| Geburtsdatum | 02.02.1992 |
|---|---|
| Alter | 34 |
| Nat. |
Deutschland |
| Größe | 1,85m |
| Vertrag bis | - |
| Position | Mittelstürmer |
| Fuß | rechts |
| Akt. Verein | Vereinslos |
Leistungsdaten: 25/26
| Wettbewerb | wettbewerb | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Insgesamt | 34 | 19 | 8 | ||
![]() | NOFV-Oberliga Nord | 29 | 11 | 7 | |
![]() | Mecklenburg-Vorpommern-Pokal | 5 | 8 | 1 | |
Pascal Breier [39]
29.12.2017 - 10:14 Uhr
24.06.2021 - 11:59 Uhr
Zitat von satosFCH
Entschuldigung 1: Tut mir Leid, das nächste mal verwende ich durchgehend das königliche Sie. Da war das "Vergiss" ein ganz klarer Ausrutscher meinerseits. Verstehen Sie mein flapsiges "vergiss" also eher als "Vergesst meine Liste, Herr...". Das königliche Sie verwende ich im übrigen so gerne wie Sie das proletarische "Bruder". *Scherzsmiley*
Entschuldigung 2: Ebenfalls entschuldige ich mich dafür, dass ich Witze nicht immer mit blinkenden Smileys versehe. Manchmal hilft es aber auch, die Debatte, metaphorisch gesagt, etwas zu karikieren, um die Phantasien etwas einzubremsen. Denn was hier gerade mal wieder abgeht, ist nur schwierig zu ertragen. Und ja, das ist meine ganz persönliche Meinung zur gestern nachdem Testspiel gestarteten Debatte um Breier.
Zitat von PytanSilva
(...)
Sind wir jetzt per Sie?
(...)
oder per Du?
Der Beitrag war an keiner Stelle als witzig deklariert oder mit Smileys versehen, sodass man ihn als solchen wahrnehmen könnte...
Mir ging es nur um die sachliche Diskussion bzw. meine Meinung zum Thema Pascal Breier, deshalb habe ich deinen Beitrag nicht ganz so witzig gesehen. Ich wollte hier Niemanden vom Hof jagen. Scheinbar teilen andere auch eine ähnliche Ansicht. Im Übrigen bin ich trotzdem dankbar für seine bisherigen Leistungen und werde ihm auch zukünftig die Daumen drücken.
(...)
Sind wir jetzt per Sie?
(...)
oder per Du?
Der Beitrag war an keiner Stelle als witzig deklariert oder mit Smileys versehen, sodass man ihn als solchen wahrnehmen könnte...
Mir ging es nur um die sachliche Diskussion bzw. meine Meinung zum Thema Pascal Breier, deshalb habe ich deinen Beitrag nicht ganz so witzig gesehen. Ich wollte hier Niemanden vom Hof jagen. Scheinbar teilen andere auch eine ähnliche Ansicht. Im Übrigen bin ich trotzdem dankbar für seine bisherigen Leistungen und werde ihm auch zukünftig die Daumen drücken.
Entschuldigung 1: Tut mir Leid, das nächste mal verwende ich durchgehend das königliche Sie. Da war das "Vergiss" ein ganz klarer Ausrutscher meinerseits. Verstehen Sie mein flapsiges "vergiss" also eher als "Vergesst meine Liste, Herr...". Das königliche Sie verwende ich im übrigen so gerne wie Sie das proletarische "Bruder". *Scherzsmiley*
Entschuldigung 2: Ebenfalls entschuldige ich mich dafür, dass ich Witze nicht immer mit blinkenden Smileys versehe. Manchmal hilft es aber auch, die Debatte, metaphorisch gesagt, etwas zu karikieren, um die Phantasien etwas einzubremsen. Denn was hier gerade mal wieder abgeht, ist nur schwierig zu ertragen. Und ja, das ist meine ganz persönliche Meinung zur gestern nachdem Testspiel gestarteten Debatte um Breier.
Bruder ist kein Thema, bin da nicht so. Können weiter beim "Du" bleiben.
Mach doch einfach nächstes Mal 1 Lachsmiley ran, wenn das wirklich soo witzig gemeint sein sollte. Las sich für mich sehr ernst, habe keine Fantasie.
Wie geschrieben, wollte keine Debatte lostreten. Breier muss sich fügen, hat @Sinti ja jetzt auch geschrieben. Es wird wenig Optionen für ihn geben. Die Spielzeit wird auch gering ausfallen. Ein Schlechter ist er ja nicht. Wenn ein neuer Flügelspieler kommt, muss wahrscheinlich noch einer gehen. Hier wurde ja erwähnt, dass Breiers Freundin oder Frau sehr glücklich in Rostock ist und anscheinend selbständig ihr Gewerbe betreibt. Von daher wird es womöglich auf eine Trennung bei Pullido hinauslaufen, sofern wirklich noch 2 Neuzugänge für die Offensive kommen sollten (eigene Einschätzung). Ich meine Pullido wurde als vermeintlicher Abgang in der Gerüchteküche genannt, oder?!
Dieser Beitrag wurde zuletzt von PytanSilva am 24.06.2021 um 12:01 Uhr bearbeitet
24.06.2021 - 12:15 Uhr
Mal mein Senf dazu:
Vorab, das wird man eh herauslesen: Pascal ist einer meiner Lieblingsspieler. Wegen seiner Einstellung, aber auch wegen seinem Können auf dem Feld. Ich durfte mir einmal mit einem Fußballanalysten ein bisschen Tape ansehen. War das Spiel gegen 1860. 2:0 oder 2:1 haben wir gewonnen. Breier schoss ein schönes Tor, mit Tempo von links rein, zack, Tor. Sauber.
Nach Nartey kam Breier mit Abstand am besten weg. Schlau in den Anschlussaktionen, schnelle, gute Entscheidungen, Spielfreude, vor allem, das habe ich später auch mal getaped, eine unfassbare Begabung darin, offene Räume zu erkennen, das Spiel ohne Ball. Unfassbar, weil Breier, das sah ich erst später in den Schnitten, gar nicht so schnell war, wie es für mich im Livebild immer aussah. Er war einfach gut darin, die Räume zu lesen und den richtigen Moment zu erwischen. Breier war (bestes Beispiel gegen Viktoria beim 3:3) immer wieder anspielbar. Das gab dem Spiel sehr viel vertikalen Fortschritt. Übrigens auch zu erkennen, als Verhoek in der Rückrunde ein paar Spiele ausfiel: Da war Hansas Offensivspiel viel fluider, mehr Rotation, mehr Verlagerung, dadurch auch mal viel Platz für die Außen. Und noch eine Szene: Als Breier Pulido steil schickt gegen Saarbrücken, aus der 10-Position. Ein Ball der über 30 Meter gestochen scharf kommt, perfekt in den Lauf, in den richtigen Fuß. Breier ist eine ideale hängende Spitze, der dem Spiel mehrere Dimensionen gibt.
Dann das nächste, was ich an Breier schätze: Er hat Cojones. Der läuft auch mal 30, 40 Meter mit Ball und sucht den Abschluss. Schießt aus der Distanz. Passi ist keiner, der sich drückt, sondern auch mal was initiiert, der eine Chance kreiert. Der sogar LV spielt, wenn die Dampflok Scherff losbraust und alles an Absicherung vergisst. In der Rückrunde einige Male zu sehen, wie Breier eben die Bewegungen mitgegangen ist, Löcher gestopft, ehe sie aufreißen konnten. Wie meine Oma bei den Socken. Die hat auch immer gut interveniert.
Das Problem an Breier: Er ist ein Mentalitätsspieler. Spürt er kein Vertrauen, knickt er weg wie eine Blume im Regen. Auch zu sehen, als es Irre gab, die ihm einen Marco Königs vorgezogen haben. Irre. Königs vor Breier. Da müssen Trainerlizenzen einkassiert werden (nur ein Spaß).
Aber zurück: Breier ist für mich, aber das ist nur eine subjektive Wahrnehmung und sicher auch eine fußballphilosophische Frage: in vielen Bereichen um Welten besser als Verhoek. Sogar bei der Chancenverwertung ist John nicht so viel besser als es die Stats zeigen: Verhoek hat mehr Ballberührungen im Strafraum, verbraucht auch viele Chancen.
Wenn ich mir nur die Stürmertypen wie Verhoek und Breier anschaue, denke ich an eine tolle Analyse von Sportjournalisten Oliver Fritsch über Thomas Müller. Müller wird von vielen verehrt. Müller ist unfassbar gut.
Aber nur, wenn es um ihn herum geschmeidig läuft. Fritsch schrieb damals, dass man sich Offensivspiel beim Fußball wie einen Apfelbaum vorstellen kann. Wenn eine Mannschaft Druck macht, wird am Baum gerüttelt, und irgendwann fällt ein Apfel runter, eine Chance, ein Tor. Thomas Müller ist vielleicht der Weltbeste Apfelaufheber der Welt. In einer funktionierenden Mannschaft, die kreiert, ist Müller Gold wert. Wenn eine Mannschaft nicht kreiert, nicht im Flow ist, wirkt Müller wie ein Fremdkörper. Achtet mal drauf, wenn Müller mal im Mittelfeld am Ball ist und es kompliziert wird. Da kommt nicht viel mehr als Regionalliga. Ein Inselbegabter.
So ist es, abstrakt formuliert, auch mit Leuten wie Verhoek: Wenn da keine PERFEKTE Flanke kommt, macht er auch kein Tor. Wenn der Gegner nicht patzt, macht er kein Tor. Wenn es aber um ihn herum läuft, dann glänzt er. Zeitweise.
Ich bewerte daher Breier als deutlich zweitligatauglicher als Verhoek. Geschenke wie gegen München II oder Ingolstadt wird es seltener geben. Die Verteidiger sind genauso robust wie in der 3. Liga, aber beweglicher, meist schneller. Hansa wird deutlich häufiger Umschaltfußball spielen müssen (und dürfen) als zuletzt. Hansa wird seltener am und im Strafraum sein. Die Zahl der Flanken wird sich verringern. Das schmälert Johns Wert enorm.
Ich sehe nicht, wie er in die Schnittstellen gegen hochstehende Mannschaft geht und 30 Meter mit Ball aufs Tor sausen kann. Bei Breier sehe ich genau die Stärken, das adaptive Spielverhalten. Ein gutes Beispiel ist sein Tor gegen Dresden. Das macht er einfach gut gegen einen überlegenen IV. Er nutzt seine Schwäche aus. Verhoek hätte so ein Tor nie gemacht. Verhoek schießt kaum Tore mit einem geringen expected-goal-wert. Breier schon.
Ich will mich aber gar nicht so über John auskotzen. Er hat mich besonders menschlich beeindruckt, ohne ihn wären wir nicht aufgestiegen (wobei: ohne John lief es auch). Mir geht eher darum, dass ich hoffe, dass Härtel anders als mit Magdeburg seine Art des Fußballspielens anpasst. Das Konzept hinten dicht und vorne hoffen, dass die hohen Bälle gut abtropfen oder der Gegner patzt, mag in der 3. Liga funktionieren. In der 2. Bundesliga gewinnt man Spiele mit Ballkontrolle, am Boden, mit Geschwindigkeit.
Am Ende hoffe ich, dass Breier geht. Zu einem Trainer wie Enrico Maaßen. Die smarten Fußball spielen, die freie Räume kreieren und dann suchen. Da würde er aufblühen. In Hansas System, das sich zuletzt eindrucksvoll bewährt hat (im Kontext der 3. Liga) wird er nicht funktionieren. Weil es einfach unterschiedliche Welten sind, was den Fußball angeht.
Vorab, das wird man eh herauslesen: Pascal ist einer meiner Lieblingsspieler. Wegen seiner Einstellung, aber auch wegen seinem Können auf dem Feld. Ich durfte mir einmal mit einem Fußballanalysten ein bisschen Tape ansehen. War das Spiel gegen 1860. 2:0 oder 2:1 haben wir gewonnen. Breier schoss ein schönes Tor, mit Tempo von links rein, zack, Tor. Sauber.
Nach Nartey kam Breier mit Abstand am besten weg. Schlau in den Anschlussaktionen, schnelle, gute Entscheidungen, Spielfreude, vor allem, das habe ich später auch mal getaped, eine unfassbare Begabung darin, offene Räume zu erkennen, das Spiel ohne Ball. Unfassbar, weil Breier, das sah ich erst später in den Schnitten, gar nicht so schnell war, wie es für mich im Livebild immer aussah. Er war einfach gut darin, die Räume zu lesen und den richtigen Moment zu erwischen. Breier war (bestes Beispiel gegen Viktoria beim 3:3) immer wieder anspielbar. Das gab dem Spiel sehr viel vertikalen Fortschritt. Übrigens auch zu erkennen, als Verhoek in der Rückrunde ein paar Spiele ausfiel: Da war Hansas Offensivspiel viel fluider, mehr Rotation, mehr Verlagerung, dadurch auch mal viel Platz für die Außen. Und noch eine Szene: Als Breier Pulido steil schickt gegen Saarbrücken, aus der 10-Position. Ein Ball der über 30 Meter gestochen scharf kommt, perfekt in den Lauf, in den richtigen Fuß. Breier ist eine ideale hängende Spitze, der dem Spiel mehrere Dimensionen gibt.
Dann das nächste, was ich an Breier schätze: Er hat Cojones. Der läuft auch mal 30, 40 Meter mit Ball und sucht den Abschluss. Schießt aus der Distanz. Passi ist keiner, der sich drückt, sondern auch mal was initiiert, der eine Chance kreiert. Der sogar LV spielt, wenn die Dampflok Scherff losbraust und alles an Absicherung vergisst. In der Rückrunde einige Male zu sehen, wie Breier eben die Bewegungen mitgegangen ist, Löcher gestopft, ehe sie aufreißen konnten. Wie meine Oma bei den Socken. Die hat auch immer gut interveniert.
Das Problem an Breier: Er ist ein Mentalitätsspieler. Spürt er kein Vertrauen, knickt er weg wie eine Blume im Regen. Auch zu sehen, als es Irre gab, die ihm einen Marco Königs vorgezogen haben. Irre. Königs vor Breier. Da müssen Trainerlizenzen einkassiert werden (nur ein Spaß).
Aber zurück: Breier ist für mich, aber das ist nur eine subjektive Wahrnehmung und sicher auch eine fußballphilosophische Frage: in vielen Bereichen um Welten besser als Verhoek. Sogar bei der Chancenverwertung ist John nicht so viel besser als es die Stats zeigen: Verhoek hat mehr Ballberührungen im Strafraum, verbraucht auch viele Chancen.
Wenn ich mir nur die Stürmertypen wie Verhoek und Breier anschaue, denke ich an eine tolle Analyse von Sportjournalisten Oliver Fritsch über Thomas Müller. Müller wird von vielen verehrt. Müller ist unfassbar gut.
Aber nur, wenn es um ihn herum geschmeidig läuft. Fritsch schrieb damals, dass man sich Offensivspiel beim Fußball wie einen Apfelbaum vorstellen kann. Wenn eine Mannschaft Druck macht, wird am Baum gerüttelt, und irgendwann fällt ein Apfel runter, eine Chance, ein Tor. Thomas Müller ist vielleicht der Weltbeste Apfelaufheber der Welt. In einer funktionierenden Mannschaft, die kreiert, ist Müller Gold wert. Wenn eine Mannschaft nicht kreiert, nicht im Flow ist, wirkt Müller wie ein Fremdkörper. Achtet mal drauf, wenn Müller mal im Mittelfeld am Ball ist und es kompliziert wird. Da kommt nicht viel mehr als Regionalliga. Ein Inselbegabter.
So ist es, abstrakt formuliert, auch mit Leuten wie Verhoek: Wenn da keine PERFEKTE Flanke kommt, macht er auch kein Tor. Wenn der Gegner nicht patzt, macht er kein Tor. Wenn es aber um ihn herum läuft, dann glänzt er. Zeitweise.
Ich bewerte daher Breier als deutlich zweitligatauglicher als Verhoek. Geschenke wie gegen München II oder Ingolstadt wird es seltener geben. Die Verteidiger sind genauso robust wie in der 3. Liga, aber beweglicher, meist schneller. Hansa wird deutlich häufiger Umschaltfußball spielen müssen (und dürfen) als zuletzt. Hansa wird seltener am und im Strafraum sein. Die Zahl der Flanken wird sich verringern. Das schmälert Johns Wert enorm.
Ich sehe nicht, wie er in die Schnittstellen gegen hochstehende Mannschaft geht und 30 Meter mit Ball aufs Tor sausen kann. Bei Breier sehe ich genau die Stärken, das adaptive Spielverhalten. Ein gutes Beispiel ist sein Tor gegen Dresden. Das macht er einfach gut gegen einen überlegenen IV. Er nutzt seine Schwäche aus. Verhoek hätte so ein Tor nie gemacht. Verhoek schießt kaum Tore mit einem geringen expected-goal-wert. Breier schon.
Ich will mich aber gar nicht so über John auskotzen. Er hat mich besonders menschlich beeindruckt, ohne ihn wären wir nicht aufgestiegen (wobei: ohne John lief es auch). Mir geht eher darum, dass ich hoffe, dass Härtel anders als mit Magdeburg seine Art des Fußballspielens anpasst. Das Konzept hinten dicht und vorne hoffen, dass die hohen Bälle gut abtropfen oder der Gegner patzt, mag in der 3. Liga funktionieren. In der 2. Bundesliga gewinnt man Spiele mit Ballkontrolle, am Boden, mit Geschwindigkeit.
Am Ende hoffe ich, dass Breier geht. Zu einem Trainer wie Enrico Maaßen. Die smarten Fußball spielen, die freie Räume kreieren und dann suchen. Da würde er aufblühen. In Hansas System, das sich zuletzt eindrucksvoll bewährt hat (im Kontext der 3. Liga) wird er nicht funktionieren. Weil es einfach unterschiedliche Welten sind, was den Fußball angeht.
24.06.2021 - 12:33 Uhr
Zitat von Seattleholic
Mal mein Senf dazu:
Vorab, das wird man eh herauslesen: Pascal ist einer meiner Lieblingsspieler. Wegen seiner Einstellung, aber auch wegen seinem Können auf dem Feld. Ich durfte mir einmal mit einem Fußballanalysten ein bisschen Tape ansehen. War das Spiel gegen 1860. 2:0 oder 2:1 haben wir gewonnen. Breier schoss ein schönes Tor, mit Tempo von links rein, zack, Tor. Sauber.
Nach Nartey kam Breier mit Abstand am besten weg. Schlau in den Anschlussaktionen, schnelle, gute Entscheidungen, Spielfreude, vor allem, das habe ich später auch mal getaped, eine unfassbare Begabung darin, offene Räume zu erkennen, das Spiel ohne Ball. Unfassbar, weil Breier, das sah ich erst später in den Schnitten, gar nicht so schnell war, wie es für mich im Livebild immer aussah. Er war einfach gut darin, die Räume zu lesen und den richtigen Moment zu erwischen. Breier war (bestes Beispiel gegen Viktoria beim 3:3) immer wieder anspielbar. Das gab dem Spiel sehr viel vertikalen Fortschritt. Übrigens auch zu erkennen, als Verhoek in der Rückrunde ein paar Spiele ausfiel: Da war Hansas Offensivspiel viel fluider, mehr Rotation, mehr Verlagerung, dadurch auch mal viel Platz für die Außen. Und noch eine Szene: Als Breier Pulido steil schickt gegen Saarbrücken, aus der 10-Position. Ein Ball der über 30 Meter gestochen scharf kommt, perfekt in den Lauf, in den richtigen Fuß. Breier ist eine ideale hängende Spitze, der dem Spiel mehrere Dimensionen gibt.
Dann das nächste, was ich an Breier schätze: Er hat Cojones. Der läuft auch mal 30, 40 Meter mit Ball und sucht den Abschluss. Schießt aus der Distanz. Passi ist keiner, der sich drückt, sondern auch mal was initiiert, der eine Chance kreiert. Der sogar LV spielt, wenn die Dampflok Scherff losbraust und alles an Absicherung vergisst. In der Rückrunde einige Male zu sehen, wie Breier eben die Bewegungen mitgegangen ist, Löcher gestopft, ehe sie aufreißen konnten. Wie meine Oma bei den Socken. Die hat auch immer gut interveniert.
Das Problem an Breier: Er ist ein Mentalitätsspieler. Spürt er kein Vertrauen, knickt er weg wie eine Blume im Regen. Auch zu sehen, als es Irre gab, die ihm einen Marco Königs vorgezogen haben. Irre. Königs vor Breier. Da müssen Trainerlizenzen einkassiert werden (nur ein Spaß).
Aber zurück: Breier ist für mich, aber das ist nur eine subjektive Wahrnehmung und sicher auch eine fußballphilosophische Frage: in vielen Bereichen um Welten besser als Verhoek. Sogar bei der Chancenverwertung ist John nicht so viel besser als es die Stats zeigen: Verhoek hat mehr Ballberührungen im Strafraum, verbraucht auch viele Chancen.
Wenn ich mir nur die Stürmertypen wie Verhoek und Breier anschaue, denke ich an eine tolle Analyse von Sportjournalisten Oliver Fritsch über Thomas Müller. Müller wird von vielen verehrt. Müller ist unfassbar gut.
Aber nur, wenn es um ihn herum geschmeidig läuft. Fritsch schrieb damals, dass man sich Offensivspiel beim Fußball wie einen Apfelbaum vorstellen kann. Wenn eine Mannschaft Druck macht, wird am Baum gerüttelt, und irgendwann fällt ein Apfel runter, eine Chance, ein Tor. Thomas Müller ist vielleicht der Weltbeste Apfelaufheber der Welt. In einer funktionierenden Mannschaft, die kreiert, ist Müller Gold wert. Wenn eine Mannschaft nicht kreiert, nicht im Flow ist, wirkt Müller wie ein Fremdkörper. Achtet mal drauf, wenn Müller mal im Mittelfeld am Ball ist und es kompliziert wird. Da kommt nicht viel mehr als Regionalliga. Ein Inselbegabter.
So ist es, abstrakt formuliert, auch mit Leuten wie Verhoek: Wenn da keine PERFEKTE Flanke kommt, macht er auch kein Tor. Wenn der Gegner nicht patzt, macht er kein Tor. Wenn es aber um ihn herum läuft, dann glänzt er. Zeitweise.
Ich bewerte daher Breier als deutlich zweitligatauglicher als Verhoek. Geschenke wie gegen München II oder Ingolstadt wird es seltener geben. Die Verteidiger sind genauso robust wie in der 3. Liga, aber beweglicher, meist schneller. Hansa wird deutlich häufiger Umschaltfußball spielen müssen (und dürfen) als zuletzt. Hansa wird seltener am und im Strafraum sein. Die Zahl der Flanken wird sich verringern. Das schmälert Johns Wert enorm.
Ich sehe nicht, wie er in die Schnittstellen gegen hochstehende Mannschaft geht und 30 Meter mit Ball aufs Tor sausen kann. Bei Breier sehe ich genau die Stärken, das adaptive Spielverhalten. Ein gutes Beispiel ist sein Tor gegen Dresden. Das macht er einfach gut gegen einen überlegenen IV. Er nutzt seine Schwäche aus. Verhoek hätte so ein Tor nie gemacht. Verhoek schießt kaum Tore mit einem geringen expected-goal-wert. Breier schon.
Ich will mich aber gar nicht so über John auskotzen. Er hat mich besonders menschlich beeindruckt, ohne ihn wären wir nicht aufgestiegen (wobei: ohne John lief es auch). Mir geht eher darum, dass ich hoffe, dass Härtel anders als mit Magdeburg seine Art des Fußballspielens anpasst. Das Konzept hinten dicht und vorne hoffen, dass die hohen Bälle gut abtropfen oder der Gegner patzt, mag in der 3. Liga funktionieren. In der 2. Bundesliga gewinnt man Spiele mit Ballkontrolle, am Boden, mit Geschwindigkeit.
Am Ende hoffe ich, dass Breier geht. Zu einem Trainer wie Enrico Maaßen. Die smarten Fußball spielen, die freie Räume kreieren und dann suchen. Da würde er aufblühen. In Hansas System, das sich zuletzt eindrucksvoll bewährt hat (im Kontext der 3. Liga) wird er nicht funktionieren. Weil es einfach unterschiedliche Welten sind, was den Fußball angeht.
Mal mein Senf dazu:
Vorab, das wird man eh herauslesen: Pascal ist einer meiner Lieblingsspieler. Wegen seiner Einstellung, aber auch wegen seinem Können auf dem Feld. Ich durfte mir einmal mit einem Fußballanalysten ein bisschen Tape ansehen. War das Spiel gegen 1860. 2:0 oder 2:1 haben wir gewonnen. Breier schoss ein schönes Tor, mit Tempo von links rein, zack, Tor. Sauber.
Nach Nartey kam Breier mit Abstand am besten weg. Schlau in den Anschlussaktionen, schnelle, gute Entscheidungen, Spielfreude, vor allem, das habe ich später auch mal getaped, eine unfassbare Begabung darin, offene Räume zu erkennen, das Spiel ohne Ball. Unfassbar, weil Breier, das sah ich erst später in den Schnitten, gar nicht so schnell war, wie es für mich im Livebild immer aussah. Er war einfach gut darin, die Räume zu lesen und den richtigen Moment zu erwischen. Breier war (bestes Beispiel gegen Viktoria beim 3:3) immer wieder anspielbar. Das gab dem Spiel sehr viel vertikalen Fortschritt. Übrigens auch zu erkennen, als Verhoek in der Rückrunde ein paar Spiele ausfiel: Da war Hansas Offensivspiel viel fluider, mehr Rotation, mehr Verlagerung, dadurch auch mal viel Platz für die Außen. Und noch eine Szene: Als Breier Pulido steil schickt gegen Saarbrücken, aus der 10-Position. Ein Ball der über 30 Meter gestochen scharf kommt, perfekt in den Lauf, in den richtigen Fuß. Breier ist eine ideale hängende Spitze, der dem Spiel mehrere Dimensionen gibt.
Dann das nächste, was ich an Breier schätze: Er hat Cojones. Der läuft auch mal 30, 40 Meter mit Ball und sucht den Abschluss. Schießt aus der Distanz. Passi ist keiner, der sich drückt, sondern auch mal was initiiert, der eine Chance kreiert. Der sogar LV spielt, wenn die Dampflok Scherff losbraust und alles an Absicherung vergisst. In der Rückrunde einige Male zu sehen, wie Breier eben die Bewegungen mitgegangen ist, Löcher gestopft, ehe sie aufreißen konnten. Wie meine Oma bei den Socken. Die hat auch immer gut interveniert.
Das Problem an Breier: Er ist ein Mentalitätsspieler. Spürt er kein Vertrauen, knickt er weg wie eine Blume im Regen. Auch zu sehen, als es Irre gab, die ihm einen Marco Königs vorgezogen haben. Irre. Königs vor Breier. Da müssen Trainerlizenzen einkassiert werden (nur ein Spaß).
Aber zurück: Breier ist für mich, aber das ist nur eine subjektive Wahrnehmung und sicher auch eine fußballphilosophische Frage: in vielen Bereichen um Welten besser als Verhoek. Sogar bei der Chancenverwertung ist John nicht so viel besser als es die Stats zeigen: Verhoek hat mehr Ballberührungen im Strafraum, verbraucht auch viele Chancen.
Wenn ich mir nur die Stürmertypen wie Verhoek und Breier anschaue, denke ich an eine tolle Analyse von Sportjournalisten Oliver Fritsch über Thomas Müller. Müller wird von vielen verehrt. Müller ist unfassbar gut.
Aber nur, wenn es um ihn herum geschmeidig läuft. Fritsch schrieb damals, dass man sich Offensivspiel beim Fußball wie einen Apfelbaum vorstellen kann. Wenn eine Mannschaft Druck macht, wird am Baum gerüttelt, und irgendwann fällt ein Apfel runter, eine Chance, ein Tor. Thomas Müller ist vielleicht der Weltbeste Apfelaufheber der Welt. In einer funktionierenden Mannschaft, die kreiert, ist Müller Gold wert. Wenn eine Mannschaft nicht kreiert, nicht im Flow ist, wirkt Müller wie ein Fremdkörper. Achtet mal drauf, wenn Müller mal im Mittelfeld am Ball ist und es kompliziert wird. Da kommt nicht viel mehr als Regionalliga. Ein Inselbegabter.
So ist es, abstrakt formuliert, auch mit Leuten wie Verhoek: Wenn da keine PERFEKTE Flanke kommt, macht er auch kein Tor. Wenn der Gegner nicht patzt, macht er kein Tor. Wenn es aber um ihn herum läuft, dann glänzt er. Zeitweise.
Ich bewerte daher Breier als deutlich zweitligatauglicher als Verhoek. Geschenke wie gegen München II oder Ingolstadt wird es seltener geben. Die Verteidiger sind genauso robust wie in der 3. Liga, aber beweglicher, meist schneller. Hansa wird deutlich häufiger Umschaltfußball spielen müssen (und dürfen) als zuletzt. Hansa wird seltener am und im Strafraum sein. Die Zahl der Flanken wird sich verringern. Das schmälert Johns Wert enorm.
Ich sehe nicht, wie er in die Schnittstellen gegen hochstehende Mannschaft geht und 30 Meter mit Ball aufs Tor sausen kann. Bei Breier sehe ich genau die Stärken, das adaptive Spielverhalten. Ein gutes Beispiel ist sein Tor gegen Dresden. Das macht er einfach gut gegen einen überlegenen IV. Er nutzt seine Schwäche aus. Verhoek hätte so ein Tor nie gemacht. Verhoek schießt kaum Tore mit einem geringen expected-goal-wert. Breier schon.
Ich will mich aber gar nicht so über John auskotzen. Er hat mich besonders menschlich beeindruckt, ohne ihn wären wir nicht aufgestiegen (wobei: ohne John lief es auch). Mir geht eher darum, dass ich hoffe, dass Härtel anders als mit Magdeburg seine Art des Fußballspielens anpasst. Das Konzept hinten dicht und vorne hoffen, dass die hohen Bälle gut abtropfen oder der Gegner patzt, mag in der 3. Liga funktionieren. In der 2. Bundesliga gewinnt man Spiele mit Ballkontrolle, am Boden, mit Geschwindigkeit.
Am Ende hoffe ich, dass Breier geht. Zu einem Trainer wie Enrico Maaßen. Die smarten Fußball spielen, die freie Räume kreieren und dann suchen. Da würde er aufblühen. In Hansas System, das sich zuletzt eindrucksvoll bewährt hat (im Kontext der 3. Liga) wird er nicht funktionieren. Weil es einfach unterschiedliche Welten sind, was den Fußball angeht.
Um es kurz zu machen: hätte Breier immer gespielt wären wir direkt in die 1. Liga aufgestiegen.
€: gerade nochmal geschaut weil mir bei dem sagenumwobenen Tor gegen DD etwas in Erinnerung war: der Verteidiger (Ehlers?) kommt ins Straucheln und fällt um, ich sehe da jetzt keine Situation, die mit einem anderen Stürmer nicht entstanden wäre. Ausgerechnet dieses Tor zu wählen, gleichzeitig aber zu behaupten, JV würde nur treffen, wenn der Gegner patzt (oder man ihm den Ball so an die Birne knallt dass er nur ins Tor gehen kann) hat schon was.
Allerdings bleibt bei mir die Frage, warum a) Härtel so blind ist und nicht erkennt, dass es mit einem auf PB zugeschnittenen System viel einfacher wäre und b) warum andere (höherklassige?) Vereine dass unheimliche Potential von PB auch nicht erkennen?
Ich habe nichts gegen PB, aber die Zeiten des grundlosen und mit fadenscheinigen Begründungen geführten JV-Bashings waren doch vorbei oder? Aber mit deiner fundierten Meinung über Müller (Titelauflistung usw. erspare ich mir) hast du deine Behauptungen bzgl JV noch mal ganz deutlich untermauert...
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Bauernluemmel am 24.06.2021 um 12:53 Uhr bearbeitet
24.06.2021 - 13:22 Uhr
Zitat von Seattleholic
Mal mein Senf dazu:
Vorab, das wird man eh herauslesen: Pascal ist einer meiner Lieblingsspieler. Wegen seiner Einstellung, aber auch wegen seinem Können auf dem Feld. Ich durfte mir einmal mit einem Fußballanalysten ein bisschen Tape ansehen. War das Spiel gegen 1860. 2:0 oder 2:1 haben wir gewonnen. Breier schoss ein schönes Tor, mit Tempo von links rein, zack, Tor. Sauber.
Nach Nartey kam Breier mit Abstand am besten weg. Schlau in den Anschlussaktionen, schnelle, gute Entscheidungen, Spielfreude, vor allem, das habe ich später auch mal getaped, eine unfassbare Begabung darin, offene Räume zu erkennen, das Spiel ohne Ball. Unfassbar, weil Breier, das sah ich erst später in den Schnitten, gar nicht so schnell war, wie es für mich im Livebild immer aussah. Er war einfach gut darin, die Räume zu lesen und den richtigen Moment zu erwischen. Breier war (bestes Beispiel gegen Viktoria beim 3:3) immer wieder anspielbar. Das gab dem Spiel sehr viel vertikalen Fortschritt. Übrigens auch zu erkennen, als Verhoek in der Rückrunde ein paar Spiele ausfiel: Da war Hansas Offensivspiel viel fluider, mehr Rotation, mehr Verlagerung, dadurch auch mal viel Platz für die Außen. Und noch eine Szene: Als Breier Pulido steil schickt gegen Saarbrücken, aus der 10-Position. Ein Ball der über 30 Meter gestochen scharf kommt, perfekt in den Lauf, in den richtigen Fuß. Breier ist eine ideale hängende Spitze, der dem Spiel mehrere Dimensionen gibt.
Dann das nächste, was ich an Breier schätze: Er hat Cojones. Der läuft auch mal 30, 40 Meter mit Ball und sucht den Abschluss. Schießt aus der Distanz. Passi ist keiner, der sich drückt, sondern auch mal was initiiert, der eine Chance kreiert. Der sogar LV spielt, wenn die Dampflok Scherff losbraust und alles an Absicherung vergisst. In der Rückrunde einige Male zu sehen, wie Breier eben die Bewegungen mitgegangen ist, Löcher gestopft, ehe sie aufreißen konnten. Wie meine Oma bei den Socken. Die hat auch immer gut interveniert.
Das Problem an Breier: Er ist ein Mentalitätsspieler. Spürt er kein Vertrauen, knickt er weg wie eine Blume im Regen. Auch zu sehen, als es Irre gab, die ihm einen Marco Königs vorgezogen haben. Irre. Königs vor Breier. Da müssen Trainerlizenzen einkassiert werden (nur ein Spaß).
Aber zurück: Breier ist für mich, aber das ist nur eine subjektive Wahrnehmung und sicher auch eine fußballphilosophische Frage: in vielen Bereichen um Welten besser als Verhoek. Sogar bei der Chancenverwertung ist John nicht so viel besser als es die Stats zeigen: Verhoek hat mehr Ballberührungen im Strafraum, verbraucht auch viele Chancen.
Wenn ich mir nur die Stürmertypen wie Verhoek und Breier anschaue, denke ich an eine tolle Analyse von Sportjournalisten Oliver Fritsch über Thomas Müller. Müller wird von vielen verehrt. Müller ist unfassbar gut.
Aber nur, wenn es um ihn herum geschmeidig läuft. Fritsch schrieb damals, dass man sich Offensivspiel beim Fußball wie einen Apfelbaum vorstellen kann. Wenn eine Mannschaft Druck macht, wird am Baum gerüttelt, und irgendwann fällt ein Apfel runter, eine Chance, ein Tor. Thomas Müller ist vielleicht der Weltbeste Apfelaufheber der Welt. In einer funktionierenden Mannschaft, die kreiert, ist Müller Gold wert. Wenn eine Mannschaft nicht kreiert, nicht im Flow ist, wirkt Müller wie ein Fremdkörper. Achtet mal drauf, wenn Müller mal im Mittelfeld am Ball ist und es kompliziert wird. Da kommt nicht viel mehr als Regionalliga. Ein Inselbegabter.
So ist es, abstrakt formuliert, auch mit Leuten wie Verhoek: Wenn da keine PERFEKTE Flanke kommt, macht er auch kein Tor. Wenn der Gegner nicht patzt, macht er kein Tor. Wenn es aber um ihn herum läuft, dann glänzt er. Zeitweise.
Ich bewerte daher Breier als deutlich zweitligatauglicher als Verhoek. Geschenke wie gegen München II oder Ingolstadt wird es seltener geben. Die Verteidiger sind genauso robust wie in der 3. Liga, aber beweglicher, meist schneller. Hansa wird deutlich häufiger Umschaltfußball spielen müssen (und dürfen) als zuletzt. Hansa wird seltener am und im Strafraum sein. Die Zahl der Flanken wird sich verringern. Das schmälert Johns Wert enorm.
Ich sehe nicht, wie er in die Schnittstellen gegen hochstehende Mannschaft geht und 30 Meter mit Ball aufs Tor sausen kann. Bei Breier sehe ich genau die Stärken, das adaptive Spielverhalten. Ein gutes Beispiel ist sein Tor gegen Dresden. Das macht er einfach gut gegen einen überlegenen IV. Er nutzt seine Schwäche aus. Verhoek hätte so ein Tor nie gemacht. Verhoek schießt kaum Tore mit einem geringen expected-goal-wert. Breier schon.
Ich will mich aber gar nicht so über John auskotzen. Er hat mich besonders menschlich beeindruckt, ohne ihn wären wir nicht aufgestiegen (wobei: ohne John lief es auch). Mir geht eher darum, dass ich hoffe, dass Härtel anders als mit Magdeburg seine Art des Fußballspielens anpasst. Das Konzept hinten dicht und vorne hoffen, dass die hohen Bälle gut abtropfen oder der Gegner patzt, mag in der 3. Liga funktionieren. In der 2. Bundesliga gewinnt man Spiele mit Ballkontrolle, am Boden, mit Geschwindigkeit.
Am Ende hoffe ich, dass Breier geht. Zu einem Trainer wie Enrico Maaßen. Die smarten Fußball spielen, die freie Räume kreieren und dann suchen. Da würde er aufblühen. In Hansas System, das sich zuletzt eindrucksvoll bewährt hat (im Kontext der 3. Liga) wird er nicht funktionieren. Weil es einfach unterschiedliche Welten sind, was den Fußball angeht.
Mal mein Senf dazu:
Vorab, das wird man eh herauslesen: Pascal ist einer meiner Lieblingsspieler. Wegen seiner Einstellung, aber auch wegen seinem Können auf dem Feld. Ich durfte mir einmal mit einem Fußballanalysten ein bisschen Tape ansehen. War das Spiel gegen 1860. 2:0 oder 2:1 haben wir gewonnen. Breier schoss ein schönes Tor, mit Tempo von links rein, zack, Tor. Sauber.
Nach Nartey kam Breier mit Abstand am besten weg. Schlau in den Anschlussaktionen, schnelle, gute Entscheidungen, Spielfreude, vor allem, das habe ich später auch mal getaped, eine unfassbare Begabung darin, offene Räume zu erkennen, das Spiel ohne Ball. Unfassbar, weil Breier, das sah ich erst später in den Schnitten, gar nicht so schnell war, wie es für mich im Livebild immer aussah. Er war einfach gut darin, die Räume zu lesen und den richtigen Moment zu erwischen. Breier war (bestes Beispiel gegen Viktoria beim 3:3) immer wieder anspielbar. Das gab dem Spiel sehr viel vertikalen Fortschritt. Übrigens auch zu erkennen, als Verhoek in der Rückrunde ein paar Spiele ausfiel: Da war Hansas Offensivspiel viel fluider, mehr Rotation, mehr Verlagerung, dadurch auch mal viel Platz für die Außen. Und noch eine Szene: Als Breier Pulido steil schickt gegen Saarbrücken, aus der 10-Position. Ein Ball der über 30 Meter gestochen scharf kommt, perfekt in den Lauf, in den richtigen Fuß. Breier ist eine ideale hängende Spitze, der dem Spiel mehrere Dimensionen gibt.
Dann das nächste, was ich an Breier schätze: Er hat Cojones. Der läuft auch mal 30, 40 Meter mit Ball und sucht den Abschluss. Schießt aus der Distanz. Passi ist keiner, der sich drückt, sondern auch mal was initiiert, der eine Chance kreiert. Der sogar LV spielt, wenn die Dampflok Scherff losbraust und alles an Absicherung vergisst. In der Rückrunde einige Male zu sehen, wie Breier eben die Bewegungen mitgegangen ist, Löcher gestopft, ehe sie aufreißen konnten. Wie meine Oma bei den Socken. Die hat auch immer gut interveniert.
Das Problem an Breier: Er ist ein Mentalitätsspieler. Spürt er kein Vertrauen, knickt er weg wie eine Blume im Regen. Auch zu sehen, als es Irre gab, die ihm einen Marco Königs vorgezogen haben. Irre. Königs vor Breier. Da müssen Trainerlizenzen einkassiert werden (nur ein Spaß).
Aber zurück: Breier ist für mich, aber das ist nur eine subjektive Wahrnehmung und sicher auch eine fußballphilosophische Frage: in vielen Bereichen um Welten besser als Verhoek. Sogar bei der Chancenverwertung ist John nicht so viel besser als es die Stats zeigen: Verhoek hat mehr Ballberührungen im Strafraum, verbraucht auch viele Chancen.
Wenn ich mir nur die Stürmertypen wie Verhoek und Breier anschaue, denke ich an eine tolle Analyse von Sportjournalisten Oliver Fritsch über Thomas Müller. Müller wird von vielen verehrt. Müller ist unfassbar gut.
Aber nur, wenn es um ihn herum geschmeidig läuft. Fritsch schrieb damals, dass man sich Offensivspiel beim Fußball wie einen Apfelbaum vorstellen kann. Wenn eine Mannschaft Druck macht, wird am Baum gerüttelt, und irgendwann fällt ein Apfel runter, eine Chance, ein Tor. Thomas Müller ist vielleicht der Weltbeste Apfelaufheber der Welt. In einer funktionierenden Mannschaft, die kreiert, ist Müller Gold wert. Wenn eine Mannschaft nicht kreiert, nicht im Flow ist, wirkt Müller wie ein Fremdkörper. Achtet mal drauf, wenn Müller mal im Mittelfeld am Ball ist und es kompliziert wird. Da kommt nicht viel mehr als Regionalliga. Ein Inselbegabter.
So ist es, abstrakt formuliert, auch mit Leuten wie Verhoek: Wenn da keine PERFEKTE Flanke kommt, macht er auch kein Tor. Wenn der Gegner nicht patzt, macht er kein Tor. Wenn es aber um ihn herum läuft, dann glänzt er. Zeitweise.
Ich bewerte daher Breier als deutlich zweitligatauglicher als Verhoek. Geschenke wie gegen München II oder Ingolstadt wird es seltener geben. Die Verteidiger sind genauso robust wie in der 3. Liga, aber beweglicher, meist schneller. Hansa wird deutlich häufiger Umschaltfußball spielen müssen (und dürfen) als zuletzt. Hansa wird seltener am und im Strafraum sein. Die Zahl der Flanken wird sich verringern. Das schmälert Johns Wert enorm.
Ich sehe nicht, wie er in die Schnittstellen gegen hochstehende Mannschaft geht und 30 Meter mit Ball aufs Tor sausen kann. Bei Breier sehe ich genau die Stärken, das adaptive Spielverhalten. Ein gutes Beispiel ist sein Tor gegen Dresden. Das macht er einfach gut gegen einen überlegenen IV. Er nutzt seine Schwäche aus. Verhoek hätte so ein Tor nie gemacht. Verhoek schießt kaum Tore mit einem geringen expected-goal-wert. Breier schon.
Ich will mich aber gar nicht so über John auskotzen. Er hat mich besonders menschlich beeindruckt, ohne ihn wären wir nicht aufgestiegen (wobei: ohne John lief es auch). Mir geht eher darum, dass ich hoffe, dass Härtel anders als mit Magdeburg seine Art des Fußballspielens anpasst. Das Konzept hinten dicht und vorne hoffen, dass die hohen Bälle gut abtropfen oder der Gegner patzt, mag in der 3. Liga funktionieren. In der 2. Bundesliga gewinnt man Spiele mit Ballkontrolle, am Boden, mit Geschwindigkeit.
Am Ende hoffe ich, dass Breier geht. Zu einem Trainer wie Enrico Maaßen. Die smarten Fußball spielen, die freie Räume kreieren und dann suchen. Da würde er aufblühen. In Hansas System, das sich zuletzt eindrucksvoll bewährt hat (im Kontext der 3. Liga) wird er nicht funktionieren. Weil es einfach unterschiedliche Welten sind, was den Fußball angeht.
Allein deine Aussage " Breier ist eine ideale hängende Spitze" setzt viele andere Argumente außer Kraft. Ich gehe da mit. Habe schon immer gesagt, dass Breier weder Flügelspieler noch einzige Spitze sein sollte, sondern zentral hinter/neben/ um einen richtigen Stürmer herum. Unter Dotchev war das zeitweise Benyamina. Breier ist als hängende Spitze also auch aus meiner Sicht am besten.
Genau deshalb hinkt aber auch der Vergleich zu Verhoek; die Aufgaben sind ganz andere. Johns Aufgabe ist es primär gewesen, lange Bälle festzumachen und den Mitspielern die Chance zu geben nachzurücken. Dies kann er wesentlich besser als Breier. Damit hat John natürlich auch völlig andere Laufwege als eventuell Breier im Sturm: John spielt mit dem Rücken zum Tor, nimmt den Zweikampf mit dem Verteidiger bewusst an. Breier ist eher darauf aus, mal tief zu gehen oder auch auf Außen auszuweichen. Es geht dann darum, was der Trainer sehen möchte und wer dadurch spielt. In dem Fall, in der 3. Liga, war das John.
Das könnte man ewig so weiter spinnen, ich denke aber dass klar geworden ist was ich sagen wollte.
24.06.2021 - 13:29 Uhr
Zitat von Seattleholic
Mal mein Senf dazu:
Vorab, das wird man eh herauslesen: Pascal ist einer meiner Lieblingsspieler. Wegen seiner Einstellung, aber auch wegen seinem Können auf dem Feld. Ich durfte mir einmal mit einem Fußballanalysten ein bisschen Tape ansehen. War das Spiel gegen 1860. 2:0 oder 2:1 haben wir gewonnen. Breier schoss ein schönes Tor, mit Tempo von links rein, zack, Tor. Sauber.
Nach Nartey kam Breier mit Abstand am besten weg. Schlau in den Anschlussaktionen, schnelle, gute Entscheidungen, Spielfreude, vor allem, das habe ich später auch mal getaped, eine unfassbare Begabung darin, offene Räume zu erkennen, das Spiel ohne Ball. Unfassbar, weil Breier, das sah ich erst später in den Schnitten, gar nicht so schnell war, wie es für mich im Livebild immer aussah. Er war einfach gut darin, die Räume zu lesen und den richtigen Moment zu erwischen. Breier war (bestes Beispiel gegen Viktoria beim 3:3) immer wieder anspielbar. Das gab dem Spiel sehr viel vertikalen Fortschritt. Übrigens auch zu erkennen, als Verhoek in der Rückrunde ein paar Spiele ausfiel: Da war Hansas Offensivspiel viel fluider, mehr Rotation, mehr Verlagerung, dadurch auch mal viel Platz für die Außen. Und noch eine Szene: Als Breier Pulido steil schickt gegen Saarbrücken, aus der 10-Position. Ein Ball der über 30 Meter gestochen scharf kommt, perfekt in den Lauf, in den richtigen Fuß. Breier ist eine ideale hängende Spitze, der dem Spiel mehrere Dimensionen gibt.
Dann das nächste, was ich an Breier schätze: Er hat Cojones. Der läuft auch mal 30, 40 Meter mit Ball und sucht den Abschluss. Schießt aus der Distanz. Passi ist keiner, der sich drückt, sondern auch mal was initiiert, der eine Chance kreiert. Der sogar LV spielt, wenn die Dampflok Scherff losbraust und alles an Absicherung vergisst. In der Rückrunde einige Male zu sehen, wie Breier eben die Bewegungen mitgegangen ist, Löcher gestopft, ehe sie aufreißen konnten. Wie meine Oma bei den Socken. Die hat auch immer gut interveniert.
Das Problem an Breier: Er ist ein Mentalitätsspieler. Spürt er kein Vertrauen, knickt er weg wie eine Blume im Regen. Auch zu sehen, als es Irre gab, die ihm einen Marco Königs vorgezogen haben. Irre. Königs vor Breier. Da müssen Trainerlizenzen einkassiert werden (nur ein Spaß).
Aber zurück: Breier ist für mich, aber das ist nur eine subjektive Wahrnehmung und sicher auch eine fußballphilosophische Frage: in vielen Bereichen um Welten besser als Verhoek. Sogar bei der Chancenverwertung ist John nicht so viel besser als es die Stats zeigen: Verhoek hat mehr Ballberührungen im Strafraum, verbraucht auch viele Chancen.
Wenn ich mir nur die Stürmertypen wie Verhoek und Breier anschaue, denke ich an eine tolle Analyse von Sportjournalisten Oliver Fritsch über Thomas Müller. Müller wird von vielen verehrt. Müller ist unfassbar gut.
Aber nur, wenn es um ihn herum geschmeidig läuft. Fritsch schrieb damals, dass man sich Offensivspiel beim Fußball wie einen Apfelbaum vorstellen kann. Wenn eine Mannschaft Druck macht, wird am Baum gerüttelt, und irgendwann fällt ein Apfel runter, eine Chance, ein Tor. Thomas Müller ist vielleicht der Weltbeste Apfelaufheber der Welt. In einer funktionierenden Mannschaft, die kreiert, ist Müller Gold wert. Wenn eine Mannschaft nicht kreiert, nicht im Flow ist, wirkt Müller wie ein Fremdkörper. Achtet mal drauf, wenn Müller mal im Mittelfeld am Ball ist und es kompliziert wird. Da kommt nicht viel mehr als Regionalliga. Ein Inselbegabter.
So ist es, abstrakt formuliert, auch mit Leuten wie Verhoek: Wenn da keine PERFEKTE Flanke kommt, macht er auch kein Tor. Wenn der Gegner nicht patzt, macht er kein Tor. Wenn es aber um ihn herum läuft, dann glänzt er. Zeitweise.
Ich bewerte daher Breier als deutlich zweitligatauglicher als Verhoek. Geschenke wie gegen München II oder Ingolstadt wird es seltener geben. Die Verteidiger sind genauso robust wie in der 3. Liga, aber beweglicher, meist schneller. Hansa wird deutlich häufiger Umschaltfußball spielen müssen (und dürfen) als zuletzt. Hansa wird seltener am und im Strafraum sein. Die Zahl der Flanken wird sich verringern. Das schmälert Johns Wert enorm.
Ich sehe nicht, wie er in die Schnittstellen gegen hochstehende Mannschaft geht und 30 Meter mit Ball aufs Tor sausen kann. Bei Breier sehe ich genau die Stärken, das adaptive Spielverhalten. Ein gutes Beispiel ist sein Tor gegen Dresden. Das macht er einfach gut gegen einen überlegenen IV. Er nutzt seine Schwäche aus. Verhoek hätte so ein Tor nie gemacht. Verhoek schießt kaum Tore mit einem geringen expected-goal-wert. Breier schon.
Ich will mich aber gar nicht so über John auskotzen. Er hat mich besonders menschlich beeindruckt, ohne ihn wären wir nicht aufgestiegen (wobei: ohne John lief es auch). Mir geht eher darum, dass ich hoffe, dass Härtel anders als mit Magdeburg seine Art des Fußballspielens anpasst. Das Konzept hinten dicht und vorne hoffen, dass die hohen Bälle gut abtropfen oder der Gegner patzt, mag in der 3. Liga funktionieren. In der 2. Bundesliga gewinnt man Spiele mit Ballkontrolle, am Boden, mit Geschwindigkeit.
Am Ende hoffe ich, dass Breier geht. Zu einem Trainer wie Enrico Maaßen. Die smarten Fußball spielen, die freie Räume kreieren und dann suchen. Da würde er aufblühen. In Hansas System, das sich zuletzt eindrucksvoll bewährt hat (im Kontext der 3. Liga) wird er nicht funktionieren. Weil es einfach unterschiedliche Welten sind, was den Fußball angeht.
Mal mein Senf dazu:
Vorab, das wird man eh herauslesen: Pascal ist einer meiner Lieblingsspieler. Wegen seiner Einstellung, aber auch wegen seinem Können auf dem Feld. Ich durfte mir einmal mit einem Fußballanalysten ein bisschen Tape ansehen. War das Spiel gegen 1860. 2:0 oder 2:1 haben wir gewonnen. Breier schoss ein schönes Tor, mit Tempo von links rein, zack, Tor. Sauber.
Nach Nartey kam Breier mit Abstand am besten weg. Schlau in den Anschlussaktionen, schnelle, gute Entscheidungen, Spielfreude, vor allem, das habe ich später auch mal getaped, eine unfassbare Begabung darin, offene Räume zu erkennen, das Spiel ohne Ball. Unfassbar, weil Breier, das sah ich erst später in den Schnitten, gar nicht so schnell war, wie es für mich im Livebild immer aussah. Er war einfach gut darin, die Räume zu lesen und den richtigen Moment zu erwischen. Breier war (bestes Beispiel gegen Viktoria beim 3:3) immer wieder anspielbar. Das gab dem Spiel sehr viel vertikalen Fortschritt. Übrigens auch zu erkennen, als Verhoek in der Rückrunde ein paar Spiele ausfiel: Da war Hansas Offensivspiel viel fluider, mehr Rotation, mehr Verlagerung, dadurch auch mal viel Platz für die Außen. Und noch eine Szene: Als Breier Pulido steil schickt gegen Saarbrücken, aus der 10-Position. Ein Ball der über 30 Meter gestochen scharf kommt, perfekt in den Lauf, in den richtigen Fuß. Breier ist eine ideale hängende Spitze, der dem Spiel mehrere Dimensionen gibt.
Dann das nächste, was ich an Breier schätze: Er hat Cojones. Der läuft auch mal 30, 40 Meter mit Ball und sucht den Abschluss. Schießt aus der Distanz. Passi ist keiner, der sich drückt, sondern auch mal was initiiert, der eine Chance kreiert. Der sogar LV spielt, wenn die Dampflok Scherff losbraust und alles an Absicherung vergisst. In der Rückrunde einige Male zu sehen, wie Breier eben die Bewegungen mitgegangen ist, Löcher gestopft, ehe sie aufreißen konnten. Wie meine Oma bei den Socken. Die hat auch immer gut interveniert.
Das Problem an Breier: Er ist ein Mentalitätsspieler. Spürt er kein Vertrauen, knickt er weg wie eine Blume im Regen. Auch zu sehen, als es Irre gab, die ihm einen Marco Königs vorgezogen haben. Irre. Königs vor Breier. Da müssen Trainerlizenzen einkassiert werden (nur ein Spaß).
Aber zurück: Breier ist für mich, aber das ist nur eine subjektive Wahrnehmung und sicher auch eine fußballphilosophische Frage: in vielen Bereichen um Welten besser als Verhoek. Sogar bei der Chancenverwertung ist John nicht so viel besser als es die Stats zeigen: Verhoek hat mehr Ballberührungen im Strafraum, verbraucht auch viele Chancen.
Wenn ich mir nur die Stürmertypen wie Verhoek und Breier anschaue, denke ich an eine tolle Analyse von Sportjournalisten Oliver Fritsch über Thomas Müller. Müller wird von vielen verehrt. Müller ist unfassbar gut.
Aber nur, wenn es um ihn herum geschmeidig läuft. Fritsch schrieb damals, dass man sich Offensivspiel beim Fußball wie einen Apfelbaum vorstellen kann. Wenn eine Mannschaft Druck macht, wird am Baum gerüttelt, und irgendwann fällt ein Apfel runter, eine Chance, ein Tor. Thomas Müller ist vielleicht der Weltbeste Apfelaufheber der Welt. In einer funktionierenden Mannschaft, die kreiert, ist Müller Gold wert. Wenn eine Mannschaft nicht kreiert, nicht im Flow ist, wirkt Müller wie ein Fremdkörper. Achtet mal drauf, wenn Müller mal im Mittelfeld am Ball ist und es kompliziert wird. Da kommt nicht viel mehr als Regionalliga. Ein Inselbegabter.
So ist es, abstrakt formuliert, auch mit Leuten wie Verhoek: Wenn da keine PERFEKTE Flanke kommt, macht er auch kein Tor. Wenn der Gegner nicht patzt, macht er kein Tor. Wenn es aber um ihn herum läuft, dann glänzt er. Zeitweise.
Ich bewerte daher Breier als deutlich zweitligatauglicher als Verhoek. Geschenke wie gegen München II oder Ingolstadt wird es seltener geben. Die Verteidiger sind genauso robust wie in der 3. Liga, aber beweglicher, meist schneller. Hansa wird deutlich häufiger Umschaltfußball spielen müssen (und dürfen) als zuletzt. Hansa wird seltener am und im Strafraum sein. Die Zahl der Flanken wird sich verringern. Das schmälert Johns Wert enorm.
Ich sehe nicht, wie er in die Schnittstellen gegen hochstehende Mannschaft geht und 30 Meter mit Ball aufs Tor sausen kann. Bei Breier sehe ich genau die Stärken, das adaptive Spielverhalten. Ein gutes Beispiel ist sein Tor gegen Dresden. Das macht er einfach gut gegen einen überlegenen IV. Er nutzt seine Schwäche aus. Verhoek hätte so ein Tor nie gemacht. Verhoek schießt kaum Tore mit einem geringen expected-goal-wert. Breier schon.
Ich will mich aber gar nicht so über John auskotzen. Er hat mich besonders menschlich beeindruckt, ohne ihn wären wir nicht aufgestiegen (wobei: ohne John lief es auch). Mir geht eher darum, dass ich hoffe, dass Härtel anders als mit Magdeburg seine Art des Fußballspielens anpasst. Das Konzept hinten dicht und vorne hoffen, dass die hohen Bälle gut abtropfen oder der Gegner patzt, mag in der 3. Liga funktionieren. In der 2. Bundesliga gewinnt man Spiele mit Ballkontrolle, am Boden, mit Geschwindigkeit.
Am Ende hoffe ich, dass Breier geht. Zu einem Trainer wie Enrico Maaßen. Die smarten Fußball spielen, die freie Räume kreieren und dann suchen. Da würde er aufblühen. In Hansas System, das sich zuletzt eindrucksvoll bewährt hat (im Kontext der 3. Liga) wird er nicht funktionieren. Weil es einfach unterschiedliche Welten sind, was den Fußball angeht.
Ich bin zwar eigentlich eher aus dem JV- Lager und konnte dessen Bashing nie wirklich nachvollziehen, aber du hast mit einigen Thesen zu Breier sicher nicht unrecht.
Ich bin gar nicht der Meinung, dass Pasi gehen müsste/sollte. Er wird nur leider, aus Mangel an Alternativen, völlig falsch eingesetzt. Ich sehe ihn nicht als Mittelstürmer. Und ja, man konnte ihn auch in der Saison 19/20 trotz der 15 Tore schon kritisieren, weil er so unfassbar viele klarste Chancen ausgelassen hat, dass es bei einem guten bis sehr guten Drittliga- Stürmer wie z.B. Mölders locker für 25-30 Tore gereicht hätte. Pascal ist in meinen Augen als Mittelstürmer in der 3. Liga absoluter Durchschnitt, als LA sogar weit unterer Durchschnitt. Ich sehe ihn, ähnlich wie du, auch eher als hängende Spitze, vielleicht sogar als 10er oder gar offensiven 8er mit Zug zum Tor, weil er ein kampfstarker Teamplayer ist, der sich auch nicht zu schade ist, defensive Zweikämpfe zu führen, weil er (auf anderem Niveau) ein Raumdeuter wie Müller ist und nicht zuletzt weil er unfassbar feine Pässe wie vorm 3:2 gegen Verl auf Torpedo spielen kann.
Auf diesen Positionen würde auch seine Abschluss- Schwäche nicht so sehr ins Gewicht fallen.
24.06.2021 - 13:36 Uhr
Zitat von Seattleholic
Mal mein Senf dazu:
Vorab, das wird man eh herauslesen: Pascal ist einer meiner Lieblingsspieler. Wegen seiner Einstellung, aber auch wegen seinem Können auf dem Feld. Ich durfte mir einmal mit einem Fußballanalysten ein bisschen Tape ansehen. War das Spiel gegen 1860. 2:0 oder 2:1 haben wir gewonnen. Breier schoss ein schönes Tor, mit Tempo von links rein, zack, Tor. Sauber.
Nach Nartey kam Breier mit Abstand am besten weg. Schlau in den Anschlussaktionen, schnelle, gute Entscheidungen, Spielfreude, vor allem, das habe ich später auch mal getaped, eine unfassbare Begabung darin, offene Räume zu erkennen, das Spiel ohne Ball. Unfassbar, weil Breier, das sah ich erst später in den Schnitten, gar nicht so schnell war, wie es für mich im Livebild immer aussah. Er war einfach gut darin, die Räume zu lesen und den richtigen Moment zu erwischen. Breier war (bestes Beispiel gegen Viktoria beim 3:3) immer wieder anspielbar. Das gab dem Spiel sehr viel vertikalen Fortschritt. Übrigens auch zu erkennen, als Verhoek in der Rückrunde ein paar Spiele ausfiel: Da war Hansas Offensivspiel viel fluider, mehr Rotation, mehr Verlagerung, dadurch auch mal viel Platz für die Außen. Und noch eine Szene: Als Breier Pulido steil schickt gegen Saarbrücken, aus der 10-Position. Ein Ball der über 30 Meter gestochen scharf kommt, perfekt in den Lauf, in den richtigen Fuß. Breier ist eine ideale hängende Spitze, der dem Spiel mehrere Dimensionen gibt.
Dann das nächste, was ich an Breier schätze: Er hat Cojones. Der läuft auch mal 30, 40 Meter mit Ball und sucht den Abschluss. Schießt aus der Distanz. Passi ist keiner, der sich drückt, sondern auch mal was initiiert, der eine Chance kreiert. Der sogar LV spielt, wenn die Dampflok Scherff losbraust und alles an Absicherung vergisst. In der Rückrunde einige Male zu sehen, wie Breier eben die Bewegungen mitgegangen ist, Löcher gestopft, ehe sie aufreißen konnten. Wie meine Oma bei den Socken. Die hat auch immer gut interveniert.
Das Problem an Breier: Er ist ein Mentalitätsspieler. Spürt er kein Vertrauen, knickt er weg wie eine Blume im Regen. Auch zu sehen, als es Irre gab, die ihm einen Marco Königs vorgezogen haben. Irre. Königs vor Breier. Da müssen Trainerlizenzen einkassiert werden (nur ein Spaß).
Aber zurück: Breier ist für mich, aber das ist nur eine subjektive Wahrnehmung und sicher auch eine fußballphilosophische Frage: in vielen Bereichen um Welten besser als Verhoek. Sogar bei der Chancenverwertung ist John nicht so viel besser als es die Stats zeigen: Verhoek hat mehr Ballberührungen im Strafraum, verbraucht auch viele Chancen.
Wenn ich mir nur die Stürmertypen wie Verhoek und Breier anschaue, denke ich an eine tolle Analyse von Sportjournalisten Oliver Fritsch über Thomas Müller. Müller wird von vielen verehrt. Müller ist unfassbar gut.
Aber nur, wenn es um ihn herum geschmeidig läuft. Fritsch schrieb damals, dass man sich Offensivspiel beim Fußball wie einen Apfelbaum vorstellen kann. Wenn eine Mannschaft Druck macht, wird am Baum gerüttelt, und irgendwann fällt ein Apfel runter, eine Chance, ein Tor. Thomas Müller ist vielleicht der Weltbeste Apfelaufheber der Welt. In einer funktionierenden Mannschaft, die kreiert, ist Müller Gold wert. Wenn eine Mannschaft nicht kreiert, nicht im Flow ist, wirkt Müller wie ein Fremdkörper. Achtet mal drauf, wenn Müller mal im Mittelfeld am Ball ist und es kompliziert wird. Da kommt nicht viel mehr als Regionalliga. Ein Inselbegabter.
So ist es, abstrakt formuliert, auch mit Leuten wie Verhoek: Wenn da keine PERFEKTE Flanke kommt, macht er auch kein Tor. Wenn der Gegner nicht patzt, macht er kein Tor. Wenn es aber um ihn herum läuft, dann glänzt er. Zeitweise.
Ich bewerte daher Breier als deutlich zweitligatauglicher als Verhoek. Geschenke wie gegen München II oder Ingolstadt wird es seltener geben. Die Verteidiger sind genauso robust wie in der 3. Liga, aber beweglicher, meist schneller. Hansa wird deutlich häufiger Umschaltfußball spielen müssen (und dürfen) als zuletzt. Hansa wird seltener am und im Strafraum sein. Die Zahl der Flanken wird sich verringern. Das schmälert Johns Wert enorm.
Ich sehe nicht, wie er in die Schnittstellen gegen hochstehende Mannschaft geht und 30 Meter mit Ball aufs Tor sausen kann. Bei Breier sehe ich genau die Stärken, das adaptive Spielverhalten. Ein gutes Beispiel ist sein Tor gegen Dresden. Das macht er einfach gut gegen einen überlegenen IV. Er nutzt seine Schwäche aus. Verhoek hätte so ein Tor nie gemacht. Verhoek schießt kaum Tore mit einem geringen expected-goal-wert. Breier schon.
Ich will mich aber gar nicht so über John auskotzen. Er hat mich besonders menschlich beeindruckt, ohne ihn wären wir nicht aufgestiegen (wobei: ohne John lief es auch). Mir geht eher darum, dass ich hoffe, dass Härtel anders als mit Magdeburg seine Art des Fußballspielens anpasst. Das Konzept hinten dicht und vorne hoffen, dass die hohen Bälle gut abtropfen oder der Gegner patzt, mag in der 3. Liga funktionieren. In der 2. Bundesliga gewinnt man Spiele mit Ballkontrolle, am Boden, mit Geschwindigkeit.
Am Ende hoffe ich, dass Breier geht. Zu einem Trainer wie Enrico Maaßen. Die smarten Fußball spielen, die freie Räume kreieren und dann suchen. Da würde er aufblühen. In Hansas System, das sich zuletzt eindrucksvoll bewährt hat (im Kontext der 3. Liga) wird er nicht funktionieren. Weil es einfach unterschiedliche Welten sind, was den Fußball angeht.
Mal mein Senf dazu:
Vorab, das wird man eh herauslesen: Pascal ist einer meiner Lieblingsspieler. Wegen seiner Einstellung, aber auch wegen seinem Können auf dem Feld. Ich durfte mir einmal mit einem Fußballanalysten ein bisschen Tape ansehen. War das Spiel gegen 1860. 2:0 oder 2:1 haben wir gewonnen. Breier schoss ein schönes Tor, mit Tempo von links rein, zack, Tor. Sauber.
Nach Nartey kam Breier mit Abstand am besten weg. Schlau in den Anschlussaktionen, schnelle, gute Entscheidungen, Spielfreude, vor allem, das habe ich später auch mal getaped, eine unfassbare Begabung darin, offene Räume zu erkennen, das Spiel ohne Ball. Unfassbar, weil Breier, das sah ich erst später in den Schnitten, gar nicht so schnell war, wie es für mich im Livebild immer aussah. Er war einfach gut darin, die Räume zu lesen und den richtigen Moment zu erwischen. Breier war (bestes Beispiel gegen Viktoria beim 3:3) immer wieder anspielbar. Das gab dem Spiel sehr viel vertikalen Fortschritt. Übrigens auch zu erkennen, als Verhoek in der Rückrunde ein paar Spiele ausfiel: Da war Hansas Offensivspiel viel fluider, mehr Rotation, mehr Verlagerung, dadurch auch mal viel Platz für die Außen. Und noch eine Szene: Als Breier Pulido steil schickt gegen Saarbrücken, aus der 10-Position. Ein Ball der über 30 Meter gestochen scharf kommt, perfekt in den Lauf, in den richtigen Fuß. Breier ist eine ideale hängende Spitze, der dem Spiel mehrere Dimensionen gibt.
Dann das nächste, was ich an Breier schätze: Er hat Cojones. Der läuft auch mal 30, 40 Meter mit Ball und sucht den Abschluss. Schießt aus der Distanz. Passi ist keiner, der sich drückt, sondern auch mal was initiiert, der eine Chance kreiert. Der sogar LV spielt, wenn die Dampflok Scherff losbraust und alles an Absicherung vergisst. In der Rückrunde einige Male zu sehen, wie Breier eben die Bewegungen mitgegangen ist, Löcher gestopft, ehe sie aufreißen konnten. Wie meine Oma bei den Socken. Die hat auch immer gut interveniert.
Das Problem an Breier: Er ist ein Mentalitätsspieler. Spürt er kein Vertrauen, knickt er weg wie eine Blume im Regen. Auch zu sehen, als es Irre gab, die ihm einen Marco Königs vorgezogen haben. Irre. Königs vor Breier. Da müssen Trainerlizenzen einkassiert werden (nur ein Spaß).
Aber zurück: Breier ist für mich, aber das ist nur eine subjektive Wahrnehmung und sicher auch eine fußballphilosophische Frage: in vielen Bereichen um Welten besser als Verhoek. Sogar bei der Chancenverwertung ist John nicht so viel besser als es die Stats zeigen: Verhoek hat mehr Ballberührungen im Strafraum, verbraucht auch viele Chancen.
Wenn ich mir nur die Stürmertypen wie Verhoek und Breier anschaue, denke ich an eine tolle Analyse von Sportjournalisten Oliver Fritsch über Thomas Müller. Müller wird von vielen verehrt. Müller ist unfassbar gut.
Aber nur, wenn es um ihn herum geschmeidig läuft. Fritsch schrieb damals, dass man sich Offensivspiel beim Fußball wie einen Apfelbaum vorstellen kann. Wenn eine Mannschaft Druck macht, wird am Baum gerüttelt, und irgendwann fällt ein Apfel runter, eine Chance, ein Tor. Thomas Müller ist vielleicht der Weltbeste Apfelaufheber der Welt. In einer funktionierenden Mannschaft, die kreiert, ist Müller Gold wert. Wenn eine Mannschaft nicht kreiert, nicht im Flow ist, wirkt Müller wie ein Fremdkörper. Achtet mal drauf, wenn Müller mal im Mittelfeld am Ball ist und es kompliziert wird. Da kommt nicht viel mehr als Regionalliga. Ein Inselbegabter.
So ist es, abstrakt formuliert, auch mit Leuten wie Verhoek: Wenn da keine PERFEKTE Flanke kommt, macht er auch kein Tor. Wenn der Gegner nicht patzt, macht er kein Tor. Wenn es aber um ihn herum läuft, dann glänzt er. Zeitweise.
Ich bewerte daher Breier als deutlich zweitligatauglicher als Verhoek. Geschenke wie gegen München II oder Ingolstadt wird es seltener geben. Die Verteidiger sind genauso robust wie in der 3. Liga, aber beweglicher, meist schneller. Hansa wird deutlich häufiger Umschaltfußball spielen müssen (und dürfen) als zuletzt. Hansa wird seltener am und im Strafraum sein. Die Zahl der Flanken wird sich verringern. Das schmälert Johns Wert enorm.
Ich sehe nicht, wie er in die Schnittstellen gegen hochstehende Mannschaft geht und 30 Meter mit Ball aufs Tor sausen kann. Bei Breier sehe ich genau die Stärken, das adaptive Spielverhalten. Ein gutes Beispiel ist sein Tor gegen Dresden. Das macht er einfach gut gegen einen überlegenen IV. Er nutzt seine Schwäche aus. Verhoek hätte so ein Tor nie gemacht. Verhoek schießt kaum Tore mit einem geringen expected-goal-wert. Breier schon.
Ich will mich aber gar nicht so über John auskotzen. Er hat mich besonders menschlich beeindruckt, ohne ihn wären wir nicht aufgestiegen (wobei: ohne John lief es auch). Mir geht eher darum, dass ich hoffe, dass Härtel anders als mit Magdeburg seine Art des Fußballspielens anpasst. Das Konzept hinten dicht und vorne hoffen, dass die hohen Bälle gut abtropfen oder der Gegner patzt, mag in der 3. Liga funktionieren. In der 2. Bundesliga gewinnt man Spiele mit Ballkontrolle, am Boden, mit Geschwindigkeit.
Am Ende hoffe ich, dass Breier geht. Zu einem Trainer wie Enrico Maaßen. Die smarten Fußball spielen, die freie Räume kreieren und dann suchen. Da würde er aufblühen. In Hansas System, das sich zuletzt eindrucksvoll bewährt hat (im Kontext der 3. Liga) wird er nicht funktionieren. Weil es einfach unterschiedliche Welten sind, was den Fußball angeht.
Du hast den Text unglaublich gut verfasst und es macht wirklich Spaß ihn zu lesen, aber er bringt für mich genauso viele Fragen auf: Woher hast du die ganzen Statistiken oder Fakten die du nennst? Warum schießt Breier mehr Tore mit einem geringeren expected-goal-wert. Ist das Vermutung oder gibt es eine statistische Erfassung? Woran erkennst du, dass Verhoek eine schlechtere Chancenverwertung hat? Ich persönlich habe den Eindruck, dass sich beide Konsorten nicht viel im Abschluss nehmen, ich aber bei Breier adhoc mehrere vergebene Großchancen, auch aus der Vorsaison, im Hinterkopf habe - ohne das zu werten.
Breier kann 30 Meter mit dem Ball rennen, hat aber wie oft außerhalb des 16ers getroffen?
Das Dresden-Tor ist aus einem individuellen Fehler von Ehlers entstanden. Bei Verhoek kreidest du das negativ an, bei Breier ist es starkes Verhalten von Breier.
Du bringst tatsächlich viele gute Argumente für Breier - ich finde ihn grundsätzlich auch nicht schlecht. Bis vor einem Jahr hätte ich mir auch nicht ausgemalt, dass Verhoek ihn verdrängt, du beschreibst aber auch schon super, dass es dem Spielsystem von Härtel geschuldet ist. Ein System, in welchem gerade zur Entlastung ein kopfballstarker Spieler gefordert ist. Breier war das leider nie, aber du kannst recht haben, dass das in der 2.Bundesliga nicht mehr so zum Vorschein kommt und Breier mehr Chancen erhält.
Ich finde in der Diskussion kann man sich im Kreis drehen. Du argumentierst sehr gut und ich kann dem größten Teil wirklich folgen und stimme dem sogar zu. Dem Analyst werde ich sein Wissen nicht absprechen, interessant, dass du Jemanden im Bekanntenkreis hast. Du scheinst dich auch sehr eloquent und gut ausdrücken zu können. Vielleicht kannst du zukünftig ja mal desöfteren solcher Beiträge verfassen.
24.06.2021 - 14:02 Uhr
Ich finde die Diskussion sehr interessant. Gerade das Thema hängende Spitze.
Für Hanno Behrens würde diese Position geschaffen. Warum setzt man Breier nicht auf die selbe Position mit den selben Aufgaben. Weg vom Flügel.
Er ist laufstark, aggressiv gegen den Ball, kann gute Steckpässe spielen und hat ein Gespür für die offensiven Räume. Er hat schon gezeigt das er brauchbare Flanken aus dem Halbfeld schlagen kann.
Er wäre für mich ein Kandidat für die Offensive 8 /10/ HS. Der Spieler hinter der 9.
Auf dem Flügel fehlt ihm der Antritt und Geschwindigkeit.
Für Hanno Behrens würde diese Position geschaffen. Warum setzt man Breier nicht auf die selbe Position mit den selben Aufgaben. Weg vom Flügel.
Er ist laufstark, aggressiv gegen den Ball, kann gute Steckpässe spielen und hat ein Gespür für die offensiven Räume. Er hat schon gezeigt das er brauchbare Flanken aus dem Halbfeld schlagen kann.
Er wäre für mich ein Kandidat für die Offensive 8 /10/ HS. Der Spieler hinter der 9.
Auf dem Flügel fehlt ihm der Antritt und Geschwindigkeit.
24.06.2021 - 14:31 Uhr
Zitat von PytanSilva
Ich finde in der Diskussion kann man sich im Kreis drehen. Du argumentierst sehr gut und ich kann dem größten Teil wirklich folgen und stimme dem sogar zu. Dem Analyst werde ich sein Wissen nicht absprechen, interessant, dass du Jemanden im Bekanntenkreis hast. Du scheinst dich auch sehr eloquent und gut ausdrücken zu können. Vielleicht kannst du zukünftig ja mal desöfteren solcher Beiträge verfassen.
Ich finde in der Diskussion kann man sich im Kreis drehen. Du argumentierst sehr gut und ich kann dem größten Teil wirklich folgen und stimme dem sogar zu. Dem Analyst werde ich sein Wissen nicht absprechen, interessant, dass du Jemanden im Bekanntenkreis hast. Du scheinst dich auch sehr eloquent und gut ausdrücken zu können. Vielleicht kannst du zukünftig ja mal desöfteren solcher Beiträge verfassen.

Wie du schreibst stehen da viele Sachen, die nicht bewiesen werden, zB der expected-goal-wert. "ich kenne diesen und jenen der Ahnung hat" ist, nicht böse gemeint, ein oft gelesener Satz in Internetforen. Kritisch wird dann in den meisten Fällen die Beweisführung.
Da werden aus 2 Jahren (2-1 vs 1860, 3:3 Viktoria Köln, 1:3 gegen DD, ein toller Pass gegen SB) Highlights von PB zusammengesucht, um dann JV pauschal so zu bewerten:
"So ist es, abstrakt formuliert, auch mit Leuten wie Verhoek: Wenn da keine PERFEKTE Flanke kommt, macht er auch kein Tor. Wenn der Gegner nicht patzt, macht er kein Tor. Wenn es aber um ihn herum läuft, dann glänzt er. Zeitweise." Kann man natürlich machen, hat aber wenig mit fundierter Analyse zu tun.
"Geschenke wie gegen München II oder Ingolstadt wird es seltener geben." Ich mag mich irren, aber diese Fehler sind entstanden, weil JV die Aktion bis zum Ende durchgezogen hat, man könnte denken ihm wurde der Ball wie Poulsen gg Russland quasi vors leere Tor gelegt...Was übrigens zeigt, dass selbst auf höherem Level als Liga 2 noch amateurhafte Fehler passieren, man muss sie dann nur nutzen.
Dazu kommt die seltsame Argumentation mit dem DD-Tor sowie ein paar nicht untermauerte Behauptungen. Aber vielleicht sollte man, wenn man PB als Lieblingsspieler angibt, solche Vergleiche mit anderen Spielern einfach gar nicht anstellen: Nur weil es hübscher verpackt ist macht es den Inhalt nicht besser.
Beide hatten gute und schlechte Spiele, Chancen genutzt und andere (kläglich) vergeben und ihren Anteil am Aufstieg.
24.06.2021 - 16:17 Uhr
@Seattleholic was ist eigentlich mit dem Blog passiert?
24.06.2021 - 16:59 Uhr
Zitat von Seattleholic
Mal mein Senf dazu:
Vorab, das wird man eh herauslesen: Pascal ist einer meiner Lieblingsspieler. Wegen seiner Einstellung, aber auch wegen seinem Können auf dem Feld. Ich durfte mir einmal mit einem Fußballanalysten ein bisschen Tape ansehen. War das Spiel gegen 1860. 2:0 oder 2:1 haben wir gewonnen. Breier schoss ein schönes Tor, mit Tempo von links rein, zack, Tor. Sauber.
Nach Nartey kam Breier mit Abstand am besten weg. Schlau in den Anschlussaktionen, schnelle, gute Entscheidungen, Spielfreude, vor allem, das habe ich später auch mal getaped, eine unfassbare Begabung darin, offene Räume zu erkennen, das Spiel ohne Ball. Unfassbar, weil Breier, das sah ich erst später in den Schnitten, gar nicht so schnell war, wie es für mich im Livebild immer aussah. Er war einfach gut darin, die Räume zu lesen und den richtigen Moment zu erwischen. Breier war (bestes Beispiel gegen Viktoria beim 3:3) immer wieder anspielbar. Das gab dem Spiel sehr viel vertikalen Fortschritt. Übrigens auch zu erkennen, als Verhoek in der Rückrunde ein paar Spiele ausfiel: Da war Hansas Offensivspiel viel fluider, mehr Rotation, mehr Verlagerung, dadurch auch mal viel Platz für die Außen. Und noch eine Szene: Als Breier Pulido steil schickt gegen Saarbrücken, aus der 10-Position. Ein Ball der über 30 Meter gestochen scharf kommt, perfekt in den Lauf, in den richtigen Fuß. Breier ist eine ideale hängende Spitze, der dem Spiel mehrere Dimensionen gibt.
Dann das nächste, was ich an Breier schätze: Er hat Cojones. Der läuft auch mal 30, 40 Meter mit Ball und sucht den Abschluss. Schießt aus der Distanz. Passi ist keiner, der sich drückt, sondern auch mal was initiiert, der eine Chance kreiert. Der sogar LV spielt, wenn die Dampflok Scherff losbraust und alles an Absicherung vergisst. In der Rückrunde einige Male zu sehen, wie Breier eben die Bewegungen mitgegangen ist, Löcher gestopft, ehe sie aufreißen konnten. Wie meine Oma bei den Socken. Die hat auch immer gut interveniert.
Das Problem an Breier: Er ist ein Mentalitätsspieler. Spürt er kein Vertrauen, knickt er weg wie eine Blume im Regen. Auch zu sehen, als es Irre gab, die ihm einen Marco Königs vorgezogen haben. Irre. Königs vor Breier. Da müssen Trainerlizenzen einkassiert werden (nur ein Spaß).
Aber zurück: Breier ist für mich, aber das ist nur eine subjektive Wahrnehmung und sicher auch eine fußballphilosophische Frage: in vielen Bereichen um Welten besser als Verhoek. Sogar bei der Chancenverwertung ist John nicht so viel besser als es die Stats zeigen: Verhoek hat mehr Ballberührungen im Strafraum, verbraucht auch viele Chancen.
Wenn ich mir nur die Stürmertypen wie Verhoek und Breier anschaue, denke ich an eine tolle Analyse von Sportjournalisten Oliver Fritsch über Thomas Müller. Müller wird von vielen verehrt. Müller ist unfassbar gut.
Aber nur, wenn es um ihn herum geschmeidig läuft. Fritsch schrieb damals, dass man sich Offensivspiel beim Fußball wie einen Apfelbaum vorstellen kann. Wenn eine Mannschaft Druck macht, wird am Baum gerüttelt, und irgendwann fällt ein Apfel runter, eine Chance, ein Tor. Thomas Müller ist vielleicht der Weltbeste Apfelaufheber der Welt. In einer funktionierenden Mannschaft, die kreiert, ist Müller Gold wert. Wenn eine Mannschaft nicht kreiert, nicht im Flow ist, wirkt Müller wie ein Fremdkörper. Achtet mal drauf, wenn Müller mal im Mittelfeld am Ball ist und es kompliziert wird. Da kommt nicht viel mehr als Regionalliga. Ein Inselbegabter.
So ist es, abstrakt formuliert, auch mit Leuten wie Verhoek: Wenn da keine PERFEKTE Flanke kommt, macht er auch kein Tor. Wenn der Gegner nicht patzt, macht er kein Tor. Wenn es aber um ihn herum läuft, dann glänzt er. Zeitweise.
Ich bewerte daher Breier als deutlich zweitligatauglicher als Verhoek. Geschenke wie gegen München II oder Ingolstadt wird es seltener geben. Die Verteidiger sind genauso robust wie in der 3. Liga, aber beweglicher, meist schneller. Hansa wird deutlich häufiger Umschaltfußball spielen müssen (und dürfen) als zuletzt. Hansa wird seltener am und im Strafraum sein. Die Zahl der Flanken wird sich verringern. Das schmälert Johns Wert enorm.
Ich sehe nicht, wie er in die Schnittstellen gegen hochstehende Mannschaft geht und 30 Meter mit Ball aufs Tor sausen kann. Bei Breier sehe ich genau die Stärken, das adaptive Spielverhalten. Ein gutes Beispiel ist sein Tor gegen Dresden. Das macht er einfach gut gegen einen überlegenen IV. Er nutzt seine Schwäche aus. Verhoek hätte so ein Tor nie gemacht. Verhoek schießt kaum Tore mit einem geringen expected-goal-wert. Breier schon.
Ich will mich aber gar nicht so über John auskotzen. Er hat mich besonders menschlich beeindruckt, ohne ihn wären wir nicht aufgestiegen (wobei: ohne John lief es auch). Mir geht eher darum, dass ich hoffe, dass Härtel anders als mit Magdeburg seine Art des Fußballspielens anpasst. Das Konzept hinten dicht und vorne hoffen, dass die hohen Bälle gut abtropfen oder der Gegner patzt, mag in der 3. Liga funktionieren. In der 2. Bundesliga gewinnt man Spiele mit Ballkontrolle, am Boden, mit Geschwindigkeit.
Am Ende hoffe ich, dass Breier geht. Zu einem Trainer wie Enrico Maaßen. Die smarten Fußball spielen, die freie Räume kreieren und dann suchen. Da würde er aufblühen. In Hansas System, das sich zuletzt eindrucksvoll bewährt hat (im Kontext der 3. Liga) wird er nicht funktionieren. Weil es einfach unterschiedliche Welten sind, was den Fußball angeht.
Mal mein Senf dazu:
Vorab, das wird man eh herauslesen: Pascal ist einer meiner Lieblingsspieler. Wegen seiner Einstellung, aber auch wegen seinem Können auf dem Feld. Ich durfte mir einmal mit einem Fußballanalysten ein bisschen Tape ansehen. War das Spiel gegen 1860. 2:0 oder 2:1 haben wir gewonnen. Breier schoss ein schönes Tor, mit Tempo von links rein, zack, Tor. Sauber.
Nach Nartey kam Breier mit Abstand am besten weg. Schlau in den Anschlussaktionen, schnelle, gute Entscheidungen, Spielfreude, vor allem, das habe ich später auch mal getaped, eine unfassbare Begabung darin, offene Räume zu erkennen, das Spiel ohne Ball. Unfassbar, weil Breier, das sah ich erst später in den Schnitten, gar nicht so schnell war, wie es für mich im Livebild immer aussah. Er war einfach gut darin, die Räume zu lesen und den richtigen Moment zu erwischen. Breier war (bestes Beispiel gegen Viktoria beim 3:3) immer wieder anspielbar. Das gab dem Spiel sehr viel vertikalen Fortschritt. Übrigens auch zu erkennen, als Verhoek in der Rückrunde ein paar Spiele ausfiel: Da war Hansas Offensivspiel viel fluider, mehr Rotation, mehr Verlagerung, dadurch auch mal viel Platz für die Außen. Und noch eine Szene: Als Breier Pulido steil schickt gegen Saarbrücken, aus der 10-Position. Ein Ball der über 30 Meter gestochen scharf kommt, perfekt in den Lauf, in den richtigen Fuß. Breier ist eine ideale hängende Spitze, der dem Spiel mehrere Dimensionen gibt.
Dann das nächste, was ich an Breier schätze: Er hat Cojones. Der läuft auch mal 30, 40 Meter mit Ball und sucht den Abschluss. Schießt aus der Distanz. Passi ist keiner, der sich drückt, sondern auch mal was initiiert, der eine Chance kreiert. Der sogar LV spielt, wenn die Dampflok Scherff losbraust und alles an Absicherung vergisst. In der Rückrunde einige Male zu sehen, wie Breier eben die Bewegungen mitgegangen ist, Löcher gestopft, ehe sie aufreißen konnten. Wie meine Oma bei den Socken. Die hat auch immer gut interveniert.
Das Problem an Breier: Er ist ein Mentalitätsspieler. Spürt er kein Vertrauen, knickt er weg wie eine Blume im Regen. Auch zu sehen, als es Irre gab, die ihm einen Marco Königs vorgezogen haben. Irre. Königs vor Breier. Da müssen Trainerlizenzen einkassiert werden (nur ein Spaß).
Aber zurück: Breier ist für mich, aber das ist nur eine subjektive Wahrnehmung und sicher auch eine fußballphilosophische Frage: in vielen Bereichen um Welten besser als Verhoek. Sogar bei der Chancenverwertung ist John nicht so viel besser als es die Stats zeigen: Verhoek hat mehr Ballberührungen im Strafraum, verbraucht auch viele Chancen.
Wenn ich mir nur die Stürmertypen wie Verhoek und Breier anschaue, denke ich an eine tolle Analyse von Sportjournalisten Oliver Fritsch über Thomas Müller. Müller wird von vielen verehrt. Müller ist unfassbar gut.
Aber nur, wenn es um ihn herum geschmeidig läuft. Fritsch schrieb damals, dass man sich Offensivspiel beim Fußball wie einen Apfelbaum vorstellen kann. Wenn eine Mannschaft Druck macht, wird am Baum gerüttelt, und irgendwann fällt ein Apfel runter, eine Chance, ein Tor. Thomas Müller ist vielleicht der Weltbeste Apfelaufheber der Welt. In einer funktionierenden Mannschaft, die kreiert, ist Müller Gold wert. Wenn eine Mannschaft nicht kreiert, nicht im Flow ist, wirkt Müller wie ein Fremdkörper. Achtet mal drauf, wenn Müller mal im Mittelfeld am Ball ist und es kompliziert wird. Da kommt nicht viel mehr als Regionalliga. Ein Inselbegabter.
So ist es, abstrakt formuliert, auch mit Leuten wie Verhoek: Wenn da keine PERFEKTE Flanke kommt, macht er auch kein Tor. Wenn der Gegner nicht patzt, macht er kein Tor. Wenn es aber um ihn herum läuft, dann glänzt er. Zeitweise.
Ich bewerte daher Breier als deutlich zweitligatauglicher als Verhoek. Geschenke wie gegen München II oder Ingolstadt wird es seltener geben. Die Verteidiger sind genauso robust wie in der 3. Liga, aber beweglicher, meist schneller. Hansa wird deutlich häufiger Umschaltfußball spielen müssen (und dürfen) als zuletzt. Hansa wird seltener am und im Strafraum sein. Die Zahl der Flanken wird sich verringern. Das schmälert Johns Wert enorm.
Ich sehe nicht, wie er in die Schnittstellen gegen hochstehende Mannschaft geht und 30 Meter mit Ball aufs Tor sausen kann. Bei Breier sehe ich genau die Stärken, das adaptive Spielverhalten. Ein gutes Beispiel ist sein Tor gegen Dresden. Das macht er einfach gut gegen einen überlegenen IV. Er nutzt seine Schwäche aus. Verhoek hätte so ein Tor nie gemacht. Verhoek schießt kaum Tore mit einem geringen expected-goal-wert. Breier schon.
Ich will mich aber gar nicht so über John auskotzen. Er hat mich besonders menschlich beeindruckt, ohne ihn wären wir nicht aufgestiegen (wobei: ohne John lief es auch). Mir geht eher darum, dass ich hoffe, dass Härtel anders als mit Magdeburg seine Art des Fußballspielens anpasst. Das Konzept hinten dicht und vorne hoffen, dass die hohen Bälle gut abtropfen oder der Gegner patzt, mag in der 3. Liga funktionieren. In der 2. Bundesliga gewinnt man Spiele mit Ballkontrolle, am Boden, mit Geschwindigkeit.
Am Ende hoffe ich, dass Breier geht. Zu einem Trainer wie Enrico Maaßen. Die smarten Fußball spielen, die freie Räume kreieren und dann suchen. Da würde er aufblühen. In Hansas System, das sich zuletzt eindrucksvoll bewährt hat (im Kontext der 3. Liga) wird er nicht funktionieren. Weil es einfach unterschiedliche Welten sind, was den Fußball angeht.
Ich befürchte leider, dass Jens Härtel von seiner „bewährten“ Spielphilosophie nicht abrücken wird und wir auch in der 2. Liga viel mit hohen Bällen und dem Wandspieler operieren werden.
Härtels System und Breier passen leider einfach nicht zusammen.
In diesem Punkt muss ich @Seattleholic leider zu 100% zustimmen.
PS: Ich vermisse BTB auch sehr! Für mich war der Blog mit Abstand die qualitativ beste und interessanteste Hansalektüre all over the world.
Zum Schluss habe ich mich auf den Blogeintrag schon fast genauso gefreut, wie auf das Spiel selbst. Gibt es eventuell eine Chance auf ein Revival?
Post-Optionen
Den kompletten Thread wirklich löschen?
Paten-Optionen
Möchtest Du den Beitrag wirklich löschen?
Diesen Beitrag alarmieren
Diesen Beitrag alarmieren
Diesen Beitrag alarmieren
Lesezeichen
Abonnierte Threads
Guter Beitrag
Guter Beitrag
Guter Beitrag
Post-Optionen
Nutze die Thread-Suche, wenn Du diesen Post in einen anderen Thread verschieben möchtest. Drücke Thread erstellen, wenn aus diesem Post ein eigenständiger Thread werden soll.
Deutschland




