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Michael Preetz
Geburtsdatum 17.08.1967
Alter 59
Nat. Deutschland  Deutschland
Funktion Geschäftsführer
Akt. Verein MSV Duisburg

Michael Preetz

01.07.2012 - 01:08 Uhr
Michael Preetz |#1451
04.09.2015 - 12:31 Uhr
Zitat von LichtBerlin
Zitat von randberliner
Da damals höhere Platzierungen erreicht wurden, waren höhere Personalkosten tendenziell eher "gedeckt" als heute.

woher hast du das?
und wie wurden dann die schulden aufgebaut, wenn die kosten doch besser "gedeckt" waren?


U.A. durch andere Schulden, welche sich verzinst haben.
Michael Preetz |#1452
04.09.2015 - 12:36 Uhr
@wacken: Interessanter Artikel. Wie man sieht waren damals HSV und Kaiserslautern finanziell deutlich vor uns. Inzwischen ist einer zumindest sportlich auf Augenhöhe, der andere bis auf Weiteres erst mal Weg vom Fenster. Gleiches gilt auch mehr oder weniger deutlich für 1860, Rostock, Pauli, Freiburg, Cottbus und Nürnberg. Andere Vereine sind hingegen gekommen und haben sich deutlich vor uns etabliert (etwa WOB oder Hoffenheim aber nicht ohne kräftige externe Geldgeber). Innerhalb der neuen Länder sind wir hingegen momentan sogar der einzige erstklassige Verein.

Dieser große Zeitraum betrifft natürlich bzgl. Hertha nicht nur Preetz, zeigt aber dass eine Etablierung in der obersten Spielklasse kein Selbstläufer ist. Es mag mit Hoeneß und Preetz verschiedene Ansätze geben, einen Königsweg für Vereine wie uns gibt es aber nicht. Werder, Lautern oder der HSV dürften sich das damals auch anders vorgestellt haben...
Michael Preetz |#1453
04.09.2015 - 12:47 Uhr
Zitat von Price
Zitat von LichtBerlin
Zitat von randberliner
Da damals höhere Platzierungen erreicht wurden, waren höhere Personalkosten tendenziell eher "gedeckt" als heute.

woher hast du das?
und wie wurden dann die schulden aufgebaut, wenn die kosten doch besser "gedeckt" waren?


U.A. durch andere Schulden, welche sich verzinst haben.


Das kann sein, muss aber nicht. Ich denke da vor allem an die gestiegenen TV-Gelder heute. Ich halte das aber für ein ziemlich spannendes Thema; das näher und angemessen zu betrachten, würde aber eine wissenschaftliche Arbeit bedeuten. Halten wir als Konsens doch einfach fest: Hertha arbeitet mit dem vorhandenen Budget nicht optimal - aber auch nicht absolut vernichtend. Wie gut oder wie schlecht ist jedem selbst überlassen.

•     •     •

Hertha gewinnt Pokal-Spiele - ich pack es nicht...

Mit ganzem Herzen Exil-Herthaner aus OWL mit kopflastiger SC Paderborn-Sympathie - auch wenn DAS gerade extrem schwer fällt ;-)

Fix ist ein Transfer erst, wenn der Lange twittert!

Michael Preetz |#1454
04.09.2015 - 12:51 Uhr
Zitat von randberliner
Diese Saison belegen wir Platzb 12 hinter Hoffenheim. Da damals höhere Platzierungen erreicht wurden, waren höhere Personalkosten tendenziell eher "gedeckt" als heute. Damals standen diese Ausgaben also in einem besseren Verhältnis zum Ergebnis als heute.


Also ich kenne keine Angaben für diese Saison. Für die letzte Saison hat uns die (Sport-)Bild auf Rang 12 gesetzt, Hoffenheim auf 10.

In dieser Saison haben wir jedoch wieder eine enorme Erhöhung von 6,5 Mio drin. Damit sollten wir uns gehaltsmäßig in der ersten Tabellenhälfte wiederfinden. Ich habe es hier zwar schon sehr häufig angemerkt, wiederhole es aber gern: Ich wundere mich, dass dies so selten Thema ist und Preetz ohne Weiteres behaupten darf, dass wir arm wie eine Kirchenmaus seien und der Klassenerhalt - gern auch allein geschuldet der besseren Tordifferenz - als Saisonziel ausreichend ist und damit alle Ansprüche befriedigt wären. Im Vergleich zu unserem Etat jedenfalls ist das eine klare Underperformance.

Köln bspw. hatte in der letzten Saison einen DEUTLICH niedrigeren Etat. Das wird auch für diese Saison gelten.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von junichi am 04.09.2015 um 13:00 Uhr bearbeitet
Michael Preetz |#1455
04.09.2015 - 12:55 Uhr
Zitat von guerteltier
Zitat von Price
Zitat von LichtBerlin
Zitat von randberliner
Da damals höhere Platzierungen erreicht wurden, waren höhere Personalkosten tendenziell eher "gedeckt" als heute.

woher hast du das?
und wie wurden dann die schulden aufgebaut, wenn die kosten doch besser "gedeckt" waren?


U.A. durch andere Schulden, welche sich verzinst haben.


Das kann sein, muss aber nicht. Ich denke da vor allem an die gestiegenen TV-Gelder heute. Ich halte das aber für ein ziemlich spannendes Thema; das näher und angemessen zu betrachten, würde aber eine wissenschaftliche Arbeit bedeuten. Halten wir als Konsens doch einfach fest: Hertha arbeitet mit dem vorhandenen Budget nicht optimal - aber auch nicht absolut vernichtend. Wie gut oder wie schlecht ist jedem selbst überlassen.


Doch muss es. Durch sich verzinsende Verbindlichkeiten entstehen doch logischerweise mehr Verbindlichkeiten - oder reden wir gerade aneinander vorbei?

Hat denn jemand einen Lizenzspieleretatvergleich der Bundesligisten aus der aktuellen Saison - finde da nichts im Netz.
Michael Preetz |#1456
04.09.2015 - 12:58 Uhr
Zitat von junichi
Zitat von randberliner
Diese Saison belegen wir Platzb 12 hinter Hoffenheim. Da damals höhere Platzierungen erreicht wurden, waren höhere Personalkosten tendenziell eher "gedeckt" als heute. Damals standen diese Ausgaben also in einem besseren Verhältnis zum Ergebnis als heute.


Also ich kenne keine Angaben für diese Saison. Für die letzte Saison hat uns die (Sport-)Bild auf Rang 12 gesetzt, Hoffenheim auf 10.

In dieser Saison haben wir jedoch wieder eine enorme Erhöhung von 6,5 Mio drin. Damit sollten wir uns gehaltsmäßig in der ersten Tabellenhälfte wiederfinden. Ich habe es hier zwar schon sehr häufig angemerkt, wiederhole es aber gern: Ich wundere mich, dass dies so selten Thema ist und Preetz ohne Weiteres behaupten darf, dass wir arm wie eine Kirchenmaus seien und der Klassenerhalt - gern auch allein geschuldet der besseren Tordifferenz - als Saisonziel ausreichend ist und damit alle Ansprüche befriedigt wären. Im Vergleich zu unserem Etat jedenfalls wäre das eine klare Underperformance.

Köln bspw. hatte in der letzten Saison einen DEUTLICH niedrigeren Etat. Das wird auch für diese Saison gelten.


Um mal Preetz in Schutz zu nehmen: Er sagte, dass man trotz der KKR Millionen weiter solide wirtschaften möchte und keinen Unsinn betreiben will. Völlig OK mMn.
Michael Preetz |#1457
04.09.2015 - 13:03 Uhr
Zitat von Price
Zitat von junichi
Zitat von randberliner
Diese Saison belegen wir Platzb 12 hinter Hoffenheim. Da damals höhere Platzierungen erreicht wurden, waren höhere Personalkosten tendenziell eher "gedeckt" als heute. Damals standen diese Ausgaben also in einem besseren Verhältnis zum Ergebnis als heute.


Also ich kenne keine Angaben für diese Saison. Für die letzte Saison hat uns die (Sport-)Bild auf Rang 12 gesetzt, Hoffenheim auf 10.

In dieser Saison haben wir jedoch wieder eine enorme Erhöhung von 6,5 Mio drin. Damit sollten wir uns gehaltsmäßig in der ersten Tabellenhälfte wiederfinden. Ich habe es hier zwar schon sehr häufig angemerkt, wiederhole es aber gern: Ich wundere mich, dass dies so selten Thema ist und Preetz ohne Weiteres behaupten darf, dass wir arm wie eine Kirchenmaus seien und der Klassenerhalt - gern auch allein geschuldet der besseren Tordifferenz - als Saisonziel ausreichend ist und damit alle Ansprüche befriedigt wären. Im Vergleich zu unserem Etat jedenfalls ist das eine klare Underperformance.

Köln bspw. hatte in der letzten Saison einen DEUTLICH niedrigeren Etat. Das wird auch für diese Saison gelten.


Um mal Preetz in Schutz zu nehmen: Er sagte, dass man trotz der KKR Millionen weiter solide wirtschaften möchte und keinen Unsinn betreiben will. Völlig OK mMn.


Darum geht es gar nicht, das Geld wird ja ausgegeben! Fast 40 Millionen Euro Etat. Das Geld ist weg und wird nicht etwa für eine Erhöhung des Eigenkapitals eingesetzt. Die Frage ist, was man mit dem Geld anstellt bzw. erreicht.
Michael Preetz |#1458
04.09.2015 - 13:23 Uhr
Zitat von physsus
@wacken

Da muss man sich eben auch fragen, ob der jetzige Kapitalaufwand wirklich angemessen ist, um auf Platz 15 zu landen oder ob man selbigen Platz nicht auch mit weniger erreicht bzw. mit dem gleichen Kapitalaufwand nicht besser hätte abschneiden sollen als letztes Jahr, welches nach Meinung von Preetz erfolgreich beendet wurde.


Absolut richtig, das würde ich auch niemals anzweifeln. Der Auftritt vom Preetz auf der MV war peinlich, weil es eben ein Stück weit so dargestellt wurde, das man mit den eingesetzten Mitteln fast das Beste erreicht hat, was natürlich Unsinn ist.

Mir ging es mehr um die Einordnung. Selbst wenn man davon ausgeht, dass der Etat von damals mit dem von heute verglichen werden kann, so konnte man damals eben (rein von der finanziellen Seite aus gesehen) 12 Mannschaften hinter sich lassen und heute nur noch ungefähr die Hälfte davon.

Meiner Meinung nach setzen wir unsere Mittel heute längst noch nicht optimal ein, aber eben trotzdem besser als unter Hoeness, denn sonst wäre dieser riesige Schuldenberg doch niemals entstanden. Ich akzeptiere aber durchaus, wenn man das anders sieht.

Zitat von junichi
Damit sollten wir uns gehaltsmäßig in der ersten Tabellenhälfte wiederfinden.


Finde jetzt keine Quelle, denke aber das

Bayern
Wolfsburg
Leverkusen
Gladbach
Schalke
Dortmund
Hoffenheim
Hamburg
Stuttgart
Hannover

einen höheren Etat haben müssten. Danach wird die Einordnung schwer. Tippe mal wir liegen zwischen 10-12. Erste Tabellenhälfte dürfte aber schwierig werden.

•     •     •

41.21.1.

"Evolutionstheorie: wir stammen vom Affen ab.
Falsch Charles, der Mensch stammt von Waffen ab"

Dieser Beitrag wurde zuletzt von wacken am 04.09.2015 um 13:24 Uhr bearbeitet
Michael Preetz |#1459
04.09.2015 - 13:40 Uhr
Zitat von randberliner
Da damals höhere Platzierungen erreicht wurden, waren höhere Personalkosten tendenziell eher "gedeckt" als heute. Damals standen diese Ausgaben also in einem besseren Verhältnis zum Ergebnis als heute.
Schwer zu sagen.

Bist du dir sicher, diese Aussagen lässt sich aus den Platzierungen ganz zweifelsfrei ziehen? Geht man davon aus, dass von Fußballexperten angesetzten Marktwerte einen Hinweis darauf geben, ob die Personalkosten "zu hoch" oder "eher verblüffend niedrig" waren, dann wird das Bild nämlich unklar.

Nimmt man die Saison 09/10 - und liest die quasi als Abschlussbericht zur Hoeneß-Ära, dann betrug der Marktwert der Mannschaft damals, in etwa so viel wie heute. Inflation eingerechnet: Die Mannschaft war früher besser besetzt. Aber auch nicht dramatisch besser, imho. Zugleich war sie (Inflation eingerechnet) jedoch teurer.

Lange Worte, kurzer Sinn: Das Verhältnis Marktwert/Personalkosten war in der Ära Hoeneß nicht besser. Trotzdem, damals hat Hertha uns als Fans mehr Spaß gemacht und die Hertha hat im Schnitt bessere Ergebnisse erzielt. Insofern will ich deiner Aussage nicht total widersprechen.

Es ließe sich jedoch sagen (imho nicht abwegig), dass die Hoeneß-Ära die späteren Abstiege direkt vorbereitet hat. Die finanziellen Möglichkeiten des Vereins waren aufgebraucht, auch durch teure Altlasten im Personal. Dass H. über die Verhältnisse gewirtschaftet hat, lässt sich m.E. am Schuldenaufbau (und dem Rechteverkauf etc.!) in seiner Zeit unschwer nachvollziehen.

Gefühlt würde ich dir trotzdem recht geben, denn die Hertha hatte unter Röber richtig gute Zeiten, jedenfalls in der Tabelle. Und dann unsere Brasilianer! Oder Pantelic! Fand ich damals toll - nur, heute würde das in der Bundesliga vermutlich nicht mehr funktionieren.

Ich finde, Preetz hat mit seiner Schnäppchenpolitik (so nenne ich das mal) auch gute Treffer gelandet, z.B. Lasogga, Platte, Cigerci, Schieber, Schelle, Genki, Ramos und ggf. kommen da noch gute Entwicklunge, z.B: bei Weiser. Wir ziehen erfolgreich Talente hoch (und dass Schulz gehen wollte, hat imho mit Preetz nichts zu tun) - und noch ist es nicht raus, dass diese Saison schlecht laufen wird. Lass die Mannschaft verletzungsfrei sein, überraschend gute Erfolge erzielen (z.B. den 5. Platz zum Saisonende) - und schon steht Preetz schon fast als Genie da.

...obwohl auch das nur eine Momentaufnahme wäre.

Ich halte es jedenfalls für keinen Zufall, dass unser Dieter Hoeneß hinterher, abgesehen von der eher mäßig erfolgreichen Wolfsburg-Episode, keine Jobs als Fußballmanager oder GF mehr bekommen hat. Das war einfach kein nachhaltiges Wirtschaften - und seine Transfers waren oft vogelwild, auf den letzten Drücker, ja, fast schon chaotisch, riskant und immer in der Hoffnung, damit die großen Treffer zu landen. Solide geht anders.

Wenn man so arbeitet, kann man Treffer landen. Auf Dauer aber landet man dann so imho bei einem Volltreffer: Der Verein geht KO. Insofern gefällt mir die weniger spektakuläre Arbeitsweise von Preetz nicht so schlecht.

Etwas mehr sportliche Erfolge wären trotzdem schön...Lachend

•     •     •

- Wollja! -

Dieser Beitrag wurde zuletzt von Noch_Eeener am 04.09.2015 um 13:42 Uhr bearbeitet
Michael Preetz |#1460
04.09.2015 - 13:43 Uhr
Zitat von physsus
@wacken

Ich denke aber nicht, dass sich Kapitalaufwand und Endplatzierung linear verhalten. Wenn du also von Platz 6 auf Platz 4 kommen willst, so musst du deutlich mehr investieren als wenn du von Platz 14 auf Platz 12 kommen willst.
Da muss man sich eben auch fragen, ob der jetzige Kapitalaufwand wirklich angemessen ist, um auf Platz 15 zu landen oder ob man selbigen Platz nicht auch mit weniger erreicht bzw. mit dem gleichen Kapitalaufwand nicht besser hätte abschneiden sollen als letztes Jahr, welches nach Meinung von Preetz erfolgreich beendet wurde.

Natürlich hätte man diese Platzierung auch mit weniger erreichen können. Rechne allein Heitinga und Hosogai raus und schon sinkt die Summe. Praktischen Nutzen gab es ja nicht.
Dafür muss man dann allerdings auch ne Glaskugel verfügbar haben. Ganz gratis dürften wir mit den dauerverletzten Baumjohann und Cigerci auch nicht durch die Saison gekommen sein.

Ich bin mir auch recht sicher dass man intern nicht damit geplant hat die Saison auf der letzten Rille zu beenden. Hier verketteten sich Verletzungspech, ein bockiger Coach der nach und nach die Mannschaft verlor, Formschwächen und die unweigerlich folgende Negativspirale zu einem unappetitlichen Brei.

Es fehlten in der Hinrunde der Abwehrstabilisator Langkamp und in der Rückrunde Schieber. Baumjohann und Cigerci über die ganze Saison. Beerens war nach seiner Verletzung nur noch die Häfte wert, ÄBH war nur gelegentlich einsetzbar. Lustenberger hat mE über die ganze Saison nach seiner Form gesucht, Hosogai war nur ein Schatten seiner selbst. Stocker wurde erst in der Rückrunde zu einem wertvollen Spieler (egal ob es nun an ihm oder Luhukay lag).
Das ist natürlich kein Problem das Hertha exklusiv hat, es relativiert aber das Verhältnis zwischen Kosten und Erreichtem schon.
Hinzu kommt dass man Spieler von der Qualität eines Simunic, Cicero, Gilberto oder auch Raffael und Marcelinho nichtmehr zu damaligen Konditionen bekommen dürfte bzw halten könnte.

•     •     •

Wir sind nicht toll, wir sind nicht reich wir haben keine Stars und auch kein geiles Stadion.
Aber wir haben was, das ihr nicht habt......wir sind Hertha.

Dieser Beitrag wurde zuletzt von Pilleberlin am 04.09.2015 um 13:45 Uhr bearbeitet
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