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Finanzen

02.12.2019 - 16:18 Uhr
Finanzen |#1261
02.04.2020 - 09:53 Uhr
Zitat von Capri99
Die DFL ist für die 3. Liga nicht zuständig.


Das ist korrekt, für die 3. Liga ist der DFB zuständig.
Aber da die DFL diese Regelung schon für die 1. und 2. Liga beschlossen hat, ist die Wahrscheinlichkeit recht hoch, dass der DFB dies auch für die 3.Liga beschließt.

In den ersten beiden Ligen ist der hauptsächliche Verlust durch die ausbleibenden TV-Gelder. Dies könnte man durch die angesetzten Geisterspiele auffangen.

In Liga 3 allerdings fehlen mitunter hauptsächlich die Zuschauereinnahmen durch Tickets, Verzehr und Fanartikel. Da diese in nächster Zeit wohl nicht in Aussicht stehen (und durch Geisterspiele noch größere Verluste bedeuten würden) muss der DFB sich darauf einstellen, dass es bei einigen Vereinen zu finanziellen Problemen kommen und Wort Insolvenz auf den Tisch kommen könnte. Und darauf muss er irgendwie reagieren...
Finanzen |#1262
02.04.2020 - 09:56 Uhr
https://www.liga3-online.de/geht-der-fck-in-die-insolvenz-pruefen-alle-optionen/

Der Gute Mann aus Bexbach droht wieder via Bildzeitung den FCK bei einer Insolvenz zu verklagen.
Abgesehen davon, dass er damit keinen Erfolg haben wird, spricht das doch mal wieder Bände. Auch wenn im Artikel "Regionale Investoren" steht, wissen wir glaube ich alle, von wem das kommt. Falls der FCK das überlebt, gehört Buchholz aus dem Verein geworfen. Das Maß an Intrigen und vereinschädigendem Verhalten ist lange überschritten.
Finanzen |#1263
02.04.2020 - 10:03 Uhr
Zitat von pulder
Previal

Unser Vermieter ist nicht die Stadt Kaiserslautern, sondern die Stadiongesellschaft. Die Stadt bürgt nur für den
Kredit von, glaube ich 60 Millionen. Geht der FCK in Planinsolvenz und kündigt den Mietvertrag erhält, und
das ändert sich, die Stadiongesellschaft keine Miete und keine Instandhaltungskosten mehr. Das führt un-
weigerlich zur Insolvenz der Stadiongesellschaft. Ein Insolvenzverwalter hat aber auch hier die Möglichkeit
tragfähige Lösungen im Sinne einer Fortführung des Unternehmens zu gehen.

Glaubst Du im Ernst, dass ein Insolvenzverwalter keine sachgerechte Begründung für die Kündigung eines
oder mehrerer oder aller Spieler findet, wenn er aus einem Konkurs heraus entscheiden muss ?


Da werden wir beide auf keinen Nenner kommen, ist auch okay. Wenn der Mietvertrag seitens des FCK gekündigt wird, ist auch für ein Planverfahren ein neuer Mietvertrag notwendig. Solange man also keine alternative Spielstätte (mit 3. Liga Tauglichkeit) hat, wäre auch der FCK gezwungen, diesen mit der Stadt zu verhandeln. Vielleicht kann man dann etwas mehr Druck hinsichtlich der Mieten machen, aber - warum sollte die Stadiongesellschaft oder die Stadt das dann für nen Appel und ein Ei verkaufen? Das würde auch bei einer Insolvenz der SG nicht allzu viel Sinn machen, da auch dort das Ziel bestehen muss, die Verbindlichkeiten größtmöglich zu decken.

Und ja, sicherlich wird man Spieler kündigen können. Auch alle Spieler. Aber, dass man sich paar spezielle aussucht, die man behalten möchte und den Rest rausschmeißt? Unrealistisch. Insbesondere mit der Notwendigkeit eine 3. Ligareife Mannschaft aufzustellen und auch neue Spieler zu finden, die nach so einer Aktion noch mitmachen.
Finanzen |#1264
02.04.2020 - 10:34 Uhr
Zitat von DanielFranklin
https://www.liga3-online.de/geht-der-fck-in-die-insolvenz-pruefen-alle-optionen/

Der Gute Mann aus Bexbach droht wieder via Bildzeitung den FCK bei einer Insolvenz zu verklagen.
Abgesehen davon, dass er damit keinen Erfolg haben wird, spricht das doch mal wieder Bände. Auch wenn im Artikel "Regionale Investoren" steht, wissen wir glaube ich alle, von wem das kommt. Falls der FCK das überlebt, gehört Buchholz aus dem Verein geworfen. Das Maß an Intrigen und vereinschädigendem Verhalten ist lange überschritten.


Das ist aber mal wieder nicht mehr als das übliche oberflächliche Säbelrasseln.

Der strafrechtliche Vorwurf der Insolvenzverschleppung wird von der B...-Zeitung darauf gestützt, dass man bereits vor Corona die Becca-Bürgschaft ziehen musste, dementsprechend schon damals, vor einigen Wochen insolvent gewesen sei. Das ist natürlich Blödsinn, da die Becca-Bürgschaft, bzw. der hierdurch eröffnete Kreditrahmen bei den Banken ja gerade Teil der Liquidität des FCK war und ist.

Gruß aus der Pfalz
Finanzen |#1265
02.04.2020 - 10:56 Uhr
Zitat von FckTribun
Zitat von befootball

Also ich bekomme beim Wort Insolvenz Bauchweh bis zum Geht nicht mehr. Dann bekommen auf gut deutsch gesagt Menschen/Firmen ihr Geld nicht mehr, weil der FCK in den letzten 20 Jahren so viel Mist gebaut hat. Ob das so Heuschrecken wie Quattrex sind, spielt keine Rolle. Da sind auch Fananleihen dabei. Mich macht allein der Gedanke fassungslos. Vor allem nächstes Jahr soll es dann Hallihallaa einfach weitergehen. Dann höchstwahrscheinlich ohne mich...


Wenn ich das richtig verstanden habe:

Die Planinsolvenz bietet die Möglichkeit, dass Gläubiger noch einen Teil ihres Geldes bekommen und der FCK danach eine Zukunft hat, in der in irgendeiner Form die Anleihe zurückgeführt werden könnte - und sei es in Form von Anteilen. UU gibt es dann auch frische Gelder, die bisher wegen der Altlasten nicht zur Verfügung standen.

Eine Regelinsolvenz führt dazu, dass die Gläubiger so gut wie nichts oder nichts mehr bekommen und der FCK aus dem Profifußball verschwindet.

Eine Alternative zur Insolvenz besteht aufgrund der Coronakrise wohl nicht mehr, da vor einer Insolvenz keine externen Gelder generiert werden können.
Vor diesem Hintergrund stellt sich ein Teilverzicht als erträglicher dar als ein Totalverlust.


Um Missverständnissen vorzubeugen sollte klargestellt werden, dass eine Planinsolvenz darauf beruht, dass der Schuldner einen Insolvenzplan erstellt, der die Befriedigung der absonderungsberechtigten und der Insolvenzgläubiger, die Verwertung der Insolvenzmasse und deren Verteilung sowie die Haftung des Schuldners nach Beendigung des Insolvenzverfahrens (Restschuldbefreiung) abweichend von den Regelungen der InsO regelt.
Dieser Insolvenzplan ist dem Insolvenzgericht vorzulegen, das darüber die Gläubiger abstimmen lässt. Letztlich müssen die Gläubiger (nach bestimmten Regeln) mehrheitlich zustimmen.
Ohne mehrheitliche Zustimmung der Gläubiger läuft in der Planinsolvenz nichts!

Diese Zustimmung der Gläubiger wird es nur geben, wenn die Gläubiger der Auffasung sind, mit diesem Insolvenzplan besser zu fahren als in der Regelinsolvenz. Den Gläubigern muss daher etwas geboten werden. Dafür braucht man grundsätzlich Masse.
Es besteht aber auch die Möglichkeit der Umwandlung von Forderungen in Eigenkapital.

M.E. kann eine Planinsolvenz für uns nur Sinn machen, wenn man mit denjenigen Sponsoren, die bereit sind, sich jetzt neu oder zusätzlich zu engagieren, vereinbart, dass diese einen bestimmten Betrag X (wohl mehrere Millionen) zur Verfügung zu stellen, um damit im Rahmen eines Insolvenzplanes eine Verzicht der Gläubiger auf die Restforderungen zu erreichen. Zusätzlich wäre ein weiterer Millionenbetrag erforderlich, um den FCK so aufzustellen, dass ein sehr schneller Aufstieg gelingt und so über den sportlichen Erfolg die Überlebensfähigkeit gesichert wird.
Letztlich müssten die Investitionen der (Neu-) Investoren aufgeteilt und tw. für die Entschuldung via Planinsolvenz und tw. für die (sportliche und wirtschaftliche) Zukunft verwendet werden.

Gruß aus der Pfalz
Finanzen |#1266
02.04.2020 - 11:20 Uhr
Ich bin zwar blutiger Laie, aber mir scheint, dass die Option Planinsolvenz kaum überblickbare Implikationen hat - nicht nur für uns, sondern auch für die Vereinsführung. Schon die Unwägbarkeit, ob da ein Kaputtsanierer oder ein tatsächlich am Erhalt des FCK orientierter Insolvenzverwalter eingesetzt wird, bringt mich ins Schwitzen. Im Einzelnen sehe ich folgende Unwägbarkeiten:

- Kartenhauseffekt: In dem Moment, in dem der FCK auch die neu ausgehandelte Pacht nicht mehr zahlen kann, muss auch die Stadiongesellschaft Insolvenz anmelden. Die Stadt bürgt für diese, ist aber selber legendär pleite und hat die ADD im Nacken. Der für die SG eingesetzte Insolvenzverwalter darf also keine Verwandten (im Sinne eines Interessenskonfliktes in Sachen FCK-Erhalt) kennen und muss die Stadt dazu anhalten, kurzfristig den maximalen Erlös aus dem Stadiongelände zu ziehen und als Bürge diesen - samt Rücklagen - in die Insolvenzmasse der SG hineinzupumpen. Da der Pachtvertrag und damit auch das Vorkaufsrecht des FCK dann hinfällig ist, dürfte somit das alte Schreckensszenario des Verkaufs an einen Immobilieninvestor mit Stadionabriss und Neubebauung tatsächlich zum Tragen kommen. Für uns bedeutet das den Verlust der Spielstätte und damit einen neuen schwerwiegenden Grund zur Lizenzverweigerung

- Vertrauensverlust: Wie hier schon geschrieben wurde, wird nach so einem Verfahren keine Institution mehr dem FCK Geld leihen. Und wenn das bereits investierte Geld regionaler Investoren (Bexbach & Co) in der Insolvenzmasse verschwindet, kann ich mir nicht vorstellen, dass die Gespräche mit (anderen) regionalen Investoren noch Aussicht auf Erfolg haben. Vetrauen und Seriösität sind alles! Und Insolvenz ist ein Vertrauensbruch! Ich selbst verzichte natürlich auf meine vierstellige Kapilendoeinlage ohne zu murren, aber Firmen werden das nicht tun und fortan jede Geschäftsverbindung mit dem FCK meiden. Für die ist dann auch das Merk-Team als seriöser Verhandlungspartner komplett verbrannt. Zumal die genügend Einblick haben, um zu wissen, dass wir uns eh schon vor Corona in eine Sackgasse manövriert hatten und jetzt einfach nur einen schäbigen Ausweg suchen, der unsere Partner um den Großteil ihres Geldes bringt

- Medialer Gesichtsverlust: Merk hat sich mit seinem Motto "Insolvenz ist für mich ein Fremdwort" zu sehr aus dem Fenster gehängt, um jetzt mit Verweis auf die neuen Rahmenbedingungen einfach so eine 180-Grad-Wendung zu vollziehen. Wenn dieses Szenario "alternativlos" wird, muss er eigentlich umgehend zurücktreten. Nicht dass ich das fordern würde (im Gegenteil!), aber seine persönliche Glaubwürdigkeit in der Medienöffentlichkeit wäre komplett dahin

- Fortführungsprognose: Wird ein Insolvenzverwalter auf dem vollständigen Verscherbeln des Tafelsilbers an Spielern bestehen - ohne die Option, neu in den Kader investieren zu können - sind wir in der Liga nicht mehr konkurrenzfähig. Das sind wir ja jetzt schon kaum noch - und das MIT diesen ganzen Granaten. ugly Es muss also genügend Substanz im Kader verleiben, was aber im Umkehrschluss bedeutet, dass durchaus realisierbare Werte aus der Insolvenzmasse zurückgehalten werden. Da sind wir wieder bei der Frage, wer Insolvenzverwalter wird und was das dann für ein Typ ist

Das fällt mir spontan dazu ein, wobei es bei tieferem Nachdenken sicherlich noch weitere, genauso gravierende Unwägbarkeiten geben wird. Auf der anderen Seite der Bilanz steht die pure Hoffnung, dass nach einem Schuldenschnitt unbelastete Neuinvestoren sofort zur Verfügung stehen, die per EK-Einlage den Stadionerwerb (ohne Altschuldenübernahme) und massive Investitionen in den Kader und in die Infrastruktur ermöglichen. Für mich grenzt das an Betrug, wenn man eben noch pleite war, sich auf Kosten seiner Geschäftspartner sämtlicher Schulden entledigt hat und im nächsten Moment dann mit frischem Investorengeld vor Kraft kaum noch laufen kann. Also erstens glaube ich nicht an diese Neuinvestoren und zweitens wäre für mich der FCK als seriöser Geschäftspartner auf Jahre hinaus komplett verbrannt.

Ein dreckiger Pyrrhus-Sieg also maximal.

•     •     •

502 Bad Gateway
nginx

Dieser Beitrag wurde zuletzt von Newtrial am 02.04.2020 um 11:40 Uhr bearbeitet
Finanzen |#1267
02.04.2020 - 11:20 Uhr
Zitat von Previal

Wenn der Mietvertrag seitens des FCK gekündigt wird, ist auch für ein Planverfahren ein neuer Mietvertrag notwendig. Solange man also keine alternative Spielstätte (mit 3. Liga Tauglichkeit) hat, wäre auch der FCK gezwungen, diesen mit der Stadt zu verhandeln. Vielleicht kann man dann etwas mehr Druck hinsichtlich der Mieten machen, aber - warum sollte die Stadiongesellschaft oder die Stadt das dann für nen Appel und ein Ei verkaufen? Das würde auch bei einer Insolvenz der SG nicht allzu viel Sinn machen, da auch dort das Ziel bestehen muss, die Verbindlichkeiten größtmöglich zu decken.


Hierzu habe ich mal eine Frage:

Die Stadiongesellschaft steht doch mWn bei der Sparkasse in der Kreide. Die Sparkasse wiederum sollte doch eigentlich daran interessiert sein, Kohle zu bekommen und nicht die Kiste da oben auf dem Berg!

Würde nicht ein denkbares Szenario darin bestehen, dass auch die Stadiongesellschaft in die Regelinsolvenz geht, der Sparkasse als Restforderung die Tilgungsrücklage von 15 Mio + einen kleinen Betrag X (den der FCK aufbringen würde) geben würde und dafür Schuldenfrei wäre und dem FCK das Stadion gehören würde?

M.E. gäbe es dann nur Gewinner:

Der FCK hätte für paar Euros die er Aufbringen müsste das Stadion zurück und hätte nix mehr mit der Stadt/Stadiongesellschaft zu tun. Beide könnten ihr Ding machen, die zähen Verhandlungen über Mieten und der ganze HokusPokus der jedes Jahr anfiele würde verschwinden und man hätte von seinen stetigen Kosten die man Jahr für Jahr aufbringen müsste (Miete für das Stadion) auf einen Schlag einen ganzen Batzen weg.

Die Stadt hätte das finanzielle Fiasko der Stadiongesellschaft von der Backe. Hinzu kommt, dass man mit dem Verein nichts mehr zu tun hätte und nur noch Nutznießer des FCK, durch ein Sozialsportliches Angebot das der Verein in der Stadt bietet und durch viele viele Besucher, die jedes 2. Wochenende die Stadt leben lassen, ihr Geld hier ausgeben und somit regionale Geschäfte stärken und zugleich der Stadt damit Steuern in die Kasse spülen.

Die Sparkasse hätte immerhin etwas. Wenn sie noch weiter zusieht wie es Berg ab geht und der Verein in die Regelinsolvenz geht, würde man in die Röhre schauen und hätte nichts, nada! So hat man wenigstens die Tilgungsrücklage Plus vielleicht noch 2, oder 3 Mio vom Verein, also um die 18 Mio. Immerhin ein drittel der Gesamtschuld. Besser wie nix.
Außerhalb des Protokolls schreibe ich noch dass die Sparkasse durch die ganzen Zinsen die sie von uns seit fast 20 Jahren erhält somit ihren Einsatz locker draußen haben dürfte. Aber das ist insolvenzrechtlich natürlich kein Argument, ich wollte es nur nicht unerwähnt lassen.


Zurück also zu meiner Ausgangsfrage:

Ist bei einer Planinsolvenz des FCK nicht auch zeitgleich eine Planinsolvenz der Stadiongesellschaft denkbar?

•     •     •

"Wenn du dich dehnen willst, dann geh doch nach Dänemark" (Ede Geyer)
Finanzen |#1268
02.04.2020 - 11:46 Uhr
Zitat von running-man
Zitat von DanielFranklin

https://www.liga3-online.de/geht-der-fck-in-die-insolvenz-pruefen-alle-optionen/

Der Gute Mann aus Bexbach droht wieder via Bildzeitung den FCK bei einer Insolvenz zu verklagen.
Abgesehen davon, dass er damit keinen Erfolg haben wird, spricht das doch mal wieder Bände. Auch wenn im Artikel "Regionale Investoren" steht, wissen wir glaube ich alle, von wem das kommt. Falls der FCK das überlebt, gehört Buchholz aus dem Verein geworfen. Das Maß an Intrigen und vereinschädigendem Verhalten ist lange überschritten.


Das ist aber mal wieder nicht mehr als das übliche oberflächliche Säbelrasseln.

Der strafrechtliche Vorwurf der Insolvenzverschleppung wird von der B...-Zeitung darauf gestützt, dass man bereits vor Corona die Becca-Bürgschaft ziehen musste, dementsprechend schon damals, vor einigen Wochen insolvent gewesen sei. Das ist natürlich Blödsinn, da die Becca-Bürgschaft, bzw. der hierdurch eröffnete Kreditrahmen bei den Banken ja gerade Teil der Liquidität des FCK war und ist.

Gruß aus der Pfalz


1. das
2. wurde nun auch die Handhabung der Insolvenzordnung geändert.

Im COVID-19-Insolvenzaussetzungsgesetz vom 27.03.2020 heißt es in § 1 Aussetzung der Insolvenzantragspflicht unteranderem "Die Pflicht zur Stellung eines Insolvenzantragsist bis zum 30. September ausgesetzt"

und "Dies gilt nicht, wenn die Insolvenzreife nicht auf den Folgen der Ausbreitung des SARS-CoV-2-Virus beruht"

und "War der Schuldner am 31. Dezember 2019 NICHT zahlungsunfähig, wird vermutet, dass die Insolvenzreife auf den Auswirkungen der COVID-19-Pandemie beruht und Aussichten darauf bestehen, eine bestehende Zahlungsunfähigkeit zu beseitigen"

Da wir am 31.12.2019 also nicht zahlungsunfähig waren, sollte wir von der Insolvenzantragspflicht befreit sein, was eine Insolvenzverschleppung also ausschließt.

Soweit mein Verständnis.
Finanzen |#1269
02.04.2020 - 11:49 Uhr
Zitat von HorstEckel

Ist bei einer Planinsolvenz des FCK nicht auch zeitgleich eine Planinsolvenz der Stadiongesellschaft denkbar?


Nicht unter diesen Bedingungen. MWn müsste die Stadt die entsprechenden Kredite für den damaligen Kauf des Stadions begleichen, daran ändert auch eine Insolvenz der Gesellschaft nichts.

-edit- auch noch Quellen dazu gefunden. Da müsste schon die Stadt Insolvenz beantragen, um den Kredit loszuwerden.
Weichel: Derzeit existiert noch eine sogenannte Namensschuldverschreibung in Höhe von 65 Millionen Euro. Für diese bürgt die Stadt bei der Hessischen Landesbank. Dieser Kredit läuft mit dem bekannten Zinssatz von 2,95 Millionen Euro pro Jahr noch bis 2036. Für diesen Zeitpunkt ist übrigens ein Rück- und Vorkaufsrecht seitens der Vereins bereits vorgesehen, zum Buchwert von 2003, also für 47 Millionen Euro. Dieses könnte durchaus auch früher greifen, da wären wir verhandlungsbereit. Aber: Würde der Kredit vorzeitig abgelöst, wäre auch eine Vorfälligkeitsentschädigung zu leisten. Summa summarum käme man da auf einen Betrag von über 100 Millionen Euro. Ob der FCK das gemeinsam mit seinen Investoren stemmen kann?

(...)Eine Insolvenz des FCK wäre für uns der Super-Gau. Das gilt es abzuwehren mit allen Mitteln, die nur möglich sind. Mal ganz abgesehen davon, dass mit dem FCK auch unsere städtische Stadiongesellschaft insolvent ginge uns die jährliche Zinslast für die Stadt aber weiter Bestand hätte, ohne dass irgendwelche Einnahmen zu erwarten wären: Wenn da oben nur noch eine Ruine steht, verlieren doch alle(...)

Dieser Beitrag wurde zuletzt von Previal am 02.04.2020 um 11:56 Uhr bearbeitet
Finanzen |#1270
02.04.2020 - 12:03 Uhr
Aber die Stadt wäre doch in diesem Fall vertreten durch die Stadiongesellschaft. Und der Kreditvertrag seitens der Sparkasse wurde doch mit der Stadiongesellschaft geschlossen und nicht mit der Stadt, oder?

Und selbst wenn die Stadt als Bürge für die Stadiongesellschaft in Verträgen stehen sollte: Greif mal nem nackten Mann in die Tasche, liebe Sparkasse.

Wobei andererseits würde das ja wiederum bedeuten, dass auch die Stadt vor der Sparkasse alles offenlegen müsste. Und so lange es Steuereinnahmen gibt und auch nicht das letzte Schwimmbad geschlossen ist, ist die Stadt ja nicht bankrott. Also scheint das tatsächlich nicht zu klappen. Es ginge nur, wenn die Stadiongesellschaft von der Stadt unabhängig wäre, bzw. dort keine Verbindung bestünde.


Auch meine Edith sagt: Also wie ich bereits vermutet habe. Aber du warst schneller. Danke für den Link! Unterm Strich könnten wir uns also mit einer Planinsolvenz zwar ggf. von den Schulden von Quattrex und den anderen Gläubigern ggf. lösen, allerdings ist die Stadionproblematik dadurch noch lange nicht gelöst und der Mühlstein hängt uns noch weiter um den Hals. Oh mann, ich hoffe das wir diesen irgendwann wirklich mal ablegen können, dann wäre ein Großteil unserer Sorgen auf einen Schlag passé

•     •     •

"Wenn du dich dehnen willst, dann geh doch nach Dänemark" (Ede Geyer)

Dieser Beitrag wurde zuletzt von HorstEckel am 02.04.2020 um 12:09 Uhr bearbeitet
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