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Finanzen

02.12.2019 - 16:18 Uhr
Finanzen |#521
04.02.2020 - 12:00 Uhr
Zitat von Callavera
Zitat von Bear09

aber du hast schon mitbekommen das der FCK einen Gegendarstellung veröffentlich hat, die eindeutig die getätigten Aussagen von Herrn Weichel widerlegen im Bezug auf die Aktien?


Und Herr Weichel stellt sich vor den Stadtrat und lügt direkt nach dem Gespräch mit den Investoren sämtliche Fraktionen, wie auch seine eigene an?

Ach, das ist mir bisschen arg konstruiert.


Und der FCK macht eine lange Pressemitteilung mit direkten Vorwürfen gegen Weichel ohne, dass da was dran ist?

Ach, das ist mir bisschen arg konstruiert.

Gruß
Chio

•     •     •

osirisy: "Dummschwätzer..."
Finanzen |#522
04.02.2020 - 12:02 Uhr
@Callavera:

Niemand lügt, du hast nur nicht genau gelesen. Der FCK beschreibt in seiner Gegendarstellung genau dass ER das Problem mit dem debt-to-equity-swap hat. Genauer: der Verein, die KGaA und die Handelnden Personen gehen unwägbare Risiken mit einem solchen Vorgehen bei der gegebenen Struktur ein. Ich kann das gerne mal bei Gelegenheit versuchen, verständlich für Laien zu erklären, es ist aber für Profis ziemlich offenkundig.

Etwaige Neuinvestoren haben (vielleicht) kein Problem damit, auch das überrascht wenig. Der Nachteil entsteht beim Verein und den bisherigen Investoren. Für die Neuinvestoren würde die der swap ja bereits bei der Wertfindung berücksichtigt werden müssen.

Im übrigen steigt nicht die Stadt "ein" - sie verlangt weiter eine ungehörig hohe Miete aufgrund ihrer völlig unfähig gestalteten Finanzierung, die sie nicht ablöst (um damit wiederum die finanzierende Bank zu begünstigen) und akzeptiert als Bezahlung nur Aktien, die ihr nicht zustehen und die satzungs- und beschlussgemäß für andere Zwecke bestimmt sind.
Finanzen |#523
04.02.2020 - 12:13 Uhr
Noch eine leine Anekdote von der gestrigen Stadtratssitzung:

Die "rechte Hand" des OB (Bürgermeisterin Beate Kimmel, SPD) verließ mitten in der Debatte um den FCK mit strammen Schritten den Sitzungssaal. Man hätte meinen können, die Frau muß mal dringend ums Eck. Später erzählte ein Besucher sie stünde unten im Forum des Rathauses mit den FCK Verantwortlichen. Ich denke mal, die haben ihr klar gemacht, daß sie ihren Gönner einfangen muß, wenn nicht auch ihre politische Karriere am Fritz-Walter-Stadion zerbrechen soll.

Das gibt mir einen Hauch von Hoffnung., daß die langjährige Vertraute von Klaus Weichel nicht auch den Verstand verliert und in ihrer Fraktion das Thema Verantwortung auf den Tisch bringt um Weichels Glücksspielereien auf dem Rücken der Stadt und des FCK zeitnah zu beenden.

•     •     •

"Die Fußballbegeisterung ist ein Jugendleiden, das einen ein Leben lang begleitet"
(Pier Paolo Pasolini)
Finanzen |#524
04.02.2020 - 12:20 Uhr
Zitat von Callavera
Zitat von pulder

Heute bietet sich für alle FCK´ler eine Gelegenheit ganz Deutschland zu zeigen, was sie von diesem OB
und den gewählten Volksvertretern halten.


Wie meinst du das? In Form von Bannern, Gesängen während des Pokalspiels?
Ich weiß nicht..
Jeder hat ja so "seine Aktien" in dem ganzen Gemachs.
Ob das jetzt so hilfreich ist, die "nur zusammen" Situation zu torpedieren,
auch wenn Weichel jetzt für viele offensichtlich angeblich nicht ausschließlich
pro FCK agiert.

Die Frage ist immer noch offen, wieso die 7 Regionalen angeblich was gegen diese Aktienbeteiligung
der Stadt hatten, als Weichel die Idee vor kurzem vorbrachte (laut FCK)
und sogar Verhandlungen mit dem FCK abbrachen deswegen..Wenn das überhaupt so stimmt
und nicht einfach nur eine Ente des FCK war, um Druck zu machen.
Denn jetzt haben die Regionalen auf einmal garnichts mehr dagegen...

Das ist mir alles bisschen zu einseitig wieder:
Immer die anderen lügen.


Es gibt die Möglichkeit durch Transparente, Spruchbänder, Gesänge und Interviews gegenüber der Presse,
auf dem Platz, Informationen in den Presseräumen, es kann scandiert werden. Das ganze kann schon in der Altstadt losgehen, über die Eisenbahnstraße, zum Bahnhof, auf den Betze. Es muss halt Power dahinter sein,
es müssen sich viele daran beteiligen.

Zusammen arbeiten die Stadt und der FCK schon lange nicht mehr, wenn es dieser OB je getan hat. Insofern
kann man in der gestörten Lage auch nichts kaputt machen. Der OB muss einfach gestoppt werden.

Dass das vorgeschlagene Aktienpaket schädlich ist, hat Keßler im Layenberger Talk gut erklärt. Die Aktien-
beteiligung der Stadt wirkt wie ein Vorgriff auf einen eventuell erzielbaren konzeptionell benötigten
Unternehmenswert. Die Stadt senkt die Miete kurzfristig und holt sich den gesenkten Betrag doppelt und
dreifach über die Aktienbeteiligung wieder zurück. Für den Verein wirkt das mittelfristig, als würde die
alte, nicht geminderte Miete weiter bestehen, als hätte es keine Mietminderung gegeben.

Für die Investoren beträgt der derzeitige Wert des FCK 0. Nur durch den Schuldenausgleich und eine in den
nächsten Jahren verbesserte Ertragssituation, wird durch die Investitionen wieder ein Wert geschaffen.
Nämlich durch das Geld der Investoren (angedachten Vier Säulen ). Auf diesen Wert will Weichel jetzt
zugreifen. Das kann keinem Investor gefallen und es kann dem Verein nicht gefallen und ist zerstörerisch.
Insbesondere dann, wenn man bedenkt, dass der FCK auch noch Instandhaltungskosten zahlen muss
und der Weg des Stadionrückkaufs durch weitere öffentliche Institute ( Sparkasse Vorfälligkeitszinsen
horrend bis 2036, hoher Zinssatz ) blockiert wird.

Ich könnte noch fortfahren mit anderen Beispielen, wie der FCK in der Vergangenheit ausgenommen wurde.
Das ist aber egal, es zählt das hier und jetzt.
Finanzen |#525
04.02.2020 - 12:23 Uhr
Zitat von Roon_Bub
Noch eine leine Anekdote von der gestrigen Stadtratssitzung:

Die "rechte Hand" des OB (Bürgermeisterin Beate Kimmel, SPD) verließ mitten in der Debatte um den FCK mit strammen Schritten den Sitzungssaal. Man hätte meinen können, die Frau muß mal dringend ums Eck. Später erzählte ein Besucher sie stünde unten im Forum des Rathauses mit den FCK Verantwortlichen. Ich denke mal, die haben ihr klar gemacht, daß sie ihren Gönner einfangen muß, wenn nicht auch ihre politische Karriere am Fritz-Walter-Stadion zerbrechen soll.

Das gibt mir einen Hauch von Hoffnung., daß die langjährige Vertraute von Klaus Weichel nicht auch den Verstand verliert und in ihrer Fraktion das Thema Verantwortung auf den Tisch bringt um Weichels Glücksspielereien auf dem Rücken der Stadt und des FCK zeitnah zu beenden.


Ihre Chance Nachfolger von Weichel zu werden, wären bei einer Insolvenz FCK gleich null. Ich hoffe die Dame ist sich bewusst, dass der OB sie gerade politisch mitversenkt.
Finanzen |#526
04.02.2020 - 14:20 Uhr
Der Prof fasst das aus seinem Blickwinkel noch einmal kurz zusammen:
https://pbs.twimg.com/media/EP7vuBWWkAEM6Pn?format=jpg&name=4096x4096

Am Ende ist das ganz einfach:
Weichel führt das Spielchen fort, das Beck, Deubel & Co In der Landeshauptstadt begonnen hatten - der FCK soll heute Investoren beischleppen, die den politischen Mist der Nuller-Jahre bezahlen.

Wäre für die Genossen praktisch - ist aber in Realität praktisch nicht umsetzbar. Nicht einmal Herr Becca war bereit diesen Preis zu zahlen.

PS: Der OB hat eine PM zur gestrigen Sitzung veröffentlicht
https://www.kaiserslautern.de/buerger_rathaus_politik/medienportal/pressemitteilungen/056580/index.html.de

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(Pier Paolo Pasolini)

Dieser Beitrag wurde zuletzt von Roon_Bub am 04.02.2020 um 14:39 Uhr bearbeitet
Finanzen |#527
04.02.2020 - 14:44 Uhr
Zitat von Roon_Bub
Der Prof fasst das aus seinem Blickwinkel noch einmal kurz zusammen:
https://pbs.twimg.com/media/EP7vuBWWkAEM6Pn?format=jpg&name=4096x4096

Am Ende ist das ganz einfach:
Weichel führt das Spielchen fort, das Beck, Deubel & Co In der Landeshauptstadt begonnen hatten - der FCK soll heute Investoren beischleppen, die den politischen Mist der Nuller-Jahre bezahlen.

Wäre für die Genossen praktisch - ist aber in Realität praktisch nicht umsetzbar. Nicht einmal Herr Becca war bereit diesen Preis zu zahlen.

PS: Der OB hat eine PM zur gestrigen Sitzung veröffentlicht
https://www.kaiserslautern.de/buerger_rathaus_politik/medienportal/pressemitteilungen/056580/index.html.de


Wahnsinn er verteidigt den 2 März als Termin, obwohl uns das die Lizenz kosten kann mit dem Argument "Winterferien". #WeichelRaus #Abwahlantrag
Finanzen |#528
04.02.2020 - 14:49 Uhr
Zitat von DanielFranklin
Wahnsinn er verteidigt den 2 März als Termin, obwohl uns das die Lizenz kosten kann mit dem Argument "Winterferien". #WeichelRaus #Abwahlantrag

Aus dem kicker Artikel von Moritz Kreilinger:
Der Gegenwind für den Oberbürgermeister nimmt zu - und das auch in den eigenen Reihen. Selbst in der Fraktion wächst der Unmut über die Alleingänge von Weichel.

https://www.kicker.de/768857/artikel/kaiserslautern_fck_erhebt_vorwuerfe_gegen_oberbuergermeister

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"Die Fußballbegeisterung ist ein Jugendleiden, das einen ein Leben lang begleitet"
(Pier Paolo Pasolini)
Finanzen |#529
04.02.2020 - 15:09 Uhr
Die gestrige Sitzung begann ja nach der Einwohnerfragestunde mit einer Anhörung zum Thema "Fluglärm". Der Mann von der Bürgerinitiative beendete seinen Vortrag mit einem Zitat des Drogeriekettengründers Götz Werner (dm-markt):
Wer etwas will - der findet Wege, wer etwas nicht will - der findet Gründe

Weichel ist bei den "Gründen" (ADD, Aktien, Kompensation, Grundsteuererhöhung, die Investoren haben nichts gegen Aktienausgaben ...) ganz weit vorne.
Der FCK hat in der Zeit seinen Antrag auf Deckelung der Instandhaltungskosten zurückgezogen und der Beteiligung an eventuelle DFB-Pokal-Einnahmen zugestimmt.

Wer zeigt Wege auf und wer sucht Gründe?

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(Pier Paolo Pasolini)

Dieser Beitrag wurde zuletzt von Roon_Bub am 04.02.2020 um 15:09 Uhr bearbeitet
Finanzen |#530
04.02.2020 - 15:27 Uhr
Was hier passiert ist für mich ein bisschen wie ein Mexican Standoff zwischen Stadt, respektive OB, FCK und Investoren. Der FCK droht mit Insolvenz, die Investoren damit, dass sie nicht investieren und der OB droht mit, ja mit was eigentlich?

Jede Seite will natürlich das beste Ergebnis herausholen. Je weniger der FCK für zwei weitere Jahre FWS Stadion bezahlen muss, desto besser für ihn und seine Investoren. Die Stadt, bzw. der OB, hat keine Lust sich mit schönen Worten abspeisen zu lassen und sobald der Pachtnachlass beschlossene Sache ist, legen die Investoren die Millionen auf den Tisch, während die Stadt in die Röhre schaut, womöglich sogar Auflagen durch die ADD bekommt. Alle Positionen sind für mich nachvollziehbar. Wäre ich an der Stelle vom FCK, würde ich genauso vorgehen und wäre ich an der Stelle des OB, würde ich auch nicht sofort klein beigeben.

Hier geht es um Geld, viel Geld, vor allem für die Investoren und wenn ich mit einem großen Gläubiger wie der Stadt verhandeln müsste, würde ich mich zuerst bedeckt halten mit meinen Investitionszusagen, denn je heftiger ich im Vorfeld mit dem Scheckbuch wedele, desto schlechter wird meine Verhandlungsposition gegenüber der Stadt. Der OB wird davon ausgehen, dass der FCK und die Investoren ihm jetzt etwas vorjammern, solange es um *seine* Pacht geht und sobald er bzw. die Stadt nachgegeben hat, ist dann plötzlich Geld da.

Im Endeffekt wird natürlich keiner *abdrücken* und mindestens eine Waffe ist sowieso nicht scharf geladen. Man wird irgendeinen lauen Kompromiss finden und alle werden sich wieder friedlich hinsetzen. Man sollte auf jeden Fall damit aufhören irgendwelche komischen Sachen zu unterstellen und unnötig Panik zu verbreiten, das gilt für alle Seiten und in alle Richtungen. So läuft das eben, wenn verhandelt wird.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Troglauer am 04.02.2020 um 15:32 Uhr bearbeitet
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