Kaderanalyse
02.02.2009 - 18:37 Uhr
04.05.2026 - 12:36 Uhr
Moin,
erstmal Respekt für die Mühe. Das ist keine Kaderanalyse mehr, das ist die Inventur vom ganzen Verein inklusive Ersatzbank, Seelenleben und Restwertprüfung. Ich musste zwischendurch Kaffee nachkippen, damit ich nicht bei Spieler 23 selber auf die Verletztenliste komme.
Vieles ist nachvollziehbar. Aber an manchen Stellen ist mir das dann doch etwas viel Glaskugel mit Hansa-Wappen drauf. „Wirkt unglücklich“, „passt wohl nicht mit Brinkmann“, „Trainer steht nicht auf ihn“ — kann alles sein. Kann aber auch einfach heißen: trainiert nicht gut, ist nicht fit oder spielt gerade eben nicht besser. Von außen sehen wir 90 Minuten, ein paar Interviews und Bank-Gesichter. Das reicht fürs Forum, aber nicht gleich für Kabinenpsychologie mit Zertifikat.
Bei manchen Spielern klingt es auch so, als müssten nur Wetter, Mondphase und Position exakt stimmen, dann funktioniert alles. Der eine kann nur als Achter, aber nicht als Zehner. Der andere nur links, aber nicht rechts. Der nächste nur als Joker, aber bitte mit Vertrauen, Rückenwind und persönlicher Streicheleinheit vom Trainer. Am Ende suchen wir offenbar den perfekten Drittligaspieler: schnell, kreativ, zweikampfstark, torgefährlich, gesund, billig und seit der Geburt mit Hansa-Schlafanzug. Ja gut, den würden wir alle nehmen.
Was mir aber zu kurz kommt: Hansa ist nicht nur Brinkmann plus 25 Spieler. Oben im Verein sitzt inzwischen auch ordentlich Musik drin. Mit Eggert als Aufsichtsratschef hat ein ehemaliger Suptra die Fäden mit in der Hand. Das ist kein neutraler Anzugträger, der Hansa erst seit der letzten PowerPoint-Präsentation kennt. Der kennt den Laden, die Kurve und wahrscheinlich auch alle Eskalationsstufen zwischen „ruhig bleiben“ und „alle raus“.
Dazu wurde mit Ronny Maul ein passender Vorstandsvorsitzender eingebaut. Ex-Profi, Hansa-Vergangenheit, Stallgeruch. Klingt erstmal gut. Aber Stallgeruch allein gewinnt keine Spiele. Sonst könnten wir auch einen alten Fanschal auf die Sechs stellen und hoffen, dass er Räume schließt. Entscheidend ist jetzt, ob aus „kennt den Verein“ auch wirklich „führt den Verein“ wird.
Und Brinkmann? Den kann und muss man sportlich kritisieren. Aber ganz so einfach hat er es vermutlich auch nicht. Da sitzt ein ganzer Herr von Co-Trainern neben ihm, teilweise älter, teilweise erfahrener, teilweise sicher auch mit eigener Meinung. Das kann Gold wert sein. Oder es wird am Ende eine Trainerteam-Suppe: jeder wirft noch einen Gedanken rein, und raus kommt ein Plan, bei dem keiner mehr weiß, ob wir pressen, abwarten oder einfach nur hoffen.
Beim Thema Kreativität bin ich grundsätzlich dabei. Uns fehlt oft einer, der mal was Überraschendes macht. Aber manchmal klingt es, als hätten wir lauter verkannte Zauberer auf der Bank, die nur deshalb nicht zaubern, weil Brinkmann ihnen den Zauberstab weggenommen hat. Vielleicht ist es auch banaler: Manche sind gute Drittligaspieler, aber eben keine Ronaldinhos mit Ostsee-Flatrate.
Mental-Coach? Ja, bitte. Nach einem Gegentor sieht es bei uns manchmal aus, als hätte jemand den Stecker gezogen. Führung? Panik. Rückstand? Betretenes Gucken. Da braucht es jemanden, der den Jungs erklärt, dass ein 0:1 kein ärztlicher Notfall ist und man danach noch Fußball spielen darf.
Und dann natürlich die 5,5 Millionen für Ryan Naderi. Das ist für Hansa kein Kleingeld, das ist ein Geldregen, bei dem in Rostock normalerweise sofort jemand fragt, ob das Dach noch dicht ist. Aber genau da liegt die Gefahr. Bitte nicht alles in einen „Königstransfer“ ballern, der nach drei Spielen muskuläre Probleme hat und ab Oktober nur noch auf Instagram fit aussieht.
Mit dem Geld muss Struktur rein: Scouting, klare Kaderplanung, zwei bis drei echte Unterschiedsspieler, sinnvolle Vertragsverlängerungen, Nachwuchs, Infrastruktur. Und meinetwegen auch jemand, der Ecken trainiert, damit unsere Standards nicht weiter aussehen wie höfliche Rückgaben an den gegnerischen Torwart.
5,5 Millionen schießen keine Tore, wenn man sie falsch ausgibt. Das Geld kann ein Sprungbrett sein. Oder der teuerste Beweis, dass Hansa auch mit vollem Portemonnaie noch Hansa-Dinge machen kann. Also bitte kein Panikshopping, nur weil irgendwo ein Linksaußen zwei YouTube-Videos mit brasilianischer Musik im Hintergrund hat.
Unterm Strich liest sich vieles nach: Eigentlich können fast alle was, eigentlich soll kaum einer weg, eigentlich ist der Kader gar nicht schlecht — aber wir brauchen mehr Tempo, mehr Kreativität, mehr Mentalität, bessere Standards, klarere Rollen und Führungsspieler. Also kurz: Wir behalten alle, aber bitte in besser. Klingt schön, ist aber ungefähr so realistisch wie ein ruhiger Hansa-Sommer ohne Transferpanik.
Trotzdem: guter Beitrag, fair geschrieben und deutlich mehr Substanz als das übliche „alle raus“. Ich würde nur manchmal etwas weniger Röntgenblick benutzen. Wir sehen Spiele, Wechsel und Gesichter auf der Bank. Aber nicht Training, Kabine und Gespräche. Manchmal steckt da mehr dahinter. Und manchmal ist einer auch einfach nicht gut genug. Soll sogar bei Hansa gelegentlich vorkommen.
Fazit: Ja, Brinkmann muss liefern. Ja, die Spieler müssen liefern. Aber auch Eggert, Maul und der ganze Apparat stehen jetzt in der Pflicht. Mit einem ehemaligen Suptra am Aufsichtsratshebel, einem Ex-Hansa-Profi als Vorstandschef und Naderi-Millionen auf dem Konto reicht „schwieriger Markt“ irgendwann nicht mehr als Beruhigungstee.
Hansa bleibt Hansa. Irgendwas wackelt immer: Abwehr, Aufbau, Chancenverwertung oder unser Puls. Aber wenn oben jetzt wirklich Vereinsnähe, Fußballkompetenz und Geld zusammenkommen, dann darf unten auf dem Platz auch mal mehr rauskommen als „wir analysieren das intern“.
erstmal Respekt für die Mühe. Das ist keine Kaderanalyse mehr, das ist die Inventur vom ganzen Verein inklusive Ersatzbank, Seelenleben und Restwertprüfung. Ich musste zwischendurch Kaffee nachkippen, damit ich nicht bei Spieler 23 selber auf die Verletztenliste komme.
Vieles ist nachvollziehbar. Aber an manchen Stellen ist mir das dann doch etwas viel Glaskugel mit Hansa-Wappen drauf. „Wirkt unglücklich“, „passt wohl nicht mit Brinkmann“, „Trainer steht nicht auf ihn“ — kann alles sein. Kann aber auch einfach heißen: trainiert nicht gut, ist nicht fit oder spielt gerade eben nicht besser. Von außen sehen wir 90 Minuten, ein paar Interviews und Bank-Gesichter. Das reicht fürs Forum, aber nicht gleich für Kabinenpsychologie mit Zertifikat.
Bei manchen Spielern klingt es auch so, als müssten nur Wetter, Mondphase und Position exakt stimmen, dann funktioniert alles. Der eine kann nur als Achter, aber nicht als Zehner. Der andere nur links, aber nicht rechts. Der nächste nur als Joker, aber bitte mit Vertrauen, Rückenwind und persönlicher Streicheleinheit vom Trainer. Am Ende suchen wir offenbar den perfekten Drittligaspieler: schnell, kreativ, zweikampfstark, torgefährlich, gesund, billig und seit der Geburt mit Hansa-Schlafanzug. Ja gut, den würden wir alle nehmen.
Was mir aber zu kurz kommt: Hansa ist nicht nur Brinkmann plus 25 Spieler. Oben im Verein sitzt inzwischen auch ordentlich Musik drin. Mit Eggert als Aufsichtsratschef hat ein ehemaliger Suptra die Fäden mit in der Hand. Das ist kein neutraler Anzugträger, der Hansa erst seit der letzten PowerPoint-Präsentation kennt. Der kennt den Laden, die Kurve und wahrscheinlich auch alle Eskalationsstufen zwischen „ruhig bleiben“ und „alle raus“.
Dazu wurde mit Ronny Maul ein passender Vorstandsvorsitzender eingebaut. Ex-Profi, Hansa-Vergangenheit, Stallgeruch. Klingt erstmal gut. Aber Stallgeruch allein gewinnt keine Spiele. Sonst könnten wir auch einen alten Fanschal auf die Sechs stellen und hoffen, dass er Räume schließt. Entscheidend ist jetzt, ob aus „kennt den Verein“ auch wirklich „führt den Verein“ wird.
Und Brinkmann? Den kann und muss man sportlich kritisieren. Aber ganz so einfach hat er es vermutlich auch nicht. Da sitzt ein ganzer Herr von Co-Trainern neben ihm, teilweise älter, teilweise erfahrener, teilweise sicher auch mit eigener Meinung. Das kann Gold wert sein. Oder es wird am Ende eine Trainerteam-Suppe: jeder wirft noch einen Gedanken rein, und raus kommt ein Plan, bei dem keiner mehr weiß, ob wir pressen, abwarten oder einfach nur hoffen.
Beim Thema Kreativität bin ich grundsätzlich dabei. Uns fehlt oft einer, der mal was Überraschendes macht. Aber manchmal klingt es, als hätten wir lauter verkannte Zauberer auf der Bank, die nur deshalb nicht zaubern, weil Brinkmann ihnen den Zauberstab weggenommen hat. Vielleicht ist es auch banaler: Manche sind gute Drittligaspieler, aber eben keine Ronaldinhos mit Ostsee-Flatrate.
Mental-Coach? Ja, bitte. Nach einem Gegentor sieht es bei uns manchmal aus, als hätte jemand den Stecker gezogen. Führung? Panik. Rückstand? Betretenes Gucken. Da braucht es jemanden, der den Jungs erklärt, dass ein 0:1 kein ärztlicher Notfall ist und man danach noch Fußball spielen darf.
Und dann natürlich die 5,5 Millionen für Ryan Naderi. Das ist für Hansa kein Kleingeld, das ist ein Geldregen, bei dem in Rostock normalerweise sofort jemand fragt, ob das Dach noch dicht ist. Aber genau da liegt die Gefahr. Bitte nicht alles in einen „Königstransfer“ ballern, der nach drei Spielen muskuläre Probleme hat und ab Oktober nur noch auf Instagram fit aussieht.
Mit dem Geld muss Struktur rein: Scouting, klare Kaderplanung, zwei bis drei echte Unterschiedsspieler, sinnvolle Vertragsverlängerungen, Nachwuchs, Infrastruktur. Und meinetwegen auch jemand, der Ecken trainiert, damit unsere Standards nicht weiter aussehen wie höfliche Rückgaben an den gegnerischen Torwart.
5,5 Millionen schießen keine Tore, wenn man sie falsch ausgibt. Das Geld kann ein Sprungbrett sein. Oder der teuerste Beweis, dass Hansa auch mit vollem Portemonnaie noch Hansa-Dinge machen kann. Also bitte kein Panikshopping, nur weil irgendwo ein Linksaußen zwei YouTube-Videos mit brasilianischer Musik im Hintergrund hat.
Unterm Strich liest sich vieles nach: Eigentlich können fast alle was, eigentlich soll kaum einer weg, eigentlich ist der Kader gar nicht schlecht — aber wir brauchen mehr Tempo, mehr Kreativität, mehr Mentalität, bessere Standards, klarere Rollen und Führungsspieler. Also kurz: Wir behalten alle, aber bitte in besser. Klingt schön, ist aber ungefähr so realistisch wie ein ruhiger Hansa-Sommer ohne Transferpanik.
Trotzdem: guter Beitrag, fair geschrieben und deutlich mehr Substanz als das übliche „alle raus“. Ich würde nur manchmal etwas weniger Röntgenblick benutzen. Wir sehen Spiele, Wechsel und Gesichter auf der Bank. Aber nicht Training, Kabine und Gespräche. Manchmal steckt da mehr dahinter. Und manchmal ist einer auch einfach nicht gut genug. Soll sogar bei Hansa gelegentlich vorkommen.
Fazit: Ja, Brinkmann muss liefern. Ja, die Spieler müssen liefern. Aber auch Eggert, Maul und der ganze Apparat stehen jetzt in der Pflicht. Mit einem ehemaligen Suptra am Aufsichtsratshebel, einem Ex-Hansa-Profi als Vorstandschef und Naderi-Millionen auf dem Konto reicht „schwieriger Markt“ irgendwann nicht mehr als Beruhigungstee.
Hansa bleibt Hansa. Irgendwas wackelt immer: Abwehr, Aufbau, Chancenverwertung oder unser Puls. Aber wenn oben jetzt wirklich Vereinsnähe, Fußballkompetenz und Geld zusammenkommen, dann darf unten auf dem Platz auch mal mehr rauskommen als „wir analysieren das intern“.
06.05.2026 - 18:09 Uhr
Ich bin ja echt gespannt wer bleibt von den auslaufenden , laut Hrn. Maul ist der Kader ja grundlegend gut ausser auf den Aussen sollte was passieren...
Wir werden es in den nächsten Wochen sehen. Die Meinungen gehen ja ziemlich auseinander...
Wir werden es in den nächsten Wochen sehen. Die Meinungen gehen ja ziemlich auseinander...
06.05.2026 - 18:22 Uhr
Zitat von Hakikentucky
Ich bin ja echt gespannt wer bleibt von den auslaufenden , laut Hrn. Maul ist der Kader ja grundlegend gut ausser auf den Aussen sollte was passieren...
Wir werden es in den nächsten Wochen sehen. Die Meinungen gehen ja ziemlich auseinander...
Ich bin ja echt gespannt wer bleibt von den auslaufenden , laut Hrn. Maul ist der Kader ja grundlegend gut ausser auf den Aussen sollte was passieren...
Wir werden es in den nächsten Wochen sehen. Die Meinungen gehen ja ziemlich auseinander...
Hoffe ja das wenn Samstag paar verabschiedet werden verdient wäre es bei den wo es schon fest steht aber wenn alles stimmt was so geschrieben wird das Uppi, neidhardt wohl gehen dann sollten die schon was bekommen gerade Nico
09.05.2026 - 20:21 Uhr
Das werden interessante 3 Monate bis zur neuen Saison, bin gespannt wer bleibt und wer am Ende wirklich geht...bei Hr. Maul hört sich das ja Alles sehr entspannt an...
So wirklich dran glauben kann ich noch nicht...
So wirklich dran glauben kann ich noch nicht...
16.05.2026 - 17:24 Uhr
Nachdem sich die Enttäuschung, die auf die kurzfristig aufgekeimte Hoffnung folgte, gelegt hat, will ich mal ein finales Kaderurteil versuchen.
Am Ende des Tages stehen 67 Punkte und ein sehr gutes Torverhältnis. Besonders spielerisch haben wir aus meiner Sicht eine tolle Saison geboten und viele gut kombinierte Tore erzielt. Standards fand ich in Summe auch nicht schlecht, wenngleich da Luft nach oben bleibt.
Größte Kritikpunkte sind aus meiner Sicht zwei Dinge:
1. Die Balance und “Überlegenheit”: Wir haben besonders zuletzt aus meiner Sicht sehr viel Stabilität und Kompaktheit verloren und sind in Shootouts verfallen. Wir haben massiv überladen und sind dadurch immer wieder ausgekontert worden. Ich erwarte hier in der neuen Saison, dass wir hier eine bessere Balance finden. Führungen verteidigen können wir ja grundsätzlich aber scheinbar nur, wenn nach vorne wirklich alle Bemühungen eingestellt werden.
2. Hier tun sich alle 3. ligisten schwer - das aufbrechen des defensiven Blocks bei Rückstand. Wir haben kaum Spiele gedreht und Tore “erzwungen”. Das ist vermutlich auch der Grund wo sich viele dann den Unterschiedsspieler wünschen, der einfach nicht zu verteidigen ist in einigen Situationen.
Das Thema Mentalität von außen zu bewerten finde ich schwierig. Am Biss und Willen fehlt es aus meiner Sicht nicht - aber mehr an der Coolness und Konzentration. Ich kann mich an einige Spiele erinnern, wo wir die Punkte letztlich auch durch Übermut verloren haben. Beispielsweise das Hinspiel gegen Aachen.
Ich werde nicht alle Spieler einzeln bewerten, aber zumindest mal die Mannschaftsteile und einige ausgewählte.
Uphoff: 2 - die Statistiken sprechen einfach für ihn. Jeder Keeper hat mal Unsicherheiten drin. Zudem ist er aber auch mit dem Ball sehr gut. Die Mannschaft hätte ggf. diese Saison mal jemanden gebraucht, der sie wach schüttelt - das möchte ich ihm aber nicht ankreiden. Ein ruhiger Rückhalt ist auch viel wert.
Abwehr: 2,5 - ich finde wir haben 4 sehr gute Innenverteidiger, alle mit ihren Stärken und Schwächen. Carstens vermutlich einer der besten der Liga. Pfanne top Rückhalt, wallner mit viel Potenzial. Guerleyen in Bestform absolut top, aber zu viele Wackler (ihm liegt vor allem das hohe Verteidigen vermutlich am wenigsten). Zuletzt hatten wir die meisten Probleme in der Defensive weil unser Mittelfeld zu schnell überbrückt wurde. Im positionsspiel sind wir kaum zu knacken.
Außenverteidiger: 2,5 - hier will ich nicht zu kritisch sein. In unserem System ist die Position extrem schwer aufgrund der vielen langen Wege. Was bergh ohne Pause dort abgespult hat und auch mejdr war schon beachtlich. Dass sich da Fehler einschleichen ist klar. Hier verlangt man sowohl offensiven impact als auch hinten dicht. Die Mischung ist selbst in der Bundesliga etc kaum mit top Qualität zu finden. Ich finde bergh tatsächlich absolut top - wenn man hier einen Ersatz holt und ihm Pausen gibt, ist er auch deutlich frischer im Kopf und den Beinen. Hier haben wir vermutlich eine der größten schwächen im Kader aufgrund der Verletzungen.
Der/zentrales Mittelfeld: 3,0 - Ich glaube hier haben wir am meisten Potenzial auf dem Platz gelassen. Schuster top Rückhalt, fatkic, Dietze und Dirkner finde ich auch alle gut mit viel Potenzial für mehr. Hier braucht es noch mehr Konstanz. Nichtsdestotrotz finde ich schon, dass wir ein Spiel starkes Mittelfeld haben. Viele Vereine setzen auf der 6 ja auf den Turm in der Schlacht wie mit Fröde und co bei uns früher. Ich habe dies ehrlich gesagt gar nicht vermisst bei uns.
Offensives Mittelfeld: 3,5 - Was uns tatsächlich fehlt ist der Impact im OM. Leider niemand hier mit konstant überzeugender Leistung. Ein fitter harenbrock gefiel mir hier noch am besten. Lebeau sehe ich eher auf außen. Dieser muss insgesamt das Spiel mehr an sich reißen, gerade wenn es nicht läuft. Aus meiner Sicht ist er einer der ersten der den Kopf hängen lässt. Technisch begnadet, keine Frage. Kunze können wir denke ich abhaken.
Außen: 4.0 - aus meiner Sicht die größte Schwäche die uns am meisten beschnitten hat und auch das System diktiert. Krauß mit guten Ansätzen und top Pensum. Ihn möchte ich auf jeden Fall nochmal eine Saison sehen - da steckt noch einiges a Potential drin denke ich. Bei Kinsombie bin ich unentschlossen - ich mag ihn und er ist oft nochmal ein möglicher x-Faktor mit dribblings die sonst keiner macht. Hier ist einfach die Konstanz entscheidend. Wenn er für weniger Geld einen bankplatz nimmt, würde ich verlängern. Ansonsten würde ich gerne auf außen 1-2 Spieler mit klarer stammplatzqualität sehen.
Sturm: 2,5 - Ich sehe uns hier mit Holten eigentlich gut aufgestellt, insbesondere wenn wir mit Flügeln spielen sollten nächstes Jahr. Holten vom Paket kriegen wir so vermutlich nicht - groß, abschlussstark und auch laufstark. Hummel hat echt Potenzial finde ich. Bei Vogelsammer muss man schauen. Ich finde ihn nicht so schlecht wie andere hier. Einen erfahrenen Mann dort zu haben macht schon Sinn. Einen 4. Stürmer mit Potenzial, der ggf auch außen spielen kann, könnte man sich ggf leisten.
Alles in allem fand ich die Saison nicht schlecht. Wir hatten 10 Spiele einfach unfassbar scheiße am Schuh. Hinten raus waren wir dann nicht mehr abgezockt genug. Aber wir sind auch ein ganzes Jahr hinterher gerannt und hatten permanent Druck. Wenn man Amir etwas ankreiden kann, dann dass uns die offensiven außen fehlen finde ich. Aus meiner Sicht hat das Team als Ganzes aber hohes Potenzial, was es ja oft auch abgerufen hat. Wir spielen einen sehr guten Ball (meistens) und waren hinten auch solide. Mit noch mehr eingespieltheit, einem Jahr Erfahrung zusätzlich und gezielten Nachbesserungen sollte der Angriff möglich sein. Ich bin zuversichtlich und spreche allen Verantwortlichen mein Vertrauen aus.
Am Ende des Tages stehen 67 Punkte und ein sehr gutes Torverhältnis. Besonders spielerisch haben wir aus meiner Sicht eine tolle Saison geboten und viele gut kombinierte Tore erzielt. Standards fand ich in Summe auch nicht schlecht, wenngleich da Luft nach oben bleibt.
Größte Kritikpunkte sind aus meiner Sicht zwei Dinge:
1. Die Balance und “Überlegenheit”: Wir haben besonders zuletzt aus meiner Sicht sehr viel Stabilität und Kompaktheit verloren und sind in Shootouts verfallen. Wir haben massiv überladen und sind dadurch immer wieder ausgekontert worden. Ich erwarte hier in der neuen Saison, dass wir hier eine bessere Balance finden. Führungen verteidigen können wir ja grundsätzlich aber scheinbar nur, wenn nach vorne wirklich alle Bemühungen eingestellt werden.
2. Hier tun sich alle 3. ligisten schwer - das aufbrechen des defensiven Blocks bei Rückstand. Wir haben kaum Spiele gedreht und Tore “erzwungen”. Das ist vermutlich auch der Grund wo sich viele dann den Unterschiedsspieler wünschen, der einfach nicht zu verteidigen ist in einigen Situationen.
Das Thema Mentalität von außen zu bewerten finde ich schwierig. Am Biss und Willen fehlt es aus meiner Sicht nicht - aber mehr an der Coolness und Konzentration. Ich kann mich an einige Spiele erinnern, wo wir die Punkte letztlich auch durch Übermut verloren haben. Beispielsweise das Hinspiel gegen Aachen.
Ich werde nicht alle Spieler einzeln bewerten, aber zumindest mal die Mannschaftsteile und einige ausgewählte.
Uphoff: 2 - die Statistiken sprechen einfach für ihn. Jeder Keeper hat mal Unsicherheiten drin. Zudem ist er aber auch mit dem Ball sehr gut. Die Mannschaft hätte ggf. diese Saison mal jemanden gebraucht, der sie wach schüttelt - das möchte ich ihm aber nicht ankreiden. Ein ruhiger Rückhalt ist auch viel wert.
Abwehr: 2,5 - ich finde wir haben 4 sehr gute Innenverteidiger, alle mit ihren Stärken und Schwächen. Carstens vermutlich einer der besten der Liga. Pfanne top Rückhalt, wallner mit viel Potenzial. Guerleyen in Bestform absolut top, aber zu viele Wackler (ihm liegt vor allem das hohe Verteidigen vermutlich am wenigsten). Zuletzt hatten wir die meisten Probleme in der Defensive weil unser Mittelfeld zu schnell überbrückt wurde. Im positionsspiel sind wir kaum zu knacken.
Außenverteidiger: 2,5 - hier will ich nicht zu kritisch sein. In unserem System ist die Position extrem schwer aufgrund der vielen langen Wege. Was bergh ohne Pause dort abgespult hat und auch mejdr war schon beachtlich. Dass sich da Fehler einschleichen ist klar. Hier verlangt man sowohl offensiven impact als auch hinten dicht. Die Mischung ist selbst in der Bundesliga etc kaum mit top Qualität zu finden. Ich finde bergh tatsächlich absolut top - wenn man hier einen Ersatz holt und ihm Pausen gibt, ist er auch deutlich frischer im Kopf und den Beinen. Hier haben wir vermutlich eine der größten schwächen im Kader aufgrund der Verletzungen.
Der/zentrales Mittelfeld: 3,0 - Ich glaube hier haben wir am meisten Potenzial auf dem Platz gelassen. Schuster top Rückhalt, fatkic, Dietze und Dirkner finde ich auch alle gut mit viel Potenzial für mehr. Hier braucht es noch mehr Konstanz. Nichtsdestotrotz finde ich schon, dass wir ein Spiel starkes Mittelfeld haben. Viele Vereine setzen auf der 6 ja auf den Turm in der Schlacht wie mit Fröde und co bei uns früher. Ich habe dies ehrlich gesagt gar nicht vermisst bei uns.
Offensives Mittelfeld: 3,5 - Was uns tatsächlich fehlt ist der Impact im OM. Leider niemand hier mit konstant überzeugender Leistung. Ein fitter harenbrock gefiel mir hier noch am besten. Lebeau sehe ich eher auf außen. Dieser muss insgesamt das Spiel mehr an sich reißen, gerade wenn es nicht läuft. Aus meiner Sicht ist er einer der ersten der den Kopf hängen lässt. Technisch begnadet, keine Frage. Kunze können wir denke ich abhaken.
Außen: 4.0 - aus meiner Sicht die größte Schwäche die uns am meisten beschnitten hat und auch das System diktiert. Krauß mit guten Ansätzen und top Pensum. Ihn möchte ich auf jeden Fall nochmal eine Saison sehen - da steckt noch einiges a Potential drin denke ich. Bei Kinsombie bin ich unentschlossen - ich mag ihn und er ist oft nochmal ein möglicher x-Faktor mit dribblings die sonst keiner macht. Hier ist einfach die Konstanz entscheidend. Wenn er für weniger Geld einen bankplatz nimmt, würde ich verlängern. Ansonsten würde ich gerne auf außen 1-2 Spieler mit klarer stammplatzqualität sehen.
Sturm: 2,5 - Ich sehe uns hier mit Holten eigentlich gut aufgestellt, insbesondere wenn wir mit Flügeln spielen sollten nächstes Jahr. Holten vom Paket kriegen wir so vermutlich nicht - groß, abschlussstark und auch laufstark. Hummel hat echt Potenzial finde ich. Bei Vogelsammer muss man schauen. Ich finde ihn nicht so schlecht wie andere hier. Einen erfahrenen Mann dort zu haben macht schon Sinn. Einen 4. Stürmer mit Potenzial, der ggf auch außen spielen kann, könnte man sich ggf leisten.
Alles in allem fand ich die Saison nicht schlecht. Wir hatten 10 Spiele einfach unfassbar scheiße am Schuh. Hinten raus waren wir dann nicht mehr abgezockt genug. Aber wir sind auch ein ganzes Jahr hinterher gerannt und hatten permanent Druck. Wenn man Amir etwas ankreiden kann, dann dass uns die offensiven außen fehlen finde ich. Aus meiner Sicht hat das Team als Ganzes aber hohes Potenzial, was es ja oft auch abgerufen hat. Wir spielen einen sehr guten Ball (meistens) und waren hinten auch solide. Mit noch mehr eingespieltheit, einem Jahr Erfahrung zusätzlich und gezielten Nachbesserungen sollte der Angriff möglich sein. Ich bin zuversichtlich und spreche allen Verantwortlichen mein Vertrauen aus.
17.05.2026 - 14:41 Uhr
Für die kommende Saison laufen die Verträge von gerade mal sechs Feldspielern aus, dazu die der drei Leihspieler. Wenn man einige davon verlängert, z.B. Harenbrock oder Ruschke, vielleicht Holten verpflichtet und Gebuhr und Krohn zurück kommen, dann werden wir sicher nicht den großen Umbruch erleben, von dem hier einige ausgehen. Ich rechne nicht damit, dass viele Spieler mit Vertrag gehen werden. Vielleicht Gürleyen, Krohn, Bock oder Hummel? Aber sonst fällt mir eigentlich keiner ein. Für Fatkic gibt es sicher Interessenten, aber sein Abgang wäre ein Verlust.
Mir bereitet das allerdings keine riesigen Kopfschmerzen. Nach wie vor finde ich den Kader prinzipiell schon sehr gut und hoffe, dass er nächste Saison reifer und stabiler auftritt. Das halte ich sogar für wahrscheinlich. Außerdem bin ich immer ein großer Freund von Kontinuität und Eingespieltheit. Und wenn jetzt sicher viele sagen: aber diese Mannschaft hat gezeigt, dass sie nicht gut genug ist, dann halte ich dem entgegen: z.B. Bielefeld oder Osnabrück haben gezeigt, was Kontinuität ausmacht, und wo kamen die her? Nicht von einem fünften Platz mit der (kleinen) Chance, am letzten Spieltag noch um den Aufstieg mitzuspielen, sondern von einem Beinahe-Abstieg.
Die Abgänge von Bergh, Mejdr und Neidhart, Lebeau und Kinsombi (davon gehe ich aus), geben uns die Möglichkeit, uns gezielt auf den defensiven Außen und auf der Zehn zu verstärken. Dazu wären allerdings auch noch ein guter Mittelstürmer, der nicht nur Zielspieler ist, und vielleicht zwei Stürmer für die Flügel sehr wünschenswert. Das heißt, dass der Kader wohl vergrößert werden müsste.
In der Innenverteidigung setze ich übrigens stark auf Carstens/Wallner und würde Gebuhr sogar als ersten Ersatz sehen, der ebenfalls gut in der Spieleröffnung und schnell ist.
Mir bereitet das allerdings keine riesigen Kopfschmerzen. Nach wie vor finde ich den Kader prinzipiell schon sehr gut und hoffe, dass er nächste Saison reifer und stabiler auftritt. Das halte ich sogar für wahrscheinlich. Außerdem bin ich immer ein großer Freund von Kontinuität und Eingespieltheit. Und wenn jetzt sicher viele sagen: aber diese Mannschaft hat gezeigt, dass sie nicht gut genug ist, dann halte ich dem entgegen: z.B. Bielefeld oder Osnabrück haben gezeigt, was Kontinuität ausmacht, und wo kamen die her? Nicht von einem fünften Platz mit der (kleinen) Chance, am letzten Spieltag noch um den Aufstieg mitzuspielen, sondern von einem Beinahe-Abstieg.
Die Abgänge von Bergh, Mejdr und Neidhart, Lebeau und Kinsombi (davon gehe ich aus), geben uns die Möglichkeit, uns gezielt auf den defensiven Außen und auf der Zehn zu verstärken. Dazu wären allerdings auch noch ein guter Mittelstürmer, der nicht nur Zielspieler ist, und vielleicht zwei Stürmer für die Flügel sehr wünschenswert. Das heißt, dass der Kader wohl vergrößert werden müsste.
In der Innenverteidigung setze ich übrigens stark auf Carstens/Wallner und würde Gebuhr sogar als ersten Ersatz sehen, der ebenfalls gut in der Spieleröffnung und schnell ist.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Nikita1965 am 17.05.2026 um 15:00 Uhr bearbeitet
23.05.2026 - 12:17 Uhr
Ich bin schon gespannt, wer heute verabschiedet wird (wenn überhaupt). Das könnte auf jeden Fall ein erster Fingerzeig sein, wie es weitergeht.
Nach langem Hin- und Herüberlegen würde ich mit 2 Spielern verlängern. Harenbrock und Ruschi. Warum? Eine Garantie auf Verletzungsfreiheit kann man nie geben. Natürlich sollte es dazu Alternativen geben. Wenn Cedi fit ist, kann er aus meiner Sicht ein "Unterschiedsspieler" sein, den alle wollen. Wenn er sich wieder verletzt, ist zumindest das wirtschaftliche Risiko überschaubar, da irgendwann die Versicherung übernimmt. Warum Ruschi? Ich denke, er ist jemand, wenn er spielt, auf den man sich einfach verlassen kann. Man kann immer davon ausgehen dass er sich reinhaut. Er erfüllt die U23 Regelung nicht mehr, dennoch würde ich ihn gerne weiter hier sehen.
Warum nicht Lebeau und Bergh? Ich mag Lebeau sehr. Jedoch bin ich der Meinung (und jetzt drischt auf mich ein), gerade wenn ich mir Essen, Cottbus und Osnabrück anschaue dass wir etwas mehr "härteln" sollten. Da ist gewiss nicht alles filigran und jeder Pass kommt an, aber die sind eben stark im Pressing und im Gewinn auf 2.Bälle. Daher denke ich tatsächlich dass Lebeau in der 2.Liga besser aufgehoben wäre und dafür nicht der richtige Spieler wäre. Warum Bergh? Ich schätze ihn für seine Art Fußball zu spielen, aber insgesamt hat er für mich einfach zu viele defensive Defizite.
Nach langem Hin- und Herüberlegen würde ich mit 2 Spielern verlängern. Harenbrock und Ruschi. Warum? Eine Garantie auf Verletzungsfreiheit kann man nie geben. Natürlich sollte es dazu Alternativen geben. Wenn Cedi fit ist, kann er aus meiner Sicht ein "Unterschiedsspieler" sein, den alle wollen. Wenn er sich wieder verletzt, ist zumindest das wirtschaftliche Risiko überschaubar, da irgendwann die Versicherung übernimmt. Warum Ruschi? Ich denke, er ist jemand, wenn er spielt, auf den man sich einfach verlassen kann. Man kann immer davon ausgehen dass er sich reinhaut. Er erfüllt die U23 Regelung nicht mehr, dennoch würde ich ihn gerne weiter hier sehen.
Warum nicht Lebeau und Bergh? Ich mag Lebeau sehr. Jedoch bin ich der Meinung (und jetzt drischt auf mich ein), gerade wenn ich mir Essen, Cottbus und Osnabrück anschaue dass wir etwas mehr "härteln" sollten. Da ist gewiss nicht alles filigran und jeder Pass kommt an, aber die sind eben stark im Pressing und im Gewinn auf 2.Bälle. Daher denke ich tatsächlich dass Lebeau in der 2.Liga besser aufgehoben wäre und dafür nicht der richtige Spieler wäre. Warum Bergh? Ich schätze ihn für seine Art Fußball zu spielen, aber insgesamt hat er für mich einfach zu viele defensive Defizite.
23.05.2026 - 12:27 Uhr
Ich kann den Wunsch nach Verlängerungen bei Harenbrock und Ruschke schon irgendwo nachvollziehen, weil beide fußballerisch Qualitäten haben. Gerade Harenbrock ist, wenn er fit ist, definitiv ein Unterschiedsspieler. Und auch Ruschke setzt nach vorne immer wieder Akzente.
Aber man muss die Situation eben auch realistisch bewerten. Beide waren in ihrer Zeit bei uns gefühlt permanent verletzt. Bei Harenbrock reden wir doch darüber, dass er wahrscheinlich zwei Drittel bis drei Viertel seiner Zeit ausgefallen ist. Und bei Ruschke sieht es kaum besser aus – auch er war über lange Phasen nicht verfügbar. Dazu kommt bei ihm, dass er mit 24 eben auch kein Perspektivspieler im U21-Bereich mehr ist, bei dem man sagt: „Den entwickeln wir jetzt noch drei Jahre.“
Gerade bei Ruschke finde ich außerdem, dass man die defensive Seite nicht ausblenden darf. Offensiv bringt er Tempo und Aktionen mit, defensiv hat er aber immer wieder Probleme. Wenn dann noch die Verletzungsanfälligkeit dazukommt, wird es schwierig, so einen Vertrag guten Gewissens zu verlängern.
Und genau da sind wir für mich beim eigentlichen Punkt: Der Kader war diese Saison sowieso schon viel zu groß. Wir hatten etliche Spieler, die kaum Spielzeit bekommen haben. Das sorgt weder für Rhythmus noch für Zufriedenheit innerhalb der Mannschaft. Ein aufgeblähter Kader bringt dir am Ende wenig, wenn du ständig Leute auf der Tribüne oder ohne Praxis hast.
Ich finde, Hansa muss eher den Weg gehen, den Topvereine wie die Bayern oft vormachen: lieber ein kleinerer, klarer Kader mit vielleicht 22 bis maximal 25 Spielern, dafür aber mit Spielern, auf die man sich körperlich verlassen kann. So bekommt jeder ausreichend Einsatzzeit, der Konkurrenzkampf bleibt gesund und das wirkt sich am Ende auch positiv auf das Mannschaftsgefüge aus.
Deshalb würde ich persönlich bei aller Qualität von Harenbrock und Ruschke eher davon Abstand nehmen, mit beiden zu verlängern. Wir können es uns schlicht nicht leisten, wieder Kaderplätze an Spieler zu vergeben, bei denen ständig die Frage im Raum steht, ob sie überhaupt verfügbar sind.
Aber man muss die Situation eben auch realistisch bewerten. Beide waren in ihrer Zeit bei uns gefühlt permanent verletzt. Bei Harenbrock reden wir doch darüber, dass er wahrscheinlich zwei Drittel bis drei Viertel seiner Zeit ausgefallen ist. Und bei Ruschke sieht es kaum besser aus – auch er war über lange Phasen nicht verfügbar. Dazu kommt bei ihm, dass er mit 24 eben auch kein Perspektivspieler im U21-Bereich mehr ist, bei dem man sagt: „Den entwickeln wir jetzt noch drei Jahre.“
Gerade bei Ruschke finde ich außerdem, dass man die defensive Seite nicht ausblenden darf. Offensiv bringt er Tempo und Aktionen mit, defensiv hat er aber immer wieder Probleme. Wenn dann noch die Verletzungsanfälligkeit dazukommt, wird es schwierig, so einen Vertrag guten Gewissens zu verlängern.
Und genau da sind wir für mich beim eigentlichen Punkt: Der Kader war diese Saison sowieso schon viel zu groß. Wir hatten etliche Spieler, die kaum Spielzeit bekommen haben. Das sorgt weder für Rhythmus noch für Zufriedenheit innerhalb der Mannschaft. Ein aufgeblähter Kader bringt dir am Ende wenig, wenn du ständig Leute auf der Tribüne oder ohne Praxis hast.
Ich finde, Hansa muss eher den Weg gehen, den Topvereine wie die Bayern oft vormachen: lieber ein kleinerer, klarer Kader mit vielleicht 22 bis maximal 25 Spielern, dafür aber mit Spielern, auf die man sich körperlich verlassen kann. So bekommt jeder ausreichend Einsatzzeit, der Konkurrenzkampf bleibt gesund und das wirkt sich am Ende auch positiv auf das Mannschaftsgefüge aus.
Deshalb würde ich persönlich bei aller Qualität von Harenbrock und Ruschke eher davon Abstand nehmen, mit beiden zu verlängern. Wir können es uns schlicht nicht leisten, wieder Kaderplätze an Spieler zu vergeben, bei denen ständig die Frage im Raum steht, ob sie überhaupt verfügbar sind.
23.05.2026 - 12:32 Uhr
@Alligatorklaus
Total nachvollziehbar Deine Gedankengänge! Würdest Du mit gar keinem Spieler verlängern?
P.S. Holten habe ich vergessen. Der hat für mich oberste Priorität. Also holten!
Total nachvollziehbar Deine Gedankengänge! Würdest Du mit gar keinem Spieler verlängern?
P.S. Holten habe ich vergessen. Der hat für mich oberste Priorität. Also holten!
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Mattes_FCH am 23.05.2026 um 12:45 Uhr bearbeitet
23.05.2026 - 13:33 Uhr
Wenn ich die komplette Liste der auslaufenden Verträge durchgehe, dann würde ich ehrlich gesagt keinen radikalen Umbruch machen, sondern sehr bewusst unterscheiden zwischen Spielern, die sich bewährt haben, und Spielern, bei denen Aufwand und Nutzen einfach nicht mehr zusammenpassen.
Mein Grundgedanke bleibt dabei: Transfers funktionieren deutlich seltener, als viele Fans glauben. Nicht mal jeder zweite Neuzugang wird am Ende wirklich Stammspieler oder ein Erfolg. Deshalb sollte man bewährten Spielern grundsätzlich erstmal vertrauen, statt jedes Jahr den halben Kader auszutauschen. Gerade in der 3. Liga sind Eingespieltheit, Kabine und Identifikation oft wichtiger als irgendwelche „spannenden“ Namen von außen.
Deshalb würde ich auf jeden Fall mit Holten verlängern. Der bringt vorne etwas mit, arbeitet viel und passt für mich auch gut in ein 4-4-2 mit Raute. Mit Bergh würde ich ebenfalls verlängern. Gerade auf der linken Seite bringt er Stabilität und Verlässlichkeit rein.
Bei Kinsombi würde ich auch verlängern – allerdings nur, wenn er bereit ist, gehaltstechnisch vernünftige Drittliga-Maßstäbe zu akzeptieren. Sportlich bringt er Qualität mit. Und auch mit Neidhardt würde ich trotz seines Alters verlängern. Klar, er ist vielleicht nicht mehr der Schnellste, aber solche erfahrenen Spieler brauchst du trotzdem. Der stabilisiert die Mannschaft und ist mit seiner Erfahrung wichtig für die Kabine.
Mit Uphoff würde ich ebenfalls verlängern. Das ist für mich genau so ein Fall, wo Fans schnell denken, dass man extern automatisch etwas Besseres bekommt. Aber tatsächlich hat er ordentlich geliefert und sich sogar nochmal gesteigert. Außerdem ist 32 für einen Torwart heutzutage überhaupt kein Problem, eher das beste Alter. Wenn er fit bleibt, kann der locker noch zwei oder drei Jahre auf gutem Niveau spielen.
Nicht verlängern würde ich dagegen mit Lebeau. Dazu habe ich ja schon etwas geschrieben: Für das Gesamtpaket aus Gehalt, Leistung und Impact kommt mir einfach zu wenig. Dazu wirkt er für mich nicht wie jemand, der komplett mit Herz bei Hansa ist.
Mit Harenbrock würde ich trotz seiner Qualität ebenfalls nicht verlängern. Wenn fit, ist er ein Unterschiedsspieler – keine Frage. Aber wir können es uns nicht leisten, dauerhaft Kaderplätze an Spieler zu vergeben, die die meiste Zeit verletzt fehlen. Dasselbe gilt für Ruschke. Offensiv bringt er Ansätze mit, defensiv sehe ich ihn kritisch, und dazu kommt eben auch seine Verletzungsanfälligkeit.
Mit Kunze würde ich ebenfalls nicht verlängern. Er ist erst seit einem halben Jahr da, hat also weder den klassischen Hansa-Bezug noch sportlich wirklich überzeugt. Bei Jan Mejdr würde ich auch keinen neuen Vertrag machen. Der hat sich jetzt erneut verletzt und würde vermutlich schon wieder nicht fit in die neue Saison gehen.
Und bei Hagemoser sowie Klewin sehe ich ehrlich gesagt ebenfalls keinen Grund für eine Verlängerung. Beide haben aus meiner Sicht kein großes Entwicklungspotenzial mehr und die Positionen sind im Kader jetzt auch nicht so kritisch besetzt, dass man dort zwanghaft verlängern müsste.
Wichtig ist für mich aber auch: Wir müssen nicht auf fünf oder sechs Positionen komplett umbauen. Wir hatten ja schon mal die Diskussion, dass der absolute Fokus im Sommer auf einer ganz anderen Baustelle liegen muss. Hansa braucht endlich einen echten Spielmacher auf der Zehn. Einen Spieler, der wirklich den Unterschied macht, torgefährlich ist und vor allem bei Standards ein komplett neues Niveau reinbringt. Genau dort hat uns diese Saison extrem viel gefehlt. Zu wenig Kreativität, zu wenig Überraschungsmomente und viel zu wenig Gefahr bei ruhenden Bällen.
Und zusätzlich brauchst du neben Holten noch einen zweiten richtig guten Stürmer. Wenn du diese beiden Schlüsselpositionen qualitativ stark besetzt bekommst, dann hast du aus meiner Sicht eigentlich schon einen ziemlich vernünftigen Kader, mit dem man den nächsten Schritt gehen kann – ohne wieder den halben Verein auseinanderzureißen.
Mein Grundgedanke bleibt dabei: Transfers funktionieren deutlich seltener, als viele Fans glauben. Nicht mal jeder zweite Neuzugang wird am Ende wirklich Stammspieler oder ein Erfolg. Deshalb sollte man bewährten Spielern grundsätzlich erstmal vertrauen, statt jedes Jahr den halben Kader auszutauschen. Gerade in der 3. Liga sind Eingespieltheit, Kabine und Identifikation oft wichtiger als irgendwelche „spannenden“ Namen von außen.
Deshalb würde ich auf jeden Fall mit Holten verlängern. Der bringt vorne etwas mit, arbeitet viel und passt für mich auch gut in ein 4-4-2 mit Raute. Mit Bergh würde ich ebenfalls verlängern. Gerade auf der linken Seite bringt er Stabilität und Verlässlichkeit rein.
Bei Kinsombi würde ich auch verlängern – allerdings nur, wenn er bereit ist, gehaltstechnisch vernünftige Drittliga-Maßstäbe zu akzeptieren. Sportlich bringt er Qualität mit. Und auch mit Neidhardt würde ich trotz seines Alters verlängern. Klar, er ist vielleicht nicht mehr der Schnellste, aber solche erfahrenen Spieler brauchst du trotzdem. Der stabilisiert die Mannschaft und ist mit seiner Erfahrung wichtig für die Kabine.
Mit Uphoff würde ich ebenfalls verlängern. Das ist für mich genau so ein Fall, wo Fans schnell denken, dass man extern automatisch etwas Besseres bekommt. Aber tatsächlich hat er ordentlich geliefert und sich sogar nochmal gesteigert. Außerdem ist 32 für einen Torwart heutzutage überhaupt kein Problem, eher das beste Alter. Wenn er fit bleibt, kann der locker noch zwei oder drei Jahre auf gutem Niveau spielen.
Nicht verlängern würde ich dagegen mit Lebeau. Dazu habe ich ja schon etwas geschrieben: Für das Gesamtpaket aus Gehalt, Leistung und Impact kommt mir einfach zu wenig. Dazu wirkt er für mich nicht wie jemand, der komplett mit Herz bei Hansa ist.
Mit Harenbrock würde ich trotz seiner Qualität ebenfalls nicht verlängern. Wenn fit, ist er ein Unterschiedsspieler – keine Frage. Aber wir können es uns nicht leisten, dauerhaft Kaderplätze an Spieler zu vergeben, die die meiste Zeit verletzt fehlen. Dasselbe gilt für Ruschke. Offensiv bringt er Ansätze mit, defensiv sehe ich ihn kritisch, und dazu kommt eben auch seine Verletzungsanfälligkeit.
Mit Kunze würde ich ebenfalls nicht verlängern. Er ist erst seit einem halben Jahr da, hat also weder den klassischen Hansa-Bezug noch sportlich wirklich überzeugt. Bei Jan Mejdr würde ich auch keinen neuen Vertrag machen. Der hat sich jetzt erneut verletzt und würde vermutlich schon wieder nicht fit in die neue Saison gehen.
Und bei Hagemoser sowie Klewin sehe ich ehrlich gesagt ebenfalls keinen Grund für eine Verlängerung. Beide haben aus meiner Sicht kein großes Entwicklungspotenzial mehr und die Positionen sind im Kader jetzt auch nicht so kritisch besetzt, dass man dort zwanghaft verlängern müsste.
Wichtig ist für mich aber auch: Wir müssen nicht auf fünf oder sechs Positionen komplett umbauen. Wir hatten ja schon mal die Diskussion, dass der absolute Fokus im Sommer auf einer ganz anderen Baustelle liegen muss. Hansa braucht endlich einen echten Spielmacher auf der Zehn. Einen Spieler, der wirklich den Unterschied macht, torgefährlich ist und vor allem bei Standards ein komplett neues Niveau reinbringt. Genau dort hat uns diese Saison extrem viel gefehlt. Zu wenig Kreativität, zu wenig Überraschungsmomente und viel zu wenig Gefahr bei ruhenden Bällen.
Und zusätzlich brauchst du neben Holten noch einen zweiten richtig guten Stürmer. Wenn du diese beiden Schlüsselpositionen qualitativ stark besetzt bekommst, dann hast du aus meiner Sicht eigentlich schon einen ziemlich vernünftigen Kader, mit dem man den nächsten Schritt gehen kann – ohne wieder den halben Verein auseinanderzureißen.
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