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Finanzen

02.12.2019 - 16:18 Uhr
Finanzen |#1581
08.06.2020 - 12:24 Uhr
Zitat von running-man
...
Zwang und Druck bis zum eigenen Tod gibt es nur für den FCK und die Stadt, nicht für einen potentiellen Investor. Deshalb hat die Stadt letztlich zwei Optionen:
- entweder auf absehbare Zeit den überwiegenden Teil der Stadionkosten incl. Finanzierung selbst tragen, bis der FCK mit Investor wieder erfolgreich Fußball spielt
- oder die Zeche komplett selbst zahlen, während der FCK als Oberligist am Fröhnerhof, Erbsenberg oder der Huster Höhe kickt.
...


Würde eine Kommune wie eine juristische oder natürliche Person funktionieren und sich auch so ähnlich verhalten, dann würde ich deiner Theorie von den zwei Optionen ja zustimmen aber eine Gemeinde ist nicht nur insolvenzunfähig, sie unterliegt auch ansonsten völlig anderen Gesetzmäßigkeiten und verhält sich auch dementsprechend völlig anders. Hundert Millionen Euro mehr Schulden machen für den Haushalt von Kaiserslautern keinen Unterschied, im Gegenteil, das würde unter Umständen sogar eine Entlastung bedeuten.
Finanzen |#1582
08.06.2020 - 12:30 Uhr
Zitat von running-man

2. die Stadt:
(...)
Sobald eine Verlagerung der Lasten auf den FCK nicht mehr möglich ist, steht die Stadt mit den vollen Belastungen und ohne jede Einnahmen da.

(...)Deshalb hat die Stadt letztlich zwei Optionen:
- entweder auf absehbare Zeit den überwiegenden Teil der Stadionkosten incl. Finanzierung selbst tragen, bis der FCK mit Investor wieder erfolgreich Fußball spielt
- oder die Zeche komplett selbst zahlen, während der FCK als Oberligist am Fröhnerhof, Erbsenberg oder der Huster Höhe kickt.


Nicht ganz. Erstmal müsste die erste Option überhaupt machbar sein. Ich kenne mich mit der Kommunalpolitik jetzt überhaupt nicht aus, aber es hat sich bisher nicht so angehört, als könnte die Stadt diese Mittel mal eben so freigeben. Sowohl auf Basis der eigenen Finanzen/Budget, als auch hinsichtlich der Entscheidungsgewalt. Dazu kommt, dass die Stadionkosten das Jahresbudget der Stadt stark beeinflussen. Der Kreditvertrag selbst allerdings weniger, da es sich bei einer Stadt eben nicht um eine private Institution handelt.

Zudem finde ich die' entweder oder' Optionen völlig falsch dargestellt. Die Optionen stellen nämlich das Szenario, dass der FCK weiter sportlich erfolglos bleibt, nicht zur Debatte. Und so abwegig ist das nicht, nachdem man fast 20 Jahre am Stück unter seinen sportlichen Ambitionen im Vergleich zum Etat geblieben ist. Sich da mal eben hinzustellen und zu sagen "wir zahlen das alles und kürzen dafür Schwimmbäder, Schulen und co., bis ihr wieder mindestens 2. Liga spielt"... naja.

Das Argument "Wenn FCK pleite = dann muss die Stadt sowieso den Kredit zahlen, also ist es besser, jetzt pro Jahr 5 Mio. reinzustecken" sehe ich als sehr schwach. Denn, jetzt noch mehr Schulden zu machen, in der Hoffnung, dass die Schulden des Kredites dann nicht noch dazu kommen, ist wirtschaftlich und vor allem politisch mehr als gefährlich. Dazu kommt, dass der FCK in Liga 2 auch nicht in der Lage ist, so viel Überschüsse zu erwirtschaften, dass man Zinsraten 'und' Tilgungsrücklagen zahlen kann. Dafür würde es eher die Gelder der 1. Liga bedürfen. Ansonsten wird nämlich auch am Ende des Kreditvertrages mit der Sparkasse nicht das Geld zur Tilgung des Kredites bereitstehen.

Alles in Allem eine ziemlich große Wette für die Stadt. Und dann zu implizieren, dass die Stadt eigentlich keine andere Wahl hat, als mal eben die Kosten zu übernehmen, finde ich falsch. Da bedarf es mMn. definitiv die Unterstützung von anderen Parteien (Investoren, Entgegenkommen beim Kreditvertrag der Sparkasse,...).
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Previal am 08.06.2020 um 12:36 Uhr bearbeitet
Finanzen |#1583
08.06.2020 - 12:34 Uhr
Zitat von running-man
Zitat von Miltiades

@pulder

Was soll denn von Seiten der Stadt, bzw. der Stadiongesellschaft noch großartig passieren, also zum Vorteil des FCK? Man hat doch erst vor ein paar Monaten intensiv wegen der Pacht verhandelt und alle Seiten, inklusive Land RLP haben deutlich gemacht, wo die Grenzen verlaufen. Ich kann nicht erkennen an welcher Stelle sich die Umstände in den letzten Wochen entscheidend geändert haben sollen. Die Stadt hat aufgrund von Corona auch keine besseren finanziellen Spielräume und das in Aussicht stellen einer Insolvenz hat seit Corona doch eher weniger Gewicht als vorher, schon alleine deshalb, weil aktuell keine Punkte abgezogen werden. Der FCK muss ja auch im Insolvenzfall irgendwo Fußball spielen und das einzige adäquate Stadion im weiten Umkreis ist nun mal der Betzenberg. Das weiß auch die Stadt.


Es gibt drei Beteiligte, die für die Finanzierung/den Unterhalt des Stadion potentiell in Betracht kommen:

1. der FCK:
In der dritten Liga kann man nicht mehrere Hunderttausend € für Pacht zuzüglich einer 7-stelligen Summe für Stadionunterhalt erwirtschaften.
Auch in der (Plan-) Insolvenz kann eine Sanierung nur bei extremer Reduzierung der Stadionkosten gelingen.
Bei einer zerschlagenden Insolvenz gilt dies für die Oberliga umso mehr.

2. die Stadt:
Die Stadt (genauer: die städtische Stadiongesellschaft, für die die Stadt bürgt) ist der primäre Schuldner der Banken. Aufgrund der besonders perfiden Konstruktion, die man sich damals ausgedacht hat, hat sie rechtlich keine Möglichkeit, sich vor Ablauf der 30 Jahre aus diesen Verträgen zu befreien.
Sie hat über den Pachtvertrag die Finanzierungs- und Unterhaltungslast auf den FCK übertragen. Schuldner gegenüber den Banken bleibt sie aber selbst. Sobald eine Verlagerung der Lasten auf den FCK nicht mehr möglich ist, steht die Stadt mit den vollen Belastungen und ohne jede Einnahmen da.

3. der weiße (oder auch schwarze) Ritter, d.h. die Investoren:
Die potentiellen Investoren sind derzeit überhaupt nicht zu irgendetwas verpflichtet. Sie werden daher Gelder nur investieren, wenn (auch) das Stadionproblem gelöst ist. Gegebenenfalls werden sie einen Teil ihres Invests für die Lösung dieses Problem zur Verfügung stellen, aber sicherlich nur, wenn danach an dieser Front Ruhe herrscht und man mit weiteren Geldern Richtung Wirtschaftlichkeit, d.h. zumindest Richtung 2. Liga aufbrechen kann. Kein Investor wird Geld geben, um weiter zwingend defizitär in der 3. Liga zu dümpeln und kein Weichel, kein Becca und keine Bank kann einen zukünftigen Investor zu irgendetwas zwingen.

Zwang und Druck bis zum eigenen Tod gibt es nur für den FCK und die Stadt, nicht für einen potentiellen Investor. Deshalb hat die Stadt letztlich zwei Optionen:
- entweder auf absehbare Zeit den überwiegenden Teil der Stadionkosten incl. Finanzierung selbst tragen, bis der FCK mit Investor wieder erfolgreich Fußball spielt
- oder die Zeche komplett selbst zahlen, während der FCK als Oberligist am Fröhnerhof, Erbsenberg oder der Huster Höhe kickt.

Entsprechendes gilt mehr oder weniger (und in Abhängigkeit von erhaltenen Sicherheiten) für die Darlehensgläubiger Quatrex, Lagadere und Becca. Auch hier wird ein Investor Gelder nur gegen entsprechend hohen Schuldenerlass einbringen, so dass dann der FCK wieder sinnvoll wirtschaften kann.

Gruß aus der Pfalz


Vielen Dank running man für die sehr gute und stimmige Erklärung; das müsste jetzt eigentlich jeder
verstanden haben.

Ich hoffe ja immer noch auf eine 3. Variante und ich würde diese Variante auch versuchen. Anmeldung
der Insolvenz, Ablehnung der Insolvenz mangels Masse, Abwicklung, Übernahmeangebot in der Ab-
wicklung aus den eigenen Reihen mit Kauf des Stadions zum kleinen Preis.

Ich weiß aber nicht, wie man das in 96 Minuten hinkriegen kann.
Finanzen |#1584
08.06.2020 - 12:45 Uhr
Zitat von pulder


Vielen Dank running man für die sehr gute und stimmige Erklärung; das müsste jetzt eigentlich jeder
verstanden haben.

Tu doch bitte nicht dauernd so, als hätten Kritiker deiner Ansichten irgendwas nicht verstanden. Inbesondere, wenn darauf so ein absoluter Unfug wir das hier folgt:

Zitat von pulder


Ich hoffe ja immer noch auf eine 3. Variante und ich würde diese Variante auch versuchen. Anmeldung
der Insolvenz, Ablehnung der Insolvenz mangels Masse, Abwicklung, Übernahmeangebot in der Ab-
wicklung aus den eigenen Reihen mit Kauf des Stadions zum kleinen Preis.

Ich weiß aber nicht, wie man das in 96 Minuten hinkriegen kann.


rolleyes
Finanzen |#1585
08.06.2020 - 13:07 Uhr
Zitat von Previal
Zitat von pulder

Vielen Dank running man für die sehr gute und stimmige Erklärung; das müsste jetzt eigentlich jeder
verstanden haben.

Tu doch bitte nicht dauernd so, als hätten Kritiker deiner Ansichten irgendwas nicht verstanden. Inbesondere, wenn darauf so ein absoluter Unfug wir das hier folgt:

Zitat von pulder

Ich hoffe ja immer noch auf eine 3. Variante und ich würde diese Variante auch versuchen. Anmeldung
der Insolvenz, Ablehnung der Insolvenz mangels Masse, Abwicklung, Übernahmeangebot in der Ab-
wicklung aus den eigenen Reihen mit Kauf des Stadions zum kleinen Preis.

Ich weiß aber nicht, wie man das in 96 Minuten hinkriegen kann.


rolleyes


Dein Beitrag zeigt, wie alle anderen davor, dass Du den Sachverhalt einfach nicht verstehst, obwohl er Dir
von mehreren kompetenten Usern klar und deutlich erklärt wurde.

Macht aber nichts, jeder hat seine Meinung. Ist o.k..
Finanzen |#1586
08.06.2020 - 13:14 Uhr
Zitat von Previal
Zitat von Landauer

Wie soll denn ein Drittligist eine Finanzierung schultern, die zur Prämisse hat, sowohl hohe Miete wie auch hohe Instandhaltung zu zahlen? Dass das nicht geht, belegt doch das bestehende Finanzproblem. Du wechselst hier zwischen zwei Parteien, die das beide nicht leisten können. Ergo muss eine komplett neue Finanzierung her, um die nötigen Spielräume zu aktivieren. Die bestehenden Verträge sind unmöglich zu bedienen.

Und wenn man sich vom bestehenden Finanzierungskonstrukt löst, welches gänzlich suboptimal veranlagt wurde, dann müssen Laufzeit, Tilgung, und Miethöhen nach Ligazugehörigkeit gestaffelt komplett neu sortiert werden. Den Querverweis zur Relevanz von TV Geldern in höheren Ligen hatte ich dazu bereits gesetzt.
Bekommt man das hin, indem man bspw. die bestehenden Rücklagen zur teilweisen vorfälligen Tilgung verwendet, statt diese sinnlos zu bunkern, dann resultiert ein neuer Finanzierungsbetrag, und damit bzgl. Zinslast beim heutigen Zins neue Spielräume. Und das bedingt wiederum neue Möglichkeiten zur Veranlagung der Instandhaltungskosten. Man muss die Prämissenlage der Finanzierung so oder so komplett neu aufstellen, damit hier keine Insolvenz alternativlos wird. Das sinnlose Festhalten am bestehenden Finanzierungsvertrag ruiniert nur beide Parteien.


Ich verstehe nicht ganz, was du unter dem 'neuen Finanzierungskonstrukt' verstehst. Klar, ist es notwendig, den Vertrag mit der Bank zu besprechen. Inwieweit diese Bereitschaft hat, ist noch fraglich (Ausfall des Kredites durch Stadt als Bürge nicht gegeben). Und ja, das würde 'ein Stück' helfen - wird jedoch nichts daran ändern, dass die laufenden Kosten in Liga 3 weder durch Stadt, noch durch den FCK rentabel getragen werden können. Oder wie soll es ein Konzept geben, was den Gesamtaufwand mal eben um 5 Mio. pro Jahr reduziert? Und das ohne eigentliche Tilgung des Kredites?

Ohne externe Finanzierung in Liga 3 ist das kaum vorstellbar. Und weiterhin gilt, dass das "Eigentum" des Stadions weitestgehend irrelevant ist für die Finanzstruktur des FCK. Die Probleme sind Zinsaufwand für die Stadt und eben die ominösen Instandhaltungskosten, die man scheinbar nicht einfach reduzieren kann. Also muss aktuell ein Konzept gefunden werden, wie man bis zu einem potentiellen Aufstieg die Finanzierung sicher stellen kann.


Ich meine damit die komplette Aufhebung des bisherigen Finanzierungsmodells und Ersatz durch ein anders gelagertes Finanzierungsmodell, bei dem nicht nur die bisher vorgenommenen Rücklagen zur zeitgleich vorfälligen Tilgung der Kreditsumme eingebracht werden, sondern im Gegensatz zu bisher auch laufende Tilgungen vereinbart werden. Darüber hinaus auch eine gestaffelte Finanzierungsbelastung je nach Ligenzugehörigkeit und somit effektiver Ertragslage, um ein Ausfallrisiko besser zu beherrschen.

Das Problem das heute existiert basiert doch primär auf einer schlecht gewählten Architektur der Finanzierung, denn ein Schuldner kann nur in Abhängigkeit seiner Erträge zahlen und die Stadt hat im FCK einen Nutzer, dessen Erlöse in Abhängigkeit der Ligenzugehörigkeit nunmal stark schwanken.
Finanzen |#1587
08.06.2020 - 13:35 Uhr
Warum sollte die HeLaBa die Stadiongesellschaft aus diesem Vertrag lassen, @Landauer ?
Das kann ich nicht nachvollziehen, sorry. Die haben noch acht Jahre sichere Zinszahlungen, da ihr Schuldner im Ergebnis die "insolvenzunfähige" öffentliche Hand ist.

Klar kann man aus diesem Vertrag rauskommen, aber wer zahlt die Vorfälligkeitsentschädigung? Die Stadt? Wieso sollte die das tun?

Was hindert die Stadt eigentlich daran, das Stadion einfach vergammeln zu lassen und peu à peu zurückzubauen, bis ein Investor handfestes Interesse an dem Areal bekundet?
Die Stadt zahlt - wenn der FCK überlebt - im Jahr etwa 2,5 Millionen Euro drauf, um den Kredit zu bedienen. Fällt der FCK weg, sind es 3,2 Millionen Euro.

Wieso um alles in der Welt sollte die Stadt im Insolvenzfall diesen 3,2 Millionen Euro noch die mittlere siebenstellige Summe hinterherschießen, um das ohne FCK völlig nutzlose Stadion mit in die Jahre kommender Bausubstanz und Investitionsstau in mehr als relevanter Höhe (man munkelt bis zu 20 Millionen Euro) zu "erhalten"?

Das wäre doch schlechtem Geld gutes hinterher geworfen.

Und bei den aktuellen Mehrheiten im Stadtrat kann ich mir irgendwie nicht vorstellen, dass man Millionen von Euro im Jahr übernimmt, um einem schwer defizitären Unternehmen das Überleben (und kein Jota mehr bringt das Konstrukt) zu ermöglichen.
Zumal das sozialpolitisch gerade in Corona-Zeiten nicht zu verkaufen ist.

Die Debatte dreht sich auch irgendwo im Kreis: Wenn man auf Geld der öffentlichen Hand hofft, sitzt der Ansprechpartner in Mainz; das Land müsste mit der HeLaBa verhandeln, nicht die Stadt.
Ansonsten geht es nur über einen Investor, der in erster Linie ins Stadion investiert. Der ist aber nirgendwo in Sicht.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von FckTribun am 08.06.2020 um 13:37 Uhr bearbeitet
Finanzen |#1588
08.06.2020 - 13:58 Uhr
Zitat von pulder


Dein Beitrag zeigt, wie alle anderen davor, dass Du den Sachverhalt einfach nicht verstehst, obwohl er Dir
von mehreren kompetenten Usern klar und deutlich erklärt wurde.

Macht aber nichts, jeder hat seine Meinung. Ist o.k..


https://www.transfermarkt.de/finanzen/thread/forum/23/thread_id/314117/page/71#anchor_1043282

Wenn ich den Sachverhalt nicht verstehe - wieso 'verstehst' du dann auch nach einer ausführlichen, belegbaren Erklärung immer noch nicht die einfachsten BWL- Grundsätze? Oder magst du, auf den obenstehenden Beitrag nochmal reagieren? Du darfst, als kompetenter User, gerne mal erklären, wie ein Stadionkauf dem Verein in der 3. Liga hilft - deine bisherigen Ausführungen dazu würde dir nämlich jeder BWL Erstsemester als falsch belegen, selbst wenn er in den meisten Vorlesungen geschlafen oder nur mit Restpromille anwesend war. Einfach mal den Beitrag nochmal in Ruhe durchlesen und dann kannst du dich ja gerne erklären. Aber bitte argumentativ. Und nicht dauernd mit "ihr versteht das alle nicht".

Zitat von Landauer


Ich meine damit die komplette Aufhebung des bisherigen Finanzierungsmodells und Ersatz durch ein anders gelagertes Finanzierungsmodell, bei dem nicht nur die bisher vorgenommenen Rücklagen zur zeitgleich vorfälligen Tilgung der Kreditsumme eingebracht werden, sondern im Gegensatz zu bisher auch laufende Tilgungen vereinbart werden. Darüber hinaus auch eine gestaffelte Finanzierungsbelastung je nach Ligenzugehörigkeit und somit effektiver Ertragslage, um ein Ausfallrisiko besser zu beherrschen.

Das Problem das heute existiert basiert doch primär auf einer schlecht gewählten Architektur der Finanzierung, denn ein Schuldner kann nur in Abhängigkeit seiner Erträge zahlen und die Stadt hat im FCK einen Nutzer, dessen Erlöse in Abhängigkeit der Ligenzugehörigkeit nunmal stark schwanken.

Das wäre grundsätzlich wünschenswert. Aber erstmal müsste man die Bank davon überzeugen, ohne wirkliche Argumente zu haben. Wirtschaftlich gesehen haben sie durch die Stadt als Bürge die höchstmögliche Sicherheit und nichts zu verlieren.

Zum Anderen würde das dem FCK in Liga 3 finanziell nicht weiterhelfen - es geht doch im ersten Schritt darum, ein Konzept zu finden, wie man den FCK bis zu einem Aufstieg in Liga 2 finanzieren kann. Und das oben genannte Finanzierungsmodell wäre eher langfristig interessant, würde allerdings akut die bestehenden laufenden Kosten für Instandhaltung, Betrieb und Zinsaufwand nicht reduzieren.
Finanzen |#1589
08.06.2020 - 14:21 Uhr
https://www.swr.de/sport/fussball/1-fc-kaiserslautern/artikel-fc-kaiserslautern-finanzlage-100.html

Hier ein neuer Artikel von Bernd Schmitt, die entscheidenden Tage sind also angebrochen.

"In den nächsten Tagen muss eine Entscheidung fallen, denn die Zeit ist knapp. Eine Stundung von Schulden oder weitere Kredite können dem Verein nicht mehr helfen. Es gibt nur noch zwei Alternativen: Schuldenschnitt oder Insolvenz."
Finanzen |#1590
08.06.2020 - 14:27 Uhr
Zitat von jaybee
https://www.swr.de/sport/fussball/1-fc-kaiserslautern/artikel-fc-kaiserslautern-finanzlage-100.html

Hier ein neuer Artikel von Bernd Schmitt, die entscheidenden Tage sind also angebrochen.

"In den nächsten Tagen muss eine Entscheidung fallen, denn die Zeit ist knapp. Eine Stundung von Schulden oder weitere Kredite können dem Verein nicht mehr helfen. Es gibt nur noch zwei Alternativen: Schuldenschnitt oder Insolvenz."


Das klingt für mich überhaupt nicht gut. Vor allem der Absatz das es nur Interessenten für einen Einstieg gibt. Interessenten gibt es seit 20 Jahren. Und jetzt soll in einer Woche das funktionieren, was vorher Jahrzehnte nicht funktioniert hat.

Das Szenario Insolvenz ist für mich jetzt die realistische Alternative. Und dann ist das ganze Spiel nur noch Lotterie. Irgendwas in mir sagt, dass jemand gerade an der Beatmungsmaschine den Stecker zieht.
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