Diskussionsrunde

Financial Fair Play (FFP)

01.01.2013 - 19:25 Uhr
Financial Fair Play (FFP) |#721
10.06.2014 - 16:58 Uhr
Zitat von Cantona26

Die zwei Spitzenklubs haben wegen dem sogar drohenden Ausschluss aus der Champions League mit der UEFA Abkommen getroffen und akzeptieren die Sanktionen, zu denen auch ein Verbot der Überschreitung der aktuellen Gehaltssummen in den kommenden zwei Saisonen zählt.


Ein Auszug aus den Sanktionen gegen ManCity und PSG.


 


Jetzt stellt sich mir doch die Frage......PSG hat ja wie bekannt David Luiz für ca. 60 Mio Euro verpflichtet. Der Spieler Luiz wird aber sicherlich auch Gehalt von PSG bekommen (und das wohl nicht wenig!!?) hat der Verein denn dann nicht schon gegen die Auflagen versoßen??


Klar es haben auch glaube 3 Spieler den Verein verlassen jedoch war der Luiz Transfer ja schon vor 2-3 Wochen fix.


Oder gibt es einen Stichtag an dem die Fifa alles prüft?


Ich habe die Auflagen so verstanden das ManCity und PSG erst Spieler verkaufen müssen um sie dann gegen andere zu ersetzen!


Beispiel mit Luiz: Hätte PSG erst die 3 Spieler verkauft + sagen wir mal Verratti und hätten sich so 15-20 Mio an Gehalt gespart hätten sie dann Luiz kaufen und ihm 10 Mio Jahresgehalt geben können. Also so dachte ich sind die Auflagen ??



Ich habe da meine Bedenken, dass dieses System so funktioniert, weil es viele Wege gibt, wie man eine Gehaltsgrenze umgehen könnte. Z.B. kann PSG eine sehr hohe Vorauszahlung an Luiz leisten, z.B. als Signing Fee tituliert. Dafür können die Gehälter für die nächsten 2 Jahre minimal ausfallen. Dann hätte Luiz über 2 Jahre verteilt denselben Betrag X bekommen, wie eigentlich mit ihm vereinbart wurde. PSG hätte 13/14 ganz hohe Ausgaben (Ablöse+Signing Fee), 14/15 und 15/16 dafür minimale Gehaltszahlungen. Dasselbe wäre theoretisch auch mit anderen, aktuellen Kaderspielern möglich: Vertragsverlängerung > Signing Fee > laufende Gehaltsreduktion, und irgendwann ist die Summe der Gehälter 14/15 niedriger oder max. so hoch wie 13/14.


Das wäre ein Weg von vielen, würde ich meinen.


Dieser Beitrag wurde zuletzt von wiener schnitzel am 10.06.2014 um 17:04 Uhr bearbeitet
Financial Fair Play (FFP) |#722
13.06.2014 - 07:14 Uhr
Zitat von wiener schnitzel

Zitat von Cantona26

Die zwei Spitzenklubs haben wegen dem sogar drohenden Ausschluss aus der Champions League mit der UEFA Abkommen getroffen und akzeptieren die Sanktionen, zu denen auch ein Verbot der Überschreitung der aktuellen Gehaltssummen in den kommenden zwei Saisonen zählt.


Ein Auszug aus den Sanktionen gegen ManCity und PSG.


 


Jetzt stellt sich mir doch die Frage......PSG hat ja wie bekannt David Luiz für ca. 60 Mio Euro verpflichtet. Der Spieler Luiz wird aber sicherlich auch Gehalt von PSG bekommen (und das wohl nicht wenig!!?) hat der Verein denn dann nicht schon gegen die Auflagen versoßen??


Klar es haben auch glaube 3 Spieler den Verein verlassen jedoch war der Luiz Transfer ja schon vor 2-3 Wochen fix.


Oder gibt es einen Stichtag an dem die Fifa alles prüft?


Ich habe die Auflagen so verstanden das ManCity und PSG erst Spieler verkaufen müssen um sie dann gegen andere zu ersetzen!


Beispiel mit Luiz: Hätte PSG erst die 3 Spieler verkauft + sagen wir mal Verratti und hätten sich so 15-20 Mio an Gehalt gespart hätten sie dann Luiz kaufen und ihm 10 Mio Jahresgehalt geben können. Also so dachte ich sind die Auflagen ??



Ich habe da meine Bedenken, dass dieses System so funktioniert, weil es viele Wege gibt, wie man eine Gehaltsgrenze umgehen könnte. Z.B. kann PSG eine sehr hohe Vorauszahlung an Luiz leisten, z.B. als Signing Fee tituliert. Dafür können die Gehälter für die nächsten 2 Jahre minimal ausfallen. Dann hätte Luiz über 2 Jahre verteilt denselben Betrag X bekommen, wie eigentlich mit ihm vereinbart wurde. PSG hätte 13/14 ganz hohe Ausgaben (Ablöse+Signing Fee), 14/15 und 15/16 dafür minimale Gehaltszahlungen. Dasselbe wäre theoretisch auch mit anderen, aktuellen Kaderspielern möglich: Vertragsverlängerung > Signing Fee > laufende Gehaltsreduktion, und irgendwann ist die Summe der Gehälter 14/15 niedriger oder max. so hoch wie 13/14.


Das wäre ein Weg von vielen, würde ich meinen.



 


Hm ok ich verstehe was du geschrieben hast du meinst beim Beispiel Luiz zu bleiben PSG zahlt Chelsea z.B. nur 48 Mio Ablöse für den Spieler da der Deal aber im ganzen 60 Mio hoch war sind da 2 Jahre á 6 Mio Gehalt schon inklusive! Nur was ich nicht ganz verstehe ist denn die Fifa so dumm um solche "Umwege" nicht zu bemerken? Gerade bei solchen Vereinen muss doch dann noch genauer geprüft werden welche Gelder ausgegeben und eingenommen wurden?!

•     •     •

Die anderen hatten die Hosen gestrichen voll aber bei Mir lief´s recht flüssig !!!
Financial Fair Play (FFP) |#723
13.06.2014 - 09:33 Uhr

Es macht nicht übermässig viel Sinn, wilde Spekulationen darüber anzustellen, wie es PSG wohl mit dem Luiz-Deal im Hinblick auf die FFP-Regeln händelt. Festzustellen bleibt lediglich, dass finanzielle Sanktionen (scheinbar) umfangreicherer Natur PSG nicht daran hindern, quasi gleichzeitig 50 Millionen plus Gehalt etc., also ein Gesamtpaket von über 100 Millionen, über die Jahre hinweg für einen Spieler zu schnüren. Soviel zur Wirksamkeit von FFP gegenüber global playern des Weltfussballs. Es reicht offensichtlich lediglich  für wirklich spürbare Prügel gegen Minderbemittelte, für das grosse Geschäft uninteressante, Klubs wie RS Belgrad.


Man kann das ohne Weiteres - gerade auch für deutsche Vereine - als Fingerzeig werten: so verkehrt ist es nicht, sich nach dem Motto : "too big to fail" aufzustellen. Jedoch wird genau das durch Schwachsinn wie 50+1 verhindert. Ich sehe weniger Gründe denn je, diese einer Selbstamputation gleichkommenden Beschränkungen weiter aufrechtzuerhalten. Man muss ja nicht unbedingt jeden Fehler, der sicherlich auch von den diversen bekannten ausländischen Vereinen in diesem Zusammenhang gemacht wurde, 1 zu 1 wiederholen. Hätten beispielsweise in den letzten 10, 20 Jahren seriöse Investoren mit klugen Entscheidungen das Riesenpotential eines Klubs wie des HSV ausgenutzt, könnte der heute durchaus irgendwo zwischen Bayern, Dortmund, Schalke stehen. Und diese Vereine könnten alle - die Bayern nicht ausgenommen - auf einem (noch) höheren Niveau agieren.


 


Dieser verlogene Spagat zwischen finanziellen Notwendigkeiten einerseits und peinlicher, häufig genug von absoluter Inkompetenz geprägter Vereinsmeierei muss ein Ende haben, besser heute als morgen. Es sei denn, die grösste Volkswirtschaft Europas begnügt sich weiterhin mit Brosamen wie alle 10 Jahre einem internationalen Bayern-Titel, flankiert durch nachhaltige Erfolglosigkeit in der EL. Wir haben im übrigen gesehen, dass sich Erfolge der Nati trotz einer eigentlich "Goldenen Generation" nicht zwangsläufig dadurch einstellen, dass man überwiegend die zweite Garnitur von Auslandsprofis ins Land holt und die ganz Grossen weiterhin im Kreislauf zwischen England/Spanien und mit Abstrichen Italien bzw. Klubs wie PSG belässt.

Financial Fair Play (FFP) |#724
16.06.2014 - 14:47 Uhr
Zitat von kleinerrebell

Belgrad wird aus dem eurpäischen Wettbewerb Sanktioniert wegen Verstoss gegen das Financial Fair P(l)ay, Vereine wie PSG oder ManCity dürfen nur weniger Spieler zur CL benennen. Grandios sag ich da nur.



PSG und ManCity können auch ohne Probleme jegliche Ausgaben und gehälter bezahlen, du vergleichst Äpfel mit Birnen.

Financial Fair Play (FFP) |#725
16.06.2014 - 17:44 Uhr
Zitat von vendredi

Zitat von kleinerrebell

Belgrad wird aus dem eurpäischen Wettbewerb Sanktioniert wegen Verstoss gegen das Financial Fair P(l)ay, Vereine wie PSG oder ManCity dürfen nur weniger Spieler zur CL benennen. Grandios sag ich da nur.



PSG und ManCity können auch ohne Probleme jegliche Ausgaben und gehälter bezahlen, du vergleichst Äpfel mit Birnen.



Mit deiner Aussage hast du absolut Recht. Allerdings hat man ja klare Verstösse festgestellt und sanktioniert. Wenn ich einen dieser Klubs dann mit einer finanziellen Strafe belege füllt es zwar die Verbandskassen, tut aber nicht weh wenn man ein Füllhorn hat.


Ein Jahr Sperre für Europa würde da eher Wirkung zeigen.


Dem Verein der knapp mit Kohle ist wird eine ordentliche Einnahme genommen (was ja durch den Verstoss gerechtfertigt ist), und die endlosgeldcheater kaufen sich frei.


Diese Strafe ist dann wie Hausarrest für nen Stubenhocker.

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Wir sind nicht toll, wir sind nicht reich wir haben keine Stars und auch kein geiles Stadion.
Aber wir haben was, das ihr nicht habt......wir sind Hertha.
Financial Fair Play (FFP) |#726
16.06.2014 - 21:01 Uhr
Zitat von Pilleberlin

Zitat von vendredi

Zitat von kleinerrebell

Belgrad wird aus dem eurpäischen Wettbewerb Sanktioniert wegen Verstoss gegen das Financial Fair P(l)ay, Vereine wie PSG oder ManCity dürfen nur weniger Spieler zur CL benennen. Grandios sag ich da nur.



PSG und ManCity können auch ohne Probleme jegliche Ausgaben und gehälter bezahlen, du vergleichst Äpfel mit Birnen.



Mit deiner Aussage hast du absolut Recht. Allerdings hat man ja klare Verstösse festgestellt und sanktioniert. Wenn ich einen dieser Klubs dann mit einer finanziellen Strafe belege füllt es zwar die Verbandskassen, tut aber nicht weh wenn man ein Füllhorn hat.


Ein Jahr Sperre für Europa würde da eher Wirkung zeigen.


Dem Verein der knapp mit Kohle ist wird eine ordentliche Einnahme genommen (was ja durch den Verstoss gerechtfertigt ist), und die endlosgeldcheater kaufen sich frei.


Diese Strafe ist dann wie Hausarrest für nen Stubenhocker.



 


Kurz gesagt, du forderst eine willkürliche Rechtssprechung, die offiziell eine 2-Klassen-Justiz etabliert.


Dazu müssten sich vor jedem Urteil erst einmal drei Komissionen monatelang mit einem Füllhörner-Rating auseinandersetzen, da man als Verband schnell seine Legitimität verlieren kann, wenn es im Urteilsspruch heißt, dass Katar ihnen halt Geld in den Hintern blase. 


Der Sinn eines Strafenkatalogs besteht ohnehin darin, Verstöße zu ahnden und nicht der Frage nachzugehen, ob die Vereine einen Schaden davontragen. Eine Jurisdiktion, für die der Verbrecher wichtiger als das Verbrechen ist, wäre mir selbst im Fußball zu gruselig.


 


 

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"And this a typical Indian football problem. You get the chance, you hit the post and you don't score."

Dieser Beitrag wurde zuletzt von vcr07 am 16.06.2014 um 21:18 Uhr bearbeitet
Financial Fair Play (FFP) |#727
17.06.2014 - 00:00 Uhr
Zitat von vcr07

Zitat von Pilleberlin

Zitat von vendredi

Zitat von kleinerrebell

Belgrad wird aus dem eurpäischen Wettbewerb Sanktioniert wegen Verstoss gegen das Financial Fair P(l)ay, Vereine wie PSG oder ManCity dürfen nur weniger Spieler zur CL benennen. Grandios sag ich da nur.



PSG und ManCity können auch ohne Probleme jegliche Ausgaben und gehälter bezahlen, du vergleichst Äpfel mit Birnen.



Mit deiner Aussage hast du absolut Recht. Allerdings hat man ja klare Verstösse festgestellt und sanktioniert. Wenn ich einen dieser Klubs dann mit einer finanziellen Strafe belege füllt es zwar die Verbandskassen, tut aber nicht weh wenn man ein Füllhorn hat.


Ein Jahr Sperre für Europa würde da eher Wirkung zeigen.


Dem Verein der knapp mit Kohle ist wird eine ordentliche Einnahme genommen (was ja durch den Verstoss gerechtfertigt ist), und die endlosgeldcheater kaufen sich frei.


Diese Strafe ist dann wie Hausarrest für nen Stubenhocker.



 


Kurz gesagt, du forderst eine willkürliche Rechtssprechung, die offiziell eine 2-Klassen-Justiz etabliert.


Dazu müssten sich vor jedem Urteil erst einmal drei Komissionen monatelang mit einem Füllhörner-Rating auseinandersetzen, da man als Verband schnell seine Legitimität verlieren kann, wenn es im Urteilsspruch heißt, dass Katar ihnen halt Geld in den Hintern blase. 


Der Sinn eines Strafenkatalogs besteht ohnehin darin, Verstöße zu ahnden und nicht der Frage nachzugehen, ob die Vereine einen Schaden davontragen. Eine Jurisdiktion, für die der Verbrecher wichtiger als das Verbrechen ist, wäre mir selbst im Fußball zu gruselig.


 


 



 


Ich glaube eher, er will eine allgemein härtere Rechtssprechung (= Ausschlüsse öfter verhängen).


Ich finde, wir haben aktuell eher willkürliche Urteilssprüche, die noch dazu teilweise zu mild ausfallen und daher nicht ernst genommen werden. Ich verstehe auch deinen letzten Absatz nicht. Soll jetzt nur des Ahndens wegen irgend ein Strafenkatalog erstellt und exekutiert werden? Warum nicht lieber ein wirklungsvolles Konzept, welches die Vereine zum Umdenken und Handeln bewegt?

Financial Fair Play (FFP) |#728
24.06.2014 - 01:01 Uhr

Es ist doch offensichtlich das die Fifa beim FFP so vorgeht wie es ihnen in den Kram passt.


Die Fifa würde doch nie eine Win-Win Situation durch das FFP zu einer Lose-Lose Situation machen!!


Beispiel: PSG


Die beiden Klubs müssen in der kommenden Champions-League-Saison in ihrem 21-Mann-Kader nur fünf statt ursprünglich acht eigene Nachwuchsspieler haben.


PSG wurde im Mai wegen Vergehen gegen das Financial Fair Play unter anderem zu einer Strafe von 60 Millionen Euro verurteilt.


Was sind für den Investor von PSG denn bitte schon 60 Mio,lächerlich um zu zeigen wie er darüber denkt wurde gleich mal der Luiz Deal abgewickelt !!


Sorry aber das ist keine Strafe sondern nur ein Witz ABER und jetzt kommt der Win-Win bzw Lose-Lose Faktor ins Spiel !!!


Es ist leicht Vereine wie Bukarest , Malaga oder Rubin Kasan aus internationalen Wettbewerben zu sperren und zwar weil diese Vereine bei weitem nicht diese Einschaltquoten bringen wie z.b. PSG oder ManCity.


Wenn die Fifa die "kleineren" Vereine sperrt erzeugt sie so den Anschein in der Öffentlichkeit das FFP durch zu ziehen doch bei den Top 15 Vereinen schaut die Sache wieder anders aus.


Würde die Fifa ManCity und PSG für die CL und die EL sperren verliert sie dadurch doch auch Mio an Einnahmen wegen Übertragung undEinschaltquoten also eine Lose-Lose Situation !!


Belegt die Fifa jedoch Vereine wie PSG mit 60 Mio "Geldstrafe", lässt sie aber für die internationalen Wettbewerbe spielberechtigt verdienen beide Seiten daran also eine Win-Win Situation.


Es ist doch ganz klar das die Vereine die die besten Einschaltquoten bringen beim FFP einen besseren Stand haben als ein "kleiner" Verein ! Sorry aber wer hat Lust in der CL ein Spiel Malaga - Bukarest zu sehen evtl 2-4 Mio aber wenn PSG - ManCity spielt schaun halt mal schnell 8-12 Mio Menschen so ein Spiel was natürlich auch mehr Geld in die Kassen der Fifa spült!!


Ist meine Sicht der Dinge !!


Ich glaube nicht das mal ein Top 15 Verein aus CL oder EL ausgeschlossen wird!! Da wird es dann immer neue Auflagen geben !

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Die anderen hatten die Hosen gestrichen voll aber bei Mir lief´s recht flüssig !!!

Dieser Beitrag wurde zuletzt von Cantona26 am 24.06.2014 um 01:09 Uhr bearbeitet
Financial Fair Play (FFP) |#729
24.06.2014 - 11:51 Uhr

Also ich sehe als Hintergrund der ganzen FFP-Geschichte, dass es im Endeffekt darum geht, längerfristig die grundsätzliche Zahlungsfähigkeit der am europäischen Fußball beteiligten Vereine zu sichern. Deshalb auch die Begrenzung der für den Spielerkader zur Verfügung stehenden Summen auf die sogenannten „relevanten Einnahmen“. Damit soll mMn lediglich erreicht werden, dass es für die einzelnen Vereine unattraktiv wird, großartig externe Geldquellen, die ohne angemessene Gegenleistungen fließen, aufzutun. Nenne ich mal der Vereinfachung halber „externe Gelder“.



Ließe man solche „externe Gelder“ zu, wären die anderen Vereine gezwungen, es nachzutun und egal, wie viele Vereine das schaffen, jeder dadurch zusätzlich eingebrachte Euro würde die Preise für alle Klubs steigern, auch für diejenigen, denen diese „externen Gelder“ nicht zur Verfügung stehen. Diese Vereine wären dann in dem Zirkus CL/EL schon allein deshalb nicht mehr konkurrenzfähig. Das schädigt auf Dauer den Wettbewerb und irgendwann dann auch die damit verbundenen Einnahmen. Also steuert man gegen, indem man die „externen Gelder“ nicht zulässt.



Der Strafenkatalog ist sicher deshalb so umfangreich (Verwarnungen, Geldstrafen, Auflagen diverser Art, Aberkennung von erreichten Titeln bis hin zum Ausschluss), um dem Vergehen angemessene Sanktionen verhängen zu können. Und nein, es geht nicht um bestehende Schulden/Verbindlichkeiten und schon erst recht nicht um deren absolute Höhe, sondern darum, dass ein Verein in der Lage sein muss, seine Ausgaben - dazu gehört natürlich auch der Kapitaldienst für seine Schulden/Verbindlichkeiten - aus seinen ohne „externe Gelder“ erzielten Einnahmen bestreiten zu können. Wenn das der Fall ist, kann er so viele Schulden/Verbindlichkeiten haben, wie er will.



Vor diesem Hintergrund sehe ich auch die Sanktionen:
Vereine, die mit ihren Ausgaben ihre Zahlungsfähigkeit überschreiten, riskieren, aus dem Wettbewerb ausgeschlossen zu werden. Da diese Klubs Geld ausgeben, das sie gar nicht haben, finde ich das auch nachvollziehbar.
Klubs hingegen, deren Zahlungsfähigkeit gegeben ist, die dazu aber „externe Gelder“ in ihren Kader investieren, können ja ihre Ausgaben tragen. Damit hat man hier nicht fehlende Zahlungsfähigkeit, sondern „nur“ das Einbringen der „externen Gelder“ zu sanktionieren. Man muss diese Vereine also nicht unbedingt ausschließen, sondern es reicht, die „externen Gelder“ wettbewerbsunschädlich zu machen, indem man sie mit Sanktionen wie Geldstrafen und/oder mit Einschränkungen des Spielerkaders sozusagen abschöpft.



Das finde ich schon schlüssig. Ich kann mir allerdings auch gut vorstellen, dass Vereine, die im Wettbewerb das große Geld bringen - und die man deshalb sozusagen als systemrelevant ansehen könnte - (z.B. Real Madrid, FC Barcelona, Manchester United, Bayern München etc.), bei gleichem Sachverhalt anders behandelt werden würden als einer der kleinen Vereine. Es geht ja immer noch um die Einnahmen des gesamten Wettbewerbs. Bis man einen dafür wichtigen Klub ausschließt, kann der sich meiner Vermutung nach schon ein größeres Fehlverhalten leisten als ein kleiner Verein.

Financial Fair Play (FFP) |#730
24.06.2014 - 12:26 Uhr
Zitat von Cantona26

Es ist doch offensichtlich das die Fifa beim FFP so vorgeht wie es ihnen in den Kram passt.


Die Fifa würde doch nie eine Win-Win Situation durch das FFP zu einer Lose-Lose Situation machen!!


Beispiel: PSG


Die beiden Klubs müssen in der kommenden Champions-League-Saison in ihrem 21-Mann-Kader nur fünf statt ursprünglich acht eigene Nachwuchsspieler haben.


PSG wurde im Mai wegen Vergehen gegen das Financial Fair Play unter anderem zu einer Strafe von 60 Millionen Euro verurteilt.


Was sind für den Investor von PSG denn bitte schon 60 Mio,lächerlich um zu zeigen wie er darüber denkt wurde gleich mal der Luiz Deal abgewickelt !!


Sorry aber das ist keine Strafe sondern nur ein Witz ABER und jetzt kommt der Win-Win bzw Lose-Lose Faktor ins Spiel !!!


Es ist leicht Vereine wie Bukarest , Malaga oder Rubin Kasan aus internationalen Wettbewerben zu sperren und zwar weil diese Vereine bei weitem nicht diese Einschaltquoten bringen wie z.b. PSG oder ManCity.


Wenn die Fifa die "kleineren" Vereine sperrt erzeugt sie so den Anschein in der Öffentlichkeit das FFP durch zu ziehen doch bei den Top 15 Vereinen schaut die Sache wieder anders aus.


Würde die Fifa ManCity und PSG für die CL und die EL sperren verliert sie dadurch doch auch Mio an Einnahmen wegen Übertragung undEinschaltquoten also eine Lose-Lose Situation !!


Belegt die Fifa jedoch Vereine wie PSG mit 60 Mio "Geldstrafe", lässt sie aber für die internationalen Wettbewerbe spielberechtigt verdienen beide Seiten daran also eine Win-Win Situation.


Es ist doch ganz klar das die Vereine die die besten Einschaltquoten bringen beim FFP einen besseren Stand haben als ein "kleiner" Verein ! Sorry aber wer hat Lust in der CL ein Spiel Malaga - Bukarest zu sehen evtl 2-4 Mio aber wenn PSG - ManCity spielt schaun halt mal schnell 8-12 Mio Menschen so ein Spiel was natürlich auch mehr Geld in die Kassen der Fifa spült!!


Ist meine Sicht der Dinge !!


Ich glaube nicht das mal ein Top 15 Verein aus CL oder EL ausgeschlossen wird!! Da wird es dann immer neue Auflagen geben !



 


 


Ich finde deinen Post gut, da er meiner Meinung die Einstellung vieler Menschen wiederspiegelt,die noch nicht wirklich verstanden haben worum es bei FFP geht, und warum manche Vereine ausgeschlossen werden und andere wiederum nicht. Das meine ich jetzt ganz objektiv, ich möchte dich damit weder beleidigen noch provzieren.


 


Zunächst werden 60Mio Euro erst dann fällig wenn PSG und City erneut gegen FFP verstoßen. Aktuell reden wir von 20Mio Euro. Hierbei handelt es sich allerdings nicht um eine Strafzahlung im Sinne von "überweist uns das mal bitte", sondern um Einbehalt von Prämien aus der CL.


 


"- MCFC will lose 10m Euros of its share of income from UEFA for competing in the Champions League completion in season 2013-14.
- MCFC will lose 10m Euros of its share of income from UEFA for competing in the Champions League for season 2014-15"


 


Das ist also eine Strafe die nicht durch die Investoren ausgeglichen werden kann, da es eben Geld ist das schlussendlich im Jahresumsatz fehlt. Und ja, PSG hat Luiz verpflichtet, nur wurde nirgendwo ganz offiziell verkündet wieviel er denn nun wirklich gekostet hat. Und selbst wenn es 60Mio wären, die Strafen besagen ja nicht dass überhaupt niemand mehr verpflichtet werden darf. Das Transferfenster ist noch lang, PSG hat noch genug Zeit selber Spieler zu verkaufen um diese Summe zu "decken" 


 


Jetzt kommt eigentlich der relevante Punkt. "Es trifft nur die kleinen" Jaein, eigentlich trifft es nur die "richtigen". Der ganze Name "Financial Fair Play" ist leider völlig irreführend. Ein User hier meinte mal treffenderweise es wäre besser gewesen das ganze eher in die Richtung Finanzielle Stabilität zu bennen. FFP wurde nicht ins Leben gerufen weil es finanzstarke Clubs mit Investoren gibt, sondern weil es in der Vergangenheit immer wieder Vereine gab die sich übernommen, in den Ruin getrieben, und somit auch andere Vereine in Gefahr gebracht haben. Stichwort Leeds United oder aber auch der BVB. 


 


Genau deswegen gibt es ja die Break-Even-Regel. Ihr dürft nicht mehr ausgeben als ihr auch einnehmt. Ist für solche Vereine eine gute Regel, nur etwas sinnlos wenn man finanzielle Verluste locker durch einen Investor ausgleichen kann. Das mag jetzt nicht "fair" sein, aber wiegesagt, darum geht es ursprünglich auch überhaupt nicht. Du hast als Beispiel Bukarest angeführt. Klingt natürlich echt mies am Anfang, City verpflichtet für 100Mio neue Spieler und fliegt nicht raus, Bukarest schon. Trotzdem sprechen wir hier von einem ganz anderen "Gefahrenpotenzial". City gibt mehr Geld aus als sie einnehmen, ist aber nicht gefährlich für andere Vereine, da das Geld ja trotzdem vorhanden ist, jeder bekommt seine Ablöse und Gehalt, nichts passiert. Bukarest hingegen schuldet Spielern Gehalt und anderen Vereine Ablösesummen, und genau hier liegt die große Gefahr und der Grund warum sie gesperrt werden müssen. Durch sowas kann eine gigantische Kettenreaktion entstehen die wirklich viele Vereine betrifft. Verein A kauft spieler von Verein B und sagt natürlich bezahlen wir, Verein B kauft von Verein C Spieler weil sie sich denken Verein A schuldet uns ja noch Geld, Verein C kauft sich Spieler von Verein D, denkt sich da kommt ja noch Kohle von Verein B rein usw.... 


 


Wenns scheiße läuft kommt irgendwann raus dass Verein A gar nicht bezahlen kann und alle schauen dumm aus der Wäsche, im extrem Fall müssten Vereine Insolvenz melden. Durch so ein Handeln bringt ein einziger Verein also viele andere in große Gefahr. Sieht also am Anfang etwas "unfair" aus, wenn man aber bedenkt welche Konsequenzen das Handeln der jeweiligen Vereine nach sich ziehen kann, muss man umdenken. 


Es geht hier wie gesagt eigentlich nicht um "Fair Play" sondern vielmehr um Stabilität. 


 


Der Rest deines Postes stimmt natürlich. Warum auch sollte die UEFA Vereine wie City und PSG sperren? Die bringen natürlich mehr Kohle, sind aber gleichzeitig auch keine Gefahr für die Stabilität. Viele schreien "sperrt die doch einfach". In der UEFA gibt es wie in jeder anderen Vereinigung Interessengruppen die einen bestimmten Einfluss haben. Das haben wir ja erst kürzlich gesehen als die Quote für "Eigengewächse" gesenkt wurde, nachdem die Spielervereinigung Druck gemacht hat. Hätten die nichts gesagt wären wahrscheinlich die Sponsoren an die UEFA herangetreten. Das hat aber meiner Meinung nach nix mit "Mafia" zu tun, sondern so ist das Leben nunmal. Hat man erstmal einen bestimmten Wert für andere steigt auch die Menge der Personen die einen schützt.

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