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Lucien Favre

01.06.2007 - 10:02 Uhr
Lucien Favre |#41
02.06.2007 - 13:03 Uhr

2. Juni 2007, Neue Zürcher Zeitung


«Ich bin ehrgeizig»

Lucien Favre zu seinem Wechsel



Lucien Favre, Ihr Wechsel nach Berlin war von Unruhe begleitet, Sie waren einige Tage nicht mehr erreichbar. Würden Sie sich wieder so verhalten?

Lucien Favre: Ich bekam so viele Telefonanrufe, ich konnte nicht jeden beantworten. Alle zwei Minuten klingelte das Handy. Was hätte ich sagen sollen?


Können Sie verstehen, dass es einige FCZ-Exponenten gibt, die über Ihren Abgang verärgert sind, weil sie nicht im Voraus informiert worden sind?

Nein, nein, alle waren jederzeit informiert. Auch über meine Reise nach Berlin; der VR- Delegierte René Strittmatter, der Präsident Ancillo Canepa und auch der Sportchef Fredy Bickel wussten Bescheid. Aber ich kann ja nicht alle im Verein anrufen, das ist klar. Der Vorstand hat meinen Entscheid verstanden.


Man hat immer angenommen, Sie würden eher nach Frankreich als nach Deutschland wechseln.

Es gab Kontakte zu einem französischen Verein. Doch es gibt ein «Bauchgefühl», das mir sagt, es sei besser für mich, in Deutschland zu arbeiten.


Passt Ihre Mentalität in die schrille Bundesliga?

Ich werde meinen Job so machen wie in Zürich. Meine Arbeitsmethode kann ich nicht ändern. Angst habe ich keine. Wenn ich kein Vertrauen in mich hätte, würde ich nicht wechseln.


Hertha muss internationale Ziele erreichen.

Hertha hat die Saison im zehnten Rang beendet. Ich bin ehrgeizig, aber man muss ein Team Schritt für Schritt aufbauen.


Weshalb waren Sie der Wunschkandidat von Hertha-Manager Dieter Hoeness?

Ich hatte das Gefühl, dass die Hertha mich unbedingt verpflichten wollte und schon sehr viel über mich wusste. Hoeness hat mich beobachtet; vor sechs Jahren gewannen wir mit Servette gegen Berlin im Uefa-Cup. Hoeness sah die Ergebnisse des FCZ und vielleicht auch seine Spielweise. Der Dreijahresvertrag war ein Wunsch der Berliner.


Der Abschied vom FCZ fällt Ihnen schwer.

Sie kennen mich: Es war sehr, sehr schwierig für mich, den FCZ zu verlassen. Ich habe viele Freunde in Zürich und musste deshalb nicht nur mit dem Kopf, sondern auch mit dem Herzen überlegen. Ich habe am Freitag mit fast allen Spielern telefoniert; das war nicht einfach für mich, aber auch sie haben mich verstanden. Die Herausforderung, nach Berlin zu wechseln, ist riesig. Und wenn ich heute nicht gehe, dann wechsle ich vielleicht überhaupt nie mehr ins Ausland.

Aufgezeichnet: fcl.
Lucien Favre |#42
02.06.2007 - 13:05 Uhr

Fussball
01.06.2007 -- Tages-Anzeiger Online
FCZ fordert für Favre hohe Ablöse

Lucien Favre unterschrieb bei Hertha bis 2010. Er wird morgen in Berlin vorgestellt. Aber vom FCZ hat er noch keine Freigabe.

Von Peter Bühler, Zürich

Der Anruf kam kurz vor neun Uhr morgens, als FCZ-Präsident Ancillo Canepa und René Strittmatter auf der Autobahn Richtung Bern und auf dem Weg zu einer Konferenz der Präsidenten des Schweizer Spitzenfussballs waren. Strittmatter, Delegierter des Zürcher Verwaltungsrats und langjähriger Freund von Lucien Favre, bekam von diesem mitgeteilt: «Ich habe bei Hertha Berlin unterschrieben.»

Die Führung des Schweizer Meisters wurde vor vollendete Tatsachen gestellt: Favre verlässt den Verein nach vier Jahren, er unterzeichnete bei Hertha einen Dreijahresvertrag. Morgen Mittag um 12 Uhr wird er in der deutschen Hauptstadt als neuer Hertha-Trainer präsentiert.

Dieser Ausgang im Tauziehen der beiden Vereine um den Coach hatte sich in den vergangenen Tagen immer deutlicher abgezeichnet. Favre hatte bereits vor einer Woche erstmals mit der Führung von Hertha gesprochen. Weitere Verhandlungen folgten, die entscheidende gestern in Zürich, als Hertha-Manager Dieter Hoeness den zaudernden Waadtländer endgültig von einem Wechsel überzeugen konnte.

Lange hatte Favre mit sich gerungen. Beim FCZ war er im Besitz eines Vertrages bis 2008 (mit Ausstiegsklausel), er hatte einen attraktiven Arbeitsplatz. Die Mannschaft stand hinter ihm, die Assistenten auch, und die sportliche Leitung mit Fredy Bickel an der Spitze stärkte ihm stets loyal den Rücken. Und natürlich lockte Favre auch die Champions League, das letzte grosse Ziel, das er mit den Zürchern nach zwei Meistertiteln und einem Cupsieg noch hätte erreichen können. Der FCZ spielt seine beiden Qualifikationspartien zum Einzug in die Königsklasse am 14. und 28. August - ohne Favre.
Ein heikles Umfeld in Berlin
Der 49-jährige Romand entschied schliesslich gegen sein «FCZ-Herz», er setzte auf seinen Verstand. Sein Kontrakt über drei Jahre bei Hertha ist hoch dotiert, mit rund einer Million Euro pro Jahr. Und sollte Favre in Berlin dereinst vorzeitig entlassen werden, hätte er wenigstens ein schönes Schmerzensgeld auf der Seite.

Immerhin haben sie in Berlin mit ihren Trainern auch schon Geduld bewiesen. Favres Vorgänger Falko Götz blieb einmal in 13 Spielen hintereinander ohne Sieg, Hoeness hielt dennoch an ihm fest - bis er ihn an Ostern doch entliess und interimistisch durch Karsten Heine ersetzte. Klar ist, dass Favre in Berlin auf ein schwieriges Umfeld trifft. Die Mannschaft hat auch schon das Attribut «untrainierbar» verliehen bekommen. Und die Fans in der 4-Millionen-Metropole lechzen nach Siegen. Favre wird schnell Erfolge vorweisen müssen, sonst dürfte es für ihn im rauen Bundesliga-Alltag ungemütlich werden.

Dies umso mehr, als auch der Machtmensch Hoeness unter starkem Druck steht. Erneute Rückschläge kann er sich nach der missratenen letzten Saison nicht mehr leisten. Die Berliner mussten zeitweilig sogar gegen den Abstieg kämpfen.

In Berlin liess Hoeness verlauten, es sei der Wunsch des Klubs gewesen, den neuen Trainer mit einem langfristigen Vertrag zu binden: «Er soll hier etwas aufbauen, wir wollen ihm die Zeit dafür geben.» Die Bereitschaft von Favre, beim FCZ einen offensiven, attraktiven Fussball spielen zu lassen und gleichzeitig junge Talente zu fördern, hätten ihn schon lange beeindruckt. Hertha verfügt über eine der führenden Nachwuchsabteilungen in der Bundesliga, die Berliner stellen viele Spieler für die diversen Jugend-Nationalmannschaften des DFB ab. Auch deshalb denkt Hoeness: «Favre ist der ideale Trainer für Hertha BSC.»

Die überschwänglichen Vorschusslorbeeren für Favre sind für den FCZ kein Trost. «Wir verlieren einen hervorragenden Trainer», sagt Canepa. Gerne wären die Zürcher mit Favre in die neue Saison gegangen. Und vom Verhalten Herthas sind sie geradezu befremdet. Die Berliner kontaktierten die Führung des FCZ nicht, sie denken offenbar, dies sei bei der bestehenden Ausstiegsklausel in Favres Vertrag gar nicht nötig.
Ausstiegsklausel: Knatsch absehbar
Nur ist diese Klausel so abgefasst, dass der FCZ sein Einverständnis zu einem Wechsel geben muss und der neue Arbeitgeber Favres den Zürchern zusätzlich 300’000 Franken Ablöse zu entrichten hat. Canepa sagt: «Wir haben unsere Einwilligung zu Favres Transfer nie gegeben.» Denkbar ist, dass er sich eine Strategie ausgedacht hat, um für Favre eine höhere Ablösesumme zu kassieren.

Es zeichnet sich bereits ab, dass Hertha und Favre versuchen werden, den einen oder anderen Spieler vom FCZ abzuwerben. Raffael, sicherlich erstes Objekt der Begierde, hat beim FCZ einen Vertrag bis 2011, was seine Transfersumme in eine Höhe treibt, die selbst die Berliner abschrecken dürfte. Gökhan Inler, der auf dem Weg in die Serie A war und Kontakte zu Udinese unterhielt, ist für Hertha interessant, weil er für eine vertraglich festgesetzte Ablöse von 1,5 Millionen Franken zu haben wäre.

Bleibt Harald Gämperle, der die letzten dreieinhalb Jahre beim FCZ als Assistent die ideale Ergänzung zu Favre war. Favre möchte ihn gerne nach Berlin mitnehmen, doch FCZ-Sportchef Bickel sagt: «Ich werde wie ein Löwe um Harry kämpfen.»
Lucien Favre |#43
02.06.2007 - 13:57 Uhr
Lucien Favre stellt sich vor


Lucien Favre auf der ersten Pressekonferenz
Berlin - Am Freitagabend um 21.50 Uhr landete Herthas neuer Coach Lucien Favre in Berlin. Am Samstag hatte er dann gleich den ersten offiziellen Termin. Um 12.00 Uhr stellte Hertha-Manager Dieter Hoeneß den Schweizer auf einer Pressekonferenz vor. Mehr als 50 Journalisten wollten den ersten Auftritt des Trainers sehen.



herthabsc.de war natürlich dabei. Wir zeigen euch die Pressekonferenz als Video!



HIER geht´s zum Video!

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http://www.herthabsc.de/index.php?id=15630&tx_ttnews[tt_news]=1419&tx_ttnews[backPid]=15611&cHash=1437b0619d
Lucien Favre |#44
02.06.2007 - 14:00 Uhr
das video der pk is online: http://herthabsc.de/index.php?id=16543

zweiter! :D
Dieser Beitrag wurde zuletzt von ElBarto am 02.06.2007 um 14:00 Uhr bearbeitet
Lucien Favre |#45
02.06.2007 - 14:05 Uhr
ich will es auch gucken, habe media player 11 drauf etc., aber ich kann es net abspielen... :grrr

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Lucien Favre |#46
02.06.2007 - 14:24 Uhr
ich stell jetzt einfach mal die these auf, dass nicht dieter höness favre angesprochen hat, soindern das favre sich nach götz entlassung bei uns auf blkauen dunst beworben hat und dann selbst etwas überrascht und verwirrtt war, als höness darauf eingestiegen ist und ihn unbedingt wollte.

schon die zeilen glaub ich in irgendeiner zeitung wo er meinte, dass er für hertha schon lange ein feible hatte und so ähnlich hatte er es ja in der pk auch ausgedruckt, dass ihn hertha schon länger interressiert hat, aber das warum nicht begründen kann.

wie gesagt, eine these von mir
Lucien Favre |#47
02.06.2007 - 14:33 Uhr
ich liebe den neuen coach schon allein für folgende aussage:

"Hertha hat eine tolle Akademie und viele gute junge Spieler. Wenn ein junger Spieler aus dem Verein besser ist als eine möglicher Neuzugang, dann nehmen wir natürlich das eigene Talent." Favre möchte bei Hertha BSC einen gut organisierten Offensivfußball spielen lassen. "Hierarchien sind wichtig, auf und neben dem Platz. Wenn sich einer nicht an die Regeln hält, dann funktioniert es nicht. Darauf werde ich achten."

http://www.herthabsc.de/index.php?id=15630&tx_ttnews[tt_news]=1420&tx_ttnews[backPid]=15611&cHash=e3bfcd6a73
Lucien Favre |#48
02.06.2007 - 14:38 Uhr
Verwirrung um Herthas neuen Trainer Favre
01.06.2007


Kaum glaubte Hertha BSC Berlin mit Lucien Favre einen neuen Trainer gefunden zu haben, da ist die Verwirrung perfekt. Völlig überraschend trat der Präsident des FC Zürich, Ancillo Canepa, auf den Plan und dementierte den sicher geglaubten Wechsel.


Lucien Favre
(Foto: imago)


Der Präsident des Schweizer Meisters erklärte im Gespräch mit dem InfoRadio des rbb, es gebe keine Ausstiegsklausel für den 49-jährigen Favre. "Er kann nur den Vertrag auflösen, wenn wir, der FC Zürich, einverstanden sind. Diesbezügliche Gespräche haben bisher nicht stattgefunden", sagte Canepa.

"Dazu ist uns nichts bekannt. Favre wird am Samstag auf einer Pressekonferenz sicher dazu Stellung nehmen", erklärte Hertha-Sprecher Hans-Georg Felder, der von der Aussage Canepas überrascht wurde. Springender Punkt ist die Ausstiegsklausel, nach der Favre vor Ablauf seines Vertrages 2008 für eine Ablösesumme von rund 200.000 Euro zu einem anderen Verein wechseln kann.

Darin soll stehen, dass auch der FCZ dem Wechsel zustimmen muss. Es darf davon ausgegangen werden, dass die Züricher damit mehr Ablöse herausschinden wollen.

Lucien Favre |#49
02.06.2007 - 15:01 Uhr
Interviews und Aussagen gefallen wir auch sehr gut, denke da haben wir den richtigen an der Angel...

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*** Hertha Berliner Sport Club ***
Lucien Favre |#50
02.06.2007 - 15:04 Uhr
hoeneß: ähm, ähm, ähm...der ist ja schlimmer als der stoiber :D ...naja kennt man wohl schon von ihm^^
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