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Michael Preetz
Geburtsdatum 17.08.1967
Alter 59
Nat. Deutschland  Deutschland
Funktion Geschäftsführer
Akt. Verein MSV Duisburg

Michael Preetz

01.07.2012 - 01:08 Uhr
Michael Preetz |#3661
10.09.2020 - 17:12 Uhr
Besser geht immer, aber schlechter auch.
Michael Preetz |#3662
10.09.2020 - 18:40 Uhr
Ohne Gegenbauer, Preetz und Schiller wäre Tennor nicht an Bord gekommen, das ist doch ganz klar. Wenn ich Geld investiere unterhalte ich mich mit dem Führungspersonal und schau mir die Ebene darunter an. Dann noch die Rahmenbedingungen (die Stadt), Entwicklungspotential und die Bilanzen der letzten Jahre. Wenn ich überzeugt bin, dass die Führungsmannschaft okay ist (keine Abenteuerer), dann entscheide ich mich für das Investment. Ohne Preetz wäre das mit Tennor nicht gelaufen.
Trotzdem bleibt Preetz auch in der Kritik. Er ist ein konservativer Arbeiter, kann aber - glaube ich - Konflikte nur schlecht bearbeiten, neigt dann auch mal zu Schnellschüssen.
Richtig gut scheint er in der Überzeugungsarbeit unter 4 Augen zu sein. Es kann kein Zufall sein, dass MP immer wieder Leute an Land zieht wie Cunha oder Boyata. Auch in den Gesprächen mit Windhorst hat er offenbar überzeugt.
Wir können hier die Vor- und Nachteile drehen und wenden, als Ergebnis bleibt aktuell, dass sich Hertha mit Preetz nach schwierigen Zeiten sportlich wieder konsolidiert hat und jetzt auch finanziell gesund dasteht.
Unterm Strich ist das momentan eine Erfolgsbilanz.
Woran sonst soll ich einen Manager, eine Vereinsführung messen als am sportlichen Erfolg und an den Finanzen. Und beides ist momentan in Ordnung.
Ob die Zukunft rosig ist oder schwarz - das werden wir in den nächsten 1 bis 2 Jahren sehen, was mit den Millionen von Tennor geschafft wurde.

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Hertha for ever
Michael Preetz |#3663
10.09.2020 - 19:29 Uhr
Was wurde eigentlich von Preetz (falls er dafür zuständig ist) in Sachen Infrastruktur bislang getan? Wurde soweit ich weiß auch angekündigt, einen Teil der Summe in den Bereich zu stecken.
Michael Preetz |#3664
10.09.2020 - 20:06 Uhr
Das Problem bei Preetz ist und bleibt letztlich die strukturelle Ausrichtung des Verein. Was ist Hertha und wofür steht man? Jahrelang war man ein finanziell angeschlagener Verein, der jungen, preisgünstigen Spielern eine Plattform geboten hat, sich zu entwickeln. Solange man damit im Mittelfeld der Bundesliga mitgeschwommen ist und Spielerwerte entwickeln konnte, war das akzeptabel. Und hier hat Preetz einen ordentlichen Job gemacht. Da man aber auch seit Jahren recht ambitionslos war was Ziele oberhalb des Klassenerhalts anbelangt, ist das auch nichts außergewöhnliches. Mit dem Standort Berlin im Rücken war das gut zu bewältigen. Damit möchte ich seine Leistung garnicht abwerten, ich habe ihn jahrelang dafür verteidigt, da ich es unter Berücksichtigung der Finanzen für einen aufrichtigen und akzeptablen Weg gehalten habe, gerade da man in den Jahren unter Dardai immer wieder Nachwuchsspieler rangeführt hat. Mit seiner Ruhe hat er gut dazu gepasst und seine blasse Außenwirkung hat wenig geschadet, da sie zum Verein gepasst hat.

Nun haben sich die Voraussetzungen aber eben geändert. In Zeiten, in denen der Investor regelmäßig von der CL und dem Big City Club spricht, ist der Verein in seiner Außenwirkung überhaupt nicht mehr grau und Preetz wirkt zunehmend überfordert, die sportliche Ausrichtung dem anzupassen. Meine größte Kritik bleibt aber, dass ich nach wie vor nicht weiß, wie er Hertha mit den neuen finanziellen Mitteln aufstellen will. Wofür soll der Verein denn stehen? Und das hat man doch letzte Saison gesehen. Man ist mit Covic, der internen und preisgünstigen Lösung in die Saison gestartet und hat nur einen Bruchteil der finanziellen Mittel genutzt, da Covic bei seiner ersten Profistation wohl auch kaum Ansprüche gestellt hat. Dann kommt auf einmal Klinsmann und der Geldbeutel wird geöffnet. Die Monate unter Klinsmann waren sicherlich nicht zufriedentstellend aber zumindest war da dann jemand, der wusste, was er will. Glaubt hier ernsthaft jemand, Piatek und Ascacibar wären in Berlin, wenn Klinsmann nicht Trainer geworden wäre? Wären sie nicht.

Und das ist der Kern des Problems. Wenn Labbadia unbedingt einen Wandstürmer ala Weghorst möchte, dann wird er den bekommen. Wenn der nächste Trainer mit dem nichts anfangen kann, dann wird er wieder verkauft. Wir richten unsere Ausrichtung immer komplett auf den jeweiligen Trainer aus. Bei enigeschränkten finanziellen Mitteln ist das alles verkraftbar. Wenn man aber auf einmal hundert Millionen innerhalb kürzester Zeit in den Kader pumpt, dann muss das auf der Grundlage einer Vereinsidentität geschehen, sonst endet das in einer Katastrophe. Und diese Philosophie sehe ich momentan nicht. Ich weiß nicht, für was der Kader stehen soll und welchen Fussball man damit spielen möchte. Ascacibar UND Toussart für über 35mio zu verpflichten, ist für mich beispielsweise schonmal schwer zu begreifen. Es geht dabei keinesfalls um ihre individuelle Qualität, sondern um die Frage, warum ich zwei Spieler für solche Summen und die selbe Position verpflichten muss, wenn diese in der Mannschaft nur einmal zu besetzen ist.

Es gibt sicherlich Dinge in den letzten Monaten, die für Unruhe gesorgt haben und die Preetz nicht anzulasten sind, ob das nun das Video von Kalou ist, der Abgang von Samardzic (da fehlen schlicht belegbare Infos) oder die Geschicht mit Piatek momentan. Trotzdem finde ich es absolut unbefriedigend, dass man trotz der ganzen Investitionen immernoch kein Konzept innerhalb des Vereins erkennen kann. Letztlich muss man hoffen, dass man mit Labbadia den richtigen Mann gefunden hat, der langfristig etwas entwickelt. Denn wenn Labbadia iwann weg ist und Preetz auf seine (normalerweise nicht allzu erfolgreiche) Nachfolgersuche geht, dann wird sich die Ausrichtung des Verein vermutlich wieder um 180Grad drehen. Und dann wird das Investorengeld schnell versickert sein. Wir bewegen uns mit unseren Rekordtranfers inzwischen in den Top 5 der Liga! Da muss man dann eben auch mit entsprechenden Erwartungshaltungen zurechtkommen. Und ob man die mit dem momentanen Kader erfüllen kann, wird sich ab morgen zeigen.

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41.21.1.

"Evolutionstheorie: wir stammen vom Affen ab.
Falsch Charles, der Mensch stammt von Waffen ab"
Michael Preetz |#3665
10.09.2020 - 20:26 Uhr
Zitat von wacken
Das Problem bei Preetz ist und bleibt letztlich die strukturelle Ausrichtung des Verein. Was ist Hertha und wofür steht man? Jahrelang war man ein finanziell angeschlagener Verein, der jungen, preisgünstigen Spielern eine Plattform geboten hat, sich zu entwickeln. Solange man damit im Mittelfeld der Bundesliga mitgeschwommen ist und Spielerwerte entwickeln konnte, war das akzeptabel. Und hier hat Preetz einen ordentlichen Job gemacht. Da man aber auch seit Jahren recht ambitionslos war was Ziele oberhalb des Klassenerhalts anbelangt, ist das auch nichts außergewöhnliches. Mit dem Standort Berlin im Rücken war das gut zu bewältigen. Damit möchte ich seine Leistung garnicht abwerten, ich habe ihn jahrelang dafür verteidigt, da ich es unter Berücksichtigung der Finanzen für einen aufrichtigen und akzeptablen Weg gehalten habe, gerade da man in den Jahren unter Dardai immer wieder Nachwuchsspieler rangeführt hat. Mit seiner Ruhe hat er gut dazu gepasst und seine blasse Außenwirkung hat wenig geschadet, da sie zum Verein gepasst hat.

Nun haben sich die Voraussetzungen aber eben geändert. In Zeiten, in denen der Investor regelmäßig von der CL und dem Big City Club spricht, ist der Verein in seiner Außenwirkung überhaupt nicht mehr grau und Preetz wirkt zunehmend überfordert, die sportliche Ausrichtung dem anzupassen. Meine größte Kritik bleibt aber, dass ich nach wie vor nicht weiß, wie er Hertha mit den neuen finanziellen Mitteln aufstellen will. Wofür soll der Verein denn stehen? Und das hat man doch letzte Saison gesehen. Man ist mit Covic, der internen und preisgünstigen Lösung in die Saison gestartet und hat nur einen Bruchteil der finanziellen Mittel genutzt, da Covic bei seiner ersten Profistation wohl auch kaum Ansprüche gestellt hat. Dann kommt auf einmal Klinsmann und der Geldbeutel wird geöffnet. Die Monate unter Klinsmann waren sicherlich nicht zufriedentstellend aber zumindest war da dann jemand, der wusste, was er will. Glaubt hier ernsthaft jemand, Piatek und Ascacibar wären in Berlin, wenn Klinsmann nicht Trainer geworden wäre? Wären sie nicht.

Und das ist der Kern des Problems. Wenn Labbadia unbedingt einen Wandstürmer ala Weghorst möchte, dann wird er den bekommen. Wenn der nächste Trainer mit dem nichts anfangen kann, dann wird er wieder verkauft. Wir richten unsere Ausrichtung immer komplett auf den jeweiligen Trainer aus. Bei enigeschränkten finanziellen Mitteln ist das alles verkraftbar. Wenn man aber auf einmal hundert Millionen innerhalb kürzester Zeit in den Kader pumpt, dann muss das auf der Grundlage einer Vereinsidentität geschehen, sonst endet das in einer Katastrophe. Und diese Philosophie sehe ich momentan nicht. Ich weiß nicht, für was der Kader stehen soll und welchen Fussball man damit spielen möchte. Ascacibar UND Toussart für über 35mio zu verpflichten, ist für mich beispielsweise schonmal schwer zu begreifen. Es geht dabei keinesfalls um ihre individuelle Qualität, sondern um die Frage, warum ich zwei Spieler für solche Summen und die selbe Position verpflichten muss, wenn diese in der Mannschaft nur einmal zu besetzen ist.

Es gibt sicherlich Dinge in den letzten Monaten, die für Unruhe gesorgt haben und die Preetz nicht anzulasten sind, ob das nun das Video von Kalou ist, der Abgang von Samardzic (da fehlen schlicht belegbare Infos) oder die Geschicht mit Piatek momentan. Trotzdem finde ich es absolut unbefriedigend, dass man trotz der ganzen Investitionen immernoch kein Konzept innerhalb des Vereins erkennen kann. Letztlich muss man hoffen, dass man mit Labbadia den richtigen Mann gefunden hat, der langfristig etwas entwickelt. Denn wenn Labbadia iwann weg ist und Preetz auf seine (normalerweise nicht allzu erfolgreiche) Nachfolgersuche geht, dann wird sich die Ausrichtung des Verein vermutlich wieder um 180Grad drehen. Und dann wird das Investorengeld schnell versickert sein. Wir bewegen uns mit unseren Rekordtranfers inzwischen in den Top 5 der Liga! Da muss man dann eben auch mit entsprechenden Erwartungshaltungen zurechtkommen. Und ob man die mit dem momentanen Kader erfüllen kann, wird sich ab morgen zeigen.


Ich finde die Bedenken grundsätzlich nicht schlecht, aber wer sagt Dir, dass Preetz mit dem Geld im Rücken jetzt keine gute Arbeit abliefern wird. Wir sind in einer sehr schwierigen Situation mit Corona und alle ungeduldig, gestehe ich gerne ein, aber gut Ding will Weile haben, sagt man. Jetzt in vollen Zügen das Geld rausschmeißen, nee, sollte nicht sein. Jetzt bauen wir die Zukunft mit richtig viel Geld im Rücken, geschätzt noch 150 Mio für Spieler. Bisher hatte Preetz meistens ein gutes Händchen für Transfers, nicht immer, aber oft. Warten wir es doch ab. Und mit den guten Transfers werden wir oben angreifen, vielleicht noch nicht in dieser Saison, aber in der nächsten. So sollte der Plan sein und ich denke so ist der Plan. Wenn Preetz das - den Sprung nach vorn - in dieser Saison absehbar nicht hinkriegt, bin ich dabei ihn zu kritisieren. Warten wir die nächsten 3 Monate ab, dann müssen sich erste Konturen zeigen. Diese Saison gesicherter Platz mit Blick auf die EL, nächste Saison Blick auf die CL. So wäre mein Plan.

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Hertha for ever
Michael Preetz |#3666
10.09.2020 - 22:10 Uhr
Zitat von Berlin71

Es kann kein Zufall sein, dass MP immer wieder Leute an Land zieht wie Cunha


Ich frage mich, wieso sich diese Unwahrheit so lange hält.
Preetz hat sicherlich nicht mit Cunha unter vier Augen verhandelt, weil der eine in Berlin war und der andere in Südamerika bei der U23. Wäre Preetz im Januar rübergeflogen, wir hätten das mitbekommen

Ansonsten googel einfach mal "Klinsmann Kuranyi Cunha".

Zum Thema:

Es gibt natürlich sehr viele Dinge, die man an Preetz kritisieren kann. Ich picke mir mal einfach etwas aus.

Zitat von Bombateng

Zumal das mit der Talentförderung auch genau Preetz Ziel ist.


Ich sehe in der Talenteförderung viele Dinge, die es zu optimieren gilt, die vor allem Einsicht und Kompetenz und weniger Geld erfordern und daher schon seit 2009 in Angriff genommen hätten werden können, wenn der Verein es denn gewollt hätte.

Zu aller erst wird öfters moniert, dass es kein einheitliches Spielkonzept im Verein und in den Jugendmannschaften gibt, wie man es öfters bei Vereinen in Holland oder Belgien sieht.
Ich frage mich daher, was hindert unseren GF Sport daran, hier eine Einheitlichkeit zu schaffen, um somit den Talentefluss zu vereinfachen. Vielleicht gibt es ja gravierende Gründe, die dagegen sprechen und mir nicht bekannt sind, aber warum nicht von den Besten lernen/kopieren anstatt in der U21 Hollands/Belgiens zu wildern?
Hätte man auf Profiebene auch noch die Fortführung des Ganzen, dann wäre man sportlich sicherlich in einer besseren Lage, den hiesigen Talentepool maximal nutzen zu können,da eine diesbezüglich Auslese bereits über Jahre stattgefunden hätte. Natürlich bedarf es dazu eines ganzheitlichen Konzepts bis hinauf zu den Profis und @wacken hat ja gerade etwas dazu geschrieben.

Des Weiteren verwundert es mich seit Jahren, dass fast alle Jugendtrainer langjährige Herthaspieler sind (Thom, Hartmann*, Covic, Zecke, Dardai, Fathi, Chahed etc.). Wo ist der Qualitätsnachweis im Jugendbereich? Gibt es denn überhaupt? Zumindest bei Covic durfte man ja gerade erst bestaunen, was es mit seinen Trainerfähigkeiten auf sich hat.
Preetz meinte stolz, dass Hertha seine Trainer selber ausbildet. Warum muss Hertha seine Trainer selber ausbilden? Man gibt zig Millionen für Spieler aus mit teuren Gehältern, will sich aber keinen erfahrenen Trainer leisten? Klingt für mich nicht logisch außer, dass man eben in erster Linie versucht, seine ausgewählten Weggefährten im Verein zu installieren. Die einen sprechen von Harmonie und Stabilität, die anderen von Wagenburgmentalität und geistiger Stagnation.
Basierend darauf will ich noch anmerken, dass es auch kein gutes Licht auf den Wert der Jugendarbeit wirft, wenn diese von Ehemaligen nur als Spielwiese benutzt wird. Man sollte meinen, die Talente wären es wert, von erfahrenen und guten Jugendtrainern ausgebildet und erzogen zu werden. Kostet zwar ein wenig mehr, aber man kann sich dann halt mal einen Esswein sparen oder meldet die U23 ab, die einfach nur der Spielpraxis dient.

Letztendlich wurde von diversen Usern noch bestätigt, dass es im Jugendbereich oftmals Differenzen zwischen Spielern und dem Verein gäbe. Ich bin da nicht direkt drin, aber wenn solche Infos mehrmals und unabhängig getätigt werden, dann wird da wohl auch ein Fünkchen Wahrheit dabei sein.




* Hartmann kann man da auch sicherlich rausnehmen, da er wirklich ein Guter zu sein scheint und das auch mit der Rostocker Meisterschaft bewiesen hat, bevor er zu uns kam, um diese dann hier zu wiederholen.

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Dieser Beitrag wurde zuletzt von physsus am 10.09.2020 um 22:12 Uhr bearbeitet
Michael Preetz |#3667
11.09.2020 - 08:08 Uhr
Zitat von physsus
Zitat von Berlin71

Es kann kein Zufall sein, dass MP immer wieder Leute an Land zieht wie Cunha


Ich frage mich, wieso sich diese Unwahrheit so lange hält.
Preetz hat sicherlich nicht mit Cunha unter vier Augen verhandelt, weil der eine in Berlin war und der andere in Südamerika bei der U23. Wäre Preetz im Januar rübergeflogen, wir hätten das mitbekommen

Ansonsten googel einfach mal "Klinsmann Kuranyi Cunha".

Zum Thema:

Es gibt natürlich sehr viele Dinge, die man an Preetz kritisieren kann. Ich picke mir mal einfach etwas aus.

Zitat von Bombateng

Zumal das mit der Talentförderung auch genau Preetz Ziel ist.


Ich sehe in der Talenteförderung viele Dinge, die es zu optimieren gilt, die vor allem Einsicht und Kompetenz und weniger Geld erfordern und daher schon seit 2009 in Angriff genommen hätten werden können, wenn der Verein es denn gewollt hätte.

Zu aller erst wird öfters moniert, dass es kein einheitliches Spielkonzept im Verein und in den Jugendmannschaften gibt, wie man es öfters bei Vereinen in Holland oder Belgien sieht.
Ich frage mich daher, was hindert unseren GF Sport daran, hier eine Einheitlichkeit zu schaffen, um somit den Talentefluss zu vereinfachen. Vielleicht gibt es ja gravierende Gründe, die dagegen sprechen und mir nicht bekannt sind, aber warum nicht von den Besten lernen/kopieren anstatt in der U21 Hollands/Belgiens zu wildern?
Hätte man auf Profiebene auch noch die Fortführung des Ganzen, dann wäre man sportlich sicherlich in einer besseren Lage, den hiesigen Talentepool maximal nutzen zu können,da eine diesbezüglich Auslese bereits über Jahre stattgefunden hätte. Natürlich bedarf es dazu eines ganzheitlichen Konzepts bis hinauf zu den Profis und @wacken hat ja gerade etwas dazu geschrieben.

Des Weiteren verwundert es mich seit Jahren, dass fast alle Jugendtrainer langjährige Herthaspieler sind (Thom, Hartmann*, Covic, Zecke, Dardai, Fathi, Chahed etc.). Wo ist der Qualitätsnachweis im Jugendbereich? Gibt es denn überhaupt? Zumindest bei Covic durfte man ja gerade erst bestaunen, was es mit seinen Trainerfähigkeiten auf sich hat.
Preetz meinte stolz, dass Hertha seine Trainer selber ausbildet. Warum muss Hertha seine Trainer selber ausbilden? Man gibt zig Millionen für Spieler aus mit teuren Gehältern, will sich aber keinen erfahrenen Trainer leisten? Klingt für mich nicht logisch außer, dass man eben in erster Linie versucht, seine ausgewählten Weggefährten im Verein zu installieren. Die einen sprechen von Harmonie und Stabilität, die anderen von Wagenburgmentalität und geistiger Stagnation.
Basierend darauf will ich noch anmerken, dass es auch kein gutes Licht auf den Wert der Jugendarbeit wirft, wenn diese von Ehemaligen nur als Spielwiese benutzt wird. Man sollte meinen, die Talente wären es wert, von erfahrenen und guten Jugendtrainern ausgebildet und erzogen zu werden. Kostet zwar ein wenig mehr, aber man kann sich dann halt mal einen Esswein sparen oder meldet die U23 ab, die einfach nur der Spielpraxis dient.

Letztendlich wurde von diversen Usern noch bestätigt, dass es im Jugendbereich oftmals Differenzen zwischen Spielern und dem Verein gäbe. Ich bin da nicht direkt drin, aber wenn solche Infos mehrmals und unabhängig getätigt werden, dann wird da wohl auch ein Fünkchen Wahrheit dabei sein.




* Hartmann kann man da auch sicherlich rausnehmen, da er wirklich ein Guter zu sein scheint und das auch mit der Rostocker Meisterschaft bewiesen hat, bevor er zu uns kam, um diese dann hier zu wiederholen.


Mensch ist das wieder einseitig.
Es gibt das Konzept ehemalige Spieler im Verein weiter zu beschäftigen. Vorgemacht hat das Bayern München, ich vermute mal ganz erfolgreich, aber Du siehst das vielleicht anders. Dieses Konzept wird inzwischen von fast allen Vereinen der Bundesliga verfolgt, es ist einfach das preiswerteste Konzept und vom Ansazu her auch schlüssig, weil die ehemaligen Spieler die Vereinsphilosophie schon erlebt haben, den Bayern-Gen.
Dass die Jugendmannschaften nicht nach einem einheitlichen Spielsystem arbeiten ist eine steile These. Ich habe mitbekommen, dass die Jugendtrainer im ständigen Austausch stehen und das System auch durchlässig ist. Dass andere Spielkonzepte je nach Spielertypen verfolgt werden können steht dem nicht entgegen.

Zu Cunha. Du wirst doch nicht ernsthaft behaupten, dass Preetz bei der Verpflichtung von Cunha nicht beteiligt war. Ein Transfer wird durch Gespräche vorbereitet, der Vollzug kann auch geschehen wenn der Manager in Südamerika oder wo auch immer ist. Sellbstredend hatte auch Klinsmann als Trainer einen Anteil daran, das wird niemand bestreiten.
Google behauptet auch nicht, dass Klinsmann das eingetütet habe, ganz abgesehen davon, dass Google nun auch nicht alles weiß.

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Hertha for ever
Michael Preetz |#3668
11.09.2020 - 09:23 Uhr
Grundsätzlich verstehe ich die Kritik von @physsus und gehe mit einigen Sachen konform. Eine Sache verstehe ich nur nicht. Es ist jetzt „schlecht“ dass wir eigene Trainer ausbilden und bei uns einsetzen? Das wird gleichgesetzt mit „Stallgeruch“(nicht physsus Worte, sondern Tenor der letzten Trainerdiskussionen) und fehlende Qualitätsnachweise? Bedeutet denn ein Trainer von außen direkt mehr Qualität? Und gleich anschließend die Frage.. hatte der Trainer von außen kommt bei seinem Heimatverein dann auch keine Qualität?
Seit wann ist es ein Qualitätsmerkmal ob man beim Heimatverein die Ausbildung macht und die Arbeit verrichtet oder bei einem anderen Verein? Finde daher dass man das so in der Art nicht behaupten kann.
Ich denke die Qualität kann man daran nicht messen. Ich bin eher froh dass hier Trainer sind die sich mit dem Verein identifizieren. Jedoch sollte man immer wieder offen sein für Innovationen und sich vor allem mit anderen Akademien austauschen wenn das In dem Geschäft möglich ist.

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Sinn macht was Spaß macht!

Michael Preetz |#3669
11.09.2020 - 09:30 Uhr
Zitat von Bombateng
Grundsätzlich verstehe ich die Kritik von @physsus und gehe mit einigen Sachen konform. Eine Sache verstehe ich nur nicht. Es ist jetzt „schlecht“ dass wir eigene Trainer ausbilden und bei uns einsetzen? Das wird gleichgesetzt mit „Stallgeruch“(nicht physsus Worte, sondern Tenor der letzten Trainerdiskussionen) und fehlende Qualitätsnachweise? Bedeutet denn ein Trainer von außen direkt mehr Qualität? Und gleich anschließend die Frage.. hatte der Trainer von außen kommt bei seinem Heimatverein dann auch keine Qualität?
Seit wann ist es ein Qualitätsmerkmal ob man beim Heimatverein die Ausbildung macht und die Arbeit verrichtet oder bei einem anderen Verein? Finde daher dass man das so in der Art nicht behaupten kann.
Ich denke die Qualität kann man daran nicht messen. Ich bin eher froh dass hier Trainer sind die sich mit dem Verein identifizieren. Jedoch sollte man immer wieder offen sein für Innovationen und sich vor allem mit anderen Akademien austauschen wenn das In dem Geschäft möglich ist.


Naja, die Qualität unserer U-Trainer in Frage zu stellen finde ich absolut berechtigt. Andere Vereine wie Mainz, Leipzig, Dortmund, Hoffenheim und Co. bringen regelmäßig U-Trainer von Bundesliga-Format auf den Markt. Sowas ist bei uns nur mit Dardai passiert. Korrigiert mich, wenn ich falsch liege.

Demzufolge scheinen unsere Talente wirklich nicht die beste Ausbildung zu genießen.
Michael Preetz |#3670
11.09.2020 - 09:30 Uhr
Was ich nochmal kurz sagen möchte, da ja Preetz unterstellt wird er hatte mit den letzten Transfers kaum was zu tun, dass es doch auch oft von Spielern kam, dass Hertha schon länger dran war und der Kontakt nie abgerissen gewesen ist usw. Das war dann wohl auch nicht Preetz? Der letzte bekannte Fall war übrigens ein Boyata der dann sogar Ablösefrei kam.
Also so ganz unschuldig kann Preetz ja bei den Transfers auch nicht sein und wird da schon seine Beteiligung haben. Würde fast behaupten eine sehr große sogar.
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