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Kosta Runjaic [Cheftrainer]

16.09.2013 - 20:22 Uhr
Kosta Runjaic [Cheftrainer] |#1951
22.04.2014 - 13:57 Uhr
Zitat von Old_Icebear:


So jetzt mal aus über 30 Jahren aktiver Fußball-Erfahrung: Das ist Stuss, was Du schreibst. Wenn ich fähig bin, bei weitem stärkere Gegner zu schlagen (und damit auch die taktischen Vorgaben des Trainers zu verstehen und umsetzen zu können), dann scheitere ich nicht an schwachen - dann habe ich als Mannschaft das nötige Rüstzeug dazu. Da müssen doch zwangsläufig ein taktisches Verständnis und spielerische Elemente vorhanden sein - das ist doch logisch. Wie sonst soll ich die schlagen können? Oder hatten die Mitleid aufgrund unserer technischen Mängel? Das ist so abstrus, was Du schreibst. Mag ja sein, dass unsere Mannschaft nicht optimal besetzt ist, um tiefstehende Gegner zu schlagen, aber sie als unfähig dafür darzustellen ...



Wir verlieren aber doch nicht gegen Aue, Dresden oder Bielefeld weil die zu stark für uns sind. Wir sehen gegen stärkere Gegner gut aus, weil diese Mannschaften mitspielen und uns somit die Räume bieten die diese aktuelle FCK-Truppe braucht um einigermaßen guten Fussball zu spielen wie bspw. gegen Union, Fürth, Köln oder St. Pauli.
Die schwächeren Mannschaften machen die Räume zu und bolzen die Bälle hinten raus. Dazu kommen dann noch haarsträubende individuelle Fehler und ehe du dich versiehst läufst du anstatt nem frühen Dosenöffner zu haben einem Rückstand hinterher und der Gegner steht noch tiefer. Und genau dafür haben wir nicht die spielerischen Mittel, was durchaus einem Herrn Kuntz angekreidet werden darf, denn man sollte schon so weit planen können, dass mind. 2/3 aller Gegner mauern.
Aber was bitte soll der Trainer machen wenn die Winger nicht fähig sind im 1:1 oder auch 1:2 sich durchzusetzen??? Mit flachen Bällen durchs Mittelfeld spielen in dem es so gut wie keine Kreativität gibt? Kurzpassfestivals mit Karl und Orban?
Dann bleibt halt nur noch die Option mit langen Bällen zu operieren, wobei diese Taktik mit einem Idrissou und Lakic gar nicht mal so aussichtslos erscheint.
Diese Mannschaft ist für die zweite Liga definitiv falsch zusammengestellt, wobwei ich sogar behaupte das wir aktuell mit diesem Team in der ersten Liga wesentlich besser spielen würden.

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Niveau sieht nur von unten aus wie Arroganz !
Kosta Runjaic [Cheftrainer] |#1952
22.04.2014 - 14:36 Uhr
Zuerst mal Daumen hoch für die Beiträge von Lullaby, Newtrial und Praesi. Diese nenne ich als Beispiele für sachliche und reflektierte Argumentationen!

Zitat von Capchik :


Ganz wichtig, dass du auch erwähnt hast, was ich schon mal geschrieben habe - ein Trainer darf ein Team nicht annehmen, wenn er nicht weiß, was er damit anfangen soll.

Aha! Und du weißt, welche Ideen Runjaic mit dem Kader hatte?
Wie an anderer Stelle erwähnt, haben 17 Trainer der 2. Liga den FCK als absoluten Aufstiegsfavoriten genannt. Ich denke jeder dieser 17 hätte, wenn er auf den Kader gekuckt hat, seine Vorstellungen gehabt. Und Runjaic ist also soooo clever (was du ihm an anderer Stelle absprichst) als einziger zu sehen, dass der Kader nicht passt und lässt die Finger davon?

Weiter: wenn man in den Kaderplanungsthread zu Saisonbeginn schaut, gab es da wenige, die keine Chance sahen. Viele, und ich schließe mich da an, sahen auf dem Papier eine
Mannschaft, die aufsteigen kann. Papier ist aber geduldig, wie man so schön sagt.

Kurzum: ich halte es für gewagt, Runjaic hätte vor Dienstantritt erkennen müssen, dass man mit diesem Kader nicht aufsteigen kann (was Saisonziel war und ist) und deswegen die Finger weg lassen sollen. Er hätte sich dann auch geirrt, denn aktuell können wir noch aufsteigen!

Aber ihm ohne Grundlage noch mangelnde Integrität andichten zu wollen, geht zu weit!

Zitat von Old_Icebear :

So jetzt mal aus über 30 Jahren aktiver Fußball-Erfahrung: Das ist Stuss, was Du schreibst. Wenn ich fähig bin, bei weitem stärkere Gegner zu schlagen (und damit auch die taktischen Vorgaben des Trainers zu verstehen und umsetzen zu können), dann scheitere ich nicht an schwachen - dann habe ich als Mannschaft das nötige Rüstzeug dazu. Da müssen doch zwangsläufig ein taktisches Verständnis und spielerische Elemente vorhanden sein - das ist doch logisch. Wie sonst soll ich die schlagen können? Oder hatten die Mitleid aufgrund unserer technischen Mängel? Das ist so abstrus, was Du schreibst. Mag ja sein, dass unsere Mannschaft nicht optimal besetzt ist, um tiefstehende Gegner zu schlagen, aber sie als unfähig dafür darzustellen ...

Ich habe schon Mannschaften geschlagen, die zwei oder drei Klassen höher gespielt haben. In der gleichen Saison habe ich vielleicht mal gegen eine oder zwei Mannschaften aus den unteren Tabellenregionen verloren, aber nicht häufiger.

Du kannst schon in der Jugend Laufwege und Spielsysteme einüben, aber in der 2. Liga soll das nicht möglich sein? Absolut absurd.

Ich habe mich mit über 30 Jahren noch weiterentwickelt - wurde abgezockter und cleverer. Aber bei einem 29-järigen Profi soll das nicht gehen? Unglaublich ... Lebenslanges Lernen gilt auch im Fußball.

Jetzt mal ehrlich, wieviel aktive Fußballerfahrung kannst Du aufweisen?

Lustigerweise führst du immer deine eigene Erfahrung an, aus der du schließt, jenes wäre absurd und anderes ist möglich.
Aber Argumente, die die Gründe dafür liefern, nennst du nicht. Gerade wenn du einen 30 Jährigen Erfahrungsschatz vorweisen kannst, wäre es doch mal angebracht, Butter bei die Fische zu bringen und uns, ohne dass dies despektierlich gemeint ist, an deinem Wissen teilhaben zu lassen.

Wenn es also gelungen ist, Mannschaften zu schlagen, "die zwei oder drei Klassen höher gespielt haben. In der gleichen Saison habe ich vielleicht mal gegen eine oder zwei Mannschaften aus den unteren Tabellenregionen verloren", dann sag mal, warum ihr verloren habt, und warum ihr gewonnen habt? Welche Parallelen und Rückschlüsse lassen sich zur aktuellen Saison des FCK finden?

"Da müssen doch zwangsläufig ein taktisches Verständnis und spielerische Elemente vorhanden sein - das ist doch logisch. Wie sonst soll ich die schlagen können?"
Ok, wir sind uns aber schon einig, dass die spielerischen Elemente bei uns fehlen? Welche taktischen Mängel erkennst du?

"Du kannst schon in der Jugend Laufwege und Spielsysteme einüben, aber in der 2. Liga soll das nicht möglich sein?" Kommen wir zur Taktik: wir sind uns sicher einig, dass das einüben Zeit braucht - und dass Dauer und Erfolg sowohl von den Trainern als auch den Spielern abhängen oder? Insbesondere wenn man argumentiert, dass die Position die Laufwege vorgibt und ein Spieler sich der Position fügt und nicht der Spieler die Position prägt. Schließlich ergäben sich andersherum aus 22 verschiedenen Spielern (die je nach Form, Verletzungen und Sperren eingesetzt werden) im Kader ein ganze Menge an Laufwegen, die jeder einzelne in jeder Situation abrufen müsste.
Keine Frage, ein System und einstudierte Laufwege können einer Mannschaft Sicherheit geben und ich selbst bin großer Freund davon.
Allerdings ist das kein Allheilmittel.
Und doch können Spielsysteme und Laufwege in der Theorie sehr schön sein, aber auf dem Platz noch ein Gegner steht, der nicht unbedingt 5 Plätze über dir in der Tabelle stehen muss, um diese zu durchschauen.
Womit wir wieder zu spielerischen Elementen kommen.

Also, wenn du immer wieder deine Erfahrung anführst und "einfache" Lösungen forderst, dann erkläre mir/uns, wo du Ansätze siehst.

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Nichts ersetzt die Romantik eines Flutlichtspiels im Regen... ...und siegen!!

Wir denken nur noch von Grätsche zu Grätsche!

Hate the Game, not the Player!
Kosta Runjaic [Cheftrainer] |#1953
22.04.2014 - 14:59 Uhr
Zitat von Newtrial:
Also es gibt doch zwei Sachen: Zum einen eine ALLGEMEINE fußballerische Qualität und zum anderen SPEZIELLE Kompetenzen, die einem z.B. gegen tiefstehende Gegner helfen können. Zu den allgemeinen Qualitäten gehören solche Dinge wie Spielübersicht, Passgenauigkeit, Stärken im-Eins-gegen-Eins und das Halten - aber auch das situationsgerechte Variieren - einer Spielordnung. Eine Mannschaft, die das alles nicht im Inventar hat, gewinnt nicht in Leverkusen und spielt auch nicht bei den Bayern wie ein Erstligist (unabhängig vom zu hoch ausgefallenen Ergebnis). Dem derzeitigen Kader MUSS es möglich sein, sich einen tiefstehenden Gegner zurechtzulegen, mit Pass-Stafetten die gegnerischen Viererketten auseinanderzuziehen und dann Bälle in die Schnittstellen zu spielen oder auch mal mit einem hohen Ball zum Erfolg zu kommen. Das MUSS gehen und das hat diese Mannschaft auch drin!

Bayern und Bayer waren keine tiefstehenden Gegner.

Ansonsten zieht sich durch die Saison, ob gewonnen oder nicht und mit 2-3 Ausnahmen in beide Richtungen:
Spielordnung ja
Spielübersicht meistens
Stärken in 1-1 Situationen: wer?
Passgenauigkeit: mal mehr, gefühlt meist weniger...
Bälle in die Schnittstellen? Wenn die Schnittstellen groß genug sind...

Mal im Ernst: Das Tor gegen Bayer, das uns weiter gebracht hat, war ein großartiger Pass von Matmour in den freien(!) Raum, prima Übersicht und punkt-genaue Flanke von Idrissou.

Das Tor gegen Bayern: punktgenaue Flanke von Dick(!), Kopfball Zoller

Also ja, sie können es (sonst hätten sie den Beruf verfehlt). Aber wie wir alle sehen, rufen sie es selten ab. Sie probieren es oft, aber in der mehrzahl der Fälle klappt es nicht.
Und das Tor gegen Leverkusen, kann man in dieser Art gegen einen tiefstehenden Gegner nicht erzielen, weil weder Matmour noch Idrissou den Raum haben...

Zitat

Würde gerne mal von guten, höherklassig tätigen Trainern hören, was sie zu dem Statement "Gegen tiefstehende Gegner gibt es keine effektive Taktik; jedenfalls nicht mit unserem Kader!" sagen würden. Ich glaube, die würden sich an den Kopf fassen. NATÜRLICH gibt es da Lösungen. Und zwar Lösungen A, B, C, D und E! Gar kein Ding! Das ist doch völlig absurd, genau zur Findung dieser Lösungen beschäftigt man doch Trainer! Wenn man hier einigen Glauben schenken wollte, wäre der Fußball seinerzeit mit der Erfindung des Catenaccio gestorben! Ist er aber nicht! Weil Trainer Lösungen gefunden haben, wie man ihn knackt! :rolleyes


ist halt schwer zu knacken ohne A,B,C,D und E:
Zitat
für mich die bei uns komplett fehlende Regisseur-Qualität im ZOM, Distanzschuss-Qualitäten, wie sie ab und an Jenssen und auch Dick an den Tag legen, sehr gute offensive Winger mit Dribbelqualitäten und dem Wissen, wann man wohin abspielen muss und vor allem Standard-Spezialisten
[...]Es mögen uns ja die genialen Momente, die "Dosenöffner"-Qualitäten und die "Spieler-die-den-Unterschied-ausmachen" fehlen,


Zitat
aber unser Inventar MUSS ganz einfach dennoch ausreichen, Gegner aus dem unteren Tabellendrittel zu schlagen! Dafür bedarf es bei unserer Konstellation einer Mischung aus ballbesitzorientiertem, dominantem Spiel im ZOM mit der Nutzung unserer "Lufthoheit" im gegnerischen Strafraum bzw. den Knipserqualitäten eines Zoller. Man muss sich nicht IMMER, aber AUCH durchzukombinieren suchen und den berühmten langen Ball AUCH, aber nicht NUR einsetzen. Der Kader bietet hier durchaus Möglichkeiten!


Leider haben wir kein ZOM. Ansonsten machen wir doch genau das, was du sagst. Plus hinten drin immer wieder zu patzen... Und überwiegend Pech mit Schiedsrichtern... Dann wird es halt schwer.
Köln, Fürth und Paderborn spielen übrigens auch kein Zauberfussball, aber sie machen offensichtlich weniger Fehler und haben oft den "Spiel-Entscheider". Außerdem igelt sich gerade gegen Paderborn kein Team am eigenen 16er ein...

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Dieser Beitrag wurde zuletzt von Hegermeister am 22.04.2014 um 15:17 Uhr bearbeitet
Kosta Runjaic [Cheftrainer] |#1954
22.04.2014 - 15:14 Uhr
An einzelnen Beispielen genauer Aktionen lässt sich nicht bemessen, ob die Spieler das regelmäßig leisten können. Ein technisch schlechter Spieler schlägt nicht jeden Pass ungenauer, sondern er schlägt einfach mehr ungenaue Pässe. Die genauen können dann immer noch richtig gut sein.

Matmour ist aber auch das falsche Beispiel für schlechte Technik, sondern eines für schlechtes Spielverständnis. Den gelegentlichen tollen Aktionen wie gegen Leverkusen oder Bochum stehen halt wesentlich mehr Situationen gegenüber, in denen er sich festdribbelt oder aus wenig aussichtsreicher Position abschließt.

Man muss auch festhalten, dass in der Stammformation mit Dick, Karl und Zoller drei Spieler stehen, die technisch klar unter dem Ligadurchschnitt liegen, aber trotzdem sehr gute Gründe dafür liefern, immer wieder zu spielen. Dazu gibt es Spieler wie Matmour oder Fortounis, die es technisch drauf haben, aber keine Kombinationsspieler sind, sondern ihr Glück immer wieder in Einzelaktionen suchen. Dass da der Spielfluss auf der Strecke bleibt, darf nicht verwundern.

Beste Grüße
Lullaby
Kosta Runjaic [Cheftrainer] |#1955
22.04.2014 - 15:33 Uhr
Zitat von Lullaby:
An einzelnen Beispielen genauer Aktionen lässt sich nicht bemessen, ob die Spieler das regelmäßig leisten können.

Diese einzelnen Aktionen haben uns Tore erzielen lassen, mit denen wir höherklassige Teams geschlagen haben. Gegen Fürth haben wir mit 2 schönen Distanzschüssen gewonnen. Gegen Köln kein Tor erzielt.

Sprich, wir haben bei Siegen gegen höherstehende Gegner tatsächlich auch nicht spielerisch geglänzt.

Zitat
Matmour ist aber auch das falsche Beispiel für schlechte Technik, sondern eines für schlechtes Spielverständnis. Den gelegentlichen tollen Aktionen wie gegen Leverkusen oder Bochum stehen halt wesentlich mehr Situationen gegenüber, in denen er sich festdribbelt oder aus wenig aussichtsreicher Position abschließt.


Bei Gaus wäre es das umgekehrte. Ihm mangelt es an Technik, weil er meist gute Laufwege und Spielverständnis zeigt, aber den Abschluss bzw die Vorlage vermasselt.

Das kann man für Fortounis und letztlich für alle Spieler in ihrem offensiven Verhalten fortführen. Genau das zeigt, wie vielschichtig unsere spielerischen Probleme liegen. Das ganze gleicht einem Puzzle. Ein "Hurra" oder "Heureka" für den, der das ganze richtig abzustimmen vermag...

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Hate the Game, not the Player!
Kosta Runjaic [Cheftrainer] |#1956
22.04.2014 - 15:53 Uhr
Zitat von Waterhead:

Da hast du dir natürlich schön einen Satz aus dem Kontext heraus gegriffen. Soll ich jetzt beginnen und von dir solche Sätze zitieren:(...)


Was denkst du warum ich das Ganze mit einem Augenzwinkern versehen habe? :) Ich wüsste aber trotzdem nicht, was es an deiner Befürchtung ändert, die ich zusätzlich auch habe.

Zu deiner Frage: Man sollte trennen zwischen "verantwortlich sein für die Mannschaft" und "verantwortlich gemacht werden". Natürlich ist Runjaic für das Team verantwortlich. Ich sehe aber keine zwingenden Gründe, die für eine erneute Trainerentlassung sprechen. Er hat sich nichts zu schulden kommen lassen, wir standen im DFB-Pokal-Halbfinale, er hat die Mannschaft mitten in der Saison übernommen und von Platz 11 erst auf 1, dann leider auf 4 "geführt". Das sind die Fakten, über das "wie" brauchen wir uns nicht unterhalten, die Mannschaft spielt keinen ansehnlichen Fußball. Eine Weiterentwicklung sehe ich darin, dass die Mannschaft gegen spielstärkere/-willigere Teams kompakt stehen kann und taktisch klug agiert. Auseinander gefallen, wie gegen Aalen (4:0), sind wir auch nicht mehr. Der Wert der durchschnittlichen Gegentore Stufe ich als Ok ein. Luft ist reichlich nach oben, klar, aber nötige Wintertransfers blieben aus.



Allgemein noch mal...

... um zu betonen, was ich sagen will: Mir wird zu viel in grauer Theorie gedacht. Spielt die Mannschaft nicht gut, muss der Trainer schuld sein und am Besten direkt ausgetauscht werden. Dann zählt auch nicht, dass der gleiche Trainer uns ins Halbfinale des DFB-Pokals führte und wir "immerhin" 4. sind. (Daraus aber zu folgern, dass man automatisch die Zweite Liga dominieren muss, ist ein Zirkelschluss meiner Meinung nach.)

Genauso muss es zwangsläufig nur am Trainer selbst liegen, wenn sich Spieler nicht weiterentwickeln. In diesem Fall muss man eher sagen "nicht schnell genug entwickeln". Dass es am mangelnden Talent oder am fortgeschrittenen Alter liegen könnte, ist nicht relevant, ebenso nicht der zeitliche Faktor, dass Runjaic erst seit Mitte September 2013 hier ist und manche Spieler evt. mehr Zeit brauchen.

Funktioniert ein Konzept nicht mehr, muss der Trainer halt ein neues finden. Ausgeschlossen, dass man mit dem Kader taktisch an Grenzen stößt. Ausgeschlossen, dass nötige Wintertransfers bitter nötig gewesen wären oder wir gerade Plan B mit 3 Stürmern bzw. Mo auf links sehen, aber für Plan C nun mal ein Typ wie Baumjohann nötig wäre. Anscheinend spielt es gar keine Rolle, dass man für Pläne auch entsprechende Spieler braucht.

Manche denken nicht mal an die Möglichkeit, dass es noch andere Einflussfaktoren geben kann, die Runjaics Arbeit maßgeblich beeinflussen. Die Charaktere im Kader, falsche Zusammenstellung des Kaders in sportlicher Hinsicht, durchschnittliche Besetzung der Schlüsselpositionen, negatives Klima im Verein selbst... Ich habe geschrieben, dass auch Runjaic Fehler macht, ich kann eben nur nicht die genannten Punkte ausschließen... Genauso wenig kann ich ausschließen, dass nicht jeder Plan UMSETZBAR ist und es in manchen Dingen am Spieler selbst liegt. Es wird einfach als Fakt vorausgesetzt, dass mit dieser Mannschaft weitaus mehr drin sein müsste. Mit welcher Berechtigung?

Dass Runjaic zu wenig leistet, ist sicher, aber dass der Kader zu wenig leisten kann, kann auf keinen Fall sein? Das hängt mir zu hoch. BEIDES sehe ich als nicht bewiesen an. Beim Kader kann man immerhin Faktoren ausmachen, die eher für diese Variante sprechen, bei Runjaic fängt man jetzt schon an, seine Entscheidung gegen Duisburg gegen ihn anzuführen... Und nochmal: Ja, auch Runjaic kann noch einiges lernen und macht Fehler. Die Frage ist in welchem Maße diese zur Situation betragen.

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EDIT: Hut ab, wer in Anbetracht dessen nach 8 Monaten ein Urteil fällen kann und sich schon wieder den nächsten Trainer herbeisehnt...
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Fußball ist immer noch ein Sport, und kein Betrieb in dem man für eine vorgegebene Stückzahl in der Produktion verantwortlich gemacht werden kann.


Zitat von Old_Icebear:
(...)merkst Du eigentlich wie 'verblendet' das klingt?(...)


Zitat von Old_Icebear:
(...)Stuss, was Du schreibst.(...)Absolut absurd.(...)



Du willst nicht nachvollziehen was ich und andere schreiben und die Standpunkte wurden ohnehin genügend ausgetauscht. Irgendwann verliert man die Lust (siehe Zitate...). Was ich jetzt noch schreiben würde, tut eh nichts mehr zur Sache. Wenn man wirklich erwartet, dass sich ein 29jähriger Profi wie Matmour, nach ca. 10 Jahren Profifußball, allen bekannten Stärken und Schwächen, noch wesentlich weiterentwickelt, dann fehlen mir auch die Argumente. Man kann einem Spieler immer taktische Anweisungen geben, aber bestimmt nicht Effektivität und Spielverständnis einverleiben. Manches ist auch eine Frage des Talentes und Ende 20 scheint in den meisten Bereichen das wahre Potenzial ausgeschöpft. Schön, wenn du dich Ende 20 noch verbessert hast, du kannst ja Runjaic beim nächsten Training mal Tipps geben, wie dein Trainer das bei dir gemacht hat.

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"(...)was vorher nie denkbar war, das ist beim FCK möglich!" - Norbert Thines

Dieser Beitrag wurde zuletzt von FCKFAN am 22.04.2014 um 16:06 Uhr bearbeitet
Kosta Runjaic [Cheftrainer] |#1957
22.04.2014 - 16:18 Uhr
Unsere Probleme im Kombinationsspiel sind zu vielschichtig, um sie nur an der spielerischen
Qualität des Kaders festzumachen.

Die individuelle spielerische, technische Qualität in unserem Kader ist teilweise schon vorhanden
Matmour, Jenssen, Fortounis, Torrejon, Löwe, Mo, Zoller, aber die Spieler passen nicht zusammen,
beziehungsweise sie bringen ihre spielerische Qualität nicht in tempostarke Kombinationen ein, die
den Gegner unter Druck setzen.

Beispiel: Matmour kann 1:1 Situationen lösen, wenn er Platz hat, aber er nimmt jeden Ball an und
nimmt das Tempo raus, spielt also keine Kombinationen.

Zoller ist ein flinker, schneller und abschlussstarker Spieler, aber er nimmt nicht an Kombinationen
teil, oder spielt zu oft den Fehlpass.

Fortounis kann den finalen Pass spielen, spielt aber nur einen in 3 Spielen, ansonsten nimmt er
den Ball an und versucht alleine zu gehen, spielt keine Kombinationen.

Diese Liste könnte man so fortsetzen ...........

Als 2., ganz gravierender Punkt kommt dazu, dass die offensiven Spieler sich viel zu wenig bewegen
und der Anspielende, oft Jenssen, keine freien Mitspieler findet und aus der Bewegung kommt das
Tempo, wenn der Wille da ist. Je defensiver der Gegner steht, desto stärker treten diese nicht
vorhandenen Qualitäten ins Rampenlicht. Wir sollten aber nicht den Fehler machen, zu glauben,
dass es bei mitspielenden Gegnern automatisch besser läuft, den der FSV Frankfurt hat sich
nicht hinten reingestellt, sondern die waren uns spielerisch, läuferisch und vom Tempo her überlegen.
Wir haben nur Glück gehabt - sonst nichts.

Der Trainer kann da taktisch wenig machen, er wechselt ja ständig und versucht aus unserer
bescheidenen Spielstärke etwas zu machen, aber außer hoch und weit geht da nichts und vorne
sind unsere Stürmer nicht mehr so torgefährlich, wie noch in der Vorrunde.

Trotz allem können wir aufsteigen, denn die letzten 3 Spiele einer Saison sind oft Glücks- und
Nervenspiele und wenn wir in den letzten 3 Spielen soviel Glück haben wie gegen Frankfurt,
ist alles möglich; unwahrscheinlich aber möglich.

Um eine richtig gute Bundesligamannschaft aufzubauen, hat ein Weinzierl 2 Jahre gebraucht, auch
Favre ist jetzt so 2 oder 3 Jahre in Mönchengladbach. Das ist so die Zeit, natürlich mit erreichten
Zwischenzielen, die ich einem guten Trainer in Kaiserslautern geben würde.

Runjaic ist für mich ein guter Trainer, also gebe ich ihm die Zeit.
Kosta Runjaic [Cheftrainer] |#1958
22.04.2014 - 17:48 Uhr
Einfach mal ganz kurz zwischen rein. Der FC ist nicht aufgestiegen weil er so überragend Fussball gespielt hat. Auch der deutliche Aufsteiger hatte gegen tiefstehende Gegner erhebliche Probleme. Aber dort hat die Defensive besser funktioniert und nicht durch so viele indiv. Fehler so viele Punkte liegen lassen. Rechnet man mal nur diese Punkte hinzu, hätte wir fast genauso viel Punkte. Hätte hätte Frahrradkette, aber in der 2. Liga dominierende Mannschaften gegen auschließlich defensiv operrierende Gegner zu finden, ist nicht möglich. Dafür ist es nunmal um ein vielfaches einfacher Tore zu verhindern, als zu schießen.
Kosta Runjaic [Cheftrainer] |#1959
22.04.2014 - 19:17 Uhr
Zitat von Praesi:
Einfach mal ganz kurz zwischen rein. Der FC ist nicht aufgestiegen weil er so überragend Fussball gespielt hat. Auch der deutliche Aufsteiger hatte gegen tiefstehende Gegner erhebliche Probleme. Aber dort hat die Defensive besser funktioniert und nicht durch so viele indiv. Fehler so viele Punkte liegen lassen.


Exakt so. Andere haben es sich nämlich nicht erlaubt, solche Böcke zu schiessen. Leider war fast jeder vertreten

Matmour gegen PB (sonst geht das 0:0 aus)
Alushi gegen Bielefled (wir gewinnen das Ding)
Simuneks "Hackentrick" ....Torrejon + Dick hatten auch je einen dicken Bock, ich erinnere mich so schnell aber nicht mehr an das Spiel

Plus das "Spiel gegen den Trainer" ...das sind schon einige Punkte, wo KR nunmal so gar nix für kann. Denn er wird ganz sicher nicht Alushi sagen: Hey, wenn wir 1:0 führen, dann spiel absolut bescheuerte Querpässe in den Rücken der eigenen Abwehr. Glaub ich einfach nicht, dass er das so sagt.

Nun denn. Ich hoffe noch ein wenig, dass wir in die Rela kommen; und wenn nicht, dann habe ich 0 Probleme, wenn dieser Trainer unser Team für die nächste Saison zusammenstellt. Punkt.

•     •     •

Krahl - Rasmussen, Frees, Gyamfi - Haas, Kunze, Ritter, Sahin, Joly - Yardimci, Berisha

"Wenn wir schon nicht gewinnen, dann treten wir ihnen wenigstens den Rasen kaputt" (R.Rüssmann)
Kosta Runjaic [Cheftrainer] |#1960
23.04.2014 - 01:45 Uhr
Zitat von Old_Icebear:

So jetzt mal aus über 30 Jahren aktiver Fußball-Erfahrung: Das ist Stuss, was Du schreibst.


30 Jahre B-Klasse und dann so ein Urteil über einen wirklich sehr reflektierten user. Mir wird schlecht. Und gleichzeitig muss ich dann ein bisschen lachen, wenn du andererorts davon sprichst, dass ein junger Spieler wie Fortounis stagniert. :D


Ich hatte den Thread hier extra mal ausgelassen, war dann aber doch überrascht, dass auch ein paar Vernünftige hier schreiben. Weiterhin viel Spass. :ugly

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