Joe Simunic
03.05.2006 - 18:46 Uhr
19.05.2006 - 19:51 Uhr
ich hoffe, dass DH die klausel nicht zu gering angesetzt hat. 15 mio wie bei berbatov sind meiner meinung nach realistisch und wir könnten froh sein, wenn ihn nach der wm oder zur saison 07/08 jemand kaufen will. denke aber dass bukovac hoeneß auf <10 mio runtergehandelt hat. (so 5-8 mio)
19.05.2006 - 20:08 Uhr
>ich hoffe, dass DH die klausel nicht zu gering angesetzt hat.
>15 mio wie bei berbatov sind meiner meinung nach realistisch
>und wir könnten froh sein, wenn ihn nach der wm oder zur
>saison 07/08 jemand kaufen will. denke aber dass bukovac
>hoeneß auf <10 mio runtergehandelt hat. (so 5-8 mio)
jetzt war schon kein verein bereit, einem ablösefreien spieler wie simunic die 2,5 mio € pro jhar zu zahlen....denkst du denn wirklich, daß in naher zukunft ein verein bereit sein wird, simunic für viel geld aus seinem vertrag herauszukaufen und die jetzige (wohl aber noch mehr) gehaltssumme zu zahlen ?...das wäre doch total dumm.
4-5 mio € wären schon ein sehr sehr guter wert, wobei ich davon ausgehe, daß er niedriger liegt....wahrscheinlich gekoppelt an das nicht-erreichen eines internationalen platzes.
>15 mio wie bei berbatov sind meiner meinung nach realistisch
>und wir könnten froh sein, wenn ihn nach der wm oder zur
>saison 07/08 jemand kaufen will. denke aber dass bukovac
>hoeneß auf <10 mio runtergehandelt hat. (so 5-8 mio)
jetzt war schon kein verein bereit, einem ablösefreien spieler wie simunic die 2,5 mio € pro jhar zu zahlen....denkst du denn wirklich, daß in naher zukunft ein verein bereit sein wird, simunic für viel geld aus seinem vertrag herauszukaufen und die jetzige (wohl aber noch mehr) gehaltssumme zu zahlen ?...das wäre doch total dumm.
4-5 mio € wären schon ein sehr sehr guter wert, wobei ich davon ausgehe, daß er niedriger liegt....wahrscheinlich gekoppelt an das nicht-erreichen eines internationalen platzes.
19.05.2006 - 20:21 Uhr
>ich hab noch gar nix von der vetragverlaengerung mit
>bekommen
>also kann mir einer mal eine zusammenfassung geben wie der
>vertrag dotiert ist?
2,5 mio € in 5 jahren + ausstiegsklausel.
>bekommen
>also kann mir einer mal eine zusammenfassung geben wie der
>vertrag dotiert ist?
2,5 mio € in 5 jahren + ausstiegsklausel.
19.05.2006 - 20:22 Uhr
Details wurden keine bekannt.
Man muss aber mal sehen (was irgendwie keiner tut) dass die 12 oder 12,5 Mio zum einen auf 5 Jahre zu sehen sind. Damit wäre Joe immer noch billiger als Arne.
Zum anderen ist es in jedem Fall der Maximalwert in einem leistungebezogenen Vertrag. Das heisst, wenn Simunic nicht spielt oder Hertha um Platz 10 spielt, kriegt er auch deutlich weniger. So sehen zumindest m.W. alle anderen Verträge bei Hertha aus, und das ist auch ganz gut so.
DIe Austiegsklausel wird so sein wie physsus vermutet, man muss da auch mal realistisch sehen ... Berbatov ist 1) Stürmer und 2) ein paar Jahre jünger. Simunic wäre jetzt maximal 8 Mio wert, in 2 Jahren vielleicht auch noch, dann gehts bergab ...
finde es prinzipiell eine super Sache dass er bleibt und hoffe, dass Joe in der nächsten Saison ein paar Spiele mehr machen kann.
Daneben muss nun aber intensiv die Jugend eingebaut werden, also Bieler, R. Müller und Samba. Denn mit 2 IV, von denen einer schon am Karriereende schnuppert, kommt man nicht durch eine Saison.
Man muss aber mal sehen (was irgendwie keiner tut) dass die 12 oder 12,5 Mio zum einen auf 5 Jahre zu sehen sind. Damit wäre Joe immer noch billiger als Arne.
Zum anderen ist es in jedem Fall der Maximalwert in einem leistungebezogenen Vertrag. Das heisst, wenn Simunic nicht spielt oder Hertha um Platz 10 spielt, kriegt er auch deutlich weniger. So sehen zumindest m.W. alle anderen Verträge bei Hertha aus, und das ist auch ganz gut so.
DIe Austiegsklausel wird so sein wie physsus vermutet, man muss da auch mal realistisch sehen ... Berbatov ist 1) Stürmer und 2) ein paar Jahre jünger. Simunic wäre jetzt maximal 8 Mio wert, in 2 Jahren vielleicht auch noch, dann gehts bergab ...
finde es prinzipiell eine super Sache dass er bleibt und hoffe, dass Joe in der nächsten Saison ein paar Spiele mehr machen kann.
Daneben muss nun aber intensiv die Jugend eingebaut werden, also Bieler, R. Müller und Samba. Denn mit 2 IV, von denen einer schon am Karriereende schnuppert, kommt man nicht durch eine Saison.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von kypdurron am 19.05.2006 um 20:26 Uhr bearbeitet
19.05.2006 - 20:45 Uhr
>>ich hoffe, dass DH die klausel nicht zu gering angesetzt
>hat.
>>15 mio wie bei berbatov sind meiner meinung nach realistisch
>>und wir könnten froh sein, wenn ihn nach der wm oder zur
>>saison 07/08 jemand kaufen will. denke aber dass bukovac
>>hoeneß auf <10 mio runtergehandelt hat. (so 5-8 mio)
>
>
>jetzt war schon kein verein bereit, einem ablösefreien spieler
>wie simunic die 2,5 mio € pro jhar zu zahlen....denkst du denn
>wirklich, daß in naher zukunft ein verein bereit sein wird,
>simunic für viel geld aus seinem vertrag herauszukaufen und
>die jetzige (wohl aber noch mehr) gehaltssumme zu zahlen
>?...das wäre doch total dumm.
>4-5 mio € wären schon ein sehr sehr guter wert, wobei ich
>davon ausgehe, daß er niedriger liegt....wahrscheinlich
>gekoppelt an das nicht-erreichen eines internationalen
>platzes.
>
man muss aber auch bedenken, dass simunic seit einem jahr nur 2-3 gute spiele gemacht hat und den rest der saison verletzt war, bzw nur mäßig gespielt hat. wenn er jetzt ne überragende wm spielt und bei uns noch ein gutes jahr dranhängt kann ich mir schon vorstellen dass klubs aus spanien, england oder italien den geldbeutel aufmachen wird. aber wie gesagt, denke auch eher dass D.H. das mit dem erreichen von saisonzielen gekoppelt hat bzw die klausel sehr gering ausfällt.
>hat.
>>15 mio wie bei berbatov sind meiner meinung nach realistisch
>>und wir könnten froh sein, wenn ihn nach der wm oder zur
>>saison 07/08 jemand kaufen will. denke aber dass bukovac
>>hoeneß auf <10 mio runtergehandelt hat. (so 5-8 mio)
>
>
>jetzt war schon kein verein bereit, einem ablösefreien spieler
>wie simunic die 2,5 mio € pro jhar zu zahlen....denkst du denn
>wirklich, daß in naher zukunft ein verein bereit sein wird,
>simunic für viel geld aus seinem vertrag herauszukaufen und
>die jetzige (wohl aber noch mehr) gehaltssumme zu zahlen
>?...das wäre doch total dumm.
>4-5 mio € wären schon ein sehr sehr guter wert, wobei ich
>davon ausgehe, daß er niedriger liegt....wahrscheinlich
>gekoppelt an das nicht-erreichen eines internationalen
>platzes.
>
man muss aber auch bedenken, dass simunic seit einem jahr nur 2-3 gute spiele gemacht hat und den rest der saison verletzt war, bzw nur mäßig gespielt hat. wenn er jetzt ne überragende wm spielt und bei uns noch ein gutes jahr dranhängt kann ich mir schon vorstellen dass klubs aus spanien, england oder italien den geldbeutel aufmachen wird. aber wie gesagt, denke auch eher dass D.H. das mit dem erreichen von saisonzielen gekoppelt hat bzw die klausel sehr gering ausfällt.
20.05.2006 - 00:57 Uhr
wenn er sich verletzen sollte,bekommt er nur die lohnfortzahlung für ein bestimmmte kurze dauer ansonsten sparen wir dann eher geld, als dass wir es ausgeben. es gelten da die normalen gesetze wie bei ottonormalbürger. es gab mal jemanden, der bei sowas ausnahmen gemacht hat und das war calmund. ihr erinnert euch doch noch an den rechtsstreit mit nowotny, da gings um die weiterbezahlung während seines kreuzbandrisses und er hat nix bekommen.
19.07.2006 - 09:52 Uhr
"Auf Hertha warten zwei schwere Jahre"
Josip Simunic (28) holt nach dem WM-Negativerlebnis wieder Schwung
Von Sebastian Schlichting
Josip Simunic steht auf dem Trainingsplatz und klatscht in die Hände. Er ist voll bei der Sache, dabei geht es in diesem Moment nur darum, beim Fußball-Tennis erfolgreich zu sein. Aber Simunic ist das egal, er gibt trotzdem alles.
Bis zum Ende der vergangenen Saison war nicht klar, ob er zur neuen Spielzeit überhaupt noch bei Hertha BSC auf dem Trainingsplatz stehen würde. Die Vertragsverhandlungen hatten sich über ein halbes Jahr hingezogen. Anfang Mai hatte Manager Dieter Hoeneß ein Zeichen gesetzt und diese beendet. Simunic lagen seinerzeit unter anderem Angebote von Olympiakos Piräus und dem AC Florenz vor. Nicht nach Florenz gegangen zu sein, erwies sich vor einigen Tagen als goldrichtig, da der Klub wegen der Verstrickung in den Wettskandal in die Serie B absteigen muß.
Letztlich einigte man sich im Mai doch - und der 28jährige unterschrieb bis 2011. Dafür ging der Fußball-Bundesligist bis an die finanzielle Schmerzgrenze und zahlt dem Innenverteidiger in den nächsten fünf Jahren insgesamt über 12 Millionen Euro. Nun steht er also wieder bei Hertha auf dem Platz. Wie es dazu kam? Bevor er sich festlegte, griff Simunic zu Zettel und Stift und schrieb zu den verschiedenen Vereinen, die ihn haben wollten, Vor- und Nachteile auf. "Für Hertha sprach am meisten", sagt er nun. Es klingt, als wäre es eine Sache von zwei Minuten und nicht von Monaten gewesen. Woanders hätte er noch mehr verdienen können, doch er hängt auch an der Stadt: "Als ich nach Hamburg gekommen bin, habe ich ein Jahr gebraucht, um mich einzuleben. In Berlin hat es einen Tag gedauert." Dafür nimmt er in Kauf, daß die großen Sprünge mit Hertha wohl zunächst nicht drin sind, während er mit Piräus in der Champions League gespielt hätte: "Die nächsten ein, zwei Jahre werden mit der jungen Mannschaft schwer."
Bei Hertha ist er "eine Korsettstange", wie Manager Hoeneß sagt. Er gehört zu den erfahrenen Spielern. Als er im Januar 2000 vom Hamburger SV nach Berlin kam, war das anders. Simunic war knapp 22 Jahre alt. Damals haben ihm Spieler wie Dariusz Wosz, Jolly Sverrisson und Michael Preetz geholfen. Einige der guten Ratschläge hat er leider zu spät beherzigt. Simunic wählt dafür einen netten Vergleich: "Wenn einem die eigenen Eltern etwas sagen, versteht man das häufig auch erst später."
Ins Trainingslager nach Bad Waltersdorf ist er am vergangenen Donnerstag gekommen, zuvor hatte er nach der Weltmeisterschaft drei Wochen Urlaub. Da Simunic mit Kroatien in der Vorrunde scheiterte, ist er der erste der drei WM-Teilnehmer - die beiden anderen sind Gilberto und Arne Friedrich - , der zum Verein zurückgekehrt ist. Inzwischen kann er über die kuriosen Geschehnisse im entscheidenden Spiel gegen Australien (2:2) locker plaudern. Schiedsrichter Graham Poll hatte ihn nach der zweiten Gelben Karte irrtümlich nicht vom Platz gestellt. Nach dem Abpfiff ist Simunic zu ihm gegangen. "Ich wollte ihn auf den Fehler aufmerksam machen, aber er dachte, ich will meckern." Schließlich sah er doch noch Rot. "Wir mußten dann nach Hause fahren - aber der Schiedsrichter auch", sagt er lachend.
Aus der Berliner Morgenpost vom 19. Juli 2006
Josip Simunic (28) holt nach dem WM-Negativerlebnis wieder Schwung
Von Sebastian Schlichting
Josip Simunic steht auf dem Trainingsplatz und klatscht in die Hände. Er ist voll bei der Sache, dabei geht es in diesem Moment nur darum, beim Fußball-Tennis erfolgreich zu sein. Aber Simunic ist das egal, er gibt trotzdem alles.
Bis zum Ende der vergangenen Saison war nicht klar, ob er zur neuen Spielzeit überhaupt noch bei Hertha BSC auf dem Trainingsplatz stehen würde. Die Vertragsverhandlungen hatten sich über ein halbes Jahr hingezogen. Anfang Mai hatte Manager Dieter Hoeneß ein Zeichen gesetzt und diese beendet. Simunic lagen seinerzeit unter anderem Angebote von Olympiakos Piräus und dem AC Florenz vor. Nicht nach Florenz gegangen zu sein, erwies sich vor einigen Tagen als goldrichtig, da der Klub wegen der Verstrickung in den Wettskandal in die Serie B absteigen muß.
Letztlich einigte man sich im Mai doch - und der 28jährige unterschrieb bis 2011. Dafür ging der Fußball-Bundesligist bis an die finanzielle Schmerzgrenze und zahlt dem Innenverteidiger in den nächsten fünf Jahren insgesamt über 12 Millionen Euro. Nun steht er also wieder bei Hertha auf dem Platz. Wie es dazu kam? Bevor er sich festlegte, griff Simunic zu Zettel und Stift und schrieb zu den verschiedenen Vereinen, die ihn haben wollten, Vor- und Nachteile auf. "Für Hertha sprach am meisten", sagt er nun. Es klingt, als wäre es eine Sache von zwei Minuten und nicht von Monaten gewesen. Woanders hätte er noch mehr verdienen können, doch er hängt auch an der Stadt: "Als ich nach Hamburg gekommen bin, habe ich ein Jahr gebraucht, um mich einzuleben. In Berlin hat es einen Tag gedauert." Dafür nimmt er in Kauf, daß die großen Sprünge mit Hertha wohl zunächst nicht drin sind, während er mit Piräus in der Champions League gespielt hätte: "Die nächsten ein, zwei Jahre werden mit der jungen Mannschaft schwer."
Bei Hertha ist er "eine Korsettstange", wie Manager Hoeneß sagt. Er gehört zu den erfahrenen Spielern. Als er im Januar 2000 vom Hamburger SV nach Berlin kam, war das anders. Simunic war knapp 22 Jahre alt. Damals haben ihm Spieler wie Dariusz Wosz, Jolly Sverrisson und Michael Preetz geholfen. Einige der guten Ratschläge hat er leider zu spät beherzigt. Simunic wählt dafür einen netten Vergleich: "Wenn einem die eigenen Eltern etwas sagen, versteht man das häufig auch erst später."
Ins Trainingslager nach Bad Waltersdorf ist er am vergangenen Donnerstag gekommen, zuvor hatte er nach der Weltmeisterschaft drei Wochen Urlaub. Da Simunic mit Kroatien in der Vorrunde scheiterte, ist er der erste der drei WM-Teilnehmer - die beiden anderen sind Gilberto und Arne Friedrich - , der zum Verein zurückgekehrt ist. Inzwischen kann er über die kuriosen Geschehnisse im entscheidenden Spiel gegen Australien (2:2) locker plaudern. Schiedsrichter Graham Poll hatte ihn nach der zweiten Gelben Karte irrtümlich nicht vom Platz gestellt. Nach dem Abpfiff ist Simunic zu ihm gegangen. "Ich wollte ihn auf den Fehler aufmerksam machen, aber er dachte, ich will meckern." Schließlich sah er doch noch Rot. "Wir mußten dann nach Hause fahren - aber der Schiedsrichter auch", sagt er lachend.
Aus der Berliner Morgenpost vom 19. Juli 2006
11.08.2006 - 21:28 Uhr
"Ich war kurz davor zu gehen"
Josip Simunic über den langen Weg zum Führungsspieler und seine Pläne mit Hertha BSC
Herr Simunic, Sie sind berühmt.
Ja, wahrscheinlich.
Sie sind wohl der erste Fußballer, der in einem Spiel drei Gelbe Karten gesehen hat, beim WM-Vorrundenspiel mit Kroatien gegen Australien.
Als ich die zweite Gelbe Karte bekommen habe ...
... in der 89. Minute, nach einem Foul an Mark Viduka ...
... da habe ich gar nicht mitgekriegt, dass ich eigentlich hätte Gelb-Rot kriegen sollen. Erst nach ein paar Minuten habe ich mir überlegt: Das war ja meine zweite Gelbe. Ich wollte den Schiedsrichter fragen, wofür ich sie bekommen habe, aber er sagte: Wenn du nochmal was sagst, kriegst du Rot. Da habe ich gesagt: Alles klar.
Mussten Sie nicht schmunzeln?
Mir war das damals nicht so wichtig. Es stand 2:2, und wir mussten unbedingt gewinnen, um noch ins Achtelfinale zu kommen.
Das hat nicht geklappt. Sie haben trotzdem noch Gelb-Rot gesehen.
Als das Spiel vorbei war, wollte ich dem Schiedsrichter noch sagen, dass ich zwei Gelbe Karten gekriegt hatte. Es war ja sowieso egal, wir waren raus. Da hat er mir die dritte Gelbe gegeben.
Das gab es noch nie.
Ich habe gedacht: Er kann mir noch fünf Gelbe geben, es ist egal.
Der Schiedsrichter, Graham Poll, hat nach dieser Fehlleistung seine internationale Karriere beendet.
Mit uns hat er sehr viel Pech gehabt. Im letzten Spiel von Kroatien, das er gepfiffen hat, habe ich auch Gelb-Rot bekommen. Auch unberechtigt. Das war gegen Belgien, in Brüssel, in der Qualifikation für die EM 2004.
Hatten Sie geahnt, dass es mit Poll erneut Probleme geben würde?
Für uns war es interessant, dass ein Engländer pfeift bei Australien gegen Kroatien. Für mich ist das, als wenn ein Serbe, Slowene oder Mazedonier ein Kroatien-Spiel pfeift. Na ja, Man hat ja gesehen, was dabei herausgekommen ist.
Sie klingen frustriert.
Es war ja auch eine frustrierende WM. Es war mein drittes großes Turnier mit Kroatien. Ich war der Meinung, unsere Mannschaft bei der WM 2006 war die beste, die wir bei diesen drei Turnieren hatten. Aber wir haben es nicht einmal in die zweite Runde geschafft.
Sie sind danach sofort in den Urlaub gefahren, nach Kroatien. Brauchten Sie Abstand zur WM?
Ein paar Spiele habe ich noch im Fernsehen gesehen.
Sie fehlen jetzt beim Bundesliga-Auftakt gegen Wolfsburg, weil Sie auch am letzten Spieltag der vorigen Saison Gelb-Rot gesehen haben, nach einem brutalen Foul am Nürnberger Stefan Kießling.
Ich habe die Nerven verloren gegen Nürnberg, das war blöd von mir. Aber das wird nie mehr passieren. In den nächsten paar Monaten werde ich vorsichtig sein.
Sie werden womöglich viel Frust ertragen müssen. Im Frühjahr hatten Sie zwei Ziele: Wechsel zu einem renommierten Klub im Ausland und die WM. Die WM ist vorbei. Und Sie sind immer noch in Berlin.
Ich hatte Angebote aus Italien und aus England. Es waren ein paar sehr gute dabei. Ich war kurz davor zu gehen. Aber ich habe gemerkt, dass mein Herz an Hertha BSC hängt. Ich kann einfach nicht meine Sachen packen und gehen. Ich will ein Teil der neuen Mannschaft werden und versuchen, den jungen Spielern zu helfen.
Haben Sie eine Chance verpasst?
Wenn man die Möglichkeit hat, zu einem ganz großen Verein zu gehen, muss man das probieren, weil man es sonst später vielleicht bereut. Ich bin 28, vielleicht werde ich die Chance noch kriegen. Ich bin froh, dass ich geblieben bin. Wir haben auch bei Hertha eine neue Herausforderung. Es wird sicher nicht einfach, aber es wird interessant.
Inwiefern?
Ich werde versuchen, den vielen jungen Spielern zu helfen. Ich bin jetzt ein Führungsspieler. Ich weiß in bestimmten Momenten des Spiels, was los ist, was wir machen müssen. Die Spiele, in denen wir 0:1 hinten liegen, müssen wir umdrehen. Ich habe den internationalen Fußball erlebt und den Vereinsfußball hier in Berlin. Und ich glaube, dass das der Unterschied ist: dieser unbedingte Siegeswille, diese Einstellung, im richtigen Moment zu merken, es geht um mehr. Das hat uns bei Hertha manchmal gefehlt.
Ist diese Einstellung in einer jungen Mannschaft besonders wichtig?
Es ist jetzt in der Kabine lustiger als früher. Aber am Sonntag fängt die Saison an, dann sollten wir nicht mehr lustig sein. Dann sollen wir uns auf die Arbeit konzentrieren. Man kann alles andere gut verkaufen - aber nur, wenn man Erfolg hat.
Fühlen Sie sich in dem jungen Team mit 28 Jahren alt?
Nö, noch nicht. Aber wenn wir im Training Jung gegen Alt spielen, bin ich jetzt bei den Alten.
Ihr wichtigster älterer Kollege, der Brasilianer Marcelinho, ist bei Hertha nicht mehr gewollt worden.
Sportlich ist das ein großer Verlust. Ich hätte mich gefreut, wenn er geblieben wäre. Ich habe mit Marcello nie Probleme gehabt. Er ist ein sehr guter Typ und ein überragender Fußballspieler. Aber manchmal hat er verrückte Dinge gemacht.
Fehlt seine Verrücktheit jetzt?
Marcello ist besonders behandelt worden, und das auch mit Recht. Er hat viel mehr Kredit bekommen als andere. Viele Spieler haben das vielleicht als ungerecht empfunden. Ich nicht. Für mich war das gerechtfertigt. Er hat immer seine Leistung gebracht. Aber am Ende ist es nicht gut gelaufen, es gab immer neue Eskapaden. Dann sagt die Gruppe irgendwann: Warum kriegt er immer Kredit und wir nicht?
Fehlt der Mannschaft jetzt nicht die Kreativität?
Wenn wir gut anfangen, können wir in dieser Saison eine Überraschung werden. Wir sind reif genug, oben mitzuspielen. Die einzige Angst, die ich habe, ist, dass sich wichtige Spieler verletzen. Dann werden wir Probleme kriegen.
Hat ein Klub, dessen sportliche Zukunft so unsicher ist, in den nächsten Jahren eine realistische Chance, Meister zu werden?
Warum nicht? Die nächsten ein oder zwei Jahre wird es schwer. Aber dann werden wir in der Lage sein, richtig anzugreifen. Ich hoffe, dass ich hier in Berlin noch mehr als fünf Jahre bleibe. Ich glaube: Es ist auch eine Herausforderung, treu zu sein.
Das Interview führten Michael Jahn und Andreas Lesch.
Berliner Zeitung, 12.08.2006
http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/print/sport/576704.html
Josip Simunic über den langen Weg zum Führungsspieler und seine Pläne mit Hertha BSC
Herr Simunic, Sie sind berühmt.
Ja, wahrscheinlich.
Sie sind wohl der erste Fußballer, der in einem Spiel drei Gelbe Karten gesehen hat, beim WM-Vorrundenspiel mit Kroatien gegen Australien.
Als ich die zweite Gelbe Karte bekommen habe ...
... in der 89. Minute, nach einem Foul an Mark Viduka ...
... da habe ich gar nicht mitgekriegt, dass ich eigentlich hätte Gelb-Rot kriegen sollen. Erst nach ein paar Minuten habe ich mir überlegt: Das war ja meine zweite Gelbe. Ich wollte den Schiedsrichter fragen, wofür ich sie bekommen habe, aber er sagte: Wenn du nochmal was sagst, kriegst du Rot. Da habe ich gesagt: Alles klar.
Mussten Sie nicht schmunzeln?
Mir war das damals nicht so wichtig. Es stand 2:2, und wir mussten unbedingt gewinnen, um noch ins Achtelfinale zu kommen.
Das hat nicht geklappt. Sie haben trotzdem noch Gelb-Rot gesehen.
Als das Spiel vorbei war, wollte ich dem Schiedsrichter noch sagen, dass ich zwei Gelbe Karten gekriegt hatte. Es war ja sowieso egal, wir waren raus. Da hat er mir die dritte Gelbe gegeben.
Das gab es noch nie.
Ich habe gedacht: Er kann mir noch fünf Gelbe geben, es ist egal.
Der Schiedsrichter, Graham Poll, hat nach dieser Fehlleistung seine internationale Karriere beendet.
Mit uns hat er sehr viel Pech gehabt. Im letzten Spiel von Kroatien, das er gepfiffen hat, habe ich auch Gelb-Rot bekommen. Auch unberechtigt. Das war gegen Belgien, in Brüssel, in der Qualifikation für die EM 2004.
Hatten Sie geahnt, dass es mit Poll erneut Probleme geben würde?
Für uns war es interessant, dass ein Engländer pfeift bei Australien gegen Kroatien. Für mich ist das, als wenn ein Serbe, Slowene oder Mazedonier ein Kroatien-Spiel pfeift. Na ja, Man hat ja gesehen, was dabei herausgekommen ist.
Sie klingen frustriert.
Es war ja auch eine frustrierende WM. Es war mein drittes großes Turnier mit Kroatien. Ich war der Meinung, unsere Mannschaft bei der WM 2006 war die beste, die wir bei diesen drei Turnieren hatten. Aber wir haben es nicht einmal in die zweite Runde geschafft.
Sie sind danach sofort in den Urlaub gefahren, nach Kroatien. Brauchten Sie Abstand zur WM?
Ein paar Spiele habe ich noch im Fernsehen gesehen.
Sie fehlen jetzt beim Bundesliga-Auftakt gegen Wolfsburg, weil Sie auch am letzten Spieltag der vorigen Saison Gelb-Rot gesehen haben, nach einem brutalen Foul am Nürnberger Stefan Kießling.
Ich habe die Nerven verloren gegen Nürnberg, das war blöd von mir. Aber das wird nie mehr passieren. In den nächsten paar Monaten werde ich vorsichtig sein.
Sie werden womöglich viel Frust ertragen müssen. Im Frühjahr hatten Sie zwei Ziele: Wechsel zu einem renommierten Klub im Ausland und die WM. Die WM ist vorbei. Und Sie sind immer noch in Berlin.
Ich hatte Angebote aus Italien und aus England. Es waren ein paar sehr gute dabei. Ich war kurz davor zu gehen. Aber ich habe gemerkt, dass mein Herz an Hertha BSC hängt. Ich kann einfach nicht meine Sachen packen und gehen. Ich will ein Teil der neuen Mannschaft werden und versuchen, den jungen Spielern zu helfen.
Haben Sie eine Chance verpasst?
Wenn man die Möglichkeit hat, zu einem ganz großen Verein zu gehen, muss man das probieren, weil man es sonst später vielleicht bereut. Ich bin 28, vielleicht werde ich die Chance noch kriegen. Ich bin froh, dass ich geblieben bin. Wir haben auch bei Hertha eine neue Herausforderung. Es wird sicher nicht einfach, aber es wird interessant.
Inwiefern?
Ich werde versuchen, den vielen jungen Spielern zu helfen. Ich bin jetzt ein Führungsspieler. Ich weiß in bestimmten Momenten des Spiels, was los ist, was wir machen müssen. Die Spiele, in denen wir 0:1 hinten liegen, müssen wir umdrehen. Ich habe den internationalen Fußball erlebt und den Vereinsfußball hier in Berlin. Und ich glaube, dass das der Unterschied ist: dieser unbedingte Siegeswille, diese Einstellung, im richtigen Moment zu merken, es geht um mehr. Das hat uns bei Hertha manchmal gefehlt.
Ist diese Einstellung in einer jungen Mannschaft besonders wichtig?
Es ist jetzt in der Kabine lustiger als früher. Aber am Sonntag fängt die Saison an, dann sollten wir nicht mehr lustig sein. Dann sollen wir uns auf die Arbeit konzentrieren. Man kann alles andere gut verkaufen - aber nur, wenn man Erfolg hat.
Fühlen Sie sich in dem jungen Team mit 28 Jahren alt?
Nö, noch nicht. Aber wenn wir im Training Jung gegen Alt spielen, bin ich jetzt bei den Alten.
Ihr wichtigster älterer Kollege, der Brasilianer Marcelinho, ist bei Hertha nicht mehr gewollt worden.
Sportlich ist das ein großer Verlust. Ich hätte mich gefreut, wenn er geblieben wäre. Ich habe mit Marcello nie Probleme gehabt. Er ist ein sehr guter Typ und ein überragender Fußballspieler. Aber manchmal hat er verrückte Dinge gemacht.
Fehlt seine Verrücktheit jetzt?
Marcello ist besonders behandelt worden, und das auch mit Recht. Er hat viel mehr Kredit bekommen als andere. Viele Spieler haben das vielleicht als ungerecht empfunden. Ich nicht. Für mich war das gerechtfertigt. Er hat immer seine Leistung gebracht. Aber am Ende ist es nicht gut gelaufen, es gab immer neue Eskapaden. Dann sagt die Gruppe irgendwann: Warum kriegt er immer Kredit und wir nicht?
Fehlt der Mannschaft jetzt nicht die Kreativität?
Wenn wir gut anfangen, können wir in dieser Saison eine Überraschung werden. Wir sind reif genug, oben mitzuspielen. Die einzige Angst, die ich habe, ist, dass sich wichtige Spieler verletzen. Dann werden wir Probleme kriegen.
Hat ein Klub, dessen sportliche Zukunft so unsicher ist, in den nächsten Jahren eine realistische Chance, Meister zu werden?
Warum nicht? Die nächsten ein oder zwei Jahre wird es schwer. Aber dann werden wir in der Lage sein, richtig anzugreifen. Ich hoffe, dass ich hier in Berlin noch mehr als fünf Jahre bleibe. Ich glaube: Es ist auch eine Herausforderung, treu zu sein.
Das Interview führten Michael Jahn und Andreas Lesch.
Berliner Zeitung, 12.08.2006
http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/print/sport/576704.html
11.08.2006 - 21:40 Uhr
Er will noch mindestens 5 Jahre bleiben?
Na das klingt doch hervorragend.
Na das klingt doch hervorragend.
20.10.2006 - 10:29 Uhr
In der Gerüchteküche wird ja dikutiert, dass Juve Interesse haben soll.
Und BVB-Tobi kennt Vertragsdetails .... :)
Und BVB-Tobi kennt Vertragsdetails .... :)
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