Perspektive der Eintracht
15.02.2009 - 01:30 Uhr
23.01.2026 - 10:09 Uhr
@Keltenborusse,
es ging bei der Eintracht nun zehn Jahre nach oben. Stück für Stück wurden die Schwächen abgebaut und das Fundament verstärkt.
Es gab eine klare Philosophie, die trotz vieler hochkarätiger Abgänge stringent beibehalten wurde.
Nun gibt es seit Jahren zum ersten Mal einen (kleinen) Rückschritt, das lässt sich nicht mehr von der Hand weisen.
Die allermeisten im SGE Umfeld sind aktuell nicht zufrieden mit dem dargebotenen, denn die der Großteil der Anhängerschaft schätzt/schätzte den Kader stärker ein, als das was man diese Saison (zu) häufig sieht.
ABER…(ich kann nur für mich sprechen und ich bin mir nicht zu schade um das auch einzuräumen)
ich denke, dass viele, inklusive mir, die Situation zu positiv eingeschätzt haben. Im Sommer kamen mit Doan und Burkardt zwei Hochkaräter der Bundesliga für sehr viel Geld zu uns. Mit Zetterer ein erfahrener Keeper.
Zudem hat man an das Potential vieler junger Spieler geglaubt, also dass diese mit nun mehr Erfahrung (automatisch) besser sein würden, als letztes Jahr.
In diesem Glauben, dachte ich persönlich, dass wir den Abgang von Ekitike auffangen und ein System aufbauen können, was eben nicht mehr großteils auf einen Spieler ausgelegt ist und die Spieler in der Breite des Platzes (durch ein gutes Spiel mit und ohne Ball) mitnehmen würde.
Dabei unterschätzte ich zwei Themen und ich denke dass das vielen so ging…
1. Thema Führungsspieler: Kaderthema
In den vergangenen Jahren hatten wir immer mehrere Spieler, die nicht nur erfahren waren sondern auch tatsächliche Führungsspieler. Diese zeichneten sich insbesondere dann aus, wenn es mal nicht so lief. Denn dann gingen sie voran, so dass sich die jungen Spieler an eben diesen orientieren und hochziehen konnten.
Trapp, Hasebe, Abraham, Rode, Kostic und man könnte noch einige mehr nennen.
Aktuell haben wir zwar durchaus erfahrene Spieler aber wer von diesen ist auch wirklich Führungsspieler? Also wer zeichnet sich aktuell dadurch aus, dass er mal Ruhe und Souveränität reinbringt? Wer beruhigt das Spiel? Wer strahlt Gelassenheit und Selbstvertrauen aus?
Am ehesten fällt mir da Kristensen ein, obwohl auch er seine Seite zu oft aktuell nicht dicht bekommt.
Koch? Nein, der Junge ist in einem brutalen Leistungsloch und bekommt die Abwehr nicht mal annähernd dicht/organisiert.
Theate? Auch er spielt mehr schlecht als Recht.
Skhiri? Nein, auch er bringt dafür zu selten gute Leistungen.
Das ist keine Kritik an den Spielern selber, ich halte von besagten Spieler recht viel.
Mir geht es explizit darum, wer als Kopf voran geht und Führung für sich und die Mannschaft übernimmt…
Und an dieser Stelle sehe ich tatsächlich eine Schwachstelle bei uns (die ich vorher so nicht angenommen hätte).
Und das ist auch ein Grund dafür, dass wir in so vielen Phasen des Spieles komplett raus sind, da gerade dann keiner dagegen hält und alle gemeinsam mit „unter gehen“.
2. Thema Umstellung des Systems (Trainerthema)
Wir haben über Jahre ein System gespielt was vorne auf (selbstentwickelte) Granaten ausgelegt war.
Diese waren nicht nur Zielspieler sondern einfach Unterschiedsspieler, die Spiele auch dann häufig auf unsere Seite zogen, wenn es nicht so lief.
Das machte es etwas leichter für uns, weil jeder wusste was zu tun ist.
Wir konnten uns gut auf die Defensive konzentrieren, da wir vorne mit wenige Aktionen gefährlich werden konnten.
DAS ist nun anders. Burkardt ist ein guter Spieler aber er ist kein Spieler der Spiele alleine entscheiden kann, dafür braucht er die Unterstützung der anderen Offensivspieler, die ihn entsprechend einsetzen müssen.
Das per se bedeutet, dass wir ganz anders spielen müssen und das war auch so gewünscht („Ballbesitzfussball“)…
Diesen Ballbesitzfussball, also so wie er wirklich erfolgreich sein kann, hat es hier jedoch nie gegeben.
Letzte Saison haben wir das versucht, aber dann die Rolle rückwärts gemacht und das Spiel wieder auf Marmoush und dann Eki ausgerichtet…mit Erfolg.
Diese Saison klappt es auch nicht.
Den meisten Ballbesitz haben wir in der Abwehr und dann kommen irgendwann (auch aus Verlegenheit aus Mangel an Anspielstationen) längere Bälle relativ weit nach vorne.
Das zentrale Mittelfeld ist hierbei zu oft außen vor (siehe Ballkontakte). Gerade das ZM ist aber wesentlich für eine strukturierten und geordneten Spielaufbau (siehe Stuttgart).
Das Hauptthema in diesem Zusammenhang sind die nicht optimalen Laufwege mit und ohne Ball sowie die zu großen Abstände in Ballnähe. Das hat Toppi, bei allem was auch gut war, nie in Griff bekommen und das hat dazu geführt, dass unser Spiel zu unorganisiert (wild) wurde und wir hierüber die Balance verloren. Denn zu viele Spieler haben sich dann (auch falsch) mit nach vorne eingeschaltet und hierbei die Defensive vernachlässigt.
Hierdurch haben wir viele Gegentore gefangen und schlussendlich ging das Vertrauen und dann die Akzeptanz in das System verloren.
Das sind zwei Themen (Kader und Trainerentscheidungen) die kurzfristig nicht so leicht zu korrigieren sind.
Was das Thema Führungsspieler angeht so benötigt das ein, zwei Perioden (jetzt Winter und der Sommer) und was das System angeht, so wird man da in meinen Augen keinen Schalter umlegen können, so dass das von heute auf morgen funktioniert und wir Mannschaften angreifen können (die über uns), die nun über eine Saison eingespielt sind und Vertrauen in ihre Abläufe haben.
Daher sieht meine „Erwartungshaltung“ wie folgt aus und damit komme ich zum Schluss:
Grundlage ist erstmal, dass ich denjenigen die über Jahre tolle Leistung gebracht habe, das Vertrauen und die Zeit gebe, Dinge anzupassen/zu korrigieren, ohne nun alles bzw. zu viel schlecht zu reden (denn das ist es nicht).
Es ist wenig anzupassen aber dieses Wenige hat große Wirkung!
Daher…ein Führungsspieler für die IV und eine für das DM.
Damit hätte man in der Zentrale dann wieder eine Defensivachse die den Spielern drumherum Vertrauen, Struktur und Organisation gibt (dafür müssten dann entsprechend zwei bestehende gehen - nicht weil sie schlecht sind, sondern weil wir aktuell einen anderen Bedarf haben).
Beim Thema Laufwege finde ich den Ansatz vom (Interims-) Coach gut, der genau die Themen Abstände und Laufverhalten angesprochen hat. Dies soll man nun einspielen und zwar über die Einbindung des zentralen Mittelfelds (Skhiri + Larsson). das wird jedoch etwas dauern und deswegen bin ich nicht der Auffassung sagen zu können „wir greifen jetzt Platz 4,5,6 an“…
Ich gebe dem jetzt Zeit, einfach deswegen weil ich es akzeptiere, dass man nach so viel guter Arbeit in den letzten Jahren auch mal „daneben liegen“ kann und beobachte, ob nun die richtigen Schritte vorgenommen werden, um auf den Weg zurückkehren zu können, den wir eingeschlagen hatten.
Daher…auch ich bin nicht zufrieden, aber liebe Leute…etwas mehr Gelassenheit und weniger Rundumschlag (wie zB die Kicker Noten im Spiel gegen Baku, so schlecht war das nämlich gar nicht, ärgerlich waren halt die zwei Gegentore zum Schluss)…differenzieren, Sachlichkeit und ein respektvoller Umgang mit Spielern, Verantwortlichen und hier untereinander.
Und ich bin mir sicher, dass MK und co die richtige Antworten auf die aktuellen Herausforderungen finden.
es ging bei der Eintracht nun zehn Jahre nach oben. Stück für Stück wurden die Schwächen abgebaut und das Fundament verstärkt.
Es gab eine klare Philosophie, die trotz vieler hochkarätiger Abgänge stringent beibehalten wurde.
Nun gibt es seit Jahren zum ersten Mal einen (kleinen) Rückschritt, das lässt sich nicht mehr von der Hand weisen.
Die allermeisten im SGE Umfeld sind aktuell nicht zufrieden mit dem dargebotenen, denn die der Großteil der Anhängerschaft schätzt/schätzte den Kader stärker ein, als das was man diese Saison (zu) häufig sieht.
ABER…(ich kann nur für mich sprechen und ich bin mir nicht zu schade um das auch einzuräumen)
ich denke, dass viele, inklusive mir, die Situation zu positiv eingeschätzt haben. Im Sommer kamen mit Doan und Burkardt zwei Hochkaräter der Bundesliga für sehr viel Geld zu uns. Mit Zetterer ein erfahrener Keeper.
Zudem hat man an das Potential vieler junger Spieler geglaubt, also dass diese mit nun mehr Erfahrung (automatisch) besser sein würden, als letztes Jahr.
In diesem Glauben, dachte ich persönlich, dass wir den Abgang von Ekitike auffangen und ein System aufbauen können, was eben nicht mehr großteils auf einen Spieler ausgelegt ist und die Spieler in der Breite des Platzes (durch ein gutes Spiel mit und ohne Ball) mitnehmen würde.
Dabei unterschätzte ich zwei Themen und ich denke dass das vielen so ging…
1. Thema Führungsspieler: Kaderthema
In den vergangenen Jahren hatten wir immer mehrere Spieler, die nicht nur erfahren waren sondern auch tatsächliche Führungsspieler. Diese zeichneten sich insbesondere dann aus, wenn es mal nicht so lief. Denn dann gingen sie voran, so dass sich die jungen Spieler an eben diesen orientieren und hochziehen konnten.
Trapp, Hasebe, Abraham, Rode, Kostic und man könnte noch einige mehr nennen.
Aktuell haben wir zwar durchaus erfahrene Spieler aber wer von diesen ist auch wirklich Führungsspieler? Also wer zeichnet sich aktuell dadurch aus, dass er mal Ruhe und Souveränität reinbringt? Wer beruhigt das Spiel? Wer strahlt Gelassenheit und Selbstvertrauen aus?
Am ehesten fällt mir da Kristensen ein, obwohl auch er seine Seite zu oft aktuell nicht dicht bekommt.
Koch? Nein, der Junge ist in einem brutalen Leistungsloch und bekommt die Abwehr nicht mal annähernd dicht/organisiert.
Theate? Auch er spielt mehr schlecht als Recht.
Skhiri? Nein, auch er bringt dafür zu selten gute Leistungen.
Das ist keine Kritik an den Spielern selber, ich halte von besagten Spieler recht viel.
Mir geht es explizit darum, wer als Kopf voran geht und Führung für sich und die Mannschaft übernimmt…
Und an dieser Stelle sehe ich tatsächlich eine Schwachstelle bei uns (die ich vorher so nicht angenommen hätte).
Und das ist auch ein Grund dafür, dass wir in so vielen Phasen des Spieles komplett raus sind, da gerade dann keiner dagegen hält und alle gemeinsam mit „unter gehen“.
2. Thema Umstellung des Systems (Trainerthema)
Wir haben über Jahre ein System gespielt was vorne auf (selbstentwickelte) Granaten ausgelegt war.
Diese waren nicht nur Zielspieler sondern einfach Unterschiedsspieler, die Spiele auch dann häufig auf unsere Seite zogen, wenn es nicht so lief.
Das machte es etwas leichter für uns, weil jeder wusste was zu tun ist.
Wir konnten uns gut auf die Defensive konzentrieren, da wir vorne mit wenige Aktionen gefährlich werden konnten.
DAS ist nun anders. Burkardt ist ein guter Spieler aber er ist kein Spieler der Spiele alleine entscheiden kann, dafür braucht er die Unterstützung der anderen Offensivspieler, die ihn entsprechend einsetzen müssen.
Das per se bedeutet, dass wir ganz anders spielen müssen und das war auch so gewünscht („Ballbesitzfussball“)…
Diesen Ballbesitzfussball, also so wie er wirklich erfolgreich sein kann, hat es hier jedoch nie gegeben.
Letzte Saison haben wir das versucht, aber dann die Rolle rückwärts gemacht und das Spiel wieder auf Marmoush und dann Eki ausgerichtet…mit Erfolg.
Diese Saison klappt es auch nicht.
Den meisten Ballbesitz haben wir in der Abwehr und dann kommen irgendwann (auch aus Verlegenheit aus Mangel an Anspielstationen) längere Bälle relativ weit nach vorne.
Das zentrale Mittelfeld ist hierbei zu oft außen vor (siehe Ballkontakte). Gerade das ZM ist aber wesentlich für eine strukturierten und geordneten Spielaufbau (siehe Stuttgart).
Das Hauptthema in diesem Zusammenhang sind die nicht optimalen Laufwege mit und ohne Ball sowie die zu großen Abstände in Ballnähe. Das hat Toppi, bei allem was auch gut war, nie in Griff bekommen und das hat dazu geführt, dass unser Spiel zu unorganisiert (wild) wurde und wir hierüber die Balance verloren. Denn zu viele Spieler haben sich dann (auch falsch) mit nach vorne eingeschaltet und hierbei die Defensive vernachlässigt.
Hierdurch haben wir viele Gegentore gefangen und schlussendlich ging das Vertrauen und dann die Akzeptanz in das System verloren.
Das sind zwei Themen (Kader und Trainerentscheidungen) die kurzfristig nicht so leicht zu korrigieren sind.
Was das Thema Führungsspieler angeht so benötigt das ein, zwei Perioden (jetzt Winter und der Sommer) und was das System angeht, so wird man da in meinen Augen keinen Schalter umlegen können, so dass das von heute auf morgen funktioniert und wir Mannschaften angreifen können (die über uns), die nun über eine Saison eingespielt sind und Vertrauen in ihre Abläufe haben.
Daher sieht meine „Erwartungshaltung“ wie folgt aus und damit komme ich zum Schluss:
Grundlage ist erstmal, dass ich denjenigen die über Jahre tolle Leistung gebracht habe, das Vertrauen und die Zeit gebe, Dinge anzupassen/zu korrigieren, ohne nun alles bzw. zu viel schlecht zu reden (denn das ist es nicht).
Es ist wenig anzupassen aber dieses Wenige hat große Wirkung!
Daher…ein Führungsspieler für die IV und eine für das DM.
Damit hätte man in der Zentrale dann wieder eine Defensivachse die den Spielern drumherum Vertrauen, Struktur und Organisation gibt (dafür müssten dann entsprechend zwei bestehende gehen - nicht weil sie schlecht sind, sondern weil wir aktuell einen anderen Bedarf haben).
Beim Thema Laufwege finde ich den Ansatz vom (Interims-) Coach gut, der genau die Themen Abstände und Laufverhalten angesprochen hat. Dies soll man nun einspielen und zwar über die Einbindung des zentralen Mittelfelds (Skhiri + Larsson). das wird jedoch etwas dauern und deswegen bin ich nicht der Auffassung sagen zu können „wir greifen jetzt Platz 4,5,6 an“…
Ich gebe dem jetzt Zeit, einfach deswegen weil ich es akzeptiere, dass man nach so viel guter Arbeit in den letzten Jahren auch mal „daneben liegen“ kann und beobachte, ob nun die richtigen Schritte vorgenommen werden, um auf den Weg zurückkehren zu können, den wir eingeschlagen hatten.
Daher…auch ich bin nicht zufrieden, aber liebe Leute…etwas mehr Gelassenheit und weniger Rundumschlag (wie zB die Kicker Noten im Spiel gegen Baku, so schlecht war das nämlich gar nicht, ärgerlich waren halt die zwei Gegentore zum Schluss)…differenzieren, Sachlichkeit und ein respektvoller Umgang mit Spielern, Verantwortlichen und hier untereinander.
Und ich bin mir sicher, dass MK und co die richtige Antworten auf die aktuellen Herausforderungen finden.
23.01.2026 - 10:22 Uhr
Zitat von Seibert86
Platz 1-4 ist normalerweise, also wenn nichts unerwartetes herausragendes passiert sicher durch Bayern München, Borussia Dortmund, Bayer Leverkusen & RB Leipzig.
Platz 1-4 ist normalerweise, also wenn nichts unerwartetes herausragendes passiert sicher durch Bayern München, Borussia Dortmund, Bayer Leverkusen & RB Leipzig.
Dieses Argument höre (und benutze) ich auch ständig. Die Wahrheit ist aber auch, dass in den letzten 6 Jahren nur ein einziges Mal (2021/22) genau diese Mannschaften auch die ersten Vier Plätze belegt haben. In den übrigen fünf Saisons hat es immer eine Mannschaft geschafft, in diese Riege vorzustoßen. Spannenderweise mit Gladbach (19/20), Wolfsburg (20/21), Union (22/23), Stuttgart (23/24) und natürlich uns (24/25) fünf verschiedene Mannschaften. Schwächelnder Topclub war dabei je einmal der BvB und Leipzig und dreimal Bayer.
Für mich bedeutet das zwei Dinge:
Erstens, dass eigentlich nur 3 der 4 Plätze "fest" vergeben sind und (fast) immer einer durch eine "Best-of-the-rest"-Mannschaft belegt werden kann.
Zweitens, dass es keine Mannschaft aus dem oberen Mittelfeld packt, sich mal dauerhaft oben festzusetzen.
MfG Neuehaaner
PS: 2023/24 hatte die BuLi ja 5 CL-Plätze. Da hatte der BvB ganz schön Glück, dass sie genau in der Saison, in der sie schwächelten diesen "Fallschirm" hatten.
PPS: 6 Jahre habe ich betrachtet, weil in der Saison davor Schalke zweiter wurde. Das empfand ich als so absurd, dass ich aufgehört habe, weiterzusuchen. 😄
23.01.2026 - 10:28 Uhr
Zitat von BSGLeipzig
Alles richtig.
Da werden andere Faktoren herangezogen, die nur schwer real zu validieren sind. Wir haben AKTUELL den 5. teuersten Kader, was Gehaltskosten angeht. Ergo müssen wir auf Platz 5 stehen. So die Banalität der Diskussion.
Das dies bei näherer und differenzierterer Betrachtung nicht standhält, wird von einigen Diskussionsträgern völlig außer acht gelassen. Die Motivation dahinter sei mal offen gelassen. Dies ist alles nur Spekulation und genauso wenig zu validieren.
Es dürfte weitestgehend im stillen die einheitliche Meinung herrschen, wie Du sie oben beschrieben hast. Wir sind im Soll, allerdings auch mit der Tendenz aktuell den Anschluss zu verlieren und eher Richtung Platz 8-10 zu rutschen. Auch dies gehört zur Wahrheit oder einer Möglichkeit. Wir werden es sehen und können nach Leverkusen darüber sprechen, wenn die Vermutungen zu Fakten wurden, oder eben nicht.
Fussball ist komplexer, als manch einer suggerieren möchte. Gerade dort, wo wir uns befinden mit der Konkurrenz um Leverkusen, Leipzig, Hoffenheim und Co.! Da wirken falsche Einschätzungen (Wahi) viel dramatischer, als dies bei den anderen der Fall wäre. Blickt man darauf, sieht man uns aktuell als solider Best-of-the-rest hinter Bayern und Dortmund.
Problematisch sind hierbei die stetigen "Besserwerder", die meinen durch eine gewisse Attitüde würde es nur in eine Richtung gehen: weiter nach oben.
Zitat von Seibert86
Ich weiß nicht wo bei manchen dieser Anspruch her kommt?
Platz 1-4 ist normalerweise, also wenn nichts unerwartetes herausragendes passiert sicher durch Bayern München, Borussia Dortmund, Bayer Leverkusen & RB Leipzig.
Platz 5-7 wird ausgespielt und je nach Form, Doppelbelastung, Glück auf dem Transfermarkt stehen da Wir, Stuttgart dieses Jahr Hoffenheim, Freiburg und evtl. Durch finanzielle Mittel natürlich Wolfsburg.
Da dieses Jahr Stuttgart eine starke Runde spielt und Hoffenheim total überperformt stehen wir halt auf Platz 7.
Auch geschuldet einfach durch Championsleaque Verletzungspech, Pech auf dem Transfermarkt Wahi als Beispiel.
Für mich persönlich völlig erwartbar (abgesehen davon das Hoffenheim
Ich weiß nicht wo bei manchen dieser Anspruch her kommt?
Platz 1-4 ist normalerweise, also wenn nichts unerwartetes herausragendes passiert sicher durch Bayern München, Borussia Dortmund, Bayer Leverkusen & RB Leipzig.
Platz 5-7 wird ausgespielt und je nach Form, Doppelbelastung, Glück auf dem Transfermarkt stehen da Wir, Stuttgart dieses Jahr Hoffenheim, Freiburg und evtl. Durch finanzielle Mittel natürlich Wolfsburg.
Da dieses Jahr Stuttgart eine starke Runde spielt und Hoffenheim total überperformt stehen wir halt auf Platz 7.
Auch geschuldet einfach durch Championsleaque Verletzungspech, Pech auf dem Transfermarkt Wahi als Beispiel.
Für mich persönlich völlig erwartbar (abgesehen davon das Hoffenheim
Alles richtig.
Da werden andere Faktoren herangezogen, die nur schwer real zu validieren sind. Wir haben AKTUELL den 5. teuersten Kader, was Gehaltskosten angeht. Ergo müssen wir auf Platz 5 stehen. So die Banalität der Diskussion.
Das dies bei näherer und differenzierterer Betrachtung nicht standhält, wird von einigen Diskussionsträgern völlig außer acht gelassen. Die Motivation dahinter sei mal offen gelassen. Dies ist alles nur Spekulation und genauso wenig zu validieren.
Es dürfte weitestgehend im stillen die einheitliche Meinung herrschen, wie Du sie oben beschrieben hast. Wir sind im Soll, allerdings auch mit der Tendenz aktuell den Anschluss zu verlieren und eher Richtung Platz 8-10 zu rutschen. Auch dies gehört zur Wahrheit oder einer Möglichkeit. Wir werden es sehen und können nach Leverkusen darüber sprechen, wenn die Vermutungen zu Fakten wurden, oder eben nicht.
Fussball ist komplexer, als manch einer suggerieren möchte. Gerade dort, wo wir uns befinden mit der Konkurrenz um Leverkusen, Leipzig, Hoffenheim und Co.! Da wirken falsche Einschätzungen (Wahi) viel dramatischer, als dies bei den anderen der Fall wäre. Blickt man darauf, sieht man uns aktuell als solider Best-of-the-rest hinter Bayern und Dortmund.
Problematisch sind hierbei die stetigen "Besserwerder", die meinen durch eine gewisse Attitüde würde es nur in eine Richtung gehen: weiter nach oben.
Es ist banal, aber es ist auch wahr:
Wenn du den fünftteuersten Kader hast, dann muss die Zielvorgabe Platz 5 sein.
Dass die Zielerreichung nicht immer gelingt, dürfte klar sein. Das nennt sich dann Over- und Underperformance. Das sollte bei der Eintracht genauso etabliert sein, wie in anderen Wirtschaftsunternehmen. Wenn ich auf der Arbeit eine Zielvorgabe habe, gemessen an meinem Leistungsvermögen, und dieses unterbiete, sagt mein Chef auch nicht, ich bin im Soll, sondern mein Bonus verringert sich entsprechend. Da das Leistungsvermögen relativ schwer zu messen ist, ist das Gehalt, oder im Fall der SGE der Etat die naheliegendste Bezugsgröße zur sportlichen Performancemessung.
Daraus ist dann abzuleiten, wieso man die Ziele verfehlt hat und man hat die richtigen Schlüsse zu ziehen.
23.01.2026 - 10:47 Uhr
Sehr guter Beitrag @corleone82 ...lässt sich angenehm lesen.
Erinnert mich auch ein klein wenig an die Borussia. Gerade was Kampf/Wille und Führungsspieler angeht, habe ich in den letzten Jahren immer neidisch nach Frankfurt geschaut.
Solche Kracher wir Rode, puh, der wollte immer und das macht was mit Mannschaften, nicht umsonst auch Siege in Endspielen um Titel bei der Eintracht.
So etwas geht unserer Borussia nun schon länger ab. Der Kader immer nicht richtig schlecht, mit guten Kickern, aber ständig wechselnde Leistungen und bodenlose Auftritte.
Selbst Hütter (euch allen gut bekannt) hatte es nicht geschafft mit Spielern wie Hofmann, Thuram, Bensebaini, Plea, Stindl, Ginter, Kone, Zakaria und Embolo mehr rauszuholen als Platz 10 in der Bundesliga.
Da wurden im Pokal die Bayern mit 5-0 weggefegt und in der nächsten Runde war man beim 0-3 gegen einen Zweitligisten vollkommen chancenlos...
Dann der stetig werdende Niedergang, bis hin zu massiven Abstiegssorgen.
Leider ist die Bundesliga und das ganz Fußball-Business sehr kurzlebig und von daher, zitiere dich...
"Ich gebe dem jetzt Zeit, einfach deswegen weil ich es akzeptiere, dass man nach so viel guter Arbeit in den letzten Jahren auch mal „daneben liegen“ kann und beobachte, ob nun die richtigen Schritte vorgenommen werden, um auf den Weg zurückkehren zu können, den wir eingeschlagen hatten."
Zeit ist leider verdammt dünn gesät und mal "daneben liegen" wird ganz schnell bestraft. Alle anderen schlafen nicht und keiner wartet. Da kann der Weg auf den man sehr gerne zurückkehren möchte, ein verdammt langer werden.
Bei der Borussia dauert dieser Weg immer noch an. Das muss natürlich bei der Eintracht nicht auch so sein, aber Parallelen sind momentan nicht gänzlich von der Hand zu weisen.
Wie bei uns fehlen bei der Eintracht die Führungskräfte...die Ergebnisse passen immer weniger...die letzten Transfers sitzen auch nicht mehr (Wahi, Burkardt, Theate) und die aktuelle Qualifikation für Europa ist in Gefahr. Trainer entlassen alles andere als richtig gute Stimmung.
Die Medien nutzen so etwas dann auch, ja fast schon schamlos aus...da wird dann alles mies gemacht.
Das Gehaltsbudget hat sich zudem massiv nach oben verändert und Erfolg ist irgendwo ein Muss.
Will hier nicht schwarzmalen, aber bei uns fing es damals auch so an...CL, Stars, gute Transfers, hohe Gehälter...dann das Ausbleiben von Ergebnissen, unzufriedene Stars.
Resultat, ein tiefer Sturz, der immer noch anhält. Zeit hatte bei der Borussia niemand mehr...Hütter nicht, Farke nicht...
Erinnert mich auch ein klein wenig an die Borussia. Gerade was Kampf/Wille und Führungsspieler angeht, habe ich in den letzten Jahren immer neidisch nach Frankfurt geschaut.
Solche Kracher wir Rode, puh, der wollte immer und das macht was mit Mannschaften, nicht umsonst auch Siege in Endspielen um Titel bei der Eintracht.
So etwas geht unserer Borussia nun schon länger ab. Der Kader immer nicht richtig schlecht, mit guten Kickern, aber ständig wechselnde Leistungen und bodenlose Auftritte.
Selbst Hütter (euch allen gut bekannt) hatte es nicht geschafft mit Spielern wie Hofmann, Thuram, Bensebaini, Plea, Stindl, Ginter, Kone, Zakaria und Embolo mehr rauszuholen als Platz 10 in der Bundesliga.
Da wurden im Pokal die Bayern mit 5-0 weggefegt und in der nächsten Runde war man beim 0-3 gegen einen Zweitligisten vollkommen chancenlos...
Dann der stetig werdende Niedergang, bis hin zu massiven Abstiegssorgen.
Leider ist die Bundesliga und das ganz Fußball-Business sehr kurzlebig und von daher, zitiere dich...
"Ich gebe dem jetzt Zeit, einfach deswegen weil ich es akzeptiere, dass man nach so viel guter Arbeit in den letzten Jahren auch mal „daneben liegen“ kann und beobachte, ob nun die richtigen Schritte vorgenommen werden, um auf den Weg zurückkehren zu können, den wir eingeschlagen hatten."
Zeit ist leider verdammt dünn gesät und mal "daneben liegen" wird ganz schnell bestraft. Alle anderen schlafen nicht und keiner wartet. Da kann der Weg auf den man sehr gerne zurückkehren möchte, ein verdammt langer werden.
Bei der Borussia dauert dieser Weg immer noch an. Das muss natürlich bei der Eintracht nicht auch so sein, aber Parallelen sind momentan nicht gänzlich von der Hand zu weisen.
Wie bei uns fehlen bei der Eintracht die Führungskräfte...die Ergebnisse passen immer weniger...die letzten Transfers sitzen auch nicht mehr (Wahi, Burkardt, Theate) und die aktuelle Qualifikation für Europa ist in Gefahr. Trainer entlassen alles andere als richtig gute Stimmung.
Die Medien nutzen so etwas dann auch, ja fast schon schamlos aus...da wird dann alles mies gemacht.
Das Gehaltsbudget hat sich zudem massiv nach oben verändert und Erfolg ist irgendwo ein Muss.
Will hier nicht schwarzmalen, aber bei uns fing es damals auch so an...CL, Stars, gute Transfers, hohe Gehälter...dann das Ausbleiben von Ergebnissen, unzufriedene Stars.
Resultat, ein tiefer Sturz, der immer noch anhält. Zeit hatte bei der Borussia niemand mehr...Hütter nicht, Farke nicht...
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Keltenborusse am 23.01.2026 um 10:50 Uhr bearbeitet
23.01.2026 - 10:57 Uhr
Zitat von Ridikulus
Es ist banal, aber es ist auch wahr:
Wenn du den fünftteuersten Kader hast, dann muss die Zielvorgabe Platz 5 sein.
Dass die Zielerreichung nicht immer gelingt, dürfte klar sein. Das nennt sich dann Over- und Underperformance. Das sollte bei der Eintracht genauso etabliert sein, wie in anderen Wirtschaftsunternehmen. Wenn ich auf der Arbeit eine Zielvorgabe habe, gemessen an meinem Leistungsvermögen, und dieses unterbiete, sagt mein Chef auch nicht, ich bin im Soll, sondern mein Bonus verringert sich entsprechend. Da das Leistungsvermögen relativ schwer zu messen ist, ist das Gehalt, oder im Fall der SGE der Etat die naheliegendste Bezugsgröße zur sportlichen Performancemessung.
Daraus ist dann abzuleiten, wieso man die Ziele verfehlt hat und man hat die richtigen Schlüsse zu ziehen.
Zitat von BSGLeipzig
Alles richtig.
Da werden andere Faktoren herangezogen, die nur schwer real zu validieren sind. Wir haben AKTUELL den 5. teuersten Kader, was Gehaltskosten angeht. Ergo müssen wir auf Platz 5 stehen. So die Banalität der Diskussion.
Das dies bei näherer und differenzierterer Betrachtung nicht standhält, wird von einigen Diskussionsträgern völlig außer acht gelassen. Die Motivation dahinter sei mal offen gelassen. Dies ist alles nur Spekulation und genauso wenig zu validieren.
Es dürfte weitestgehend im stillen die einheitliche Meinung herrschen, wie Du sie oben beschrieben hast. Wir sind im Soll, allerdings auch mit der Tendenz aktuell den Anschluss zu verlieren und eher Richtung Platz 8-10 zu rutschen. Auch dies gehört zur Wahrheit oder einer Möglichkeit. Wir werden es sehen und können nach Leverkusen darüber sprechen, wenn die Vermutungen zu Fakten wurden, oder eben nicht.
Fussball ist komplexer, als manch einer suggerieren möchte. Gerade dort, wo wir uns befinden mit der Konkurrenz um Leverkusen, Leipzig, Hoffenheim und Co.! Da wirken falsche Einschätzungen (Wahi) viel dramatischer, als dies bei den anderen der Fall wäre. Blickt man darauf, sieht man uns aktuell als solider Best-of-the-rest hinter Bayern und Dortmund.
Problematisch sind hierbei die stetigen "Besserwerder", die meinen durch eine gewisse Attitüde würde es nur in eine Richtung gehen: weiter nach oben.
Zitat von Seibert86
Ich weiß nicht wo bei manchen dieser Anspruch her kommt?
Platz 1-4 ist normalerweise, also wenn nichts unerwartetes herausragendes passiert sicher durch Bayern München, Borussia Dortmund, Bayer Leverkusen & RB Leipzig.
Platz 5-7 wird ausgespielt und je nach Form, Doppelbelastung, Glück auf dem Transfermarkt stehen da Wir, Stuttgart dieses Jahr Hoffenheim, Freiburg und evtl. Durch finanzielle Mittel natürlich Wolfsburg.
Da dieses Jahr Stuttgart eine starke Runde spielt und Hoffenheim total überperformt stehen wir halt auf Platz 7.
Auch geschuldet einfach durch Championsleaque Verletzungspech, Pech auf dem Transfermarkt Wahi als Beispiel.
Für mich persönlich völlig erwartbar (abgesehen davon das Hoffenheim
Ich weiß nicht wo bei manchen dieser Anspruch her kommt?
Platz 1-4 ist normalerweise, also wenn nichts unerwartetes herausragendes passiert sicher durch Bayern München, Borussia Dortmund, Bayer Leverkusen & RB Leipzig.
Platz 5-7 wird ausgespielt und je nach Form, Doppelbelastung, Glück auf dem Transfermarkt stehen da Wir, Stuttgart dieses Jahr Hoffenheim, Freiburg und evtl. Durch finanzielle Mittel natürlich Wolfsburg.
Da dieses Jahr Stuttgart eine starke Runde spielt und Hoffenheim total überperformt stehen wir halt auf Platz 7.
Auch geschuldet einfach durch Championsleaque Verletzungspech, Pech auf dem Transfermarkt Wahi als Beispiel.
Für mich persönlich völlig erwartbar (abgesehen davon das Hoffenheim
Alles richtig.
Da werden andere Faktoren herangezogen, die nur schwer real zu validieren sind. Wir haben AKTUELL den 5. teuersten Kader, was Gehaltskosten angeht. Ergo müssen wir auf Platz 5 stehen. So die Banalität der Diskussion.
Das dies bei näherer und differenzierterer Betrachtung nicht standhält, wird von einigen Diskussionsträgern völlig außer acht gelassen. Die Motivation dahinter sei mal offen gelassen. Dies ist alles nur Spekulation und genauso wenig zu validieren.
Es dürfte weitestgehend im stillen die einheitliche Meinung herrschen, wie Du sie oben beschrieben hast. Wir sind im Soll, allerdings auch mit der Tendenz aktuell den Anschluss zu verlieren und eher Richtung Platz 8-10 zu rutschen. Auch dies gehört zur Wahrheit oder einer Möglichkeit. Wir werden es sehen und können nach Leverkusen darüber sprechen, wenn die Vermutungen zu Fakten wurden, oder eben nicht.
Fussball ist komplexer, als manch einer suggerieren möchte. Gerade dort, wo wir uns befinden mit der Konkurrenz um Leverkusen, Leipzig, Hoffenheim und Co.! Da wirken falsche Einschätzungen (Wahi) viel dramatischer, als dies bei den anderen der Fall wäre. Blickt man darauf, sieht man uns aktuell als solider Best-of-the-rest hinter Bayern und Dortmund.
Problematisch sind hierbei die stetigen "Besserwerder", die meinen durch eine gewisse Attitüde würde es nur in eine Richtung gehen: weiter nach oben.
Es ist banal, aber es ist auch wahr:
Wenn du den fünftteuersten Kader hast, dann muss die Zielvorgabe Platz 5 sein.
Dass die Zielerreichung nicht immer gelingt, dürfte klar sein. Das nennt sich dann Over- und Underperformance. Das sollte bei der Eintracht genauso etabliert sein, wie in anderen Wirtschaftsunternehmen. Wenn ich auf der Arbeit eine Zielvorgabe habe, gemessen an meinem Leistungsvermögen, und dieses unterbiete, sagt mein Chef auch nicht, ich bin im Soll, sondern mein Bonus verringert sich entsprechend. Da das Leistungsvermögen relativ schwer zu messen ist, ist das Gehalt, oder im Fall der SGE der Etat die naheliegendste Bezugsgröße zur sportlichen Performancemessung.
Daraus ist dann abzuleiten, wieso man die Ziele verfehlt hat und man hat die richtigen Schlüsse zu ziehen.
Das sehe ich als völlig vereinfacht an da eine unserer Hauptvorgaben vollkommen außer acht gelassen wird. Transferüberschüsse generieren. Dazu ist es nötig möglichst junge, talentierte Spieler mit möglichst langfristigen Verträgen ohne AK auszustatten um im höchsten Maße wirtschaftlich an der sportlich Entwicklung zu partizipieren. Damit die Spieler sich langfristig ohne AK an einen Verein der kein Topverein ist binden muss man sie dementsprechend finanziell entschädigen. Das bildet aber weniger die aktuelle sportliche Leistungsfähigkeit ab sondern eher die erhoffte zukünftige und zeigt eher den "Wert" des "Assets". Das ist ein Punkt der auch in der MWA von vielen Usern partout nicht verstanden wird. Wenn man sich beispielsweise die Stuttgarter Startelf anschaut sieht man da mittlerweile ein ganz anderes Bild. Undav, Mittelstädt, Demirovic, Führich, Karazor, Nübel oder Chabot stehen halt mehr für Aktualität als für Potenzial. Bei uns fallen mir da nur Skhiri, Koch, Kristensen und Doan ein (Götze ist im Moment ziemlich weit weg von Stammspieler). Da kann man nicht einfach nur aufs Gehalt schauen (vor allem schauen ja alle auf die Zahlen aus der letzten Saison wo extrem viele Bonuszahlungen angefallen sind. Lasst uns die Übung nochmal machen wenn sich Stuttgart für die CL qualifiziert und wir das internationale Geschäft verpassen oder halt in einem anderen Wettbewerb antreten. Dann wird das mMn anders aussehen.).
23.01.2026 - 10:57 Uhr
Zitat von corleone82
@Keltenborusse,
es ging bei der Eintracht nun zehn Jahre nach oben. Stück für Stück wurden die Schwächen abgebaut und das Fundament verstärkt.
Es gab eine klare Philosophie, die trotz vieler hochkarätiger Abgänge stringent beibehalten wurde.
Nun gibt es seit Jahren zum ersten Mal einen (kleinen) Rückschritt, das lässt sich nicht mehr von der Hand weisen.
Die allermeisten im SGE Umfeld sind aktuell nicht zufrieden mit dem dargebotenen, denn die der Großteil der Anhängerschaft schätzt/schätzte den Kader stärker ein, als das was man diese Saison (zu) häufig sieht.
ABER…(ich kann nur für mich sprechen und ich bin mir nicht zu schade um das auch einzuräumen)
ich denke, dass viele, inklusive mir, die Situation zu positiv eingeschätzt haben. Im Sommer kamen mit Doan und Burkardt zwei Hochkaräter der Bundesliga für sehr viel Geld zu uns. Mit Zetterer ein erfahrener Keeper.
Zudem hat man an das Potential vieler junger Spieler geglaubt, also dass diese mit nun mehr Erfahrung (automatisch) besser sein würden, als letztes Jahr.
In diesem Glauben, dachte ich persönlich, dass wir den Abgang von Ekitike auffangen und ein System aufbauen können, was eben nicht mehr großteils auf einen Spieler ausgelegt ist und die Spieler in der Breite des Platzes (durch ein gutes Spiel mit und ohne Ball) mitnehmen würde.
Dabei unterschätzte ich zwei Themen und ich denke dass das vielen so ging…
1. Thema Führungsspieler: Kaderthema
In den vergangenen Jahren hatten wir immer mehrere Spieler, die nicht nur erfahren waren sondern auch tatsächliche Führungsspieler. Diese zeichneten sich insbesondere dann aus, wenn es mal nicht so lief. Denn dann gingen sie voran, so dass sich die jungen Spieler an eben diesen orientieren und hochziehen konnten.
Trapp, Hasebe, Abraham, Rode, Kostic und man könnte noch einige mehr nennen.
Aktuell haben wir zwar durchaus erfahrene Spieler aber wer von diesen ist auch wirklich Führungsspieler? Also wer zeichnet sich aktuell dadurch aus, dass er mal Ruhe und Souveränität reinbringt? Wer beruhigt das Spiel? Wer strahlt Gelassenheit und Selbstvertrauen aus?
Am ehesten fällt mir da Kristensen ein, obwohl auch er seine Seite zu oft aktuell nicht dicht bekommt.
Koch? Nein, der Junge ist in einem brutalen Leistungsloch und bekommt die Abwehr nicht mal annähernd dicht/organisiert.
Theate? Auch er spielt mehr schlecht als Recht.
Skhiri? Nein, auch er bringt dafür zu selten gute Leistungen.
Das ist keine Kritik an den Spielern selber, ich halte von besagten Spieler recht viel.
Mir geht es explizit darum, wer als Kopf voran geht und Führung für sich und die Mannschaft übernimmt…
Und an dieser Stelle sehe ich tatsächlich eine Schwachstelle bei uns (die ich vorher so nicht angenommen hätte).
Und das ist auch ein Grund dafür, dass wir in so vielen Phasen des Spieles komplett raus sind, da gerade dann keiner dagegen hält und alle gemeinsam mit „unter gehen“.
2. Thema Umstellung des Systems (Trainerthema)
Wir haben über Jahre ein System gespielt was vorne auf (selbstentwickelte) Granaten ausgelegt war.
Diese waren nicht nur Zielspieler sondern einfach Unterschiedsspieler, die Spiele auch dann häufig auf unsere Seite zogen, wenn es nicht so lief.
Das machte es etwas leichter für uns, weil jeder wusste was zu tun ist.
Wir konnten uns gut auf die Defensive konzentrieren, da wir vorne mit wenige Aktionen gefährlich werden konnten.
DAS ist nun anders. Burkardt ist ein guter Spieler aber er ist kein Spieler der Spiele alleine entscheiden kann, dafür braucht er die Unterstützung der anderen Offensivspieler, die ihn entsprechend einsetzen müssen.
Das per se bedeutet, dass wir ganz anders spielen müssen und das war auch so gewünscht („Ballbesitzfussball“)…
Diesen Ballbesitzfussball, also so wie er wirklich erfolgreich sein kann, hat es hier jedoch nie gegeben.
Letzte Saison haben wir das versucht, aber dann die Rolle rückwärts gemacht und das Spiel wieder auf Marmoush und dann Eki ausgerichtet…mit Erfolg.
Diese Saison klappt es auch nicht.
Den meisten Ballbesitz haben wir in der Abwehr und dann kommen irgendwann (auch aus Verlegenheit aus Mangel an Anspielstationen) längere Bälle relativ weit nach vorne.
Das zentrale Mittelfeld ist hierbei zu oft außen vor (siehe Ballkontakte). Gerade das ZM ist aber wesentlich für eine strukturierten und geordneten Spielaufbau (siehe Stuttgart).
Das Hauptthema in diesem Zusammenhang sind die nicht optimalen Laufwege mit und ohne Ball sowie die zu großen Abstände in Ballnähe. Das hat Toppi, bei allem was auch gut war, nie in Griff bekommen und das hat dazu geführt, dass unser Spiel zu unorganisiert (wild) wurde und wir hierüber die Balance verloren. Denn zu viele Spieler haben sich dann (auch falsch) mit nach vorne eingeschaltet und hierbei die Defensive vernachlässigt.
Hierdurch haben wir viele Gegentore gefangen und schlussendlich ging das Vertrauen und dann die Akzeptanz in das System verloren.
Das sind zwei Themen (Kader und Trainerentscheidungen) die kurzfristig nicht so leicht zu korrigieren sind.
Was das Thema Führungsspieler angeht so benötigt das ein, zwei Perioden (jetzt Winter und der Sommer) und was das System angeht, so wird man da in meinen Augen keinen Schalter umlegen können, so dass das von heute auf morgen funktioniert und wir Mannschaften angreifen können (die über uns), die nun über eine Saison eingespielt sind und Vertrauen in ihre Abläufe haben.
Daher sieht meine „Erwartungshaltung“ wie folgt aus und damit komme ich zum Schluss:
Grundlage ist erstmal, dass ich denjenigen die über Jahre tolle Leistung gebracht habe, das Vertrauen und die Zeit gebe, Dinge anzupassen/zu korrigieren, ohne nun alles bzw. zu viel schlecht zu reden (denn das ist es nicht).
Es ist wenig anzupassen aber dieses Wenige hat große Wirkung!
Daher…ein Führungsspieler für die IV und eine für das DM.
Damit hätte man in der Zentrale dann wieder eine Defensivachse die den Spielern drumherum Vertrauen, Struktur und Organisation gibt (dafür müssten dann entsprechend zwei bestehende gehen - nicht weil sie schlecht sind, sondern weil wir aktuell einen anderen Bedarf haben).
Beim Thema Laufwege finde ich den Ansatz vom (Interims-) Coach gut, der genau die Themen Abstände und Laufverhalten angesprochen hat. Dies soll man nun einspielen und zwar über die Einbindung des zentralen Mittelfelds (Skhiri + Larsson). das wird jedoch etwas dauern und deswegen bin ich nicht der Auffassung sagen zu können „wir greifen jetzt Platz 4,5,6 an“…
Ich gebe dem jetzt Zeit, einfach deswegen weil ich es akzeptiere, dass man nach so viel guter Arbeit in den letzten Jahren auch mal „daneben liegen“ kann und beobachte, ob nun die richtigen Schritte vorgenommen werden, um auf den Weg zurückkehren zu können, den wir eingeschlagen hatten.
Daher…auch ich bin nicht zufrieden, aber liebe Leute…etwas mehr Gelassenheit und weniger Rundumschlag (wie zB die Kicker Noten im Spiel gegen Baku, so schlecht war das nämlich gar nicht, ärgerlich waren halt die zwei Gegentore zum Schluss)…differenzieren, Sachlichkeit und ein respektvoller Umgang mit Spielern, Verantwortlichen und hier untereinander.
Und ich bin mir sicher, dass MK und co die richtige Antworten auf die aktuellen Herausforderungen finden.
@Keltenborusse,
es ging bei der Eintracht nun zehn Jahre nach oben. Stück für Stück wurden die Schwächen abgebaut und das Fundament verstärkt.
Es gab eine klare Philosophie, die trotz vieler hochkarätiger Abgänge stringent beibehalten wurde.
Nun gibt es seit Jahren zum ersten Mal einen (kleinen) Rückschritt, das lässt sich nicht mehr von der Hand weisen.
Die allermeisten im SGE Umfeld sind aktuell nicht zufrieden mit dem dargebotenen, denn die der Großteil der Anhängerschaft schätzt/schätzte den Kader stärker ein, als das was man diese Saison (zu) häufig sieht.
ABER…(ich kann nur für mich sprechen und ich bin mir nicht zu schade um das auch einzuräumen)
ich denke, dass viele, inklusive mir, die Situation zu positiv eingeschätzt haben. Im Sommer kamen mit Doan und Burkardt zwei Hochkaräter der Bundesliga für sehr viel Geld zu uns. Mit Zetterer ein erfahrener Keeper.
Zudem hat man an das Potential vieler junger Spieler geglaubt, also dass diese mit nun mehr Erfahrung (automatisch) besser sein würden, als letztes Jahr.
In diesem Glauben, dachte ich persönlich, dass wir den Abgang von Ekitike auffangen und ein System aufbauen können, was eben nicht mehr großteils auf einen Spieler ausgelegt ist und die Spieler in der Breite des Platzes (durch ein gutes Spiel mit und ohne Ball) mitnehmen würde.
Dabei unterschätzte ich zwei Themen und ich denke dass das vielen so ging…
1. Thema Führungsspieler: Kaderthema
In den vergangenen Jahren hatten wir immer mehrere Spieler, die nicht nur erfahren waren sondern auch tatsächliche Führungsspieler. Diese zeichneten sich insbesondere dann aus, wenn es mal nicht so lief. Denn dann gingen sie voran, so dass sich die jungen Spieler an eben diesen orientieren und hochziehen konnten.
Trapp, Hasebe, Abraham, Rode, Kostic und man könnte noch einige mehr nennen.
Aktuell haben wir zwar durchaus erfahrene Spieler aber wer von diesen ist auch wirklich Führungsspieler? Also wer zeichnet sich aktuell dadurch aus, dass er mal Ruhe und Souveränität reinbringt? Wer beruhigt das Spiel? Wer strahlt Gelassenheit und Selbstvertrauen aus?
Am ehesten fällt mir da Kristensen ein, obwohl auch er seine Seite zu oft aktuell nicht dicht bekommt.
Koch? Nein, der Junge ist in einem brutalen Leistungsloch und bekommt die Abwehr nicht mal annähernd dicht/organisiert.
Theate? Auch er spielt mehr schlecht als Recht.
Skhiri? Nein, auch er bringt dafür zu selten gute Leistungen.
Das ist keine Kritik an den Spielern selber, ich halte von besagten Spieler recht viel.
Mir geht es explizit darum, wer als Kopf voran geht und Führung für sich und die Mannschaft übernimmt…
Und an dieser Stelle sehe ich tatsächlich eine Schwachstelle bei uns (die ich vorher so nicht angenommen hätte).
Und das ist auch ein Grund dafür, dass wir in so vielen Phasen des Spieles komplett raus sind, da gerade dann keiner dagegen hält und alle gemeinsam mit „unter gehen“.
2. Thema Umstellung des Systems (Trainerthema)
Wir haben über Jahre ein System gespielt was vorne auf (selbstentwickelte) Granaten ausgelegt war.
Diese waren nicht nur Zielspieler sondern einfach Unterschiedsspieler, die Spiele auch dann häufig auf unsere Seite zogen, wenn es nicht so lief.
Das machte es etwas leichter für uns, weil jeder wusste was zu tun ist.
Wir konnten uns gut auf die Defensive konzentrieren, da wir vorne mit wenige Aktionen gefährlich werden konnten.
DAS ist nun anders. Burkardt ist ein guter Spieler aber er ist kein Spieler der Spiele alleine entscheiden kann, dafür braucht er die Unterstützung der anderen Offensivspieler, die ihn entsprechend einsetzen müssen.
Das per se bedeutet, dass wir ganz anders spielen müssen und das war auch so gewünscht („Ballbesitzfussball“)…
Diesen Ballbesitzfussball, also so wie er wirklich erfolgreich sein kann, hat es hier jedoch nie gegeben.
Letzte Saison haben wir das versucht, aber dann die Rolle rückwärts gemacht und das Spiel wieder auf Marmoush und dann Eki ausgerichtet…mit Erfolg.
Diese Saison klappt es auch nicht.
Den meisten Ballbesitz haben wir in der Abwehr und dann kommen irgendwann (auch aus Verlegenheit aus Mangel an Anspielstationen) längere Bälle relativ weit nach vorne.
Das zentrale Mittelfeld ist hierbei zu oft außen vor (siehe Ballkontakte). Gerade das ZM ist aber wesentlich für eine strukturierten und geordneten Spielaufbau (siehe Stuttgart).
Das Hauptthema in diesem Zusammenhang sind die nicht optimalen Laufwege mit und ohne Ball sowie die zu großen Abstände in Ballnähe. Das hat Toppi, bei allem was auch gut war, nie in Griff bekommen und das hat dazu geführt, dass unser Spiel zu unorganisiert (wild) wurde und wir hierüber die Balance verloren. Denn zu viele Spieler haben sich dann (auch falsch) mit nach vorne eingeschaltet und hierbei die Defensive vernachlässigt.
Hierdurch haben wir viele Gegentore gefangen und schlussendlich ging das Vertrauen und dann die Akzeptanz in das System verloren.
Das sind zwei Themen (Kader und Trainerentscheidungen) die kurzfristig nicht so leicht zu korrigieren sind.
Was das Thema Führungsspieler angeht so benötigt das ein, zwei Perioden (jetzt Winter und der Sommer) und was das System angeht, so wird man da in meinen Augen keinen Schalter umlegen können, so dass das von heute auf morgen funktioniert und wir Mannschaften angreifen können (die über uns), die nun über eine Saison eingespielt sind und Vertrauen in ihre Abläufe haben.
Daher sieht meine „Erwartungshaltung“ wie folgt aus und damit komme ich zum Schluss:
Grundlage ist erstmal, dass ich denjenigen die über Jahre tolle Leistung gebracht habe, das Vertrauen und die Zeit gebe, Dinge anzupassen/zu korrigieren, ohne nun alles bzw. zu viel schlecht zu reden (denn das ist es nicht).
Es ist wenig anzupassen aber dieses Wenige hat große Wirkung!
Daher…ein Führungsspieler für die IV und eine für das DM.
Damit hätte man in der Zentrale dann wieder eine Defensivachse die den Spielern drumherum Vertrauen, Struktur und Organisation gibt (dafür müssten dann entsprechend zwei bestehende gehen - nicht weil sie schlecht sind, sondern weil wir aktuell einen anderen Bedarf haben).
Beim Thema Laufwege finde ich den Ansatz vom (Interims-) Coach gut, der genau die Themen Abstände und Laufverhalten angesprochen hat. Dies soll man nun einspielen und zwar über die Einbindung des zentralen Mittelfelds (Skhiri + Larsson). das wird jedoch etwas dauern und deswegen bin ich nicht der Auffassung sagen zu können „wir greifen jetzt Platz 4,5,6 an“…
Ich gebe dem jetzt Zeit, einfach deswegen weil ich es akzeptiere, dass man nach so viel guter Arbeit in den letzten Jahren auch mal „daneben liegen“ kann und beobachte, ob nun die richtigen Schritte vorgenommen werden, um auf den Weg zurückkehren zu können, den wir eingeschlagen hatten.
Daher…auch ich bin nicht zufrieden, aber liebe Leute…etwas mehr Gelassenheit und weniger Rundumschlag (wie zB die Kicker Noten im Spiel gegen Baku, so schlecht war das nämlich gar nicht, ärgerlich waren halt die zwei Gegentore zum Schluss)…differenzieren, Sachlichkeit und ein respektvoller Umgang mit Spielern, Verantwortlichen und hier untereinander.
Und ich bin mir sicher, dass MK und co die richtige Antworten auf die aktuellen Herausforderungen finden.
Ich glaube du unterschätzt ein weiteres Thema, weshalb du es auch gar nicht erwähnst, wie so viele andere (ich persönlich sehe es eigentlich sogar als den Hauptgrund).
Frag mal in Leipzig und Stuttgart nach wie zufrieden die mit ihrer letzten Bundesligasaison waren, als man in der Champions League einen Rückschlag nach dem anderen hinnehmen musste.
Du kannst den Spielern noch so oft erzählen wie du willst, dass sie damit rechnen müssen, wenn es dann dazu kommt, geht das auf das Selbstbewusstsein.
Und wie wichtig das ist, dazu brauchst du kein Sportpsychologe sein.
Schau dir die beiden Mannschaften in dieser Saison an, würdest du sagen die haben sich personell großartig verbessert gegenüber der letzten Saison?
Nach meiner Meinung nicht.
Da hat kein "Großreinemachen" stattgefunden, wie es hier teilweise für den kommenden Sommer bei uns gefordert wird.
Trotzdem ist der Erfolg wieder in erwartbaren Bahnen zurück.
Neben den üblichen Schwankungen, die es überall im Sport gibt, weil es oft nur an Klitzekleinigkeiten liegt, sind nach meiner Meinung die fehlenden Mißerfolge in der Champions League, dafür ein ganz entscheidender Faktor.
Klar darf man sich nicht ausschliesslich darauf verlassen und muss genau analysieren (wovon ich überzeugt bin das es geschieht), aber außer acht lassen und/oder unterschätzen sollte man den Faktor keineswegs.
Edit: P.S. Trotzdem guter Artikel
Dieser Beitrag wurde zuletzt von thwasu am 23.01.2026 um 11:10 Uhr bearbeitet
23.01.2026 - 11:09 Uhr
Zitat von Keltenborusse
Sehr guter Beitrag @corleone82 ...lässt sich angenehm lesen.
Erinnert mich auch ein klein wenig an die Borussia. Gerade was Kampf/Wille und Führungsspieler angeht, habe ich in den letzten Jahren immer neidisch nach Frankfurt geschaut.
Solche Kracher wir Rode, puh, der wollte immer und das macht was mit Mannschaften, nicht umsonst auch Siege in Endspielen um Titel bei der Eintracht.
So etwas geht unserer Borussia nun schon länger ab. Der Kader immer nicht richtig schlecht, mit guten Kickern, aber ständig wechselnde Leistungen und bodenlose Auftritte.
Selbst Hütter (euch allen gut bekannt) hatte es nicht geschafft mit Spielern wie Hofmann, Thuram, Bensebaini, Plea, Stindl, Ginter, Kone, Zakaria und Embolo mehr rauszuholen als Platz 10 in der Bundesliga.
Da wurden im Pokal die Bayern mit 5-0 weggefegt und in der nächsten Runde war man beim 0-3 gegen einen Zweitligisten vollkommen chancenlos...
Dann der stetig werdende Niedergang, bis hin zu massiven Abstiegssorgen.
Leider ist die Bundesliga und das ganz Fußball-Business sehr kurzlebig und von daher, zitiere dich...
"Ich gebe dem jetzt Zeit, einfach deswegen weil ich es akzeptiere, dass man nach so viel guter Arbeit in den letzten Jahren auch mal „daneben liegen“ kann und beobachte, ob nun die richtigen Schritte vorgenommen werden, um auf den Weg zurückkehren zu können, den wir eingeschlagen hatten."
Zeit ist leider verdammt dünn gesät und mal "daneben liegen" wird ganz schnell bestraft. Alle anderen schlafen nicht und keiner wartet. Da kann der Weg auf den man sehr gerne zurückkehren möchte, ein verdammt langer werden.
Bei der Borussia dauert dieser Weg immer noch an. Das muss natürlich bei der Eintracht nicht auch so sein, aber Parallelen sind momentan nicht gänzlich von der Hand zu weisen.
Wie bei uns fehlen bei der Eintracht die Führungskräfte...die Ergebnisse passen immer weniger...die letzten Transfers sitzen auch nicht mehr (Wahi, Burkardt, Theate) und die aktuelle Qualifikation für Europa ist in Gefahr. Trainer entlassen alles andere als richtig gute Stimmung.
Die Medien nutzen so etwas dann auch, ja fast schon schamlos aus...da wird dann alles mies gemacht.
Das Gehaltsbudget hat sich zudem massiv nach oben verändert und Erfolg ist irgendwo ein Muss.
Will hier nicht schwarzmalen, aber bei uns fing es damals auch so an...CL, Stars, gute Transfers, hohe Gehälter...dann das Ausbleiben von Ergebnissen, unzufriedene Stars.
Resultat, ein tiefer Sturz, der immer noch anhält. Zeit hatte bei der Borussia niemand mehr...Hütter nicht, Farke nicht...
Sehr guter Beitrag @corleone82 ...lässt sich angenehm lesen.
Erinnert mich auch ein klein wenig an die Borussia. Gerade was Kampf/Wille und Führungsspieler angeht, habe ich in den letzten Jahren immer neidisch nach Frankfurt geschaut.
Solche Kracher wir Rode, puh, der wollte immer und das macht was mit Mannschaften, nicht umsonst auch Siege in Endspielen um Titel bei der Eintracht.
So etwas geht unserer Borussia nun schon länger ab. Der Kader immer nicht richtig schlecht, mit guten Kickern, aber ständig wechselnde Leistungen und bodenlose Auftritte.
Selbst Hütter (euch allen gut bekannt) hatte es nicht geschafft mit Spielern wie Hofmann, Thuram, Bensebaini, Plea, Stindl, Ginter, Kone, Zakaria und Embolo mehr rauszuholen als Platz 10 in der Bundesliga.
Da wurden im Pokal die Bayern mit 5-0 weggefegt und in der nächsten Runde war man beim 0-3 gegen einen Zweitligisten vollkommen chancenlos...
Dann der stetig werdende Niedergang, bis hin zu massiven Abstiegssorgen.
Leider ist die Bundesliga und das ganz Fußball-Business sehr kurzlebig und von daher, zitiere dich...
"Ich gebe dem jetzt Zeit, einfach deswegen weil ich es akzeptiere, dass man nach so viel guter Arbeit in den letzten Jahren auch mal „daneben liegen“ kann und beobachte, ob nun die richtigen Schritte vorgenommen werden, um auf den Weg zurückkehren zu können, den wir eingeschlagen hatten."
Zeit ist leider verdammt dünn gesät und mal "daneben liegen" wird ganz schnell bestraft. Alle anderen schlafen nicht und keiner wartet. Da kann der Weg auf den man sehr gerne zurückkehren möchte, ein verdammt langer werden.
Bei der Borussia dauert dieser Weg immer noch an. Das muss natürlich bei der Eintracht nicht auch so sein, aber Parallelen sind momentan nicht gänzlich von der Hand zu weisen.
Wie bei uns fehlen bei der Eintracht die Führungskräfte...die Ergebnisse passen immer weniger...die letzten Transfers sitzen auch nicht mehr (Wahi, Burkardt, Theate) und die aktuelle Qualifikation für Europa ist in Gefahr. Trainer entlassen alles andere als richtig gute Stimmung.
Die Medien nutzen so etwas dann auch, ja fast schon schamlos aus...da wird dann alles mies gemacht.
Das Gehaltsbudget hat sich zudem massiv nach oben verändert und Erfolg ist irgendwo ein Muss.
Will hier nicht schwarzmalen, aber bei uns fing es damals auch so an...CL, Stars, gute Transfers, hohe Gehälter...dann das Ausbleiben von Ergebnissen, unzufriedene Stars.
Resultat, ein tiefer Sturz, der immer noch anhält. Zeit hatte bei der Borussia niemand mehr...Hütter nicht, Farke nicht...
Ebenfalls guter Beitrag, widersprechen würd ich dir allerdings, dass die letzten Transfers nicht mehr sitzen.
Burkardt ist verletzt, vorher hat er voll gesessen und Theate ist trotz Krise insgesamt ein zumindest recht ordentlicher Transfer für unser Level.
Und euer größter Fehler war in meinen Augen, dass ihr eure wertvollsten Leute nicht auf dem Peak verkauft habt, dass macht man hier zumindest bisher besser.
Von daher würde ich nach dem ersten halben Jahr, nachdem man sich aktuell immer noch auf einem Platz befindet der für Europa berechtigen würde, noch nicht von "Parallelen" sprechen, aber ein warnendes Beispiel sollte es auf jedenfall sein.
Passiert immer wieder wenn Vereine den ersten Gipfel erreicht haben und meinen ohne sich zu akklimatisieren gleich den nächsthöheren in Angriff nehmen zu müssen.
Da gibt es deutlich schlimmere Beispiele als das eure.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von thwasu am 23.01.2026 um 11:11 Uhr bearbeitet
23.01.2026 - 11:29 Uhr
Zitat von Der_Runkler_Rote
Wer vor der Saison eine andere Erwartungshaltung hatte, ist auch gewissermaßen selbst Schuld, wenn er durch diese Erkenntnis jetzt erst überrascht wird.
Zitat von dennissefa
Man muss auch ehrlich sein, wir sind keine Championsleague Mannschaft, durch Ekitike und Marmoush sind wir in der Championsleague gelandet.
Man muss auch ehrlich sein, wir sind keine Championsleague Mannschaft, durch Ekitike und Marmoush sind wir in der Championsleague gelandet.
Wer vor der Saison eine andere Erwartungshaltung hatte, ist auch gewissermaßen selbst Schuld, wenn er durch diese Erkenntnis jetzt erst überrascht wird.
Das ist mir auch viel zu kurz gegriffen. Natürlich läuft es aktuell alles andere als gut bei der Eintracht. Es ist auch ein Abwärtstrend erkennbar und die Unzufriedenheit kann ich absolut nachvollziehen - genauso wie die Entlassung von Dino.
Nur stört es mich, wenn wir hier davon reden, die Eintracht sei keine "Championsleague Mannschaft". Was hat das überhaupt zu bedeuten? Wann spricht man von einer "CL-Mannschaft"? Wenn man das Potenzial hat sie zu gewinnen? Sind dann dementsprechend alle Mannschaften bis auf wenige auch keine ChampionsLeague Mannschaften?
Wenn die Erwartung das Viertelfinale oder Halbfinale der CL war, dann ja, dafür ist die Eintracht nicht gut genug, aber für die Teilnahme bzw. den Einzug in die Playoffs halte ich diesen Kader für gut genug - ganz grundsätzlich gesprochen.
Die Gründe warum es am Ende nicht funktioniert hat, hat man hier ja oft gelesen - Lospech, andauernde Verletzungen wichtiger Spieler und dann natürlich das generelle Formtief vieler Spieler begünstigt durch eine fehlende Struktur/Idee auf dem Feld.
23.01.2026 - 11:45 Uhr
Wir sind ein wachsender Topclub auf allen Ebenen. Champions League Teilnahmen sind für uns Wachstumsbeschleuniger. Kurzfristig würde die Euro League den Wachstum nicht aufhalten, aber mittelfristig ist doch der Wunsch groß in den nächsten 5 Jahren mindestens 2 mal in der CL teilnehmen zu dürfen sowie vielleicht mal eine Trophäe (DFB Pokal, Euro League, Conference League) in die Vitrine zu stellen. Wenn die Entwicklung kontinuierlich weitergeht, kommen wir an den Punkt, dass unser Fundament nachhaltig so stark ist, dass wir uns in der Spitze der Bundesliga manifestieren und warum auch mal nicht um die Meisterschaft mitspielen. Jetzt erstmal gutes Krisenmanagement und dann geht's auch wieder in Richtung Entwicklung!
23.01.2026 - 11:58 Uhr
Zitat von _karub_
Nur stört es mich, wenn wir hier davon reden, die Eintracht sei keine "Championsleague Mannschaft". Was hat das überhaupt zu bedeuten? Wann spricht man von einer "CL-Mannschaft"? Wenn man das Potenzial hat sie zu gewinnen? Sind dann dementsprechend alle Mannschaften bis auf wenige auch keine ChampionsLeague Mannschaften?
Nur stört es mich, wenn wir hier davon reden, die Eintracht sei keine "Championsleague Mannschaft". Was hat das überhaupt zu bedeuten? Wann spricht man von einer "CL-Mannschaft"? Wenn man das Potenzial hat sie zu gewinnen? Sind dann dementsprechend alle Mannschaften bis auf wenige auch keine ChampionsLeague Mannschaften?
Wenn die Infrastruktur und Erfahrung darauf ausgelegt ist, CL zu spielen. Die Eintracht als Verein hat jetzt zum zweiten mal in der CL gespielt, von den Spielern waren es Götze, Knauff und Hojlund, die vorher bereits CL-Einsätze hatten. Wenn ich jemanden vergessen habe, tut es mir leid.
Das ist etwas anderes als wenn man entweder schon 3-4 CL-Saisons in den Beinen hat, als auch, wenn man das erste Mal CL spielt, aber für einen Verein wie den BVB, der seit 15 Jahren durchgängig dort vertreten ist.
Das ist meines Erachtens logisch, dass das sowohl übergeordnet (Verein), als auch individuell (Spieler) mehr Fokus raubt und schlechtere Ergebnisse in der Liga nach sich zieht. Die anderen überraschenden CL-Teilnehmer der letzten Jahre würden diese These bestätigen.
Edit: Nicht, dass das falsch rüberkommt. Ich meine damit nicht, dass die CL-Teilnahme der einzige Grund für das biedere Abschneiden in dieser Saison ist und stimme dem Tenor zu, dass auch in anderen Bereichen Fehler gemacht wurden.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Der_Runkler_Rote am 23.01.2026 um 12:00 Uhr bearbeitet
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