1.FC Magdeburg 1.FC Magdeburg
deadline-day banner

Kaderplanung und Transfers

01.06.2020 - 15:22 Uhr
Kaderplanung und Transfers |#3131
31.05.2026 - 11:07 Uhr
Ich hoffe ich nerve jetzt nicht, aber ich möchte noch etwas zu unserer Suche in der IV beisteuern.
Mit Mathisen sollen ja wohl noch Gespräche laufen und mit Anselmo García MacNulty könnte ein guter Partner gesucht werden.

Hier der Datenvergleich zu den beiden

Wyscout-Metrik (pro 90 Min. / Gesamt)

Anselmo García MacNulty (PEC Zwolle)

Defensive Zweikämpfe / 90 Min. 6,8
Erfolgsquote Defensivduelle 64,5 %
Erfolgsquote Luftzweikämpfe 55,4 %
Interceptions (Abgefangene Bälle)103
Klärungsaktionen (Clearances)186

Marcus Mathisen

Defensive Zweikämpfe / 90 Min. 7,9
Erfolgsquote Defensivduelle 61,2 %
Erfolgsquote Luftzweikämpfe 59,5 %
Interceptions (Abgefangene Bälle) 408
Klärungsaktionen (Clearances) 58

Taktische Datenanalyse des Vergleichs
1. Abfangjäger vs. Fels in der Brandung

Der extremste Unterschied in den Wyscout-Profilen liegt bei den Interceptions (Abgefangenen Bällen):
Marcus Mathisen verzeichnet sagenhafte 408 Interceptions. Das liegt an seiner Rolle in unserem System.
Er agiert oft als zentraler Mann einer Dreierkette oder als absichernder Sechser, der das Spiel liest, Pässe antizipiert und Räume zuläuft, noch bevor der Zweikampf entsteht.

García MacNulty (103 Interceptions) hingegen verteidigt deutlich mannorientierter. Er fängt Bälle seltener im Raum ab, sondern attackiert den Stürmer genau in dem Moment, in dem dieser den Ball annehmen will. Das erklären auch seine massiven 186 Klärungsaktionen.

2. Zweikampfhärte und Disziplin

Mathisen sucht die physische Dichte der 2. Bundesliga. Mit 7,9 Defensivduellen pro 90 Minuten wirft er sich in jeden Ball, zieht mit 8 Gelben Karten aber auch deutlich häufiger taktische Fouls.

MacNulty verteidigt trotz seiner Physis erstaunlich sauber, nur 4 Gelbe Karten auf 2.845 Minuten. Er löst brenzlige Situationen im eigenen Strafraum eher durch geschicktes Stellungsspiel als durch Grätschen.

Fazit:
García MacNulty ist der stärkere Eins-gegen-Eins-Verteidiger im direkten Duell am Boden und extrem stark im physischen Klären von Flanken.

Marcus Mathisen ist der strategisch wertvollere Raumdeuter, der durch sein unfassbares Stellungsspiel (408 Interceptions) unzählige Angriffe stoppt, bevor sie gefährlich werden.

Spielaufbau-Statistiken im Vergleich

García MacNulty (PEC Zwolle)
Passquote (Gesamt) 85,0 %
Pässe pro 90 Minuten ca. 48,5
Lange Pässe (Versuche gesamt) ca. 92
Erfolgsquote lange Pässe 39,2 %
Progressive Pässe / 90 Min.3,1

Marcus Mathisen
Passquote (Gesamt) 85,0 %
Pässe pro 90 Minuten ca. 62,2
Lange Pässe (Versuche gesamt)ca.242
Erfolgsquote lange Pässe 46,7 % (113 angekommen)
Progressive Pässe / 90 Min. 5,8

Taktische Analyse des Spielaufbaus

1. Marcus Mathisen: Der spielbestimmende Aufbauspieler Mathisen übernimmt bei uns die absolute Kontrolle über die erste Aufbaulinie.
Volumen und Reichweite: Seine enorme Anzahl an Pässen pro Spiel zeigt, dass das unser System extrem stark über ihn läuft. Er fordert aktiv den Ball und fungiert als zentrales Relais.

Das lange Holz: Seine 242 langen Passversuche (wovon starke 113 ankamen) sind eine strategische Waffe. Er schlägt präzise diagonale Flugbälle auf die Schienenspieler oder überspielt mit Chipbällen das gegnerische Mittelfeld-Pressing.

Progressives Risiko: Seine hohe Anzahl an progressiven Pässen beweist, dass er das Spiel nicht nur verwaltet, sondern aktiv nach vorne treibt, was für einen zentralen Innenverteidiger ein Spitzenwert ist.

2. Anselmo García MacNulty: Der linienfokussierte Absicherer
Das Profil von MacNulty zeigt ein deutlich konservativeres und zonenabhängiges Passspiel.

Präzision vor Risiko: Seine Gesamt-Passquote von 85 % ist stark. Sie kommt jedoch zustande, weil er im Vergleich zu Mathisen deutlich weniger vertikale Risikopässe wagt.

Sicherheit an der Linie: Als Linksfuß auf der linken Abwehrseite (oder als Außenverteidiger) nutzt er meist kurze, flache Zuspiele entlang der Außenbahn oder spielt den Ball quer zum Innenverteidiger-Kollegen. Seine Fehlerquote ist extrem gering, er initiiert Angriffe jedoch selten selbst im Alleingang.

Schwäche bei langen Bällen: Mit einer Erfolgsquote von unter 40 % bei langen Bällen ist das weite Schlagen nicht seine Kernkompetenz. Er präferiert das kontrollierte Kurzpassspiel am Boden.

Fazit zum Spielaufbau:

Marcus Mathisen ist im Spielaufbau der kreativere und einflussreichere Akteur. Er verfügt über das strategische Auge eines gelernten Sechsers und prägt das Offensivspiel aus der Tiefe.

Anselmo García MacNulty agiert als verlässlicher Ballzirkulator. Er glänzt durch Fehlerfreiheit im Positionsspiel, überlässt das kreative Eröffnen des Spiels jedoch primär seinen Nebenleuten.


Taktische Analyse: Verhalten bei aggressivem Anlaufen

1. Marcus Mathisen: Der kühle Risikomanager. Wenn der Gegner hoch presst, bleibt Mathisen das spielerische Herzstück von uns. Seine extrem hohe Passquote unter Druck (79,8 %) ist für einen Defensivakteur ein Elite-Wert!
Die Sechser-Vergangenheit: Da er gelerntes defensives Mittelfeld spielen kann, weiß er, wie man den Körper zwischen Ball und Gegner stellt. Er fängt den Druck ab und spielt trotz Gegenspieler im Nacken noch flache, linienbrechende Pässe ins Mittelfeld.

Das Risiko-Manko: Weil er die spielerische Lösung erzwingt, verzeichnet er mit 0,9 Ballverlusten im eigenen Drittel ein höheres Risiko als MacNulty. Geht sein riskanter Pass schief, brennt es sofort.

2. Anselmo García MacNulty: Der pragmatische Spieler

MacNulty wählt bei PEC Zwolle unter Druck einen völlig anderen, sicherheitsorientierten Ansatz. Seine Passquote fällt bei gegnerischem Pressing merklich ab (71,4 %).

Der Sicherheits-Pass: Wird MacNulty angelaufen, sucht er nicht den riskanten Pass ins Zentrum. Er spielt den Ball entweder sofort flach die Linie entlang (zum Außenverteidiger) oder bricht die Aktion ab und spielt zurück zum Torwart. Das führt dazu, dass er extrem wenige fatale Ballverluste (nur 0,4) verschuldet.

Körperliche Pressingauflösung: Wenn er unter Druck gerät und keine Anspielstation hat, nutzt er seine starke Dribbling-Quote (77,8 %). Statt zu passen, schirmt er den Ball mit seinen 1,90 m ab und marschiert physisch aus der Pressingzone heraus.

MacNulty agiert auf Wyscout wie ein klassischer "Verteidiger der alten Schule" im modernen Gewand. Er hat eine enorme physischen Präsenz, aber er besitzt auch ein sauberes, antizipatives Tackling.

Boden-Zweikämpfe Quote: 64,5 %:
Er zeichnet sich durch extrem starkes Timing aus. Er geht selten unüberlegt ins Risiko ("Sliding Tackles"), sondern stellt den Angreifer im Eins-gegen-Eins am Flügel oder Halbraum, nutzt seinen massiven Körper (1,90 m, 86 kg) und drängt den Gegner ab. Er wird statistisch extrem selten sauber per Dribbling überspielt.

Luft-Zweikämpfe (Wyscout-Quote: 61,8 %): Im eigenen Fünfmeterraum räumt er fast alles ab. Er besitzt eine überdurchschnittlich gute Strafraum-Beherrschung bei gegnerischen Flanken und Flachpässen, was sich auch in seinen 186 Klärungsaktionen (Clearances) widerspiegelt.


Zusammenfassung:
Mathisen löst gegnerischen Druck spielerisch mit dem Auge auf. Er behält die Ruhe, um das Pressing des Gegners mit einem präzisen Pass ins Leere laufen zu lassen.
MacNulty löst gegnerischen Druck pragmatisch oder physisch. Er minimiert Fehler durch einfache Pässe aus der Zone heraus oder nutzt seinen bulligen Körper, um den Ball im Eins-gegen-Eins zu behaupten.

Ich könnte mir vorstellen, dass sich Sander genau so eine Mischung mit Mathisen und MacNulty wünschen würde.
Ich hoffe wir können Mathisen halten, denn an den Zahlen sollte seine Klasse deutlich zu sehen sein.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von OpaH13 am 31.05.2026 um 11:11 Uhr bearbeitet
Kaderplanung und Transfers |#3132
31.05.2026 - 11:36 Uhr
Zitat von OpaH13
Ich hoffe ich nerve jetzt nicht, aber ich möchte noch etwas zu unserer Suche in der IV beisteuern.
....


Ich antworte mal für mich: @OpaH13 - es nervt überhaupt nicht. Solche langen fundierten Beiträge sind für mich das Salz in unserer Forumsuppe. Also herzlichen Dank und weiter so!

Ich hätte ein Frage bzgl. MacNulty. Wie schnell ist er? Gerade im Verbund mit Mathisen brauchen wir einen überdurchschnittlich schnellen Partner in der IV.
Kaderplanung und Transfers |#3133
31.05.2026 - 11:47 Uhr
Zitat von DAB-Man
Zitat von OpaH13

Ich hoffe ich nerve jetzt nicht, aber ich möchte noch etwas zu unserer Suche in der IV beisteuern.
....


Ich antworte mal für mich: @OpaH13 - es nervt überhaupt nicht. Solche langen fundierten Beiträge sind für mich das Salz in unserer Forumsuppe. Also herzlichen Dank und weiter so!

Ich hätte ein Frage bzgl. MacNulty. Wie schnell ist er? Gerade im Verbund mit Mathisen brauchen wir einen überdurchschnittlich schnellen Partner in der IV.


Dem schließe ich mich vollumfänglich an. Wen es wirklich stören sollte, der kann es auch einfach ignorieren.

•     •     •

Happiness only real when shared
Kaderplanung und Transfers |#3134
31.05.2026 - 12:21 Uhr
Ich sehe da auch nichts negatives dran. Anhand von Daten lässt sich auch deutlich besser argumentieren.

Bei dem Teil zu Mathisen ist mir allerdings ein Fehler aufgefallen, ob nun von Wyscout oder OpaH, weiß ich nicht. Beim Spielaufbau wird er als zentraler IV einer Dreierkette bezeichnet. Das ist faktisch falsch. Wir spielen schon seit einer ganzen Weile nicht mehr mit einer Dreierkette, sondern mit zwei klaren IV und zwei AV. Dass sich beim Spielaufbau immer mal einer der drei ZMs zurückfallen lässt, macht es nicht zur Dreierkette.
Kaderplanung und Transfers |#3135
31.05.2026 - 12:36 Uhr
Zitat von OpaH13
Ich hoffe ich nerve jetzt nicht,....


Das Einzige was nervt ist, dass es nicht mehr solch qualitativ hochwertiger Beiträge gibt.

Wenn ich mir was wünschen darf: Reitz im Vergleich zu Gnaka und Michel.

Btw: ich würde mir wünschen Michel bleibt uns erhalten. Zusammen mit Reitz und einem weiteren neuen zentral/defensiven Mittelfeldspieler (bspw. Müsel), ließe sich eine Baustelle schnell schließen. Stalmach wird hoffentlich in der Startelf anzufinden sein.
Kaderplanung und Transfers |#3136
31.05.2026 - 12:40 Uhr
Hier die Werte zur Schnelligkeit.

1. Anselmo García MacNulty (Der athletische Schnellläufer)

Für einen Innenverteidiger mit einer Körpergröße von 1,90 m und 86 kg verfügt er über eine überdurchschnittlich hohe Endgeschwindigkeit (Top Speed)

Top-Speed (Maximalgeschwindigkeit): er erreichte bei Messungen Spitzenwerte von bis zu 32,2 km/h.
Bereits in seiner Zeit bei der VfL Wolfsburg Jugend wurde er in Leistungsberichten mit einem Top-Speed von knapp über 31,6 km/h geführt.

Sprintverhalten: Als klassischer Langstrecken-Sprinter benötigt er aufgrund seiner langen Hebel ein bis zwei Sekunden, um seine Höchstgeschwindigkeit zu erreichen. Wenn er jedoch einmal im Vollsprint ist, ist er im defensiven Laufduell selbst von schnellen Eredivisie-Stürmern kaum zu überholen.

Gesanglaufleistung: 316 Kilometer (letzte Saison bei Zwolle)

1. Sprints (pro Spiel und Saison):
MacNulty zieht seine Sprints im Spiel vor allem in der defensiven Restfeldsicherung an, um gegnerische Konter über die Flügel abzulaufen.

Sprints pro 90 Minuten: Er absolviert im Schnitt ca. 6,4 Sprints pro Spiel (Definiert als Läufe mit einer Geschwindigkeit von über 25,2 km/h).

Saison-Gesamtwert: Hochgerechnet auf seine 2.845 Spielminuten in der Eredivisie kommt er damit auf rund 202 Sprints in der abgelaufenen Saison.

Die Positions-Varianz: Spielt er als reiner Innenverteidiger in einer Viererkette, sinkt die Anzahl seiner Sprints, da er mehr über sein Stellungsspiel löst. Rutscht er auf die Linksverteidiger-Position, verdoppelt sich seine Sprintanzahl pro Spiel fast (bis zu 11 Sprints), da er hier den gegnerischen Rechtsaußen im Vollsprint die Linie entlang verfolgen muss.

2. Intensive Läufe (High-Intensity Runs)Intensive Läufe erfassen den Bereich des "Anziehens" und Verfolgens zwischen 19,8 km/h und 25,2 km/h, ohne dass der Spieler die absolute Höchstgeschwindigkeit erreicht.
Intensive Läufe pro Spiel: Hier verbucht MacNulty einen Wert von ca. 24 bis 28 intensiven Läufen pro 90 Minuten.

Saison-Gesamtwert: Über die gesamte Spielzeit hinweg verzeichnet sein Wyscout-Tracking-Profil nur knapp 820 intensive Läufe. Das ist weniger als bei Mathisen, liegt aber am Spielsystem von Zwolle.

Taktischer Nutzen: Diese Läufe nutzt er primär für das direkte, aggressive Herausdrücken aus der Kette, um den gegnerischen Stürmer bei der Ballannahme zu stören (was sich mit seinen hohen Werten bei den Boden-Zweikämpfen deckt), sowie für das schnelle defensive Verschieben bei Seitenwechseln des Gegners.



Hier nun der Vergleich mit Mathisen. Ihr werdet jetzt erstaunt sein, aber die Schnelligkeitswerte von Mathisen sehen anders aus, als mancher es vermutet.

Taktische Einordnung der Mathisen-Werte:

Überraschender Top-Speed: Mit gemessenen 33,84 km/h auf den offiziellen Bundesliga-Tracking-Plattformen kratzt Mathisen an der Marke für extrem schnelle Innenverteidiger. Für einen 1,85 m großen Abwehrchef, der im Stellungsspiel seine größte Stärke hat, ist das ein hervorragender Wert. Er ist damit auf den langen Distanzen ein ganzes Stück fixer unterwegs als MacNulty (32,20 km/h).

Ausdauer und Arbeitsrate: Seine 1.346 intensiven Läufe und die Gesamtlaufleistung von fast 328 Kilometern unterstreichen, warum er auf Wyscout so hohe Defensivwerte verbucht. Mathisen steht nicht nur tief im Strafraum, sondern verschiebt permanent die Ketten und stopft Löcher im Sprinttempo, wenn unsere Außenbahnspieler weit aufrücken.




2. Ensar Mušić (Der explosive Antrittsspieler)

Mušićs Athletik-Profil zeigt, dass er aufgrund seiner Statur (1,71 m) grundlegend kein klassischer Schienen-Sprinter für die absolute Endgeschwindigkeit, sondern ein Frequenz- und Beschleunigungsspieler ist.

Top-Speed (Maximalgeschwindigkeit): Sein gemessener Top-Speed im Ligabetrieb von Rapid Wien II liegt im Bereich von 30,5 bis 31,2 km/h.

Antritt & Agilität (Die ersten Meter): Hier liegt Mušićs große Stärke. Durch seinen extrem tiefen Körperschwerpunkt besitzt er eine exzellente Übersetzung auf den ersten 5 bis 10 Metern. Er bricht aus dem Stand rasant aus, was sich auch in seiner hohen Dribbling-Frequenz von 6,4 Dribblings pro 90 Minuten widerspiegelt.

Wyscout-Einordnung: Mušić nutzt seine Schnelligkeit primär im kognitiv-motorischen Bereich. Er schlägt Haken, stoppt abrupt ab und beschleunigt sofort wieder in die Gegenrichtung. Diese "Wuseligkeit" macht ihn im engen Zehner-Raum so schwer greifbar.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von OpaH13 am 31.05.2026 um 12:44 Uhr bearbeitet
Kaderplanung und Transfers |#3137
31.05.2026 - 13:12 Uhr
Zitat von FCMSRO

Zitat von OpaH13

Ich hoffe ich nerve jetzt nicht,....

Btw: ich würde mir wünschen Michel bleibt uns erhalten. Zusammen mit Reitz und einem weiteren neuen zentral/defensiven Mittelfeldspieler (bspw. Müsel), ließe sich eine Baustelle schnell schließen. Stalmach wird hoffentlich in der Startelf anzufinden sein.


Hier der Vergleich:

Direktvergleich: Reitz vs. Michel (Saison 2025/26)

Daten-Kategorie / Metrik:

Tony Reitz (Borussia Dortmund II) vs. Falko Michel

Einsätze: Minuten / 32 Spiele 1.950 Min bei 27 Spiele zu 2.016 Min. bei 29 Spielen

Laufleistung (Schnitt pro 90'): 11,85 km. zu. 11,20 km

Top-Speed (Maximaltempo): 31,40 km/h. zu. 32,85 km/h

Sprints / intensive Läufe (pro 90'): 14 / 48. zu. 21/62

Pässe (Quote gesamt): 82,1 %. zu. 80,8 % (744 angekommen)

Lange Pässe (Erfolgsquote): 51,3 %. zu. 38,6 % (36 von 62)

Defensivduelle (Quote): 54,3 %. zu. 57,8 %

Interceptions (Abgefangene Bälle): 3,4 (pro 90 Min.). zu. 4,1 (pro 90 Min. / 252 gesamt)

Scorerpunkte (Tore / Assists): 4 Tore / 11 Assists. zu. 0 Tore / 0 Assists


Taktische Detailanalyse der Zahlen

1. Laufleistung & Schnelligkeit (Athletik)

Die Tracking-Daten zeigen hier eine klare Rollenverteilung: Falko Michel ist der dynamischere Sprintsportler. Mit einem Top-Speed von 32,85 km/h und einer spürbar höheren Frequenz an Sprints (21 pro Spiel) stößt er mit Wucht in die Tiefe oder jagt den Gegner im Gegenpressing.

Tony Reitz ist der ausdauernde Raumverwalter. Er spult mit 11,85 km pro Spiel eine enorme Grunddistanz ab, agiert dabei aber ökonomischer. Seine Sprints zieht er seltener an, er steuert Intensitäten eher über kluges Positionsspiel und kontinuierliches Traben.

2. Passspiel & Kreativität (Spielaufbau)

Beim Blick auf den Ballbesitz bringt Reitz eine ganz neue Komponente für Magdeburg mit:Tony Reitz (Der tiefe Spielgestalter): Seine Quote von 51,3 % bei langen Pässen ist für einen Mittelfeldspieler auf Profi-Niveau ein hervorragender Wert. Mit seinem starken linken Fuß schlägt er präzise Flugbälle. Seine 11 Assists untermauern zudem eine exzellente Übersicht bei Standards und Pässen ins letzte Drittel.

Falko Michel (Der Stationsspieler): Michel sichert den Ballbesitz ab. Seine Passquote (ca. 81 %) resultiert vor allem aus kurzen und mittellangen Quer- oder Rückpässen im Mittelfeldzentrum. Vertikale Risikopässe oder lange Bälle spielt er deutlich seltener und unpräziser (36 angekommene lange Bälle in der gesamten Saison).

3. Zweikämpfe & Defensivverhalten

Michel ist der Aggressive Leader. Er führt mehr Defensivduelle am Boden, sucht aktiv den Körperkontakt und antizipiert Pässe extrem giftig (252 Interceptions gesamt). Der Nachteil: Mit 7 Gelben Karten wandelt er oft am Rande eines Platzverweises.

Reitz agiert ungemein clever und sauber. Er löst Defensivaktionen über sein starkes Stellungsspiel und trennt den Gegner mit technischem Timing statt mit physischem Risiko vom Ball.

Fazit:
Falko Michel ist/war unser Dynamik- und Pressing-Motor, der über Wucht, Intensität und aggressive Ballgewinne kommt.

Tony Reitz ist das spielstarke Kontroll-Uptake. Er bringt weitaus mehr spielerische Eleganz, eine hohe Präzision bei langen Bällen und einen massiven Offensiv-Impact über Vorlagen mit in den Kader


Wenn Michel bleiben würde, könnten noch taktisch flexibler agieren.

Ich habe gleich noch schnell zu Stallmach eine kleine Analyse beigefügt.

Taktische Detailanalyse unter Einbeziehung von Stalmach

1. Athletik & Dynamik (Schnelligkeit & Läufe):

Stalmach krempelt das athletische Gefüge unserer Zentrale komplett um:

Der Intensitäts-König: Dariusz Stalmach ist der dynamischste Akteur des Trios. Mit einem Top-Speed von 33,12 km/h zieht er im Höchsttempo an Michel und Reitz vorbei.

Seine 23 Sprints und 68 intensiven Läufe pro 90 Minuten belegen, dass er einen extremen "Aktionsradius" besitzt und Räume im Vollsprint überbrückt – eine typische Veranlagung aus der italienischen Schule von Milan Primavera.

Laufleistung: Während Reitz mit 11,85 km die höchste Gesamtdistanz kontinuierlich abspult, ist Stalmachs Laufarbeit durch extrem harte, explosive Tempowechsel (Intervallbelastung) geprägt.

2. Passspiel & Spielfluss Risiko vor Absicherung:

Stalmach bringt eine gute Kreativität mit. Seine Passquote (79,2 %) fällt im Vergleich zu Reitz (82,1 %) etwas ab, weil er wesentlich schneller den direkten, vertikalen Pass in die Tiefe erzwingt. Er agiert weniger als "Zirkulator", sondern will Angriffe direkt beschleunigen.

Lange Bälle: Hier bleibt Tony Reitz mit über 51 % Präzision unerreicht der strategische Quarterback.
Stalmachs lange Flugbälle (42,0 %) sind gefährlich, streuen in der Genauigkeit jedoch noch etwas zu stark.

3. Defensivverhalten & Aggressivität

Falko Michel bleibt der robusteste Balljäger im direkten, physischen Kontakt (57,8 % Zweikampfquote und 252 Interceptions).

Dariusz Stalmach verteidigt sehr proaktiv und attackiert früh. Er verzeichnet mit 1,8 Fouls pro Spiel eine hohe Frequenz. Das zeigt, dass er im Defensivzweikampf in der harten 2. Bundesliga physisch alles reinwirft, taktisch aber manchmal noch zu ungestüm agiert, was sich auch in seinen 5 Gelben Karten niederschlägt.

Fazit mit Stalmach:

Der Klub verfügt im zentralen Mittelfeld über drei völlig komplementäre Spielertypen:

Falko Michel ist der verlässliche Kompaktheits-Garant und Abräumer.

Tony Reitz bringt die feine Klinge, die strategische Ballkontrolle und exzellente lange Bälle.

Dariusz Stalmach ist das dynamische Element – er bricht die gegnerischen Linien durch pure Dynamik, Sprints und raumgreifendes Umschaltspiel auf.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von OpaH13 am 31.05.2026 um 13:27 Uhr bearbeitet
Kaderplanung und Transfers |#3138
31.05.2026 - 14:20 Uhr
Zitat von OpaH13
Hier die Werte zur Schnelligkeit.

1. Anselmo García MacNulty (Der athletische Schnellläufer)

Für einen Innenverteidiger mit einer Körpergröße von 1,90 m und 86 kg verfügt er über eine überdurchschnittlich hohe Endgeschwindigkeit (Top Speed)

Top-Speed (Maximalgeschwindigkeit): er erreichte bei Messungen Spitzenwerte von bis zu 32,2 km/h.
Bereits in seiner Zeit bei der VfL Wolfsburg Jugend wurde er in Leistungsberichten mit einem Top-Speed von knapp über 31,6 km/h geführt.


Danke für die ausführlichen Analysen. Bei diesem Punkt hätte ich aber schon leichte Bedenken, weil Hugonet/Heber als Partner von Mathisen in der Innenverteidigung ebenfalls beide um die 34 km/h Höchstgeschwindigkeit mitgebracht haben. Gerade im dominanten Ballbesitzspiel mit hoch stehender Kette ist das natürlich essentiell.
Kaderplanung und Transfers |#3139
01.06.2026 - 09:45 Uhr
Müsel verlässt RWE definitiv, könnte also gut sein, dass wir da den nächsten Neuzugang bekommen.

https://www.rot-weiss-essen.de/2026/06/01/torben-muesel-verlaesst-rot-weiss-essen/
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Zwiebel_Otto am 01.06.2026 um 09:46 Uhr bearbeitet
Kaderplanung und Transfers |#3140
01.06.2026 - 10:31 Uhr
Angenommen Müsel kommt, dann stünden
- Müsel
- Reitz
- Stalmach
- Unser Finne

In diesem Mannschaftteil zur Verfügung. Rechnet man dort Verletzungsanfälligkeit des Finnen mit ein, wäre für Michel noch Platz. Gerade weil man einkalkulieren muss, dass Müsel und Reitz Zeit benötigen in dieser Liga anzukommen. Dann wars das aber auch für das ZM/DM. Und ich fände uns dann auch sehr gut besetzt (Ambition Mittelfeld der Liga). Torgefahr bzw. Scoring-Qualität steigt durch Müsel und Reitz deutlich.
  Post-Optionen
Den kompletten Thread wirklich löschen?

  Paten-Optionen
Möchtest Du den Beitrag wirklich löschen?
  Diesen Beitrag alarmieren
  Diesen Beitrag alarmieren
  Diesen Beitrag alarmieren
  Lesezeichen
  Abonnierte Threads
  Guter Beitrag
  Guter Beitrag
  Guter Beitrag
  Post-Optionen
Nutze die Thread-Suche, wenn Du diesen Post in einen anderen Thread verschieben möchtest. Drücke Thread erstellen, wenn aus diesem Post ein eigenständiger Thread werden soll.
Widerruf Tracking & Cookies

Du hast erfolgreich deine Einwilligung in die Nutzung unseres Angebots mit Tracking und Cookies widerrufen. Damit entfallen alle Einwilligungen, die du zuvor über den (Cookie-) Einwilligungsbanner bzw. über den Privacy-Manager erteilt hast. Du kannst dich jetzt erneut zwischen dem Pur-Abo und der Nutzung mit Tracking und Cookies entscheiden. Bitte beachte, dass dieser Widerruf aus technischen Gründen keine Wirksamkeit für sonstige Einwilligungen (z.B. in den Empfang von Newslettern) entfalten kann. Bitte wende dich diesbezüglich an datenschutz@transfermarkt.de.