Lars Windhorst
28.11.2019 - 23:49 Uhr
27.03.2022 - 10:28 Uhr
Quelle: www.bild.de
Aus Tennor-Kreisen ist zu hören, dass Windhorst sein Kapital zu großen Teilen für Transfers eingesetzt haben wollte. Präsident Gegenbauer dagegen steht für eine konservative Ausgabenpolitik.
[...]
Allerdings: Verspätete Windhorst-Zahlungen sorgten dafür, dass Hertha im Sommer 2020 nicht wie geplant Spieler verpflichten konnte. Die Folge: Der Klub trudelte erneut in den Abstiegskampf, im Januar 2021 wurden gleichzeitig Manager Michael Preetz (54) und Trainer Bruno Labbadia (56) entlassen.
Joa wenns nach Lars gegangen wäre hätten wir das ganze Geld schon vor Corona verbraucht und wären trotz Investor in akutester Insolvenzgefahr gewesen durch die pandemiebedingten Einnahmeverluste.
[...]
Allerdings: Verspätete Windhorst-Zahlungen sorgten dafür, dass Hertha im Sommer 2020 nicht wie geplant Spieler verpflichten konnte. Die Folge: Der Klub trudelte erneut in den Abstiegskampf, im Januar 2021 wurden gleichzeitig Manager Michael Preetz (54) und Trainer Bruno Labbadia (56) entlassen.
27.03.2022 - 19:41 Uhr
Quelle: www.bild.de
Aus Tennor-Kreisen ist zu hören, dass Windhorst sein Kapital zu großen Teilen für Transfers eingesetzt haben wollte.
Zitat von Bombateng
Corona war zum Zeitpunkt des Investor-Einstiegs also eine planbare Größe ja? Da steht also auch, dass LW direkt in der ersten Transferperiode 374 mio Euro raushauen wollte für Transfers ja?
Corona war zum Zeitpunkt des Investor-Einstiegs also eine planbare Größe ja? Da steht also auch, dass LW direkt in der ersten Transferperiode 374 mio Euro raushauen wollte für Transfers ja?
Natürlich konnte keiner mit Corona rechnen. Aber das wir das Geld nicht sofort rausgehauen haben war im Rückblick wahrscheinlich überlebenswichtig. Im Gegensatz zu den Schalkern haben wir kein Stadion als Sicherheit oder eine erfolgreiche eSports-Branche zum schnell Geld machen gehabt.
Das LW das Geld für Transfers nicht erst 2030 ausgeben wollte ist selbst erklärend (siehe Quelle, da steht "wollte" nicht "will", wichtiges Detail). Er ist ein Risikoinvestor. Der wartet eben nicht ab sondern handelt sofort.
Aber wenn eins klar ist: Planbaren, kurzfristigen Erfolg in der Bundesliga gibt es nicht. Selbst ein Leipzig hat neben guter Planung und Geld eine längere Aufbauphase gehabt in den unteren Ligen. Und da stand mit Rangnick auch ein Mastermind mit völliger Gestaltungsmacht hinter, die es in einem Verein mit richtiger Mitgliederstruktur nicht gibt.
08.04.2022 - 09:41 Uhr
Quelle: www.bz-berlin.de
„Business Insider“ berichtet nun, dass nach Eingang einer E-Mail des niederländischen Notars zum Thema Zwangsvollstreckung, Hertha seinen Investor Windhorst mit dem Vorgang konfrontiert hätte und dabei den Hinweis gegeben habe, dass eine Verpfändung der Anteile ohne die Zustimmung von Hertha BSC treuwidrig sei. Der Chief Risk Officer von Tennor soll über den Vorgang von einem Missverständnis gesprochen habe.
„Business Insider“ weiter: „Anschließend drohte er dem Hertha-Anwalt: ‚Wir werden umgehend juristische Schritte einleiten, wenn dieser Sachverhalt an die Presse lanciert oder auf andere Art öffentlich gemacht wird.“‘
Business Insider hat unter Berufung auf Justiz-Dokumente berichtet, dass Lars Windhorst die Firma Peil Investment B.V., schon vor zwei Jahren verpfändet hat, um einen Kredit über 25 Mio. Euro aufnehmen zu können. „Business Insider“ weiter: „Anschließend drohte er dem Hertha-Anwalt: ‚Wir werden umgehend juristische Schritte einleiten, wenn dieser Sachverhalt an die Presse lanciert oder auf andere Art öffentlich gemacht wird.“‘
In dieser Firma Peil Inv. B.V. stecken seine Hertha-Anteile.
Nach einem Urteil in Amsterdam im April 2021 meldete sich ein Notar aus den Niederlanden bei Hertha BSC um die Zwangsvollsterckung vorzuvereiten. Das war vor einer Woche lt. Business Insider.
Lars Windhorst hatte die vereinbarte Rückzahlung des Kredits nicht geleistet.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Begabtes_Kind am 08.04.2022 um 09:53 Uhr bearbeitet
27.05.2022 - 21:59 Uhr
Quelle: amp2.wiwo.de
Gegenbauer sagt: „Wenn jemand vorgibt, langfristig investieren zu wollen und gleichzeitig mehr Einfluss auf die sportliche Aufstellung eines Vereins verlangt, dann ist klar: Er will kurzfristige Erfolge erzielen. Damit führt er Vereinsmitglieder und seine eigenen Kapitalgeber hinters Licht.
Weiß nicht ob schon mal gepostet aber lt. Artikel hat ein Prüfer bestätigt das Tennor über alle Finanzen informiert war.
28.05.2022 - 20:20 Uhr
Quelle: www.tagesspiegel.de
Ökonom über Investoren im Fußball
„Hertha BSC steht für Unruhe“
Wirtschaftswissenschaftler Henning Zülch über Investoren im Fußball im Allgemeinen und Lars Windhorst bei Hertha BSC im Speziellen.(...)
Interessantes Interview! „Hertha BSC steht für Unruhe“
Wirtschaftswissenschaftler Henning Zülch über Investoren im Fußball im Allgemeinen und Lars Windhorst bei Hertha BSC im Speziellen.(...)
Zitat von Tagesspiegel
(...)
Windhorst sagt, er wüsste gerne, was mit seinem Geld eigentlich passiert ist.
Überliefert wird hier Folgendes: Für 100 Millionen Euro hat Hertha die Anteile von KKR zurückgekauft, 130 Millionen sind für Transfers ausgegeben worden, dazu kommt ein Minus von 100 Millionen durch Corona, welches zu decken war. Und ein einstelliger Millionenbetrag ist schließlich in die Infrastruktur geflossen. Ein einstelliger Millionenbetrag von 374 Millionen! Das Geld ist anscheinend eingesetzt worden, um die vorherrschenden finanziellen Engpässe zu überwinden. Natürlich hat der Klub nunmehr eine hohe Eigenkapitalbasis, was aus finanzwirtschaftlicher Sicht sehr gut ist. Aber nachhaltige Investitionstätigkeit sieht anders aus. Da hätte ich mir zum Beispiel gewünscht, dass ein Investor klarer in die Strategie eingreift, um Investitionen in Zukunftskonzepte sicherzustellen.
Aber es war auch Windhorst, der Herthas Vereinsführung mit seinem Gerede vom Big City Club und vom Europapokal vor sich hergetrieben hat.
Hertha BSC ist ein Unternehmen mit einem Umsatz um die 100 Millionen Euro. Das ist nicht viel, in der Bundesliga bewegst du dich damit im Mittelfeld. Da kann ich doch nicht Investitionssummen mit höchstem Risiko raushauen ohne jedes Investitionscontrolling, ohne Risikomanagementsysteme. Der eine treibt den anderen vor sich her? Nein, ihr seid ein Unternehmen, ihr müsst gemeinsam dafür sorgen, dass das Geld strategisch und effizient eingesetzt wird. Einfach mal drei, vier Spieler kaufen für viel Geld, und alles wird besser: So funktioniert das doch nicht.
Mit 374 Millionen Euro die europäische Spitze angreifen zu wollen ist sowieso ein bisschen naiv, oder?
Das Geld allein ist es ja nicht. Das ist eine Anschubfinanzierung, oder besser: sollte es sein. Ich kann nicht erwarten, dass ich innerhalb von einem, zwei oder drei Jahren in die europäische Spitze komme. Das ist ein strategischer Prozess, den ich einstielen muss. Sie müssen den Klub aus einer schwierigen Lage heraus mit dem Investor stabilisieren und dann schauen: Was sind meine Erfolgspotenziale?
Welche sind das bei Hertha BSC?
Eines muss künftig die Jugendarbeit sein. Ein anderes ist der Standort. Sie sind in Berlin, in der Hauptstadt! Sie haben also die besten Voraussetzungen. Aber auch die besten Voraussetzungen müssen aktiviert werden. Und das dauert. Aber nur über diesen Hebel, über solide Arbeit, ein gutes Image, ein gutes Management, können Sie nach oben kommen. Schauen Sie sich Eintracht Frankfurt an: vom Chaosklub zum Europapokalsieger. Aber das geht nicht von heute auf morgen. Ein erfolgreiches Unternehmen hat eine Strategie und lässt diese Strategie wirken.
Wo steht Hertha aktuell?
Wenn sportlicher Erfolg der wichtigste Treiber ist, dann steht Hertha – darüber müssen wir nicht diskutieren – natürlich weit unterdurchschnittlich da. Das hat mit den häufigen Trainerwechseln zu tun, mit dem Umschlag im Kader und der fehlenden Kontinuität. Die Spielerentwicklung ist Bundesligadurchschnitt, wenn nicht gar schlechter. Auch die Marke ist eine Riesenbaustelle. Als Traditionsverein ist Hertha grundsätzlich bekannt, aber die Attitude zum Brand ist weitgehend negativ. Markenbildung ist im Profisport essenziell. Das trägt den Verein. Das lockt Sponsoren an, das lockt Geld an. Aber Hertha BSC steht für Unruhe. Das ist nicht gut. Und das spiegelt sich in allem anderen.
Herthas Präsident Werner Gegenbauer ist in dieser Woche zurückgetreten. Zuvor war er heftig von Windhorst attackiert worden. Wie soll der Verein mit einer solchen Einmischung des Investors umgehen?
Das ist wie in einem Unternehmen, wenn der Aufsichtsratsvorsitzende dem CEO sagt: „Pass auf, du bist 'ne Pfeife. Wir werden Deinen Vertrag nicht mehr verlängern.“ Was Imageeffekte anbelangt, ist das das Schlimmste, was Ihnen passieren kann. Katastrophe. Der Schaden für die Reputation ist maximal.
Nach den Buchstaben der 50+1-Regelung hat Windhorst seine Kompetenzen überschritten, wenn er sagt: Der Präsident muss weg.
Er kann doch sagen, was er will. Sie müssen nur schauen, dass Sie die Reputation des Unternehmens nicht schädigen. Am Ende ist nicht entscheidend, was man sagt, sondern was man tut. Und mal ernsthaft: Die 50+1-Regelung in Deutschland existiert doch nur noch auf dem Papier. Ich befürworte die 50+1-Regelung sehr, aber handwerklich ist sie nicht mehr zeitgemäß. Weil sie anfechtbar ist und in der Praxis längst ausgehebelt wird.
Was bedeutet das perspektivisch?
Wir glauben immer noch, dass die Bundesliga die beste Liga in Europa ist, aber ganz ehrlich: An die Premier League und die La Liga kommen wir so schnell nicht mehr heran. Das lässt sich nur mit strategischen Investoren ändern. Und diese Investoren stehen vor der Tür. Die wollen. Aber die werden von der 50+1-Regelung oder der vermeintlichen 50+1-Regelung abgehalten. Wir brauchen Klarheit, eine eindeutige Regelung ohne Schlupflöcher. Ich bin davon überzeugt, dass es eine Modifikation geben wird. Wir benötigen Investoren, die glaubwürdig Anteile an einer Kapitalgesellschaft kaufen. Aber als Investor will ich auch wissen, was mit meinem Geld passiert. Ich möchte keine Kontrolle, aber ich möchte zumindest ein Mitspracherecht und Rechenschaft.
Ist das das Versäumnis von Lars Windhorst, dass er das bei seinem Einstieg bei Hertha nicht klar geregelt hat?
Ich glaube, beiden Seiten war nicht klar, was auf sie zukommt. Hinzu kommt, dass Hertha BSC meines Erachtens keinen strategischen Plan besaß, wie das Geld eingesetzt werden soll. Und man hat sich auch über die strategische wie kulturelle Passgenauigkeit von Klub, Fans und Investor überhaupt keine Gedanken gemacht.
Was heißt das?
Zwischen Verein und Investor muss es kulturell passen, nicht nur finanziell. Die Motive müssen übereinandergelegt werden und deckungsgleich sein. Bei Windhorst und Hertha ist nichts übereinandergelegt worden. Das ist der Klassiker in einer solchen Situation. Die Klubs suchen Investoren, die zunächst einmal eine finanzielle Lücke stopfen. Das war auch bei Hertha so: KKR ablösen und die schlechte Eigenkapitalausstattung ausgleichen. Erst im vergangenen Sommer ist bei Hertha eine Strategieabteilung implementiert worden – zwei Jahre nach dem Einstieg des Investors. Da frage ich mich doch: Mit welcher Strategie ist man denn in dieses Zusammenspiel reingegangen?
Wie schwierig ist es, die Konstruktionsfehler im Nachhinein noch zu korrigieren?
Das Geld ist ja so gut wie weg! Was wollen Sie machen? Ich bin zwar kein Insider, aber nach außen macht Hertha mit all den kommunikativen und strategischen Problemen nicht den Eindruck, dass man Herr der Lage ist. Sicherlich war es ein guter Schachzug, Fredi Bobic zu holen. Aber solche strategischen Entscheidungen wirken sich ja nicht ad hoc aus, sondern erst in drei bis fünf Jahren. Fußball ist ein Tagesgeschäft. Das im Nachhinein zu korrigieren, das wird schwierig.(...)
(...)
Windhorst sagt, er wüsste gerne, was mit seinem Geld eigentlich passiert ist.
Überliefert wird hier Folgendes: Für 100 Millionen Euro hat Hertha die Anteile von KKR zurückgekauft, 130 Millionen sind für Transfers ausgegeben worden, dazu kommt ein Minus von 100 Millionen durch Corona, welches zu decken war. Und ein einstelliger Millionenbetrag ist schließlich in die Infrastruktur geflossen. Ein einstelliger Millionenbetrag von 374 Millionen! Das Geld ist anscheinend eingesetzt worden, um die vorherrschenden finanziellen Engpässe zu überwinden. Natürlich hat der Klub nunmehr eine hohe Eigenkapitalbasis, was aus finanzwirtschaftlicher Sicht sehr gut ist. Aber nachhaltige Investitionstätigkeit sieht anders aus. Da hätte ich mir zum Beispiel gewünscht, dass ein Investor klarer in die Strategie eingreift, um Investitionen in Zukunftskonzepte sicherzustellen.
Aber es war auch Windhorst, der Herthas Vereinsführung mit seinem Gerede vom Big City Club und vom Europapokal vor sich hergetrieben hat.
Hertha BSC ist ein Unternehmen mit einem Umsatz um die 100 Millionen Euro. Das ist nicht viel, in der Bundesliga bewegst du dich damit im Mittelfeld. Da kann ich doch nicht Investitionssummen mit höchstem Risiko raushauen ohne jedes Investitionscontrolling, ohne Risikomanagementsysteme. Der eine treibt den anderen vor sich her? Nein, ihr seid ein Unternehmen, ihr müsst gemeinsam dafür sorgen, dass das Geld strategisch und effizient eingesetzt wird. Einfach mal drei, vier Spieler kaufen für viel Geld, und alles wird besser: So funktioniert das doch nicht.
Mit 374 Millionen Euro die europäische Spitze angreifen zu wollen ist sowieso ein bisschen naiv, oder?
Das Geld allein ist es ja nicht. Das ist eine Anschubfinanzierung, oder besser: sollte es sein. Ich kann nicht erwarten, dass ich innerhalb von einem, zwei oder drei Jahren in die europäische Spitze komme. Das ist ein strategischer Prozess, den ich einstielen muss. Sie müssen den Klub aus einer schwierigen Lage heraus mit dem Investor stabilisieren und dann schauen: Was sind meine Erfolgspotenziale?
Welche sind das bei Hertha BSC?
Eines muss künftig die Jugendarbeit sein. Ein anderes ist der Standort. Sie sind in Berlin, in der Hauptstadt! Sie haben also die besten Voraussetzungen. Aber auch die besten Voraussetzungen müssen aktiviert werden. Und das dauert. Aber nur über diesen Hebel, über solide Arbeit, ein gutes Image, ein gutes Management, können Sie nach oben kommen. Schauen Sie sich Eintracht Frankfurt an: vom Chaosklub zum Europapokalsieger. Aber das geht nicht von heute auf morgen. Ein erfolgreiches Unternehmen hat eine Strategie und lässt diese Strategie wirken.
Wo steht Hertha aktuell?
Wenn sportlicher Erfolg der wichtigste Treiber ist, dann steht Hertha – darüber müssen wir nicht diskutieren – natürlich weit unterdurchschnittlich da. Das hat mit den häufigen Trainerwechseln zu tun, mit dem Umschlag im Kader und der fehlenden Kontinuität. Die Spielerentwicklung ist Bundesligadurchschnitt, wenn nicht gar schlechter. Auch die Marke ist eine Riesenbaustelle. Als Traditionsverein ist Hertha grundsätzlich bekannt, aber die Attitude zum Brand ist weitgehend negativ. Markenbildung ist im Profisport essenziell. Das trägt den Verein. Das lockt Sponsoren an, das lockt Geld an. Aber Hertha BSC steht für Unruhe. Das ist nicht gut. Und das spiegelt sich in allem anderen.
Herthas Präsident Werner Gegenbauer ist in dieser Woche zurückgetreten. Zuvor war er heftig von Windhorst attackiert worden. Wie soll der Verein mit einer solchen Einmischung des Investors umgehen?
Das ist wie in einem Unternehmen, wenn der Aufsichtsratsvorsitzende dem CEO sagt: „Pass auf, du bist 'ne Pfeife. Wir werden Deinen Vertrag nicht mehr verlängern.“ Was Imageeffekte anbelangt, ist das das Schlimmste, was Ihnen passieren kann. Katastrophe. Der Schaden für die Reputation ist maximal.
Nach den Buchstaben der 50+1-Regelung hat Windhorst seine Kompetenzen überschritten, wenn er sagt: Der Präsident muss weg.
Er kann doch sagen, was er will. Sie müssen nur schauen, dass Sie die Reputation des Unternehmens nicht schädigen. Am Ende ist nicht entscheidend, was man sagt, sondern was man tut. Und mal ernsthaft: Die 50+1-Regelung in Deutschland existiert doch nur noch auf dem Papier. Ich befürworte die 50+1-Regelung sehr, aber handwerklich ist sie nicht mehr zeitgemäß. Weil sie anfechtbar ist und in der Praxis längst ausgehebelt wird.
Was bedeutet das perspektivisch?
Wir glauben immer noch, dass die Bundesliga die beste Liga in Europa ist, aber ganz ehrlich: An die Premier League und die La Liga kommen wir so schnell nicht mehr heran. Das lässt sich nur mit strategischen Investoren ändern. Und diese Investoren stehen vor der Tür. Die wollen. Aber die werden von der 50+1-Regelung oder der vermeintlichen 50+1-Regelung abgehalten. Wir brauchen Klarheit, eine eindeutige Regelung ohne Schlupflöcher. Ich bin davon überzeugt, dass es eine Modifikation geben wird. Wir benötigen Investoren, die glaubwürdig Anteile an einer Kapitalgesellschaft kaufen. Aber als Investor will ich auch wissen, was mit meinem Geld passiert. Ich möchte keine Kontrolle, aber ich möchte zumindest ein Mitspracherecht und Rechenschaft.
Ist das das Versäumnis von Lars Windhorst, dass er das bei seinem Einstieg bei Hertha nicht klar geregelt hat?
Ich glaube, beiden Seiten war nicht klar, was auf sie zukommt. Hinzu kommt, dass Hertha BSC meines Erachtens keinen strategischen Plan besaß, wie das Geld eingesetzt werden soll. Und man hat sich auch über die strategische wie kulturelle Passgenauigkeit von Klub, Fans und Investor überhaupt keine Gedanken gemacht.
Was heißt das?
Zwischen Verein und Investor muss es kulturell passen, nicht nur finanziell. Die Motive müssen übereinandergelegt werden und deckungsgleich sein. Bei Windhorst und Hertha ist nichts übereinandergelegt worden. Das ist der Klassiker in einer solchen Situation. Die Klubs suchen Investoren, die zunächst einmal eine finanzielle Lücke stopfen. Das war auch bei Hertha so: KKR ablösen und die schlechte Eigenkapitalausstattung ausgleichen. Erst im vergangenen Sommer ist bei Hertha eine Strategieabteilung implementiert worden – zwei Jahre nach dem Einstieg des Investors. Da frage ich mich doch: Mit welcher Strategie ist man denn in dieses Zusammenspiel reingegangen?
Wie schwierig ist es, die Konstruktionsfehler im Nachhinein noch zu korrigieren?
Das Geld ist ja so gut wie weg! Was wollen Sie machen? Ich bin zwar kein Insider, aber nach außen macht Hertha mit all den kommunikativen und strategischen Problemen nicht den Eindruck, dass man Herr der Lage ist. Sicherlich war es ein guter Schachzug, Fredi Bobic zu holen. Aber solche strategischen Entscheidungen wirken sich ja nicht ad hoc aus, sondern erst in drei bis fünf Jahren. Fußball ist ein Tagesgeschäft. Das im Nachhinein zu korrigieren, das wird schwierig.(...)
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Donhelli am 28.05.2022 um 20:24 Uhr bearbeitet
27.06.2022 - 07:25 Uhr
Quelle: www.facebook.com
Falls ihr heute die Mitgliederversammlung (MV) verpasst habt. Dieser Zettel wurde nach der MV ausgeteilt. Es zeichnet sich ab, dass es vorerst bei einem schwierigen Verhältnis zwischen Ultras und Investor bleiben wird.
Hoffe, der Link klappt, da es ein FB Bild ist welches in der Hertha Fangruppe gepostet wurde - aber ist einfach zu viel Text zum abschreiben.
Da wird jedenfalls Windhorst stark kritisiert und das dürfte sicher nicht förderlich für eine Basis der Zusammenarbeit sein.
Wurde wohl nach der MV gestern verteilt.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von 0815_Berliner am 27.06.2022 um 07:27 Uhr bearbeitet
27.06.2022 - 17:35 Uhr
Quelle: www.bild.de
Berlin-Mitte, 20.57 Uhr am Sonntagabend.
Auf ein Schnitzel mit dem Ultra? Erstmal lieber nicht. Lars Windhorst (45) hat auf die neuen Machtverhältnisse bei Hertha BSC ungewöhnlich reagiert. Der 374-Mio-Investor hat nach der Präsidentschaftswahl nicht den Sieger Kay Bernstein (41) aus der Ultra-Szene eingeladen, sondern den Verlierer.
Unmittelbar nach der Mitgliederversammlung am Sonntag bat Windhorst Wahlverlierer Frank Steffel (56) ins Restaurant "Lutter & Wegner" am Berliner Gendarmenmarkt. Über drei Stunden saß die Gruppe bis zum Abschied um 20.57 Uhr zusammen.
Hier wird schon sehr deutlich, wen Windhorst lieber als Präsidenten gesehen hätte. Auf ein Schnitzel mit dem Ultra? Erstmal lieber nicht. Lars Windhorst (45) hat auf die neuen Machtverhältnisse bei Hertha BSC ungewöhnlich reagiert. Der 374-Mio-Investor hat nach der Präsidentschaftswahl nicht den Sieger Kay Bernstein (41) aus der Ultra-Szene eingeladen, sondern den Verlierer.
Unmittelbar nach der Mitgliederversammlung am Sonntag bat Windhorst Wahlverlierer Frank Steffel (56) ins Restaurant "Lutter & Wegner" am Berliner Gendarmenmarkt. Über drei Stunden saß die Gruppe bis zum Abschied um 20.57 Uhr zusammen.
27.06.2022 - 18:32 Uhr
Quelle: www.bild.de
Windhorst-Sprecher Andreas Fritzenkötter: „Es handelte sich um ein zufälliges Treffen.“
Das ist echt der geilste Teil dieses Artikels. Ein zufälliges Treffen am Gendarmenmarkt, genau!

29.09.2022 - 09:06 Uhr
Quelle: www.ft.com
Lars Windhorst hired corporate spies that targeted football club boss, lawsuit says
Israeli company mounted operation to oust Hertha Berlin president, according to court documents
German financier Lars Windhorst hired an Israeli private intelligence company that orchestrated a clandestine campaign aimed at ousting the then-president of Hertha Berlin, the Bundesliga football club, according to a lawsuit.
The plot against Werner Gegenbauer is detailed in Israeli court documents filed this month, which reveal that Tel Aviv-based Shibumi Strategy Limited ran a year-long covert operation to push him out of the club, where Windhorst is the majority owner.
(....)
Israeli company mounted operation to oust Hertha Berlin president, according to court documents
German financier Lars Windhorst hired an Israeli private intelligence company that orchestrated a clandestine campaign aimed at ousting the then-president of Hertha Berlin, the Bundesliga football club, according to a lawsuit.
The plot against Werner Gegenbauer is detailed in Israeli court documents filed this month, which reveal that Tel Aviv-based Shibumi Strategy Limited ran a year-long covert operation to push him out of the club, where Windhorst is the majority owner.
(....)
Zitat von The Financial Times
(....)
The corporate intelligence firm is now suing Windhorst in an Israeli court, alleging that a unit of the financier’s company Tennor has breached a contract under which it owes Shibumi €1mn for eight months’ work, as well as a €4mn success fee allegedly agreed orally.
Windhorst had hired Shibumi to “plan and develop a strategy” that would “enhance” his reputation, according to a service agreement between the parties included in the court filings.(....)
(....)
The corporate intelligence firm is now suing Windhorst in an Israeli court, alleging that a unit of the financier’s company Tennor has breached a contract under which it owes Shibumi €1mn for eight months’ work, as well as a €4mn success fee allegedly agreed orally.
Windhorst had hired Shibumi to “plan and develop a strategy” that would “enhance” his reputation, according to a service agreement between the parties included in the court filings.(....)
Zitat von bschuss
Such mal bei Google mit Windhorst Gegenbauer und stell auf die letzten 24 Stunden ein. Mehrere englische Artikel bisher nur, aber die haben es in sich. Demnach habe Windhorst eine israelische Firma engagiert, um Gegenbauer loszuwerden, indem diese via Social Media, Blogs, Fake-Profilen, Karikaturen etc. Stimmung gegen ihn erzeugt.
(Meiner Meinung nach hätten sie übrigens einen echt schlechten Job gemacht, da Gegenbauer letztlich nur wegen der miesen sportlichen Saison seinen Hut nehmen musste)
Zitat von Exposure
Echt? Was denn passiert. Ich finde dazu nichts.
Zitat von Leni08
Uuuuuuund gejinxt. Neue Wellen bzgl. Windhorst und Gegenbauer schlagen gerade wieder. Mal sehen wie hoch diese werden für Hertha…
Zitat von exsample
In der Länderspielpause war es so ruhig wie ewig nicht mehr hier im Forum. Es gab keine Nebengeräusche aus dem Verein, nicht von Lars. Ganz großer Fortschritt im Verein.
In der Länderspielpause war es so ruhig wie ewig nicht mehr hier im Forum. Es gab keine Nebengeräusche aus dem Verein, nicht von Lars. Ganz großer Fortschritt im Verein.
Uuuuuuund gejinxt. Neue Wellen bzgl. Windhorst und Gegenbauer schlagen gerade wieder. Mal sehen wie hoch diese werden für Hertha…
Echt? Was denn passiert. Ich finde dazu nichts.
Such mal bei Google mit Windhorst Gegenbauer und stell auf die letzten 24 Stunden ein. Mehrere englische Artikel bisher nur, aber die haben es in sich. Demnach habe Windhorst eine israelische Firma engagiert, um Gegenbauer loszuwerden, indem diese via Social Media, Blogs, Fake-Profilen, Karikaturen etc. Stimmung gegen ihn erzeugt.
(Meiner Meinung nach hätten sie übrigens einen echt schlechten Job gemacht, da Gegenbauer letztlich nur wegen der miesen sportlichen Saison seinen Hut nehmen musste)
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Donhelli am 29.09.2022 um 09:10 Uhr bearbeitet
30.09.2022 - 19:10 Uhr
Quelle: www.kicker.de
Im Zuge der vermeintlichen Spionage-Affäre soll sich der Investor schriftlich erklären
Windhorst und Hertha: Jetzt droht der große Knall
Mit der Ruhe der vergangenen Wochen ist es bei Hertha BSC vorbei. Investor Lars Windhorst steht im Verdacht, mit Hilfe einer israelischen Detektei den ehemaligen Hertha-Präsidenten Werner Gegenbauer ausspioniert zu haben. Jetzt hat der Klub Windhorst aufgefordert, sich zeitnah und detailliert in schriftlicher Form zu den Vorwürfen zu äußern.
(.....)
Nach kicker-Informationen erging von Hertha-Seite ein gemeinsam von der Geschäftsführung und den Gremien aufgesetztes Schreiben an Windhorst, in dem dieser aufgefordert wird, sich in der Angelegenheit bis zum Montag per eidesstattlicher Versicherung zu erklären.(.....)
Windhorst und Hertha: Jetzt droht der große Knall
Mit der Ruhe der vergangenen Wochen ist es bei Hertha BSC vorbei. Investor Lars Windhorst steht im Verdacht, mit Hilfe einer israelischen Detektei den ehemaligen Hertha-Präsidenten Werner Gegenbauer ausspioniert zu haben. Jetzt hat der Klub Windhorst aufgefordert, sich zeitnah und detailliert in schriftlicher Form zu den Vorwürfen zu äußern.
(.....)
Nach kicker-Informationen erging von Hertha-Seite ein gemeinsam von der Geschäftsführung und den Gremien aufgesetztes Schreiben an Windhorst, in dem dieser aufgefordert wird, sich in der Angelegenheit bis zum Montag per eidesstattlicher Versicherung zu erklären.(.....)
Zitat von usernick
(.....)Nach kicker-Informationen ist Bernstein noch bis zum Samstag im Mallorca-Urlaub, hat sich aber nach der Veröffentlichtung der "Financial Times" mit seinen Präsidiumskollegen über das weitere Vorgehen in der Causa verständigt. Der Aufsichtsrat des Klubs tagte am Donnerstagabend. Die Stimmung in den Gremien schwankt aktuell zwischen Irritation und Fassungslosigkeit. Jetzt liegt der Ball in Windhorsts Hälfte.(.....)
(.....)Nach kicker-Informationen ist Bernstein noch bis zum Samstag im Mallorca-Urlaub, hat sich aber nach der Veröffentlichtung der "Financial Times" mit seinen Präsidiumskollegen über das weitere Vorgehen in der Causa verständigt. Der Aufsichtsrat des Klubs tagte am Donnerstagabend. Die Stimmung in den Gremien schwankt aktuell zwischen Irritation und Fassungslosigkeit. Jetzt liegt der Ball in Windhorsts Hälfte.(.....)
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Donhelli am 30.09.2022 um 19:13 Uhr bearbeitet
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