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Finanzen

22.07.2015 - 22:13 Uhr
Finanzen |#241
17.09.2015 - 16:14 Uhr
Zitat von Waterhead
Aktuell überzeugen mich sehr wenige Argumente, die pro Ausgliederung angeführt werden.


Wenn die Argumentation stimmt, dass eine Ausgliederung aus steuerlichen Gründen nötig ist, dann ist das natürlich ein großes Pro. Auf einem anderen Blatt steht dann nochmal der Verkauf von Anteilen.

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$ echo "Bonsoir, Elliot"
Finanzen |#242
17.09.2015 - 16:19 Uhr
Zumal beim Stadionkauf die Miete ja weg fallen würde, was mind. Mio im Jahr ausmacht. Natürlich, wenn keine größere Reparaturen nicht geplant sind..
Finanzen |#243
17.09.2015 - 16:24 Uhr
Zitat von dieGraetschenFrage
Zitat von Waterhead

Aktuell überzeugen mich sehr wenige Argumente, die pro Ausgliederung angeführt werden.


Wenn die Argumentation stimmt, dass eine Ausgliederung aus steuerlichen Gründen nötig ist, dann ist das natürlich ein großes Pro. Auf einem anderen Blatt steht dann nochmal der Verkauf von Anteilen.


die Finanzen des Vereins sehen aber alles andere als rosig aus, wenn das stimmt was hier einige User immer berichten wird es bald eine Ausgliederung mit Verkauf an einen Investor (!) brauchen, um überhaupt in der 2. Liga überleben zu können?

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Finanzen |#244
17.09.2015 - 16:31 Uhr
Zitat von dieGraetschenFrage
Zitat von pulder

Zitat von Lullaby


Einen Investor ins Boot zu holen, ist meines Erachtens nur dann sinnvoll, wenn das daraus resultierende Geld ausreicht, um einen Stadionrückkauf zu mindestens 50% anzufinanzieren.

Beste Grüße
Lullaby


Wie soll das gehen ?

Wenn ein Finanzinvestor Geldmittel einbringt, die zur Hälfte ausreichen, um das Stadion zurückzukaufen,
verändert sich doch die G + V nicht und der Verein wird nicht automatisch kreditwürdig. Geht man von einem Gesamtrückkaufswert für das Stadion von etwa 80-100 Millionen aus ( von mir geschätzt, nur um mal
einen Betrag zu nennen ), müsste der FCK nach Ausgliederung noch eine Finanzierung von 40-50 Mios.
auf die Beine stellen.

Der Verein macht aber schon seit Jahren keine Gewinne; dieses Jahr sind gerade mal 700 TE angestrebt.

Welcher Kreditgeber wird, kann, darf da 40-50 Mios. finanzieren ?


Also ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass deine Schätzung stimmt. Das Stadion inkl Grundstück steht mit um die 47Mio in den Büchern, soweit ich mich erinnere. Und die Stadt wird bei einem konkreten Rückkaufangebot sicherlich die ine oder andere Kröte schlucken müssen. Und da gibt es ja mehrere Möglichkeiten, wie sich das dann finanzieren lässt. Wenn die Hälfte der Verkaufspreises direkt überwiesen würde, wären die Zinsen plötzlich nicht mehr so belastend und man könnt über eine Restratenzahlung nachdenken. Oder man könnte den Kreditvertrag der Stadiongesellschaft zum Teil übernehmen (ist das möglich?) oder es lässt sich ein Kreditinstitut auf das Stadion als Sicherheit ein (Maxda? grins ).
Ganz so schwarz sehe ich da ehrlich gesagt nicht.
Schwarz sehe ich eher bei dem potentiellen Investor, geschweigedenn dass jemand 49% Anteile für 30Mio oder so will.


Ok, dann sagen wir 50 Mios., müssten immer noch 25 Mios. finanziert werden.

Diese 25 Mios. müsste der Verein finanzieren. Da kann weder eine Finanzierung umgeschrieben werden,
die Grundschulden müssen ja eingetragen werden und die Zinszahlungen müssen nachhaltig gesichert
sein, noch können Sicherheiten oder Bonitäten von Fremden eingebracht werden.

Gäbe es einen Investor, der just for fun und ohne Zinsen zu verlangen Geld beim FCK verbrennen wollte,
um sich am Fußball des FCK zu ergötzen, dann würde der schon längst auf der Matte stehen.

Seien wir doch ehrlich, in diesen Größenordnungen haben wir doch sportlich nichts zu bieten.
Finanzen |#245
17.09.2015 - 16:32 Uhr
Zitat von pulder
Zitat von Lullaby

Einen Investor ins Boot zu holen, ist meines Erachtens nur dann sinnvoll, wenn das daraus resultierende Geld ausreicht, um einen Stadionrückkauf zu mindestens 50% anzufinanzieren.

Beste Grüße
Lullaby


Wie soll das gehen ?

Wenn ein Finanzinvestor Geldmittel einbringt, die zur Hälfte ausreichen, um das Stadion zurückzukaufen,
verändert sich doch die G + V nicht und der Verein wird nicht automatisch kreditwürdig. Geht man von einem Gesamtrückkaufswert für das Stadion von etwa 80-100 Millionen aus ( von mir geschätzt, nur um mal
einen Betrag zu nennen ), müsste der FCK nach Ausgliederung noch eine Finanzierung von 40-50 Mios.
auf die Beine stellen.

Der Verein macht aber schon seit Jahren keine Gewinne; dieses Jahr sind gerade mal 700 TE angestrebt.

Welcher Kreditgeber wird, kann, darf da 40-50 Mios. finanzieren ?


1. Erhöhung des Eigenkapitals um den Kaufpreis
2. Verringerung der laufenden Kosten um die Stadionmiete

Ja, ich bin mir absolut sicher, dass sich da seriöse Kreditgeber finden. Aber sicher nicht, so lange wir Zweitligist sind. Da sind aber auch die für ein solches Vorhaben notwendigen Einnahmen aus der Veräußerung von Anteilen illusorisch. Vermutlich müsste man schon CL-Kandidat sein, damit man derartige Summen erhalten kann.

In wie weit ein Investor die Musik bestimmt, wird auch durch die rechtlichen Rahmenbedingungen geregelt. Bei 1860 z.B. hat Ismaik nicht nur Anteile gekauft, sondern auch jederzeit abrufbare Darlehen vergeben, d.h. es handelt sich hierbei um Fremdkapital, und wenn er keine Lust mehr hat, kann er dieses Geld jederzeit zurückfordern. So lange man nur Anteile veräußert, und speziell wenn diese nicht an ein Stimmrecht gekoppelt sind (siehe BVB), steht man in Bezug auf direkte Einflussnahme auf der sicheren Seite. Sollte sich zu solchen Bedingungen kein Investor finden lassen, dann ist das halt so.

Beste Grüße
Lullaby
Finanzen |#246
17.09.2015 - 16:45 Uhr
Zitat von dieGraetschenFrage


Wenn die Argumentation stimmt, ...


Damit ist im Grunde alles gesagt. Eine Begründung, wieso es aus steuerlichen Gründen bei uns notwendig sein soll, es bei anderen Vereinen (Freiburg, Mainz, S04) jedoch keine Überlegungen dazu gibt, habe ich noch nicht gehört

Zitat von Lullaby
Sollte sich zu solchen Bedingungen kein Investor finden lassen, dann ist das halt so.

Beste Grüße
Lullaby


Wenn man die Einhaltung deiner Bedingungen fordert, muss man über eine Ausgliederung nicht weiter diskutieren. Selbst wenn der Investor nicht noch gleichzeitig Darlehen vergibt, entsteht i.d.R. ein extremes Abhängigkeitsverhältnis.
Investorengeld macht den Verein abhängig. Man kauft damit teurere Spieler, zahlt höhere Gehälter etc.
In der Theorie steht das Eigenkapital des Investors dem Verein unbegrenzt zur Verfügung. Das funktioniert jedoch nur, solange die damit durchgeführten Investitionen zumindest Kapitalerhaltend sind.
Falls der Verein jedoch keinen entsprechenden Erfolg hat und nachhaltig investierte, wird er mehr Geld brauchen. Und muss wieder mit seinen Geldgebern verhandeln.

•     •     •

"I spent a lot of my money on booze, birds and fast cars - the rest I just squandered"


"Winning isn´t everything. It´s the only thing!"- Vince Lombardi
Finanzen |#247
17.09.2015 - 17:09 Uhr
Zitat von Waterhead
Zitat von dieGraetschenFrage



Wenn die Argumentation stimmt, ...


Damit ist im Grunde alles gesagt. Eine Begründung, wieso es aus steuerlichen Gründen bei uns notwendig sein soll, es bei anderen Vereinen (Freiburg, Mainz, S04) jedoch keine Überlegungen dazu gibt, habe ich noch nicht gehört

Zitat von Lullaby

Sollte sich zu solchen Bedingungen kein Investor finden lassen, dann ist das halt so.

Beste Grüße
Lullaby


Wenn man die Einhaltung deiner Bedingungen fordert, muss man über eine Ausgliederung nicht weiter diskutieren. Selbst wenn der Investor nicht noch gleichzeitig Darlehen vergibt, entsteht i.d.R. ein extremes Abhängigkeitsverhältnis.
Investorengeld macht den Verein abhängig. Man kauft damit teurere Spieler, zahlt höhere Gehälter etc.
In der Theorie steht das Eigenkapital des Investors dem Verein unbegrenzt zur Verfügung. Das funktioniert jedoch nur, solange die damit durchgeführten Investitionen zumindest Kapitalerhaltend sind.
Falls der Verein jedoch keinen entsprechenden Erfolg hat und nachhaltig investierte, wird er mehr Geld brauchen. Und muss wieder mit seinen Geldgebern verhandeln.


Wo hier gravierende steuerliche Vorteile liegen, erschließt sich mir auch nicht.

Wenn man das Geld eines Investors in den Rückkauf des Stadions stecken würde, dann wäre es
kapitalerhaltend, aber kapitalerhaltend für die Immobilie, angelegt. Der FCK ist aber ein Fußballverein
und kein Bauträger. Das Eigenkapital wäre damit zwar erhöht, aber das Geld stünde nicht für den
eigentlichen Zweck, Investitionen in den sportlichen Bereich, zur Verfügung.

Und nur mal theoretisch - was ist, wenn wir in der 2. Liga bleiben, oder gar in die 3. Liga absteigen ?

Dann ist das Geld noch nicht mal als Immobilienvermögen kapitalerhaltend ( siehe Südweststadion Ludwigshafen ) und wir müssten um jeden Euro beim Investor betteln gehen, siehe 60.

Wenn man ausgliedert sollte man Mitglieder, Fans, Kleinsponsoren mit einbeziehen; wir sind nicht
Bayern.
Finanzen |#248
17.09.2015 - 17:14 Uhr
Zitat von Waterhead
Zitat von dieGraetschenFrage



Wenn die Argumentation stimmt, ...


Damit ist im Grunde alles gesagt. Eine Begründung, wieso es aus steuerlichen Gründen bei uns notwendig sein soll, es bei anderen Vereinen (Freiburg, Mainz, S04) jedoch keine Überlegungen dazu gibt, habe ich noch nicht gehört


Okay, nicht verwirren lassen. Ich vertrete ebenfalls die Meinung, dass eine Ausgliederung keinen Sinn macht, solange man dadurch nicht an Geldtöpfe kommt, um sich weiterzuentwickeln. Meiner Meinung nach finden wir in der zweiten Liga keine Investoren, die uns so viel Kohle reinbringen, dass wir dadurch zwangsläufig aufsteigen und in der ersten Liga etablieren können.
Aber, ich würde gerne mal ein paar Gegenpositionen durchgehen, die Kuntz' Argument betreffen. Warum Mainz oder Freiburg keine Vorteile in der Ausgliederung sehen, liegt könnte einmal daran liegen, dass sie finanziell auf gesunden Beinen stehen. Die können es sich schlichtweg erlauben das Risiko einer Aberkennung der Gemeinnützigkeit einzugehen. Oder sie fördern den ideellen Bereich so stark, dass keine Gefahr besteht. Oder sie leisten sich den Status Verein explizit, weil es ihnen wichtig ist. Dazu will ich mal ein Beispiel geben. Grünewalt gab bei einer Mitgliederversammlung - soweit ich mich erinnere - bekannt, dass ein Rabatt für Mitglieder bei Fanartikeln nicht möglich sei, weil der Verein sonst Steuern zahlen müsste. Soweit kann ich das nachvollziehen. Heißt also, dass die steuerfreien Mitgliedsbeiträge in Höhe X so wichtig für die Finanzen des Vereins sind, dass der Betrag der dann anfallenden Steuern S eine gewisse Relevanz hat. Also X-S ist dem Verein einfach zu wenig. Andere Vereine entscheiden sich bewusst darauf, auf Geld zu verzichten, um ihren Mitgliedern einen Rabatt zu gewähren. So legen zum Beispiel Mainz und Freiburg wert auf den Status als Verein und sind ggf dazu bereit das zu bezahlen.
Vielleicht kann sich dazu mal jemand äußern, der mehr in der Materie steckt.


Was mir bei der Argumentation von Kuntz auffällt: mir erschließt sich nicht so ganz, was eine Ausgliederung in Bezug auf die Gemeinnützigkeit bringt, wenn der Mutterverein am Ende doch die Geschäfte der ausgegliederten Gesellschaft führt.

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$ echo "Bonsoir, Elliot"
Finanzen |#249
17.09.2015 - 17:26 Uhr
Ich vermute, die Gefährdung der Gemeinnützigkeit resultiert aus einer Kombination aus Überschuldung und weiteren Verlusten. Grundsätzlich müsste sich aber jemand dazu äußern, der sich entsprechend gut im Vereinsrecht auskennt.

Beste Grüße
Lullaby
Finanzen |#250
17.09.2015 - 17:56 Uhr
Zitat von Lullaby
Ich vermute, die Gefährdung der Gemeinnützigkeit resultiert aus einer Kombination aus Überschuldung und weiteren Verlusten. Grundsätzlich müsste sich aber jemand dazu äußern, der sich entsprechend gut im Vereinsrecht auskennt.

Beste Grüße
Lullaby


Ich vermute eher, die Gefährdung der Gemeinnützigkeit resultiert aus der Frage, ob den Profivereinen eine Gewinnerzielungsabsicht zu unterstellen ist. Wenn das der Fall ist (was druchaus schlüssig klingt,) wäre die Gemeinnützigkeit wohl zu verneinen.
Deshalb soll der zur Gewinnerzielung dienende Teil eben ausgegliedert werden, damit der Rest gemeinnützig bleiben kann.

Ob das wirklich das Problem ist
und ob in diesem Falle eine Ausgliederung wirklich hilft
und was das insgesamt für Auswirkungen hätte,
und
und
und
weiß ich alles nicht, da ich mich mit diesen Themen leider nicht auskenne.

Gibt es hier nicht wenigstens einen Spezialisten, der wirklich etwas davon versteht und uns aufklären kann?

Gruß aus der Pfalz
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