Gib mich die Kirsche! Der Talkthread
18.01.2025 - 13:04 Uhr
26.05.2026 - 10:01 Uhr
Zitat von UlmerBVB1986
Will dich in nichts reinziehen! 😇
Zitat von WalterFroschsErbe
Ich darf darauf nicht antworten. Mein Pass liegt im Konsulat und ich werde gerade gescannt. Habe tm.de als relevantestes social media angegeben.
Zitat von UlmerBVB1986
Ohne Worte! Wie kann man in den USA sowas nicht so kritisch sehen, wie es ist? Der verarscht sein ganzes Land!
https://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/aussenpolitik/id_101263362/donald-trump-und-der-milliarden-steuerdeal-korruptionsvorwuerfe.html?utm_source=firefox-newtab-de-de
Ohne Worte! Wie kann man in den USA sowas nicht so kritisch sehen, wie es ist? Der verarscht sein ganzes Land!
https://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/aussenpolitik/id_101263362/donald-trump-und-der-milliarden-steuerdeal-korruptionsvorwuerfe.html?utm_source=firefox-newtab-de-de
Ich darf darauf nicht antworten. Mein Pass liegt im Konsulat und ich werde gerade gescannt. Habe tm.de als relevantestes social media angegeben.
Will dich in nichts reinziehen! 😇
Mein Lieblingsteil des Interviews war: i don't see any record of social media profiles for your kids (Anm. d. Red. 4 und 1), i dearly hope i don't find any if I search for them.
26.05.2026 - 10:25 Uhr
Zitat von WalterFroschsErbe
Mein Lieblingsteil des Interviews war: i don't see any record of social media profiles for your kids (Anm. d. Red. 4 und 1), i dearly hope i don't find any if I search for them.
Zitat von UlmerBVB1986
Will dich in nichts reinziehen! 😇
Zitat von WalterFroschsErbe
Ich darf darauf nicht antworten. Mein Pass liegt im Konsulat und ich werde gerade gescannt. Habe tm.de als relevantestes social media angegeben.
Zitat von UlmerBVB1986
Ohne Worte! Wie kann man in den USA sowas nicht so kritisch sehen, wie es ist? Der verarscht sein ganzes Land!
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Ohne Worte! Wie kann man in den USA sowas nicht so kritisch sehen, wie es ist? Der verarscht sein ganzes Land!
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🫣😅
26.05.2026 - 12:51 Uhr
Zitat von WalterFroschsErbe
Mein Lieblingsteil des Interviews war: i don't see any record of social media profiles for your kids (Anm. d. Red. 4 und 1), i dearly hope i don't find any if I search for them.
Zitat von UlmerBVB1986
Will dich in nichts reinziehen! 😇
Zitat von WalterFroschsErbe
Ich darf darauf nicht antworten. Mein Pass liegt im Konsulat und ich werde gerade gescannt. Habe tm.de als relevantestes social media angegeben.
Zitat von UlmerBVB1986
Ohne Worte! Wie kann man in den USA sowas nicht so kritisch sehen, wie es ist? Der verarscht sein ganzes Land!
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Will dich in nichts reinziehen! 😇
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Das kommt dabei raus, wenn man gesunden Menschenverstand deaktiviert bzw. dieser kein Einstellungskriterium ist.
26.05.2026 - 13:12 Uhr
Zitat von NullNeun
Das kommt dabei raus, wenn man gesunden Menschenverstand deaktiviert bzw. dieser kein Einstellungskriterium ist.
Zitat von WalterFroschsErbe
Mein Lieblingsteil des Interviews war: i don't see any record of social media profiles for your kids (Anm. d. Red. 4 und 1), i dearly hope i don't find any if I search for them.
Zitat von UlmerBVB1986
Will dich in nichts reinziehen! 😇
Zitat von WalterFroschsErbe
Ich darf darauf nicht antworten. Mein Pass liegt im Konsulat und ich werde gerade gescannt. Habe tm.de als relevantestes social media angegeben.
Zitat von UlmerBVB1986
Ohne Worte! Wie kann man in den USA sowas nicht so kritisch sehen, wie es ist? Der verarscht sein ganzes Land!
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Das kommt dabei raus, wenn man gesunden Menschenverstand deaktiviert bzw. dieser kein Einstellungskriterium ist.
Ist aber auch gemein, wenn ich stille Post draus mache. Bin mir sehr sicher, 99%, dass ein Augenzwinkern dabei war.
26.05.2026 - 14:16 Uhr
Zitat von WalterFroschsErbe
Ist aber auch gemein, wenn ich stille Post draus mache. Bin mir sehr sicher, 99%, dass ein Augenzwinkern dabei war.
Zitat von NullNeun
Das kommt dabei raus, wenn man gesunden Menschenverstand deaktiviert bzw. dieser kein Einstellungskriterium ist.
Zitat von WalterFroschsErbe
Mein Lieblingsteil des Interviews war: i don't see any record of social media profiles for your kids (Anm. d. Red. 4 und 1), i dearly hope i don't find any if I search for them.
Zitat von UlmerBVB1986
Will dich in nichts reinziehen! 😇
Zitat von WalterFroschsErbe
Ich darf darauf nicht antworten. Mein Pass liegt im Konsulat und ich werde gerade gescannt. Habe tm.de als relevantestes social media angegeben.
Zitat von UlmerBVB1986
Ohne Worte! Wie kann man in den USA sowas nicht so kritisch sehen, wie es ist? Der verarscht sein ganzes Land!
https://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/aussenpolitik/id_101263362/donald-trump-und-der-milliarden-steuerdeal-korruptionsvorwuerfe.html?utm_source=firefox-newtab-de-de
Ohne Worte! Wie kann man in den USA sowas nicht so kritisch sehen, wie es ist? Der verarscht sein ganzes Land!
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Ich darf darauf nicht antworten. Mein Pass liegt im Konsulat und ich werde gerade gescannt. Habe tm.de als relevantestes social media angegeben.
Will dich in nichts reinziehen! 😇
Mein Lieblingsteil des Interviews war: i don't see any record of social media profiles for your kids (Anm. d. Red. 4 und 1), i dearly hope i don't find any if I search for them.
Das kommt dabei raus, wenn man gesunden Menschenverstand deaktiviert bzw. dieser kein Einstellungskriterium ist.
Ist aber auch gemein, wenn ich stille Post draus mache. Bin mir sehr sicher, 99%, dass ein Augenzwinkern dabei war.
Ich hab von Kollegen schon mal ähnliche Berichte gehört, da lass ich mal Restzweifel im Raum stehen. 🤓
31.05.2026 - 12:43 Uhr
Samsung-Mitarbeiter verzichten auf Streik und sollen 300.000 Euro bekommen – pro Kopf.
https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/samsung-in-suedkorea-mitarbeiter-verzichten-auf-streik-und-sollen-300-000-euro-bekommen-pro-kopf-a-b7362852-24ad-48c1-88f2-dd30f7038a0a
Falls sich einer hier beruflich umorientieren möchte 😁
Das nenne ich mal vom KI Hype profitieren.
https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/samsung-in-suedkorea-mitarbeiter-verzichten-auf-streik-und-sollen-300-000-euro-bekommen-pro-kopf-a-b7362852-24ad-48c1-88f2-dd30f7038a0a
Falls sich einer hier beruflich umorientieren möchte 😁
Das nenne ich mal vom KI Hype profitieren.
02.06.2026 - 21:22 Uhr
Heute ist der Tag gekommen. Ihr müsst nach 20 Monaten Abschied nehmen von meiner Zeitreise. Das hier ist die letzte Folge.
Aber ich beginne wieder mit den Nachträgen:
DDR-Nachlese:
Ich erinnere mich noch an die Alu-Brotbüchse, die war sehr robust. Meine war silberfarben. Die nahm ich jeden Tag mit in die Schule.
Und es gab diese Kunststoffflasche, die ich immer bei Wandertagen mitbekam. Die war sehr robust und bei mir mit Tee gefüllt. Die Kappe war gelb. Daraus konnte man gut trinken.
Opa hatte zur Arbeit immer eine Thermosflasche mit. Im Job kaufte ich mir in der Kantine Getränke. Die waren genauso teuer wie in der Kaufhalle oder dem Konsum. Der DDR-Staat legte es fest, dass sowas überall das Gleiche kostete. Der Preis war auf dem Etikett aufgedruckt als EVP, Endverbraucherpreis.
Ich erinnere mich auch an das Bade-Thermometer, mit dem man die Temperatur des Badewassers maß. Unseres war hellblau. Das hatte eine Fischform und sah wirklich schön aus.
Und ich erinnere mich an die Käsecreme zum Essen. Diesen Brotaufstrich konnte man kaufen. Und mir hat er gut geschmeckt.
Und es gab Kirsch-Whisky, Liköre und selbstgemachte Erdbeer-Bowle.
In DDR-Klassenzimmern stand der Polylux. Da legte man Folien auf, die an die Wand projiziert wurden.
Auch das Panthenol-Spray hatten wir. Das wandte man bei Sonnenbrand an. Und es bildete viel Schaum.
Es gab auch schönes Porzellan. Da haben meine Eltern sogar noch etwas.
Auch ein paar Schränke und ein Regal haben sie noch. Es bestand ja keine Umtauschpflicht. Das sage ich auch gern DDR-Nostalgikern. Selber schuld, wenn sie absolut Alles entsorgt haben. Ich habe sogar meinen Schreibtisch aus meinem Kinderzimmer mit in mein Haus genommen.
Ich habe auch noch ein bisschen Deko von damals. Dazu gehören auch ein paar Christbaumkugeln. Und meine Eltern haben den Schwibbogen aus den 80ern noch. Der ist noch gut. Und da musste man damals erstmal drankommen, denn frei im Laden gab es sowas in der Regel nicht.
Unser Wartburg hatte ein Schiebedach. War es warm, wurde es geöffnet. Unser letzter Wartburg hatte die Farbe samtocker.
Manche Kinderwagen hatten an der Seite Sichtfenster.
Neben den staatlichen Kindergärten gab es auch kirchliche. In den 70ern Jahren waren die alle gebührenpflichtig. Und die staatlichen waren billiger als die kirchlichen.
Und die Kreuzung in Halle/Saale war gefürchtet bei allen Autofahrern. Papa fuhr die ohne Probleme. Aber viele fuhren in den Ostseeurlaub durch den Harz. Nach der Wende wurde diese Kreuzung deutlich entschärft. U. a. wurde die Straßenbahn verlegt.
Die DEFA drehte durchaus sehenswerte Sachen. Der MDR zeigt da öfter etwas. da schaue ich auch jetzt noch rein.
Wir haben auch noch den Windeltrockner aus der damaligen Zeit. Das ist ein kleiner Wäschetrockner, der an der Wand angeschraubt ist. Er hat nur ein paar Stangen. Da wurden in den 70ern meine Babywindeln nach dem Waschen dran aufgehangen und getrocknet. Es gab damals nur Stoffwindeln. Heute trocknen wir da kleine Stücke.
Der Tropfschutz an der Kaffeekanne ist mir auch in Erinnerung geblieben. Den hatten meine Eltern nach der Wende auch noch, der ist aber mittlerweile kaputt gegangen.
Kam Ware, sah man an den Türen von Kaufhalle und Konsum: Wegen Warenannahme geschlossen.
In der Gastronomie bildeten sich oftmals lange Schlangen, weil dort der Staat massiv subventionierte. Da stand dann oft das Schild: Sie werden platziert.
Plaste und Elaste aus Schkopau – diesen Spruch kannte jeder. Im Osten sagte man Plaste. Ich sage mittlerweile längst Plastik.
Und man sollte niemals vergessen: Die vielen Leute, die 1989 auf der Straße demonstrierten, hatten berechtigte Gründe dafür. Ebenso die Leute, die aus der DDR flohen. Also muss da etwas nicht gestimmt haben. Das sage ich auch Jugendlichen, die mir sagen, zu Hause habe man ihnen gesagt, die DDR sei schön gewesen. Und warum kam es dann zu Flucht und Demos? Und wieso wählte man 1990 nicht die PDS in die Regierung?
Ich habe es auch schon ein paarmal hier geschrieben: Meine Geschichte ist die einer Bewohnerin nah der damaligen Grenze. Wir waren fast alle sehr westorientiert. Das ist sicher in anderen Regionen der DDR etwas anders gewesen. Hier in meiner Region hatte auch fast jeder Westverwandtschaft.
DDR-Spurensuche:
Es gibt Tafeln an den früheren Grenzübergängen: Hier war Deutschland bis zum … geteilt. Der Zeitpunkt ist der, als der erste Schlagbaum dort in der Nacht der Grenzöffnung hoch ging.
In den 90ern gab es öfter mal DDR-Partys. Da wurde die DDR verulkt. Oftmals traten Honecker-Double auf, über die kräftig gelacht wurde. Diskos veranstalteten sowas manchmal. Meine hat das nicht gemacht. Ich war auch niemals auf einer DDR-Party. Heute machen das vielleicht Leute, die die DDR wiederhaben wollen. Erzählt hat mir das schonmal jemand. Aber die ulken dann sicher nicht, die trauern.
Vor allem existiert die DDR noch in den Köpfen der Menschen. Wir reden in der Familie manchmal über Chefagitator Karl-Eduard von Schnitzler und den Schwarzen Kanal, über den alle gelacht haben damals. Wir lachen da auch heute noch heftig drüber. Aber manche meiner Mitbürger reagieren da heute ganz anders: Angeblich hat er jetzt recht gehabt, wenn er gegen den Westen hetzte. Man werde doch ausgebeutet. Ich erinnere mich da an den Angeberjungen in meiner Schulklasse. Der sagte damals, er ließe sich ausbeuten, wenn er sich dadurch etwas leisten könne und nicht so bieder leben müsse wie in der DDR. Ich hatte sonst Differenzen mit diesem Jungen, aber hier hatte er recht. Wirklich jeder sah, dass uns der Westen haushoch überlegen war.
Neues Jahrtausend:
Einen deutlichen Wandel gibt es auch in der Friedhofskultur. Früher wurden die Gräber von vielen Familienmitgliedern gepflegt. Und manche gingen da täglich hin. Heute achten die meisten auf Pflegeleichtigkeit. Und die meisten entfernen auch die Grabstellen vor Ablauf der Liegezeit und zahlen für die Jahre, die sie eher dran waren.
Zu den Rückkehrern wollte ich auch noch etwas schreiben. Ein paar kenne ich auch. Die meisten davon hatten Sehnsucht nach ihren Familien hier. Aber manche scheiterten auch im Westen. Wer mit einer DDR-Ausbildung gleich in den Westen ging, wurde oftmals nicht eingearbeitet und hatte dann massive Probleme im Job. Hier in meinem Landkreis muss man das mit den Rückkehrern aber auch differenziert sehen. Wir haben da einige Hopper. Die ziehen jung ein paar Kilometer weiter nach Niedersachsen. Später kommen sie zurück und bauen im Osten ihr Haus. Das sind dann Rückkehrer. Etliche aber gehen auch in die ostdeutschen Großstädte. Beliebt hier bei uns sind da Leipzig, Jena und Berlin, das ist außerhalb des Tagespendelbereiches. Und die sind dann eben nicht rüber gemacht.
In den 90er Jahren habe ich öfter von jungen Männern gehört, die keinen Job hatten, dass sie sich zu 4 Jahren Bundeswehr verpflichteten. Oftmals sitzen die heute in öffentlichen Verwaltungen.
Ab 2010 schlossen auch die ersten Bildungszentren, die nach der Wende wie Pilze aus der Erde schossen. Der massive Geburteneinbruch hatte die Berufsschulen erreicht. Die überbetrieblichen Ausbildungen wurden nach und nach beendet. Es gab nun langsam genug Lehrstellen hier. Und auch die allgemeine Arbeitslosigkeit ging langsam zurück aufgrund der Demografie. Es gibt aber auch heute noch genügend dieser Bildungszentren.
Ost-West-Ehen gab es auch schon viele. Vielleicht kennt Ihr auch welche. Die meisten leben im Westen. Aber zwei junge Frauen aus meinem Dorf haben Westmänner, und die sind in den 90ern in den Osten gezogen. Zunächst pendelten sie zum Job nach Niedersachsen, aber dann fanden sie hier Arbeit.
Aus meiner Schulklasse gingen in den 90ern 10 Leute in den Westen, davon 7 Mädchen. Zurück kam nur ein Mann und auch nur, weil seine Ehe in die Brüche ging.
Aus meiner Berufsschulklasse gingen – soweit ich weiß – 5 Leute in den Westen, davon 4 Mädchen. Zurück kam nur ein Mädchen, meine heutige Freundin aus dem Nachbarkreis. Ein weiteres Mädchen pendelte zu einer neuen Lehrstelle nach Niedersachsen. Mittlerweile arbeitet sie aber längst im Osten.
Das Thema heute ist schlicht: Meine Zeitreise: Die Abschlussfolge
Und da will ich nur nochmal alles zusammenfassen.
20 Monate habe ich Euch nun unterhalten mit meiner Geschichte, vielen Einblicken in das Leben hier in der DDR und in der Zeit der Umbrüche.
Mir hat der Mauerfall überhaupt erst eine richtige Jugend ermöglicht. Und dafür bin ich soooo dankbar. Sowas hätte ich in der DDR niemals erlebt. Da waren die Jahre ab dem 18. Geburtstag völlig anders: Viel grauer, vorgegeben, eingeschränkt...
Meine Zeitreise:
Es begann im Oktober 2024. Ich wollte hier eigentlich nur an die Ereignisse 35 Jahre zuvor erinnern: an die Massenflucht der DDR-Bürger über Ungarn im Sommer 1989, die Montagsdemos im Herbst 1989 in der DDR und an Hans-Dietrich Genscher in der Prager Botschaft im September 1989. Ich habe gestaunt, was das bei Euch für ein großes Interesse ausgelöst hat. Und dann bot ich an, auch über den Mauerfall zu schreiben. Und da gab es noch so viel Stoff drumherum. Und irgendwann war ich dann beim Leben in der DDR angekommen und später in den Jahren nach der Wende. Das ergab 55 Themenkomplexe. Zuerst habe ich kurz fließend geschrieben, ab Folge 7 waren es lange in sich geschlossene Folgen. Und die Themen schreibe ich hier nochmal alle auf:
1- Der Wendesommer 1989 und die Montagsdemos
2 – Der Mauerfall am 9. November 1989
3 – Nach der Grenzöffnung 1989
4 – Der Advent
5 – Weihnachten
6 – Silvester und Neujahr
7 – Urlaub in der DDR
8 – Das Gesundheitswesen in der DDR
9 – Wohnen in der DDR
10 – Handel und Gastronomie in der DDR
11 – Rentner in der DDR
12 – Telefon und Fahrzeuge in der DDR
13 – Leistungssport in der DDR
14 – Frauen in der DDR
15 – Kinderbetreuung in der DDR
16 – Schule in der DDR – die Unterstufe
17 – Karneval in der DDR
18 – Wahlen in der DDR bis 1990
19 – Schule in der DDR – die Oberstufe
20 – Schule in der DDR – die POS
21 – EOS und andere Schulen in der DDR
22 – Ostern in der DDR
23 – Freizeit in der DDR
24 – Betriebe und Volkseigentum in der DDR
25 – Mein Lehrbetrieb in der DDR
26 – Meine Berufsschule in der DDR
27 – Pfingsten und andere Feiertage in der DDR
28 – Das erste Halbjahr 1990
29 – Die Währungsunion zum 1. Juli 1990
30 – Mein Sommer 1990
31 – Familienleben auf dem Land in der DDR
32 – Die Stasi in der DDR
33 – Die Sowjetunion und die DDR
34 – Typisch DDR!
35 – Die Umbrüche der 90er Jahre
36 – Die deutsche Wiedervereinigung am 3. Oktober 1990
37 – Der Rest des Jahres 1990
38 – 1991: Hallo Westauto!
39 – 1991: Hallo erster Job!
40 – 1991: Die Altlasten der DDR
41 – 1992: Hallo Großraumdisko!
42 – 1992: Hallo Erdgas!
43 – 1993: Hallo Telefon!
44 – 1994: Hallo Karnevalsparty!
45 – 1995: Hallo Urlaub!
46 – 1996: Hallo Heimcomputer!
47 – 1997: Hallo Internet-Cafe!
48 – 1998: Tschüss Wartburg!
49 – 1999: Zehn Jahre Wende
50 – Auch im neuen Jahrtausend: Massenarbeitslosigkeit
51 – Das neue Jahrtausend: Hallo Abwasserkanal!
52 – Der Osten im neuen Jahrtausend: Von Hartz 4 bis Corona
53 – Der Osten im neuen Jahrtausend: Von Verklärung und Migration
54 – Die DDR: Nachlese und Spurensuche
55 – Meine Zeitreise: Die Abschlussfolge
Ich bedanke mich für Euer großes Interesse und das Feedback. Das hatte ich so gar nicht erwartet.
Als Kind und Teenager habe ich jeden Tag vom Westen geträumt, der so unerreichbar schien. Mein größtes Glück war der Mauerfall. Ich habe so viele neue Dinge seither hinzugewonnen, die ich in der DDR niemals erlebt hätte. Ich habe mich vom ersten Tag an in der westlichen Freiheit und Demokratie zu Hause gefühlt. Endlich weg vom Sozialismus und den Russen! Hindernisse und Probleme stehen natürlich auch, aber die muss man angehen und überwinden. Die Arbeitssuche hatte ich mir auch nie so schwierig und langwierig vorgestellt. Ich bin noch heute so froh über die schnelle Wiedervereinigung. Wir wurden fest in die westlichen Bündnisse NATO und EU integriert. Und ich dachte: Das geben wir nie wieder her!
Mittlerweile bin ich da nicht mehr so sicher. Nach einer linken Diktatur haben wir 1989 die Freiheit errungen. Aber uns droht große Gefahr von rechts. Ich bin entsetzt, wie viele Leute unsere Demokratie nicht zu schätzen wissen. Wie kann man die Diktatur der DDR mit einer gewählten demokratischen Regierung heute vergleichen? Wir heute sind weit von der DDR entfernt. Manchen Leuten hier im Osten spreche ich ab, sich je in die westliche Demokratie haben einordnen zu wollen. Wie kann man mit Russland und Putin sympathisieren? Die heute jammern, haben das in der DDR auch getan und würden das bei einer nächsten Diktatur sicher als Erste auch tun. Sage ich im realen Leben mal etwas Schlechtes über die DDR, habe ich schon erlebt, dass es einige Leute gibt, die sie verteidigen. Es sei ja niemand verhungert. Aber das ist nach der Wende auch niemand.
Eine Zeitreise in die Zukunft können wir nicht machen. Und das finde ich auch gut so.
Ich hoffe, Ihr habt viel hier über die Vergangenheit erfahren.
- ENDE -
Aber ich beginne wieder mit den Nachträgen:
DDR-Nachlese:
Ich erinnere mich noch an die Alu-Brotbüchse, die war sehr robust. Meine war silberfarben. Die nahm ich jeden Tag mit in die Schule.
Und es gab diese Kunststoffflasche, die ich immer bei Wandertagen mitbekam. Die war sehr robust und bei mir mit Tee gefüllt. Die Kappe war gelb. Daraus konnte man gut trinken.
Opa hatte zur Arbeit immer eine Thermosflasche mit. Im Job kaufte ich mir in der Kantine Getränke. Die waren genauso teuer wie in der Kaufhalle oder dem Konsum. Der DDR-Staat legte es fest, dass sowas überall das Gleiche kostete. Der Preis war auf dem Etikett aufgedruckt als EVP, Endverbraucherpreis.
Ich erinnere mich auch an das Bade-Thermometer, mit dem man die Temperatur des Badewassers maß. Unseres war hellblau. Das hatte eine Fischform und sah wirklich schön aus.
Und ich erinnere mich an die Käsecreme zum Essen. Diesen Brotaufstrich konnte man kaufen. Und mir hat er gut geschmeckt.
Und es gab Kirsch-Whisky, Liköre und selbstgemachte Erdbeer-Bowle.
In DDR-Klassenzimmern stand der Polylux. Da legte man Folien auf, die an die Wand projiziert wurden.
Auch das Panthenol-Spray hatten wir. Das wandte man bei Sonnenbrand an. Und es bildete viel Schaum.
Es gab auch schönes Porzellan. Da haben meine Eltern sogar noch etwas.
Auch ein paar Schränke und ein Regal haben sie noch. Es bestand ja keine Umtauschpflicht. Das sage ich auch gern DDR-Nostalgikern. Selber schuld, wenn sie absolut Alles entsorgt haben. Ich habe sogar meinen Schreibtisch aus meinem Kinderzimmer mit in mein Haus genommen.
Ich habe auch noch ein bisschen Deko von damals. Dazu gehören auch ein paar Christbaumkugeln. Und meine Eltern haben den Schwibbogen aus den 80ern noch. Der ist noch gut. Und da musste man damals erstmal drankommen, denn frei im Laden gab es sowas in der Regel nicht.
Unser Wartburg hatte ein Schiebedach. War es warm, wurde es geöffnet. Unser letzter Wartburg hatte die Farbe samtocker.
Manche Kinderwagen hatten an der Seite Sichtfenster.
Neben den staatlichen Kindergärten gab es auch kirchliche. In den 70ern Jahren waren die alle gebührenpflichtig. Und die staatlichen waren billiger als die kirchlichen.
Und die Kreuzung in Halle/Saale war gefürchtet bei allen Autofahrern. Papa fuhr die ohne Probleme. Aber viele fuhren in den Ostseeurlaub durch den Harz. Nach der Wende wurde diese Kreuzung deutlich entschärft. U. a. wurde die Straßenbahn verlegt.
Die DEFA drehte durchaus sehenswerte Sachen. Der MDR zeigt da öfter etwas. da schaue ich auch jetzt noch rein.
Wir haben auch noch den Windeltrockner aus der damaligen Zeit. Das ist ein kleiner Wäschetrockner, der an der Wand angeschraubt ist. Er hat nur ein paar Stangen. Da wurden in den 70ern meine Babywindeln nach dem Waschen dran aufgehangen und getrocknet. Es gab damals nur Stoffwindeln. Heute trocknen wir da kleine Stücke.
Der Tropfschutz an der Kaffeekanne ist mir auch in Erinnerung geblieben. Den hatten meine Eltern nach der Wende auch noch, der ist aber mittlerweile kaputt gegangen.
Kam Ware, sah man an den Türen von Kaufhalle und Konsum: Wegen Warenannahme geschlossen.
In der Gastronomie bildeten sich oftmals lange Schlangen, weil dort der Staat massiv subventionierte. Da stand dann oft das Schild: Sie werden platziert.
Plaste und Elaste aus Schkopau – diesen Spruch kannte jeder. Im Osten sagte man Plaste. Ich sage mittlerweile längst Plastik.
Und man sollte niemals vergessen: Die vielen Leute, die 1989 auf der Straße demonstrierten, hatten berechtigte Gründe dafür. Ebenso die Leute, die aus der DDR flohen. Also muss da etwas nicht gestimmt haben. Das sage ich auch Jugendlichen, die mir sagen, zu Hause habe man ihnen gesagt, die DDR sei schön gewesen. Und warum kam es dann zu Flucht und Demos? Und wieso wählte man 1990 nicht die PDS in die Regierung?
Ich habe es auch schon ein paarmal hier geschrieben: Meine Geschichte ist die einer Bewohnerin nah der damaligen Grenze. Wir waren fast alle sehr westorientiert. Das ist sicher in anderen Regionen der DDR etwas anders gewesen. Hier in meiner Region hatte auch fast jeder Westverwandtschaft.
DDR-Spurensuche:
Es gibt Tafeln an den früheren Grenzübergängen: Hier war Deutschland bis zum … geteilt. Der Zeitpunkt ist der, als der erste Schlagbaum dort in der Nacht der Grenzöffnung hoch ging.
In den 90ern gab es öfter mal DDR-Partys. Da wurde die DDR verulkt. Oftmals traten Honecker-Double auf, über die kräftig gelacht wurde. Diskos veranstalteten sowas manchmal. Meine hat das nicht gemacht. Ich war auch niemals auf einer DDR-Party. Heute machen das vielleicht Leute, die die DDR wiederhaben wollen. Erzählt hat mir das schonmal jemand. Aber die ulken dann sicher nicht, die trauern.
Vor allem existiert die DDR noch in den Köpfen der Menschen. Wir reden in der Familie manchmal über Chefagitator Karl-Eduard von Schnitzler und den Schwarzen Kanal, über den alle gelacht haben damals. Wir lachen da auch heute noch heftig drüber. Aber manche meiner Mitbürger reagieren da heute ganz anders: Angeblich hat er jetzt recht gehabt, wenn er gegen den Westen hetzte. Man werde doch ausgebeutet. Ich erinnere mich da an den Angeberjungen in meiner Schulklasse. Der sagte damals, er ließe sich ausbeuten, wenn er sich dadurch etwas leisten könne und nicht so bieder leben müsse wie in der DDR. Ich hatte sonst Differenzen mit diesem Jungen, aber hier hatte er recht. Wirklich jeder sah, dass uns der Westen haushoch überlegen war.
Neues Jahrtausend:
Einen deutlichen Wandel gibt es auch in der Friedhofskultur. Früher wurden die Gräber von vielen Familienmitgliedern gepflegt. Und manche gingen da täglich hin. Heute achten die meisten auf Pflegeleichtigkeit. Und die meisten entfernen auch die Grabstellen vor Ablauf der Liegezeit und zahlen für die Jahre, die sie eher dran waren.
Zu den Rückkehrern wollte ich auch noch etwas schreiben. Ein paar kenne ich auch. Die meisten davon hatten Sehnsucht nach ihren Familien hier. Aber manche scheiterten auch im Westen. Wer mit einer DDR-Ausbildung gleich in den Westen ging, wurde oftmals nicht eingearbeitet und hatte dann massive Probleme im Job. Hier in meinem Landkreis muss man das mit den Rückkehrern aber auch differenziert sehen. Wir haben da einige Hopper. Die ziehen jung ein paar Kilometer weiter nach Niedersachsen. Später kommen sie zurück und bauen im Osten ihr Haus. Das sind dann Rückkehrer. Etliche aber gehen auch in die ostdeutschen Großstädte. Beliebt hier bei uns sind da Leipzig, Jena und Berlin, das ist außerhalb des Tagespendelbereiches. Und die sind dann eben nicht rüber gemacht.
In den 90er Jahren habe ich öfter von jungen Männern gehört, die keinen Job hatten, dass sie sich zu 4 Jahren Bundeswehr verpflichteten. Oftmals sitzen die heute in öffentlichen Verwaltungen.
Ab 2010 schlossen auch die ersten Bildungszentren, die nach der Wende wie Pilze aus der Erde schossen. Der massive Geburteneinbruch hatte die Berufsschulen erreicht. Die überbetrieblichen Ausbildungen wurden nach und nach beendet. Es gab nun langsam genug Lehrstellen hier. Und auch die allgemeine Arbeitslosigkeit ging langsam zurück aufgrund der Demografie. Es gibt aber auch heute noch genügend dieser Bildungszentren.
Ost-West-Ehen gab es auch schon viele. Vielleicht kennt Ihr auch welche. Die meisten leben im Westen. Aber zwei junge Frauen aus meinem Dorf haben Westmänner, und die sind in den 90ern in den Osten gezogen. Zunächst pendelten sie zum Job nach Niedersachsen, aber dann fanden sie hier Arbeit.
Aus meiner Schulklasse gingen in den 90ern 10 Leute in den Westen, davon 7 Mädchen. Zurück kam nur ein Mann und auch nur, weil seine Ehe in die Brüche ging.
Aus meiner Berufsschulklasse gingen – soweit ich weiß – 5 Leute in den Westen, davon 4 Mädchen. Zurück kam nur ein Mädchen, meine heutige Freundin aus dem Nachbarkreis. Ein weiteres Mädchen pendelte zu einer neuen Lehrstelle nach Niedersachsen. Mittlerweile arbeitet sie aber längst im Osten.
Das Thema heute ist schlicht: Meine Zeitreise: Die Abschlussfolge
Und da will ich nur nochmal alles zusammenfassen.
20 Monate habe ich Euch nun unterhalten mit meiner Geschichte, vielen Einblicken in das Leben hier in der DDR und in der Zeit der Umbrüche.
Mir hat der Mauerfall überhaupt erst eine richtige Jugend ermöglicht. Und dafür bin ich soooo dankbar. Sowas hätte ich in der DDR niemals erlebt. Da waren die Jahre ab dem 18. Geburtstag völlig anders: Viel grauer, vorgegeben, eingeschränkt...
Meine Zeitreise:
Es begann im Oktober 2024. Ich wollte hier eigentlich nur an die Ereignisse 35 Jahre zuvor erinnern: an die Massenflucht der DDR-Bürger über Ungarn im Sommer 1989, die Montagsdemos im Herbst 1989 in der DDR und an Hans-Dietrich Genscher in der Prager Botschaft im September 1989. Ich habe gestaunt, was das bei Euch für ein großes Interesse ausgelöst hat. Und dann bot ich an, auch über den Mauerfall zu schreiben. Und da gab es noch so viel Stoff drumherum. Und irgendwann war ich dann beim Leben in der DDR angekommen und später in den Jahren nach der Wende. Das ergab 55 Themenkomplexe. Zuerst habe ich kurz fließend geschrieben, ab Folge 7 waren es lange in sich geschlossene Folgen. Und die Themen schreibe ich hier nochmal alle auf:
1- Der Wendesommer 1989 und die Montagsdemos
2 – Der Mauerfall am 9. November 1989
3 – Nach der Grenzöffnung 1989
4 – Der Advent
5 – Weihnachten
6 – Silvester und Neujahr
7 – Urlaub in der DDR
8 – Das Gesundheitswesen in der DDR
9 – Wohnen in der DDR
10 – Handel und Gastronomie in der DDR
11 – Rentner in der DDR
12 – Telefon und Fahrzeuge in der DDR
13 – Leistungssport in der DDR
14 – Frauen in der DDR
15 – Kinderbetreuung in der DDR
16 – Schule in der DDR – die Unterstufe
17 – Karneval in der DDR
18 – Wahlen in der DDR bis 1990
19 – Schule in der DDR – die Oberstufe
20 – Schule in der DDR – die POS
21 – EOS und andere Schulen in der DDR
22 – Ostern in der DDR
23 – Freizeit in der DDR
24 – Betriebe und Volkseigentum in der DDR
25 – Mein Lehrbetrieb in der DDR
26 – Meine Berufsschule in der DDR
27 – Pfingsten und andere Feiertage in der DDR
28 – Das erste Halbjahr 1990
29 – Die Währungsunion zum 1. Juli 1990
30 – Mein Sommer 1990
31 – Familienleben auf dem Land in der DDR
32 – Die Stasi in der DDR
33 – Die Sowjetunion und die DDR
34 – Typisch DDR!
35 – Die Umbrüche der 90er Jahre
36 – Die deutsche Wiedervereinigung am 3. Oktober 1990
37 – Der Rest des Jahres 1990
38 – 1991: Hallo Westauto!
39 – 1991: Hallo erster Job!
40 – 1991: Die Altlasten der DDR
41 – 1992: Hallo Großraumdisko!
42 – 1992: Hallo Erdgas!
43 – 1993: Hallo Telefon!
44 – 1994: Hallo Karnevalsparty!
45 – 1995: Hallo Urlaub!
46 – 1996: Hallo Heimcomputer!
47 – 1997: Hallo Internet-Cafe!
48 – 1998: Tschüss Wartburg!
49 – 1999: Zehn Jahre Wende
50 – Auch im neuen Jahrtausend: Massenarbeitslosigkeit
51 – Das neue Jahrtausend: Hallo Abwasserkanal!
52 – Der Osten im neuen Jahrtausend: Von Hartz 4 bis Corona
53 – Der Osten im neuen Jahrtausend: Von Verklärung und Migration
54 – Die DDR: Nachlese und Spurensuche
55 – Meine Zeitreise: Die Abschlussfolge
Ich bedanke mich für Euer großes Interesse und das Feedback. Das hatte ich so gar nicht erwartet.
Als Kind und Teenager habe ich jeden Tag vom Westen geträumt, der so unerreichbar schien. Mein größtes Glück war der Mauerfall. Ich habe so viele neue Dinge seither hinzugewonnen, die ich in der DDR niemals erlebt hätte. Ich habe mich vom ersten Tag an in der westlichen Freiheit und Demokratie zu Hause gefühlt. Endlich weg vom Sozialismus und den Russen! Hindernisse und Probleme stehen natürlich auch, aber die muss man angehen und überwinden. Die Arbeitssuche hatte ich mir auch nie so schwierig und langwierig vorgestellt. Ich bin noch heute so froh über die schnelle Wiedervereinigung. Wir wurden fest in die westlichen Bündnisse NATO und EU integriert. Und ich dachte: Das geben wir nie wieder her!
Mittlerweile bin ich da nicht mehr so sicher. Nach einer linken Diktatur haben wir 1989 die Freiheit errungen. Aber uns droht große Gefahr von rechts. Ich bin entsetzt, wie viele Leute unsere Demokratie nicht zu schätzen wissen. Wie kann man die Diktatur der DDR mit einer gewählten demokratischen Regierung heute vergleichen? Wir heute sind weit von der DDR entfernt. Manchen Leuten hier im Osten spreche ich ab, sich je in die westliche Demokratie haben einordnen zu wollen. Wie kann man mit Russland und Putin sympathisieren? Die heute jammern, haben das in der DDR auch getan und würden das bei einer nächsten Diktatur sicher als Erste auch tun. Sage ich im realen Leben mal etwas Schlechtes über die DDR, habe ich schon erlebt, dass es einige Leute gibt, die sie verteidigen. Es sei ja niemand verhungert. Aber das ist nach der Wende auch niemand.
Eine Zeitreise in die Zukunft können wir nicht machen. Und das finde ich auch gut so.
Ich hoffe, Ihr habt viel hier über die Vergangenheit erfahren.
- ENDE -
Dieser Beitrag wurde zuletzt von CocoBall am 02.06.2026 um 21:34 Uhr bearbeitet
02.06.2026 - 22:05 Uhr
Ich möchte gar nicht viel sagen, ich lass lieber einfach mal ein großes DANKESCHÖN da @CocoBall für die ganzen Zeitreisen. 👍️
Ich habe sicherlich nicht jede Zeitreise gelesen, manche nur überflogen, manche genauer gelesen.
Ich bin 86 geboren und habe die DDR nicht (bewusst) erlebt und auch keine Berührungspunkte, aber durch die Erzählungen fühlt sich das manchmal an wie eine ganz andere Welt, andere Galaxie, dieses DDR, auch wenn es direkt neben uns im Herzen Europas war. Muss man sich immer wieder vor Augen halten.
Ich habe sicherlich nicht jede Zeitreise gelesen, manche nur überflogen, manche genauer gelesen.
Ich bin 86 geboren und habe die DDR nicht (bewusst) erlebt und auch keine Berührungspunkte, aber durch die Erzählungen fühlt sich das manchmal an wie eine ganz andere Welt, andere Galaxie, dieses DDR, auch wenn es direkt neben uns im Herzen Europas war. Muss man sich immer wieder vor Augen halten.
02.06.2026 - 22:07 Uhr
Zitat von Borusse_SGH
Ich möchte gar nicht viel sagen, ich lass lieber einfach mal ein großes DANKESCHÖN da @CocoBall für die ganzen Zeitreisen. 👍️
Ich habe sicherlich nicht jede Zeitreise gelesen, manche nur überflogen, manche genauer gelesen.
Ich bin 86 geboren und habe die DDR nicht (bewusst) erlebt und auch keine Berührungspunkte, aber durch die Erzählungen fühlt sich das manchmal an wie eine ganz andere Welt, andere Galaxie, dieses DDR, auch wenn es direkt neben uns im Herzen Europas war. Muss man sich immer wieder vor Augen halten.
Ich möchte gar nicht viel sagen, ich lass lieber einfach mal ein großes DANKESCHÖN da @CocoBall für die ganzen Zeitreisen. 👍️
Ich habe sicherlich nicht jede Zeitreise gelesen, manche nur überflogen, manche genauer gelesen.
Ich bin 86 geboren und habe die DDR nicht (bewusst) erlebt und auch keine Berührungspunkte, aber durch die Erzählungen fühlt sich das manchmal an wie eine ganz andere Welt, andere Galaxie, dieses DDR, auch wenn es direkt neben uns im Herzen Europas war. Muss man sich immer wieder vor Augen halten.
Vielen Dank für das Feedback!
Dieser Beitrag wurde zuletzt von CocoBall am 02.06.2026 um 22:08 Uhr bearbeitet
07.06.2026 - 19:33 Uhr
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