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Mitch Kniat
Geburtsdatum 18.11.1985
Alter 40
Nat. Deutschland  Deutschland
Funktion Trainer
Akt. Verein Vereinslos

Mitch Kniat (Ex-Trainer)

13.06.2023 - 17:40 Uhr
Mitch Kniat (Ex-Trainer) |#741
20.01.2025 - 13:44 Uhr
Zitat von DSC4EVER
Zitat von TG-DSC-Arminia

Zitat von Arminia-Horst

Zitat von Ugolini

Zitat von tw6253

Zitat von Arminia-Horst

Wenn Kniat aufgrund einer schwächeren Phase wirklich entlassen werden sollte, machen wir den gleichen Fehler, den wir mit Neuhaus gemacht haben, schon wieder:

Einen Trainer zu entlassen, der zur Arminia passt.

In der Gesamtbetrachtung hat er jedenfalls noch einigen Kredit, der nach dem Ding gegen Cottbus sicher nicht verspielt sein dürfte.


Einen unpassenderen Vergleich hätte ich mir nicht vorstellen können, aber wollen wir das Thema mal nicht wieder aufmachen - der Entscheider von damals nimmt uns derzeit nochmal einen hohen fünfstelligen Betrag ab.

Welchen Kredit hat er denn in deiner Gesamtbetrachung? Ja er hat letzte Saison das Minimalziel erreicht. Aber diese Saison läuft doch nicht zufriedenstellend - den DFB Pokal lasse ich generell außen vor, das ist Augenwischerei.


Da sit das Thema wieder...
Ich habe Kniat jetzt auch kritisiert, weil ich seine Aufstellung, Einwechslubgen und Taktik überhaupt nicht nachvollziehen kann.
Ebenso das Spiel im letzten Drittel.

Aber am meisten ärgern mich 2 Dinge:

1.
Das ignorieren von guten Spielern und wie das nach außen kommuniziert wird.
Man erzeugt dadurch Unruhe im Kader und im Umfeld.

2.
Die Geschwindigkeit der Taktikanpassung, wenn ganz offensichtlich der Plan nicht aufgeht.
Dann aber in der Halbzeitpause einen Dreifachwechsel zu veranlassen...
Warum reagiert man nicht schon vor der Halbzeitpause und passt minimal an?
Ich mache ihm keinen Vorwurf, wenn man mit dieser Aufstellung irgendetwas bezwecken möchte und einen guten Plan hat.
Wenn man aber dann merkt, dass nichts zusammenläuft, verschenkt man doch nicht die Zeit und wechselt erst in der Halbzeitpause!
Fehler macht jeder, es ist immer nur die Frage, wie man dann damit umgeht!

Trotz der oben genannten Punkte bin und bleibe ich im Team Pro-Kniat.
In meinen Augen wird der Faktor Kontinuität völlig unterschätzt. An sich macht Kniat auch keinen schlechten Job...Die Mannschaft kann schon ansehnlich spielen.
So langer sein Team nicht verliert, bleibe ich bei Kniat.
Vielleicht hatte der Lob um seine Person nach dem Freiburgspiel ihm selber nicht gut getan. In meinen Augen wurde er ab diesem Zeitpunkt experimentierfreudig und hatte teils aus meiner Sicht unerklärliche Personalentscheidungen getroffen.
Trotzdem...gebt ihm bitte weiterhin die Möglichkeit sich zu entwickeln!


Thema "unpassender Vergleich":
Unter Neuhaus gab es Struktur und eine attraktive Spielidee. Alles Dinge, die Kramer, Forte, Scherning und Koschinat nicht mal im Ansatz realisieren konnten.
Kniat hat einer völlig neuen Truppe zuerst einmal Stabilität gegeben und ist im Moment immer noch dabei ein Offensivspiel zu entwickeln. Welche Truppe seit Neuhaus hat überhaupt Anlass gegeben mal zufrieden mit dem Spiel zu sein? Mir geht das erst seit Kniat wieder so.

"Welchen Kredit hat er?"
Im letzten Jahr hat er zumindest mal den völligen Niedergang in die Bedeutungslosigkeit verhindert. Trotz letzten Samstag besteht immer noch die Möglichkeit um den Aufstieg mitzuspielen - was ich ehrlich gesagt vor der Saison nicht zwingend erwartet hätte. Er hat nicht wenige Spieler, darunter auch inzwischen zu Leistungsträgern herangewachsene wie Oppie, besser gemacht. Nicht wenige haben ihm letztes Jahr noch Gift und Galle entgegen gespuckt, wenn er mal wieder zu spät oder zu schlecht positioniert in seine Defensivzweikämpfe gegangen ist.

"Einwechselungen und Taktik"
Über die Aufstellung gegen Cottbus habe ich mich auch gewundert. Ich kann mir nur vorstellen, dass sein ursprünglicher Plan ein schnelles Spiel hinter die Kette war, da er mit Sumbu und Young zwei Spieler gesetzt hatte, die gerade nach solchen Bällen ein 1gg1 auflösen und zu Abschlüssen kommen können.
Dass es nach dem 0:1 schwieriger werden würde das umzusetzen war klar, aber warum sollte er dann nach 15 oder 20 Minuten wechseln? Waren wir so klar abgemeldet, dass das nachvollziehbar gewesen wäre? Ich hab es jedenfalls nicht so gesehen.
Die drei Wechsel waren fast logisch. Ein kopfballstarker Zielspieler gegen extrem tief verteidigende Cottbusser ist selbsterklärend - obschon die "Qualität" der Flanken weiterhin ein Manko bleibt. Young war zum Ende der ersten Hälfte völlig abgemeldet, so dass ein Wechsel von Schroers, der sich wirklich reingehängt hat, auch nachvollziehbar war. Sumbu hatte keinen guten Tag - zumindest was das Abseits angeht. Bazee hat auch hier Sinn ergeben und war auch wesentlich zielstrebiger.

Ein mMn. legitimer Kritikpunkt sind die fehlenden Abläufe für ein offensives Kurzpassspiel durch die Zentrale. Selbst bei guter Besetzung wird dann eher der Sicherheitspass auf den Flügel gewählt, statt mal etwas zu riskieren.

"Warum sortiert Kniat "gute" Spieler aus?"
Bei Mizuta - so gern ich den auch habe - scheint es ja disziplinarische Probleme zu geben.

Wen soll Boujellab ersetzen und hat er zu irgend einem Zeitpunkt im Rahmen seiner Einsatzzeiten mal Anhaltspunkte dafür geliefert, dass er spielen müsste? Ich erinnere mich jedenfalls nicht daran.

Einzig bei Biankadi verstehe ich es anhand der vorhandenen Informationen wirklich nicht.

Erzeugt er damit Unruhe im Kader? Kann ich von außen gesehen ehrlich gesagt nicht beurteilen. Wenn er seine Linie konsequent fährt, wissen die Spieler zumindest woran sie sind.

Ohne interne Informationen lässt sich die Frage nach Personalentscheidungen jedenfalls nicht abschließend klären - und ich bin ehrlich gesagt froh, dass wir nicht ständig in der Presse lesen dürfen, welche Groß- und Kleinkriege es innerhalb der Mannschaft geben könnte.
Im Vergleich zu der ein oder anderen Söldnertruppe habe ich jedenfalls immer noch das Gefühl, dass wir mal wieder eine Mannschaft haben.

Wenn es nach mir geht kann Kniat noch reichlich Zeit bekommen. Jedenfalls fällt mir spontan kein realistisch verpflichtbarer Trainer ein, der zur Arminia passen würde und dessen Spielidee ich überhaupt bei uns sehen will.


Zum Thema Personalentscheidungen:

Es sind ja nicht nur Boujellab und Mizuta. Mit Biankadi hat er jetzt noch einen Spieler mehr oder weniger aussortiert, der eigentlich in jeder 3. Liga Saison die er gespielt hat einer der besseren Spieler der Liga war.

Hat mit Hilterman einen Spieler aussortiert, der letzte Saison die 2. Liga in Holland kurz und klein geschossen hat, nur um allen Stürmern im Winter einen vor die Nase zu setzen der in Holland weniger gezeigt hat.

Hat mit Kania das vermutlich vielversprechneste Talent der Liga auf der 9, und lässt ihn 90 Minuten auf der Bank und dafür jemanden spielen, der eine! Einheit mit der Mannschaft hatte,

Klar haben wir keine Internas, aber so wirkt das für mich völlig irrsinnig.

Und genau diese Personalentscheidungen machen doch das Argument "Kontinuität" völlig obsolet, wenn man jede Saison 10 neue Spieler braucht, weil Kniat während der Saison jeden aussortiert, der ihm nicht in den kram passt.

Wir haben jetzt komplett abgemeldet: Hilterman, Boujellab, Mizuta, Belkahia
Auf dem weg komplett abgemeldet zu sein: Biankadi, Becker
Komplett vor den Kopf gestoßen: Kania

Das ist fast ein Drittel aller Feldspieler und bestimmt ein 6stelliger Betrag an Gehalt pro Monat, den wir genauso gut verbrennen könnten.

Und ob man dann jetzt einen neuen Trainer holt, oder im Sommer 8 neue Spieler, kommt im Hinblick auf Kontinuität beim gleichen hinaus. Mal ganz davon abgesehen, dass die Berater sich das hier ganz genau überlegen werden, ob die riskieren, dass ihre Schützlinge ohne ersichtlichen Grund aufs Abstellgleis geschoben werden


Sehr guter Beitrag, mit einer sehr interessanten Sichtweise!
Man könnte auch noch Gohlke, Yildirim, Shipnoski und auch Schneider dazunehmen, der wohl keine Rolle spielen würde wenn Felix sich nicht verletzt hätte. Oder auch Kunze und Schreck...


Also ich habe am Samstag auch einige Fragezeichen gehabt aber wir müssen jetzt auch nicht jeden Spieler der keine Stammkraft ist als aussortiert bezeichnen. Es können nunmal nur 16 Leute eingesetzt werden und eben noch 4 ohne Einsatz auf der Bank sitzen.
Spieler wie Shipnoksi, Yildirim, Gohlke und Co aus der letzten Saison sind doch völlig zurecht nicht mehr da. Die vermisst doch jetzt nicht wirklich einer oder? Belkahia ist IV Nr. 4 oder 5. Leistungsgerecht. Becker auf der Tribüne ist doch an sich völlig richtig. Er ist allem bisher schuldig geblieben. Boujellab ist bei uns, wie in seiner ganzen Karriere bisher, nicht über Ansätze hinausgekommen. Über Mizuta kann man streiten aber der fehlt wohl Disziplin und es waren auch einige Spiele nicht überzeugend. Hilterman ist aus meiner Sicht unverständlich. Biankadi, Kunze und Schreck gehören immer zum Kader und haben auch Einsatzzeit. Also für mich auch nicht aussortiert. Macht unterm Strich einen Hilterman der sich hinten anstellen muss, Boujellab und Belkahia absolut leistungsgerecht aussortiert. Oder will da jemand hier den Vertrag etwa noch verlängern? Mizuta mit Fragezeichen.

Kniat hat für mich noch Kredit. Muss jetzt aber zeigen, dass wir offensiv dauerhaft Gefahr entwickeln und auch Tore machen. Für was das am Ende reicht wird man dann sehen aber wichtig ist das es besser wird auch im Bezug auf nächste Saison.
Dafür ist für nach wie vor klar, dass wir nicht mit dieser Raute wie am Samstag spielen können. Da fehlt einfach Torgefahr. Zudem müsste auch überdacht werden ob Wörl der richtige „10er“ ist. Ich würde da eher mal wieder auf Biankadi setzen. Dazu zwei klassischen außen. Vorne würde ich Kania bringen und zwei Stürmer mit Hilterman und Uldrikis auf der Bank zu haben um entsprechend nachzulegen und mal auf zwei Spitzen umzustellen.

Dazu muss dieses „mit dem 0:2 ist das Spiel vorbei“ aufhören. Das haben wir nun schon öfter gehört und das macht sicherlich kein Mut für die nächsten Spiele mit Rückstand.
Mitch Kniat (Ex-Trainer) |#742
20.01.2025 - 15:47 Uhr
Zitat von felix9300

Zitat von DSC4EVER

Zitat von TG-DSC-Arminia

Zitat von Arminia-Horst

Zitat von Ugolini

Zitat von tw6253

Zitat von Arminia-Horst

Wenn Kniat aufgrund einer schwächeren Phase wirklich entlassen werden sollte, machen wir den gleichen Fehler, den wir mit Neuhaus gemacht haben, schon wieder:

Einen Trainer zu entlassen, der zur Arminia passt.

In der Gesamtbetrachtung hat er jedenfalls noch einigen Kredit, der nach dem Ding gegen Cottbus sicher nicht verspielt sein dürfte.


Einen unpassenderen Vergleich hätte ich mir nicht vorstellen können, aber wollen wir das Thema mal nicht wieder aufmachen - der Entscheider von damals nimmt uns derzeit nochmal einen hohen fünfstelligen Betrag ab.

Welchen Kredit hat er denn in deiner Gesamtbetrachung? Ja er hat letzte Saison das Minimalziel erreicht. Aber diese Saison läuft doch nicht zufriedenstellend - den DFB Pokal lasse ich generell außen vor, das ist Augenwischerei.


Da sit das Thema wieder...
Ich habe Kniat jetzt auch kritisiert, weil ich seine Aufstellung, Einwechslubgen und Taktik überhaupt nicht nachvollziehen kann.
Ebenso das Spiel im letzten Drittel.

Aber am meisten ärgern mich 2 Dinge:

1.
Das ignorieren von guten Spielern und wie das nach außen kommuniziert wird.
Man erzeugt dadurch Unruhe im Kader und im Umfeld.

2.
Die Geschwindigkeit der Taktikanpassung, wenn ganz offensichtlich der Plan nicht aufgeht.
Dann aber in der Halbzeitpause einen Dreifachwechsel zu veranlassen...
Warum reagiert man nicht schon vor der Halbzeitpause und passt minimal an?
Ich mache ihm keinen Vorwurf, wenn man mit dieser Aufstellung irgendetwas bezwecken möchte und einen guten Plan hat.
Wenn man aber dann merkt, dass nichts zusammenläuft, verschenkt man doch nicht die Zeit und wechselt erst in der Halbzeitpause!
Fehler macht jeder, es ist immer nur die Frage, wie man dann damit umgeht!

Trotz der oben genannten Punkte bin und bleibe ich im Team Pro-Kniat.
In meinen Augen wird der Faktor Kontinuität völlig unterschätzt. An sich macht Kniat auch keinen schlechten Job...Die Mannschaft kann schon ansehnlich spielen.
So langer sein Team nicht verliert, bleibe ich bei Kniat.
Vielleicht hatte der Lob um seine Person nach dem Freiburgspiel ihm selber nicht gut getan. In meinen Augen wurde er ab diesem Zeitpunkt experimentierfreudig und hatte teils aus meiner Sicht unerklärliche Personalentscheidungen getroffen.
Trotzdem...gebt ihm bitte weiterhin die Möglichkeit sich zu entwickeln!


Thema "unpassender Vergleich":
Unter Neuhaus gab es Struktur und eine attraktive Spielidee. Alles Dinge, die Kramer, Forte, Scherning und Koschinat nicht mal im Ansatz realisieren konnten.
Kniat hat einer völlig neuen Truppe zuerst einmal Stabilität gegeben und ist im Moment immer noch dabei ein Offensivspiel zu entwickeln. Welche Truppe seit Neuhaus hat überhaupt Anlass gegeben mal zufrieden mit dem Spiel zu sein? Mir geht das erst seit Kniat wieder so.

"Welchen Kredit hat er?"
Im letzten Jahr hat er zumindest mal den völligen Niedergang in die Bedeutungslosigkeit verhindert. Trotz letzten Samstag besteht immer noch die Möglichkeit um den Aufstieg mitzuspielen - was ich ehrlich gesagt vor der Saison nicht zwingend erwartet hätte. Er hat nicht wenige Spieler, darunter auch inzwischen zu Leistungsträgern herangewachsene wie Oppie, besser gemacht. Nicht wenige haben ihm letztes Jahr noch Gift und Galle entgegen gespuckt, wenn er mal wieder zu spät oder zu schlecht positioniert in seine Defensivzweikämpfe gegangen ist.

"Einwechselungen und Taktik"
Über die Aufstellung gegen Cottbus habe ich mich auch gewundert. Ich kann mir nur vorstellen, dass sein ursprünglicher Plan ein schnelles Spiel hinter die Kette war, da er mit Sumbu und Young zwei Spieler gesetzt hatte, die gerade nach solchen Bällen ein 1gg1 auflösen und zu Abschlüssen kommen können.
Dass es nach dem 0:1 schwieriger werden würde das umzusetzen war klar, aber warum sollte er dann nach 15 oder 20 Minuten wechseln? Waren wir so klar abgemeldet, dass das nachvollziehbar gewesen wäre? Ich hab es jedenfalls nicht so gesehen.
Die drei Wechsel waren fast logisch. Ein kopfballstarker Zielspieler gegen extrem tief verteidigende Cottbusser ist selbsterklärend - obschon die "Qualität" der Flanken weiterhin ein Manko bleibt. Young war zum Ende der ersten Hälfte völlig abgemeldet, so dass ein Wechsel von Schroers, der sich wirklich reingehängt hat, auch nachvollziehbar war. Sumbu hatte keinen guten Tag - zumindest was das Abseits angeht. Bazee hat auch hier Sinn ergeben und war auch wesentlich zielstrebiger.

Ein mMn. legitimer Kritikpunkt sind die fehlenden Abläufe für ein offensives Kurzpassspiel durch die Zentrale. Selbst bei guter Besetzung wird dann eher der Sicherheitspass auf den Flügel gewählt, statt mal etwas zu riskieren.

"Warum sortiert Kniat "gute" Spieler aus?"
Bei Mizuta - so gern ich den auch habe - scheint es ja disziplinarische Probleme zu geben.

Wen soll Boujellab ersetzen und hat er zu irgend einem Zeitpunkt im Rahmen seiner Einsatzzeiten mal Anhaltspunkte dafür geliefert, dass er spielen müsste? Ich erinnere mich jedenfalls nicht daran.

Einzig bei Biankadi verstehe ich es anhand der vorhandenen Informationen wirklich nicht.

Erzeugt er damit Unruhe im Kader? Kann ich von außen gesehen ehrlich gesagt nicht beurteilen. Wenn er seine Linie konsequent fährt, wissen die Spieler zumindest woran sie sind.

Ohne interne Informationen lässt sich die Frage nach Personalentscheidungen jedenfalls nicht abschließend klären - und ich bin ehrlich gesagt froh, dass wir nicht ständig in der Presse lesen dürfen, welche Groß- und Kleinkriege es innerhalb der Mannschaft geben könnte.
Im Vergleich zu der ein oder anderen Söldnertruppe habe ich jedenfalls immer noch das Gefühl, dass wir mal wieder eine Mannschaft haben.

Wenn es nach mir geht kann Kniat noch reichlich Zeit bekommen. Jedenfalls fällt mir spontan kein realistisch verpflichtbarer Trainer ein, der zur Arminia passen würde und dessen Spielidee ich überhaupt bei uns sehen will.


Zum Thema Personalentscheidungen:

Es sind ja nicht nur Boujellab und Mizuta. Mit Biankadi hat er jetzt noch einen Spieler mehr oder weniger aussortiert, der eigentlich in jeder 3. Liga Saison die er gespielt hat einer der besseren Spieler der Liga war.

Hat mit Hilterman einen Spieler aussortiert, der letzte Saison die 2. Liga in Holland kurz und klein geschossen hat, nur um allen Stürmern im Winter einen vor die Nase zu setzen der in Holland weniger gezeigt hat.

Hat mit Kania das vermutlich vielversprechneste Talent der Liga auf der 9, und lässt ihn 90 Minuten auf der Bank und dafür jemanden spielen, der eine! Einheit mit der Mannschaft hatte,

Klar haben wir keine Internas, aber so wirkt das für mich völlig irrsinnig.

Und genau diese Personalentscheidungen machen doch das Argument "Kontinuität" völlig obsolet, wenn man jede Saison 10 neue Spieler braucht, weil Kniat während der Saison jeden aussortiert, der ihm nicht in den kram passt.

Wir haben jetzt komplett abgemeldet: Hilterman, Boujellab, Mizuta, Belkahia
Auf dem weg komplett abgemeldet zu sein: Biankadi, Becker
Komplett vor den Kopf gestoßen: Kania

Das ist fast ein Drittel aller Feldspieler und bestimmt ein 6stelliger Betrag an Gehalt pro Monat, den wir genauso gut verbrennen könnten.

Und ob man dann jetzt einen neuen Trainer holt, oder im Sommer 8 neue Spieler, kommt im Hinblick auf Kontinuität beim gleichen hinaus. Mal ganz davon abgesehen, dass die Berater sich das hier ganz genau überlegen werden, ob die riskieren, dass ihre Schützlinge ohne ersichtlichen Grund aufs Abstellgleis geschoben werden


Sehr guter Beitrag, mit einer sehr interessanten Sichtweise!
Man könnte auch noch Gohlke, Yildirim, Shipnoski und auch Schneider dazunehmen, der wohl keine Rolle spielen würde wenn Felix sich nicht verletzt hätte. Oder auch Kunze und Schreck...


Also ich habe am Samstag auch einige Fragezeichen gehabt aber wir müssen jetzt auch nicht jeden Spieler der keine Stammkraft ist als aussortiert bezeichnen. Es können nunmal nur 16 Leute eingesetzt werden und eben noch 4 ohne Einsatz auf der Bank sitzen.
Spieler wie Shipnoksi, Yildirim, Gohlke und Co aus der letzten Saison sind doch völlig zurecht nicht mehr da. Die vermisst doch jetzt nicht wirklich einer oder? Belkahia ist IV Nr. 4 oder 5. Leistungsgerecht. Becker auf der Tribüne ist doch an sich völlig richtig. Er ist allem bisher schuldig geblieben. Boujellab ist bei uns, wie in seiner ganzen Karriere bisher, nicht über Ansätze hinausgekommen. Über Mizuta kann man streiten aber der fehlt wohl Disziplin und es waren auch einige Spiele nicht überzeugend. Hilterman ist aus meiner Sicht unverständlich. Biankadi, Kunze und Schreck gehören immer zum Kader und haben auch Einsatzzeit. Also für mich auch nicht aussortiert. Macht unterm Strich einen Hilterman der sich hinten anstellen muss, Boujellab und Belkahia absolut leistungsgerecht aussortiert. Oder will da jemand hier den Vertrag etwa noch verlängern? Mizuta mit Fragezeichen.

Kniat hat für mich noch Kredit. Muss jetzt aber zeigen, dass wir offensiv dauerhaft Gefahr entwickeln und auch Tore machen. Für was das am Ende reicht wird man dann sehen aber wichtig ist das es besser wird auch im Bezug auf nächste Saison.
Dafür ist für nach wie vor klar, dass wir nicht mit dieser Raute wie am Samstag spielen können. Da fehlt einfach Torgefahr. Zudem müsste auch überdacht werden ob Wörl der richtige „10er“ ist. Ich würde da eher mal wieder auf Biankadi setzen. Dazu zwei klassischen außen. Vorne würde ich Kania bringen und zwei Stürmer mit Hilterman und Uldrikis auf der Bank zu haben um entsprechend nachzulegen und mal auf zwei Spitzen umzustellen.

Dazu muss dieses „mit dem 0:2 ist das Spiel vorbei“ aufhören. Das haben wir nun schon öfter gehört und das macht sicherlich kein Mut für die nächsten Spiele mit Rückstand.


Beispiel Biankadi, der kommt in den letzten 8 Spielen auf knapp 180 Minuten. In diesen 8 Spielen lagen wir 5 mal zurück. Im gleichen Zeitraum standen Wörl und Corboz nahezu jede Minute auf dem Platz + Es gab regelmäßige Einsätze von Schreck und Kunze. Mit anderen Worten, trotz diversen Rückständen ist man häufig eher defensiver als offensiver geworden, weil man anscheinend mit den Kreativspielern nichts (nicht mehr) etwas anfangen kann.

Da ist Biankadi vielleicht nicht aussortiert, aber wie kann man bitte so wenig Verwendung für einen Spieler haben, der über viele Saisons bestätigt hat, dass er in dieser Liga den Unterschied machen kann.

Und da darf es dann auch nicht das Argument sein, dass Boujellab, Mizuta oder Biankadi diese Saison große Teile ihre Form nicht gebracht haben. Das das so ist will ich garnicht bestreiten, die Lösung ist aber garantiert nicgt mit Corboz und Wörl zwei Spielern eine Stammplatzgarantie zu geben die in den letzten 10 Spielen in Kombination an 5 Toren beteiligt waren und bei den Einwechslungen dann regelmäßig Schreck, Kunze oder Schroers vorzuziehen die ebensowenig offensive Akzente setzen konnten wie Biankadi, Mizuta, Hilterman oder Boujellab.
So holst du Spieler ja auch nicht aus nem Loch. Und die Lösung kann es kaum sein, dass man dauerhaft mit Schreck, Corboz und Wörl aufläuft und hofft, dass Young, Oppie oder Sumbu mal was einfällt und man 1:0 gewinnt.


Bevor das zu negativ wird. Ich bin mit der grundlegende Art und Weise der Ausrichtung und des Fußballs nicht unzufrieden, aber die Personalentscheidungen sind einfach viel zu ängstlich und defensiv. Wir spielen es gepflegt hinten raus, haben viel Ballkontrolle und können uns die Gegner oftmals zurecht legen. All das ist ja auch der Verdienst von Kniat, weshalb ich finde, dass er taktisch einen guten Job macht. Er sollte aber dringend nen Lehrgang bei der IHK in Sachen Personalmanagement belegen.

Wir laufen ja stand jetzt darauf zu, dass uns im Sommer mit Nassim, Mizuta, Biankad, Bazee, Hilterman, Becker sechs Offensivspieler verlassen weil Kniat die nicht einbauen kann oder will oder es will aber die nicht eingesetzt bekommt (Becker), von denen mit Hilterman, Biankadi und mit abstrichen Bazee einige definitiv die Qualität haben in dieser Liga regelmäßig den Unterschied zu machen. Und mit Boujellab und Mizuta noch 2 Spieler hat die wohl nur bei einem einzigen Verein der Liga so konsequent auf der Tribüne hocken würden.

Das läuft doch schon wieder auf nen ordentlich großen Umbruch hinaus und man hat sofort die passende Ausrede für die nächste Saison, dass man sich aufgrund der vielen neuen erst noch finden muss.

Kniat hat sich all diese Spieler bewusst ausgesucht und ist vor der Saison ganz bewusst mit diesem Kader ins Rennen gegangen, er sollte dann auch mit diesen Spielern arbeiten wollen. Oder es muss halt dann ein anderer Trainer kommen der mit dem ganzen Kader , und nicht nur teilen des Kaders arbeiten will

Ziel sollte es doch sein, dass man sich im Sommer nur ganz gezielt verstärken muss. Wie bspw. Dynamo diesen Sommer mit Daferner. Ziel darf es nicht sein, jede Saison fast die komplette Offensive auswechseln zu müssen, weil einem plötzlich auffällt das der Trainer mit den Spielern garnichts anfangen kann
Dieser Beitrag wurde zuletzt von TG-DSC-Arminia am 20.01.2025 um 16:02 Uhr bearbeitet
Mitch Kniat (Ex-Trainer) |#743
20.01.2025 - 17:00 Uhr
Zitat von tw6253
Zitat von Arminia-Horst

Wenn Kniat aufgrund einer schwächeren Phase wirklich entlassen werden sollte, machen wir den gleichen Fehler, den wir mit Neuhaus gemacht haben, schon wieder:
Einen Trainer zu entlassen, der zur Arminia passt.


Einen unpassenderen Vergleich hätte ich mir nicht vorstellen können, aber wollen wir das Thema mal nicht wieder aufmachen - der Entscheider von damals nimmt uns derzeit nochmal einen hohen fünfstelligen Betrag ab.
Welchen Kredit hat er denn in deiner Gesamtbetrachung? Ja er hat letzte Saison das Minimalziel erreicht. Aber diese Saison läuft doch nicht zufriedenstellend - den DFB Pokal lasse ich generell außen vor, das ist Augenwischerei.


Ich muss auch sagen, dass ich den Vergleich zwischen Kniat und Neuhaus vollkommen unpassend finde.
Mitch hatte nie die Erfolge, die Spielweise und das Standing eines Uwe Neuhaus. Ich sehe da wirklich gar keine Parallelen.

Und was genau beinhaltet für dich die Aussage „Ein Trainer, der zu Arminia passt“. Was genau meinst du damit? Dass er ein netter und sympathischer Typ ist oder meinst du fachlich, professionelle Dinge?
Ich würde es nämlich erstmal unprätentiös so beschreiben: Ein Trainer, der zu Arminia passt ist derjenige, der die Ziele des Vereins erreicht.
Ob ich ihn dann mag oder nicht, ist da erstmal zweitrangig. Es muss ja nicht unbedingt ein Thomas Oral sein oder ein mittlerweile vollkommen verwirrter Uwe Rapolder – aber Sympathie sollte kein Kriterium für eine Weiterbeschäftigung sein, sondern die Leistung – denn schließlich sind wir noch Teil des Profifußballs.

Zitat von Arminia-Horst

Wenn Kniat aufgrund einer schwächeren Phase wirklich entlassen werden sollte…


Nun gut, man kann auch sagen, dass Unterberger bei Unterhaching auch nur wegen einer schwächeren Phase entlassen wurde – nur dauerte diese halt recht lange an.
Bei Kniat überwogen in 1,5 Jahren die schwächeren Phase auch deutlich gegenüber den stärkeren Phasen. Platz 14 im letzten Jahr war kein Erfolg, sondern lediglich das Abwenden des absoluten Super GAUs.
Platz 7 nach 20 Spieltagen mit deutlichem Abstand auf die direkten Aufstiegsplätze ist auch kein Erfolg, sondern das, was man mindestens erwarten durfte.
Und wenn ich sehe, wie man in der jüngeren Vergangenheit bei Verl und Köln gewildert hat (nicht nur wir, aber eben auch wir) und dass diese nun vor uns oder knapp hinter uns stehen, dann kann mir doch keiner erzählen, dass wir mit unserem Etat und unseren Möglichkeiten mit diesen Ergebnissen und dieser Art des Fußballs zufrieden sein können und es unseren Ansprüchen genügen sollte, mit diesen beiden Vereinen auf Augenhöhe zu sein und in kürzester Zeit gleich von drei Vereinen abgehängt zu werden, die über Jahre hinweg in den Niederungen der 4. Liga waren und auch jeweils mit 4. Liga Kadern spielten.
Vor allem sollte das nicht zufriedenstellend sein mit Blick auf den absteigenden Trend seit der Vertragsverlängerung und der Art und Weise wie die Spieler auf- und eingestellt werden.

MK erzählt permanent von mutigem Offensivfußball – sieht den hier jemand?
Beim Pokal gegen Freiburg tönte Kniat selbstbewusst: „Wenn wir ans Limit gehen, können wir jede Mannschaft in Deutschland schlagen.“
Naja – nur halt zuletzt gegen dann wohl doch teilweise übermächtige Gegner wie Unterhaching, Mannheim, Rostock, Dresden oder Cottbus nicht.
Oder ist man etwa nicht ans Limit gegangen? In einer Partie kann das ja mal vorkommen – aber in dieser Häufigkeit? Und wer ist dafür verantwortlich, die Mannschaft ans Limit zu führen?
Ich brauche Kniat gar nicht nach meinem persönlichen Erwartungen beurteilen. Es reicht schon, ihn anhand seiner eigenen Worte zu messen. Und da könnte man zu dem Schluss kommen: „Große Sch…., nichts dahinter."
Etwas, was ich z.B. mit „Ostwestfalen“ verbinde ist, dass man sich auf das Wort des Gegenübers und auf Versprechen verlassen kann. Es wird erst Leistung gebracht und dann geredet. Und genau das sehe ich bei Kniat nicht. Er spuckt erst große Töne – und dann kommt nichts.
Entsprechend würde Kniat für mich nicht mehr zu Arminia passen. Ich hatte es lange gehofft, ich habe aber keine Lust mehr auf das, was er erzählt und erst recht nicht auf die Art und Weise wie er Fußball spielen lässt.
Sofern er das Team durch seine Aktionen nicht völlig gegen sich aufgebracht hat, sehe ich jetzt keine Notwendigkeit, ihn schnellstmöglich zu entlassen. Dafür ist es jetzt vielleicht schon zu spät. Aber dass er noch eine weitere Vorbereitung absolvieren soll, sehe ich nun wirklich nicht als Weiterentwicklung an.
Ja, das wäre dann vielleicht Kontinuität - aber eben auf einem ganz mäßigem Niveau, das nicht unser Anspruch sein sollte.

Zitat von Arminia-Horst

Wenn es nach mir geht kann Kniat noch reichlich Zeit bekommen. Jedenfalls fällt mir spontan kein realistisch verpflichtbarer Trainer ein, der zur Arminia passen würde und dessen Spielidee ich überhaupt bei uns sehen will.

Da verweise ich gerne noch einmal auf Olaf Janßen, dessen Vertrag bei der Viktoria zum 30.6 endet und der mit dem Sieg beim Topfavoriten in Dresden und dem Sprung auf Platz 4 wohl seit gestern noch weitere Argumente für eine Beschäftigung gesammelt haben dürfte. Man sollte nur nicht warten, bis da ein 2. Ligist zugreift.

•     •     •

Arminia till I die!
Mitch Kniat (Ex-Trainer) |#744
20.01.2025 - 17:24 Uhr
Nach gut 2/3 der Hinrunde habe ich angefangen meine negative Einstellung zu Kniat in der letzten Saison zu überdenken nur um kurz danach wieder die Bestätigung der ersten Einschätzung zu bekommen.

Kniat gibt der Mannschaft einen Plan mit, dass ist unumstritten zu sehen…das Problem ist nur, dass er wenn Plan A nicht funktioniert keinen Plan B hat…das wurde in den letzten drei Spielen im letzten Jahr und nun gegen Cottbus mehr als ersichtlich.

Wir stecken alle nicht im Alltag drin um die Interna zu kennen und können nun munkeln woher Entscheidungen getroffen werden.

Spielerpolitik:
Warum eine Shipnoski abgegeben wurde, verstehe ich überhaupt nicht, da er einer der wenigen Lichtblicke war in der letzten Saison.

Warum Schreck kaum spielen darf ist nicht zu verstehen, auch er war letzte Saison einer der positiven Erscheinungen der Spielzeit und musste dann für Corboz Platz machen, was auf eine enge Verbundenheit zwischen ihm und Kniat hindeutet.

Mizuta war nach den Vorkomnissen im Café Europa angezählt und danach scheinbar eh abgeschrieben.

Bei Boujellab gehe ich einfach von seiner fehlenden Fitness aus, Verletzungen und zu großen Leistungsschwankungen warum er keine Berücksichtigung bekommt.

Becker ist ein absolutes Missverständnis gewesen, er hatte offensichtlich nie Bindung zum Spiel und der Mannschaft und wirkte immer als Fremdkörper

Der Umgang mit Hiltermann kann ich nicht verstehen, es wurde immer positiv seiner Spielfähigkeit entgegen gesehnt und als er fit war, bekommt er kaum Beachtung…

Warum Schneider kaum berücksichtigt wird, erschließt sich mir auch nicht, da Großer konstant seine Böcke schießt, die fast immer zu Gegentoren resultieren.

Spielpolitik:

Spielweise wirkt eintönig

Taktik kann kaum geändert werden

Abläufe stimmen ganz oft nicht

Wechsel sind sehr fragwürdig

Cottbus Spiel:
Die Mannschaft war taktisch für ein Heimspiel viel zu defensiv eingestellt.

Oft fehlte die Ordnung

Schreck, Wörl, Sumbu völlig falsch positioniert

Man hat einen Kania auf der Bank und egal ob man sich mit Udrikis zur HZ besser sieht, erschließt sich in meinen Augen nicht, warum man 15min vor Schluss einen Kunze bringt anstatt eines Kanias

Die Änderung in der offensiven Dreierreihe hätte schon früher stattfinden müssen und auch durch Auswechslungen in HZ1, da es überhaupt nicht passte.

Ein Lannert, der ab Minute 1 Probleme hatte gegen seine Gegenspieler warbird zu lange auf dem Platz.

Und nochmal zu Udrikis, was bringt uns ein 1,98 Stürmer wenn nicht eine vernünftige Flanke in den Strafraum segelt.

Wir sind aktuell viel zu behäbig, zu durchschaubar und zu langsam im Kopf um ein positives Spiel abzuliefern


Fazit:
Für eine solide Saison reicht ein Trainer wie Kniat für Arminia, ABER um voran zu kommen und um den Aufstieg zu spielen und sich weiter zu entwickeln fehlt dann für den jungen Kader doch ein erfahrener Trainer…den Kniat wirkt dann doch zu überfordert mit der Erwartungshaltung in Bielefeld und seinen Reaktionen auf Niederlagen

•     •     •

Schwarz-Weiss-Blau ein Leben lang
Mitch Kniat (Ex-Trainer) |#745
20.01.2025 - 20:27 Uhr
Zitat von studti
Zitat von tw6253

Zitat von Arminia-Horst

Wenn Kniat aufgrund einer schwächeren Phase wirklich entlassen werden sollte, machen wir den gleichen Fehler, den wir mit Neuhaus gemacht haben, schon wieder:
Einen Trainer zu entlassen, der zur Arminia passt.


Einen unpassenderen Vergleich hätte ich mir nicht vorstellen können, aber wollen wir das Thema mal nicht wieder aufmachen - der Entscheider von damals nimmt uns derzeit nochmal einen hohen fünfstelligen Betrag ab.
Welchen Kredit hat er denn in deiner Gesamtbetrachung? Ja er hat letzte Saison das Minimalziel erreicht. Aber diese Saison läuft doch nicht zufriedenstellend - den DFB Pokal lasse ich generell außen vor, das ist Augenwischerei.


Ich muss auch sagen, dass ich den Vergleich zwischen Kniat und Neuhaus vollkommen unpassend finde.
Mitch hatte nie die Erfolge, die Spielweise und das Standing eines Uwe Neuhaus. Ich sehe da wirklich gar keine Parallelen.

Und was genau beinhaltet für dich die Aussage „Ein Trainer, der zu Arminia passt“. Was genau meinst du damit? Dass er ein netter und sympathischer Typ ist oder meinst du fachlich, professionelle Dinge?
Ich würde es nämlich erstmal unprätentiös so beschreiben: Ein Trainer, der zu Arminia passt ist derjenige, der die Ziele des Vereins erreicht.
Ob ich ihn dann mag oder nicht, ist da erstmal zweitrangig. Es muss ja nicht unbedingt ein Thomas Oral sein oder ein mittlerweile vollkommen verwirrter Uwe Rapolder – aber Sympathie sollte kein Kriterium für eine Weiterbeschäftigung sein, sondern die Leistung – denn schließlich sind wir noch Teil des Profifußballs.

Zitat von Arminia-Horst

Wenn Kniat aufgrund einer schwächeren Phase wirklich entlassen werden sollte…


Nun gut, man kann auch sagen, dass Unterberger bei Unterhaching auch nur wegen einer schwächeren Phase entlassen wurde – nur dauerte diese halt recht lange an.
Bei Kniat überwogen in 1,5 Jahren die schwächeren Phase auch deutlich gegenüber den stärkeren Phasen. Platz 14 im letzten Jahr war kein Erfolg, sondern lediglich das Abwenden des absoluten Super GAUs.
Platz 7 nach 20 Spieltagen mit deutlichem Abstand auf die direkten Aufstiegsplätze ist auch kein Erfolg, sondern das, was man mindestens erwarten durfte.
Und wenn ich sehe, wie man in der jüngeren Vergangenheit bei Verl und Köln gewildert hat (nicht nur wir, aber eben auch wir) und dass diese nun vor uns oder knapp hinter uns stehen, dann kann mir doch keiner erzählen, dass wir mit unserem Etat und unseren Möglichkeiten mit diesen Ergebnissen und dieser Art des Fußballs zufrieden sein können und es unseren Ansprüchen genügen sollte, mit diesen beiden Vereinen auf Augenhöhe zu sein und in kürzester Zeit gleich von drei Vereinen abgehängt zu werden, die über Jahre hinweg in den Niederungen der 4. Liga waren und auch jeweils mit 4. Liga Kadern spielten.
Vor allem sollte das nicht zufriedenstellend sein mit Blick auf den absteigenden Trend seit der Vertragsverlängerung und der Art und Weise wie die Spieler auf- und eingestellt werden.

MK erzählt permanent von mutigem Offensivfußball – sieht den hier jemand?
Beim Pokal gegen Freiburg tönte Kniat selbstbewusst: „Wenn wir ans Limit gehen, können wir jede Mannschaft in Deutschland schlagen.“
Naja – nur halt zuletzt gegen dann wohl doch teilweise übermächtige Gegner wie Unterhaching, Mannheim, Rostock, Dresden oder Cottbus nicht.
Oder ist man etwa nicht ans Limit gegangen? In einer Partie kann das ja mal vorkommen – aber in dieser Häufigkeit? Und wer ist dafür verantwortlich, die Mannschaft ans Limit zu führen?
Ich brauche Kniat gar nicht nach meinem persönlichen Erwartungen beurteilen. Es reicht schon, ihn anhand seiner eigenen Worte zu messen. Und da könnte man zu dem Schluss kommen: „Große Sch…., nichts dahinter."
Etwas, was ich z.B. mit „Ostwestfalen“ verbinde ist, dass man sich auf das Wort des Gegenübers und auf Versprechen verlassen kann. Es wird erst Leistung gebracht und dann geredet. Und genau das sehe ich bei Kniat nicht. Er spuckt erst große Töne – und dann kommt nichts.
Entsprechend würde Kniat für mich nicht mehr zu Arminia passen. Ich hatte es lange gehofft, ich habe aber keine Lust mehr auf das, was er erzählt und erst recht nicht auf die Art und Weise wie er Fußball spielen lässt.
Sofern er das Team durch seine Aktionen nicht völlig gegen sich aufgebracht hat, sehe ich jetzt keine Notwendigkeit, ihn schnellstmöglich zu entlassen. Dafür ist es jetzt vielleicht schon zu spät. Aber dass er noch eine weitere Vorbereitung absolvieren soll, sehe ich nun wirklich nicht als Weiterentwicklung an.
Ja, das wäre dann vielleicht Kontinuität - aber eben auf einem ganz mäßigem Niveau, das nicht unser Anspruch sein sollte.

Zitat von Arminia-Horst

Wenn es nach mir geht kann Kniat noch reichlich Zeit bekommen. Jedenfalls fällt mir spontan kein realistisch verpflichtbarer Trainer ein, der zur Arminia passen würde und dessen Spielidee ich überhaupt bei uns sehen will.

Da verweise ich gerne noch einmal auf Olaf Janßen, dessen Vertrag bei der Viktoria zum 30.6 endet und der mit dem Sieg beim Topfavoriten in Dresden und dem Sprung auf Platz 4 wohl seit gestern noch weitere Argumente für eine Beschäftigung gesammelt haben dürfte. Man sollte nur nicht warten, bis da ein 2. Ligist zugreift.


Ich fasse mich möglichst kurz:

- Kniat hat einen ähnlichen Punkteschnitt wie Neuhaus.
- Nach Neuhaus haben wir das erste Mal eine Spielanlage, die über "Langholz auf Wandspieler" hinaus geht.
- Kniat hat mit einer vollkommen neuen Truppe und ohne vollständige Vorbereitung den Klassenerhalt erreicht. Ja, das war das Minimalziel.
- In der Folgesaison den Aufstieg zu erwarten finde ich, gelinde gesagt, mutig. Darüber hinaus war das zu Beginn der Saison überhaupt nicht als Ziel ausgegeben sondern wurde scheinbar im Laufe der Saison aus dem Kreis der Spieler ausgerufen.
- Mutzel hat den Kader mit einer Idee zusammengestellt. Es sollte attraktiven, qualitativ hochwertigen Fußball geben. Dazu hat er einen passenden Trainer geholt. Zumindest wenn man sich anguckt wie Verl unter Kniat gespielt hat ergibt das Sinn und daher passt Kniat auch zur Ausrichtung der Arminia.
- Vergleich mit Unterhaching? Ernsthaft?
- Kniat hat nachweislich in den 1,5 Jahren eine positive Entwicklung in Gang gesetzt. Wo sind denn in seiner ersten, regulären Saison die großen Schwächephasen?
- Soweit ich das sehe gibt es in der Liga, unabhängig vom Etat, kaum Fallobst. Man schaue mal nach Dresden.
- Zu behaupten unter Kniat habe es keine Leistung gegeben ist schon anhand der Tabellensituation nicht belegbar. Es sind noch 18 Spiele zu spielen und der Aufstieg ist noch lange nicht entschieden. Verstehe den Pessimismus an der Stelle nicht.
- Ob und wie er das Team gegen sich aufgebracht haben könnte, ist reine Wahrsagerei. Ich hab bislang noch keine Anzeichen dafür wahrnehmen können.

Ich glaube wir bewerten die Arbeit von Kniat vollkommen unterschiedlich. Auf einen gemeinsamen Nenner kommen wir nur in dem Punkt, dass er es bisher nicht geschafft hat ein vernünftiges Offensivspiel zu implementieren.
Mitch Kniat (Ex-Trainer) |#746
20.01.2025 - 20:32 Uhr
Zitat von BlueManBI
Nach gut 2/3 der Hinrunde habe ich angefangen meine negative Einstellung zu Kniat in der letzten Saison zu überdenken nur um kurz danach wieder die Bestätigung der ersten Einschätzung zu bekommen.

Kniat gibt der Mannschaft einen Plan mit, dass ist unumstritten zu sehen…das Problem ist nur, dass er wenn Plan A nicht funktioniert keinen Plan B hat…das wurde in den letzten drei Spielen im letzten Jahr und nun gegen Cottbus mehr als ersichtlich.

Wir stecken alle nicht im Alltag drin um die Interna zu kennen und können nun munkeln woher Entscheidungen getroffen werden.

Spielerpolitik:
Warum eine Shipnoski abgegeben wurde, verstehe ich überhaupt nicht, da er einer der wenigen Lichtblicke war in der letzten Saison.

Er wollte mehr Spielzeit, die gab es leistungsbedingt nicht.

Warum Schreck kaum spielen darf ist nicht zu verstehen, auch er war letzte Saison einer der positiven Erscheinungen der Spielzeit und musste dann für Corboz Platz machen, was auf eine enge Verbundenheit zwischen ihm und Kniat hindeutet.

Die ist wohl nicht wegzuleugnen. Corboz treibt das Offensivspiel aber auch eher an als Schreck.


Mizuta war nach den Vorkomnissen im Café Europa angezählt und danach scheinbar eh abgeschrieben.

Bei Boujellab gehe ich einfach von seiner fehlenden Fitness aus, Verletzungen und zu großen Leistungsschwankungen warum er keine Berücksichtigung bekommt.

Er hat auch bei seinen Einsätzen nie überzeugen können.

Becker ist ein absolutes Missverständnis gewesen, er hatte offensichtlich nie Bindung zum Spiel und der Mannschaft und wirkte immer als Fremdkörper

Der Umgang mit Hiltermann kann ich nicht verstehen, es wurde immer positiv seiner Spielfähigkeit entgegen gesehnt und als er fit war, bekommt er kaum Beachtung…

Warum Schneider kaum berücksichtigt wird, erschließt sich mir auch nicht, da Großer konstant seine Böcke schießt, die fast immer zu Gegentoren resultieren.

Denke auch Großer braucht mal ne Pause.

Spielpolitik:

Spielweise wirkt eintönig

Taktik kann kaum geändert werden

Abläufe stimmen ganz oft nicht

Wechsel sind sehr fragwürdig

Er müsste mal erklären warum er wie wechselt. Ich denke, dass er da schon was sinnvolles zu sagen könnte. Aber die Presse fragt nur Quatsch.

Cottbus Spiel:
Die Mannschaft war taktisch für ein Heimspiel viel zu defensiv eingestellt.

Oft fehlte die Ordnung

Schreck, Wörl, Sumbu völlig falsch positioniert

Man hat einen Kania auf der Bank und egal ob man sich mit Udrikis zur HZ besser sieht, erschließt sich in meinen Augen nicht, warum man 15min vor Schluss einen Kunze bringt anstatt eines Kanias

Die Änderung in der offensiven Dreierreihe hätte schon früher stattfinden müssen und auch durch Auswechslungen in HZ1, da es überhaupt nicht passte.

Ein Lannert, der ab Minute 1 Probleme hatte gegen seine Gegenspieler warbird zu lange auf dem Platz.

Und nochmal zu Udrikis, was bringt uns ein 1,98 Stürmer wenn nicht eine vernünftige Flanke in den Strafraum segelt.

Wir sind aktuell viel zu behäbig, zu durchschaubar und zu langsam im Kopf um ein positives Spiel abzuliefern


Fazit:
Für eine solide Saison reicht ein Trainer wie Kniat für Arminia, ABER um voran zu kommen und um den Aufstieg zu spielen und sich weiter zu entwickeln fehlt dann für den jungen Kader doch ein erfahrener Trainer…den Kniat wirkt dann doch zu überfordert mit der Erwartungshaltung in Bielefeld und seinen Reaktionen auf Niederlagen


Woran machst du fest, dass Kniat überfordert sein könnte?
Mitch Kniat (Ex-Trainer) |#747
20.01.2025 - 20:51 Uhr
Zitat von Arminia-Horst

- Ob und wie er das Team gegen sich aufgebracht haben könnte, ist reine Wahrsagerei. Ich hab bislang noch keine Anzeichen dafür wahrnehmen können.



Ich greife mal primär nur den Punkt heraus weil das mein Haupt Kritikpunkt ist. Erstmal bin ich bei dir, dass es keine konkreten Anzeichen gibt.

Aber, und das ist in dem fall für mich ein großes aber, ist der Umgang mit vielen Offensivspielern mehr als nur fragwürdig.

Er hat mit Boujellab, Hilterman und Mizuta drei Spieler komplett aussortiert die ohne jede Chance auf einen Kaderplatz zu sein scheinen.

Bazee und Biankadi wurden zuletzt ähnlich häufig gebracht wie Hagmann, Schreck und Kunze obwohl man zuletzt regelmäßig einem Rückstand Hinterherlaufen musste.

Becker hat er innerhalb von 48 Stunden , von Stürmer Nummer 2 fast gleich auf mit Kania zum Tribünengast gemacht. Kania hat er innerhalb von 48 Stunden von Stürmer Nummer 1 in den Status: "reicht nicht mal für nen Einsatz wenn man hinten liegt geschoben".

Im Endeffekt hat Kniat sich seinen offensiven Kader selbstständig und völlig ohne Not auf 6 Spieler zusammen gestutzt. Von denen 3 ihre erste Saison 3. Liga spielen. Einer erst 3 Tage da ist, einer sich letzte Saison erst das Kreuzband gerissen hat und einer beim abstiegsbedrohten RWE wegen Ineffizienz, die wir hier auch sehen, aussortiert wurden.

Das ist schon ungewöhnlich viel, wenn man mich fragt. Und das kann für meinen Geschmack auch nicht lange gut gehen, wenn die Ergebnisse nicht Stimmen. Und da sind wir nämlich beim Thema, schaut man sich die letzten 5 Spiele an, Punkten wie da wie ein Team was im Abstiegskampf steckt. Und das dann noch weg zu moderieren wird schwierig.

Und ich bin auch ehrlich, wenn wir im Sommer wieder 6-8 neue Offensivspieler brauchen weil Kniat hier jeden zweiten Offensivspieler aussortiert, können wir den Aufstieg im nächsten Jahr auch schon abhaken, denn das eine gewisse Eingespieltheit in Liga 3 das A und O ist, ist jetzt kein Geheimnis.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von TG-DSC-Arminia am 20.01.2025 um 20:53 Uhr bearbeitet
Mitch Kniat (Ex-Trainer) |#748
20.01.2025 - 21:15 Uhr
Zitat von Arminia-Horst

Woran machst du fest, dass Kniat überfordert sein könnte?


Auch wenn die Frage nicht an mich ging, antworte ich mal darauf:
Kniat hatte einen Plan A - der ist nicht aufgegangen, weil Cottbus überraschenderweise ein Tor geschossen hat.
Einen Plan B hatte er leider nicht, mit einem Rückstand hat er anscheinend nicht gerechnet.
Das ist das, was Kniat im Prinzip selber gesagt hat.
Ist schon krass, oder?
Ihm ist es nicht gelungen, in den verbleibenden 90 Minuten das Spiel noch zu drehen - weder durch eine neue Taktik, noch durch neues Personal.

Seine Aufstellung war schon vor dem Anpfiff sehr fragwürdig (z.B. Wörl auf die 9), durch seine Wechsel (z.B. Schroers oder Kunze) und Nicht-Wechsel (z.B. Kania) wurde es noch diskussionswürdiger.
Auf die Frage von Ulli Zweetz nach dem Spiel, ob er noch einmal so aufstellen würde, antwortete Kniat: "Ja, auf jeden Fall würde ich es so nochmal machen. Leider ist der Plan durch das Gegentor in der 2. Minute über den Haufen geworfen worden."
Diese Aussage ist so bitter, so erbärmlich, so hilflos und zeigt aus meiner Sicht völlige Überforderung.
Wenn ich in einer Prüfung komplett versage und anschließend gefragt würde, ob ich mich noch einmal genau so vorbereiten würde, dann würde ich entweder sagen "Nein, dieses Mal würde ich es ganz anders angehen" oder ich würde sagen "Es war egal, wie ich mich vorbereite, ich kann es einfach nicht."

Eine zweite Aussage, die seine Überforderung zeigt ist sein Statement aus der Pk nach dem Spiel, als er meinte, dass das Spiel mit dem 0:2 in der 47. Minute quasi entschieden war.
Als optimistischer Mensch würde man nach einem 0:1 in der 2. Minute sagen "Welch ein Glück, wir haben noch 90 Minuten Zeit, um das Ding noch zu drehen."
Als Mitch Kniat sagt man "Mein Plan wurde über den Haufen geworfen."
Nicht nur die Sprache drückt hier die Passivität aus, die der Trainer vorlebt.
Und man dürfte sich nicht wundern, wenn sich diese Moral des Trainers auf das Team überträgt - so wie sich ja die Hilflosigkeit auch auf das Team übertragen hat. Oder hast du gesehen, dass irgendeiner unserer Spieler das Spiel an sich gezogen hat, um das Ding noch zu unseren Gunsten zu drehen?
Hattest du in irgendeiner Phase das Gefühl, dass man alles möglich macht, um zu punkten?
Hast du den selben Einsatz gesehen wie in den Pokalspielen? Obwohl es in der Liga eigentlich um viel mehr geht?
Die Kicker-Noten sahen jedenfalls wie folgt aus:
Kersken 3,0.
Felix, Wörl, Young jeweils 4,0.
Oppie 4,5,
Lannert, Großer, Russo, Schreck, Corboz, Sumbu alle 5,0.
Macht einen Schnitt von 4,5. Vier minus. In einem Spiel, in dem es um alles geht.
Bei den Einwechselspielern sieht es nicht besser aus.
Gelbe Karten gab es eine (für Sumbu). Nicht, dass ich hartes Spiel fordere, aber es könnte auch ein bisschen den fehlenden Einsatz zeigen, dass niemand dazwischen geht, dass man sich ergibt.

Was ich an diesem Wochenende aus den Statements von Kniat und Mutzel gelernt habe ist, dass sie in ihren Aussagen keinerlei Selbsterkenntnis zeigen und dass sie mir als Zuschauer sagen, dass ich in Zukunft nach einem 0:2 das Stadion verlassen kann, da mit einer Wendung des Spiels nicht mehr zu rechnen ist und ich meinen Unmut aber auch bitte nicht äußern möge.
Super.daumen-hochsilent
Wenn man mit diesen Erkenntnissen in die neue Saison geht, würde ich als Aufdruck auf den Dauerkarten empfehlen statt "auf und nieder - immer wieder" "Not und Elende, nehmen kein Ende" zu nehmen. Dann weiß man bei Kauf direkt was das Motto der Saison ist und was einen erwartet. zwinker

•     •     •

Arminia till I die!
Mitch Kniat (Ex-Trainer) |#749
20.01.2025 - 21:43 Uhr
Zitat von studti
Zitat von Arminia-Horst

Woran machst du fest, dass Kniat überfordert sein könnte?


Auch wenn die Frage nicht an mich ging, antworte ich mal darauf:
Kniat hatte einen Plan A - der ist nicht aufgegangen, weil Cottbus überraschenderweise ein Tor geschossen hat.
Einen Plan B hatte er leider nicht, mit einem Rückstand hat er anscheinend nicht gerechnet.
Das ist das, was Kniat im Prinzip selber gesagt hat.
Ist schon krass, oder?
Ihm ist es nicht gelungen, in den verbleibenden 90 Minuten das Spiel noch zu drehen - weder durch eine neue Taktik, noch durch neues Personal.

Seine Aufstellung war schon vor dem Anpfiff sehr fragwürdig (z.B. Wörl auf die 9), durch seine Wechsel (z.B. Schroers oder Kunze) und Nicht-Wechsel (z.B. Kania) wurde es noch diskussionswürdiger.
Auf die Frage von Ulli Zweetz nach dem Spiel, ob er noch einmal so aufstellen würde, antwortete Kniat: "Ja, auf jeden Fall würde ich es so nochmal machen. Leider ist der Plan durch das Gegentor in der 2. Minute über den Haufen geworfen worden."
Diese Aussage ist so bitter, so erbärmlich, so hilflos und zeigt aus meiner Sicht völlige Überforderung.
Wenn ich in einer Prüfung komplett versage und anschließend gefragt würde, ob ich mich noch einmal genau so vorbereiten würde, dann würde ich entweder sagen "Nein, dieses Mal würde ich es ganz anders angehen" oder ich würde sagen "Es war egal, wie ich mich vorbereite, ich kann es einfach nicht."

Eine zweite Aussage, die seine Überforderung zeigt ist sein Statement aus der Pk nach dem Spiel, als er meinte, dass das Spiel mit dem 0:2 in der 47. Minute quasi entschieden war.
Als optimistischer Mensch würde man nach einem 0:1 in der 2. Minute sagen "Welch ein Glück, wir haben noch 90 Minuten Zeit, um das Ding noch zu drehen."
Als Mitch Kniat sagt man "Mein Plan wurde über den Haufen geworfen."
Nicht nur die Sprache drückt hier die Passivität aus, die der Trainer vorlebt.
Und man dürfte sich nicht wundern, wenn sich diese Moral des Trainers auf das Team überträgt - so wie sich ja die Hilflosigkeit auch auf das Team übertragen hat. Oder hast du gesehen, dass irgendeiner unserer Spieler das Spiel an sich gezogen hat, um das Ding noch zu unseren Gunsten zu drehen?
Hattest du in irgendeiner Phase das Gefühl, dass man alles möglich macht, um zu punkten?
Hast du den selben Einsatz gesehen wie in den Pokalspielen? Obwohl es in der Liga eigentlich um viel mehr geht?
Die Kicker-Noten sahen jedenfalls wie folgt aus:
Kersken 3,0.
Felix, Wörl, Young jeweils 4,0.
Oppie 4,5,
Lannert, Großer, Russo, Schreck, Corboz, Sumbu alle 5,0.
Macht einen Schnitt von 4,5. Vier minus. In einem Spiel, in dem es um alles geht.
Bei den Einwechselspielern sieht es nicht besser aus.
Gelbe Karten gab es eine (für Sumbu). Nicht, dass ich hartes Spiel fordere, aber es könnte auch ein bisschen den fehlenden Einsatz zeigen, dass niemand dazwischen geht, dass man sich ergibt.

Was ich an diesem Wochenende aus den Statements von Kniat und Mutzel gelernt habe ist, dass sie in ihren Aussagen keinerlei Selbsterkenntnis zeigen und dass sie mir als Zuschauer sagen, dass ich in Zukunft nach einem 0:2 das Stadion verlassen kann, da mit einer Wendung des Spiels nicht mehr zu rechnen ist und ich meinen Unmut aber auch bitte nicht äußern möge.
Super.daumen-hochsilent
Wenn man mit diesen Erkenntnissen in die neue Saison geht, würde ich als Aufdruck auf den Dauerkarten empfehlen statt "auf und nieder - immer wieder" "Not und Elende, nehmen kein Ende" zu nehmen. Dann weiß man bei Kauf direkt was das Motto der Saison ist und was einen erwartet. zwinker


Vor dem Beitrag war ich mir unschlüssig, nun wünsche ich mir einen neuen Trainer! grins
Mitch Kniat (Ex-Trainer) |#750
20.01.2025 - 22:33 Uhr
Zitat von studti

Zitat von Arminia-Horst

Woran machst du fest, dass Kniat überfordert sein könnte?


Auch wenn die Frage nicht an mich ging, antworte ich mal darauf:
Kniat hatte einen Plan A - der ist nicht aufgegangen, weil Cottbus überraschenderweise ein Tor geschossen hat.
Einen Plan B hatte er leider nicht, mit einem Rückstand hat er anscheinend nicht gerechnet.
Das ist das, was Kniat im Prinzip selber gesagt hat.
Ist schon krass, oder?
Ihm ist es nicht gelungen, in den verbleibenden 90 Minuten das Spiel noch zu drehen - weder durch eine neue Taktik, noch durch neues Personal.

Seine Aufstellung war schon vor dem Anpfiff sehr fragwürdig (z.B. Wörl auf die 9), durch seine Wechsel (z.B. Schroers oder Kunze) und Nicht-Wechsel (z.B. Kania) wurde es noch diskussionswürdiger.
Auf die Frage von Ulli Zweetz nach dem Spiel, ob er noch einmal so aufstellen würde, antwortete Kniat: "Ja, auf jeden Fall würde ich es so nochmal machen. Leider ist der Plan durch das Gegentor in der 2. Minute über den Haufen geworfen worden."
Diese Aussage ist so bitter, so erbärmlich, so hilflos und zeigt aus meiner Sicht völlige Überforderung.
Wenn ich in einer Prüfung komplett versage und anschließend gefragt würde, ob ich mich noch einmal genau so vorbereiten würde, dann würde ich entweder sagen "Nein, dieses Mal würde ich es ganz anders angehen" oder ich würde sagen "Es war egal, wie ich mich vorbereite, ich kann es einfach nicht."

Eine zweite Aussage, die seine Überforderung zeigt ist sein Statement aus der Pk nach dem Spiel, als er meinte, dass das Spiel mit dem 0:2 in der 47. Minute quasi entschieden war.
Als optimistischer Mensch würde man nach einem 0:1 in der 2. Minute sagen "Welch ein Glück, wir haben noch 90 Minuten Zeit, um das Ding noch zu drehen."
Als Mitch Kniat sagt man "Mein Plan wurde über den Haufen geworfen."
Nicht nur die Sprache drückt hier die Passivität aus, die der Trainer vorlebt.
Und man dürfte sich nicht wundern, wenn sich diese Moral des Trainers auf das Team überträgt - so wie sich ja die Hilflosigkeit auch auf das Team übertragen hat. Oder hast du gesehen, dass irgendeiner unserer Spieler das Spiel an sich gezogen hat, um das Ding noch zu unseren Gunsten zu drehen?
Hattest du in irgendeiner Phase das Gefühl, dass man alles möglich macht, um zu punkten?
Hast du den selben Einsatz gesehen wie in den Pokalspielen? Obwohl es in der Liga eigentlich um viel mehr geht?
Die Kicker-Noten sahen jedenfalls wie folgt aus:
Kersken 3,0.
Felix, Wörl, Young jeweils 4,0.
Oppie 4,5,
Lannert, Großer, Russo, Schreck, Corboz, Sumbu alle 5,0.
Macht einen Schnitt von 4,5. Vier minus. In einem Spiel, in dem es um alles geht.
Bei den Einwechselspielern sieht es nicht besser aus.
Gelbe Karten gab es eine (für Sumbu). Nicht, dass ich hartes Spiel fordere, aber es könnte auch ein bisschen den fehlenden Einsatz zeigen, dass niemand dazwischen geht, dass man sich ergibt.

Was ich an diesem Wochenende aus den Statements von Kniat und Mutzel gelernt habe ist, dass sie in ihren Aussagen keinerlei Selbsterkenntnis zeigen und dass sie mir als Zuschauer sagen, dass ich in Zukunft nach einem 0:2 das Stadion verlassen kann, da mit einer Wendung des Spiels nicht mehr zu rechnen ist und ich meinen Unmut aber auch bitte nicht äußern möge.
Super.daumen-hochsilent
Wenn man mit diesen Erkenntnissen in die neue Saison geht, würde ich als Aufdruck auf den Dauerkarten empfehlen statt "auf und nieder - immer wieder" "Not und Elende, nehmen kein Ende" zu nehmen. Dann weiß man bei Kauf direkt was das Motto der Saison ist und was einen erwartet. zwinker


Ich will Kniat gar nicht verteidigen, aber anhand von Aussagen nach so einem Spiel auf Überforderung des Trainers zu schließen, finde ich doch etwas weit hergeholt. Er war sicher auch frustriert und dann sollte man die Worte eines Trainers nach dem Spiel nicht auf die Goldwaage legen (siehe auch z.B. Kwasniok bei PB). Was soll Kniat schon sagen? Dass er schlecht und falsch aufgestellt hat? Macht wohl fast keiner. Er hat ja immerhin in der Pause 3x gewechselt, gebracht hat es auch nichts. Ein Großteil der Mannschaft hat schlichtweg versagt, darunter Führungsspieler wie Corboz, Lannert, Russo. Man kann eigentlich nur Kersken ausnehmen. Aber soll Kniat dann öffentlich auf die Mannschaft draufhauen?

Was ich allerdings nach diesem Auftreten gegen Cottbus mal kritisch hinterfragen würde, ist die Auswahl der Testspielgegner. Ein ersatzgeschwächter Oberligist wie Lippstadt und Havelse waren denke ich keine optimale Vorbereitung auf dieses Spiel, weil Arminia von diesen Gegnern (insb. Lippstadt) fast gar nicht gefordert wurde. Da wären stärkere Gegner denke ich schon hilfreich gewesen. Hätte man dann auch verlieren können, aber das hätte hilfreiche Erkenntnisse für das Spiel gegen Cottbus liefern können.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Thrice77 am 20.01.2025 um 22:40 Uhr bearbeitet
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