Mitgliedern, die mit ihrem Vereinsleben und Vereinssport an sich nix am Hut haben.

Die wollen aber mitentscheiden, auch wenn es die Satzung - noch - nicht hergibt. Weil sie nicht das erfüllen wollen oder können, was die Satzung zur Mitbestimmung verlangt. Dabei wollen sie gar nicht mitbestimmen, was in den einzelnen Sportabteilungen ansteht oder welche Personen sich darum kümmern. Sie wollen mitbestimmen über die Aspekte, die einen Einfluß auf die erste Mannschaft haben, der Rest ist eigentlich Sache des „Vereins“, nicht wahr ?

Ich finde, die „echten“ Vereinsmitglieder sollten das Recht haben, wirksam über ihren Verein zu entscheiden. Da stören die Fußballfans. Eventuell wäre Meier für den Verein der bessere Präsident. Jetzt ist es Jansen, Wer weiß, wie die Wahl ausgegangen wäre, wenn die Fans nicht mit abgestimmt hätten. Allein, daß ein neuer Präsident gewählt werden mußte, weil der eigentlich gewählte seine Amtszeit nicht zu Ende bringt, obwohl er gesund ist und zu Essen hat ... das hatte doch nix mit dem Verin zu tun !?

Die Ausgliederung sollte konsequent durchgezogen werden, Fans sollten der AG zugeordnet werden und richtige Vereinsmitglieder dem Verein. Dann kann jeder dort mitbestimmen, wo es hingehört.. Aber so ist es fatal, wenn der Tabellenplatz der 1. Mannschaft im Verein für Kollateralschäden sorgt.

Die Fans haben stimmrechtsmäßig. Im Verein nix zu suchen. Seit der Ausgliederung erst recht nicht. Das sollte getrennt werden. Auch wenn es unbequem ist.

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"Wir schaffen das. Und wo uns etwas im Wege steht, muss es überwunden werden." (Mutti, 31.08.2015)

Dieser Beitrag wurde zuletzt von stban am 29.01.2021 um 22:00 Uhr bearbeitet
Präsidium HSV e.V. |#74
30.01.2021 - 17:18 Uhr
Zitat von stban
(...) Die Fans haben stimmrechtsmäßig. Im Verein nix zu suchen. Seit der Ausgliederung erst recht nicht. Das sollte getrennt werden. Auch wenn es unbequem ist.

Ich nehme mal diesen Abschnitt Deines interessanten Posts als pars pro toto.
Die Ausgliederung war die Gründung einer Tochtergesellschaft in einem Konzern, der sich „e.V.“ nennt. Es war keine Abspaltung in ein gänzlich unabhängiges Unternehmen mit anderem Eigentümerkreis.
So wie es ist, interessieren sich die 60K von @Javid vorrangig für die Profifußballsparte - und ich würde Dir auch insoweit rechtgeben, daß sie mehrheitlich aufgrund der Aussicht auf Stadiontickets etc. Vereinsmitglieder geworden sind. Insofern wären viele von ihnen in einer Kundendatei besser aufgehoben. Auf der anderen Seite kann man mit demselben Rechte fragen, warum in aller Welt die Mitglieder der Breitensportarten wie Rasenkraftsport auf welchen indirekten Weg auch immer über das unternehmerische Wohl und Wehe einer mittelständischen Gesellschaft mitentscheiden wollen oder sollen.
Dann wäre es aber auch konsequent (und das ist die Konsequenz aus Deinem argumentativen Vortrag), die Profifußball-Abteilung wirklich abzuspalten und mitsamt der Junioren-Teams ab U17 in eine dann gerne auch börsennotierte AG, an der jedermann Anteile erwerben und an deren Hauptversammlung jeder Aktionär teilnehmen kann, umzuwandeln, ohne daß der e.V. daran noch Anteile hielte. Dann sind die „echten“ Vereinsmitglieder, die sich für den Gesamtverein, darin aber mit einem gewissen Vorrang für ihre Sparte (oder die ihrer Kinder, Enkel, Neffen) interessieren, endlich wieder unter sich. Dann kann man allerdings auch auf der Präsenzveranstaltung und Präsenzwahlen bestehen. Zugleich wird diese Versammlung der e.V.-ler zeitlich ziemlich gestrafft. Auch die Bottiche mit Erbsensuppe können zwanzig Liter kleiner ausfallen.
Die Hauptversammlung einer börsennotierten AG ihrerseits würde zwar nicht ohne Erbsensuppe, aber ohne einen Beirat auskommen.
Versteht sich: in einem solchen Szenario müsste die Fußball-AG das Vereinswappen an den e.V. zurückgeben. Welchen immateriellen Wert diese fußballkommerzbefreite Raute dann wohl noch hätte?

Abschließend bemerkt kann ich mich des Verdachts nicht entschlagen, daß die Zahl Deiner Besuche bei anderen als Fußball-Veranstaltungen des HSV (e.V. oder AG) eher geringfügig ist und Du noch nicht im Forum „Eltern-Kind-Turnen im HSV“ Beiträge geschrieben hast.
Nichts für ungut.
:-D
Präsidium HSV e.V. |#75
30.01.2021 - 22:03 Uhr
@Rostein

Mich hat nur die erste Mannschaft interessiert, als ich noch Mitglied war. Klar fand man das toll, wenn der HSV auch andere Erfolge hatte, aber ging es mich was an ? Konsequenterweise bin ich als Mitglied wieder ausgetreten, als ich Hamburg als meinen Lebensmittelpunkt verlassen habe, so mit Anfang 20, und klar war, daß ich selbst kaum noch zu Live-Spielen fahren kann. Ich war selbst eines dieser „Fan-Mitglieder“.

Gut, ich bin etwa sieben Jahre Alles-Fahrer gewesen mit Bus und Bahn, war Präsi vom Fan-Club, Mitbegründer und im Vorstand vom Dachverband - der HSV war mein Leben, aber der Verein nur eine Randnotiz. Ich meine es also nicht böse gegen andere...

Nach aktuellem Stand haben die Fan-Mitglieder, die, wenn nicht anders gewählt, meist als „Fördernde Mitglieder“ erfaßt sind, volles Stimmrecht im Verein. Das steht ihnen laut Satzung zu. Und wenn man das Recht hat, seine Meinung hochzuhalten und es etwas gibt, was sich ändern sollte ... dann ist es halt meistens der „Erfolg“, der den Ausschlag gibt. Läuft es nicht - dann gibt es den Umsturz. Falsche Propheten, die Rückkehr des Sonnenkönigs, Hunke, Ertl, Bruchhagen ... ist es das wert ? Ist das vernünftig? Nachhaltig ?

Jetzt meldet sich wieder der Supporters-Vize, will mitgestalten, mitentscheiden. Nicht die nächste Choreo, sondern den Weg aus der Krise und an das Licht. Mit den Gremien, mit dem Präsidium... Jetzt dann also die Rechtsform ändern. Dabei hatte Ernst-Otto für seine AG doch deren Stimmen bekommen. Jetzt wieder anders ? Äh, ja ...


Ich hab keine Ahnung, wie man den Fans das Stimmrecht entziehen kann, aber für den e.V sollte man es versuchen. Und die Fans dann in irgendeiner Form im Rahmen der Hauptversammlung einbinden, Stimme ohne Anteil, wäre mal was Neues... Oder der Präsident kann dann des Volkes Stimme einbringen. Repräsentative Demokratie.....Ich mein, sie sollen ruhig zahlen und gerne abstimmen, aber seit der Ausgliederung - ohne direkte Wahl des Aufsichtsrates - ergibt das doch gar keinen Sinn. Dann glaubt man den 26 oder glaubt Schulz. Für eine Objektive Bewertung fehlt es doch an Allem !Und so ne Aktion wie der Seiteneinstieg von Hoffmann muß doch wachrütteln, wahrgenommen werden und Konsequenzen haben.? Wenn nicht jetzt, wann dann ?

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"Wir schaffen das. Und wo uns etwas im Wege steht, muss es überwunden werden." (Mutti, 31.08.2015)
Präsidium HSV e.V. |#76
31.01.2021 - 04:10 Uhr
Ich bin gerade etwas sprachlos. Ein User sinniert ganz unverholen darüber, einem (großen) Teil der Mitglieder das Stimmrecht zu entziehen, weil sie nicht in der "richtigen" Art und Weise am Verein partizipieren - es soll also quasi eine Zweiklassen-Gesellschaft innerhalb der Mitgliedschaft geschaffen werden. Und trotz eines solchen, vollkommen undemokratischen Verständnisses wird im gleichen Atemzug der Begrifflichkeit der repräsentativen Demokratie aufgeworfen.

Ein solcher Beitrag bekommt obendrein auch noch vier Wertungen?! Ich bin mir noch nicht sicher, was eigentlich schlimmer ist.

Die jetzige Konstellation ist genau die richtige, stban. Die Mitglieder stimmen über den Vorstand des Vereins ab - nicht mehr, aber auch nicht weniger. So, wie es - grundsätzlich betrachtet - bei jedem Verein ist, egal ob politische Partei, Kleingartenverein, Schützenverein oder eingetragener e.V., der Gesellschafter einer Fußball-Kapitalgesellschaft ist. Dass der Präsident des e.V. in ein Amt der AG versetzt werden kann, ist sicherlich überdenkenswert, aber keineswegs Teil der demokratischen Partizipation, die ein Mitglied mit seinem Eintritt in den Verein erwirbt.

Du behauptest, dass es keinen Sinn ergibt, abzustimmen, weil die Mitglieder keinen direkten Einfluss mehr auf die personelle Zusammensetzung eines Kontrollgremiums haben. Ich behaupte, dass es keinen Sinn ergibt, dass sie diesen jemals hatten. Mitglieder eines Vereins sollen ihre Vertreter für das operative Geschäft des Vereins wählen - das ist der Vorstand. Dieser Vorstand handelt im Namen der Mitglieder, da diese auf Grund ihrer Masse dazu nicht in der Lage sind. Wenn der Vorstand dies nicht im überzeugenden Maße macht, wird er abgewählt oder aber durch personelle Alternativen ausgetauscht. So verläuft dieser Prozeß in annähernd allen Vereinen - selbst politischen Parteien, wie zuvor angemerkt. Dass die Mitglieder des HSV lange die Möglichkeit hatten, über Personen zu entscheiden, die wiederum über die Vertreter der Mitglieder entscheiden, war für sich genommen absurd und führte zu zahlreichen fragwürdigen Entscheidungen der Vergangenheit. Die Ausgliederung hat daher vielmehr das Wahlrecht der Mitglieder vom Kopf wieder auf die Füße gestellt und jenem die bis dahin innewohnende Absurdität genommen.

Es ist sicherlich richtig, dass die Minderheit der Mitglieder primär vor dem Hintergrund in den Verein eingetreten ist, um dort unmittelbar an den Aktivitäten einer Sparte teilzunehmen. Inwiefern ist dies jedoch ein Argument für irgendetwas? Auch unter den Aktiven wird es viele geben, die Fan vom Verein sind - ansonsten hätten sie sich ihm aller Wahrscheinlichkeit nach nicht als Mitglied angeschlossen. Die Aktiven haben indes andere Vorteile gegenüber denjenigen, die Du merkwürdiger Weise als "Fan-Mitglieder" titulierst - sie können sportliche Erfolge feiern, den Verein nach außen hin repräsentieren und im besten Falle ausgezeichnet werden.
Niemand erhält im Verein eine Anstecknadel dafür, dass er eine vorgegebene Anzahl an Jahren Teil der Supporters oder der Sparte der Fördernden Mitgliedern war. Dafür braucht es schon expliziten Einsatz für das Gelingen des Vereins. Somit hat also jeder, der nicht einfach "nur" stilles Mitglied ist oder lediglich auf Mitgliedsveranstaltungen auftritt, bereits jetzt mehr Möglichkeiten, etwas aus seiner Mitgliedschaft "herauszuschlagen". Dass diese Mitglieder ansonsten die gleichen Rechte und Pflichten haben wie die so genannten "Fan-Mitglieder", ist vollkommen richtig so und darf in keinster Weise geändert werden. Jedem, der hier einen Eingriff fordert, spreche ich das grundlegende Verständnis von Demokratie und Gleichbehandlung sowie Gleichberechtigung ab.

Noch etwas, stban: Dadurch, dass die Mitglieder des HSV e.V. mittlerweile "nur" noch ihren Vorstand wählen, wurde das Problem, dass "Fan-Mitglieder" Einfluss auf den Profi-Fußball im Verein nehmen wollen, erheblich reduziert, da dieser nicht mehr Teil des e.V. ist. Ja, der Vorstand selbst kann Einfluss nehmen - aber nicht alleine, sondern als Teil weiterer Gremien. Auf deren Zusammensetzung haben aber wiederum die Mitglieder keinen Einfluss. Einen Manfred Ertel oder Jürgen Hunke, einen Marek Erhardt kann es auf Ticket der Mitglieder nur noch dann im Aufsichtsrat geben, wenn jener zuvor als Vorstand des e.V. gewählt wurde - und dann ist es eine Person, die seitens der Mitglieder dorthin entstandt wurde, nicht mehr alle Personen wie vor der Ausgliederung. Dadurch kann es einen "Umsturz", wie Du es formuliert hast, nicht mehr geben. Denn eine Person, die von den Mitgliedern in andere Gremien entsandt wird, kann einen solchen nicht mehr durchführen. Ein ganzes Gremium, das von den Mitgliedern zusammengestellt wurde, schon. Vor diesem Hintergrund müsstest Du eigentlich froh darüber sein, dass sich die Einflussmöglichkeiten der Mitglieder verändern haben.

Und ja, Du hast recht - die Mitglieder keinen bei Personalentscheidungen nicht alle Details. Das ist bei jedem Verein so. Warum sollte der HSV eine Ausnahme darstellen? Wenn ein Mitglied vor eine Personalentscheidung gestellt wird, muss es sich des eigenen Verstandes bedienen, um eine Wahl zu treffen. Dabei kann es manipuliert werden, hinters Licht geführt werden. Es kann belogen werden, es kann wider besseren Wissens eine Wahl treffen. Es kann eine Entscheidung treffen, die bar jeder Vernunft ist, die rein ideologisch ist. Weißt Du was? So ist es allerdings auch bei jeder politischen Wahl, egal ob Kommune, Landtag, Bundestag, Europaparlament. Für das anschließende Gelingen kann man nur hoffen, dass die Mehrheit der Wähler eine wie auch immer geartete vernünftige Entscheidung getroffen hat, wenn sie ihren Wahlzettel abgibt. Wenn dem nicht so ist, werden Konsequenzen folgen, deren Auswirkungen im besten Fall in einer besseren Wahl beim nächsten Mal münden. So ist nun einmal Demokratie, an der jedermann partizipieren kann, der die jeweiligen Voraussetzungen erfüllt.

Ergebnisse, die einem nicht zusagen, muss man aushalten können. Was man allerdings keineswegs tun sollte, ist, darüber nachzudenken, bestimmten Menschen das Wahlrecht zu entziehen, weil sie nicht der eigenen Idealvorstellung entsprechen. Das ist - selbst auf der hier diskutierten Ebene - ein bestenfalls unredlicher Gedankengang.

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Bekennendes Mitglied des HSV sowie bekennender Sympathisant des SV Sandhausen 1916

"Ich habe einmal 5:1 am Millerntor gewonnen. Das fand ich schon irgendwie witzig." - Volker Schmidt auf die Frage nach seinem witzigsten Erlebnis
Präsidium HSV e.V. |#77
31.01.2021 - 10:35 Uhr
Zitat von Marvin

Ich bin gerade etwas sprachlos. Ein User sinniert ganz unverholen darüber, einem (großen) Teil der Mitglieder das Stimmrecht zu entziehen, weil sie nicht in der "richtigen" Art und Weise am Verein partizipieren - es soll also quasi eine Zweiklassen-Gesellschaft innerhalb der Mitgliedschaft geschaffen werden. Und trotz eines solchen, vollkommen undemokratischen Verständnisses wird im gleichen Atemzug der Begrifflichkeit der repräsentativen Demokratie aufgeworfen.

Ein solcher Beitrag bekommt obendrein auch noch vier Wertungen?! Ich bin mir noch nicht sicher, was eigentlich schlimmer ist.

...


...und nachdem du dich fertig echauffiert hast, nun sogar 5.

Und Warum?
Weil ich dem Szenario nicht folgen muss, weil es aber aus meiner Sicht stichhaltig die Problematik beleuchtet; das Beispiel 'Quereinstieg Hoffmann' ist durchaus ein Punkt, den dein - ebenfalls sehr gutes und stichhaltiges - Plädoyer - für meinen Geschmack nicht entkräften kann. Was jetzt 'unredlich' ist, möge doch bitte ein jeder selbst für sich entscheiden.

Gruß
Jottkah1887

•     •     •

Es gibt Dinge, für die es sich lohnt, eine kompromisslose Haltung einzunehmen.
Natur, Familie, Freunde – und Blaufränkisch.

(Website Wachter Wiesler)

Dieser Beitrag wurde zuletzt von Jottkah1887 am 31.01.2021 um 10:40 Uhr bearbeitet
Präsidium HSV e.V. |#78
31.01.2021 - 12:50 Uhr
Zitat von Jottkah1887
...; das Beispiel 'Quereinstieg Hoffmann' ist durchaus ein Punkt, den dein - ebenfalls sehr gutes und stichhaltiges - Plädoyer - für meinen Geschmack nicht entkräften kann.


Dann hast auch Du Dir leider nicht gewahr gemacht, dass diese Thematik eine zusätzliche ist, die nicht durch den Rechteenzug zehntausender Menschen innerhalb einer demokratisch organisierten Struktur behoben werden kann, sondern durch andere Mittel und Wege - beispielsweise eine Satzungsänderung oder einer Klausel innerhalb der Statuen der AG (vorausgesetzt, der HSV wird durch andere rechtliche Grundlagen diesbezüglich nicht eingeschränkt).

Sowohl stban, als auch Du scheinen außer Acht zu lassen, dass der Verlauf mit Bernd Hoffmann auch dann hätte stattfinden können, wenn lediglich die Mitglieder des Vereins abgestimmt hätten, die zu den Aktiven gehören. Müsste man diesen dann auch das Stimmrecht entziehen, weil sie eine Wahl getroffen haben, die sich im weiteren Verlauf als suboptimal herausgestellt hat? Ich erhalte von Euer beider Beiträgen den Eindruck, dass Ihr Eure Ansichten, wer wählen darf und wer von diesem Recht ausgeschlossen werden soll, an dem Ergebnis einer einzelnen Personalwahl festmacht. Obwohl... noch nicht einmal das. Sondern daran, was im Anschluss an diese Wahl geschehen ist auf das die Mitglieder wiederum keinen direkten Einfluss hatten. Die Mitglieder haben Bernd Hoffmann bekanntlich nicht zum Vorstandsvorsitzenden der AG gemacht, sondern die Mitglieder des Aufsichtsrates. Hätte Bernd Hoffmann diesen Posten nicht übernommen und wäre weiterhin Präsident des e.V. geblieben, würden wir über diese Teilthematik noch nicht einmal sprechen.

Ich möchte Dir eine ernstgemeinte Gegenfrage stellen, Jottkah: Wenn bei einer politischen Wahl, an der Du teilgenommen hast, eine Partei die Mehrheit erhält, die Du nicht gewählt hast und diese Partei im Anschluss Entscheidungen fällt, die Du nicht unterstützt, denkst Du dann auch darüber nach, einem Teil der Wählerschaft das Wahlrecht zu entziehen? Falls Du mit "Nein" antworten solltest - warum denkst Du dann beim HSV darüber nach?

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Bekennendes Mitglied des HSV sowie bekennender Sympathisant des SV Sandhausen 1916

"Ich habe einmal 5:1 am Millerntor gewonnen. Das fand ich schon irgendwie witzig." - Volker Schmidt auf die Frage nach seinem witzigsten Erlebnis
Präsidium HSV e.V. |#79
31.01.2021 - 13:27 Uhr
Die jüngsten Beiträge haben mMn alle ein paar bemerkenswerte Aspekte.

Kurzer Einschub von meiner Seite:

- User stban schrieb in seinem „Trennungs-Gedanken“ ja auch von (demokratischer) Teilhabe der Supporter in der AG auf der Hauptversammlung.
So in etwa, dass jeder eine Art Kleinstaktionär wäre. Das müsste man evtl. noch weiter durchdenken. Aber eine Teilhabe Lösung für AG Fans hatte er angesprochen.

- eine strikte Trennung würde -siehe User Rostein- natürlich auch bedeuten, dass der eV nicht mehr in der AG Abstimmungsberechtigt wäre.

- Bedeutet für mich auch, dem eV würden konsequenterweise alle Supporters Beiträge entzogen werden.
Ich kenne die Zahlen zwar nicht genauer, aber es würde dem eV finanziell wohl das Genick brechen?

Soweit ich mich erinnere, war gerade der letzte Punkt, die finanzielle Sicherung der Amateure durch die Supporter Beiträge, ein nicht unwichtiges Argument, dass die Ausgliederung auch bei den Amateuren Zustimmung fand.

- Natürlich-siehe wieder User Rostein- wäre zu klären, wieviel die Fußball AG bereit wäre für die Nutzung der Raute zu bezahlen ? Oder müsste der eV doch eher darum (teuer) betteln, dass die AG mit der Raute auf der Brust spielt?

Fazit:
egal welche Ideen man hat, die eierlegende Wollmichsau gibt es selten. Irgendeine Kröte muss man schlucken.

Bei mir ist es zZ, dass ich lt. Satzung und Struktur vor 3 Jahren ein Präsidium für die Dauer von min. 4 Jahren gewählt habe und dies bedeutet (solange dieser keine Goldenen Löffel geklaut hat), dass ich auch mit mir evtl. nicht passenden Entscheidungen dieser demokratisch gewählten Verantwortlichen leben muss.
Der Tag des bilanzierens ist für mich (zurzeit noch) turnusmäßig in einem Jahr.

Will sagen, jeder hat auch seine subjektive Kröte.

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Gegen das „Wahrlügen“ in unserer Zeit !
(in Erinnerung an Hannah Arendt)

Dieser Beitrag wurde zuletzt von Ahoi am 31.01.2021 um 13:38 Uhr bearbeitet
Präsidium HSV e.V. |#80
31.01.2021 - 14:42 Uhr
Zitat von Gnifty

Ich habe eine bescheidene Frage: Was hat das Pro und Contra zu Stimmrechten und Fernwahlen mit den aktuellen Problemen im Präsidium zu tun? Hätten wir bei anderem Stimmrecht diese Probleme nicht? Oder wären die sogar noch größer?

Damit dieser berechtigte Einwurf nicht verlorengeht, gehe ich darauf ein.
Ich denke schon, daß es diesen Zusammenhang gibt, auch wenn Deine Fragestellung darauf hinausläuft, es sei nicht so.
Hätten wir das aktuelle Präsidium in Amt und Würden, wenn die Stimmrechte nur bei Aktiven, ehemaligen Aktiven und vielleicht noch deren Angehörigen ruhten?
Hätte sich nur eine der drei Herrschaften der Präsidiumswahl gestellt, wenn der HSV nur ein, wenn auch ziemlich namhafter, Hamburger Breitensport-Verein mit einer Fußballmannschaft wäre, die in der Oberliga Hamburg spielte?
Dabei kann man sogar das Thema Fernwahl außen vor lassen. Mich hat immer verwundert (und auch das gibt dem Einwand von @stban Berechtigung), daß sich von den wahrscheinlich bummelig 60.000 der 85.000 Mitglieder, die in Hamburg und einem Einzugsgebiet von 100 Kilometern leben vielleicht mal ein-, zweitausend auf eine Mitgliederversammlung verirren. Diese Leute haben ein zumutbar ausübbares Wahlrecht, das sie aber nicht in Anspruch nehmen (Ließe sich übrigens bei 8.000 Aktiven auch auf diese Minorität anwenden).
Die Probleme wären vielleicht größer mit anderem Stimmrecht. Ich denke, das liegt auch in der Größe der Gemeinschaft und deren räumlicher Ausdehnung begründet.
Einerseits droht die Veranstaltung nicht repräsentativ zu sein, ob nun aus Trägheit der Abwesenden oder Sitzfleisch der Anwesenden lassen wir mal dahingestellt.
Andererseits hieße eine Distanzveranstaltung, daß die Meinungsbildung (von Konsensbildung will ich in diesem Zusammenhang gar nicht erst reden) schwerer wird oder einem erheblichen Informationsgefälle unterläge. Es wäre natürlich auch manch taktischer Kniff wie Umstellen der Tagesordnung erschwert, denn dann muß der Diaspora-HSVer nicht an den letzten Zug in die hamburgferne Heimatstadt denken, sondern kann entspannt sich wieder zuschalten, wenn die wichtigen Themata auf die Agenda kommen und sich in der Zwischenzeit ein Pilsener oder einen Darjeeling First Flush gönnen.
Um aber auf das Präsidiums-Thema zurückzukommen: Bisher finde ich die Informationslage vollkommen unzureichend, um mir ein Urteil, und nun gar über so etwas Schwerwiegendes wie die Abwahl eines Präsidiums-Mitgliedes (mitsamt der daran anschließenden Weiterungen für den Aufsichtsrat der AG), bilden zu können.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Rostein am 31.01.2021 um 15:05 Uhr bearbeitet
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