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Kaderschmiede 2017/2018

19.10.2016 - 08:17 Uhr
Kaderschmiede 2017/2018 |#1991
02.11.2017 - 15:42 Uhr
Zitat von Tobi Deluxe
Zusätzlich würde ich noch den talentierten John Yeboah mit ins Boot holen, der mich bei der U17-WM beeindruckt hat. Er wäre ablösefrei zu haben und somit ein ideales Schnäppchen, dass sowohl in der U19 als auch der Reserve Spielpraxis sammeln kann.


Yeboah hat noch Vertrag bis 2019 und nicht bis 2018. Er wäre also nicht ablösefrei.
Kaderschmiede 2017/2018 |#1992
02.11.2017 - 15:44 Uhr
Zitat von Ari_Gold
Zitat von Tobi Deluxe

Zusätzlich würde ich noch den talentierten John Yeboah mit ins Boot holen, der mich bei der U17-WM beeindruckt hat. Er wäre ablösefrei zu haben und somit ein ideales Schnäppchen, dass sowohl in der U19 als auch der Reserve Spielpraxis sammeln kann.


Yeboah hat noch Vertrag bis 2019 und nicht bis 2018. Er wäre also nicht ablösefrei.


Dann stimmen hier auf tm.de leider die Daten nicht. Schade...

Dann holen wir eben Nicolas Kühn ablösefrei aus Leipzig. Auch ein dribbelstarker Außenstürmer... Zwinkernd

•     •     •

"Die beste Mannschaft ist immer eine Schnittmenge aus den besten Fußballern und den besten kickenden Komplementären."
Zitat von Wuldor
Kaderschmiede 2017/2018 |#1993
02.11.2017 - 15:53 Uhr
Zitat von normstar
Ich werfe mal meine WUNSCH Schmiede für die kommende Saison in die Runde.

Das es so nicht kommen wird weiß ich leider, aber ich denke wir brauchen einen Umbruch.

1. Trainer Wechsel !

Sebastian Kehle und Patrick Owomoyela übernehmen !!!DORTMUNDER JUNGS!!!

Abgänge :

Weidenfeller Karriere Ende
Bürki 8 Mio

Sokratis 30 Mio
Durm 3 Mio


Rode 6 Mio

Larsen Leihe
Schürrle 18 Mio
Aubameyang 80 Mio

GESAMT: 145 Mio



Zugänge:

Trapp 12 Mio
Pollersbeck 4 Mio

Vogt 15 Mio
Pavard 10 Mio

Paredes 28 Mio

Dolberg 60 Mio

Gesamt : 129 Mio


Aufstellung:


——————-Trapp——————-
——bartra— Vogt ——Zagadou—-
Toljan———————————Guerreiro
————paredes————————
—————————Weigl ————-
———Yarmo——————Reus——-
——————Dolberg——————


2.Elf

—————-—Pollersbeck —————
Piszu——Toprak —- Subo————-Schmelle
———————Castro———————
Pulisic——Götze——-Kagawa ——Philipp
——————Isak ——————-


60 Mio für Dolberg grins.....nicht mal bei FIFA 18. Kehl studiert Management und Uwe hat sich den Medien verschrieben. Da ist nix mit Trainer...

Pollersbeck setzt sich ganz sicher nicht hinter Trapp auf die Bank. Warum Vogt für Socke (ersterer würde sicherlich mehr kosten und letzterer weniger einbringen). Kein schlechter IV, aber eher unnötig. Pavard als dann 6. IV?

paredes mit Weigl auf der offensiveren Position :-D. Davon ab, dass man Paredes aus dem Vertrag kaufen müsste und er eher das Doppelte kosten würde.
Kaderschmiede 2017/2018 |#1994
02.11.2017 - 23:17 Uhr
Es wird Zeit für eine neue Kaderschmiede, da die neue Saison doch noch einige Baustellen aufzeigt, die vor der Saison nicht optimal gelöst wurden. Aktuell fehlt mir jedenfalls in jedem Mannschaftsteil vor allem Spielstärke, aber auch mental, physisch und dynamisch könnte es in vielen Bereichen mehr sein. Der Kader muss meines Erachtens zudem spielerisch nun endlich an die Anforderungen eines Ballbesitzsystems angepasst werden, wofür einige Schwächen, die derzeit schwer oder gar nicht ausbalancierbar sind, angegangen werden müssen, selbst wenn es dabei alte Helden trifft. Außerdem muss der Kader ausgedünnt werden, da es einige Spieler zu viel gibt, um einen gesunden Wettkampf zu erzeugen, wobei es diesen Wettbewerb teils gar nicht gibt, da diese Spieler eh häufig verletzt sind und daher vor allem Budget kosten. Ziel ist daher ein 25er Kader, der auf Ausfälle und Mehrfachbelastung ausreichend reagieren kann.
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Torhüter

Im Tor wird man automatisch nach einer neuen Nummer 2 suchen müssen, da Weidenfeller seine Karriere beenden wird. Primärer Kandidat ist für mich dabei Reimann, der fußballerisch alles mitbringt, um bei einer Ballbesitzmannschaft ideal reinzupassen, zumal er auch torwartspezifisch in der Vorbereitung zu überzeugen wusste. Sicherlich ist das eine riskante Wahl, da man eine Nummer 2 auf der Bank schlecht entwickeln kann, was aber immer noch notwendig wäre. Allerdings gibt es zwei wesentliche Gründe, warum ich das Risiko eingehen würde. Erstens muss bei jedem Torhüter irgendwann ein größerer Schritt kommen, will er es in ein Bundesligator schaffen, für den mehr Erfahrung auf unterklassigem Niveau einfach nicht genügt, da ein Torhüter selten mit seinen Aufgaben wachsen kann, sondern traditionell irgendwann ins kalte Wasser geworfen werden muss. Daher würde ich die nächsten 2 Jahre nutzen, um Reimann die Chance als Bürki Herausforderer zu geben – dabei hat man meines Erachtens wenig zu verlieren. Zweitens bezweifle ich, dass Reimann seinen auslaufenden Vertrag verlängert, wenn er hier keine klare Perspektive bei den Profis hat und diese Perspektive sehe ich eigentlich nur in Weidenfellers Platz.

Dementsprechend würde ich mit ihm verlängern, ihn zur klaren Nummer 2 erklären und dahinter eine erfahrene Nummer 3 suchen, die auch durchaus Oldschool daher kommen dürfte. Augsburg bietet dafür 2 interessante Personalien, da Hitz seinen Vertrag derzeit nicht verlängert hat, womit er ablösefrei eine höchst erfahrene und hochwertige Lösung wäre oder man holt dessen BU Luthe, gegen eine geringe Ablöse, zurück in den Pott. Das hinge wohl maßgeblich davon ab, ob Hitz noch weiterhin auf seinen Status als Nummer 1 wert legt (damit wohl auch in Augsburg bleiben müsste) oder ob er sich eine andere Rolle bei einem größeren Verein vorstellen könnte, selbst wenn er wohl nie spielen wird. Die Diskussionen um Bürki sind für mich irrelevant, da ich hier kein machbares Upgrade sehe, sondern nur viele Möglichkeiten viel Geld dafür auszugeben, damit man bestenfalls dasselbe bekommt - Geld, das an anderer Stelle sinnvoller eingesetzt ist.
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Innenverteidigung

Ich rechne fest damit, dass Subotic den BVB im Winter – spätestens im Sommer - verlässt und im Sommer wird Sokratis folgen. Das liegt daran, dass ich bei beiden die Reise mit dem BVB als beendet ansehe. Bei Subotic ist klar weshalb, da es bei ihm mittlerweile an vielen Dingen fehlt, die es beim BVB benötigt. Bei Sokratis ist es auf den ersten Blick weniger klar, allerdings kommt er mir in den letzten 2 Jahren häufiger überfordert bzw. gestresst vor, wenn eine Angriffslawine nach der nächsten auf ihn zurollt, wofür er mitunter aber selbst verantwortlich ist, da er im Aufbau zu grobe Schwächen hat, durch die einige Probleme verursacht werden. Dadurch hat jeder Gegner 2 Optionen: entweder die IV totpressen oder alle außer Sokratis zustellen. Das Ergebnis ist meist dasselbe: Ballverluste, Konter bzw. postwendende Rückgabe Richtung Absender! Daher kann ich mir sehr gut vorstellen, dass es für beide Seiten gut wäre, wenn Sokratis seinen 2019 auslaufenden Vertrag nicht verlängert, sondern nochmal eine neue Herausforderung sucht (den Gedanken, dass er nach Liverpool geht, finde ich dabei recht charmant, allerdings auch irgendwie unrealistisch), da der BVB seine Schwächen nicht mehr (wie mit Hummels) kompensieren kann und seine Stärken auch nicht mehr 100% zur Geltung kommen.

Dafür würde ich Dendoncker holen, der als IV meines Erachtens nahezu alles bietet, was uns fehlt und gleichzeitig einiges auffangen könnte, was durch Sokratis verloren gehen würde. Gerade seine variablen Möglichkeiten im Aufbau würden unsere IV jedenfalls nicht mehr so ausrechenbar machen, da er mit jedem Fuß überall auf dem Platz Mitspieler finden kann oder auch mit Ball am Fuß ins Mittelfeld aufrücken kann, um statische Gegner, die sich zurückziehen und mit viel Manndeckung agieren, zum kollabieren zu bringen – womit er also wieder Freiräume für Mitspieler schaffen kann. Durch seine Kombination aus Physis und Technik ist er dafür auch ausreichend pressingresistent. Dadurch, dass er mit beiden Füßen saubere Bälle spielen kann, muss für mich auch kein weiterer Linksfuss her und allgemein denke ich, dass die IV für jede Situation nahezu perfekt aufgestellt ist. Mit Bartra und Toprak hat man erfahrene Spieler, mit Zagadou und Dendoncker umso mehr Potenzial, wobei man beide jetzt auch schon bedenkenlos bringen kann. Ich denke mit der Mischung, aber einer durchweg spielstarken IV, ist man für die nächsten Jahre dann sehr gut aufgestellt.
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Rechter Verteidiger

Diese Position wurde spät im Sommer doch noch angegangen, da man innerhalb des Vereins wohl realisiert hat, dass Passlack im letzten Jahr Rückschritte gemacht hat, deren Bereinigung - durch Spielpraxis - sich der BVB nicht erlauben konnte. Daher hat man mit Hoffenheim einen Deal gefunden, um sich einen bundesligaerfahrenen Mann zu sichern und gleichzeitig Passlack andernorts idealerweise mehr Spielpraxis zu ermöglichen – worum ich mir aktuell auch noch keine Sorgen mache. Das Problem ist nur: Toljan ist kein Spieler, der komplett ohne Probleme hier ankam und der auch nicht gerade den Spielertyp darstellt, den man für Bosz System gebrauchen kann – dafür reicht eigentlich ein simpler Vergleich der RV Situation bei Ajax im letzten Jahr, mit der des BVB. Allgemein ist Toljan auch nicht unbedingt die Ideallösung auf RV, aber ich denke, dass man ihm zumindest bis zu Passlacks Rückkehr Zeit geben sollte, um sich zu beweisen. Trotzdem muss man hier eine neue Lösung präsentieren, da Piszczek auch in dieser Saison ein zentraler Spieler ist, obwohl er vom Niveau nur noch solide ist und mit dem Weltklasse-RV vergangener Tage leider nichts mehr zu tun hat. Somit stellt RV derzeit weiterhin eine Position dar, die eine zu große Baustelle darstellt, um nicht angegangen zu werden.

Da man in den letzten Wochen immer wieder gesehen hat, wie anfällig man defensiv ist, wenn gegnerische Mannschaften die Abwehr überspielen, weil sie dort große, athletisch starke sowie meist schnelle und kopfballstarke Spieler postieren, die ihre physischen Vorteile auf dieser Position allzu leicht ausspielen können, wodurch der BVB eine enorme Schwäche anbietet, sobald das Pressing und Gegenpressing des BVB nicht greift, die es jedem Gegner erlaubt im Chaos seine erfolgreiche Taktik zu finden.
Daher sind auf dieser Position 3 Kriterien für mich extrem wichtig:

1. Kopfballstärke
2. Physis, um diese Kopfballstärke auch gegen große Stürmer umsetzen zu können
3. Antritt und Tempo

Piszczek ist vor allem deswegen noch gesetzt, weil er insgesamt in diesen Kategorien große Vorteile gegenüber seiner Konkurrenz hat, was nicht zuletzt einer der Gründe ist, warum er eine solide Saison spielt: mit ihm bietet man schließlich weniger Schwächen an und zwingt den Gegner strukturierter zu spielen, was in der Bundesliga den allermeisten Teams schwerfällt. Daher ist ein Typ Piszczek nicht so verkehrt, wenngleich in Sachen Passspiel, Pressingresistenz und Dynamik ein Upgrade notwendig ist.

Schließlich kommt dazu, dass man auch im Aufbau mehr als genug Probleme hatte, wenn die AV nicht als vernünftige Anspielstation herhalten können, die auch in engen Spielsituationen Ruhe und Übersicht behalten. Daran hapert es meines Erachtens, egal wer dort spielt - teils gewaltig -, sodass technische Fähigkeiten ebenfalls hoch gewichtet werden müssen, um gegnerischem Pressing ausreichend viel entgegen setzen zu können, damit der Ball wieder stärker in den eigenen Reihen gehalten wird. Nicht umsonst hatte ich daher in der letzten Saison noch Soares als spielintelligenten, technisch guten sowie defensivstarken RV immer wieder gefordert – zumal er hier recht sicher keine großen Anpassungsschwierigkeiten hätte. Das Problem ist nur, dass er mit etwas über 1,70 nicht wirklich die obigen Kriterien erfüllen kann. Zwar kann er vieles durch seine Zweikampfstärke am Boden und seine hohe Spielintelligenz lösen, allerdings befürchte ich, dass er nicht (mehr) genug lösen kann, sodass ich mittlerweile nicht mehr 100% überzeugt bin, dass er in der aktuellen Situation der Richtige ist. Wobei er wohl auch weiterhin schwer zu realisieren wäre, da Southampton seine Transferstrategie überdacht hat.

Dafür gibt es 2 andere Alternativen, die ich hochinteressant finde, wenngleich auch recht unterschiedlich. Einerseits Mukiele, den ich schon mal im oQ Thread vorgestellt habe, der ein sehr physischer RV wäre, mit einer Ausbildung als IV und notfalls auch als DM fähig, da er technisch stark ist und sich nur schwer unter Druck setzen lässt. Andererseits Henrichs, der in Leverkusen gerade zwar Probleme wegen Retsos hat, allerdings meines Erachtens mehr als genug Potenzial hat, um mal ein Spieler ohne echte Schwächen zu werden, der optimal in eine Ballbesitzmannschaft passt. Henrichs wäre somit ein Spieler, der wortwörtlich risikoaverser wäre, da er ein vergleichsweise ruhiger Spieler ist, der nur sehr wenige Fehler begeht, aber nach vorne nicht unbedingt viel riskiert – muss er aber auch gar nicht, wenn man bedenkt, dass man auf der anderen Seite Guerreiro hat, sodass eine Absicherung dazu gar nicht verkehrt wäre. Mukiele dahingegen ist ein vergleichsweise risikofreudiger Spieler, der sowohl offensiv als auch defensiv fast nur einen Weg kennt: nach vorne! Damit hat er dann auch mal den einen oder anderen defensiven Stellungsfehler mehr drin, da er häufig auf den Passweg spekuliert, anstatt den Gegenspieler zu stellen (was auch oft gut geht, aber eben nicht immer) und auch den einen oder anderen offensiven Ballverlust mehr, weil er primär die spielerische Lösung sucht. Daher sind beide Spieler am Ende doch recht unterschiedlich, wobei ich keine klare Präferenz habe und beide gut finden würde, wobei Mukiele günstiger sein dürfte und mit seiner durch viel Mut geprägten Mentalität auch noch einen Bonus mitbringen würde, der mir gut gefallen würde – wenngleich das auch mmer mal wieder nach hinten losgehen wird.

Da Durm den Verein bereits verlassen sollte, weil er schlichtweg nicht planbar ist und er nicht mehr für die notwendige Stammlösung in Frage kommt, bleibt meines Erachtens auch noch genug Platz für Toljan und Piszczek gleichermaßen. Schließlich ist Piszczek selbst auch nicht unbedingt dauerfit und andererseits fallen auch Guerreiro und Schmelzer häufiger aus, sodass Toljan als BU für beide Seiten absolut notwendig sein könnte, womit er auch nach wie vor seine Entwicklungsmöglichkeiten bekommen wird, sodass bei ihm erst 2019 eine Entscheidung fallen muss – Stichwort: Passlack. Diese könnten umso größer sein, wenn man bedenkt, dass in dieser Saison Subotic schon zum Einsatz kam, womit also in der IV ein 5. Mann benötigt wurde, der eigentlich nicht mehr vorgesehen ist. Sowohl Piszczek als auch Mukiele wären denkbare Optionen, um dort Ausfälle aufzufangen, die auch bspw. daraus resultieren könnten, dass Dendoncker als physische Alternative im DM benötigt wird – weswegen ich Burnic nochmal ein weiteres Jahr verleihen würde (ob nach Stuttgart, muss man aber erst mal noch abwarten!). Die Abwehr wäre somit sehr flexibel und für alle Situationen gerüstet, selbst wenn mal jemand ausfallen sollte oder – aktuell - komplizierte positionelle Engpässe drohen!
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Zentrales Mittelfeld

Im zentralen Mittelfeld gibt es meines Erachtens ein Problem mit der Zusammenstellung. Götze, Castro und Kagawa sind sich in vielen Bereichen etwas zu ähnlich, können allerdings nicht immer die benötigte Dynamik liefern und sind auch physisch häufiger im Nachteil. Ersteres bietet eigentlich nur Dahoud im ausreichenden Maß, der allerdings auch keinen BU hat und das eine oder andere Mal auch mit einer weiteren dynamischen Option neben sich umso mehr seiner Stärken einbringen könnte. Letzteres ist schwer zu bereinigen, will man auch noch entsprechende spielerische Qualität sicherstellen, allerdings sollte man schon darauf achten, dass man dahingehend bestehende Schwächen zumindest nicht noch weiter vergrößert. Dazu wäre auch ein Spieler wichtig, der in großen Spielen nicht untertaucht, sondern gerade dann zeigen will und kann, wie gut er ist.

Die eierlegende Wollmilchsau, die spielerisch über enormes Potenzial verfügt, aber auch dynamisch und physisch Stärken mitbringt, wäre Zakaria und damit der nächste Gladbacher ZM. Ich sehe bei ihm jedenfalls das Potenzial ein ziemlich kompletter Spieler zu werden, was aber wahrscheinlich auch schon das Problem ist. Denn Gladbach sieht das eben auch und wird ihn, nachdem sie ihn eh erst geholt haben, nur gegen absurde Summen abgeben, die er noch nicht unbedingt wert ist, da er aktuell dann eben doch noch kein fertiger Spieler ist. Das wird einige gut situierte Vereine – vor allem aus der PL - trotzdem nicht abschrecken, sodass ich davon ausgehe, dass der BVB leider keine Chance hat, weil man nicht mithalten kann, sobald die Gladbacher dann doch mal in Versuchung kommen sollten – was wohl noch nicht im nächsten Jahr sein wird, wobei der BVB keine Zeit zum warten hat. Auch Bentancur, den ich letztes Jahr in meinen Schmieden dabei hatte, kann man abhaken, da er sich bei Juve direkt für mehr Einsatzzeiten empfehlen konnte. Von Goretzka muss man sowieso gar nicht erst reden und wohl auf dem Markt verfügbare Spieler wie Can, Loftus-Cheek oder Renato Sanches sind auch nicht unbedingt realistisch, bringen uns aber sowieso nicht direkt ausreichend vorwärts bzw. erfüllen nicht jedes Kriterium, das wichtig ist.

Daher muss man wohl bei der physischen Komponente ein paar Abstriche machen und umso größeren Fokus auf die spielerischen und dynamischen Komponenten legen. Dabei fällt mir vor allem Soler aus Valencia ein, der physisch trotzdem nicht schwach ist, mit viel Einsatz auffällt, aber eben nicht die Statur der zuvor genannten Spieler mitbringt. Dafür ist er in dieser Saison einer der Gründe, warum Valencia die bisherige Überraschung der Saison in Spanien ist. Technisch ist er selbst auf engstem Raum ein extrem starker Spieler, der nur sehr schwer vom Ball zu trennen ist, jederzeit – also auch in dynamischen Situationen - mit Übersicht, Ruhe und enormen Selbstvertrauen agiert, weil er den Ball nicht hergeben will, sodass er aus beinahe jeder Situation den Gegner, mit sehr intelligenten und punktegenauen Pässen, sezieren kann. Zwar hat er noch einige Schwächen, jedoch würde ich die meisten unter Potenzial notieren. So könnte er das Spiel noch konstanter an sich reißen (aktuell lebt er eher für Aktionen, in die er alles reinsteckt), könnte im Abschluss noch zulegen und defensiv ist er zwar nicht schlecht, aber sicher nicht herausragend. Dennoch ist er ein Spielertyp, mit dem man sehr viel lieber in derselben Mannschaft spielt, weswegen ich für ihn bereit wäre eine neue Rekordablöse hinzulegen. Es wird jedenfalls nur wenige Spieler geben, die dermaßen Dynamik, Technik, Mentalität und Spielintelligenz mitbringen, weswegen klar sein sollte, dass mehr Geld denn je fließen müsste (vor allem wenn Valencia die CL erreichen sollte). Ich habe bei ihm jedoch die Hoffnung, dass er machbar ist und das fehlende Puzzleteil, um sich vor allem mit Dahoud und Götze perfekt zu ergänzen!

Dafür müsste dann nicht nur Rode weichen, sondern auch einer aus Kagawa und Castro. Beide haben immer wieder ihre Phasen in denen sie sehr wertvolle Beiträge für unser Spiel leisten, aber die sind selten vorhersehbar und leider auch allzu selten, zumal sie auch beide nicht primär über die Dynamik kommen. Vom Spielertyp sind sie deswegen, wie schon geschrieben, eher Götze BU, was aber dazu führt, dass der Kader an der Stelle nicht homogen genug ist. Mit Soler wäre das bereinigt, weswegen Kagawa und Castro meines Erachtens um ihre Zukunft beim BVB spielen müssen!
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Zugänge:

  • Hitz (ablösefrei) oder Luthe (1 Mio.)
  • Mukiele (15 Mio.) oder Henrichs (20-25 Mio.)
  • Dendoncker (20-25 Mio.)
  • Soler (40 Mio.)


Ausgaben: 75-91 Mio.

Abgänge:

  • Weidenfeller (Karriereende)
  • Sokratis (30 Mio.)
  • Subotic (ablösefrei)
  • Durm (3 Mio.)
  • Burnic (Leihe)
  • Rode (5 Mio.)
  • Merino (7 Mio.)
  • Kagawa oder Castro (15 Mio.)
  • Larsen (eventuell Leihe – dazu später mehr)
  • Schürrle (20-25 Mio.)


Einnahmen: 80-85 Mio., wobei man bedenken sollte, dass von der Dembele Ablöse meiner Einschätzung nach noch genug vorhanden sein sollten, sodass die Ausgaben durch die Einnahmen auf alle Fälle vollauf gedeckt sind!
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Der Kader sähe dann so aus:

Tor: Bürki, Reimann, Hitz/Luthe
IV: Bartra, Toprak, Dendoncker, Zagadou
RV/LV: Mukiele/Henrichs, Piszczek, Toljan, Guerreiro, Schmelzer
DM/ZM: Weigl, Sahin, Dahoud, Götze, Soler, Castro/Kagawa
RA/LA: Reus, Pulisic, Philipp, Yarmolenko, Sancho
MS: Aubameyang, Isak

Damit wäre der Kader also auf die anvisierten 25 Spieler geschrumpft, möglichst homogen aufgestellt, hätte dynamisch und physisch gleichermaßen gewonnen, wie auch spielerisch!
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Abschließend muss man meines Erachtens auch noch ausführlich die Personalien Reus und Aubameyang diskutieren. Bei Reus steht die nächste Verlängerung an oder er sucht sich doch nochmal eine neue Herausforderung. Bei Aubameyang sieht es relativ ähnlich aus, auch wenn hier keine Verlängerung ansteht, da er bereits im letzten Sommer sehr laut nachgedacht hat, dass er sich etwas Neues vorstellen könne. Bei Beiden tue ich mich sehr schwer den optimalen Nachfolger zu finden, denke allerdings, dass es jeweils genug Potenziale gibt, warum man sich, trotz der Qualität, die verloren gehen würde, verbessern kann, weil man nicht nur Stärken verliert. Schließlich ist Reus mittlerweile fast schon traditionell mindestens eine halbe Saison raus und ich habe den Glauben verloren, dass das nochmal anders wird. Einerseits ist Reus sportliche Bedeutung damit mittlerweile so gering, weil er kaum planbar ist, sodass man seinen Kaderplatz genauso gut mit einem Talent besetzen könnte, das Reus ehemalige sportliche Bedeutung in einiger Zeit erreichen könnte, da man auch ohne Reus relativ breit aufgestellt ist (Pulisic, Philipp und Yarmolenko sind eine gute Rotation und auch Sancho wird seinen Weg bis zur nächsten Saison gehen, sodass auch er Teil der Rotation sein sollte). Andererseits hat Reus, wenn er fit ist, eben doch mehr Qualität als die meisten Spieler und vor allem für die Marke BVB ist er nach wie vor alles andere als unwichtig – wie auch Kagawa.

Für mich ist es daher schwer zu sagen, was die optimale Entscheidung ist und ob man unbedingt einen Nachfolger benötigt, wenn er nicht, zu für den BVB akzeptablen Bedingungen (Gehaltssteigerungen sind definitiv nicht drin), verlängern will. Zwar muss man dann meines Erachtens definitiv eine Ablöse mitnehmen, allerdings wird diese sicherlich nicht so hoch ausfallen, dass man davon ähnliche Qualität bekommt und man braucht sie meines Erachtens auch gar nicht unbedingt (sofort). Daher macht es wahrscheinlich gar keinen Sinn Reus direkt zu ersetzen zu versuchen, sondern - wenn überhaupt - lieber holt man noch ein Talent oder setzt auf Larsen (bei dem ich aktuell allerdings eine Leihe als sinnvoller ansehe, weil er mir nicht unbedingt als Teil der aktuellen Profimannschaft vorkommt und ich nicht unbedingt sehe, ob und wo er sonst eine Perspektive hat – trotz seines Talents). Sollte man sich extern bedienen, macht meines Erachtens fast nur ein dynamischer Spieler Sinn, der vor allem auf engem Raum im 1gg1 Lücken reißen kann und primär eher der Typ Vorbereiter ist.

Den kann ich mir auch vorstellen, falls Aubameyang gehen sollte. Denn er könnte gehen, weil er vielleicht (aus seiner Perspektive) einerseits was Neues machen will und andererseits vom Typ nur sehr schwer in ein Ballbesitzsystem passt, wenn man seine Schwächen nicht ausbalancieren kann. Das fällt dem BVB meines Erachtens in dieser Saison schwer, was nicht unbedingt an Aubameyang selbst sichtbar wird – unabhängig davon, dass er gerade Flaute hat -, sondern an den Spielern neben ihm. So hat Aubameyang zwar weiterhin viele Chancen – auch unverändert viele Großchancen -, allerdings fällt halt umso mehr auf, dass neben ihm viel Aufwand betrieben wird, um ihn zu füttern, während diese Spieler selbst nicht perfekt zur Geltung kommen. Gerade ein Pulisic oder Yarmolenko können meines Erachtens noch weitaus torgefährlicher auftreten, wenn im Zentrum ein Stürmer wäre, der ein besserer Vorbereiter ist, der also Räume für die Außen reißen kann und für sie Chancen kreiert. Der ist Aubameyang jedoch nicht, da er komplett vom Rest abhängig ist, weswegen ich nicht glaube, dass die Potenziale der Mannschaft vorne voll ausgeschöpft werden. Das wäre eher der Fall, wenn mehr Verantwortung auf mehr Köpfe verteilt wird, wodurch letztendlich auch Unabhängigkeit von einzelnen Spielern erst entstehen kann. Denn gerade das merkt man aktuell: man ist von Aubameyang und seinen Toren abhängig, was eben auch – oder vor allem – daran liegt, dass Aubameyang ohne seine Tore dem Spiel des BVB kaum etwas liefern kann!

Daher sollte man meines Erachtens – bedingt durch die beiden Neuzugänge Yarmolenko und Philipp, die sehr gute Abschlussspieler sind – nicht mehr unbedingt über einen Stürmertyp reden, der vor allem von seinem eigenen Abschluss lebt. Rückblickend wundert mich jedenfalls nicht mehr, warum man so sehr hinter Augustin her war, wenn man die sonstigen Zugänge bedenkt. Das hätte von der Zusammensetzung einfach sehr viel Sinn gemacht, während die Transferstrategie so wie sie war irgendwie etwas unvollständig daher kam – wahrscheinlich aber auch durch den Zeitdruck bedingt, der in den letzten 2-3 Wochen des Transferfensters entstand. Da Isak noch nicht ganz soweit ist, dass man ihm die Schlüssel überreicht, er dennoch Einsatzzeit benötigt und der BVB eventuell (wenn Reus auch noch gehen sollte) auf den Außen mehr Platz hat, macht höchstwahrscheinlich (dann müsste man Larsen aber doch verleihen) ein Hybrid in der Nachfolge viel Sinn, der alle Offensivpositionen spielen kann, aber mehr Qualität im 1gg1 und als Spielmacher mitbringt, denn als Vollstrecker. Dabei fallen mir aber derzeit eher Talente ein, die noch nicht unbedingt die prominenteste Rolle spielen, weswegen ich im Moment nur mal ein paar grobe Ideen vorstellen will, in welche Richtungen es gehen könnte. 2 interessante Kandidaten spielen wiederum für Valencia: Santi Mina sowie Guedes. Ein anderer Kandidat wäre Thuram, der momentan in Guingamp spielt.

Santi Mina bekommt aktuell nicht allzu große Spielanteile, weswegen er definitiv machbar sein sollte, spielte zuletzt allerdings hocheffizient, agiert grundsätzlich offensiv sowie defensiv mit viel Einsatz und Präsenz, kann für sich und andere Spieler Chancen kreieren und bringt viel Dynamik und Athletik mit. Damit gleicht er meines Erachtens auch ganz gut aus, dass er nicht allzu konstant selbst torgefährlich wird, da er vor dem Tor nicht die besten Laufwege macht, obwohl er ansonsten ein Spieler ist, der sich sehr auf seine Intuition verlässt (dadurch teils zu viele Fehlentscheidungen und damit Ballverluste hat) und defensiv muss man ihm sicher auch noch einiges beibringen! Grundsätzlich aber ein hochinteressanter Stürmer für den BVB, um jemanden zu haben, der von allem etwas kann und noch jede Menge Potenzial mitbringt!

Guedes dürften hier mehr kennen, der derzeit von PSG an Valencia ausgeliehen ist, aber in Paris kaum eine Zukunft mehr haben dürfte. Für die Außen ist mir Guedes insgesamt zu langsam, im Zentrum ist er nicht unbedingt der abschlussstärkste Spieler, aber er ist halt kaum vom Ball zu trennen, ist im 1gg1 und Kombinationsspiel stark und auch defensiv mittlerweile ganz gut zu gebrauchen. Kurzum: ich denke mit seinem Spielertyp kann man, trotz eher geringer physischer Dynamik, sehr viel anfangen, da er einerseits für Isak als echter MS Platz bietet, andererseits das Beste von Yarmolenko, Philipp und Pulisic zum Vorschein bringen sollte!

Thuram dürfte einigen bekannt vorkommen, da sein Vater mit Vornamen Lilian heißt. Anders als sein Vater ist Marcus allerdings ein echter Stürmer, der vorne alle Positionen spielen kann, aber mit seiner Gesamtpaket für den MS prädestiniert ist, als der er in Guingamp nun auch eingesetzt wird, nachdem er in Sochaux noch recht häufig auf den Außen ran musste. Ob Größe, Kraft, Athletik, Dynamik, Technik, das komplette Grundpaket ist vorhanden (für seine Größe ist er auch recht beweglich), womit er in der Luft und in Dribblings bereits richtig stark ist und Lücken für seine Mitspieler reißen kann, die er aber auch – vor allem an Dribblings anschließend –recht gut einsetzen kann! Mit seinen 20 Jahren ist er trotzdem in einigen Bereichen noch etwas arg roh und nicht so wahnsinnig viel weiter als Isak: so ist sein Abschluss noch stark ausbaufähig, da er zwar durchaus gute Laufwege macht, allerdings Ruhe, Kraft und Präzision zu wünschen übrig lassen, sein Passspiel ist ausbaufähig, sodass gute Ideen häufiger schlecht umgesetzt werden und die Defensivstärke des Vaters ist scheinbar nicht übermäßig vererbt worden – zumindest macht er bei Guingamp defensiv nicht allzu viel. Trotzdem sollte man auch ihn im Auge behalten, da die Grundvoraussetzungen bei ihm selten komplett sind und er einer der Spieler ist, bei denen ich mir in dieser Saison noch größere Sprünge vorstellen könnte, sodass er durchaus ein Kandidat sein könnte, der für den BVB schon im nächsten Sommer interessant wird, selbst wenn er es Stand heute noch nicht beim BVB packen würde!
Dieser Beitrag wurde zuletzt von BVBBC am 02.11.2017 um 23:19 Uhr bearbeitet
Kaderschmiede 2017/2018 |#1995
02.11.2017 - 23:39 Uhr
Zitat von normstar
Ich werfe mal meine WUNSCH Schmiede für die kommende Saison in die Runde.

Das es so nicht kommen wird weiß ich leider, aber ich denke wir brauchen einen Umbruch.

1. Trainer Wechsel !

Sebastian Kehle und Patrick Owomoyela übernehmen !!!DORTMUNDER JUNGS!!!

Abgänge :

Weidenfeller Karriere Ende
Bürki 8 Mio

Sokratis 30 Mio
Durm 3 Mio


Rode 6 Mio

Larsen Leihe
Schürrle 18 Mio
Aubameyang 80 Mio

GESAMT: 145 Mio



Zugänge:

Trapp 12 Mio
Pollersbeck 4 Mio

Vogt 15 Mio
Pavard 10 Mio

Paredes 28 Mio

Dolberg 60 Mio

Gesamt : 129 Mio


Aufstellung:


——————-Trapp——————-
——bartra— Vogt ——Zagadou—-
Toljan———————————Guerreiro
————paredes————————
—————————Weigl ————-
———Yarmo——————Reus——-
——————Dolberg——————


2.Elf

—————-—Pollersbeck —————
Piszu——Toprak —- Subo————-Schmelle
———————Castro———————
Pulisic——Götze——-Kagawa ——Philipp
——————Isak ——————-


Kein Ahnung ob das ernst gemeint ist, aber damit spielt man dann tatsächlich um platz 10-12

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Wehe man kritisiert die Blöd als das was sie ist.... das passiert wenn man seine Eigenständigkeit abgibt.
Kaderschmiede 2017/2018 |#1996
03.11.2017 - 07:25 Uhr
Zitat von BVBBC
Es wird Zeit für eine neue Kaderschmiede, da die neue Saison doch noch einige Baustellen aufzeigt, die vor der Saison nicht optimal gelöst wurden. Aktuell fehlt mir jedenfalls in jedem Mannschaftsteil vor allem Spielstärke, aber auch mental, physisch und dynamisch könnte es in vielen Bereichen mehr sein. Der Kader muss meines Erachtens zudem spielerisch nun endlich an die Anforderungen eines Ballbesitzsystems angepasst werden, wofür einige Schwächen, die derzeit schwer oder gar nicht ausbalancierbar sind, angegangen werden müssen, selbst wenn es dabei alte Helden trifft. Außerdem muss der Kader ausgedünnt werden, da es einige Spieler zu viel gibt, um einen gesunden Wettkampf zu erzeugen, wobei es diesen Wettbewerb teils gar nicht gibt, da diese Spieler eh häufig verletzt sind und daher vor allem Budget kosten. Ziel ist daher ein 25er Kader, der auf Ausfälle und Mehrfachbelastung ausreichend reagieren kann.
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Torhüter

Im Tor wird man automatisch nach einer neuen Nummer 2 suchen müssen, da Weidenfeller seine Karriere beenden wird. Primärer Kandidat ist für mich dabei Reimann, der fußballerisch alles mitbringt, um bei einer Ballbesitzmannschaft ideal reinzupassen, zumal er auch torwartspezifisch in der Vorbereitung zu überzeugen wusste. Sicherlich ist das eine riskante Wahl, da man eine Nummer 2 auf der Bank schlecht entwickeln kann, was aber immer noch notwendig wäre. Allerdings gibt es zwei wesentliche Gründe, warum ich das Risiko eingehen würde. Erstens muss bei jedem Torhüter irgendwann ein größerer Schritt kommen, will er es in ein Bundesligator schaffen, für den mehr Erfahrung auf unterklassigem Niveau einfach nicht genügt, da ein Torhüter selten mit seinen Aufgaben wachsen kann, sondern traditionell irgendwann ins kalte Wasser geworfen werden muss. Daher würde ich die nächsten 2 Jahre nutzen, um Reimann die Chance als Bürki Herausforderer zu geben – dabei hat man meines Erachtens wenig zu verlieren. Zweitens bezweifle ich, dass Reimann seinen auslaufenden Vertrag verlängert, wenn er hier keine klare Perspektive bei den Profis hat und diese Perspektive sehe ich eigentlich nur in Weidenfellers Platz.

Dementsprechend würde ich mit ihm verlängern, ihn zur klaren Nummer 2 erklären und dahinter eine erfahrene Nummer 3 suchen, die auch durchaus Oldschool daher kommen dürfte. Augsburg bietet dafür 2 interessante Personalien, da Hitz seinen Vertrag derzeit nicht verlängert hat, womit er ablösefrei eine höchst erfahrene und hochwertige Lösung wäre oder man holt dessen BU Luthe, gegen eine geringe Ablöse, zurück in den Pott. Das hinge wohl maßgeblich davon ab, ob Hitz noch weiterhin auf seinen Status als Nummer 1 wert legt (damit wohl auch in Augsburg bleiben müsste) oder ob er sich eine andere Rolle bei einem größeren Verein vorstellen könnte, selbst wenn er wohl nie spielen wird. Die Diskussionen um Bürki sind für mich irrelevant, da ich hier kein machbares Upgrade sehe, sondern nur viele Möglichkeiten viel Geld dafür auszugeben, damit man bestenfalls dasselbe bekommt - Geld, das an anderer Stelle sinnvoller eingesetzt ist.
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Innenverteidigung

Ich rechne fest damit, dass Subotic den BVB im Winter – spätestens im Sommer - verlässt und im Sommer wird Sokratis folgen. Das liegt daran, dass ich bei beiden die Reise mit dem BVB als beendet ansehe. Bei Subotic ist klar weshalb, da es bei ihm mittlerweile an vielen Dingen fehlt, die es beim BVB benötigt. Bei Sokratis ist es auf den ersten Blick weniger klar, allerdings kommt er mir in den letzten 2 Jahren häufiger überfordert bzw. gestresst vor, wenn eine Angriffslawine nach der nächsten auf ihn zurollt, wofür er mitunter aber selbst verantwortlich ist, da er im Aufbau zu grobe Schwächen hat, durch die einige Probleme verursacht werden. Dadurch hat jeder Gegner 2 Optionen: entweder die IV totpressen oder alle außer Sokratis zustellen. Das Ergebnis ist meist dasselbe: Ballverluste, Konter bzw. postwendende Rückgabe Richtung Absender! Daher kann ich mir sehr gut vorstellen, dass es für beide Seiten gut wäre, wenn Sokratis seinen 2019 auslaufenden Vertrag nicht verlängert, sondern nochmal eine neue Herausforderung sucht (den Gedanken, dass er nach Liverpool geht, finde ich dabei recht charmant, allerdings auch irgendwie unrealistisch), da der BVB seine Schwächen nicht mehr (wie mit Hummels) kompensieren kann und seine Stärken auch nicht mehr 100% zur Geltung kommen.

Dafür würde ich Dendoncker holen, der als IV meines Erachtens nahezu alles bietet, was uns fehlt und gleichzeitig einiges auffangen könnte, was durch Sokratis verloren gehen würde. Gerade seine variablen Möglichkeiten im Aufbau würden unsere IV jedenfalls nicht mehr so ausrechenbar machen, da er mit jedem Fuß überall auf dem Platz Mitspieler finden kann oder auch mit Ball am Fuß ins Mittelfeld aufrücken kann, um statische Gegner, die sich zurückziehen und mit viel Manndeckung agieren, zum kollabieren zu bringen – womit er also wieder Freiräume für Mitspieler schaffen kann. Durch seine Kombination aus Physis und Technik ist er dafür auch ausreichend pressingresistent. Dadurch, dass er mit beiden Füßen saubere Bälle spielen kann, muss für mich auch kein weiterer Linksfuss her und allgemein denke ich, dass die IV für jede Situation nahezu perfekt aufgestellt ist. Mit Bartra und Toprak hat man erfahrene Spieler, mit Zagadou und Dendoncker umso mehr Potenzial, wobei man beide jetzt auch schon bedenkenlos bringen kann. Ich denke mit der Mischung, aber einer durchweg spielstarken IV, ist man für die nächsten Jahre dann sehr gut aufgestellt.
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Rechter Verteidiger

Diese Position wurde spät im Sommer doch noch angegangen, da man innerhalb des Vereins wohl realisiert hat, dass Passlack im letzten Jahr Rückschritte gemacht hat, deren Bereinigung - durch Spielpraxis - sich der BVB nicht erlauben konnte. Daher hat man mit Hoffenheim einen Deal gefunden, um sich einen bundesligaerfahrenen Mann zu sichern und gleichzeitig Passlack andernorts idealerweise mehr Spielpraxis zu ermöglichen – worum ich mir aktuell auch noch keine Sorgen mache. Das Problem ist nur: Toljan ist kein Spieler, der komplett ohne Probleme hier ankam und der auch nicht gerade den Spielertyp darstellt, den man für Bosz System gebrauchen kann – dafür reicht eigentlich ein simpler Vergleich der RV Situation bei Ajax im letzten Jahr, mit der des BVB. Allgemein ist Toljan auch nicht unbedingt die Ideallösung auf RV, aber ich denke, dass man ihm zumindest bis zu Passlacks Rückkehr Zeit geben sollte, um sich zu beweisen. Trotzdem muss man hier eine neue Lösung präsentieren, da Piszczek auch in dieser Saison ein zentraler Spieler ist, obwohl er vom Niveau nur noch solide ist und mit dem Weltklasse-RV vergangener Tage leider nichts mehr zu tun hat. Somit stellt RV derzeit weiterhin eine Position dar, die eine zu große Baustelle darstellt, um nicht angegangen zu werden.

Da man in den letzten Wochen immer wieder gesehen hat, wie anfällig man defensiv ist, wenn gegnerische Mannschaften die Abwehr überspielen, weil sie dort große, athletisch starke sowie meist schnelle und kopfballstarke Spieler postieren, die ihre physischen Vorteile auf dieser Position allzu leicht ausspielen können, wodurch der BVB eine enorme Schwäche anbietet, sobald das Pressing und Gegenpressing des BVB nicht greift, die es jedem Gegner erlaubt im Chaos seine erfolgreiche Taktik zu finden.
Daher sind auf dieser Position 3 Kriterien für mich extrem wichtig:

1. Kopfballstärke
2. Physis, um diese Kopfballstärke auch gegen große Stürmer umsetzen zu können
3. Antritt und Tempo

Piszczek ist vor allem deswegen noch gesetzt, weil er insgesamt in diesen Kategorien große Vorteile gegenüber seiner Konkurrenz hat, was nicht zuletzt einer der Gründe ist, warum er eine solide Saison spielt: mit ihm bietet man schließlich weniger Schwächen an und zwingt den Gegner strukturierter zu spielen, was in der Bundesliga den allermeisten Teams schwerfällt. Daher ist ein Typ Piszczek nicht so verkehrt, wenngleich in Sachen Passspiel, Pressingresistenz und Dynamik ein Upgrade notwendig ist.

Schließlich kommt dazu, dass man auch im Aufbau mehr als genug Probleme hatte, wenn die AV nicht als vernünftige Anspielstation herhalten können, die auch in engen Spielsituationen Ruhe und Übersicht behalten. Daran hapert es meines Erachtens, egal wer dort spielt - teils gewaltig -, sodass technische Fähigkeiten ebenfalls hoch gewichtet werden müssen, um gegnerischem Pressing ausreichend viel entgegen setzen zu können, damit der Ball wieder stärker in den eigenen Reihen gehalten wird. Nicht umsonst hatte ich daher in der letzten Saison noch Soares als spielintelligenten, technisch guten sowie defensivstarken RV immer wieder gefordert – zumal er hier recht sicher keine großen Anpassungsschwierigkeiten hätte. Das Problem ist nur, dass er mit etwas über 1,70 nicht wirklich die obigen Kriterien erfüllen kann. Zwar kann er vieles durch seine Zweikampfstärke am Boden und seine hohe Spielintelligenz lösen, allerdings befürchte ich, dass er nicht (mehr) genug lösen kann, sodass ich mittlerweile nicht mehr 100% überzeugt bin, dass er in der aktuellen Situation der Richtige ist. Wobei er wohl auch weiterhin schwer zu realisieren wäre, da Southampton seine Transferstrategie überdacht hat.

Dafür gibt es 2 andere Alternativen, die ich hochinteressant finde, wenngleich auch recht unterschiedlich. Einerseits Mukiele, den ich schon mal im oQ Thread vorgestellt habe, der ein sehr physischer RV wäre, mit einer Ausbildung als IV und notfalls auch als DM fähig, da er technisch stark ist und sich nur schwer unter Druck setzen lässt. Andererseits Henrichs, der in Leverkusen gerade zwar Probleme wegen Retsos hat, allerdings meines Erachtens mehr als genug Potenzial hat, um mal ein Spieler ohne echte Schwächen zu werden, der optimal in eine Ballbesitzmannschaft passt. Henrichs wäre somit ein Spieler, der wortwörtlich risikoaverser wäre, da er ein vergleichsweise ruhiger Spieler ist, der nur sehr wenige Fehler begeht, aber nach vorne nicht unbedingt viel riskiert – muss er aber auch gar nicht, wenn man bedenkt, dass man auf der anderen Seite Guerreiro hat, sodass eine Absicherung dazu gar nicht verkehrt wäre. Mukiele dahingegen ist ein vergleichsweise risikofreudiger Spieler, der sowohl offensiv als auch defensiv fast nur einen Weg kennt: nach vorne! Damit hat er dann auch mal den einen oder anderen defensiven Stellungsfehler mehr drin, da er häufig auf den Passweg spekuliert, anstatt den Gegenspieler zu stellen (was auch oft gut geht, aber eben nicht immer) und auch den einen oder anderen offensiven Ballverlust mehr, weil er primär die spielerische Lösung sucht. Daher sind beide Spieler am Ende doch recht unterschiedlich, wobei ich keine klare Präferenz habe und beide gut finden würde, wobei Mukiele günstiger sein dürfte und mit seiner durch viel Mut geprägten Mentalität auch noch einen Bonus mitbringen würde, der mir gut gefallen würde – wenngleich das auch mmer mal wieder nach hinten losgehen wird.

Da Durm den Verein bereits verlassen sollte, weil er schlichtweg nicht planbar ist und er nicht mehr für die notwendige Stammlösung in Frage kommt, bleibt meines Erachtens auch noch genug Platz für Toljan und Piszczek gleichermaßen. Schließlich ist Piszczek selbst auch nicht unbedingt dauerfit und andererseits fallen auch Guerreiro und Schmelzer häufiger aus, sodass Toljan als BU für beide Seiten absolut notwendig sein könnte, womit er auch nach wie vor seine Entwicklungsmöglichkeiten bekommen wird, sodass bei ihm erst 2019 eine Entscheidung fallen muss – Stichwort: Passlack. Diese könnten umso größer sein, wenn man bedenkt, dass in dieser Saison Subotic schon zum Einsatz kam, womit also in der IV ein 5. Mann benötigt wurde, der eigentlich nicht mehr vorgesehen ist. Sowohl Piszczek als auch Mukiele wären denkbare Optionen, um dort Ausfälle aufzufangen, die auch bspw. daraus resultieren könnten, dass Dendoncker als physische Alternative im DM benötigt wird – weswegen ich Burnic nochmal ein weiteres Jahr verleihen würde (ob nach Stuttgart, muss man aber erst mal noch abwarten!). Die Abwehr wäre somit sehr flexibel und für alle Situationen gerüstet, selbst wenn mal jemand ausfallen sollte oder – aktuell - komplizierte positionelle Engpässe drohen!
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Zentrales Mittelfeld

Im zentralen Mittelfeld gibt es meines Erachtens ein Problem mit der Zusammenstellung. Götze, Castro und Kagawa sind sich in vielen Bereichen etwas zu ähnlich, können allerdings nicht immer die benötigte Dynamik liefern und sind auch physisch häufiger im Nachteil. Ersteres bietet eigentlich nur Dahoud im ausreichenden Maß, der allerdings auch keinen BU hat und das eine oder andere Mal auch mit einer weiteren dynamischen Option neben sich umso mehr seiner Stärken einbringen könnte. Letzteres ist schwer zu bereinigen, will man auch noch entsprechende spielerische Qualität sicherstellen, allerdings sollte man schon darauf achten, dass man dahingehend bestehende Schwächen zumindest nicht noch weiter vergrößert. Dazu wäre auch ein Spieler wichtig, der in großen Spielen nicht untertaucht, sondern gerade dann zeigen will und kann, wie gut er ist.

Die eierlegende Wollmilchsau, die spielerisch über enormes Potenzial verfügt, aber auch dynamisch und physisch Stärken mitbringt, wäre Zakaria und damit der nächste Gladbacher ZM. Ich sehe bei ihm jedenfalls das Potenzial ein ziemlich kompletter Spieler zu werden, was aber wahrscheinlich auch schon das Problem ist. Denn Gladbach sieht das eben auch und wird ihn, nachdem sie ihn eh erst geholt haben, nur gegen absurde Summen abgeben, die er noch nicht unbedingt wert ist, da er aktuell dann eben doch noch kein fertiger Spieler ist. Das wird einige gut situierte Vereine – vor allem aus der PL - trotzdem nicht abschrecken, sodass ich davon ausgehe, dass der BVB leider keine Chance hat, weil man nicht mithalten kann, sobald die Gladbacher dann doch mal in Versuchung kommen sollten – was wohl noch nicht im nächsten Jahr sein wird, wobei der BVB keine Zeit zum warten hat. Auch Bentancur, den ich letztes Jahr in meinen Schmieden dabei hatte, kann man abhaken, da er sich bei Juve direkt für mehr Einsatzzeiten empfehlen konnte. Von Goretzka muss man sowieso gar nicht erst reden und wohl auf dem Markt verfügbare Spieler wie Can, Loftus-Cheek oder Renato Sanches sind auch nicht unbedingt realistisch, bringen uns aber sowieso nicht direkt ausreichend vorwärts bzw. erfüllen nicht jedes Kriterium, das wichtig ist.

Daher muss man wohl bei der physischen Komponente ein paar Abstriche machen und umso größeren Fokus auf die spielerischen und dynamischen Komponenten legen. Dabei fällt mir vor allem Soler aus Valencia ein, der physisch trotzdem nicht schwach ist, mit viel Einsatz auffällt, aber eben nicht die Statur der zuvor genannten Spieler mitbringt. Dafür ist er in dieser Saison einer der Gründe, warum Valencia die bisherige Überraschung der Saison in Spanien ist. Technisch ist er selbst auf engstem Raum ein extrem starker Spieler, der nur sehr schwer vom Ball zu trennen ist, jederzeit – also auch in dynamischen Situationen - mit Übersicht, Ruhe und enormen Selbstvertrauen agiert, weil er den Ball nicht hergeben will, sodass er aus beinahe jeder Situation den Gegner, mit sehr intelligenten und punktegenauen Pässen, sezieren kann. Zwar hat er noch einige Schwächen, jedoch würde ich die meisten unter Potenzial notieren. So könnte er das Spiel noch konstanter an sich reißen (aktuell lebt er eher für Aktionen, in die er alles reinsteckt), könnte im Abschluss noch zulegen und defensiv ist er zwar nicht schlecht, aber sicher nicht herausragend. Dennoch ist er ein Spielertyp, mit dem man sehr viel lieber in derselben Mannschaft spielt, weswegen ich für ihn bereit wäre eine neue Rekordablöse hinzulegen. Es wird jedenfalls nur wenige Spieler geben, die dermaßen Dynamik, Technik, Mentalität und Spielintelligenz mitbringen, weswegen klar sein sollte, dass mehr Geld denn je fließen müsste (vor allem wenn Valencia die CL erreichen sollte). Ich habe bei ihm jedoch die Hoffnung, dass er machbar ist und das fehlende Puzzleteil, um sich vor allem mit Dahoud und Götze perfekt zu ergänzen!

Dafür müsste dann nicht nur Rode weichen, sondern auch einer aus Kagawa und Castro. Beide haben immer wieder ihre Phasen in denen sie sehr wertvolle Beiträge für unser Spiel leisten, aber die sind selten vorhersehbar und leider auch allzu selten, zumal sie auch beide nicht primär über die Dynamik kommen. Vom Spielertyp sind sie deswegen, wie schon geschrieben, eher Götze BU, was aber dazu führt, dass der Kader an der Stelle nicht homogen genug ist. Mit Soler wäre das bereinigt, weswegen Kagawa und Castro meines Erachtens um ihre Zukunft beim BVB spielen müssen!
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Zugänge:

  • Hitz (ablösefrei) oder Luthe (1 Mio.)
  • Mukiele (15 Mio.) oder Henrichs (20-25 Mio.)
  • Dendoncker (20-25 Mio.)
  • Soler (40 Mio.)


Ausgaben: 75-91 Mio.

Abgänge:

  • Weidenfeller (Karriereende)
  • Sokratis (30 Mio.)
  • Subotic (ablösefrei)
  • Durm (3 Mio.)
  • Burnic (Leihe)
  • Rode (5 Mio.)
  • Merino (7 Mio.)
  • Kagawa oder Castro (15 Mio.)
  • Larsen (eventuell Leihe – dazu später mehr)
  • Schürrle (20-25 Mio.)


Einnahmen: 80-85 Mio., wobei man bedenken sollte, dass von der Dembele Ablöse meiner Einschätzung nach noch genug vorhanden sein sollten, sodass die Ausgaben durch die Einnahmen auf alle Fälle vollauf gedeckt sind!
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Der Kader sähe dann so aus:

Tor: Bürki, Reimann, Hitz/Luthe
IV: Bartra, Toprak, Dendoncker, Zagadou
RV/LV: Mukiele/Henrichs, Piszczek, Toljan, Guerreiro, Schmelzer
DM/ZM: Weigl, Sahin, Dahoud, Götze, Soler, Castro/Kagawa
RA/LA: Reus, Pulisic, Philipp, Yarmolenko, Sancho
MS: Aubameyang, Isak

Damit wäre der Kader also auf die anvisierten 25 Spieler geschrumpft, möglichst homogen aufgestellt, hätte dynamisch und physisch gleichermaßen gewonnen, wie auch spielerisch!
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Abschließend muss man meines Erachtens auch noch ausführlich die Personalien Reus und Aubameyang diskutieren. Bei Reus steht die nächste Verlängerung an oder er sucht sich doch nochmal eine neue Herausforderung. Bei Aubameyang sieht es relativ ähnlich aus, auch wenn hier keine Verlängerung ansteht, da er bereits im letzten Sommer sehr laut nachgedacht hat, dass er sich etwas Neues vorstellen könne. Bei Beiden tue ich mich sehr schwer den optimalen Nachfolger zu finden, denke allerdings, dass es jeweils genug Potenziale gibt, warum man sich, trotz der Qualität, die verloren gehen würde, verbessern kann, weil man nicht nur Stärken verliert. Schließlich ist Reus mittlerweile fast schon traditionell mindestens eine halbe Saison raus und ich habe den Glauben verloren, dass das nochmal anders wird. Einerseits ist Reus sportliche Bedeutung damit mittlerweile so gering, weil er kaum planbar ist, sodass man seinen Kaderplatz genauso gut mit einem Talent besetzen könnte, das Reus ehemalige sportliche Bedeutung in einiger Zeit erreichen könnte, da man auch ohne Reus relativ breit aufgestellt ist (Pulisic, Philipp und Yarmolenko sind eine gute Rotation und auch Sancho wird seinen Weg bis zur nächsten Saison gehen, sodass auch er Teil der Rotation sein sollte). Andererseits hat Reus, wenn er fit ist, eben doch mehr Qualität als die meisten Spieler und vor allem für die Marke BVB ist er nach wie vor alles andere als unwichtig – wie auch Kagawa.

Für mich ist es daher schwer zu sagen, was die optimale Entscheidung ist und ob man unbedingt einen Nachfolger benötigt, wenn er nicht, zu für den BVB akzeptablen Bedingungen (Gehaltssteigerungen sind definitiv nicht drin), verlängern will. Zwar muss man dann meines Erachtens definitiv eine Ablöse mitnehmen, allerdings wird diese sicherlich nicht so hoch ausfallen, dass man davon ähnliche Qualität bekommt und man braucht sie meines Erachtens auch gar nicht unbedingt (sofort). Daher macht es wahrscheinlich gar keinen Sinn Reus direkt zu ersetzen zu versuchen, sondern - wenn überhaupt - lieber holt man noch ein Talent oder setzt auf Larsen (bei dem ich aktuell allerdings eine Leihe als sinnvoller ansehe, weil er mir nicht unbedingt als Teil der aktuellen Profimannschaft vorkommt und ich nicht unbedingt sehe, ob und wo er sonst eine Perspektive hat – trotz seines Talents). Sollte man sich extern bedienen, macht meines Erachtens fast nur ein dynamischer Spieler Sinn, der vor allem auf engem Raum im 1gg1 Lücken reißen kann und primär eher der Typ Vorbereiter ist.

Den kann ich mir auch vorstellen, falls Aubameyang gehen sollte. Denn er könnte gehen, weil er vielleicht (aus seiner Perspektive) einerseits was Neues machen will und andererseits vom Typ nur sehr schwer in ein Ballbesitzsystem passt, wenn man seine Schwächen nicht ausbalancieren kann. Das fällt dem BVB meines Erachtens in dieser Saison schwer, was nicht unbedingt an Aubameyang selbst sichtbar wird – unabhängig davon, dass er gerade Flaute hat -, sondern an den Spielern neben ihm. So hat Aubameyang zwar weiterhin viele Chancen – auch unverändert viele Großchancen -, allerdings fällt halt umso mehr auf, dass neben ihm viel Aufwand betrieben wird, um ihn zu füttern, während diese Spieler selbst nicht perfekt zur Geltung kommen. Gerade ein Pulisic oder Yarmolenko können meines Erachtens noch weitaus torgefährlicher auftreten, wenn im Zentrum ein Stürmer wäre, der ein besserer Vorbereiter ist, der also Räume für die Außen reißen kann und für sie Chancen kreiert. Der ist Aubameyang jedoch nicht, da er komplett vom Rest abhängig ist, weswegen ich nicht glaube, dass die Potenziale der Mannschaft vorne voll ausgeschöpft werden. Das wäre eher der Fall, wenn mehr Verantwortung auf mehr Köpfe verteilt wird, wodurch letztendlich auch Unabhängigkeit von einzelnen Spielern erst entstehen kann. Denn gerade das merkt man aktuell: man ist von Aubameyang und seinen Toren abhängig, was eben auch – oder vor allem – daran liegt, dass Aubameyang ohne seine Tore dem Spiel des BVB kaum etwas liefern kann!

Daher sollte man meines Erachtens – bedingt durch die beiden Neuzugänge Yarmolenko und Philipp, die sehr gute Abschlussspieler sind – nicht mehr unbedingt über einen Stürmertyp reden, der vor allem von seinem eigenen Abschluss lebt. Rückblickend wundert mich jedenfalls nicht mehr, warum man so sehr hinter Augustin her war, wenn man die sonstigen Zugänge bedenkt. Das hätte von der Zusammensetzung einfach sehr viel Sinn gemacht, während die Transferstrategie so wie sie war irgendwie etwas unvollständig daher kam – wahrscheinlich aber auch durch den Zeitdruck bedingt, der in den letzten 2-3 Wochen des Transferfensters entstand. Da Isak noch nicht ganz soweit ist, dass man ihm die Schlüssel überreicht, er dennoch Einsatzzeit benötigt und der BVB eventuell (wenn Reus auch noch gehen sollte) auf den Außen mehr Platz hat, macht höchstwahrscheinlich (dann müsste man Larsen aber doch verleihen) ein Hybrid in der Nachfolge viel Sinn, der alle Offensivpositionen spielen kann, aber mehr Qualität im 1gg1 und als Spielmacher mitbringt, denn als Vollstrecker. Dabei fallen mir aber derzeit eher Talente ein, die noch nicht unbedingt die prominenteste Rolle spielen, weswegen ich im Moment nur mal ein paar grobe Ideen vorstellen will, in welche Richtungen es gehen könnte. 2 interessante Kandidaten spielen wiederum für Valencia: Santi Mina sowie Guedes. Ein anderer Kandidat wäre Thuram, der momentan in Guingamp spielt.

Santi Mina bekommt aktuell nicht allzu große Spielanteile, weswegen er definitiv machbar sein sollte, spielte zuletzt allerdings hocheffizient, agiert grundsätzlich offensiv sowie defensiv mit viel Einsatz und Präsenz, kann für sich und andere Spieler Chancen kreieren und bringt viel Dynamik und Athletik mit. Damit gleicht er meines Erachtens auch ganz gut aus, dass er nicht allzu konstant selbst torgefährlich wird, da er vor dem Tor nicht die besten Laufwege macht, obwohl er ansonsten ein Spieler ist, der sich sehr auf seine Intuition verlässt (dadurch teils zu viele Fehlentscheidungen und damit Ballverluste hat) und defensiv muss man ihm sicher auch noch einiges beibringen! Grundsätzlich aber ein hochinteressanter Stürmer für den BVB, um jemanden zu haben, der von allem etwas kann und noch jede Menge Potenzial mitbringt!

Guedes dürften hier mehr kennen, der derzeit von PSG an Valencia ausgeliehen ist, aber in Paris kaum eine Zukunft mehr haben dürfte. Für die Außen ist mir Guedes insgesamt zu langsam, im Zentrum ist er nicht unbedingt der abschlussstärkste Spieler, aber er ist halt kaum vom Ball zu trennen, ist im 1gg1 und Kombinationsspiel stark und auch defensiv mittlerweile ganz gut zu gebrauchen. Kurzum: ich denke mit seinem Spielertyp kann man, trotz eher geringer physischer Dynamik, sehr viel anfangen, da er einerseits für Isak als echter MS Platz bietet, andererseits das Beste von Yarmolenko, Philipp und Pulisic zum Vorschein bringen sollte!

Thuram dürfte einigen bekannt vorkommen, da sein Vater mit Vornamen Lilian heißt. Anders als sein Vater ist Marcus allerdings ein echter Stürmer, der vorne alle Positionen spielen kann, aber mit seiner Gesamtpaket für den MS prädestiniert ist, als der er in Guingamp nun auch eingesetzt wird, nachdem er in Sochaux noch recht häufig auf den Außen ran musste. Ob Größe, Kraft, Athletik, Dynamik, Technik, das komplette Grundpaket ist vorhanden (für seine Größe ist er auch recht beweglich), womit er in der Luft und in Dribblings bereits richtig stark ist und Lücken für seine Mitspieler reißen kann, die er aber auch – vor allem an Dribblings anschließend –recht gut einsetzen kann! Mit seinen 20 Jahren ist er trotzdem in einigen Bereichen noch etwas arg roh und nicht so wahnsinnig viel weiter als Isak: so ist sein Abschluss noch stark ausbaufähig, da er zwar durchaus gute Laufwege macht, allerdings Ruhe, Kraft und Präzision zu wünschen übrig lassen, sein Passspiel ist ausbaufähig, sodass gute Ideen häufiger schlecht umgesetzt werden und die Defensivstärke des Vaters ist scheinbar nicht übermäßig vererbt worden – zumindest macht er bei Guingamp defensiv nicht allzu viel. Trotzdem sollte man auch ihn im Auge behalten, da die Grundvoraussetzungen bei ihm selten komplett sind und er einer der Spieler ist, bei denen ich mir in dieser Saison noch größere Sprünge vorstellen könnte, sodass er durchaus ein Kandidat sein könnte, der für den BVB schon im nächsten Sommer interessant wird, selbst wenn er es Stand heute noch nicht beim BVB packen würde!


Sehr interessante Vorschläge und wie immer schön zu lesen. Danke dafür.

Ich sehe, dass wir ungefähr die selben Vorstellungen haben auf welchen Positionen wir Nachholbedarf haben (RV & ZM) und auch ungefähr nach dem selben Profil Ausschau halten.

Mukiele muss ich mir nun unbedingt mal selbst anschauen, wobei mir Henrichs auch mal wieder als deutscher Nationalspieler lieber wäre.

Was hälst du im zentralen Mittelfeld denn von Ander Herrera?
Der würde doch perfekt in das Anforderungsprofil passen und wäre sogar ablösefrei zu haben. Da müsste man natürlich jetzt schon längst dran sein um eine Rückkehr nach Spanien zu verhindern, aber mit der entsprechenden Wertschätzung und Bartra sowie Capellas in unseren Reihen könnte man da noch dazwischenfunken.

Im Tor halte ich Luthe und speziell Hitz als für zu stark und selbstbewusst um sich als Nr. 3 bei uns noch einen schönen Karriereabend zu machen. Da müssen wir wohl eher in die 3. Liga schauen um einen Karriere zu finden, der bereits mit der Profi-Karriere abschließt.

•     •     •

"Die beste Mannschaft ist immer eine Schnittmenge aus den besten Fußballern und den besten kickenden Komplementären."
Zitat von Wuldor
Kaderschmiede 2017/2018 |#1997
03.11.2017 - 09:02 Uhr
Zitat von Tobi Deluxe
Zitat von BVBBC

Es wird Zeit für eine neue Kaderschmiede, da die neue Saison doch noch einige Baustellen aufzeigt, die vor der Saison nicht optimal gelöst wurden. Aktuell fehlt mir jedenfalls in jedem Mannschaftsteil vor allem Spielstärke, aber auch mental, physisch und dynamisch könnte es in vielen Bereichen mehr sein. Der Kader muss meines Erachtens zudem spielerisch nun endlich an die Anforderungen eines Ballbesitzsystems angepasst werden, wofür einige Schwächen, die derzeit schwer oder gar nicht ausbalancierbar sind, angegangen werden müssen, selbst wenn es dabei alte Helden trifft. Außerdem muss der Kader ausgedünnt werden, da es einige Spieler zu viel gibt, um einen gesunden Wettkampf zu erzeugen, wobei es diesen Wettbewerb teils gar nicht gibt, da diese Spieler eh häufig verletzt sind und daher vor allem Budget kosten. Ziel ist daher ein 25er Kader, der auf Ausfälle und Mehrfachbelastung ausreichend reagieren kann.
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Torhüter

Im Tor wird man automatisch nach einer neuen Nummer 2 suchen müssen, da Weidenfeller seine Karriere beenden wird. Primärer Kandidat ist für mich dabei Reimann, der fußballerisch alles mitbringt, um bei einer Ballbesitzmannschaft ideal reinzupassen, zumal er auch torwartspezifisch in der Vorbereitung zu überzeugen wusste. Sicherlich ist das eine riskante Wahl, da man eine Nummer 2 auf der Bank schlecht entwickeln kann, was aber immer noch notwendig wäre. Allerdings gibt es zwei wesentliche Gründe, warum ich das Risiko eingehen würde. Erstens muss bei jedem Torhüter irgendwann ein größerer Schritt kommen, will er es in ein Bundesligator schaffen, für den mehr Erfahrung auf unterklassigem Niveau einfach nicht genügt, da ein Torhüter selten mit seinen Aufgaben wachsen kann, sondern traditionell irgendwann ins kalte Wasser geworfen werden muss. Daher würde ich die nächsten 2 Jahre nutzen, um Reimann die Chance als Bürki Herausforderer zu geben – dabei hat man meines Erachtens wenig zu verlieren. Zweitens bezweifle ich, dass Reimann seinen auslaufenden Vertrag verlängert, wenn er hier keine klare Perspektive bei den Profis hat und diese Perspektive sehe ich eigentlich nur in Weidenfellers Platz.

Dementsprechend würde ich mit ihm verlängern, ihn zur klaren Nummer 2 erklären und dahinter eine erfahrene Nummer 3 suchen, die auch durchaus Oldschool daher kommen dürfte. Augsburg bietet dafür 2 interessante Personalien, da Hitz seinen Vertrag derzeit nicht verlängert hat, womit er ablösefrei eine höchst erfahrene und hochwertige Lösung wäre oder man holt dessen BU Luthe, gegen eine geringe Ablöse, zurück in den Pott. Das hinge wohl maßgeblich davon ab, ob Hitz noch weiterhin auf seinen Status als Nummer 1 wert legt (damit wohl auch in Augsburg bleiben müsste) oder ob er sich eine andere Rolle bei einem größeren Verein vorstellen könnte, selbst wenn er wohl nie spielen wird. Die Diskussionen um Bürki sind für mich irrelevant, da ich hier kein machbares Upgrade sehe, sondern nur viele Möglichkeiten viel Geld dafür auszugeben, damit man bestenfalls dasselbe bekommt - Geld, das an anderer Stelle sinnvoller eingesetzt ist.
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Innenverteidigung

Ich rechne fest damit, dass Subotic den BVB im Winter – spätestens im Sommer - verlässt und im Sommer wird Sokratis folgen. Das liegt daran, dass ich bei beiden die Reise mit dem BVB als beendet ansehe. Bei Subotic ist klar weshalb, da es bei ihm mittlerweile an vielen Dingen fehlt, die es beim BVB benötigt. Bei Sokratis ist es auf den ersten Blick weniger klar, allerdings kommt er mir in den letzten 2 Jahren häufiger überfordert bzw. gestresst vor, wenn eine Angriffslawine nach der nächsten auf ihn zurollt, wofür er mitunter aber selbst verantwortlich ist, da er im Aufbau zu grobe Schwächen hat, durch die einige Probleme verursacht werden. Dadurch hat jeder Gegner 2 Optionen: entweder die IV totpressen oder alle außer Sokratis zustellen. Das Ergebnis ist meist dasselbe: Ballverluste, Konter bzw. postwendende Rückgabe Richtung Absender! Daher kann ich mir sehr gut vorstellen, dass es für beide Seiten gut wäre, wenn Sokratis seinen 2019 auslaufenden Vertrag nicht verlängert, sondern nochmal eine neue Herausforderung sucht (den Gedanken, dass er nach Liverpool geht, finde ich dabei recht charmant, allerdings auch irgendwie unrealistisch), da der BVB seine Schwächen nicht mehr (wie mit Hummels) kompensieren kann und seine Stärken auch nicht mehr 100% zur Geltung kommen.

Dafür würde ich Dendoncker holen, der als IV meines Erachtens nahezu alles bietet, was uns fehlt und gleichzeitig einiges auffangen könnte, was durch Sokratis verloren gehen würde. Gerade seine variablen Möglichkeiten im Aufbau würden unsere IV jedenfalls nicht mehr so ausrechenbar machen, da er mit jedem Fuß überall auf dem Platz Mitspieler finden kann oder auch mit Ball am Fuß ins Mittelfeld aufrücken kann, um statische Gegner, die sich zurückziehen und mit viel Manndeckung agieren, zum kollabieren zu bringen – womit er also wieder Freiräume für Mitspieler schaffen kann. Durch seine Kombination aus Physis und Technik ist er dafür auch ausreichend pressingresistent. Dadurch, dass er mit beiden Füßen saubere Bälle spielen kann, muss für mich auch kein weiterer Linksfuss her und allgemein denke ich, dass die IV für jede Situation nahezu perfekt aufgestellt ist. Mit Bartra und Toprak hat man erfahrene Spieler, mit Zagadou und Dendoncker umso mehr Potenzial, wobei man beide jetzt auch schon bedenkenlos bringen kann. Ich denke mit der Mischung, aber einer durchweg spielstarken IV, ist man für die nächsten Jahre dann sehr gut aufgestellt.
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Rechter Verteidiger

Diese Position wurde spät im Sommer doch noch angegangen, da man innerhalb des Vereins wohl realisiert hat, dass Passlack im letzten Jahr Rückschritte gemacht hat, deren Bereinigung - durch Spielpraxis - sich der BVB nicht erlauben konnte. Daher hat man mit Hoffenheim einen Deal gefunden, um sich einen bundesligaerfahrenen Mann zu sichern und gleichzeitig Passlack andernorts idealerweise mehr Spielpraxis zu ermöglichen – worum ich mir aktuell auch noch keine Sorgen mache. Das Problem ist nur: Toljan ist kein Spieler, der komplett ohne Probleme hier ankam und der auch nicht gerade den Spielertyp darstellt, den man für Bosz System gebrauchen kann – dafür reicht eigentlich ein simpler Vergleich der RV Situation bei Ajax im letzten Jahr, mit der des BVB. Allgemein ist Toljan auch nicht unbedingt die Ideallösung auf RV, aber ich denke, dass man ihm zumindest bis zu Passlacks Rückkehr Zeit geben sollte, um sich zu beweisen. Trotzdem muss man hier eine neue Lösung präsentieren, da Piszczek auch in dieser Saison ein zentraler Spieler ist, obwohl er vom Niveau nur noch solide ist und mit dem Weltklasse-RV vergangener Tage leider nichts mehr zu tun hat. Somit stellt RV derzeit weiterhin eine Position dar, die eine zu große Baustelle darstellt, um nicht angegangen zu werden.

Da man in den letzten Wochen immer wieder gesehen hat, wie anfällig man defensiv ist, wenn gegnerische Mannschaften die Abwehr überspielen, weil sie dort große, athletisch starke sowie meist schnelle und kopfballstarke Spieler postieren, die ihre physischen Vorteile auf dieser Position allzu leicht ausspielen können, wodurch der BVB eine enorme Schwäche anbietet, sobald das Pressing und Gegenpressing des BVB nicht greift, die es jedem Gegner erlaubt im Chaos seine erfolgreiche Taktik zu finden.
Daher sind auf dieser Position 3 Kriterien für mich extrem wichtig:

1. Kopfballstärke
2. Physis, um diese Kopfballstärke auch gegen große Stürmer umsetzen zu können
3. Antritt und Tempo

Piszczek ist vor allem deswegen noch gesetzt, weil er insgesamt in diesen Kategorien große Vorteile gegenüber seiner Konkurrenz hat, was nicht zuletzt einer der Gründe ist, warum er eine solide Saison spielt: mit ihm bietet man schließlich weniger Schwächen an und zwingt den Gegner strukturierter zu spielen, was in der Bundesliga den allermeisten Teams schwerfällt. Daher ist ein Typ Piszczek nicht so verkehrt, wenngleich in Sachen Passspiel, Pressingresistenz und Dynamik ein Upgrade notwendig ist.

Schließlich kommt dazu, dass man auch im Aufbau mehr als genug Probleme hatte, wenn die AV nicht als vernünftige Anspielstation herhalten können, die auch in engen Spielsituationen Ruhe und Übersicht behalten. Daran hapert es meines Erachtens, egal wer dort spielt - teils gewaltig -, sodass technische Fähigkeiten ebenfalls hoch gewichtet werden müssen, um gegnerischem Pressing ausreichend viel entgegen setzen zu können, damit der Ball wieder stärker in den eigenen Reihen gehalten wird. Nicht umsonst hatte ich daher in der letzten Saison noch Soares als spielintelligenten, technisch guten sowie defensivstarken RV immer wieder gefordert – zumal er hier recht sicher keine großen Anpassungsschwierigkeiten hätte. Das Problem ist nur, dass er mit etwas über 1,70 nicht wirklich die obigen Kriterien erfüllen kann. Zwar kann er vieles durch seine Zweikampfstärke am Boden und seine hohe Spielintelligenz lösen, allerdings befürchte ich, dass er nicht (mehr) genug lösen kann, sodass ich mittlerweile nicht mehr 100% überzeugt bin, dass er in der aktuellen Situation der Richtige ist. Wobei er wohl auch weiterhin schwer zu realisieren wäre, da Southampton seine Transferstrategie überdacht hat.

Dafür gibt es 2 andere Alternativen, die ich hochinteressant finde, wenngleich auch recht unterschiedlich. Einerseits Mukiele, den ich schon mal im oQ Thread vorgestellt habe, der ein sehr physischer RV wäre, mit einer Ausbildung als IV und notfalls auch als DM fähig, da er technisch stark ist und sich nur schwer unter Druck setzen lässt. Andererseits Henrichs, der in Leverkusen gerade zwar Probleme wegen Retsos hat, allerdings meines Erachtens mehr als genug Potenzial hat, um mal ein Spieler ohne echte Schwächen zu werden, der optimal in eine Ballbesitzmannschaft passt. Henrichs wäre somit ein Spieler, der wortwörtlich risikoaverser wäre, da er ein vergleichsweise ruhiger Spieler ist, der nur sehr wenige Fehler begeht, aber nach vorne nicht unbedingt viel riskiert – muss er aber auch gar nicht, wenn man bedenkt, dass man auf der anderen Seite Guerreiro hat, sodass eine Absicherung dazu gar nicht verkehrt wäre. Mukiele dahingegen ist ein vergleichsweise risikofreudiger Spieler, der sowohl offensiv als auch defensiv fast nur einen Weg kennt: nach vorne! Damit hat er dann auch mal den einen oder anderen defensiven Stellungsfehler mehr drin, da er häufig auf den Passweg spekuliert, anstatt den Gegenspieler zu stellen (was auch oft gut geht, aber eben nicht immer) und auch den einen oder anderen offensiven Ballverlust mehr, weil er primär die spielerische Lösung sucht. Daher sind beide Spieler am Ende doch recht unterschiedlich, wobei ich keine klare Präferenz habe und beide gut finden würde, wobei Mukiele günstiger sein dürfte und mit seiner durch viel Mut geprägten Mentalität auch noch einen Bonus mitbringen würde, der mir gut gefallen würde – wenngleich das auch mmer mal wieder nach hinten losgehen wird.

Da Durm den Verein bereits verlassen sollte, weil er schlichtweg nicht planbar ist und er nicht mehr für die notwendige Stammlösung in Frage kommt, bleibt meines Erachtens auch noch genug Platz für Toljan und Piszczek gleichermaßen. Schließlich ist Piszczek selbst auch nicht unbedingt dauerfit und andererseits fallen auch Guerreiro und Schmelzer häufiger aus, sodass Toljan als BU für beide Seiten absolut notwendig sein könnte, womit er auch nach wie vor seine Entwicklungsmöglichkeiten bekommen wird, sodass bei ihm erst 2019 eine Entscheidung fallen muss – Stichwort: Passlack. Diese könnten umso größer sein, wenn man bedenkt, dass in dieser Saison Subotic schon zum Einsatz kam, womit also in der IV ein 5. Mann benötigt wurde, der eigentlich nicht mehr vorgesehen ist. Sowohl Piszczek als auch Mukiele wären denkbare Optionen, um dort Ausfälle aufzufangen, die auch bspw. daraus resultieren könnten, dass Dendoncker als physische Alternative im DM benötigt wird – weswegen ich Burnic nochmal ein weiteres Jahr verleihen würde (ob nach Stuttgart, muss man aber erst mal noch abwarten!). Die Abwehr wäre somit sehr flexibel und für alle Situationen gerüstet, selbst wenn mal jemand ausfallen sollte oder – aktuell - komplizierte positionelle Engpässe drohen!
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Zentrales Mittelfeld

Im zentralen Mittelfeld gibt es meines Erachtens ein Problem mit der Zusammenstellung. Götze, Castro und Kagawa sind sich in vielen Bereichen etwas zu ähnlich, können allerdings nicht immer die benötigte Dynamik liefern und sind auch physisch häufiger im Nachteil. Ersteres bietet eigentlich nur Dahoud im ausreichenden Maß, der allerdings auch keinen BU hat und das eine oder andere Mal auch mit einer weiteren dynamischen Option neben sich umso mehr seiner Stärken einbringen könnte. Letzteres ist schwer zu bereinigen, will man auch noch entsprechende spielerische Qualität sicherstellen, allerdings sollte man schon darauf achten, dass man dahingehend bestehende Schwächen zumindest nicht noch weiter vergrößert. Dazu wäre auch ein Spieler wichtig, der in großen Spielen nicht untertaucht, sondern gerade dann zeigen will und kann, wie gut er ist.

Die eierlegende Wollmilchsau, die spielerisch über enormes Potenzial verfügt, aber auch dynamisch und physisch Stärken mitbringt, wäre Zakaria und damit der nächste Gladbacher ZM. Ich sehe bei ihm jedenfalls das Potenzial ein ziemlich kompletter Spieler zu werden, was aber wahrscheinlich auch schon das Problem ist. Denn Gladbach sieht das eben auch und wird ihn, nachdem sie ihn eh erst geholt haben, nur gegen absurde Summen abgeben, die er noch nicht unbedingt wert ist, da er aktuell dann eben doch noch kein fertiger Spieler ist. Das wird einige gut situierte Vereine – vor allem aus der PL - trotzdem nicht abschrecken, sodass ich davon ausgehe, dass der BVB leider keine Chance hat, weil man nicht mithalten kann, sobald die Gladbacher dann doch mal in Versuchung kommen sollten – was wohl noch nicht im nächsten Jahr sein wird, wobei der BVB keine Zeit zum warten hat. Auch Bentancur, den ich letztes Jahr in meinen Schmieden dabei hatte, kann man abhaken, da er sich bei Juve direkt für mehr Einsatzzeiten empfehlen konnte. Von Goretzka muss man sowieso gar nicht erst reden und wohl auf dem Markt verfügbare Spieler wie Can, Loftus-Cheek oder Renato Sanches sind auch nicht unbedingt realistisch, bringen uns aber sowieso nicht direkt ausreichend vorwärts bzw. erfüllen nicht jedes Kriterium, das wichtig ist.

Daher muss man wohl bei der physischen Komponente ein paar Abstriche machen und umso größeren Fokus auf die spielerischen und dynamischen Komponenten legen. Dabei fällt mir vor allem Soler aus Valencia ein, der physisch trotzdem nicht schwach ist, mit viel Einsatz auffällt, aber eben nicht die Statur der zuvor genannten Spieler mitbringt. Dafür ist er in dieser Saison einer der Gründe, warum Valencia die bisherige Überraschung der Saison in Spanien ist. Technisch ist er selbst auf engstem Raum ein extrem starker Spieler, der nur sehr schwer vom Ball zu trennen ist, jederzeit – also auch in dynamischen Situationen - mit Übersicht, Ruhe und enormen Selbstvertrauen agiert, weil er den Ball nicht hergeben will, sodass er aus beinahe jeder Situation den Gegner, mit sehr intelligenten und punktegenauen Pässen, sezieren kann. Zwar hat er noch einige Schwächen, jedoch würde ich die meisten unter Potenzial notieren. So könnte er das Spiel noch konstanter an sich reißen (aktuell lebt er eher für Aktionen, in die er alles reinsteckt), könnte im Abschluss noch zulegen und defensiv ist er zwar nicht schlecht, aber sicher nicht herausragend. Dennoch ist er ein Spielertyp, mit dem man sehr viel lieber in derselben Mannschaft spielt, weswegen ich für ihn bereit wäre eine neue Rekordablöse hinzulegen. Es wird jedenfalls nur wenige Spieler geben, die dermaßen Dynamik, Technik, Mentalität und Spielintelligenz mitbringen, weswegen klar sein sollte, dass mehr Geld denn je fließen müsste (vor allem wenn Valencia die CL erreichen sollte). Ich habe bei ihm jedoch die Hoffnung, dass er machbar ist und das fehlende Puzzleteil, um sich vor allem mit Dahoud und Götze perfekt zu ergänzen!

Dafür müsste dann nicht nur Rode weichen, sondern auch einer aus Kagawa und Castro. Beide haben immer wieder ihre Phasen in denen sie sehr wertvolle Beiträge für unser Spiel leisten, aber die sind selten vorhersehbar und leider auch allzu selten, zumal sie auch beide nicht primär über die Dynamik kommen. Vom Spielertyp sind sie deswegen, wie schon geschrieben, eher Götze BU, was aber dazu führt, dass der Kader an der Stelle nicht homogen genug ist. Mit Soler wäre das bereinigt, weswegen Kagawa und Castro meines Erachtens um ihre Zukunft beim BVB spielen müssen!
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Zugänge:

  • Hitz (ablösefrei) oder Luthe (1 Mio.)
  • Mukiele (15 Mio.) oder Henrichs (20-25 Mio.)
  • Dendoncker (20-25 Mio.)
  • Soler (40 Mio.)


Ausgaben: 75-91 Mio.

Abgänge:

  • Weidenfeller (Karriereende)
  • Sokratis (30 Mio.)
  • Subotic (ablösefrei)
  • Durm (3 Mio.)
  • Burnic (Leihe)
  • Rode (5 Mio.)
  • Merino (7 Mio.)
  • Kagawa oder Castro (15 Mio.)
  • Larsen (eventuell Leihe – dazu später mehr)
  • Schürrle (20-25 Mio.)


Einnahmen: 80-85 Mio., wobei man bedenken sollte, dass von der Dembele Ablöse meiner Einschätzung nach noch genug vorhanden sein sollten, sodass die Ausgaben durch die Einnahmen auf alle Fälle vollauf gedeckt sind!
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Der Kader sähe dann so aus:

Tor: Bürki, Reimann, Hitz/Luthe
IV: Bartra, Toprak, Dendoncker, Zagadou
RV/LV: Mukiele/Henrichs, Piszczek, Toljan, Guerreiro, Schmelzer
DM/ZM: Weigl, Sahin, Dahoud, Götze, Soler, Castro/Kagawa
RA/LA: Reus, Pulisic, Philipp, Yarmolenko, Sancho
MS: Aubameyang, Isak

Damit wäre der Kader also auf die anvisierten 25 Spieler geschrumpft, möglichst homogen aufgestellt, hätte dynamisch und physisch gleichermaßen gewonnen, wie auch spielerisch!
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Abschließend muss man meines Erachtens auch noch ausführlich die Personalien Reus und Aubameyang diskutieren. Bei Reus steht die nächste Verlängerung an oder er sucht sich doch nochmal eine neue Herausforderung. Bei Aubameyang sieht es relativ ähnlich aus, auch wenn hier keine Verlängerung ansteht, da er bereits im letzten Sommer sehr laut nachgedacht hat, dass er sich etwas Neues vorstellen könne. Bei Beiden tue ich mich sehr schwer den optimalen Nachfolger zu finden, denke allerdings, dass es jeweils genug Potenziale gibt, warum man sich, trotz der Qualität, die verloren gehen würde, verbessern kann, weil man nicht nur Stärken verliert. Schließlich ist Reus mittlerweile fast schon traditionell mindestens eine halbe Saison raus und ich habe den Glauben verloren, dass das nochmal anders wird. Einerseits ist Reus sportliche Bedeutung damit mittlerweile so gering, weil er kaum planbar ist, sodass man seinen Kaderplatz genauso gut mit einem Talent besetzen könnte, das Reus ehemalige sportliche Bedeutung in einiger Zeit erreichen könnte, da man auch ohne Reus relativ breit aufgestellt ist (Pulisic, Philipp und Yarmolenko sind eine gute Rotation und auch Sancho wird seinen Weg bis zur nächsten Saison gehen, sodass auch er Teil der Rotation sein sollte). Andererseits hat Reus, wenn er fit ist, eben doch mehr Qualität als die meisten Spieler und vor allem für die Marke BVB ist er nach wie vor alles andere als unwichtig – wie auch Kagawa.

Für mich ist es daher schwer zu sagen, was die optimale Entscheidung ist und ob man unbedingt einen Nachfolger benötigt, wenn er nicht, zu für den BVB akzeptablen Bedingungen (Gehaltssteigerungen sind definitiv nicht drin), verlängern will. Zwar muss man dann meines Erachtens definitiv eine Ablöse mitnehmen, allerdings wird diese sicherlich nicht so hoch ausfallen, dass man davon ähnliche Qualität bekommt und man braucht sie meines Erachtens auch gar nicht unbedingt (sofort). Daher macht es wahrscheinlich gar keinen Sinn Reus direkt zu ersetzen zu versuchen, sondern - wenn überhaupt - lieber holt man noch ein Talent oder setzt auf Larsen (bei dem ich aktuell allerdings eine Leihe als sinnvoller ansehe, weil er mir nicht unbedingt als Teil der aktuellen Profimannschaft vorkommt und ich nicht unbedingt sehe, ob und wo er sonst eine Perspektive hat – trotz seines Talents). Sollte man sich extern bedienen, macht meines Erachtens fast nur ein dynamischer Spieler Sinn, der vor allem auf engem Raum im 1gg1 Lücken reißen kann und primär eher der Typ Vorbereiter ist.

Den kann ich mir auch vorstellen, falls Aubameyang gehen sollte. Denn er könnte gehen, weil er vielleicht (aus seiner Perspektive) einerseits was Neues machen will und andererseits vom Typ nur sehr schwer in ein Ballbesitzsystem passt, wenn man seine Schwächen nicht ausbalancieren kann. Das fällt dem BVB meines Erachtens in dieser Saison schwer, was nicht unbedingt an Aubameyang selbst sichtbar wird – unabhängig davon, dass er gerade Flaute hat -, sondern an den Spielern neben ihm. So hat Aubameyang zwar weiterhin viele Chancen – auch unverändert viele Großchancen -, allerdings fällt halt umso mehr auf, dass neben ihm viel Aufwand betrieben wird, um ihn zu füttern, während diese Spieler selbst nicht perfekt zur Geltung kommen. Gerade ein Pulisic oder Yarmolenko können meines Erachtens noch weitaus torgefährlicher auftreten, wenn im Zentrum ein Stürmer wäre, der ein besserer Vorbereiter ist, der also Räume für die Außen reißen kann und für sie Chancen kreiert. Der ist Aubameyang jedoch nicht, da er komplett vom Rest abhängig ist, weswegen ich nicht glaube, dass die Potenziale der Mannschaft vorne voll ausgeschöpft werden. Das wäre eher der Fall, wenn mehr Verantwortung auf mehr Köpfe verteilt wird, wodurch letztendlich auch Unabhängigkeit von einzelnen Spielern erst entstehen kann. Denn gerade das merkt man aktuell: man ist von Aubameyang und seinen Toren abhängig, was eben auch – oder vor allem – daran liegt, dass Aubameyang ohne seine Tore dem Spiel des BVB kaum etwas liefern kann!

Daher sollte man meines Erachtens – bedingt durch die beiden Neuzugänge Yarmolenko und Philipp, die sehr gute Abschlussspieler sind – nicht mehr unbedingt über einen Stürmertyp reden, der vor allem von seinem eigenen Abschluss lebt. Rückblickend wundert mich jedenfalls nicht mehr, warum man so sehr hinter Augustin her war, wenn man die sonstigen Zugänge bedenkt. Das hätte von der Zusammensetzung einfach sehr viel Sinn gemacht, während die Transferstrategie so wie sie war irgendwie etwas unvollständig daher kam – wahrscheinlich aber auch durch den Zeitdruck bedingt, der in den letzten 2-3 Wochen des Transferfensters entstand. Da Isak noch nicht ganz soweit ist, dass man ihm die Schlüssel überreicht, er dennoch Einsatzzeit benötigt und der BVB eventuell (wenn Reus auch noch gehen sollte) auf den Außen mehr Platz hat, macht höchstwahrscheinlich (dann müsste man Larsen aber doch verleihen) ein Hybrid in der Nachfolge viel Sinn, der alle Offensivpositionen spielen kann, aber mehr Qualität im 1gg1 und als Spielmacher mitbringt, denn als Vollstrecker. Dabei fallen mir aber derzeit eher Talente ein, die noch nicht unbedingt die prominenteste Rolle spielen, weswegen ich im Moment nur mal ein paar grobe Ideen vorstellen will, in welche Richtungen es gehen könnte. 2 interessante Kandidaten spielen wiederum für Valencia: Santi Mina sowie Guedes. Ein anderer Kandidat wäre Thuram, der momentan in Guingamp spielt.

Santi Mina bekommt aktuell nicht allzu große Spielanteile, weswegen er definitiv machbar sein sollte, spielte zuletzt allerdings hocheffizient, agiert grundsätzlich offensiv sowie defensiv mit viel Einsatz und Präsenz, kann für sich und andere Spieler Chancen kreieren und bringt viel Dynamik und Athletik mit. Damit gleicht er meines Erachtens auch ganz gut aus, dass er nicht allzu konstant selbst torgefährlich wird, da er vor dem Tor nicht die besten Laufwege macht, obwohl er ansonsten ein Spieler ist, der sich sehr auf seine Intuition verlässt (dadurch teils zu viele Fehlentscheidungen und damit Ballverluste hat) und defensiv muss man ihm sicher auch noch einiges beibringen! Grundsätzlich aber ein hochinteressanter Stürmer für den BVB, um jemanden zu haben, der von allem etwas kann und noch jede Menge Potenzial mitbringt!

Guedes dürften hier mehr kennen, der derzeit von PSG an Valencia ausgeliehen ist, aber in Paris kaum eine Zukunft mehr haben dürfte. Für die Außen ist mir Guedes insgesamt zu langsam, im Zentrum ist er nicht unbedingt der abschlussstärkste Spieler, aber er ist halt kaum vom Ball zu trennen, ist im 1gg1 und Kombinationsspiel stark und auch defensiv mittlerweile ganz gut zu gebrauchen. Kurzum: ich denke mit seinem Spielertyp kann man, trotz eher geringer physischer Dynamik, sehr viel anfangen, da er einerseits für Isak als echter MS Platz bietet, andererseits das Beste von Yarmolenko, Philipp und Pulisic zum Vorschein bringen sollte!

Thuram dürfte einigen bekannt vorkommen, da sein Vater mit Vornamen Lilian heißt. Anders als sein Vater ist Marcus allerdings ein echter Stürmer, der vorne alle Positionen spielen kann, aber mit seiner Gesamtpaket für den MS prädestiniert ist, als der er in Guingamp nun auch eingesetzt wird, nachdem er in Sochaux noch recht häufig auf den Außen ran musste. Ob Größe, Kraft, Athletik, Dynamik, Technik, das komplette Grundpaket ist vorhanden (für seine Größe ist er auch recht beweglich), womit er in der Luft und in Dribblings bereits richtig stark ist und Lücken für seine Mitspieler reißen kann, die er aber auch – vor allem an Dribblings anschließend –recht gut einsetzen kann! Mit seinen 20 Jahren ist er trotzdem in einigen Bereichen noch etwas arg roh und nicht so wahnsinnig viel weiter als Isak: so ist sein Abschluss noch stark ausbaufähig, da er zwar durchaus gute Laufwege macht, allerdings Ruhe, Kraft und Präzision zu wünschen übrig lassen, sein Passspiel ist ausbaufähig, sodass gute Ideen häufiger schlecht umgesetzt werden und die Defensivstärke des Vaters ist scheinbar nicht übermäßig vererbt worden – zumindest macht er bei Guingamp defensiv nicht allzu viel. Trotzdem sollte man auch ihn im Auge behalten, da die Grundvoraussetzungen bei ihm selten komplett sind und er einer der Spieler ist, bei denen ich mir in dieser Saison noch größere Sprünge vorstellen könnte, sodass er durchaus ein Kandidat sein könnte, der für den BVB schon im nächsten Sommer interessant wird, selbst wenn er es Stand heute noch nicht beim BVB packen würde!


Sehr interessante Vorschläge und wie immer schön zu lesen. Danke dafür.



Danke!



Ich sehe, dass wir ungefähr die selben Vorstellungen haben auf welchen Positionen wir Nachholbedarf haben (RV & ZM) und auch ungefähr nach dem selben Profil Ausschau halten.

Mukiele muss ich mir nun unbedingt mal selbst anschauen, wobei mir Henrichs auch mal wieder als deutscher Nationalspieler lieber wäre.



Wie gesagt: ich bin da ziemlich indifferent, was beide Spieler betrifft. Bei Henrichs weiß man vielleicht eher was man bekommt und was nicht, was für mich das wichtigere Argument ist als seine Nationalität. Zumal man sich aus dem letzten U21 Jahrgang schon einige - der weniger werdenden - Perlen sichern konnte.



Was hälst du im zentralen Mittelfeld denn von Ander Herrera?
Der würde doch perfekt in das Anforderungsprofil passen und wäre sogar ablösefrei zu haben. Da müsste man natürlich jetzt schon längst dran sein um eine Rückkehr nach Spanien zu verhindern, aber mit der entsprechenden Wertschätzung und Bartra sowie Capellas in unseren Reihen könnte man da noch dazwischenfunken.



Ich kann ihn als Typ schlecht einschätzen, was er machen wird, ob er in Manchester zufrieden ist oder nicht. Schließlich ist es ja nicht so, dass Mou überhaupt nicht auf ihn setzt, sondern als ersten Rotationsspieler im Zentrum auf ihn zurückgreift. Ob größere Rollen bei größeren Vereinen drin sind, wage ich angesichts der aktuellen Besetzung der meisten Clubs zu bezweifeln. Daher kann genauso gut das Geld mal wieder entscheiden und damit dürfte er sowieso bereits ziemlich verseucht sein, was umso problematischer ist, da ich in ihm eigentlich eher einen 6er als einen 8er sehe. Die größten Stärken hat er für mich jedenfalls als Ballverteiler und - eroberer, der im Bosz System wohl auch nahezu optimal aufgehoben wäre, weil er beides sehr hochstehend beherrscht. Da ich aber weder einen Weigl noch Sahin Abgang vermute, sehe ich nicht den Bedarf für ihn, da in Sachen Zug zum Tor und in der Entwicklung von Dynamik dann doch eher ein Kompromiss rausspringen würde.



Im Tor halte ich Luthe und speziell Hitz als für zu stark und selbstbewusst um sich als Nr. 3 bei uns noch einen schönen Karriereabend zu machen. Da müssen wir wohl eher in die 3. Liga schauen um einen Karriere zu finden, der bereits mit der Profi-Karriere abschließt.


Kann sein, wobei ich mir das bei Luthe eigentlich nicht vorstellen kann. In Augsburg ist er aktuell schließlich auch nur Nummer 2, was in der Regel kaum bis gar keine Spiele bedeutet und mit Giefer hat man auch noch einen weiteren Torhüter, der selbst an diesem Status was ändern könnte. Kaum bis - eher - gar keine Spiele, kann Luthe auch beim BVB bekommen, samt aufgebessertem Gehalt und Rückkehr in die Heimat. Da ich nicht sehe, dass in Liga 1 oder 2 demnächst ein Tor für ihn aufgeht (da müsste auf alle Fälle Hitz wechseln) und Liga 3 relativ uninteressant sein dürfte, sehe ich also schon Argumente für den BVB.
Kaderschmiede 2017/2018 |#1998
03.11.2017 - 09:48 Uhr
Zitat von BVBBC
Zitat von Tobi Deluxe

Zitat von BVBBC

Es wird Zeit für eine neue Kaderschmiede, da die neue Saison doch noch einige Baustellen aufzeigt, die vor der Saison nicht optimal gelöst wurden. Aktuell fehlt mir jedenfalls in jedem Mannschaftsteil vor allem Spielstärke, aber auch mental, physisch und dynamisch könnte es in vielen Bereichen mehr sein. Der Kader muss meines Erachtens zudem spielerisch nun endlich an die Anforderungen eines Ballbesitzsystems angepasst werden, wofür einige Schwächen, die derzeit schwer oder gar nicht ausbalancierbar sind, angegangen werden müssen, selbst wenn es dabei alte Helden trifft. Außerdem muss der Kader ausgedünnt werden, da es einige Spieler zu viel gibt, um einen gesunden Wettkampf zu erzeugen, wobei es diesen Wettbewerb teils gar nicht gibt, da diese Spieler eh häufig verletzt sind und daher vor allem Budget kosten. Ziel ist daher ein 25er Kader, der auf Ausfälle und Mehrfachbelastung ausreichend reagieren kann.
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Torhüter

Im Tor wird man automatisch nach einer neuen Nummer 2 suchen müssen, da Weidenfeller seine Karriere beenden wird. Primärer Kandidat ist für mich dabei Reimann, der fußballerisch alles mitbringt, um bei einer Ballbesitzmannschaft ideal reinzupassen, zumal er auch torwartspezifisch in der Vorbereitung zu überzeugen wusste. Sicherlich ist das eine riskante Wahl, da man eine Nummer 2 auf der Bank schlecht entwickeln kann, was aber immer noch notwendig wäre. Allerdings gibt es zwei wesentliche Gründe, warum ich das Risiko eingehen würde. Erstens muss bei jedem Torhüter irgendwann ein größerer Schritt kommen, will er es in ein Bundesligator schaffen, für den mehr Erfahrung auf unterklassigem Niveau einfach nicht genügt, da ein Torhüter selten mit seinen Aufgaben wachsen kann, sondern traditionell irgendwann ins kalte Wasser geworfen werden muss. Daher würde ich die nächsten 2 Jahre nutzen, um Reimann die Chance als Bürki Herausforderer zu geben – dabei hat man meines Erachtens wenig zu verlieren. Zweitens bezweifle ich, dass Reimann seinen auslaufenden Vertrag verlängert, wenn er hier keine klare Perspektive bei den Profis hat und diese Perspektive sehe ich eigentlich nur in Weidenfellers Platz.

Dementsprechend würde ich mit ihm verlängern, ihn zur klaren Nummer 2 erklären und dahinter eine erfahrene Nummer 3 suchen, die auch durchaus Oldschool daher kommen dürfte. Augsburg bietet dafür 2 interessante Personalien, da Hitz seinen Vertrag derzeit nicht verlängert hat, womit er ablösefrei eine höchst erfahrene und hochwertige Lösung wäre oder man holt dessen BU Luthe, gegen eine geringe Ablöse, zurück in den Pott. Das hinge wohl maßgeblich davon ab, ob Hitz noch weiterhin auf seinen Status als Nummer 1 wert legt (damit wohl auch in Augsburg bleiben müsste) oder ob er sich eine andere Rolle bei einem größeren Verein vorstellen könnte, selbst wenn er wohl nie spielen wird. Die Diskussionen um Bürki sind für mich irrelevant, da ich hier kein machbares Upgrade sehe, sondern nur viele Möglichkeiten viel Geld dafür auszugeben, damit man bestenfalls dasselbe bekommt - Geld, das an anderer Stelle sinnvoller eingesetzt ist.
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Innenverteidigung

Ich rechne fest damit, dass Subotic den BVB im Winter – spätestens im Sommer - verlässt und im Sommer wird Sokratis folgen. Das liegt daran, dass ich bei beiden die Reise mit dem BVB als beendet ansehe. Bei Subotic ist klar weshalb, da es bei ihm mittlerweile an vielen Dingen fehlt, die es beim BVB benötigt. Bei Sokratis ist es auf den ersten Blick weniger klar, allerdings kommt er mir in den letzten 2 Jahren häufiger überfordert bzw. gestresst vor, wenn eine Angriffslawine nach der nächsten auf ihn zurollt, wofür er mitunter aber selbst verantwortlich ist, da er im Aufbau zu grobe Schwächen hat, durch die einige Probleme verursacht werden. Dadurch hat jeder Gegner 2 Optionen: entweder die IV totpressen oder alle außer Sokratis zustellen. Das Ergebnis ist meist dasselbe: Ballverluste, Konter bzw. postwendende Rückgabe Richtung Absender! Daher kann ich mir sehr gut vorstellen, dass es für beide Seiten gut wäre, wenn Sokratis seinen 2019 auslaufenden Vertrag nicht verlängert, sondern nochmal eine neue Herausforderung sucht (den Gedanken, dass er nach Liverpool geht, finde ich dabei recht charmant, allerdings auch irgendwie unrealistisch), da der BVB seine Schwächen nicht mehr (wie mit Hummels) kompensieren kann und seine Stärken auch nicht mehr 100% zur Geltung kommen.

Dafür würde ich Dendoncker holen, der als IV meines Erachtens nahezu alles bietet, was uns fehlt und gleichzeitig einiges auffangen könnte, was durch Sokratis verloren gehen würde. Gerade seine variablen Möglichkeiten im Aufbau würden unsere IV jedenfalls nicht mehr so ausrechenbar machen, da er mit jedem Fuß überall auf dem Platz Mitspieler finden kann oder auch mit Ball am Fuß ins Mittelfeld aufrücken kann, um statische Gegner, die sich zurückziehen und mit viel Manndeckung agieren, zum kollabieren zu bringen – womit er also wieder Freiräume für Mitspieler schaffen kann. Durch seine Kombination aus Physis und Technik ist er dafür auch ausreichend pressingresistent. Dadurch, dass er mit beiden Füßen saubere Bälle spielen kann, muss für mich auch kein weiterer Linksfuss her und allgemein denke ich, dass die IV für jede Situation nahezu perfekt aufgestellt ist. Mit Bartra und Toprak hat man erfahrene Spieler, mit Zagadou und Dendoncker umso mehr Potenzial, wobei man beide jetzt auch schon bedenkenlos bringen kann. Ich denke mit der Mischung, aber einer durchweg spielstarken IV, ist man für die nächsten Jahre dann sehr gut aufgestellt.
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Rechter Verteidiger

Diese Position wurde spät im Sommer doch noch angegangen, da man innerhalb des Vereins wohl realisiert hat, dass Passlack im letzten Jahr Rückschritte gemacht hat, deren Bereinigung - durch Spielpraxis - sich der BVB nicht erlauben konnte. Daher hat man mit Hoffenheim einen Deal gefunden, um sich einen bundesligaerfahrenen Mann zu sichern und gleichzeitig Passlack andernorts idealerweise mehr Spielpraxis zu ermöglichen – worum ich mir aktuell auch noch keine Sorgen mache. Das Problem ist nur: Toljan ist kein Spieler, der komplett ohne Probleme hier ankam und der auch nicht gerade den Spielertyp darstellt, den man für Bosz System gebrauchen kann – dafür reicht eigentlich ein simpler Vergleich der RV Situation bei Ajax im letzten Jahr, mit der des BVB. Allgemein ist Toljan auch nicht unbedingt die Ideallösung auf RV, aber ich denke, dass man ihm zumindest bis zu Passlacks Rückkehr Zeit geben sollte, um sich zu beweisen. Trotzdem muss man hier eine neue Lösung präsentieren, da Piszczek auch in dieser Saison ein zentraler Spieler ist, obwohl er vom Niveau nur noch solide ist und mit dem Weltklasse-RV vergangener Tage leider nichts mehr zu tun hat. Somit stellt RV derzeit weiterhin eine Position dar, die eine zu große Baustelle darstellt, um nicht angegangen zu werden.

Da man in den letzten Wochen immer wieder gesehen hat, wie anfällig man defensiv ist, wenn gegnerische Mannschaften die Abwehr überspielen, weil sie dort große, athletisch starke sowie meist schnelle und kopfballstarke Spieler postieren, die ihre physischen Vorteile auf dieser Position allzu leicht ausspielen können, wodurch der BVB eine enorme Schwäche anbietet, sobald das Pressing und Gegenpressing des BVB nicht greift, die es jedem Gegner erlaubt im Chaos seine erfolgreiche Taktik zu finden.
Daher sind auf dieser Position 3 Kriterien für mich extrem wichtig:

1. Kopfballstärke
2. Physis, um diese Kopfballstärke auch gegen große Stürmer umsetzen zu können
3. Antritt und Tempo

Piszczek ist vor allem deswegen noch gesetzt, weil er insgesamt in diesen Kategorien große Vorteile gegenüber seiner Konkurrenz hat, was nicht zuletzt einer der Gründe ist, warum er eine solide Saison spielt: mit ihm bietet man schließlich weniger Schwächen an und zwingt den Gegner strukturierter zu spielen, was in der Bundesliga den allermeisten Teams schwerfällt. Daher ist ein Typ Piszczek nicht so verkehrt, wenngleich in Sachen Passspiel, Pressingresistenz und Dynamik ein Upgrade notwendig ist.

Schließlich kommt dazu, dass man auch im Aufbau mehr als genug Probleme hatte, wenn die AV nicht als vernünftige Anspielstation herhalten können, die auch in engen Spielsituationen Ruhe und Übersicht behalten. Daran hapert es meines Erachtens, egal wer dort spielt - teils gewaltig -, sodass technische Fähigkeiten ebenfalls hoch gewichtet werden müssen, um gegnerischem Pressing ausreichend viel entgegen setzen zu können, damit der Ball wieder stärker in den eigenen Reihen gehalten wird. Nicht umsonst hatte ich daher in der letzten Saison noch Soares als spielintelligenten, technisch guten sowie defensivstarken RV immer wieder gefordert – zumal er hier recht sicher keine großen Anpassungsschwierigkeiten hätte. Das Problem ist nur, dass er mit etwas über 1,70 nicht wirklich die obigen Kriterien erfüllen kann. Zwar kann er vieles durch seine Zweikampfstärke am Boden und seine hohe Spielintelligenz lösen, allerdings befürchte ich, dass er nicht (mehr) genug lösen kann, sodass ich mittlerweile nicht mehr 100% überzeugt bin, dass er in der aktuellen Situation der Richtige ist. Wobei er wohl auch weiterhin schwer zu realisieren wäre, da Southampton seine Transferstrategie überdacht hat.

Dafür gibt es 2 andere Alternativen, die ich hochinteressant finde, wenngleich auch recht unterschiedlich. Einerseits Mukiele, den ich schon mal im oQ Thread vorgestellt habe, der ein sehr physischer RV wäre, mit einer Ausbildung als IV und notfalls auch als DM fähig, da er technisch stark ist und sich nur schwer unter Druck setzen lässt. Andererseits Henrichs, der in Leverkusen gerade zwar Probleme wegen Retsos hat, allerdings meines Erachtens mehr als genug Potenzial hat, um mal ein Spieler ohne echte Schwächen zu werden, der optimal in eine Ballbesitzmannschaft passt. Henrichs wäre somit ein Spieler, der wortwörtlich risikoaverser wäre, da er ein vergleichsweise ruhiger Spieler ist, der nur sehr wenige Fehler begeht, aber nach vorne nicht unbedingt viel riskiert – muss er aber auch gar nicht, wenn man bedenkt, dass man auf der anderen Seite Guerreiro hat, sodass eine Absicherung dazu gar nicht verkehrt wäre. Mukiele dahingegen ist ein vergleichsweise risikofreudiger Spieler, der sowohl offensiv als auch defensiv fast nur einen Weg kennt: nach vorne! Damit hat er dann auch mal den einen oder anderen defensiven Stellungsfehler mehr drin, da er häufig auf den Passweg spekuliert, anstatt den Gegenspieler zu stellen (was auch oft gut geht, aber eben nicht immer) und auch den einen oder anderen offensiven Ballverlust mehr, weil er primär die spielerische Lösung sucht. Daher sind beide Spieler am Ende doch recht unterschiedlich, wobei ich keine klare Präferenz habe und beide gut finden würde, wobei Mukiele günstiger sein dürfte und mit seiner durch viel Mut geprägten Mentalität auch noch einen Bonus mitbringen würde, der mir gut gefallen würde – wenngleich das auch mmer mal wieder nach hinten losgehen wird.

Da Durm den Verein bereits verlassen sollte, weil er schlichtweg nicht planbar ist und er nicht mehr für die notwendige Stammlösung in Frage kommt, bleibt meines Erachtens auch noch genug Platz für Toljan und Piszczek gleichermaßen. Schließlich ist Piszczek selbst auch nicht unbedingt dauerfit und andererseits fallen auch Guerreiro und Schmelzer häufiger aus, sodass Toljan als BU für beide Seiten absolut notwendig sein könnte, womit er auch nach wie vor seine Entwicklungsmöglichkeiten bekommen wird, sodass bei ihm erst 2019 eine Entscheidung fallen muss – Stichwort: Passlack. Diese könnten umso größer sein, wenn man bedenkt, dass in dieser Saison Subotic schon zum Einsatz kam, womit also in der IV ein 5. Mann benötigt wurde, der eigentlich nicht mehr vorgesehen ist. Sowohl Piszczek als auch Mukiele wären denkbare Optionen, um dort Ausfälle aufzufangen, die auch bspw. daraus resultieren könnten, dass Dendoncker als physische Alternative im DM benötigt wird – weswegen ich Burnic nochmal ein weiteres Jahr verleihen würde (ob nach Stuttgart, muss man aber erst mal noch abwarten!). Die Abwehr wäre somit sehr flexibel und für alle Situationen gerüstet, selbst wenn mal jemand ausfallen sollte oder – aktuell - komplizierte positionelle Engpässe drohen!
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Zentrales Mittelfeld

Im zentralen Mittelfeld gibt es meines Erachtens ein Problem mit der Zusammenstellung. Götze, Castro und Kagawa sind sich in vielen Bereichen etwas zu ähnlich, können allerdings nicht immer die benötigte Dynamik liefern und sind auch physisch häufiger im Nachteil. Ersteres bietet eigentlich nur Dahoud im ausreichenden Maß, der allerdings auch keinen BU hat und das eine oder andere Mal auch mit einer weiteren dynamischen Option neben sich umso mehr seiner Stärken einbringen könnte. Letzteres ist schwer zu bereinigen, will man auch noch entsprechende spielerische Qualität sicherstellen, allerdings sollte man schon darauf achten, dass man dahingehend bestehende Schwächen zumindest nicht noch weiter vergrößert. Dazu wäre auch ein Spieler wichtig, der in großen Spielen nicht untertaucht, sondern gerade dann zeigen will und kann, wie gut er ist.

Die eierlegende Wollmilchsau, die spielerisch über enormes Potenzial verfügt, aber auch dynamisch und physisch Stärken mitbringt, wäre Zakaria und damit der nächste Gladbacher ZM. Ich sehe bei ihm jedenfalls das Potenzial ein ziemlich kompletter Spieler zu werden, was aber wahrscheinlich auch schon das Problem ist. Denn Gladbach sieht das eben auch und wird ihn, nachdem sie ihn eh erst geholt haben, nur gegen absurde Summen abgeben, die er noch nicht unbedingt wert ist, da er aktuell dann eben doch noch kein fertiger Spieler ist. Das wird einige gut situierte Vereine – vor allem aus der PL - trotzdem nicht abschrecken, sodass ich davon ausgehe, dass der BVB leider keine Chance hat, weil man nicht mithalten kann, sobald die Gladbacher dann doch mal in Versuchung kommen sollten – was wohl noch nicht im nächsten Jahr sein wird, wobei der BVB keine Zeit zum warten hat. Auch Bentancur, den ich letztes Jahr in meinen Schmieden dabei hatte, kann man abhaken, da er sich bei Juve direkt für mehr Einsatzzeiten empfehlen konnte. Von Goretzka muss man sowieso gar nicht erst reden und wohl auf dem Markt verfügbare Spieler wie Can, Loftus-Cheek oder Renato Sanches sind auch nicht unbedingt realistisch, bringen uns aber sowieso nicht direkt ausreichend vorwärts bzw. erfüllen nicht jedes Kriterium, das wichtig ist.

Daher muss man wohl bei der physischen Komponente ein paar Abstriche machen und umso größeren Fokus auf die spielerischen und dynamischen Komponenten legen. Dabei fällt mir vor allem Soler aus Valencia ein, der physisch trotzdem nicht schwach ist, mit viel Einsatz auffällt, aber eben nicht die Statur der zuvor genannten Spieler mitbringt. Dafür ist er in dieser Saison einer der Gründe, warum Valencia die bisherige Überraschung der Saison in Spanien ist. Technisch ist er selbst auf engstem Raum ein extrem starker Spieler, der nur sehr schwer vom Ball zu trennen ist, jederzeit – also auch in dynamischen Situationen - mit Übersicht, Ruhe und enormen Selbstvertrauen agiert, weil er den Ball nicht hergeben will, sodass er aus beinahe jeder Situation den Gegner, mit sehr intelligenten und punktegenauen Pässen, sezieren kann. Zwar hat er noch einige Schwächen, jedoch würde ich die meisten unter Potenzial notieren. So könnte er das Spiel noch konstanter an sich reißen (aktuell lebt er eher für Aktionen, in die er alles reinsteckt), könnte im Abschluss noch zulegen und defensiv ist er zwar nicht schlecht, aber sicher nicht herausragend. Dennoch ist er ein Spielertyp, mit dem man sehr viel lieber in derselben Mannschaft spielt, weswegen ich für ihn bereit wäre eine neue Rekordablöse hinzulegen. Es wird jedenfalls nur wenige Spieler geben, die dermaßen Dynamik, Technik, Mentalität und Spielintelligenz mitbringen, weswegen klar sein sollte, dass mehr Geld denn je fließen müsste (vor allem wenn Valencia die CL erreichen sollte). Ich habe bei ihm jedoch die Hoffnung, dass er machbar ist und das fehlende Puzzleteil, um sich vor allem mit Dahoud und Götze perfekt zu ergänzen!

Dafür müsste dann nicht nur Rode weichen, sondern auch einer aus Kagawa und Castro. Beide haben immer wieder ihre Phasen in denen sie sehr wertvolle Beiträge für unser Spiel leisten, aber die sind selten vorhersehbar und leider auch allzu selten, zumal sie auch beide nicht primär über die Dynamik kommen. Vom Spielertyp sind sie deswegen, wie schon geschrieben, eher Götze BU, was aber dazu führt, dass der Kader an der Stelle nicht homogen genug ist. Mit Soler wäre das bereinigt, weswegen Kagawa und Castro meines Erachtens um ihre Zukunft beim BVB spielen müssen!
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Zugänge:

  • Hitz (ablösefrei) oder Luthe (1 Mio.)
  • Mukiele (15 Mio.) oder Henrichs (20-25 Mio.)
  • Dendoncker (20-25 Mio.)
  • Soler (40 Mio.)


Ausgaben: 75-91 Mio.

Abgänge:

  • Weidenfeller (Karriereende)
  • Sokratis (30 Mio.)
  • Subotic (ablösefrei)
  • Durm (3 Mio.)
  • Burnic (Leihe)
  • Rode (5 Mio.)
  • Merino (7 Mio.)
  • Kagawa oder Castro (15 Mio.)
  • Larsen (eventuell Leihe – dazu später mehr)
  • Schürrle (20-25 Mio.)


Einnahmen: 80-85 Mio., wobei man bedenken sollte, dass von der Dembele Ablöse meiner Einschätzung nach noch genug vorhanden sein sollten, sodass die Ausgaben durch die Einnahmen auf alle Fälle vollauf gedeckt sind!
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Der Kader sähe dann so aus:

Tor: Bürki, Reimann, Hitz/Luthe
IV: Bartra, Toprak, Dendoncker, Zagadou
RV/LV: Mukiele/Henrichs, Piszczek, Toljan, Guerreiro, Schmelzer
DM/ZM: Weigl, Sahin, Dahoud, Götze, Soler, Castro/Kagawa
RA/LA: Reus, Pulisic, Philipp, Yarmolenko, Sancho
MS: Aubameyang, Isak

Damit wäre der Kader also auf die anvisierten 25 Spieler geschrumpft, möglichst homogen aufgestellt, hätte dynamisch und physisch gleichermaßen gewonnen, wie auch spielerisch!
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Abschließend muss man meines Erachtens auch noch ausführlich die Personalien Reus und Aubameyang diskutieren. Bei Reus steht die nächste Verlängerung an oder er sucht sich doch nochmal eine neue Herausforderung. Bei Aubameyang sieht es relativ ähnlich aus, auch wenn hier keine Verlängerung ansteht, da er bereits im letzten Sommer sehr laut nachgedacht hat, dass er sich etwas Neues vorstellen könne. Bei Beiden tue ich mich sehr schwer den optimalen Nachfolger zu finden, denke allerdings, dass es jeweils genug Potenziale gibt, warum man sich, trotz der Qualität, die verloren gehen würde, verbessern kann, weil man nicht nur Stärken verliert. Schließlich ist Reus mittlerweile fast schon traditionell mindestens eine halbe Saison raus und ich habe den Glauben verloren, dass das nochmal anders wird. Einerseits ist Reus sportliche Bedeutung damit mittlerweile so gering, weil er kaum planbar ist, sodass man seinen Kaderplatz genauso gut mit einem Talent besetzen könnte, das Reus ehemalige sportliche Bedeutung in einiger Zeit erreichen könnte, da man auch ohne Reus relativ breit aufgestellt ist (Pulisic, Philipp und Yarmolenko sind eine gute Rotation und auch Sancho wird seinen Weg bis zur nächsten Saison gehen, sodass auch er Teil der Rotation sein sollte). Andererseits hat Reus, wenn er fit ist, eben doch mehr Qualität als die meisten Spieler und vor allem für die Marke BVB ist er nach wie vor alles andere als unwichtig – wie auch Kagawa.

Für mich ist es daher schwer zu sagen, was die optimale Entscheidung ist und ob man unbedingt einen Nachfolger benötigt, wenn er nicht, zu für den BVB akzeptablen Bedingungen (Gehaltssteigerungen sind definitiv nicht drin), verlängern will. Zwar muss man dann meines Erachtens definitiv eine Ablöse mitnehmen, allerdings wird diese sicherlich nicht so hoch ausfallen, dass man davon ähnliche Qualität bekommt und man braucht sie meines Erachtens auch gar nicht unbedingt (sofort). Daher macht es wahrscheinlich gar keinen Sinn Reus direkt zu ersetzen zu versuchen, sondern - wenn überhaupt - lieber holt man noch ein Talent oder setzt auf Larsen (bei dem ich aktuell allerdings eine Leihe als sinnvoller ansehe, weil er mir nicht unbedingt als Teil der aktuellen Profimannschaft vorkommt und ich nicht unbedingt sehe, ob und wo er sonst eine Perspektive hat – trotz seines Talents). Sollte man sich extern bedienen, macht meines Erachtens fast nur ein dynamischer Spieler Sinn, der vor allem auf engem Raum im 1gg1 Lücken reißen kann und primär eher der Typ Vorbereiter ist.

Den kann ich mir auch vorstellen, falls Aubameyang gehen sollte. Denn er könnte gehen, weil er vielleicht (aus seiner Perspektive) einerseits was Neues machen will und andererseits vom Typ nur sehr schwer in ein Ballbesitzsystem passt, wenn man seine Schwächen nicht ausbalancieren kann. Das fällt dem BVB meines Erachtens in dieser Saison schwer, was nicht unbedingt an Aubameyang selbst sichtbar wird – unabhängig davon, dass er gerade Flaute hat -, sondern an den Spielern neben ihm. So hat Aubameyang zwar weiterhin viele Chancen – auch unverändert viele Großchancen -, allerdings fällt halt umso mehr auf, dass neben ihm viel Aufwand betrieben wird, um ihn zu füttern, während diese Spieler selbst nicht perfekt zur Geltung kommen. Gerade ein Pulisic oder Yarmolenko können meines Erachtens noch weitaus torgefährlicher auftreten, wenn im Zentrum ein Stürmer wäre, der ein besserer Vorbereiter ist, der also Räume für die Außen reißen kann und für sie Chancen kreiert. Der ist Aubameyang jedoch nicht, da er komplett vom Rest abhängig ist, weswegen ich nicht glaube, dass die Potenziale der Mannschaft vorne voll ausgeschöpft werden. Das wäre eher der Fall, wenn mehr Verantwortung auf mehr Köpfe verteilt wird, wodurch letztendlich auch Unabhängigkeit von einzelnen Spielern erst entstehen kann. Denn gerade das merkt man aktuell: man ist von Aubameyang und seinen Toren abhängig, was eben auch – oder vor allem – daran liegt, dass Aubameyang ohne seine Tore dem Spiel des BVB kaum etwas liefern kann!

Daher sollte man meines Erachtens – bedingt durch die beiden Neuzugänge Yarmolenko und Philipp, die sehr gute Abschlussspieler sind – nicht mehr unbedingt über einen Stürmertyp reden, der vor allem von seinem eigenen Abschluss lebt. Rückblickend wundert mich jedenfalls nicht mehr, warum man so sehr hinter Augustin her war, wenn man die sonstigen Zugänge bedenkt. Das hätte von der Zusammensetzung einfach sehr viel Sinn gemacht, während die Transferstrategie so wie sie war irgendwie etwas unvollständig daher kam – wahrscheinlich aber auch durch den Zeitdruck bedingt, der in den letzten 2-3 Wochen des Transferfensters entstand. Da Isak noch nicht ganz soweit ist, dass man ihm die Schlüssel überreicht, er dennoch Einsatzzeit benötigt und der BVB eventuell (wenn Reus auch noch gehen sollte) auf den Außen mehr Platz hat, macht höchstwahrscheinlich (dann müsste man Larsen aber doch verleihen) ein Hybrid in der Nachfolge viel Sinn, der alle Offensivpositionen spielen kann, aber mehr Qualität im 1gg1 und als Spielmacher mitbringt, denn als Vollstrecker. Dabei fallen mir aber derzeit eher Talente ein, die noch nicht unbedingt die prominenteste Rolle spielen, weswegen ich im Moment nur mal ein paar grobe Ideen vorstellen will, in welche Richtungen es gehen könnte. 2 interessante Kandidaten spielen wiederum für Valencia: Santi Mina sowie Guedes. Ein anderer Kandidat wäre Thuram, der momentan in Guingamp spielt.

Santi Mina bekommt aktuell nicht allzu große Spielanteile, weswegen er definitiv machbar sein sollte, spielte zuletzt allerdings hocheffizient, agiert grundsätzlich offensiv sowie defensiv mit viel Einsatz und Präsenz, kann für sich und andere Spieler Chancen kreieren und bringt viel Dynamik und Athletik mit. Damit gleicht er meines Erachtens auch ganz gut aus, dass er nicht allzu konstant selbst torgefährlich wird, da er vor dem Tor nicht die besten Laufwege macht, obwohl er ansonsten ein Spieler ist, der sich sehr auf seine Intuition verlässt (dadurch teils zu viele Fehlentscheidungen und damit Ballverluste hat) und defensiv muss man ihm sicher auch noch einiges beibringen! Grundsätzlich aber ein hochinteressanter Stürmer für den BVB, um jemanden zu haben, der von allem etwas kann und noch jede Menge Potenzial mitbringt!

Guedes dürften hier mehr kennen, der derzeit von PSG an Valencia ausgeliehen ist, aber in Paris kaum eine Zukunft mehr haben dürfte. Für die Außen ist mir Guedes insgesamt zu langsam, im Zentrum ist er nicht unbedingt der abschlussstärkste Spieler, aber er ist halt kaum vom Ball zu trennen, ist im 1gg1 und Kombinationsspiel stark und auch defensiv mittlerweile ganz gut zu gebrauchen. Kurzum: ich denke mit seinem Spielertyp kann man, trotz eher geringer physischer Dynamik, sehr viel anfangen, da er einerseits für Isak als echter MS Platz bietet, andererseits das Beste von Yarmolenko, Philipp und Pulisic zum Vorschein bringen sollte!

Thuram dürfte einigen bekannt vorkommen, da sein Vater mit Vornamen Lilian heißt. Anders als sein Vater ist Marcus allerdings ein echter Stürmer, der vorne alle Positionen spielen kann, aber mit seiner Gesamtpaket für den MS prädestiniert ist, als der er in Guingamp nun auch eingesetzt wird, nachdem er in Sochaux noch recht häufig auf den Außen ran musste. Ob Größe, Kraft, Athletik, Dynamik, Technik, das komplette Grundpaket ist vorhanden (für seine Größe ist er auch recht beweglich), womit er in der Luft und in Dribblings bereits richtig stark ist und Lücken für seine Mitspieler reißen kann, die er aber auch – vor allem an Dribblings anschließend –recht gut einsetzen kann! Mit seinen 20 Jahren ist er trotzdem in einigen Bereichen noch etwas arg roh und nicht so wahnsinnig viel weiter als Isak: so ist sein Abschluss noch stark ausbaufähig, da er zwar durchaus gute Laufwege macht, allerdings Ruhe, Kraft und Präzision zu wünschen übrig lassen, sein Passspiel ist ausbaufähig, sodass gute Ideen häufiger schlecht umgesetzt werden und die Defensivstärke des Vaters ist scheinbar nicht übermäßig vererbt worden – zumindest macht er bei Guingamp defensiv nicht allzu viel. Trotzdem sollte man auch ihn im Auge behalten, da die Grundvoraussetzungen bei ihm selten komplett sind und er einer der Spieler ist, bei denen ich mir in dieser Saison noch größere Sprünge vorstellen könnte, sodass er durchaus ein Kandidat sein könnte, der für den BVB schon im nächsten Sommer interessant wird, selbst wenn er es Stand heute noch nicht beim BVB packen würde!


Sehr interessante Vorschläge und wie immer schön zu lesen. Danke dafür.



Danke!


Ich sehe, dass wir ungefähr die selben Vorstellungen haben auf welchen Positionen wir Nachholbedarf haben (RV & ZM) und auch ungefähr nach dem selben Profil Ausschau halten.

Mukiele muss ich mir nun unbedingt mal selbst anschauen, wobei mir Henrichs auch mal wieder als deutscher Nationalspieler lieber wäre.



Wie gesagt: ich bin da ziemlich indifferent, was beide Spieler betrifft. Bei Henrichs weiß man vielleicht eher was man bekommt und was nicht, was für mich das wichtigere Argument ist als seine Nationalität. Zumal man sich aus dem letzten U21 Jahrgang schon einige - der weniger werdenden - Perlen sichern konnte.


Was hälst du im zentralen Mittelfeld denn von Ander Herrera?
Der würde doch perfekt in das Anforderungsprofil passen und wäre sogar ablösefrei zu haben. Da müsste man natürlich jetzt schon längst dran sein um eine Rückkehr nach Spanien zu verhindern, aber mit der entsprechenden Wertschätzung und Bartra sowie Capellas in unseren Reihen könnte man da noch dazwischenfunken.



Ich kann ihn als Typ schlecht einschätzen, was er machen wird, ob er in Manchester zufrieden ist oder nicht. Schließlich ist es ja nicht so, dass Mou überhaupt nicht auf ihn setzt, sondern als ersten Rotationsspieler im Zentrum auf ihn zurückgreift. Ob größere Rollen bei größeren Vereinen drin sind, wage ich angesichts der aktuellen Besetzung der meisten Clubs zu bezweifeln. Daher kann genauso gut das Geld mal wieder entscheiden und damit dürfte er sowieso bereits ziemlich verseucht sein, was umso problematischer ist, da ich in ihm eigentlich eher einen 6er als einen 8er sehe. Die größten Stärken hat er für mich jedenfalls als Ballverteiler und - eroberer, der im Bosz System wohl auch nahezu optimal aufgehoben wäre, weil er beides sehr hochstehend beherrscht. Da ich aber weder einen Weigl noch Sahin Abgang vermute, sehe ich nicht den Bedarf für ihn, da in Sachen Zug zum Tor und in der Entwicklung von Dynamik dann doch eher ein Kompromiss rausspringen würde.


Im Tor halte ich Luthe und speziell Hitz als für zu stark und selbstbewusst um sich als Nr. 3 bei uns noch einen schönen Karriereabend zu machen. Da müssen wir wohl eher in die 3. Liga schauen um einen Karriere zu finden, der bereits mit der Profi-Karriere abschließt.


Kann sein, wobei ich mir das bei Luthe eigentlich nicht vorstellen kann. In Augsburg ist er aktuell schließlich auch nur Nummer 2, was in der Regel kaum bis gar keine Spiele bedeutet und mit Giefer hat man auch noch einen weiteren Torhüter, der selbst an diesem Status was ändern könnte. Kaum bis - eher - gar keine Spiele, kann Luthe auch beim BVB bekommen, samt aufgebessertem Gehalt und Rückkehr in die Heimat. Da ich nicht sehe, dass in Liga 1 oder 2 demnächst ein Tor für ihn aufgeht (da müsste auf alle Fälle Hitz wechseln) und Liga 3 relativ uninteressant sein dürfte, sehe ich also schon Argumente für den BVB.



Erstklassige Analyse. Die Einschätzung zu unserem Team teile ich uneingeschränkt. daumen-hoch
Kaderschmiede 2017/2018 |#1999
03.11.2017 - 09:48 Uhr
Zitat von BVBBC
Zitat von Tobi Deluxe

Zitat von BVBBC

Es wird Zeit für eine neue Kaderschmiede, da die neue Saison doch noch einige Baustellen aufzeigt, die vor der Saison nicht optimal gelöst wurden. Aktuell fehlt mir jedenfalls in jedem Mannschaftsteil vor allem Spielstärke, aber auch mental, physisch und dynamisch könnte es in vielen Bereichen mehr sein. Der Kader muss meines Erachtens zudem spielerisch nun endlich an die Anforderungen eines Ballbesitzsystems angepasst werden, wofür einige Schwächen, die derzeit schwer oder gar nicht ausbalancierbar sind, angegangen werden müssen, selbst wenn es dabei alte Helden trifft. Außerdem muss der Kader ausgedünnt werden, da es einige Spieler zu viel gibt, um einen gesunden Wettkampf zu erzeugen, wobei es diesen Wettbewerb teils gar nicht gibt, da diese Spieler eh häufig verletzt sind und daher vor allem Budget kosten. Ziel ist daher ein 25er Kader, der auf Ausfälle und Mehrfachbelastung ausreichend reagieren kann.
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Torhüter

Im Tor wird man automatisch nach einer neuen Nummer 2 suchen müssen, da Weidenfeller seine Karriere beenden wird. Primärer Kandidat ist für mich dabei Reimann, der fußballerisch alles mitbringt, um bei einer Ballbesitzmannschaft ideal reinzupassen, zumal er auch torwartspezifisch in der Vorbereitung zu überzeugen wusste. Sicherlich ist das eine riskante Wahl, da man eine Nummer 2 auf der Bank schlecht entwickeln kann, was aber immer noch notwendig wäre. Allerdings gibt es zwei wesentliche Gründe, warum ich das Risiko eingehen würde. Erstens muss bei jedem Torhüter irgendwann ein größerer Schritt kommen, will er es in ein Bundesligator schaffen, für den mehr Erfahrung auf unterklassigem Niveau einfach nicht genügt, da ein Torhüter selten mit seinen Aufgaben wachsen kann, sondern traditionell irgendwann ins kalte Wasser geworfen werden muss. Daher würde ich die nächsten 2 Jahre nutzen, um Reimann die Chance als Bürki Herausforderer zu geben – dabei hat man meines Erachtens wenig zu verlieren. Zweitens bezweifle ich, dass Reimann seinen auslaufenden Vertrag verlängert, wenn er hier keine klare Perspektive bei den Profis hat und diese Perspektive sehe ich eigentlich nur in Weidenfellers Platz.

Dementsprechend würde ich mit ihm verlängern, ihn zur klaren Nummer 2 erklären und dahinter eine erfahrene Nummer 3 suchen, die auch durchaus Oldschool daher kommen dürfte. Augsburg bietet dafür 2 interessante Personalien, da Hitz seinen Vertrag derzeit nicht verlängert hat, womit er ablösefrei eine höchst erfahrene und hochwertige Lösung wäre oder man holt dessen BU Luthe, gegen eine geringe Ablöse, zurück in den Pott. Das hinge wohl maßgeblich davon ab, ob Hitz noch weiterhin auf seinen Status als Nummer 1 wert legt (damit wohl auch in Augsburg bleiben müsste) oder ob er sich eine andere Rolle bei einem größeren Verein vorstellen könnte, selbst wenn er wohl nie spielen wird. Die Diskussionen um Bürki sind für mich irrelevant, da ich hier kein machbares Upgrade sehe, sondern nur viele Möglichkeiten viel Geld dafür auszugeben, damit man bestenfalls dasselbe bekommt - Geld, das an anderer Stelle sinnvoller eingesetzt ist.
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Innenverteidigung

Ich rechne fest damit, dass Subotic den BVB im Winter – spätestens im Sommer - verlässt und im Sommer wird Sokratis folgen. Das liegt daran, dass ich bei beiden die Reise mit dem BVB als beendet ansehe. Bei Subotic ist klar weshalb, da es bei ihm mittlerweile an vielen Dingen fehlt, die es beim BVB benötigt. Bei Sokratis ist es auf den ersten Blick weniger klar, allerdings kommt er mir in den letzten 2 Jahren häufiger überfordert bzw. gestresst vor, wenn eine Angriffslawine nach der nächsten auf ihn zurollt, wofür er mitunter aber selbst verantwortlich ist, da er im Aufbau zu grobe Schwächen hat, durch die einige Probleme verursacht werden. Dadurch hat jeder Gegner 2 Optionen: entweder die IV totpressen oder alle außer Sokratis zustellen. Das Ergebnis ist meist dasselbe: Ballverluste, Konter bzw. postwendende Rückgabe Richtung Absender! Daher kann ich mir sehr gut vorstellen, dass es für beide Seiten gut wäre, wenn Sokratis seinen 2019 auslaufenden Vertrag nicht verlängert, sondern nochmal eine neue Herausforderung sucht (den Gedanken, dass er nach Liverpool geht, finde ich dabei recht charmant, allerdings auch irgendwie unrealistisch), da der BVB seine Schwächen nicht mehr (wie mit Hummels) kompensieren kann und seine Stärken auch nicht mehr 100% zur Geltung kommen.

Dafür würde ich Dendoncker holen, der als IV meines Erachtens nahezu alles bietet, was uns fehlt und gleichzeitig einiges auffangen könnte, was durch Sokratis verloren gehen würde. Gerade seine variablen Möglichkeiten im Aufbau würden unsere IV jedenfalls nicht mehr so ausrechenbar machen, da er mit jedem Fuß überall auf dem Platz Mitspieler finden kann oder auch mit Ball am Fuß ins Mittelfeld aufrücken kann, um statische Gegner, die sich zurückziehen und mit viel Manndeckung agieren, zum kollabieren zu bringen – womit er also wieder Freiräume für Mitspieler schaffen kann. Durch seine Kombination aus Physis und Technik ist er dafür auch ausreichend pressingresistent. Dadurch, dass er mit beiden Füßen saubere Bälle spielen kann, muss für mich auch kein weiterer Linksfuss her und allgemein denke ich, dass die IV für jede Situation nahezu perfekt aufgestellt ist. Mit Bartra und Toprak hat man erfahrene Spieler, mit Zagadou und Dendoncker umso mehr Potenzial, wobei man beide jetzt auch schon bedenkenlos bringen kann. Ich denke mit der Mischung, aber einer durchweg spielstarken IV, ist man für die nächsten Jahre dann sehr gut aufgestellt.
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Rechter Verteidiger

Diese Position wurde spät im Sommer doch noch angegangen, da man innerhalb des Vereins wohl realisiert hat, dass Passlack im letzten Jahr Rückschritte gemacht hat, deren Bereinigung - durch Spielpraxis - sich der BVB nicht erlauben konnte. Daher hat man mit Hoffenheim einen Deal gefunden, um sich einen bundesligaerfahrenen Mann zu sichern und gleichzeitig Passlack andernorts idealerweise mehr Spielpraxis zu ermöglichen – worum ich mir aktuell auch noch keine Sorgen mache. Das Problem ist nur: Toljan ist kein Spieler, der komplett ohne Probleme hier ankam und der auch nicht gerade den Spielertyp darstellt, den man für Bosz System gebrauchen kann – dafür reicht eigentlich ein simpler Vergleich der RV Situation bei Ajax im letzten Jahr, mit der des BVB. Allgemein ist Toljan auch nicht unbedingt die Ideallösung auf RV, aber ich denke, dass man ihm zumindest bis zu Passlacks Rückkehr Zeit geben sollte, um sich zu beweisen. Trotzdem muss man hier eine neue Lösung präsentieren, da Piszczek auch in dieser Saison ein zentraler Spieler ist, obwohl er vom Niveau nur noch solide ist und mit dem Weltklasse-RV vergangener Tage leider nichts mehr zu tun hat. Somit stellt RV derzeit weiterhin eine Position dar, die eine zu große Baustelle darstellt, um nicht angegangen zu werden.

Da man in den letzten Wochen immer wieder gesehen hat, wie anfällig man defensiv ist, wenn gegnerische Mannschaften die Abwehr überspielen, weil sie dort große, athletisch starke sowie meist schnelle und kopfballstarke Spieler postieren, die ihre physischen Vorteile auf dieser Position allzu leicht ausspielen können, wodurch der BVB eine enorme Schwäche anbietet, sobald das Pressing und Gegenpressing des BVB nicht greift, die es jedem Gegner erlaubt im Chaos seine erfolgreiche Taktik zu finden.
Daher sind auf dieser Position 3 Kriterien für mich extrem wichtig:

1. Kopfballstärke
2. Physis, um diese Kopfballstärke auch gegen große Stürmer umsetzen zu können
3. Antritt und Tempo

Piszczek ist vor allem deswegen noch gesetzt, weil er insgesamt in diesen Kategorien große Vorteile gegenüber seiner Konkurrenz hat, was nicht zuletzt einer der Gründe ist, warum er eine solide Saison spielt: mit ihm bietet man schließlich weniger Schwächen an und zwingt den Gegner strukturierter zu spielen, was in der Bundesliga den allermeisten Teams schwerfällt. Daher ist ein Typ Piszczek nicht so verkehrt, wenngleich in Sachen Passspiel, Pressingresistenz und Dynamik ein Upgrade notwendig ist.

Schließlich kommt dazu, dass man auch im Aufbau mehr als genug Probleme hatte, wenn die AV nicht als vernünftige Anspielstation herhalten können, die auch in engen Spielsituationen Ruhe und Übersicht behalten. Daran hapert es meines Erachtens, egal wer dort spielt - teils gewaltig -, sodass technische Fähigkeiten ebenfalls hoch gewichtet werden müssen, um gegnerischem Pressing ausreichend viel entgegen setzen zu können, damit der Ball wieder stärker in den eigenen Reihen gehalten wird. Nicht umsonst hatte ich daher in der letzten Saison noch Soares als spielintelligenten, technisch guten sowie defensivstarken RV immer wieder gefordert – zumal er hier recht sicher keine großen Anpassungsschwierigkeiten hätte. Das Problem ist nur, dass er mit etwas über 1,70 nicht wirklich die obigen Kriterien erfüllen kann. Zwar kann er vieles durch seine Zweikampfstärke am Boden und seine hohe Spielintelligenz lösen, allerdings befürchte ich, dass er nicht (mehr) genug lösen kann, sodass ich mittlerweile nicht mehr 100% überzeugt bin, dass er in der aktuellen Situation der Richtige ist. Wobei er wohl auch weiterhin schwer zu realisieren wäre, da Southampton seine Transferstrategie überdacht hat.

Dafür gibt es 2 andere Alternativen, die ich hochinteressant finde, wenngleich auch recht unterschiedlich. Einerseits Mukiele, den ich schon mal im oQ Thread vorgestellt habe, der ein sehr physischer RV wäre, mit einer Ausbildung als IV und notfalls auch als DM fähig, da er technisch stark ist und sich nur schwer unter Druck setzen lässt. Andererseits Henrichs, der in Leverkusen gerade zwar Probleme wegen Retsos hat, allerdings meines Erachtens mehr als genug Potenzial hat, um mal ein Spieler ohne echte Schwächen zu werden, der optimal in eine Ballbesitzmannschaft passt. Henrichs wäre somit ein Spieler, der wortwörtlich risikoaverser wäre, da er ein vergleichsweise ruhiger Spieler ist, der nur sehr wenige Fehler begeht, aber nach vorne nicht unbedingt viel riskiert – muss er aber auch gar nicht, wenn man bedenkt, dass man auf der anderen Seite Guerreiro hat, sodass eine Absicherung dazu gar nicht verkehrt wäre. Mukiele dahingegen ist ein vergleichsweise risikofreudiger Spieler, der sowohl offensiv als auch defensiv fast nur einen Weg kennt: nach vorne! Damit hat er dann auch mal den einen oder anderen defensiven Stellungsfehler mehr drin, da er häufig auf den Passweg spekuliert, anstatt den Gegenspieler zu stellen (was auch oft gut geht, aber eben nicht immer) und auch den einen oder anderen offensiven Ballverlust mehr, weil er primär die spielerische Lösung sucht. Daher sind beide Spieler am Ende doch recht unterschiedlich, wobei ich keine klare Präferenz habe und beide gut finden würde, wobei Mukiele günstiger sein dürfte und mit seiner durch viel Mut geprägten Mentalität auch noch einen Bonus mitbringen würde, der mir gut gefallen würde – wenngleich das auch mmer mal wieder nach hinten losgehen wird.

Da Durm den Verein bereits verlassen sollte, weil er schlichtweg nicht planbar ist und er nicht mehr für die notwendige Stammlösung in Frage kommt, bleibt meines Erachtens auch noch genug Platz für Toljan und Piszczek gleichermaßen. Schließlich ist Piszczek selbst auch nicht unbedingt dauerfit und andererseits fallen auch Guerreiro und Schmelzer häufiger aus, sodass Toljan als BU für beide Seiten absolut notwendig sein könnte, womit er auch nach wie vor seine Entwicklungsmöglichkeiten bekommen wird, sodass bei ihm erst 2019 eine Entscheidung fallen muss – Stichwort: Passlack. Diese könnten umso größer sein, wenn man bedenkt, dass in dieser Saison Subotic schon zum Einsatz kam, womit also in der IV ein 5. Mann benötigt wurde, der eigentlich nicht mehr vorgesehen ist. Sowohl Piszczek als auch Mukiele wären denkbare Optionen, um dort Ausfälle aufzufangen, die auch bspw. daraus resultieren könnten, dass Dendoncker als physische Alternative im DM benötigt wird – weswegen ich Burnic nochmal ein weiteres Jahr verleihen würde (ob nach Stuttgart, muss man aber erst mal noch abwarten!). Die Abwehr wäre somit sehr flexibel und für alle Situationen gerüstet, selbst wenn mal jemand ausfallen sollte oder – aktuell - komplizierte positionelle Engpässe drohen!
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Zentrales Mittelfeld

Im zentralen Mittelfeld gibt es meines Erachtens ein Problem mit der Zusammenstellung. Götze, Castro und Kagawa sind sich in vielen Bereichen etwas zu ähnlich, können allerdings nicht immer die benötigte Dynamik liefern und sind auch physisch häufiger im Nachteil. Ersteres bietet eigentlich nur Dahoud im ausreichenden Maß, der allerdings auch keinen BU hat und das eine oder andere Mal auch mit einer weiteren dynamischen Option neben sich umso mehr seiner Stärken einbringen könnte. Letzteres ist schwer zu bereinigen, will man auch noch entsprechende spielerische Qualität sicherstellen, allerdings sollte man schon darauf achten, dass man dahingehend bestehende Schwächen zumindest nicht noch weiter vergrößert. Dazu wäre auch ein Spieler wichtig, der in großen Spielen nicht untertaucht, sondern gerade dann zeigen will und kann, wie gut er ist.

Die eierlegende Wollmilchsau, die spielerisch über enormes Potenzial verfügt, aber auch dynamisch und physisch Stärken mitbringt, wäre Zakaria und damit der nächste Gladbacher ZM. Ich sehe bei ihm jedenfalls das Potenzial ein ziemlich kompletter Spieler zu werden, was aber wahrscheinlich auch schon das Problem ist. Denn Gladbach sieht das eben auch und wird ihn, nachdem sie ihn eh erst geholt haben, nur gegen absurde Summen abgeben, die er noch nicht unbedingt wert ist, da er aktuell dann eben doch noch kein fertiger Spieler ist. Das wird einige gut situierte Vereine – vor allem aus der PL - trotzdem nicht abschrecken, sodass ich davon ausgehe, dass der BVB leider keine Chance hat, weil man nicht mithalten kann, sobald die Gladbacher dann doch mal in Versuchung kommen sollten – was wohl noch nicht im nächsten Jahr sein wird, wobei der BVB keine Zeit zum warten hat. Auch Bentancur, den ich letztes Jahr in meinen Schmieden dabei hatte, kann man abhaken, da er sich bei Juve direkt für mehr Einsatzzeiten empfehlen konnte. Von Goretzka muss man sowieso gar nicht erst reden und wohl auf dem Markt verfügbare Spieler wie Can, Loftus-Cheek oder Renato Sanches sind auch nicht unbedingt realistisch, bringen uns aber sowieso nicht direkt ausreichend vorwärts bzw. erfüllen nicht jedes Kriterium, das wichtig ist.

Daher muss man wohl bei der physischen Komponente ein paar Abstriche machen und umso größeren Fokus auf die spielerischen und dynamischen Komponenten legen. Dabei fällt mir vor allem Soler aus Valencia ein, der physisch trotzdem nicht schwach ist, mit viel Einsatz auffällt, aber eben nicht die Statur der zuvor genannten Spieler mitbringt. Dafür ist er in dieser Saison einer der Gründe, warum Valencia die bisherige Überraschung der Saison in Spanien ist. Technisch ist er selbst auf engstem Raum ein extrem starker Spieler, der nur sehr schwer vom Ball zu trennen ist, jederzeit – also auch in dynamischen Situationen - mit Übersicht, Ruhe und enormen Selbstvertrauen agiert, weil er den Ball nicht hergeben will, sodass er aus beinahe jeder Situation den Gegner, mit sehr intelligenten und punktegenauen Pässen, sezieren kann. Zwar hat er noch einige Schwächen, jedoch würde ich die meisten unter Potenzial notieren. So könnte er das Spiel noch konstanter an sich reißen (aktuell lebt er eher für Aktionen, in die er alles reinsteckt), könnte im Abschluss noch zulegen und defensiv ist er zwar nicht schlecht, aber sicher nicht herausragend. Dennoch ist er ein Spielertyp, mit dem man sehr viel lieber in derselben Mannschaft spielt, weswegen ich für ihn bereit wäre eine neue Rekordablöse hinzulegen. Es wird jedenfalls nur wenige Spieler geben, die dermaßen Dynamik, Technik, Mentalität und Spielintelligenz mitbringen, weswegen klar sein sollte, dass mehr Geld denn je fließen müsste (vor allem wenn Valencia die CL erreichen sollte). Ich habe bei ihm jedoch die Hoffnung, dass er machbar ist und das fehlende Puzzleteil, um sich vor allem mit Dahoud und Götze perfekt zu ergänzen!

Dafür müsste dann nicht nur Rode weichen, sondern auch einer aus Kagawa und Castro. Beide haben immer wieder ihre Phasen in denen sie sehr wertvolle Beiträge für unser Spiel leisten, aber die sind selten vorhersehbar und leider auch allzu selten, zumal sie auch beide nicht primär über die Dynamik kommen. Vom Spielertyp sind sie deswegen, wie schon geschrieben, eher Götze BU, was aber dazu führt, dass der Kader an der Stelle nicht homogen genug ist. Mit Soler wäre das bereinigt, weswegen Kagawa und Castro meines Erachtens um ihre Zukunft beim BVB spielen müssen!
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Zugänge:

  • Hitz (ablösefrei) oder Luthe (1 Mio.)
  • Mukiele (15 Mio.) oder Henrichs (20-25 Mio.)
  • Dendoncker (20-25 Mio.)
  • Soler (40 Mio.)


Ausgaben: 75-91 Mio.

Abgänge:

  • Weidenfeller (Karriereende)
  • Sokratis (30 Mio.)
  • Subotic (ablösefrei)
  • Durm (3 Mio.)
  • Burnic (Leihe)
  • Rode (5 Mio.)
  • Merino (7 Mio.)
  • Kagawa oder Castro (15 Mio.)
  • Larsen (eventuell Leihe – dazu später mehr)
  • Schürrle (20-25 Mio.)


Einnahmen: 80-85 Mio., wobei man bedenken sollte, dass von der Dembele Ablöse meiner Einschätzung nach noch genug vorhanden sein sollten, sodass die Ausgaben durch die Einnahmen auf alle Fälle vollauf gedeckt sind!
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Der Kader sähe dann so aus:

Tor: Bürki, Reimann, Hitz/Luthe
IV: Bartra, Toprak, Dendoncker, Zagadou
RV/LV: Mukiele/Henrichs, Piszczek, Toljan, Guerreiro, Schmelzer
DM/ZM: Weigl, Sahin, Dahoud, Götze, Soler, Castro/Kagawa
RA/LA: Reus, Pulisic, Philipp, Yarmolenko, Sancho
MS: Aubameyang, Isak

Damit wäre der Kader also auf die anvisierten 25 Spieler geschrumpft, möglichst homogen aufgestellt, hätte dynamisch und physisch gleichermaßen gewonnen, wie auch spielerisch!
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Abschließend muss man meines Erachtens auch noch ausführlich die Personalien Reus und Aubameyang diskutieren. Bei Reus steht die nächste Verlängerung an oder er sucht sich doch nochmal eine neue Herausforderung. Bei Aubameyang sieht es relativ ähnlich aus, auch wenn hier keine Verlängerung ansteht, da er bereits im letzten Sommer sehr laut nachgedacht hat, dass er sich etwas Neues vorstellen könne. Bei Beiden tue ich mich sehr schwer den optimalen Nachfolger zu finden, denke allerdings, dass es jeweils genug Potenziale gibt, warum man sich, trotz der Qualität, die verloren gehen würde, verbessern kann, weil man nicht nur Stärken verliert. Schließlich ist Reus mittlerweile fast schon traditionell mindestens eine halbe Saison raus und ich habe den Glauben verloren, dass das nochmal anders wird. Einerseits ist Reus sportliche Bedeutung damit mittlerweile so gering, weil er kaum planbar ist, sodass man seinen Kaderplatz genauso gut mit einem Talent besetzen könnte, das Reus ehemalige sportliche Bedeutung in einiger Zeit erreichen könnte, da man auch ohne Reus relativ breit aufgestellt ist (Pulisic, Philipp und Yarmolenko sind eine gute Rotation und auch Sancho wird seinen Weg bis zur nächsten Saison gehen, sodass auch er Teil der Rotation sein sollte). Andererseits hat Reus, wenn er fit ist, eben doch mehr Qualität als die meisten Spieler und vor allem für die Marke BVB ist er nach wie vor alles andere als unwichtig – wie auch Kagawa.

Für mich ist es daher schwer zu sagen, was die optimale Entscheidung ist und ob man unbedingt einen Nachfolger benötigt, wenn er nicht, zu für den BVB akzeptablen Bedingungen (Gehaltssteigerungen sind definitiv nicht drin), verlängern will. Zwar muss man dann meines Erachtens definitiv eine Ablöse mitnehmen, allerdings wird diese sicherlich nicht so hoch ausfallen, dass man davon ähnliche Qualität bekommt und man braucht sie meines Erachtens auch gar nicht unbedingt (sofort). Daher macht es wahrscheinlich gar keinen Sinn Reus direkt zu ersetzen zu versuchen, sondern - wenn überhaupt - lieber holt man noch ein Talent oder setzt auf Larsen (bei dem ich aktuell allerdings eine Leihe als sinnvoller ansehe, weil er mir nicht unbedingt als Teil der aktuellen Profimannschaft vorkommt und ich nicht unbedingt sehe, ob und wo er sonst eine Perspektive hat – trotz seines Talents). Sollte man sich extern bedienen, macht meines Erachtens fast nur ein dynamischer Spieler Sinn, der vor allem auf engem Raum im 1gg1 Lücken reißen kann und primär eher der Typ Vorbereiter ist.

Den kann ich mir auch vorstellen, falls Aubameyang gehen sollte. Denn er könnte gehen, weil er vielleicht (aus seiner Perspektive) einerseits was Neues machen will und andererseits vom Typ nur sehr schwer in ein Ballbesitzsystem passt, wenn man seine Schwächen nicht ausbalancieren kann. Das fällt dem BVB meines Erachtens in dieser Saison schwer, was nicht unbedingt an Aubameyang selbst sichtbar wird – unabhängig davon, dass er gerade Flaute hat -, sondern an den Spielern neben ihm. So hat Aubameyang zwar weiterhin viele Chancen – auch unverändert viele Großchancen -, allerdings fällt halt umso mehr auf, dass neben ihm viel Aufwand betrieben wird, um ihn zu füttern, während diese Spieler selbst nicht perfekt zur Geltung kommen. Gerade ein Pulisic oder Yarmolenko können meines Erachtens noch weitaus torgefährlicher auftreten, wenn im Zentrum ein Stürmer wäre, der ein besserer Vorbereiter ist, der also Räume für die Außen reißen kann und für sie Chancen kreiert. Der ist Aubameyang jedoch nicht, da er komplett vom Rest abhängig ist, weswegen ich nicht glaube, dass die Potenziale der Mannschaft vorne voll ausgeschöpft werden. Das wäre eher der Fall, wenn mehr Verantwortung auf mehr Köpfe verteilt wird, wodurch letztendlich auch Unabhängigkeit von einzelnen Spielern erst entstehen kann. Denn gerade das merkt man aktuell: man ist von Aubameyang und seinen Toren abhängig, was eben auch – oder vor allem – daran liegt, dass Aubameyang ohne seine Tore dem Spiel des BVB kaum etwas liefern kann!

Daher sollte man meines Erachtens – bedingt durch die beiden Neuzugänge Yarmolenko und Philipp, die sehr gute Abschlussspieler sind – nicht mehr unbedingt über einen Stürmertyp reden, der vor allem von seinem eigenen Abschluss lebt. Rückblickend wundert mich jedenfalls nicht mehr, warum man so sehr hinter Augustin her war, wenn man die sonstigen Zugänge bedenkt. Das hätte von der Zusammensetzung einfach sehr viel Sinn gemacht, während die Transferstrategie so wie sie war irgendwie etwas unvollständig daher kam – wahrscheinlich aber auch durch den Zeitdruck bedingt, der in den letzten 2-3 Wochen des Transferfensters entstand. Da Isak noch nicht ganz soweit ist, dass man ihm die Schlüssel überreicht, er dennoch Einsatzzeit benötigt und der BVB eventuell (wenn Reus auch noch gehen sollte) auf den Außen mehr Platz hat, macht höchstwahrscheinlich (dann müsste man Larsen aber doch verleihen) ein Hybrid in der Nachfolge viel Sinn, der alle Offensivpositionen spielen kann, aber mehr Qualität im 1gg1 und als Spielmacher mitbringt, denn als Vollstrecker. Dabei fallen mir aber derzeit eher Talente ein, die noch nicht unbedingt die prominenteste Rolle spielen, weswegen ich im Moment nur mal ein paar grobe Ideen vorstellen will, in welche Richtungen es gehen könnte. 2 interessante Kandidaten spielen wiederum für Valencia: Santi Mina sowie Guedes. Ein anderer Kandidat wäre Thuram, der momentan in Guingamp spielt.

Santi Mina bekommt aktuell nicht allzu große Spielanteile, weswegen er definitiv machbar sein sollte, spielte zuletzt allerdings hocheffizient, agiert grundsätzlich offensiv sowie defensiv mit viel Einsatz und Präsenz, kann für sich und andere Spieler Chancen kreieren und bringt viel Dynamik und Athletik mit. Damit gleicht er meines Erachtens auch ganz gut aus, dass er nicht allzu konstant selbst torgefährlich wird, da er vor dem Tor nicht die besten Laufwege macht, obwohl er ansonsten ein Spieler ist, der sich sehr auf seine Intuition verlässt (dadurch teils zu viele Fehlentscheidungen und damit Ballverluste hat) und defensiv muss man ihm sicher auch noch einiges beibringen! Grundsätzlich aber ein hochinteressanter Stürmer für den BVB, um jemanden zu haben, der von allem etwas kann und noch jede Menge Potenzial mitbringt!

Guedes dürften hier mehr kennen, der derzeit von PSG an Valencia ausgeliehen ist, aber in Paris kaum eine Zukunft mehr haben dürfte. Für die Außen ist mir Guedes insgesamt zu langsam, im Zentrum ist er nicht unbedingt der abschlussstärkste Spieler, aber er ist halt kaum vom Ball zu trennen, ist im 1gg1 und Kombinationsspiel stark und auch defensiv mittlerweile ganz gut zu gebrauchen. Kurzum: ich denke mit seinem Spielertyp kann man, trotz eher geringer physischer Dynamik, sehr viel anfangen, da er einerseits für Isak als echter MS Platz bietet, andererseits das Beste von Yarmolenko, Philipp und Pulisic zum Vorschein bringen sollte!

Thuram dürfte einigen bekannt vorkommen, da sein Vater mit Vornamen Lilian heißt. Anders als sein Vater ist Marcus allerdings ein echter Stürmer, der vorne alle Positionen spielen kann, aber mit seiner Gesamtpaket für den MS prädestiniert ist, als der er in Guingamp nun auch eingesetzt wird, nachdem er in Sochaux noch recht häufig auf den Außen ran musste. Ob Größe, Kraft, Athletik, Dynamik, Technik, das komplette Grundpaket ist vorhanden (für seine Größe ist er auch recht beweglich), womit er in der Luft und in Dribblings bereits richtig stark ist und Lücken für seine Mitspieler reißen kann, die er aber auch – vor allem an Dribblings anschließend –recht gut einsetzen kann! Mit seinen 20 Jahren ist er trotzdem in einigen Bereichen noch etwas arg roh und nicht so wahnsinnig viel weiter als Isak: so ist sein Abschluss noch stark ausbaufähig, da er zwar durchaus gute Laufwege macht, allerdings Ruhe, Kraft und Präzision zu wünschen übrig lassen, sein Passspiel ist ausbaufähig, sodass gute Ideen häufiger schlecht umgesetzt werden und die Defensivstärke des Vaters ist scheinbar nicht übermäßig vererbt worden – zumindest macht er bei Guingamp defensiv nicht allzu viel. Trotzdem sollte man auch ihn im Auge behalten, da die Grundvoraussetzungen bei ihm selten komplett sind und er einer der Spieler ist, bei denen ich mir in dieser Saison noch größere Sprünge vorstellen könnte, sodass er durchaus ein Kandidat sein könnte, der für den BVB schon im nächsten Sommer interessant wird, selbst wenn er es Stand heute noch nicht beim BVB packen würde!


Sehr interessante Vorschläge und wie immer schön zu lesen. Danke dafür.



Danke!


Ich sehe, dass wir ungefähr die selben Vorstellungen haben auf welchen Positionen wir Nachholbedarf haben (RV & ZM) und auch ungefähr nach dem selben Profil Ausschau halten.

Mukiele muss ich mir nun unbedingt mal selbst anschauen, wobei mir Henrichs auch mal wieder als deutscher Nationalspieler lieber wäre.



Wie gesagt: ich bin da ziemlich indifferent, was beide Spieler betrifft. Bei Henrichs weiß man vielleicht eher was man bekommt und was nicht, was für mich das wichtigere Argument ist als seine Nationalität. Zumal man sich aus dem letzten U21 Jahrgang schon einige - der weniger werdenden - Perlen sichern konnte.


Was hälst du im zentralen Mittelfeld denn von Ander Herrera?
Der würde doch perfekt in das Anforderungsprofil passen und wäre sogar ablösefrei zu haben. Da müsste man natürlich jetzt schon längst dran sein um eine Rückkehr nach Spanien zu verhindern, aber mit der entsprechenden Wertschätzung und Bartra sowie Capellas in unseren Reihen könnte man da noch dazwischenfunken.



Ich kann ihn als Typ schlecht einschätzen, was er machen wird, ob er in Manchester zufrieden ist oder nicht. Schließlich ist es ja nicht so, dass Mou überhaupt nicht auf ihn setzt, sondern als ersten Rotationsspieler im Zentrum auf ihn zurückgreift. Ob größere Rollen bei größeren Vereinen drin sind, wage ich angesichts der aktuellen Besetzung der meisten Clubs zu bezweifeln. Daher kann genauso gut das Geld mal wieder entscheiden und damit dürfte er sowieso bereits ziemlich verseucht sein, was umso problematischer ist, da ich in ihm eigentlich eher einen 6er als einen 8er sehe. Die größten Stärken hat er für mich jedenfalls als Ballverteiler und - eroberer, der im Bosz System wohl auch nahezu optimal aufgehoben wäre, weil er beides sehr hochstehend beherrscht. Da ich aber weder einen Weigl noch Sahin Abgang vermute, sehe ich nicht den Bedarf für ihn, da in Sachen Zug zum Tor und in der Entwicklung von Dynamik dann doch eher ein Kompromiss rausspringen würde.


Im Tor halte ich Luthe und speziell Hitz als für zu stark und selbstbewusst um sich als Nr. 3 bei uns noch einen schönen Karriereabend zu machen. Da müssen wir wohl eher in die 3. Liga schauen um einen Karriere zu finden, der bereits mit der Profi-Karriere abschließt.


Kann sein, wobei ich mir das bei Luthe eigentlich nicht vorstellen kann. In Augsburg ist er aktuell schließlich auch nur Nummer 2, was in der Regel kaum bis gar keine Spiele bedeutet und mit Giefer hat man auch noch einen weiteren Torhüter, der selbst an diesem Status was ändern könnte. Kaum bis - eher - gar keine Spiele, kann Luthe auch beim BVB bekommen, samt aufgebessertem Gehalt und Rückkehr in die Heimat. Da ich nicht sehe, dass in Liga 1 oder 2 demnächst ein Tor für ihn aufgeht (da müsste auf alle Fälle Hitz wechseln) und Liga 3 relativ uninteressant sein dürfte, sehe ich also schon Argumente für den BVB.



Erstklassige Analyse. Die Einschätzung zu unserem Team teile ich uneingeschränkt.
Kaderschmiede 2017/2018 |#2000
03.11.2017 - 10:26 Uhr
Zitat von BVBBC

Es wird Zeit für eine neue Kaderschmiede, da die neue Saison doch noch einige Baustellen aufzeigt, die vor der Saison nicht optimal gelöst wurden. Aktuell fehlt mir jedenfalls in jedem Mannschaftsteil vor allem Spielstärke, aber auch mental, physisch und dynamisch könnte es in vielen Bereichen mehr sein. Der Kader muss meines Erachtens zudem spielerisch nun endlich an die Anforderungen eines Ballbesitzsystems angepasst werden, wofür einige Schwächen, die derzeit schwer oder gar nicht ausbalancierbar sind, angegangen werden müssen, selbst wenn es dabei alte Helden trifft. Außerdem muss der Kader ausgedünnt werden, da es einige Spieler zu viel gibt, um einen gesunden Wettkampf zu erzeugen, wobei es diesen Wettbewerb teils gar nicht gibt, da diese Spieler eh häufig verletzt sind und daher vor allem Budget kosten. Ziel ist daher ein 25er Kader, der auf Ausfälle und Mehrfachbelastung ausreichend reagieren kann.
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Torhüter

Im Tor wird man automatisch nach einer neuen Nummer 2 suchen müssen, da Weidenfeller seine Karriere beenden wird. Primärer Kandidat ist für mich dabei Reimann, der fußballerisch alles mitbringt, um bei einer Ballbesitzmannschaft ideal reinzupassen, zumal er auch torwartspezifisch in der Vorbereitung zu überzeugen wusste. Sicherlich ist das eine riskante Wahl, da man eine Nummer 2 auf der Bank schlecht entwickeln kann, was aber immer noch notwendig wäre. Allerdings gibt es zwei wesentliche Gründe, warum ich das Risiko eingehen würde. Erstens muss bei jedem Torhüter irgendwann ein größerer Schritt kommen, will er es in ein Bundesligator schaffen, für den mehr Erfahrung auf unterklassigem Niveau einfach nicht genügt, da ein Torhüter selten mit seinen Aufgaben wachsen kann, sondern traditionell irgendwann ins kalte Wasser geworfen werden muss. Daher würde ich die nächsten 2 Jahre nutzen, um Reimann die Chance als Bürki Herausforderer zu geben – dabei hat man meines Erachtens wenig zu verlieren. Zweitens bezweifle ich, dass Reimann seinen auslaufenden Vertrag verlängert, wenn er hier keine klare Perspektive bei den Profis hat und diese Perspektive sehe ich eigentlich nur in Weidenfellers Platz.

Dementsprechend würde ich mit ihm verlängern, ihn zur klaren Nummer 2 erklären und dahinter eine erfahrene Nummer 3 suchen, die auch durchaus Oldschool daher kommen dürfte. Augsburg bietet dafür 2 interessante Personalien, da Hitz seinen Vertrag derzeit nicht verlängert hat, womit er ablösefrei eine höchst erfahrene und hochwertige Lösung wäre oder man holt dessen BU Luthe, gegen eine geringe Ablöse, zurück in den Pott. Das hinge wohl maßgeblich davon ab, ob Hitz noch weiterhin auf seinen Status als Nummer 1 wert legt (damit wohl auch in Augsburg bleiben müsste) oder ob er sich eine andere Rolle bei einem größeren Verein vorstellen könnte, selbst wenn er wohl nie spielen wird. Die Diskussionen um Bürki sind für mich irrelevant, da ich hier kein machbares Upgrade sehe, sondern nur viele Möglichkeiten viel Geld dafür auszugeben, damit man bestenfalls dasselbe bekommt - Geld, das an anderer Stelle sinnvoller eingesetzt ist.
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Innenverteidigung

Ich rechne fest damit, dass Subotic den BVB im Winter – spätestens im Sommer - verlässt und im Sommer wird Sokratis folgen. Das liegt daran, dass ich bei beiden die Reise mit dem BVB als beendet ansehe. Bei Subotic ist klar weshalb, da es bei ihm mittlerweile an vielen Dingen fehlt, die es beim BVB benötigt. Bei Sokratis ist es auf den ersten Blick weniger klar, allerdings kommt er mir in den letzten 2 Jahren häufiger überfordert bzw. gestresst vor, wenn eine Angriffslawine nach der nächsten auf ihn zurollt, wofür er mitunter aber selbst verantwortlich ist, da er im Aufbau zu grobe Schwächen hat, durch die einige Probleme verursacht werden. Dadurch hat jeder Gegner 2 Optionen: entweder die IV totpressen oder alle außer Sokratis zustellen. Das Ergebnis ist meist dasselbe: Ballverluste, Konter bzw. postwendende Rückgabe Richtung Absender! Daher kann ich mir sehr gut vorstellen, dass es für beide Seiten gut wäre, wenn Sokratis seinen 2019 auslaufenden Vertrag nicht verlängert, sondern nochmal eine neue Herausforderung sucht (den Gedanken, dass er nach Liverpool geht, finde ich dabei recht charmant, allerdings auch irgendwie unrealistisch), da der BVB seine Schwächen nicht mehr (wie mit Hummels) kompensieren kann und seine Stärken auch nicht mehr 100% zur Geltung kommen.

Dafür würde ich Dendoncker holen, der als IV meines Erachtens nahezu alles bietet, was uns fehlt und gleichzeitig einiges auffangen könnte, was durch Sokratis verloren gehen würde. Gerade seine variablen Möglichkeiten im Aufbau würden unsere IV jedenfalls nicht mehr so ausrechenbar machen, da er mit jedem Fuß überall auf dem Platz Mitspieler finden kann oder auch mit Ball am Fuß ins Mittelfeld aufrücken kann, um statische Gegner, die sich zurückziehen und mit viel Manndeckung agieren, zum kollabieren zu bringen – womit er also wieder Freiräume für Mitspieler schaffen kann. Durch seine Kombination aus Physis und Technik ist er dafür auch ausreichend pressingresistent. Dadurch, dass er mit beiden Füßen saubere Bälle spielen kann, muss für mich auch kein weiterer Linksfuss her und allgemein denke ich, dass die IV für jede Situation nahezu perfekt aufgestellt ist. Mit Bartra und Toprak hat man erfahrene Spieler, mit Zagadou und Dendoncker umso mehr Potenzial, wobei man beide jetzt auch schon bedenkenlos bringen kann. Ich denke mit der Mischung, aber einer durchweg spielstarken IV, ist man für die nächsten Jahre dann sehr gut aufgestellt.
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Rechter Verteidiger

Diese Position wurde spät im Sommer doch noch angegangen, da man innerhalb des Vereins wohl realisiert hat, dass Passlack im letzten Jahr Rückschritte gemacht hat, deren Bereinigung - durch Spielpraxis - sich der BVB nicht erlauben konnte. Daher hat man mit Hoffenheim einen Deal gefunden, um sich einen bundesligaerfahrenen Mann zu sichern und gleichzeitig Passlack andernorts idealerweise mehr Spielpraxis zu ermöglichen – worum ich mir aktuell auch noch keine Sorgen mache. Das Problem ist nur: Toljan ist kein Spieler, der komplett ohne Probleme hier ankam und der auch nicht gerade den Spielertyp darstellt, den man für Bosz System gebrauchen kann – dafür reicht eigentlich ein simpler Vergleich der RV Situation bei Ajax im letzten Jahr, mit der des BVB. Allgemein ist Toljan auch nicht unbedingt die Ideallösung auf RV, aber ich denke, dass man ihm zumindest bis zu Passlacks Rückkehr Zeit geben sollte, um sich zu beweisen. Trotzdem muss man hier eine neue Lösung präsentieren, da Piszczek auch in dieser Saison ein zentraler Spieler ist, obwohl er vom Niveau nur noch solide ist und mit dem Weltklasse-RV vergangener Tage leider nichts mehr zu tun hat. Somit stellt RV derzeit weiterhin eine Position dar, die eine zu große Baustelle darstellt, um nicht angegangen zu werden.

Da man in den letzten Wochen immer wieder gesehen hat, wie anfällig man defensiv ist, wenn gegnerische Mannschaften die Abwehr überspielen, weil sie dort große, athletisch starke sowie meist schnelle und kopfballstarke Spieler postieren, die ihre physischen Vorteile auf dieser Position allzu leicht ausspielen können, wodurch der BVB eine enorme Schwäche anbietet, sobald das Pressing und Gegenpressing des BVB nicht greift, die es jedem Gegner erlaubt im Chaos seine erfolgreiche Taktik zu finden.
Daher sind auf dieser Position 3 Kriterien für mich extrem wichtig:

1. Kopfballstärke
2. Physis, um diese Kopfballstärke auch gegen große Stürmer umsetzen zu können
3. Antritt und Tempo

Piszczek ist vor allem deswegen noch gesetzt, weil er insgesamt in diesen Kategorien große Vorteile gegenüber seiner Konkurrenz hat, was nicht zuletzt einer der Gründe ist, warum er eine solide Saison spielt: mit ihm bietet man schließlich weniger Schwächen an und zwingt den Gegner strukturierter zu spielen, was in der Bundesliga den allermeisten Teams schwerfällt. Daher ist ein Typ Piszczek nicht so verkehrt, wenngleich in Sachen Passspiel, Pressingresistenz und Dynamik ein Upgrade notwendig ist.

Schließlich kommt dazu, dass man auch im Aufbau mehr als genug Probleme hatte, wenn die AV nicht als vernünftige Anspielstation herhalten können, die auch in engen Spielsituationen Ruhe und Übersicht behalten. Daran hapert es meines Erachtens, egal wer dort spielt - teils gewaltig -, sodass technische Fähigkeiten ebenfalls hoch gewichtet werden müssen, um gegnerischem Pressing ausreichend viel entgegen setzen zu können, damit der Ball wieder stärker in den eigenen Reihen gehalten wird. Nicht umsonst hatte ich daher in der letzten Saison noch Soares als spielintelligenten, technisch guten sowie defensivstarken RV immer wieder gefordert – zumal er hier recht sicher keine großen Anpassungsschwierigkeiten hätte. Das Problem ist nur, dass er mit etwas über 1,70 nicht wirklich die obigen Kriterien erfüllen kann. Zwar kann er vieles durch seine Zweikampfstärke am Boden und seine hohe Spielintelligenz lösen, allerdings befürchte ich, dass er nicht (mehr) genug lösen kann, sodass ich mittlerweile nicht mehr 100% überzeugt bin, dass er in der aktuellen Situation der Richtige ist. Wobei er wohl auch weiterhin schwer zu realisieren wäre, da Southampton seine Transferstrategie überdacht hat.

Dafür gibt es 2 andere Alternativen, die ich hochinteressant finde, wenngleich auch recht unterschiedlich. Einerseits Mukiele, den ich schon mal im oQ Thread vorgestellt habe, der ein sehr physischer RV wäre, mit einer Ausbildung als IV und notfalls auch als DM fähig, da er technisch stark ist und sich nur schwer unter Druck setzen lässt. Andererseits Henrichs, der in Leverkusen gerade zwar Probleme wegen Retsos hat, allerdings meines Erachtens mehr als genug Potenzial hat, um mal ein Spieler ohne echte Schwächen zu werden, der optimal in eine Ballbesitzmannschaft passt. Henrichs wäre somit ein Spieler, der wortwörtlich risikoaverser wäre, da er ein vergleichsweise ruhiger Spieler ist, der nur sehr wenige Fehler begeht, aber nach vorne nicht unbedingt viel riskiert – muss er aber auch gar nicht, wenn man bedenkt, dass man auf der anderen Seite Guerreiro hat, sodass eine Absicherung dazu gar nicht verkehrt wäre. Mukiele dahingegen ist ein vergleichsweise risikofreudiger Spieler, der sowohl offensiv als auch defensiv fast nur einen Weg kennt: nach vorne! Damit hat er dann auch mal den einen oder anderen defensiven Stellungsfehler mehr drin, da er häufig auf den Passweg spekuliert, anstatt den Gegenspieler zu stellen (was auch oft gut geht, aber eben nicht immer) und auch den einen oder anderen offensiven Ballverlust mehr, weil er primär die spielerische Lösung sucht. Daher sind beide Spieler am Ende doch recht unterschiedlich, wobei ich keine klare Präferenz habe und beide gut finden würde, wobei Mukiele günstiger sein dürfte und mit seiner durch viel Mut geprägten Mentalität auch noch einen Bonus mitbringen würde, der mir gut gefallen würde – wenngleich das auch mmer mal wieder nach hinten losgehen wird.

Da Durm den Verein bereits verlassen sollte, weil er schlichtweg nicht planbar ist und er nicht mehr für die notwendige Stammlösung in Frage kommt, bleibt meines Erachtens auch noch genug Platz für Toljan und Piszczek gleichermaßen. Schließlich ist Piszczek selbst auch nicht unbedingt dauerfit und andererseits fallen auch Guerreiro und Schmelzer häufiger aus, sodass Toljan als BU für beide Seiten absolut notwendig sein könnte, womit er auch nach wie vor seine Entwicklungsmöglichkeiten bekommen wird, sodass bei ihm erst 2019 eine Entscheidung fallen muss – Stichwort: Passlack. Diese könnten umso größer sein, wenn man bedenkt, dass in dieser Saison Subotic schon zum Einsatz kam, womit also in der IV ein 5. Mann benötigt wurde, der eigentlich nicht mehr vorgesehen ist. Sowohl Piszczek als auch Mukiele wären denkbare Optionen, um dort Ausfälle aufzufangen, die auch bspw. daraus resultieren könnten, dass Dendoncker als physische Alternative im DM benötigt wird – weswegen ich Burnic nochmal ein weiteres Jahr verleihen würde (ob nach Stuttgart, muss man aber erst mal noch abwarten!). Die Abwehr wäre somit sehr flexibel und für alle Situationen gerüstet, selbst wenn mal jemand ausfallen sollte oder – aktuell - komplizierte positionelle Engpässe drohen!
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Zentrales Mittelfeld

Im zentralen Mittelfeld gibt es meines Erachtens ein Problem mit der Zusammenstellung. Götze, Castro und Kagawa sind sich in vielen Bereichen etwas zu ähnlich, können allerdings nicht immer die benötigte Dynamik liefern und sind auch physisch häufiger im Nachteil. Ersteres bietet eigentlich nur Dahoud im ausreichenden Maß, der allerdings auch keinen BU hat und das eine oder andere Mal auch mit einer weiteren dynamischen Option neben sich umso mehr seiner Stärken einbringen könnte. Letzteres ist schwer zu bereinigen, will man auch noch entsprechende spielerische Qualität sicherstellen, allerdings sollte man schon darauf achten, dass man dahingehend bestehende Schwächen zumindest nicht noch weiter vergrößert. Dazu wäre auch ein Spieler wichtig, der in großen Spielen nicht untertaucht, sondern gerade dann zeigen will und kann, wie gut er ist.

Die eierlegende Wollmilchsau, die spielerisch über enormes Potenzial verfügt, aber auch dynamisch und physisch Stärken mitbringt, wäre Zakaria und damit der nächste Gladbacher ZM. Ich sehe bei ihm jedenfalls das Potenzial ein ziemlich kompletter Spieler zu werden, was aber wahrscheinlich auch schon das Problem ist. Denn Gladbach sieht das eben auch und wird ihn, nachdem sie ihn eh erst geholt haben, nur gegen absurde Summen abgeben, die er noch nicht unbedingt wert ist, da er aktuell dann eben doch noch kein fertiger Spieler ist. Das wird einige gut situierte Vereine – vor allem aus der PL - trotzdem nicht abschrecken, sodass ich davon ausgehe, dass der BVB leider keine Chance hat, weil man nicht mithalten kann, sobald die Gladbacher dann doch mal in Versuchung kommen sollten – was wohl noch nicht im nächsten Jahr sein wird, wobei der BVB keine Zeit zum warten hat. Auch Bentancur, den ich letztes Jahr in meinen Schmieden dabei hatte, kann man abhaken, da er sich bei Juve direkt für mehr Einsatzzeiten empfehlen konnte. Von Goretzka muss man sowieso gar nicht erst reden und wohl auf dem Markt verfügbare Spieler wie Can, Loftus-Cheek oder Renato Sanches sind auch nicht unbedingt realistisch, bringen uns aber sowieso nicht direkt ausreichend vorwärts bzw. erfüllen nicht jedes Kriterium, das wichtig ist.

Daher muss man wohl bei der physischen Komponente ein paar Abstriche machen und umso größeren Fokus auf die spielerischen und dynamischen Komponenten legen. Dabei fällt mir vor allem Soler aus Valencia ein, der physisch trotzdem nicht schwach ist, mit viel Einsatz auffällt, aber eben nicht die Statur der zuvor genannten Spieler mitbringt. Dafür ist er in dieser Saison einer der Gründe, warum Valencia die bisherige Überraschung der Saison in Spanien ist. Technisch ist er selbst auf engstem Raum ein extrem starker Spieler, der nur sehr schwer vom Ball zu trennen ist, jederzeit – also auch in dynamischen Situationen - mit Übersicht, Ruhe und enormen Selbstvertrauen agiert, weil er den Ball nicht hergeben will, sodass er aus beinahe jeder Situation den Gegner, mit sehr intelligenten und punktegenauen Pässen, sezieren kann. Zwar hat er noch einige Schwächen, jedoch würde ich die meisten unter Potenzial notieren. So könnte er das Spiel noch konstanter an sich reißen (aktuell lebt er eher für Aktionen, in die er alles reinsteckt), könnte im Abschluss noch zulegen und defensiv ist er zwar nicht schlecht, aber sicher nicht herausragend. Dennoch ist er ein Spielertyp, mit dem man sehr viel lieber in derselben Mannschaft spielt, weswegen ich für ihn bereit wäre eine neue Rekordablöse hinzulegen. Es wird jedenfalls nur wenige Spieler geben, die dermaßen Dynamik, Technik, Mentalität und Spielintelligenz mitbringen, weswegen klar sein sollte, dass mehr Geld denn je fließen müsste (vor allem wenn Valencia die CL erreichen sollte). Ich habe bei ihm jedoch die Hoffnung, dass er machbar ist und das fehlende Puzzleteil, um sich vor allem mit Dahoud und Götze perfekt zu ergänzen!

Dafür müsste dann nicht nur Rode weichen, sondern auch einer aus Kagawa und Castro. Beide haben immer wieder ihre Phasen in denen sie sehr wertvolle Beiträge für unser Spiel leisten, aber die sind selten vorhersehbar und leider auch allzu selten, zumal sie auch beide nicht primär über die Dynamik kommen. Vom Spielertyp sind sie deswegen, wie schon geschrieben, eher Götze BU, was aber dazu führt, dass der Kader an der Stelle nicht homogen genug ist. Mit Soler wäre das bereinigt, weswegen Kagawa und Castro meines Erachtens um ihre Zukunft beim BVB spielen müssen!
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Zugänge:

  • Hitz (ablösefrei) oder Luthe (1 Mio.)
  • Mukiele (15 Mio.) oder Henrichs (20-25 Mio.)
  • Dendoncker (20-25 Mio.)
  • Soler (40 Mio.)


Ausgaben: 75-91 Mio.

Abgänge:

  • Weidenfeller (Karriereende)
  • Sokratis (30 Mio.)
  • Subotic (ablösefrei)
  • Durm (3 Mio.)
  • Burnic (Leihe)
  • Rode (5 Mio.)
  • Merino (7 Mio.)
  • Kagawa oder Castro (15 Mio.)
  • Larsen (eventuell Leihe – dazu später mehr)
  • Schürrle (20-25 Mio.)


Einnahmen: 80-85 Mio., wobei man bedenken sollte, dass von der Dembele Ablöse meiner Einschätzung nach noch genug vorhanden sein sollten, sodass die Ausgaben durch die Einnahmen auf alle Fälle vollauf gedeckt sind!
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Der Kader sähe dann so aus:

Tor: Bürki, Reimann, Hitz/Luthe
IV: Bartra, Toprak, Dendoncker, Zagadou
RV/LV: Mukiele/Henrichs, Piszczek, Toljan, Guerreiro, Schmelzer
DM/ZM: Weigl, Sahin, Dahoud, Götze, Soler, Castro/Kagawa
RA/LA: Reus, Pulisic, Philipp, Yarmolenko, Sancho
MS: Aubameyang, Isak

Damit wäre der Kader also auf die anvisierten 25 Spieler geschrumpft, möglichst homogen aufgestellt, hätte dynamisch und physisch gleichermaßen gewonnen, wie auch spielerisch!
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Abschließend muss man meines Erachtens auch noch ausführlich die Personalien Reus und Aubameyang diskutieren. Bei Reus steht die nächste Verlängerung an oder er sucht sich doch nochmal eine neue Herausforderung. Bei Aubameyang sieht es relativ ähnlich aus, auch wenn hier keine Verlängerung ansteht, da er bereits im letzten Sommer sehr laut nachgedacht hat, dass er sich etwas Neues vorstellen könne. Bei Beiden tue ich mich sehr schwer den optimalen Nachfolger zu finden, denke allerdings, dass es jeweils genug Potenziale gibt, warum man sich, trotz der Qualität, die verloren gehen würde, verbessern kann, weil man nicht nur Stärken verliert. Schließlich ist Reus mittlerweile fast schon traditionell mindestens eine halbe Saison raus und ich habe den Glauben verloren, dass das nochmal anders wird. Einerseits ist Reus sportliche Bedeutung damit mittlerweile so gering, weil er kaum planbar ist, sodass man seinen Kaderplatz genauso gut mit einem Talent besetzen könnte, das Reus ehemalige sportliche Bedeutung in einiger Zeit erreichen könnte, da man auch ohne Reus relativ breit aufgestellt ist (Pulisic, Philipp und Yarmolenko sind eine gute Rotation und auch Sancho wird seinen Weg bis zur nächsten Saison gehen, sodass auch er Teil der Rotation sein sollte). Andererseits hat Reus, wenn er fit ist, eben doch mehr Qualität als die meisten Spieler und vor allem für die Marke BVB ist er nach wie vor alles andere als unwichtig – wie auch Kagawa.

Für mich ist es daher schwer zu sagen, was die optimale Entscheidung ist und ob man unbedingt einen Nachfolger benötigt, wenn er nicht, zu für den BVB akzeptablen Bedingungen (Gehaltssteigerungen sind definitiv nicht drin), verlängern will. Zwar muss man dann meines Erachtens definitiv eine Ablöse mitnehmen, allerdings wird diese sicherlich nicht so hoch ausfallen, dass man davon ähnliche Qualität bekommt und man braucht sie meines Erachtens auch gar nicht unbedingt (sofort). Daher macht es wahrscheinlich gar keinen Sinn Reus direkt zu ersetzen zu versuchen, sondern - wenn überhaupt - lieber holt man noch ein Talent oder setzt auf Larsen (bei dem ich aktuell allerdings eine Leihe als sinnvoller ansehe, weil er mir nicht unbedingt als Teil der aktuellen Profimannschaft vorkommt und ich nicht unbedingt sehe, ob und wo er sonst eine Perspektive hat – trotz seines Talents). Sollte man sich extern bedienen, macht meines Erachtens fast nur ein dynamischer Spieler Sinn, der vor allem auf engem Raum im 1gg1 Lücken reißen kann und primär eher der Typ Vorbereiter ist.

Den kann ich mir auch vorstellen, falls Aubameyang gehen sollte. Denn er könnte gehen, weil er vielleicht (aus seiner Perspektive) einerseits was Neues machen will und andererseits vom Typ nur sehr schwer in ein Ballbesitzsystem passt, wenn man seine Schwächen nicht ausbalancieren kann. Das fällt dem BVB meines Erachtens in dieser Saison schwer, was nicht unbedingt an Aubameyang selbst sichtbar wird – unabhängig davon, dass er gerade Flaute hat -, sondern an den Spielern neben ihm. So hat Aubameyang zwar weiterhin viele Chancen – auch unverändert viele Großchancen -, allerdings fällt halt umso mehr auf, dass neben ihm viel Aufwand betrieben wird, um ihn zu füttern, während diese Spieler selbst nicht perfekt zur Geltung kommen. Gerade ein Pulisic oder Yarmolenko können meines Erachtens noch weitaus torgefährlicher auftreten, wenn im Zentrum ein Stürmer wäre, der ein besserer Vorbereiter ist, der also Räume für die Außen reißen kann und für sie Chancen kreiert. Der ist Aubameyang jedoch nicht, da er komplett vom Rest abhängig ist, weswegen ich nicht glaube, dass die Potenziale der Mannschaft vorne voll ausgeschöpft werden. Das wäre eher der Fall, wenn mehr Verantwortung auf mehr Köpfe verteilt wird, wodurch letztendlich auch Unabhängigkeit von einzelnen Spielern erst entstehen kann. Denn gerade das merkt man aktuell: man ist von Aubameyang und seinen Toren abhängig, was eben auch – oder vor allem – daran liegt, dass Aubameyang ohne seine Tore dem Spiel des BVB kaum etwas liefern kann!

Daher sollte man meines Erachtens – bedingt durch die beiden Neuzugänge Yarmolenko und Philipp, die sehr gute Abschlussspieler sind – nicht mehr unbedingt über einen Stürmertyp reden, der vor allem von seinem eigenen Abschluss lebt. Rückblickend wundert mich jedenfalls nicht mehr, warum man so sehr hinter Augustin her war, wenn man die sonstigen Zugänge bedenkt. Das hätte von der Zusammensetzung einfach sehr viel Sinn gemacht, während die Transferstrategie so wie sie war irgendwie etwas unvollständig daher kam – wahrscheinlich aber auch durch den Zeitdruck bedingt, der in den letzten 2-3 Wochen des Transferfensters entstand. Da Isak noch nicht ganz soweit ist, dass man ihm die Schlüssel überreicht, er dennoch Einsatzzeit benötigt und der BVB eventuell (wenn Reus auch noch gehen sollte) auf den Außen mehr Platz hat, macht höchstwahrscheinlich (dann müsste man Larsen aber doch verleihen) ein Hybrid in der Nachfolge viel Sinn, der alle Offensivpositionen spielen kann, aber mehr Qualität im 1gg1 und als Spielmacher mitbringt, denn als Vollstrecker. Dabei fallen mir aber derzeit eher Talente ein, die noch nicht unbedingt die prominenteste Rolle spielen, weswegen ich im Moment nur mal ein paar grobe Ideen vorstellen will, in welche Richtungen es gehen könnte. 2 interessante Kandidaten spielen wiederum für Valencia: Santi Mina sowie Guedes. Ein anderer Kandidat wäre Thuram, der momentan in Guingamp spielt.

Santi Mina bekommt aktuell nicht allzu große Spielanteile, weswegen er definitiv machbar sein sollte, spielte zuletzt allerdings hocheffizient, agiert grundsätzlich offensiv sowie defensiv mit viel Einsatz und Präsenz, kann für sich und andere Spieler Chancen kreieren und bringt viel Dynamik und Athletik mit. Damit gleicht er meines Erachtens auch ganz gut aus, dass er nicht allzu konstant selbst torgefährlich wird, da er vor dem Tor nicht die besten Laufwege macht, obwohl er ansonsten ein Spieler ist, der sich sehr auf seine Intuition verlässt (dadurch teils zu viele Fehlentscheidungen und damit Ballverluste hat) und defensiv muss man ihm sicher auch noch einiges beibringen! Grundsätzlich aber ein hochinteressanter Stürmer für den BVB, um jemanden zu haben, der von allem etwas kann und noch jede Menge Potenzial mitbringt!

Guedes dürften hier mehr kennen, der derzeit von PSG an Valencia ausgeliehen ist, aber in Paris kaum eine Zukunft mehr haben dürfte. Für die Außen ist mir Guedes insgesamt zu langsam, im Zentrum ist er nicht unbedingt der abschlussstärkste Spieler, aber er ist halt kaum vom Ball zu trennen, ist im 1gg1 und Kombinationsspiel stark und auch defensiv mittlerweile ganz gut zu gebrauchen. Kurzum: ich denke mit seinem Spielertyp kann man, trotz eher geringer physischer Dynamik, sehr viel anfangen, da er einerseits für Isak als echter MS Platz bietet, andererseits das Beste von Yarmolenko, Philipp und Pulisic zum Vorschein bringen sollte!

Thuram dürfte einigen bekannt vorkommen, da sein Vater mit Vornamen Lilian heißt. Anders als sein Vater ist Marcus allerdings ein echter Stürmer, der vorne alle Positionen spielen kann, aber mit seiner Gesamtpaket für den MS prädestiniert ist, als der er in Guingamp nun auch eingesetzt wird, nachdem er in Sochaux noch recht häufig auf den Außen ran musste. Ob Größe, Kraft, Athletik, Dynamik, Technik, das komplette Grundpaket ist vorhanden (für seine Größe ist er auch recht beweglich), womit er in der Luft und in Dribblings bereits richtig stark ist und Lücken für seine Mitspieler reißen kann, die er aber auch – vor allem an Dribblings anschließend –recht gut einsetzen kann! Mit seinen 20 Jahren ist er trotzdem in einigen Bereichen noch etwas arg roh und nicht so wahnsinnig viel weiter als Isak: so ist sein Abschluss noch stark ausbaufähig, da er zwar durchaus gute Laufwege macht, allerdings Ruhe, Kraft und Präzision zu wünschen übrig lassen, sein Passspiel ist ausbaufähig, sodass gute Ideen häufiger schlecht umgesetzt werden und die Defensivstärke des Vaters ist scheinbar nicht übermäßig vererbt worden – zumindest macht er bei Guingamp defensiv nicht allzu viel. Trotzdem sollte man auch ihn im Auge behalten, da die Grundvoraussetzungen bei ihm selten komplett sind und er einer der Spieler ist, bei denen ich mir in dieser Saison noch größere Sprünge vorstellen könnte, sodass er durchaus ein Kandidat sein könnte, der für den BVB schon im nächsten Sommer interessant wird, selbst wenn er es Stand heute noch nicht beim BVB packen würde!

Wieso sind deine Anforderungen an den RV anders als an den LV?
Möchtest Du asymmetrisch spielen, wie es Tuchel getan hat?

Gehst Du davon aus, dass Bosz über die Saison hinaus Trainer bleibt?
Das ist für mich die Unbekannte in der Transferplanung. Ein Favre würde vielleicht ein 4-4-2 spielen wollen. Ich denke, in dem Fall wären die Anforderungen an die Spieler andere.
Auch könnte ein neuer Trainer Sokratis als idealen Mann für seine Spielweise sehen; schwer zu sagen.
Ich glaube auch nicht so recht daran, dass unsere sportliche Führung auf einen bestimmten Typ Trainer wert legt. Daher kann es durchaus wieder zu einem Umbruch in der Spielphilosophie kommen.

Aber wieder interessante und durchdachte Vorschläge von Dir. Besonders dass Du auch immer neue Spieler nennst, die ich gar nicht auf dem Schirm habe, gefällt mir.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von mba123 am 03.11.2017 um 10:28 Uhr bearbeitet
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