Gib mich die Kirsche! Der Talkthread
18.01.2025 - 13:04 Uhr
08.06.2026 - 20:14 Uhr
Zitat von UlmerBVB1986
Habe ich jetzt auch nicht rauslesen können...
@Finn: Also erstens werde ich keine blauen Freunde haben. Und zweitens glaube ich kaum das einer von denen gegen diese Personen demonstrieren wird, denn Merz, Spahn und Co. bringen der AfD eher neue Wähler, machen deren Politik "salonfähig", denn wenn die CDU fast das gleiche sagt und fast die gleichen Probleme benennt, dann ist ja die Differerenz nicht mehr so groß.
An Stelle der AfD würde ich die CDU genau so weiter machen lassen, das ist beste Wahlwerbung für die AfD und sogar noch kostenlos.
Zitat von Holzschuh85
Aus Interesse: findest du das jetzt eher erstrebenswert oder nicht so?
Zitat von Finn84
Wenn ihr gegen die o.g. Personen demonstriert könnt ihr euch auf viele neue blaue Freunde einstellen die das klar unterstützen.
Zitat von UlmerBVB1986
Bei den Demos wäre ich dabei! So geht es nicht weiter die die Damen und Herren machen nichts dass man sagen könnte, okay, ersuchen wir es nochmals.
In meinem Urlaub habe ich etwas mehr Zeit mit meinem politischen Content bei Insta verbringen können und da wurde mir mal wieder klar, was bzw. WER Auslöser dafür ist, das wir bei der Krankenversicherung ein Milliardenloch haben: Jens Spahn. Der Herr hat als Gesundheitsminister die KK per Gesetz dazu verpflichtet, die Reserven aufbrauchen zu müssen... nur um selbst so da zu stehen, dass man so tolle Gesundheitspolitik gemacht hat, dass die Beiträge nicht weiter gestiegen sind. Die Reserven und Rücklagen wurden also abgebaut und somit kommt das aktuelle Loch zustande... dann die KV Kaputt"reformieren" was keine Reform ist, sondern einfach nur den Rotstift ansetzen.
Zitat von Holzschuh85
Jeden Sieg, den die Rechten nicht holen, sollten wir feiern.
Ein Großteil der Menschen in Deutschlands lächzt aktuell nach einem Tabubruch und der Rechtssog ist auch auf kommunaler Ebene deutlich spürbar.
Dass lokale Politik es immer noch schafft, die Bevölkerung ausreichend davon abzuhalten, finde ich zumindest nennenswert - gerade in einem Blaupausenbezirk für rechte Ideologie wie Aue.
Ich bin aber langsam echt an dem Punkt, an dem ich offene Demonstrationen gegen einzelne Personen der Bundespolitik (Merz, Reiche, Spahn, Klingbeil) für absolut notwendig halte, um aus diesem Krisental aktuell irgendwie wieder rauszukommen.
Die fahren mit uns an Bord 200 auf eine nahende Wand zu und das einzige, was ihnen dazu einfällt ist, dass Bremsen ja unbequem wäre.
Zitat von CocoBall
Ich habe das auch gelesen. Mich macht sowas fassungslos.
Zitat von BillyReina1972
Der Kandidat der CDU gewinnt am Ende mit 5000 zu 4500 Stimmen gegen den Kandidaten der freien Sachsen. Ausschlag gab am Ende die Briefwahl. Wenn es rein um die im Wahllokal abgegeben Stimmen geht, hätte der CDU Kandidat sogar verloren.
Der Kandidat der CDU gewinnt am Ende mit 5000 zu 4500 Stimmen gegen den Kandidaten der freien Sachsen. Ausschlag gab am Ende die Briefwahl. Wenn es rein um die im Wahllokal abgegeben Stimmen geht, hätte der CDU Kandidat sogar verloren.
Ich habe das auch gelesen. Mich macht sowas fassungslos.
Jeden Sieg, den die Rechten nicht holen, sollten wir feiern.
Ein Großteil der Menschen in Deutschlands lächzt aktuell nach einem Tabubruch und der Rechtssog ist auch auf kommunaler Ebene deutlich spürbar.
Dass lokale Politik es immer noch schafft, die Bevölkerung ausreichend davon abzuhalten, finde ich zumindest nennenswert - gerade in einem Blaupausenbezirk für rechte Ideologie wie Aue.
Ich bin aber langsam echt an dem Punkt, an dem ich offene Demonstrationen gegen einzelne Personen der Bundespolitik (Merz, Reiche, Spahn, Klingbeil) für absolut notwendig halte, um aus diesem Krisental aktuell irgendwie wieder rauszukommen.
Die fahren mit uns an Bord 200 auf eine nahende Wand zu und das einzige, was ihnen dazu einfällt ist, dass Bremsen ja unbequem wäre.
Bei den Demos wäre ich dabei! So geht es nicht weiter die die Damen und Herren machen nichts dass man sagen könnte, okay, ersuchen wir es nochmals.
In meinem Urlaub habe ich etwas mehr Zeit mit meinem politischen Content bei Insta verbringen können und da wurde mir mal wieder klar, was bzw. WER Auslöser dafür ist, das wir bei der Krankenversicherung ein Milliardenloch haben: Jens Spahn. Der Herr hat als Gesundheitsminister die KK per Gesetz dazu verpflichtet, die Reserven aufbrauchen zu müssen... nur um selbst so da zu stehen, dass man so tolle Gesundheitspolitik gemacht hat, dass die Beiträge nicht weiter gestiegen sind. Die Reserven und Rücklagen wurden also abgebaut und somit kommt das aktuelle Loch zustande... dann die KV Kaputt"reformieren" was keine Reform ist, sondern einfach nur den Rotstift ansetzen.
Wenn ihr gegen die o.g. Personen demonstriert könnt ihr euch auf viele neue blaue Freunde einstellen die das klar unterstützen.
Aus Interesse: findest du das jetzt eher erstrebenswert oder nicht so?
Habe ich jetzt auch nicht rauslesen können...
@Finn: Also erstens werde ich keine blauen Freunde haben. Und zweitens glaube ich kaum das einer von denen gegen diese Personen demonstrieren wird, denn Merz, Spahn und Co. bringen der AfD eher neue Wähler, machen deren Politik "salonfähig", denn wenn die CDU fast das gleiche sagt und fast die gleichen Probleme benennt, dann ist ja die Differerenz nicht mehr so groß.
An Stelle der AfD würde ich die CDU genau so weiter machen lassen, das ist beste Wahlwerbung für die AfD und sogar noch kostenlos.
Ich halte das nicht für erstrebenswert. Ich halte genau das für Wahlhilfe für die Blauen. Ich kann es nicht mehr sehen wie es ich die demokratischen Kräfte dieses Landes untereinander zerfleischen. Bei der o.g. Bürgermeister-Wahl war es ein CDU Kandidat, der den Rechtsradikalen verhindert hat. Das hatte ein Kandidat von SPD/Grünen/Linken wahrscheinlich nicht geschafft. Es wurde sich augenscheinlich darüber gefreut, dass das nochmal geklappt hat. Im nächsten Post wird dazu aufgerufen gegen die aktuelle Regierung zu protestieren. Meinst du nicht, dass wenn die Menschen Links von CDU/SPD gegen die Regierung protestieren wie es dir Rechts davon, die Probleme noch deutlich größer werden? Ich bekomme da auf jeden Fall große 'Endphase Weimarer Republik Vibes" und hoffe auf einen anderen Ausgang. M.E. muss man zusammenstehen links von der AFD. Dieses in einen Topf werfen von CDU und AFD ist das schlimmste was man in der aktuellen Situation machen kann. Es zielt darauf ab Wähler von der CDU Abzugraben, aber ist das zielführend? Wo gehen die hin, nach Links? Es muss darum gehen Wähler bei der AFD abzugraben, wo ist der Weg für die kürzer, zur CDU oder zu den Grünen? M.E. ist das Zerfleischen der demokratischen Parteien untereinander die beste Wahlwerbung für die AFD. Klar ist u.a. unsere Sozialsysteme werden aufgrund des demografischen Wandels die nächsten 10 Jahre nicht überstehen ohne tiefgreifende und schmerzhafte Reformationen. Da können die Leute wählen wen Sie wollen. Sie kommen daran nicht vorbei, je länger kein Plan richtig umgesetzt wird, je schmerzhafter wird es.
08.06.2026 - 20:31 Uhr
Zitat von Holzschuh85
Jeden Sieg, den die Rechten nicht holen, sollten wir feiern.
Ein Großteil der Menschen in Deutschlands lächzt aktuell nach einem Tabubruch und der Rechtssog ist auch auf kommunaler Ebene deutlich spürbar.
Dass lokale Politik es immer noch schafft, die Bevölkerung ausreichend davon abzuhalten, finde ich zumindest nennenswert - gerade in einem Blaupausenbezirk für rechte Ideologie wie Aue.
Ich bin aber langsam echt an dem Punkt, an dem ich offene Demonstrationen gegen einzelne Personen der Bundespolitik (Merz, Reiche, Spahn, Klingbeil) für absolut notwendig halte, um aus diesem Krisental aktuell irgendwie wieder rauszukommen.
Die fahren mit uns an Bord 200 auf eine nahende Wand zu und das einzige, was ihnen dazu einfällt ist, dass Bremsen ja unbequem wäre.
Zitat von CocoBall
Ich habe das auch gelesen. Mich macht sowas fassungslos.
Zitat von BillyReina1972
Der Kandidat der CDU gewinnt am Ende mit 5000 zu 4500 Stimmen gegen den Kandidaten der freien Sachsen. Ausschlag gab am Ende die Briefwahl. Wenn es rein um die im Wahllokal abgegeben Stimmen geht, hätte der CDU Kandidat sogar verloren.
Der Kandidat der CDU gewinnt am Ende mit 5000 zu 4500 Stimmen gegen den Kandidaten der freien Sachsen. Ausschlag gab am Ende die Briefwahl. Wenn es rein um die im Wahllokal abgegeben Stimmen geht, hätte der CDU Kandidat sogar verloren.
Ich habe das auch gelesen. Mich macht sowas fassungslos.
Jeden Sieg, den die Rechten nicht holen, sollten wir feiern.
Ein Großteil der Menschen in Deutschlands lächzt aktuell nach einem Tabubruch und der Rechtssog ist auch auf kommunaler Ebene deutlich spürbar.
Dass lokale Politik es immer noch schafft, die Bevölkerung ausreichend davon abzuhalten, finde ich zumindest nennenswert - gerade in einem Blaupausenbezirk für rechte Ideologie wie Aue.
Ich bin aber langsam echt an dem Punkt, an dem ich offene Demonstrationen gegen einzelne Personen der Bundespolitik (Merz, Reiche, Spahn, Klingbeil) für absolut notwendig halte, um aus diesem Krisental aktuell irgendwie wieder rauszukommen.
Die fahren mit uns an Bord 200 auf eine nahende Wand zu und das einzige, was ihnen dazu einfällt ist, dass Bremsen ja unbequem wäre.
"Ein Großteil der Menschen in Deutschlands lächzt aktuell nach einem Tabubruch und der Rechtssog ist auch auf kommunaler Ebene deutlich spürbar."
Das ist in meinen Augen wissentlich falsch.Wir reden hier von einem Großteil der Menschen in Ostdeutschland. Ein Bürgermeister der Partei freies Sachsen ist in meinen Augen gleichbedeutend mit der NPD und wäre hier in Westdeutschland absolut unmöglich.
08.06.2026 - 21:13 Uhr
Zitat von WalterFroschsErbe
Wenn du diskutieren möchtest, könntest du für den Anfang Kampfbegriffe weglassen, sowie andere Unterstellungen.
Inhaltlich sehe ich deinen Ausführungen keinen Startstein für eine Diskussion. Du fragst mich wagemutig, ob ich denn die Literatur kenne, und kommst dann mit so Politiker-Klassikern a la Mazzucato. Ja, es gibt plurale populäre Stimmen zu jedem Thema. Meistens, wie in diesem Fall, weil es ein Publikum gibt, die diese Stimmen dankend annimmt. Industriepolitik? Super! Empirie, Methode? Brauchen wir nicht, die Geschichte gefällt mir. Ich Stelle Mazzucato in Plausibilität und Seriosität nicht in eine Ecke wie Kelton - wir bezahlen alles mit neuem Geld - ein Echo in den empirischen Wissenschaften hat sie aber nicht. Intuitiv hakt die Geschichte auch: wenn privates Kapital, dass die Gewinne bis ins Jahr X beanspruchen kann zu kurzfristig agiert, wie ist es dann erst bei öffentlichen Akteuren, die in kurzen Zyklen ihre Finanzierung sicherstellen müssen?
Wenn du über die staatliche Rolle bei Investitionen für Innovation führen willst, schlage ich das Toolkit von Bloom et al. vor. Beste Evidenz, stärkste und schnellste Wirkung zeigen Tax Credits für Forschung und Entwicklung. Das ist jedenfalls ein einfacher praktischer Überblick, über das, was man tatsächlich weiß und schafft eine Synthese der letzten 25 Jahre über Acemoglu, die die Bedeutung von Eigentumsrechten herausgestellt haben und Aghion, die den Arrow/Schumpeter Widerspruch - Wettbewerb schafft/verhindert Innovation - empirisch mit einer flachen U-Kurve aufgelöst haben. Ja, ist Wettbewerb zu hoch, bleibt nur die kürzeste Frist (-> Tax Credits), ist der Wettbewerb zu niedrig, passiert gar nichts.
Zitat von Holzschuh85
Anstatt ernsthaft zu diskutieren, lässt du hier so einen einseitigen Kommentar da...und ich bin mir nicht sicher, dass du die vielfältige Literatur, von der du sprichst, auch wirklich kennst. Denn andernfalls müsste ich dir offensichtlichen und billigen Marktlobbyismus unterstellen.
Allein, dass du "geordnete" Innovation sofort auf staatliche "ich will genau das, mach mal" Initiativen verkürzt, ist extrem oberflächlich.
Innovation entsteht nicht nur durch Wettbewerb und Gewinnorientierung. Viele zentrale Technologien – vom Internet über GPS bis zu Impfstoffen – und vor allem Grundlagenforschung - wären ohne zielgerichtete Planung und langfristige Finanzierung nie entstanden. Aber auch der ganze Bereich der Produktentwicklung läuft in der Regel geordnet und zielgerichtet ab.
Zudem investieren gewinnorientierte Akteure vor allem dort, wo Gewinne sich schnell abzeichnen oder exorbitant hoch erwartet werden, was dann widerum sehr viel Weitsicht, Planung und zielgerichtete Investments erfordert.
Öffentliche Akteure dagegen können Risiken sehr breit streuen, Jahrzehnte vorausdenken und Grundlagenforschung ermöglichen, die ganz offensichtlich auf Sicht keine Gewinne abwerfen bzw. einfach nur gesellschaftlichen, aber keinen finanziellen Wert einbringen können. Dabei besteht die Möglichkeit vor allem mehr als nur den finanziellen Wert einer Innovation mit zu entwickeln.
Kunst, Kultur und Sozialwissenschaften können seit Jahrhunderten vor allem durch geplante und zielgerichtete Aufwände Fortschritte verzeichnen.
Dabei können diese geplanten und zielgerichteten Aufwände sowohl aus staatlicher Hand als auch aus privater Hand kommen (Stiftungen, Mäzenentum).
Was die Innovationsforschung definitiv belegen kann: dass man nicht einfach Geld auf ein Problem werfen, eine konkrete Lösung im Sinn haben und dann auch noch genau das Ergebnis erwarten kann.
Je mehr Prozess- und Ergebnisoffenheit besteht, desto weniger lässt sich gelenkte Innovationspolitik kritisieren.
Gleichzeitig lassen sich in stark unregulierten Systemen immer wieder Innovationen beobachten, die große finanzielle Gewinne für private Akteure bedeuten bei gleichzeitig hohen Kosten für die Allgemeinheit (Pestizide z.B.).
Der mitunter als innovationshemmend beschriebene Effekt engerer gesteckter rechtlicher Rahmenbedingungen hat also nicht nur Nachteile.
Abschließend:
Ich will hier gar nicht für starke staatliche Lenkung im Innovationsbereich werben, ich bin selbst ein Freund von staatlicher Anstrengung bei gleichzeitig großer Unabhängigkeit und einem generellen Zukunftsoptimismus (z.B. nach DARPA oder dem Fraunhofer-Modell).
Ich wehre mich nur dagegen, dass radikaler Liberalismus immer die Antwort sein soll, wenn jemand sich über schlecht gemachte staatliche Arbeit aufregt.
Zitat von WalterFroschsErbe
Großer Widerspruch. Geordnete Innovation gibt es nicht. Dafür gibt es keinen Beleg. Das musste selbst China anerkennen. Dort entstand Innovation und Wachstum nur, wo der Staat nicht die Richtung vorgab. Die Literatur für Nationen wie Konzerne ist riesig und einhellig - wir hätten gerne X und schreiben diese Innovation aus, funktioniert nicht.
Zitat von Holzschuh85
Ich kann dir im Kern zustimmen, dass uns eine mehr Selbstverantwortung fördernde Gesellschaftsstruktur helfen würde.
Ich finde die Gegenüberstellung von Kapitalismus und Sozialismus aber nicht gut.
Kapitalismus ist eine wirtschaftliche Ideologie, Sozialismus eine gesellschaftspolitische.
Ich weiß, dass man diese Gegenüberstellung klassischerweise so macht und ich weiß auch warum, es ist mE aber extrem unsauber und stört den Diskussionsraum von Beginn an - vor allem in wirtschaftspolitischen Fragen, weil von Anfang auf zwei Ebenen diskutiert wird.
Und gerade hier @WalterFroschsErbe ist mMn das "provokative" Element: der von dir gemachte Punkt eines Sozialstaates ist nur in zweiter Linie an die wirtschaftliche Komponente geknüpft und hat auch wenig mit der weithin assoziierten (und zugespitzten) Version von "Sozialismus" zu tun. Ich hätte gedacht, dass dir zumindest dieses Gap bekannt sein dürfte...
Im Kern würde ich deiner Beschreibung sogar folgen und sehe auch eine Errungenschaft darin sozialistische Elemente in unserer Verfassung verankert zu haben. Für mich ist Sozialismus kein "Schimpfwort", sondern ein notwendiges Gegenstück zu libertärer Ideologie.
Zurück zum eigentlichen Thema:
Innovation kann ungeordnet erfolgen (über die Wettbewerbsidee sowie durch Zufall) oder durch geplante und zielgerichtete Anreize.
Dass der Liberalismus und seine wirtschaftliche Ausgestaltung in kapitalistischer Form anderen Organisationsformen dahingehend generell überlegen sein sollen, das wird vor allem von Liberalen propagiert und ist bei weitem nicht so gut belegt wie gerne verkauft - vor allem dann, wenn man Innovation nicht nur rein auf die wirtschaftliche Verwertbarkeit bezieht.
Also wenn wir hier über Innovation sprechen, dann würde ich mir mehr Differenzierung und Achtsamkeit bei der Darlegung der eigenen Sichtweise wünschen, denn das verlagert den Diskurs nicht ständig weg von der Sache hin zu Schlagabtauschen über eigene Definitionen oder Menschenbilder.
Zitat von TheInternational
Soziale Marktwirtschaft ist eben das Mischmodell zwischen Sozialismus und Kapitalismus, damit gedeiht der Nährboden für Innovationen entsprechend zäher als in China und den USA, wo viel zielgerichteter gesteuert werden kann. Ist so, muss man akzeptieren und wir wollen diese Sicherheit ja auch. Trotzdem wäre ich schon froh wenn wir unser Mindset zumindest mal etwas anpassen und das Selbstverständnis, dass der Staat alles für alle regeln muss etwas anpassen. Wir sollten auch in der Lage sein kleine Krisen einfach mal auszuhalten, ohne Tankrabatt etc. Auch Resilienz fördert Innovation.
Zitat von WalterFroschsErbe
Der Ausgangspunkt war die Frage nach Innovation und Investitionen in diesem Land. Und diese Sachen leiden unter unserer kulturellen Ausrichtung.
Der Ausgangspunkt war die Frage nach Innovation und Investitionen in diesem Land. Und diese Sachen leiden unter unserer kulturellen Ausrichtung.
Soziale Marktwirtschaft ist eben das Mischmodell zwischen Sozialismus und Kapitalismus, damit gedeiht der Nährboden für Innovationen entsprechend zäher als in China und den USA, wo viel zielgerichteter gesteuert werden kann. Ist so, muss man akzeptieren und wir wollen diese Sicherheit ja auch. Trotzdem wäre ich schon froh wenn wir unser Mindset zumindest mal etwas anpassen und das Selbstverständnis, dass der Staat alles für alle regeln muss etwas anpassen. Wir sollten auch in der Lage sein kleine Krisen einfach mal auszuhalten, ohne Tankrabatt etc. Auch Resilienz fördert Innovation.
Ich kann dir im Kern zustimmen, dass uns eine mehr Selbstverantwortung fördernde Gesellschaftsstruktur helfen würde.
Ich finde die Gegenüberstellung von Kapitalismus und Sozialismus aber nicht gut.
Kapitalismus ist eine wirtschaftliche Ideologie, Sozialismus eine gesellschaftspolitische.
Ich weiß, dass man diese Gegenüberstellung klassischerweise so macht und ich weiß auch warum, es ist mE aber extrem unsauber und stört den Diskussionsraum von Beginn an - vor allem in wirtschaftspolitischen Fragen, weil von Anfang auf zwei Ebenen diskutiert wird.
Und gerade hier @WalterFroschsErbe ist mMn das "provokative" Element: der von dir gemachte Punkt eines Sozialstaates ist nur in zweiter Linie an die wirtschaftliche Komponente geknüpft und hat auch wenig mit der weithin assoziierten (und zugespitzten) Version von "Sozialismus" zu tun. Ich hätte gedacht, dass dir zumindest dieses Gap bekannt sein dürfte...
Im Kern würde ich deiner Beschreibung sogar folgen und sehe auch eine Errungenschaft darin sozialistische Elemente in unserer Verfassung verankert zu haben. Für mich ist Sozialismus kein "Schimpfwort", sondern ein notwendiges Gegenstück zu libertärer Ideologie.
Zurück zum eigentlichen Thema:
Innovation kann ungeordnet erfolgen (über die Wettbewerbsidee sowie durch Zufall) oder durch geplante und zielgerichtete Anreize.
Dass der Liberalismus und seine wirtschaftliche Ausgestaltung in kapitalistischer Form anderen Organisationsformen dahingehend generell überlegen sein sollen, das wird vor allem von Liberalen propagiert und ist bei weitem nicht so gut belegt wie gerne verkauft - vor allem dann, wenn man Innovation nicht nur rein auf die wirtschaftliche Verwertbarkeit bezieht.
Also wenn wir hier über Innovation sprechen, dann würde ich mir mehr Differenzierung und Achtsamkeit bei der Darlegung der eigenen Sichtweise wünschen, denn das verlagert den Diskurs nicht ständig weg von der Sache hin zu Schlagabtauschen über eigene Definitionen oder Menschenbilder.
Großer Widerspruch. Geordnete Innovation gibt es nicht. Dafür gibt es keinen Beleg. Das musste selbst China anerkennen. Dort entstand Innovation und Wachstum nur, wo der Staat nicht die Richtung vorgab. Die Literatur für Nationen wie Konzerne ist riesig und einhellig - wir hätten gerne X und schreiben diese Innovation aus, funktioniert nicht.
Anstatt ernsthaft zu diskutieren, lässt du hier so einen einseitigen Kommentar da...und ich bin mir nicht sicher, dass du die vielfältige Literatur, von der du sprichst, auch wirklich kennst. Denn andernfalls müsste ich dir offensichtlichen und billigen Marktlobbyismus unterstellen.
Allein, dass du "geordnete" Innovation sofort auf staatliche "ich will genau das, mach mal" Initiativen verkürzt, ist extrem oberflächlich.
Innovation entsteht nicht nur durch Wettbewerb und Gewinnorientierung. Viele zentrale Technologien – vom Internet über GPS bis zu Impfstoffen – und vor allem Grundlagenforschung - wären ohne zielgerichtete Planung und langfristige Finanzierung nie entstanden. Aber auch der ganze Bereich der Produktentwicklung läuft in der Regel geordnet und zielgerichtet ab.
Zudem investieren gewinnorientierte Akteure vor allem dort, wo Gewinne sich schnell abzeichnen oder exorbitant hoch erwartet werden, was dann widerum sehr viel Weitsicht, Planung und zielgerichtete Investments erfordert.
Öffentliche Akteure dagegen können Risiken sehr breit streuen, Jahrzehnte vorausdenken und Grundlagenforschung ermöglichen, die ganz offensichtlich auf Sicht keine Gewinne abwerfen bzw. einfach nur gesellschaftlichen, aber keinen finanziellen Wert einbringen können. Dabei besteht die Möglichkeit vor allem mehr als nur den finanziellen Wert einer Innovation mit zu entwickeln.
Kunst, Kultur und Sozialwissenschaften können seit Jahrhunderten vor allem durch geplante und zielgerichtete Aufwände Fortschritte verzeichnen.
Dabei können diese geplanten und zielgerichteten Aufwände sowohl aus staatlicher Hand als auch aus privater Hand kommen (Stiftungen, Mäzenentum).
Was die Innovationsforschung definitiv belegen kann: dass man nicht einfach Geld auf ein Problem werfen, eine konkrete Lösung im Sinn haben und dann auch noch genau das Ergebnis erwarten kann.
Je mehr Prozess- und Ergebnisoffenheit besteht, desto weniger lässt sich gelenkte Innovationspolitik kritisieren.
Gleichzeitig lassen sich in stark unregulierten Systemen immer wieder Innovationen beobachten, die große finanzielle Gewinne für private Akteure bedeuten bei gleichzeitig hohen Kosten für die Allgemeinheit (Pestizide z.B.).
Der mitunter als innovationshemmend beschriebene Effekt engerer gesteckter rechtlicher Rahmenbedingungen hat also nicht nur Nachteile.
Abschließend:
Ich will hier gar nicht für starke staatliche Lenkung im Innovationsbereich werben, ich bin selbst ein Freund von staatlicher Anstrengung bei gleichzeitig großer Unabhängigkeit und einem generellen Zukunftsoptimismus (z.B. nach DARPA oder dem Fraunhofer-Modell).
Ich wehre mich nur dagegen, dass radikaler Liberalismus immer die Antwort sein soll, wenn jemand sich über schlecht gemachte staatliche Arbeit aufregt.
Wenn du diskutieren möchtest, könntest du für den Anfang Kampfbegriffe weglassen, sowie andere Unterstellungen.
Inhaltlich sehe ich deinen Ausführungen keinen Startstein für eine Diskussion. Du fragst mich wagemutig, ob ich denn die Literatur kenne, und kommst dann mit so Politiker-Klassikern a la Mazzucato. Ja, es gibt plurale populäre Stimmen zu jedem Thema. Meistens, wie in diesem Fall, weil es ein Publikum gibt, die diese Stimmen dankend annimmt. Industriepolitik? Super! Empirie, Methode? Brauchen wir nicht, die Geschichte gefällt mir. Ich Stelle Mazzucato in Plausibilität und Seriosität nicht in eine Ecke wie Kelton - wir bezahlen alles mit neuem Geld - ein Echo in den empirischen Wissenschaften hat sie aber nicht. Intuitiv hakt die Geschichte auch: wenn privates Kapital, dass die Gewinne bis ins Jahr X beanspruchen kann zu kurzfristig agiert, wie ist es dann erst bei öffentlichen Akteuren, die in kurzen Zyklen ihre Finanzierung sicherstellen müssen?
Wenn du über die staatliche Rolle bei Investitionen für Innovation führen willst, schlage ich das Toolkit von Bloom et al. vor. Beste Evidenz, stärkste und schnellste Wirkung zeigen Tax Credits für Forschung und Entwicklung. Das ist jedenfalls ein einfacher praktischer Überblick, über das, was man tatsächlich weiß und schafft eine Synthese der letzten 25 Jahre über Acemoglu, die die Bedeutung von Eigentumsrechten herausgestellt haben und Aghion, die den Arrow/Schumpeter Widerspruch - Wettbewerb schafft/verhindert Innovation - empirisch mit einer flachen U-Kurve aufgelöst haben. Ja, ist Wettbewerb zu hoch, bleibt nur die kürzeste Frist (-> Tax Credits), ist der Wettbewerb zu niedrig, passiert gar nichts.
Ich habe lange überlegt, wie ich darauf antworte...
Ich erkenne an zur Unsachlichkeit beigetragen zu haben und das tut mir leid.
Ich möchte das nicht weiterführen, weshalb ich versuche nochmal etwas zusammenzufassen:
ich meine, du hast dich ursprünglich daran aufgehangen, dass ich von "geordneter Innovation" sprach.
Das stieß mir sauer auf, weil ich kurz vorher angemahnt hatte, dass wir uns nicht in Wortklauberei verlieren sollten.
Dann hast du auf meine Provokation hin Literatur angeführt, die ich allesamt kenne und für Standardliteratur halte - bei der Bewertung von Bloom et al. als robustes und valides Instrument bin ich übrigens absolut dabei.
Auch finde ich empirische Evidenz total erstrebenswert.
Sie kann aber niemals das einzig gültige Evidenzprinzip sein und ich finde du machst es dir extrem leicht, meine Thesen als "Politiker-Klassiker" oder Mazzucatos Arbeit als Teil einer populären Strömung ohne akademisches Echo abzutun. Qualitative Forschung ist mit Vorsicht zu genießen und Mazzucato ist wirklich kein Musterbeispiel an wissenschaftlich sauberer Arbeit. Aber es gibt Literatur, die (zumindest in bestimmten Feldern) staatliche Lenkung als unabdingbar interpretiert, so z.B.
- Obermann/Thielscher mit "Medical Economics" (nicht selbst gelesen; Hörensagen)
- Haddad et al. mit "Transformative Innovation Policy"
- zahlreiche Literatur zur zentralen Rolle des NIH in der US-Medikamenten-Entwicklung
Ich habe bei vielen deiner Beiträge das Gefühl, dass du aus einer eher engen, ökonomischen Brille auf die Welt schaust. Der Arrow-Schumpeter-Widerspruch ist für mich so ein Fall. Ökonomen lösen ökonomische Probleme auf ökonomische Weise. Dass auch etwas anderes Innovation erzeugen kann als die dabei erzeugten Pole, bleibt völlig unbeachtet und irrelevant.
Wenn über Innovation und die staatliche Rolle diskutiert wird, reicht es mE nicht, nur ökonomisch orientierte Literatur zurate zu ziehen und erst recht nicht Kosten-Nutzen-Rechnungen auf klar quantifizierbare Kosten zu reduzieren. So werden Umweltbelastungen o.ä. selten wirklich eingepreist, was viele Betrachtungen mE in ihrer Validität herabsetzt. Dahingehend bleibt das Toolkit von Bloom et al. z.B. auch sehr dünn...
Ich bin jedenfalls offen, meinen Horizont zu erweitern, mich würde dementsprechend tatsächlich interessieren, wie du z.B. zu dem Fraunhofer-Modell oder folgendem Statement von Bloom et al stehst:
"Economic theory suggests that market economies are likely to underprovide innovation because of the public good nature of knowledge...empirical evidence from the United States and other advanced economies supports this idea."
Bzw. würde mich interessieren, warum du so auf "geordnete Innovation" angesprungen bist und was dein Take für gute staatliche Innovationspolitik wäre.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Holzschuh85 am 08.06.2026 um 21:16 Uhr bearbeitet
08.06.2026 - 21:28 Uhr
Zitat von Finn84
Ich halte das nicht für erstrebenswert. Ich halte genau das für Wahlhilfe für die Blauen. Ich kann es nicht mehr sehen wie es ich die demokratischen Kräfte dieses Landes untereinander zerfleischen. Bei der o.g. Bürgermeister-Wahl war es ein CDU Kandidat, der den Rechtsradikalen verhindert hat. Das hatte ein Kandidat von SPD/Grünen/Linken wahrscheinlich nicht geschafft. Es wurde sich augenscheinlich darüber gefreut, dass das nochmal geklappt hat. Im nächsten Post wird dazu aufgerufen gegen die aktuelle Regierung zu protestieren. Meinst du nicht, dass wenn die Menschen Links von CDU/SPD gegen die Regierung protestieren wie es dir Rechts davon, die Probleme noch deutlich größer werden? Ich bekomme da auf jeden Fall große 'Endphase Weimarer Republik Vibes" und hoffe auf einen anderen Ausgang. M.E. muss man zusammenstehen links von der AFD. Dieses in einen Topf werfen von CDU und AFD ist das schlimmste was man in der aktuellen Situation machen kann. Es zielt darauf ab Wähler von der CDU Abzugraben, aber ist das zielführend? Wo gehen die hin, nach Links? Es muss darum gehen Wähler bei der AFD abzugraben, wo ist der Weg für die kürzer, zur CDU oder zu den Grünen? M.E. ist das Zerfleischen der demokratischen Parteien untereinander die beste Wahlwerbung für die AFD. Klar ist u.a. unsere Sozialsysteme werden aufgrund des demografischen Wandels die nächsten 10 Jahre nicht überstehen ohne tiefgreifende und schmerzhafte Reformationen. Da können die Leute wählen wen Sie wollen. Sie kommen daran nicht vorbei, je länger kein Plan richtig umgesetzt wird, je schmerzhafter wird es.
Zitat von UlmerBVB1986
Habe ich jetzt auch nicht rauslesen können...
@Finn: Also erstens werde ich keine blauen Freunde haben. Und zweitens glaube ich kaum das einer von denen gegen diese Personen demonstrieren wird, denn Merz, Spahn und Co. bringen der AfD eher neue Wähler, machen deren Politik "salonfähig", denn wenn die CDU fast das gleiche sagt und fast die gleichen Probleme benennt, dann ist ja die Differerenz nicht mehr so groß.
An Stelle der AfD würde ich die CDU genau so weiter machen lassen, das ist beste Wahlwerbung für die AfD und sogar noch kostenlos.
Zitat von Holzschuh85
Aus Interesse: findest du das jetzt eher erstrebenswert oder nicht so?
Zitat von Finn84
Wenn ihr gegen die o.g. Personen demonstriert könnt ihr euch auf viele neue blaue Freunde einstellen die das klar unterstützen.
Zitat von UlmerBVB1986
Bei den Demos wäre ich dabei! So geht es nicht weiter die die Damen und Herren machen nichts dass man sagen könnte, okay, ersuchen wir es nochmals.
In meinem Urlaub habe ich etwas mehr Zeit mit meinem politischen Content bei Insta verbringen können und da wurde mir mal wieder klar, was bzw. WER Auslöser dafür ist, das wir bei der Krankenversicherung ein Milliardenloch haben: Jens Spahn. Der Herr hat als Gesundheitsminister die KK per Gesetz dazu verpflichtet, die Reserven aufbrauchen zu müssen... nur um selbst so da zu stehen, dass man so tolle Gesundheitspolitik gemacht hat, dass die Beiträge nicht weiter gestiegen sind. Die Reserven und Rücklagen wurden also abgebaut und somit kommt das aktuelle Loch zustande... dann die KV Kaputt"reformieren" was keine Reform ist, sondern einfach nur den Rotstift ansetzen.
Zitat von Holzschuh85
Jeden Sieg, den die Rechten nicht holen, sollten wir feiern.
Ein Großteil der Menschen in Deutschlands lächzt aktuell nach einem Tabubruch und der Rechtssog ist auch auf kommunaler Ebene deutlich spürbar.
Dass lokale Politik es immer noch schafft, die Bevölkerung ausreichend davon abzuhalten, finde ich zumindest nennenswert - gerade in einem Blaupausenbezirk für rechte Ideologie wie Aue.
Ich bin aber langsam echt an dem Punkt, an dem ich offene Demonstrationen gegen einzelne Personen der Bundespolitik (Merz, Reiche, Spahn, Klingbeil) für absolut notwendig halte, um aus diesem Krisental aktuell irgendwie wieder rauszukommen.
Die fahren mit uns an Bord 200 auf eine nahende Wand zu und das einzige, was ihnen dazu einfällt ist, dass Bremsen ja unbequem wäre.
Zitat von CocoBall
Ich habe das auch gelesen. Mich macht sowas fassungslos.
Zitat von BillyReina1972
Der Kandidat der CDU gewinnt am Ende mit 5000 zu 4500 Stimmen gegen den Kandidaten der freien Sachsen. Ausschlag gab am Ende die Briefwahl. Wenn es rein um die im Wahllokal abgegeben Stimmen geht, hätte der CDU Kandidat sogar verloren.
Der Kandidat der CDU gewinnt am Ende mit 5000 zu 4500 Stimmen gegen den Kandidaten der freien Sachsen. Ausschlag gab am Ende die Briefwahl. Wenn es rein um die im Wahllokal abgegeben Stimmen geht, hätte der CDU Kandidat sogar verloren.
Ich habe das auch gelesen. Mich macht sowas fassungslos.
Jeden Sieg, den die Rechten nicht holen, sollten wir feiern.
Ein Großteil der Menschen in Deutschlands lächzt aktuell nach einem Tabubruch und der Rechtssog ist auch auf kommunaler Ebene deutlich spürbar.
Dass lokale Politik es immer noch schafft, die Bevölkerung ausreichend davon abzuhalten, finde ich zumindest nennenswert - gerade in einem Blaupausenbezirk für rechte Ideologie wie Aue.
Ich bin aber langsam echt an dem Punkt, an dem ich offene Demonstrationen gegen einzelne Personen der Bundespolitik (Merz, Reiche, Spahn, Klingbeil) für absolut notwendig halte, um aus diesem Krisental aktuell irgendwie wieder rauszukommen.
Die fahren mit uns an Bord 200 auf eine nahende Wand zu und das einzige, was ihnen dazu einfällt ist, dass Bremsen ja unbequem wäre.
Bei den Demos wäre ich dabei! So geht es nicht weiter die die Damen und Herren machen nichts dass man sagen könnte, okay, ersuchen wir es nochmals.
In meinem Urlaub habe ich etwas mehr Zeit mit meinem politischen Content bei Insta verbringen können und da wurde mir mal wieder klar, was bzw. WER Auslöser dafür ist, das wir bei der Krankenversicherung ein Milliardenloch haben: Jens Spahn. Der Herr hat als Gesundheitsminister die KK per Gesetz dazu verpflichtet, die Reserven aufbrauchen zu müssen... nur um selbst so da zu stehen, dass man so tolle Gesundheitspolitik gemacht hat, dass die Beiträge nicht weiter gestiegen sind. Die Reserven und Rücklagen wurden also abgebaut und somit kommt das aktuelle Loch zustande... dann die KV Kaputt"reformieren" was keine Reform ist, sondern einfach nur den Rotstift ansetzen.
Wenn ihr gegen die o.g. Personen demonstriert könnt ihr euch auf viele neue blaue Freunde einstellen die das klar unterstützen.
Aus Interesse: findest du das jetzt eher erstrebenswert oder nicht so?
Habe ich jetzt auch nicht rauslesen können...
@Finn: Also erstens werde ich keine blauen Freunde haben. Und zweitens glaube ich kaum das einer von denen gegen diese Personen demonstrieren wird, denn Merz, Spahn und Co. bringen der AfD eher neue Wähler, machen deren Politik "salonfähig", denn wenn die CDU fast das gleiche sagt und fast die gleichen Probleme benennt, dann ist ja die Differerenz nicht mehr so groß.
An Stelle der AfD würde ich die CDU genau so weiter machen lassen, das ist beste Wahlwerbung für die AfD und sogar noch kostenlos.
Ich halte das nicht für erstrebenswert. Ich halte genau das für Wahlhilfe für die Blauen. Ich kann es nicht mehr sehen wie es ich die demokratischen Kräfte dieses Landes untereinander zerfleischen. Bei der o.g. Bürgermeister-Wahl war es ein CDU Kandidat, der den Rechtsradikalen verhindert hat. Das hatte ein Kandidat von SPD/Grünen/Linken wahrscheinlich nicht geschafft. Es wurde sich augenscheinlich darüber gefreut, dass das nochmal geklappt hat. Im nächsten Post wird dazu aufgerufen gegen die aktuelle Regierung zu protestieren. Meinst du nicht, dass wenn die Menschen Links von CDU/SPD gegen die Regierung protestieren wie es dir Rechts davon, die Probleme noch deutlich größer werden? Ich bekomme da auf jeden Fall große 'Endphase Weimarer Republik Vibes" und hoffe auf einen anderen Ausgang. M.E. muss man zusammenstehen links von der AFD. Dieses in einen Topf werfen von CDU und AFD ist das schlimmste was man in der aktuellen Situation machen kann. Es zielt darauf ab Wähler von der CDU Abzugraben, aber ist das zielführend? Wo gehen die hin, nach Links? Es muss darum gehen Wähler bei der AFD abzugraben, wo ist der Weg für die kürzer, zur CDU oder zu den Grünen? M.E. ist das Zerfleischen der demokratischen Parteien untereinander die beste Wahlwerbung für die AFD. Klar ist u.a. unsere Sozialsysteme werden aufgrund des demografischen Wandels die nächsten 10 Jahre nicht überstehen ohne tiefgreifende und schmerzhafte Reformationen. Da können die Leute wählen wen Sie wollen. Sie kommen daran nicht vorbei, je länger kein Plan richtig umgesetzt wird, je schmerzhafter wird es.
Ich finde, du versuchst gerade extrem falsche Politik damit zu legitimieren, dass das Ablehnen dieser Politik eine noch falschere Politik fördere.
Kann man machen, ist mE aber ziemlich anrüchig und hat für mich auch gar nichts mit der Realität zu tun.
Zusammenstehen wäre voll die gute Idee, das geht aber mit Politikern wie Söder, Merz, Reiche, Dobrindt oder Spahn nicht, denn die sind Spalter aus Leidenschaft.
Du hast übrigens Recht, dass man die CDU und die AfD nicht in einen Topf schmeißen sollte.
Aber da wäre dann mMn eher die CDU in der Pflicht, das auch mit Leben zu füllen, denn die aktuelle CDU-Bundespolitik ist in Sachen Kommunikation, Profiteuren und Staatsumbau sehr wohl AfD-Like und der Widerstand der Parteibasis ist dafür erstaunlich leise. Für mehr als ein Raunen zum Kanzlerwechsel hats noch nicht gereicht (aber dass das überhaupt passiert ist schon ein deutliches Zeichen, wie ernst die Lage ist).
Wenn du der AfD Wähler abgraben willst, wäre es übrigens voll die gute Idee, dir auf Demos "blaue Freunde" zu machen. Denn erfahrungsgemäß kann man Leute vor allem dann politisch abholen, wenn man sie auf emotionaler Ebene einfängt und eine Öffnung für Vernunft und Alternativen erzielt.
@Freischuetzbvb Großteil ist nicht gleich Mehrheit. 25-30% Umfragewerte und damit mitunter stärkste politische Kraft deutschlandweit sind für mich ein Großteil. Aber wenn dich das Wort stört, sage ich gerne "ein erheblicher Teil".
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Holzschuh85 am 08.06.2026 um 21:46 Uhr bearbeitet
09.06.2026 - 01:00 Uhr
Zitat von UlmerBVB1986
So geht es mir auch! Danke für deine Sicht, Emotionen und Erlebnisse. Spannend wars die "Geschichte" der DDR durch andere Augen zu "sehen".
Zitat von Borusse_SGH
Ich möchte gar nicht viel sagen, ich lass lieber einfach mal ein großes DANKESCHÖN da @CocoBall für die ganzen Zeitreisen. 👍️
Ich habe sicherlich nicht jede Zeitreise gelesen, manche nur überflogen, manche genauer gelesen.
Ich bin 86 geboren und habe die DDR nicht (bewusst) erlebt und auch keine Berührungspunkte, aber durch die Erzählungen fühlt sich das manchmal an wie eine ganz andere Welt, andere Galaxie, dieses DDR, auch wenn es direkt neben uns im Herzen Europas war. Muss man sich immer wieder vor Augen halten.
Ich möchte gar nicht viel sagen, ich lass lieber einfach mal ein großes DANKESCHÖN da @CocoBall für die ganzen Zeitreisen. 👍️
Ich habe sicherlich nicht jede Zeitreise gelesen, manche nur überflogen, manche genauer gelesen.
Ich bin 86 geboren und habe die DDR nicht (bewusst) erlebt und auch keine Berührungspunkte, aber durch die Erzählungen fühlt sich das manchmal an wie eine ganz andere Welt, andere Galaxie, dieses DDR, auch wenn es direkt neben uns im Herzen Europas war. Muss man sich immer wieder vor Augen halten.
So geht es mir auch! Danke für deine Sicht, Emotionen und Erlebnisse. Spannend wars die "Geschichte" der DDR durch andere Augen zu "sehen".
Mir war das auch wichtig, meine Geschichte zu erzählen. Denn vieles, was meine Landsleute aus dem Osten manchmal so von sich geben, kann ich gar nicht verstehen.
09.06.2026 - 01:05 Uhr
Zitat von UlmerBVB1986
Habe ich jetzt auch nicht rauslesen können...
@Finn: Also erstens werde ich keine blauen Freunde haben. Und zweitens glaube ich kaum das einer von denen gegen diese Personen demonstrieren wird, denn Merz, Spahn und Co. bringen der AfD eher neue Wähler, machen deren Politik "salonfähig", denn wenn die CDU fast das gleiche sagt und fast die gleichen Probleme benennt, dann ist ja die Differerenz nicht mehr so groß.
An Stelle der AfD würde ich die CDU genau so weiter machen lassen, das ist beste Wahlwerbung für die AfD und sogar noch kostenlos.
Zitat von Holzschuh85
Aus Interesse: findest du das jetzt eher erstrebenswert oder nicht so?
Zitat von Finn84
Wenn ihr gegen die o.g. Personen demonstriert könnt ihr euch auf viele neue blaue Freunde einstellen die das klar unterstützen.
Zitat von UlmerBVB1986
Bei den Demos wäre ich dabei! So geht es nicht weiter die die Damen und Herren machen nichts dass man sagen könnte, okay, ersuchen wir es nochmals.
In meinem Urlaub habe ich etwas mehr Zeit mit meinem politischen Content bei Insta verbringen können und da wurde mir mal wieder klar, was bzw. WER Auslöser dafür ist, das wir bei der Krankenversicherung ein Milliardenloch haben: Jens Spahn. Der Herr hat als Gesundheitsminister die KK per Gesetz dazu verpflichtet, die Reserven aufbrauchen zu müssen... nur um selbst so da zu stehen, dass man so tolle Gesundheitspolitik gemacht hat, dass die Beiträge nicht weiter gestiegen sind. Die Reserven und Rücklagen wurden also abgebaut und somit kommt das aktuelle Loch zustande... dann die KV Kaputt"reformieren" was keine Reform ist, sondern einfach nur den Rotstift ansetzen.
Zitat von Holzschuh85
Jeden Sieg, den die Rechten nicht holen, sollten wir feiern.
Ein Großteil der Menschen in Deutschlands lächzt aktuell nach einem Tabubruch und der Rechtssog ist auch auf kommunaler Ebene deutlich spürbar.
Dass lokale Politik es immer noch schafft, die Bevölkerung ausreichend davon abzuhalten, finde ich zumindest nennenswert - gerade in einem Blaupausenbezirk für rechte Ideologie wie Aue.
Ich bin aber langsam echt an dem Punkt, an dem ich offene Demonstrationen gegen einzelne Personen der Bundespolitik (Merz, Reiche, Spahn, Klingbeil) für absolut notwendig halte, um aus diesem Krisental aktuell irgendwie wieder rauszukommen.
Die fahren mit uns an Bord 200 auf eine nahende Wand zu und das einzige, was ihnen dazu einfällt ist, dass Bremsen ja unbequem wäre.
Zitat von CocoBall
Ich habe das auch gelesen. Mich macht sowas fassungslos.
Zitat von BillyReina1972
Der Kandidat der CDU gewinnt am Ende mit 5000 zu 4500 Stimmen gegen den Kandidaten der freien Sachsen. Ausschlag gab am Ende die Briefwahl. Wenn es rein um die im Wahllokal abgegeben Stimmen geht, hätte der CDU Kandidat sogar verloren.
Der Kandidat der CDU gewinnt am Ende mit 5000 zu 4500 Stimmen gegen den Kandidaten der freien Sachsen. Ausschlag gab am Ende die Briefwahl. Wenn es rein um die im Wahllokal abgegeben Stimmen geht, hätte der CDU Kandidat sogar verloren.
Ich habe das auch gelesen. Mich macht sowas fassungslos.
Jeden Sieg, den die Rechten nicht holen, sollten wir feiern.
Ein Großteil der Menschen in Deutschlands lächzt aktuell nach einem Tabubruch und der Rechtssog ist auch auf kommunaler Ebene deutlich spürbar.
Dass lokale Politik es immer noch schafft, die Bevölkerung ausreichend davon abzuhalten, finde ich zumindest nennenswert - gerade in einem Blaupausenbezirk für rechte Ideologie wie Aue.
Ich bin aber langsam echt an dem Punkt, an dem ich offene Demonstrationen gegen einzelne Personen der Bundespolitik (Merz, Reiche, Spahn, Klingbeil) für absolut notwendig halte, um aus diesem Krisental aktuell irgendwie wieder rauszukommen.
Die fahren mit uns an Bord 200 auf eine nahende Wand zu und das einzige, was ihnen dazu einfällt ist, dass Bremsen ja unbequem wäre.
Bei den Demos wäre ich dabei! So geht es nicht weiter die die Damen und Herren machen nichts dass man sagen könnte, okay, ersuchen wir es nochmals.
In meinem Urlaub habe ich etwas mehr Zeit mit meinem politischen Content bei Insta verbringen können und da wurde mir mal wieder klar, was bzw. WER Auslöser dafür ist, das wir bei der Krankenversicherung ein Milliardenloch haben: Jens Spahn. Der Herr hat als Gesundheitsminister die KK per Gesetz dazu verpflichtet, die Reserven aufbrauchen zu müssen... nur um selbst so da zu stehen, dass man so tolle Gesundheitspolitik gemacht hat, dass die Beiträge nicht weiter gestiegen sind. Die Reserven und Rücklagen wurden also abgebaut und somit kommt das aktuelle Loch zustande... dann die KV Kaputt"reformieren" was keine Reform ist, sondern einfach nur den Rotstift ansetzen.
Wenn ihr gegen die o.g. Personen demonstriert könnt ihr euch auf viele neue blaue Freunde einstellen die das klar unterstützen.
Aus Interesse: findest du das jetzt eher erstrebenswert oder nicht so?
Habe ich jetzt auch nicht rauslesen können...
@Finn: Also erstens werde ich keine blauen Freunde haben. Und zweitens glaube ich kaum das einer von denen gegen diese Personen demonstrieren wird, denn Merz, Spahn und Co. bringen der AfD eher neue Wähler, machen deren Politik "salonfähig", denn wenn die CDU fast das gleiche sagt und fast die gleichen Probleme benennt, dann ist ja die Differerenz nicht mehr so groß.
An Stelle der AfD würde ich die CDU genau so weiter machen lassen, das ist beste Wahlwerbung für die AfD und sogar noch kostenlos.
Die CDU lässt sich von der AfD vor sich hertreiben.
Wenn ich lese, dass die MP Voigt und Schulze mehr deutsche Musik im Radio hören wollen. Das sollte dem Markt überlassen bleiben, was man spielt.
09.06.2026 - 01:12 Uhr
Zitat von Holzschuh85
Ich finde, du versuchst gerade extrem falsche Politik damit zu legitimieren, dass das Ablehnen dieser Politik eine noch falschere Politik fördere.
Kann man machen, ist mE aber ziemlich anrüchig und hat für mich auch gar nichts mit der Realität zu tun.
Zusammenstehen wäre voll die gute Idee, das geht aber mit Politikern wie Söder, Merz, Reiche, Dobrindt oder Spahn nicht, denn die sind Spalter aus Leidenschaft.
Du hast übrigens Recht, dass man die CDU und die AfD nicht in einen Topf schmeißen sollte.
Aber da wäre dann mMn eher die CDU in der Pflicht, das auch mit Leben zu füllen, denn die aktuelle CDU-Bundespolitik ist in Sachen Kommunikation, Profiteuren und Staatsumbau sehr wohl AfD-Like und der Widerstand der Parteibasis ist dafür erstaunlich leise. Für mehr als ein Raunen zum Kanzlerwechsel hats noch nicht gereicht (aber dass das überhaupt passiert ist schon ein deutliches Zeichen, wie ernst die Lage ist).
Wenn du der AfD Wähler abgraben willst, wäre es übrigens voll die gute Idee, dir auf Demos "blaue Freunde" zu machen. Denn erfahrungsgemäß kann man Leute vor allem dann politisch abholen, wenn man sie auf emotionaler Ebene einfängt und eine Öffnung für Vernunft und Alternativen erzielt.
@Freischuetzbvb Großteil ist nicht gleich Mehrheit. 25-30% Umfragewerte und damit mitunter stärkste politische Kraft deutschlandweit sind für mich ein Großteil. Aber wenn dich das Wort stört, sage ich gerne "ein erheblicher Teil".
Zitat von Finn84
Ich halte das nicht für erstrebenswert. Ich halte genau das für Wahlhilfe für die Blauen. Ich kann es nicht mehr sehen wie es ich die demokratischen Kräfte dieses Landes untereinander zerfleischen. Bei der o.g. Bürgermeister-Wahl war es ein CDU Kandidat, der den Rechtsradikalen verhindert hat. Das hatte ein Kandidat von SPD/Grünen/Linken wahrscheinlich nicht geschafft. Es wurde sich augenscheinlich darüber gefreut, dass das nochmal geklappt hat. Im nächsten Post wird dazu aufgerufen gegen die aktuelle Regierung zu protestieren. Meinst du nicht, dass wenn die Menschen Links von CDU/SPD gegen die Regierung protestieren wie es dir Rechts davon, die Probleme noch deutlich größer werden? Ich bekomme da auf jeden Fall große 'Endphase Weimarer Republik Vibes" und hoffe auf einen anderen Ausgang. M.E. muss man zusammenstehen links von der AFD. Dieses in einen Topf werfen von CDU und AFD ist das schlimmste was man in der aktuellen Situation machen kann. Es zielt darauf ab Wähler von der CDU Abzugraben, aber ist das zielführend? Wo gehen die hin, nach Links? Es muss darum gehen Wähler bei der AFD abzugraben, wo ist der Weg für die kürzer, zur CDU oder zu den Grünen? M.E. ist das Zerfleischen der demokratischen Parteien untereinander die beste Wahlwerbung für die AFD. Klar ist u.a. unsere Sozialsysteme werden aufgrund des demografischen Wandels die nächsten 10 Jahre nicht überstehen ohne tiefgreifende und schmerzhafte Reformationen. Da können die Leute wählen wen Sie wollen. Sie kommen daran nicht vorbei, je länger kein Plan richtig umgesetzt wird, je schmerzhafter wird es.
Zitat von UlmerBVB1986
Habe ich jetzt auch nicht rauslesen können...
@Finn: Also erstens werde ich keine blauen Freunde haben. Und zweitens glaube ich kaum das einer von denen gegen diese Personen demonstrieren wird, denn Merz, Spahn und Co. bringen der AfD eher neue Wähler, machen deren Politik "salonfähig", denn wenn die CDU fast das gleiche sagt und fast die gleichen Probleme benennt, dann ist ja die Differerenz nicht mehr so groß.
An Stelle der AfD würde ich die CDU genau so weiter machen lassen, das ist beste Wahlwerbung für die AfD und sogar noch kostenlos.
Zitat von Holzschuh85
Aus Interesse: findest du das jetzt eher erstrebenswert oder nicht so?
Zitat von Finn84
Wenn ihr gegen die o.g. Personen demonstriert könnt ihr euch auf viele neue blaue Freunde einstellen die das klar unterstützen.
Zitat von UlmerBVB1986
Bei den Demos wäre ich dabei! So geht es nicht weiter die die Damen und Herren machen nichts dass man sagen könnte, okay, ersuchen wir es nochmals.
In meinem Urlaub habe ich etwas mehr Zeit mit meinem politischen Content bei Insta verbringen können und da wurde mir mal wieder klar, was bzw. WER Auslöser dafür ist, das wir bei der Krankenversicherung ein Milliardenloch haben: Jens Spahn. Der Herr hat als Gesundheitsminister die KK per Gesetz dazu verpflichtet, die Reserven aufbrauchen zu müssen... nur um selbst so da zu stehen, dass man so tolle Gesundheitspolitik gemacht hat, dass die Beiträge nicht weiter gestiegen sind. Die Reserven und Rücklagen wurden also abgebaut und somit kommt das aktuelle Loch zustande... dann die KV Kaputt"reformieren" was keine Reform ist, sondern einfach nur den Rotstift ansetzen.
Zitat von Holzschuh85
Jeden Sieg, den die Rechten nicht holen, sollten wir feiern.
Ein Großteil der Menschen in Deutschlands lächzt aktuell nach einem Tabubruch und der Rechtssog ist auch auf kommunaler Ebene deutlich spürbar.
Dass lokale Politik es immer noch schafft, die Bevölkerung ausreichend davon abzuhalten, finde ich zumindest nennenswert - gerade in einem Blaupausenbezirk für rechte Ideologie wie Aue.
Ich bin aber langsam echt an dem Punkt, an dem ich offene Demonstrationen gegen einzelne Personen der Bundespolitik (Merz, Reiche, Spahn, Klingbeil) für absolut notwendig halte, um aus diesem Krisental aktuell irgendwie wieder rauszukommen.
Die fahren mit uns an Bord 200 auf eine nahende Wand zu und das einzige, was ihnen dazu einfällt ist, dass Bremsen ja unbequem wäre.
Zitat von CocoBall
Ich habe das auch gelesen. Mich macht sowas fassungslos.
Zitat von BillyReina1972
Der Kandidat der CDU gewinnt am Ende mit 5000 zu 4500 Stimmen gegen den Kandidaten der freien Sachsen. Ausschlag gab am Ende die Briefwahl. Wenn es rein um die im Wahllokal abgegeben Stimmen geht, hätte der CDU Kandidat sogar verloren.
Der Kandidat der CDU gewinnt am Ende mit 5000 zu 4500 Stimmen gegen den Kandidaten der freien Sachsen. Ausschlag gab am Ende die Briefwahl. Wenn es rein um die im Wahllokal abgegeben Stimmen geht, hätte der CDU Kandidat sogar verloren.
Ich habe das auch gelesen. Mich macht sowas fassungslos.
Jeden Sieg, den die Rechten nicht holen, sollten wir feiern.
Ein Großteil der Menschen in Deutschlands lächzt aktuell nach einem Tabubruch und der Rechtssog ist auch auf kommunaler Ebene deutlich spürbar.
Dass lokale Politik es immer noch schafft, die Bevölkerung ausreichend davon abzuhalten, finde ich zumindest nennenswert - gerade in einem Blaupausenbezirk für rechte Ideologie wie Aue.
Ich bin aber langsam echt an dem Punkt, an dem ich offene Demonstrationen gegen einzelne Personen der Bundespolitik (Merz, Reiche, Spahn, Klingbeil) für absolut notwendig halte, um aus diesem Krisental aktuell irgendwie wieder rauszukommen.
Die fahren mit uns an Bord 200 auf eine nahende Wand zu und das einzige, was ihnen dazu einfällt ist, dass Bremsen ja unbequem wäre.
Bei den Demos wäre ich dabei! So geht es nicht weiter die die Damen und Herren machen nichts dass man sagen könnte, okay, ersuchen wir es nochmals.
In meinem Urlaub habe ich etwas mehr Zeit mit meinem politischen Content bei Insta verbringen können und da wurde mir mal wieder klar, was bzw. WER Auslöser dafür ist, das wir bei der Krankenversicherung ein Milliardenloch haben: Jens Spahn. Der Herr hat als Gesundheitsminister die KK per Gesetz dazu verpflichtet, die Reserven aufbrauchen zu müssen... nur um selbst so da zu stehen, dass man so tolle Gesundheitspolitik gemacht hat, dass die Beiträge nicht weiter gestiegen sind. Die Reserven und Rücklagen wurden also abgebaut und somit kommt das aktuelle Loch zustande... dann die KV Kaputt"reformieren" was keine Reform ist, sondern einfach nur den Rotstift ansetzen.
Wenn ihr gegen die o.g. Personen demonstriert könnt ihr euch auf viele neue blaue Freunde einstellen die das klar unterstützen.
Aus Interesse: findest du das jetzt eher erstrebenswert oder nicht so?
Habe ich jetzt auch nicht rauslesen können...
@Finn: Also erstens werde ich keine blauen Freunde haben. Und zweitens glaube ich kaum das einer von denen gegen diese Personen demonstrieren wird, denn Merz, Spahn und Co. bringen der AfD eher neue Wähler, machen deren Politik "salonfähig", denn wenn die CDU fast das gleiche sagt und fast die gleichen Probleme benennt, dann ist ja die Differerenz nicht mehr so groß.
An Stelle der AfD würde ich die CDU genau so weiter machen lassen, das ist beste Wahlwerbung für die AfD und sogar noch kostenlos.
Ich halte das nicht für erstrebenswert. Ich halte genau das für Wahlhilfe für die Blauen. Ich kann es nicht mehr sehen wie es ich die demokratischen Kräfte dieses Landes untereinander zerfleischen. Bei der o.g. Bürgermeister-Wahl war es ein CDU Kandidat, der den Rechtsradikalen verhindert hat. Das hatte ein Kandidat von SPD/Grünen/Linken wahrscheinlich nicht geschafft. Es wurde sich augenscheinlich darüber gefreut, dass das nochmal geklappt hat. Im nächsten Post wird dazu aufgerufen gegen die aktuelle Regierung zu protestieren. Meinst du nicht, dass wenn die Menschen Links von CDU/SPD gegen die Regierung protestieren wie es dir Rechts davon, die Probleme noch deutlich größer werden? Ich bekomme da auf jeden Fall große 'Endphase Weimarer Republik Vibes" und hoffe auf einen anderen Ausgang. M.E. muss man zusammenstehen links von der AFD. Dieses in einen Topf werfen von CDU und AFD ist das schlimmste was man in der aktuellen Situation machen kann. Es zielt darauf ab Wähler von der CDU Abzugraben, aber ist das zielführend? Wo gehen die hin, nach Links? Es muss darum gehen Wähler bei der AFD abzugraben, wo ist der Weg für die kürzer, zur CDU oder zu den Grünen? M.E. ist das Zerfleischen der demokratischen Parteien untereinander die beste Wahlwerbung für die AFD. Klar ist u.a. unsere Sozialsysteme werden aufgrund des demografischen Wandels die nächsten 10 Jahre nicht überstehen ohne tiefgreifende und schmerzhafte Reformationen. Da können die Leute wählen wen Sie wollen. Sie kommen daran nicht vorbei, je länger kein Plan richtig umgesetzt wird, je schmerzhafter wird es.
Ich finde, du versuchst gerade extrem falsche Politik damit zu legitimieren, dass das Ablehnen dieser Politik eine noch falschere Politik fördere.
Kann man machen, ist mE aber ziemlich anrüchig und hat für mich auch gar nichts mit der Realität zu tun.
Zusammenstehen wäre voll die gute Idee, das geht aber mit Politikern wie Söder, Merz, Reiche, Dobrindt oder Spahn nicht, denn die sind Spalter aus Leidenschaft.
Du hast übrigens Recht, dass man die CDU und die AfD nicht in einen Topf schmeißen sollte.
Aber da wäre dann mMn eher die CDU in der Pflicht, das auch mit Leben zu füllen, denn die aktuelle CDU-Bundespolitik ist in Sachen Kommunikation, Profiteuren und Staatsumbau sehr wohl AfD-Like und der Widerstand der Parteibasis ist dafür erstaunlich leise. Für mehr als ein Raunen zum Kanzlerwechsel hats noch nicht gereicht (aber dass das überhaupt passiert ist schon ein deutliches Zeichen, wie ernst die Lage ist).
Wenn du der AfD Wähler abgraben willst, wäre es übrigens voll die gute Idee, dir auf Demos "blaue Freunde" zu machen. Denn erfahrungsgemäß kann man Leute vor allem dann politisch abholen, wenn man sie auf emotionaler Ebene einfängt und eine Öffnung für Vernunft und Alternativen erzielt.
@Freischuetzbvb Großteil ist nicht gleich Mehrheit. 25-30% Umfragewerte und damit mitunter stärkste politische Kraft deutschlandweit sind für mich ein Großteil. Aber wenn dich das Wort stört, sage ich gerne "ein erheblicher Teil".
Ein Teil der Menschen hier im Osten hat ein rechtsextremes Weltbild. Das bekomme ich manchmal mit. Das ist nicht die Mehrheit, aber mich erschreckt jeder Einzelne, wenn er den Mund aufmacht. Ich denke, diesen Teil der Wähler holt man nicht zurück in die Mitte. Wobei ich nicht mal weiß, was sie so zornig macht. Not sehe ich bei keinem von denen.
09.06.2026 - 09:57 Uhr
Zitat von CocoBall
Ein Teil der Menschen hier im Osten hat ein rechtsextremes Weltbild. Das bekomme ich manchmal mit. Das ist nicht die Mehrheit, aber mich erschreckt jeder Einzelne, wenn er den Mund aufmacht. Ich denke, diesen Teil der Wähler holt man nicht zurück in die Mitte. Wobei ich nicht mal weiß, was sie so zornig macht. Not sehe ich bei keinem von denen.
Zitat von Holzschuh85
Ich finde, du versuchst gerade extrem falsche Politik damit zu legitimieren, dass das Ablehnen dieser Politik eine noch falschere Politik fördere.
Kann man machen, ist mE aber ziemlich anrüchig und hat für mich auch gar nichts mit der Realität zu tun.
Zusammenstehen wäre voll die gute Idee, das geht aber mit Politikern wie Söder, Merz, Reiche, Dobrindt oder Spahn nicht, denn die sind Spalter aus Leidenschaft.
Du hast übrigens Recht, dass man die CDU und die AfD nicht in einen Topf schmeißen sollte.
Aber da wäre dann mMn eher die CDU in der Pflicht, das auch mit Leben zu füllen, denn die aktuelle CDU-Bundespolitik ist in Sachen Kommunikation, Profiteuren und Staatsumbau sehr wohl AfD-Like und der Widerstand der Parteibasis ist dafür erstaunlich leise. Für mehr als ein Raunen zum Kanzlerwechsel hats noch nicht gereicht (aber dass das überhaupt passiert ist schon ein deutliches Zeichen, wie ernst die Lage ist).
Wenn du der AfD Wähler abgraben willst, wäre es übrigens voll die gute Idee, dir auf Demos "blaue Freunde" zu machen. Denn erfahrungsgemäß kann man Leute vor allem dann politisch abholen, wenn man sie auf emotionaler Ebene einfängt und eine Öffnung für Vernunft und Alternativen erzielt.
@Freischuetzbvb Großteil ist nicht gleich Mehrheit. 25-30% Umfragewerte und damit mitunter stärkste politische Kraft deutschlandweit sind für mich ein Großteil. Aber wenn dich das Wort stört, sage ich gerne "ein erheblicher Teil".
Zitat von Finn84
Ich halte das nicht für erstrebenswert. Ich halte genau das für Wahlhilfe für die Blauen. Ich kann es nicht mehr sehen wie es ich die demokratischen Kräfte dieses Landes untereinander zerfleischen. Bei der o.g. Bürgermeister-Wahl war es ein CDU Kandidat, der den Rechtsradikalen verhindert hat. Das hatte ein Kandidat von SPD/Grünen/Linken wahrscheinlich nicht geschafft. Es wurde sich augenscheinlich darüber gefreut, dass das nochmal geklappt hat. Im nächsten Post wird dazu aufgerufen gegen die aktuelle Regierung zu protestieren. Meinst du nicht, dass wenn die Menschen Links von CDU/SPD gegen die Regierung protestieren wie es dir Rechts davon, die Probleme noch deutlich größer werden? Ich bekomme da auf jeden Fall große 'Endphase Weimarer Republik Vibes" und hoffe auf einen anderen Ausgang. M.E. muss man zusammenstehen links von der AFD. Dieses in einen Topf werfen von CDU und AFD ist das schlimmste was man in der aktuellen Situation machen kann. Es zielt darauf ab Wähler von der CDU Abzugraben, aber ist das zielführend? Wo gehen die hin, nach Links? Es muss darum gehen Wähler bei der AFD abzugraben, wo ist der Weg für die kürzer, zur CDU oder zu den Grünen? M.E. ist das Zerfleischen der demokratischen Parteien untereinander die beste Wahlwerbung für die AFD. Klar ist u.a. unsere Sozialsysteme werden aufgrund des demografischen Wandels die nächsten 10 Jahre nicht überstehen ohne tiefgreifende und schmerzhafte Reformationen. Da können die Leute wählen wen Sie wollen. Sie kommen daran nicht vorbei, je länger kein Plan richtig umgesetzt wird, je schmerzhafter wird es.
Zitat von UlmerBVB1986
Habe ich jetzt auch nicht rauslesen können...
@Finn: Also erstens werde ich keine blauen Freunde haben. Und zweitens glaube ich kaum das einer von denen gegen diese Personen demonstrieren wird, denn Merz, Spahn und Co. bringen der AfD eher neue Wähler, machen deren Politik "salonfähig", denn wenn die CDU fast das gleiche sagt und fast die gleichen Probleme benennt, dann ist ja die Differerenz nicht mehr so groß.
An Stelle der AfD würde ich die CDU genau so weiter machen lassen, das ist beste Wahlwerbung für die AfD und sogar noch kostenlos.
Zitat von Holzschuh85
Aus Interesse: findest du das jetzt eher erstrebenswert oder nicht so?
Zitat von Finn84
Wenn ihr gegen die o.g. Personen demonstriert könnt ihr euch auf viele neue blaue Freunde einstellen die das klar unterstützen.
Zitat von UlmerBVB1986
Bei den Demos wäre ich dabei! So geht es nicht weiter die die Damen und Herren machen nichts dass man sagen könnte, okay, ersuchen wir es nochmals.
In meinem Urlaub habe ich etwas mehr Zeit mit meinem politischen Content bei Insta verbringen können und da wurde mir mal wieder klar, was bzw. WER Auslöser dafür ist, das wir bei der Krankenversicherung ein Milliardenloch haben: Jens Spahn. Der Herr hat als Gesundheitsminister die KK per Gesetz dazu verpflichtet, die Reserven aufbrauchen zu müssen... nur um selbst so da zu stehen, dass man so tolle Gesundheitspolitik gemacht hat, dass die Beiträge nicht weiter gestiegen sind. Die Reserven und Rücklagen wurden also abgebaut und somit kommt das aktuelle Loch zustande... dann die KV Kaputt"reformieren" was keine Reform ist, sondern einfach nur den Rotstift ansetzen.
Zitat von Holzschuh85
Jeden Sieg, den die Rechten nicht holen, sollten wir feiern.
Ein Großteil der Menschen in Deutschlands lächzt aktuell nach einem Tabubruch und der Rechtssog ist auch auf kommunaler Ebene deutlich spürbar.
Dass lokale Politik es immer noch schafft, die Bevölkerung ausreichend davon abzuhalten, finde ich zumindest nennenswert - gerade in einem Blaupausenbezirk für rechte Ideologie wie Aue.
Ich bin aber langsam echt an dem Punkt, an dem ich offene Demonstrationen gegen einzelne Personen der Bundespolitik (Merz, Reiche, Spahn, Klingbeil) für absolut notwendig halte, um aus diesem Krisental aktuell irgendwie wieder rauszukommen.
Die fahren mit uns an Bord 200 auf eine nahende Wand zu und das einzige, was ihnen dazu einfällt ist, dass Bremsen ja unbequem wäre.
Zitat von CocoBall
Ich habe das auch gelesen. Mich macht sowas fassungslos.
Zitat von BillyReina1972
Der Kandidat der CDU gewinnt am Ende mit 5000 zu 4500 Stimmen gegen den Kandidaten der freien Sachsen. Ausschlag gab am Ende die Briefwahl. Wenn es rein um die im Wahllokal abgegeben Stimmen geht, hätte der CDU Kandidat sogar verloren.
Der Kandidat der CDU gewinnt am Ende mit 5000 zu 4500 Stimmen gegen den Kandidaten der freien Sachsen. Ausschlag gab am Ende die Briefwahl. Wenn es rein um die im Wahllokal abgegeben Stimmen geht, hätte der CDU Kandidat sogar verloren.
Ich habe das auch gelesen. Mich macht sowas fassungslos.
Jeden Sieg, den die Rechten nicht holen, sollten wir feiern.
Ein Großteil der Menschen in Deutschlands lächzt aktuell nach einem Tabubruch und der Rechtssog ist auch auf kommunaler Ebene deutlich spürbar.
Dass lokale Politik es immer noch schafft, die Bevölkerung ausreichend davon abzuhalten, finde ich zumindest nennenswert - gerade in einem Blaupausenbezirk für rechte Ideologie wie Aue.
Ich bin aber langsam echt an dem Punkt, an dem ich offene Demonstrationen gegen einzelne Personen der Bundespolitik (Merz, Reiche, Spahn, Klingbeil) für absolut notwendig halte, um aus diesem Krisental aktuell irgendwie wieder rauszukommen.
Die fahren mit uns an Bord 200 auf eine nahende Wand zu und das einzige, was ihnen dazu einfällt ist, dass Bremsen ja unbequem wäre.
Bei den Demos wäre ich dabei! So geht es nicht weiter die die Damen und Herren machen nichts dass man sagen könnte, okay, ersuchen wir es nochmals.
In meinem Urlaub habe ich etwas mehr Zeit mit meinem politischen Content bei Insta verbringen können und da wurde mir mal wieder klar, was bzw. WER Auslöser dafür ist, das wir bei der Krankenversicherung ein Milliardenloch haben: Jens Spahn. Der Herr hat als Gesundheitsminister die KK per Gesetz dazu verpflichtet, die Reserven aufbrauchen zu müssen... nur um selbst so da zu stehen, dass man so tolle Gesundheitspolitik gemacht hat, dass die Beiträge nicht weiter gestiegen sind. Die Reserven und Rücklagen wurden also abgebaut und somit kommt das aktuelle Loch zustande... dann die KV Kaputt"reformieren" was keine Reform ist, sondern einfach nur den Rotstift ansetzen.
Wenn ihr gegen die o.g. Personen demonstriert könnt ihr euch auf viele neue blaue Freunde einstellen die das klar unterstützen.
Aus Interesse: findest du das jetzt eher erstrebenswert oder nicht so?
Habe ich jetzt auch nicht rauslesen können...
@Finn: Also erstens werde ich keine blauen Freunde haben. Und zweitens glaube ich kaum das einer von denen gegen diese Personen demonstrieren wird, denn Merz, Spahn und Co. bringen der AfD eher neue Wähler, machen deren Politik "salonfähig", denn wenn die CDU fast das gleiche sagt und fast die gleichen Probleme benennt, dann ist ja die Differerenz nicht mehr so groß.
An Stelle der AfD würde ich die CDU genau so weiter machen lassen, das ist beste Wahlwerbung für die AfD und sogar noch kostenlos.
Ich halte das nicht für erstrebenswert. Ich halte genau das für Wahlhilfe für die Blauen. Ich kann es nicht mehr sehen wie es ich die demokratischen Kräfte dieses Landes untereinander zerfleischen. Bei der o.g. Bürgermeister-Wahl war es ein CDU Kandidat, der den Rechtsradikalen verhindert hat. Das hatte ein Kandidat von SPD/Grünen/Linken wahrscheinlich nicht geschafft. Es wurde sich augenscheinlich darüber gefreut, dass das nochmal geklappt hat. Im nächsten Post wird dazu aufgerufen gegen die aktuelle Regierung zu protestieren. Meinst du nicht, dass wenn die Menschen Links von CDU/SPD gegen die Regierung protestieren wie es dir Rechts davon, die Probleme noch deutlich größer werden? Ich bekomme da auf jeden Fall große 'Endphase Weimarer Republik Vibes" und hoffe auf einen anderen Ausgang. M.E. muss man zusammenstehen links von der AFD. Dieses in einen Topf werfen von CDU und AFD ist das schlimmste was man in der aktuellen Situation machen kann. Es zielt darauf ab Wähler von der CDU Abzugraben, aber ist das zielführend? Wo gehen die hin, nach Links? Es muss darum gehen Wähler bei der AFD abzugraben, wo ist der Weg für die kürzer, zur CDU oder zu den Grünen? M.E. ist das Zerfleischen der demokratischen Parteien untereinander die beste Wahlwerbung für die AFD. Klar ist u.a. unsere Sozialsysteme werden aufgrund des demografischen Wandels die nächsten 10 Jahre nicht überstehen ohne tiefgreifende und schmerzhafte Reformationen. Da können die Leute wählen wen Sie wollen. Sie kommen daran nicht vorbei, je länger kein Plan richtig umgesetzt wird, je schmerzhafter wird es.
Ich finde, du versuchst gerade extrem falsche Politik damit zu legitimieren, dass das Ablehnen dieser Politik eine noch falschere Politik fördere.
Kann man machen, ist mE aber ziemlich anrüchig und hat für mich auch gar nichts mit der Realität zu tun.
Zusammenstehen wäre voll die gute Idee, das geht aber mit Politikern wie Söder, Merz, Reiche, Dobrindt oder Spahn nicht, denn die sind Spalter aus Leidenschaft.
Du hast übrigens Recht, dass man die CDU und die AfD nicht in einen Topf schmeißen sollte.
Aber da wäre dann mMn eher die CDU in der Pflicht, das auch mit Leben zu füllen, denn die aktuelle CDU-Bundespolitik ist in Sachen Kommunikation, Profiteuren und Staatsumbau sehr wohl AfD-Like und der Widerstand der Parteibasis ist dafür erstaunlich leise. Für mehr als ein Raunen zum Kanzlerwechsel hats noch nicht gereicht (aber dass das überhaupt passiert ist schon ein deutliches Zeichen, wie ernst die Lage ist).
Wenn du der AfD Wähler abgraben willst, wäre es übrigens voll die gute Idee, dir auf Demos "blaue Freunde" zu machen. Denn erfahrungsgemäß kann man Leute vor allem dann politisch abholen, wenn man sie auf emotionaler Ebene einfängt und eine Öffnung für Vernunft und Alternativen erzielt.
@Freischuetzbvb Großteil ist nicht gleich Mehrheit. 25-30% Umfragewerte und damit mitunter stärkste politische Kraft deutschlandweit sind für mich ein Großteil. Aber wenn dich das Wort stört, sage ich gerne "ein erheblicher Teil".
Ein Teil der Menschen hier im Osten hat ein rechtsextremes Weltbild. Das bekomme ich manchmal mit. Das ist nicht die Mehrheit, aber mich erschreckt jeder Einzelne, wenn er den Mund aufmacht. Ich denke, diesen Teil der Wähler holt man nicht zurück in die Mitte. Wobei ich nicht mal weiß, was sie so zornig macht. Not sehe ich bei keinem von denen.
Ist eine gute Frage. Wahrscheinlich mehrere Faktoren. Je nachdem welches Institut man fragt, haben zwischen 10 und 15% der Bevölkerung ein latent bis gefestigtes Rechtsextremes Weltbild. Was ungefähr die Zustimmungswerte waren und sind, die die AFD bei der Wahl 2021 hatte. Und dann gibt es halt ein großes Potenzial an Wechsel und Protest Wählern, die sich vom Afd program nicht abschrecken lassen und sagen: Hauptsache dagegen. Hauptsächlich von CDU und FDP, aber auch von SPD und Linke. Und selbst Grünen.
In Ostdeutschland hat dazu die Linke den strategischen Fehler gemacht, den Status als Kümmerer Partei Kampflos abzugeben. Da hatte man sich über Jahre lieber mit Kultur kämpfen beschäftigt und am Ende in den Stamm Wähler Gebieten bei den Wahlen dann krachend verloren.
Das Erzgebirge ist dazu noch relativ speziell, weil dort auch Parteien Erfolge hatten und haben, die anderswo keine Rolle spielen. Aber tatsächlich nochmals die AFD rechts überholt haben: Freie sachsen etwa. Aber auch Dritter Weg und NPD.
09.06.2026 - 12:32 Uhr
Zitat von BillyReina1972
Ist eine gute Frage. Wahrscheinlich mehrere Faktoren. Je nachdem welches Institut man fragt, haben zwischen 10 und 15% der Bevölkerung ein latent bis gefestigtes Rechtsextremes Weltbild. Was ungefähr die Zustimmungswerte waren und sind, die die AFD bei der Wahl 2021 hatte. Und dann gibt es halt ein großes Potenzial an Wechsel und Protest Wählern, die sich vom Afd program nicht abschrecken lassen und sagen: Hauptsache dagegen. Hauptsächlich von CDU und FDP, aber auch von SPD und Linke. Und selbst Grünen.
In Ostdeutschland hat dazu die Linke den strategischen Fehler gemacht, den Status als Kümmerer Partei Kampflos abzugeben. Da hatte man sich über Jahre lieber mit Kultur kämpfen beschäftigt und am Ende in den Stamm Wähler Gebieten bei den Wahlen dann krachend verloren.
Das Erzgebirge ist dazu noch relativ speziell, weil dort auch Parteien Erfolge hatten und haben, die anderswo keine Rolle spielen. Aber tatsächlich nochmals die AFD rechts überholt haben: Freie sachsen etwa. Aber auch Dritter Weg und NPD.
Zitat von CocoBall
Ein Teil der Menschen hier im Osten hat ein rechtsextremes Weltbild. Das bekomme ich manchmal mit. Das ist nicht die Mehrheit, aber mich erschreckt jeder Einzelne, wenn er den Mund aufmacht. Ich denke, diesen Teil der Wähler holt man nicht zurück in die Mitte. Wobei ich nicht mal weiß, was sie so zornig macht. Not sehe ich bei keinem von denen.
Zitat von Holzschuh85
Ich finde, du versuchst gerade extrem falsche Politik damit zu legitimieren, dass das Ablehnen dieser Politik eine noch falschere Politik fördere.
Kann man machen, ist mE aber ziemlich anrüchig und hat für mich auch gar nichts mit der Realität zu tun.
Zusammenstehen wäre voll die gute Idee, das geht aber mit Politikern wie Söder, Merz, Reiche, Dobrindt oder Spahn nicht, denn die sind Spalter aus Leidenschaft.
Du hast übrigens Recht, dass man die CDU und die AfD nicht in einen Topf schmeißen sollte.
Aber da wäre dann mMn eher die CDU in der Pflicht, das auch mit Leben zu füllen, denn die aktuelle CDU-Bundespolitik ist in Sachen Kommunikation, Profiteuren und Staatsumbau sehr wohl AfD-Like und der Widerstand der Parteibasis ist dafür erstaunlich leise. Für mehr als ein Raunen zum Kanzlerwechsel hats noch nicht gereicht (aber dass das überhaupt passiert ist schon ein deutliches Zeichen, wie ernst die Lage ist).
Wenn du der AfD Wähler abgraben willst, wäre es übrigens voll die gute Idee, dir auf Demos "blaue Freunde" zu machen. Denn erfahrungsgemäß kann man Leute vor allem dann politisch abholen, wenn man sie auf emotionaler Ebene einfängt und eine Öffnung für Vernunft und Alternativen erzielt.
@Freischuetzbvb Großteil ist nicht gleich Mehrheit. 25-30% Umfragewerte und damit mitunter stärkste politische Kraft deutschlandweit sind für mich ein Großteil. Aber wenn dich das Wort stört, sage ich gerne "ein erheblicher Teil".
Zitat von Finn84
Ich halte das nicht für erstrebenswert. Ich halte genau das für Wahlhilfe für die Blauen. Ich kann es nicht mehr sehen wie es ich die demokratischen Kräfte dieses Landes untereinander zerfleischen. Bei der o.g. Bürgermeister-Wahl war es ein CDU Kandidat, der den Rechtsradikalen verhindert hat. Das hatte ein Kandidat von SPD/Grünen/Linken wahrscheinlich nicht geschafft. Es wurde sich augenscheinlich darüber gefreut, dass das nochmal geklappt hat. Im nächsten Post wird dazu aufgerufen gegen die aktuelle Regierung zu protestieren. Meinst du nicht, dass wenn die Menschen Links von CDU/SPD gegen die Regierung protestieren wie es dir Rechts davon, die Probleme noch deutlich größer werden? Ich bekomme da auf jeden Fall große 'Endphase Weimarer Republik Vibes" und hoffe auf einen anderen Ausgang. M.E. muss man zusammenstehen links von der AFD. Dieses in einen Topf werfen von CDU und AFD ist das schlimmste was man in der aktuellen Situation machen kann. Es zielt darauf ab Wähler von der CDU Abzugraben, aber ist das zielführend? Wo gehen die hin, nach Links? Es muss darum gehen Wähler bei der AFD abzugraben, wo ist der Weg für die kürzer, zur CDU oder zu den Grünen? M.E. ist das Zerfleischen der demokratischen Parteien untereinander die beste Wahlwerbung für die AFD. Klar ist u.a. unsere Sozialsysteme werden aufgrund des demografischen Wandels die nächsten 10 Jahre nicht überstehen ohne tiefgreifende und schmerzhafte Reformationen. Da können die Leute wählen wen Sie wollen. Sie kommen daran nicht vorbei, je länger kein Plan richtig umgesetzt wird, je schmerzhafter wird es.
Zitat von UlmerBVB1986
Habe ich jetzt auch nicht rauslesen können...
@Finn: Also erstens werde ich keine blauen Freunde haben. Und zweitens glaube ich kaum das einer von denen gegen diese Personen demonstrieren wird, denn Merz, Spahn und Co. bringen der AfD eher neue Wähler, machen deren Politik "salonfähig", denn wenn die CDU fast das gleiche sagt und fast die gleichen Probleme benennt, dann ist ja die Differerenz nicht mehr so groß.
An Stelle der AfD würde ich die CDU genau so weiter machen lassen, das ist beste Wahlwerbung für die AfD und sogar noch kostenlos.
Zitat von Holzschuh85
Aus Interesse: findest du das jetzt eher erstrebenswert oder nicht so?
Zitat von Finn84
Wenn ihr gegen die o.g. Personen demonstriert könnt ihr euch auf viele neue blaue Freunde einstellen die das klar unterstützen.
Zitat von UlmerBVB1986
Bei den Demos wäre ich dabei! So geht es nicht weiter die die Damen und Herren machen nichts dass man sagen könnte, okay, ersuchen wir es nochmals.
In meinem Urlaub habe ich etwas mehr Zeit mit meinem politischen Content bei Insta verbringen können und da wurde mir mal wieder klar, was bzw. WER Auslöser dafür ist, das wir bei der Krankenversicherung ein Milliardenloch haben: Jens Spahn. Der Herr hat als Gesundheitsminister die KK per Gesetz dazu verpflichtet, die Reserven aufbrauchen zu müssen... nur um selbst so da zu stehen, dass man so tolle Gesundheitspolitik gemacht hat, dass die Beiträge nicht weiter gestiegen sind. Die Reserven und Rücklagen wurden also abgebaut und somit kommt das aktuelle Loch zustande... dann die KV Kaputt"reformieren" was keine Reform ist, sondern einfach nur den Rotstift ansetzen.
Zitat von Holzschuh85
Jeden Sieg, den die Rechten nicht holen, sollten wir feiern.
Ein Großteil der Menschen in Deutschlands lächzt aktuell nach einem Tabubruch und der Rechtssog ist auch auf kommunaler Ebene deutlich spürbar.
Dass lokale Politik es immer noch schafft, die Bevölkerung ausreichend davon abzuhalten, finde ich zumindest nennenswert - gerade in einem Blaupausenbezirk für rechte Ideologie wie Aue.
Ich bin aber langsam echt an dem Punkt, an dem ich offene Demonstrationen gegen einzelne Personen der Bundespolitik (Merz, Reiche, Spahn, Klingbeil) für absolut notwendig halte, um aus diesem Krisental aktuell irgendwie wieder rauszukommen.
Die fahren mit uns an Bord 200 auf eine nahende Wand zu und das einzige, was ihnen dazu einfällt ist, dass Bremsen ja unbequem wäre.
Zitat von CocoBall
Ich habe das auch gelesen. Mich macht sowas fassungslos.
Zitat von BillyReina1972
Der Kandidat der CDU gewinnt am Ende mit 5000 zu 4500 Stimmen gegen den Kandidaten der freien Sachsen. Ausschlag gab am Ende die Briefwahl. Wenn es rein um die im Wahllokal abgegeben Stimmen geht, hätte der CDU Kandidat sogar verloren.
Der Kandidat der CDU gewinnt am Ende mit 5000 zu 4500 Stimmen gegen den Kandidaten der freien Sachsen. Ausschlag gab am Ende die Briefwahl. Wenn es rein um die im Wahllokal abgegeben Stimmen geht, hätte der CDU Kandidat sogar verloren.
Ich habe das auch gelesen. Mich macht sowas fassungslos.
Jeden Sieg, den die Rechten nicht holen, sollten wir feiern.
Ein Großteil der Menschen in Deutschlands lächzt aktuell nach einem Tabubruch und der Rechtssog ist auch auf kommunaler Ebene deutlich spürbar.
Dass lokale Politik es immer noch schafft, die Bevölkerung ausreichend davon abzuhalten, finde ich zumindest nennenswert - gerade in einem Blaupausenbezirk für rechte Ideologie wie Aue.
Ich bin aber langsam echt an dem Punkt, an dem ich offene Demonstrationen gegen einzelne Personen der Bundespolitik (Merz, Reiche, Spahn, Klingbeil) für absolut notwendig halte, um aus diesem Krisental aktuell irgendwie wieder rauszukommen.
Die fahren mit uns an Bord 200 auf eine nahende Wand zu und das einzige, was ihnen dazu einfällt ist, dass Bremsen ja unbequem wäre.
Bei den Demos wäre ich dabei! So geht es nicht weiter die die Damen und Herren machen nichts dass man sagen könnte, okay, ersuchen wir es nochmals.
In meinem Urlaub habe ich etwas mehr Zeit mit meinem politischen Content bei Insta verbringen können und da wurde mir mal wieder klar, was bzw. WER Auslöser dafür ist, das wir bei der Krankenversicherung ein Milliardenloch haben: Jens Spahn. Der Herr hat als Gesundheitsminister die KK per Gesetz dazu verpflichtet, die Reserven aufbrauchen zu müssen... nur um selbst so da zu stehen, dass man so tolle Gesundheitspolitik gemacht hat, dass die Beiträge nicht weiter gestiegen sind. Die Reserven und Rücklagen wurden also abgebaut und somit kommt das aktuelle Loch zustande... dann die KV Kaputt"reformieren" was keine Reform ist, sondern einfach nur den Rotstift ansetzen.
Wenn ihr gegen die o.g. Personen demonstriert könnt ihr euch auf viele neue blaue Freunde einstellen die das klar unterstützen.
Aus Interesse: findest du das jetzt eher erstrebenswert oder nicht so?
Habe ich jetzt auch nicht rauslesen können...
@Finn: Also erstens werde ich keine blauen Freunde haben. Und zweitens glaube ich kaum das einer von denen gegen diese Personen demonstrieren wird, denn Merz, Spahn und Co. bringen der AfD eher neue Wähler, machen deren Politik "salonfähig", denn wenn die CDU fast das gleiche sagt und fast die gleichen Probleme benennt, dann ist ja die Differerenz nicht mehr so groß.
An Stelle der AfD würde ich die CDU genau so weiter machen lassen, das ist beste Wahlwerbung für die AfD und sogar noch kostenlos.
Ich halte das nicht für erstrebenswert. Ich halte genau das für Wahlhilfe für die Blauen. Ich kann es nicht mehr sehen wie es ich die demokratischen Kräfte dieses Landes untereinander zerfleischen. Bei der o.g. Bürgermeister-Wahl war es ein CDU Kandidat, der den Rechtsradikalen verhindert hat. Das hatte ein Kandidat von SPD/Grünen/Linken wahrscheinlich nicht geschafft. Es wurde sich augenscheinlich darüber gefreut, dass das nochmal geklappt hat. Im nächsten Post wird dazu aufgerufen gegen die aktuelle Regierung zu protestieren. Meinst du nicht, dass wenn die Menschen Links von CDU/SPD gegen die Regierung protestieren wie es dir Rechts davon, die Probleme noch deutlich größer werden? Ich bekomme da auf jeden Fall große 'Endphase Weimarer Republik Vibes" und hoffe auf einen anderen Ausgang. M.E. muss man zusammenstehen links von der AFD. Dieses in einen Topf werfen von CDU und AFD ist das schlimmste was man in der aktuellen Situation machen kann. Es zielt darauf ab Wähler von der CDU Abzugraben, aber ist das zielführend? Wo gehen die hin, nach Links? Es muss darum gehen Wähler bei der AFD abzugraben, wo ist der Weg für die kürzer, zur CDU oder zu den Grünen? M.E. ist das Zerfleischen der demokratischen Parteien untereinander die beste Wahlwerbung für die AFD. Klar ist u.a. unsere Sozialsysteme werden aufgrund des demografischen Wandels die nächsten 10 Jahre nicht überstehen ohne tiefgreifende und schmerzhafte Reformationen. Da können die Leute wählen wen Sie wollen. Sie kommen daran nicht vorbei, je länger kein Plan richtig umgesetzt wird, je schmerzhafter wird es.
Ich finde, du versuchst gerade extrem falsche Politik damit zu legitimieren, dass das Ablehnen dieser Politik eine noch falschere Politik fördere.
Kann man machen, ist mE aber ziemlich anrüchig und hat für mich auch gar nichts mit der Realität zu tun.
Zusammenstehen wäre voll die gute Idee, das geht aber mit Politikern wie Söder, Merz, Reiche, Dobrindt oder Spahn nicht, denn die sind Spalter aus Leidenschaft.
Du hast übrigens Recht, dass man die CDU und die AfD nicht in einen Topf schmeißen sollte.
Aber da wäre dann mMn eher die CDU in der Pflicht, das auch mit Leben zu füllen, denn die aktuelle CDU-Bundespolitik ist in Sachen Kommunikation, Profiteuren und Staatsumbau sehr wohl AfD-Like und der Widerstand der Parteibasis ist dafür erstaunlich leise. Für mehr als ein Raunen zum Kanzlerwechsel hats noch nicht gereicht (aber dass das überhaupt passiert ist schon ein deutliches Zeichen, wie ernst die Lage ist).
Wenn du der AfD Wähler abgraben willst, wäre es übrigens voll die gute Idee, dir auf Demos "blaue Freunde" zu machen. Denn erfahrungsgemäß kann man Leute vor allem dann politisch abholen, wenn man sie auf emotionaler Ebene einfängt und eine Öffnung für Vernunft und Alternativen erzielt.
@Freischuetzbvb Großteil ist nicht gleich Mehrheit. 25-30% Umfragewerte und damit mitunter stärkste politische Kraft deutschlandweit sind für mich ein Großteil. Aber wenn dich das Wort stört, sage ich gerne "ein erheblicher Teil".
Ein Teil der Menschen hier im Osten hat ein rechtsextremes Weltbild. Das bekomme ich manchmal mit. Das ist nicht die Mehrheit, aber mich erschreckt jeder Einzelne, wenn er den Mund aufmacht. Ich denke, diesen Teil der Wähler holt man nicht zurück in die Mitte. Wobei ich nicht mal weiß, was sie so zornig macht. Not sehe ich bei keinem von denen.
Ist eine gute Frage. Wahrscheinlich mehrere Faktoren. Je nachdem welches Institut man fragt, haben zwischen 10 und 15% der Bevölkerung ein latent bis gefestigtes Rechtsextremes Weltbild. Was ungefähr die Zustimmungswerte waren und sind, die die AFD bei der Wahl 2021 hatte. Und dann gibt es halt ein großes Potenzial an Wechsel und Protest Wählern, die sich vom Afd program nicht abschrecken lassen und sagen: Hauptsache dagegen. Hauptsächlich von CDU und FDP, aber auch von SPD und Linke. Und selbst Grünen.
In Ostdeutschland hat dazu die Linke den strategischen Fehler gemacht, den Status als Kümmerer Partei Kampflos abzugeben. Da hatte man sich über Jahre lieber mit Kultur kämpfen beschäftigt und am Ende in den Stamm Wähler Gebieten bei den Wahlen dann krachend verloren.
Das Erzgebirge ist dazu noch relativ speziell, weil dort auch Parteien Erfolge hatten und haben, die anderswo keine Rolle spielen. Aber tatsächlich nochmals die AFD rechts überholt haben: Freie sachsen etwa. Aber auch Dritter Weg und NPD.
Ja ganz genau und das war ja meine Intention gewesen, so ein Mensch wie der von den freien Sachsen würde doch hier im Westen niemals irgendwo gewählt werden da lege ich meine Hand für ins Feuer. Für die für die ostdeutschen Wähler scheint die afd so etwas wie die frühere CDU zu sein. Erschreckende Entwicklung.
09.06.2026 - 14:47 Uhr
Zitat von BillyReina1972
Ist eine gute Frage. Wahrscheinlich mehrere Faktoren. Je nachdem welches Institut man fragt, haben zwischen 10 und 15% der Bevölkerung ein latent bis gefestigtes Rechtsextremes Weltbild. Was ungefähr die Zustimmungswerte waren und sind, die die AFD bei der Wahl 2021 hatte. Und dann gibt es halt ein großes Potenzial an Wechsel und Protest Wählern, die sich vom Afd program nicht abschrecken lassen und sagen: Hauptsache dagegen. Hauptsächlich von CDU und FDP, aber auch von SPD und Linke. Und selbst Grünen.
In Ostdeutschland hat dazu die Linke den strategischen Fehler gemacht, den Status als Kümmerer Partei Kampflos abzugeben. Da hatte man sich über Jahre lieber mit Kultur kämpfen beschäftigt und am Ende in den Stamm Wähler Gebieten bei den Wahlen dann krachend verloren.
Das Erzgebirge ist dazu noch relativ speziell, weil dort auch Parteien Erfolge hatten und haben, die anderswo keine Rolle spielen. Aber tatsächlich nochmals die AFD rechts überholt haben: Freie sachsen etwa. Aber auch Dritter Weg und NPD.
Zitat von CocoBall
Ein Teil der Menschen hier im Osten hat ein rechtsextremes Weltbild. Das bekomme ich manchmal mit. Das ist nicht die Mehrheit, aber mich erschreckt jeder Einzelne, wenn er den Mund aufmacht. Ich denke, diesen Teil der Wähler holt man nicht zurück in die Mitte. Wobei ich nicht mal weiß, was sie so zornig macht. Not sehe ich bei keinem von denen.
Zitat von Holzschuh85
Ich finde, du versuchst gerade extrem falsche Politik damit zu legitimieren, dass das Ablehnen dieser Politik eine noch falschere Politik fördere.
Kann man machen, ist mE aber ziemlich anrüchig und hat für mich auch gar nichts mit der Realität zu tun.
Zusammenstehen wäre voll die gute Idee, das geht aber mit Politikern wie Söder, Merz, Reiche, Dobrindt oder Spahn nicht, denn die sind Spalter aus Leidenschaft.
Du hast übrigens Recht, dass man die CDU und die AfD nicht in einen Topf schmeißen sollte.
Aber da wäre dann mMn eher die CDU in der Pflicht, das auch mit Leben zu füllen, denn die aktuelle CDU-Bundespolitik ist in Sachen Kommunikation, Profiteuren und Staatsumbau sehr wohl AfD-Like und der Widerstand der Parteibasis ist dafür erstaunlich leise. Für mehr als ein Raunen zum Kanzlerwechsel hats noch nicht gereicht (aber dass das überhaupt passiert ist schon ein deutliches Zeichen, wie ernst die Lage ist).
Wenn du der AfD Wähler abgraben willst, wäre es übrigens voll die gute Idee, dir auf Demos "blaue Freunde" zu machen. Denn erfahrungsgemäß kann man Leute vor allem dann politisch abholen, wenn man sie auf emotionaler Ebene einfängt und eine Öffnung für Vernunft und Alternativen erzielt.
@Freischuetzbvb Großteil ist nicht gleich Mehrheit. 25-30% Umfragewerte und damit mitunter stärkste politische Kraft deutschlandweit sind für mich ein Großteil. Aber wenn dich das Wort stört, sage ich gerne "ein erheblicher Teil".
Zitat von Finn84
Ich halte das nicht für erstrebenswert. Ich halte genau das für Wahlhilfe für die Blauen. Ich kann es nicht mehr sehen wie es ich die demokratischen Kräfte dieses Landes untereinander zerfleischen. Bei der o.g. Bürgermeister-Wahl war es ein CDU Kandidat, der den Rechtsradikalen verhindert hat. Das hatte ein Kandidat von SPD/Grünen/Linken wahrscheinlich nicht geschafft. Es wurde sich augenscheinlich darüber gefreut, dass das nochmal geklappt hat. Im nächsten Post wird dazu aufgerufen gegen die aktuelle Regierung zu protestieren. Meinst du nicht, dass wenn die Menschen Links von CDU/SPD gegen die Regierung protestieren wie es dir Rechts davon, die Probleme noch deutlich größer werden? Ich bekomme da auf jeden Fall große 'Endphase Weimarer Republik Vibes" und hoffe auf einen anderen Ausgang. M.E. muss man zusammenstehen links von der AFD. Dieses in einen Topf werfen von CDU und AFD ist das schlimmste was man in der aktuellen Situation machen kann. Es zielt darauf ab Wähler von der CDU Abzugraben, aber ist das zielführend? Wo gehen die hin, nach Links? Es muss darum gehen Wähler bei der AFD abzugraben, wo ist der Weg für die kürzer, zur CDU oder zu den Grünen? M.E. ist das Zerfleischen der demokratischen Parteien untereinander die beste Wahlwerbung für die AFD. Klar ist u.a. unsere Sozialsysteme werden aufgrund des demografischen Wandels die nächsten 10 Jahre nicht überstehen ohne tiefgreifende und schmerzhafte Reformationen. Da können die Leute wählen wen Sie wollen. Sie kommen daran nicht vorbei, je länger kein Plan richtig umgesetzt wird, je schmerzhafter wird es.
Zitat von UlmerBVB1986
Habe ich jetzt auch nicht rauslesen können...
@Finn: Also erstens werde ich keine blauen Freunde haben. Und zweitens glaube ich kaum das einer von denen gegen diese Personen demonstrieren wird, denn Merz, Spahn und Co. bringen der AfD eher neue Wähler, machen deren Politik "salonfähig", denn wenn die CDU fast das gleiche sagt und fast die gleichen Probleme benennt, dann ist ja die Differerenz nicht mehr so groß.
An Stelle der AfD würde ich die CDU genau so weiter machen lassen, das ist beste Wahlwerbung für die AfD und sogar noch kostenlos.
Zitat von Holzschuh85
Aus Interesse: findest du das jetzt eher erstrebenswert oder nicht so?
Zitat von Finn84
Wenn ihr gegen die o.g. Personen demonstriert könnt ihr euch auf viele neue blaue Freunde einstellen die das klar unterstützen.
Zitat von UlmerBVB1986
Bei den Demos wäre ich dabei! So geht es nicht weiter die die Damen und Herren machen nichts dass man sagen könnte, okay, ersuchen wir es nochmals.
In meinem Urlaub habe ich etwas mehr Zeit mit meinem politischen Content bei Insta verbringen können und da wurde mir mal wieder klar, was bzw. WER Auslöser dafür ist, das wir bei der Krankenversicherung ein Milliardenloch haben: Jens Spahn. Der Herr hat als Gesundheitsminister die KK per Gesetz dazu verpflichtet, die Reserven aufbrauchen zu müssen... nur um selbst so da zu stehen, dass man so tolle Gesundheitspolitik gemacht hat, dass die Beiträge nicht weiter gestiegen sind. Die Reserven und Rücklagen wurden also abgebaut und somit kommt das aktuelle Loch zustande... dann die KV Kaputt"reformieren" was keine Reform ist, sondern einfach nur den Rotstift ansetzen.
Zitat von Holzschuh85
Jeden Sieg, den die Rechten nicht holen, sollten wir feiern.
Ein Großteil der Menschen in Deutschlands lächzt aktuell nach einem Tabubruch und der Rechtssog ist auch auf kommunaler Ebene deutlich spürbar.
Dass lokale Politik es immer noch schafft, die Bevölkerung ausreichend davon abzuhalten, finde ich zumindest nennenswert - gerade in einem Blaupausenbezirk für rechte Ideologie wie Aue.
Ich bin aber langsam echt an dem Punkt, an dem ich offene Demonstrationen gegen einzelne Personen der Bundespolitik (Merz, Reiche, Spahn, Klingbeil) für absolut notwendig halte, um aus diesem Krisental aktuell irgendwie wieder rauszukommen.
Die fahren mit uns an Bord 200 auf eine nahende Wand zu und das einzige, was ihnen dazu einfällt ist, dass Bremsen ja unbequem wäre.
Zitat von CocoBall
Ich habe das auch gelesen. Mich macht sowas fassungslos.
Zitat von BillyReina1972
Der Kandidat der CDU gewinnt am Ende mit 5000 zu 4500 Stimmen gegen den Kandidaten der freien Sachsen. Ausschlag gab am Ende die Briefwahl. Wenn es rein um die im Wahllokal abgegeben Stimmen geht, hätte der CDU Kandidat sogar verloren.
Der Kandidat der CDU gewinnt am Ende mit 5000 zu 4500 Stimmen gegen den Kandidaten der freien Sachsen. Ausschlag gab am Ende die Briefwahl. Wenn es rein um die im Wahllokal abgegeben Stimmen geht, hätte der CDU Kandidat sogar verloren.
Ich habe das auch gelesen. Mich macht sowas fassungslos.
Jeden Sieg, den die Rechten nicht holen, sollten wir feiern.
Ein Großteil der Menschen in Deutschlands lächzt aktuell nach einem Tabubruch und der Rechtssog ist auch auf kommunaler Ebene deutlich spürbar.
Dass lokale Politik es immer noch schafft, die Bevölkerung ausreichend davon abzuhalten, finde ich zumindest nennenswert - gerade in einem Blaupausenbezirk für rechte Ideologie wie Aue.
Ich bin aber langsam echt an dem Punkt, an dem ich offene Demonstrationen gegen einzelne Personen der Bundespolitik (Merz, Reiche, Spahn, Klingbeil) für absolut notwendig halte, um aus diesem Krisental aktuell irgendwie wieder rauszukommen.
Die fahren mit uns an Bord 200 auf eine nahende Wand zu und das einzige, was ihnen dazu einfällt ist, dass Bremsen ja unbequem wäre.
Bei den Demos wäre ich dabei! So geht es nicht weiter die die Damen und Herren machen nichts dass man sagen könnte, okay, ersuchen wir es nochmals.
In meinem Urlaub habe ich etwas mehr Zeit mit meinem politischen Content bei Insta verbringen können und da wurde mir mal wieder klar, was bzw. WER Auslöser dafür ist, das wir bei der Krankenversicherung ein Milliardenloch haben: Jens Spahn. Der Herr hat als Gesundheitsminister die KK per Gesetz dazu verpflichtet, die Reserven aufbrauchen zu müssen... nur um selbst so da zu stehen, dass man so tolle Gesundheitspolitik gemacht hat, dass die Beiträge nicht weiter gestiegen sind. Die Reserven und Rücklagen wurden also abgebaut und somit kommt das aktuelle Loch zustande... dann die KV Kaputt"reformieren" was keine Reform ist, sondern einfach nur den Rotstift ansetzen.
Wenn ihr gegen die o.g. Personen demonstriert könnt ihr euch auf viele neue blaue Freunde einstellen die das klar unterstützen.
Aus Interesse: findest du das jetzt eher erstrebenswert oder nicht so?
Habe ich jetzt auch nicht rauslesen können...
@Finn: Also erstens werde ich keine blauen Freunde haben. Und zweitens glaube ich kaum das einer von denen gegen diese Personen demonstrieren wird, denn Merz, Spahn und Co. bringen der AfD eher neue Wähler, machen deren Politik "salonfähig", denn wenn die CDU fast das gleiche sagt und fast die gleichen Probleme benennt, dann ist ja die Differerenz nicht mehr so groß.
An Stelle der AfD würde ich die CDU genau so weiter machen lassen, das ist beste Wahlwerbung für die AfD und sogar noch kostenlos.
Ich halte das nicht für erstrebenswert. Ich halte genau das für Wahlhilfe für die Blauen. Ich kann es nicht mehr sehen wie es ich die demokratischen Kräfte dieses Landes untereinander zerfleischen. Bei der o.g. Bürgermeister-Wahl war es ein CDU Kandidat, der den Rechtsradikalen verhindert hat. Das hatte ein Kandidat von SPD/Grünen/Linken wahrscheinlich nicht geschafft. Es wurde sich augenscheinlich darüber gefreut, dass das nochmal geklappt hat. Im nächsten Post wird dazu aufgerufen gegen die aktuelle Regierung zu protestieren. Meinst du nicht, dass wenn die Menschen Links von CDU/SPD gegen die Regierung protestieren wie es dir Rechts davon, die Probleme noch deutlich größer werden? Ich bekomme da auf jeden Fall große 'Endphase Weimarer Republik Vibes" und hoffe auf einen anderen Ausgang. M.E. muss man zusammenstehen links von der AFD. Dieses in einen Topf werfen von CDU und AFD ist das schlimmste was man in der aktuellen Situation machen kann. Es zielt darauf ab Wähler von der CDU Abzugraben, aber ist das zielführend? Wo gehen die hin, nach Links? Es muss darum gehen Wähler bei der AFD abzugraben, wo ist der Weg für die kürzer, zur CDU oder zu den Grünen? M.E. ist das Zerfleischen der demokratischen Parteien untereinander die beste Wahlwerbung für die AFD. Klar ist u.a. unsere Sozialsysteme werden aufgrund des demografischen Wandels die nächsten 10 Jahre nicht überstehen ohne tiefgreifende und schmerzhafte Reformationen. Da können die Leute wählen wen Sie wollen. Sie kommen daran nicht vorbei, je länger kein Plan richtig umgesetzt wird, je schmerzhafter wird es.
Ich finde, du versuchst gerade extrem falsche Politik damit zu legitimieren, dass das Ablehnen dieser Politik eine noch falschere Politik fördere.
Kann man machen, ist mE aber ziemlich anrüchig und hat für mich auch gar nichts mit der Realität zu tun.
Zusammenstehen wäre voll die gute Idee, das geht aber mit Politikern wie Söder, Merz, Reiche, Dobrindt oder Spahn nicht, denn die sind Spalter aus Leidenschaft.
Du hast übrigens Recht, dass man die CDU und die AfD nicht in einen Topf schmeißen sollte.
Aber da wäre dann mMn eher die CDU in der Pflicht, das auch mit Leben zu füllen, denn die aktuelle CDU-Bundespolitik ist in Sachen Kommunikation, Profiteuren und Staatsumbau sehr wohl AfD-Like und der Widerstand der Parteibasis ist dafür erstaunlich leise. Für mehr als ein Raunen zum Kanzlerwechsel hats noch nicht gereicht (aber dass das überhaupt passiert ist schon ein deutliches Zeichen, wie ernst die Lage ist).
Wenn du der AfD Wähler abgraben willst, wäre es übrigens voll die gute Idee, dir auf Demos "blaue Freunde" zu machen. Denn erfahrungsgemäß kann man Leute vor allem dann politisch abholen, wenn man sie auf emotionaler Ebene einfängt und eine Öffnung für Vernunft und Alternativen erzielt.
@Freischuetzbvb Großteil ist nicht gleich Mehrheit. 25-30% Umfragewerte und damit mitunter stärkste politische Kraft deutschlandweit sind für mich ein Großteil. Aber wenn dich das Wort stört, sage ich gerne "ein erheblicher Teil".
Ein Teil der Menschen hier im Osten hat ein rechtsextremes Weltbild. Das bekomme ich manchmal mit. Das ist nicht die Mehrheit, aber mich erschreckt jeder Einzelne, wenn er den Mund aufmacht. Ich denke, diesen Teil der Wähler holt man nicht zurück in die Mitte. Wobei ich nicht mal weiß, was sie so zornig macht. Not sehe ich bei keinem von denen.
Ist eine gute Frage. Wahrscheinlich mehrere Faktoren. Je nachdem welches Institut man fragt, haben zwischen 10 und 15% der Bevölkerung ein latent bis gefestigtes Rechtsextremes Weltbild. Was ungefähr die Zustimmungswerte waren und sind, die die AFD bei der Wahl 2021 hatte. Und dann gibt es halt ein großes Potenzial an Wechsel und Protest Wählern, die sich vom Afd program nicht abschrecken lassen und sagen: Hauptsache dagegen. Hauptsächlich von CDU und FDP, aber auch von SPD und Linke. Und selbst Grünen.
In Ostdeutschland hat dazu die Linke den strategischen Fehler gemacht, den Status als Kümmerer Partei Kampflos abzugeben. Da hatte man sich über Jahre lieber mit Kultur kämpfen beschäftigt und am Ende in den Stamm Wähler Gebieten bei den Wahlen dann krachend verloren.
Das Erzgebirge ist dazu noch relativ speziell, weil dort auch Parteien Erfolge hatten und haben, die anderswo keine Rolle spielen. Aber tatsächlich nochmals die AFD rechts überholt haben: Freie sachsen etwa. Aber auch Dritter Weg und NPD.
Ich war 2004 im Urlaub im Erzgebirge. Das war kurz vor einer Wahl. Und ich war erschrocken über die vielen NPD-Wahlplakate. Das ist jetzt 22 Jahre her.
Dabei hat das Erzgebirge so viele schöne Dinge zu bieten. Die Weihnachtsmärkte und Bergparaden, die Kirche in Seiffen, der Fichtelberg Oberwiesenthal...
Dieser Beitrag wurde zuletzt von CocoBall am 09.06.2026 um 14:55 Uhr bearbeitet
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