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Finanzen

02.12.2019 - 16:18 Uhr
Finanzen |#1291
03.04.2020 - 15:19 Uhr
@Newtrial

Ich bin auch nur Laie in der Thematik, das sei vielleicht an der Stelle gesagt, nicht, dass es zu Missverständnissen kommt.
Ich gebe lediglich das wieder, was nach meinem Wissensstand zutrifft.

Zu 1.:
Ja, eine Planinsolvenz hat definitiv den Fortgang des Spielbetriebs als Ziel.
Deswegen glaube ich auch nicht, dass man den Vertrag mit der Stadiongesellschaft einfach kündigt. Ich wollte nur aufzeigen, dass selbst das kein Grund für eine sofortige Insolvenz der Stadiongesellschaft wäre.
Wenn, wird man sich mit der Stadt zusammen setzen und über einen neuen Vertrag verhandeln, mit der "Androhung" den alten sonst mangels Alternativen im Rahmen der Planinsolvenz zu kündigen.

Zu 2.:
Eine Insolvenzverschleppung liegt nicht vor, solange die Stadiongesellschaft zahlungsfähig ist und ggf. eine positive Fortführungsprognose hat. Ist das nicht mehr der Fall, kann die Stadt als Gesellschafter Geld nachschießen, wie ja auch schon in den letzten Jahren öfter geschehen. Erst wenn sie das nicht tut, muss die Stadiongesellschaft zwingend Insolvenz anmelden.
Die Bank wird allerdings in dem Fall die Bürgschaft in Anspruch nehmen und alles weitere mit der Stadt besprechen.
Eine Lösung mit der Stadiongesellschaft direkt wäre zwar theoretisch möglich, aber aufgrund der hohen erwartbaren Verluste für die Bank sehr unwahrscheinlich.

Zu 3.:
Ohne die Bürgschaft der Stadt, wäre das wohl so in der Art.
Hier ist jetzt aber die Frage, kann die Stadt im Insolvenzfall der Stadiongesellschaft darauf bestehen, dass die Bank wartet, bis ein solches langwieriges Verfahren innerhalb der Stadiongesellschaft abgeschlossen ist und sich wirklich ein Käufer gefunden hat, oder kann die Bank sein Geld unverzüglich fordern.
Das wird von der Formulierung und Art der Bürgschaft abhängen.
Hinzu kommt natürlich, ob beide Parteien (Stadt und Bank) zu Kompromissen bereit sind und ob es überhaupt potenzielle Käufer gibt.


Das ist jetzt aber alles sehr hypothetisch, was in den letzten Beiträgen geschrieben wurde.
Es gibt in der Thematik so viele Faktoren und Möglichkeiten, dass es schwer ist, da wirklich genaue Voraussagen für den oder den Fall zu treffen.
Deswegen sei nochmal gesagt, das sind lediglich meine Ansichten.

•     •     •

Personal Stats

Besuchte Pflichtspiele von Hertha BSC: 375
Meiste Einsätze: 1. Lustenberger (207), 2. Pekarik (139), 3. Kraft (138)
Meiste Tore: 1. Ramos (42), 2. Ibisevic (32), 3. Kalou (29)
Meiste Vorlagen: 1. Ramos (26), 2. Ronny (23), 3. Plattenhardt (22)
Höchster Sieg: 8:1 gegen Nistru Otaci am 17.07.2008 - 1. Qualifikationsrunde zum Uefa-Cup 08/09 Hinspiel
Höchste Niederlage: 0:6 gegen Bayern München am 17.03.2012 - 26. Spieltag der Bundesliga-Saison 11/12

Dieser Beitrag wurde zuletzt von Dicksen_Paule am 03.04.2020 um 15:34 Uhr bearbeitet
Finanzen |#1292
03.04.2020 - 16:02 Uhr
Newtrial

zu 1: Richtig. Wichtig dabei ist, dass der alte Mietvertrag gekündigt wird und ein neuer Mietvertrag mit
niedriger Miete und ohne Instandhaltungskosten zustandekommt. Am besten für Umme, aber wir
wollen`s ja auch nicht übertreiben.

zu 2: Ich bin kein Jurist. Allein eine niedrigere Miete zu akzeptieren wäre aber wohl keine Insolvenz-
verschleppung und es könnte mit der Helaba verhandelt werden, z.B. über Aussetzung der Tilgung,
Zins und Vorfälligkeiten. Die Helaba ist natürlich durch die Bürgschaft der Stadt abgesichert und
befindet sich in einer komfortablen Position. Ich denke da käme man in Anbetracht der Bürgschaft
auch zu einer Lösung, dass die Bank befriedigt wäre.

zu 3: In so einem Fall käme es zu einer normalen Immobilienverwertung, also die Form der Versteigerung.
Geschädigt ist hier ja nur die Stadt Kaiserslautern, also der Steuerzahler. Die Bank hat ihr Geld aus der
Bürgschaft, die Stadiongesellschaft wird aufgelöst und der FCK ist aus dem alten Mietvertrag raus,
der uns knechtet.

Der Mühlstein für neue FCK-Investoren wäre weggeräumt. Den Vorfälligkeitsentschädigungen würde ich
da auch keine große Bedeutung mehr beimessen, denn die Banken haben bestimmt keine große Lust
das Stadion zu verwalten und zu erhalten. Die haben ja ordentlich verdient an dem Kredit und wollen
keine Arbeit mehr haben.

Du liegst da nicht falsch. Was natürlich zeitliche Abfolgen in der Corona Krisenzeit angeht, kann niemand
verlässliche Voraussagen treffen. Diese Planinsolvenz in dieser Zeit erfolgreich durchzuziehen, verlangt
viel Wissen, praktische Erfahrung und ein funktionierendes Netzwerk.

Wenn das klappen sollte, ziehe ich den Hut.
Finanzen |#1293
03.04.2020 - 16:27 Uhr
Um die Vereine aufgrund der finanziellen Folgen der Coronakrise zu entlasten, wird bei Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in dieser Saison nun kein Punktabzug verhängt – das gab der DFB am Freitag bekannt. In der kommenden Saison würden drei Punkte abgezogen werden. Eine Lösung, von der nun unter anderem der 1. FC Kaiserslautern profitieren könnte. Bei möglichen Geisterspielen will der DFB zudem auf die Abgaben der Vereine verzichten.
Der DFB gibt die Möglichkeit zur Planinsolvenz.

•     •     •

Ein Pessimist wird immer irgendwann mal Recht haben, aber bis dahin hatte er wenig Freude.
Finanzen |#1294
03.04.2020 - 18:24 Uhr
Zitat von pulder
Previal,

die Stadiongesellschaft ist Eigentümer und Vermieter des Stadions. Sie kann ihr Grundstück auch verkommen lassen. Allerdings erhält sie dann schon aus der Pflichtverletzung heraus keine Miete mehr. Für wie lange die Rücklagen der Stadiongesellschaft reichen, weiß wahrscheinlich keiner von uns. Aber sie sind endlich, wenn
nur Kosten und keine Erträge entstehen.

Stadt und Stadiongesellschaft sind eigenständige Rechtspersonen. Wo soll da die rechtliche Grundlage
für " Hin- und Herschieben " sein ( Verträge ). Für die Kreditsicherung ist gerade die Bürgschaft vereinbart
worden und diese wäre definitiv fällig.

Sinn und Zweck der Planinsolvenz ist, zumindest de jure nicht, dass der FCK wieder im Fritz Walter Stadion
spielen kann. Sinn und Zweck ist die Sanierung des Vereins. Ein Stadion für Geisterspiele wird sich finden
lassen im nächsten halben Jahr, falls überhaupt gespielt wird. Zur Not spielen wir auf dem Fröhnerhof.



Ich hatte bereits an anderer Stelle, mal möglichst neutral, meine Meinung zu der Stadionthematik kundgetan. Wenn man deine Beiträge hier so liest ist dass für einen Außenstehenden schon krass.

Kurz zusammengefasst ist die Meinung vieler hier im Forum die, dass ihr durch die Planinsolvenz alle Schulden los seid, indem ihr die Gläubiger, die euch die letzten Jahre überhaupt am Leben gehalten haben, mit geringen Beträgen abspeist. Frei nach dem Motto friss oder stirb. Hier handelt es sich meines Wissens nach auch um regionale Geldgeber. Was ihr da an Verhandlungsmasse habt, dürfte im Vergleich zu euren Verbindlichkeiten nicht der Rede wert sein.

Danach steigt dann der große Investor ein. Jetzt muss natürlich noch der Stadt die Pistole auf die Brust gedrückt werden. Da es ja nur einen Mieter gibt kann man sicher die ohnehin seit Jahren lächerliche Miete nochmal drücken. Am besten bis auf null. Vielleicht Zahlt ja die Stadt noch was, weil der FCK zahlt ja auch Steuern. Alternativ wäre man eventuell auch bereit das Stadion für einen Appel und ein Ei zu kaufen.

Ist das alles dann durch kann man endlich einen Etat aufstellen, der Meilenweit über dem der Konkurrenz liegt und einen Aufstieg so gut wie garantiert. Sorry ist vielleicht etwas überspitzt aber so ähnlich liest sich das schon in eurem Forum.

Es gibt auch einige User hier im Forum, die das ganze deutlich realistischer sehen. Bei den Meisten ist von Demut oder dergleichen nicht viel zu sehen. Es geht immer nur darum, dass andere für die Fehler des FCK gerade stehen sollen und müssen. Das ist bei euch seit gefühlten 20 Jahren so. Mir fällt auch kein anderer Verein ein, bei dem das inzwischen derart zum Selbstverständnis gehört, über seine Verhältnisse zu leben und dafür andere die Zeche zahlen zu lassen (Stichwort Stadionmiete).

Zum Schluss noch ein Paar Worte zur Stadionsituation. Es ist glaube ich immer gut, sich mal in die Situation der Gegenseite zu versetzen. Letztlich kann die Stadt bei einer Partnerschaft mit dem FCK nichts gewinnen. Die Mieten die ihr seit Jahren zahlt betragen nur einen Bruchteil der Zinslast. Das einzig wirkliche Pfund was ihr habt ist m.E. dass niemand Schuld am Untergang des FCK sein will. Eine Vermarktung des gesamten Geländes wäre für die Stadt die einzige Möglichkeit aus der Situation herauszukommen. Hier wäre die Insolvenz der optimale Zeitpunkt für die Stadt. Ich hoffe, das ihr das nicht unterschätzt. Die Stadt braucht kein Stadion, ganz im Gegenteil. Ihr schon.

Leider verfestigt sich bei mir und auch bei vielen aus meinem Umfeld das Gefühl, das es beim FCK immer so läuft, dass man Jahrelang auf viel zu großem Fuß lebt und irgendwann dann irgendwer die Zeche zahlen soll. Das kostet euch leider viele Sympathien in der Region.

Mir ist natürlich bewusst, dass es nicht viele Alternativen gibt. Aber ein wenig mehr Anstand und Demut sind glaube ich manchmal nicht verkehrt.
Finanzen |#1295
03.04.2020 - 18:54 Uhr
Schlimm genug, dass die DFL so etwas überhaupt erst ermöglicht. Mir widerstrebt allein schon der Gedanke an eine Planinsolvenz völlig, denn sie wäre nicht ansatzweise mit meinen Prinzipien vereinbar.

@Brownie72: Dennoch habe ich auch in den letzten Jahren Demut und Anstand der Gläubiger gegenüber dem FCK vermisst.

•     •     •

Zusammenlautern

Dieser Beitrag wurde zuletzt von Arakorn am 03.04.2020 um 18:56 Uhr bearbeitet
Finanzen |#1296
03.04.2020 - 19:03 Uhr
Das kannst du dem DFB oder dem Gesetzgeber zum Vorwurf machen, aber nicht dem FCK - falls es so kommt.
Man kann von dieser Lizenzerleichterung halten, was man will. Aber wenn ich mir anschaue, wie Hoffenheim und Leipzig in die Bundesliga gekommen sind, kann man das Gemecker auch ganz schnell wieder sein lassen.
Hate the game not the player.

Es ist außerdem die Pflicht der GF, jede Möglichkeit zu prüfen, wie der FCK fortbestehen kann. Wenn das der Weg einer Planinsolvenz ist und die Gläubiger wenigstens noch einen Teil ihres Geldes sehen, ist das wohl besser, als wenn es in wenigen Monaten zur Regelinsolvenz kommt.
Im Übrigen ist dieses Konstrukt ein Gedanke des Gesetzgebers und nicht des pöhsen FCK.

Die Stadionfrage können wir uns sparen, du ignorierst maßgeblich die Verantwortung der Stadt und des Landes an der aktuellen Situation. Was übrigens auch sonst bei Usern häufig der Fall ist, die sich nur gelegentlich mit dem FCK befassen und hier meinen, aufzeigen zu müssen, wie vermessen wir FCK-Fans doch sind, weil wir darauf hinweisen, dass auch andere Akteure Mist gebaut haben.
Das ist unnötige Provokation, die mich an den Schoenen und andere Granden erinnert, spar dir das doch einfach.

Du wirst hier übrigens so gut wie keinen finden, der ernsthaft abstreitet, dass wir einer der am schlechtesten geführten Vereine Deutschlands waren. Fast zwanzig Jahre mehr oder weniger am Stück.
Finanzen |#1297
03.04.2020 - 19:34 Uhr
Zitat von FckTribun
Das kannst du dem DFB oder dem Gesetzgeber zum Vorwurf machen, aber nicht dem FCK - falls es so kommt.
Man kann von dieser Lizenzerleichterung halten, was man will. Aber wenn ich mir anschaue, wie Hoffenheim und Leipzig in die Bundesliga gekommen sind, kann man das Gemecker auch ganz schnell wieder sein lassen.
Hate the game not the player.

Es ist außerdem die Pflicht der GF, jede Möglichkeit zu prüfen, wie der FCK fortbestehen kann. Wenn das der Weg einer Planinsolvenz ist und die Gläubiger wenigstens noch einen Teil ihres Geldes sehen, ist das wohl besser, als wenn es in wenigen Monaten zur Regelinsolvenz kommt.
Im Übrigen ist dieses Konstrukt ein Gedanke des Gesetzgebers und nicht des pöhsen FCK.

Die Stadionfrage können wir uns sparen, du ignorierst maßgeblich die Verantwortung der Stadt und des Landes an der aktuellen Situation. Was übrigens auch sonst bei Usern häufig der Fall ist, die sich nur gelegentlich mit dem FCK befassen und hier meinen, aufzeigen zu müssen, wie vermessen wir FCK-Fans doch sind, weil wir darauf hinweisen, dass auch andere Akteure Mist gebaut haben.
Das ist unnötige Provokation, die mich an den Schoenen und andere Granden erinnert, spar dir das doch einfach.

Du wirst hier übrigens so gut wie keinen finden, der ernsthaft abstreitet, dass wir einer der am schlechtesten geführten Vereine Deutschlands waren. Fast zwanzig Jahre mehr oder weniger am Stück.




Zunächst einmal wollte ich mit meinem Beitrag nicht provozieren, sondern meine Eindrücke hier aus dem Forum schildern. Vielleicht liest du die letzten 30 Beiträge mal ohne Fanbrille durch. Ich glaube dann erkennt man schon was ich meine.

Was die Beispiele Hoffenheim und Leipzig angeht, so passen die meines Erachtens nicht als Vergleich. Die sind mit vorhandenem Geld nach oben gekommen. Der FCK versucht es seit Jahren mit nicht vorhandenem Geld. Das ist schon ein riesiger Unterschied. Darüber hinaus sind die Vereine sportlich sehr gut geführt. Von solchen Konstrukten kann man halten was man will. Mir gefallen diese überhaupt nicht und ich habe grundsätzlich viel lieber Vereine wie den FCK in der ersten Liga.

Das es die Pflicht eurer GF ist, auch eine Planinsolvenz zu prüfen ist legitim und steht außer Frage.

Bei der Stadionthematik bin ich natürlich nicht so tief in der Materie wie ihr. Aber die Grundzüge sind mir schon bekannt. Du meinst mit der Verantwortung von Stadt und Land wahrscheinlich den WM Ausbau und die damit verbundene Finanzierung mit einer Zinslast von fast drei Millionen Euro. Letztlich steht hierfür doch ohnehin die Stadt und das Land seit unzähligen Jahren gerade. Die vereinbarte Miete von 3,2 Mio. existiert doch nur auf dem Papier. Vielleicht kannst du ja mal die tatsächlich gezahlten Mieten der letzten 10 Jahre nennen. Das würde mich mal interessieren.

Das Problem an der Stadionthematik ist m.E. überhaupt nicht die Höhe der Miete. Die ist für ein Stadion dieser Größe absolut angemessen. Das Problem ist einfach die Liga in der ihr spielt. Die Verträge sind ja mal zu Erstligazeiten entstanden. Und dort wäre Euer Stadion problemlos finanzierbar. Der FC Köln zahlt in Liga eins beispielsweise eine Miete von fast zehn Millionen für das Stadion. Nur mal so als Vergleich.
Finanzen |#1298
03.04.2020 - 19:48 Uhr
Zitat von Brownie72

Zitat von FckTribun

Das kannst du dem DFB oder dem Gesetzgeber zum Vorwurf machen, aber nicht dem FCK - falls es so kommt.
Man kann von dieser Lizenzerleichterung halten, was man will. Aber wenn ich mir anschaue, wie Hoffenheim und Leipzig in die Bundesliga gekommen sind, kann man das Gemecker auch ganz schnell wieder sein lassen.
Hate the game not the player.

Es ist außerdem die Pflicht der GF, jede Möglichkeit zu prüfen, wie der FCK fortbestehen kann. Wenn das der Weg einer Planinsolvenz ist und die Gläubiger wenigstens noch einen Teil ihres Geldes sehen, ist das wohl besser, als wenn es in wenigen Monaten zur Regelinsolvenz kommt.
Im Übrigen ist dieses Konstrukt ein Gedanke des Gesetzgebers und nicht des pöhsen FCK.

Die Stadionfrage können wir uns sparen, du ignorierst maßgeblich die Verantwortung der Stadt und des Landes an der aktuellen Situation. Was übrigens auch sonst bei Usern häufig der Fall ist, die sich nur gelegentlich mit dem FCK befassen und hier meinen, aufzeigen zu müssen, wie vermessen wir FCK-Fans doch sind, weil wir darauf hinweisen, dass auch andere Akteure Mist gebaut haben.
Das ist unnötige Provokation, die mich an den Schoenen und andere Granden erinnert, spar dir das doch einfach.

Du wirst hier übrigens so gut wie keinen finden, der ernsthaft abstreitet, dass wir einer der am schlechtesten geführten Vereine Deutschlands waren. Fast zwanzig Jahre mehr oder weniger am Stück.




Zunächst einmal wollte ich mit meinem Beitrag nicht provozieren, sondern meine Eindrücke hier aus dem Forum schildern. Vielleicht liest du die letzten 30 Beiträge mal ohne Fanbrille durch. Ich glaube dann erkennt man schon was ich meine.

Was die Beispiele Hoffenheim und Leipzig angeht, so passen die meines Erachtens nicht als Vergleich. Die sind mit vorhandenem Geld nach oben gekommen. Der FCK versucht es seit Jahren mit nicht vorhandenem Geld. Das ist schon ein riesiger Unterschied. Darüber hinaus sind die Vereine sportlich sehr gut geführt. Von solchen Konstrukten kann man halten was man will. Mir gefallen diese überhaupt nicht und ich habe grundsätzlich viel lieber Vereine wie den FCK in der ersten Liga.

Das es die Pflicht eurer GF ist, auch eine Planinsolvenz zu prüfen ist legitim und steht außer Frage.

Bei der Stadionthematik bin ich natürlich nicht so tief in der Materie wie ihr. Aber die Grundzüge sind mir schon bekannt. Du meinst mit der Verantwortung von Stadt und Land wahrscheinlich den WM Ausbau und die damit verbundene Finanzierung mit einer Zinslast von fast drei Millionen Euro. Letztlich steht hierfür doch ohnehin die Stadt und das Land seit unzähligen Jahren gerade. Die vereinbarte Miete von 3,2 Mio. existiert doch nur auf dem Papier. Vielleicht kannst du ja mal die tatsächlich gezahlten Mieten der letzten 10 Jahre nennen. Das würde mich mal interessieren.

Das Problem an der Stadionthematik ist m.E. überhaupt nicht die Höhe der Miete. Die ist für ein Stadion dieser Größe absolut angemessen. Das Problem ist einfach die Liga in der ihr spielt. Die Verträge sind ja mal zu Erstligazeiten entstanden. Und dort wäre Euer Stadion problemlos finanzierbar. Der FC Köln zahlt in Liga eins beispielsweise eine Miete von fast zehn Millionen für das Stadion. Nur mal so als Vergleich.


Wir sind dir wirklich dankbar für deine Sicht der Dinge, aber ich glaube ich spreche hier für viele, wenn ich sage, ob wir uns nun beliebt machen oder nicht, ist den meisten hier vollkommen egal. Wenn es nach Fairness ginge, dürfte nicht die halbe Bundesliga inzwischen aus Plastikkonstrukturen bestehen.

Fakt ist, dass diese Situation für uns eine große Chance ist und wenn die Möglichkeit besteht, werden wir sie mit Freude nutzen. Und wenn wir danach die große Wiederauferstehung feiern, juckt es niemanden hier ob sich Fans anderer Clubs darüber aufregen. Da muss man einfach mal egoistisch sein. Vielen Dank für deinen Besuch in unserem Forum.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von DanielFranklin am 03.04.2020 um 20:02 Uhr bearbeitet
Finanzen |#1299
03.04.2020 - 20:13 Uhr
Zitat von DanielFranklin
Zitat von Brownie72

Zitat von FckTribun

Das kannst du dem DFB oder dem Gesetzgeber zum Vorwurf machen, aber nicht dem FCK - falls es so kommt.
Man kann von dieser Lizenzerleichterung halten, was man will. Aber wenn ich mir anschaue, wie Hoffenheim und Leipzig in die Bundesliga gekommen sind, kann man das Gemecker auch ganz schnell wieder sein lassen.
Hate the game not the player.

Es ist außerdem die Pflicht der GF, jede Möglichkeit zu prüfen, wie der FCK fortbestehen kann. Wenn das der Weg einer Planinsolvenz ist und die Gläubiger wenigstens noch einen Teil ihres Geldes sehen, ist das wohl besser, als wenn es in wenigen Monaten zur Regelinsolvenz kommt.
Im Übrigen ist dieses Konstrukt ein Gedanke des Gesetzgebers und nicht des pöhsen FCK.

Die Stadionfrage können wir uns sparen, du ignorierst maßgeblich die Verantwortung der Stadt und des Landes an der aktuellen Situation. Was übrigens auch sonst bei Usern häufig der Fall ist, die sich nur gelegentlich mit dem FCK befassen und hier meinen, aufzeigen zu müssen, wie vermessen wir FCK-Fans doch sind, weil wir darauf hinweisen, dass auch andere Akteure Mist gebaut haben.
Das ist unnötige Provokation, die mich an den Schoenen und andere Granden erinnert, spar dir das doch einfach.

Du wirst hier übrigens so gut wie keinen finden, der ernsthaft abstreitet, dass wir einer der am schlechtesten geführten Vereine Deutschlands waren. Fast zwanzig Jahre mehr oder weniger am Stück.




Zunächst einmal wollte ich mit meinem Beitrag nicht provozieren, sondern meine Eindrücke hier aus dem Forum schildern. Vielleicht liest du die letzten 30 Beiträge mal ohne Fanbrille durch. Ich glaube dann erkennt man schon was ich meine.

Was die Beispiele Hoffenheim und Leipzig angeht, so passen die meines Erachtens nicht als Vergleich. Die sind mit vorhandenem Geld nach oben gekommen. Der FCK versucht es seit Jahren mit nicht vorhandenem Geld. Das ist schon ein riesiger Unterschied. Darüber hinaus sind die Vereine sportlich sehr gut geführt. Von solchen Konstrukten kann man halten was man will. Mir gefallen diese überhaupt nicht und ich habe grundsätzlich viel lieber Vereine wie den FCK in der ersten Liga.

Das es die Pflicht eurer GF ist, auch eine Planinsolvenz zu prüfen ist legitim und steht außer Frage.

Bei der Stadionthematik bin ich natürlich nicht so tief in der Materie wie ihr. Aber die Grundzüge sind mir schon bekannt. Du meinst mit der Verantwortung von Stadt und Land wahrscheinlich den WM Ausbau und die damit verbundene Finanzierung mit einer Zinslast von fast drei Millionen Euro. Letztlich steht hierfür doch ohnehin die Stadt und das Land seit unzähligen Jahren gerade. Die vereinbarte Miete von 3,2 Mio. existiert doch nur auf dem Papier. Vielleicht kannst du ja mal die tatsächlich gezahlten Mieten der letzten 10 Jahre nennen. Das würde mich mal interessieren.

Das Problem an der Stadionthematik ist m.E. überhaupt nicht die Höhe der Miete. Die ist für ein Stadion dieser Größe absolut angemessen. Das Problem ist einfach die Liga in der ihr spielt. Die Verträge sind ja mal zu Erstligazeiten entstanden. Und dort wäre Euer Stadion problemlos finanzierbar. Der FC Köln zahlt in Liga eins beispielsweise eine Miete von fast zehn Millionen für das Stadion. Nur mal so als Vergleich.


Wir sind dir wirklich dankbar für deine Sicht der Dinge, aber ich glaube ich spreche hier für viele, wenn ich sage, ob wir uns nun beliebt machen oder nicht, ist den meisten hier vollkommen egal. Wenn es nach Fairness ginge, dürfte nicht die halbe Bundesliga inzwischen aus Plastikkonstrukturen bestehen.

Fakt ist, dass diese Situation für uns eine große Chance ist und wenn die Möglichkeit besteht, werden wir sie mit Freude nutzen. Und wenn wir danach die große Wiederauferstehung feiern, juckt es niemanden hier ob sich Fans anderer Clubs darüber aufregen. Da muss man einfach mal egoistisch sein. Vielen Dank für deinen Besuch in unserem Forum.



Gern geschehen ! Ich drücke Euch für euer "Projekt" die Daumen und hoffe das alles so glatt läuft wie ihr euch das vorstellt.
Finanzen |#1300
03.04.2020 - 20:14 Uhr
Na ja, die beiden genannten Clubs passen insofern als Beispiel als es um Kritik am DFB geht, der die Möglichkeit erst schafft, trotz fragwürdiger Finanzierungsmodelle (und als solches fasse ich in dem Kontext jetzt auch mal eine mögliche Planinsolvenz) eine Lizenz ohne sportliche Konsequenzen zu erhalten, d.h. ohne Punktabzüge.

Die Stadt steht insofern dafür ein, als sie Pachterlassen (früher Stundungen) zustimmt. Man muss sich dafür aber als FCK-Fan nicht schämen oder Buße tun - die Stadt hat als Teil dieser Schicksalszweckgemeinschaft auch ihrer eigenen Auffassung nach keine Alternative.
Darin liegt ja gerade die Krux - es geht gar nicht um eine Hilfe für den FCK durch den Steuerzahler, sondern darum, den Schaden zu minimieren.
Und am Entstehen dieses Schadens trägt die Stadt zu gleichen Teilen wie der FCK Schuld. Es war grob fahrlässig, in der Provinz mit einem finanziell schon Leck geschlagenen Verein diesen Bau zu veranlassen.

Der Dritte im Bunde, das Land RLP, zieht sich seit damals aber vornehm aus der Affäre. Profitiert hat man in Mainz gerne, aber seitdem will man weder von der Stadt noch vom Verein gerne darauf hingewiesen werden, dass man diese Suppe ebenfalls eingebrockt hat - und an einer Lösung (sprich Ablösung des Kredits) beteiligt werden kann und muss.
Das ist übrigens ebenfalls verwerflich, wenn man sich die Strukturschwäche der Westpfalz vor Augen führt, aber so herum will das ja keiner hören.

Zu den gezahlten Mieten:
Wir haben meines Wissens von 2010 bis 2014 die volle Pachtsumme entrichtet, von 2014 bis 2018 2,4 Millionen Euro p.a. und seitdem 525.000 Euro.

Das Problem ist, dass wir auch Betriebskosten iHv 6-7 Millionen Euro p.a. tragen müssen. Das ist in der Dritten Liga nicht darstellbar. Und da hilft es wenig zu wissen, was Köln in der Bundesliga zahlt oder was wir dort zahlen könnten.
Weder kenne ich mich mit dem Vertragskonstrukt in Köln aus noch führt das weiter:

Der FCK kann die Pacht in Liga 3 nicht zahlen, egal, ob angemessen oder nicht.
Diese Frage ist egal, weil die Konsequenzen bei einem Wegfall des FCK wegen der exorbitant hohen Betriebskosten erst recht nicht getragen werden können von der Stadt.
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